
Voice of Athletes· Folge 25
#4 - NEBEN GROSSEN NAMEN WACHSEN: VORBILD ODER LAST?
Montag, 5. Oktober 2026 · 47 min
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Shownotes
mit Lukas Dauser & Annika Hocke
Barren-Weltmeister Lukas Dauser und Eiskunstläuferin Annika Hocke sprechen darüber, was es heißt, neben großen Namen groß zu werden. Wie wird aus Lukas' Kindheitsidol plötzlich ein Mentor? Und wie findet Annika ihren eigenen Weg, wenn sie ständig mit dem erfolgreicheren deutschen Paar verglichen wird?
Ein ehrlicher Talk über Neid und Konkurrenz, über Druck von innen und außen, über die Rolle der Trainer:innen und darüber, wann Vorbilder antreiben und wann sie zur Last werden.
Lukas Dauser: instagram.com/lukasdauser
Annika Hocke: instagram.com/anni_kamaria
Voice of Athletes: instagram.com/voice.of.athletes
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"Voice of Athletes" ist eine Produktion der Pimster Creations GmbH.
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Möchte man sich immer mit allen vergleichen, dass man dachte hey warum bin ich nicht ganz oben? Warum sind egal wer mehr in den Medien? und man merkt relativ schnell das man damit überhaupt nicht weiterkommt. Konkurrenz ist so bisschen negativ behaftet. unser Bundestrainer früher hat immer gesagt Konkurrents belebt als Geschäft.
Voice of Athletes Stimmen die bewegen Geschichten die bleiben Der Podcast mit Persönlichkeiten des Sports wie du sie noch nie gehört hast. Willkommen bei Voice of Athletes. Ich bin Kim Bui und heute geht es um etwas, was viele von euch kennen die im Schatten von jemand ganz groß geworden sind. wie wird aus dem Vergleich mit einem Vorbild ein Antrieb?
Und wann wird er zur Last? Dafür habe ich heute zwei ganz besondere Gäste eingeladen, die beide ziemlich genau wissen wovon ich rede. Lukas Dauser, Weltmeister am Bachen, zwanzig, dreihundzwanzig Olympia-Silber in Tokio und jemand der als zehnjähriger vor dem Fernseher saß, als Fabian Hammbüchen bei Olympiaturnte.
Und sich dachte da will ich mal hin! Heute ist Fabi nicht nur sein Vorbild sondern auch ein Mentor Unsere zweite Person in diesem Podcast, unser zweiter Gast. Anika Hocke, Paarläuferin gemeinsam mit ihrem Partner Robert Kunkel amtierende Deutsche Meisterin und EM-Brossemedaillengewinnerin. Bei Olympia twenty-sixundzwanzig in Mailand Cortina wurden die beiden gemeinsam zehnte und werden im eigenen Land immer wieder mit den aktuell erfolgreicheren deutschen Paar wirklichen Minerva Fabien Hase und Nikita Wolodin – beide bei den olympischen Spielen Olympia-Brause gewonnen haben und nur wenige Wochen später Weltmeister in Prag geworden sind.
Herzlich willkommen ihr beiden zusammen! Lukas, erzähl mal von dem Abend an dem du vor dem Fernseher gesessen bist als zehnjähriger und Fabian Hammbüchen im Fernsehen bei den olympischen Spielen Hastrunden sehen. was ist da für dich bis heute dahängen geblieben? Ja zu dem Zeitpunkt habe ich ja schon vier Jahre geturnet.
also ich hab mit sechs Jahren angefangen war natürlich in dieser Turn-Szene so ein bisschen drin, aber jetzt auf Vereinsebene und dann im Fernsehenturn zu sehen was die für Elemente machen von denen ich damals natürlich geträumt hatte dass sich das auch mal hinbekommen. War eine Riesensache für mich und mich hat es so motiviert und ich habe mir irgendwann gedacht Das will ich auch mal.
So wie du es in deinem Intro auch schon erwähnt hast, war das für mich so eine Vision die daraus entstanden ist und ich gesagt habe ich will auch immer zu den Olympischen spielen? Total cooler Moment! Also so ein bringenden Moment wünscht sich ja irgendwie jeder. um dann loszulaufen Annika, Minerva und Nikita sind ja gerade irgendwie so das erfolgreichere deutsche Paar im Eiskunstlauf.
Wann hast du denn für dich zum ersten Mal gemerkt dass ihr eigentlich hier in Deutschland in unserem eigenen Land immer ständig nebeneinander gestellt werdet? Naja also für mich war es ja so, dass ich schon bei den olympischen Spielen war mit meinem Partner davor die Stars im Rampenlicht, haben Olympia Gold geholt.
Und ich will jetzt nicht sagen dass ich mich daran gewöhnt habe im Schatten zu stehen. Das gar nicht. aber ich glaube uns beiden also Robert und mir hat es super geholfen das wir gemerkt haben dass wir einfach ganz anders sind als Minerva und Nikita und auch was ganz anderes versuchen zu verkörpern. und das ist halt der Vorteil an künstlerischen Sportarten Dass man sich selber ein bisschen zeigen kann anders sein kann vielleicht als andere.
und ja, da sehe ich den Vergleich gar nicht mehr so doll. Und du sagst jetzt... Du hattest ja schon einmal diesen Vergleich gehabt und jetzt wieder? Du sagst auch natürlich ist es der Moment wo du sagste okay man kann sich auch selber darstellen oder anders darstellen aber nimm dich auch mal mit in diese Gefühlslage vielleicht was ist das da was dich dann auch vielleicht auch antreibt?
Ich glaube man muss herausfinden was man möchte, möchte man sich immer mit allen vergleichen. Und ich würde lügen wenn ich sage diese Phase gab es nie dass man dachte hey warum bin ich nicht ganz oben? Hey warum sind die immer egal wer mehr in den Medien oder kriegt mehr Aufmerksamkeit Aber man merkt relativ schnell, dass man damit überhaupt nicht weiterkommt.
Und man möchte ja für sich die besten Leistungen erzielen und kann nur selber gucken was kann ich verbessern? Was möchte ich verbesseren?". Und da ist es eben dann irgendwann dazu gekommen das ich mir dachte naja aber vielleicht bin ich denn jetzt nicht die dreimal Weltmeisterin wird sondern ich bin die die halt die Leute berührt und die etwas anderes macht und vielleicht mal irgendwas Neues in den Sport reinbringt und ein bisschen mehr Naja, ein bisschen mehr gute Laune reinbringen.
Ein bisschen mehr was Frisches reinbringt und nicht dieses typische klassische Was ich halt eben auch nicht bin. Ja das ist total spannend zu hören weil ja wir haben ja irgendwo immer irgendwo Vorbilder die aber vielleicht auch gleichzeitig eben auch unsere Konkurrenten sind. Lukas wie war es bei dir mit Fabi?
Also hast du dir von dem was abschauen können Hast du dich auch irgendwo dann als Konkurrenz irgendwie erstmal gesehen oder vielleicht erst später, also wie hast du das für dich empfunden? Also mit Fabi war es eigentlich tatsächlich nie so dass wir krasse Konkurrenten waren. Es gab schon so natürlich auch Wettkämpfe wo wir zusammen geturnt haben gegeneinander beispielsweise bei deutschen Meisterschaften aber es war jetzt nie dass da eine krassekonkurrenz Situation entstanden ist weil er einfach deutlich am Ende seiner Karriere war, wo meine eigentlich gerade erst angefangen hat.
Aber ich kenne schon die Situation auch beispielsweise mit Marcel Nuyen, der auch erfolgreicher Turner war und auch zweimal Silber gewonnen hatte bei den Olympischen Spielen in dem Jahr zwei Tausend Zwölf und mit ihm bin ich eigentlich mit aufgewachsen. Wir haben früher zusammen in einer Turnhalle trainiert und da war das Verhältnis noch enger und ich kannte ihn über einen längeren Zeitraum.
als ich dann natürlich zu den Erwachsenen gekommen bin war er auch schon einer der besten Toner in Deutschland. Das war eine Konkurrenzsituation, an der ich mich eher positiv beflügeln habe lassen, weil ich gesagt habe, da will ich auch mal hin und das war jetzt nicht so eine Konkurenzsituation, dass man sich nicht mehr in die Augen schauen kann.
Ich weiß natürlich auch ein bisschen typabhängig aber ich bin jemand, der kann im Wettkampf ... ... sehr auf mich aus sein und die volle Konzentration auf mich haben. Aber kann mir im Nachgang schon wieder auch die Hand geben, also dass ich... Verstehst du was ich meine? Dass ich sage klar sind wir irgendwo Konkurrenten.
aber wenn diese Situation vorbei ist in meinem Fall dann der Wettkampf, dann ist es eine neue Situation und dann kann ich damit auch anders umgehen. Das zeigt ja Größe und Charakter! Also das ist ja etwas was ich finde, das gehört dazu, das ist der Sport dass man irgendwo auch natürlich konkurrent ist, aber vielleicht auch Vorbild.
Und ich meine, ihr hattet ja mit dem Bachen ein Gerät, wo ihr beide sehr gut darin wart und das dann ganz klassisch... zu einer Wettkampstituation kommt, weil wenn man da nachts zusammen ist. Ist ja gut! Hat dir Fabi dann auch irgendwo mentale Dinge damit geben können? Wenn du sagst er ist eher so am Ende seiner Karriere gewesen und du dann schon ein Blüte deiner Karrierei?
Ja du hast ja anfangs auch angesprochen dass er wie so einen Mentor für mich dann wurde als er dann seine Karrieren beendet hat und hat mir dann eigentlich sehr viele... Hinweise, Tipps gegeben. Mir geholfen wie ich in vielen Situationen auch umgehe weil er die natürlich auch schon erlebt hatte und von dem her war eine große Stütze und ist eigentlich aus diesem Konkurrenzverhältnis was es schon irgendwo auch war dann eigentlich eine Freundschaft entworden und eigentlich ne Basis auf der er mich extrem unterstützt hat.
Und Annika, wie ist es denn für dich? Also du bist natürlich dann auch irgendwie da jung reingekommen. Gab es für dich Momente wo du die anderen auch als Mentoren gesehen hast, als Vorbilder oder mehr als Konkurrenten vor allem also ich meine das ist ja gerade so in eurer eigenen Generation jetzt ein deutsches Paar was dann Olympia Bronze und WM Gold geholt hat Wie war das dann für dich?
Ja also ich muss sagen mit Mini also Minerva ist es natürlich so dass wir einfach zusammen aufgewachsen sind. Also wir sind schon immer miteinander gelaufen, wir haben immer in Berlin miteinander trainiert. sie war eine Klasse über mir also wir sind fast das gleiche Alter. ich würde jetzt nicht sagen dass Mini irgendwie ne Menturin für mich ist.
Sie ist eher ne Freundin und wir verstehen uns super und das ist auch toll. so als ich würd's mir nicht anders wünschen weil Ich glaube, ein paar Laufen ist es oft ein bisschen einfacher weil man sich auf den Partner fokussiert und wir ja zusammen was Gutes schaffen wollen. Und natürlich gibt es Konkurrenten, klar im Wettkampf wird man verglichen.
aber ich glaube oder ich habe zumindest das Gefühl dass es weniger so einen Kampfcharakter ist sondern eher so fast jeder gönnt es dem anderen auch. Ja, aus dem Jahr zwei tausend achtzehn hatte ich eben das Glück Einfach super viel Erfahrung hatte. für mich, waren es die ersten olympische Spiele und die hat mir da schon sehr gut durchgeholfen auch wenn sie natürlich ihre eigenen Themen hatte mit dem Ziel Olympia Gold zu gewinnen.
Aber die hat mich auf jeden Fall mit an die Hand genommen. Was hast du denn gemacht? Also was hat dann Aljona dir gezeigt? oder wo hat sich dich denn besonders an die hand genommen? Man muss halt sagen dass ich dieses Jahr also das Jahr zwei tausend achtzehn beziehungsweise zweitausend siebzehn erst ein paar laufen gewechselt bin und ich bin davor alleine gelaufen.
Und das heißt, ich kannte Parlauf noch gar nicht so richtig und in der Saison hab' ich mit meinem Partner oft in Oberstdorf trainiert wo auch Ayano an Bruno trainiert haben und sie hat mir einfach super viele Tipps gegeben sei es jetzt für die Parlauf- spezifischen Elemente, seien's für den Wettkampf oder irgendwie ja wie ein großer Wettkämpf überhaupt abläuft weil Junioren, Wettkämpfen auf kleinerem Niveau und direkt zu den Europameisterschaften gefahren.
Also es war schon ein Riesensprung! Ich will einmal reingredchen... Du hast einen Satz gesagt, den fand ich ganz gut, du hast gesagt man gönnts dem anderen oder fast alle gönnen's dem anderen. Und ich finde auch Konkurrenz ist so bisschen negativ behaftet. Unser Bundestrainer früher hat immer gesagt Konkurrents belebt das Geschäft aber er hatte gar nicht in dem Sinne gemeint dass wir uns bekriegen sollen, sondern dass wir uns gegenseitig zur Höchstleistung anstacheln.
und natürlich kannst du trotzdem befreundet sein. Aber wir sind eben auch Sportler genug um zu sagen hey na natürlich will ich vor dir sein oder besser als zu sein aber wenn es andersrum ist dann gönne ich dir das trotzdem bei du an dem tag besser warst du? Und ich glaube, da braucht man einfach so ein gesundes Verhältnis für.
Das ist absolut! Ich glaube mit einer der wichtigsten Dinge eben Sportsman oder Sportswomenship dass man da wirklich eben sagen auch das irgendwo trennen kann und sagen hey es ist ja Sport das gehört dazu und dann aber auch wieder gut wenn wir von der Fläche runter sind. und vielleicht auch eine Frage an euch beide was macht es denn leichter?
also wenn es in der eigenen Sportart schon jemanden gibt der dir den Weg vielleicht auch geht nicht hat Also macht das dann einem Leiter oder ist es eher so eine Hürde, die man ja hinterherläuft? Oder sich nochmal beweisen und dass ich darin aufreiben möchte. Schwierig! Ich glaube, man nimmt einfach diese Situation so wie sie ist, oder weil... ...ich denke, man kann aus beiden Vorteile ziehen.
Wenn man jemanden hat der irgendwie die Sportart schon ein bisschen populärer gemacht hat, kann man vielleicht ganz gut nachziehen. Und wenn das nicht so ist, dann hey auch cool, dann bist du der oder die erste, die da einfach ein bisschen Ja, die Sportart vorantreibt. Also ich glaube auch es gibt ja auch diesen Satz oder diese Floskel in die Fußstapfen des anderen zu treten.
Ich finde das nicht so ganz passend weil ich glaube jeder muss für sich sein individuellen Weg finden. aber ich glaube diese Fußstapo von dem andern können diesen Weg leiten und deswegen würde ich sagen glaube ich ist schon einfach wenn einer schon mal diesen Weg gegangen ist und den geöffnet hat Und das hat er für Fabia schon immer sehr... Also Fabi hatte große Fußstapfen hinterlassen gehabt und ich glaube, so wie du auch gesagt hast, dass es da jeder seinen eigenen Weg finden sollte ist wahnsinnig wichtig.
Aber Fabi hat ja auch mal gesagt, dass du auch manchmal mit einem vollgepackten Rucksack an den Start gehst Und wie schwer würdest du sagen, ist dieser Rucksacks für dich gewesen? Manchmal so an so schlechten Tagen Ja extrem schwer. also jetzt nicht nur an schlechten Tage sondern das ist halt natürlich einfach der Druck, der sich über die Jahre aufbaut in erster Linie Mein eigener Druck, den ich mir mache.
Ich will beweisen dass ich meine Übung kann das ich meine Leistung auch bereit bin abzurufen dann natürlich irgendwann auch nach dem ersten Erfolgen der druck von der öffentlichkeit die sagen hey Der hat es geschafft der muss es noch mal schaffen. so das ist ja selbstverständlich wenn er jetzt einmal Weiß nicht viel zu europameister war dass der im nächsten Jahr mindestens genauso gut ist und Das ist schon so der dreck der voraus nach kommt.
Der Druck von mir selbst war eigentlich immer so, dass ich es meinen Trainern und meiner Familie, meinen Unterstützern, meinem Team irgendwie was zurückgeben wollte. Und das war immer der Druck den ich mir selbst gemacht habe. Ja, von dem her, das spricht Fabi mit diesem Rucksack an, der natürlich extrem schwer ist und den muss man vorm Wettkampf ablegen damit man einfach befreit auftonen kann.
Das ist natürlich schon eine Schwierigkeit aber ... Ich glaube, ich hab's ganz gut hinbekommen! Ich glaube auch. Und bei dir Annika, also wessen Erwartungen sind es dann eigentlich in so einem Moment? Also die eigenen Erwartung oder die Erwartunge von außen der Druck wie sieht's dabei aus? Also ich glaube das was mir tatsächlich die schwersten Wettkämpfe beschert hat war echt mein eigener Druck meine eigenen Ansprüche an mich selber weil man merkt dann irgendwann schon Wir waren noch nie an dem Punkt, dass die Presse erwartet hat.
Es muss jetzt Gold sein, es muss jetzt Silber sein und Bronze sein, was auch immer. Deswegen kann man den Druck ein bisschen außen vorlassen. dazu kann ich gar nicht sagen aber für mich war's immer schwierig wenn ich selber von mir zu viel erwartet habe und soviel wollte Und die anderen erwarten meist glaube ich gar nichts so viel.
sei es Freunde, Familie, Trainer Die versuchen einen so gut wie möglich zu unterstützen. Aber die sind jetzt immer noch da, wenn der Wettkampf mal nicht so gut läuft. Gab es auch mal für dich dann aus diesem Moment mit dem Vergleich irgendwie auch mit deinem Vorbild das vielleicht auch irgendwo ein Neid entstanden ist?
Neid von dir selbst aus oder vielleicht aber auch aus seinem Umfeld auf dich projiziert? Ich glaube gerade in jüngeren Jahren war's schon oft so dass Leute neidisch waren auf mich oder beziehungsweise gesagt haben, dass ich irgendwie abgehoben bin oder so. Aber ich würde glaube ich denken das nicht war sondern ich war einfach sehr sehr ehrgeizig und dann hat man halt oft andere Sachen außen vorgelassen und dann wirkte es vielleicht so als wäre man abgehobene.
aber klar im Eiskunstlaufen hat man dann vielleicht oft ein bisschen eine andere Position, wenn man ein bisschen besser ist und darf andere Sachen schon zum Beispiel mit den Älteren aufs Eis. Und nicht mehr mit den Jüngeren und dann wird vielleicht mal jemand neidisch und ich glaube so ein bisschen Neid gehört wahrscheinlich dazu.
Ich glaube auch jeder hatte wahrscheinlich mal ein bisschen NEID auf jemand anderen aber man lernt damit umzugehen. Ich habe jetzt gelernt, dass jeder Weg schwer ist. Jeder Sportler hat seine Hürden und Probleme. Selbst wenn man denkt, der ist so toll, er kriegt das alles hin und bei dem klappt es einfach so.
Es klappt bei keinem einfach so! Wir haben alle unseren Weg und jeder hat's ein bisschen schwer auf seiner Art. Und wie war das für dich, Luki? Gabs es für dich so Momente wo du mal vielleicht irgendwo so ein Neid irgendwie gespürt hast? Auf jeden Fall. Ich würde lügen mir nicht klar. Das geht darum... Kleinigkeiten manchmal ja.
Ich war bei den deutschen Meisterschaften vor irgendjemand anders, ich kann jetzt gar nicht genau einen Namen sagen oder so aber der wurde dann zum Interview gebeten oder er hatte mehr Fragen von den Medien weil er natürlich vielleicht schon mehr Erfolge davor gefeiert hat oder noch eine andere Geschichte zu erzählen hatte und da ist man schon glaube ich neidisch.
oder der bekommt vielleicht den Werbediel mit dem ein oder anderen. du denkst so hey aber eigentlich war ich doch der erfolgreiche Retourner im letzten Jahr oder wie auch immer Da kommt schon ein Neid auf, aber wie Annika auch sagt, ich glaube du musst bei dir bleiben und mit dem zufrieden sein was du hast.
Und ich glaube das ist auch menschlich. also dass da ... War das bei dir nicht so? Das hatte ich ja immer. Ich mein, ich bin immer irgendwo ein bisschen im Schatten gewesen von Ellie. also wir sind auch alle... Also ich bin klein bisschen älter gewesen aber wir haben immer in der Zeit wo wir viel zusammengetunnt haben und natürlich ist es auf der einen Seite eine gute Freundin ist an der man eben so wie du vorhin gesagt hattest Thema Konkurrenz, dass es da das lebt.
Und dann ist man natürlich irgendwo auch mal neidisch gewesen und sagen ja warum gibt's jetzt irgendwie auf Elias insgesamt eben? Der eine hat einen Deal der andere hat das oder die Möglichkeit warum ich nicht und ich finde es glaube ich auch ganz wichtig, dass man da eben eine Grenze für sich zieht also ganz klar zu sagen hey ich vergleich mich nicht ganz kaputt dass man sagt, okay das ist da.
Man muss es auch kletzieren und... Was der einfachste Weg daraus? und das war immer mein Weg. ich wollte dann einfach noch besser im Ton sein Und dann habe ich mir halt eingeredet Dann bekomme ich diese Möglichkeiten die vielleicht die andere Person hat. Ich finde es auch immer schwer bei Motivation zum Beispiel zu sagen ... aufgrund dessen, also aufgrund der Anerkennung.
Das ist meine Motivation heute, dass ich mehr Anerkernungen habe bei einem anderen Tag. Es ist vielleicht um einen Werbediel zu bekommen an dem anderen Tag, um erster zu werden. ja und ich glaube so eine Grundmotivation muss man natürlich immer haben. aber ich glaub die Motivations kann oft wechseln... Und aus diesem Neid raus glaube ich kann auch mal eine Motivration für sich finden um zu sagen okay dann mache ich das besser und dann hab' ich bessere Möglichkeiten dann irgendwann an dieser Stelle vielleicht zu stehen Und eben umzuwandeln in positiven Ansporen.
Also nicht als negative, sondern als positiven Ansporn zu sehen und zu nutzen und dann loszulaufen. Du hast es gerade schon gesagt, dieses Performen... ...und ich meine das ihr habt da beide tatsächlich eine Ähnlichkeit. oder in unseren Sportarten Turnen wie Eiskunstlauf Wir gehen da alleine auf die Fläche jetzt, in dem Fall jetzt beim Turnen.
Und das ist eine Einzelsportart und du gehst dann auf die fläche, du performst dann aber am Ende gibt es trotzdem eine Mannschaftswertung. Wie viel Verantwortung spürst Du denn auch für andere in diesem Moment wenn du dann auf der Fläche gehst? Wenn's um das Team geht? Schon eine größere gerade weil die Teamwettkämpfe auch die Wettkämpfen sind wo es oft um die Qualifikation für olympische Spiele, für Weltmeisterschaften etc.
geht. Deswegen sind das schon auch sehr wichtige Wettkämpfe. aber ich habe für mich einfach festgestellt oder ich hab mir die Frage gestellt was hilft dem Team am meisten und was kommt dabei raus wenn ich meine Leistung bringe? Und deswegen war ich immer fokussiert auf meine Leistungen Aber wusste natürlich dass sich mit meiner besten Leistung auch den Team am besten helfe und deswegen habe ich das versucht immer so ein bisschen zu trennen Habt es versucht auch meinen Teammitgliedern so mitzugeben, dass wenn jeder seinen Part erfüllt dann sind wir als Team auch erfolgreich.
Ich erinnere mich noch ganz gut an dem Moment bei mir wo ich ein bisschen gestruggelt habe mit mir weil irgendwie drumherum jeder gewuselt hatte und ich da irgendwie aufgegangen bin aufs Podium und dann irgendwie performt hatte und immer das Gefährt Support, glaube ich von hinten fürs Team. Weil ich mir dachte so hey das ist doch jetzt ein Team und ich hatte tatsächlich immer so eine Moment mal auch mit Fabi drüber gesprochen und er sagte Hey aber es ist so wichtig dass du auf dich selber und dich fokussierst weil wenn du deine Leistung nicht abrufen kannst dann leidet ja das gesamte Tierergebnis darunter.
und da habe ich mich nochmal auch noch einmal darauf besinn wirklich da auf mich zu achten, meine Übung durchzuziehen und trotzdem die anderen genauso zu supporten damit wir als Team dann wirklich erfolgreich sein können. Und waren ja auch in den meisten Fällen. und Annika bei dir ist es ja irgendwie umgekehrt, du bist aus dem Einzel gekommen und bis zum Paarlauf gekommen und ihr als Paar müsst ja auch am Ende gemeinsam fehlerfrei sein.
und was macht so ein eigener Fehler mit dir gegenüber Robert während ihr da quasi noch aufm Eis steht? Ich glaube es ist so, dass das auf dem Eis tatsächlich gar nichts mit mir macht. Also ich denke vielleicht in dem Moment wenn ich was hinfalle, oh Mist! Aber du musst das einfach so schnell abhaken.
Ich glaub ihr kennt's auch, es geht halt einfach weiter die Übung oder das Programm ist nicht zu Ende und dann kannst du nicht die ganze Zeit da hängen bleiben weil sonst ja klappt der Rest wahrscheinlich auch nicht. aber natürlich weiß man, dass man zu zweit ist auch mit für die Leistung des anderen verantwortlich ist in Anführungsstrichen.
Aber ich glaube, Robert und ich haben da eine ganz gute Dynamik, dass da niemals jemand dem Anderen vorwerfen würde er hätte jetzt ein Element nicht gemacht oder falsch gemacht oder einen Fehler gemacht weil letztendlich sehen wir die Wertung für uns zusammen und sie isst auch für uns zu sammen und jeder kann mal einen Fehler machen und wenn man sich dazu viel Druck macht funktioniert sowieso Und ist es für dich so dieses Gefühl, der Fehler... Was ist schwerwiegender?
Dann dem Team gegenüber den Paar oder dir selbst gegenüber. Nee schon dem Team. also ich habe ja dann das Gefühl Ich hab' den Fehler im Team gemacht und das Team leidet drunter. und nicht ich leide wirklich drunter Und es ist ein bisschen schwer zu erklären, weil unser Team ja nur zwei Leute sind auf dem Eis.
Also in dem Fall Robert leidet drunter wenn er's eben gut gemacht hat. Aber wir haben da auch öfter schon darüber geredet Weil mich das am Anfang doch sehr belastet hat Wenn ich wusste Ich habe einen Fehler gemacht und er hats gut ausgeführt und ich war quasi In einfachen Strichen Schuld daran dass wir weniger Punkte bekommen.
aber Ja Wir haben uns da wirklich zu entschieden, dass keiner sich schuldig fühlen muss. Das passiert, das ist menschlich! Wir wissen beide, dass wir uns darüber ärgern und es doof ist in dem Moment aber da ist keiner sauer auf den anderen. Also ich sehe schon auch Kommunikation ist eine sehr wichtige Komponente in diesem ganzen Gefüge und Gebilde Ja, auf einer Wellenlänge dann ist und sich dann auch versteht.
Auch wenn man vielleicht meinen Fehler gemacht hat aber natürlich dann auch gemeinsam feiern kann, wenn man ganz erfolgreich ist zusammen. Und wollen wir mal so ein bisschen zu einem Trainingsvergleich kommen zwischen den unterschiedlichen Sportarten? Ich finde es großartig weil Eisrundelauf-und-Touren haben ja einige Parallelen zum Bisschen... auf den Eis oder die Fläche und man performt, man muss warten auf die Wertungen.
Man sitzt und wartet dann kommt die Wertung und dann ja also sind so parallelen. aber wie ist es denn auch im Training Lukas? Also wie viele Stunden bist du bei einer normalen Trainingswoche in der Halle gewesen und wie viel? vielleicht ist auch davon reines Krafttraining gewesen? Also, wir hatten im Normalfall zehn Trainingseinheiten in der Woche.
Das waren so an die dreißig Trainingsstunden, ich sag mal irgendwo zwischen siebenundzwanzig und dreißigtrainungsstunden. dazu kommen fünf Stunden Physiotherapie, regenerative Maßnahmen am Sauna etc., und Mentaltraining in meinem Fall noch. also Die Woche war an sich voll. je nach Ein Jahresplan oder in welcher Phase man noch gerade war, war die Trainingszeit auch ein bisschen unterschiedlich an den Geräten oder im Kraftraum.
Eine normale Trainingseinheit war bei uns so zweieinhalb bis drei Stunden und ich sage mal die erste halbe Stunde ist vom Warmup über Beweglichkeitstraining eigentlich geprägt und vorbereitende Maßnahmen bei uns viel Handstandprogramm. Und dann geht es relativ schnell auch an die Geräte, je nachdem was auf dem Plan steht im Grundlagenbereich eher mehr Versuche, eher längere Versuche oder eben Techniktraining wo du einzelne Elemente trainierst.
Ich bin gespannt ob du das gleich erzählst Annika aber ich glaube dass da die Sportarten schon eine große Ähnlichkeit auch haben vom Trainingsablauf. Wie viel verbringt ihr Zeit auf dem Eis? Wie macht ihr auch Athletik-Training, aber auch Krafttraining und sicherlich auch Mobility also Dehnung usw.? Wie sieht es da bei euch aus?
Also wie Lukas schon gesagt hat, relativ ähnlich. Zumindest vom Umfang her. Und ansonsten ist es bei uns so, dass wir halt an die Eiszeiten gebunden sind. Das ist glaube ich bei euch ein bisschen leichter mit der Halle nicht viel leichter aber auch ein bisschen leichter weil wir haben halt auch noch die Eispflege zwischendrin das heißt Es wird immer die Stunde unterbrochen Aber ja umso älter man wird.
ist es für uns tatsächlich so Dass wir viel mehr also nicht dass Ich jetzt super alt bin aber im eiskunstlaufen halt schon ein bisschen oder Im turn eben auch Und wir stecken schon deutlich mehr Zeit neben dem Eis rein, also sei es jetzt vielmehr atletischer Aufbau. Vielmehr Krafttraining, vielmeher Mobilität, Beweglichkeit, viel mehr Reha-Training zusätzlich um irgendwie Verletzungen präventiv vorzubeugen und auf dem Eis sind sie dann effektiv halt wirklich so zwei bis drei Stunden am Tag.
Ja, ich finde es krass. Wenn ich jetzt ein bisschen beim Ton anschaue ... Tatsächlich die reine Zeit, die wir am Gerät ja verbringen... Ist nicht so lang! Das ist ziemlich wenig. Und ich glaube eben auch so, wie du sagst je älter man wird und wir sind jetzt schon deutlich älters oder sogar drunter, dass es mir tatsächlich glaube ich am Ende hat.
Ich zumindest bei mir das Gefühl, dass sich wirklich viel Fokus auf das Nebendran gesetzt hatte weil das manchmal eben fast wichtiger war. ging? Das konnte man, wenn der Körper dafür bereit ist. Mein Trainer, der Hubi hat immer gesagt das ist auch die Festplatte abgespeichert! Du musst nicht am Gerät üben des Elementes, dein Körper muss bereit sein und dann kannst du das Element tun.
Und ja so ist es auch umso älter man wird, würde ich jetzt kein Jugendlichen oder jungen Junior empfehlen weil ich glaube da ist es schon auch so dass diese Anzahl an Versuchen extrem wichtig ist um diese Bewegungserfahrung zu bekommen. aber gerade Ich sag mal, in den letzten Jahren deiner Karriere glaube ich kann man da schon ein bisschen an den verschiedenen Trainingssituationen auch drehen um sich für sich das Beste rauszusuchen.
Ja also Annika deine Festplatte die... An der zweifelig immer wieder aber die ist eigentlich da ja! Du darfst sie immer weiter noch bespielen und dann einfach abrufen. Das ist zu speichert, es ist drauf. Klingt fantastisch! Was gibt's denn auch? Gab es jetzt irgendwas was euch irgendwie gegenseitig überrascht hat von eurem Sportalltag und von dem wie ihr das Training aufbaut?
Also ich war ja acht Jahre in Berlin und die Eishalle ist direkt neben der Thornhalle. deswegen hat mich nicht so viel überrasacht. Kann ich mir das gleiche zurückgeben? Vielleicht ein bisschen das Mentaltraining, dass du so viel gemacht hast. Das wusste ich nicht! Aber das ist auch eine Gemeinsamkeit für mich bei uns.
Wir haben halt nur diesen einen einzigen Versuch und da muss es funktionieren. Und das sind anderen Sportarten... Ich nehme jetzt mal... Das gar nicht despektierlich gegen diese Sportarten aber ...Sperrwerfen. Da hast Du drei Versuche. wenn Du dann unter dem besten zwölf Mal glaube ich zu wissen bist.
Hast Du nochmal drei Versuchen. der Fußballer kann in der zehnten Minute in elf Meter verschießen macht in den neunzigsten das entscheidende Tor und ist der gefeierte Held Bei uns, du verturnst oder du stürzt. Du kannst nicht noch mal neu anfangen und sagen, stopp, da mache ich das andere Element besser.".
Nee, das funktioniert halt bei uns nicht! Und deswegen ist glaube ich diese mentale Komponente... Das ist das was den Unterschied macht, sag' ich für mich. Kann ich voll unterstreichen? Wie sieht's dabei dir aus Annika? es ist bei dir auch so also arbeitet ihr auch viel mit Mentaltrainern. oder sagst du, das ist etwas was eher noch nicht, also vielleicht entweder zu kurz kommt oder zu kurz auf seiner Sicht vielleicht noch mehr sein könnte?
Ich denke es kann wahrscheinlich immer ein bisschen mehr sein. Aber wir arbeiten viel mit Mental-Trainern zusammen und das ist tatsächlich bei euch auch ähnlich schätze ich mal dass auf einem oder ab einem bestimmten Niveau alle ungefähr ähnlich oder gleich sind die jetzt bei der Weltmeisterschaft turnen oder eben bei einer Weltmeisterchaft auf dem Eis stehen und da zählt dann eben der Tag und eben der Kopf, ob es funktioniert oder nicht funktioniert.
Ja ich finde das schon! Also wie du sagst viele Athleten sind ja dann irgendwo... also du kannst noch so viel und noch so gut sein körperlich aber manchmal sind's vielleicht die letzten der letzte Prozent oder vielleicht auch nur ein halben Prozent der dann tatsächlich auch den Kopf ausmacht dass du dann vielleicht am dem Tag vielleicht ganz oben stehst und deine Leistung wirklich on top wirklich abrufen kannst.
und da finde ich glaube schon, dass da kann das Mentaltraining schon auch helfen. Lukas bei uns im Frauenturm ist ja oder überhaupt im Tonsport ist ja das Körperbild schon ein ziemlich großes aber auch manchmal vielleicht auch schmerzhaftes Thema. Und es aussehen nun Gewicht bei euch Männern irgendwie präsentes Thema.
Seht ihr das genauso? Oder nur leiser? Nee also würde sagen ist auf jeden Fall präsent für uns intern. Gut, bei den weiblichen Athletinnen oder bei den Athletinnen gab es natürlich in den letzten Jahren da einen großen Aufschrei auch zurecht. Bei uns ist das natürlich ein Thema im Turn. Es funktioniert alles in der Kette.
Wir brauchen nicht darüber reden wie viel Geh bei irgendwelchen Elementen auch auf dem Körper wirken und da ist es natürlich auch entscheidend wenn du ein zwei Kilomer wiegst Da wirkt das Fünffache auf den Körper, dann sind es einfach mal zehn Kilo mehr. Und das ist natürlich schon was, was man berücksichtigen muss.
aber die Frage ist halt mit welchen Methoden und wie man das angeht? Ich für mich hatte da immer einen guten Weg irgendwann auch mit einem Ernährungsberater zusammengearbeitet den richtigen Weg auch gefunden, um da auch Höchstleistung zu bringen. Es bringt nichts wenn du einfach nur leicht bist und keine Energie mehr hast.
Da bringt dir das im Zonen auch nicht und deswegen muss man da glaube ich ein gutes Gleichgewicht finden und ja dann feuerfrei! Und zum Thema Körperbild. also ich meine eben ihr Jungs seid ja auch alle in einem sehr engen Trikot unterwegs und geht da auf die Fläche. Und es gab jetzt beim Wintercup in Amerika mit dem US-Toner Frederick Richard, der wirklich bewusst jetzt einfach mal mit so einem lockeren Tanktop auf die Wettkampfläche gekommen ist weil er gesagt hatte ja mental macht das was mit ihm.
wie findest du das? Ich finde es okay, wenn er das macht. Ich glaube, er kassiert ja auch pro Gerät dreizehntel Abzug, wenn ich richtig informiert bin weil er nicht die Statuten einhält von dem Trico. Für mich habe dieses Trico eigentlich ganz gern getragen, weil's einfach eng anliegt und weiß mich nicht stört, denn wenn ich einen Handstand mache rutscht es mir nicht aus der Hose.
Und deswegen fand ich dieses Trikot für uns immer ganz gut. Also bist du so der Meinung, dass es jeder für sich entscheiden sollte oder findest du, müssten wir da die Statuten verändern? Ich glaube also die Statute verändern ist schwierig. Weil wenn jeder für dich das entscheidet wird's schwer. bei uns kommt natürlich auch viel von der Körperposition an den Ringen.
beispielsweise kann man da was abziehen und nicht wenn man ein schlappriges T-Shirt sage ich mal hat kann des der Kampfrichtiger Kampfrichter deutlich schwieriger erkennen, würde ich sagen. Und deswegen glaube ich braucht es da schon Leitplanken. aber ich finde es in Ordnung wenn man sich in diesen Leitplanken bewegt dass man sich frei entscheiden kann und bei euch Anika im Parlof wird ja auch immer ziemlich genau hingeschaut wie ihr euch auf dem Eis bewegt als Paar.
Wie offen wird bei euch über das Thema Gewicht gesprochen? Ich glaube tatsächlich immer mehr viele Eiskunstläuferinnen jetzt gar nicht mal nur im Paar laufen. Ich glaube, es waren fast nur Eiskunsläuferin und keine Eiskunnsläufe her haben sich dazu geäußert dass sie irgendwie Probleme hatten und ich schätze einfach das ist da leider bei den meisten künstlerischen Sportarten sehen ähnlich aussieht.
also ja es verändert sich deutlich und ich denke auch jetzt schon viel besser als zum Beispiel vor zehn Jahren, weil einfach viel mehr Leute darüber geredet haben. Aber wie Lukas das auch gesagt hat gehört halt irgendwie dazu und gerade beim Paarlaufen fängt mein Körper wahnsinnig viel ab und da merkt man einfach ein Kilo zwei Kilos oder wie auch immer nicht nur dass dein Körper viel abfängt sondern aber auch dass dein Partner ja auch gegeben und falls das Gewicht schmeißen muss, oder?
Ja. Aber da haben wir auch wieder den Punkt, den Lukas auch schon gesagt hat wenn ich nur leicht bin und einfach gar keine Kraft mehr habe dann helfe ich meinem Partner auch wenig. aber wenn ich mich halt auch selber halten kann und Muskulatur habe natürlich trotzdem irgendwie darauf achte dass sich mich gesund ernähre dann hat man vielleicht viel mehr davon als wenn man jetzt drei Kilo leichter ist, aber die Muskelmasse komplett verloren gegangen ist auf dem Weg.
Und gab es da auch so einen Moment für dich? Auf dem Weg und deiner Karriere wo du eben gemerkt hast dass dein Körper nicht nur ein Werkzeug ist oder nicht nur dein Werkzeug sondern eben auch dieses Aushängeschild ist, wo du wirklich auch drauf acht geben musst. Ja ich glaube da gab's einige Momente und da wurde ich auch das öfteren mal wieder dran erinnert in Phasen, wo ich halt vielleicht meinen Körper nicht so versorgt habe wie er hätte versorgt werden sollen.
Kam es dann schon einfach schneller mal zu sowas wie Mikrorissen im Knochen, Nahrmüdungsbrüchen und das ist dann echt schon ein eindeutiges Signal vom Körper der Schreit bitte geh so nicht mit mir um und kümmere dich um mich. Und daraus muss man lernen und hoffentlich danach besser machen.". Sagen wir auch immer, es ist ein ganz wichtiges Umfeld zu haben.
Ein richtiges Umfelt, was einen unterstützt und begleitet, was einem Input gibt. Und gab es auch Momente für dich wo dein Trainer da irgendwo eingegriffen hat? Also ich meine Trainerdynamiken, also Athletinnen-Atletverhältnis zum Trainer, zu den Trainerinnen, ist ja ein sehr sehr wichtiges und sehr prägendes oftmals prägende Dynamik.
Wie war das da für dich? Hat dein Trainer vielleicht auch mal eingegriffen, positiv wie negativ. Also ich muss sagen dass in den Phasen wo ich zum Beispiel sehr sehr dünn war nach hinein und Das war vor allen Dingen die Phase vor dem spiel in zwei tausend achtzehn. Da hatte ich So meine mein niedrigstes gewicht.
Und wenn ich mir jetzt Videos angucke denke ich mir krass. es sah eigentlich nicht gut aus und nicht mehr gesund aus. Aber tatsächlich, jetzt wo ich älter geworden bin, frage ich mich da auch warum niemand was gesagt hat. Ich weiß nicht ob sich keiner zuständig gefühlt hat, ob sich es keiner getraut hat.
Ob keiner wusste wie man anspricht. aber tatsächlich hätte ich mir da schon gewünscht dass vielleicht mal ein Trainer irgendwie ja mit einem redet. andersrum gab's das natürlich immer dass Trainer gesagt haben hey Jetzt pass mal wieder ein bisschen auf. Wird mal wieder fit, machen irgendwie mehr Kadeo ... Ich hatte da tatsächlich nie... ich weiß das es jetzt auch nicht richtig klingt aber es war jetzt nie jemand richtig hart zu mir.
Es ging eher darum dass sie gesagt haben, dass sich wieder fit werden soll und nicht dass ich irgendwie zu dick bin. Du musst es für dich den Weg selber herausfinden oder selbst bestreiten nicht das, was man wahrscheinlich erwartet oder als junger Mensch wahrscheinlich erwartet von seinem Trainer oder Trainerin?
Ja jetzt im Nachhinein auf jeden Fall nicht. Damals ich weiß nicht ob ich wirklich drauf gehört hätte. also wenn mein Trainer oder meine Trainerin mir gesagt hätte hey wir haben hier eine Ernährungsberaterin oder Berater geh mal dahin und der hätte mir einen Plan an die Hand gegeben dann wäre es wahrscheinlich sinnvoll gewesen hätte der Trainer nur gesagt du ist jetzt das und dass Hätte ich es entweder genau so gemacht, wahrscheinlich.
So wie ich früher war und es wäre bestimmt auch nach hinten losgegangen oder es hätten vielleicht auch andere Sportler eben gar nicht das gemacht. aber klar du hast es eigentlich ganz gut auf den Punkt getroffen. man war schon sehr alleine. Das haben tatsächlich ja viele und einige durchgemacht. Lucky, wie war das bei dir?
Du bist auch aus dem Nachwuchsbereich dann hochgekommen und hast zwischendurch deine Trainer gewechselt. Und war es irgendwann Weltmeister auf dem Weg dorthin? Wie waren für dich das Thema Trainer- und Trainerwechsel notwendig oder nicht notwendig also? Ja ich hatte viele verschiedene Trainer über meine gesamte Karriere was damit zusammen hing dass ich oft meinen Trainingsmittelpunkt verändert habe oder die Trainer dann ausgeschieden sind und neue Trainer kamen.
Es ist ein extrem spezielles Verhältnis, ich sage du siehst deinen Trainer sechs Stunden am Tag also du siehst ihn öfter als deine Eltern gerade in den jungen Jahren und das muss auf jeden Fall gut passen und ich für mich hab eigentlich von jedem Trainer extrem viel mitgenommen dass mir beim bei in den nächsten Jahren auch geholfen hat.
und ich glaube es ist auch das wichtigste für mich das Wichtigste was der Trainer machen kann gibt nicht einen Hinweis oder sagt nicht irgendwas, sondern setzt noch das Warum danach. Und jetzt kommen wir zu einem Ernährungsthema. wenn der Trainer zu dir kommt und sagt hey ne mal ab was ist denn das für ein Satz?
Ne aber wenn du sagst hey schau mal dass du das oder das bisschen anpasst bei den Kohlenhydraten beispielsweise aufpasst etc. ja um dann vielleicht ein bisschen runterzukommen vom Gewicht damit du dann besser Regentour uns vielleicht das eine oder andere Kraftelement besser halten kannst. Dann hat es für mich irgendwie was Rundes, aber halt einfach dieses Stupide draufhauen ist heutzutage einfach... Also war früher mal so und war damals schon schlecht.
Und heutzuthage ist zum Glück, dass sich dagegen auch geäußert wurde. Deswegen finde ich's wichtig, dass der Trainer bei einem technischen Hinweis streckt deine Beine! Das wird jetzt schon sehr technisch und speziell Öffne den Salto früher, vielleicht kann sich das ein Zuhärrer vorstellen. Ja warum soll ich denn früher öffnen?
Weil du dann mehr Landevorbereitung hast. also dass man dieses Warum mit erklärt und das finde ich macht einen guten Trainer aus und da hatte ich zum Glück in meiner Karriere ja durch die Banktrainer die es auch so gesehen haben. wenn sie's mal vergessen haben Dann war ich so frech und hab gefragt warum soll Ich ihn das machen?
Da warst du clever oder kommt der lebberen Lucky durch? Was würdest Du auch für Dich sagen was braucht es eben Reihen über die reine Technik heraus für einen guten Trainer, für eine gute Trainerin? Boah ich glaube das schon im Leistungssport. Die Trainer wirklich ein Vollzeitjob haben. also Für mich ist ein guter Trainer Schon jemand der sich für den Sportler interessiert Der möchte dass der Sportler seine besten Leistungen zeigen kann und diesen Trainer Job eben nicht für sich macht sondern Für den Sport und für seine Sportler.
Da muss man schon ganz schön viel Herzblut reinstecken, hinterher sein und individuell mit den Sportlern arbeiten können. Wir sind ja heute bei dem Thema Vorbild. Sollte der Trainer im besten Fall auch ein gutes Vorbild sein? Nicht nur für einen sondern für alle die da um einen herum sind ... Ja! Ja in gewisser Weise ja Aber in gewisser Weise finde ich auch nicht, weil er ja in einer ganz anderen Position ist.
Er sollte aber schon in einigen Dingen auch ein Vorbild sein – ich weiß noch, ich vor meinen wichtigen Wettkämpfen bin ich immer abends zu meinem Coach gegangen und habe gesagt, morgen brauche ich dich im Bestformen. Und damit ihn das auch motiviert! Dass er auch früh schlafen geht, dass er morgens ausgeschlafen ist, dass der auch bereit ist.
Ist ja schon auch ein Vorbild, aber irgendwie auch nicht. Für mich? Ich weiß nie wie es war. Jetzt kommt voll drauf an. ich hatte halt beides. also ich hatte einen Trainer der halt in Italien mit dem ich im Jahr bei den Olympischen Spielen war und Der war als Läufer schon großes Vorbild für mich Und er hat das als Trainer eben auch weitergelebt.
Also der war mehr Sportler fast als Trainer und fitter als die meisten Sportler. Und wenn, also dem hättest du halt nichts vorwerfen können? Wenn Du gesagt hast Boah das Training ist so anstrengend hat er gesagt hey ja ich bin heute morgen schon zwanzig Kilometer gerannt habe schon drei Stunden Kraft gemacht und hab meine zwei Kinder zu Hause und geb hier trotzdem alles.
was erzählst Du mir von dass es anstrenden? also natürlich ist es etwas anderes aber der war in der Hinsicht durchzuziehen auf jeden Fall ein Riesenvorbild finde ich großartig. Also auch hier, das ist eine richtig starke, richtig tolle Geschichte und wir kommen aber jetzt schon zum Ende unseres Podcastes und wir haben immer am Ende noch eine Schlussfrage für jeden von euch Und heute möchte ich von euch jeweils wissen, was würdet ihr einer jungen Athletin oder einem jungen Athleten sagen?
Die oder der sich gerade im Schatten von jemandem großen fühlt und nicht weiß ob das denn je aufhört. Also ich würde diesen jungen Atleten dieser jungen Atleten raten weiterzumachen, dass als Chance zu sehen ja den Weg zu nutzen und sich immer vorzuhalten. Cool, der hat es auch geschafft. Ich kann's auch schaffen.
und ja da einfach sich wie Lukas Freund schon gesagt hat Motivation rauszuziehen wenn man das aufschaffen möchte dann kann man das erreichen. Ja ich würde es ähnlich. also ich würde so unterstreichen. ich würde auch glaube ich sagen Der kocht auch nur mit Wasser. Nein Spaß aber klar. Das heißt nicht, dass wenn du jetzt im Schatten stehst, dass du immer am Schatten stehen musst.
Du musst was ändern oder was dafür tun um aus diesem Schatten rauszutreten. und das kann sein, du vermittelst andere Werte wie Annika vorher das erzählt hat oder du setzt vielleicht den Schwerpunkt eher auf andere Sachen beispielsweise mehr auf die Schwierigkeit oder mehr aus die Ausführung, um eben dann auch konkurrenzfähig zu sein.
Jetzt schließen wir den Kreis zur Konkurrenz! Und vielleicht kommt auch dieser eine Tag wo du vor deinem Konkurrenten noch stehst? Ich finde schöner können wir diese Folge gar nicht enden. Deshalb möchte ich mich bei meinen zwei Gästen heute bedanken Anika Hocker, Eiskunstlaufpaarläuferin und Lukas Dauser ehemaliger Turner.
Vielen Dank für es dabei sein und vielen Dank fürs Zuhören. Danke!