
TOGGO GG - der Podcast· Folge 38
Zocken für den Jugendschutz – Was macht eine Sichterin bei der USK?
Freitag, 6. März 2026 · 32 min
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
In dieser Folge spreche ich mit Janina, einer Sichterin bei der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle). Die USK entscheidet, ab welchem Alter ein Spiel in Deutschland freigegeben wird. Aber bevor ein Spiel eine Altersfreigabe bekommt, muss es geprüft werden. Janina testet die neuesten Games noch vor ihrem Release und stellt sie einem Expertenteam vor, das am Ende über die Altersfreigabe entscheidet. Janina erzählt uns, wie es ist, ein Spiel geheim zu testen, wie viele Stunden sie in diese Spieletests steckt und worauf sie beim Zocken besonders achten muss.
Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Leute, ich freue mich, dass ihr am Start seid, denn heute haben wir jemanden zu Gast, der einen absoluten Traumjob hat, aber auch eine riesige Verantwortung, denn sie sieht Games oft schon noch lange, bevor die überhaupt im Laden stehen. Da denkt ihr euch, wie cool ist das denn? Aber ja, denn Janina entscheidet mit, ob ein Spiel jetzt zum Beispiel das gelbe Sechser abzeichnen bekommt, die Altersfreigabe oder vielleicht auch die grüne 12.
Sie ist nämlich Sichterin bei der USK. Herzlich willkommen, Janina. Hi, freut mich sehr, dass ich hier sein darf. Ich bin auch heute passend angezogen als Grüne 12 natürlich. War kompletter Zufall, aber trotzdem. Sehr schön farbenfroh. Ja, ist gut, dass du nicht vor Greenscreen sitzt. Ich sitze heute ja vor Greenscreen, da darf ich ja nie Grün anziehen. Aber du hast die Freiheit.
Yes, sehr gut. Genau, du bist sowas wie die, ich weiß gar nicht, wie ich es nennen soll, die Türsteherin der Gaming-Welt, irgendwie so. Finde ich fantastisch, ja. Ich trainiere auch dafür. Sehr gut. Also da muss man wahrscheinlich auch besonders breit sein. Na klar, das ist eines der wichtigen Sachen, die wir abchecken erstmal.
Genau, du bist nämlich bei der USK. Wir hatten nämlich auch schon die Melanie von der USK bei uns zu Gast. Da haben wir ganz allgemein mal über das Thema Altersfreigaben in Games gesprochen, worauf da so geachtet werden muss. Du gehörst aber jetzt eben zu denen, die wirklich sich die Games, bevor sie auch irgendwie bei uns in Deutschland dann in den Laden kommen und so, auch angucken muss. Du musst gucken, okay, ab wie vielen Jahren sollte das sein?
Davon wirst du uns heute ein bisschen erzählen, aber ganz zu Anfang interessiert uns natürlich, was bist du für eine Gaming-Expertin? Was ist so deine Connection zu Gaming? Was zockst du so, Janina? Also leider viel zu viel, muss ich sagen. Leider weiß ich nicht, ob das da passend ist. Ist doch nice, Jan.
Ja, zum Glück kann ich mir auch dementsprechend sehr viel Zeit dafür nehmen, sehr viel zu spielen. Aber genau, tatsächlich sehr wirrwarr alles, mehr oder weniger. Ich liebe Indie-Spiele. Also vor allem so Indie-Spiele, die irgendwas erzählen, die eine Story erzählen und auch spannend sind. Falls ihr Trauriges aushalten könnt, kann ich sehr Last Day of June empfehlen.
Ich habe sehr viel geweint, aber trotzdem ist es sehr empfehlenswert. Und What Remains of Edith Finch. Ist schon ein bisschen älter, aber sehr, sehr toll, weil es auch sehr absurd ist und sehr fantasievoll. Es macht einfach Spaß. Ballatro hat mir auch riesig Spaß gemacht in den letzten Jahren. Ist auch immer sowas, wo ich dann wieder zurückkomme und mal schnell irgendwas spielen kann.
Ich liebe es auch, mit anderen Leuten zusammen zu spielen. Peak war letztes Jahr ganz, ganz groß bei mir. Genau. Und ja, eigentlich wirklich fast alles. Ich werde eh die Hälfte vergessen. Aber falls ihr irgendwie mal so einen Tipp braucht und gerne Rätselspiele wollt, dann ist Outer Wilds total toll.
Und Blueprints, da habe ich dann noch so Notizbücher, ja, alle voll geschrieben. Es war sehr intensiv, aber sehr, sehr toll. Also nochmal so ein paar Tipps für euch, vor allem so ein bisschen aus der Indie-Area, das können wir auch immer ganz gut gebrauchen, weil bei Indie-Games sehr gut, die kosten meistens nicht so viel wie die großen Triple-A-Title.
Da freuen wir uns ja auch immer über so ein paar Tipps. Aber sehr cool. Ich glaube, damit bist du auf jeden Fall qualifiziert, dass du hier als Gaming-Expertin hier mit uns sprechen kannst, hier bei dieses Thema. Du bist jetzt eben Sichterin bei der USK und wir wollen natürlich wissen, wie du da so seine Expertise als Gamerin so einsetzen kannst.
Vielleicht für alle, die sich jetzt denken, Sichterin, was für Sichterin, was soll das sein? Was genau machst du eigentlich? Also ich gucke mir vor allem die Spiele an und stelle sie dann vor. Das heißt, ich bekomme die Spiele von der USK und dann spiele ich die von vorne bis hinten durch, schreibe dann einen Testbericht dazu.
Das ist halt ein Text, wo ich auf die wichtigsten Sachen eingehe. Ich beschreibe das Spiel ein bisschen, aber ich schreibe dann eben auch alle Sachen, die wichtig für den Jugendschutz sind. Also zum Beispiel ist da ganz viel Blut drin oder es ist besonders gruselig oder es ist halt einfach nur total süß und knuffig.
Und mit diesem Testbericht. Stelle ich dann das ganze Spiel live vor einem Gremium vor, präsentiere das dann, rede dann darüber, zeige denen die spannendsten Stellen und dann, genau, bin ich eigentlich schon durch auch. Und natürlich beantworte ich ganz viele Fragen vor dem Gremium. Also weil, je nachdem was es ist, gibt es halt total viele Sachen, die man noch erklären muss.
Wie funktioniert so eine Loopbox, wie gerade ist es hier, ja. Okay, aber das hätte ich jetzt tatsächlich gar nicht gedacht, weil ich dachte, du zockst einfach und schreibst dir deinen Bericht und dann schiebst du das denen so rüber, aber das klingt so, du musst so richtig wie so ein Referat halten oder so, ne?
Zum Glück muss ich nicht eine Präsentation vorbereiten. Das ist schon mal sehr gut. Das gefällt mir schon mal. Aber es ist mehr oder weniger wie so eine Live-Play-Session, wie so ein Live-Let's-Play, dass ich mir dann bestimmte Stellen aus dem Spiel raussuche, die besonders aussagekräftig sind, die besonders groß dieses Spiel zeigen.
Weil je nachdem, was für ein Spiel das ist, sehen ja unterschiedliche Aspekte, je nachdem, ob man am Anfang ist oder am Ende, komplett anders aus. Und das muss ich halt versuchen, möglichst gut in so einer Präsentation dann darzustellen. Also zeige ich dann verschiedene Szenen, spiele da mal das an, spiele da mal das an.
Und genau, dann auch noch live mit Kommentar, was manchmal auch nicht so ganz einfach ist. Ja, das glaube ich. Es gab auch schon so einige Spiele, wo ich dann einfach sehr häufig gestorben bin. Aber das ist natürlich auch Teil des ganzen Prozesses. Man muss ja auch zeigen, wie das aussieht, wenn man wie eine Figur stirbt.
Vielleicht nicht fünfmal hintereinander, aber das ist... Passiert. Aber wenn du jetzt auch so sagst, wenn man zeigt, wie eine Figur stirbt, und das passiert ja manchmal öfter, das kann ja auch ein Zeichen dafür sein, dass das Spiel ein bisschen zu schwer ist vielleicht für Leute, die irgendwie erst sechs sind oder so, oder? Auf jeden Fall, ja.
Darauf wird nicht so viel geachtet, weil natürlich auch manche Sechsjährigen können ja auch total fantastisch spielen und sind dann sogar besser als ich. Aber genau, trotzdem, wie sowas aussieht. Ich hatte auch schon mal ein Spiel, wo alle Arten, je nachdem, wo man dann gestorben ist, sahen anders aus.
Und da muss man dann natürlich auch ein bisschen experimentieren. Du hast jetzt gerade schon auch so gesagt, manchmal musst du auch sowas erklären wie so Lootbox und so. Ich gehe jetzt eigentlich davon aus, dass so alle bei der USK schon eigentlich so drin sind in diesem Gaming-Thema, aber ist das schon manchmal auch so, dass da auch Leute sitzen, wo du sagst, okay, da muss ich viel, viel mehr erklären als vielleicht anderen Gamern?
Also dann liegt es tatsächlich eher an dem Spiel, weil man muss auch wirklich sagen, es gibt unterschiedliche Arten von Lootboxen und je nachdem, wie die dann eingebunden sind, sind die teilweise so ganz offensichtlich, okay, gut, jetzt, wenn du das bekommst, dann kannst du eine Lootbox öffnen, juhu, dann bekommst du eine Mütze zum Beispiel.
Oder es ist dann so ganz tief in den Spielmechaniken eingewoben und dann hast du einmal die Lootbox und die Lootbox und wenn du dann mit fünf Währungen zum Beispiel ankommst, dann ist es egal, wie gut ausgebildet die Person ist, man muss dir das dann alles erklären, weil es unfassbar schwierig ist, da durchzublicken.
Ich habe ja gerade schon gesagt, ganz am Anfang, Du hast voll den Traumjob, weil du eben viele Games schon Wochen vor dem Release halt sehen kannst. Manchmal bei TogoGG haben wir das auch, aber das ist ja was, was sich viele Gamer wahrscheinlich wünschen würden. Du darfst aber natürlich wahrscheinlich nicht allen Leuten erzählen in deinem Umkreis, ey, ich zocke gerade übrigens das und das. Also da musst du schon Geheimheiten, ne?
Das ist auch das Gemeine an dem Job, würde ich sagen, dass ich einfach die tollen Spiele, die ich schon gesehen habe, von denen andere Leute sich so denken, könnte das vielleicht was sein, wird das was? Da weiß ich dann potenziell schon, wie sie sind, ob sie mir gefallen und teilweise weiß ich halt schon, dass der Person total gut gefallen wird, aber ich darf es ja gar nicht sagen.
Und ja, das ist ein bisschen unfair, aber natürlich auch schön. Plus, es gibt auch noch andere SichterInnen. Das heißt, ich kann mich dann wenigstens mit denen auseinandersetzen und mit denen darüber reden, wie toll dieses Spiel ist. Genau. Also ich bin nicht ganz alleine. Ja, ich kann das halt total gut verstehen, weil wie gesagt, wir haben das hier bei Togo DJ auch manchmal, dass wir so Previews hatten.
Und ich hatte das in diesem Jahr tatsächlich, dass ich in, ich durfte Anfang Januar Pocopia, durfte ich schon testen, wo der Release, der ist ja am 5. März so, und dann durfte ich das schon testen. und um mich rum sind super viele Pokémon-Fans, die meinten, boah, ich glaube, Pukopia, das wird richtig cool.
Und die wussten auch nicht mal, dass ich das angezockt habe, weil selbst das durfte ich ja dann auch nicht erzählen. Und dann haben die so gesagt, ja, ich frage mich auch, ob das in dem Game, ob das so und so sein wird. Und ich war so innerlich, ja, ich weiß das schon, aber ich darf es dir ja jetzt gerade nicht sagen.
Das ist halt teilweise echt, das ist echt fies, aber es ist gut, dass ihr so euer Team halt irgendwie habt, indem ihr euch dann austauschen könnt. Ja, aber fülle ich sehr mit. Ist es dann aber so, weil du jetzt meintest, du zockst halt so ein Game an, dann stellst du es dem Gremium vor, ist dann jeder aus eurem Team für ein anderes Game zuständig oder zockt ihr auch alle das gleiche Game und jeder stellt so seine Sichtweise vor?
Oh, das Zweite wäre sehr, sehr spannend. Aber tatsächlich ist das Erste richtig. Also wir haben alle unsere eigenen Spiele. Das heißt, am Anfang der Woche wird mir dann gesagt, hey, hier diese Menge an Spielen haben wir für diese Woche. Hast du da auf eins besonders Bock? Oder falls eben nicht so viele ganz, ganz tolle Spiele dabei sind, dann wird einem einfach eins zugeordnet.
Also man muss auch schon Sachen spielen, die man vielleicht jetzt nicht unbedingt mag. Also nicht jedes Spiel ist ein Pokémon-Pokopia für dich. Aber genau, wir haben unser eigenes Spiel. Das spielen wir dann durch von vorne bis hinten und haben dann eben unsere eigene Sichtweise darauf beziehungsweise haben das dann eben erlebt.
Das heißt, es passiert aber schon manchmal, dass du so ein Game bekommst, wo du so denkst, boah, ich hätte lieber das gehabt, was der und der bekommen hat. Auf jeden Fall. Aber das Coole ist, wir haben so Büroräume, in dem bin ich auch gerade, zumindest in einem davon. Und da spielen wir dann nebeneinander die Spiele. Das heißt, wenn man vielleicht nicht ganz so zufrieden mit seinem Spiel ist, kann man dann ab und an so rüber gucken, was die anderen Leute machen.
Das ist auch sehr, sehr schön. Oder man hört dann von der Seite irgendeine Stöhne, weil ein anderes Spiel total schrecklich ist. Genau. Natürlich nur für die Person. Gibt es denn da aber dann auch so bestimmte Genres und so, wo du halt sagst, boah, wenn ich das bekomme, oh ne, nicht schon wieder so eins?
Ich freue mich tatsächlich meistens auf so ein bisschen absurdere, abstrusere Genre, also da finde ich irgendwie so ein bisschen meinen Spaß drin, aber genau, das ist, Hängt eher so vom Spiel ab, finde ich, als vom Genre selbst. Manche Spiele sind natürlich einfach schwieriger zu sichten. Also ich schätze sie halt nicht selbst ein, sondern ich gucke sie mir dann nur an. Aber manche Spiele sind zum Beispiel extrem lang.
Da hilft es dann, wenn die Leute, die die Spiele einschicken, dann zum Beispiel so Debug-Menüs einem zu schicken. Das heißt, mit Debug-Menüs kann man dann zum Beispiel unsterblich werden oder irgendwelche, ja, möglichst schnell durch die Gegend laufen. Das ist auch super, super witzig. Teilweise haben Spiele auch so Cheats eingebaut, wo dann die Figur mit den Armen so flattert, um durch die Gegend zu flattern.
Damit man halt schneller von A nach B kommt. Also so eine Art Teleportation, nur halt mit dem Debug. Genau, und so was hilft auf jeden Fall für, egal wie lang das Spiel ist und egal wie schwierig das ist, wenn man so ein Debug-Menü hat. Andere Spiele sind zum Beispiel auch schwierig, weil sie ganz viele verschiedene Story-Abzweigungen haben.
Wie zum Beispiel so Visual Novels. Die sind halt schnell dann so, dass man, je nachdem, wen man zum Beispiel datet, kann die Geschichte komplett anders aussehen. Und wenn du jetzt zum Beispiel so ein langes Storygame hast, von dem du erzählst, wie viel musst du denn davon dann spielen? Weil es gibt ja bei einigen Storygames, da hast du ja selbst bei 80 Stunden Spielzeit nicht alles gesehen.
Also es geht bei dir ja um so eine Einschätzung, aber wie viel Zeit musst du da wirklich reinstecken? Also natürlich muss ich es trotzdem von vorne bis hinten spielen, aber die Debug-Sachen helfen extrem. Also ansonsten wäre ja sowas wie... Persona meinetwegen gar nicht möglich zu spielen. Und man muss eben mit diesen Tools dann durch das Spiel durch.
Genau. Manche Spiele sind auch sehr repetitiv. Da geht es dann auch um die Erfahrung als Sichterin und auch die Erfahrung als Spielerin selbst, was man so erwarten kann noch von dem Spiel. Aber selbstverständlich muss man eigentlich in alle Ecken rein, um eben auch die kleinsten Sachen zu sehen. Und wenn wir jetzt bei diesem Beispiel von einem Story-Game bleiben, was vielleicht ein bisschen umfangreicher ist, wie viel Zeit bekommst du da?
Wie viel Zeit geht da dann für dich drauf, wenn du das Game bekommen hast, bis du das dem Gremium vorstellen musst? Also wir haben eine Woche Zeit. Eine Woche? Ja, okay, krass. Oh, wow, wow, ja. Das Gute ist, es gibt nicht jede Woche so ein monströs großes Spiel. Also manchmal hat man dann zum Beispiel auch ein bisschen Vorlauf, aber generell ist es halt deswegen auch super, super wichtig, dass die Leute, die die Spiele einschicken, dann eben sowas wie Debugs haben.
Manchmal auch Videos, das ist auch total cool. Dann schneiden sie dann besonders wichtige Szenen mit rein. Ist teilweise auch witzig anzusehen, muss ich sagen, weil die dann natürlich komplett aus dem Kontext gezogen sind und dann, ja. Ja, aber das ist das. Du sagst jetzt, also die, die das Game einschicken, das sind dann also quasi die Studios und Entwickler, die direkt die Games zu euch schicken? Oder wie ist da der Ablauf?
Genau, manchmal sind es auch Publisher, je nachdem, wie da der Ablauf ist. Aber generell sind es Leute, die mit diesem Spiel eben arbeiten. Und dann sind da halt wahrscheinlich auch die ganz Großen dabei, aber eben auch so mal so ein paar kleine Indie-Games, wo dann dein Herz aufgeht wahrscheinlich. Ja, selbstverständlich. Also auch die Großen. Vor allem bei den Großen ist halt superschön, dass man dann in einer etwas kürzeren Zeit irgendwie trotzdem die Story und die Welt mitbekommt.
Teilweise wirkt das Spiel dann auch sogar besser als später beim Release, weil man's halt so kurz nur hatte und zum Beispiel so ganz lange Grinding-Passagen dann einfach gar nicht machen muss. Das Nervige muss man dann nicht machen, ja. Ja, bei manchen Spielen ja. Ja, es gibt ja auch Leute, die überhaupt gar kein Problem damit haben, halt so diese klassischen Grinding-Aufgaben und so zu machen.
Aber für mich ist es halt immer, also man hat ja auch nicht so endlos viel Zeit. Deswegen finde ich so Grinding immer ganz anstrengend. Also es ist dann nice, wenn das irgendwie wegfällt. Ja. Wir wollen jetzt gleich nochmal ein bisschen darüber reden, wie man überhaupt sich darin wird und wie du das überhaupt so in deinen Alltag einbaust.
Weil da gibt es ja auch so eine kleine Besonderheit. Vorher gibt's für euch ein neues Wort für euer Gaming-Vokabel-Heft. Gaming-Vokabeln Was sind eigentlich Emotes? Emotes sind Gesten, Bewegungen oder Tänze, die eure Figur in dem Game macht. In Spielen wie Fortnite benutzt man Emotes zum Beispiel, um den Sieg zu feiern, um Hallo zu sagen oder auch um eure Gegner ein bisschen zu ärgern.
Emotes benutzt man also, um mit seinen Mitspielern zu kommunizieren, ohne Worte zu benutzen. Also Stichwort Emotes, da denkt man ja auf jeden Fall an Fortnite so als erstes. Ist Fortnite so ein Ding für dich? Also zockst du das? Ja, früher tatsächlich ein bisschen mehr, aber zum Beispiel die Simpsons Season fand ich auch sehr, sehr unterhaltsam.
Ja, ich finde eben, bei Fortnite ist halt das Coole, dass man irgendwie diese Seasons hat. Ich finde, die holen dann irgendwie alle so ein bisschen ab, je nachdem, wovon man irgendwie so Fan ist. Bei mir kriegen die halt immer mit diesen Anime-Skins und so, bin ich immer sehr happy. Aber ja, Fortnite ist, ich weiß gar nicht, ist das was überhaupt, was ihr dann auch noch so beurteilen müsst? Weil ich meine, das Game ist ja draußen, sind so einzelne Passagen von so einem Game, die sich verändern.
Ist das auch was, was ihr euch anguckt? Ja, tatsächlich. Je nachdem, was für ein Spiel das ist, verändert sich ja auch der Inhalt extrem über die Jahre. Vor allem bei solchen Spielen wie Fortnite. Und da ist es dann super, super wichtig, dass die OSK und die Leute, die die Spiele machen, miteinander kommunizieren und die miteinander abklären.
Hey, ja gut, jetzt haben wir hier eine kleine Änderung gemacht. Würde das irgendwas am Rating ändern? Und dann kommt eben die Antwort, oder wir haben eine riesige Änderung gemacht, jetzt kann man hier plötzlich Schlösser bauen. Dann ist es auch nicht wichtig für den Jugendschutz, aber trotzdem wichtig, nochmal abzuklären. Oder eben, hey, hier kann man jetzt plötzlich ...
Ja, Figuren umbringen, dann ist es schon wichtig für ein ganz, ganz kleines Spiel. Wir haben jetzt eben vor allem so über Storygames und so geredet, wie das ist, wenn du die irgendwie sichtest. Jetzt bei Fortnite zum Beispiel denke ich mir, wenn das jemand bekommt, das muss ja, also muss das dann jemand sein, der auch gut ist in so einem Game?
Weil wenn ich mir vorstelle, dass jemand, der so noch nie so eine Art von Shooter gespielt hat, dann irgendwie als Sichterin daran soll, ist ein bisschen tricky, oder? Das wäre sehr, sehr schwierig. Natürlich, das erste Match ist ganz gut. Ist ja meistens gegen Bots. Aber danach wird es unmöglich wahrscheinlich.
Genau, also es ist wichtig, wenn man sich als Sichter hier bewirbt, dass man tatsächlich auch selbst spielt. Man muss nicht unfassbar gut sein, aber man muss schon gewisse Sachen können, weil sonst wird es ja zum Beispiel auch schwierig, innerhalb von einer Woche ein Spiel durchzuspielen. Voll. Und genau, man muss auch wissen, wie bestimmte Genre funktionieren, man muss auch wissen, was so üblich ist in Spielen und was dann vielleicht stattdessen rausfällt und besonders interessant ist für dieses Spiel, was man dann gerade sichtet.
Sowas ist halt sehr wichtig und es macht ja auch gar keinen Spaß, wenn man nicht selbst gerne spielt. Ja, das ist ja so, als ob man, wenn man, keine Ahnung, eigentlich überhaupt gar kein Mathe mag, auf einmal irgendwie Matheaufgaben lösen soll. Das ist ein blödes Beispiel, aber klar. Also ich gehe davon aus, dass sich in der Regel dann ja auch Leute für diesen Job interessieren, die halt auch Bock haben auf Zocken.
Da kommen wir dann auch schon zur nächsten Frage, weil du hast jetzt auch schon gesagt, was man halt irgendwie so können muss. Wie bist du denn überhaupt dazu gekommen, dass du gesagt hast, ey, das will ich jetzt machen und wie hat das dann am Ende funktioniert? Weil das ist ja wahrscheinlich auch eine sehr begehrte Tätigkeit so.
Ja, also ich bin tatsächlich durch einen Zufall darauf gestoßen. Also ich habe damals noch auf Twitter gescrollt einfach und bin auf einen Post gestoßen von einer Person, der ich gar nicht gefolgt habe, die dann diese Anzeige, eben diese Ausschreibung geteilt hat mit der Überschrift. Hey, hier haben Sie sich noch nicht genug Frauen beworben.
Macht es doch mal, falls ihr Bock darauf habt. Und dann dachte ich zu dem Zeitpunkt, ja gut, also ich bin jetzt fertig mit meinem Bachelor. Ich habe ja sowieso Zeit zu überbrücken, um mit meinem Master anzufangen. Es wäre doch eigentlich voll cool, jetzt ein Ehrenamt anzufangen. Und das klingt wie ein echt unterhaltsames Ehrenamt.
Und dann habe ich mich halt beworben auf gut Glück. Ich hatte nicht so viele Hoffnungen, muss ich sagen. Aber dann wurde ich lieberweise trotzdem eingeladen und hatte dann ein Gespräch bei unserer, bei der Ausschreibung musste man dann hinschreiben, welche seine zehn Lieblingsspiele sind. Und dementsprechend hatten wir auch schon was während dieses Vorstellungsgespräch zum Breden, was ganz süß war.
Natürlich ist auch wichtig gewesen, beim Vorstellungsgespräch abzuklären, wie viel spiele ich überhaupt, wie viel Genre-Wissen habe ich, wie sind meine Englischkenntnisse. Weil ganz, ganz viele Spiele, die hier reinkommen, sind vielleicht auch noch gar nicht auf Deutsch rausgekommen oder die haben noch keine deutsche Version und deswegen ist es dann wichtig, auch Englisch gut zu können, damit man auch live das Ganze übersetzen kann, während man es von einem Gremium vorstellt.
Ja, das habe ich halt nämlich auch gedacht, es kommen ja schon ganz schön viele so Qualifikationen zusammen, die man da mitbringen muss, ne? Ja, ja. Und natürlich breit sein, das haben wir am Anfang geklärt. Das ist auch super wichtig. Also all das ist super, super wichtig. Genau, und wichtig ist auch, dass man nicht aktiv selbst in der Gaming-Branche ist, weil eben man als Sichterin weit weg von den Spielen sein soll, aber eben trotzdem gerne spielen soll.
Dass man so ein bisschen unabhängig ist, damit nicht ein Game irgendwie einen Vorteil hat. Also wenn du jetzt irgendwie Entwicklerin wärst bei Nintendo oder so, dann würde es nicht gehen. Ja, dann dürfte ich auf jeden Fall keine Nintendo-Spieler haben. Witzig war auch, dass ich am Ende von diesem ganzen Vorstellungsgespräch auch noch das Okay vom Beirat haben musste, damit ich eben dann auch wirklich dabei sein kann.
Und die achten eben gerade auf sowas, ob man dann in der Spielebranche schon tätig ist. Und hast du dann weil du hast das gerade auch gesagt, wenn das Team von den ganzen Sichterinnen und Sichtern wenn ihr da zockt, dann seid ihr in den Büroräumen und so das heißt, du musst es jetzt nicht zwingend sagen, okay, ich hab das krasseste Gaming-Setup auf dem ich zocken kann, sondern das wird dann eh dann bei der USK halt gemacht so der LAN-T-HC quasi, ja, so fühlt sich das wirklich, manchmal an ja, zum Glück muss man nicht selbst so viel Technik haben also eigentlich ist es nur wichtig, dass man irgendwas hat worauf man dann die Testberichte schreiben kann, also, Und da reicht auch Open Office oder so eine kostenlose Version von Google Docs.
Also das ist zum Glück nicht nötig. Also ich habe nicht mal eine PlayStation 5 leider und ich komme trotzdem gut durch, weil hier in den Büroräumen gibt es halt viele. Und du hast jetzt auch gesagt, das war für dich dann jetzt so nach dem Bachelor, du musstest eh Zeit überbrücken. Das heißt, wie lange machst du das jetzt alles schon?
Ich mache das, das muss ich actually mal nachsehen, weil ich bin ganz, ganz schlecht mit Daten. Mal gucken. Ich glaube, seit Anfang 2023 mache ich das. Nee, Ende 2022 habe ich mich beworben. Und dann März 2023 habe ich richtig angefangen mit den ersten Titeln. Ja, also jetzt schon hier dreijähriges Jubiläum dann eigentlich.
Ja, das stimmt. Also dann hast du ja wahrscheinlich, weißt du irgendwie aus dem Kopf? Wahrscheinlich nicht, aber wenn du schätzen müsstest. Oder vielleicht weißt du jetzt genau die Zahl. Wie viele Games du schon anzocken durftest und sichten durftest? Oh, das ist sehr, sehr schwierig. Aber ich weiß, dass ich ein Jahr fast 100 Spiele, also in einem Jahr.
Das war letztes Jahr, nee, vorletztes Jahr, hatte ich fast 100 Spiele. Da war ich auch die, die am meisten gesichtet hatte. Aber genau, das war schon das Hustle-Jahr für mich. Ich finde das sehr spannend zu hören, weil bei uns war Togo GG ja auch ein bisschen so, wir zocken dann ja auch viel so für die Arbeit, nenne ich es jetzt mal.
Also auch wenn es super cool ist und wir zocken auch dann irgendwie zusammen im Team. Aber das heißt, da hat man irgendwie voll viele Sachen, die man spielt. Man hat aber ja auch Privatsachen, die man halt gerne spielt. Und manchmal merke ich das dann auch, wenn wir so eine Zeit haben, wo wir bei Togo super viele verschiedene Sachen zocken, dass ich manchmal denke, boah, krass, aber ich habe doch auch noch Sachen zu Hause liegen, die ich zocken kann. Und dann finde ich gar keine Zeit dafür.
Wie groß ist dein Pile of Shame zu Hause? Also Games, die du hast, aber noch nicht gezockt hast. Viel zu groß, würde ich sagen. Dafür habe ich auch ganz viel, worauf mich freuen kann. So kann man es auch sehen. Ja, das Gemeine ist, geht dir wahrscheinlich auch ähnlich, dass du dann durch die Tätigkeit auch noch zusätzlich irgendwie so ein paar Keys manchmal bekommst.
Und deswegen hast du halt auch gut viel Möglichkeiten für Spiele, die du jetzt gerade mal so spielen kannst. Trotzdem kaufe ich mir immer noch neue, weil irgendwie so viele spannende neue dazukommen. Ähm, genau aber, er ist sehr, sehr groß aber das ist natürlich auch ein riesiges Privileg also, wenn ich so daran denke.
Ähm, wie es früher bei mir war da hab ich mich über jedes kleine Spiel gefreut und das von vorne bis hinten durchgespielt äh, weil, ja, man halt nicht so viele Möglichkeiten hatte, aber das ist halt schon sehr, sehr schön Ja, ich denk das ja auch, das sag ich ja auch immer es ist schon irgendwie eigentlich cool, Erwachsenengeld zu haben, um das für solche Sachen auszugeben dann denk ich aber, es war auch die Zeit früher cool, wo man halt bis zum Geburtstag so gewartet hat quasi und dann hat man vorher das Game vielleicht auch sogar zweimal durchgespielt, so Pokémon-Games hab ich meistens zweimal durchgespielt früher noch, das mach ich jetzt nicht mehr, auch weil die Zeit irgendwie nicht da ist, aber,
trotzdem halt ja irgendwie, also es ist ja mehr was, worüber man sich freut, dass man so viele verschiedene Games irgendwie zocken kann und in seiner Library hat. Hast du das dann aber auch oft, wenn du halt irgendwie so Sachen sichtest, dass du Games siehst, die hattest du eigentlich gar nicht auf dem Schirm und dann dachtest du, boah, das muss ich auch für mich selbst haben, habe ich Bock drauf. Wahrscheinlich schon, oder?
Oh ja, viel zu häufig. Auch wenn ich bei anderen Leuten sehe, was sie dann gerade sichten. Und dann denke ich mir so, boah, genau auf sowas hätte ich gerade Lust. Und dann muss ich leider trotzdem auch noch ein bisschen warten, natürlich, bis es draußen ist. Aber das ist schon schön. Man bekommt auch viel mehr mit, finde ich so, was für Spiele dann gerade erscheinen.
Weil es auch super schwierig ist, überhaupt einen guten Überblick darüber zu haben, finde ich. Also ich höre auch gerne Podcasts zu spielen, um halt so ein bisschen zu verstehen, was kommt denn gerade überhaupt raus? Was wäre denn vielleicht interessant für mich? So ein Kuratieren ist schon ganz wichtig, finde ich.
Wir haben jetzt vor allem ganz viel über dieses Thema Zeit gesprochen, wie viel Zeit man übrigens in Games überhaupt noch reinstecken kann, um die halt irgendwie zu spielen. Was ich sehr interessant finde, das hast du nämlich schon erwähnt, es ist halt ein Ehrenamt. Das heißt, du bekommst jetzt kein Geld dafür, plus du machst es halt neben allem anderen, was du halt irgendwie so machst.
Also wie gut schaffst du das denn? Also weil es ja on top ist, das ist ja nicht dein Hauptjob sozusagen. Genau, also hauptsächlich bin ich am Studieren. Wir bekommen zum Glück trotzdem eine kleine Vergütung, weil es ein Ehrenamt ist. Aber ansonsten ist halt super wichtig, dass das Ehrenamt auch flexibel ist, dass ich mir das gut einteilen kann. Es gibt eigentlich nur einen Tag in der Woche, wo auf jeden Fall, der ist dann für die Präsentation einfach und da muss ich dann Zeit haben, wenn ich ein Spiel habe.
Und ansonsten kann ich mir das frei wählen, ob ich jetzt unter der Woche spielen möchte und sichten möchte oder ob ich am Wochenende reinkomme. Teilweise kann man natürlich auch ein bisschen später noch sichten, wenn man gerade total drin ist in dem Spiel. Aber ja, das ist sehr, sehr wichtig, finde ich, dass ich da ein bisschen die Freiheiten habe. Das ist auf jeden Fall cool, dass du dir das so einteilen kannst.
Du hast ja jetzt auch so gesagt, ja, du studierst halt noch, aber ich finde, man darf trotzdem nicht vergessen, also so ein Studium ist halt einfach so ein Vollzeitjob. Also das ist ja irgendwie, das musst du ja trotzdem irgendwie noch so ein bisschen da dann halt so reinfriemeln, wann du das halt irgendwie machst.
Deswegen voll cool, dass du einfach so flexibel entscheiden kannst, wann du irgendwie die Sachen zockst quasi. Ich muss auch nicht jede Woche einen Titel nehmen. Wenn ich zum Beispiel eine Woche mal total viele Hausarbeiten zu schreiben habe oder wenn jemand Klausuren zu machen hat, dann ist es völlig in Ordnung, auch keinen zu nehmen.
Also dafür sind wir auch mehrere SichterInnen. Das heißt, wir können uns dann da immer so ein bisschen abwechseln. Und das ist auch ganz schön. Jetzt auch nochmal so zu diesem Ablauf mit dem Sichten und dann, wenn ihr auch mit dem Gremium, also mit diesem Team dann irgendwie sprecht und die Games vorstellt.
Gebt ihr schon eine Einschätzung, was diese Altersfreigabe angeht oder gebt ihr das komplett ab? So wie ist da der Ablauf? Also wir geben es tatsächlich komplett ab. Das ist nicht unsere Aufgabe, als SichterInnen dann zu entscheiden, ab welchem Alter das Ganze ist. Das ist auch sehr, sehr wichtig. Also es funktioniert halt so, wir gucken uns die Spiele an, wir sind die ExpertInnen dann für die Spiele und stellen die dann vor mit allen Infos, die wir haben, versuchen das halt allumfassend darzustellen.
Und dann entscheidet das Gremium. Also die sind dann halt Leute, die sich tatsächlich, also PädagogInnen meistens, die sich dann mit der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen und da halt selbst aktiv sind. Also manche forschen, manche arbeiten dann, also sehr, sehr viele arbeiten direkt mit Kindern und Jugendlichen zusammen.
Und denen erklären wir dann, was dieses Spiel ist, weil es auch gar nicht funktionieren würde, dass die dann alle auch noch die Zeit, die wir aufwenden, da reinstecken. Und es sind dann insgesamt fünf Leute, die dann da sitzen und die diskutieren dann über das Spiel. Das heißt, nachdem ich das vorgestellt habe, entsteht dann manchmal eine hitzige, manchmal auch nicht so hitzige, Diskussionen darüber, was es denn vielleicht sein könnte, was daran, vielleicht schwierig ist für kleinere Kinder oder ob es vielleicht auch einfach für alle geht, weil das super toll ist, so spielt und da keine jugendschuttrelevanten Aspekte drin sind.
Ich stelle mir das auch super cool vor, in diesem Gremium zu sitzen, dass man halt eigentlich quasi so Live-Let's-Play sich dann halt angucken kann. So ein Mini-E-Sports-Event bei der USK, das ist schon irgendwie cool. Hast du das dann aber auch, wenn du irgendwie ja diese, also auch wenn du keine Einschätzung abgibst, du hast wahrscheinlich irgendwas, meistens hast du wahrscheinlich im Kopf, okay, ich glaube, das ist safe für Kinder, das irgendwie nicht.
Gab es dann danach auch mal für dich so eine Einstufung, wo du sagst, okay, krass, das hätte ich gar nicht gedacht, dass die in diese Richtung gehen oder ist das so meistens eigentlich ziemlich klar, was am Ende passiert? Also ich würde sagen, vor allem am Anfang war ich dann halt einfach manchmal überrascht, worauf sie dann achten, was dann überhaupt so wichtig ist.
Für sie halt explizit im Gremium. Aber so mit der Zeit kann man die auch schon ganz schön gut einschätzen, würde ich sagen. Also da weiß man dann schon, okay, gut, das war doch mit Sicherheit das und das. Aber mal gucken. Trotzdem muss man sich eigentlich auch jedes Mal überraschen lassen, weil manche Aspekte würde man vielleicht selbst auch gar nicht so heftig einschätzen, die man natürlich dann trotzdem vorstellt.
Weil, ja, kann ja immer mal sein, dass es dann doch zu einem größeren Thema wird. Und wenn es es dann halt wird, dann ist man überrascht. Genau. Aber dadurch, dass ich halt zum Beispiel nicht viel mit Kindern und Jugendlichen aktuell zusammenarbeite, sondern eher an Texten sitze, weil ich Literatur studiere. Ja.
Genau, deswegen ist es ganz gut, dass es dann auch Leute gibt, die sich tatsächlich damit auskennen. Und, genau, so ein bisschen alle zusammenarbeiten, um dann zu einem großen Endprodukt zu kommen. Was mir jetzt gerade auch noch eingefallen ist, wo ich überlege, okay, du machst das jetzt schon so seit drei Jahren, du bist ja wahrscheinlich auch jetzt schon in deiner Routine auch so drin, auch wenn immer wieder neue Games dazukommen, zockst du Privatspiele dann anders mittlerweile?
Also bist du dann halt irgendwie, dass du dann auch so bei Storygames achtest, du dann auf andere Sachen? Manchmal habe ich leider diesen Drang jetzt auszuprobieren, was ist, wenn ich jetzt an dieser Stelle sterbe mit meiner Figur was würde dann passieren oder was ist, wenn ich jetzt böse bin in diesem Storygame, obwohl ich eigentlich viel, viel lieber, total lieber Antworten gebe im Storygame.
Genau, also sowas, so ein bisschen dieses Ausprobieren habe ich nochmal mehr fürs eigene Spielen entdeckt für mich was aber ja cool ist, dann rusht man nicht immer so durch, dann erlebt man ein Game ja auch nochmal anders, Ja, hundertprozentig. Wir haben jetzt ganz viel erfahren über deine Arbeit so als Sichterin bei der USK.
Was mich ja jetzt noch so zum Abschluss interessieren würde, es gibt ja ganz viele Releases, die so in den nächsten Jahren anstehen. Gibt es so einen Titel, wo du sagst, boah, da hoffe ich irgendwie drauf, dass ich das als Preview zocken kann? Und warum ist es vielleicht GTA 6? Nee, aber hast du irgendwas, wo du sagst, das würde ich gerne irgendwie als Sichterin anzocken?
Wir haben eine ganze Tafel, wo wir uns aufschreiben, welche Titel wir gerne hätten, damit dann die OSK selbst einen Blick drauf hat. Aha, okay, jetzt ist der Titel drin. Gucken wir mal ganz kurz. Ah, gut, Janina möchte ihn gerne haben. Dann fragen wir sie mal, ob sie gerade Zeit hat und Lust darauf hat.
Und ansonsten tatsächlich ist es immer so ein Abwägen, weil einerseits natürlich besonders coole Spiele möchte man möglichst schnell spielen und möglichst schnell erleben. Aber dann auch wiederum, vielleicht will man sie auch ein bisschen langsamer, ein bisschen mit dem eigenen Tempo spielen. Das ist dann schwierig tatsächlich einzuschätzen, ob ich dann wirklich so ganz, ganz riesige Sachen, auf die ich mich super dolle freue, ob ich die nicht vielleicht lieber doch zu Hause ein bisschen entspannter spielen möchte.
Okay, das heißt gerade nicht so auf der Liste, wo ich sage, okay, den Titel will unbedingt ich als Preview wir haben. Ähm, tatsächlich, nee, würde ich nicht sagen. Also, ich hoffe noch immer auf Haunted Chocolatier. Chocolatier, wahrscheinlich so. Ja, also der Nachfolger von Stardew Valley. Aber der kommt ja eh in, keine Ahnung, fünf Jahren vielleicht irgendwann.
Also, das dauert noch ein bisschen, leider. Ja, also, wer weiß. Ich bin sehr gespannt, ob das das Game wird, in das du dann vielleicht reingucken darfst, wenn es dann released wird, oder für euch dann ja schon vor Release zur Verfügung ist. Ich habe mich auf jeden Fall voll gefreut, dass wir so hier einen kleinen Einblick bekommen haben von dir. Also super, super spannend.
Danke, dass du auch so viel mit uns geteilt hast. Dankeschön. Hat mir sehr viel Spaß gemacht. Wir hoffen, euch hat die Folge gefallen. Und damit ihr keine unserer Folgen verpasst, denkt dran, Leute, hier den Kanal zu abonnieren und die Glocke zu aktivieren. Gebt uns auch gerne einen Daumen nach oben.
Da kommt ihr zu weiteren TogoGG-Videos. Und hier ist noch ein Video, bei dem YouTube sagt, das findet ihr bestimmt richtig cool. GG, Leute. Bis bald.