
Tierisch Menschlich· Folge 1
001: Wir sind wieder da - Tierisch Menschlich kehrt zurück!
Donnerstag, 26. Februar 2026 · 1 h 02
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Shownotes
Nach einer kleinen Pause sind Martin Rütter und Katharina Adick endlich zurück – mit neuen Rubriken, prominenten Stimmen und jeder Menge tierisch-menschlicher Abschweifungen.
In der ersten Folge geht es um Hundeerziehung vs. Beziehung, kuriose Tiere aus der Tiefsee, erstaunliche Forschung zum Sprachverständnis von Hunden und natürlich um den ganz normalen Wahnsinn des Alltags.
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Herzlich Willkommen zu Tierisch-Menschlich, dem Podcast mit Hundeprofi Martin Rütter und Wissenschaftsjournalistin Katharina Ardig. Wir sind wieder da, herzlich Willkommen. Ich habe jetzt auch wirklich in der Dauerschleife sechs Tage ohne Pause von Marisch Müller-Westernhagen das Lied gehört, ich bin wieder hier in meinem Revier.
War die wirklich weg? Ja, genau. Aber es gab schon Sehnsucht sozusagen. Also es haben mir wirklich, wirklich viele Menschen geschrieben, die verunsichert waren und dachten, wir hätten das Ding jetzt komplett beerdigt. Ja, ich habe auch so drei oder vier Nachrichten dazu bekommen. Ich habe aber auch, ich muss sagen, dass ich mich schon auch ein bisschen freue jetzt, dass dieser elende Dog Song nicht mehr unser Intro ist.
Aber Grund über eine ganz besonders angenehme Stimme in unserem Intro. Ja, aber bevor wir dazu kommen, möchte ich mal einmal kurz sagen, es gab wirklich schlimme Verhandlungen im Vorfeld. Also die feine Wissenschaftsjournalistin mit Starallüren hat ja so einen derartigen Druck auf mich ausgeübt und gesagt, der Dog Song wird jetzt hier mal beerdigt.
Ich habe aber für euch, also für die Vernünftigen unter euch, natürlich um den Dog Song gekämpft. Und genau deshalb werden wir als Kompromiss, weil ich das Rasseporträt beerdigen wollte, haben wir gesagt, okay, dann behalten wir beides. Und der Dog Song wird in Zukunft zumindest das Rasseporträt ankündigen. Und auch beenden.
Ach so, das auch noch. Moment. Ja, ja, ja, ja. Muss ich mal kurz nachblättern? Das hatte ich aber doch mit meinen Anwälten eigentlich. Nein, nein, nein, nein. Was? Ich meine sowas. Und da kannst du auch direkt mit deinen Anwälten sprechen, dass ich eine neue Rubrik erfunden habe, von der du noch nicht weißt.
Moment, auch dazu finde ich hier in meinen Vertragsunterlagen wirklich gar nichts. Was du nicht weißt, unsere Verträge sind mit der Übst-Tinte geschrieben. Das war der Trick. Also ich habe es jedenfalls auch kaum ausgehalten. Die Welt ist seit unserer letzten Folge, seit dieser Pause ja nicht gerade weniger verrückt geworden.
Und mir hat irgendwie dieses Ventil gefehlt in unserem Podcast. Ja, das stimmt. Unsere wöchentliche Therapiesitzung quasi. Ja, und auch so diese Entspannung, die ich verspüre, wenn ich dich zu Dingen zwinge, die du nicht gerne tust. Das hat mir wirklich gefehlt. Schön, schön, schön, schön. Ja, vielleicht kommen wir da eher zu, weiß ich gar nicht, ob wir heute über Saviour Naidoo und Menschenfleischessen sprechen.
Aber ich habe im Rahmen dessen ja einen wirklich sehr platten Witz gehört. Aber den fand ich, weil der so direkt herangeschnitten war an Saviars Theorie, dass wir alle Menschenfleisch gegessen haben. Da war die Frage, wie schmeckt eine Domina, wenn man sie grüllt? Streng. Komm, komm. Es ist mindestens so absurd wie die naiduschen Theorien.
Aber pass auf, ich will dir jetzt einmal kurz sagen, die neue Rubrik. Wir haben ja Dinge, die die Hundewelt nicht braucht, haben wir erweitert, auch zusätzlich auf Dinge, die die Tierwelt nicht braucht. Und ich habe eine Rubrik jetzt eingeführt, die da heißt Dinge, die die Menschenwelt nicht braucht.
Auch da werden wir doch sicherlich schöne, schöne Alltagsgegenstände finden. Vielleicht werden wir auch allgemein sehr viel finden, wo wir denken oder ihr Hörer, HörerInnen denkt, das braucht ja wirklich kein Mensch. Finde ich eine sehr sinnvolle Erweiterung. Ich hätte Schlimmeres befürchtet, weil du ja auch schon vor kurzem angekündigt hast, dass du noch eine spezielle Tipp-Rubrik für mich etablierst.
Also ungefragte Hinweise für meinen Lebenswandel von deiner Seite. Aber jetzt habe ich den Fehler gemacht, dass ich dich daran erinnert habe. Nee, nee. Also ich habe für heute Dinge vorbereitet, aber ich habe auch Fragen. Sollen wir nicht erstmal einmal kurz über unsere tolle neue Sprecherin reden? Ja, absolut. Dürfen wir das schon sagen, wer es ist? Ich meine, viele werden es erkannt haben, oder?
Ich denke auch, ich denke auch. Haben wir nicht auch so einen Quizaufruf gemacht? Und können wir das schon irgendwie? Das könnten wir jetzt auch auflösen. Wir hatten einen Quizaufruf und haben gefragt, welche prominenten Stimmen demnächst auch in diesem Podcast zu hören sind, neben unseren beiden sehr prominenten Stimmen.
Und zwar ist es einmal Bettina Rust im Intro. Genau. Und worüber ich mich, muss ich einmal kurz sagen, wirklich extrem gefreut habe, dass Bettina das gemacht hat, weil ich nicht nur seit, weiß ich nicht, gefühlt 25 Jahren ein total glühender Fan von ihr bin und habe wirklich früher ja viele Talk-Formate von ihr gehört und bin Fan ihrer Podcast, die wir übrigens auch hier verlinken werden, natürlich Toast Hawaii und so weiter.
Aber auch, weil ich finde, dass die so immer sich selber so treu geblieben ist. Also ich finde den Instagram-Account sehr klug und das ist einfach eine sehr, sehr schlaue Frau, die vor allen Dingen auch wirklich sehr, sehr nett ist. Und das finde ich total schön, dass sie das so ganz wie selbstverständlich gemacht hat.
Ich freue mich da auch sehr drüber und auch über die anderen Beiträge. Und das können wir an der Stelle ja vielleicht schon mal auflösen. Die anderen stimmen. Sollen wir? Oder sollen wir nicht immer erst, wenn die Rubrik kommt, das auflösen? Hm, jetzt können wir so oder so machen eigentlich, ne? Können wir so oder so machen.
Ich glaube, dass wir angekündigt haben, dass wir in der ersten Folge, genau, und es ging ja um einen Martin-Rütter-Gutschein in Höhe von 20.000 Euro. Ja, den Katarzyna aber finanziert. Wie viel haben wir denn jetzt verloren? 200 Euro? Ich weiß das nicht mehr. Ich glaube 200 Euro Gutschein für einen Shop.
Genau. So, ja dann, spuck's aus. Wen hast du noch belatschen können? Wer hat dir noch einen Gefallen geschuldet? Ja, also unter anderem mein guter alter Freund Paul Panzer. Und da, muss ich ehrlich gestehen, hat es mich jetzt nicht überrascht, dass er sofort Ja gesagt hat. Das habe ich so erwartet, weil wir ja wirklich eine echte Freundschaft haben.
Dann haben wir Bernhard Hohecker. Richtig cool. Und da muss man auch wirklich sagen, wir haben ja keine Texte so vorgegeben, sondern nur gesagt, guck mal Bernhard, könntest du mal? Und dann konnte er, ihr werdet euch sehr freuen, wenn er das erste Mal seine Rubrik vorträgt. Es ist wirklich sehr, sehr lustig geworden.
Magst du weitermachen? Ja, ich habe mich auch sehr über diese Beiträge gefreut natürlich. Paul Panzer, Bernhard Hohecker und gerade so dieses, man könnte ja denken, es ist so eine Kakophonie gewesen und völlig sinnfreie Dinge, die er da von sich gibt. Aber wer ihn kennt, weiß ja, dass er auch eine große Affinität zum Thema Wissenschaft hat. Und wer sich diese Sätze genau anhört, merkt auch, dass es alles andere als Mumpitz, was dahinter steckt.
Deswegen habe ich gerade für diese Rubrik auch heute schon was vorbereitet. Dann haben wir eine meiner neuen Lieblingsrubriken, kuriose Kreaturen, was uns freundlicherweise, wir sind sehr begeistert auch, Atze Schröder eingesprochen hat. Ja, und Atze auch in seiner, also habe ich mich auch total drüber gefreut.
Habe ich auch ein bisschen erwartet, ehrlich gesagt, weil wir uns auch ein bisschen kennen. Und Atze natürlich wirklich genau, wie man Atze so erwartet. Finde ich auch sehr lustig. So, aber da es ja hier kein patriarchischer Podcast ist, haben wir ja also nicht nur Männer. Obwohl, wir haben ja mit Bettina eh schon die erste Dame dabei gehabt.
Und dann kommt noch dazu Annette Frier, was ich auch schon einen echten Ritterschlag finde. Da freue ich mich sehr. Ja, und auch wenn Ralf Schmitz dazu vertraglich verpflichtet ist, er ist auch wieder dabei. Und wir freuen uns auch darüber. Ja, aber es ist ja der lustige Ralf Schmitz. Der ist es ja. Also nicht der Comedian. Also unser Ralf, unser Executive Producer.
War nicht böse gemeint. Also an alle Ralf-Schmitz-Fans, man kann ja auch nicht alles und jeden lustig finden. Nein. Und ich habe mich natürlich für diese Folge auch vorbereitet. Ich habe so viele dieser Behälter, die wir da jetzt haben, an Rubriken natürlich gefüllt. Insbesondere das Rasseporträt. Allerdings, jetzt haben wir uns ja auch eine ganze Weile nicht gesprochen.
Ich weiß ja gar nicht, was bei dir los ist. Ich sehe, du hast jetzt die Haare lang. Du trägst sie heute offen. Das sehen jetzt die Leute nicht, die uns nur hören. Dass einiges passiert, sehe ich. Und zwei Geschichten würden mich besonders interessieren. Nämlich eine Sache, die du schon mal angedeutet hast, dass dein, Ist es ein Großkneffe, Matti, zu Karneval wieder was sehr Lustiges im Kopf hatte?
Ach, stimmt. Ich hatte dir das geschrieben. Jetzt muss ich aber mal eben einmal selber denken. Gut, dann sage ich dir aber auch schon, was das zweite war. Und zwar hast du mal wieder Schlagzeilen produziert. Was? Ja, also warte mal ganz kurz. Wie war denn das nochmal? Lebenslanges Tierhaltungsverbot. Martin Rütter wütet gegen Halter von Staffordshire Terrier.
Da habe ich gedacht, das ist doch sicher kein Ragebait oder so. Da wird er doch wieder irgendwas, wird er doch wieder gewütet haben. Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Was ist denn das schon hier? Ja, als ich heute Morgen am sonntäglichen Frühstückstisch saß, wurde mir das natürlich sofort wieder in die Timeline gespült.
Naja, also sagen wir mal so, ich halte es für möglich, dass wieder irgendein Hund beschlagnahmt wurde und irgendeine Arschgeige kriegt den Hund dann wieder. Da könnte ich mir vorstellen, dass ich das so gesagt habe. Aber leider habe ich den Fall jetzt nicht mehr so parat. Könnte auch durchaus sein, ich bin ja alleine in 2025 auf acht, neun verschiedene Arten gestorben.
Ach was. Das war auch sehr interessant. Ich habe viermal geheiratet übrigens, schon 2026 jetzt. Das geht ums Geld, habe ich gehört. Das ist wirklich interessant. Das ist wirklich krass. Und diese KI-Dinger sind ja teilweise so schlecht gemacht. Dass du denkst, wie kann denn jemand überhaupt auf die Idee kommen?
Naja, aber manche Leute glauben es ja dann, ne? Ja, gut. Und für die Geschichte von Matti, was sein Karnevalskostüm betrifft, musst du noch weiter in den Untiefen deines Gehirns buddeln oder sollen wir das auf die nächste Folge verschieben? Nein, nein. Ich habe es gleich. Ich muss nur mal eben einmal quasi in den Chatverlauf gehen.
In den Familienchats quasi. In der Zeit kann ich vielleicht kurz erzählen, wir sind ja mit MyThinkX wieder im Studio und wir haben letzte Woche eine Folge aufgezeichnet zum Thema Erinnerungen und warum die oft gar nicht so zuverlässig sind. Apropos Erinnerungen, jetzt fällt es mir wieder ein. Und zwar, sollten die sich im Kindergarten, durfte sich jeder verkleiden, wie er irgendwie so Bock hat. Ja, das hoffe ich doch.
Ja, genau. Ja, manchmal gibt es ja auch ein Motto. Hätte ja sein können, es gibt ein Motto oder so. So. Und Matty, der ist ja seines Zeichens, seit er auf der Welt ist, bekennender Metallica-Fan. Und wir alle wissen nicht, woher es kommt. Also der steht dann da, Alexa, bitte Metallica. Und dann geht's los. Und niemand von uns ist da jetzt irgendwie, dass man es ihm tausendmal vorgespielt hätte oder so.
Und der rastet dann richtig aus. Der ist schon als Dreijähriger wirklich headbangend im Auto auf dem Kindersitz gewesen. Und auf jeden Fall hat er sich jetzt sozusagen, war sein Karnevalskostüm, natürlich er ist Heavy-Medda-ler, ne? Und okay, bis dahin noch alles okay. Und ich habe mich ja schon oft über Einrichtungen aufgeregt, über Kindergärten, über Schulen, über was nicht alles.
Und weißt du, was dieser coole Kindergarten gemacht hat? Als Matti da reinkam, kam als Einmarschmusik hoch und runter Metallica, Iron Maiden. Also die haben es richtig abgefeiert und haben richtig gesagt, hier Rock'n'Roll. Und ich fand das deshalb so cool, weil die anderen Kinder natürlich teilweise nichts damit anfangen konnten.
Und ich fand es richtig toll von einer Erzieherin zu sagen, okay, das ist der Matti und übrigens der ist Heavy Rattler. Wir machen jetzt mal hier. Und das finde ich so lustig. Und der hat es auch wirklich sehr gefeiert. Aber... Der hat jetzt bei Olympia, ne, hat der Curling geguckt und sagt, sag mal, muss man sowas trainieren?
Also üben die das etwa? Und dann habe ich ja so, ja, ja, ja, so. Und dann kam, sag mal, kannst du mich auch mal zum Eisputzen bringen? Eisputzen, das ist es nämlich. Das Curling heißt, die Sportart Eisputzen. Darum geht's. total. Das muss sauber werden. Herrlich, herrlich, herrlich. Du wolltest mir etwas wissenschaftliches über Erinnerungen erzählen.
Das auch, aber wir haben, ich habe das tatsächlich gerade schon so ein bisschen gemacht, um die Pause zu füllen, aber ich war selber tatsächlich geflasht von dieser Erkenntnis, dass immer, wenn du dich erinnerst, dass du in dem Moment diese ganzen neuronalen Netzwerke, die da sind, sind die so ein bisschen beweglich und flexibel und bei jedem Moment des Erinnerns ist deswegen auch möglich, dass du falsche Sachen reinwebst Und ich finde das super interessant, weil das kann dann zum Beispiel sein, dass du die Erinnerung auch manipulierst.
Also es gibt zum Beispiel Experimente mit Leuten, denen wurde dann ein Foto vorgelegt, dass sie in ihrer Kindheit ja im Freizeitpark so und so waren und dann ja doch das Maskottchen getroffen haben. und dieses Foto ist manipuliert. Die haben das Maskott hier nie gesehen. Die können dir dann aber sagen, wie das war. Und wir haben auch ein eigenes Experiment mit mehr oder weniger freiwilligen Leuten aus dem Kollegium gemacht dazu.
Und es ist wirklich eine spannende Sendung geworden. Ach, das ist aber crazy. Aber es wird ja natürlich auch ein bisschen erklären, warum man selber bei manchen Themen so eine verklärte Erinnerung hat oder bei manchen Themen so ganz drastische Erinnerungen. Also ich erlebe das tatsächlich jetzt bei meinen Kindern schon, dass die mir so Dinge zum Beispiel vorwerfen, die gar nicht so waren.
Also die ich sogar mit Bildern belegen kann. Also so Sachen wie, du warst nie bei mir beim Ballett zu gucken oder sowas. Und du sagst, warte mal. Also stimmt, dass man dann ja selber Erinnerungen verfälscht. Aber dass sich jemand eine Erinnerung einreden kann, ist ja irgendwie komisch. Ja, es ist komisch und es ist auch gefährlich.
Also es ist gerade auch so im therapeutischen Kontext zum Beispiel passiert das schnell. Deswegen, wer eine solide therapeutische Ausbildung hat, Und weiß auch, dass man bestimmte suggestive Fragetechniken nicht stellt, dass man nicht versucht, irgendwas aufzudecken, woran die Erinnerung eigentlich gar nicht mehr besteht.
Aber man muss natürlich total aufpassen, dass man damit nicht sozusagen das Erinnerungsvermögen von Leuten hinterfragt oder auch abschwächt oder so tut, als könnte das alles gar nicht stimmen. Weil gerade, wenn dir was ganz Schlimmes passiert ist, zum Beispiel, was emotional auch belastend war, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du das so verdrängen kannst, dass du das quasi nicht mehr wusstest, die ist sehr gering.
Weil sowas einfach viel zu präsent ist, so durch diese emotionale Tragweite. Aber bei so Kleinigkeiten ist das so. Und ich glaube, dass jeder Mensch so im Familienkontext eine Person kennt, die immer meint zu wissen, wie es früher gewesen ist und dass es nur so gewesen sein kann. Absolut. Und von den meisten Sachen, gerade wenn es so Lappalien sind, können wir das alle gar nicht mit so großer Sicherheit sagen.
Aber du hast jetzt eine gute Argumentation dafür geliefert. Ich bin mal gespannt, wie Friedrich Merz erklärt, dass er hat ja jetzt vor kurzem erzählt, der Ukraine-Krieg geht jetzt schon länger als der Zweite Weltkrieg. Und hat gesagt, also den gibt es jetzt, der Ukraine-Krieg läuft jetzt schon vier Jahre und damit ist es länger als der Zweite Weltkrieg.
Das ist doch wirklich so crazy, wie du irgendwas... Ja, allerdings. Bedenklich, möchte man fast sagen. Ich habe ja eben schon gesagt, die Welt ist ja leider nicht weniger verrückt geworden. Deswegen freue ich mich, dass wir wieder bei unserem kleinen eskapistischen Podcast uns hören und uns auch mit anderen Sachen beschäftigen können. So.
Ich hoffe, jetzt kommt schon direkt das erste Rasseporträt. Da würde ich mich so freuen. Ja, natürlich. Ich würde jetzt immer sagen, weiß ich nicht. Dafür haben wir natürlich auch einen kleinen Jingle vorbereitet, hören wir doch mal rein. Da war es wieder. Das ist nicht schön. Das ist Musik in my ears.
So, fackeln wir nicht lange. Es handelt sich um die FCI Nummer 157. Ich hab das so vermisst, diese merkwürdige technokratische Sprache, in der hier über Hunde gesprochen wird. Ja, da hast du ein Alleinstellungsmerkmal mit. Der Schädel ist von allen Seiten betrachtet groß und quadratisch. Zeigt leichte Stirnfalten, sofern sein Interesse geweckt wird.
Diese Falten sind in Ruhestellung jedoch nicht sichtbar. Ich habe gerade gedacht, du beschreibst mich. Ich habe mich auch irgendwie wiedergefunden. Die Stirnfalten. Das allgemeine Erscheinungsbild ist kraftvoll, symmetrisch, zeigt große Stärke, ohne dabei schwerfällig zu sein. Er ist solide und aktiv.
Gut, okay. Solide und aktiv. Ja, weiß ich jetzt nicht, aber ich sag mal, was du am Schädel beschreibst und so die ganze... Also wir sind ja wahrscheinlich schon mal jetzt in der Molosser-Welt, ne? Warte mal, was sind wir in der Molosser-Welt? Also hätte ich jetzt so gedacht, also ich meine so, was du am Schädel beschreibst und...
Ich könnte dir jetzt noch sagen, wie der heißt. Das ist 64 bis 69 Zentimeter der Rüde. 64 bis? 69? Gar nicht so riesig eigentlich. Die Hündin wie immer ein paar Zentimeter drunter und das Gewicht zwischen 50 und 59 Kilogramm. Okay, also ein sehr, sag ich mal, also wenn man jetzt überlegt, da ist ja auch schon viel Gewicht und so, aber das hört sich ja sehr kompakt und wuchtig an.
Also viel Brustkorb und so, kurze Haare, oder? Okay, haben eine Theorie schon, aber erzähl mal. Also als ich den zuerst gesehen habe, habe ich wie immer gedacht, es ist ein anderer Hund, beziehungsweise für mich sieht er aus wie so ein Boxer auf Steroiden ein bisschen. Ja, das sagen aber viele über den Bullmastiff. Ich glaube, wir sind da, oder?
Ja. Ja, also tatsächlich finde ich, also was, ja, sagen wir mal die Stirn in Falten legen und so weiter. Also Bullmastiff, auch da wieder eine der eher unterschätzten Hunderassen, finde ich jetzt so. Also so, die wirken ja, oder anders, die sind ja sehr häufig eher so, wirken die ein bisschen gemächlich, so ein bisschen, ja, wie vielleicht sogar.
Ja, gemächlich. Ich würde es gemächlich nennen. Und jetzt kommt der so ein bisschen gemächlich daher und dann wirkt der eher schwerfällig, der läuft ja nicht wahnsinnig elegant und so. Aber die können eine unglaubliche Wucht und auch eine schnelle oder eine Dynamik entwickeln. Das ist ja kein Langstrecken-Sprinter und so. Aber die sind dann auch doch sehr kompromisslos in der Vorgehensweise, sind keine besonders sensiblen Hunde.
Und das Gemeine, dadurch, dass die so ein bisschen, ja auch nicht so Lust auf Kooperation haben und so ein bisschen schwerfällig und unsensibel wirken, habe ich erlebt, dass diese Hunde besonders in der Erziehung von bestimmten Menschen sehr hart angegangen werden. So nach dem Motto, ja der braucht das ja.
Der braucht also ein möglichst schweres Kettenhalsband oder ein möglichst hartes Stachelhalsband früher. Und einen ordentlichen Ruck an der Leine, sonst geht der nicht vernünftig ins Platz und so weiter. Und das ist wirklich totaler Quatsch. Also sind trainierbar wie andere Hunde auch. Völlig logisch, da gelten auch da alle Lerngesetze und auch da geht Konditionierung auf die gleiche Art und Weise.
Aber es sind natürlich schon Hunde, Wie eigentlich alle Mastiff-Artigen, die schon auch nicht so richtig Bock auf Kooperation rund um die Uhr haben. Also Wiederholungen finden die doof. Ja, Sitzplatz, Fuß, Bleib, Forward eigentlich und so. Also da muss man schon wissen, dass man da einen sehr eigenständigen Hund ins Haus holt.
Und man sollte, wenn man sich für so einen Hund entscheidet, abgesehen davon hat wahrscheinlich eine ganz lange Liste an Krankheiten kommt, immer wieder im Kopf haben, dass diese Hunde in einer ganz, ganz frühen Phase, alle Menschen und alle Hunde super finden lernen müssen. Denn ein Bullmastiff, der skeptisch ist mit Hunden, das ist ein richtiges Problem.
Also weil die natürlich, wenn die sich zu einer Auseinandersetzung entscheiden, ja einfach aufgrund der Kraft und der Vehemenz, mit der sie unterwegs sind, natürlich echt schlecht zu stoppen sind. Also die müssen wirklich schnell mit vielen Hunden Kontakt haben, viele positive Erfahrungen sammeln. Ich bin ein großer Fan davon, die so kindlich wie möglich zu halten.
Also viele verschiedene Menschen mit vielen verschiedenen Leckerchen und mit vielen positiven Erfahrungen, weil es sowieso schon ein Hund ist, der sehr wachsam ist, ein Hund, der sehr skeptisch, sehr territorial ist und eigentlich auch sehr vehement werden kann. Ich kenne aber ehrlicherweise mehr Bullmastiffs, die totale Schäfchen sind als hochproblematische.
Aha. Nur wenn sie problematisch werden, dann wird das auch wirklich problematisch. Also die Rasse ist ja noch gar nicht so alt wie viele andere Rassen, über die wir hier schon gesprochen haben. Kommt aus dem 19. Jahrhundert, aus England. Es ist ursprünglich eine Kreuzung aus Old English Mastiff und Old English Bulldog.
Später wurden auch noch Bloodhounds reingezüchtet und hat auch den Beinamen oder Spitznamen Gamekeepers Night Dog. Also ein Wachhund, der insbesondere auf Wilderer angesetzt war, weil man zu der Zeit, gab es eben viele Leute in England, die so unter prekären Verhältnissen gelebt haben und sich dann entweder um das Fleisch zu verkaufen oder selber zu essen, irgendwo mal einen Hirsch schießen wollten oder auch eine Falle aufgestellt haben.
Und um diese Leute zu verprellen, war eben dieser Hund im Einsatz und sollte natürlich auch der Abschreckung dienen. Also das passt ja dann eigentlich auch ganz gut zu dem... Vielleicht eher skeptisch diesen anderen Menschen gegenüber? Ja, die sind nicht skeptisch im Sinne von ängstlich, oh, da ist einer, ich gehe weg.
Aber die sind schon sehr so, der gehört nicht hier hin, da gucke ich mir mal dreimal genauer an. Ist dann schon eher so eine territoriale Motivation dahinter? Ja, auch. Aber beim Golden Retriever ist ja eher so, ey, den kenne ich nicht. Ach krass, ein neues Familienmitglied, das ist ja schön. Wieso habe ich den vorher nicht bemerkt?
Und da ist er eher so, den kenne ich nicht, gucke ich mir wirklich sehr genau an. Aber eben, und das macht es eben manchmal so gefährlich, dass die Leute diese Skepsis bei dem jungen Bullmastiff nicht so wahrgenommen haben. Dann haben die so im Kopf gehabt, ja, aber da war eigentlich all die Jahre nix.
Und kommen dann aber und sagen, ja gut, der hat schon mit zehn Monaten jeden angesprungen und war dann schon sehr auf Temperatur, wenn Leute kamen. Aber das wirkte dann vielleicht für die so ein bisschen überdreht oder ein bisschen spielerisch. Aber es waren dann schon so die ersten Anzeichen von ich check mal genauer, ich guck mal genauer hin. So, und dann haben die irgendwann ...
Dann haben die ein Selbstbewusstsein entwickelt, dann sind die bei sich, dann sind die drei, vier Jahre alt, sind erwachsen und dann regen die sich eben nicht mehr über jeden Scheiß auf. Das heißt, dann liegen die viel rum, gucken mal so aus dem Augenwinkel, ja, habe ich schon registriert. Aber wenn dann wirklich die Entscheidung kommt, jetzt geht es nach vorne, dann geht es auch meistens sehr vehement. Und das ist eben bei Artgenossen das große Problem.
Also das heißt, ein unverträglicher Bullmastiff, der ist wirklich nur sehr schwer im Nachgang davon zu überzeugen, nee, komm, Hunde können nett sein. Okay. Also es gibt auch zwei Qualzuchtmerkmale, kann man schon sagen bei der Hunderasse, nämlich die Kurzköpfigkeit und auch die übertriebene Faltenbildung im Gesicht.
Und daneben gibt es natürlich noch aufgrund der genetischen Verarmung verschiedene Dispositionen für Krankheiten. Das heißt, der Hund muss diese Krankheiten nicht bekommen, hat aber eben ein erhöhtes Risiko dafür. Und da gehören wieder die üblichen Dinge dazu, wie man bei großen, schweren Hunden ja häufig hat, die Hüftgelenksdysplasie, dann ist das das verdrehte Augenlid, Magendrehung, verschiedene Tumorerkrankungen, Augenerkrankungen und damit ist die Liste auch noch nicht zu Ende.
Genau. Und ich meine, ist auch jetzt kein Hund, der wahnsinnig boomt oder so. Aber auch da muss man ehrlich sagen, was mich immer so traurig macht, wenn einer von denen in den Tierheim landet, Vermittlungschancen immer ziemlich schlecht. Weil die dann natürlich, also du musst diese Rasse wirklich mögen.
Die sind ja jetzt nicht so, dass die um die Ecke kommen und automatisch geht so bei dem durchschnittlichen Hundehalter das Herz auf. Die sind jetzt nicht so besonders ansprechend optisch für den durchschnittlichen Hundehalter. Aber es gibt natürlich totale Fans dieser Rasse und die leider, leider, leider suchen dann auch nicht so oft im Tierheim.
Also Bullmastiff in einer Zweitvermittlung immer echt schwierig leider. Okay. Gut. Ja, guck mal, das war doch gar nicht so schlimm. Weißt du, pass auf, warte, warte. Das will ich dir auch sagen. War doch gar nicht so schlimm. Du hast ja jetzt einmal schon den Docksong gehört und das Gute ist am Ende. Hören wir ihn jetzt nochmal kurz.
Ist das nicht schön? Wir können ja das Gequatsche von mir dazwischen über die Hunde einfach rausschneiden und nur den Song hören. Apropos Gequatsche über Hunde. Trudy und ich, wir sind einfach die Besten in der Rundeschule. Die Nicole, die lobt uns die ganze Zeit. Also ihr habt Einzelunterricht miteinander worden.
Ja, haben wir tatsächlich. Aber weißt du was, Nicole ist nicht so defizit orientiert wie du. Das ist mir jetzt nochmal positiv aufgefallen. Die lobt auch mal. Und die lobt uns auch mal und freut sich so richtig, dass das klappt. Am letzten Mal hat sie gesagt, sie wäre richtig stolz auf uns, dass wir schon so ein gutes Team wären.
Aber das habe ich ja gar nicht in Frage gestellt. Ich finde nur, dass man, nachdem wir uns das letzte Mal im Büro gesehen haben, ich so das Gefühl habe, also Team ja, also übrigens ein spannendes Thema. Menschen verwechseln ja oft Dressur, also in welchem Trainingszustand ist der Hund, mit der Beziehung zu dem Hund.
Also ich kenne wirklich Hunde, die sind tut die komplette Null erzogen und haben eine super Beziehung zu ihren Menschen. Und ich kenne aber auch ganz viele, also das sehe ich ja im Hundesport, in der Schutzhunderausbildung ganz, ganz, ganz, ganz häufig, wo die Hunde plats, bam, die fallen wie tot erschossen um.
Aber die Beziehung zu den Menschen ist sehr häufig sehr, sehr, sehr, sehr schlecht. Das ist eher ein extrem unterwürfiges Verhalten, ein eher, oh, oh, oh, da kommt der Herr und Meister, jetzt muss der irgendwie kusch sein. Das ist ja nie die, die dem zusammenleben. Und ich sage da immer das Beispiel der Obdachlosen. Also die wenigsten Obdachlosenhunde können 43 Tricks, haben aber in aller Regel eine wirklich gute Bindung zu ihren Menschen.
Und umgekehrt kenne ich so viele Leute, die so viel mit dem Hund und klickern bis zur Ohnmacht. Aber der Hund hat eigentlich nur so, ja, das ist ja irgendwie mein Futterautomat. Aber damit sage ich nicht, und das ist mir wichtig, dass die Menschen, die Hundesport machen oder viel Training und Tricks machen, nicht automatisch auch eine gute Beziehung haben können.
Also da gibt es ja natürlich auch logischerweise beides. Also das heißt, die Nicole ignoriert quasi euren defizitären Trainingszustand und sagt, Aber die Beziehung ist toll. Sie sagt, der Trainingszustand ist tipptopp und sie fragt ja auch Sachen ab. Also sie guckt sich zum Beispiel das Futterbeuteltraining an oder auch wie gut es Trudi abrufbar.
Und ich habe am gestrigen Samstag, also heute ist ja Sonntag, wir zählen dann unsere erste Folge am Sonntagnachmittag auf. Und gestern bin ich mit Trudi in der Eifel gewesen und sie hat ja schon so jagdliche Ambitionen und zwar kurioserweise entweder auf sehr kleines Wild oder auf Pferde. Also ich glaube, sie wäre in der Pferdejagd auf jeden Fall auch sehr erfolgreich einzusetzen.
Ich suche da noch einen Verein, wenn wir dann beitreten, einen speziellen Jagdverein. Ja, ich denke, du wirst auch irgendeinen Jäger finden, der irgendwann kommt und sagt, die Pferde sind auch noch eine Bedrohung für die Umwelt, die müssen wir jetzt auch noch selektieren. Also Trudi hat sich jedenfalls schon einmal von einem hüpfenden Mauswiesel und von einem Wasserhühnchen abrufen lassen.
Und sie war schon im Galopp unterwegs. Super. Und es hat natürlich wieder kein Schwein gesehen. Und ich habe auch nicht das Handy rechtzeitig gezückt. Ich will auch nicht sagen, dass wir hier nicht auch zwischendurch mal Diskussionen haben oder Rückschritte erleben. Gleichzeitig finde ich aber auch sehr süß, dass sie irgendwie das, was sich schon am Anfang gezeigt hat, dass sie so witzig unterwegs ist.
Das hat sich auch weiter ausgebaut. Neulich kam ich abends nach Hause. Da lag einfach mein Hausschuh auf meinem Kopfkissen. Das kam mir vor wie so eine Mafia-Botschaft, weißt du? Also nicht der abgesägte Pferdekopf, sondern der Hausschuh so nach dem Motto, ich könnte auch anders. Ich habe so gedacht, die hat den da hingelegt und hat sich so gedacht, denk mal drüber nach.
Also zwei Dinge fallen mir zu deinen Erzählungen ein. Das eine ist, dass du also sagst, ich konnte Trudi vom Jagen abrufen. Könnte ja einer dieser wissenschaftlichen Fälle sein, die du vorhin beschrieben hast, dass Erinnerungen sich so verzerren im Laufe der Zeit. Nein, nein. Ein Zeugen hätte ich. Und so lange liegt das noch nicht zurück.
Aber ist das ein sehr befangener Verwandter? Das ist zwar ein Verwandter, der wäre aber im Zweifel eher gegen mich befangen. Aber das Zweite ist, warum ich so darauf rumstiche. Und du kannst das sicher einordnen. Ich will es aber mal einmal kurz erklären. Wir waren bei uns im Konferenzraum und Trudi war auch dabei.
Und wir haben einen kleinen Clip gedreht, so als Teaser hier für den Podcast. Und da war Trudy, auch bis sie dann so bei dir war, eher nicht so gut ansprechbar, würde ich sagen. Erst als das Knistern mit den Leckerchen losging. Und darauf stichle ich jetzt ein bisschen rum und ich will das mal kurz erklären.
Und das wirst du sehr mögen, was ich dir jetzt erkläre. Ich habe das bei der Mina gehabt, ich habe das bei der Abby gehabt, ich habe es bei der Emma gehabt und auch tatsächlich bei der Luna ist es so, dass, Je vertrauter die Situation ist, in der wir uns gerade bewegen, je schlechter vermeintlich das Ansprechen war.
Also wir laufen am Hof rum, Emma schlendert da irgendwie über eine Weide, ich spreche die an, erst beim dritten Mal einen Kopf hoch, so nach dem Motto, was willst du, Affe? Wir sind hier bei uns im Garten, was ist mit dir? Jeder macht seins, wie immer. Jeder macht hier so sein Ding, nerv mich nicht. Sind wir irgendwo in fremder Situation sofort auf dem Absatz kehrt und da, weil sie da natürlich im Kopf hat, Okay, ich brauche den hier mehr und ich orientiere mich viel mehr.
Und da bei uns im Büro die Situation ja so ist, alle lieben Trudi, dann ist Hazel da, Johanna ist da, also ja auch eine echte Bezugsperson und die chillt dann da so unterm Konferenztisch und hat im Kopf, wenn du sie ansprichst, ja was soll denn jetzt schon kommen? Was soll jetzt für mich bedeutsam sein, was jetzt kommt? Und dieses Level an eigenen Entscheidungen würde ich immer zulassen.
Weil ich bin mir ziemlich sicher, wenn du deine Jacke anziehst und sagst so, tschüss, wir gehen jetzt, dann kommt die sofort mit. Und das ist der Unterschied. Und das ist für mich so ein bisschen der Unterschied, finde ich, so zwischen Dressur und Erziehung. Innerhalb von Erziehung darf es Grautöne geben. Und ich verstehe total, dass, wenn jemand Agility-Weltmeister werden will, dass das auf dem Agility-Platz natürlich überhaupt nicht angesagt ist.
Aber eben im Alltag, finde ich, darf es ruhig in einer vertrauten Situation eine Rückfrage geben. Ich finde, die Diskussion muss dann zu Ende sein, wenn du der Trudi auch in dem Konferenzraum verbal zu verstehen gibst. Hör mal, jetzt ist die Diskussion noch beendet, jetzt kommst du aber wirklich her.
Und deshalb finde ich so dieses, da musste ich so schmunzeln, als die da so lag und so unter dem Tisch guckte und sagte der Mutter, was will die denn jetzt? Ich sehe doch, wir bleiben noch hier, die sind doch beschäftigt, so richtig bin ich eigentlich gar nicht gemeint. Und das fand ich eigentlich sehr süß und das fand ich auch überhaupt nichts Negatives.
Aber für mich natürlich ein schöner Elfmeter, den ich dann vor Ort auch verwandeln musste, ist ja klar. Ich habe aber, als du gerade Agility-Weltmeisterschaft gesagt hast, wir haben natürlich schon sportliche Ambitionen und zwar bauen wir jetzt den Joggingsport insofern aus, dass Trudi mich zieht. Also ich habe dann immer weniger sportliche Ambitionen und Trudi immer mehr, weil das Ziel ist, dass sie mich damit durch den Wald zieht.
Aber auch das machen wir unter Anleitung. Okay, aber du weißt schon, wenn du liegst und die zieht dich, dass da Passanten vielleicht den Hund auch stoppen werden und aus Höflichkeit einen Arzt hoffen oder so. Also du müsstest schon auch immer im Wechsel mal einen Fuß hochheben. Ja, ja, wir trainieren das jetzt erstmal mit einem Treckerreifen, der angespannt wird. Oh Gott, das sehe ich ja auch nach wie vor.
Was ich so schlimm finde, wenn dann die, ja natürlich auch immer die gleichen Spackos, dann immer noch Pitbull, Staffordsch und Co. Zum Trainieren der Nackenmuskulatur über einen langen Zeitraum sich in aufgehängte Autoreifen verbeißen lassen oder in Jute-Säcke, die besonders gepolstert sind und der Hund dann sozusagen minutenlang, weil die dann natürlich so beutesüchtig gemacht wurden, an diesen Dingern schütteln.
In einer, also freischwebend, Katastrophe. Wirklich Katastrophe. Okay, also das nicht machen. Ist notiert? Jo. Das war's eigentlich aus Todis Trainingstagebuch für diese Woche. Ja, siehst du wohl. Ähm, Ich habe was sehr Lustiges im Netz gefunden. Und ich habe es mir ausgedruckt. Und ich fand es wirklich so witzig, dass ich eigentlich die Wut, die mich packen könnte bei diesem Artikel, einfach nicht eingetreten ist.
Kennst du dieses, man sitzt so in der Schule und es ist so die siebte, achte Unterrichtsstunde. Und kein Schwein hört mehr zu. Der Lehrer denkt nur die ganze Zeit, Leute, ist auch für mich die siebte. Und eigentlich wollen alle nach Hause. Es ist völlig klar, egal was dieser Mensch jetzt vorne erzählt, es ist für einen Eimer.
Ja, sehr lebendige Erinnerung daran. Genau und das kennt jeder Schüler, besonders wenn es am Freitag ist oder so. Also alle wollen nur nach Hause und die klugen Lehrer haben das auch entsprechend gehandelt. Und wie soll ich das sagen? Es ist eine Mail aufgetaucht, die die CDU verfasst hat. und es ist einfach nur witzig, gibt es eine Pressemitteilung zu?
Also es war CDU-Parteitag und ich lese einfach vor. Bei den CDU-Parteitagen präsentieren sich auch zahlreiche Aussteller. Aussteller heißt, Industriefirmen präsentieren sich da bei dem CDU-Parteitag. Ich kann die Firmen sehr gut verstehen, dass sie sagen, ach, da schmusen wir ein bisschen mit Märzchen.
Da ist dann die Telekom und Google, Amazon, Airbus, Haus und Grund, Lieferando, Mastercard und so weiter und so weiter schwirren da so rum. Und da stellt sich natürlich immer die Frage, Politik und Industrie, wo soll da eigentlich der Schnitt sein? Andererseits finde ich es trotzdem auch gut, wenn Politiker sich mal Interessen von Industrie anhören. So, lange Rede, kurzer Sinn.
Präsentieren sich auch zahlreiche Aussteller. Diese werden laut einem Bericht nun auch dazu aufgefordert, beim Parteitag in Stuttgart zeitweise keinen Alkohol an die Delegierten auszuschenken. Damit solle erreicht werden, dass diese im Plenarsaal auch bis zum Ende bleiben. Nein. Ist das nicht herrlich? Die sagen, pass mal auf, ihr könnt da vorne einen Stadt aufbauen. Da gibt es aber nicht wieder Alkohol, weil da bleibt sonst keiner hier im Saal sitzen.
Ich finde das so herrlich. Pass auf, das geht noch weiter. Die CDU schränkt einem Medienbericht zufolge den Alkoholkonsum während ihres Bundesparteitages am kommenden Wochenende in Stuttgart auf Entscheidung von Parteichef Friedrich Merz nun ein. Das berichtet der Tagesspiegel unter Berufung auf ein Schreiben der CDU-Parteizentrale an die Aussteller während des Parteitags.
Zitat wörtlich, aufgrund einer aktuellen Lagebeurteilung und auf Entscheidung des Parteivorsitzenden hin, müssen wir den Zeitplan für den Ausschank alkoholischer Getränke am Freitagabend leider kurzfristig anpassen. Dann kann man sich überhaupt nicht auch, das ist, ne, so, pass auf so, und dann wieder wird es, Zitat, um das ehrgeizige Programm der Antragsberatungen erfolgreich und pünktlich abzuschließen, ist es essentiell, dass die Delegierten bis zum Sitzungsende im Plenarsaal verbleiben, daher bitten wir sie höflich, den, Alkoholausschlag in der Ausstellung auszulassen, das finde ich einfach so sensationell der Merz sagt, pass mal auf Leute, da draußen gibt es kein Alkohol ihr könnt auch genau hier sitzen bleiben das
finde ich, ich finde das so wundervoll pass auf, Der CDU-Bundesparteitag findet am Freitag und Sonnabend kommender Woche in Stuttgart statt. Also das ist schon gelaufen. Auf dem Programm stehen unter anderem Wahlen. So kandidiert Kanzler Merz erneut als Parteichef. Ist ja schon passiert. Zuvor wird er eine Rede halten. Außerdem sollen zahlreiche Anträge beraten werden, unter anderem zum Thema Teilzeitarbeit.
Die reden über Anträge Teilzeitarbeit. Man muss den Leuten, die darüber entscheiden, aber sagen, pass mal auf, Die Sauferei könnt ihr jetzt hier nicht machen. Ihr müsst mit in diesem Raum bleiben. Das ist einfach nicht zu schlagen. Es ist unfassbar. Also wenn sich Politik selber karikiert, wundervoll.
Das ist aber auch schlau, dass er das so kurzfristig angekündigt hat, weil sonst hätte man sich ja vorbereiten können und seine eigene Mischel mit in den Plenarsaal mitbringen können. Deswegen lieber kurzfristig. Ja gut, ich sag mal so, wenn man den einen oder anderen, den ich im Bundestag kennengelernt habe, der hat aber morgens, morgens ist der schon Rupski, Da kann ich dir aber wirklich sagen.
Also ich fand das so witzig. Ich fand das wirklich, wirklich witzig. Und mir fehlt echt jegliche Fantasie, dass man das einfach so als normal darstellen soll. Zu sagen, hey, da stehen Merz, Söder und Aldi und sagen, ihr faulen Schweine müsst gefälligst mehr arbeiten. Aber übrigens könnt ihr mit der Sauferei hier unsere Parteimittel, die könnt ihr mit der Sauferei aufhören, weil wir müssen nochmal eben hier zwei Anträge hochrollen. Das ist Arbeitszeit.
Er ist so peinlich einfach. Aber ich fand es halt auch sehr witzig. Das ist allerdings sehr lustig. Wer hat es geleakt? Wo hast du es gefunden? Ja, also es ging durch alle Online-Portale. Der Tagesspiegel hat es veröffentlicht. Und ich habe es, glaube ich, in der NTV-App oder so gesehen. Aber es ist wirklich, es ist einfach wundervoll.
Und deshalb war es ja auch so schön, dass Angela Merkel einen sehr lang anhaltenden Applaus bekam. Sie war ja zu Gast an dem Parteitag und Fritz hat auch ein bisschen spartanisch geguckt. Dass als er reinkam, hat man gesagt, hey, der Fritz ist ja auch da. Und dann kam Angie. Herrlich. Ja, das waren andere Zeiten.
Ich kriege mich da gar nicht drüber ein. Ich finde wirklich, dass dazu eine Mail geschrieben werden muss. Mir fehlt jegliche Fantasie, dass ich meinen Mitarbeitern schreiben muss. Hör mal, wir haben am Freitagmittag ein Meeting. Ich habe schon mal mit der Nachbarpommesbude gesprochen. Da gibt es keinen Kölsch.
Also ihr könnt ruhig hierbleiben. Das ist Wahnsinn. Das ist absoluter Wahnsinn. Ja, also es ist erst mal auf jeden Fall lustig. Und dann ist es irgendwann auch beschämt und traurig. So eine Kurve. Ich habe ich frage mich ja immer wieder oder werde gefragt, sind Hunde die besseren Kinder und diese Frage treibt auch die Wissenschaft immer mal wieder um aber entschuldige, sofort gehen die Nackenhaare bei mir hoch, das war doch das war ja nur ein kleiner Scherz ich weiß, aber an alle Menschen, die das denken bitte, bitte, bitte, bitte, bitte Experten aufsuchen.
Und aktuelle Forschung zu verhalten, lernen, Emotionen eingeordnet und übersetzt ins echte Leben. Also ob Wissenschaft kein echtes Leben wäre. Wissenschaft ist das wahre Leben. Wissenschaft ist das Stolpern nach vorne durch Erkenntnissen. Ich meine, man nennt nur deshalb Laufen, wenn man vorher mal auf die Fresse geflogen ist und weiß, dass es besser den Fuß hochzuhaben ist, wenn was im Weg ist.
Naja, immerhin. Also bin immer gespannt, was die da erzählen. Vor allen Dingen, was die dann erzählen, was vorher falsch ist. Meine Popper hat ja schon gesagt, dass ich eine Aussage so treffen muss, dass sie falsifizierbar ist. Es ist seitdem, es handelt sich um eine Existenzaussage. Denn Existenzaussagen, die wiederum sind natürlich klar, die kann ich beweisen.
Ein interessantes Beispiel ist ja dieser schwarze Schwank. Es gibt keine schwarzen Schwäne, aber ich glaube, das würde jetzt zu weit führen. Ich bin mal gespannt, was dabei rumkommt. Also Wissenschaft ist ja an sich genau das, was wir heutzutage brauchen. Wir brauchen die Rationalisierung, das Selbstkritischsehen, die Suche nach dem eigenen Fehler herauszufinden.
Wo habe ich selber falsch gelegen? Was ist für mich die Überraschung? Wo denke ich? Nein, das habe ich immer anders gedacht. Denn nur dann, wenn ich mich irre, weiß ich, dass ich etwas Neues gelernt habe. Ich meine, wenn ich etwas höre, was ich schon kenne, dann habe ich ja keine Erkenntnis geschaffen, weil ich die ja schon hatte.
Wenn ich aber hingehe und etwas hier jetzt höre in diesem Podcast, was ich vorhin habe, dann bin ich erst weitergekommen. Also das heißt, wenn ich mir das jetzt anhöre und denke, oh, kenne ich schon, hat es mir gar nichts gebracht. Und ich aber denke, echt, nein, krass, was, schade. Dann hat es mich weitergebracht. Das, was wir eben gehört haben, war, wie gesagt, Bernhard Hohecker. Und wie wir es ja eben schon mal kurz angedeutet haben, dieser ganze Sermon ist auf gar keinen Fall Quatsch.
Also das, was er da so alles vom Stapel gelassen hat, man kann sich das ja nochmal in halber Geschwindigkeit anhören. Aber das sind lauter kluge Gedanken, auch dass man in der Wissenschaft ja wirklich über Fehler lernt und versucht, sich selbst das Gegenteil zu beweisen. Das ist ja genau diese Art von Denken und von Arbeiten, die überhaupt erst Fortschritt bringt.
Nicht, dass man irgendwie immer nur die Bestätigung der eigenen Gedanken sucht, wie man das als Mensch ja normalerweise tut. Genau. Apropos Experten und ExpertInnen. Es gab mal wieder eine interessante Studie, in der dieses Mal die Fähigkeit des Spracherwerbs verglichen wurde. Und zwar ganz konkret, wie lernen Hunde neue Begriffe für Gegenstände im Vergleich zu 18 Monate alten Kindern?
Hast du das auch mitbekommen? Hast du schon gehört. Und wie es sich herausstellt, ist das recht ähnlich. Also Kinder und Hunde lernen das offenbar recht ähnlich. Eine Technik, die beide teilen, ist es, Gespräche zu überhören. Also wenn ich jetzt hier zum Beispiel sagen würde, Buch zu dir und das so hochhalte und das aber durchaus auch in einen Satz einbinde, also nicht nur Buch sage und es hochhebe, dann würde jetzt zum Beispiel so ein 18 Monate altes Kind, was in unserem Beisein ist, langsam checken, dass das wohl zusammengehört und Hunde aber offenbar auch.
Also man hat es zumindest rausgefunden mit Hunden, die schon eine gute Affinität da haben. Das waren vor allem auch wieder auffällig viele Border Collies und Australian Shepherds in der Gruppe, in der Testgruppe. Aber ich fand es sehr interessant, warum das Forschungsteam es interessant fand. Und zwar meinen die, dass das doch auf eine Vielzahl sozialer Fähigkeiten wieder hindeutet.
Also, dass du den Blick eines anderen verfolgst, dass du siehst, in was für einem Aufmerksamkeitszustand jemand anders ist. Oder auch, dass man eben die Perspektive von einer anderen Person einnehmen kann, dass man die Gespräche auch so mitverfolgt, dass man einerseits die Absicht erkennt. Und auch, dass du die Sprache dann tatsächlich so fragmentieren kannst, dass du den Satz so zerlegen kannst, dass dieser eine Begriff draußen bleibt.
Ich bin nicht sicher, ob jetzt zum Beispiel Trudi da jetzt auch so... Solche Ergebnisse erreichen könnte. Wie gesagt, das waren schon auch in dem Bereich so ein paar Streberhunde oder Rassen, die dafür verdächtig sind, dass die das gut können. Aber ich fand es dann doch auch auf den zweiten Blick sehr spannend.
Zwei Dinge dazu. Das ist ja einer der Gründe, wenn wir sagen, dass der Hund quasi so sich Begriffe rausselektiert, weil er die immer wieder beobachtet. Das ist einer der Gründe, warum ich immer sage, du kannst mit dem Hund, wenn du deine Sorgen erzählen willst, wirklich kannst du aus der Bibel vorlesen und kannst auch dich an den Kuscheln auf der Couch und dem erzählen, wie schlecht es dir ging. Das ist alles gut.
Aber wenn wir trainieren und sagen, wir möchten, dass der Hund sehr verlässlich ein Signal einer Handlung zuordnen lernt, dann aber doch ein Signal wählen, was ziemlich einfach wiederzuerkennen ist. Ich hatte das, glaube ich, hier vor langer Zeit schon mal erzählt. Ich hatte vor hunderten von Jahren mal jemanden im Training, der hatte einen Schäferhund namens Gaius.
Und der Mann weigerte sich, tutti completi, nur einzelne Begriffe zu benutzen. Also der wollte nicht sagen Platz oder Down oder was auch immer. Und der hat diesem Hund wirklich beigebracht, Gaius, leg dich bitte hin. Gaius, setz dich mal. Und das ist völlig easy zu machen. Was der aber machen muss, und das hat der gut gemacht, also der war eh total top, der muss immer dieselbe Intonation wählen, damit der Hund es einfach hat, sich die Schlüsselsachen rauszufiltern.
Das heißt, für den Gaius ist das ein Unterschied, ob der sagt, Gaius, mach mal bitte Platz, oder Gaius, mach mal Platz. Bietet T Platz. Das ist ein großer Unterschied. Und deshalb, weil es eben anfällig ist für Fehler auf der menschlichen Seite, ist natürlich logisch, dass wir, wenn wir dem Hund ein neues Signal ankonditionieren, erstmal einen möglichst einfachen Begriff wählen.
Aber man kann natürlich dem Hund mit ganzen Sätzen Signale beibringen, das ist völlig klar. Er filtert sich irgendwann diese, sag ich mal, Betonung raus, die für ihn die Gedankenkette dazu ist. Und im Umkehrschluss habe ich eine sehr, sehr traurige Geschichte, weil du gesagt hast, bei Kindern versteht den ganzen Satz nicht.
Und du wickelst jetzt den Säugling und machst ein Buch. Und irgendwann, ah okay, so sieht ein Buch aus, ich lerne den Begriff Buch. Weil das genau so ist, mir ist meine junge Mutter begegnet, ich war aber selber noch ziemlich jung, die... Die in meinem sozialen Umfeld war und die extrem wenig mit dem Kind geredet hat.
Und so wenig und auffällig wenig, dass ich, als ich das mal beobachtet habe, dachte, der geht es nicht gut. Also die hat ihr Kind gewickelt und hat im Prinzip keine Miene verzogen. Also weder mimisch war da besonders viel, noch hat sie geredet. Und das war noch nicht die Zeit, mit Smartphone liegt in der Ecke, es gab sowas alles nicht.
Und dann habe ich sie gefragt, ob es ihr gut geht und gesagt, ist alles okay und sie sagt, ja klar, warum, was ist los? Dann sage ich, aber du, da ist so wenig Kommunikation gerade mit euch und guck mal, ich sehe eher eine Neugierde da beim Kind und es beobachtet dich und so und dann sagt sie, ja, aber das versteht das doch sowieso alles noch nicht, und das fand ich so traurig und das war wirklich richtig ein ganz, ganz schlimmer Moment für mich und dann haben wir so darüber geredet Und ich bin ja überhaupt kein Experte, aber dein Kind lernt doch deine Sprache kennen und deine Mimik und Rituale und so weiter.
Und so war der nicht zu vermitteln. Der hat gesagt, der kann ja noch nicht sprechen und der versteht mich ja auch noch nicht. Und ob ich jetzt hier vor mich hin klappere oder nicht, spielt doch gar keine Rolle. Boah, das war, fand ich, so heftig, weil es ja da um mehr geht als um Wörter aneinander rein.
Das fand ich richtig traurig irgendwie. Allerdings. Und wenn man sich das vorstellt, also auch wenn man jetzt sagt, nochmal zurück zu diesen Erinnerungen. Man sagt ja immer, dass die biografische Erinnerung erst so um das zweite Lebensjahr einsetzt, aber es ist trotzdem nicht egal, was vorher passiert.
Und diese ganzen neuronalen Netzwerke bei Babys müssen sich ja überhaupt erst mal verknüpfen. Und deswegen sind ja gerade so Sachen wie überzogene Mimik oder auch diese Babysprache total wichtig für diese Entwicklungsschritte. Das sind glaube ich auch Dinge, die man später nicht mehr wirklich nachholen kann.
Ja, und das war jetzt auch eigentlich oder ist eigentlich auch ein Mensch, der eher warm und herzlich ist. Also ich hatte, also es war jetzt auch nicht so, ich hatte nicht das Gefühl, dass sie denkt, ja, scheiße, jetzt habe ich hier ein Kind zu versorgen. Überhaupt gar nicht. Sondern hatte einfach nur für sich so einen Kopf, das versteht sie einfach nicht.
Boah, ich fand es so hart. Ich fand es, oh, Kinderführerschein. Und mit Kinderführerschein meine ich gar nicht, dass ein Gesetzgeber entscheiden sollte, wer darf sich hier vermehren und wer nicht. Das wäre ja hochfaschistische Scheiße. Sondern aber eher, eigentlich wirst du ja schon als Eltern, du musst dich proaktiv um Hilfe kümmern.
Also klar, es gibt ja diese U-Untersuchungen, wo du dein Kind medizinisch checken lässt. Und wenn du da nicht antanzt, steht das Jugendamt bei dir vor der Tür und sagt, übrigens, Sie sind jetzt dreimal aufgefordert vom Arzt, haben wir die U4 nicht gemacht, kommen Sie mal. Aber zum Thema, wie gehe ich eigentlich mit dem Kind um? oder was passiert eigentlich in so einer Kinderseele.
Da gibt es ja jetzt nicht irgendwie, dass du automatisch vielleicht so ein bisschen geschult wirst oder so. Da hofft man dann auf gesunden Menschenverstand, was ja in den meisten Fällen auch so eintritt, aber in vielen halt auch eben nicht. Ja, ich habe davon natürlich überhaupt gar keine Ahnung, aber ich habe immer gedacht, dass man eigentlich mehr oder weniger in diese ganzen Kurse rein stolpert, in denen einem das auch so ein bisschen vermittelt wird.
Absolut, du hast ja auch Lust darauf. Man stolpert aktiv da rein, aber es kommt keiner und schiebt dich von hinten und sagt, übrigens, du stolperst jetzt da rein und da rein. Wenn jemand also sagt, ich nehme an all dem nicht teil, dann ist es bis zur Schulpflicht passiert eigentlich nichts, außer dass du gezwungen wärst.
Was ich auch richtig finde, dass dein Kind regelmäßig zu medizinischen Vorsorgeuntersuchungen muss, damit man sehen kann, wie entwickelt sich die Motorik, oder ist das Kind zum Beispiel vernünftig oder ausreichend ernährt und es wird ja auch dann dokumentiert, wie hat es zugenommen und so weiter. Aber so verhaltenstechnisch habe ich keinmal erlebt, dass jemand kommt und sagt, hör mal, wir begleiten das mal oder du musst da an irgendwas teilnehmen oder so. Ja, eigentlich Wahnsinn, ne?
Nach all der Zeit, in der ja schon Menschen Kinder bekommen, dass das doch immer noch so läuft. Ja, es gibt, wie gesagt, es gibt genügend Angebote, das gibt es natürlich, aber wenn, sag ich mal, da ist ja auch so ein bisschen Eigenmotivation gefragt und wenn jemand dann eben nicht eigenmotiviert ist, kann es also zum Beispiel sein, dass das Kind im Prinzip bis zum sechsten Lebensjahr keinerlei große Förderungen bekommt in irgendeiner Art und Weise. Ja.
Das fand ich schon krass. Also jetzt als Beispiel, der Moritz hat mit drei, vier, hat der sehr starke Lispelt und das war jetzt irgendwie niedlich und süß, aber man hatte dann eher so den Gedanken, oh, ist das motorisch, ist der überhaupt anders in der Lage dazu? Was bedeutet das für den? Wird der später gehänselt in der Schule?
Was auch immer. und dann geht man eben eigenmotiviert zu einer Logopädin und hat die vier Tests mit dem gemacht und hat gesagt, hör mal, gute Nachricht, der ist nur faul. Das ist alles motorisch da, machen Sie mal die und die Übungen und dann hat man halt drei, vier, fünf Übungen gemacht und dann hat sie sich das einfach mal so in ein paar Monaten ausgespielt.
Aber trotzdem war es für mich erstmal interessant, zu einem Experten zu gehen oder in dem Fall zu einer Expertin zu gehen, die mir sagt, machen Sie sich keinen Stress, das Kind ist alles wirklich im Lot, aber du musst halt diese Eigeninitiative haben. Ich überlege jetzt die Überleitung zu dem Tiefseeanglerfisch, den ich gerne noch vorstellen wollte.
Auch den muss man erstmal suchen. Wir hören uns erstmal den Jingle dazu an. Kuriose Kreaturen. Ja, nee, ist klar. Sonst noch was. Das macht doch Bock. Voll. Ich wollte diese Geschichte schon erzählen, als wir bei Stern TV gewesen sind. Ich habe mehrfach dazu eingeatmet. Aber immer, wenn ich so diesen Sprechdruck verspürt habe, hat, glaube ich, schon Steffen Halaschke das in meinen Augen gesehen und hat es wieder abmoderiert.
Und hat in die Werbung übergeleitet. Genau. Ich glaube, wir hatten mehr Werbung in der Zeit, als wir da waren, als dass wir überhaupt reden konnten. Den Eindruck hatte ich auch. Sobald es irgendwie Richtung Substanz ging, wurde das abge... Aber es war halt nur Spaß. Es war ein sehr lustiger, netter Abend. Ich hatte Spaß, du auch.
Vor allem, als du die Mütze aufhattest, die man ja als Katzenhalter tragen soll, um die Katzen zum Spielen zu animieren. Man muss sich vorstellen, also so eine Mütze wie so eine Babymütze, die unter dem Kinn verschlossen wird und daran hing so eine Art Laterne-artige Konstruktion mit so einem Viertelteil, was Katzen dann jagen.
Und das ist angelehnt an eine der absurdesten Kreaturen, die man auf diesem Planeten findet, an den Tiefseeanglerfisch und man könnte jetzt, eigentlich müsste man sagen an diese Fische, weil ich glaube es gibt ein paar hundert verschiedene Arten davon und gerade die Weibchen tragen häufig so eine bioluminisierende oder lumineszente Angel direkt über dem Kopf.
Und mit diesem Leucht, dieser Leuchtangel werden wiederum andere Viecher im Wasser angelockt, die das dann fressen und in dem Moment schnappt der Anglerfisch zu und frisst das Teil. Das ist so toll. Unglaublich, oder? Ich meine, wenn man das sieht, ich kann die Leute verstehen, die zwischendurch auch an dieser ganzen Evolutionstheorie zweifeln, weil die Vorstellung, dass es in sehr kleinen Schritten dorthin mutiert ist, ist tatsächlich mit dem menschlichen Verstand kaum zu fassen.
Aber irgendwie umso krasser, dass es das gibt und umso fürchterlicher, dass irgendwie diese ganze Artenvielfalt immer weiter schwindet. Aber es ist nicht das einzige Kuriosum, was diesen Fisch durch sein Leben begleitet, sondern es gibt eine sehr bizarre Art des Sexualparasitismus. Ich weiß nicht, ob du dieses Wort schon mal gehört hast.
Also wenn man da meint, Sexualparasitismus, dass ich also früher... Das große Glück hatte, mit dem wahrscheinlich attraktivsten männlichen Menschen der Welt studiert zu haben. Und man konnte denen quasi in der Diskothek vorschicken. Damals hieß der Club noch Diskothek. Und die Mädels, die bei denen keine Chance hatten, mit denen durfte man dann ins Gespräch kommen. Ist das so ähnlich?
Ja, also es ist noch ein bisschen schlimmer. Also das Männchen ist winzig, winzig klein im Vergleich zum Weibchen. Manchmal wirklich nur ein Bruchteil der Größe. Und wenn es ein Weibchen findet, dann beißt es sich an ihr fest, so am Hintern und dann passiert etwas Unfassbares und zwar es verwächst mit dem Körper.
Also aus zwei Fischen, also aus zwei Organismen wird einer. Wirklich im Sinne von wachsen oder es saugt sich einfach nur sehr intensiv fest? Zum Teil verbinden sich die Blutkreisläufe. Es ist wirklich im Sinne von verwachsen. Die Organe bilden sich größtenteils zurück, bis im Grunde nur noch die Keimdrüsen übrig sind.
Also das, wofür das Männchen im Grunde dann nur noch da ist. Und das wird dann einfach so zu einer dauerhaften, körperlich verbundenen Samenquelle. Ein Anhängsel im weitesten Sinne. Und das ist offenbar. Aber ein bisschen, also so ein bisschen so habe ich mich auch gefühlt, wenn wir mit Alex in der Disco waren.
Ja. Ach so. Ja, dann passt das ja. So, an der Stelle, liebe Grüße an Osso. Ich kann an der Zeit, ich kann an der Stelle auf jeden Fall mal einen Gang in das Museum für Naturkunde in Berlin empfehlen, habe ich glaube ich auch schon mal gemacht, weil da gibt es nämlich so ein Weibchen und die hat nicht nur ein Männchen, was sich da mit ihr verwachsen hat.
Ich glaube, das sind irgendwie, ich will jetzt nichts Falsches sagen, es ist eine absurd hohe Zahl. Ich glaube, es ist irgendwas zwischen fünf und zehn. Also im Prinzip ist es ja eigentlich das, was zu Karneval, nennt man das Polonaise. Im Grunde ja. Auch da verwachsen ja Menschen ineinander gefühlt. Ja.
Furchtbar. Hörlich. Ich finde es sehr interessant. Ach, das ist total crazy. Das ist völlig crazy. Genau für sowas haben wir diese tolle Rubrik. Wir haben gerade Atze Schröder gehört, der sich, glaube ich, für diese Rubrik kuriose Kreaturen freiwillig gemeldet hat, oder? Also er fühlte sich angesprochen.
Genau. Ja, genau. Danke, Atze. Gut, also, das heißt, wir sind wieder da. Erste Folge ist im Kasten quasi. Wie ihr merkt, ist es nach wie vor Plauderei und Kreuz- und Quergespringe. Aber ich glaube, dass die Rubriken uns tatsächlich vielleicht sogar ein kleines bisschen Struktur geben und an manchen Stellen so festgelegt sind.
Aber wir werden jetzt wieder wöchentlich erscheinen. Ihr findet uns überall. Also überall da, wo es gute Podcasts gibt. Wenn ihr uns da nicht findet, könnt ihr diese App löschen, weil dann gibt es da keine guten Podcasts. Das ist doch so der Tenor, ne? Ja, so ist das, glaube ich. Genau. Und es gibt übrigens auch da, wir sind ja von dem Zeitversatz weg.
Wir hatten ja früher in der RTL Plus App, konnte man uns ja zwei Wochen im Voraus hören. Das gibt es jetzt nicht mehr. Das heißt, uns gibt es überall, aber überall zur selben Zeit. Richtig. So ist das. Gut, dann vielen Dank, Katharina, für die erste Folge. Das war sehr launig. Achso, nein, stopp. Ey, stopp. Was denn? Daran merkst du, dass wir eingerostet sind. Musik und Tipp.
Hab ich tatsächlich nicht mehr vorbereitet. Aber ich. Dann kann ich das zumindest noch loswerden. Das war nicht mehr in der Liste unserer Rubriken. Ah, okay. Das war also die Falle. Das möchte ich gerne jetzt verkünden, weil das Lied wurde gewünscht von einem sehr besonderen Menschen. Und deshalb möchte ich diesen Wunsch natürlich hier weitertragen.
Und da geht es um das Lied You Are The Reason von Callum Scott. Und im Vorbeilaufen haue ich noch einen Tipp raus. Und zwar ist es der Instagram-Account von Anthony Hopkins. Und das Buch, was er geschrieben hat, das habe ich jetzt so zwei Drittel gelesen. Und das Buch ist eine Biografie. We Did It Okay, Kid. Und ich finde den Titel einfach schon so schön, dass man in der Nachbetrachtung zu sich selber noch mal sagt, ey, weißt du, haben wir eigentlich ganz gut gemacht.
Also mit allen Höhen und Tiefen, die er auch beschreibt. Also er stellt sich da nicht als ein Superstar da oder als ein Held, sondern er erzählt so sein Leben. Und das finde ich irgendwie ganz, ganz gut geworden. Gut. Ja, ich höre gerade sowieso im Moment nicht so viel Musik oder Lesebücher, weil ich tatsächlich gerade noch so ein bisschen im Aufzeichnungstunnel bin.
Wir zeichnen nächste Woche noch mal zwei Folgen auf. Fünf, sechs, sieben. Nee, sechs und sieben. Und danach bin ich wieder besser vorbereitet. Callum Scott wirst du mögen. You're the reason. So Leute, in diesem Sinne, legt euch wieder hin. Legt euch wieder hin.