Vorwärts nach weit - Der dentastico Podcast über Hannover 96

Folge 440 - Unsere Gedanken zur Saison

Donnerstag, 21. Mai 2026 · 1 h 11

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Shownotes

Heute keine Relegation, dafür das Saisonfazit. Viel Spaß mit den Gedanken von Tobi, Andre, Ferdi und Timo zur abgelaufenen 96-Saison.

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Tobi: Ja, hi da draußen. Wir sind zurück. Ein paar Tage ist es her, dass alle, hier heute in dieser Sendung sind, im Niedersachsen-Stadion saßen, standen, voller Vorfreude gewesen sind, darauf gehofft haben, vielleicht sogar damit gerechnet haben, dass Hannover 96 natürlich den ersten FC Nürnberg zu Hause schlagen wird und mindestens mal in die Relegation oder dann auch nach den Ergebnissen bestenfalls in die Relegation einzieht. Und alle, heute hier in der Sendung waren 95 Minuten später, 96 Minuten später, bitter enttäuscht. Wie es uns heute geht, darüber möchten wir sprechen. Euch so bisschen daran teilhaben lassen, die letzten Tage so gewesen sind, was wir von der ganzen Saison halten. Wir haben es ja in letzten Sendung schon gesagt. Wir hoffen, dass wir nicht über vergebene Chancen reden müssen. Ja, leider doch. Das wollen wir tun. Und ich freue mich. Mein Name ist Tobi, Andre ist mit dabei. Andre heute ohne Sakko, nicht minder hübsch.

Andre: Ja absolut, nie mehr zweite Liga. Leute, sind seit gefühlt zehn Spielen ungeschlagen. Ich glaube, es sind neun oder acht, aber auf jeden Fall ungeschlagen. Uns kann keiner was in dieser Liga. Aber reicht irgendwie nicht.

Tobi: Gott, will ich. Ich war gerade nicht sicher, wo du hin willst.

Andre: Aber wirklich, sind wirklich, nein ehrlich, sind glaube ich seit acht oder neun Spielen ungeschlagen.

Tobi: Ja das ist toll, wir haben auch nur zwei Niederlagen in der Rückrunde. Wollen wir noch sagen, gegen wen wir in der Rückrunde verloren haben? Fürth.

Andre: Unbesiegbar.

Tobi: Zweite weiß ich gar nicht. Aber das weiß vielleicht der nächste Gast heute hier. Ferti. Servus.

Ferdi: Servus Tobi, ich hab gefühlt alles vergessen, was vor diesem 34. Spieltag war, weil allein dieses Spiel mit mir Dinge gemacht hat, die in den vergangenen Jahren selbst eine ganze Saison Hannover 96 selten gemacht haben. Und nach dem Schock von Sonntag habe ich über die letzten zwei, drei Tage so bisschen versucht, die Saison Revue passieren zu lassen. Und ich bin bei zwei Sichtweisen rausgekommen. Der einen der sportlichen Nüchternen im Sinne von was muss nächste Saison besser werden. was hat am Ende gefehlt, aber auch was war gut dieses Jahr, was wir uns mitnehmen müssen und so ein bisschen diese philosophische Fußballromantische. Und ich bin gespannt, welche diese Sichtweisen ihr heute aus mir rauskitzeln werdet.

Tobi: Ich hoffe doch alle. Man muss sagen, Ferdi, du bist aus München extra angereist zur großen Feier. Ist dann nichts geworden. Aber okay, André ist aus, weiß ich wo, aus Westfalen angereist. Ich bin aus Göttingen angereist. Einer musste nicht anreisen. Der ist immer da und den hört ihr immer, wenn ihr nicht bei den Heimspielen seid. So möchte ich es mal sagen. Das heißt, die, die am Sonntag keine Karte bekommen haben, die haben dann natürlich das rote Radio gehört und haben ihn gehört. was dieses Spiel mit ihm gemacht hat. Schön, dass du wieder da bist. Hi Timo.

Timo Mikro: Ja, schön, dass ich wieder dabei sein darf, auch wenn der anders wie so oft bei 96 katastrophal ist. Und ich hoffe für euch, dass ihr rechtzeitig abgeschaltet habt am Sonntag. Denn spätestens ab Minute 80 oder wann das 3-3 gefallen ist, war bei uns auch nicht mehr viel drin im Tank, wie bei allen Fans. es war eine einzige Qual. Luca hat es, glaube ich, geschrieben neulich. Es geht schon wieder los. Und so fühle ich mich auch gerade. Wird wieder alles auf den Prüfstand gestellt bei 96. Und man hat das Gefühl, Hinblick schon auf die nächste Saison, dass es leider nicht so gut aussieht, weil die Leute, momentan noch Entscheidungen treffen dürfen, vielleicht nicht die richtigen treffen dürfen, ⁓ etwas vorwegzugreifen.

Tobi: finde schön, du einsteigst. Da ist schon ganz viel drin. Die, die dich Sonntag gehört haben, aber auch gemerkt, hinten raus hast du nicht mehr viel gesagt. So meinst du, Tankler. Also da waren irgendwie die Worte gesprochen.

Timo Mikro: Ja, ich meine, ihr habt ja alle selber gesehen ab Minute 70, was da mit dieser Mannschaft zum x Mal in dieser Saison nicht mehr los war. Und gerade in diesem Spiel. Ich klar, wir haben schon beschrieben, was sich abgespielt hat, aber an der Stimmlage, an der ganzen Szenerie. Ich denke, man hat es auch irgendwo mitbekommen an der Atmosphäre, die dann im Stadion auch nicht mehr so da war. Es war. Bei mir zumindest keine Hoffnung mehr da und wie man dann gesehen hat, ja auch berechtigt.

Tobi: Ja, das stimmt. Wollen wir gar nicht so tief ins Spiel am Sonntag reingehen, sondern gucken wir uns mal auf das große Ganze. Wir sind gestartet wie ein Aufsteiger, das muss man so ganz klar sagen. Wir hatten vier Siege aus den ersten vier Spielen. Jetzt würde ich da gleich mal ansetzen, Ferdi, und versuchen, was aus dir rauszukitzeln. War das vielleicht sogar ein Nachteil? Ist es vielleicht sogar so gewesen? Also wir waren ja auch schon, das möchte ich so... kritisch zu uns sein. waren ja auch relativ euphorisch und waren ja vielleicht auch so ein bisschen in der licht der Meinung, ja gut wer soll uns stoppen? Hat das die Mannschaft ja auch gedacht und ich meine dann kam die Hindernispielpause, dann kam Erter, die uns ganz schön verprügelt haben. Waren retrospektiv die ersten vier Siege vielleicht ein bisschen trügerisch.

Ferdi: Das waren sie auf jeden Fall. ich glaube, am Ende tut es Christian Dietz nicht gut, dass er diese ersten vier Spiele gewonnen hat. Weil jetzt ist eine eigentlich trotzdem noch sehr, sehr gute Saison auf einmal viel kritischer gesehen, weil uns nach vier Spieltagen halt schon nicht nur in Hannover, sondern auch Gefühl die halbe Liga als Aufsteiger deklariert hat. Wurde gesagt, Hannover ist durch. Die werden jetzt einfach 34 Spieltage gemütlich davonmarschieren. Und so einfach geht es halt leider nie. Und... Das hätte uns klar sein müssen. Gleichzeitig finde ich es genauso verzeihlich, dass wir natürlich mit vier Siegen voll die Euphoriewelle gefahren sind. Aber wir dürfen nicht vergessen, und ich habe das Gefühl, wir haben das sehr schnell vergessen, dass das immer noch eine komplett neu zusammengestellte Mannschaft, ein komplett neu zusammengestelltes Trainerteam ist, wo im Sommer gesagt wurde, die brauchen Zeit, im ersten Jahr mal schauen, im zweiten Jahr, da greifen wir an, da steigen wir auf. Und das wurde gefühlt nach drei, vier Spielen vergessen, einfach weil es so gut losging. Und in der ... rückblickenden Saisonbetrachtung glaube ich sollten wir das aber nicht vergessen, dass es immer noch eine Mannschaft ist, die sich über die ganze Saison hinweg am finden war und ich finde das hat man bis zum Ende gemerkt.

Tobi: Ich finde vielleicht sogar, es Ende besonders gemerkt, aber das ist jetzt mal eine ganz persönliche Geschichte. Kann man auch noch mal gucken, was der Trainer dazu beigetragen hat, dass sich da keine Achse gefunden hat. Aber das können wir ja später machen. Andre, bevor du deine eigene Einschätzung noch mal sagst, würde ich eine Frage vorwegschicken. Ferdi hat gesagt, vielleicht war das tatsächlich trügerisch, diese ersten vier Siege. waren ja auch, wie gesagt, relativ euphorisch. Aber auch der Dämpfer mit Berlin haben wir schon gesagt. Aber was ich viel kritischer sehe, Aber auch in der Retrospektive, weil wir haben es damals auch so bisschen aufgearbeitet. Das Pokal aus dem Cottbus. Cottbus hat gezeigt, dass 96, zumindest zu diesem frühen Stadion der Saison, es nicht schafft, eine Mannschaft, im Umschaltspiel stark ist, die abwartet, die versucht, den Ball zu erobern, schnell nach vorne spielt, Stiche zu sehen, so möchte ich es mal sagen. Und man kann sagen, okay, wir haben Elfmeter verschossen, der hätte das Spiel nochmal anders laufen lassen. Aber... Das war so das Spiel, wo mir klar wurde, Heidewitzka war in den ersten vier Spielen, ich bleibe dabei, spielerisch überragend. Es war wirklich richtig stark gegen vermeintlich starke Gegner. Liebe Grüße nach Düsseldorf. Also hätte Cottbus mehr Warnung sein müssen und hätte man da schon sehen müssen, okay, wir brauchen da einen Plan B. Bevor du vielleicht noch was Eigenes sagst.

Andre: Nee, ich weiß genau, was du hinaus willst. Sowohl das, Ferdi gesagt hat, als auch das, was du gesagt hast, ist nicht falsch. Ich sehe es komplett anders, ohne euch zu widersprechen. Und das klingt irgendwie bisschen komisch. Ich sehe es tatsächlich an ein paar Punkten etwas anders. Aber das heißt nicht, dass ich euch widersprechen will. Nehmen wir mal die ersten vier Spiele. Ich habe in Hannover 96 gesehen in der Liga die ersten vier Spiele. Was nie wieder in der gesamten Saison ... so eine Leistung auf dem Platz gezaubert hat und zwar individuell jeder Einzelne. Wir haben einen fantastischen Chacon gesehen. Wir haben einen frei ausspielenden Yokota gesehen. Wir haben einen Bundu gesehen, der Bälle angenommen hat und verwandelt hat. Fantastisch. Das einzige, was da fehlte, waren Abschlüsse und Flanken. Wir haben einen Neu gesehen, der mit tollen langen Bällen operiert hat. Wir haben ein absolut stabiles zentrales Mittelfeld gesehen. Ein Asseko, der gewirbelt hat, der Bälle erobert hat. Also diese ersten vier Spiele haben wir auf einem Niveau gespielt. Wo, wenn wir gesagt hätten, das halten die jetzt einigermaßen. Klar, bei einer langen Saison mit 34 Spielen ist auch mal ein Ausschlag nach unten. Aber das hätte locker reichen müssen für einen Aufstieg. Und ich frage mich tatsächlich, warum haben wir nie wieder als Kollektiv und die allermeisten von mir aufgezählten Spieler individuell diese Leistungskapazität bekommen? Haben die da wirklich komplett über ihrem Niveau gespielt oder später einfach zu oft darunter? Das ist tatsächlich eine Frage, die man erörtern muss. Die aber leider, zum Glück wie auch immer, nicht mehr wichtig sein wird, weil die meisten Spieler gar nicht mehr da sein werden. So, und jetzt kommt dieses Cottbus-Ding. Das Cottbus-Ding, ich teile es, es hätte uns ein Wahnsinn sein müssen, aber wir konnten es nicht erkennen, zwar aus folgendem Grund. Das Cottbus-Spiel hab ich anders in Erinnerungen wie du. Ich hab eine Hannover 96-Mannschaft gesehen, die klar überlegen war, die deutlich bessere Torschancen hatte, die unglücklich durch zwei Angriffe in Rückstand zweimal geraten ist, die mit dem Elfmeter es wieder selbst in der Hand hatte. Und das hat sich dann durchgezogen bis zum Schluss, sogar bis in die letzten Spiele. Gut, da hatten wir keine Elfmeter mehr, aber dieses Auslassen von unseren Großchancen, dieses nicht den Sack zu machen, nicht diesen Killerpunch zu haben, dass wenn du jetzt triffst, du weißt, das Spiel ist für dich gewonnen. Das hat uns ab da die gesamte Saison verfolgt. Das ist eine Seuche gewesen und auch eine mangelnde Qualität. Und letzter Satz, dazu, wenn wir noch bisschen viel heute zu besprechen haben. denke, Trainer wird ein großer Posten sein, Kader wird ja noch mal ein Posten sein. Aber eine Sache hat sich bewahrheitet. du weißt, ich schätze Alex superhoch ein. Ja, ich mag Alex gerne, liebe Grüße an der Stelle. Aber Alex sagt, zwei Dekaden gefühlt immer zwei Sachen. Erste Sache ist, wir brauchen eine Achse. hast es eben anklinken lassen, Tobi. Die hatten wir in den ersten Spielen erkennen können und haben gehofft, dass die sich stabilisiert und findet, am Ende war es sie nicht mehr. Guckt bitte, wer hat gespielt und wer hat beendet. Pichla Kehlmann war nicht mehr auf dem Platz in den letzten Spielen. Asseko auf einer anderen Position, also es hat sich viel verändert. Und die zweite Geschichte ist, und da bleib ich auch bei, ohne einen 15-Tore-Mann steigst du nicht auf. Und jetzt kann man sagen, na ja, der Kehrmann hatte doch 14 Tore, ist völlig richtig. Aber das entscheidende 15. Tor, das entscheidende 15. Tor hat er nicht gemacht. Und er hatte die Chancen dazu in mehreren Spielen gehabt. Und das klingt jetzt gemein und fies, und ich will ihn auch gar nicht kritisieren. Aber er ist quasi auch so ein Sinnbild. Es war alles gut, war alles toll, es war besser als die Jahre zuvor. Aber fairerweise rückblickend, es hat nicht gereicht.

Tobi: Es hat nicht gereicht, da stimmt natürlich. Und lass uns noch mal kurz in die Saison so bisschen reingehen. Ich will mal die Hinrunde, Timo. Von Länderspielpause zu Länderspielpause hat Hannover 96 weniger Punkte geholt. Weniger gewonnen, weniger Punkte geholt. Ich erinnere mich an den schlimmen Dezember. Gut, der Mai ist am Ende. Ich mal ein Punkt besser gewesen, den schlimmen Dezember, wo wir wirklich gegen diese Teams gingen, gegen die wir jetzt auch nicht gewonnen haben, nicht gewonnen haben. Das war für mich dann echt ein Downer. Und wir sind dann auch in den Winter gegangen mit einem ordentlichen Rückstand von fünf Punkten auf einen direkten Aufstiegsplatz. Und ich fand tatsächlich, dass die Kurve in der Hinrunde von Länderspielpause zu Länderspielpause nicht nur von den Ergebnissen, da ist es ja belegt, sondern auch vom Fußball. Sie haben, Andre hat nicht unrecht, sie haben die Form, auch die Individualform, die sie in den ersten vier Spielen hatten, irgendwie nicht wiedergefunden und es wurde, aus meiner Sicht, vielleicht teilt es oder widersprichst, wie gesagt von Länderspielpause zu Länderspielpause, Monat zu Monat schlechter.

Timo Mikro: Da kann man überhaupt nicht widersprechen, das wird jeder so sehen. Logisch, wenn man mit vier Siegen anfängt, ist es schwierig das zu halten. Aber ja, man hat bis Ende der Hinserie sich kontinuierlich verschlechtert. Sicherlich mit ein paar Ausreißern nach oben oder unten mal. Aber man hat ja dann anscheinend in der Winterpause die richtigen Schlüsse gezogen. Außer jetzt das Auftaktspiel in Kaiserslautern, das war übrigens die zweite Niederlage.

Tobi: Das habe ich schon ausgebildet. hast völlig recht. war das. Ja, genau.

Timo Mikro: Genau. Aber da hat man ja auch wieder mal geführt, das ist für mich der eigentliche Knackpunkt in dieser Saison, so unendlich viele Führungen, die wir vergeigt haben, die wir verspielt haben. Und da merkt man der Mannschaft diese fehlende Reife an, aber auch das Fehlen von Führungsspielern. Enzo Leopold ist für mich ehrlich gesagt kein Führungsspieler wie ich. Wenn man den jetzt vergleicht mit einem Torderson, das ist ein ganz anderes Level. Davon fehlen uns die Charaktere. Das ist verständlich bei so einer jungen Mannschaft. Aber hätten wir davon ein, zwei mehr gehabt und der Trainer hätte auch mehr auf diese vertraut und wirklich die bereits angesprochene Achse nicht diverse Male aus diversen Gründen zerrissen, dann wären wir in einem Ende aufgestiegen. 100 %ig.

Tobi: Ja, okay. Also, die haben uns gesagt, Ferdi, wir gehen eigentlich mit der schlechten Laune in die Winterpause. Wir kriegen Jörg Schmatke. Markus Mann verlässt uns in Richtung Salzburg. kriegen Jörg Schmatke. Das erste, was Jörg Schmatke gemacht hat, den Torhüter anzuhalten, den Trainer anzuhalten und ganz klar zu sagen, da fällt es, glaube ich, so das erste Mal so richtig, wenn wir aufsteigen wollen. Das Wort Aufstieg wird gesagt, brauchen wir am Ende in der Rückrunde einen 2-Punkteschnitt. Das hätte bedeutet, dass wir in den 17 Spielen 34 Punkte holen. 31 haben wir geholt. wir würden mal auf die Tabelle gucken. Jörg Schmatke hat Recht. Mit 34 geholten Punkten hätten wir einen mehr als Elbersberg. Und wenns weiter. So, also. Ja. Eigentlich nicht.

Andre: Aber Tobi, ganz kurz, da ich einmal rein. 34 Punkte, alles gut. Aber Tobi, erinnert dich, was wir gesagt haben, wir alle hier, wir haben gesagt, fünf Punkte mehr als in der Hinrunde. Nee, aber auch du ja auch. Ich gebe die Lorbeeren gerne ab. Und noch mal, Schmatke hatte eine gewisse Aufbruchsstimmung erzeugt, war aber auch kritisch gesehen beeinigt, war so bisschen ambivalentes Gefühl. nochmal, die haben ja alle Fußball Sachverstanden, auch Jörg Schmatke. Das, was du gerade aufzählst an Kritikpunkten.

Tobi: Nicht wir, du. Du hast das gesagt. Ich hab's nicht gesagt.

Andre: sind exakt die Kritikpunkte, die uns hinten raus den Nacken gebrochen haben, ohne dass ich das Tits persönlich oder Neul persönlich vorwerfen möchte, weil es gute Gründe gibt, warum es eben da nicht funktioniert hat. Aber Neul zum Beispiel hat uns, das muss ich jetzt so hart sagen, ohne dass ich es persönlich meine, aber hat uns das Nürnbergspiegel gekostet. Und da muss man dann...

Tobi: Okay, warte, warte. Stopp, stopp, stopp. Da muss ich jetzt... Ich weiß, da kriege ich wieder böse Kommentare. Da gehe ich trotzdem rein. Weil du bist mir schon viel zu groß wieder da drin. Fertig. Also, nochmal. Schmatke kommt. Schmatke sagt, ein Torhüter darf auch mal Bälle halten. 96 muss irgendwie sich taktisch verändern. Der Trainer braucht einen Plan B. Ich fasse es mal so zusammen. Und dann kommen wir zwar raus und verlieren in Kaiserslautern. Haben dann aber tatsächlich in den Spielen danach eine kleine Serie. Das heißt, sind eigentlich ziemlich stark im Februar, im März ganz gut unterwegs und holen den Rückstand immer, wieder ein kleines Stücklein auf. Ferdi, da war zumindest bei mir der Punkt, wo ich sagte, am Dezember war ich bisschen enttäuscht, aber dann so, als der Winter langsam wich, der Schnee weniger wurde und wir dann wirklich nach dem Lauterhandspiel eine kleine Serie gestartet haben. war ich der Meinung, okay, und vor allem nach dem Berlinspiel, sag ich dir ehrlich, das kriegen die hin. Wie ging es dir?

Ferdi: Ich war auch, ich wurde über den Verlauf der Rückrunde oder zumindest über die erste Hälfte der Rückrunde immer optimistischer, weil ich schon das Gefühl hatte, dass Christian Thietz in der Winterpause die richtigen Schlüsse gezogen hat. Weil wir haben kritisiert, dass die Mannschaft in der Hinrunde teils zu naiv aufgetreten ist. Christian Thietz hat reagiert. Es wurde mehr Fokus auf eine stabile Defensive gelegt. hatten teils schnellere Innenverteidiger, hatten dadurch eine bessere Konterabsicherung. Wir haben generell ein bisschen verhaltener gespielt. Wir haben natürlich immer noch Christian Tietz geprägten Ballbesitzfußball mit Pressing gespielt, aber es wurde alles so 5 Prozent zurückgeschraubt und diese 5 Prozent haben uns sehr gut getan. Auch der von Jörg Schmatke kritisierte Nahel Noll, den ich auch nicht unkritisch sehe, hat eine deutlich bessere Rückrunde gespielt als Hinrunde, trotz vielleicht schwachem Ende. Insofern hatte ich schon das Gefühl, dass diese Mannschaft in der Rückrunde einen Schritt gemacht hat und diese Negativentwicklung, die wir über diese Hinrunde gesehen haben, dass die auf jeden Fall mal gestoppt wurde. Es gab immer noch Probleme und es gab immer noch Probleme, die auch am Spieltag 34 aufgetreten sind und die sich zur nächsten Saison ändern müssen. Aber mein Gefühl war, Christian Tietz hat erkannt, warum es der Hinrunde am Ende schlecht lief und hat das schon an den richtigen Stellschrauben gedreht. Zumindest an einigen.

Tobi: würde ich teilen

Timo Mikro: Ich muss noch mal in die gleiche Kerbe schlagen, ich eh schon geschlagen habe. Berlinspiel, ich glaube, da sind wir uns alle einig, hat die Hoffnung auf den Aufstieg bei allen 96 Fans ins Exorbitante steigen lassen, weil das ein absolutes Big-Point-Spiel war. Aber dann kamen wieder die typischen 96 Spiele. Pöth war dabei, Ova verloren am Dresden und in Bielefeld haben wir gerade so gewonnen. So, und diese Spiele nach vier Siegen in Serie, die musst du als Mannschaft... die aufsteigen will auch ziehen. Da gibt es für mich keine Ausreden. wenn wir das nicht schaffen, das war schon der erste Kipppunkt. Nach dem Derby hatten wir wieder alle Hoffnung. Und dann kamen die drei Topspiele, wo wir so semi abgeschlossen haben. Und da war man wieder raus, meiner Ansicht nach. Also für mich war der Kipppunkt eigentlich, dass wir nach dem Berlinspiel es nicht geschafft haben, diese Siegesserie vorzuführen. Wir hatten wie in der Hinrunde vier Siege. Alles schön und gut, sah genauso gut aus. Aber dann, die Bilanz danach, muss man sagen, war nicht ausreichend. Und da fehlt es wiederum, muss ich sagen, an den Typen in der Mannschaft, sagen, Jungs, diese drei Spiele jetzt, wenn wir sieben Siege in Serie feiern, dann will uns noch mal jemand aufhalten. Oder dann soll uns noch mal jemand aufhalten. wir haben das nicht geschafft. Derby war ein Ausschlag nach oben. Aber danach war gefühlt alles nur noch unentschieden.

Tobi: Okay, da gehen wir jetzt auch tiefer nochmal rein mit dir, Also, ich... Hots gesagt, wunderbare Serie. Es läuft an sich alles gut. Ich... Stimmt, muss zugeben, Dresden war ein Downer aus meiner Sicht. Man muss aber fairerweise sagen, dass Dresden jetzt am Ende viert beste Rückrundmannschaft ist. Also, die haben auch wirklich gegen andere gut ausgesehen. Jetzt kann man sich das natürlich immer schönreden. Für mich war dann aber eher der Knackpunkt tatsächlich dieses Fürth-Spiel. Und vor allem erkläre ich jetzt auch warum das Fürth-Spiel uns eine Auswirkung. Auswirkung im Sinne von nach dem Fürth-Spiel so ist es überliefert, zählt Christian Tietz die Mannschaft massiv an. Das was gerade die Achse gebildet hat, das was gerade zusammengewachsen ist, das was gerade an sich gut funktioniert hat, in dem Spiel dann nicht so gut funktioniert hat. sorgt dafür, dass es ein bisschen aus ihm heraus bricht. Ein Noah-Weiss-Haupt wird da, der danach auch wirklich fast überhaupt nicht mehr auf dem Platz gestanden hat. Ein Noah-Weiss-Haupt, der in dem Spiel nicht gespielt hat, der auf der Bank gesessen hat, dafür fertig gemacht, falsches Wort, wird dafür kritisiert, dass er aufgrund seiner Körpersprache und seiner Unzufriedenheit, dass er nicht nominiert wurde und nicht reingekommen ist, dieses Spiel verschuldet hat. Ein Leo Weinkauf, der ihm zur Seite springt und sagt, Rena, warum jetzt er? Was soll das? Kriegt gesagt, Unter mir spielst du keine Minute. Was willst du eigentlich? Das sind Dinge, die in so Mannschaft was machen können. Dann läuft das Spiel massiv unglücklich. da haben wir, Enzo Leopold wurde schon angesprochen, vergebene 11 Meter. Das war in der Phase ganz normal. Für mich war das ein Knackpunkspiel. bist du eher bei Timo, dass sagt, dass wir die Serie nicht ausgebaut haben oder es dich führt auch, was ich beschrieben habe? Ich fand danach fingen plötzlich die Veränderungen in der Mannschaft. Der eine spielt mal hier, der andere spielt mal da, Start, Elf, Tribüne, was wir bereits schon kritisiert haben, fängt da an. Oder irre ich mich?

Andre: Ich habe leider das gleiche Problem wie eben mit Ferdi und dir. Jetzt habe ich es mit Timo und dir. Ich glaube, ihr habt recht. Ich glaube, ihr habt recht, aber ich möchte euch widersprechen oder eine völlig andere Sichtweise auf die Sachen bringen. Ohne, ich damit sagen will, dass ihr da falsch schlägt. Ich habe eine andere Sicht. Meine Sicht ist wie folgt. Ja, es gibt sicherlich Verhaltensprobleme beim Trainer innerhalb der Mannschaftsstörungen. Das können wir ganz einfach festmachen, ohne dass wir da der Kabine sitzen müssen und wissen, wer was gesagt hat. Es gibt sechs Spieler. die Tits während der laufenden Saison aussortiert hat, die er abgeschossen hat, abgekanzelt hat. Und sechs Spieler bei einem Kader von 18, 20 Leuten ist einfach mal viel zu viel. Und da braucht man nicht diskutieren. Es fehlen dann am Ende eben Spielerunmöglichkeiten. Ein Blank. Ein Giefer. Ein Weißhaupt. Ein... Gut, es ist ein zweiter Torwart, der hat jetzt nicht gespielt. Der kommt hinzu. Also, ein Matsuda. Also, will damit sagen, sind einige Spieler dabei.

Tobi: Welche 6 meinst du? Welche 6 meinst du? Ja.

Andre: gewesen, die auf einmal keinerlei Chancen mehr gesehen haben. Jetzt gibt's auch Neuzugänge, deswegen sollen die auch spielen. Ist alles klar. Okay, das ist das eine. Akzeptier ich. Ich glaube, wir müssen noch mal rauszoomen. Ich glaube, ist kein einzelnes Spiel. Das kann zwar was machen mit einer Mannschaft, ich glaube, ist aber ein strukturelles Ding. Und jetzt will ich uns nicht wieder über den grünen Klee loben. Wir sind ein Fan-Podcast, sind Heißplauderer und Dummschwafler. Nach jedem Spiel schreiben wir Hurra oder Buu. Versteh ich alles. Aber wir haben alle, wir haben es dann unterschiedlich bewertet, aber wir haben alle Probleme gesehen in der Winterpause. Und diese Probleme haben wir hier auch alle klar benannt. Und witzigerweise sind es exakt diese Probleme, die uns das Genick gebrochen haben, wo der Verein nicht reagiert hat. Und ich frage mich, warum, wieso, weshalb? Beispiel. Wir haben hier gesagt, wir brauchen einen Innenverteidiger. Wir haben keinen Innenverteidiger geholt. Das heißt, wir mussten mit Okon und Al-Gaia spielen, weil Tomiak ja kaputt war. Und haben es einfach nicht verstanden, da ausreichend Qualität zu mobilisieren, sodass der Trainer jetzt erzählen musste, es lag an der schwachen Defensive, an der Stürmwaffenverteidigung usw. Das ist ein Problem, haben wir gesehen. Ein zweites Problem, wir gesehen haben, wir haben in der Winterpause gesagt, wir brauchen einen Stürmer. Wir haben alle, Hawad Nilsen, nicht als den möglichen Stürmer gesehen, der nochmal Druck machen kann. Wir haben gesagt, wir brauchen einen Stürmer. Nun klar ist es ärgerlich, dass sich Pichler verletzt. Man muss aber fairerweise sagen, der war in der Hinrunde auch oft verletzt. Ich sage, mit einem Pichler wären wir aufgestiegen. Und dann geht's ja weiter. Wir haben einen Kehlmann, der völlig außer Form läuft und auf einmal nur noch Larifari spielt. Hackespitze 1, 2, 3. Das, was ihm vorher ausgezeichnet hat, dieses eiskalte, gar nicht mehr vorhanden. Wir haben neue Spieler, einen Saat, einen Weißhaupt und so weiter auf Positionen, wo wir eigentlich gar keinen Bedarf hatten, wo es eigentlich okay lief, die auch nicht diesen Impact gebracht haben, die aber spielen mussten. weil sie einfach so ein Standing, ein Renommee hat, insbesondere Saad. Wir haben ja offensichtlich einen Taibii gehabt, den wir mal die gesamte Hinrunde lang völlig falsch eingesetzt haben. Was für ein großes Plus hat der uns in der Rückrunde beschert, wenn er die letzten Spiele auf eben dieser hängenden, schleichenden Neun oder wie auch immer das heißt, gespielt hat. Und da muss ich sagen, wir haben sehr, viele Fehler gemacht. Trotzdem, ich will alles in Schutt und Asche reden, das war einer der besten Saisons, vielleicht die beste Saison seit sechs, sieben Jahren. Von daher ist das glashalb voll. Aber es ist deswegen so ärgerlich, weil es die einfachen Dinge sind, die wir alle gesehen haben, die wir angesprochen haben, die man einfach hätte ändern können, die uns am Ende den Erfolg gebracht haben. Mit so wenig Punkten, wie Elbersberg die Saison aufsteigt, mit diesen Möglichkeiten im Restprogramm, das wir hatten, ⁓ noch selber aufzusteigen als Zweiter. In die Situation musst du die nächsten Jahre erst mal wieder kommen, insbesondere bei den vielen Abgängen. Das ärgert mich tatsächlich ein bisschen. Und letzter Punkt, und dann lasse ich euch auch in Ruhe, aber da könnt ihr über mich herfallen. Ein Kardinalsfehler. Und ich weiß, das erzähl ich jetzt nur, damit ich auch mal sagen kann, hier, ich hab's euch gesagt, ein Kardinalsfehler ist die Personaille Boris Tomiak. Boris Tomiak ist für mich ein Hauptproblem. Und zwar haben wir ihn viel zu früh wieder eingebunden nach seiner Ellbogenverletzung. Wir haben ihn völlig falsch eingeschätzt. Wir haben gedacht, das wäre genau dieser Teamspieler, dieser Fresser, dieser Beißer, dieser Vorangeher, den Timo gefordert hat. Das war Boris oder ist Boris Tomiak überhaupt nicht? Ich sage es so hart wie es ist, sie hat keinerlei Impact auf diese Mannschaft im Führungsbereich, im Stil. Bestes Beispiel ist diese scheißgelbe Karte gegen Nürnberg nach Gefühl drei Minuten. Eine absolute bodenlose Frechheit als Innenverteidiger. Und er einfach die körperliche Fitness nicht, auf Zweitliganiveau Fußball zu spielen nach seiner Verletzung. Entweder weil es zu früh war oder warum auch immer. Und das sind dann am Ende halt die Punkte. Da hat sich dann halt der Trainer verkalkuliert, da haben wir uns verkalkuliert und das brach uns am Ende das Genick. Das sind viele, Punkte. Aber ich glaube, es ist eher in der Metaebene. als ein Sonnenspiel sich rauszusuchen.

Tobi: Ja, finde ich gut, aber dass du jetzt eigentlich das Fazit zumaßst, können jetzt die Sendung beenden, weil du hast jetzt alle erst mal abgewatscht und alle abrasiert. Klasse, ich will trotzdem noch immer beim Sportlichen bleiben, wir sind noch gar nicht weiter. so, Ferdi, dann versuche ich es mit dir nochmal. Also okay, Fjord, hör euch jetzt auf mit, ist okay. Ich finde, das war ein Knackpunktspiel, aber auch danach, oder nicht aber, weil danach sind wir aus meiner Sicht spielerisch... nicht mehr auf das Niveau gekommen, auf dem wir zu Beginn der Rückrunde Team auch gesagt, der Derby war ein positiver Ausreißer. Nur vom Ergebnis muss ich sagen, weil das Spiel war ein absolutes Zitterspiel. Es war wenig souverän. da, also ab dem Viert-Spiel, in jedem Spiel eine neue Überraschung, die uns der Trainer aus dem Hut gezaubert hat. Spätestens da ist es verlassen worden, dass wir eine Achse bauen. Und wir haben wirklich mal, wie gesagt, Kokolo rein, Kokolo raus, plötzlich Leopold als Innenverteidiger. Viel auch aus der Not geschuldet, ist in Ordnung. Aber für mich war das... Verzweiflung kann ich nicht sagen, weil es lief da ja noch ganz gut, aber vielleicht waren es die einen oder anderen Kniffe zu vielferdig, was würdest du sagen? Weil ich fand, das fing da besonders an und das zog sich dann wirklich durch. Manches ging gut, wie Taibi, was André schon gesagt hat, manches eher nicht.

Ferdi: Ich sehe es ehrlicherweise anders. Zum einen sehe ich die spielerische Delle am Ende der Saison anders, weil ich fand uns über die letzten 7-8 Spieltage spielerisch nicht schlechter als im Saisonschnitt. Du hast genau recht, so rund ⁓ das Derby rum, ich glaube, das war der Tiefpunkt. Das war mit das schlechteste Spiel, das wir diese Saison gesehen haben. Was kam danach? Wir haben Elversberg ein gutes Spiel gemacht, das wir gewinnen müssen, wenn sich ein Bas-Thimo Gerach nicht irgendwie entscheidet, an diesem Tag schwarz-weiß zu tragen. Wir machen gegen Darmstadt ein sehr gutes Spiel. Und auch in den letzten drei Spielen, wir schießen sieben Tore. Das muss für mehr reichen als drei Unentschieden. Und Christian Thies trifft nun mal sehr, sehr viele Personalentscheidungen. Er trifft auch sehr viele mutige Entscheidungen. Und ich bin längst nicht mit allen davon einverstanden. Aber wir können uns jetzt auf die fünf, sechs versteifen, die fragwürdig sind. Ich finde, es sind genauso viele dabei, die gut sind. Keiner hätte sich getraut. Bastian Allgaier. als rechten Innenverteidiger hinzustellen am Anfang der Rückrunde. Und es ist über weite Teile gut gegangen. Ich hab das kritisiert. hab in Bastiaan Allgaier keinen Innenverteidiger auf zweitgegnerer Niveau gesehen. Gegen Nürnberg war das unser bester Innenverteidiger. Christian Thietz traut sich ...

Andre: Aber nicht auf Zweitliganiveau. Wir haben drei Tore zu Hause gegen Nürnberg gefressen. Und Sumer alleine hätte einen Hetrick machen können. Da kannst du mir nicht sagen, dass Aalgeier ... Ich versteh dir was zu sagen, nicht böse Aber das ist mein Problem. Sowohl Okon habt ihr hart kritisiert, Aalgeier auch. Das sind Spieler, die als Ergänzungsspieler gut sind, aber nicht für Startelf.

Ferdi: Natürlich.

Tobi: Ja, aber guck dir doch die Gegentore an! kannst doch jetzt nicht das wirklich behaupten, wenn du dir die Gegentore einmal anguckst und vor dem geistigen Auge. Ferdi hat doch recht damit. Algeyer hat ein wirklich gutes Spiel und auch auf Zweite. Aber Ferdi, red weiter. Entschuldigung, will im Muskel ran. Das kannst du selber. ja. Ocon übrigens nicht. Ocon hat ein katastrophales Spiel gemacht, aber ist egal.

Ferdi: Das ist cool. Ich komme gleich auch noch zur Innenverteidigung, weil die, finde ich, schon relativ sinnbildlich ist für unsere Saison, aber noch auf diesem allgemeinen Level bleibend. Christian Tietz hat sich zum Beispiel auch getraut, entscheidenden Saisonspiel Benjamin Kählmann rauszunehmen und Van Nisthaidi als falsche Neun dahin zu stellen. Und das hat hervorragend funktioniert. Wir haben offensiv eines der besten Saisonspiele gemacht. das sah unserer offensiven Abläufe, sah flüssig wie noch was aus. Wir hätten gegen Nürnberg sieben Tore schießen können und es wäre nicht aus dieser Welt gewesen.

Andre: Auch da Ferdi, das war der Fehler. Das war der Fehler, weil er durch die Wechselfenster am Ende keine Offensivkraft mehr bringen konnte und beim Stand von 3-3 nicht mehr in der Lage war, einen Spieler einzuwechseln. Start des Spiels gebe ich dir völlig recht, Ferdi, aber im Laufe des Spiels hat er sich an der Stelle, es tut mir leid, böse vercoacht, weil er hätte wissen müssen oder wissen können, dass wir noch eine Kirsche fressen, auch wenn es ein blödes Tor gewesen wäre. Und er hätte nicht mehr reagieren können, er hätte keine Offensivkraft mehr einwechseln können.

Tobi: Dafür kann er nichts. Also, André, Verletzungen kann der Trainer nichts für's. Hör mal mit diesem Unsinn bitte auch kurz auf.

Andre: Das Verletzungsfenster, Halbzeitpause, Tomiak, hat er nicht genutzt. Es tut mir leid, da bleibe ich bei, das war ein katastrophaler Fehler, dass sich dann ein Odin verletzt. Ist klar, ein Bundu auch, ein Yokota-Ball ist auch schon völlig kaputt. Aber dennoch hast du drei Wechselfenster und fünf Leute. Und du hättest dir, wir reden hier über die 70., 75. Minute, du hättest dir ein Wechselfenster aufhalten müssen, ⁓ am Ende des Spiels noch in der Lage zu sein, noch einen Punch zu setzen. Das wurde absichtlich nicht genutzt.

Tobi: hat der Trainer ja auch auf der PK gesagt, wie du mitgehört hast, dass das... Aber er kann auch Verletzungen... Soll er die verletzten Spieler drauf lassen? Das ist doch schon Quatsch. Wir hätten in diesem Spiel sieben... Weil... Er konnte das nicht anders. Wir hätten sieben Wechselfenster in diesem Spiel gebraucht. Die gibt es aber nun mal nicht. So. Aber Ferdi, noch mal zurückkommend. Du hast das mit Taiby gerade sehr gelobt. Du hast auch recht. Die offensiven Abläufe und die offensiven Spielzüge, die dann geklappt haben, sahen sehr gut aus. Ich behaupte allerdings...

Andre: Die Hukote

Tobi: Taiby hat genau eine Sache gefehlt, ⁓ es noch besser werden zu lassen. Klar, haben drei Tore geschossen, alles wunderbar. Aber ⁓ es noch besser werden zu lassen, fand in der einen oder anderen Situation, hat man es gesehen, den Spieler, den er in der Box hätte, noch mal den Ball geben können. Der hat ihm gefehlt.

Ferdi: Also ja, das ist dann etwas, was man in Kauf nimmt. Für mich war das aber ein Trade-off, der im Gesamten funktioniert hat. Und ja, ich hätte auch gern Benjamin Kelmann für die letzten zehn Minuten gehabt, wenn wir unbedingt ein Tor brauchen. Wie gesagt, ich möchte nicht alle Personalentscheidungen verteidigen. Im Großen und Ganzen habe ich das Gefühl, dass Christian Thietz deutlich mehr gute Personalentscheidungen getroffen hat als schlechte. Er hat Bundu im richtigen Moment rausgenommen. Er Bundu im richtigen Moment auch wieder die Chance gegeben, dass er der Leistungsträger verdient. letzten Wochen wurde. hat Colia Udentol entwickelt. hat Thorderson auf diese offensivere 8 slash 10 gestellt. Er hat dafür Asseco geopfert, der es auf der Schiene auch gut gemacht hat. Wir können uns auf all diese negativen Entscheidungen fokussieren. das ist vielleicht auch oder so sollte die interne Analyse auch ausfallen, wenn es darum geht, was müssen wir nächstes Jahr besser machen. Aber bei diesen ganzen Christian Tietz trifft schlechte Personalentscheidungen, Einwechselentscheidungen kommt mir zu kurz, dass er auch viele gute trifft. Und noch eins möchte ich, ich möchte nämlich noch auf die Innenverteidigung eingehen, weil das für mich schon auch einer der zentralen Punkte ist, der uns am Ende gefehlt hat. Wir spielen nun mal ein sehr riskantes Spiel. Christian Thietz hat das in der Rückrunde ein bisschen zurückgefahren. Es ist immer noch riskant, weil wir pressen mannorientiert. Das heißt, du landest am Ende einfach unweigerlich in der Defensive bei ganz vielen 1 gegen 1 Duellen. Und wenn deine Verteidiger diese 1 gegen 1 Duelle verlieren, siehst du halt scheiße aus. Das hat Tomiak vor dem 2 zu 2, das hat Okon vor dem 3 zu 3. kannst, dass es am Ende einfach individuelle Verteidigung, die nicht auf dem Level ist, die wir gebraucht hätten. ich fand genau dieser Tormerk-Okonwechsel hat ganz gut aufgezeigt, dass Christian Hielse das Gefühl nur falsch machen konnte. Weil Luca hat vor dem Spiel zum Beispiel argumentiert, ja, wir brauchen schneller Innenverteidiger, deswegen wird er Okon spielen lassen. Genau richtig. Okon begeht halt dann dafür den Stellungsfehler. Also ich hatte das Gefühl, wir haben vor allem in der Innenverteidigung und auch im Tor nicht die individuelle Qualität gehabt, die du für diesen riskanten Fußball einfach brauchst. Und die Spieler waren keineswegs schlecht. Aber vielleicht am Ende hat so dieses letzte bisschen an individueller Qualität gefehlt. Das ist für mich persönlich so, dass die Positionen, wo ich mir im Sommer am meisten Verstärkung wünsche, weil ich glaube, die entscheiden am meisten darüber, das System Christian Thies funktioniert oder ob es ein Ticken zu riskant ist.

Timo Mikro: Ich glaube, das bisschen tragisch. Alles, was du sagst, Ferdi, oder vieles, du sagst, möchte ich dich sehr unterstützen, weil Christian Tietz hat wirklich sehr, sehr viel richtig entschieden. Nur für Spieler, ich muss immer wieder in dieselbe Kerbe schlagen, die am Ende auch Situationen erkennen und auf dem Spielfeld Entscheidungen treffen, die nicht vorhanden sind, kann Tietz im Endeffekt nur bedingt was. Er hat zwar ein bisschen mitgewirkt an der Kadergestaltung. Aber wenn ich gegen Nürnberg 3-2 führe, und er kann was dafür, dass er sein Team dann vielleicht taktisch anders einstellt, aber dann muss ich anders agieren. Wenn ich merke, ich kann nicht mehr, dann muss ich anders verteidigen. Hannover hat bis zu diesem Gegentor und danach ja auch noch, und gegen Münster war es das Gleiche, unfassbar luftig verteidigt. Wir waren weit weg von den Gegenspielern. Gegen Münster können wir uns bei Neubedanken, dass wir nicht verloren haben. Und das ist etwas, was ich Tritz in dem Sinne ankreide, weil er es dann nicht geschafft hat, diese Situation zu erkennen, aber auch nicht die Spieler auf dem Spielfeld hatte, die dann vorangehen und sagen, Jungs, jetzt geht's ums Verteidigen. Wir müssen einfach nur dieses Ergebnis halten, und dann sind wir aufgestiegen, beziehungsweise nicht aufgestiegen, sondern sind dritter. Und da fehlt es einerseits an Tritz... Anpassungsfähigkeit während des Spiels, finde ich. Und aber auch wieder an den fehlenden Leitfiguren, die dann so im Team das einhauchen, Jungs... Einhauchen... Tschüss. Jetzt habe ich versprochen. Jungs, jetzt gilt es, hinten zu verteidigen. Und erst mal dieses Ergebnis zu sichern. Wenn ich merke, ich kann schon nicht mehr. Aber da hat es dann gefehlt. Und da war es oft so, in den Spielen davor auch schon... Und das ist für mich der eigentliche Punkt. Wir waren ja so oft in den Situationen, wo wir gesagt haben, wir sind ja schon in Führung, aber wir kriegen es nicht über die Bahn. Und aus meiner Sicht sind das die beiden Gründe.

Andre: Ich möchte da noch was ergänzen, weil ich finde das...

Tobi: Ja, man nachvollziehen. ich finde, das spricht ja auch für sich. 23 Punkte haben wir im Ende noch vergeben. Dass man nicht jede Führung nach Hause bringt, ist okay. 23 Punkte ist schon extrem. Aber das muss man ehrlicher... Ja, also drei hätten gereicht. das... Ja, also alles richtig. Das ist ja völlig richtig. Und hinten raus finde ich, was du gesagt hast, sehr interessant und möchte ich total unterstützen.

Timo Mikro: Das hätten drei sein können. Wenn es 20 gewesen wären.

Tobi: Es fehlt in diesem Kader nicht unbedingt an spielerischer Qualität. Vielleicht hatten wir defensiv Pferde, ja nicht die große Qualität. Vielleicht hat Neul nicht den Schritt gemacht, den wir gesehen haben, auch wenn er sich verbessert hat, er dann nicht derjenige, der der Abwehr offensichtlich eine Stabilität gegeben hat. Das muss man sagen, auch hinten raus fußballerisch sich plötzlich Miesebälle erlaubt hat tatsächlich. Aber vor allem dieses Führung und Typen. Und das ist etwas, Leo Weinkauf tatsächlich auch nach dem Spiel gesagt hat. Leo Weinkauf hat ganz klar gesagt, sind eine Mannschaft, diese Situation hat dann auch keiner erlebt. Also wir erleben das hier irgendwie alle zum ersten Mal und vielleicht hat es uns dann einfach an den Leuten gefehlt, an denen man sich hätte orientieren können.

Andre: Das ist richtig, das ist richtig, aber Tobi, sorry, also ja, Leo Weinkopf, okay, verstehe ich alles, netter Typ, dass er das sagt, ist auch in Ordnung. Aber ...

Tobi: Nein, das machst du mir jetzt nicht. Ich werde den Satz jetzt zu Ende sagen. Du kannst ja nicht bei jedem immer rein. Das funktioniert so nicht. Und bei mir schon gar nicht. Ich bin nicht fertig. Ich habe Luft geholt. Das spinnst du wohl ein Also nochmal. Und das und das? Nein, ich mache es langsam und lange. Genau das könnte das Problem sein, Team Midorz. auch gesagt, dass wir eben genau nicht diese Führungsspiele hatten. Wir hatten nicht einen Martin Hanig, der schon irgendwie in seiner Karriere ganz, ganz viel gesehen hat.

Andre: Du warst doch gerade fertig. Und gib mal Gas Junge, komm!

Tobi: Wir hatten nicht die Spieler, die bei 96 schon gewachsen waren und gestanden waren, zumindest nicht in der Breite. Wir hatten extrem viele Nationalitäten, was erstmal per se nicht schlecht ist. Da war ein Vanista Eby, der spricht kein Englisch, spricht nur Französisch. Wir hatten keinen im Kader, Französisch spricht. Wir hatten einen Co-Trainer, der so halb Französisch sprach. Das hat ihm, glaube ich, das erste halbe Jahr komplett verhagelt. Weil er was dann konnte mit ein bisschen Anpassung und mit ein bisschen Integration, hat man gesehen, der wird nächste Saison durch den Deckel gehen, bin ich fest von überzeugt. So diese Typen, denen man sich orientiert, die dann genau das sagen, Timo, jetzt müssen wir verteidigen. Die auch in der Kabine sagen, jetzt Feuer raus, Jungs, wir schaffen das. Die hatten wir nicht. Und das ist wahrscheinlich viel, viel, viel, viel wichtiger als Wechselfehler, vielleicht vermeintliche Wechselfehler taktisch die Mannschaft zu überfordern. Denn wir haben die beste Saison seit dem Abstieg gespielt. Wir waren immer noch die zweitbeste Mannschaft der Rückrunde. Wir waren bis zum letzten Spieltag wirklich drin im Aufstiegsrennen. So viel falsch kann der Trainer nicht gemacht haben. Jetzt darf Andre rein. Oder auch nicht.

Andre: Ja, sehe ich anders. Ein Trainer hat extrem viel falsch gemacht. Das heißt aber nicht, dass es ein schlechter Trainer ist. Und das heißt auch überhaupt nicht, dass es ein schlechter Trainer von 96 ist. Titz ist wahrscheinlich der beste Trainer, wir hier seit Jahren hatten. Und das System Titz und auch der Trainer Titz, ich glaube, wird uns zum Aufstieg führen können, auch in der nächsten Saison. Ob er das darf, gut, das ist ja auf sich in der Schwebe. Jedoch. Jedoch. Und das muss man halt immer klar benennen. Natürlich ist es Aufgabe eines Trainers, zum Beispiel und seines Stabes, das ist jetzt nicht nur ein Titz in Person, aber ich sage mal als Verantwortlicher, ein fittes Team zu haben. Unsere Mannschaft war die letzten drei, vier Spiele nicht fit. Nicht fit. Wir haben gegen Münster, wir haben gegen Nürnberg, ich meine es auch im letzten Spiel gegen Bochum gesehen zu haben, wir haben ab gewissen Minuten hinten raus Krämpfe gehabt, konnten keine Sprints mehr angehen, etc., pp. Wir waren nicht in der Lage, hinten raus nochmal eine Schaufel drauf zu packen. Da kann man schon sagen, Dafür ist ein Trainerteam verantwortlich. Punkt ⁓ Die nächste Geschichte ist die Heimschwäche, diese unerklärliche Heimschwäche. Wir haben zu Hause so dermaßen viele Punkte verschenkt, liegen gelassen, nennst wie du willst. Das ist eine Frage der Mentalität der Einstellung. Und ich hatte das Gefühl, dass diese Spieler, viele Spieler von uns, tatsächlich, ich sag mal, bisschen überspitzt die Hosen voll hatten. Und das ist etwas, da muss aus meiner Sicht schon irgendwo ein Trainer, ein Trainerstab darauf einwirken. Dafür ist in der täglichen Arbeit mit den Spielern. Das hat auch nicht optimal funktioniert. Allein vom Ergebnis her. So. Und ich finde schon, das muss man angreifen. Und Wechselfehler und so weiter. Ja, mein Gott. Aus meiner Sicht hat er zwei existenzielle Fehler gemacht. Gegen Preußen Münster, das er Neubauer nicht hat spielen lassen. Und wie gesagt, in der 58. Minute gegen Nürnberg das Wechselfenster O-Kontum ja zu verschenken. Aber es ist müßig, dafür hat auch, wie Ferdi sagt, viele Sachen sehr richtig gemacht. Sodass wir überhaupt in dieser Schlagdistance waren. Nur ... für die nächste Saison, ob wir das wollen oder nicht, ob wir der Meinung sind, es muss sich was ändern oder nicht, es wird sich doch alles ändern. Gefühlt zwölf Spieler werden Hannover 96 verlassen, diese müssen erst mal adäquat ersetzt werden, ⁓ wieder da oben mitzuspielen und meine große Sorge ist, und da müssen wir höllisch aufpassen, dass wir nicht das Fortuna Düsseldorf der Saison 2026-27 werden. Da habe ich gar keinen Bock zu, das sage ich euch ganz ehrlich. Jetzt will ich hoch.

Tobi: Ja, da können wir ja drüber sprechen, wenn wir über die Saison 2026, sprechen. Das tun wir aber gerade nicht. Also übrigens nicht fit. Die Mannschaft ist fast 126 Kilometer gelaufen im Spiel gegen die 1. FC Nürnberg. Damit kann man auch mal Krämpfe haben. Im Schnitt sind es so zwischen 115 und 118 Kilometer, die in der Mannschaft läuft. Das heißt, sie sind fast 10 Kilometer mehr gelaufen, als es normal in einem Spiel üblich ist. Find ich ein schwaches Argument. Die Spieler waren fit. Wann ist Taibi? Der Spieler mit den Meiten? Der...

Andre: in einem Heimspiel zehn Kilometer mehr zu laufen, da hab ich auch Fragezeichen.

Tobi: Der Spieler, der die meisten Kilometer in einem Spiel abgerufen hat, das vielleicht zweimal, Vanista Ibi zum Beispiel, offensichtlich auch von diesen Menschen trainiert. Der war nun wirklich fit. Also, nein. Hatte ich nicht. Hatte ich nicht. Nein.

Andre: Also hattest du nicht das Gefühl, stopp, mal konkret, du mich hier so, nein, doch, hattest du nicht das Gefühl, dass wir hinten raus nichts mehr nachzulegen haben? Warst du dir sicher, wir ziehen das noch? Warst du dir sicher, wir packen das noch körperlich, spielerisch etc.?

Tobi: Doch, hatte ich... Nein? Körperlich hätten wir es gepackt. Das war eine mentale Geschichte. Und da bleibe ich dabei, es gab nicht diese Struktur, an der man sich hätte aufrichten können. Es war die Angst in den Beinen zu sehen. Das hat aber in der Stelle aus meiner Sicht was mit der geistigen Frische in dem Moment zu tun. Nicht mit der körperlichen. Ich behaupte, diese Mannschaft war körperlich topfit. Absolut topfit. Das einzelne Spieler vielleicht, die immer mal wieder ein BW-Chin hatten, dann nicht diese 90 Minuten gehen können. Okay, das kommt vor. Aber ich bleibe bei diesem Beispiel. Wann ist Taiby, der in einem Spiel, was war das, 15 Kilometer oder was, zweiten fast gleich wieder? Das ist ein Mensch, und auch gegen Nürnberg, bei der überall auf dem Platz, der hat am eigenen 16er verteidigt und vorne die Tore vorbereitet und geschossen. Der war fit. Das ist kein grundsätzliches Problem des Trainerteams. Das würde ich nicht stehen lassen wollen. Überhaupt keine.

Timo Mikro: Also ich würde dir da zustimmen was Taibia angeht. Tobi aber Andre, dir muss ich auch zustimmen. Ihr habt ja angangs gesagt, ich habe mir nahezu jedes Spiel, ein Spiel im Stadion ansehen dürfen, müssen, können, wie auch immer. Und dieses Szenario, das wir ab der 70. nachlassen, das kam diverse Male und Ob das dann ein Zusammenspiel von Psyche und Physis ist, mag sein. Aber es war schon sehr auffällig. Und wir hätten ... die Spiele reinweise ziehen können, wenn wir nur ansatzweise den Stiefel weiter gespielt hätten wie davor. Haben aber dann aus für mich nicht erklärlichen Gründen oftmals das Spielen eingestellt. Und uns hinten reindrängen lassen und wurden nachlässig. Das kann ich, auch wenn ich davor anders gesprochen habe ... nicht nur auf die Psyche beziehen.

Tobi: Okay, in welcher Minute haben wir gegen Münster nochmal das 3 zu 2 geschossen, Ja, nein, warte, nein, komm, aber Timo, das heißt, da waren sie fit, da waren sie fit und konnten dieses Tor noch schießen.

Timo Mikro: Ja, aber da Aber ich finde, sind... Wollte ich gerade sagen.

Andre: Ja, Tobi, okay, aber was war das für ein Tor? Es war ein Distanzschuss, ein absolutes tolles Tor, ein volleyiges Distanzschuss. Geht rein, geht nicht rein, ich krieg das gleich übrigens bei Münster auch, nur die hatten sich auch spielerische Chancen rausgeholt. Ich habe in den letzten Spielen von Hannover 96 wenig herausgespielte Chancen gesehen, ein wenig planvolles Herausspielen gesehen.

Tobi: ...

Timo Mikro: Das stimmt nicht. Also gegen Nürnberg hatten wir wirklich Chancen für die nächste 7 Tore. Nee, das nicht. Hinten raus nicht.

Tobi: Das ist der Quatsch.

Andre: Doch, Abi, die letzten... Aber nicht hinten raus. Nein, nein, ich meine das letzte Zeitkorridor, das letzte Zeitfenster. bin ich genau bei dir. fehlte an Kraft, Überzeugung. Gegen Nürnberg haben sie angefangen, die Bälle rauszuschlagen in der, keine Ahnung, 80. Minute oder was. Da dachten wir, du, Tobi, hast auf der Tribüne gesagt, wir sind in der Nachspielzeit, reist euch mal zusammen.

Tobi: Fertig. Das ist korrekt. Kopf, ich bleibe beim Kopf, nicht der Körper. Fertig.

Ferdi: Ich bin zu 90 Prozent bei dir und würde das, was Timo und andere gesagt haben, aber gern zusammenführen, weil ich glaube, ist schon vor allem auch geistige Fitness und ich hab das schon auch gesehen und sinnbildlich dafür waren, finde ich, die Szenen nach den Toren in der zweiten Halbzeit gegen Nürnberg. Wir haben das 3 zu 2 gegen Nürnberg geschossen. Die holen den Ball aus dem Tor, die laufen zum Anstoßpunkt, die haben signalisiert, hey, wir machen jetzt noch einen mehr und noch einen zweiten mehr und dann sind wir durch. Und nach dem 3-3, wo wir dieses Tor viel, mehr gebraucht hätten, stehen sie alle betröppelt da und in den letzten 10-15 Minuten haben wir noch so zwei, drei Verlegenheitschancen. Aber eigentlich ist Nürnberg viel, näher daran, uns den K.o. zu versetzen als wir am entscheidenden Tor. Und ich sehe es schon auch so, dass auch gegen Münster die letzten 20, 30 Minuten auf einmal Münster die bessere Mannschaft war, selbst wenn wir da ein absolutes Traumtor schießen. ich kann mir vorstellen, dass körperliche Fitness schon eine gewisse Rolle spielt, weil wir spielen nun mal einen unheimlich anstrengenden Fußball. Und dass du dieses Pressing, diesen unfassbar laufintensiven Stil nicht 90 Minuten auf demselben Niveau durchziehen kannst, ist klar. Aber ich halte es schon auch vor allem für eine Kopfsache, weil du gesehen hast, und das hat Christian Thietz auch in der Pressekonferenz angesprochen, diese Mannschaft hat sich nach Führung zurückfallen lassen, obwohl dir das überhaupt nicht gesagt wurde. Aber das war wie so, als hätte man bei jedem Spieler individuell zu dieser kleinen Angstreflex gekickt, hey, jetzt haben wir was zu verlieren, jetzt können wir einen Gegentor kassieren. So haben wir uns Stück für Stück in ein Spiel zurückgezogen, das überhaupt nicht unseres ist. Also es ist für mich ein bisschen körperliche Fitness. Sehr viel fehlender Mut, so weiter zu spielen, beziehungsweise die Angst davor, wenn du in Führung bist, hey, was ist jetzt? Und am Ende auch einfach die ungewohnte Position, dass wir keine Mannschaft sind, in dieser Rolle, dass sich fallen lassen und verteidigen, dass es gut ist. Deswegen muss der Fokus für die nächste Saison darauf liegen, dass wir in Führung genauso weiter spielen wie vorher und das ist leichter gesagt als getan. Aber ich glaube schon auch, dass es genau dieser Schalter im Kopf ist, den jetzt Andre und Timo auf beide auf so bisschen unterschiedlicher Weise angesprochen haben, den wir umlegen müssen. Vor allem in der Schlussphase eines Spiels.

Tobi: Ja, okay, gehe ich mit. Also, geht Hand in Hand. Also Körper und Geist gehen da Hand in Hand. finde, es hielt für falsch, dass sie nicht austrainiert waren. Das ist ja der kleine Vorwurf, ich da raushöre. Ich glaube, das stimmt nicht. Aber eine Mischung aus beiden... wird es dann am Ende tatsächlich sein, die fehlende Erfahrung, fehlende Frische, fehlende, natürlich laufintensive Spiele, du hast recht Ferdi, ne, 96 muss viel laufen, hat aber auch Spiele, wo es recht wenig laufen sind, all das kommt irgendwie zusammen und am Ende war es dann eben diese kleine Nuance, die es möglich macht, dass Elvesberg und Paderborn besser sind als Hannover 96 in dieser Saison. Eine Tatsache, die mich massiv stört und eine Tatsache, die ich tatsächlich a. nach den ersten vier Spielen plus nach den ersten fünf Rückrundenspielen so nicht erwartet habe, selbst nach den Topspielen nicht, in denen wir ja mindestens mal Darmstadt aus dem Aufstiegsrennen rausgenommen haben, die aber sich dann gezeigt hat, wenn ein Gegner eben tief steht und kommt, den Ball erobert, schnell nach vorne spielt, da haben wir trotz schnellen Innenverteidigern immer wieder Lücken gehabt und dann individualtaktische Fehler bei der Positionierung übernehmen, übergeben, klappt nicht. So, wir verteidigen den Raum, nicht den Mann. Also defensiv hat Tietz vielleicht doch recht, der hatte nach der Spiel ganz deutlich gesagt wir haben hier 3,3 oder 3,9 x goals also wir hatten Schießen zum zweiten mal drei tore zu hause und es reicht nicht zum sieg Wir verteidigen schlecht wir haben eine schlechte abwehr so hat das nicht gesagt aber ich fasse es mal so zusammen wir sagen ja auch wir hätten noch ein verteidiger gebraucht also kleine taktische fehler die aber nicht entscheiden sind eher fehlende führung spieler vielleicht auch dann nicht diese achse vielleicht auch diese problematik dass wir nicht die Qualität in der Defensive hatten, wie wir sie gebraucht hätten und vielleicht auch uns vorgestellt hätten sie doch zu haben. So und dann kommen wir zu diesen Punkten, an wir sind, Timo.

Timo Mikro: Ich möchte mal eine These in Raum werfen. Wir haben ja aus der vorherigen Saison quasi noch einen Führungsspieler behalten, der auch wirklich eine gute Saison gespielt hat, unser Kapitän Leopold. Diese ganzen Führungen, die wir noch hergegeben haben, ich glaube, das wäre uns nicht passiert, hätten wir ein oder zwei mehr auch noch im Team gehabt. So Neumann und Halstenberg. Spieler, die auch diese Erfahrung in den Vorjahren gemacht haben. Da war Leopold der Einzige. Wir konnten von Glück reden, dass wir Tor das Sonnen noch bekommen. Aber da hat es einfach gefehlt. Und meine Hoffnung für die nächste Saison, auch wenn es darum nicht gehen soll, ist, dass die Spieler, die uns jetzt noch erhalten bleiben werden, hoffentlich einige von diesen Erfahrungen zählen werden und dann in hoffentlich ähnlichen Situationen und auch mit dem Dazutun von Tietz, der dann auch entsprechende taktische Anweisungen gibt. dass wir es dann schaffen, diese Spiele zu ziehen. Weil wenn wir spielerisch so weitermachen, dann werden wir auf jeden Fall wieder oben unter den Top 5 dabei sein. Und ich bin dementsprechend guter Dinge, sofern wir am Trainer festhalten. Aber das ist wiederum eine ganz andere Geschichte.

Tobi: Okay, jetzt schlägst du eine gute Brücke. Also haben wir gesagt, sind Kleinigkeiten, die am Ende dazu geführt haben, dass wir nicht den ganz großen Wurf geleistet oder getroffen haben, obwohl für 6,90 die Saison ein großer Wurf gewesen ist. Das muss man ganz klar sagen. Und den großen Kader mit diesen vielen neuen Spielern mit verschiedenen Sprachen musst du erst mal so managen, dass du am Ende haarscharf am Aufstieg vorbeischlütterst. Aber offensichtlich sehen das gewisse Personen bei Hannover 96 anders. Schon direkt nach dem Spiel ließ sich der Aufsichtsratsvorsitzende von Hannover 96 zitieren damit, der übrigens vor zwei Wochen, als auch schon so leichte Kritik aufkam, sagte, nein, es gibt keine Überlegung, das Trainerteam zu wechseln, haben da keine Ideen, sagt dann... Herr Tietz ist ein schlauer Mensch, ein souveräner und so. Aber auch er muss wissen, dass wir alle an Leistungen gemessen werden. die Nachfrage, das heißt, wird denn Christian Tietz, kann er eine Jobgarantie geben, bleibt der Trainer? Möchte er jetzt nicht, möchte er erst mal drüber nachdenken, er wird da mit Christian Tietz sprechen, kann er sein, dass man zu anderen Entscheidungen kommt. Also in der Moment der größten Enttäuschung ist es vielleicht manchmal besser, den Mund zu halten oder Ferdi? Oder ist das sogar eine richtige Überlegung?

Ferdi: Es sollte keine sein.

Tobi: Oder anders, warte ganz kurz, warte. Oder wenn es eine richtige Überlegung ist, muss man die öffentlich so machen.

Ferdi: Man überhaupt nichts von dem machen, was Martin Kint seit einem halben Jahr schon wieder kundtut. Und das, was er an Geltungsbedürfnis viel zu viel hat, fehlt ihm an grundlegendem Fußball-Sachverstand. Und das Schlimme ist, die anderen Eumel, die da im Aufsichtsrat sitzen, haben, fürchte ich, genauso wenig. Oder zumindest ein Teil davon. Und ich fände es einfach wahnsinnig witzig, das jetzt alles über Bord zu werfen. Nur aufgrund dieser verständlichen Enttäuschung, die er vermutlich auch aus Martin Kint spricht. Und das dann auch noch öffentlich zu machen, finde ich schon einfach, du gefährdest dir das, was dich zu der besten Saison seit vielen Jahren geführt hat. Und eine vernünftige interne Aufarbeitung, auch eine kritische interne Aufarbeitung ist total richtig. Und dazu gehört auch dazu zu sagen, hey, was hat am Ende gefehlt? Was hat vielleicht von Seiten des Trainerteams am Ende gefehlt? Aber die Art und Weise und die Gründe und Das Öffentlichmachen, das Ganze ist schon wieder auf eine Art und Weise typisch für Hannover 96, die ich ganz furchtbar finde und die eigentlich dieses Jahr größtenteils nicht vorhanden war. wo ich jetzt aber schon die Angst habe, wenn Markus Mann weg ist und im Worst-Case-Szenario sollte Christian Thietz weg sein, ist halt alles an Fußballsachverstand weg, was dieser Verein gefühlt hat. Dann kommen halt wieder... Aber okay, ich möchte nicht vom Worst-Case-Szenario ausgehen, aber ich finde es einfach nur... Wahnsinnig dämlich und hoffe, auch Martin Kind ein paar schleure Leute hat, ihm dann doch die Vernunft einflüstern.

Tobi: Ja und auch die Berichterstatter ⁓ Hannover 96 tun das gleiche. Auch die schreiben massiv kritisch. Ich erinnere mich an einen Kommentar von Uwe von Holt, den ich unterste Schublade finde, der wirklich ein Frontalangriff auf den Trainer gewesen ist. Ich will überhaupt Uwe von Holt nichts sagen. Ich fand nur dieses, was er da geschrieben hat, unterirdisch. Die Bild schlägt ihm die gleiche Kerbe, versucht aber immer noch so eine kleine Kurve zu drehen. Das ist alles gar nicht so schlimm ist. Also ich finde die Stimmung... Ich habe gesagt, wir wären der schlecht gelaunteste Regationsteilnehmer gewesen und wir sind definitiv der schlecht gelaunteste Tabellenvierte, der schon wirklich nach dem Abstieg Jahre gegen den Abstieg gespielt hat aus der zweiten Liga und der es innerhalb von einem Jahr geschafft hat hier eine Euphoriewelle, acht ausverkaufte Heimspiel-Einstellungen eines Rekordes. Die meisten Auswärtssiege jemals in der Historie von Hannover 96. Also es war eine Rekordsaison. Und hier zündet die Presse einfach mal 96 an und Martin Kindt ihnen das Feuer. Andre, teilst du in meiner Ansicht oder willst du da auch wieder... willst nicht widersprechen, vielleicht eine andere Sicht?

Andre: Ja, Exakt, ist wieder meine Situation. Ich teile das, was du sagst. Ich finde auch, wie sich die Presselandschaft in Hannover aufstellt, schwierig, da sie längere Zeit Dinge in petto haben, sehr einseitig und die immer dann rausstreuen, wenn sie das möchten. Das ist ja schon eine Art von, wie soll ich sagen, Manipulation. Also, das ist nicht mal ein Anspruch an Presse und Zeitungen und Journalismus und so weiter. Aber gut, ich kann es nicht ändern und ich verstehe es auch. Die haben Druck, die müssen jeden Tag die Zeitung führen, die müssen was verkaufen. Ist alles in Ordnung. Aber ich sehe es bisschen anders. Ich stimme euch zu, dass Hannover 96 die beste Saison gespielt hat. stimme euch zu, dass Christian Titz der beste Trainer für uns ist. Ich stimme euch da in einem zu. Ich persönlich habe kein Problem, wenn Christian Titz im nächsten Jahr Trainer von Hannover 96 ist. Ganz im Gegenteil möchte ich das ausdrücklich sagen. Für mich ist dieses Glas halb voll. Wir haben eine tolle Saison gespielt. Es hat am Ende nicht geklappt. Ja, wir sind enttäuscht. Aber am unterm Strich fairerweise, hey, vor der Saison hätten wir 4. Platz eingetütet. es war toll. Und dieser letzte Spieltag mit Sonne und den Chancen und den Möglichkeiten in Hannover war auch toll. Okay, das vorweg. Aber Martin Kind hat völlig recht mit dem, was er sagt. Martin Kind hat völlig recht mit der Situationsbeschreibung. Martin Kind hat völlig recht mit dem Momentum. Denn er muss sich die Frage stellen, ob Titz der Richtige ist. Und zu dieser Entscheidung ist er noch nicht gekommen. Und deswegen muss er ihn öffentlich vorsichtig anziehen, sodass er das Fenster aufmacht.

Tobi: Bevor du weiter begründest, kurze Zwischenfrage. Warum muss er sich diese Frage stellen? Es gibt einen Geschäftsführer von Hannover 96, es gibt einen Sportdirektor bei Hannover 96. die sich diese Frage stellen, Henning Bintzos übrigens mit einer super Rede in der Kabine nach dem letzten Spieltag, man aus der Mannschaft. Warum stellt sich da jemand, der gar keine Funktion hat? Keine entscheidende Funktion.

Andre: Jaaa... Ja ja... Ja, richtig. Tobi, hast völlig recht. Prinzipiell hast du völlig recht an der Stelle. Die Frage ist ja noch, wenn er doch so völlig ... ... egal wäre und so völlig unwichtig, warum fragt er die Presse, warum druckt es die Presse? Also es scheint ja schon so zu sein, dass Martin Kind einen gewissen Impact hat. ... Aber ... ja auch ... Ist ja egal, er wird ja auch vorgeschoben und opfert sich da bereitwillig für seine Geschäftsführer, Kolleginnen und Kollegen. Aber der entscheidende Punkt ist für mich ein anderer. Er sagt es an einem Zeitpunkt völlig zurecht, denn, und das war meine Argumentation ...

Tobi: Ja das ist schlimm, oder?

Andre: Er muss jetzt das Fenster öffnen, ⁓ anderen zu signalisieren, möglicherweise könnt ihr nach Hannover kommen. Denn wir werden hier in Hannover aufsteigen wollen und wir werden hier zwölf Spiele ersetzen müssen. Und ob du die zwölf Spiele ersetzt mit Tiz oder mit einem ganz neuen Trainer ist an dieser Stelle möglich. Wir haben kein drei Jahresprojekt, was irgendwo auf Schiene ist. Und nochmal, ich bleibe dabei, ich möchte Tiz behalten. Ich glaube, wenn man Tiz die komplette Hand lässt, ist das ein schwieriger Charakter? Ja. Aber er ist ein erfolgreicher Trainer und darum geht es mir. will Erfolg haben. Wenn man ihn aber reinredet, wenn man versucht, ihn an der kurzen Leine zu halten, die Spieler hinstellt, er nicht haben möchte, ihm komische Berater dahinstellt, die komische Sachen machen, dann ist er jemand, absoluter Dogmat, der das durchzieht, dann ist das aber nicht zum Wohle. Jetzt muss man entscheiden. Gehe ich mit Tits, dann All-In auf Tits, dann lass ihn machen, lass ihn die Spieler holen, er haben will oder sagen wir jetzt, weil jetzt ist die Chance da, wir müssen einen Neuanfang machen, wir brauchen zwölf neue Spieler, dann auch gerne mit einem neuen Trainer. Aber der Trainer der nächsten Saison muss, wenn wir hier in Hannover Erfolg haben wollen, jemand sein, der sich mit Hannover als Stadt, als Standort, als Verein identifiziert. Und es muss jemand sein, mit dem sich die Fans identifizieren können. Denn das haben wir ja wohl gesehen. Wenn wir das Stadion voll machen und die Fans gehen aus dem Sattel, kann das die Mannschaft pushen. Wenn nicht, kann es die Mannschaft lähmen. Und da müssen wir wirklich hin. Und deswegen soll die Presse bitte nicht den Tits anziehen und kaputt schreiben, sodass wir dann noch sogar als schlecht gelauntester Saisonstarter in die nächste Saison gehen.

Tobi: Ich habe eine kleine Rückfrage an dich. Das habe ich nicht ganz verstanden. Warum musst du über die Presse das Signal setzen, dass hier potenziell jemand gesucht wird, der aufsteigen kann? Riskierst du damit nicht auch, dass dann Christian Tietz, so wie du ihn beschreibst, ist er bestimmt auch nicht ganz ohne Stolz? Ich glaube, das ist keiner in dem Business. Riskierst du damit nicht auch, dass Christian Tietz da wissen was, Freunde? Man muss Kind gar nicht überlegen. Das mache ich mal schön selbst. Und wäre das nicht ein Fiasco?

Andre: Kann ich kurz knapp darauf antworten? glaube, das ist eingepreist und das ist möglicherweise auch Ziel des Ganzen. Ich glaube tatsächlich, dass man im Winter sich für Tits ausgesprochen hat. Schmatke ist dadurch rausgegangen. Und ich glaube, man erkennt jetzt, dass das ein Fehler war. Wäre man mit Schmatke gegangen, hätte man sich mehr erwartet. Ob das dann so gekommen wäre, eine ganz andere Geschichte. Aber ich glaube schon ...

Tobi: Ja. Wahnsinn! Da muss ich aber rein, weil das stimmt nicht. Schmatke ist nicht wegen Christian Thies gegangen, Schmatke ist gegangen, weil ihm die Gesellschafter mit seinen Vorstellungen und ich meine nicht die Vorstellungen auf der Trainerposition folgen wollten. Das ist nicht eine Stomka Schmatke wieder Revival, sondern das hat mit dem Trainer nur am Rande und nicht ursächlich zu tun. dafür. Ich glaube, das ist der...

Andre: Ja ursächlich nicht, aber es ist ein Teil. Und ich bin schon der festen Überzeugung, man muss sich jetzt comitten, was man haben will. Welchen Trainer will ich haben? Wenn die mit Christian Tietz wirklich machen wollen, es eine dumme Aktion.

Ferdi: Das, was Andre vorher gesagt hat, dass wir einen Trainer und eine Mannschaft brauchen, mit dem man sich identifizieren kann, die für Hannover stehen, ich finde, das ist eigentlich genau die falsche Denkweise. Beziehungsweise es hängt vom Schluss ab, den man zieht. Weil ich finde, die vergangene Saison hat eines gezeigt, ⁓ eine Mannschaft zu haben, mit der sich Fans, Stadt, Vereine identifizieren, da braucht es keine Leute, die schon, weiß nicht, schon mal bei Hannover waren, die aus der Stadt oder aus der Region kommen. Wir haben einen Trainer... der nichts mit Hannover zu tun hat. haben Spieler aus aller Herren Länder Vereine geholt. weil diese zusammen als Einheit aufgetreten sind und man gemerkt hat, auch wenn es am Ende nicht gereicht hat, die wollten für diesen Verein aufsteigen, deswegen hat sich diese Stadt, haben sich alle Fans mit dieser Mannschaft identifiziert. Nicht weil da Mirko Slomka oder Jan Schlaudraff oder Sergio Pinto oder wer auch immer...

Andre: Ach so, das meint ihr nicht. Ich möchte keine alten 696 Legenden und Recken hier haben. Nein, es geht ⁓ die Einstellung, dass sich jemand zu Hannover bekennt und der kann auch erst kurz da sein. Das wollen die Fans sehen, wir sind da völlig d'accord.

Ferdi: Okay. Ich glaube eben auch diese Identifikation, die erfolgt vor allem durch Leistung und durch Einstellung. Und ich finde, hat diese Mannschaft dieses Jahr beides gezeigt. Und deswegen möchte ich in dieser Konstellation weitermachen. Und es ist schon so, wie Andries sagt, dass es auch ein gewisses Risiko ist, mit Christian Thies als Trainer zu gehen, weil er nun mal eine sehr starke Macht über einen Verein hat, weil er die Spieler holen will, die in sein System passen. Das ist nicht ohne Risiko. Das hat auch Markteburgs Saison gezeigt. Aber ich sehe Stand jetzt mit dem, wie wir sportlich aufgestellt sind, wie wir im Scouting aufgestellt sind, ist die beste Chance von Hannover 96 wieder in die erste Liga zu kommen, ist ein sportlich kompatenter Trainer, der eine Mannschaft mitzieht, die Leidenschaft, spielerische Stärke und individuelle Qualität auf den Platz bringt und vereint, ⁓ am Ende den Sprung zu schaffen. Und da sehe ich ehrlicherweise keinen Trainer besser geeignet als Christian Thietz und glaube nicht, dass uns ein Neuanfang mit neuem Trainer irgendwie nach vorne bringt.

Andre: Exakt, bin ich bei dir, hab ich gesagt, ich bin auch der Mann, das Christian Titz, beste Trainer, den wir uns backen können. Nur, da musst du dich eben auch nach ihm ausrichten. Dann darfst du ihm keine Blanks, Githas und keine Ahnung, die er nicht mag, mehr geben. Dann musst du darauf eben leider reagieren. Das ist dann eben so und musst ihm die lange Leine lassen. Aber dann ist die Aktion von Martin Kind natürlich rammdösig. Dann bin ich ganz bei euch. Naja, es ist richtig, wenn du noch mal was wechseln willst, musst du es jetzt vorbereiten.

Tobi: Aber du hast gesagt, sie ist richtig. Ich verstehe dich nicht. Du hast gesagt, sie ist richtig.

Andre: Und dann musst du es auch in der Presse verbal vorbereiten. kannst ja nicht in drei Wochen sagen, so Tits raus und quasi Neogramm oder irgendein Quatsch. Nee, das geht nicht. Das musst du jetzt schon vorbereiten. Und deswegen macht mir das tatsächlich ein bisschen Sorge. Aber ich will es nicht. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass die Tage von Tits Barnova 96 gezählt sind. Ich will es aber nicht, aber ich kann es mir sehr gut vorstellen. Denn so blöde ist Martin Kind nicht.

Tobi: Ist das so? Also ist es dann seine Absicht? Das kann ja nicht anders sein. Deiner Logik zu folgern oder zu folgen, würde bedeuten, er will ihn wechseln. Sonst hätte er es nicht gemacht. Er ist ja nicht blöd.

Andre: Das ist meine felsenfeste Überzeugung. Es gab keine Notwendigkeit von ihm, diesen Zug zu springen. Er hätte sagen können, das müssen wir jetzt hier alle verdauen in Hannover. Wir machen erst mal zwei Wochen Ruhe, fahren alle irgendwo an Balladton oder so. Und dann gucken wir mal, was Sache ist. Dann hätte ihn auch keiner gefragt wegen irgendwelcher Trainergarantie und bla, bla, bla. Aber nur, weil er dieses Fenster öffnet, weil er ja auch signalisiert, Leute, sprecht mich darauf an, ihr kriegt eine gute Antwort, gute Schlagzeile. Nur deswegen wird er ja gefragt und dann haut er halt raus. Und das macht er nicht, wenn er nicht das irgendwo im Köpfchen hätte.

Tobi: Ja, verstehe ich. Okay, völlig okay. Timo, wie beurteilst du denn die ganze Sache? Also, die Presse schießt auf den Trainer, der Aufsichtsrat zur Dutzend zählt ihn öffentlich an. Ist das eine gute Idee? Ist das eine schlechte Idee? Wie beurteilst du es?

Timo Mikro: Also, meiner Ansicht nach ist das, was wir hier aktuell sehen, typisch Hannover 96, da sind wir uns denke ich alle einig. All das, was jetzt passiert mit Martin Kind, das ist, wie Luca es ja geschrieben hat, ich glaube es geht schon wieder los, es ist einfach das, was leider zu erwarten war und wo jetzt einfach nur die Frage ist, die Andrea so ein bisschen in Raum geworfen hat oder die wir uns alle stellen, Ist Christian Theitz resilient genug, damit umzugehen? Hält er das aus? Findet er seine Mannschaft so geil, ⁓ den zweiten Anlauf zu gehen oder sagt er, komm, ich gönn mir das hier nicht und ich such mir einen Verein, mit dem ich ganz entspannt arbeiten kann und wo ich dann wahrscheinlich nächste Saison aufsteige und wir gucken in die Röhre? Da sind wir leider alle relativ machtlos aktuell, würde ich sagen. Ich verurteile das ehrlich gesagt sehr, wie es wahrscheinlich sehr viele von uns tun, weil all die gute Arbeit, ich geleistet wollte, droht mit dem Arsch wieder eingerissen zu werden. Ich würde diesem Trainer das absolute Vertrauen schenken und hoffen, dass er die Leute hält, die wirklich wichtig sind. Thor Dassohn hat vertragt, das ist wichtig. Leopold wird wahrscheinlich leider gehen. Und vielleicht finden wir noch ein, zwei weitere Spieler. Koliya Udenne, habe ich die Hoffnung, dass er noch mal eine wichtige Rolle spielt mit diesen Erfahrungen, die die ganze Mannschaft gesammelt hat. Lars Kindorf hoffentlich. Und dann, wenn wir diese drei, vier Führungsspieler mehr haben... die dann vielleicht auch immer wieder zum Einsatz kommen werden, dann bin ich guter Dinge, aber es steht völlig in den Sternen, weil unser großer Zampano das macht, was er immer macht. Und das kennen wir leider zu genügend.

Andre: Und genau da, Timo, habe ich nämlich Bauchschmerzen. Du hast nämlich gerade eine Personalie genannt, die für mich extrem spannend wird. Mit Lars Gindorf kommt ein Spieler zurück, der in der zweiten Mannschaft von Hannover 96 Torschützenkönig war und der die zweite Mannschaft ja auch zum Aufstieg getragen hat und auch einige gute Einsätze in der zweiten Bundesliga hatte. Der jetzt als Drittliga-Torschützenkönig, wie auch immer das heißt, wieder zurückkommt. äh, nicht Drittliga, Viertliga, irgendwas. Jaja, richtig.

Tobi: Mit neuem Torrekord? Ne, Drittliga? Drittliga? Das war schon Dritte Liga. Torrekord in der Dritten Liga. Die meisten Tore in einer Saison, jemals ein Spieler in der Dritten Liga geschossen.

Andre: Ach, dritte Idee, genau. Ich war regionaler. So. Wir halten fest, egal welche Liga, er kommt mit einer guten Visitenkarte zurück. Jetzt hast du mich richtig ... Genau. Jetzt hab ich folgendes Problem. Tietz hat vor der Saison gesagt, er möchte Lars Gindorf nicht haben. Und hat das sportlich begründet, warum dieser Spielertyp nicht seine aktuelle Form, nicht seine Jugendlichkeit oder was auch immer, sondern sein Spielertyp nicht gebraucht wird. Jetzt möchte ich sehen, wie er das erklärt im nächsten Jahr. Aber stell dir vor, der sagt, Gindorf passt weiterhin nicht in mein Konzept. Das kannst du doch als sportliche Leitung, ich meine jetzt nicht Trainer, sondern Hannover 96 sportliche Leitung, kannst du dir doch gar nicht erlauben, so ein Anker, so eine Identifikationsfigur, so ein Spieler, den so viele Hoffnungen ja auch zum Teil ruhen, einfach irgendwo wieder in die Wüste zu schicken oder nach Nürnberg zu verkaufen. Also ich bin da wirklich sehr, sehr gespannt und ich glaube tatsächlich, das sind alles solche Fragen. Auch ein Rochritt, ehemals Königstransfer und teuerster Einkauf in einer Saison, kommt ja auch wieder zurück. Auch da ist ja die Frage, kann man den nicht besser einbinden und und und und. Ich will sagen, Tiz ist ein Sturkopf, haben wir herausgearbeitet innerhalb der Saison. Ich bin gespannt, ob er bereit ist, intern, leise, das alles zu fressen, diese Kröten, oder ob er sagt, nö, mach ich nicht, und ob dann nicht Hannover 96 sagt, ja dann sorry, nein. Ich bin wirklich sehr gespannt.

Tobi: Oder ob das nicht alles ganz anders ausgeht und er seine Meinung über einzelne Spiele auch nochmal verändert, weil die sich weiterentwickelt haben in einer tollen Saison. Gut, also ihr merkt, da ist noch eine Menge drin für die kommenden Wochen, eine Menge drin vor dem Start der neuen Saison. Heute war unser Ziel eigentlich nochmal kurz, euch mitzunehmen auf unsere kleine Reise durch die Saison. Am Ende glaube ich kann das Fazit nur sein, auch wenn André es versucht zu verhindern, dass wir eine fantastische Saison gespielt haben mit

Andre: Ja, war super.

Tobi: der kleinen, ja, eine Fußspitze zu wenig. Wir waren die Fußspitze zu sehr im Abseits und deswegen haben wir das Tor nicht erzielt. Das Tor zur ersten Liga ist dann leider verschlossen geblieben und wir können uns aber, da möchte ich Mirko Klose zitieren, ey ihr seid so stark, ihr macht einfach nächstes Jahr einen neuen Anlauf oder Dieter Hecking zitieren, der sagte, lasst die Damen machen. Die haben das bisher ganz gut gemacht. Also von daher, macht den Kind, lasst die Damen machen. Die haben das bisher ganz gut gemacht. Und ich glaube, einem neuen Trainer in einem Kader, weil dann musst du die ganze Mannschaft auswechseln, der für das Tietsystem gekauft wurde, das möchte ich ehrlich gesagt nicht erleben. Und ich muss nochmal sagen, ein Trainer, der so eine starke Saison mit dieser neuen Mannschaft hingelegt hat, der hat es auch nicht verdient weggejagt zu werden. Auch das wäre für mich ein fatales Signal in die Branche. Das Schlusswort hat fertig.

Ferdi: Jetzt wollte ich noch meine philosophische Betrachtungsweise der Folge oder der Saison unterbekommen, weil es dann doch sehr viel ⁓ Sportliches ging. Ich habe darüber nachgedacht und ich finde, Hannover 96 hat uns dieses Jahr eine Einladung gemacht, uns neu in den Fußball zu verlieben. Zumindest so ein bisschen. Weil, wie geil ist es bitte, dass wir über 34 Spieltage wieder Dinge bei jedem Spiel, bei jedem einzelnen Tor, bei jeder einzelnen gegnerischen Ecke gefühlt haben. die wir in dieser Intensität ehrlicherweise länger nicht verspürt haben. Hannover 96 hat eine Einladung gemacht, dass wir an Spieltag 34 genauso mitfiebern wie an Spieltag 1, weil es bis zur letzten Minute um alles geht und weil diese Mannschaft bis zur letzten Minute alles gegeben hat. Und am Ende ist es für den sportlichen Ausgang der Saison natürlich egal, ob du vierte wirst oder ob du die ganze Saison auf Platz zwölf verbringst. Aber... Der Sinn als Fan besteht ja nicht nur darin oder wir sind nicht nur Fan von Hannover 96, weil wir unbedingt in die erste Liga wollen, sondern wir wollen mit diesem Verein, mit dieser Mannschaft mitleiden. Wir wollen uns begeistern lassen. Wir wollen uns mitfreuen. Und das haben wir über 34 Spieltage getan. Dafür bin ich ehrlicherweise dankbar, selbst wenn wir am Sonntag alle gebrochen waren. Aber ich habe dieses Gefühl so, nur weil das Ende nicht gut war, sollten wir nicht vergessen, wie viele schöne Momente uns diese Saison beschert hat, wie uns diese Mannschaft mitgenommen hat. Und ich hoffe, wir können uns in den nächsten Wochen wieder mehr daran erinnern und darauf fokussieren. Und diese Leidenschaft, diese Liebe, die Hannover 96 in dieser Saison entfacht hat unter den Fans in der Stadt, die jeder von uns gespürt hat, ⁓ nächste Saison dann auch das Happy End mitzunehmen.

Tobi: Schöner kann ein Schlusswort nicht sein, machen wir jetzt auch keine große Verabschiedung. Ich sage nur noch 96, Alli! Schöne Sommerpause!

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