
Total tierlieb!-Podcast· Staffel 1· Folge 9
Igel Iggy: Stachel-Kugel auf Nachtwanderung
Freitag, 9. Oktober 2026 · 19 min
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Shownotes
🦔 Igel Iggy: Stachel-Kugel auf Nachtwanderung
Wenn es draußen kalt wird, zieht sich Igel Iggy in sein geschütztes Winternest zurück. Moderatorin Hannah erfährt, warum Igel Winterschlaf halten, wie sie sich darauf vorbereiten und weshalb man ihre Verstecke in der kalten Jahreszeit unbedingt in Ruhe lassen sollte. 🎤
💡 In dieser Folge erfährst du:
• Warum Igel vor allem nachts unterwegs sind
• Was Igel fressen und wie sie sich auf den Winter vorbereiten
• Was beim Winterschlaf im Körper eines Igels passiert
• Wie Igelbabys aufwachsen und wann sie selbstständig werden
• Wie Kinder Igeln im Garten helfen können
• Was du tun solltest, wenn du einen kranken oder verletzten Igel findest
🎧 Eine stachelige Folge voller Igelwissen – für Kinder, Familien und alle kleinen und großen Tierfans.
👀 Schau dir Igel Iggy an: sw.blue-ocean.de/media/09/df/15/1790860129/Ige…
📅 Jeden Freitag gibt es eine neue Folge des Total tierlieb!-Podcasts.
✨ Hinweis: Dieser Podcast wird von Menschen für Menschen gemacht. Die Stimmen unserer tierischen Gäste sind KI-generiert.
📚 Quellen und weitere Informationen:
• Total tierlieb!, Ausgabe 1406, Seiten 4–5
• Total tierlieb!, Ausgabe 1906, Seiten 4–5: Tierbabys und Wissen
• erdenfreund.com/ratgeber/igel-winterschlaf
• pro-igel.de/wildtier-igel-biologie-schutz/fort…
• deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/igel
🆘 Einen kranken oder verletzten Igel gefunden?
Hol eine erwachsene Person dazu. Sie kann sich an eine Igelhilfe oder Tierarztpraxis wenden. Weitere Hinweise gibt es in unserer Folge mit Tierpfleger Jacek.
🐳 Ein Podcast von Blue Ocean Entertainment – passend zum Total tierlieb!-Magazin: blue-ocean.de/total-tierlieb
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
speaker-0: Hallo und herzlich willkommen zu Total Tierlieb, dem Podcast für kleine und große Tierfans. Bei unserem Tiertalk interviere ich unsere tierischen Freunde für euch. Ich bin Hanna und heute wird es stachelig, aber auch ziemlich niedlich. Begrüßt mit mir Iggy den Igel. Hallo Iggy, schön, dass du da bist.
speaker-1: Hallo Hanna, hallo an alle Kinder. Ich freue mich sehr hier zu sein, aber bitte nicht zu laut klatschen oder so. Sonst erschrecke ich noch und rolle mich aus Versehen zusammen.
speaker-0: Na, das wäre natürlich ein ziemlich kurzer Podcast-Auftritt. Hallo, ich bin Iggy und tschüss.
speaker-1: Genau! Das wäre blöd!
speaker-0: Iggy, bevor wir über dein spannendes Leben sprechen, wie fühlt es sich denn eigentlich an, ein Igel zu sein?
speaker-1: Es fühlt sich meistens sehr gemütlich an.
speaker-0: Das hört sich toll an.
speaker-1: So? Na, weil ich einen ganz weichen Bauch habe. Wenn ich mich einiegele, kann ich also schön mit mir selber kuscheln.
speaker-0: Das finde ich mir sehr kuschlig und warm vor.
speaker-1: Ja, das ist es auch.
speaker-0: Aber ein bisschen verwirrt war ich trotzdem kurz, als du gemütlich gesagt hast.
speaker-1: Echt?
speaker-0: Weil bei euch Igelen denkt man ja als allererstes erst mal an eure Stacheln. Und so das Wort kuschlig, das kommt da erst mal eher nicht so in den Sinn.
speaker-1: Stimmt, da hast du recht. Die sehe ich selber ja eher selten.
speaker-0: Stimmt. Die sind ja auf deinem Rücken und dem Kopf. Und im Spiegel siehst du dich jetzt bestimmt auch nicht so oft, oder?
speaker-1: Ne, genau. Außer mal in einer Wasserpfütze oder so.
speaker-0: Wenn ihr auch wissen wollt, wie Iggy aussieht, dann klickt doch einfach mal auf den Link in den Show Notes, da könnt ihr euch nämlich sein Bild anschauen.
speaker-1: Ihr habt ein Bild von mir?
speaker-0: Ja, das siehst du so goldig aus, schau mal!
speaker-1: ja, echt? Ich bin eigentlich nicht so fotogen, weißt du? Da habt ihr mich aber gut erwischt. Ja.
speaker-0: Und deine Stacheln, sieht man da auch super. Sag mal, warum hast du die denn eigentlich?
speaker-1: Die sind super praktisch. Wenn mich jemand erdern möchte, dann rolle ich mich einfach zu einer kleinen stacheligen Kugel zusammen. Dann kommt niemand an mich ran.
speaker-0: Cool, dann hast du ja mit deinen Stacheln immer ein Schutzschild dabei.
speaker-1: Ja genau, soll ich dir das mal zeigen?
speaker-0: ja gerne, jetzt bin ich aber gespannt.
speaker-1: Achtung! Und Schwurz! Jetzt bin ich geschützt!
speaker-0: Wow, das geht ja echt ruckzuck und sieht auch echt gefährlich aus. Da würde ich mich jetzt lieber nicht an dich ran tun.
speaker-1: Ja, das ist auch der Sinn dahinter. Und da bin ich wieder. Kuckuck!
speaker-0: Hallöchen! Und wie viele Stacheln hast du? Das ist ja echt ne Menge, die kann ich gar nicht alle zählen.
speaker-1: Also bei einem Erwachsenenigel können es ungefähr 8000 Stacheln sein.
speaker-0: Ja! Das ist ja ne ganze Stachelmannschaft, krass!
speaker-1: Ja, und sie fallen auch nicht aus und wohnen dann mein ganzes Leben bei mir.
speaker-0: das ist ja richtig cool. Und wo wohnst du denn eigentlich, Iggy?
speaker-1: Wir Igel leben gerne dort, wo es Verstecke gibt. In Wäldern, unter Hecken, in Parks und in Gärten zum Beispiel. Besonders gerne mögen wir Ecken mit Laub, Zweigen und dichtem Gebüsch. Da können wir uns nämlich super verstecken, in Ruhe schlafen und auf Nahrungssuche gehen.
speaker-0: Wie spannend! Aber das heißt dann auch, dass ihr euch in einem Garten, wo es jetzt total aufgeräumt ist und der Rasenrappe kurz gemäht ist und nirgendwo ein Blättchen Laub rumliegt, dann nicht so wohlfühlt, oder?
speaker-1: Genau! Ein Garten, der ein bisschen wilder aussieht, ist für uns oft viel schöner.
speaker-0: Na dann wäre mein Garten ja perfekt für euch.
speaker-1: Ja super, das nacke ich mir mal.
speaker-0: Hm?
speaker-1: Ein Laubhaufen oder wüstes Gestrüpp kann für Menschen nach Arbeit aussehen. Für einen Igel ist das allerdings ganz toll. Es kann vielleicht ein Schlafzimmer sein, ein Versteck oder sogar ein Restaurant. Na klar, zwischen Blättern und Unterzweigen verstecken sich manchmal leckere Käfer, Würmer oder Pilze.
speaker-0: Ja, und wie findest du die Käfer?
speaker-1: Da muss ich nur meine Nase einsetzen und gründlich schnuppern. Dann finde ich die Leckerbissen schon.
speaker-0: Mhm, du hast also eine richtige Spürnase, hm?
speaker-1: Ja, ich habe eine sehr gute Nase. Ich schnuppere, wo etwas krabbelt, raschelt oder vielleicht essbar ist. Meine Nase hilft mir besonders nachts, wenn es dunkel ist.
speaker-0: Moment mal, du bist nachts unterwegs?
speaker-1: Ja, ich bin nachtaktiv. Das bedeutet, wenn Menschen langsam müde werden und ins Bett gehen, beginnt für mich oft erst der richtige Tag.
speaker-0: das ist ja lustig. Wenn wir sagen gute Nacht, Igel, dann sagst du, guten Tag.
speaker-1: Genau! Ich wache auf, strecke meine Beinchen aus und denke, endlich ist was los!
speaker-0: Und warum bist du nachtaktiv? Warum gehst du nicht einfach am hellen Tag spazieren wie wir?
speaker-1: Nachts ist es kühler und ruhiger. Viele Insekten, die ich fressen kann, sind dann unterwegs. Außerdem können wir uns im Dunkeln besser verstecken.
speaker-0: ich verstehe. Also wenn ich schlafe, dann bist du draußen putzmunter unterwegs und machst eine kleine Nachtwanderung auf der Suche nach Futter.
speaker-1: Ja genau. Und wenn du auf Futtersuche bist, schlafe ich dann wahrscheinlich.
speaker-0: Ja, nur dass ich für mein Essen einfach kurz zum Kühlschrank gehen kann oder mir auch schnell was kochen kann.
speaker-1: Ach so, das wusste ich nicht.
speaker-0: Du bist da so einiges fleißiger als ich.
speaker-1: Ich hatte mich schon gefragt, wie ihr an euer Essen kommt. Ich habe nämlich noch nie einen von euch im Gebüsch Insekten futtern sehen.
speaker-0: Ich hoffe, dass du das auch nie sehen wirst, Iggy. Insekten stehen nämlich eigentlich nicht so auf unserem Speiseplan. Ach so? Wir essen eher so was wie Brot, Nudeln, Kartoffeln und so Zeugs.
speaker-1: dann weiß ich das ja jetzt.
speaker-0: Iggy, wie sieht denn ein ganz normaler Tag, beziehungsweise eine ganz normale Nacht in deinem Leben so aus?
speaker-1: Hmm.
speaker-0: Wichtig und richtig. Also Futter.
speaker-1: Ja, ich laufe dann durch mein Gebiet und bleibe immer wieder stehen, zu schnuppern. Mein Näschen ist ja ganz wichtig für die Nahrungssuche.
speaker-0: Ja genau, das hattest du vorher ja schon mal erzählt mit dem Näschen.
speaker-1: stimmt. Ups.
speaker-0: Macht doch nichts, doppelt hält besser.
speaker-1: Stimmt. Ich bin, glaube ich, noch etwas müde. Es ist ja schon morgens. Das heißt, ich muss bald wieder schlafen gehen.
speaker-0: Ja, das ist verständlich. Wenn ich müde bin, dann vergess ich auch immer ganz ganz viel. Das ist nur menschlich.
speaker-1: und igelig.
speaker-0: Ja genau. Iggy, sag mal, läufst du bei deinen Nachtwanderungen eigentlich viel?
speaker-1: Also, das kann ganz unterschiedlich sein. Wenn es viel Futter gibt, bleibe ich meistens in der Nähe. Aber wenn ich hungrig bin, erkunde ich ein größeres Gebiet.
speaker-0: also bist du trotz deiner kleinen Beinchen ein richtiger Wanderer.
speaker-1: Ein kleiner Wanderer, ja, vielleicht. Wir können bis zu drei Kilometer pro Nacht laufen.
speaker-0: Auch nicht schlecht.
speaker-1: Vor allem jetzt im Herbst sind wir besonders viel unterwegs. Da kann man uns auch öfters mal sehen. wie toll. Ja, der Herbst ist sozusagen Igel-Hochsaison.
speaker-0: Ja, ich hab auch schon ein paar Igelchen gesehen. Das ist richtig, richtig schön. Aber warum sieht man euch denn jetzt gerade so oft?
speaker-1: Weil wir vor dem Winter extra viel Essen finden müssen, uns Reserven für den Winterschlaf anzufressen.
speaker-0: Ja stimmt, ihr macht ja Winterschlaf. Na dafür müsst ihr dann natürlich echt gut versorgt sein. Und was genau passiert denn eigentlich so beim Winterschlaf?
speaker-1: Wenn es im Herbst kälter wird und weniger Insekten zu finden sind, bereite ich mich auf den Winter vor. Meistens suche ich mir im November oder Anfang Dezember einen geschützten Platz zum Überwintern. Zum Beispiel einen großen Laubhaufen.
speaker-0: Dann schläfst du einfach bis zum Frühling.
speaker-1: Ja, meistens so bis März. Manchmal sogar bis Anfang Mai.
speaker-0: Das ist echt lang!
speaker-1: Ja, aber der Winterschlaf ist kein normaler Schlaf wie nach einem langen Tag.
speaker-0: Nein?
speaker-1: Für den Winterschlaf rolle ich mich zusammen und mein Körper fährt dabei auf Sparmodus. Die Körpertemperatur sinkt, mein Herz schlägt langsamer und ich atme weniger oft.
speaker-0: Hm, das klingt, als würdest du dein ganzes Innenleben leiser drehen.
speaker-1: Genau, so verbrauche ich weniger Energie. Denn im Winter gibt es nicht genug Insekten, ständig auf Nahrungssuche zu gehen. Würde ich die ganze Zeit wach bleiben, könnte ich dann zu viel Energie verlieren.
speaker-0: je, nee, das wäre ja ganz blöd. Du schläfst also nicht, weil du faul bist, sondern weil dein Körper eine kluge Winterlösung hat.
speaker-1: Ich bin nicht faul, ich bin energiesparend.
speaker-0: Das klingt echt super. Vielleicht sollten wir Menschen das auch mal ausprobieren. Ja! Den Winter über einfach schlafen und dann erst wieder aufwachen, wenn's draußen langsam wieder warm wird. Das wär toll.
speaker-1: Warum nicht? Bei dir zu Hause kannst du es dir ja bestimmt auch gemütlich machen, oder? Wie toll!
speaker-0: Na, und ob? Mein Sofa ist ganz, ganz gemütlich. Apropos gemütlich. Wie baust du denn dein Winternest?
speaker-1: Ich sammle Blätter, Moos und kleine Zweige. Und daraus baue ich dann ein schützendes Nest.
speaker-0: Clever! Das ist dann ja auch bestens getarnt in der Natur.
speaker-1: Ja, manchmal nutze ich aber auch schon vorhandene Verstecke. Wichtig ist, dass der Platz trocken und gut geschützt ist.
speaker-0: Ja perfekt, dann hast du dein eigenes kleines Winterhaus.
speaker-1: Ja, ein kleines dunkles Haus mit weicher Einrichtung. Innen ist es meistens ziemlich kuschelig. Jo, der Zimmerservice ist nicht besonders zuverlässig.
speaker-0: Wer soll ich denn den Zimmerservice übernehmen?
speaker-1: Vielleicht ein fleißiger Käfer? Aber der würde wahrscheinlich sofort weglaufen, damit ich ihn nicht fresse.
speaker-0: Ja, das würde ich an seiner Stelle auch machen. Falsch!
speaker-1: Danke!
speaker-0: Iggy, kannst du während des Winterschlafs eigentlich auch geweckt werden? Ja.
speaker-1: Ich kann zwischendurch kurz aufwachen. kostet mich aber viel Energie. Deshalb sollte man einen Igel im Winter nicht stören. Sein Nest darf nicht auseinandergerissen oder ständig untersucht werden.
speaker-0: Das wichtig. Das heißt, wenn Kinder draußen einen Laubhaufen oder so sehen, dann sollten sie nicht einfach darin herumstochen, weil das könnte ja euer Versteck sein.
speaker-1: Genau! Bitte lasst uns in Ruhe schlafen, liebe Kinder. Wir Igel sehen vielleicht aus wie kleine, zusammengerollte Kuschelkugeln, aber wir sind wilde Tiere und brauchen unseren sicheren Rückzugsort.
speaker-0: Ja, das ist ganz wichtig. Beobachten ist okay, aber einfach ohne Grund anfassen oder sogar beim Schlafen stören, das geht nicht. Gut, dass
speaker-1: Genau. Danke, Hannah.
speaker-0: wir das hier mal klargestellt haben. Und was passiert, wenn du aus dem Winterschlaf aufwachst?
speaker-1: Nach dem Winterschlaf fährt mein Körper langsam wieder nach oben, was ganz schön anstrengend ist. Und weil ich so lange geschlafen habe, habe ich dann mächtig Durst und Hunger.
speaker-0: ja, das glaube ich. Du hast ja bestimmt auch viel an Gewicht verloren über die lange Zeit, oder? Ja!
speaker-1: Das muss ich mir erstmal wieder drauffuttern.
speaker-0: Aha, das heißt, die Nahrungssuche und die Nachtwanderung gehen dann wieder los, oder?
speaker-1: Ja, und außerdem beginnt dann auch langsam die Igelpaarungszeit. Ja wie?
speaker-0: Passend im Frühling gehen ja auch die Frühlingsgefühle los.
speaker-1: Genau, bei uns sieht das ganz lustig aus. Ja, das Männchen umkreist das Weibchen bei der Paarung stundenlang. Das nennt man Igelkarussell.
speaker-0: Igelkarussell, ne? Das Wort passt dann ja echt perfekt.
speaker-1: Ja, oder? Ich muss immer lachen, wenn ich es höre. Nach der Paarung geht das Igelmännchen dann aber wieder seinen eigenen Weg.
speaker-0: wie unhöflich! Echt?
speaker-1: Das ist bei uns ganz normal.
speaker-0: Ach so, na gut. Und wie geht's dann für die Igelmama weiter?
speaker-1: Nach circa 35 Tagen kommen dann die Igelbabys im geschützten Nest zur Welt. Meistens sind es ungefähr vier Babys.
speaker-0: Bei der Geburt habt ihr dann aber noch keine Stacheln, oder? Doch! echt? Piekst ihr euch dann nicht gegenseitig?
speaker-1: Nein, diese ersten Stacheln sind noch weich.
speaker-0: Boah, weiche Stacheln. Das klingt ja ein bisschen wie nach ner flauschigen Babybürste.
speaker-1: Eine sehr kleine, sehr zappelige Bürste. Aber es sind zu Beginn auch noch nicht so viele Stacheln. Nur ungefähr 100 Stück.
speaker-0: Ach so. Und wie geht's für die kleinen Bürsten danach der Geburt weiter?
speaker-1: Am Anfang können die Igelbabys noch nicht sehen und hören. Sie bleiben bei ihrer Mutter und sind vollkommen auf ihre Nähe und Fürsorge angewiesen.
speaker-0: Hm, ja, das versteh ich. Das ist bei uns Menschen ja auch so. Und wie geht's dann weiter?
speaker-1: In den ersten Wochen trinken wir Mamas Milch und werden so kräftiger. Unser Fell und die Stacheln werden dichter und fester. Und nach ungefähr zwei Wochen können wir sehen und hören.
speaker-0: Das heißt, nach zwei Wochen könnt ihr die Welt dann viel besser wahrnehmen.
speaker-1: Plötzlich gibt es so viel zu entdecken. Geräusche, Gerüche, Bewegungen und all die spannenden Dinge vor dem Nest.
speaker-0: wie aufregend!
speaker-1: Total! Und nach drei Wochen bekommen wir schon unsere Zähne. Und nach circa fünf Wochen beginnen wir unsere Umgebung zu erkunden.
speaker-0: Ja, wie toll. Und könnt ihr dann auch schon Insekten essen wie eure Mama?
speaker-1: Genau! Wir bleiben zunächst zwar in der Nähe unserer Mutter und sie zeigt uns alles, aber unser Essen können wir dann ganz schnell schon selber suchen.
speaker-0: richtig erwachsen.
speaker-1: Ja, das geht bei uns ganz schnell! ja!
speaker-0: Ja.
speaker-1: Nach etwa 6 Wochen verlassen wir unsere Mama dann auch schon und erkunden alleine die Welt und suchen uns ein neues Zuhause.
speaker-0: Oha, ihr seid hier richtige Überflieger.
speaker-1: Danke, aber wir sind wohl eher Über-Krabbler.
speaker-0: Stimmt.
speaker-1: Aber bis wir ausgewachsen sind, kann es schon noch so ein Jahr dauern.
speaker-0: So, und wie groß werdet ihr?
speaker-1: ungefähr so zwischen 25 und 30 cm
speaker-0: Also ungefähr so lang wie ein großes Lineal. Aha! Und bleibst du dann eigentlich mit deinen Geschwistern zusammen, wenn ihr eure Mama verlassen habt?
speaker-1: Nee, jeder geht seinen eigenen Weg. Ja, Igel sind eigentlich Einzelgänger. Wir laufen nicht unbedingt in großen Gruppen herum. Außer natürlich als Jungigel zusammen mit Mama und den Geschwisterchen.
speaker-0: Und was passiert, wenn du einem anderen Igel begegnest?
speaker-1: Wenn ich einem anderen Igel begegne, dann schnuppere ich erst einmal vorsichtig. Ich brauche meinen eigenen Platz und entscheide gern selbst, wann ich nähe möchte.
speaker-0: Also bist du freundlich und höflich, aber nicht unbedingt ein Fan von großen Igelparties.
speaker-1: Eine ruhige Ecke mit gutem Essen ist mir lieber als eine laute Stacheldisco.
speaker-0: Gibt's denn überhaupt Igel-Tänze?
speaker-1: Naja, vielleicht ein paar kleine Schritte und ein überraschendes Zusammenrollen. Das ist nicht gerade ein Profi-Tanz, aber auch nicht schlecht.
speaker-0: Nee, das ist sogar ziemlich cool. Also ein bisschen wie Breakdance.
speaker-1: Ich weiß nicht, was das ist, aber es hört sich lustig an.
speaker-0: Da holt man sich auch manchmal auf dem Boden oder auf dem Kopf her.
speaker-1: Wie lustig!
speaker-0: Ja, das sieht fast so spannend aus wie eure Stachelkugel, aber nur fast. Iggy,
speaker-1: Danke für das Kompliment!
speaker-0: jetzt habe ich echt richtig viel über Iggy gelernt. Ihr seid Einzelgänger, habt eure Stacheln zum Schutz vor möglichen Feinden, ihr macht Winterschlaf, seid nachtaktiv und lebt in der Natur. Am liebsten da, wo ihr euch gut verstecken könnt.
speaker-1: Das ist richtig,
speaker-0: Und ich habe auch gelernt, dass ihr Wildtiere seid und wir Menschen euch in Ruhe lassen sollen.
speaker-1: Wir sind leider keine Kuscheltiere. Dafür würden wir auch viel zu doll piek-
speaker-0: Ja, das wäre nicht so angenehm.
speaker-1: Nö.
speaker-0: Iggy, gibt es denn etwas, das Kinder machen können, euch zu helfen?
speaker-1: Tja, Sie können zum Beispiel gemeinsam mit Erwachsenen eine wilde Ecke im Garten stehen lassen. Ein Laubhaufen oder ein geschützter Bereich kann ein guter Unterschlupf sein. Außerdem ist es wichtig, vorsichtig zu sein und Verstecke nicht zu zerstören.
speaker-0: Und was ist mit einem Gartenteil?
speaker-1: Herr.
speaker-0: Und wenn jemand einen Igel findet, der krank oder verletzt aussieht.
speaker-1: Dann bitte nicht selbst herumprobieren. Ein erwachsener Mensch sollte eine Igelhilfe oder eine Tierarztpraxis kontaktieren. Besonders ein Igel, der am Tag unterwegs ist und sehr schwach wirkt, kann Hilfe brauchen.
speaker-0: ja, das ist ein wichtiger Hinweis. Schaut doch gerne mal in die Show Notes, da haben wir euch ein paar Seiten verlinkt, bei denen ihr euch melden könnt, wenn ihr einen kranken Igel findet. hört euch auch unbedingt die erste Folge von unserem TotalTiR.ly Profi Talk an. Da spreche ich nämlich mit Tierpfleger Jacek und der hat noch ganz viele wichtige Tipps für euch parat.
speaker-1: das wird bestimmt spannend.
speaker-0: Auf jeden Fall. Iggy, magst du uns zum Schluss vielleicht noch ein paar spannende Igel-Geheimnisse verraten?
speaker-1: Klar, gerne. Ich kann sehr gut riechen und hören. aber das wisst ihr ja schon. Tschuldigung.
speaker-0: Ja, dann verrat uns doch mal, was das Überraschendste war, dass du mal gerochen hast.
speaker-1: Einmal roche ich etwas ganz wunderbares unter einem Blatt. Ich dachte es sei ein dicker Käfer, aber es war nur ein nasses Stück Holz.
speaker-0: Wie enttäuschend. Dann war das wohl ein Holzsnack ohne Geschmack.
speaker-1: Ich war sehr enttäuscht, aber man darf sich von einem Blatt nicht täuschen lassen.
speaker-0: Und gibt es noch etwas, das viele Menschen über Egel nicht wissen?
speaker-1: Hm, ja! Wir haben nicht alle genau denselben Charakter. Manche Igel sind besonders vorsichtig, andere etwas mutiger.
speaker-0: Ja, so wie bei uns Menschen. Geda ist eben ein bisschen anders.
speaker-1: Und ein schüchterner Igel ist nicht gleich traurig. Er braucht einfach etwas Zeit und Abstand.
speaker-0: Das ist eine schöne Botschaft. Man muss nicht laut und mutig sein, etwas Besonderes zu können oder besonders zu sein.
speaker-1: Das finde ich auch. Ich bin vielleicht vorsichtig, aber ich entdecke trotzdem die Welt. Nur eben in meinem Tempo. So!
speaker-0: So ist das richtig. Bevor wir uns verabschieden, kommt noch ein kleiner Stackel-Schnelltest. Bist du bereit, Iggy?
speaker-1: Bereit! Also solange keine Matheaufgaben dabei sind, dafür bin ich schon zu müde.
speaker-0: Verständlich, dazu bin ich auch immer zu müde. Na dann, los geht's. Lieblingsessen!
speaker-1: Am besten frisch von mir gefunden.
speaker-0: Lieblingszeit Lieblingsgeräusch
speaker-1: Leises Blätter rascheln und ein zufriedenes Schmatzen.
speaker-0: Dein Lieblingsplatz?
speaker-1: ein geschützter Laubhaufen unter einer Hecke.
speaker-0: Und die Lieblingsfähigkeit?
speaker-1: Mich zusammenrollen und trotzdem weiter neugierig...
speaker-0: Ja, das ist wichtig. Iggy, vielen Dank für deinen Besuch. Mich hat es ganz besonders gefreut, dass du hier warst, obwohl es noch früh im Tag ist und du bald schlafen musst.
speaker-1: Die Zeit habe ich mir doch gerne genommen.
speaker-0: Super. Ich hoffe, ihr habt genauso viel gelernt wie ich. Wenn ihr noch weitere so tolle Tiere wie Iggy kennenlernen wollt, dann hört euch gerne die anderen Folgen an.
speaker-1: Spannend ich mache mich dann mal wieder auf in ein versteck und schlafe erst meine runde
speaker-0: ja, das hast du dir verdient.
speaker-1: Und falls ihr abends draußen im garten oder park ein leises rascheln hört denkt daran vielleicht ist gerade ein igel unterwegs und beginnt seinen tag
speaker-0: Und mit ganz viel Glück bist das vielleicht sogar du!
speaker-1: ja! Tschüss ihr Lieben! Vielleicht bis bald!
speaker-0: Tschüss Iggy und danke euch da draußen fürs Zuhören. Tschüss und bis zum nächsten Mal bei Total Tier lieb Tier Talk.