TrashTalk - Der Branchenpodcast der Abfallwirtschaft

Folge 55: „Kreislaufwirtschaft funktioniert nur gemeinsam“ – Simone Mosca im Gespräch

Freitag, 30. Oktober 2026 · 1 h 15

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Shownotes

.Zwischen Plastiksteuer, Batteriebränden und fehlenden Sammelmengen wird es auch in dieser Folge nicht langweilig. Julia und Tom sprechen über den wachsenden Widerstand gegen die geplante Kunststoffverpackungssteuer, die eher ernüchternden Ergebnisse des Runden Tischs zu Batteriebränden sowie Deutschlands weiterhin schwache Bilanz bei der Sammlung von Elektroaltgeräten. Außerdem geht es um die weiterhin offene Frage, wie die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm ab 2029 praktisch funktionieren soll, um aktuelle Übernahmen in der Entsorgungswirtschaft und den ersten EUWID-Kongress (kongress.euwid.de) im Juni 2027 in Karlsruhe. Im „Gemischten Hack“ geht es schließlich um fragwürdige Seegrasentsorgung, Sperrmüllbetrug in Berlin – und Müllwagenpoesie aus Rotterdam, die inzwischen sogar zum offiziellen Kulturerbe gehört.
In der zweiten Hälfte ist Simone Mosca, CEO des Verpackungsmaschinenherstellers Mosca, zu Gast. Mit ihr sprechen Julia und Tom darüber, welche Auswirkungen die EU-Verpackungsverordnung PPWR schon lange vor ihrem eigentlichen Inkrafttreten auf Investitionen und Geschäftsmodelle hat und warum die ursprünglich geplanten Mehrwegvorgaben für Transportverpackungen aus ihrer Sicht kaum praktikabel gewesen wären. Mosca erläutert, welche Rolle Rezyklate bei Umreifungsbändern spielen, warum bei Verpackungen immer die gesamte Liefer- und Prozesskette betrachtet werden müsse und wo Europa im internationalen Vergleich bei Kreislaufwirtschaft und Regulierung steht. Außerdem geht es um das gemeinsame Rücknahmeprojekt mit Interzero für gebrauchte Umreifungsbänder und Moscas Ziel einer branchenweiten Kreislauflösung. Ihre zentrale Botschaft an die Politik: Industrie, Recycler und Wissenschaft sollten frühzeitig mit an den Tisch, damit aus guten regulatorischen Absichten auch praxistaugliche Lösungen werden.
Alle Infos zum ersten EUWID-Kongress gibt es hier (kongress.euwid.de).
Anregungen, Kritik und Hinweise bitte wie immer an trashtalk@euwid.de oder über unser Linkedin-Portal (linkedin.com/showcase/trashtalk-podcast).

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Trash Talk, der Podcast für die Kreislaufwirtschaft. Mit der wunderbaren Julia Hobom und Tom Wilfer. Herzlich willkommen zur Oktober -Ausgabe des Trash Talks, der Podcast für die Kreislaufwirtschaft. Und an meiner Seite, leider nur digital, und wir hoffen auch, dass das Internet hält, Tom Wilfer, Chefredakteur beim Eubeat. Hallo Tom, schön dich zu sehen. Schön dich zu sehen, liebe Julia, die wunderbare Julia Hobom. Vielen Dank für die einleitenden Worte. Was die ganze Branche interessiert, Julia, was treibst du eigentlich so und wo bist du denn jetzt aktuell? Du willst das wieder wissen, du willst das raushauen. Ich bin auf Rhodos. Ich mache hier Urlaub. Urlaub von der Freistellung. Urlaub von der Freistellung.

Herrlich, ich liebe es. Ja, aber ganz ehrlich, so viel Urlaub ist da nicht. Also jetzt vielleicht gerade aktueller, wenn ich mich sonst auf LinkedIn rumtreibe, da wird mir die Julia dort gezeigt und dann war sie dort. Ja, und am Sonntag bin ich beim Bundespräsidenten. Beim Umweltpreis. Also das ist ja dann schon in der Vergangenheit, von daher kann ich das dann noch sagen. Und dann bin ich nächste Woche noch bei der TUM, Execute of Board IFAD. Also so meine Nebentätigkeiten behalte ich ja alle aufrecht und ansonsten alles andere erzähle ich dir dann mal bilateral. Ich kann es für die Hörer ja nur sagen, die sehen es ja nicht, du siehst sehr erholt aus, sehr zufrieden, doch sehr schön. Dankeschön, Tom.

Du siehst auch eigentlich ganz gut aus, aber zu Urlaub war noch nicht, ne? Nee, war schon irgendwann mal dieses Jahr. Aber ihr habt im Oktober jetzt gar keinen Urlaub geplant? Nee, wir haben keinen Urlaub geplant. Die Kinder wollen nicht auf ihren Halloween -Umzug verzichten. Stimmt. Gut, okay, Halloween. Da haben wir ja auch relativ viel Süßigkeiten. Ich probiere jetzt gerade mal eine Überleitung. Ich war echt gespannt, wo das hinführt, aber das war gut. Ganz viel Verpackung wieder. Ich habe auch schon tatsächlich einen gekauft, weil ich sie jedes Jahr vergesse.

Relativ Kunststoffmüll. Kunststoffverpackung. Und das erste Thema, Tom, was du mir aufgeschrieben hast, ist die Kunststoffverpackungssteuer aka Plastiksteuer. Das musst du mir erklären. Ich weiß nicht, wir sollen die zahlen, weil aktuell die Bundesregierung für jedes nicht recycelte Kilo mehrere Milliarden an Brüssel zahlt. Also für jedes Kino sind es nicht mehrere Milliarden, aber in Summe. Nein, aber jetzt in Summe. Entschuldigung.

Ich hab die auch gern. Ich soll es dir jetzt erklären. Ja, erklär mal. Hintergrund ist diese sogenannte EU -Plastikabgabe, die schon seit 2021 errichtet wird. entrichtet werden muss und zwar für jedes Kilogramm nicht recycelten Kunststoffverpackungsmüll. Bisher zahlt die Bundesregierung das aus dem Bundeshaushalt und du sagst es ist schon, das sind so rund 1 ,3 bis 1 ,4 Milliarden Euro im Jahr, die nach Brüssel gehen. Jetzt hat sich die Bundesregierung überlegt, Mensch, können wir doch von den Herstellern uns holen und plant jetzt eine Verbrauchssteuer von 550 Euro je Tonne enthaltenem Kunststoff, die schon ab Dem 1. Juli 2027 gezahlt werden soll. Also bestimmte Verpackungen Kunststoffwaren sollen erfasst werden. Darunter

Folien, Transportverpackungen und Verschlüsse. Transportverpackungen haben wir auch in der zweiten Hälfte dieser Folge. Ihr habt es wahrscheinlich schon gesehen. Aber da gehen wir dann nochmal näher drauf ein. Allerdings eher auf die PPWR Regeln. Hier sind wir bei der Kunststoffverpackungssteuer. Die soll dann auch bestimmte Verpackungen aus Papier, Papiertextilien und Metall mit mindestens 5 % Gewichts, Prozent Kunststoff. Jo, das hat für Riesenaufregung gesorgt. Wirtschaftsverbände haben sich darüber beschwert, die Lenkungswirkung infrage gestellt und natürlich die zusätzliche Belastung beklagt. Genau, wer hat sich beschwert?

Das waren bzw. ein Bündnis aus 33 Organisationen, darunter BDI, DIHK, Handelsverband Deutschland, BDE und BVSE sowie die Zoll... Ich brauche eine Brille. Ja, ich habe es nicht richtig lesen können. Ich brauche eine Brille. Ich muss nächste Woche wirklich zum Optiker. BDZ, die waren auf jeden Fall vor höheren Verbraucherpreisen, Wettbewerbsnachteil und erheblicher zusätzlicher Bürokratie. Ja.

Unternehmen müssen Kunststoffmengen ermitteln und dokumentieren, Steueranmeldungen abgeben und für eine Rezyklatentlastung zusätzliche Nachweise erbringen. Dem Entwurf angesetzten jährlichen Bürokratiekosten der Wirtschaft von rund 44 Millionen Euro halten die Verbände für deutlich unterschätzt. Ich würde es ja auch voll gut finden, wenn wir bald so einen Ausbildungsjob hätten, der Bürokratie heißen würde. Da können wir dann überlegen. Ob die Ministerien ausbilden oder vielleicht auch so beliebende Behörden. Auch nicht schlecht.

Auch nicht schlecht, ne? Die sind auch gut im Bürokratieaufbau. Das wäre doch wirklich mal richtig. Wie schaffe ich es, meiner Bürokratie gerecht zu werden? Ich finde das mal so schräg. Wir wollen Bürokratieabbau und dann machen wir sowas. Na gut. Ja, es widerspricht sich halt manchmal mit den anderen Zielen. Ich sage auch immer, ab morgen ernähre ich mich gesund. Dabei machst du das ja schon die ganze Zeit. Ja, ich mache es. Aber machen ist auch cooler als sagen, oder? Absolut. Einen Aspekt würde ich gerne herausgreifen zu dem Thema. Und zwar der BVC hat nochmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man ja unbedingt eine gesetzliche Ausnahme für Rezyklatanteile einführen soll. Also das Kunststoffverpacken aus Rezyklaten

nicht. betroffen wären. Da ist zwar eine spätere Entlastung geplant, aber der BVSE drängt darauf, das so schnell wie möglich dann umzusetzen. Was man bei der ganzen Aufregung aber auch sagen muss, oder anders ausgedrückt, die ganze Aufregung hat ja auch dafür gesorgt, dass man sich in der Bundesregierung gar nicht mehr so sicher ist, ob man das wirklich will. Zumindest in den Regierungsfraktionen, in der Union ist auf jeden Fall der Widerstand schon gewachsen und damit könnte das ganze Thema vielleicht auch schon wieder vom Tisch sein, bevor es überhaupt Aber wir haben es auf jeden Fall schon mal angesprochen und bleiben gespannt auch an der Berichterstattung, wie das so weitergeht.

Nö, nö. Nö, nö. Nö, nö. Ein Thema, was uns schon ganz lange beschäftigt, habe ich jetzt da stehen. Ist dein Lieblingsthema. Alle Hörer wissen es. Runter Tisch, das war bei der Novelle von der Batterie, nicht Novelle, bei dem Batterie durch. Wann hatten wir, oder war das sogar noch Koalitionsvertrag? Wie kam es eigentlich zu dem runden Tisch? Nee, NKWS, oder? Ja, die hatten wir schon ewig nicht mehr. Was ist eigentlich mit der passiert? Naja, also man ist dran. Ah, okay, alles Haken dran.

Also genau, da gab es dann diese Idee, dass man so einen batteriebränden runden Tisch mit verschiedenen Stakeholdern ins Leben ruft. Wir saßen, oder? Nein, nicht wir, sondern tatsächlich Batterie zurück. Also die Rücknahmesysteme für Batterien saßen ja auch mit drin, waren beteiligt. Ich habe mich immer ein bisschen, und ich frage es mich auch immer noch, wo soll das, in welches Gesetzgebungsverfahren soll das bitte einfließen?

Die Ergebnisse, I don't know. Aber die Ergebnisse sind ja jetzt auch nicht so richtig überraschend. Und tatsächlich, was wollte man jetzt machen? Was hat man jetzt gesagt? Verbraucherkommunikation? Man will andere Rückgabemöglichkeiten testen. Am allerbesten finde ich auch so die Idee, und jetzt hoffe ich, bringe ich nicht was durcheinander, weil man will natürlich auch die E -Schrott -Sammlung, die Mengen muss man ja auch. Jetzt bringe ich das, die Themen, jetzt vermische ich die Themen ein bisschen. Vielleicht, machen wir mal. Aber auch andere Sammelstrukturen, Haushaltsnahesammlungen, la la la testen. Übrigens, das ist auch nichts Neues, fällt es mir so aufgefangen beim Durchlesen.

Wir hatten doch in Berlin, gab es doch mal die orangefarbene Tonne. Und da hat man Verpackungen und Elektro -Altgeräte ohne festverbautem Lithium Akku zusammengesammelt. Und das hat ja dann dazu geführt, dass die... Also man hat ja veröffentlicht, wann E -Schrott an die Straße gestellt wird. Und dann wurden diese ganzen orangefarbenen Tonnen durchwühlt und dieser ganze E -Schrott wurde rausgesammelt. Also alles, was noch... Kann ich mich gar nicht dran erinnern. War Teil deiner Doktorarbeit wahrscheinlich. Ja, aber tatsächlich habe ich das... So und jetzt wollen wir Haushaltsnahe sammeln. Ach, ich check's nicht. Ist mir auch egal. Also, die ist mir nicht egal. Ich beobachte das weiter. Aber die sind alle jetzt ein bisschen

enttäuscht von dem, von den Ergebnissen, von diesem runden Tisch. Man hat sich ja dann doch viel Mühe gegeben und hat das auch ernst genommen. Ja. Das war schon ganz schön ernüchternd. Das hat man doch aber vorher, Tom, das habe ich vorher schon gesagt. Jetzt können wir mal ein paar Folgen zurückspulen. Ja. Es gibt lediglich Prüfaufträge und Pilotprojekte und so weiter und so fort.

Geprüft werden soll auch ein Brandschutzfonds, wobei interessanterweise in der Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums ist diese Maßnahme gar nicht mehr aufgeführt, aber nun mal so am Rande. Also Verbände sind wirklich enttäuscht und ich meine, man ist da immer zurückhaltender Kommunikation, aber das war dann schon mit die Verhältnisse sehr deutlich ausgedrückt, dass man da gar nicht mit einverstanden ist. Die Prüfung des Brandschutzfonds ist nicht mehr in der Pressemitteilung des BMUKN? Nein, die war bei der Ergebnispräsentation des runden Tisches, war die ausdrücklich dabei von den Verbänden. Ein, zwei Tage später kam eine Pressemitteilung des BMUKN zum Ergebnis des runden Tisches und da stand das nicht drin.

Okay, erstaunlich. Batterien, Batteriebrände und du weist immer zu Recht darauf hin, dass es hier eher... batteriehaltige Elektrogeräte sind, die nicht ordnungsgemäß entsorgt werden. Wenn sie dann überhaupt entsorgt werden, aber meistens nicht ordnungsgemäß. Das führt uns zu den Zahlen der E -Schrottsammlung. Da gibt es neue. Neue ist immer relativ, aber es sind halt die neuesten, die es gibt. Und zwar für das Jahr 2024 von der europäischen Statistikbehörde Eurostat.

Und insgesamt kann man da schon sagen, dass da die Mengen europaweit ein bisschen gestiegen sind. Um 6, 7 Prozent immerhin, 5 ,5 Millionen Tonnen. Und Deutschland kommt kaum voran, kaum hinterher. Ah, hier, hier, die getrennt erfassten, oh Gott, Tom, ich brauche eine Brille. Also die getrennt erfasste Altgerätemenge in der EU stieg 2024 um rund 6 Prozent auf mehr als 5 ,5 Millionen Tonnen. Deutschland trug dazu kaum bei. Ja, während beispielsweise Frankreich, die Niederlande und Polen. Da gibt es übrigens tatsächlich Organisation für Herstellerverantwortung. Also nochmal für alle, die neu dazugeschaltet haben, das System in Deutschland ist mit dieser geteilten Produktverantwortung und der Abholkoordination mega speziell. Das

haben wir wirklich nur in Deutschland. Also die Länder haben es tatsächlich deutlich zugelegt und weil hierzulande gleichzeitig die Verkaufsfälle neuer Geräte stark gestiegen sind, sank die deutsche Sammelquote auf 28 ,7 Prozent und wir müssten 65 Prozent gesammelt haben. Die Sammelquote berechnet sich aus gesammelter Menge durch der in Verkehr gebracht Menge der letzten drei Jahre. Und da ist dann immer das allerschönste Argument, naja, die PV -Module sind ja quasi mehr in Verkehr gebracht worden und sind aber noch nicht in der Sammlung. Ja, aber wenn man die PV -Module rausrechnet, Tom, ich glaube, das ändert dann auch nicht ganz so viel am Ergebnis. Und ich hatte auch neulich dazu einen interessanten Post auf LinkedIn gesehen,

da dann auch einer versucht zu argumentieren. Aber natürlich ist es ja auch so, wir sammeln schwere, genau, weil die Verkaufsmenge generell steigt. Aber wir sammeln ja, das war der Post, aber wir sammeln ja auch schwerere Geräte und bringen leichtere Geräte mittlerweile auch in den Verkehr. Dann müssen die Quote ja steigen.

Ja, so, das gleicht sich ja auch aus. Also wir sammeln ja CRT -Fernsehgeräte und bringen LCD Fernsehgeräte in den Verkehr. Genau, das müsste das dann quasi wieder ausgleichen. Ich habe auch in meiner Doktorarbeit eine stückbezogene Sammelquote berechnet. Wenn wir das hätten, wären wir noch schlechter. Ja. Also du sagtest schon, wenn man Photovoltaik -Module ausrechnet, kommt man vielleicht auf 35 Prozent. Aber ja, es ist schwierig. Es fließen ja auch viele, gerade weiße Ware, diese Großgeräte, fließen ja viele auch in nicht zertifizierte Erstbehandlungsanlagen, in Schredder, wenn man das mal schätzen würde. In Österreich tut man das ja, glaube ich, bei der Berechnung der Quote.

Da wird dann eine gewisse Menge dazu gerechnet. Aber selbst da wäre man, glaube ich, noch von dieser Quote weit weg. Es gibt aber nichtsdestotrotz ja auch viel Kritik an dieser Berechnungsweise, weil man sagt, Mensch, Geräte werden ja nicht nur drei Jahre alt im Schnitt. Hoffentlich nicht zumindest die meisten. Da gibt es berechtigte Kritik. Deswegen wird das ja wahrscheinlich auch demnächst angepackt bei der Novelle der WI -Richtlinie, also der Europäischen Altgeräte -Richtlinie.

Gleichzeitig muss man aber auch sagen, wenn man auf die Pro -Kopf -Mengen guckt, dann ist Deutschland jetzt auch unterdurchschnittlich. wie man es dreht und wendet, das ist jetzt nicht unbedingt so super erfolgreich. Und du sagtest schon, es gibt in anderen Ländern ja durchaus Fortschritte und da gibt es die Herstellersysteme, das muss man dann halt auch ehrlich sagen. Tschechien hat eine Quote von 67 Prozent, hat aber auch eine hohe Pro -Kopf -Menge. Ist schwierig, das Thema auf jeden Fall. Ein Take noch dazu von mir. In anderen Podcasts sagen die Hosts an der Stelle immer ungegoogelt, wenn sie so Vermutungen in den Raum stellen. in den Raum werfen, die jetzt vielleicht nicht so ganz zu Ende recherchiert

sind. Aber ich habe unter anderem auch gehört, dass gerade die tschechischen und polnischen Systeme ganz ordentlich Mengen in Deutschland einkaufen oder Anlagenbetreiber. Das wäre natürlich dann auch eine interessante Bindung, wenn die Systeme sich dann die Mengen in Deutschland besorgen, um dann ihre Quoten zu erfüllen. Aber das nur so am Rande. Das müsste man sicherlich mal genauer unter die Lupe nehmen. Haben wir das Thema, Julia?

Ja, wir haben das Thema. Wir haben das Thema. Aber es sei nochmal, wie war nochmal die Sammelquote bei den Batterien für das Jahr 2025? Du sagst mir, wie hoch die gesetzliche Vorgabe ist und ich sage dir, wie hoch die Quote war. 50 Prozent ist die gesetzliche Vorgabe. Dann war sie knapp drüber. Siehste? Hättest du nicht mal so kurz gesagt. Also, was haben wir noch? Post -Rückgewinnung.

Ja, das ist auch ein wichtiges Thema. Ja, Phosphorbegewinnung ab 2029. Aus Klärschlamm und Klärschlamm -Asche. Hatten wir übrigens auch mal einen schönen Podcast mit Timo Popper. Wollte ich auch noch mal so kurz erwähnt haben. Also bitte gerne mal durch unsere Folgen scrollen. Ist schon eine Weile her. Ich habe es gar nicht mal im Blick, aber es ist schon so. Zeit vergeht immer so schnell.

Anderthalb Jahre her. Ja, Bernhard Kemper hatte das Thema damals auch schon. Wir haben es mit Timo Popper am Rande diskutiert. Also bitte auch gerne mal in die alten Folgen reinhören. Wir haben Ende 26, ab 29, also schon in ungefähr zwei Jahren, gilt für die zumindest größeren Anlagen eine Rückgewinnungspflicht für Phosphor aus Klärschlamm, Klärschlamm, Aschen und das geht nicht so richtig voran. Einige sind da schon vorgeprescht haben, Anlagen, andere nicht. Und jetzt geht es darum, ob man an dieser Frist festhält, ob es Übergangslösungen gibt und da gab es auch umfangreiche Diskussionen, auch bei uns in der Berichterstattung ist das immer wieder Thema.

Der Kollege folgt das sehr aufmerksam. Jedenfalls gab es jetzt eine Äußerung, eine Einschätzung vom Bundesumweltministerium. Und die haben gesagt, dass zwei der diskutierten Übergangsmodelle nicht infrage kommen. Zum einen war eine Deponiesteuer, die sei verfassungswidrig. Und auch ein Fondsmodell wird im Ministerium nicht als zielführend bewertet.

Denn dafür wären ein eigenes Gesetz und zusätzliche Verwaltungsstrukturen bei der Bürokratie erforderlich und außerdem bestimmten Beihilfen. beihilferechtliche Grenzen, also zum EU -Binnenmarkt. Also auf jeden Fall schwierig. Richtige Lösung ist da irgendwie nicht in Sicht. Ab 2029 werden aber voraussichtlich nicht genügend Kapazitäten vorhanden sein. Zwischenlagerung ist auch schwierig, weil holt man es dann danach zurück, wenn es da einmal irgendwo abgelagert ist? Wahrscheinlich nicht. Beziehungsweise nur zu Rentenkosten. Wer zahlt das dann? Also es ist alles irgendwie Verfahren, beziehungsweise unklar und das ist natürlich gerade das Thema Investitionssicherheit eine absolute, ja, ein Super -GAU, also. Sorry, ich bestelle mir gerade

eine griechische Pizza nebenher. Einmal mit alles. Gesunde Ernährung. Ja, nächste Woche, sei still. Achso, in Hamburg schon, die liegt dann schon bereit, wenn du so bist. Nein, ich gehe jetzt doch gleich an den Pool. Achso. Gesunde Ernährung dann nächste Woche. Ja, ich muss mich schon wieder gesund ändern. Ja, nächste Woche erst. Okay, wir müssen ein paar Leute grüßen. Bernhard Schutrowski, immer wieder. Auf jeden Fall. Brauchen wir. Und Grüße und Glückwünsche auch an Maximilian Lang.

Warum eigentlich, Tom? Jetzt sind wir beim Thema Übernahmen. Ja. Und das ist eine Meldung, die wir kürzlich hatten. Und Maximilian Lang war ja, glaube ich, vor genau einem Jahr bei uns hier im Podcast. Genau. Das Familienunternehmen Langen, short -recycling -tätig, hat einen Standort übernommen, hier bei uns, direkt in der Nähe von Karlsruhe im Rheinhafen. Campers. Baut das weiter aus. Das ist die nächste Übernahme. Campers, die hatten wir in der letzten Folge. Auto -recycling Campers. Och, Mann! Und von wem wurden die übernommen?

Ja, ja, ja, warte. Ich habe das Bild gesehen und dachte, ach Mensch, die kenne ich doch alle. An wem wurden die denn jetzt übernommen? Wer hat denn da um die Ecke eine Batterierecyclinganlage erst vor kurzem gekauft? Und kann das miteinander kombinieren? Verrückt. Wirklich verrückt. Echt jetzt? Willst du es sagen? Nee, jetzt will ich auch nicht mehr. Warum willst du nicht? Jetzt können die sich selber googeln. Okay, dann googeln die selber. Ja, mappen. Und die Batterierecyclinganlage ist im Mappen. Es gab auch noch eine Reihe weiterer Übernahmen. Gehen wir jetzt nicht groß ein. Ich hatte ein paar Geschichten von Meinhard. Sonst kleinere Geschichten. Meinhard könnte spannend bleiben. International gab es aber auch große

Deals. Meinhard ganz kurz hatten wir Matthias Harms. Genau. Guck mal, wen wir schon alles hatten. Also hier da im Podcast hatten. Ja, hier Trash Talk. Manche saßen sogar in der Tonne. Ja, ganz liebe Grüße an Florian Billitsch. Das war großartig. Ich habe mich natürlich über alle gefreut. Oder Carsten Schneider. Großartig. Unsere Tonne geht's gut. Der Tonne geht's gut. Jetzt muss ich ein Thema vorgreifen, was ich erst am Ende dieser ersten Hälfte ansprechen wollte. Tonne. Tonne kommt zum Einsatz auf der E -Fahrt. Ist aber noch ein bisschen hin. Ich weiß, du kannst es immer gar nicht erwarten, aber ist noch ein bisschen hin. Die kommt aber auch im nächsten Sommer schon mal zum Einsatz. Und zwar gibt es eine ganz große

Veranstaltung, großartige Veranstaltung, hoffentlich zumindest. Und so haben wir uns bei Revit gedacht, wir machen was ganz Neues. Also Revit 100 Jahre war ja dieses Jahr und dann haben wir 101. Jahr und dann haben wir gesagt, wir machen was Neues. Wir veranstalten einen eigenen Kongress. Und zwar in Karlsruhe im Juni. Ich werde oder wir werden die Seite verlinken in den Shownotes, aber ansonsten einfach auf congress .euwit .de selber schon mal schauen. Tickets sind begrenzt, also wer Bock hat, da teilzunehmen, sehr gerne frühzeitig zuschlagen, lohnt sich bestimmt. Wir haben spannende Themen, wir haben drei Themenblöcke.

Einmal geht es, waren wir gerade bei Übernahmen und sonstigen Zughäufen, geht es um Wettbewerb in der Entsorgungswirtschaft, Konzentration, wir haben verschiedene spannende Vertreter dabei haben, das mal diskutieren. Zweites Thema wäre EPR im Textilbereich. Da kommen ja auch demnächst hoffentlich die Regelungen im Textilgesetz, wie das in Deutschland umgesetzt werden könnte, sollte.

Weißt du da schon mehr? Nee, weiß ich nicht. Ja, also es soll wohl im November was kommen. Okay, im November soll auch kommen, da sind wir beim dritten Thema der Kreislaufwirtschaft. Akte des Kreislaufwirtschaftsgesetzes der EU, der erste Entwurf. Und auch das wollen wir nächstes Jahr in Karlsruhe auf der Veranstaltung diskutieren.

Ich freue mich schon total. Ich freue mich schon richtig. Muss ich mir ein Ticket kaufen? Du bist ja als Trash -Talker dabei. Kannst du mal bei dir dann nachfragen, vielleicht können wir ja auch ein Ticket verlosen. Oh, das ist eine sehr schöne Idee. Was müssen die Hörer dafür tun? Das überlegen wir uns noch. Ich reserviere eins.

Das ist eine sehr schöne Idee. Cool. Genau. Also Leute, unbedingt mal schauen, ob das was für euch ist. Termin auf jeden Fall schon mal blocken. 17 .06 .2027 findet hier in Karlsruhe im Fußballstadion statt. Allerdings nicht auf dem Rasen, sondern in den VIP -Loschen -Bereichen. Und da machen wir auch eine Podcast -Aufnahme. Ich freue mich auch total. Vor allen Dingen, weil ich dann schon in meinem neuen Job bin. Du willst es bestimmt nicht verraten, wie ich dich kenne. Nein, ich werde es nicht verraten, aber ich muss ja irgendwas am 1 .2. haben. Ja, definitiv. Aber das läuft.

So, gemischtes Hack. Ich kriege jetzt wirklich richtig Hunger. So flaky ist das, aber was ist gemischtes Hack in Griechenland? Ja, tatsächlich. Aber das Essen ist auch echt lecker. Richtig lecker. Ich glaube, ich habe auch irgendwie so 2 Kilo zugenommen oder so. Und dann habe ich ja noch meine gebrochene Rippe, weißt du Tom?

Also kann ich ja auch noch nicht mal mehr Sport machen. Wie geht es der gebrochenen Rippe? Der geht es besser. Ich habe jetzt hier mal probiert, ein bisschen was zu machen, aber das merkst du halt sofort direkt. Aber ich würde es wieder machen. Ich würde wieder Kartfahren gehen. Okay, also sehr krass, Dickerstoff beschäftigt das Gericht. Der Strand ist sauber, die Entsorgung war fragwürdig. Vor dem Amtsgericht Oldenburg in Holstein steht der Geschäftsführer eines Entsorgungsunternehmens von Fehmarn. Übrigens, das ist sehr schön in sich, war neulich da, ist die Sonneninsel Deutschlands.

Okay, wusste ich nicht. Er soll seine Fahrer angewiesen haben, Sickersaft aus gelagertem Seegras auf einem Feld auszubringen, um Entsorgungskosten zu sparen. Der Vorwurf umfasst 48 Fälle mit jeweils bis zu 16 Kubikmetern zwischen Juni 2018 und September 2020. Boden und ein Gewässer sollen dadurch nachhaltig verunreinigt worden sein.

Landwirtschaftlich ausbringen darf man die Flüssigkeit grundsätzlich, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen und wahrscheinlich auch zu unterschiedlichen, also nicht zu allen Jahreszeiten. Auch das wahrscheinlich, ja. Ja, strittig ist unter anderem die Bewertung der Proben. Die Verteidigung kritisiert, dass Abwassermaßstäbe statt Düngemittelvorgaben angelegt worden seien. Die zunächst mit eingeklagte Grundstückseigentümerin wurde bereits freigesprochen. Gegen den Geschäftsführer läuft das Verfahren weiter. Das ist einfach, was man alles so illegal entsorgen kann, oder?

Naja, ich weiß auch, meinst du... Meinst du, der wusste wirklich, dass das illegal ist? Die Verteidigung sagt ja, nö, aber... Na gut, okay, er hat sich halt unwissenheitsschützt vor Strafe, nicht, ne? Aber was definitiv illegal ist, wenn man Leute mit Sperrmüllabholung bescheißt und mit irgendwelchen Pseudo -Angeboten eindockt und sie dann richtig abkassiert, das kassiert wo immer stärker, zum Beispiel in Berlin. Da gab es bereits in diesem Jahr schon fast 200 Strafanzeigen wegen mutmaßlichen Sperrmüllbetrugs.

Im ganzen letzten Jahr waren es nur 54. Der gemeldete Schaden liegt bei schon über 200 .000 Euro. Und zwar imitieren Anbieter im Internet den Auftritt der Berliner Stadtreinigung und locken mit günstigen Preisen. Bei der Abholung verlangen sie teilweise das Zehnfache. Mit unter vierstelligen Beträgen war, wer nicht zahlt, dem wird gedroht, den Müll auf dem Bürgersteig stehen zu lassen. Polizei ermittelt, BSR wandt da vor, sich wirklich nur an der entsprechenden Stelle dann auch um Sperrmülltermine zu bemühen. Genau, also echte BSR -Teams tragen orangefarbene Arbeitskleidung mit BSR -Logo und kommen in entsprechend gekennzeichneten Fahrzeugen.

Fahrzeuge, letzte Geschichte aus dem Bereich Souflaki. Ist eigentlich eine schöne Geschichte. Joja, du, ich. Nein, hau raus. Ich habe echt Hunger. Ich habe Hunger. Da sind wir in Holland, wo es ja sonst immer nur heißt, beim Fußball orange trägt nur die Müllabfuhr. Aber auch die Holländer tragen ja sonst orange. Fußballaffine Hörer werden es wissen. Aber hier geht es um was anderes. Es geht um die Müllabfuhr in Rotterdam.

Und da fährt schon seit langem, ich wusste es gar nicht, schon seit 1988 die Poesie mit. Und auf den Müllfahrzeugen sind Gedichte angebracht. Und das würde jetzt offiziell zum immaterialen Kulturerbe der Niederlande. Finde ich total klasse. Wurde gewürdigt, also sehr gute Geschichte auf jeden Fall. Und für literarischen Nachschub sorgt die Stiftung Poultry International, also sobald neue Müllwagen oder Kehrmaschinen, das sind ja nicht nur Müllwagen, sondern auch Kehrmaschinen, angeschafft werden. Das ist richtig cool. Ich werde darauf achten, aber ich war auch noch nie in Rotterdam. Sehr cool. Ja. Sehr cool ist übrigens auch unser Gast gleich in der zweiten Hälfte.

Deswegen unbedingt dranbleiben, nicht abschalten. So machen wir es. Und ich gehe jetzt Mittagessen, Tom. Mahlzeit. Vielen Dank fürs Einschalten und unbedingt dranbleiben. Wir sehen uns spätestens nächstes Jahr. Willkommen zurück zum zweiten Teil unserer aktuellen Folge. Und wie eigentlich immer. haben wir auch diesmal wieder einen ganz besonderen Gast dabei. Bei uns im Trash Talk ist heute Simone Mosca. Sie ist CEO der Mosca GmbH und leitet gemeinsam mit ihrem Mann, also Timo Mosca und Alfred Kugler, die Geschäfte des Herstellers von Verpackungsmaschinen und Umreifungsbändern.

Und ganz passend zu unserem Thema ist Mosca auch schon vor einigen Jahren ausgezeichnet worden als nachhaltigstes Unternehmen. Mosca, schön, dass Sie dabei sind. Herzlich willkommen im Trash Talk. Hallo, guten Morgen. Danke für die Einladung. Herzlich willkommen Simone, schön, dass du dabei bist. Gerne. Ja, wollen wir direkt, Simone, vielleicht möchtest du, ich bleibe jetzt einfach mal ganz locker beim Du, ich hoffe, das ist okay. Natürlich.

Simone, vielleicht möchte ich zum Oskar noch ein bisschen vorstellen, was macht ihr genau, wie viele Mitarbeiter seid ihr, was umtreibt euch gerade so ein bisschen? Also wir machen eigentlich komplett End -of -Line -Packaging. Also alles, was produziert wird und irgendwann in den Karton kommt, ab da würden wir theoretisch übernehmen. Das heißt, wir schließen den Karton, wir palettieren den Karton und wir bilden eine Ladeeinheit auf der Palette. Wir umreifen, wir stretchen, was auch immer. Wir können beides tun. Also es kommt wirklich darauf an, was der Kunde für ein Need hat. Wir übernehmen. Wir sind ganz stark in der Beratung. Wir bieten im Endeffekt das Service -Konzept mit an. Also ich glaube,

das ist so unser Unique. Selling Point, wir sind komplett da zum Thema Maschine, Service und Verbrauchsgüter. Also wir können so, ja, komplett alles machen. Und ja, was macht Mosca, glaube ich, da so ein bisschen? Einzigartig ist es, denke ich, übertrieben. Aber wir haben uns vor Jahren eigentlich schon auf den Weg gemacht, immer so dieses Thema Fokus Consumable nach vorne zu stellen, dass wir einfach so wenig Material wie nötig einsetzen, um die optimale Ladeeinheitensicherung zu erreichen.

Wir haben uns hier am Standort in Waldbrunn ein großes Testcenter geleistet. Das heißt, wir probieren es dann auch wirklich aus. Also nicht nur mit, ich rüttel da mal am Umreifungsband, ein bisschen an der Folie, sondern ich messe es wirklich. Also ich mache, ich stelle im Endeffekt Bremstests nach. Ich kann die ganze Strecke, wenn ich einen Tracker dem LHW mitgebe, ich kann die ganze Strecke, die ein LHW hinter sich bringt von A nach B, kann ich nachstellen und kann schauen, waren da, wenn jetzt ein Kunde immer wieder Themen hatte mit verrückter Ladung oder sowas, waren da irgendwie viele Kurven, Steigungen, was auch immer, das stellen wir danach. Wir ermitteln dann wirklich mit dem Kunden genau das, was er

braucht. Also das macht uns, glaube ich, so ein bisschen einzigartig. Wir haben nicht nur das Schema 11, haben wir auch, aber wir entwickeln quasi auch genau die spezielle Lösung, immer hinsichtlich so wenig Material, wie es denn dann auch braucht mit der richtigen Maschine, dass im Endeffekt die richtige Vorreckung da ist, der richtige Schweißpunkt bei der Umreifung, bei der Folie eben die optimale Verreckung. Bei der Folie arbeiten wir mit Partnern zusammen, auch deswegen. Weil der eine braucht eben eine wahnsinnige Stretchfolie, der andere, bei dem reicht in Anführungszeichen eine Castfolie, was auch immer. Und dann aber auch bei den Folien, bei den Umreifungsbändern immer wieder im Fokus,

wie kann ich es, also Reziplatanteil. Wenn es der Kunde denn schon möchte und dann auch im Fokus, wie kann ich es denn im Kreislauf halten. Also das ist jetzt einfach mal so komplett. Also wir versuchen es wirklich ganzheitlich zu betrachten. Und ich bin eh jemand, der sagt, wir müssen immer entlang der Wertschöpfungskette gehen und nicht nur diesen einen Punkt rausziehen, sondern komplett entlang der Wertschöpfungskette denken. Ja, was ist Mosca? Mittlerweile haben wir die Group Mosca als Klammer oben drüber gestellt. Wir sind weltweit.

1 .400 Mitarbeiter. Wir haben diverse Produktionsstandorte in Hirnwaldbrunn. Das ist so die Keimzelle. In Kanada, in Malaysia. Unsere Wickler werden in Spanien gebaut. Dann haben wir noch die Firma Reisopak mit dazu genommen, um den Mid -Cap -Markt abzudecken. Also gehört auch zur Gruppe Moska dazu. Also es war ein eigenes Wachstum. Es war ein Wachstum durch Merch die letzten fünf Jahre.

Aber immer. Immer diese 360 Grad denke, wie können wir unseren Kunden besser betreuen und was braucht er von uns noch aus der Gruppe, damit wir ganzheitlicher agieren können. Das ist eigentlich immer so unser Antrieb dann auch, wenn wir so rausgehen und so überlegen, machen wir jetzt was selbst, gehen wir in einen neuen Bereich oder nehmen wir uns in der Gruppe jemanden dazu, der zu uns passt.

unten noch ganzheitlicher zu betreuen. Deswegen auch der Merch zum Beispiel in Richtung Stretchfolienwickler. Genau, das macht es einfach ganzheitlicher. Ja, das habe ich vergessen. Fragt einfach. Genau, sehr spannend. Und Sie sagten ja schon, in Kanada und Malaysia und überall unterwegs, also sehr international. Gibt es irgendwelche Branchen, die hervorstechen als Kunden oder wo sich die Angebote besonders anbieten oder wo ein besonderer Schwerpunkt liegt? Wir kamen ganz stark auf der Zeitung. Das hat sich ja ziemlich relativiert die letzten Jahre. Ist dann sehr stark in Richtung Weltpappe gegangen. Also Weltpappe ist nach wie vor immer noch eine ganz große Branche. Es ist aber auch Pharma, es ist Lebensmittel, es ist

sehr viel weiße Ware, also Elektronika. Ja, also ich glaube, das ist das Gute für uns, dass wir sehr branchenübergreifend agieren, wobei man natürlich schon Kernmärkte haben, durch das, dass wir uns eigentlich auch das Thema Schmalband fixiert haben. Es gibt noch Unternehmen, also Mitbewerber würde ich jetzt mal sagen, die dann eher im Breitbandbereich unterwegs sind und dann entwickelt es sich auch immer mehr ins Thema Baubranche, wobei wir da auch sind. Es kommt wirklich aufs Produkt an, also das ist ganz schwierig.

Also je breiter die Bänder werden, dann brauchst du auch wieder andere Maschinen und dann kommen eigentlich auch wieder andere Hersteller. Simone, du hast vorhin so ein ganz kleines Wörtchen in einem Satz eingebaut. Da möchte ich nochmal drauf eingehen und zwar Rezyklateinsatz. Wenn die Kunden das schon wollen, was hält, ich gehe schon mal so ein bisschen tiefer ins Thema, aber das ist mir gerade so ein bisschen hängen geblieben.

Was hält die Kunden davon ab, auf Rezyklate zu setzen? quasi in ihren Verpackungen haben zu wollen? Oder was führt dazu, dass sie es haben wollen? Was sind da so die Argumente oder die Ängste, die Befürchtungen? Ich glaube, da gibt es gar nicht so die eine Antwort. Also man muss einfach jeden Kunden da abholen, wo er gerade steht. Wir haben natürlich Kunden, die sich auch schon ausgiebig zu dem Thema PPVR auf den Weg gemacht haben, die eigentlich wissen, dass sie vielleicht auch eh ihre Verpackungen umstellen müssen, weil es da Mindeststandards geben wird.

Die machen sich schon mal auf den Weg, die probieren es aus. Manche fragen nur nach, ob wir es denn haben. Sagen wir, ja, wir haben es denn. Der eine oder andere bestellt es dann auch schon mal. Wir machen jetzt ab Herbst eine große Kampagne zum Thema PCR -Umreifungsbände, weil ja, also wir haben unsere Produkte. angepasst. Nicht alle, aber jetzt mal die Hauptprodukte, weil ja in England dieses Thema schon vorgezogen wurde.

Das heißt, der englische Markt, also auf der Insel, die müssen ja schon diesen Rezyklatanteil einsetzen. Mussten wir natürlich auch unsere Produkte dann dementsprechend anpassen. Wir sind jetzt mal gespannt. Also das ist wirklich ein ganz großes Thema. Es ist vielleicht manchmal ein bisschen eine Preisthematik. Ja, es ist noch etwas teurer. Wobei sich das ja dann wirklich zum Fluss, wenn ich das auf die Palette rechne, ich glaube, das macht ja manchmal nicht mal fünf oder zehn Cent aus. Also manchmal muss es vielleicht sogar weniger. Ich kann es jetzt gar nicht so genau sagen. Manchmal muss man sich da auch wirklich ein bisschen, man wundert sich dann doch. Es ist vielleicht auch eine Kaufzurückhaltung, weil

man sich überlegt, dass dieses Produkt vielleicht nicht so. Nicht so funktioniert, wobei wir gerade in England haben wir schon Tests gemacht mit Kunden, weil man da einfach ist. Es gibt gar keinen Unterschied in der Anwendung. Es sieht ein bisschen anders aus. Wir waren da jetzt mal mutigst hin vorangegangen. Ich habe jetzt aber gesehen, dass es ein anderer auch noch gemacht hat, weil es einfach die logische Lösung ist.

Ich darf es jetzt auch schon verraten. wie gesagt, die Kampagne startet demnächst, ist es grau. Also unser PCR -Band ist einfach grau, weil ich sage, lasst uns doch dann bei dem Rezyklatband auch nicht anfangen, irgendwelche Farbstoffe reinzugeben, dass es dann vielleicht auch schwarz sein muss. Dann habe ich wieder ein Detektierproblem in der Recyclinganlage. Weiß ist vielleicht ein bisschen utopisch, muss ich jetzt ganz ehrlich sagen, weil es ist halt, es kommt aus dem gelben Sack im Endeffekt. Und jetzt, ob so ein Umreifungsband, naja, jetzt muss man jetzt auch wirklich sagen, ob eine Palette oder ein Karton jetzt mit einem grauen Band, mit einem weißen Band oder mit einem schwarzen Band zugemacht ist. Ja, aber auch da,

es gibt dann zum Schluss, gibt es da auch Diskussionen, es kommt wirklich auf den Kunden an. Wir haben auch noch Kunden, die hätten gerne ein rotes und dann muss ein Frucht drauf sein oder ein lila, blassblau, ich weiß es nicht. Das machen wir dann aber schon gar nicht mehr. Also es gibt ja dann auch... Hersteller, die haben sich einfach darauf spezialisiert, machen Umreifungsbänder in vielen Farben. Ist sehr, sehr nischig. Die kosten auch wirklich, also die haben auch nur einen Preis. Also ganz zum Schluss ist es dann der Verpackungsdesigner, der das dann vielleicht entscheidet. Wir haben da auch schon mit Kunden diskutiert, wo man gesagt hat, was macht ihr?

Auch bei grünem Petband, da rollen sich meine Fußnägel auch, wenn ich ein Petband habe, wo sich die ganze Branche auf grün wirklich geeinigt hat, auch zum Thema Recycling und dann kommt einer und will, ja, bisschen rot. Gibt's. Ja, Wahnsinn. Machen wir dann, aber meistens nicht mehr, weil wir müssten ja die ganzen Linien und so weiter umstellen. Und wir haben jetzt gerade in Deutschland die Linien, das ist wirklich alles voll automatisiert, auf hohen Impact ausgelegt.

Also wenn ich da dann Rüstzeiten einrechne, ohne Farbwechsel, ohne Spülen in der Anlage, komme ich da auch auf einen Preis, wo ich dann irgendwann sage, Kunde, willst du das wirklich? Und das sind dann auch nicht wir. Da muss er dann vielleicht auch zu jemandem gehen, der kleinere Anlagen hat, schneller umrüsten. Also das ist dann auch irgendwann vielleicht nicht mehr unser Kunde.

Irgendwann muss man ja dann auch mal sagen, nicht unser Markt mehr. Genau. Ein weiteres Stichwort, was jetzt eben schon gefallen ist, PPWR. Da gibt es ja seit Monaten ganz hitzige Diskussionen. Ein Thema war natürlich auch die Transportverpackung um Reifungsbänder. Können Sie uns und auch die Zuhörer mal kurz abholen, wo da das eigentliche Problem lag, jetzt direkt aus der Praxis oder in Ihrem Unternehmen und für Ihre Kunden? Naja, ich muss ganz ehrlich sagen, als ich damals die...

Oder ich fange nochmal weiter vorne an. Warum habe ich überhaupt dieses Thema auf den Tisch bekommen? Ich bin 2007 ins Unternehmen eingestiegen und habe den Plastiksbereich, also eben die Umreifungsbandproduktion übernommen. Und aus diesen Themen kamen dann eigentlich auch hauptsächlich die Nachhaltigkeitsthemen, weil wenn ich jetzt unseren Nachhaltigkeitsbericht dem ganzen Unternehmen anschaue, ist natürlich der Plastiksbereich derjenige mit dem meisten Carbon -Eintrag. Also habe ich da auch den größten Impact. Also habe ich dann auch irgendwie ganz schnell diese Nachhaltigkeitsthemen auf dem Tisch gehabt und natürlich dann auch ziemlich schnell die Compliance -Themen. Und irgendwann, ich glaube,

es ist jetzt vielleicht vier oder fünf Jahre auch schon her, kam mir dann dieses Thema PPWR auf den Schreibtisch und ich mir dann gedacht, oh Gott, was Neues aus Brüssel. Habe dann da mal so näher geschaut und bin dann über den Artikel 29 gestolpert. Habe es dann drei oder vier Mal gelesen, habe es dann nochmal mit unserer Juristin hier im Haus geprüft und habe gesagt, also so wie ich das jetzt lese, kommt es eigentlich einem Verbot gleich. Weil da stand wirklich in der Urform, in der Transportverpackung darf eigentlich kein Einwegkunststoff mehr verwendet werden.

Und das heißt, es ist ein Umreifungsband und es ist auch eine Folie, es ist eine Stretchhaube. Also eigentlich nur noch Mehrweg. So, jetzt mal ganz grob übersicht. Und dann bin ich als allererstes mal zu meinem Mann marschiert und hab gesagt, so, jetzt haben wir ein Thema, weil er macht den ganzen Maschinenbau. Weil wenn das Ding durchgeht, können wir erstens komplett zumachen. Weil wenn du diesen Kunststoff nicht mehr brauchst, brauchst du auch diese Maschine nicht. Also unser Geschäftsstreck ist weg. Und die zweite Frage war dann aber auch, wie soll das denn funktionieren? Und dann musste ich da mal drüber schlafen. Und jetzt muss man ja auch sagen, wir sind ja da schon auch ein bisschen nerdig. Weil wenn du 30 Jahre eigentlich

nichts anderes machst, bei meinem Mann ja noch länger, weil er ist ja quasi hier im Unternehmen aufgewachsen, zweite Generation. Mein Schwiegervater klassisch gegründet in der Waschküche, nicht in der Garage. Also von ganz klein gewachsen. Und mein Mann, der hat hier Laufen genannt im Unternehmen, also in der ersten Halle. Du kennst ja nichts anderes. Du bist wirklich ganz tief drin und du kennst deine Kunden und du bist in Lagerhäusern unterwegs, in Versandräumen. Also wir machen ja eigentlich nichts anderes. Zu gucken, was braucht unser Kunde. Wir versuchen da ihm zu helfen, dass er diese Palette gut gesichert bekommt. Und ich weiß eben, was da draußen auf dem Markt erstens mal... national, aber auch

international an Warenströmen unterwegs ist und wie diese Ware gesichert ist. Und wenn du da diesen Kunststoff rausnimmst, dann bricht ja alles zusammen. Naja, also wie gesagt, nach diesem um Gottes Willen und wer hat das jetzt denn ausgedacht, habe ich dann wirklich andere Produzenten angerufen, also auch Menschen, die vielleicht dann schon mal, ich habe hier einen, der war früher bei uns Betriebsleiter, ist jetzt mittlerweile in der Geschäftsführung bei der Konkurrenz, aber den habe ich natürlich kontaktiert. Man hat ja noch, man hat über den IK. So seine Kontakte.

Und ich habe dann mal so alles abtelefoniert. Verstehe ich das richtig? Okay, ja, du verstehst das richtig. Ja, aber mach dir keine Sorgen, das geht ja gar nicht. Es steht ja da. Lange Rede, kurzer Sinn. Ich habe es dann irgendwie, habe ich dann alle an den Tisch bekommen, habe versucht, alle nicht, aber ich habe versucht, die europäischen großen Hersteller im Rahmen des Fachparks an den Tisch zu bekommen. Habe mir einen Anwalt genommen, weil man muss ja immer mit diesem ganzen Thema Compliance vorsichtig sein, habe ich mir dann sagen lassen. Ich bin ja da immer ein bisschen, bin da manchmal sehr hemdsärmlich unterwegs, muss ich ganz ehrlich sagen. Gut, war ein Anwalt dabei. Ich will ja auch niemandem was, ich will keine Preise absprechen.

Ich habe nicht nur einfach mal, man muss doch auch mal drüber reden, nach dem Motto, wir müssen da jetzt was tun. Man ist es erstens unter aller Existenz und zweitens mal wird kein Kunde mehr eine Palette sicher bewegen von A nach B. Also wenn man sich mit dem Eumus unterhält. Also das Ding, das wurde immer, der Elefant, der wurde immer größer. Also so um Gottes Willen, was ist zu dem Thema Transportsicherheit auf den Straßen, dieses Thema, die ganzen Prozesse in den Unternehmen, die vielleicht auch schon ihre Paletten, da langt ja keiner mehr hin. Also ich spreche jetzt, keine Ahnung, eine Molkerei, die Joghurts auf Palette hat und die Folien werden dann teilweise ja schon in dem Reifeprozess mit eingerechnet. Also ganze

Prozessketten würden in diversen Unternehmen komplett auseinanderbrechen. Und dann hatten wir Telefonate mit dem BDI, dann ganz Schreiben von 30 Verbänden. Also das ging dann alles irgendwie ganz schnell. Wir haben ja dann die PAO gegründet, also die Palletstrap -Allianz mit den europäischen Herstellern. Die Großen, auch viele Kleinere sind dann wirklich auch rein. Und haben dann quasi lobbyiert, waren dann in Brüssel, was auch immer da alles passiert ist. Und wir haben es dann wirklich auch geschafft, auch wirklich Olmos war da auch mit dabei, dass verstanden wurde, dass diese Themen eben nicht komplett im Mehrweg abgebildet werden können. Wir haben auch Studien machen lassen. Wir haben von GVM, mit Fraunhofer

haben wir gearbeitet. Ganz wichtig, glaube ich, auch die Studie vom IPAI, nee, nicht IPAI, IV Institut in Heidelberg. Genau, der Benni Kauertz. Weil natürlich, ich bin jemand, ich stelle mir schon auch immer die Frage, Wer ist denn jetzt richtig? Haben die denn da recht in Brüssel, die einfach zu uns sagen, hey Industrie, macht ihr euch mal auf den Weg, ihr kennt nur Plastik und habt keine andere Idee? Also man muss sich ja auch immer ein bisschen challengen. Und wir sind da schon tief rein. Und gerade diese E -Foil Studie, die wirklich alles angeschaut hat, was denn zum Thema Mehrweg auf dem Markt ist, die war schon interessant. Und ich habe ja auch viel gelernt. Und man muss ja sagen, es gibt sicherlich

auch Themen, die man im Mehrweg machen kann. Und sicherlich muss sich Moska da auch die Frage stellen, gerade im Maschinenbau, es gibt keine automatisierten Lösungen. Es ist natürlich auch wieder eine Nische. wo könnte es denn funktionieren, in welchen Bereichen. Also das muss man sich alles anschauen. Deswegen, ich sage ja auch immer, Regulatoren kann ja auch anregen, einfach nochmal auch seinen eigenen Geschäftsweg infrage zu stellen und zu überlegen, was kann ich denn besser machen?

Was wird denn gefordert? Was muss ich denn jetzt tun als Industrie? Aber dieses Komplettverbot und diese 100 Prozent, das war einfach was, wo ich wirklich sagen muss, das war völlige Katastrophe. Weil es hätte im Endeffekt, was wäre denn passiert? Es hätte zum Schluss die Waren im Supermarkt wieder unheimlich verteuert und das ist ja genau das, was wir nicht brauchen, weil es die Prozesse unheimlich verteuert hätte in den Unternehmen.

Ja, also über dieses Thema allein kann ich, glaube ich, drei Stunden reparieren. Da muss ich nicht immer aufpassen, dass ich nicht zu tief reingehe, weil ich es einfach… Du, gar nicht schlimm, Simone. Ich war neulich auf einer Veranstaltung von der DIHK und da hat dann einer sogar tatsächlich so Verpackungen mitgebracht und hat mal so Beispiele gebracht, wo es einfach gar nicht geht. Und deswegen, also jetzt macht ihr euch natürlich dann auch als Industrie auf den Weg und sagt, Mensch, unser Geschäftsmodell wird komplett in Frage gestellt.

Und das ist auch richtig. Es ist gut, wenn man sich mal hinterfragt und sich so ein bisschen challenged. Aber sind da auch viele Kunden auf dich zugekommen, die schon gesagt haben, wir haben uns jetzt damit beschäftigt, mit den ganzen Verpackungsmöglichkeiten in der Zukunft. Was machen wir da? Habt ihr da eine Lösung? Also war eure Kundschaft da auch schon nervös oder waren die noch irgendwie ganz weit weg? Also was dann zuerst mal passiert ist, dass natürlich eine unheimliche Zurückhaltung ist in Richtung Investitionen. Ich habe es dann gepredigt, ich habe gesagt, das wird passieren. Hat mir natürlich keiner geglaubt, aber es ist passiert. Also wir haben es gerade im Maschinenbau, gerade bei den

Sondermaschinen, bei den Palettenwicklern und bei den Umreisungsanlagen haben wir das ganz schnell gemerkt, dass sich ein Kunde schon überlegt. Also gerade die großen Kunden, die kleineren hatten es ja gar nicht so auf dem Schirm. Das ist ja immer so diese Sache, wann merkt denn einer überhaupt, dass da was kommt. Genau, genau.

Die, die es gemerkt haben, gerade die großen Kunden, die waren natürlich dann erst mal zum Thema Investition so ein bisschen auf der Bremse, haben dann eher erst mal nach einer Retrofit Lösung gefragt, vielleicht nach einem Umbau, wenn es denn nötig war. Also schon eine komplette Investitionszurückhaltung, also das hatte bei uns Auswirkungen, ja. Also es gab natürlich ganz viele, die einfach nur im Gespräch dann auch gesagt haben, ja, wie soll denn das gehen? Das geht ja gar nicht. Ich warte jetzt einfach mal ab und gucke, was da wirklich kommt, weil es geht halt einfach gar nicht. Und es gab ein paar, die gefragt haben, habt ihr denn auch schon Lösungen zum Thema Mehrweg? Aber ich muss ganz ehrlich

sagen, da habe ich jetzt ein, zwei Themen, über die kann ich jetzt noch nicht erzählen, weil das ist dann vielleicht was an der nächsten Messe. Da muss ich mal gucken, wenn wir da ganz mit anfangen sind. Aber das sind dann auch schon Unternehmen, die sind auch schon sehr weit und haben dann wirklich auch ihre kompletten Prozessketten im Blick und wissen ganz genau, welche Themen sie denn umstellen könnten, vielleicht auf eine Mehrweglösung. Weil das betrifft ja deine komplette Lieferkette, deine komplette Supply Chain Kette in der Unternehmensgruppe. Also je nachdem, was es ist. Und ja, der eine oder andere macht sich da auf den Weg. Und kommt aber natürlich dann auch schnell an seine Grenzen, weil es ist halt

wirklich das Thema hochautomatisierte Lösung. Und naja, wenn ich jetzt ein kleiner Kunde bin, der am Tag drei Paletten oder sowas definiert. Da kann man sich dann schon mal überlegen, ob man die irgendwie anders sichert. Mit was denn? Ja, richtig. Da gibt es ja so Netzhauben oder sowas. Die muss ja irgendwie wieder zu dir zurückkommen.

Es funktioniert ja auch immer nur mit verschiedenen Partnern, die da zusammen agieren. Entlang dieser Kette. Und das muss man ja auch bauen. Und in Brüssel, wir haben dann erklärt bekommen, Ja, Mehrwegpaletten und Mehrwegsysteme. Und dann habe ich gesagt, ja, und das Thema Hygiene. Ja, dann muss es halt überall irgendwelche Stationen geben, wo man das sammelt. Mit einer Europalette würde das ja auch gehen und dann könnte man das dort reinigen. Und ich bin dann wirklich da gesessen und mir sind die Dollarzeichen so im Kopf durchgeschossen, weil ich mir gedacht habe, um Gottes Willen, wer soll denn das aufbauen? Was soll denn das kosten? Und wer soll das denn zum Schluss bezahlen?

Und die da, keine Ahnung, alle zwei Minuten eine Palette wickeln und die schießt es da voll automatisch durch. Auch bei unserem Werk in Muckental. Also unsere Palette, das muss man denken, das ist so hoch automatisiert, dass der Erste, der mit der fertigen Transporteinheit Palette in Bürungen kommt, ist der Staplerfahrer, der die Palette wegnimmt und entweder auf die Laderampe oder ins Lager bringt. Da langt keiner mehr hin. Wie soll das gehen? Also es funktioniert einfach.

Also jeder, der mir dazu eine Antwort bringen kann. Ich suche seit vier, fünf Jahren nach demjenigen, der mir sowas zeigt. Weil ich bin ja neugierig. Ich will es ja verstehen. Und ich will ja dann vielleicht diese Idee weiterentwickeln und sagen, komm jetzt hier, Challenge accepted, Entwicklungsabteilung, macht was draus. Aber ich finde es nicht. Weißt du, ich habe aber manchmal so das Gefühl, dass es so wie wir recyceln, weil wir recyceln wollen.

Aber dass man sich mal wirklich das Gesamtsystem anguckt. Du musst überlegen, was das kosten würde, also was das auch für ein Energieeintrag wäre. Also generell auch Ressourcen, die man dann benutzt, um sowas zu reinigen, zurück zu transportieren. Da ist ja dann auch die Frage, macht das echt wirklich Sinn? Das Gesamtsystem dann am Ende doch wieder mehr Energie benötigt, als wenn man jetzt sagt, okay, wir machen einen weg und es geht dann halt einfach als Ersatzbrennstoff in eine Zementfabrik. Haben wir alles in unserer Studie drin. Reifenabrebe auf der Straße, allein durch den Transport dieser Leer, dieser Kanister.

Unglaublich. Der Carbon -Eintrag, immens. Das ist unglaublich. Also wenn du mal so eine LCO Analyse, also nur eine Lifecycle -Analyse. Und das habe ich dann auch in Brüssel gesagt, habt ihr das mal unter so Lifecycle -Analysen betrachtet? Nein. Genau. Diese European Green Deal und haben dieses große, große Thema und dann haut man da teilweise Dinge raus, die total konträr gehen.

Und das ist das, was ich nicht verstehe. Das muss mir bitte mal jemanden erklären. Wir wollen alle Karben einsparen. Ja. Fair enough. Mach mal. Bitte. Ja, genau. Aber es sind halt eben auch kaum noch Techniker. Es sind ja kaum noch Ingenieure, die das machen, sondern wir haben dann noch irgendwelche, ich meine, ich könnte jetzt auch abdriften, wenn du dann so junge Leute hast, ja, ich will was mit Nachhaltigkeit machen.

Ja, dann geh doch in die Kreislaufwirtschaft. Nee, ich will ja sowas Cooles mit Nachhaltigkeit machen. Okay, klasse, mega. Aber das ist so, dass man sich auch mal damit wieder technisch auseinandersetzt und genau das Lifecycle -Analysen, also dass man die mal wieder fährt und das wirklich kritisch erfragt. Und das ist auch das, was mich generell so an der Abfallwirtschaft oder an der Kreislaufwirtschaft so nervt, ist, wir müssen Dinge aufrechterhalten, weil das schon immer so war. Und das ist genau das, Simone, was du auch gerade gemeint hast, dass man sich so generell auch mal wieder hinterfragt. Gibt es nicht vielleicht doch irgendwie eine coole Lösung, die wir anbieten können? Ja, und lass uns doch zusammen sitzen

an den Tisch. Lass uns doch zusammen überlegen, jetzt nimm doch so einen Nerdy wie uns, der 30 Jahre nichts anderes macht. Oder eigentlich haben wir schon ein 60 -jähriges Jubiläum und wir haben hier wirklich Leute, die atmen das aus jeder Pore. Also die sind da jeden Tag beim Kunden und wissen ganz genau, die gehen ins Rundfunk Raum und wissen ganz genau, der braucht die, die, die, die Lösung, so, Punkt. Ja, wenn wir es nicht sind, dann ist es der und der. Machen wir ja auch. Nicht immer ist Moska der Beste.

Manchmal braucht es einen Stretchhut oder was auch immer. Dann sagen wir ja auch, Kunde, deine Ware ist, glaube ich, so und so besser gesichert. Machen wir alles. Ich glaube, da lässt sich auch jeder so seine, da lässt auch jeder den anderen leben in der Branche. Man kennt sich ja auch. Wir sind zusammen auf den gleichen Messen, wir kennen unsere Anwendungen. Alles fair enough.

Aber nimm uns doch bitte mit an den Tisch. Muss ja gar nicht ich sein, es kann ja jemand anders sein. Aber nimm uns doch mit an den Tisch, wenn du so eine Idee hast. Und überleg mal mit uns gemeinsam. Und dann nimm bitte noch, gerade zu dem Thema, einen Recycler mit an den Tisch. Weil ich bin der Meinung, diese Umreichungsbänder, hallo, das ist ein Pad. Oder ein Polypropylen.

Es ist ein einfacher Kunststoff, der eigentlich gerne im Recycling wieder verwendet wird. Kann man auch. Kein Multilayer, gar nichts. Auch die Folien, PE. Passt. Lass uns doch zusammen. Ja, wir müssen diesen Kunststoff im Kreislauf halten. Ja. Da, wo er ankommt beim Kunden, wo er abgeschnitten, aufgeschnitten und in den Big Pack gestopft wird, da muss er abgeholt werden. Und ab da... Kann es eine neue Verwendung geben? Ob das wieder, diese ganzen Diskussionen, muss ein Strap wieder zum Strap werden, eine Folie zur Folie? Muss man sich anschauen. Kann aber doch bitte auch, kann auch meiner Meinung nach was anderes werden.

Ist mir egal. Aber lass uns doch gemeinsam drüber reden. Wie wir es tun. Und wir wollen ja Verantwortung übernehmen. Wir wollen unserem Kunden ja auch sagen, bitte, oder wir sagen es unserem Kunden auch, bitte sortier, wenn du PET und PP extra sortierst, wenn du es vielleicht auch schon mit einem Schredder von uns, wir haben ja da auch was entwickelt, häselst, kriegst du viel mehr in den Big Pack, sparst du dir hinterher Leerraumvolumen, wenn du es abholst. Es wird ja auch die Themen geben mit der neuen Abfallverordnung, dass es einfach mehr kostet beim Recycler. Also da kannst du deinen Kunden ja auch schon mal ein bisschen aufschlauen. Die haben ja dann meistens auch ihre Abfallwirtschaftssysteme wieder intern.

Also auch da ist es einfach eine Zusammenarbeit. Das gehört für mich zu diesen 360 Grad dazu, dass man einfach gemeinsam Lösungen entwickelt mit dem Kunden und dem auch nicht nur einfach was auf den Hof stellt und sagt, so jetzt nach mir die Sintflut, sondern sagt, guck mal und danach dahin, dahin, dahin, ruf da und da an, die holen dir das ab. Also das kann man alles entwickeln. Und ich glaube, wir in der Branche wollen das auch entwickeln. Ist noch nicht jeder so weit, aber irgendwann müssen wir ja auch.

Und dann brauchen wir eben die Recycler dazu. Wir brauchen unsere Kunden. Und das würde gehen. Und dann bitte noch die Politik mit an den Tisch. Und dann? Also meiner Meinung nach gar nicht schwer. Und das kann man auf so viele Bereiche übersetzen. Dass ich einfach sage, es ist nie gut. Genauso wie ich kenne mich doch auch nicht in allem aus. Also ich habe ein Kind mit einer Legasthenie als Beispiel. Da frage ich doch auch den Lehrer, als wir das festgestellt haben, was kann ich denn jetzt tun als Elternteil? Und was gibst du mir mit als Pädagoge, der dafür ausgebildet ist? Also dem lese ich doch auch nicht irgendeinen Google -Text vor und sage ihm ganz genau, was er da jetzt zu machen hat. Also ich sollte es

nicht tun. Mal ich da schon eine Kompetenz auf der anderen Seite. Und das ist ja auch so dieses Thema. Ja. Also wir hatten es ja definitiv in der Berichterstattung, aber wahrscheinlich haben es nicht alle Hörer mitbekommen. Was ist denn am Ende rausgekommen aus dieser 100 % Vorgabe nach den ganzen Diskussionen, nach ihren Eingaben, nach Gesprächen? Was ist denn? Also 60 Prozent dürfen weiterhin mit einmal Kunststoff geleistet werden und 40 Prozent sollen dann im Mehrweg stattfinden. Das ist jetzt einfach mal eine Quote, die verabschiedet wurde. Wie genau der Kunde das meldet und wie er das berechnet, ist auch noch eine ganz große Frage. Und wahrscheinlich muss der Kunde eben auch seine ganzen Prozesse

anschauen. Und vielleicht wird er die Transportpackung, weil es einfach gar nicht anders geht, dann mit dem Einweg. Stoff abbilden und wir dann aber irgendeinen anderen Transport, der vielleicht zu irgendwelchen Zulieferern ist, mit einem Mehrwegsystem abbilden, weil da auch immer ein Weg hin und zurück definiert ist, ein gleicher. Also ich glaube, da müssen wir uns jetzt alle hinsetzen und überlegen, das ist eine große Hausaufgabe, die jeder im Endeffekt hat. Das ist auch noch nicht richtig angekommen, glaube ich. Und wo wir noch für kämpfen, also da sind wir immer noch auch mit der PAO unterwegs, ist im Endeffekt auch diese Berechnungsmethode, dieser 40 Prozent, weil da gibt es auch noch ganz viele Fragezeichen.

Da bräuchte ich auch wieder eine Stunde, um darauf einzugehen. Wir haben einen klaren Vorschlag gemacht, weil der am logischsten ist, auch mit dem IK zusammen, also um Gottes Willen, das macht ja nicht nur Moskau, das ist ja wirklich dann auch mit den Verbänden, in den Verbänden, weil das betrifft nicht nur das Umreifungsplan, das betrifft ja wirklich auch alle anderen Produkte, die da verwendet werden, dass man auf eine Grammatur geht. Weil da ist ja dann auch das Thema, da hätte ich dann vielleicht auch so eine ganz kleine Anregung an den Kunden, um zu sagen, guck doch wirklich auch mal an, wie viel Folie du da wirklich drum haust. Und kannst du nicht auch im Band was tun? Es wäre ja auch so ein bisschen eine

Anregung, um vielleicht nachhaltiger zu werden oder eben ein weniger Material einzusetzen. Mit so Sachen mache ich mir natürlich auch echt keine Freunde. Also ich bin auch nicht in der Branche komplett bei allen so beliebt, das weiß ich auch. Kann aber mit lieben. Aber wir müssen es ja eh machen. Wir müssen es ja eh machen. Das ist ja so. Ja, das ist so. Ich bin mega genervt, wenn ich da um die Ecke komme. Jetzt kommt die wieder mit ihren Kreislaufgedöse und Material reduzieren und so weiter. Ich finde das mega, wenn man einfach sagt, ja, ich bin halt nicht überall beliebt, aber dann ist das so und dann auch noch so herzlich dabei lachen. Also die PPWR, die soll ja eigentlich auch so harmonisieren und es soll ja alles gleich

werden. In Europa ist ja eine Verordnung, gilt unmittelbar. Jetzt seid ihr ja auch in relativ vielen Ländern unterwegs und auch auf anderen Kontinenten, wo das Ganze natürlich nicht gilt. Kannst du vielleicht irgendwie auch mal so einen Vergleich ziehen? Wo läuft es besser? Wo läuft es anders? Was könnten wir uns abgucken? Und spürt man eigentlich auch so eine Harmonisierung überhaupt schon? Also grundsätzlich finde ich das Thema PPWR von ganz oben drauf geguckt eigentlich eine gute Sache. Weil man hat wirklich versucht, diese Staaten in eine einheitliche Lösung zu bringen. Und ich wäre so dankbar, wenn jetzt nicht jeder Staat wieder anfängt und sein eigenes Ding macht, weil dann, das wird ja wieder dagegen

gehen, weil ich sehe schon die ersten Sachen, es fängt schon wieder an. Nicht cool. Auch wieder eine Stunde eigenes Thema. Zurück. Also grundsätzlich zu versuchen, zu regulieren, dass man als Staat in einheitliche Lösungen geht, um ein Recycling anzuregen und so weiter, um Kreisläufe abzubilden, finde ich gut. Frage ist natürlich immer, wie wird es gemacht, aber ich finde es gut. Wir sehen in den USA, dass darüber auch gesprochen wird, also überhaupt über das Thema Recyclinganteil und Kreisläufe, da wird drüber gesprochen. Und da ist es jetzt wirklich so, dass einzelne Staaten vorangehen. Also da kommen Themen in Kalifornien und so weiter und so fort und die kommen schnell.

Das wird uns jetzt auch wieder vor eine neue Herausforderung stellen. Wir sehen in Asien ganz stark das Thema Rezyklatanteil. Das sehen wir auch. Da kann ich jetzt noch nicht so viel sagen über Kreisläufe. Wir durften tatsächlich schon mal eine Anlage besichtigen. Das war so mein Traum, muss ich ganz ehrlich sagen, weil die hatten wirklich eine PET -Bandproduktion und hatten ein eigenes Recyclingwerk mit auf dem Hof stehen. Also das war wirklich vom PET to PET, Strap to Strap. Okay, handpickt kann man sich jetzt bei uns nicht leisten. Die haben wirklich gezeigt, wie es geht, technologisch. Chapeau, gut ab. Also muss ich wirklich sagen, es ist nicht so, dass das nur bei uns passiert. Gar nicht. Da wird schon auch geschaut, das macht

halt jeder. Jeder macht es ein bisschen anders, würde ich mal sagen. Und beim einen braucht es sehr viel Regulatorik, die anderen machen es über Subventionen. Woanders ist es vielleicht die Industrie, die vorangeht. Ich glaube aber, es lässt sich nicht mehr aufhalten. Ist so mein Gefühl, aber das ist wirklich, weil man sieht es wirklich und auch in den USA oder auch in vielen Ländern, wo man es jetzt gar nicht so denkt. Wir haben letztes Jahr in Mexiko ein Werk eröffnet, eine Bandproduktion und da waren Leute aus der Wirtschaftsförderung da und die erzählen mir ganz stolz, dass sie diese ganzen Themen da jetzt auch zum Thema Recycling und so weiter vorantreiben wollen. Und ich war dann wirklich

so, okay, bin gespannt, was da kommt. Kann ich dann natürlich auch sagen, ey, wir sind da. Also das würde mich jetzt wirklich interessieren, natürlich auch als Quelle. Das muss man alles ausprobieren und muss es sich anschauen und muss sich im Endeffekt auch überall so präsentieren. Ich bin da und würde es gerne mit dir ausprobieren, weil es bringt uns immer wieder ein Stück auch weiter, weil natürlich auch diese Materialitäten sehr unterschiedlich sind. Also ein recycelter Kunststoff ist hier in Europa anders wie der in den USA. Also da sind auch unsere Kunststoffingenieure ständig im Austausch. Das PET -Material in den USA, da würden wir hier in Deutschland davon träumen. Einfach weil in Europa oder in Deutschland

dieser Zugriff auf dieses Material schon viel, viel, viel größer ist. Also die Konkurrenz um die Mengen dann? Ja, natürlich. Also dieses Material ist schon in so vielen Produkten eingesetzt. Im Schluss greift ja teilweise auch je nach Baumwollpreis die Textilindustrie drauf zu. Also der Einsatz ist ja schon und die Ware wird seit Jahren immer schwieriger, immer schlechter, weil es einfach auch Bottle -to -Bottle -Bewegungen gibt. Also wir werden da auch irgendwann kein Bottlematerial mehr bekommen wahrscheinlich und müssen dann andere PET -Quellen ressourcen. Und in den USA habe ich noch Bottelflakes hauptsächlich. Und das ist einfach eine sehr einfache Ware, die ich gut verarbeiten kann auf den Extrusionsanlagen.

Aber das sind ja Bewegungen. Ich glaube, das sind immer so Zeiträume von 10, 15 Jahren und dann schwappt es ja über, weil der Markt wird sich da von alleine bewegen, bin ich mir absolut sicher. Und das wird auch in den USA passieren. Also wenn da eine Industrie merkt, dass da ein Material ist, auf das man gut zugreifen kann, das man gut einsetzen kann, dann wird die Nachfrage einfach höher und dann werden sich die Mengen und die Preise auch dementsprechend anpassen.

Ich glaube, es braucht auch gar nicht immer Regulatorik. Da sind wir jetzt dann aber beim nächsten Thema. Wann macht es der Markt alleine und wann braucht es Regulatorik? Wollen wir noch einen Podcast? Gerne. Ja, das ist total schade. Die Zeit ist schon wieder sehr weit vorangeschritten. Aber wir haben ja noch ein Thema. Ich habe zumindest noch eins, vielleicht hat Julia auch noch eins.

Aber ein gemeinsames Projekt mit InterZero. Da geht es um die Rückführung von gebrauchten Umreifungsbändern. Können Sie da ganz kurz berichten, wie da der Stand ist und welche Erkenntnisse man daraus schon gewonnen hat und was man vielleicht weiter plant in dem Bereich? Also mein großes Ziel ist ja eine Branchenlösung. Also ich hätte ja gerne aus der Pau raus entwickelt, dass wir im Endeffekt uns gemeinsam eine Branchenlösung gemeinsam mit den Recyclern überlegen und die dem Kunden anbieten.

Weil kein Kunde wird akzeptieren, dass das Moskaband geschreddert in einem Bigpack landet und von innen das Serbo abgeholt wird und vielleicht das Band von der Konkurrenz in einem anderen Bigpack und einem anderen Recycler. Und auch diese Diskussion, ja, der hat jetzt aber so und so viel von mir gekauft und ich will das jetzt wieder zurück. sondern es wird kein Kunde mitmachen.

Müssen wir uns alle einig sein? Ich glaube, das ist so ähnlich wie damals mit der PET -Getränkeflasche und den Getränkeautomaten. Und dieses nimmt denn jetzt der Edeka auch die Rewe -Flasche und was auch immer. Da brauchst du Verbandsarbeit, da brauchst du Branchenlösung. Da stehen wir leider noch sehr am Anfang. Ich sage immer, bis ich in Rente gehe, möchte ich das. Das wäre mein großes Ziel. Nee, nicht doof. Ich sage immer, ich möchte, bis ich in Rende gehe, gerne damit reingewirkt haben, dass es eine Branchenlösung gibt für die Umreifungsbänder und vielleicht auch für die Folien, auch wenn wir die gar nicht herstellen. Genau, das wäre so ein ganz großes Ziel. Ja, also was wir machen und das sind wir

jetzt einfach mal gestartet und haben uns halt einen Partner gesucht und im Endeffekt zeigen wir, wie es gehen kann. Wir sagen zu unseren Kunden, hör zu, wenn du bei uns das Umreifungsband kaufst und natürlich auch das andere Umreifungsband, das du noch auf deinem Hof hast, das durch Fremdpaletten kommt, vielleicht aus Asien, was auch immer.

Bitte trennen in PET und in Polypropylen. Sieht man ja auch farblich, sieht man ganz einfach, ist gar kein Thema. Wir stellen einen Schredder zur Verfügung. Das heißt, der Kunde lässt halt diese Umreifungsbänder, der schneidet es ab, lässt das Umreifungsband kurz durch den Schredder. Er muss es auch nicht, er kann es auch einfach so in den Sack stopfen. Es ist aber eben zum Thema Ladevolumen und LKW -Transporte besser, wenn es geschreddert ist, weil dann einfach mehr später in den LKW passt. Und macht es in den Big Tech rein und dann kommt eben Indesero ins Spiel und dann ein kurzer Anruf bei Indesero und er holt dir das Material ab. So. Alles andere übernimmt dann in der Zero, ob es da jetzt eine

Vergütung gibt oder dann später im Endeffekt. Im Endeffekt sparst du ja schon, weil dein gelber Sack, wo es normalerweise reinwandern würde, ist ja teuer in der Entsorgung. Also das ist, wenn es der Kunde, wenn er seine Prozesse wirklich komplett im Blick hat und kann es rechnen, merkt der Kunde das, spart. Und dann noch mehr spart, wenn er es auch häckselt. Aber da muss man wirklich jeden Kunden, abholen und da, wo er gerade steht in seinen Prozessen. Und manche machen es intrinsisch, weil sie einfach was tun wollen und sind interessiert.

Bei manchen ist es wirklich vielleicht das Thema Abfallgebühr. Also auf jeden Fall ist das unsere Zusammenarbeit mit Inna Zero. Die sieht im Moment so aus und Zukunft. ist für mich, es müssen, im Endeffekt müssen alle Recycler mit an den Tisch, weil Inder Zero ist, es ist ja, man hat es ja so ein bisschen aufgeteilt, da gibt es ein Remonis, da gibt es ein Presero, da gibt es ein Inder Zero, da gibt es einfach die Großen, die die ganzen Abfallströme im Endeffekt abholen.

Es gibt ja auch viele Kleine, aber es muss im Endeffekt der ganze Weg für diese Ware beschrieben werden einmal. Wo kommt es an, wer bereitet es wieder auf und wo kann ich es wieder zukaufen? Das ist ja, Hört sich immer so einfach an, aber ich bin schon überzeugt davon, dass wir für gewisse Waren oder für gewisse Produkte das innerhalb Europas super etablieren können. Ohne großen Aufwand. Und ich meine, wir sind rohölbasiert und wir haben alle wenig eigene Ressourcen in Europa. Das wissen wir ja. Oder fördern es nicht, auch wenn wir es haben. Oder was auch immer.

Egal. Neues Thema. Ich finde einfach, wir sollten diese Produkte oder diese Rohstoffe im Kreislauf halten und immer wieder verwenden. Das ist für mich einfach logisch. Warum soll ich es verbrennen? Also ganz zur Not, ja, natürlich, wenn es ganz ackverschmutzt ist und ich kann nicht nochmal ein neues Produkt draus machen, dann kann ich es vielleicht auch als Brennstoff verwenden.

Ist für mich aber die allerletzte, der allerletzte Verwendungszweck. Ja. Ja. Ja. Ja, also tatsächlich, das war jetzt eigentlich auch, ich will gar nicht sagen, ein schöner Abschluss, aber es war auch ein guter Ausblick nochmal. Simone, ich finde es super. Also ich bin ein großer Fan von Branchenlösungen und ich bin da auch total bei dir. Wenn da jeder seine eigene Suppe kocht, dann ist das überhaupt gar keine wirkliche Lösung. Und du musst wirklich alle mitnehmen. Und das geht auch immer nur über das Geld oder tatsächlich dann auch über gesetzliche Vorgaben. Aber Simone, wenn du jetzt was der Politik quasi mir nochmal mitgeben möchtest, was wäre so dein Wunsch? Wir hoffen, dass er Wirklichkeit wird. Lasst uns das gemeinsam machen,

die Aufgaben, die da sind, ja, gesellschaftlich. Ja, also da, wo wir mit einwirken können als Industrie, nehmt uns doch mit an den Tisch. Also einfach diese Erfahrung, die wir uns angeeignet haben. Und das ist ja in allen Bereichen so. Es gibt eine Industrie oder gerade auch im Mittelstand, da ist so viel Wissen vorhanden. Also nehmt es doch mit an den Tisch. Also ich sage immer, so eine Industrie, die Wissenschaft auch sicherlich.

Auch die muss mit an den Tisch, weil da sind ganz viele kluge Köpfe, die vielleicht auch nochmal anders denken, auch Impulse geben, auch uns anregen, uns infrage zu stellen und innovativ zu sein. Also das ist ja ein Kreislauf. Also nehmt einfach die Industrie, die Recycler, die Wissenschaft mit an den Tisch, bevor ihr im Endeffekt über Regulatorik nachdenkt oder vielleicht auch über Gesetze. Man nimmt unser Wissen einfach mit.

Und dann braucht man es vielleicht nicht 20 Mal danach in die Hand nehmen. Und das kostet ja auch alles nur Geld und Ressourcen. Und ich glaube, es hat auch was mit Glaubwürdigkeit zu tun. Es ist doch auch nicht schön, wenn man dann einen raushaut als Politiker und will einfach was, will eigentlich, hat was Gutes im Sinne. Und dann wird es wieder von allen Ecken komplett zerrubst, weil es einfach nicht gut gemacht war.

Und es ist doch irgendwie für alle schade. Ja, das ist richtig. Total unbefriedigend. Mir tun dann auch die Menschen leid, die eigentlich nach vorne marschiert sind und erstmal einen guten Gedanken hatten. Weil der wird ja dann komplett zertrampelt oder in eine ideologische Ecke gesteckt oder was auch immer. Das ist noch ein Hauptthema von mir. Lass mal völlige, die Ideologie, die muss komplett draußen bleiben. Wir brauchen da eine Wissenschaft, wir brauchen eine Industrie, also das produzierende Gewerbe, die es im Endeffekt umsetzen müssen. Und wir brauchen sicherlich die Politik, um was zu regeln oder anzuregen, was auch immer. Also manchmal brauchst du vielleicht eine Anregung, manchmal brauchst du eine Regulierung,

aus was für einem Grund auch immer ein Gesetz. Alles gut, das ist ja dann auch nicht mehr unsere Aufgabe. Aber lass es uns doch versuchen. Mehr gemeinsam zu machen, weil ich glaube, es hat auch jetzt die letzten Jahre eigentlich auch gezeigt, dass es so, wie wir es jetzt gemacht haben, nicht unbedingt immer von Erfolg gekrönt war und dann wieder schnell nur schief geht.

Genau, deswegen soll ja jetzt auch dieses Verpackungsdurchführungsgesetz soll ja jetzt auch nochmal direkt novelliert werden, weil das ganze Thema Ökomodulation, das fehlt ja auch noch. Und da bin ich so bei dir. Da sieht man so, okay, jetzt habt ihr da was irgendwie hingeworfen, was einfach nicht gut durchdacht war. Und jetzt müsst ihr das nochmal novellieren und alle regen sich irgendwie nur auf. Du bist auch nicht die Einzige, die sagt, echt alle, nehmt uns doch mit, lasst uns an einen Tisch setzen. Alles Know -how. und dann übrigens auch mal Gesetze komplett neu denken. Aber das ist auch nochmal ein eigener Podcast. Das ist ein ganz eigener Podcast. Und wie gesagt, wenn ich jetzt sage, ich mache mich nicht beliebt,

ich meine, sagen wir es mal so, du wirst natürlich dann auch mit konfrontiert, dass vielleicht ein Geschäftsmodell, was du jetzt selbst hattest oder irgendwie... Eine Meinung, die du dir halt über Jahre gebildet hast, dass es nur so und so geht, das kann schon passieren, dass du dann auf einmal mit konfrontiert wirst, dass du da halt was ändern musst. Aber mein Gott, da muss man sich halt mal kurz schütteln und dann auch, das Leben ist Transformation, also jeden Tag.

Ich bin überzeugt davon, dass wir, wir müssen uns alle ständig transformieren und immer wieder hinterfragen, war das jetzt richtig, was ich gemacht habe? Muss ich mich neu aufstellen? Muss ich da was ändern? Wie kann ich was weiterentwickeln? Kommt da vielleicht was, was ich noch gar nicht auf dem Schirm hatte? Und es kann doch aber vielleicht auch, eigentlich kann es doch auch beflügeln.

Absolut. Das war... Simone, ein sehr schönes Schlusswort. Danke. Wirklich. Aber wir merken schon, tatsächlich, da ist noch sehr viel Potenzial für noch mehr Gespräche. Und ja, ich bedanke mich ganz, ganz herzlich bei dir. Oder wir bedanken uns ganz herzlich bei dir, dass du heute unser Gast warst. Weiter so, bitte. Und wenn ich mal unten im Odenwald bin, dann komme ich vielleicht auch mal vorbei. Ich komme super gerne mal vorbei.

Du weißt ja, ich habe mal im Odenwald gewohnt. Mein Herz hängt da ja noch ein bisschen. Das siehst du. Wir haben ja Heidelberg. Wunderschön. Lohnt sich auch. Ja, ich weiß. Ich weiß. Meine ganze Verwandtschaft wohnt da. Also meine Tante und so weiter. Also ich komme vorbei und Simone weiter so. Und wir sehen uns ja auch hin und wieder in Berlin. Da freue ich mich auch drüber.

Genau. Danke, dass du unser Gast warst. Dankeschön. Gerne.

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