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Gesellschaft & Kultur

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von Alex Demirović

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Der Theoriepodcast der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Too long, didn’t read – so geht es einigen beim Anblick der Klassiker linker Theorie. Die über zweitausend Seiten langen Gefängnishefte von Antonio Gramsci, die komplizierten Schinken von Marx oder Edward Said – wenn ihr keine Zeit habt, die Bücher alleine durchzuackern oder eine Einführung sucht, dann hört euch den Theoriepodcast der Rosa-Luxemburg-Stiftung an.

Durch den Podcast führt Alex Demirović. Der Professor für Politikwissenschaft an der Uni Frankfurt ist Vertreter der kritischen Theorie und Kenner sämtlicher linker Standardwerke. In jeder Folge stellt Alex Demirović Schlüsselwerke der linken Theorie vor. Es werden die zentralen Thesen der Werke und ihre heutige Relevanz diskutiert. Die Spannbreite liegt dabei vom klassischen Marxismus, Kritischer Theorie, Feminismus, antikoloniale Theorie, Poststrukturalismus bis hin zu Hegemonietheorie und Existenzialismus.

Prof. Alex Demirović gibt euch in kurzen Vorträgen eine Einführung in die Biografie der Theoretiker*innen und fasst die zentralen Thesen zusammen. Anschließend diskutiert Alex Demirović in jeder Folge mit einem Gast über das Werk und seine Relevanz für aktuelle politische Kämpfe.

Kontakt, Kritik, Feedback: theoriepodcast@rosalux.org

Folgen

  1. tl;dr #65 Nicos Poulantzas: «Faschismus und Diktatur» | Mit Lea Rahman

    Was ist Faschismus? Gerade in Zeiten von autoritären und rechten Regierungen wie denen von Trump oder Meloni, oder von erstarkenden rechtsextremen Parteien in ganz Europa, wird von linken Autor*innen über Faschismus und Faschisierung diskut

  2. tl;dr #64 Mary Wollstonecraft: «Verteidigung der Rechte der Frau» | Mit Franziska Martinsen

    Sie hat zu Ende gedacht, was Kant und Rousseau in ihren Theorien nur skizziert haben: Mary Wollstonecraft (1759-1797) hat Universalismus in ihren Schriften auf alle Menschen angewendet – insbesondere Frauen, aber auch Arbeiter*innen und ver

  3. tl;dr #63 Ernst Bloch: «Erbschaft dieser Zeit» | Mit Jan Rehmann

    Warum lassen sich Menschen von autoritären Bewegungen begeistern? Welche Rolle spielen Mythen und Hoffnungen dabei? Und weshalb greift eine rein ökonomische Erklärung gesellschaftlicher Krisen oftmals zu kurz? In „Erbschaft dieser Zeit“ (19

  4. tl;dr #62 Jason W. Moore: «Kapitalismus im Lebensnetz» | Mit Oliver Pye

    Warum erscheint Natur in modernen Gesellschaften häufig als etwas, das dem Menschen gegenübersteht? In „Kapitalismus im Lebensnetz“ (2015) entwickelt Jason W. Moore eine grundlegende Kritik an der herkömmlichen Trennung zwischen Natur und M

  5. tl;dr #61 Jürgen Habermas: «Strukturwandel der Öffentlichkeit» | Mit Sebastian Sevignani

    Wie entstehen öffentliche Meinungen? Woraus setzt sich Öffentlichkeit zusammen? Und wie hat sich diese Sphäre über die Jahrhunderte verändert? In „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ (1962) analysiert Jürgen Habermas den Aufstieg und Niederg

  6. tl;dr #60 Clara Zetkin: «Arbeiterinnen und Frauenfrage» | Mit Christina Engelmann

    Clara Zetkin hielt 1889 eine Rede in Paris zur Gründung der zweiten Internationale. Auf dieser Rede beruht ihr Text „Arbeiterinnen und Frauenfrage der Gegenwart“. Zetkin analysiert darin die Entwicklung der Unterdrückung der Frauen: Über Ja

  7. tl;dr #59 Rosa Luxemburg: «Die Akkumulation des Kapitals» | Mit Klaus Dörre

    Ihr ökonomisches Hauptwerk „Die Akkumulation des Kapitals. Ein Beitrag zur ökonomischen Erklärung des Imperialismus“ verfasste Rosa Luxemburg im Jahr 1913 innerhalb von nur vier Monaten. Darin knüpft sie an Karl Marx‘ Theorie der ursprüngli

  8. tl;dr #58 Altvater/Mahnkopf: «Grenzen der Globalisierung» | Mit Birgit Mahnkopf

    Mit ihrem Buch „Grenzen der Globalisierung“ prägten Elmar Altvater und Birgit Mahnkopf in den 90er Jahren die Debatte innerhalb der Linken um die neuen Entwicklungen des Kapitalismus. Nach dem Zerfall der Sowjetunion standen neue Konstellat

  9. tl;dr #57 Thomas Paine: «Die Rechte des Menschen» | Mit Axel Rüdiger

    Anders als die anderen besprochenen Autor*innen des tl;dr-Podcasts, die an Marx oder die materialistische Tradition anknüpfen, geht es in dieser Folge um Thomas Paine – ein „radikaldemokratischer Reformer“ (E.P. Thompson) des 18. Jahrhunder

  10. tl;dr #56 Paul Lafargue: «Das Recht auf Faulheit» | Mit Stephan Lessenich

    Mit „Das Recht auf Faulheit“ hat Paul Lafargue, Schwiegersohn von Karl Marx, ein provokantes Pamphlet geschrieben. In dem kurzen Buch hinterfragt er ironisch die Tradition der Arbeiterklasse und deren Forderung nach Recht auf Arbeit. Gewiss

  11. tl;dr #55 Angela Davis: «Eine Gesellschaft ohne Gefängnisse?» | Mit Vanessa E. Thompson

    Die Schriftstellerin, Aktivistin und Philosophin Angela Davis wurde in den 1970er Jahren zur Ikone der Black-Power-Bewegung. Heute zählt sie zu den wichtigsten Vertreter*innen des Abolitionismus – eine Bewegung, die sich für die Überwindung

  12. tl;dr #54 Mao Tse-tung: «5 philosophische Schriften» | mit Felix Wemheuer

    Mao Tse-tung prägte die europäische Linke in den 60er und 70er Jahren weitreichend. Angesichts der heutigen Erkenntnisse über ihn und die Auswirkungen seiner Politik, stellt sich die Frage, ob und wie man seine Schriften heute noch lesen ka

  13. tl;dr #53 Herbert Marcuse: «Konterrevolution und Revolte» | mit Peter-Erwin Jansen

    In «Konterrevolution und Revolte» von 1972 beschreibt Herbert Marcuse, wie die westlichen Staaten nach den 68er-Protesten mit einer Konterrevolution reagierten, um das kapitalistische System zu restabilisieren. Politische Repression und das

  14. tl;dr #52 Karl Marx: «Das Kapital» Band 2 | mit Christian Schmidt

    Im ersten Band des Kapitals hat Karl Marx den Produktionsprozess des Kapitals dargelegt. In dem viel weniger gelesenen Band II geht es um den Zirkulationsprozess des Kapitals. Das Kapital ist in einer kreislaufförmigen Metamorphose: Geldkap

  15. tl;dr #51: Michel Foucaults Gouvernementalität | mit Isabell Lorey

    Mit dem Begriff der «Gouvernementalität» bezeichnet Foucault eine spezifische Regierungsweise in der westlichen Spätmoderne, die Macht nicht in erster Linie über Verbote, Gewalt und Sanktionen ausübt, sondern durch «produktive Techniken» –

  16. tl;dr #50: Roland Barthes: «Mythen des Alltags» | mit Eva Geulen

    Roland Barthes’ «Mythen des Alltags» beschreibt, wie alltägliche Phänomene und Medienbotschaften als Mythen wirken. Sie lassen menschengemachte, historisch gewachsene Bedeutungen als natürliche, unveränderliche Tatsachen erscheinen. So werd

  17. tl;dr #49: Karl Polanyi: «The Great Transformation» | mit Claus Thomasberger

    Wie lässt sich aus der Krise der Marktordnung in den 1920er Jahren die Entstehung des Faschismus verstehen? Der Ökonom Karl Polanyi geht im Exil 1944 auf Spurensuche: Er sieht die Ursache in der großen Umwälzung im Marktsystem und die von i

  18. tl;dr #48: Bertolt Brecht: «Das Buch der Wendungen»

    »Ich halte nichts von Mitleid, das sich nur in Hilfsbereitschaft und nicht auch in Zorn verwandelt.« Schreibt Brecht in seinem unvollendeten Buch der Wendungen, das posthum 1965 erschien. Brecht reflektiert dabei unter Rückgriff auf fernöst

  19. tl;dr #47: Simone de Beauvoir: «Das andere Geschlecht»

    Simone de Beauvoirs 1949 erstmals veröffentlichtes Werk gilt als Manifest der neuen Frauenbewegung. Es behandelt nicht nur – wie der klassische Feminismus – die rechtliche und politische Gleichstellung, also das Wahlrecht für Frauen oder gl

  20. tl;dr #46: Willi Münzenberg: «Propaganda als Waffe» | mit Brigitte Studer

    In seinem 1937 im Exil erschienen Buch «Propaganda als Waffe» beschreibt und analysiert Willi Münzenberg, einer der Gründer der KPD und großer Verleger, zahlreiche Propagandatechniken der nationalsozialistischen Machthaber. Der Nationalsozi

  21. tl;dr #45: Alfred Sohn-Rethel: «Geistige und körperliche Arbeit» | mit Frank Engster

    Ein ganzes Leben hat Sohn-Rethel diesem Buch gewidmet. Es ist sein Versuch, die gesamte Philosophie und die mathematisierten Naturwissenschaften marxistisch zu erklären. Kritisch bemängelt er, dass Marx nicht radikal genug gewesen sei und b

  22. tl;dr #44: Fritz Naphtali: «Wirtschaftsdemokratie» | mit Hans-Jürgen Urban

    Sozialismus braucht Demokratie – nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich. Fritz Naphtali fordert in seiner Schrift «Wirtschaftsdemokratie», dass die parlamentarische Demokratie, die dem Bürgertum von der Arbeiterbewegung abgerungen

  23. tl;dr #43: Leo Löwenthal: «Falsche Propheten» | mit Simon Strick

    Propaganda und Gewalt sind wesentliche Merkmale faschistischer Politik. In dem Text «falsche Propheten» analysiert Leo Löwenthal die rhetorischen Techniken, die Agitatoren in ihren Texten, Flugblättern oder Reden verwenden. Löwenthal war ei

  24. tl;dr #42: Franz Neumann: «Behemoth» | mit Fabian Virchow

    «Behemoth – Struktur und Praxis des Nationalsozialismus 1933-1944» gilt als ein Standardwerk der Staats- und Faschismustheorie, es erschien 1944 in den USA. Es untersucht die Frage, wie die unterschiedlichen Machtblöcke im NS-Systems zusamm

  25. tl;dr #41: Rancière: «Das Unvernehmen» | mit Ruth Sonderegger

    In seinem Buch «Das Unvernehmen» begreift Jacques Rancière Herrschaft als eine Aufteilung des Sinnlichen: In der Ordnung haben alle ihre Funktion, ihren Platz, dass was sie sagen, wird vernommen. Doch es gibt diejenigen, die keinen Anteil h

  26. tl;dr #40: Vološinov: Marxismus und Sprachphilosophie | mit Sylvia Sasse

    Wir sprechen. Aber was tun wir, wenn wir sprechen? Drücken wir unser Inneres aus? Wenden wir ein äußeres Sprachsystem an? Sprechen ist eine materielle Praxis, sie ist an Töne, an den Körper und häufig an Medien gebunden. Unser Sprechen ist

  27. tl;dr #39: Wilhelm Reich: Massenpsychologie des Faschismus | mit Helmut Dahmer

    Wilhelm Reich lieferte mit dem Buch die erste psychologisch-gesellschaftskritische Analyse des Erfolgs der Nazis. Wie hängen autoritäre Triebunterdrückung und faschistische Ideologie zusammen? Anders als die meisten Vertreter der KPD war Re

  28. tl;dr #38: Leo Trotzki: «Die permanente Revolution» | mit Fabian Lehr

    Mit seinem Buch „Die permanente Revolution“ schrieb Leo Trotzki 1929 die theoretische Grundlage, auf der er selbst praktisch als Revolutionär in den Jahren 1905 und 1917 mitgewirkt hatte. Revolution versteht er als einen Prozess, der in der

  29. tl;dr #37: Die feministische Kommunistin Alexandra Kollontai | mit Şeyda Kurt

    Alexandra Kollontai war die erste Ministerin und Botschafterin der Welt. Sie setzte als Volkskommissarin für soziale Fürsorge 1917-1918 zahlreiche Verbesserungen im Eherecht und die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs durch. Volksküc

  30. tl;dr #36: Frigga Haug: «Die Vier-in-einem-Perspektive» mit Katja Kipping

    Frigga Haug ist eine der bekanntesten marxistischen Feministinnen. Sie analysiert Geschlechterverhältnisse als Produktionsverhältnisse. In vier Bereichen: Ökonomie, Politik, Kultur und in den Möglichkeiten zur Selbstentfaltung werden Frauen

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