Vinyl & ... Podcast· Folge 167

0167 - CANTON Werksführung - Was in einem Lautsprecher steckt (Vinyl & … Report)…

Sonntag, 1. November 2026 · 1 h 03

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Shownotes

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Herzlich willkommen bei Vinyl & … Report. Wir waren zu Besuch bei CANTON in Weilrod im Taunus, einem der größten Lautsprecherhersteller Deutschlands mit eigener Produktion. Im Rahmen einer persönlichen Werksführung führte uns Moritz Jung (Head of Marketing & Head of International Sales) durch die Showrooms, in denen sowohl die Technik, als auch die Geschichte und die Produktionsstätten von CANTON kennengelernt werden konnten. Ob Wand- und Deckeninstallation, Car-Hi-Fi, Smart Speaker, Multiroom, Heimkino oder High End mit der Reference Alpha. Die Eindrücke waren vielfältig. Besonders spannend war der Produktionsbereich, in dem wir den Mitarbeitern über die Schultern schauen durften, als Lautsprecher wie die Vento 51, die Reference 9 GS oder die Reference Alpha 1 gefertigt und anschließend eine Qualitätsprüfung durchgeführt wurde. Beeindruckend auch das Lager bzw. der Servicebereich, in dem selbst Bauteile historischer Modelle aus den 70er Jahren zu finden waren, die noch immer zur Reperatur von alten Geräten verwendet werden. Auch sprachen wir mit Christoph Kraus (CEO) über seinen Weg zur Firma. Frank Göbl (Technical Director) gab uns tiefe technische Einblicke aus der Entwicklungsabteilung von CANTON und erklärte uns u.a., wie Lautsprecher der Einstiegsklasse von der Entwicklung der Referenzmodelle profitieren. Im großen Finale durften wir uns von den Qualitäten der Reference Alpha im Showroom selbst überzeugen…

Links zur Sendung:
Sprecher*innen:
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Canton Lautsprecher (YouTube): youtube.com/@cantonlautsprecher
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Vinyl:
Canton - Reference Check - Vol.3 (inakustik): in-akustik.de/canton-reference-check-vol3

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Ja, herzlich willkommen bei Vinyl & Report. Ich bin heute für euch in Weilroth bei Canton, einem der größten Lautsprecherhersteller in Deutschland mit eigener Produktion. Seid gespannt, es geht los nach dem Intro.

Ganz herzlich euch hier begrüßen zu dürfen, um euch heute in dem Video zu zeigen, wie wir fertigen, wie wir hier arbeiten und auch wie wir die Lautsprecher entwickeln und natürlich auch produzieren.

Und das Ganze macht natürlich besonders Spaß mit einer persönlichen Führung. Und da habe ich für euch den lieben Moritz Jung. Darfst du dich gleich mal kurz für die, die dich nicht kennen, vorstellen?

Hi, ich bin Moritz Jung, leite hier bei Kanton das Marketing und den internationalen Vertrieb und freue mich heute Timo und natürlich alle Vinyl und Zuschauer abzuholen.

Und damit der Rundgang noch mehr Spaß macht, hören wir immer mal wieder ein paar Songs rein und zwar vom neuen Canton Reference Check Volume 3 Sampler im DMM-Verfahren auf 33 RPM gepresst. Eine 180 Gramm audiophile Pressung in Kooperation mit Inakustik. Viel Spaß!

Hinter mir siehst du das Fertigungsgebäude von uns und das ist tatsächlich sehr historisch. Das heißt, es hat sehr viel Charme, ein bisschen Retro-Charme dabei, das wirst du auch gleich sehen. Und es ging alles los, 1972 war das eine alte Schule und durch die Gebietsreform stand diese Schule leer. Und die vier Gründer haben damals eine Fertigungsstätte gesucht, wo sie Lautsprecher bauen können.

Und so haben sie die alte Schule in Beirut gefunden. Und da ging es dann auch direkt los mit dem Lautsprecherbau. Das zeige ich dir gleich drin mit den ersten Modellen, die wir jemals gebaut haben. Und ja, dann wurde es immer wieder angebaut. Das heißt, die kleine Schule wurde dann natürlich immer erweitert.

Die Firma ist gewachsen. Und irgendwann sind wir am Ende des Grundstücks angekommen.

Ja, spannend. Dann gehen wir jetzt auch noch so ein bisschen auf Geschichtssuche, ob wir noch irgendwo eine alte Tafel finden vielleicht oder in den Räumlichkeiten irgendwas davon entdecken. Da werde ich jetzt mal genau hinschauen. Sehr cool. So, jetzt sind wir mal hier im Showroom von Canton und hier gibt es gleich eine Reise durch die Geschichte.

Bin sehr gespannt, was du uns zeigen wirst.

Ja, nach 54 Jahren haben wir natürlich sehr, sehr viel Historie hier. Denke ich. Wir haben hier nur einen ganz, ganz kleinen Ausschnitt zu zeigen, was wir so über die letzten Jahrzehnte gemacht haben. Aber vor allem interessant ist natürlich, wie haben wir gestartet? Das heißt, es ging alles los tatsächlich mit dem LE 250. Das heißt, ein kleiner Kompakt-Lautsprecher, den man in die klassischen Holzregale von früher reingestellt hat.

Und die Idee dahinter war und gleichzeitig auch das Erfolgsgeheimnis, wie klein kann ein Lautsprecher sein? Und das war auch die Marketinggeschichte von Canton, wie es losging 1972. Und das war direkt ein sehr, sehr großer Erfolg, sodass wir direkt danach größere Modelle mit dem LE 350 hinterhergelegt haben. Dann kam das nächstgrößere Modell und so weiter.

Aber darf ich dir mal an der Stelle was sagen? Also, dass wir da jetzt in den 70er Jahren sind, dafür sieht das verdammt modern aus, oder? Da war da ja eurer Zeit voraus.

Absolut. Also ich glaube, man sieht hier auch viel, jeder, der mit dem Thema Design sich viel beschäftigt. Gerade früher in den 70ern war natürlich das Braun-Design super gefragt. Und ich glaube, da war auch viel Inspiration dabei, was das Thema Design anging im Hinblick auf Braun. Ja, legendär. Und ja, ich glaube, heute gibt es auch noch sehr viele Lautsprecherhersteller, die bewusst extra einen Vintage-Lautsprecher rausbringen oder einen Retro-Lautsprecher rausbringen.

Von daher… Das habt ihr gleich am Anfang gemacht.

Genau, wir haben direkt am Anfang mit gestartet und ja, so ging es dann immer weiter, sodass wir irgendwann dann auch den ersten Standlautsprecher von uns rausgebracht haben mit der Ergo, mit der ersten Ergo damals. Und dann ging es aber auch weiter von Elektroniken, die wir gemacht haben. Wir hatten mal einen Kopfhörer gemacht. Wir hatten hier Elektroniken.

Da sieht man sogar einen Tacho noch von dem damaligen 911er drin, der verbaut wurde. Wir haben hier auch Autolautsprecher, klassischer Stereolautsprecher, also zwei Stück für die Heckablage. Sehr, sehr erfolgreich mit dem HC-100. Und dann ging es auch wirklich bis zu Umschalteinheiten. Das damalige Multiroom, nenne ich es mal. Oder klassisch war es eigentlich bei vielen Händlern zu finden, dass man halt wirklich einfach die Lautsprecher gegeneinander hören kann.

Und so natürlich sind da noch ganz, ganz viele weitere Produkte dazwischen. Aber es gibt zumindest mal einen Einblick, was wir gemacht haben und ja, was die Historie von Canton natürlich auch bringt.

Sehr cool. Sieht man gleich schon, Kanton war schon immer seiner Zeit voraus und ich habe so ein bisschen gegoogelt. Also inzwischen ist es so, ihr baut auch Car HiFi für Skoda, habe ich gesehen, oder Skoda.

Genau.

Und sozusagen hier fängt es schon früh an.

Ja, tatsächlich, Car HiFi war früher ein ganz, ganz wichtiger Faktor. Also gerade bis Anfang der 2000er war das Thema sehr, sehr präsent. Wir hatten eine sehr hohe Marktposition in Deutschland oder auch in Europa, was Car HiFi anging. Und dann ist aber einfach die Entwicklung zurückgegangen. Das heißt, Autohersteller haben damit angefangen, die Lautsprecher direkt einzubauen mit anderen Marken.

Und so haben wir dann auch, ja, 2011 ging es los mit Skoda, angefangen mit dem damaligen Octavia, ja, Canton-Lautsprecher mit zu integrieren. Und ja, die Partnerschaft ist sehr erfolgreich. Wir sind mittlerweile in sieben Modellen vertreten und das macht natürlich auch viel Spaß.

Ja, super. Okay. Dann mal danke für diesen kleinen Geschichtspart. Spannend.

Gerne. Wir machen neben den klassischen Stereo-Lautsprechern und Heimkino-Lautsprechern, machen wir auch ganz viele Lautsprecher, die man in die Wand einbauen kann oder in die Decke integrieren kann. Und das ist sehr, sehr interessant, sowohl für den Heimbereich, also wenn man Umbauten macht, renoviert, saniert, als auch klassisch im Projektgeschäft.

Das heißt für Cafés, für Restaurants, für Kaufhäuser. Den ganzen Bereich decken wir auch ab mit Einbau-Lautsprechern, die man entweder hier in die Wand integriert oder auch Lautsprecher, die man an die Wand hängt oder an die Decke montiert. Und auch das haben wir bei uns im Portfolio.

Cool. Ja, und schon, wenn wir reinkommen in den Showroom, sieht es aus, als hätten wir eine Zeitung aufgeschlagen. Was gibt es denn neu? Was steht denn da drin?

Ja, es soll eigentlich zeigen, wie wir in unserem Werk in Tschechien arbeiten. Das heißt, seit 2001 haben wir ein Werk in Tschechien, direkt an der Grenze zu Deutschland, in Tachow, wo wir alle Bauteile, die sich in dem Lautsprecher befinden, selbst produzieren. Und das hatten wir bis dahin, hatten wir das hier in Deutschland, aber die Auslastung war so groß und wir hatten einfach keinen Platz mehr hier bei uns in der Produktionsstätte, dass wir einen zweiten Produktionsstandort brauchten.

Und so haben wir das in unser Werk in Tschechien integriert. Das heißt, man sieht das hier gut, wirklich von jedem Chassis, was wir produzieren, das heißt Hochton-System, Mittelton, Tieftonsystem, bis zu den Frequenzweichen, die wir haben, bis zu der Verkabelung, die im Lautsprecher ist. Also alles, was man im Lautsprecher findet, produzieren wir selbst.

Und das wird dann, je nachdem, ein- bis zweimal pro Woche mit unserem LKW die Bauteile hier nach Deutschland gefahren zu unserer Produktion. Und dann auch von Mittelpreissegment bis Hochpreissegment wird hier in Deutschland produziert. Alles im Einstiegsbereich produzieren wir in Tschechien mit den gleichen Messprotokollen, mit den gleichen Messsystemen vom Qualitätsstandard, wie wir hier auch in Deutschland haben.

Ja, wenn man jetzt hier den Flur weiter entlang geht, dann passiert genau das, was ich eben sozusagen angekündigt habe. Man findet tatsächlich was von der Schule. Allerdings nicht die Tafel, sondern so der Aufbau mit den Fluren erinnert stark daran.

Ja, absolut. Also bis vor ein paar Jahren sah das hier auch tatsächlich noch komplett anders aus. Wir haben ja vor jetzt ungefähr sechs, sieben Jahren haben wir hier alles erneuert. Und ja, bis dato waren tatsächlich auch noch die alten Waschbecken von den alten Klassenzimmern hier noch drin. Und so haben wir das tatsächlich vor ein paar Jahren komplett modernisiert, weil wir uns einfach aufgemacht haben für Endkunden, die hier auch Hörtermine vereinbaren können.

Oder wir haben hier Händlerveranstaltungen, Schulungen, als auch Besuch von unseren Exportpartnern. Und entsprechend haben wir hier sowohl den ganzen Flur erneuert, als auch die Kantine, als auch die beiden Hörräume. Das heißt, wir haben einen Stereo-Hörraum, der natürlich auch akustisch optimiert ist und das gleiche für den Heimkino-Bereich beziehungsweise auch für unsere Smart-Lautsprecher, wo man hier jetzt auch einen großen Auszug von Smart-Lautsprechern sieht.

Und ja, so haben wir uns einfach weiter geöffnet und das wird auch gerne angenommen, auch von den Händlern, die tatsächlich entweder mit Kunden hier vorbeikommen oder Kunden hier vorbeischicken, um bestimmte Lautsprecher, die sie vielleicht nicht in der Ausstellung haben, hier zu präsentieren und das übernehmen wir dann in dem Fall auch für den einen oder anderen Händler.

Alles klar. Ja, ohne Smart geht nichts mehr. Und vor allen Dingen sind es ja nochmal ganz neue Käuferschichten, die jetzt vielleicht nicht aus dem Stejo-Dreieck zu euch geputzelt sind, die sich dann auch für die Marke interessieren und dann mal so weiter durch die Produktpalette surfen.

Absolut. Also Smart ist ein ganz, ganz wichtiger Faktor für uns auch. Wir haben jetzt die Smart-Serie seit 2018 bei uns im Sortiment, insgesamt als Produktkategorie und die natürlich auch stetig weiterentwickelt. Das heißt wirklich vernetztes Wohnen zu Hause, Wireless, die Lautsprecher verbinden, einfache Lösungen für zu Hause schaffen oder Kombinationen auch mit HiFi-Lautsprechern zu schaffen.

Auch das ist möglich mit unserer Smart-Serie und das wird sehr gut angenommen und das verfolgen wir natürlich auch gerne weiter.

Und funktionieren dann die Geräte einfach untereinander, sobald man ein Gerät hat und es gibt eine App oder brauchen wir irgendwie sowas wie ein Hub oder sowas?

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten. Das heißt, wir versuchen natürlich immer Lösungen zu schaffen, die möglichst einfach für den Kunden sind. Also ganz, ich sage mal, ein ganz einfaches Beispiel mit einer Soundbar, mit dem Fernseher verbunden. Und dann schauen wir, wie man weiter Geräte verbindet. Das ist so der klassischste Anwendungsbereich.

Aber es gibt natürlich auch ganz, ganz viele Sonderfälle, so wie du es sagtest, mit einem Hub, den ich auch an den Fernseher direkt integrieren kann, der das Signal Wireless an weitere Lautsprecher weiterleitet. Und auch so gibt es die Möglichkeiten, dann entsprechend Setups zu erzeugen, die einfach genau auf den Hörwunsch des Kunden konfektioniert sind.

Alles klar. Danke. Was ja viele Leute da draußen interessiert, ist, wenn ich jetzt mit dem Finger auf der Landkarte schaue, wo ist Kanton und möchten das mal anschauen, wie ist das bei euch? Ihr habt wahnsinnig viel da rumstehen, wenn man sich jetzt sowas mal gerne anhören möchte.

Dann geht das relativ einfach bei uns. Das heißt, in der Regel, das war genau die Idee, warum wir hier unsere Hörräume aufgemacht haben, war, dass wir das anbieten möchten, die direkte Beratung auch mit unseren Kunden suchen und entsprechend den passenden Lautsprecher für unsere Kunden finden. Und wir haben hier ganz viele Lautsprecher natürlich immer vorfürbereit, aber der einfachste Weg ist es immer, einen Termin bei uns zu vereinbaren, damit wir uns auch vorbereiten können, die Zeit nehmen können.

Entsprechend bereiten wir dann zwei bis drei Lautsprecherpaare vor, dass man die Lautsprecher, für die man sich interessiert, dann entsprechend hören kann. Wir haben hier den Stereo-Raum direkt neben mir, den Heimkino-Raum auch und entsprechend bieten wir das sehr, sehr gerne an.

Und hier hat man auch die Möglichkeit, sowas von innen sich anzuschauen. Finde ich natürlich auch immer spannend, auch für so Messen, dass man mal so eine Vorstellung hat, was hier verbaut ist und wie, ne?

Ja, vor allem, wir erzählen natürlich immer ganz viel oder jeder erzählt natürlich immer ganz viel, was ist im Lautsprecher drin, wie bauen wir das Ganze auf. So zeigt man das Ganze natürlich auch wirklich, wie ist denn jetzt hier an dem Beispiel von der Referenz 9, wie ist denn wirklich der Innenaufbau?

Und da sind wir sehr stolz drauf, dass wir zeigen können, wie wir hier fertigen, mit welcher Fertigungsqualität wir das Ganze auch machen. Angefangen von einer ganz, ganz dicken Schallwand, die wir haben und mit dem gerundeten Gehäuse aus HDF. Entsprechend, da sind natürlich ganz viele technische Details, die wir haben, jetzt allein vom Gehäuse her. Und da kriegt man einen ganz guten Einblick rein.

Und man zeigt ja immer, man hat nichts zu verbergen.

Genau, prinzipiell zeigen wir,

Du weißt, was du kriegst.

Da sind wir sehr transparent zu zeigen, wie wir hier arbeiten und was wir auch machen.

Ja, sehr schön.

Ja, seit 2010 arbeiten wir auch mit Skoda zusammen im Car-HiFi-Bereich. Das heißt, gerade von der Tradition, von der wir kommen mit Car-HiFi-Lautsprechern, Da hat uns das natürlich total gefreut, dass wir einen starken Partner an unserer Seite haben, wo wir direkt als Canton, auch als Sound-Upgrade-Partner in mittlerweile sieben Fahrzeugmodellen vertreten sind.

Damals ging es los 2010, dann erster Launch war dann 2011 mit dem Octavia, wo wir erstmalig drin waren mit dem damaligen. Und ja, es macht total viel Spaß. Das heißt, jedes Auto ist eine neue Challenge. Wir haben immer unterschiedliche Lautsprecheranzahlen, unterschiedliche Infotainment-Systeme und ja, so gibt es verschiedene Systeme pro Auto und ja, ich glaube, viele fahren ein Skoda und wissen, wie gut das Soundsystem da auch tatsächlich drin ist mit dem Kanton-Soundsystem.

Und ich glaube, mit dem Begriff Challenge hast du es gut getroffen, weil gerade wenn man so aus dem klassischen Hi-Fee kommt, Auto ist einfach nochmal was komplett anderes. Da muss ich komplett neu rein denken, komplett neue Probleme lösen. Und das ist natürlich dann sehr cool, wenn das am Ende funktioniert und cool klingt. Und ich sag dir ja, der nächste Skoda, wo ich drin sitze, werde ich meine Öhrchen ganz besonders spitzen.

Ja, bin ich gespannt. Also gerade mit einem DSP in einem Auto kann man natürlich wahnsinnig, hat man wahnsinnig viele Möglichkeiten, das auch perfekt auf dem Fahrradplatz auszurichten und entsprechend verschiedene Hörsettings aufzubereiten aus dem R&D, also Entwicklung. Und das macht Spaß und man sieht auch da extrem, was man mit Sounddesign dann auch hinbekommen kann.

Bin gespannt. Baby, we control the sun We could make it Wack the neighbors But baby, let's be quiet now, Reach out, pull down On the faded We don't have to get so theatrical Cause you know Even simple can be special We don't have to get loud To lose it, All we need is just me and you We don't have to scream out To prove it We could keep it all home.

Ja, die Kisten, die man hier sieht, sind tatsächlich von großem Wert für uns. Die sehen immer sehr unscheinbar aus, aber ich zeige die immer total gerne, weil da ist so viel Geschichte dahinter und man sieht es schon an den Tackernadeln, man sieht es auch an den Logos. Da ist das allererste Kanton-Logo von 1972, was nur für ein paar Monate drin war.

Das ich tatsächlich noch nie gesehen habe, aber wenn es nur ein paar Monate war, erklärt sich das.

Und das ist der Grund. Und alles, was man hier in den Kisten findet, in diesen Holzkisten, sind Bauteile, die wir in Tschechien fertigen. Und bevor wir das Werk in Tschechien hatten, wurden die Kisten genutzt, tatsächlich hier von der Produktion, auch mit den Bauteilen, die in das Lager im Nachbarort zu fahren.

Und das haben wir dann aber genauso genutzt, um jetzt die ganzen Bauteile, also hier sind jetzt sehr viele Buffer, also Tiefton-Chassis drin, in unterschiedlichen Größen, die wir hier gerade zwischenlagern und die werden dann direkt in der Produktion eingeflossen. Und wenn die Kisten leer sind, gehen die leeren Kisten wieder zurück nach Tschechien und die werden dann wieder aufgefüllt. Und das ist der ganz große, wichtige Faktor für uns ist hier seit Jahrzehnten tatsächlich, dass wir nahezu keinen Verpackungsmüll haben dadurch.

Weil die werden immer wieder neu aufgefüllt, haben dann verschiedene Ebenen, wo wir das drauffüllen können. Und da sind wir total stolz drauf. Das Gleiche haben wir auch für so kleinere Boxen, für die Hochton-Systeme. Und deshalb zeige ich diese Kisten immer total gerne, weil sie einfach so einen großen historischen Wert für uns hat.

Absolut. Also Kanton, ein Traditionsunternehmen mit Nachhaltigkeitsaspekten, wo man gar nicht denkt.

Absolut. Tatsächlich ist das Thema Nachhaltigkeit natürlich schon seit ein paar Jahren sehr vogue. Und viele Unternehmen machen da natürlich auch sehr, sehr viel. Wir leben das aber tatsächlich schon seit Jahrzehnten, muss man sagen, also gerade bei diesen Holzkisten und haben aber auch zusätzlich ganz viele Prozesse angestoßen, auch über die letzten Jahre, immer wieder zu schauen, wo können wir möglichst effizient und möglichst umweltschonend auch produzieren.

Und da suchen wir immer nach Lösungen und es gibt Gott sei Dank immer wieder neue Möglichkeiten, die wir auch natürlich auch bei uns in der Produktion einfließen lassen möchten und auch schon tun.

Sehr schön. Kennt man ja auch analog beim Venue, da gibt es ja auch immer wieder neue Versuche, das grüner und nachhaltiger zu produzieren. Finde ich cool, dass ihr das schon sozusagen im Eingangsbereich zu den Werkhallen demonstriert und zeigt. Und ich musste jetzt witzigerweise so ein bisschen an so einen Weinkeller denken.

Wenn man so eine Weinführung macht, dann hat man auch so diese Weinfässer, die ja dann auch historisch sind, die immer weiterverwendet werden und von daher durchaus eine Analogie.

Absolut.

Sehr schön. Ja, jetzt sind wir hier in den heiligen Hallen von Kanton. Wo die Produktion stattfindet. Ihr habt vier Räume wie diesen hier, habt ihr gesagt. Wir sind jetzt mal exemplarisch in einem. Und jetzt könnt ihr euch mal so ein bisschen vorstellen, wie es hier aussieht. Und wenn ich es richtig verstanden habe, Moritz, es geht im Prinzip damit los, dass hier die Gehäuse ankommen. Die macht ihr nicht selbst. Und dann geht es sozusagen auf die Produktionsstraße.

Genau so. Tatsächlich haben wir vier, so wie du es schon gesagt hast, vier Produktionsräume. Drei davon sind gleich aufgebaut. Man sieht hier so ein bisschen den Retro-Charme, den wir halt über die Jahrzehnte Haben von dem alten Gebäude. Und der erste Schritt beim Produktionsprozess ist immer, dass wir schauen, wie sieht das Gehäuse aus.

Also egal, ob das jetzt ein Gehäuse ist, was foliert ist oder Hochglanz oder ein Pianolack drauf hat, das ist immer der erste Schritt, weil das ist das Einzige, was wir nicht selbst produzieren, ist das Gehäuse. Das macht ein Gehäusehersteller für uns oder verschiedene Gehäusehersteller produzieren die Gehäuse für uns und das ist immer der erste Schritt.

Da haben wir eine ganz, ganz strenge Qualitätskontrolle, was das angeht. Das heißt, da kann es auch durchaus sein, dass wenn da wirklich was am Lack sein sollte, dann geht das auch sofort wieder zurück und wird nicht verarbeitet. Und dann ist der Schritt eigentlich nach dem auch immer relativ gleich der Ablauf.

Das heißt, bei einem Passiv-Lautsprecher nimmt man immer erst das Anschlussterminal, baut es ein, zusätzlich dann direkt die Frequenzweiche oder, wenn es ein größeres Modell ist, die Frequenzweichen. Und dann geht es weiter, dass wir die Chassis, die Treiber einbauen, verbinden mit der Frequenzweiche.

Und verschrauben natürlich zum Schluss, dann kommt Abdeckring drauf und dann muss es gemessen werden. Wenn es den Test bestanden hat, dann wird es verpackt, geht auf die Palette, geht ins Lager und im Idealfall wird es schnell verkauft.

Ja, das wünschen wir sicher. Und wie ich jetzt hier sehen kann, hauptsächlich weiße Gehäuse. Ist das so bei euch so die Farbe, die so am meisten rausgeht oder ist es divers?

Es ist tatsächlich total unterschiedlich. Also es kommt tatsächlich auf die Serie drauf an, es kommt auf das Modell drauf an. Also pauschal können wir tatsächlich nichts sagen. Ich glaube generell die meistverkaufte Farbe weltweit, aber im Lautsprecherbereich ist meistens schwarz. Und dann dahinter gibt es verschiedenste Möglichkeiten von Nussbaumvarianten oder Holzvarianten im Generellen bis hin zu Farbvarianten in unterschiedlichen Farbtönen.

Und hier haben wir jetzt heute in dem Fall ein Center von der neuen Vento-Serie mit im Weiß, im matten Weiß, den wir hier bauen. Deshalb kann man es pauschal leider nicht genau sagen.

Und wer jetzt jemand von draußen sagt, so ja, aber ich möchte jetzt die Farbe, hier ist der in der Farbcode, da wird es dann aber schwierig. Habt ihr sowas ab und zu, dass Leute das anfragen?

Absolut. Also das passiert tatsächlich regelmäßig bei uns. Dadurch, dass wir die Gehäuse aber nicht selbst machen, können wir das tatsächlich in Auftrag geben. Das ist überhaupt kein Problem. Man hat eine längere Wartezeit. Also prinzipiell haben wir das schon vor allem für ganz viele Autoliebhaber gemacht, die ein schönes Auto zu Hause haben und genau in der Wagenfahrer auch nochmal einen passenden Lounge im Wohnzimmer zu haben wollen.

Ja, auch. Da gibt es ja ganz viele Möglichkeiten und das kommt immer mal wieder vor oder genau in einem Farbton, wie das Wohnzimmer sein soll. Also das kommt immer wieder vor. Machen wir auch gerne. Nur als Kunde muss man wissen, dass das einfach dann länger dauert. Da muss man dann tatsächlich mehrere Monate dann auf den Ort sprechen. Aber es ist gut zu wissen,

Dass es überhaupt geht. Deswegen frage ich auch. Gerade wenn ihr es dann von extern kriegt, ist es ja vielleicht schwieriger, als wenn man es dann selber umsetzen möchte. Und wenn man jetzt so über die Homepage guckt, dann hat man ja immer so diese Standardfarben erstmal zur Auswahl. Manchmal, wie du sagst, ist es weiß, ist es schwarz, ist es irgendeine Holzoptik und so weiter.

Und dann weiß man vielleicht in dem Moment gar nicht, es wäre aber möglich. Und deswegen ist das ja vielleicht für einige da draußen interessant zu wissen.

Genau, absolut. Ist prinzipiell möglich. Meistens wird es aber auch einfach die, unsere vorausgewählten Farben sind gut angenommen, ist gelernt. Und das ist natürlich die schnelle Lösung, weil in der heutigen Zeit will man nicht lange warten. Und deshalb haben wir auch bewusst immer moderne Farben oder zeitlose Farben bei unseren Lautsprechern, die man dann auch lange gerne anschauen möchte zu Hause.

Ja, ist auch so ein Aspekt, wenn man es jetzt zu speziell macht. Absolut. Also ich habe zwar den Vinyl- und Farbcode dabei, aber ich wäre bei sowas auch tatsächlich vorsichtig, weil Dinge ändern sich mal. Du hast ja eben schon gesehen, euer Logo hat sich ja auch schon mal geändert. Richtig, ja. So ändern sich Lebensumstände im Privaten und wie du sagst, da muss man sich überlegen, ob man dann was allzu Spezielles sich wirklich überlegt.

Man hat ja auch nach ein paar Jahren vielleicht mal ein neues Auto und es hat wieder eine andere Farbe, um auf das Beispiel zu referieren. Dann würden wir jetzt mal so ein bisschen hier in die Produktionsstraße reingehen und so ein paar Details angucken, dass man sich das vielleicht zu Hause besser vorstellen kann.

Ein ganz wichtiger Schritt ist natürlich zum Schluss, wenn wir den Lautsprecher gefertigt haben, der Prüfprozess. Jeder Lautsprecher, den wir je entwickelt haben, war natürlich bei uns in der Entwicklung. Dort haben wir natürlich von jedem Lautsprecher den entsprechenden Frequenzgang festgelegt. Und hier in der Produktion müssen wir das natürlich bei jedem Modell, also jetzt hier in dem Fall die Vento 51, reproduzieren.

Und da haben wir hier das Mikrofon in der blauen Kiste, wie du es hier siehst, verbaut. Und so testen wir dann jeden einzelnen Bereich vom Lautsprecher. Das heißt einmal den Hochtonbereich, Mitteltonbereich und Tieftonbereich. Und wenn der Lautsprecher den Test erfüllt hat, dann gibt es da ein schönes Pass. Und das wollen wir natürlich erreichen.

Falls irgendwas in dem Produktionsprozess nicht gut lief, dann sehen wir hier auch, dass der den Test nicht bestanden hat. Und darum machen wir das Ganze natürlich auch, dass jeder Vento 51 Center auch gleich klingt. Oder ein anderer Lautsprecher immer auch gleich klingt an zu dem Pondon. Verstehe.

Okay, der Anfang war wie Supermarkt an der Kasse, danach wird es dann spezieller.

Ja, absolut richtig. Wir scannen natürlich auch bei jedem Lautsprecher, wann haben wir den gefertigt, an welchem Tag. Deshalb wir scannen auch auf dem kleinen QR-Code am Tykenschild vom Lautsprecher. Wir sehen, wer den Lautsprecher gefertigt hat und so, dass auch die Qualitätskontrolle zum Schluss entsprechend auch nachverfolgbar ist von uns, um auch direkt zu sehen, wo kann hier ein Fehler passiert sein und dass man auch weiß, wohin ist der Lautsprecher geschickt worden.

Also das Ganze natürlich im System über die QR-Codes, die wir natürlich als moderne Produktion auch verwenden.

Na, vielen Dank, dass du da mal über die Schulter gucken durft.

Sehr gerne.

So, hier ist jetzt nochmal so ein bisschen ruhiger raus aus den Produktionshallen hier zu den leisen Teilen. Ich nehme mal an, ihr habt hier ein Riesen-Sortiment an, keine Ahnung, jeder Stecker, jedes Kabel, jedes Einzelteil. Ich habe mal irgendwo auf eurer Homepage gelesen, das geht sogar geschichtlich sehr weit zurück. Also das heißt, wenn jetzt jemand zurückkommt mit einer Box von vor 20 Jahren oder so, ihr habt teilweise dann wirklich noch die Original-Bauteile. Ist das richtig?

Das ist richtig, genau. Also jetzt befinden wir uns hier gerade in, wir nennen es das Kleinteilelager, also hier findet man alles, Was im Lautsprecher ist an Kleinteilen, so wie der Name es schon sagt. Das heißt, wirklich hier lagern wir die Frequenzweichen, Schrauben, unterschiedliche Logogrößen, Stoffabdeckungen, Kartons, also alles, alles was ganz klein ist am Lautsprecher und im Lautsprecher.

Und das ist für uns immer ganz, ganz wichtig, weil es direkt angrenzend an unsere Produktion, also direkt einen Nachbarraum oder Nachbarhalle. Und dort ist es für uns wichtig, dass wir die Produktion einfach schnell umstellen können. Weil jetzt haben wir gesehen, an Produktionsraum 1 fertigen wird gerade die Vento 51.

Danach, wenn wir die jetzt alle fertig gebaut haben, wollen wir natürlich möglichst schnell den nächsten Lautsprecher bauen. Und damit das gewährleistet ist und auch reibungslos läuft, wird hier dann praktisch alles schon vorbereitet auf den sogenannten Packwägen. Dann haben wir hier Packlisten, hier wird jetzt als nächstes die Vento 81 gebaut und so geht es dann weiter.

Das heißt, hier wird alles vorbereitet, wird alles ans Band gebracht, die Gehäuse stehen schon bereit und dann wird das System umgestellt. Und ich sage mal, innerhalb von zehn Minuten kann man eigentlich direkt die Produktion umstellen auf den nächsten Lautsprecher. ob es Standlautsprecher ist, Subwoofer, Kleinstlautsprecher, wie auch immer. Also da sind wir sehr, sehr schnell.

Und dadurch, über so viele Jahre Erfahrung, konnten wir natürlich den Prozess extrem optimieren. Und deshalb ist das Lager für uns einfach wahnsinnig wichtig hier, dass wir schnell alles machen können.

Und die Wege sind ja wirklich kurz, weil ich bin es ja gerade mit dir rübergelaufen. Es waren ein paar Schritte und dann waren wir hier.

Genau so ist es.

Und auch noch so ein bisschen schöne Historie draußen, was so alles hier schon passiert. ist, dann nochmal zu beobachten.

Genau. Schön gemacht. Ja, aber um auf deine Frage auch noch zurückzukommen mit den Service-Bauteilen oder mit Lautsprechern aus vergangenen Zeiten. Wir kommen gleich zum Service-Teilen und da gehe ich gerne gleich darauf ein, wie wir ja auch mit Servicefällen umgehen und was der Qualitätsanspruch hier auch ist und auch die Geschwindigkeit, die wir tatsächlich in Servicefälle stecken.

Ja, wir sind jetzt in einem der Räume vom Service-Bereich und Wir wollen jetzt mal sozusagen mit dem Mythos uns auseinandersetzen, ob das jetzt wirklich geht, wenn jetzt hier der treue Kunde von 1972 hierher kommt und sagt, so, ich habe einen der ersten Lautsprecher gekauft und jetzt ist hier was kaputt.

Was ist realistisch? Also was könnt ihr wirklich reparieren? Was habt ihr hier? Wie breit sind dann die Möglichkeiten? Gebt da mal einen Hausmarkt.

Also es ist prinzipiell so, dass wir wirklich in der Lage sind, sehr, sehr viele Lautsprecher zu reparieren, auch wirklich von 1972. Wir haben hier die Möglichkeit zu re-conen, das heißt, wenn wir Materialien da haben, die genau für den Lautsprecher passen, können wir das Chassis auch wieder neu aufbauen.

Man sieht hier diese historische Wand, die wir hier haben, sind wirklich Bauteile von sehr, sehr alten Lautsprechern von uns und da haben wir einfach viele Möglichkeiten. Und man muss aber ganz klar dazu sagen, wir können nicht alles reparieren. Das heißt, wenn wir keine Bauteile haben genau für die Größe, dann ist es einfach nicht möglich.

Oder wenn es wirklich um Lautsprecher geht im Aktivbereich mit ganz bestimmten Aktivmodulen und wir die Bauteile nicht mehr da haben, dann ist es leider nicht möglich. Aber Kunden schätzen das auf jeden Fall, dass wir wirklich viele Lautsprecher reparieren können. Und es kommt immer wieder vor, dass wirklich Lautsprecher vom Großvater zu uns kommen und sagen, ja, ich hänge da dran, könnt ihr nicht irgendwas machen?

Und meistens schaffen wir es auch. Aber das ist ein schönes Know-how, das wir hier haben. Und ja, da ist doch großartig,

Dass man sich überhaupt in die Richtung aufstellt, weil da gibt es so viele Hersteller, kommt ständig irgendein neues Modell Und dann ist das outgedatet und dann ist es vorbei. Allein schon, dass überhaupt die Möglichkeit besteht und hier Dinge auf Lager dann da sind, finde ich großartig. Und ich glaube, das macht auch einen wichtigen Teil vom Erfolg von Granton aus, dass man einfach so auch mit diesem Label deutscher Hersteller ja so eine gewisse Sicherheit dann auch mit dran hat.

Ihr seid ein Familienbetrieb, man weiß einfach, da gibt es eine Beständigkeit über Generationen hinweg. Und ich glaube, dass das für ganz, ganz viele Menschen da draußen wichtig ist, wenn es zu einer Kaufentscheidung kommt. Und jetzt ganz unabhängig davon, ob es am Ende dann wirklich ein Bauteil braucht oder das Ding dann wirklich bis zum Ende spielt und man da nie wirklich was dran zu reparieren hat.

Ja, und das ist auch ein ganz wichtiger Punkt dafür. Wir haben natürlich die Erfahrungen aus den letzten 54 Jahren und entsprechend wissen, dass natürlich auch viele Kunden, dass wenn sie einen Kanton-Lautsprecher kaufen, dass in den fast in allen Fällen die Möglichkeit ist, falls wirklich mal was dran sein sollte, dass wir im Service eine gute Lösung finden.

Und das hat natürlich auch den Erfolg ausgemacht.

Sehr schön. Und jetzt kenne ich auch schon jemand aus dem Service persönlich. Genau.

Servicebereich. Und man sieht hier schon, hier sind einige Chassis. Hattest du vorher natürlich auch schon gesehen in den Holzkisten. Das sind die aktuellen Chassis. Hier lagern wir Chassis von Lautsprechern, die wir nicht mehr im aktuellen Sortiment haben. Aber wenn es dann zu einem Reparaturfall kommen sollte, dann können wir hier tatsächlich einfach schnell schon auf Ersatzteile oder fertig aufgebaute Chassis zugreifen.

Und entsprechend sieht die Band natürlich auch immer ganz schön aus.

Sie sieht beeindruckend aus, also auf jeden Fall. Also ich habe wahrscheinlich noch nie so viele Chassis auf einem Haufen gesehen und dann mit den ganzen Bezeichnungen und so weiter. Jetzt nochmal die Unterschiede zu sehen.

Genau. Und man sieht hier, das zeige ich auch immer gerne, weil das war so das erste Chassis, was wir jemals hergestellt haben. Wurde damals noch von der Rückseite in den Lautsprecher eingeschraubt, in den LE 250, in den kleinen Kompakt-Lautsprecher. Und man sieht vom akustischen Aufbau vom Chassis ist das natürlich immer noch vom Prinzip her gleich, wie heute ein Treiber funktioniert.

Nur es sind natürlich ganz andere Materialien. Das heißt wirklich vom Korb, von der Sicke, von Materialien, von Magneten. Also da wäre schlimm, wenn natürlich die Entwicklung nicht weitergeht. Aber da forschen wir natürlich auch immer weiter, dass wir da uns weiterentwickeln mit Materialien, mit immer noch mehr Stabilität und daran arbeiten.

Ja, das kann man auch, glaube ich, als HörerInnen da draußen ganz gut nachvollziehen, wenn man mal so durch die Geschichte geht. Und ich glaube, gerade im Bereich von Lautsprecher, da hat sich viel getan, wenn ich schon allein an die kleinen Lautsprecher denke, was man heute teilweise für wenig Geld an Qualität bekommt.

Das finde ich schon teilweise beeindruckend. Und ja, natürlich gibt es viele da draußen, die dann auch so gerade so diese, wie wir es schon hatten, diese Vintage- und Retro-Sachen dann auch sucht und das dann auch vielleicht mit der entsprechenden Anlage dann das bessere Match ist. Aber wie du sagst, und gerade hier beim Chassis, da geht es ja auch los.

Das ist dann auch nochmal ein ganz wichtiges Bauteil, deswegen auch hier ein eigener Raum spendiert, damit es auch gelingen mag. Und ja, also eigentlich könntet ihr so einen kleinen Museumsbereich drauf machen.

Es ist tatsächlich ja auch ein kleiner Museumsbereich. Also die alten Lautsprecher sind zwangsweise ein bisschen Teil des Museums. Und natürlich auch die ganz alten Bauteile auch. Die neuen Chassis sind natürlich dann anders gelagert in den ganzen Holzkisten. Und hier ist Servicebereich. Das heißt, hier müssen wir einfach schnell agieren und schnell reparieren.

Und das ist auch ein ganz wichtiger Punkt für uns. Das heißt, weil wir vom Serviceanspruch her wollen natürlich dem Kunden schnellstmöglich helfen, sobald es wirklich zu einem Servicefall kam. Also ob er das jetzt über einen Händler bei uns einschickt oder direkt über uns, das ist uns in dem Fall, machen wir da keinen Unterschied von der Geschwindigkeit.

Das heißt, wenn wirklich ein Servicefall eintritt, Kunde schickt die Lautsprecher zu uns, ein, zwei Tage auf dem Weg zu uns, dann versuchen wir die Lautsprecher, wenn sie angekommen sind, noch am selben Tag zu reparieren. Und dann werden die eigentlich am nächsten Tag rausgeschickt. Außer wenn es jetzt wirklich ein Langzeittest sein soll und der Kunde sagt, nach einer Woche ist irgendwas, was, dann müssen wir die Lautsprecher natürlich auch länger bei uns hier behalten.

Aber ansonsten ist es so, dass wir den Kunden nicht lange auf seine Lautsprecher warten lassen wollen und das gelingt uns auch sehr gut.

Na, das glaube ich dir. Für die ZuschauerInnen da draußen blöde, weil es wird doch kein Museum draus, weil der Servicetechniker hat dann keine Zeit, dann immer die Tickets fürs Museum zu lösen. Absolut richtig. Der muss gucken, dass die Wahl rausgeht. Also sorry, aber ihr habt es ja jetzt wenigstens im Video mal kurz gesehen. Genau.

Wie schon angekündigt, sind die Produktionsräume bei uns hier sehr ähnlich aufgebaut. Das heißt, Produktionsraum 1, 2 und 3. Hier haben wir jetzt einen anderen Lautsprecher, als wir vorhin gesehen haben. Das heißt, hier fertigen wir gerade die Referenz 9GS. Und von dem Ablauf her ist das identisch in jedem Produktionsraum.

Das heißt, im ersten Schritt wird immer als allererstes wie immer dann das Gehäuse kontrolliert. Hier besonders mit einem Piano-Finish, da achten wir natürlich ganz stark drauf, dass wir hier in der Top-Serie mit der Referenz-Serie natürlich gar keinen Makel haben. Und dann geht es hier los. Das heißt, die Anschlüsse sind schon mit dem Terminal eingebaut.

Im nächsten Schritt wird die Frequenzweiche eingebaut. Dann wird das Ganze mit den Chassis verbunden. Und die Ringe kommen drauf, verschraubt alles davor. Und dann kommt zum Schluss die Messung. Und wenn sie wieder den Test bestanden hat, verpackt auf Palette, ab ins Lager. Und dann zum Verkauf bereit.

Kann ich mir jetzt auf jeden Fall sehr gut vorstellen, weil ich habe ja bei den Venture schon mal den Ablauf gesehen, Aber hier natürlich mit der etwas höheren Klasse, eure Lautsprecher natürlich nochmal besonders schön anzuschauen.

Genau, wir haben natürlich von allem hier ein bisschen mehr. Das heißt, ob es jetzt hier WBT, die Goldklemmen sind von der Next Gen Generation. Und wir haben Anpassungen in der Frequenzweiche mit Mundorf-Bauteilen. Und haben hier ja natürlich von allem einfach Top-Bauteile von einem Diamant-Hochton-System, auch was wir hier in der Referenz 9GS integrieren. Also da sprechen wir natürlich über absoluten Premium- beziehungsweise High-End-Lautsprecher.

Und als großen Kompakt-Lautsprecher macht er wirklich viel Spaß.

Und ich habe schon gesehen, hier bei der Lackoptik, da wird auch öfter mal mehr mit einem Lappen gearbeitet. So, das müssen wir immer dabei haben.

Ja, also gerade beim Lack wollen wir natürlich da absolut den perfekten Lack hier haben. Und das müssen wir natürlich, ob es jetzt wirklich mit einer speziellen Lampe ist, wo wir den Lack abfahren und gucken, ob es da Unebenheiten gibt. Oder dann halt zum Schluss das Ganze natürlich dann auch stautfrei einpacken.

Aber da achten wir natürlich jetzt hier in einem Piano-Finish mit zwölf Arbeitsschritten, was Lack und Abschleifen etc. Angeht und Polieren vor allem angeht, ist das natürlich einer der hochwertigsten Lacke, die wir bei uns im Sortiment haben, in der Referenzserie. Und da wird natürlich sehr, sehr stark darauf geachtet, dass das auch perfekt ist.

Sehr schick, sehr schön. Danke. So, jetzt sind wir vielleicht da, wo viele da draußen drauf gewartet haben, weil jetzt kommt das ganz große Besteck und hier wird es zusammengebaut. Erzähl mal.

Richtig, ja, wir sind hier in einem der größten Produktionsräume von uns und der Ablauf hier ist ein bisschen anders als bei den anderen Produktionsräumen, weil einfach die Lautsprecher, die wir hier bauen, Deutlich größer sind. Also man sieht es hier mit unserem größten Flaggschiff, mit der Referenz Alpha 1.

So ungefähr unsere eigene Körpergröße.

Ja, fast, aber deutlich schwerer als wir. Das heißt, hier

Sind wir bei 145.

Kilo pro Lautsprecher. Und das ist unser absolutes Flaggschiff. Das heißt, es gibt noch ein Modell kleiner darunter in der Alpha-Serie. Aber das macht natürlich besonders Spaß. Und ja, das lässt auch einfach die Herzen höher schlagen auf jeder Messe oder bei Händlern, egal wo, das macht natürlich klasse.

Klar, das ist der gerne. Also es ging ja schon die Tür auch, ich bin hier reinspaziert und habe gleich schon gedacht, also gemerkt, wie sich die Mundwinkel nach oben ziehen.

Und darum geht es letztlich ja auch. Also das heißt, wir gerade hier, man sieht es in jedem Detail, das heißt, hier sprechen wir über, es geht natürlich nicht nur ums Gewicht vom Lautsprecher, Sondern hier haben wir ein Gehäuse kreiert, was wahnsinnig aufwendig ist vom ganzen Innenaufbau her. Und daher ist auch das Gewicht zustande gekommen. Also wir sprechen hier über eine Schallwand, die wirklich...

Richtig dick ist und alles von innen aneinander komplett durch eine besondere Konstruktion miteinander verbunden. Einzelne Kammern, die wir hier haben, ganz besondere Kammern, die alles bis ins kleinste Detail berechnet wurden und natürlich die feinsten Bauteile, die wir tatsächlich bei uns im Portfolio haben. Und ja, das macht viel Freude und steht auch bei uns hier im Showroom.

Da hören wir später auch nochmal rein und das macht ja einfach Spaß.

Glaube ich dir gerne. Magst du für die Fans ganz konkret sagen, was wir jetzt hier stehen haben, Schöners?

Ja, wir haben die Referenz Alpha 1 hier stehen im Midnight Blue. Das heißt, hier gibt es zwei Farbvarianten, Midnight Blue und Warm Grey. Hier ist jetzt die dunkle Variante, die mit den Seitenwangen in Nussbaum. In den beiden Varianten gibt es das Ganze. Hier ist die Alpha 1. Das nächst kleinere Modell ist die Referenz Alpha 2, ebenfalls in beiden Farbvarianten.

Und das sind die einzigen beiden Flaggschiff-Lautsprecher, die unsere Technologieträger sind.

Ja, aber das ist dann am Ende das, was dann auf so einer Haie steht und wo man einfach die obere Messleute sieht und sieht einfach, was geht und, wie gesagt, hier wird es ja noch eine Weile dauern, bis man das Schätzchen hier anschließen kann, aber es beeindruckt schon vorher, so soll das sein.

Ich bin optimistisch, dass das heute fertig gebaut wird. Das heißt, das sollte heute noch fertig werden. Aber wir haben sie ja auch schon fertig gebaut im Showroom stehen.

Vielen Dank, dass du uns auch hier erst mal reinschauen lassen kannst.

Sehr gerne.

Habe ich hier für euch den Geschäftsführer von Kanton persönlich da und ich denke, das wäre einige von euch vielleicht mal interessant, ihn ein bisschen kennenzulernen. Stell dich doch mal kurz vor.

Ja, herzlich willkommen. Mein Name ist Christoph Kraus. Ich bin jetzt mittlerweile seit acht Jahren der Geschäftsführer der Firma und gehöre eben auch der Inhaberfamilie an. Also mein Schwiegervater hat das Unternehmen 1972 gegründet und vor ein paar Jahren haben wir dann den Nachfolgeprozess eingeleitet. und seitdem bin ich mit an Bord und freue mich auch jeden Tag hier sein zu dürfen.

Ja, das glaube ich dir gerne. Wir stehen jetzt gerade hier in diesem Showroom, wo man auch von außen her nochmal die Möglichkeit hat, hier die Sachen zu hören. Wir haben jetzt eben gerade den Referenzlautsprecher gehört. Man kann sich sozusagen durch die ganze Kette durchbewegen und ja, viele haben dich vielleicht noch gar nicht so persönlich gesehen oder mal getroffen.

Da ist doch sicherlich auch spannend, so ein bisschen zu erfahren, genau, wo so deine Wege dahin gegangen sind, dass du jetzt hier bist. Vielleicht magst du ja noch ein bisschen was mit der Community über dich persönlich teilen.

Also warum ich hier bin, das hat klar mit meinem Schwiegervater zu tun. Also ich habe zuvor jahrelang in der Bank in Frankfurt gearbeitet. Naja und irgendwann, mein Schwiegervater ist jetzt mittlerweile 84, war es schon klar, dass wir innerhalb der Familie auch die Nachfolgeregelung einleiten sollten und irgendwann an einem Sonntagnachmittag, wie es so ist, man trifft sich mit der Familie zum Kaffee trinken Habe meinen Schwingervater mehr und der Satz ist wirklich so gefallen.

Da hat er mich dann eben gefragt, ob ich in meinem Leben nochmal was Gescheites machen möchte. Und da habe ich mir das halt überlegt und kurz danach habe ich in der Bank gekündigt und hier bei Kanton angefangen.

Aber ich kann dir auf jeden Fall sagen, du machst was sehr Gescheites hier, solange wir jetzt schon hier sind und wir können ewig weitermachen. Es ist wirklich beeindruckend, die Firma zu sehen. Also Chapeau. Und ich freue mich da wirklich drüber, hier sein zu dürfen und das alles hier erleben zu dürfen.

Und mal so hinter die Kulissen zu schauen und auch die Leute mitzunehmen, dafür die Möglichkeit zu haben. Vielen, vielen Dank. Und auch, dass ihr jetzt kurz Zeit nimmt, ist für mich auch toll. Weil ich finde, ihr habt das ja auf eurer Homepage schön gemacht. Man kann ja viele Mitarbeiter auch sehen, was ihre Funktion ist.

Ja, Moritz ist dabei, da bist du dabei und so weiter. Aber das ist halt immer noch was anderes, mit den Leuten persönlich zu sprechen oder die mal sprechen zu hören. Deswegen ist das besonders schön.

Wir sind ja auch jeden Tag hier, also von Freitag bis Freitag zumindest. Die Hörräume sind ja auch offen, beziehungsweise mit Vorankündigung können Kunden, Hörer auch gerne mal mit vorbeikommen, anrufen, einen Termin ausmachen. Dafür sind wir auch immer offen. Und ab und zu schwere ich dann auch nochmal irgendwo rum. Wollte ich gerade sagen.

Also wir waren ja gerade noch beim Intro oder so und haben die Flanke gehisst und plötzlich so, den kennen wir doch. Und dann nochmal in der Kartine zusammen gegessen. Also man trifft dich, du wirst so anfassen, man kann mit dir sprechen, man kann dich mal kurz abfangen. Und das finde ich sehr sympathisch und ja, das passt einfach auch zu Kanton und das ist mir damit verbindet. Und nicht zuletzt zu erwähnen, in was für einer wunderschönen Region, das sich hier eigentlich befindet.

Das stimmt. Also ich wohne in Frankfurt und darf jeden Tag hier raus.

Ah, du pendelst.

Also ich nehme es gerne auf mich, diesen Weg, weil er abends auch nochmal ein bisschen beim Autofahren auch runterfahren kann. Also den Arbeitsalltag hinter mir lassen und dann komme ich zu Hause und dann ist alles gut.

Jetzt wisst ihr Bescheid, Christoph kam von den Bankentürmen zu den Boxentürmen. Jetzt haben wir die Verbindung hergestellt. Und ja, wenn ihr euch bekannt und interessiert, ihr wisst Bescheid, zahlreiche Händler haben es in ihrem Sortiment, geht auf die Messen, hört euch das an und dann seid ihr in der Welt.

Vielen Dank, Christoph, dass ihr uns eingeführt habt.

Natürlich, sehr gerne.

Ja, jetzt hat uns der Moritz viel rumgeführt, Christoph haben wir auch schon kennengelernt und jetzt haben wir noch einen Fachmann für die Technik. Und wir sind hier in einem ganz besonderen Raum, aber bevor ich irgendeinen falschen Fachbegriff verwende, Lass ich lieber dich das machen. Stell dich doch mal kurz vor. Wo sind wir hier? Was machen wir hier?

Gut, wir sind hier in einem quasi reflektionsarmen Raum. Ist nicht schalltot, wie man so auf der Straße so ein bisschen sagen würde, aber er ist reflektionsarm. Und ja, das ist unsere eine Rennstrecke, wo wir den Lautsprecher quasi isoliert betrachten, also isoliert von der Außenwelt. Der Lautsprecher kommt ja dann später in die Außenwelt, also in das Wohnzimmer oder wo auch immer er steht.

Und wir betrachten ihn hier in dem Raum erstmal bezüglich der Simulation, bezüglich der Entwicklungsschritte, messen wir ihn erstmal isoliert und rechnen dann quasi auch verschiedene Räumlichkeiten hoch und wissen dann auch im Prinzip, welche Zielfunktionen, wie jetzt gerade, was der Status ist. Also muss ich das immer so vorstellen. Ich bin jetzt aber schon tief im Thema drin. Das habe ich zu mir gar nichts gesagt.

Ja, ich habe dich noch gefragt. Man muss sich das immer so vorstellen, dass man quasi, man hat eine Idee, eine Verbesserungs- oder eine Optimierungsidee, also das ist auch ein gewisser Evolutionsprozess und macht sich da Ziele und die Ziele versucht man erstmal rein theoretisch quasi mal zu ergründen, das kann man mit, wir arbeiten sehr viel mit Simulationsprogrammen, das habe ich jahrelang aufgebaut und dann wird irgendwann ein Muster erstellt und das Muster wird quasi hier vermessen und die Vermessung wird dann wieder verglichen mit Zielfunktionen und dann kommt der ganz entscheidende Teil des Hörens.

Aber jetzt nochmal zu meiner Position. Ich heiße Frank Göbel und Ich bin jetzt über 30 Jahre lang im Unternehmen, habe als Entwicklungsingenieur angefangen mit Prädiktion von Lautsprecher-Übertragungsfunktionen und habe dann da Programme geschrieben. Wir hatten damals auch ein spannendes Projekt mit Digital 1 und 2.

Das heißt, wir waren so einer der ersten, die einen digital vorenzerrten Lautsprecher auf den Markt gebracht haben, der dann sowohl Frequenzgang als auch den Pulseantwort optimiert hat. Das war so mein Startup in der Firma und habe dann nach ein paar Jahren die Entwicklungsleitung genommen und dann nach ein paar weiteren Jahren auch technische Leitung und für die Technik.

Und als wir jetzt den Bereich von der Firma betreten haben, hatten wir schon gleich gehört, es läuft laut Musik. Und wenn wir jetzt nicht gerade in einer Lautsprecherfirma sind, dann wird man erwarten, die Mitarbeiter haben gerade Pause. Nein, ich nehme an, hier wird kräftig durchgetestet.

Es werden halt Frequenzgang, Impulse antworten, Impedanzkurven, dann Verzerrungskurven. Dann haben wir hier ein Lasermesssystem, was im Prinzip die Membran abtastet. Und dann tun wir uns die Lichtgeritäten anschauen und wir designen. Heute designt man ja nicht nur auf eine bestimmte Kurve, also auf eine, das was man sonst immer so öffentlich zu sehen kriegt, eine Frequenzgangkurve, sondern es sind ganz, ganz viele andere Parameter hinten dran noch, die wichtig sind, also noch mit Laufzeiten von den einzelnen Frequenzbräuchen Hier in dem Fall zum Mikrofon, ansonsten ja zu unserem Ohr, was ja alles dann entscheidend ist.

Und wir messen dann auch hier quasi über die Winkel. Das heißt, es wird quasi eine Balloonmessung gemacht rund um den Lautsprecher, damit wir quasi den auch dann in einen virtuellen Raum, oder nicht, also in einen... Klassischen Raum dann akustisch hineinsetzen kann und können dann gucken, die in die Zielfunktion, die wir uns gestellt haben, also das Abstrahlverhalten, was wir uns zugrunde gelegt haben oder optimieren wollten, wie stellt sich das dann halt im Hörraum.

Das ist ja das Wichtigste, weil das ist ja der Punkt, wo wir dann auch schon schwer sind. Wir haben oben, wir haben vielleicht nichts sehen heute, aber unseren, sagen wir mal, Wohnraum angepassten Hörraum. Das ist unsere Rennstrecke und da wird natürlich viel gehört und deswegen...

Das war das, was ich gehört habe.

Das ist das, was du gehört hast und das begleitet uns ja tagtäglich und das ist ja auch die Freude daran.

Ja, natürlich.

Also der Senior-Generaldirektor sagt, ja, die Jungs, die jetzt hier arbeiten, wir hören halt ganz viel Musik. Und ja, das stimmt im Grunde genommen auch. Aber es gehört dazu, ich meine, wenn man in der Autoentwicklung ist und man muss jetzt ein Fahrwerk im Prinzip optimieren, dann muss man das halt auch fahren.

Ja. Oder muss zumindest jemand haben, der es fährt und der muss einem dann sagen, was sollte.

Und es ist ja nicht verboten, dass er seinen Job auch Spaß macht.

Deswegen bin ich auch schon so lange dabei. Wir haben ja spannende Themen. Wir haben ja quasi den klassischen Lautsprecher, den passiven Lautsprecher, wir haben ja den aktiven Lautsprecher. Wir haben auch mit Funk zu tun. Wir haben auch mit viel IT zu tun in dem Fall. Das sind ja ganz, ganz starke IT-Themen, die da abgehandelt werden.

Wir können wieder so Sachen machen, wie wir damals gemacht haben, wo wir eine der ersten waren, die Raumeinmessungen gemacht haben. Das können wir jetzt quasi wieder... Zurückholen und eine ganz große Breite dann ausrollen und solche Themen, das macht immer Spaß, logischerweise.

Also auf jeden Fall in der Erfahrung hier mal drin zu sein, für jemand, der jetzt sowas noch nie erlebt hat, es spielt mit der Wahrnehmung, also du hast so Gefühle, kannst du nicht so richtig einordnen, dann hast du einmal, dieses Muster, dann triggert es dich so vom Visuellen her, aber auch dieses Akustische, diese Geräusche hören sich halt entsprechend anders an und da musst du dich erstmal weiter umstellen. Da musst du sagen, jetzt sind es schon ein paar Minuten drin.

So langsam habe ich mich ganz gut daran gewöhnt und werde wahrscheinlich jetzt, wenn ich rausgehe, wieder eher ungewöhnlich finden. Also das Gehirn passt sich da sehr, sehr schnell.

Es ist tatsächlich so, dass das natürlich, wenn man diese Umgebung nicht kennt, also in meinem Kopf ist das schon quasi geclustert.

Du weißt schon, die Synapsen sind schon so verkettet. Genau.

Ich gehe hier rein.

Du gehst rein, du bist direkt drin.

Ich gehe hier rein. Für mich ist das ein komplett, das Einzige, was ich merke, ist halt, dass ich das Gefühl habe, ich muss halt deutlich lauter reden, weil mir die Wand natürlich nichts hilft. In den reflektionsbehafteten Räumen ist es ja so, dass die Wand hier dann mit zu einem spricht und dann wird die Lautstärke einfach auch dadurch erhöht.

Das fehlt hier, also auch wenn man jetzt das Gefühl hat, man spricht halt in eine Richtung und dann kriegst du dann schon wieder weniger mit, das merkt man hier sofort. Und ja, und dann ist es natürlich so, der andere Effekt ist der, dass man natürlich, wir lokalisieren das nicht nur über das Auge, sondern auch über das Gehör. Also die Laufzeitdifferenz vom linken und rechten Ohr.

Und das tun wir die ganze Zeit, also ganz unterbewusst und wissen im Prinzip da, wo wir stehen. Und das ist jetzt hier ist jetzt hier weg das ist jetzt ausgeschaltet da hat man jetzt hier wenig Chancen also der Raum ist jetzt nicht komplett Reflexion, gerade zu tiefen Frequenzen nicht, weil er dann noch zu klein ist also wir behelfen uns da mit Nachfeldmessungen, Fernfeldvergleichen und Messungen, die wir in viel, viel größeren Schalltotenräumen gemacht haben wir haben eine ganz gute Kooperation zu Fraunhofe und so und damit wir hier von der Messung her bis 10 Hertz sehr, sehr sauber messen können.

Jetzt vielleicht noch abschließend, gibt es da so ein paar bestimmte Bereiche, wo du sagen würdest, das sind so die häufigsten Baustellen, wo ihr am längsten dran arbeitet, was am schwierigsten ist, wenn man das hier gut machen will, bis zum fertigen Ergebnis?

Und das ist jetzt, muss man differenziert betrachten, geht es dann mehr, also um welches Produkt geht es da? Also das ist so ein bisschen typisch, dass die letzte Meile immer dann, die ist immer die aufwendigste. Das ist tatsächlich beim abstimmen, jetzt akustisch abstimmen, ist das auch so. Klar, wir hatten natürlich eine Evolution und es ist nicht jeder Lautsprecher, der vom Grund auf wieder neu entwickelt.

Das ist nicht so. Dann würde man, dann hätte man auch keinen Fortschritt. Der Fortschritt entsteht ja dadurch, dass wir quasi auch über sehr, sehr lange Zeit sehr, sehr konsequent immer Step für Step bestimmte Sachen behandeln und die dann verbessern. Dadurch entstehen ja dann auch so die Geschichten mit unseren Membranen, die wir dann da bearbeiten.

Das ist dann so ein Wunsch, den man quasi aus dem Simulationsprogramm sieht. Okay, mit dem Materialkomposition kann ich das noch verbessern. Und dann gehen wir natürlich dann über und müssen natürlich das dann auch dann Ja, auch in die Realität umsetzen. Das ist ja auch ein ganz anderer Baustein noch.

Das hat dann nichts mit dem Hören zu tun, sondern es hat quasi mit der technischen Umsetzung, also wenn man sich auch überlegt, wie lange wir... Mit den Herstellern auf Referenz zum Beispiel oder Alpha und solche Themen, dass die quasi die Qualität, also auch mit diesen ganzen Kurven und ganzen total asymmetrischen Innenaufbau, dass sie das dann so feinsäufig bauen können.

Und zudem noch dann diese Lackqualität, die wir in den Spiegel wirkt, dann hinkriegen, dass dann nochmal ganz andere Arbeiten. Oder halt die Diamantmembran, wie die dann, so eine einzelne kann man sicherlich nochmal in, da ist ein kleines Hochvakuum, aber wenn man sich dann vorstellt, wir müssen dann tausend, also haben wir damals gedacht, es sind ein paar Stück, aber damals gedacht, aus den paar Stück sind halt leider nicht ein paar Stück geworden, sondern sind halt, irgendwann fängt es dann bei 100 und dann wird es dann noch mehr.

Und die muss man natürlich dann auch dann in ein größeres, also im Fall ist es so, das wird in ein Hochvakuum, Werden quasi Kohlenstoffbausteine dann hineingespattert, ganz kurz erklärt und dazu braucht man dieses Hochvakuum und die Membran wird dann unter Hochspannung gelegt und dann verdichten sie es auf dem Leer, auf dem Drahtleer.

So wird es gezüchtet und das muss man dann auch irgendwie hinkriegen, weil dann die Wirbeln verwirbeln sich dann da und dann muss man eine Gleichmäßigkeit in der Serienproduktion hinkriegen. Das ist nochmal ein ganz anderer Schlag.

Ich verstehe. Ja, da kommt es letztendlich auch darauf an, auf welcher Produktlinie, bewegen wir uns. Sind wir jetzt im High-End-Bereich? Sind wir im Konsumerbereich? Und was wollen wir? Und wo geht es hin?

Wobei wir das natürlich nach unten fließen lassen. Also das ist dann tatsächlich so, dass die ganzen Keramik, das wir jetzt seit Jahren schon machen, also mit Keramik, wo quasi ein Aluminium-Sheet, also ein klassisches Aluminium-Sheet quasi so, ich sage jetzt mal, aufgebrannt wird, also wird mit Sauerstoff-Molekülen versetzt, die wird durchgebrannt, es entsteht ein Korund oder man könnte auch verosten, also je nachdem, wie man das jetzt umgangssprachlich ausdrücken will.

Und auch die Prozesse muss man natürlich dann auch für die Serie so hinkriegen, dass dann immer eine saubere Oberfläche, immer die entsprechend genaue, exakte Also einmal Tiefe entsteht, wo das dann quasi, weil die wird umgewandelt, das Material. Und da sind Prozesse dann auch gefragt, die das dann gleichmäßig machen.

Glaube ich dir gerne. Und das ist vielleicht auch nochmal eine Stelle, wo man einfach sieht, wie wichtig es auch ist, dass man eben im High-End-Bereich auch tätig ist. Es gibt ja auch Hersteller, die entwickeln sich gar nicht da hoch, da stehen nicht solche Flaschen rum. Aber wie du sagst, man kennt es ja auch aus der Automobilbranche, da wo halt Technologie entwickelt werde, das was man lernt bei den High-End-Drucken, das kann man da unten auch runterskalieren und davon profitiert man dann auch wieder, wenn man im Einsteckerbereich ist.

Ja, es gibt ja ganz viele Beispiele, dass bei der Membran, wir haben bei Aluminium angefangen, dann Aluminium-Titan als Legierung, also Oberfläche, dann haben wir dann gesagt Aluminium-Titan-Graphit, Das heißt, wir haben dann nochmal einen Zwischenprozess eingebaut, wo wir die Membranoberfläche quasi aufgebaut oder verlöchert haben, damit die Oberfläche für das nachträgliche, sage ich mal, Anodisieren mal größer wurde und wir könnten dann halt mehr von noch härteren Materialen oder anderen Materialkompositen einfügen.

Das sind solche Sachen und die sind jetzt quasi von erstmal, also erstmal stand Keramik, das ist nochmal das... Was wir zuerst hatten, dann haben wir versucht, von der normalen Aluminium-Pitanschied auf Keramik zu kommen. So ein Zwischenstep, das war dieses mit dem Grafit. Und das haben wir jetzt als ATB-Membran. Und die ATB-Membran, die gibt es jetzt auch in der GLE-Serie.

Also da sieht man, das wandert dann quasi bis runter. Wenn man es dann schafft, den Prozess so zu optimieren, dann kann man das auch so darstellen. Oder klar, man muss es natürlich dann leider bezahlen. Oder wir sagen, okay, das ist uns wichtig und dann müssen wir es halt machen.

Also ich hoffe, es war für euch da draußen mal so spannend, so ein bisschen tiefer in die Technik einzusteigen und wenn ihr noch Fragen habt, gerne in die Kommentare schicken und weiter diskutieren. Wie gesagt, da können wir, glaube ich, wenn wir jetzt durch die verschiedenen Kompetenzen gehen, noch ein paar Stunden weitermachen.

Aber wir müssen ja alle abholen, auch die da draußen, die vielleicht so einen kleinen Überblick einfach machen wollen und auf jeden Fall vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast.

Kein Thema, gerne.

Das hat uns ein bisschen tiefer eingestiegen.

Super, vielen Dank.

Ja, das war ja unser kleiner Rundgang hier durchs Werk von Kanton im schönen Taunus. Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht. Vielen Dank nochmal an Moritz, der sich sehr viel Zeit genommen hat, hier durchzugehen. Aber natürlich auch an die Geschäftsführung, an Christoph und an die Technik, an den lieben Frank.

Aber auch all die anderen, die hier bei Kanton arbeiten und sich alle herzlich Zeit genommen haben für uns und ihre Arbeitsabläufe mal kurz unterbrochen haben oder einfach weitergeführt haben. Wir haben uns mitfilmen lassen, also vielen Dank dafür. War sehr cool, mal hier tiefer einsteigen zu dürfen.

Ich hoffe, es hat euch genauso viel Spaß gemacht wie uns. Wir haben jetzt hier zum Abschluss nochmal im Showroom die Reference Alpha gehört, also die obere Fahnenstrange, alles, was geht in Sachen Kantern. Wir haben Songs gehört, die wir uns gewünscht haben. Wir haben Songs gehört, die hier präsentiert wurden.

Und es hat sich alles fantastisch angehört. Wir haben viele leuchtende Augen und lächelnde Gesichter gesehen. War eine coole Abschlusserfahrung und ja, ich kann es nur jedem empfehlen, macht einen Termin, schreibt eine E-Mail, ruft an, um das einfach hier mal live vor Ort zu hören. Geht auf die Messen, hört euch dort die Lautsprecher an, es lohnt sich.

Wenn auch dieses Video oder der Podcast für euch eine besondere Erfahrung war, dann freuen wir uns natürlich über ein Like bei YouTube, über ein Abo bei Apple Podcasts oder Spotify im Vinyl und Podcast. Und wir werden ja kein Vinyl-Podcast oder Vinyl-Kanal, wenn wir nicht auch noch eine Schreibblatt empfehlen würden.

Da gibt es nämlich jetzt von Kanton die Reference Check Volume 3. Die könnt ihr euch mal bei den Videobeschreibungen oder Show Notes anschauen. Ist unten für euch verlinkt. Ist eine Kooperation mit Inakustik, also feiner Musik, die ihr genießen könnt. Egal, ob jetzt mit eurer Kanton-Anlage zu Hause oder eben mit einer anderen.

Einfach mal zu gucken, was geht und wo so die Limits sind. Und ja, Ansonsten danke ich euch fürs Zuschauen und natürlich auch fürs Lauschen. Und wir sehen uns im nächsten Video oder wir hören uns in der nächsten Podcast-Folge. Also macht's gut.

Ciao.

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