
Vorwärts nach weit - Der dentastico Podcast über Hannover 96
Folge 435 - Quick and Dirty gegen Münster
Sonntag, 3. Mai 2026 · 37 min
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
War es das mit dem direkten Aufstieg? Hannover 96 kommt nach einen rasanten Spiel gegen den Tabellenletzten nicht über ein 3:3 hinaus.
Im Quick & Dirty versuchen Ferdi, John und Olaf dieses Spiel konsterniert zu besprechen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Olaf: Herzlich willkommen zum Quick and Dirty nach dem Spiel unserer Roten gegen Preußen Münster, den ja Tabellenletzten, den wir als Tabellen Dritter heute mal empfangen haben. Ja, wir sind hier der Vorwärts nach weit Podcast, der DENTASTICO Podcast über Hannover 96. Und wir sprechen wie immer auch nach nicht so guten Spielen über eben diese Spiele. Und das tue ich heute auch Gott sei Dank. nicht ganz alleine und ich freue mich ganz besonders, dass er mal wieder da ist. Er hatte wenig Zeit in den letzten Wochen, aber heute hat er sich die Zeit genommen. Hallo John, grüße dich.
John: Grüße dich Olaf. Ja, ich bin aus meinem kleinen Exil zurück. Ich dachte mir nach der letzten Folge, wo ja die Chaos-Stimmung angesprochen wurde von vielen unserer Hörer, dachte ich, komm ich mal in diese Folge, bringe ein bisschen Positivität mit. Zwischenzeitlich hat Andrea in der letzten Folge den Depp des Tages gekürt. Ja und zwischenzeitlich während dieses Spiels hab ich mich wie dieser Depp des Tages gefühlt, dass ich genau jetzt zurückkomme, ⁓ dieses Spiel mit dir zu besprechen. Aber Spaß beiseite, ich freu mich mega auf diese Folge, die Diskussion und ja. bin froh dabei zu sein.
Olaf: Schön, sich mit Sicherheit auch freut, dabei zu sein und wer sich auch freut, das Spiel zu reden, nehme ich mal an. Vielleicht auch nicht. Schauen wir mal, das ist der Ferdi. Hallo Ferdi, Servus.
Ferdi: Moin, Olaf. Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Ich würde dieses Spiel am liebsten einfach gern vergessen. Es fühlt sich so surreal an. Fußball ist meistens einfach nur ein Spiel. Das ist nicht so wichtig und ich kriege das meistens ganz gut eingeordnet. Ich bin heute wirklich völlig fertig. Ich habe vorher ehrlich mit den Tränen gekämpft. Es tut einfach unfassbar weh heute.
Olaf: Ja, ich verstehe dich. Ja, ich verstehe dich. ich habe schon gesagt, 3 zu 3 gegen den Tabellen Letzten. Wir hatten ja letztes Mal schon das Auftreten kritisiert, nicht das Ergebnis, aber das Auftreten, das phasenweise nicht so gut war. Dafür haben wir auch bisschen Kritik einstecken müssen. Aber man kann es nicht allen recht machen. Wir haben das Spiel tatsächlich nicht so gut gesehen, auch wenn es gewonnen wurde. Heute fand ich es phasenweise ähnlich. glaube, die Kernprobleme, die wir aktuell haben, und das können wir vielleicht noch mal so ein bisschen herausarbeiten, die haben sich heute auch wieder gezeigt. Die Aufstellung, ⁓ mal vorne anzufangen, war ja durchaus, zumindest in Teilen so, wie wir sie erhofft oder erwartet hatten. Das muss man sich mal überlegen. Auf jeden Fall war Tomiak wieder dabei. Hat euch das ein Gefühl der Sicherheit gegeben vor dem Spiel? Oder eher nicht? John?
John: Naja, gründet sich schon. Ich hab mich ja für ihn gefreut, dass er wieder dabei ist. Wir haben ja aus der Hinrunde gemerkt, was für ein Anker er dann ist, als er dann gefehlt hat. Von daher war die Positivität schon da, als ich gesehen hab, okay, er ist wieder da, weil er nun mal Qualität mitbringt als Aggressiv-Leader, als auch Ruhe-Pool, als auch in seinem Spielaufbau nach vorne. Das macht alles schon Spaß. Mich persönlich hat eher Yokota ein bisschen überrascht, dass der spielt. Ich hätte gedacht, er wird mit Bundu und Tai-Ibi starten. Er hat sich allerdings für alle drei entschieden und... Ja, grundsätzlich kann man das ja auch machen gegen den Tabellenletzten, aber die Vergangenheit hat halt schon gezeigt, dass wir uns gegen die Unteren leider sehr sehr schwer tun, sprich Fürth, sprich Dresden und ja, trotz sechs ungeschlagener Spieler zuletzt, jetzt auch sieben mit heute, war eigentlich von der Ausgangslage her, von denen, die da auf dem Platz standen, alles angerichtet, ⁓ heute ja den Sieg einzufahren. Aber es kam ja anders.
Olaf: Ja, es war tatsächlich angerichtet und du hast es schon angesprochen. Er hat tatsächlich auch mit Yokota begonnen und er hat auch mit Udenne begonnen, das muss man auch sagen. wurde, glaube ich, ein Neubau, also ein bisschen das Opfer sozusagen und durfte draußen bleiben. Und auch Thordason war nicht mit dabei, aber gut, man hatte halt auch Taibi dann in der Mitte. Ja, und im Grunde genommen ging das also aus meiner Sicht auch eigentlich ganz gut los. Ich Münster hat schon das gemacht, was Münster ja hätte machen sollen oder was wir erwartet haben. Sie haben sich ein bisschen abwartender gegeben und 96 hat erst mal so ein bisschen durchaus spielen können. hat aber nicht wirklich so richtig Durchschlagskraft entwickelt in den ersten Minuten. Ferdi, mit der Startaufstellung und dem, wie das Spiel dann so gestartet ist, wie hat sich dann Puls so in den ersten Minuten entwickelt? Oder wie hast du das gesehen?
Ferdi: Also mein Puls war von Anfang an hoch und irgendwie hat er sich dann über 90 Minuten so gesteigert, dass ich nicht weiß, wie ich jetzt noch am Leben bin. Aber ja, Startaufstellung habe ich insofern verstanden, als das Christian Tietz offensichtlich viele spielerisch gute Spieler auf den Platz bringen wollte. Und das war halt eine Methode, er Asseco drauf hatte, wie er Jokota, wie er Bundu, wie er Taibbi drauf hatte. Was man, finde ich, gemerkt hat und was mir gefehlt hat, Spieler, die die Erfahrung, die den Willen und die Entschlossenheit haben. Das hat mit Neubauer gefehlt, hat mit Thordasson gefehlt, der das dann in der zweiten Elfte quasi im Alleingang ins Spiel gebracht hat. Und das ist schon auch... Also, es waren sehr viele relativ junge Spieler, Mentalitätsspieler, nenne ich es jetzt einfach mal auf dem Platz, und finde, das hast du gemerkt. Weil uns, und das ist auch irgendwo nicht verwunderlich, halt wirklich komplett die Düse ging. Die waren alle todesnervös bis zum Ende.
Olaf: Hm.
Ferdi: Und gerade in so einem Spiel, glaube ich, hätte es gut getan, dann so ein paar Ankerspiele auf dem Platz zu haben, die mit diesen Situationen umgehen können, die schon mal in großen Spielen gespielt haben, die Bock auf solche Spiele haben und nicht Angst vor solchen Spielen. Und ich finde, wir hatten heute ein bisschen zu viele Spieler auf dem Platz, die sichtbar Respekt vor den Stakes hatten, die heute at play waren.
Olaf: Ja, das fand ich am Anfang auch relativ deutlich zu sehen. meine, das ist ja das, was ich letztes Mal ja auch schon kritisiert habe, dass ich das Gefühl hatte, dass da so ein bisschen die Düse ging, wie man auf Deutsch sagt, so ein bisschen der Mut fehlte. Also Willen möchte ich ihn überhaupt nicht absprechen. Sie haben sich dann ja auch letztendlich reingearbeitet und ich sage mal so nach 20 Minuten war NOVA dann zumindest auch, sagen wir mal, spielbestimmend. Aber ja. Dann zeigte sich das, was Ferdi eben schon angesprochen hat, was dann auch so bisschen fehlt, nämlich die nötige Erfahrung. ⁓ einfach in so einer sogenannten, ich mag das Wort ja eigentlich nicht, aber mir fällt kein besseres ein, in der sogenannten Crunch-Time dieser Saison zu bestehen. Denn auch für Münster ging es ja ⁓ was. Die hatten wahrscheinlich heute weniger zu verlieren als 96. Ja, es gab in der 25. Ecke und dann fällt eigentlich aus dem Nichts, muss man ehrlicherweise sagen, das 0 zu 1. ja, da sahen wir, glaube ich, zumindest, ja, ich würde mal sagen, nicht so gut aus, John, oder war das nicht zu verteidigen.
John: Nicht so gut. ich sag's mal so, hab grad als diese Ecke passiert, es kamen mir schon die Worte über den Lippen, pass auf, so ⁓ diese Uhrzeit, ⁓ diese Zeit im Spiel fangen wir uns eigentlich immer ein. Und es kam irgendwie mit Ansage. Und diese Ecke, was mich am meisten daran aufregt, das ist die zweite Ecke für Preußen Münster. Das zweite Eckball-Toll überhaupt diese Saison, das die überhaupt getroffen haben. Was mich noch mehr aufregt, im Vorfeld hatten wir das Spiel, fand ich sogar richtig gut im Griff. Ich hab hier fünf Chancen notiert. Bundu per Kopf, Bundu per Außenriss. Kaelmann, der nach einer Hereingabe von Bundu treffen konnte. Alles sehr rechtslastig. Yokota fand ich trotzdem gut im Zusammenspiel mit Udenne. dann, das war nicht die erste Chance für Preußenminister. Die ersten zehn Minuten hatten die da ja auch so zwei, drei Halbschancen. Aber danach hatten wir sie. Und ich fand, zu dem Zeitpunkt war das Tor eigentlich nur Frage der Zeit. Dann kam diese Ecke und aus dem Nichts fällt dieses Scheißtor. Und ich weiß auch nicht, ob ich nicht da wirklich sauer sein muss. glaube, in erster Linie muss man da vielleicht O'Connor ein bisschen kritisieren, dem Sinn, dass er den, wie heißt er, Ronnage? Rodage? Egal, den Preuß da halt frei rumlaufen hat lassen. Aber trotzdem, ich war richtig geladen, weil es hat sich nicht angekündigt und das hat mich am meisten daran getriggert.
Olaf: Ja, finde ich auch, Ferdi. Du hast schon... Du möchtest... Ich sehe, du möchtest was sagen.
Ferdi: Ja, finde, wir reden halt zum, weiß nicht wievielten Mal die Saison darüber, wir ein Tor aus dem Nichts bekommen und das fühlt sich auch jedes Mal so an. Aber irgendwann ist es halt ein Muster, weil wir kriegen, ich weiß nicht, das wievielte Standard Tor wir kriegen. Wir selber, hatten zehn Ecken. Ich glaube, es ist aus keiner Gefahr entstanden. Wir haben die immer kurz gespielt. Es hat keine einzige davon funktioniert. Es ist wirklich die Art und Weise, wie wir Standardsituationen spielen, die ganze Saison lang. Und das klammert meinetwegen sogar noch 11er aus. Das kostet uns am Ende den Aufstieg. Weil es ist ein System und dass wir 32. Spieltag immer noch hier stehen, noch keine Gefahr aus eigenen Ecken erzeugen und immer noch dumme Ecken-Tore kriegen, das ist halt, es fühlt sich so unnötig und bitter an, aber es ist halt dann an irgendeinem Punkt auch einfach System.
John: Und dazu möchte ich auch noch was sagen. Preußenminister ist ja wie schon am Anfang angesprochen so eine Mannschaft, die jetzt natürlich kämpft. Die kämpfen darum, nicht abzusteigen. Die kämpfen darum, mit ihrer wenigen Qualität, die sie haben, das Meiste rauszuholen. Und Luke hat in der letzten Folge ja das schöne 7 zu 0 gegen Osnabrück angesprochen. Ich habe mich auch an ein Spiel gegen Osnabrück erinnert. 24.02.2024. Gleiche Saison wie das 7 zu 0, wo wir 1 zu 0 gegen Osnabrück verloren haben, die sich mit Mann und Maus hinten reingestellt haben. Und genau diesen Vibe hatte ich auch nach diesem 1 zu 0.
Olaf: Ja, es ist zum Haare raufen, muss man ehrlich sagen. Wir sind standardschwach. Wir sind offensiv bei unseren eigenen Standards schwach. sind defensiv bei Standards des Gegners schwach in der Verteidigung. Man freut sich nicht mehr darüber, wenn 96 Elfmeter bekommt. Gut, heute gab es. Kein, von daher ist es auch egal. Aber man hat auch eigentlich immer Angst, wenn 96 Standards gegen sich bekommen, selbst gegen Preußen Münster. Und ja, ihr habt es eben schon angesprochen, John, speziell du hast Chancen für 96 oder ich sage mal Tor Möglichkeiten herausgearbeitet. Es sah eigentlich danach aus, als würden wir bald in Führung gehen. Was aber natürlich da auch wieder fehlte und das ist das, was wir letztes Mal ausnahmsweise tatsächlich mal hatten, ist die Effektivität. Weil das sieht sich ja auch, zusätzlich zu dieser Standardproblematik durch die gesamte Saison, dass wir oftmals einfach zu viele Chancen brauchen, ⁓ mal ein Tor zu erzielen. Und Preuß Münster hat heute das gemacht, was sie konnten. vor allen Dingen ja den Willen gezeigt mit dem Rücken zur Wand eigentlich egal wie dieses Spiel zu gewinnen gar nicht. Sie haben auch gar nicht mal schlecht gespielt. finde man hat phasenweise dann auch noch nicht mal einen großartigen Unterschied gesehen. Und dieses dieses 0 zu 1 aus Sicht von 96 hat sich jetzt nicht wirklich wirklich besser gemacht. Dieses fragile Gebilde diese Nervosität befeuert das dann ja auch noch und Letztendlich kommt es dann, weil irgendwo auch auf der rechten Außenbahn Okon und Udenne es nicht schaffen, da einen Münsteraner zu stoppen. Ich fand, war auch zu wenig Griffigkeit drin, also zu wenig Härte heute. ich meine, dafür sind wir auch nicht bekannt, aber vielleicht fehlen da auch die erfahrenen Spieler, die dann auch mal bisschen mehr dazwischenhauen. Und ja, dann kommt es zu einer Flanke und ja, dann setzt sich der Münsteraner, Jamala war es glaube ich, Am kurzen Pfosten könnte man sagen und ballert das Ding dann zum 0 zu 2 rein in der 39. Minute und dann sitzt man da als 96-Fan und denkt sich, ja, das ist es dann wohl mit dem Ausstieg gewesen. Aber dann. Irgendwie hat, glaube ich, Münster ein bisschen zu viel Oberwasser gehabt in der Phase danach. Und wir hatten tatsächlich jemanden, der sich mal ein Herz genommen hat und mal so was in der Art wie ein Konter mal ausgenutzt hat. Und das ist Mustafa Bundu. Und da muss ich jetzt auch nochmal wirklich also Props an Luca. ja, der Bundu ist schon irgendwie eine Wundertüte und der kann es irgendwie. Und ja. Halblinks dribbelt er sich durch gegen, ich glaube am Ende waren es drei Münsteraner. Gut, vielleicht war das auch bisschen glücklich, aber nimmt sich den Ball auf den rechten Fuß und zirkelt das Ding wunderschön rein. Ja, und das war es ja noch nicht mal Ferdi. Also war zu dem Zeitpunkt, ich weiß ja, dein Puls, war wahrscheinlich schon so weit, dass hast du es gesehen, also konntest du es noch wahrnehmen, diesen Anschlusstreffer.
Ferdi: logisch und ich wünschte so sehr, könnten jetzt darüber reden und es wären zwei der wichtigsten Geistentreffer der Saison, er da innerhalb von drei Minuten gemacht hat und vielleicht sind sie am Ende auch wichtig, vielleicht ist auch dieser Punkt noch wichtig. ja, es fällt mir schwer, das nicht durch das Ende beeinflusst zu sehen, aber zu diesem Zeitpunkt war das die Initialzündung, dass wir überhaupt nochmal irgendwie in dieses Spiel gekommen sind und das hat dann irgendwie eine individuelle, geniale Aktion gebraucht und die hat heute Musto Verbundo geliefert. Weil das ist eins der schönsten Tore, dass wir diese Saison geschossen haben und dass zumindest Bundu wirklich für diese Crunchtime komplett in Form ist, ist sehr wichtig. Und ich hoffe, das behält er sich noch zwei oder vielleicht vier Wochen bei.
Olaf: Ja.
John: Vor allem hat er dann auch das Stadion dann mit nochmal richtig angezündet. Sky hat dann eingeblendete Torwahrscheinlichkeit von 5 Prozent. Er hat das mit so einem Willen da reingebuttert. Das hat gut getan.
Olaf: Ja, das war der Wille, der die ganze Zeit nicht da war. meine, vielleicht ist meine Mustafa Buno gehört natürlich auch zu den erfahreneren Spielern. Ja, und er macht es dann tatsächlich drei Minuten später ja nochmal und dann steht es plötzlich noch vor der Pause. Eigentlich mit dem Schluss der, also mit dem Halbzeit-Fiff macht er noch das 2 zu 2. fand ich auch wieder sehr sehr cool. Hat man besonders in der Zeitlupe sehr gut gesehen, wie Mustafa Bundu ganz links an der Außenlinie da so rumtrottet und alles verschiebt sich auf die rechte Seite. Taibii hatte ja den Ball. Und Bundu schleicht so ein bisschen von allen irgendwie nicht wahrgenommen in den Strafraum rein. Der halbe Strafraum war ja frei. Dann steht er da. Taibii sieht das, flankt rein und dann, ich meine, den Ball muss man auch erstmal so nehmen und Ja, dann steht es 2-2. Ich bin aufgesprungen, ich habe mich wahnsinnig gefreut und irgendwie war dann doch zur Halbzeit die Hoffnung wieder da.
John: Also ich hab nicht mehr damit gerechnet, muss ich sagen. Ich konnte mich nicht dran erinnern, also wir haben schon in der Saison garantiert ein, zwei Spiele gehabt, wo wir aus Rückständen noch noch zurückgekämpft haben. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass wir die Saison schon ein 2-0 aufgeholt haben und...
Olaf: Nein!
John: Ich war zu dem Zeitpunkt so euphorisch von Bunde und hab mir so gedacht, der hätte auch schon die ganze Zeit liegen spielen können, weil es ging ja, die ganze erste Halbzeit fast alles über rechts. Aber egal, es war der richtige Zeitpunkt, auch psychologisch betrachtet, dass er noch vor der Halbzeit den Ausgleich schießt und dementsprechend hatte man eigentlich ein gutes Gefühl zur zweiten Halbzeit. So ging es mir zumindest.
Olaf: Hm. Ja, bisschen ungutes Gefühl hatte ich dann tatsächlich. Was heißt ungutes Gefühl? Also ich hab mich ein bisschen gewundert, denn zur zweiten Halbzeit kam Thor-Dason für Tomiak. Da hab ich jetzt noch nichts gehört, ob das jetzt ein, sagen mal, verletzungsbedingter oder wie auch immer verletzungsbedingter Wechsel war. Oder ob Tiz vielleicht sich gedacht hat, okay, ich muss die Offensive noch ein bisschen mehr stärken und ich brauche einen Spieler, das was ja schon angesprochen wurde, der auch mal ein bisschen sein Herz in die Hand nimmt und mal was leistet. Ferdi, der Wechsel, wie war der oder wie kannst du den erklären? Ist das verletzungsbedingt gewesen oder war es tatsächlich ein spieltaktischer Wechsel?
Ferdi: Also ich halte auch beides für möglich. Ich weiß nicht, ob es verletzungsbedingt war, aber kann auf jeden Fall fitnessbedingt gewesen sein, dass Tomiak halt noch nicht 90 Minuten im Tank hatte. Eigentlich hat Tietz aber auf der Pressekonferenz gesagt, dass er das hat. Insofern gehe ich auch eher davon aus, dass es ein taktischer Wechsel war, dass er Thorderson aufs Feld bringen wollte, Leopold zurückziehen wollte. Das hat uns, finde ich, auch beides sehr gut getan. Und dann nimmt er Tomiak raus, weil Tomiak für diese äußeren Halbverteidigerposition einfach so bisschen das Tempo fehlt. Ich finde, es war halt teilweise ein Vogelwild. dass Algaia und Okon unsere einzigen Innenverteidiger auf dem Platz waren. Und ich finde, du hast das dann auch gesehen. Aber ich möchte mich an diesem Punkt mal auf das Positive fokussieren. Wir kommen sicherlich auch noch zum Tor, aber ich nehme bisschen vorweg, was für eine absurde Halbzeit von Stefan Taito-Tor, wie er vorangegangen... Also nicht... Der hatte geniale einzelne Aktionen. Der hat auch einen tollen Ball auf Kellmann gespielt, den der reinmachen muss, wo er das dann mit der Hacke versucht. Der hatte schon einen sehr, sehr guten Schuss. Der hat sich die ganze Zeit den Ball abgeholt. gab zwei Leute in unserer zweiten Halbzeit, die hatten keine Angst, dass sie sich den Ball nehmen. Das waren Leopold und Thorderson. Und es war so unfassbar wichtig, dass wir diese Spieler auf dem Platz hatten, die Bock hatten, das Spiel entscheiden wollten. Deswegen war ich froh, dass Thorderson zur zweiten Hälfte kam und habe ich noch weniger Verständnis dafür, dass er nicht von Beginn an gespielt hat. Weil genau dieser Wille hat uns heute gefehlt. wenn ihn ... Elfspieler nicht aufs Feld bekommen hat, nicht mal der Wille. Den Willen möchte ich wirklich niemandem absprechen. Aber die Fähigkeit, solchen enorm stressreichen Situationen umzugehen. Und die hat ein Stefan Taito-Torreson, finde ich, wie kein anderer Spieler in unserem Kader. Und das hat uns so, gut getan.
Olaf: Ja, das Spiel wurde dann auch wieder offener. Und eigentlich auf beiden Seiten, also beide haben irgendwie das Gefühl vermittelt, wir sind hierbei unentschieden nicht zufrieden. Dann kam letztendlich, also es entwickelte sich ein erstmal durchaus ausgeglichenes Spiel dann fast schon. Obwohl 96 dann versucht hat, bisschen dominanter zu sein. Und ich jetzt schon angesprochen, hat dazu auch viel beigetragen aber irgendwie also ich fand es ich fand es ein wildes wildes zweiter halbzeit dann die sich dann entwickelte.
John: Auf jeden Fall. Also ich kann mich an die 57. erinnern, wo wir quasi diese Dreifachchance hatten. Kellmann per Hacke, Bundusschuss wird geblockt und Yokota schießt daneben. Ich bin durchgedreht. Dann habe ich mich auch noch gefreut, dass Torlason endlich sich mal ein Herz nimmt und aus der zweiten Reihe schießt, weil der hat einen strammen Schuss, wie wir ja später noch im Verlauf des Spiels festgestellt haben. Und ab der 60. hatte ich so den Eindruck, das war so eine Phase, wo Münster auf Zerstörung ausgegangen ist. Da habe ich schon fast gedacht, die wollen jetzt alles kaputt machen. Die haben in der Phase sehr viel gefoult, auch deutlich und verdient Geld bekommen. Die sind länger liegen geblieben und das war übrigens auch für mich der Zeitpunkt, wo ich langsam Yokota schon hätte rausgenommen, aber das war nur dahingestellt. ich dachte eigentlich, es entwickelt sich jetzt eher so, die igeln sich hinten ein und wir versuchen dann, also versuchen dann Konter zu fahren, während wir weiter deren Raum belagern. Aber es hat sich ja komplett anders entwickelt dann und ja, es wurde dann kämpferisch, es wurde auch zäh. Wie gesagt, viele Fouls, viele Unterbrechungen dann. Und das hat dem Spiel nicht gut getan. Und ich weiß, dass dann Tietz nochmal versucht hat zu korrigieren durch die Wechsel, dann kamen. Aber ich will jetzt nicht zu sehr voranpreschen. Vielleicht hat Ferdi noch was. Nee, der hat sich gerade gemeldet, hab ich gesehen.
Olaf: Nö, mach ruhig, mach ruhig. ja, dann... Ja, Ferdi meldet... Das ist wie in der Schule hier, muss man sich melden, um was zu sagen. Ja, also, den ersten Wechsel gab's in der 69., da kam dann Chakrun für Bundu, der durfte sich dann seinen verdienten Applaus abholen. Da hab ich aber schon gedacht, ich weiß nicht, ich hätte tatsächlich auch, und vielleicht möchte Ferdi da auch noch gleich mal was zu sagen, ich hätte auch zu dem Zeitpunkt eher schon gesehen, dass Jokota vielleicht rausgeht, weil den fand ich... Heute nicht glücklich, sagen wir es mal so. meine, Ferdy wird mich da jetzt mit Sicherheit gleich belehren, weil er fand ihn, glaube ich, besser, oder, Ferdy?
Ferdi: Ich fand ihn glücklos, aber präsent, so würde ich es zusammenfassen. Also, Yokota hat kein tolles Spiel gemacht, er war immerhin an den ersten beiden Toren beteiligt. Und was wir schon geschafft haben in der zweiten Hälfte, oder zumindest in ersten 15, 20 Minuten, ist, dass wir immer wieder Yokota auf dem rechten Flügel isoliert bekommen haben. Das heißt, der konnte ins 1 gegen 1 gehen. Und eigentlich ist Yokota genau der Spieler, den du für diese Situation haben willst. Er hat dann leider zu wenig Triplings gewonnen. Normalerweise zieht er mehr davon. Und ich finde aber auch...
Olaf: Ja, okay, da gehe ich mit.
Ferdi: Ich fand auch diesen Bunduwechsel ein bisschen komisch, wenn das keine Fitnessgründe hatte. Ich hätte den auch gerne noch länger auf dem Platz gehabt. Und ich fand generell...
John: Wer hat's aber angezeigt? Also Bundu hat zwischenzeitlich angezeigt, dass er raus muss. Der hat da, ich glaub, was auf seinen Knie bekommen und ist dann auch sehr unrund gelaufen, hab ich aktiv drauf geachtet. ja, Yokota hätte ich persönlich auch früher rausgebracht. Der war für mich halt nicht das, was du grad beschreibst. Der... Mir tat er halt extrem leid gegen diese körperlichen Münsterahner und ich hätte ihn schon zur 60. ausgewechselt.
Olaf: Ja? ⁓ okay. Hmm. Ja, gut. Er ging ja dann auch raus. Witzigerweise war es dann tatsächlich so, dass das Spiel dann ein bisschen kippte. Ich weiß jetzt nicht, ob Tietz da mit seinen weiteren Wechseln Er hat dann so ungefähr knapp zehn Minuten später noch einen kompletten Dreierwechsel gemacht. ob er dann nicht so ein bisschen das Ganze bisschen durcheinander gebracht hat. Also gut, er hat Nielsen gebracht für Kellmann. Das ist ein nachvollziehbarer Wechsel gewesen. Kellmann heute leider auch recht unglücklich, durchaus Chancen, hat aber wenig draus gemacht. Kokolo kam dann letztendlich für Yokota, interessanterweise tatsächlich auch direkt die Position dann auf der rechten Seite auch übernommen, wenn ich das richtig gesehen habe. Matsuda kam für Odenne, was ich jetzt auch nicht ganz so nachvollziehbar war, aber irgendwie, ich hatte das Gefühl, und das ist nicht das erste Mal gewesen, und es gab ja dann auch zwei Minuten später eine wirklich Riesenchance, bei der Torder Sondern retten konnte für Münster, wo er also auf der Linie dann noch einen Ball wegköpft, der da über Neul rüber gespielt wurde und eigentlich im Tor gelandet wäre. Ich habe das Gefühl, dass Tietz da wieder den Fluss kaputt gemacht hat. weiß jetzt nicht, wie ich das sagen soll. Ferdi, bin ich da auf der völlig falschen Fährte gewesen? Also für mich war das Spiel zu dem Zeitpunkt tatsächlich entschieden in irgendeiner Form. Und zwar so entschieden, dass ich den Ahnung hatte, wir werden das nicht gewinnen nach diesen Wechseln.
Ferdi: Ehrlich gesagt, für mich waren die Wechsel nicht das Problem. Ich hab generell das Gefühl, dass das Spiel mit Minute 60, also schon vor den Wechseln, komplett gekippt ist. Die ersten 15 Minuten sind wir ganz gut angerannt. Da dachte ich, das wird ein Geduldsspiel. Aber wir kriegen unsere Chancen, irgendwann machen wir eine. Und ab Minute 60 hatte diese Mannschaft keine Kraft mehr, keine Ideen mehr, keinen Mut mehr. Ich find, es hat sich mit jeder Minute mehr die Angst eingeschlichen. Und Ich fand die Wechselt da sogar noch valide, ⁓ irgendwie einen bisschen neuen Impuls zu setzen, frische Beine aufs Feld zu bekommen. Sie haben halt nichts geändert. Ich finde aber auch nicht, dass sie der Auslöser dieser Phase waren, sondern einfach, dass in der letzten halben Stunde Münster befreit aufspielen konnte und wir komplett in unserem Kopf gefangen waren, hatte ich den Eindruck. Es war wirklich...
Olaf: Ja, hatte den... Ja, kann man so sagen. Der Kopf wurde bei uns immer voller oder leerer viel mehr, muss man vielleicht auch ehrlicherweise so sagen. Und Münster, ja gut, ich hatte es ja schon gesagt. Letztendlich hatten sie heute grundsätzlich nichts mehr zu verlieren. Das hat sie dann auch letztendlich eingetrieben in der zweiten Halbzeit. Und nichtsdestotrotz hatten wir... Tatsächlich noch jemanden, der sich noch mal ein Herz genommen hat. Und das ist ein Spieler, ich jetzt noch viel mehr in mein Herz geschlossen habe, auch wenn sein Tor zum 3 zu 2 tatsächlich nicht gereicht hat, ⁓ dieses Spiel zu gewinnen. Und das ist Stefan Taitor Torderson, dem wir, glaube ich, noch bald ein Denkmal bauen müssen. Ja, ein Traumtor. Das, was... Wir ja auch immer gerne mal fordern, selten passiert, einfach mal aus der zweiten Reihe abziehen. Das hat er getan, hat sogar noch fast bisschen verstolpert, hat Schwierigkeiten, ihn so unter Kontrolle zu kriegen. Aber es ist egal. hat es gemacht. Es steht 3-2 in der 85. Und man muss denken, also eine Mannschaft, die aufsteigen will, also ich unterstelle mal, dass sie das wollen, muss doch eigentlich Auch wenn ich dann gegen einen Gegner spiele, alles nach vorne wirft, dieses Ding einfach dann ziehen. Ich mag auch diesen Ausdruck nicht, das Spiel zu ziehen, aber das müssen sie doch eigentlich dann gewinnen. Aber ja, John Münster hat nicht aufgegeben und hat also im Grunde genommen hätten sie am Ende, wenn man das nochmal betrachtet, die die Schlussphase sogar noch gewinnen können, weil Noll schon sich auszeichnen durfte gegen, also dem kann man vielleicht auch nochmal ein Denkmal bauen. Ja, und sie ist dann tatsächlich schaffen noch den Ausgleich auch ehrlicherweise mit einem Sonntagsschuss. Aber mein Gott, man muss es halt probieren, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, dann noch den Ausgleich schießen.
John: Ja, also... Kompliment an Preußen Münster kann man an der Stelle sagen, die haben halt genau das gemacht, was man in der Phase machen muss. Nur mal alles nach vorne geworfen. Da hat man wirklich ja gleich mit dem Anstoß, nachdem wir das 3 zu 2 geschossen haben, gesehen, okay, jetzt werfen wir alles nach vorne. Und dann war das wirklich ein willensstärker Spiel. das war, es war ein Spiel mit einem offenen Visier. Es gab dann auch eigentlich nicht mehr so viele spielerische Akzente aus meiner Sicht. Es war wirklich mehr so ein Kampfspiel und sie wollten kämpfen und sie wollten alles daran setzen, unbedingt noch diesen Ausgleich zu schaffen und sie hatten dann ja sogar noch eine Doppelchance muss man sagen und also das hat sich ja auch angedeutet dieser Ausgleich und ja Sonntagschuss den wird er einmal in seiner Karriere so schießen der Jorot Henrichs aber ja du musst dieses Spiel am Ende des Tages nach Hause bringen ⁓ noch ein anderes Sprichwort auszuhauen und das ist dann an der Stelle auch einfach zu wenig, wenn du wirklich aufsteigen willst. Und da reden wir dann halt auch wieder von Mentalität, von Mut und von Wille, weil diese Nervosität, die wir jetzt schon eigentlich das ganze Spiel überall diskutiert und auch kritisiert haben, die hat man dann da besonders gespielt. Weil ich hatte nicht den Eindruck, dass wir nach dem 3-3 den Willen haben, es nach Hause zu bringen und nochmal nach vorne zu kommen. Da ging die Pässe nicht an den Mann, da haben wir viele Zweikämpfe verloren. Ich habe eher Preußen Münster beim 3-4 gesehen. uns beim 3 zu 4.
Olaf: Ja, genau das, ich eben sagte. Ich hatte auch eher das Gefühl, dass wir das noch verlieren. Ja, ist zu wenig, glaube ich. meine, für Münster ist es eigentlich auch zu wenig, ⁓ noch drin zu bleiben. es ist auch für uns, glaube ich, zu wenig. Ferdi, hast du was gesehen heute, was dir Hoffnung macht, dass wir das mit dem Aufstieg irgendwie noch hinkriegen? Ich meine, wir sind jetzt dritter geblieben. Weil Paderborn es tatsächlich geschafft hat, in Elbersberg mit 1 zu 5 unterzugehen. Ein Sieg wäre heute eigentlich, hätte uns auf den zweiten Platz gehievt. Aber das hätten wir dann schon selber irgendwie schaffen müssen. Ferdi, du Hoffnung noch, dass das mit dem Ausstieg was wird?
Ferdi: Ich hab Hoffnung, solange das rechnerisch irgendwie möglich ist. das ist es immer noch absolut. Heute fand ich es sehr konsternierend. Weil ... ich einfach das Gefühl hatte, das Spiel war zu groß. Und wir waren dem nicht gewachsen. Und selbst so eine ... selbst dieses Traumtauf von Thorderson, dass der Moment dieser Saison hätte werden können, dass ein Brustblöser hätte sein können, selbst das kam wie ein Boomerang zurück und Preußen Münster hatte quasi mit dem Anstoß schon wieder die Riesenchance zum 3-3. Und dass die dann einen Sonntagsschuss zum Ausgleich treffen, okay, das passt irgendwie zur Tragik dieses Spiels. Aber es passt leider auch zur Schlussphase, wo Münster wirklich noch genug Chancen hat. es war, ich glaube, man hat es auch, finde ich, im Stadion gehört. Es waren alle so, es war einfach konsterniert. Jeder war enttäuscht. Deswegen Hoffnung mitzunehmen, finde ich schwierig.
Olaf: Mmh.
Ferdi: auch auf einen direkten Aufstieg, einfach weil Ebersberg gerade brutal gut ist und die hatten noch mal Punkte lassen müssen, was ich gerade nicht sehe. Aber auch dann hat man es theoretisch mit einer Reallagation in eigenen Hand. Was, glaube ich, wichtig ist und was der eine Punkt ist, den wir als Fans beeinflussen können, ist, dass wir dieser Mannschaft Rückendeckung geben, weil es ist immer noch alles möglich. Und die hat spielerisch alles drauf. Wir haben individuell die Spieler, ⁓ den Aufstieg zu packen. Und Diese Mannschaft braucht Stärke von uns als Fan, von uns als Verein, ⁓ irgendwie dieses Ding am Ende in die Erste Liga zu bekommen. Und das geht wirklich nur zusammen.
Olaf: Ja, absolut, absolut. das möchte ich auch gerne nochmal klarstellen. ich sag jetzt nicht, die wollen das nicht oder die sind doof oder so. Also ich meine, gut, das kann man natürlich nicht mitbekommen, wenn man nur sieben Minuten unseres Podcasts hört und nicht mehr. ich sehe auch nicht, also ich kann gar nicht
Ferdi: Und die wollen. Ich... Die wollen.
Olaf: so viel kritisieren, weil ich kann nicht kritisieren, wenn jemand vielleicht doch, wenn junger Spieler vielleicht doch zu viel, ja, ein Stückchen zu weit Schiss hat oder die Beine vielleicht ein Tickchen zu schwer sind in diesem Druck. Das kann ich überhaupt nicht kritisieren. Das will ich auch nicht. Das ist enttäuschend. Ja, ich hätte mir natürlich gewünscht, dass sie heute gewinnen und man kann sich jetzt auch hinstellen. Ja, gegen den Tabellennetzen. Ja, gut, aber wir haben es ja eben. durchbesprochen und man hat es im Spiel ja auch gesehen, ja das ist eben nur vermeintlich leicht. Wenn dieses Spiel vor zehn Spieltagen passiert wäre, hätten wir vielleicht ganz entspannt mit 2 zu 0 oder 3 zu 0 gewonnen. So. Aber in der aktuellen Situation, da gibt es keinen dritter Platz, letzter Platz, erster Platz, gut, okay, das ist vielleicht die Ausnahme, weil Glückwunsch nach Gelsenkirchen, die sind ja tatsächlich schon durch. Ja, John. Würdest du dich da fertig anschließen in der Betrachtung jetzt, dass wir vielleicht die Hoffnung nicht aufgeben sollten?
John: Die Hoffnung stirbt zuletzt und absolut sehe ich das so wie Ferdi. Die Mannschaft braucht, oder wie ihr beide, die Mannschaft braucht jede Unterstützung von jedem einzelnen von uns bis zum Ende und solange rechnerisch noch alles möglich ist, gebe ich auch den Aufstieg nicht auf. Und wenn es die Relegation werden soll, dann spielen wir halt die Relegation und schlagen Wolfsburg und erobern Wolfsburg. Ist mir doch scheißegal. Wir kriegen das irgendwie noch hin und ich bleibe auch positiv solange es noch möglich ist. Und ich glaube tatsächlich, bei diesem spielerischen Ansatz, den wir verfolgen, hätten wir gar nicht mal so große Probleme gegen einen. Erstligist als gegen Mannschaften, so kämpfrisch veranlagt sind, wie wir da schon die ganze Saison über feststellen. Es ärgert mich trotzdem, dass wir wieder zu Hause nicht gewonnen haben. Irgendwie haben wir diese Saison unsere Stärke auswärts. Es ärgert mich trotzdem, dass wir wieder gegen einen Tabellenletzten nicht gewonnen haben. Auch das ist leider ein Muster. Aber das Gute ist, wir spielen jetzt gegen Mannschaften, die absolut nichts mehr diese Saison gewinnen können, außer vielleicht noch Platzierungen.
Olaf: Hm.
John: und von daher würde ich sagen, ist noch alles drin. Und dann gehen wir halt in die Relegation und schauen mal was wird.
Olaf: Ja, 96 hat ja schon mal Dinge vollbracht, die, sagen wir mal, eher ungewöhnlich waren. Und es ist meistens so, dass der Zweitleger, der in der Relegation eigentlich zumindest statistisch gesehen, eher keine Chance hat. Aber warum sollen wir das nicht auch mehr ändern? Ja, ihr habt es gehört und da reihe ich mich auch mit ein. Wir geben die Hoffnung nicht auf. Wir sind natürlich enttäuscht, aber wir glauben irgendwie weiter dran und weil wir auch sehen, dass die Mannschaft es will. ja, in diesem Sinne müssen wir schauen, wie das dann am nächsten Spieltag auswärts in Bochum wird. da haben wir vielleicht sogar noch bisschen mehr Hoffnung, weil auswärts sind wir ja immer etwas besser als zu Hause. Und ich glaube, für Bochum geht es auch, glaube ich, ⁓ nichts mehr. Ich glaube, rein rechnerisch könnten sie noch Probleme kriegen, aber ich glaube, dass die sind eigentlich auch schon gerettet. Von daher hoffe ich mal, dass wir da in Bochum für etwas reißen können. ja, dann schauen wir mal, ob wir vielleicht noch die beiden nächsten Spiele gewinnen und dann tatsächlich mit einer kleinen Verlängerung vielleicht über die Relegation dann doch noch irgendwie in die erste Bundesliga kommen, was ja auch mal wieder ganz schön wäre. Ja, ich bedanke mich bei John und Ferdi fürs Mitdiskutieren und ich bedanke mich bei euch fürs Zuhören und wir hören uns alles bald wieder. Macht's gut. Bis dann. Tschüss.