Unisonar· Staffel 9· Folge 3

Wie viel Risiko brauchen wir?

Donnerstag, 29. Oktober 2026 · 27 min

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Shownotes

Ein Bungee-Sprung von einer 220 Meter hohen Staumauer: Für die einen ein unvergessliches Erlebnis, für andere eine Horrorvorstellung. Warum beurteilen wir dieselbe Situation so unterschiedlich? Und weshalb sind wir als Jugendliche oft risikofreudiger als später im Leben?
Die Psychologin Loreen Tisdall von der Universität Basel erforscht, wie sich Menschen in ihrer Risikobereitschaft unterscheiden. Im Gespräch mit Unisonar-Host Catherine Weyer erklärt sie, weshalb wir die Wahrscheinlichkeit negativer Ereignisse häufig falsch einschätzen und warum wir glauben, dass anderen eher etwas Schlimmes passiert als uns selbst. Dieses Phänomen nennt sich «Optimism Bias».
Auch unsere Gene spielen eine Rolle: Studien deuten darauf hin, dass genetische Unterschiede einen Teil der individuellen Risikobereitschaft erklären. Mindestens ebenso wichtig sind jedoch unsere Erfahrungen und das soziale Umfeld. Besonders im Jugendalter können Freundinnen und Freunde sowie die Entwicklung des Gehirns beeinflussen, welche Risiken wir eingehen.
Die Folge geht ausserdem der Frage nach, wie Kinder lernen, mit Risiken umzugehen. Denn wer Herausforderungen meistern darf, entwickelt Selbstvertrauen, Eigenständigkeit und ein Gefühl für die eigenen Fähigkeiten. Entscheidend ist dabei, Kinder herauszufordern, ohne sie zu überfordern.
Und wie beeinflussen Medien und Social Media unsere Wahrnehmung von Gefahren? Warum überschätzen wir seltene Risiken und unterschätzen alltägliche? Eine Folge darüber, warum ein Leben ohne Risiko kaum möglich ist – und weshalb es manchmal gut ist, etwas zu wagen.

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