#62 – Staupe: Das Hundevirus, das ganze Arten bedroht
Mittwoch, 9. September 2026 · 21 min
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Shownotes
Das Hundestaupevirus (Canine Distemper Virus) ist ein Paramyxovirus und eng mit dem Masernvirus verwandt. Florian Krammer erklärt, warum die Erkrankung für ungeimpfte Hunde so gefährlich ist: Bei Welpen zwischen drei und sechs Monaten liegt die Sterblichkeit bei rund 80 Prozent, bei erwachsenen Tieren ohne Immunität bei etwa 50 Prozent. Erreicht das Virus das zentrale Nervensystem, überleben die Tiere meist nicht. Besonders heikel ist das breite Wirtsspektrum: Wölfe, Füchse, Rote Pandas, Löwen, Tiger, Elefanten, Bären, Waschbären und Dachse können sich anstecken, weshalb Staupe längst auch ein Artenschutzproblem ist. In der Serengeti starben 1993 rund 20 Prozent der Löwen daran, und beim Seehundestaupevirus verendeten 1998 etwa 18.000 Seehunde in der Nordsee. Menschen erkranken nicht, vermutlich auch wegen der Kreuzimmunität durch Masern. Gute Impfstoffe gibt es seit den 1960er Jahren, sie brauchen aber regelmäßige Auffrischung.
Übersicht der AGES zur Staupe:
ages.at/mensch/krankheit/krankheitserreger-von…
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Krammer Laboratory at the Icahn School of Medicine at Mount Sinai
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Interessenskonflikte
Die Icahn School of Medicine at Mount Sinai hat Patentanträge für SARS-CoV-2 serologische Tests, Newcastle Disease Virus-basierende COVID-19 Impfstoffe und Influenza Impfstoffe und Therapien gestellt, die mich als Miterfinder anführen. Diese Patente gehören der Icahn School of Medicine at Mount Sinai aber Teile der Lizenzgebühren weden auch an die Erfinder ausbezahlt. Die Patente für den COVID-19 Impfstoff wurde an CastleVax auslizensiert, wo ich Mitbegründer und Scientific Advisory Board Member bin.
Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).
Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.
Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
Unsere Forschung in Österreich wird von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und dem Iganz Semmelweis Institut durch die Medizinische Universität Wien unterstützt.