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Shownotes
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Manchmal fühlt sich geistliches Wachstum gar nicht nach Wachstum an. Wir drehen uns scheinbar im Kreis, begegnen immer wieder denselben Herausforderungen und fragen uns: Gott, warum bin ich schon wieder hier?
In unserer ersten gemeinsamen Podcastfolge aus unserem neuen Studio blicken wir auf die vergangenen fünf Jahre zurück. Jahre, in denen Gott vieles in unserem Leben auf den Kopf gestellt hat. Unser Umzug von Deutschland nach Amerika, finanzielle Herausforderungen, Einsamkeit, zerbrochene Erwartungen und die schmerzhafte Erfahrung, dass manches, was wir über Jahre aufgebaut hatten, plötzlich keine Rolle mehr spielte.
Doch mitten in dieser scheinbaren Rückabwicklung hat Gott tief in unseren Herzen gearbeitet.
Wir sprechen darüber, warum geistliches Wachstum nicht immer geradlinig verläuft, wie wir mit anhaltendem Druck und Unsicherheit umgehen und weshalb Gott uns manchmal bis auf die Grundmauern zurückführt.
Dabei geht es um eine Frage, die uns in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden ist: Wie lernen wir, in einer zunehmend unruhigen Welt tief in Jesus verwurzelt zu bleiben und seine Gegenwart zu unserem Ruheort zu machen?
Ein ehrliches Gespräch über Krisen, geistliche Reife, zerbrochene Erwartungen und die tröstliche Wahrheit, dass Jesus genug ist.
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Naja, ich habe irgendwie das, also wie du gesagt, dieses Gefühl, hey, da war ich schon jetzt schon hier. Warum muss ich jetzt hier nochmal sein? So dieses Gefühl von ich dachte, ich hab's hier schon gelernt.
Dass wir so geprägt sind, eben in der griechischen westlichen Denkweise, dass wir bei A anfangen und bei B rauskommen. Also das muss linear verlaufen. Und die hebräische Denkweise, was ja auch die biblische Denkweise ist, ist kreisförmig. Also es ist voll okay, wenn ich immer wieder an dieselben Punkte komme.
Ich glaube am Ende ist er wirklich unser Herz wieder, dass wir nah bei ihm bleiben. Das hilft es uns, wenn wir krass viele Leute erreichen. But unser Herz weit weg ist von ihm.
So schön, dass du dabei bist beim Tochter und Sohn Podcast. Wir starten neu in unserem Podcast-Studio, das noch am Wachsen ist. Ich glaube, man kann jetzt mit jeder Folge was Neues entdecken, was wir noch hinstellen, hinhängen. Da sollen noch ein paar Regale hin. Wenn du auf YouTube zuschaust, dann siehst du das gerade.
Ja, aber wir freuen uns so sehr, dass wir tatsächlich jetzt endlich ein Podcast-Studio haben, nachdem wir bisher alle anderen Folgen, es war immer in unserem Schlafzimmer, wir hatten nie eine andere Lösung. Und das war einfach mühsam. Und irgendwann haben wir ja dann auch aufgehört, Folgen aufzunehmen, weil es einfach nie einfach war.
Ja, und jetzt hoffen wir, dass wir dadurch jetzt, dass es leichter ist, dass wir jetzt hier öfters Podcasts auch aufnehmen können. Und es ist einfach leichter unser Herz und unser Wunsch ist, dass es einfach total natürlich wird.
Genau. Wir haben uns vorgenommen, nichts zu schneiden. Also selbst wenn wir uns verhaspeln, wir wollen einfach in einen natürlichen Gesprächsablauf reinkommen, so wie wir uns über eine Tasse Kaffee unterhalten würden.
Genau, so als ob du jetzt hier mit uns im Raum wärst.
Genau. Also herzlich willkommen an unserem Tisch oder in unserem Studio. Und wir wollen mit Gebet starten. Wir haben uns vorgenommen, die neuen Folgen, die wir ab jetzt aufnehmen, mit Gebet zu starten. Es ist uns so wichtig geworden, diese Praxis der Ruhe auch zu integrieren in unserem Alltag. Dieses Ankommen bei Jesus.
Und das wollen wir jetzt mit dir machen, bevor wir loslegen. Heiliger Geist, wir laden dich ein in dieses Podcast-Studio, dass du dich ausbreitest bei jedem Zuhörer, wo immer sie gerade sind, das unterwegs ist, in der Straßenbahn, im Auto oder zu Hause. Jesus, wir blicken auf dich, wir brauchen dich.
Wir lieben dich. Und wir bekennen, dass wir ohne dich nichts tun können. Wir lassen ganz bewusst alles los, was uns gerade beschäftigt, was uns belastet, was uns nervt, frustriert, traurig macht. Wir geben es an dich ab. Dein Wort sagt, alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch. Danke für deine Gegenwart.
Amen. Ja, ich habe ja die Aufgabe, durch diese erste Podcast-Folge durchzuführen. Und ich habe mir überlegt, ich musste ein bisschen schmunzeln, weil ich habe mich zurückerinnert, die erste Podcast-Folge, die wir gemacht haben als Tochter und Sohn-Podcast gemacht, da haben wir darüber geredet, was wir alles gelernt haben oder was wir alles erlebt haben, seit wir nach Amerika gegangen sind.
Und ich glaube damals, das war jetzt, wie lange ist das her? Drei Jahre.
Circa, glaube ich.
Das war so ziemlich das Erste, was wir gemacht haben, als wir Tochter und Sohn gegründet haben. Und ich glaube, damals haben wir schon so gedacht, wir sind durchs Schlimmste durch.
Wir haben es schon hinter uns.
Wir haben schon so viel gelernt. Und jetzt machen wir Podcasts und starten wir hier eine neue Ministry und so. Und jetzt fängt praktisch die zweite Runde an. Also wir fangen ja irgendwie wieder wie neu an mit unserem Tochter und so ein Podcast.
Ja, ich meine, wir haben jetzt hier auch neue Möglichkeiten, gell? Und das fühlt sich so an wie ein Neuanfang.
Es fühlt sich wirklich wie ein Neuanfang an. Was komisch ist, weil wir, wir haben ja damals auch gedacht, wir fangen jetzt was Neues an und irgendwie spult der Herr das gerade wieder so ab und wir fangen ihn wieder von vorne an gefühlt. Und da möchte ich eigentlich mit dir drüber reden, weil ich glaube, dass es nicht nur uns so geht, dass wir seit ein paar Jahren irgendwie gefühlt in so einem Kreislauf drin sind, wo der Herr nicht unbedingt weiter mit uns geht, sondern tiefer mit uns geht.
Also dass er uns irgendwie immer tiefer schraubt in bestimmte Themen, die wir offensichtlich lernen müssen, wo er immer wieder den Fokus drauf legt. Und da möchte ich mit dir einfach ins Gespräch gehen, weil es ist ja auch ein, im Englischen würde man sagen, humbling experience. Also es demütigt einen, auf gute Art und Weise zu spüren, das muss ich nochmal lernen oder da muss ich nochmal tiefer gehen.
Und wenn ich so an diese erste Podcast-Folge zurückdenke, wo ich gedacht habe, wir haben jetzt schon so viel gelernt und krass, was wir schon alles jetzt tun.
Das stimmt, wir haben auch viel gelernt.
Ja, ich will das gar nicht minimiere, das stimmt, ja. Ja, das stimmt. Ich will das nicht kleinreden. Und trotzdem muss ich so ein bisschen über uns schmunzeln, wenn ich mich da jetzt zurückerinnere, wie wir da saßen an diesem Tisch. Da hat man noch einen Tisch, glaube ich, im Schlafzimmer. Keine Ahnung von Podcasts und wie wir dann saßen und dachten, so, jetzt sind wir durch, jetzt geht's weiter.
Wie geht's dir, wenn du da so zurückdenkst?
Naja, ich habe irgendwie das, also wie du gesagt, dieses Gefühl, Heder war ich, ich war jetzt schon hier, warum muss ich jetzt hier nochmal sein? So dieses Gefühl von ich dachte, ich habe es ja schon gelernt. Und was gelernt?
Oder wollen wir dann später drauf eingehen?
Ja, ich meine einfach, also ich, ja, irgendwie dachten wir mit dem Gründen von Tochter und Sohn, dass einfach, ich meine, da war auch wahnsinnig viel Gutes, das ja auch passiert ist. Und dennoch fühlen wir uns trotzdem noch so sehr am Anfang von dem allen. Und jetzt spüren wir schon, dass Gott uns vor eine neue, ja, eine Schwelle von Neuem einfach bringt.
Was das genau ist, wissen wir selber nicht ganz genau. Aber es ist definitiv so, dass wir spüren, es kommt was Neues. Und ich glaube, dass das auch oft in vielen Menschen auch der Fall ist, dass du irgendwie spürst, hier ist was Neues, aber irgendwie voll so wie das Alte.
Ja, genau. Also wie wenn sich, wie so ein Déjà-vu, täglich grüßt das Mor mit dem Schluss.
Genau, da war ich doch schon mal, aber irgendwie ist es doch anders.
Ja, genau. Und wir sind ja so, also geprägt ja durch unsere Denkweise, das ist was, worüber wir immer wieder stolpern, diese griechische Denkweise im Gegensatz zur hebräischen Denkweise, dass wir so geprägt sind, eben in der griechischen westlichen Denkweise, dass wir bei A anfangen und bei B rauskommen.
Also es muss linear verlaufen. Und die hebräische Denkweise, was ja auch die biblische Denkweise ist, ist kreisförmig. Also es ist voll okay, wenn ich immer wieder an dieselben Punkte komme. Das heißt nicht, dass ich versage, sondern es heißt einfach nur, dass ich in die Tiefe wachse.
Ja, weil ich meine, dieses Griechische ist ja, ich war da schon mal und hab's jetzt auch hinter mir gelassen.
Genau, ich hake das ab und mache weiter.
Genau, und dann geht es weiter und da komme ich nie wieder zurück. Oder wenn ich zurückkomme, dann nur in meinen Erinnerungen, naja, an diese Zeit. Und also ich weiß nicht, die letzten fünf Jahre oder wahrscheinlich schon länger, fühlen wir uns ja wirklich so wie so wie so eine Spirale, wo wir einfach denken, da waren wir schon, es fühlt sich ja wieder sehr bekannt an, aber doch ein bisschen anders.
Ja. Und ich würde jetzt einfach gern mit dir drüber reden, was, also vor allem in unseren privaten Gesprächen geht es ja viel darum, was wir da an Schmerz durchlebt und durchlitten haben in den vergangenen Jahren. Weil es war ja nicht einfach. Und ich glaube, für viele Menschen gerade, und ich glaube, es war wirklich so Corona 2020, das war so der Startschuss für diese komische Phase, wo wir das Gefühl haben, was geht eigentlich gerade ab, das, was vorher funktioniert hat, was so schön geradlinig eben schien, läuft irgendwie nicht mehr so.
Also man fühlt sich irgendwie, als würde man auf dem Platz treten und nicht weiterkommen. Und da schwingt ja immer auch so ein Schmerz mit, weil wir ja, wir wollen ja Ergebnisse sehen, wir wollen ja vorankommen, wir wollen ja auch sehen, dass Gott treu ist oder dass wir was reißen im Königreich, dass es vorangeht.
Und ich glaube schon, dass der Herr nicht nur uns, sondern generell seinen Kindern gerade beibringt, was es bedeutet, in die Tiefe zu wachsen. Also wirklich tief, tiefe Wurzel zu sein. Und diese Phasen des in die Tiefe wachsens sind mit Schmerz verbunden, typischerweise. Wie hast du das oder wie haben wir das erlebt in diesen vergangenen fünf Jahren?
Weil, wenn ich an diese erste Folge zurückdenke, wo wir dachten, so das Kröbste haben wir hinter uns, jetzt geht's aufwärts und dabei ging es nochmal tiefer.
Ja, ich glaube, das hat viel mit unseren Erwartungen zusammenzuhängen. Also wir erwarten einfach, dass, also wir stellen uns vor, wir haben unsere eigenen Vorstellungen, wie es laufen wird. Und dann läuft es ja tatsächlich anders, als wir uns das vorstellen. Und ich glaube, da liegt oft der Schmerz, weil es nicht so läuft, genau, wie geplant.
Oder wie wir auch dachten, dass Gott es will.
unknown Ja.
Oder wie er es vielleicht auch segnen möchte und so. Und das heißt nicht, dass er es nicht gesegnet und nichts, also ganz und gar nicht, sondern einfach, dass es, dass er einen anderen Weg hat manchmal. Und am Ende des Tages geht es nicht um Erfolg im Herzen. Ja, Erfolg, genau. Also es geht um, ich glaube, am Ende ist er wirklich, er will er unser Herz.
Er will ja, dass wir nah bei ihm bleiben. Was hilft es uns, wenn wir krass viele Leute erreichen, aber unser Herz weit weg ist von ihm. Und ich glaube schon, dass die letzten Jahre er uns wirklich viel gezeigt hat, was es bedeutet, bei ihm zu bleiben. Auch bei ihm zu bleiben, wenn es schwierig ist. Und wir hatten jetzt schon viele, ich meine, wir hatten auch finanzielle Schwierigkeiten, wir hatten also einfach so halt Zugehörigkeitsprobleme hier.
Das ist sehr einsam.
Und durch das Ganze halt trotzdem einfach da dran zu bleiben, nah bei Jesus zu sein. Und das ist nicht einfach. Es gibt Tage, da läuft es besser und Tage, wo es wohl schwierig ist, aber ja, ich glaube, da ist er schon dran. Weil ja da auch vielleicht auch unsere Treue geprüft wird, ich weiß nicht, ne?
Ja. Es ist halt so ein Zurückfinden zu dem, was eigentlich zählt. Also wenn ich auf die letzten Jahre blicke, denke ich, hat daher so viel weggeschält, was unwichtig ist.
Es fühlt sich so an, als ob da gar nichts mehr drüber ist.
Ja, also wirklich so eine radikale, also radikal, wie wenn man so ein Haus bis auf die Grundmauern abbaut und dann siehst du halt nur noch das Gerüst dastehen, so fühlt sich das an. Und du fühlt sich es auch aktuell noch an, für mich zumindest. Ich denke, bei dir ist es ähnlich. So dieses krasse Bis auf die Grundmauern abbauen.
Also diese wie so eine Rückabwicklung irgendwie.
Vielleicht sollten wir da ein bisschen erzählen, was wir damit meinen, mit dieser Rückabwicklung.
Ja, ich habe eh gedacht, es kann sein, dass jemand sich einschaltet und wir reden, ja, jetzt sind wir hier, wo du.
Du warte ja immer, ich kenne euch gar nicht.
Wenn du noch eingeschaltet, wenn du noch zuhörst, dann erzähl mir vielleicht mal ganz kurz, was wir so gemacht haben die letzten fünf Jahre. Oder eigentlich Startschuss, wie gesagt, war für uns Frühjahr 2020.
Ja, genau. Und vielleicht da einfach nur ganz kurz. Also, da könnte man wahrscheinlich ein paar Podcast-Folgen machen darüber. Aber also ich habe ja einen Dienst geleitet, eine Ministry, hatte auch ein Team. In Deutschland. In Deutschland. Und mitten in Corona, und ich meine, dann hast du ein Buch geschrieben, ein Bestseller, Tochter Gottes erhebe dich, wo du von, also keiner hat dich gekannt und auf einmal hast du Einladungen bekommen.
Und das war natürlich ein volles Privileg, also in die Herzen von Frauen einzusprechen. Ich habe auch Einladungen bekommen und das war alles wunderbar und wir haben das genossen und wirklich geschätzt und irgendwie aber gleichzeitig auch gespürt, da ist so eine wachsende Lehre vielleicht.
Wir waren extrem gestresst auch. Unsere Kinder waren damals noch kleiner, wir haben vier Kinder. Das war so eine ständig jetzt Erreisprobe.
Genau, und mitten in dem Ganzen kam dann noch Corona und obendrauf ein paar Tragödien, die wirklich echt das Ganze dann so das Fass zum Überlaufen gebracht hat.
Baby verloren. Es war einfach wirklich, 2020 war ein, also klar, da war Corona, aber dann eben auch so diese persönlichen Tiefs, die wir da erfahren haben.
Ja, und aus diesem ganzen Schmerz kam halt wieder dieser Traum hoch, naja, eigentlich, ich bin Amerikaner, wir haben ja schon die ganze Zeit, seit wir verheiratet sind, immer wieder den Traum, lass uns doch mal mindestens für ein Jahr in Amerika leben. Lass uns unsere Kinder mal erleben, dass es, also was normales amerikanischer Teenager oder Kind sein bedeutet, weil das ja genauso Teil von unserer Geschichte ist.
Das ist ja, wer ich bin. Das war mir ganz wichtig. Und dann haben wir einfach so diese Chance gepackt und gesagt, okay, wir machen das, machen ein Sympathical Jahr in den USA und haben halt Florida uns rausgesucht, weil wir da auch Freunde haben. Und dachten, das wird einfach. Also wir ruhen uns da mal aus für ein Jahr, haben auch Segen gehabt von meiner Ministry.
Und die Türen gingen auf.
Die Türen gingen auf und wir dachten, yes, komm, das machen wir jetzt. Und sobald wir hier angekommen sind, ist alles wirklich anders gelaufen, als wir gedacht haben. Wir haben auch finanzielle Schwierigkeiten bekommen. Das dann mit der Ministry hat nicht so gut geklappt.
Und der Ministry in Deutschland.
Die Ministry in Deutschland, genau. Und dann standen wir halt da und aus dem einen Jahr, Sebadica ist dann halt jetzt erstmal stetig hier bleiben. Also wir haben ja echt das Geschichte. Also da haben wir schon Gottes Reden gespürt, dass es richtig ist, hier zu bleiben erstmal. Aber ja, was macht man denn dann?
Also, du bist aus dem, ich bin Sprecherin, ich bin Buchautorin, ich möchte eigentlich eine Frauenministrie aufbauen, natürlich in Deutschland. Ich war voll mit den Männern unterwegs und mit einem Mal war ja dann nichts. Also, wir waren kein Mensch kennt uns hier in den USA und das war nicht einfach, gell?
Und wir haben relativ schnell gemerkt, dass eben diese Rückabwicklung angefangen hat. Also das haben wir total, das ging eigentlich sofort los, dass wir gemerkt haben, wir identifizieren oder wir haben uns einfach auch sehr über das, was wir getan haben in Deutschland, identifiziert. Also das Buch schreiben und auf Konferenzen eingeladen zu werden und reinwirken zu dürfen in Menschenleben, das ist so ein Privileg.
Und gleichzeitig birgt es eine Gefahr, weil man denkt, ich bin unersetzlich oder das, was ich mitzubringen habe, das kann sonst keiner. Und wenn ich weg bin, dann funktioniert das alles nicht mehr. Und das war sehr, sehr krass zu erleben, also vor allem am Anfang des Sebadekurs, dass Gott anscheinend kein Problem damit hat, dass die Dinge, die wir angefangen haben, aufzubauen, dass die so langsam in den Stillstand gekommen sind oder komplett in sich zusammengefallen sind.
Ja, und ich meine, wir waren schon recht gut, also wir hatten ja Freunde und waren auch eingebettet in den Deutschland, also weil wir da ja 17 Jahre lang gelebt haben und auf einmal bist du was, gehst über den riesengroßen Teich und landest quasi in einer Kultur, die zwar jetzt schon bekannt ist, aber natürlich voll anders ist.
Und Florida ist wieder ein ganz anders als jetzt ein anderer Bundesstaat in Amerika. Und da haben wir echt zu knabbern, ich glaube so noch immer ein bisschen zu knabbern dran, wo wir einfach nicht mehr. Ja, nicht nur ein bisschen. Und da war viel so, sind wir noch am richtigen Fleck. Ist das genau, ist das Gottes Plan?
Und warum läuft das nicht so, wie uns das vorstellen?
Es war irgendwie, es war so krass, das war ja für uns auch ein riesen Glaubensschritt, dieses Habatical zu wagen. Das war ja eine riesen, es war ja nicht so, dass wir eben, dass es uns nichts abverlangt hat, das zu machen. Wir haben ja unseren ganzen Haushalt aufgelöst. Wir haben uns auch Rat eingeholt, sollen wir das machen, was sollen wir es nicht machen.
Also wir haben uns da wirklich, wir haben versucht, menschenmöglich das Beste, die beste Entscheidung zu treffen. Und on top haben wir natürlich auch gespürt, Gott zieht uns da hin. Also wir waren uns eins, wir haben es mit unseren Kindern abgesprochen und so weiter. Es kamen finanzielle Unterstützungen rein, die wir überhaupt nicht auf dem Schirm hatten.
Also die Türen gingen auf, we had ein House bekommen, wo wir wohnen konnten. But dann landen wir hier, and it was, also es hat sich so angefühlt, als hätte Gott uns entwurzelt, also ein Baum entwurzelt, weil wir waren ja total tief verwurzelt in Deutschland. And then hat er den Baum here nach Amerika gebracht and einfach abgelegt.
So hat sich das angefühlt, ja.
Einfach am Straßenrand abgelegt und da lagen wir dann. And we so, and jetzt? Wie geht's weiter? Und das Gefühl haben wir immer noch. Und es ist jetzt fünf Jahre später. Wir sind jetzt fünf Jahre hier. Und gleichzeitig spüren wir, dass Gott wahrscheinlich so tief in unserem Herzen arbeitet, wie sonst noch nie in unserem Leben.
Und ich glaube, das ist wahrscheinlich auch das, was der Heilige Geist heute highlighten möchte in diesem Podcast, dass das koexistieren kann. Dieses Gefühl von Entwurzetzein, dieses Gefühl von irgendwas, Gott hat mich verlassen, Gott hat mich vergessen, ich habe alles verloren, meine Gemeinde verloren, Freunde verloren, was auch immer.
Ich fühle mich einsam, ich fühle mich komplett aussortiert und trotzdem arbeitet Gott in meinem Herzen. Oder vielleicht gerade deswegen arbeitet Gott in meinem Herzen.
Ja, ich meine, ich wünsche, das könnte anders gehen, manchmal, dieses an mir arbeiten. Weil das ist fast, es ist wirklich ein, also wir sagen es ja immer wieder, dieses zu sich selber sterben, auch dieses Kreuz auf sich nehmen, bereit sein, einfach auch festzuhalten an die Güte Gottes, wenn Sachen vielleicht nicht so gut ausschauen, ne?
Trotzdem zu glauben, er ist gut und er wird es auch, der meint es auch gut mit dir. Genau, aber ich würde schon sagen, dass ich aus diesem Ganzen, jetzt selbst wenn ich noch nicht komplett durch bin, habe ich das Gefühl, ich bin, ich glaube, ich bin schon geerdeter in Jesus. Also in wer er ist und ich bin auch, ich hoffe ein Stück weit entschlossener.
Also entschlossener, mich an ihn festzuhalten, komme, was wolle. Und ich meine, jetzt gerade vor ein paar Monaten habe ich voll mit damit zu kämpfen gehabt, was machst du gerade Gott? Und was soll ich machen? Wer bin ich denn überhaupt? Ähm, Genau, und hab in dieser ganzen Phase auch nochmal ein Buch geschrieben, das hat sich alles so ganz komisch angefühlt, aber ich spüre schon, dass Gott da einiges tiefer, fester, wie auch immer ich das nennen möchte, gemacht hat und das einfach verwendet.
Und das, ich meine, es ist halt so, Gott verschwendet halt nichts und er verschwendet einfach nichts in unserem Leben. Also auch wenn die Dinge wirklich schwer sind, solange wir immer wieder zu diesem Punkt zurückkommen, her, was willst du mir zeigen? Also, was wirst du mir gerade in dieser Situation, auch wenn sie richtig, richtig kacke ist, was wirst du mir hier zeigen?
Ja. Absolut. Und ich denke, das ist das Learning schlechthin für unsere Zeit, also nicht nur für uns persönlich, sondern ich glaube grundsätzlich, weil wir ja zunehmend auch in so einem Druck, wie sagt man das, Druck, Koch, Druckkessel, genau, sind. Also wir spüren ja den Druck, wie er zunimmt in der Welt.
Also politische situationen, global Ereignisse. We spüren die Wehen der Endside. Und unter Druck muss ja was passieren. Also ich kann dem Druck ja nicht entfliehen. Of early art and we are berührt mich ja dieser Druck. Also ich glaube, kein Mensch can sagen, in der westlichen Welt würde ich jetzt mal behaupten, give me alles nix an.
Also kein Christ. It's mir wurscht, oder ich mache einfach so weiter. Weil die Zeichen der Zeit einfach so eindeutig sind, dass ich auf diesen Druck, den ich gerade wahrnehme, ob das jetzt in meinem persönlichen Leben ist, wie wir das jetzt auch gerade erzählt haben, durch Entscheidungen, die man getroffen hat oder wie auch immer.
Oder eben politisch, global, wie auch immer, dass man diesen Druck spürt und wahrnimmt. Und die Frage ist ja, was mache ich mit diesem Druck? Und wenn ich so zurückdenke auf diese letzten fünf Jahre, den Druck, den wir wahrgenommen haben und bei uns war es hauptsächlich persönlicher Natur, oder? Würde ich jetzt schon sagen, dass wir hauptsächlich, also was uns sehr mitgenommen hat, war das 7.
Oktober in Israel, dieses schreckliche Massaker, das hat damals echt gespürt, boah. Der feindliche.
Politisch kriegt man auch schon einiges mit.
Aber wir waren schon sehr intensiv mit uns selber beschäftigt, was einfach so der Umzug in die USA angegen, unsere Kinder. Es war ja auch ganz viel, was da ablief, wo wir reagieren mussten und so weiter. Was hat dieser permanente Druck? Und das war, das ist ja das Verrückte. Ich habe in meinem Leben vorher, klar bin ich auch durch Druckphasen gegangen, meine Traumatherapie.
Es war immer Druck da auf eine gewisse Weise, aber das ging dann wieder weg. Und dann war es wieder da, dann ging es aber auch wieder weg. And I have this gefühl, wir sind jetzt seit fünf Jahren oder sechs Jahren permanent in Drucksituationen.
Yeah.
And we kommen irgendwie gar nicht zum Durchatmen. Und ich glaube, dass es nicht nur uns so geht.
Ich glaube, also das ist ja auch das, was wir erleben, ja auch durch unsere Ministry jetzt auch, wo man merkt, irgendwie, ich glaube, Leute haben einfach keinen Kopf mehr, weil die einfach so voll sind mit dem äußeren Druck, mit dem politischen Druck, mit finanziellem Druck, aber auch mit was halt durch den Druck dann auch nach oben kommt, da kommt ja dann der ganze Mist hoch, den wir immer schön beiseite stehen.
Genau, genau. Und dann einfach auch, ich meine, dann sind einfach auch andere Sachen, die dann einfach dazukommen und dann irgendwie merkst du, ich komme nicht, ich kann nicht mal zur Ruhe kommen. Dieses, ich krieg's nicht mal hin. Der Urlaub, der ist zwar gut, aber selbst der hilft mir dann manchmal gar nicht.
Ja, es ist ja auch so, ich meine, das haben wir jetzt auch schon ein paar Mal erlebt, wir fahren in Urlaub oder wir nehmen uns mal eine Auszeit und dann geht es uns schlechter als zu Hause, weil zu Hause hast du wenigstens die Ablenkung von der Arbeit und von deinem Alltag. Und dann kommst du in eine Auszeit rein und merkst erstmal, wie kacke dir es geht und wie misstisch alles ist und wie erschöpft du auch bist.
Also, ich von mir persönlich, ich merke, es ist immer schwieriger, wirklich abzuschalten, wirklich ruhig zu werden.
Ja, ich habe einfach, also ich glaube für mich, was so wichtig geworden ist, dieses, ich glaube, das ist auch das, was John Eldritch immer wieder sagt, diese Einheit mit Jesus. Dass wir in diese Einheit mit Jesus hineinge geboren sind, wenn wir zu Jesus kommen, haben wir diese Einheit. Wir fallen nur ganz häufig voll da raus und machen unser eigenes Ding, sind voll auf Selbstversorgertum aus, weil wenn die Dinge, wenn der Druck da ist, dann wollen wir schnell Sachen unter Kontrolle halten, deckeln oder einfach irgendwo irgendwo anders auschecken.
Und ich meine, da haben wir, ich meine jetzt am banal, aber mit dem Handy, das ist nicht banal, aber das ist voll der Auscheck-Modus.
Absolut.
Ich bin aber nur am Scrollen und selbst wenn das jetzt normale Sachen sind, ne? Nicht einmal böse Sachen, ne?
Bin ich aber trotzdem nur am Scrollen.
Und ich glaube, für mich ist das so eine große Wunsch und Sehnsucht nach, ich meine, du sprichst davon auch in deinen Büchern, diesen in den Garten zu kommen mit Jesus. Also da einfach zu connecten auf Herzensebene. Und das ist schon was, was ich voll, ich glaube, seit wir hier angekommen sind, voll neu erforscht habe, gelernt habe und immer noch lernen möchte, da tiefer einzutauchen in dieses, ich kann mich mit Jesus im Garten, also in meinem Inneren treffen, weil ich dort tatsächlich Ruhe finde.
Ich fand es so toll, wir waren ja auf dem, wo waren wir da, auf dem Weg nach Tennessee, glaube ich, unterwegs und sind dann dann so ein Garten geparkt. Und da war so ein uralter Garten, der halt mit Mauern eingerahmt war, weißt du? So mit alten Mauern und dann Efeu überall gewachsen. Und so stelle ich mir das vor in meinem Inneren.
Dass es so geschützter war. Ein Garten, der von außen erstmal, wo die Einflüsse von außen nicht reinkommt.
Da muss ich jetzt fast gerade lachen, weil ich bin da ja auf Toilette gegangen.
Achso, ja.
Und außerhalb der Mauern, ich gehe aus der Toilette raus. Das ist da eine Schlange. Wir ließen zu nennst und so ist es, ne? Also das ist auch der innere Garten, das umkämpft.
Ja, aber ich glaube, das ist echt, ich glaube auch eine Einladung in dieser Zeit, wo wir voll unter Druck sind. Und ich glaube, das ist nicht nur etwas, das du und ich jetzt gerade leben, den Leuten, die wir auch in Tochter und Sohn reden. Wir kriegen sie einfach mit, dass viele Menschen damit zu kämpfen haben.
Es ist einfach zu viel los, too much, too busy. Die Themen sind so krass, so von heute auf morgen könnte sich so viel verändern.
War nichts mehr sicher.
Genau. Und das, was stetig, dieses, also ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wir gucken ja immer, wir haben jetzt vor kurzem in unseren Schumacher-Dokumentation geguckt.
Wir sind vorher.
Ich weiß es aus den 90ern und irgendwie, da war doch alles irgendwie so tätig. Da gab es kein Social Media. Und da haben die Leute sich in die Augen geguckt.
Du hast das Jahrzehnt.
Ich weiß nicht. Und ich glaube, das schwingt, ne?
Das ist immer so ein bisschen melancholisch. Wir werden halt auch alt.
Ja, ja, stimmt. Genau.
Jetzt habe ich dich unterbrochen. Warum haben wir, wolltest du was sagen mit dem Schuhmacher? Hattest du da einen Punkt?
Einfach nur, also so eine Sehnsucht nach dieses Heile Welt. Das ist einfach etwas, was wir einfach alle in uns tragen.
Ja. Genau, und diese Sehnsucht kann nur bei Jesus gestellt werden.
Und das ist etwas, wo, glaube ich, Gott uns alle in diese Schule reinbringt. Ich meine, ich glaube einfach, dass Corona so einen Weckruf, Startschuss, war, hey, wo stehst denn du eigentlich? Wo holst du dir wirklich deine Ruhe? Wo kommst du wirklich runter? Und wer ist denn wirklich dein Versorger, wenn alles andere wackelt?
Und das ist auch das, was wir gerade lernen in den letzten fünf Jahren. Gefühlt ist gerade nichts stetig, auch über die letzten Jahre war jetzt kaum was wirklich stetig. Und dennoch dürfen wir uns ja flüchten in die Gegenwart, in diesen Garten, wo Jesus da ist und wo er treu ist. Und das ist etwas, was geschult werden kann, was wir trainieren können, wo wir einfach uns hineinladen können in diese Ruhe.
Yeah. Und jetzt um auf dieses Bild zurückzukommen von dem Haus, das bis auf seine Grundmauern praktisch abgebaut wird, diese Rückabwicklung, das ist eigentlich was Gutes. Das ist eigentlich genau das, was wir brauchen. Und ich habe echt lang gebraucht, an den Punkt zu kommen, zu sehen, das ist was Gutes, was hier passiert.
Es ist was Gutes, dass ich, dass mir bestimmte Dinge auch weggenommen wurden. Weil ich entweder habe ich es nicht gebraucht oder ich musste dann noch einiges lernen, um das überhaupt mit Verantwortung auch gut handeln zu können, was auch immer es war. Aber es ist was Gutes, dass ich mich auf das zurück besinne, was eigentlich zählt.
Yeah. Und die Gefahr in diesen Situationen ist, dass wir hart werden.
Oh ja.
Dass unser Herz hart wird. Gott gegenüber, weil Gott halt nicht das genachtet hat, wo wir uns das so forscht gestellt haben. Absolut. Wo wir dann auch vielleicht sogar bitter werden, Gott gegenüber. Wo wir dann sagen, naja, also so habe ich mir das nicht vorgestellt, das habe ich nicht unterschrieben, ja.
Ja, weil wir halt auch noch, glaube ich, innerlich so viel vergleichen, zu wie es mal war. Ich glaube wirklich auch geistlich, irgendwas ist da passiert in diesem Jahr 2020. Das war wie so eine, jetzt geht's in ein neues Land, das läuft ab, jetzt anders. Und wir sind immer noch am, wir sind halt so reingestolpert über die Türschwelle in dieses Neue und wir wissen, glaube ich, immer noch nicht so recht, wie uns geschieht, wie gehen wir auf die bestimmten Dinge ein, wie verhalten wir uns, wie soll Gemeinde ausschauen?
Was ist Jüngerschaft eigentlich? Wie kann ich wirklich im Glauben wachsen? Wie kann ich Verantwortung für mein Glaubensleben übernehmen? Wie komme ich weiter? Wie kann ich sicherstellen, dass ich nicht vom Glauben abfall? All diese Dinge, das ist ja gerade, ich glaube, wir sind alle noch am Erholen von diesem Schock.
Ich glaube, wir sind da echt noch in diesem Schockzustand von 2020. Ich glaube, wir haben das noch gar nicht wirklich überwunden. Ich glaube auch, ja, bei uns selber sicherlich auch. Wir haben doch gestern erst, war das nicht gestern, haben wir so eine Doku angeguckt über die Nordsee-Inseln. Und die wurde anscheinend während Corona gedreht, wo sie dann ihr Eis gekauft haben mit den Masken auf und so.
Und ich habe gemerkt, wie das in mir hochgekocht ist, weil ich da wirklich, ich habe das jetzt schon oft gesagt, aber ich habe da wirklich drunter gelitten. Das war für mich so schlimm. Und ich habe gemerkt, boah, da ist noch so viel, das sind noch so viele Emotionen, die eigentlich noch gar nicht heil sind.
Ja. Ja, und das ist echt so eine Sache, mit wo Gott da echt, also ich würde sagen, wahrscheinlich geht es vielen so, ich kann nicht planen.
Ja.
Also irgendwie seit 2020 kann ich nicht wirklich planen.
Ja, das nervt mich.
Und das nervt. Ich kann keine fünf Jahre im Vorher gucken, wo das wird. Und ich weiß, dass vielen Menschen das total schwer fällt und also uns fällt es schwer, wo wir relativ spontan sind. Aber ich glaube, das gerade, also vor allem die Planer unter uns, die tun sich wahnsinnig schwer, weil sich ständig die Gegebenheiten ändern.
Und gerade die Planer wollen halt Sachen unter Kontrolle halten. Und ich glaube, Gott sagt nie, ich lasse das jetzt gerade nicht zu. Ich will nicht, dass du die Sachen unter deiner Kontrolle hältst. Ich will, dass du bereit bist mit mir und dass ich deine Versorgung bin, dass ich deine Ruhe bin und dass ich dich Schritt für Schritt einfach begleite, ohne dass du quasi der Master of your universe bist.
Und das ist ja was, was so krass konfrontiert wird, auch bei uns konfrontiert wurde, weil wir hatten ja scheinbar alles im Griff, lief ja alles super. Und zack, wurde uns der Boden unter den Füßen dann weggezogen. Und die Frage, und vielleicht kommen wir dann jetzt auch so langsam zum Ende, die Frage ist ja: Was will Gott uns beibringen durch die Zeit, in der wir stehen, wenn ich wirklich auch bereit bin, ehrlich hinzuschauen, wenn ich bereit bin, mich auf die Grundmauern reduzieren zu lassen, wenn ich bereit bin, den Schmerz aufzufühlen, den ich in mir trage, auf die Unsicherheit zuzulassen, die ich in mir trage, und eben nicht einfach so weitermache wie bisher.
Weil das ist ja, glaube ich, auch so eine Reaktion auf unsichere Zeiten. Ach, ich mache einfach so weiter wie bisher, wird schon irgendwie klappen, Augen zu und durch.
Ja, oder ich verwende die gleichen Sachen, die vorher auch funktioniert haben und hoffe einfach, dass das weitergeht. Dass ich das irgendwann mal nicht wieder zurückhaut. In die 90er.
Wir warten alle noch, dass die 90er zurückkommen. Genau. Was sagt Gott? Was spricht er?
Ja.
Was denkst du?
Also wirklich dieses, er will unser Herz, er will zurück. Es ist ja so, dass jeder Mensch sich sehnt, danach das Herzen von Jesus zu spüren. Das ist ja eigentlich so eine in uns hineingelegte Sehnsucht. Und ich glaube, viele Christen haben dann eine ganz tiefe Sehnsucht, Körper, Seele, Geist, Emotionen, alles zusammen, dass sie sich wirklich an Jesus ranlehnen.
Wissen aber nicht genau, wie das funktioniert. Wissen nicht, wie es geht, wie kann ich das in mein Leben hineinbringen. Und also ich glaube auf jeden Fall, dass das eine große Lektion ist dieser Zeit. Wie kann ich in die Ruhe, die Gegenwart Jesu kommen und seine Freundlichkeit spüren in meinem Leben, selbst wenn alles Trubel um mich heran ist.
Ja. Vor allem ich, also ich alleine, ich brauche keine Anleitung. Ich brauche ich kann das alleine. Das heißt nicht, dass wir nicht Gemeinschaft brauchen. Brauchen wir ganz, ganz sicher. Aber so diese Eigenverantwortung, dass ich es, dass ich lerne mein Glaubensleben so zu pflegen, dass es mir leicht fällt, Jesus zu begegnen im Garten, in meinem Inneren, jederzeit.
Dass ich dieser Frieden, den er uns ja auch zuspricht, ja, ich gebe euch einen Frieden, der nicht von dieser Welt ist, dass ich Zugang habe zu diesem Frieden.
Ja, es ist einfach eine Trainingsphase jetzt. Absolut, yes! Es ist eine Trainingsphase jetzt. Und die ist nicht einfach. Nein. Es ist so, wie wenn im Militär die Leute trainiert werden, die werden dann auch rausgeschickt in den Wald und müssen irgendwie halt lernen, klar zu kommen. Und ich glaube schon, dass das das Bild ist der jetzigen Zeit ist.
Wir alle, jeder Einzelne darf das lernen. Wie komme ich denn, wie, wie, wie kann ich denn hier leben, wenn es nur ich und Jesus bin.
Wie kann ich überleben in einer Zeit, die wirklich immer krasser wird? Also wo Dinge passieren, die unseren Verstand eigentlich sprengen? Ich meine, muss ja nur über KI nachdenken, was da gerade abgeht. Wie schaffe ich es, geistlich klar zu bleiben, in Bezug auf Israel, in Bezug auf diese ganzen politischen Strömungen, in Bezug auf Gemeinde, was wie kann ich klar werden in meinem Kopf?
Und das macht ja nur Sinn, wenn ich ein Haus habe, das zu gemüllt ist mit so vielen Dingen, meinetwegen auch schönen Dingen, Dingen, an denen das Herz hängt und so weiter. Es ist aber Chaos, es ist einfach voll. Es kommt Ruhe in dich rein, wenn du anfängst auszumisten. Wenn du mal anschaust, was ist eigentlich alles in mir drin, was hat sich denn da abgelagert in diesen ganzen letzten Jahren.
Ja, ich meine, mein Gebet, wahrscheinlich mein häufigstes Gebet ist, Herr, schenk Ordnung. In mir, in unseren Finanzen, in unserem Leben, weil ich habe das Gefühl, es ständig dreht sich halt immer wieder was. Genau, und ich glaube schon, dass du recht, also wenn du dann aussortierst und sagst, was ist denn wirklich wichtig?
Und ich glaube, Gott fragt uns, ich meine, permanent, was ist wirklich wichtig? Was ist dir wirklich wichtig? Und stehe ich wirklich an erster Stelle? Kann ich wirklich, kann ich hier wirklich rein sprechen in dein Leben? Darf ich wirklich alles? Habe ich denn wirklich dein alles? Wenn du das singst, dann kann ich da, habe ich Zugriff da drauf.
Also es ist eine Rückabwicklung, es ist ein Back to the basics für uns ganz persönlich, aber wir glauben halt auch wirklich für viele, viele Menschen.
Und Beziehung, Beziehung zu ihm.
Beziehung zu ihm und Beziehung zu anderen Christen, die auf demselben Dampfer sind. Die auch verstehen, wir sind in ein neues Land gegangen, wir sind in einer neuen Era. Die Dinge laufen einfach gerade anders und wir müssen lernen, auf diese neuen Umstände zu reagieren. Ohne Angst, ohne Furcht, mit Autorität, im Frieden, in der Ruhe.
Das ist echt eine Trainingsphase. Trainingsphasen sind einfach mega anstrengend. Okay, kannst du noch einen Tipp am Ende raushauen? Ich meine, du hast jetzt echt schon so viele wertvolle Sachen gesagt. Dieses Gebet, schenk Ordnung oder stelle die Einheit wieder her. Aber in diesen letzten fünf Jahren jetzt ganz persönlich gesprochen, was ist dein größtes Learning?
Puh.
Oder dein größter Tipp oder dein wertvollster Tipp, den du jemandem mitgeben kannst, der vielleicht durch Ähnliches geht.
Ja, ich würde vor allem immer wieder die Hoffnung, also immer wieder gucken, wo liegt denn deine Hoffnung. Weil ich oft auch verzweifelte Zeiten habe und dann auch immer wieder voll den Fokus verloren habe. Und jetzt vor kurzem ist es mir wieder klar geworden, hey, Jesus kann übernatürlich in mein Leben wirken und kann Sachen lösen.
Warum glaube ich das jetzt gerade nicht? Also da wieder immer diese Hoffnung neu ausrichten lassen auf Jesus und dass er das, also dass er unsere Hoffnung ist in dieser Situation und daran festhalten, nicht nachlassen.
Yes. Amen. Ich würde vielleicht auch echt noch dazu ergänzen, dieses Bewusstsein, dass Jesus genug ist.
Ja.
Und das ist sowas, wo ich echt viel gestruggelt habe in den Zeiten, wo wir hierher gezogen sind, weil es waren so viele Dinge, die ich schmerzlich, schmerzlich vermisst habe. Gerade so viele, ich meine, das klingt so banal, aber als wir uns einen Haushalt aufgelöst haben und ich dann so viel verkauft habe, wo ich mir dann im Nachhinein gedacht habe, warum habe ich das verkauft?
Das hätte ich mitnehmen sollen oder zumindest einlagern sollen. Da hingen so viele Erinnerungen dran. Ich kann mich erinnern, dass ich die Verkleidungskiste von unseren Kids weg habe. Ich wollte dann am Ende auch einfach nur alles weg haben, weil es mich so genervt hat. Und da waren halt diese ganzen Verkleidungsklamotten drin.
Ich meine, die haben es nicht mehr verwendet, unsere Kinder. Da habe ich gedacht, das hätte ich vielleicht für unsere enkel Kinder aufheben sollen oder so. Wo ich gemerkt habe, an was mein Herz überall hängt, was ja nicht verkehrt ist. Aber sagen zu können, Jesus. Jesus ist am Ende des Tages genug. Und das ist ein unglaublicher Trost, das sagen zu können.
Also selbst wenn mir alles weggenommen wird, wenn ich alles verliere, egal ob ich krank werde oder Jesus ist genug und auch das ist ein Training, das sagen zu können. Würdest du am Ende einfach noch beten?
Jesus, ich danke dir, dass das einfach die Wahrheit ist, dass du, Jesus, genug bist. Und ich bete, Herr, für jeden, der jetzt einfach hier mit uns im Gespräch war und sich das angehört hat und der vielleicht gerade voll am dreht sich alles und es ist nichts Stetiges. Und dieser Druck und dieser Wunsch zur Ruhe zu kommen in der Beziehung zu dir, Herr, ich bete, dass du jetzt einfach mit deinem Licht reinkommst in das Leben und dein Licht auf Dinge scheinen lässt, die, ja, wo du einfach auch dran ist, da Ordnung zu schaffen.
Und wo du einfach dich zeigst als derjenige, der mehr als genug ist. Ich bete für jeden, der durch schwierige Situationen gerade geht, wo es einfach echt, wo man nicht weiß, wie es weitergeht. Ich bete für neue Hoffnung. Für Hoffnung, die sich auf dich beruht, auf dein Wort beruht, Herr, auf das, was du schon bereits getan hast, über die ganze Menschheitsgeschichte, aber dann natürlich auch ganz persönlich in unserem Leben, wo wir zurückgucken können.
Herr, du warst treu, da warst du auch treu und du wirst auch jetzt treu sein. Ich bete echt für neue Hoffnung. Und Herr, dass wir alle, dass du uns echt an die Hand nimmst und mit uns durch den Garten gehst. Dass wir lernen, Dinge abzuschalten, dass wir lernen, die Tür im Garten zuzumachen und die Welt da draußen die Welt sein lassen und mit dir einfach Gemeinschaft verbringen, Herr.
Weil du bist derjenige, der uns, du sagst in deinem Wort, Herr, du bist die Quelle. Und Herr, wir beten, dass du unsere Quelle bist, wo wir uns echt dann nähern. In Jesu Namen.
unknown Amen.
Amen. Danke, dass du beim Tochter und Sohn Podcast dabei warst. Wir hoffen, dass du gesegnet wurdest, dass du Ermutigung bekommen hast und herausgefordert wurdest. Wenn du dich zurüsten lassen möchtest, dann komm in unser Tochter- und Sohn Training. Das ist eine Online-Jüngerschaftsschule, wo du dich mit anderen gleichgesinnten Christen vernetzen kannst, wo wir tiefer gehen.
Du erhältst wertvolle Video-Impulse, wir treffen uns in den Live-Calls, beten füreinander und wachsen in der Jüngerschaft. Alle Infos findest du auf unserer Webseite tochtersohn.de Und ein kleiner Tipp, wir haben jetzt noch bis zum Ende des Jahres 2026 ein besonderes Einstiegsangebot, was es dir besonders leicht macht, einfach loszulegen.
Wir freuen uns, wenn wir dich dort sehen. Bei Fragen kannst du jederzeit auf uns zukommen. Und ansonsten wünschen wir dir noch einen gesegneten Tag. Geh mit Jesus und lebe mutig.