
Vorwärts nach weit - Der dentastico Podcast über Hannover 96
Folge 465 - Montagsspiel nach Bochum
Montag, 21. September 2026 · 50 min
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Shownotes
Premiere für unser neues Format „Montagsspiel“ – und direkt gibt’s einiges zu besprechen: Hannover 96 schlägt den VfL Bochum mit 2:1 und feiert nach einem halben Jahr endlich wieder einen Heimsieg.
Olaf stellt die These auf: „Hoch und weit bringt Sicherheit.“ Ferdi erläutert, warum das eigentlich keine so gute Idee ist – aber die Alternative bei 96 gerade auch nicht mehr so funktioniert wie in der vergangenen Saison.
Dennis schaut auf die Pressereaktionen, bei denen das Spiel selbst fast zur Nebensache gerät und bereits die Wagnerfestspiele eingeläutet werden.
Drei Perspektiven, ein Heimsieg, Star-Wars-Zitate und jede Menge Gesprächsstoff. Befreit von Verlangen oder Versagen? Egal. Ein Sieg vor der Länderspielpause bringt auf jeden Fall Sicherheit.
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Olaf: Liebe Zuhörende, herzlich willkommen zur Premiere unseres neuen Formats Das Montagsspiel. Ja, wir hatten es in letzten Woche schon ein bisschen angeteasert. Wir wollen euch auch am Montag nach dem Spiel eine neue Folge präsentieren, wo wir so ein bisschen so ein bisschen über Analysen sprechen, bisschen taktische Aspekte unter die Lupe nehmen. vielleicht auch mal so bisschen auf die andere Statistik schauen, ob die uns irgendetwas über den Spielablauf verrät oder Dinge deutlich macht und auch so ein bisschen so ein Presseecho nochmal uns anschauen und vielleicht auch mal besprechen. Und ja, das mache ich natürlich auch nicht alleine und deswegen begrüße ich als erstes erstmal den lieben Dennis. Hallo Dennis.
Dennis: Hallo Olaf, hallo ihr da draußen. Ja, das ist aber schön, dass wir uns jetzt hier in dieser feinen Runde einmal ganz entspannt wieder hören und sehen. Freue mich drauf.
Olaf: Ja, ich mich auch. Und wer sich auch freut und auch sicherlich freut darauf, das Ganze so ein bisschen zu analysieren, und das ist der Ferdi. Hallo Ferdi, Servus.
Ferdi: Servus Olaf, servus Dennis, servus an alle da draußen. Ja ich freue mich sehr, dass wir hier zur Premiere sitzen und vor allem auch, dass wir die Premiere gleich mit einem Sieg beginnen können. Das ist doch das wunderschöne, das hatten wir gerade zuletzt nicht mehr so oft. Über die Art und Weise werden wir sicher noch reden, aber so kurz einmal einatmen und genießen gewonnen zu haben und vor allem mal wieder glücklich und so richtig unverdient gewonnen zu haben, ist doch ganz schön.
Olaf: In der Tat, es hat auch lange genug gedauert, ein halbes Jahr hat es gedauert, bis wir die 96 Fans endlich mal wieder auch einen Heimsieg im Niedersachsen-Stadion feiern konnten. Ja, ihr habt es ja alle gesehen, vermute ich mal, die Roten gewinnen mit 2 zu 1 gegen den VfL Bochum. Durchaus glücklich, würde ich sagen, aber auch mit Kampf und Einsatz, mit Überzeugung vielleicht auch zwischendurch. Im Prinzip das, was man unter Tietz zuletzt so ein bisschen vermisst hat, was zumindest nicht so zu sehen war. Wir haben uns überlegt, dass wir das Mondtags Spiel immer so ein bisschen mit einer These beginnen. Die These, die ich heute mal in den Raum werfe, über die wir später noch diskutieren werden, ihr könnt sie jetzt erstmal so bisschen sacken lassen, ist die These oder der Satz. Hoch und weit bringt Sicherheit.
Dennis: Ja, ich finde es gut. Gute alte
Olaf: Findest gut, Ja,
Dennis: These hat schon in den 80er und 90er Jahren gut funktioniert. Passt auch zum Montagsspiel.
Olaf: Ja, genau. haben ja, ja, ja, passt auch zum Montagsspiel. Wir rollen ja so bisschen alte, alte Fußball-Romantiken oder auch Nicht-Romantiken auf. im, im, ja, beim Montagsspiel, es ist ja nicht so beliebt, aber wir wollen es natürlich wieder ein bisschen, den, Begriff wieder etwas positiver den Leuten in die Köpfe bringen und Ja, das ist die These. Da sprechen wir später noch mal bisschen genauer drüber. Und ja, wie ist denn das Spiel nun eigentlich gelaufen? ich mache mal so eine Zusammenfassung des Ganzen. Die Aufstellung erst mal, da können wir ja noch mal später vielleicht noch mal so bisschen drauf schauen, wenn wir so ein bisschen mehr in die Analyse gehen, war in der Tat, sagen wir von den Spielern her, gar nicht so... überraschend anders, von der Positionierung her doch deutlich anders. Lars Bahlemann scheint nicht so ein großer Freund zu sein von fußverkehrten Spielern. Das hat er also irgendwie versucht zu vermeiden. ja, so ging das Spielen los und so richtig viel Schwung hatte 96 da nicht. Bochum hatte mehr Spielkontrolle. und hatte schon dann auch relativ schnell die ersten guten Möglichkeiten. Es gab da so einen abgefälschten Schuss von Allgäier in der 15. und auch Weinkopf konnte sich dann in der 16. das erste Mal auszeichnen gegen Patino, den Bochumer. 1996 hingegen kam eher weniger nach vorne. Hat auch gar nicht so richtig viel dafür getan. Es so aus, als wenn sie erst mal abwarten wollten. Es gab dann tatsächlich mal eine Chance, eine Doppelchance sogar von Udenne und Kählmann, die dann aber an Horn und einem Bochumer Spieler auf der Linie dann doch scheiterten. trotz alledem es nicht so aussah, gab es hier 1 zu 0-Führung nach einer Ecke, nach einer langen Ecke wohl bemerkt. In der 24. Minute irgendwie wurde der Ball Ich glaube, Rogo war es von Rogo so bisschen abgefälscht und irgendwie fiel er dann Torlason vor die Füße, der schaltete am schnellsten und schob die Kugel rein. Das hat die Bochum mal jetzt nicht so dolle geschockt, hatten auch noch weitere Möglichkeiten und sie haben dann tatsächlich durch einen Konter mehr oder weniger dann das zweite Tor von den 1996ern hinnehmen müssen. Zunächst war Thorderson da noch am Keeper, an Horn gescheitert und Hartl konnte dann aber nachdem der Ball von Udenne wieder zu ihm kam dann so von mehr oder weniger Strafraumgrenze dann zum 2 zu 0 einnetzen und auch nach der Halbzeitpause war Bochum eher das bessere Team. Allerdings mit nicht mehr ganz so viel Durchschlagskraft. Trotz alledem war das Momentum doch mehr auf Bochumer Seite. Erst in der Schlussviertelstunde ging es noch mal richtig zur Sache. Letztendlich... gab es dann noch den Anschlusstreffer der Bochumer. Das war auch nach einer Ecke. war 96 auch nicht zum ersten Mal, glaube ich, so bisschen unsortiert. Aber letztendlich haben sie es dann geschafft, das Ganze über die Zeit zu retten. Und somit konnte Lars Baalemann seine makellose Serie fortsetzen als Interimstrainer. Und das freut uns ja nun. so viel zum Ablauf. Wir haben es ja alle noch mehr oder weniger präsent. Da möchte ich jetzt mal euch beide fragen, vielleicht fange ich mal bei Dennis an. Nachdem wir das jetzt so ein bisschen sacken lassen konnten und mal eine Nacht drüber schlafen konnten, wie ist denn so deine Meinung zum Spiel? Bist du zufrieden? Sagst du dir, naja, egal, drei Punkte war am wichtigsten. Habe ich jetzt schon wieder vergessen oder wie sieht es bei dir so aus?
Dennis: Es ist ein ganz merkwürdiges Gefühl. Auf der einen Seite bin ich natürlich zufrieden, weil wir drei Punkte geholt haben. Endlich wieder gewonnen, vor allen Dingen zu Hause. Nach einem halben Jahr war das wirklich Zeit. Ich habe mich doppelt gefreut, weil ich war mit meinen Kids im Stadion nach längerer Zeit mal wieder. Dass die beiden jetzt auch einen Sieg von 96 sehen durften, das war natürlich auch richtig schön. Das Spiel an sich. war jetzt nicht wirklich schön von uns anzuschauen und im Gegensatz zu all den anderen Spielen, die wir schon sehen durften, die alle, wo wir, was weiß ich, Mannschaften an der Wand gespielt haben, Ende halt verloren haben. Tja, was machen wir nun da draus? Also ich bin so bisschen hin und her gerissen, aber ich sag mal für so ein Übergangsspiel, ja wir müssen zufrieden sein, ganz klar. Wir haben drei Punkte geholt, doch?
Olaf: Ja, geht mir bisschen ähnlich. Es wird sicherlich kein Spiel sein, an das ich mich noch lange erinnern werde.
Dennis: Ne.
Olaf: Ich fand 96 erstaunlich passiv. im Sinne von erstarrt oder so, sondern einfach, haben halt nicht diesen Hurra-Fußball gespielt, der ja schön aussieht und schön kombiniert von hinten raus und so weiter. sondern eher auch so bisschen abwartender gespielt, hat Hamburg und kommen lassen. sah nicht schön aus, aber Ferdi, vielleicht kannst du uns mal sagen, wie so deine Gefühlslage jetzt ist zu diesem Spiel, wie du es gesehen hast.
Ferdi: Ich finde, André hat das im Quick and Dirty wunderbar beschrieben mit zufrieden und unzufrieden. Und
Olaf: Mhm.
Ferdi: bei mir überwiegt aber die zufriedene Seite einfach deswegen, weil du für dieses Spiel Ergebnis und zustande kommen, finde ich klar trennen musst und das Ergebnis für dieses Spiel das mit Abstand wichtigste ist. Weil so kannst du drei Punkten in diese lange Pause gehen. Die Mannschaft hat sich ein gutes Gefühl, bisschen Selbstbewusstsein geholt und der Prozess und die Arbeit an den Dingen, die besser werden müssen, der fängt ja wirklich erst jetzt an. Das kommt jetzt mit Sandro Wagner. Für dieses Spiel ist das mit Abstand wichtigste, dass wir ein bisschen durchschnaufen können, was die Tabellensituation betrifft, dass die Mannschaft nicht im kompletten Loch in die Länderspielpause geht, sondern mit dem Mut, dass sie sich auch für den Aufwand belohnen kann. Und ich möchte noch so bisschen bei dem Positiven bleiben, bevor ich ein bisschen kritischer werde. Die Mannschaft hat wirklich gearbeitet, sie hat gekämpft und sie hat nicht immer schön, aber sie hat das dann doch mit viel Wille und auch Disziplin wegverteidigt. Und zu sehen, dass so eine Mannschaft lebt, auch immer etwas, was man definitiv auf der haben Seite einordnen kann und was wichtig ist, auch für diesen Prozess, der jetzt losgeht. Ich fand manche Ansätze ganz spannend. haben uns wirklich, wie Lars Ballemann auch gesagt hat, bisschen bewusst, bisschen tiefer gestaffelt. haben Bochum ein bisschen mehr kommen lassen. Und das hat teilweise, ich, ganz gut funktioniert. Vor allem diese zwei Viererketten gegen den Ball, weil wir haben hier teilweise gegen den Ball 4-4-2 gespielt, was wir unter Christian Dietz quasi überhaupt nicht gesehen haben. Die standen
Olaf: Ja.
Ferdi: ganz gut gestaffelt. Und das hat schon geklappt. Das war mal ein Ansatz, wie du so einen Sieg auch nach Hause verteidigen kannst. Und ich finde, Bochum
Olaf: Mmh.
Ferdi: wurde auch eher gefährlich wenn sie uns in der Tiefe überspielt haben und wenn wir irgendwie individuelle Fehler gemacht haben und nicht unbedingt, wenn wir wirklich kompakt gestaffelt standen und sie dann die Lücken suchen mussten. Ich der Teil war ganz okay.
Olaf: Darf ich da mal kurz reingerätschen? Du hast es auch so gesehen, dass das zumindest gegen den Ball tatsächlich so ein 4-4-2 war. Wir waren uns da ein bisschen unsicher. Gegendort wurde auch schon ein bisschen darüber diskutiert. Die Idee war es wahrscheinlich, zumindest gegen den Ball, ein 4-4-2 zu spielen. Ich hatte so bisschen den Eindruck, als wenn es... Auch durch diese durcheinandergewürfelte Aufstellung, also Gindorf und Udenne waren auf rechten Seite, dafür dann Neubauer links, davor dann Hartl im Zentrum vorne, vorne Kellmann. Es ist vielleicht ein bisschen, also gerade am Anfang des Spiels, bisschen durcheinander war, so dass man, dass nicht jeder so mit seiner Position gleich so vertraut war. ähm, könnt ihr oder kannst du das bestätigen? Oder hab ich das einfach nur, hab ich da einfach ... was falsches gesehen.
Ferdi: Also eine Änderung der Grundordnung bringt natürlich immer so eine gewisse Umstellung und auch Startschwierigkeiten mit sich, dass sich Spieler erstmal darauf einstellen müssen und vielleicht noch nicht 100 % in dieser neuen Rolle sind. Aber ich würde es jetzt auch gar nicht nur unter Chaos abstellen wollen, sondern wirklich unter einer bewussten Veränderung. Also gegen den Ball hat Lars Ballemann wirklich ein ganz einfaches 4-4-2 gespielt. Das heißt, Allgaer hat einen Rechtsverteidiger gespielt, Neubauer hat einen Linksverteidiger gespielt, Lars Gindorf ist dann in Sturm vorgerückt zu Benji Kählmann. und Kolja Uden und Marcel Hartl waren so diese Außenspieler im Mittelfeld. Und mit dem Ball war es dann aber eben wieder unsere gewohnte Grundordnung, das heißt da haben wir aus einer Dreierkette aufgebaut. Deswegen waren gegen den Ball und mit dem Ball zwei unterschiedliche Systeme und ich glaube das waren aber auch sehr bewusst zwei unterschiedliche Systeme.
Olaf: Dennis, Ferdi sagt, Chaos war es nicht, nee möchte ich auch nicht, aber war es trotzdem vielleicht für die Spieler ein bisschen ungewohnt und sah deswegen phasenweise so aus, dass man die Grundordnung gar nicht so richtig erkennen konnte.
Dennis: Na, ich hatte schon auch den Eindruck, aber das ist nicht nur die Grundordnung gewesen, sondern diese ganze Situation, die wir da hatten. Da war jetzt eine Mannschaft auf dem Platz, die ja weitestgehend unverändert war zu den Spielen davor. Jetzt mal irgendwie verletzungsbedingte Wechsel mal außen vor. Wo jetzt der Trainer weg ist, die ganz klar auch den Druck glaube ich spürt, jetzt auch zeigen zu müssen, Leute an uns hat es jetzt nicht nur gelegen, sondern wir können das schon. Dann hast du eine andere Ansprache durch Lars Baalemann, der viel dichter auch schon in der letzten Saison an der Mannschaft dran war, also der mit den Jungs glaube ich auch anders kommunizieren kann. Und ja natürlich ist es dann schon auch was anderes, wenn wenn die Leute die Seiten tauschen und das alles ein bisschen anders aufgestellt wird und auch Franz Rogow dann im Mittelfeld plötzlich rankommt. Ich hatte schon den Eindruck, dass da bisschen Nervosität auch da war und man einfach keine Fehler machen wollte. Also versucht hat, das wirklich irgendwie zu kontrollieren und so wenig wie möglich Fehler zu machen und gleichzeitig so das Mittelfeld auch ein bisschen zu verdichten. was die letzten Spiele zum Teil nicht so gut funktioniert hat. Also war so, war mein Eindruck.
Olaf: Ja, sicherlich. Das kann gut möglich sein. Du hast von Druck eben gesprochen. Wahrscheinlich war es eine Mischung aus allem Möglichen. Die Spieler wollten zeigen, wir können das. Wir können auch gewinnen. Das haben sie ja dann im Endeffekt auch bewiesen. Vielleicht kommt da so ein bisschen auch der Eindruck her, dass sie zumindest mit Überzeugung gespielt haben.
Dennis: Die haben natürlich auch gewusst, dass
Olaf: Wow.
Dennis: Sandro Wagner sich das Spiel anguckt. Das ist jetzt der erste Eindruck nach Christian Tietz, den er von der Mannschaft hat. Und natürlich wollen sie da auch zeigen, was sie können. Und gleichzeitig hat man aber auch gesehen, dass vieles einfach noch nicht so in den Abläufen natürlich funktionieren kann. Weil plötzlich war ja ein richtiger Stürmer mit auf dem Platz mal wieder von Anfang an. So, also Abstimmung hat zum Teil nicht richtig funktioniert. Laufwege, also gab es so ein paar Sachen vorne, wo dann der Ball zwei, dreimal hin und her gehen sollte und dann war er plötzlich weg. Ja, weil das klar, weil das noch nicht eingespielt ist. Das ist normal. Und das, finde ich, hat man natürlich gemerkt.
Olaf: Ich hatte auch den Ahnung, als wenn das über den weiteren Spielverlauf dann immer besser funktioniert hat. Nee? okay.
Ferdi: Ich nicht, ehrlicherweise. Ich fand die zweite Halbzeit mindestens genauso schlecht wie die erste. Also, der musste man dann auch nicht mehr so viel machen, aber ich fand es waren ehrlicherweise 90 nicht so gute Minuten, den Finger mal in die Wunde zu legen.
Olaf: Es waren definitiv, also würde ich unterschreiben, waren definitiv insgesamt 90 oder 92 in Nachspielzeit, waren ja nur zwei Minuten dann am Ende, auch relativ kurz fand ich.
Dennis: Was ein Glück!
Olaf: Ja, was ein Glück eigentlich. Natürlich, klar, aber ich sag mal im Großen und Ganzen, also ich fand diese Unordnung, die war dann später nicht mehr so ganz so häufig da, aber egal. Kommen wir mal so bisschen mehr in ... in diese These rein, ich da vorhin so nett formuliert habe. Hoch und weit bringt Sicherheit. Spielaufbau Ferdy war anders als sonst, würde ich sagen. Also weniger spielerisch, oft auch mal eher abwartend. Konter, lange Bälle nach vorne. Vielleicht kannst du da mal so bisschen mehr in die Analyse reingehen, wie du das so gesehen hast. Also ich fand da schon, waren schon deutliche Unterschiede zu erkennen.
Ferdi: Ja, also sehr deutlich und ehrlicherweise es wundert mich jetzt auch überhaupt nicht mehr, dass Lars Barlemann und Christian Thietz offenbar nicht so mega gut miteinander konnten, weil scheinbar sind da ja schon ein bisschen andere Philosophien für Fußball vorhanden. Und dafür, dass Lars Barlemann die Mannschaft nur ein paar Tage hatte und das personell gar nicht so viel Veränderungen waren, war es in der Art, wie wir das Spiel angegangen sind, auch in den Rollen, die die Spieler eingenommen haben, waren es, ich, schon krasse Veränderungen. Ehrlicherweise fand ich die Änderungen auch größtenteils nicht so wahnsinnig überzeugend, aber Okay, und du hast schon Spielaufbau angesprochen. finde, Spielaufbau ist wirklich so das Thema, das uns über die ersten Spieler dieser Saison verfolgt, das sich jetzt auch gegen Bochum wieder gezeigt hat. du kannst ja so zwei Ansätze wählen. Du kannst entweder versuchen, das Spiel wirklich flach aufzubauen, konsequent flach von hinten rauszuspielen. Oder du nimmst eher diesen hohen Weitweg, spielst mehr lange Bälle, wie wir es jetzt gegen Bochum gemacht haben. Und das war schon scheinbar sehr klar, die Vorgabe. Also Leo Weinkopf hat sehr viele dieser langen Bälle gespielt und generell haben wir einfach deutlich weniger versucht, Gegendruck trotzdem konsequent flach von hinten rauszuspielen. Und ich verstehe, warum man das gemacht hat, weil zuletzt einfach sehr viele Fehler passiert sind im flachen Aufbau. gleichzeitig hat mich das als Lösung trotzdem nicht überzeugt und hat hoch und weit für mich nicht unbedingt Sicherheit gebracht, ehrlicherweise. Und ich würde gerne so bisschen darauf eingehen, was unsere Probleme im flachen Aufbau sind, was unsere Probleme bei hoch und weit sind und was für mich so ein bisschen der Weg daraus oder das Fazit ist aus diesen beiden Bereichen.
Olaf: Ja, gerne.
Ferdi: Flacher Aufbau ist ja letztendlich das, was wir unter Christian Tietz durchgängig versucht haben. Und die Herausforderung von einem flachen Spielaufbau in der zweiten Liga ist, dass du dafür individuell eine sehr hohe Qualität brauchst. Du brauchst technisch starke Spieler, brauchst Spieler, die passgenau sind, deren erster Kontakt gut ist und die sich auch einfach mit diesem Druck wohlfühlen. Die damit umgehen können, wenn sie einen Spieler in vollem Lauf anrennt, weil sie wissen, sie haben die technischen Fähigkeiten, sie haben das Spielverständnis, diese Situation trotzdem souverän aufzulösen. Und da hatten wir letztes Jahr einen unfassbaren Luxus, was die Spieler betrifft, die wir hatten. Und dieser Luxus ist uns leider abhanden gekommen, weil wir uns einfach Spiele verlassen haben, die wir nicht ersetzt haben, teilweise auch vielleicht gar nicht ersetzen konnten. Und deswegen ist das, was wir letzte Saison, meiner Meinung nach, erfolgreich gespielt haben, dieses Jahr... Also das war letztes Jahr schon so auf Kante genäht, aber da hat es halt funktioniert, da sah das auch riskant aus. Aber es trotzdem verhältnismäßig wenig Fehler entstanden. weil wir die Qualität hatten, weil Noel Noll im Aufbau einer der stärksten Kieber in Deutschland ist, weil Mike Naworzki, wenn er dann mal fit war, fußballerisch viel zu gut für zweite Liga war und weil auch Enzo Leopold in dieser Rolle überragend war. Also wir haben uns alle darüber beschwert, dass der zu viel zurück- oder querspielt. ich glaube, so langsam sieht man aber, dass der eine ganz schön schwere Rolle in unserem Spiel gespielt hat und die wir halt nicht so eins zu eins ersetzen können. Und jetzt haben wir unter Christian Thietz am Anfang der Saison versucht, flachen Aufbau weiterzuspielen und haben gemerkt, jetzt passieren aber mehr Fehler. der eine Grund ist für mich wirklich eben so individuelle Qualität, dass ein Leo Weinkauf so boxstark, der aktuell auf der Linie ist, im Spielaufbau eben nicht die Qualität hat, dass ein Stefan Thorderson eigentlich nicht auf die 6 gehört, sondern eher auf eine offensivere 8 oder 10, weil er eher stark ist, wenn er in die gegnerische Box gehen kann und nicht in diesem tiefen Aufbau. Und weil auch unsere Innenverteidigung leider technisch nicht durchgehend gut besetzt ist. Und dann ist es schon schwer, diesen flachen Aufbau erfolgreich zu spielen. Und die zweite Komponente neben zu dieser individuellen Klasse ist dann für mich so dieser mentale Teil. Ich finde du hast wirklich gemerkt diese Saison, dass sich da mit den ersten Fehlern dann eine Unsicherheit eingeschlichen hat. Weil ich glaube, diese Art von Fußball, diesen flachen Aufbau kannst du nur mit einem unfassbaren Selbstbewusstsein spielen. Das kannst du nur spielen, wenn sich deine Innenverteidiger, deine Sechser denken, okay, lauf mich doch an, easy, ich überspiel dich einfach. Und du kannst es aber nicht spielen, wenn die Angst haben, wenn die sich denken, Gott, Gott, nein, bitte lauf mich jetzt nicht an, nein, er läuft mich wirklich an, was mach ich denn jetzt, nimm den Ball. Dann ist das zum Scheitern verurteilt, dann lädt das Fehler ein. Und ich hatte das Gefühl... Letztes Jahr haben wir diesen flachen Aufbau mit einem unfassbaren Selbstbewusstsein gespielt. Mit dem Wissen, dass wir das können. Und dieses Jahr haben wir ihn mit wesentlich mehr Angstbauchweh gespielt. dann ist es extrem schwierig einen flachen Aufbau am Ende erfolgreich durchzuspielen. Deswegen funktioniert das dieses Jahr weniger gut. Und deswegen hat Lars Baalemann wohl auch die Option gewählt, dass er gesagt hat, okay, wir verbannen dieses alles spielerisch lösen wollen jetzt einfach mal. schlagen einfach deutlich mehr hinten raus. Ich habe eine Meinung dazu, wie klug das ist, wie gut das zu unserem Kader passt. Jetzt würde ich aber erst gern euch noch wieder dazuholen, wie ihr das so wahrgenommen habt und wie eure Einschätzung unseres Aufbaus dieses Jahr und vor allem aber jetzt auch in diesem Spiel gegen Bochum ist.
Olaf: Tja, Dennis möchtest du mal anfangen?
Dennis: Ja jetzt wo Ferdi mir das so erklärt, macht das total Sinn und jetzt möchte ich auch sagen, ich vermisse Leopold, obwohl ich zwischendurch auch mal gesagt habe, ach naja, ob der wirklich so gut war. Es ist schon ein Aspekt, das stimmt und vor allen Dingen, wenn man sich das hinten anguckt, unsere Abwehr, in manchen Spielen sind das gefühlt alles Pressing-Opfer und das ist nicht gut. Und ich hatte bei dem Spiel gestern auch so ein bisschen zwischendurch das Gefühl, wir versuchen so eine... Ja so eine Rebound-Geschichte, also wir gehen auf den zweiten Ballnummer zu machen, was man ja durchaus machen kann, wo wir theoretisch auch die Spieler für hätten, wenn die alle in Form wären. Aber ich hatte das Gefühl, das klappt halt nicht, oder?
Olaf: Nee, ich glaube auch, geklappt hat da nicht so richtig viel. Ich kann aber verstehen, warum Lars Baalemann diese risikoärmere, vielleicht sichere Variante gewählt hat.
Dennis: Total.
Olaf: Deswegen habe ich diesen Spruch, dieses Hoch und Weit bringt Sicherheit, der natürlich nicht wie eine Blaupause auf dieses Spiel zu setzen ist, gewählt. Aber... Stück weit hatte ich schon das Gefühl und Ferdi du hast es ja auch nicht so ganz, man negiert jetzt diese These, dass es schon ein Stück weit ein Element war, etwas was man gestern machen wollte, ja vielleicht das Beste mit dem Personal dann auch rauszuholen. Vielleicht war es auch wirklich nur für dieses Spiel jetzt erstmal so das Beste. Weiß ich nicht, also...
Ferdi: Aber findet ihr das funktioniert? Also findet ihr Hoch und Weit ist für unseren Kader ein guter Ansatz.
Olaf: Nein, absolut gar nicht. Der Kader ist ja nicht für hoch und weit zusammengestellt. gut, meine, klar, haben auch in der Vergangenheit immer schon mal lange Bälle gesehen. gibt, haben, gut, der ist jetzt der eine oder der beste Empfänger vielleicht für lange Bälle nach vorne, ist gerade verletzt. Das ist Bundu. Leider, ansonsten hatten wir halt Leute wie Pichler, die die Bälle zwar auch durchaus geholt haben, auch sich dann haben fallen lassen. Das kann er auch nicht mehr. Die Lösung ist auch schwierig, hat gestern auch wieder nicht funktioniert, als er reinkam. Ja, wir haben natürlich, ist ein Kader, der ist auf diesen flachen Spielaufbau von Christian Tietz halt ausgelegt. vielleicht ist es tatsächlich so, dass dass das auch nicht funktioniert und Sandro Wagner wird da vielleicht wieder zu zurückkehren.
Dennis: Da bin ich mir ziemlich sicher, dass er das machen wird. Ich hatte gestern auch den Eindruck, so ein paar Interviews hat man ja dann noch von den Jungs gehört nach dem Spiel. Da ist so ein bisschen auch angeklungen, dass die, also so der Mannschaftsrat und vielleicht auch ein paar andere, die haben auch mit dem Trainer gesprochen, oder? Und ich hatte auch den Eindruck, die haben besprochen, was gerade gut läuft und wo sie sich gerade wohlfühlen und wo sie bisschen Bauchschmerzen haben.
Olaf: Mmh.
Dennis: Ich habe die Vermutung, dass Lars Baalemann da auch bisschen drauf gehört haben wird.
Olaf: Ich habe auch gehört, ich weiß jetzt nicht, ob es in einem Interview war oder in einer Pressekonferenz oder so, dass es da durchaus Gespräche gab. glaube, Lars Bademann hat das sogar selber erzählt, so bisschen mit den Führungsspielern und so, dass man sich da so ein bisschen zusammengesetzt hat und geguckt hat, wie geht man denn das Spiel an? Also von daher war das wahrscheinlich auch die Idee, die aus der Mannschaft so ein bisschen auch kam, weil sie ja vielleicht auch gesehen haben, okay, wir Ja, wir haben Dinge getan oder versucht in den letzten Spielen, die halt nicht so gut funktioniert haben. Lass es uns mal auf eine etwas andere Art und Weise probieren. Oder nicht, Ferdi? Kann das so gewesen sein?
Ferdi: kann auf jeden Fall so sein. Wessen Idee das am Ende war, ich nicht. Ich verstehe, dass du als Mannschaft, gerade wenn du zuletzt viele Fehler gemacht hast, dir so wünscht, bisschen diese risikoärmere Variante zu spielen. Ich glaube, am Ende ist es aber mehr die Illusion von Sicherheit, als dass es unserem Spiel wirklich Sicherheit gegeben hat. Weil, theoretisch
Olaf: Genau.
Ferdi: ist ein langer Aufbau in so vielen hohen Waldspielen natürlich verlockend. Weil, wenn du das gut umsetzt, dann kannst du mit einem Pass dasselbe Ergebnis erzielen, dem du oder für das du in einem flachen Aufbau teilweise 10 gute Pässe nacheinander brauchst. Aber unser Kader gibt das meiner Meinung nach absolut nicht her, weil dafür brauchst du vor allem so, also du brauchst natürlich Spieler, die diese langen Bälle gut schlagen können. Auch da mangelt es uns ein bisschen. Du brauchst vor allem aber auch in den offensiven Zonen Spieler, die was damit anfangen können. Du brauchst Spieler, die diese Bälle festmachen können. Dafür brauchst du vor allem athletisch starke, physisch starke Spieler. Jetzt haben wir einen Kader mit Spielern wie Hartl, wie Gindorf, wie Chakrun, wie Sahity, gerade auf diesen Außenpositionen, deren Stärken halt eher so im Bereich Technik oder Abschluss oder Spielverständnis liegt und nicht unbedingt die größten, stärksten, schnellsten Spieler sind. Auch im Sturm. Benjamin Kaelmann ist ein kräftiger Stürmer, aber wirklich effektiv Luftduelle für sich zu entscheiden, fehlen ihm dann doch ein paar Zentimeter an Größe. ist unser Kader meiner Meinung nach absolut nicht für dieses Spiel ausgerichtet. Du hast es schon gesagt, Olaf. So der eine Spieler, mit dem du das gut machen könntest, ist Mustafa Bundu. Der hat aber Aua und der hat wohl auch noch eine ganze Weile lang Aua. Und...
Olaf: Leider ja.
Ferdi: Also... Leo Weinkauf hat 32 lange Bälle gespielt gegen Bochum, davon sind neun angekommen. Das ist eine Quote von 28 Prozent. Das ist nicht toll. Und...
Olaf: Das könnte die Zahl des Tages sein.
Ferdi: Ja, in dem Fall leider keine besonders gute, aber...
Olaf: Nö.
Ferdi: ist so ein hoher Aufbau erstmal, wie gesagt, verleiht dir so das Gefühl von Sicherheit, aber das Problem ist, wenn du nicht die Spieler hast, die dir diese Bälle festmachen können vorne und die da was damit anzufangen wissen... dann ist viel Hoch- Weitspiel ein bisschen australisches Frisbee. Du schlägst den Ball weg und dann braucht es ein paar Sekunden und dann kommt das Ding aber zurückgeflogen und fliegt dir im Zweifel voll in die Fresse. Ich fand unser Hoch- Weitspiel war wirklich bummerang. Und ich fand es nicht hilfreich und ich fand es auch relativ offensichtlich, dass es nicht hilfreich ist, weil uns dafür die Spieler fehlen. Und da lande ich so ein bisschen bei meinem persönlichen Fazit. Und da hatte ich mich, ihr seid ja auch beide große Film- und Serienfans, soweit ich weiß, da hatte ich mich an einen Zitat aus Endor erinnert gefühlt. Ich weiß nicht, ob ihr das gesehen habt, aber
Dennis: Nutla.
Ferdi: große Empfehlung auch an alle da draußen, wenn ihr es nicht getan habt. Da gibt es einen recht bekannten Monolog von einem der Charaktere, Lufenreel, der da sagt, I wake up every day to an equation I wrote 15 years ago. I'm damned for what I do. Meiner Meinung nach sind wir dammed vor Bord wie du, was wir unter Christian Tietz machen. sind dammed dazu, dass wir relativ viel flach spielen, weil das unsere Spielertypen einfach mehr hergeben. Auch da fehlt uns das letzte bisschen an die individuelle Qualität, was wir letztes Jahr hatten. Und es ist natürlich auch keine Ganz- oder Gar-Nicht-Entscheidung. Du wirst immer ein bisschen hoch spielen oder viel hoch spielen. Also du kannst ja schon an diesem Regler drehen und musst ihn nicht auf 0 oder 100 stellen. Aber ich fände es dann schon schön, wenn wir unter Sandro Wagner ein bisschen mehr Kontrolle im Spiel zurückkehren und wie gesagt an der individuellen Qualität kann er nicht arbeiten aber ich ganz ganz wichtige Komponente so einen flachen Aufbau erfolgreich zu spielen ist einfach ein Selbstbewusstsein, ein Selbstverständnis und da hoffe ich dass Sandro Wagner die Mittel findet dieser Mannschaft wieder ein Selbstverständnis einzuimpfen und ihr zu zeigen hey ihr seid gute Fußballer ihr könnt es umsetzen, scheißt euch nicht ein wenn jemand anläuft sondern löst das gut auf und dann kriegt ihr auch wieder die Chancen, die ein gut umgesetzter, flacher Aufbau einfach als Benefits mit sich bringt.
Olaf: Ja gut, also machen wir da einen Haken dran, können sagen, das war eine Ausnahme, das werden wir so in der Form vermutlich nicht wieder sehen, weil der Kader es auch einfach nicht hergibt, der ist dafür nicht ausgelegt und wir werden wieder hoffentlich mit Sandro Wagner schöneren Fußball sehen, denke ich mal. Ferdi, gibt es eine Schlüsselszene in dem Spiel, wo du sagst, das ist die Schlüsselszene, die würde ich gerne noch mal hervorheben.
Ferdi: Ja, jetzt habe ich recht viel draufgehauen und habe gesagt, was ich nicht gut finde. Deswegen möchte ich als Schlüsselszene etwas positives nehmen. Eine der, finde ich, wenigen guten Szenen mit dem Ball. Das war unser zweites Tor. Weil das ist wirklich für mich eine Kette an Dingen, die gut laufen. Es beginnt damit, dass Algeyer-Holtmann abläuft, da den Ball erobert. Dann landet der Ball bei Weinkauf. Und dann passieren mehrere gute Dinge nacheinander. Boris Tomeak spielt einen flachen, linienbrechenden Ball, überspielt damit einmal das komplette Bochum am Mittelfeld. Dann macht Lars Gindorf eine unfassbar gute Bewegung, kreuzt so ein bisschen von dem rechten Flügel, wo er eigentlich unterwegs war, was übrigens auch vollkommen quatschig war, aber okay, und läuft so nach links rüber, bringt dadurch so Bochum so bisschen in Bewegung. Dann haben wir natürlich das Duse, das wir einen Fehler erzwingen, aber auch Fehler werden eben erzwungen. Gindorf hat da ein bisschen Unruhe, bisschen Angstbauchweh in der Bochumaverteidigung vielleicht auch einfach provoziert. Dann haben wir Thorderson, auch wenn sein Abschluss furchtbar ist, kriegen wir den genau in die Situation, in der er gut ist, nämlich wenn er in der Nähe der Box ist, wenn er Gefahr ausstrahlt. Bald wird er spariert von Timo Horn. Dann haben wir Collier O'Denne, der die Übersicht behält. Und wir haben am Ende vor allem Marcel Hartel, der das hervorragend macht, weil er ein, zwei Schritte zurückmacht. weil er den Ball annimmt, weil er ihn nochmal in die Mitte treibt, dadurch den Keeper und die komplette Bokumer Verteidigung auch einen Schritt in diese Richtung machen lässt und ihn dann aber wieder ins lange Eck zieht. Das war eine eigentlich einfache Aktion, weil es gar nicht so viel Pässe gebraucht hat, aber es waren vier, fünf gute individuelle Aktionen nacheinander und ich glaube ohne dieses 2-0 Also gewinnen wir dieses Spiel niemals. Früher oder später kassieren wir ein Tor. war das für mich eine Schlüsselszene und tatsächlich aber auch einfach eine sehr gute Szene mit einigen guten Leistungen von Spielern, wenn wir ehrlicherweise nicht allzu viele davon hatten ansonsten.
Olaf: Das stimmt. Aber Dennis, war doch der eine von fünf guten Spielzügen, oder?
Dennis: Ja, sehr schön. Ja, jetzt muss ich noch mal ganz kurz gucken, wo die anderen vier geblieben sind. Ne, also,
Olaf: Nee, das ist... Ja.
Dennis: ja, das war wirklich schön. Ich stand zu dem Zeitpunkt gerade an einer Bude und hab
Olaf: an der Getränkeausgabe.
Dennis: Bratwurst und Cola geholt und hatte glücklicherweise es noch nicht in Hand und konnte dann jubeln. Ja.
Olaf: Mmh, ja.
Dennis: War schön, Glück gehört dazu und ganz wichtig.
Olaf: Er hatte doch im Interview nach dem Spiel noch gesagt, dass er gar nicht mehr wusste, wer es war. Aber hat ihm jemand zugerufen, Ihm damit mitgeteilt, er hat Zeit, sich den Ball zurechtzulegen. Das war vielleicht auch ein wichtiger Faktor, dazu geführt hat, dass er das dann mit seiner Erfahrung und Klasse, die er nun mal hat, so machen konnte. Ja, ich denke auch, das war eine Schlüsselszene auf jeden Fall. Ich würde euch jetzt gerne mal nach dem Spieler der Spiele befragen. Wir haben in der Community natürlich auch gefragt. 96 hat, wie sie das immer tun, natürlich auch gefragt, wer der Spieler des Spiels ist. Unsere Community war sich da relativ einig. Es gab, glaube ich, 35 Stimmen für Leo Weinkauf und eine für Thorderson. Interessanterweise. Ja, wer ist denn euer Spieler des Spiels? Vielleicht Dennis magst du mal anfangen, ob du da vielleicht eine andere Meinung hast oder auch sagst, ja, ist mir klar.
Dennis: Ja, ist in dem Fall wirklich klar. Ich könnte da jetzt niemand anders benennen, weil letztlich Leo uns den ersten Heimsieg nach sechs Monaten festgehalten hat. Da war nicht alles super in seinem Torwartspiel, aber die Dinge, er halten konnte, hat er gehalten. Also absolut verdient, muss ich sagen.
Olaf: Ja, denke ich auch. Fertig würdest du dazu stimmen oder möchtest du vielleicht noch einen anderen Spieler herausheben, wo man sagt, okay, das ist jetzt nicht so offensichtlich, weil das langweilig ist.
Ferdi: Nee, also ich finde du kommst überhaupt nicht Leo Weinkopf herum. Und das ist lustig, weil er am Ball manchmal wirklich eher so aussieht wie Reinhold aus der Kreisklasse C. Aber auf der Linie war das halt Olli Kahn in seinen besten Zeiten. Also wirklich überragend. ist ein Hoher. Ich fürchte,
Dennis: Uiuiuiuiui
Olaf: Uiuiuiuiui
Ferdi: er wird es nicht auf Dauer halten, aber was das Spiel gegen Bochum...
Olaf: Das schon so eine Sandro Wagner. Das hat schon Sandro Wagner-Vibes, diese Aussage. Ja. Das werden wir sehen. Ja, ich schließe mich
Ferdi: je, ich weiß jetzt nicht, ob das gut oder schlecht ist, ehrlicherweise. Aber ich hoffe.
Olaf: an. Also, muss sagen, an Leo Weinkauf kommt man da wirklich nie vorbei. meine, seine spieleröffnenden Pässe waren nicht gut. Das haben wir ja nun auch vorhin nochmal deutlich anhand der Zahlen dargelegt. Aber auf der Linie wirklich überragend und man muss sagen, hat uns den Sieg letztendlich auch festgehalten. Ich möchte gerne tatsächlich auch noch Marcel Hartel und auch Thordason hervorheben, die auch, fand ich, ein gutes Spiel gemacht haben. Hartel nicht nur wegen seines Tores und auch Thordason nicht nur wegen seines Tores. Marcel Hartel hat auch Ja, gefallen wäre, wo er dann dazwischen läuft und den Ball ins ausschlägt. Aber ja, an Leo Weinkauf kommen wir sicherlich nicht vorbei. Ja, Dennis. Du hast dich so bisschen umgeschaut, was denn so in der Medienlandschaft, in der Presse so los war.
Dennis: Mhm.
Olaf: da bin ich doch jetzt mal ganz gespannt, was die so sagen und vor allen Dingen, ob wir das vielleicht auch so sehen.
Dennis: Ja, also tatsächlich sind sich die meisten Medien relativ einig, was dieses Spiel betrifft, dieses Heimspiel Sieg von 96. Ich kann ja mal so paar Überschriften einfach mal zitieren und dann sage ich da auch noch ein bisschen was zu. Matsak, also die hat bzw. neue Presse titelt 96 mit Ach, Krach und Baalemann. Dann haben wir den Kicker. Weinkauf lässt Bochum verzweifeln. Hannover gewinnt nach Titz und vor Wagner. Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung schreibt, deshalb scheitert der spielstarke VfL Bochum bei Hannover 96. Da wird auch zitiert, das ist absurd, was da passiert ist. Die Bild, Hannover schreibt 96 lässt Wagner vorm TV jubeln. Der NDR, das war es schon fast poetisch, befreit von Verlangen, Hannover 96 beendet nach Trainerwechsel Heimfluch. Ja und dann gibt es viele, weitere Meldungen. Ich sag mal so. Ich hatte so den Eindruck, egal wer was geschrieben hat, also bis auf die Watz, war das natürlich relativ egal, was in Hannover ansonsten so passiert. Die haben sich natürlich geärgert,
Olaf: Vermutlich.
Dennis: genau, die haben sich nur geärgert, dass Bochum, obwohl absolut überlegen, dann doch das Spiel verliert. Grüße, das kennen wir vom Anfang der Saison. Alle
Olaf: Mmh.
Dennis: anderen. Ganz klar, und man hat es ja auch teilweise in den Überschriften schon lesen dürfen, es dreht sich auch hier schon alles den nächsten Trainer. Es dreht sich alles Sandro Wagner und das war auch die ganze Woche schon so. Also dieses Spiel, ja, das kommt jetzt, Übergangsspiel, Baalemann darf noch mal was machen, aber eigentlich ist die ganze Zeit die Rede von Sandro Wagner, Sandro Wagner, auch bevor er überhaupt offiziell vorgestellt wurde. Und auch hier dieses Spiel, das gerät so bisschen zur Nebensache. muss man schon sagen. es ist eigentlich überall die Rede davon, ja, Schön, Baalemann, hat er gut gemacht und Statistik und so ist alles gut, aber Sandro Wagner und was Sandro Wagner wohl dazu meint und so ist schon ziemlich deutlich und ja, logischerweise heute, wo wir das Ganze aufnehmen, wurde er nun offiziell vorgestellt und ja, jetzt ganz klar, jetzt wo ihr das hört, beziehungsweise entweder am Dienstag oder heute Abend noch werdet ihr feststellen es gibt kein anderes Thema mehr. Also dieses Spiel was wir hatten das ist so in den Hintergrund gerückt wie nur sonst was. Es geht nur noch Sandro Wagner und die PK und was er jetzt alles in den drei Wochen machen wird. Ich fand interessant tatsächlich die ein oder anderen Spitzen, die hier und da auch nochmal von der Presse mit eingeflossen sind, wo man durchaus auch rauslesen kann, ja, der Baalemann, das hatte ich ja vorhin auch schonmal so angedeutet, der hat so ein paar Sachen auch anders gemacht und der hat irgendwie sich mit den Jungs abgestimmt, also mit den Spielern und hat auf die gehört, im Gegensatz zu Christian Tietz, der immer seinen Schuh durchgezogen hat und deswegen ist das Ganze jetzt auch vielleicht erfolgreich gewesen.
Olaf: Hm.
Dennis: Genau.
Olaf: Ja, es war das Übergangsspielen, das ist richtig. Ich finde es interessant, dieses Befreit von Verlangen, was ja die Übersetzung der Tätigkeitshymne
Dennis: Ja.
Olaf: von 1996 ist, passt nicht so ganz zum Spiel. Also befreit fand ich es jetzt nicht, Auftritt von Verlangen. Weiß ich nicht. Komische Schlagzeile, oder?
Ferdi: vielleicht trifft es befreit von Versagen eher. Weil das haben wir zumindest mal
Dennis: Ja.
Ferdi: nicht geschafft.
Olaf: Das ist definitiv richtig. Wir haben uns vom Versagen befreit. Ja, das ist richtig. Die Presse hat sich natürlich hauptsächlich auch damit beschäftigt, wie das jetzt der neue Trainer machen wird und wie er das wohl findet. Und auch in der Pressekonferenz von der Vorstellung von Sandro Wagner heute wurde er ja auch nochmal gefragt oder er hat zumindest gesagt, dass er das ja im Fernsehen gesehen hat und mit seinen Kindern zusammen den Sieg dann bejubelt hätte. Ich hätte ja fast damit gerechnet,
Dennis: Ja.
Olaf: er wäre schon im Stadion, aber ist auch gut so. Das war Bahlemanns Spiel.
Dennis: Nee, finde ich aber auch gut tatsächlich. Dann hätte er ihn das weggenommen, weil der Fokus ganz klar dann auf Sandro Wagner gelegen hätte.
Olaf: Mmh.
Dennis: Und Lars Barlemann hat ja dann direkt auch schon vor dem Sky Micro ausgeplaudert, dass er zum Essen eingeladen wird. Das hatte Sandro Wagner ihm versprochen, wenn er gewinnt. Und ich bin mal gespannt. Trisor in Isernhagen Süd, sehr gutes Sushi, kann ich empfehlen,
Olaf: Mhm, mhm, mhm.
Dennis: wo es dann hingeht. Und es wurde heute auf der PK auch nochmal gesagt, der Schulle, der hat ja auch einen Anteil, der darf auch mit. Also, ja, finde ich sehr schön.
Olaf: Super, das ist doch klasse. Wollen wir dich da schon mal einer Kamera auf die Lauer legen?
Dennis: Ich weiß nicht, wie hoch unser Spesenkonto ist, aber ich bin bereit. Ich bin bereit. Müssen wir mit Tobi
Olaf: alles klar wunderbar wunderbar
Dennis: nochmal sprechen.
Olaf: Ja, wunderbar. Dann kommen wir mal bisschen zum Fazit. Was nehmen wir denn jetzt aus dem Spiel mit? meine, ein paar Sachen haben wir schon angesprochen. Man guckt natürlich jetzt darauf, wie geht es weiter. Kann uns das Spiel irgendwas sagen, Ferdi? Oder war das einfach nur Gewinnen, egal wie? Und dann kommt der neue Trainer und es wird sowieso alles anders.
Ferdi: Ich finde das Spiel hat schon ein paar Themen, ein paar Probleme aufgezeigt, die wir schon vor Christian Thies hatten. Es hat auch gezeigt, dass nur wenn man ein paar Dinge anders als Christian Thies macht, dass es nicht automatisch besser wird. gesagt, das allerwichtigste ist aber einfach, dass wir jetzt mit einem guten Gefühl mit drei Punkten auf dem Konto in die Länderspielpause gehen. Ich hoffe Sandro Wagner hat sich gefreut, kann das jetzt nutzen, in Ruhe mit der Mannschaft zu arbeiten. Ich hoffe auch, dass die wunderbar lecker essen gehen. Ich hoffe gleichzeitig aber schon auch, dass Sandro Wagner sich angeschaut hat, wie dieses Spiel lief. warum wir da viel Dusel hatten, was falsch lief. Ich hoffe auch, dass er einige der Ideen von Lars Baalemann in eine Holztruhe packt, Schloss dran, einmal kreppband drumrum, bis es aus
Olaf: Panzer Tape drumrum.
Ferdi: ist und dann einmal in die dunkelste Ecke des Kellers, Gerhard Zubers ehemaliges Büro ist vielleicht noch frei, da
Dennis: Mhm.
Ferdi: einschließend nie wieder anfassen. Ich fand wirklich diese spielerische Selbstaufgabe gegen Bochum ist für mich kein Modell, das ich in der Zukunft sehen will. Ich glaube wir wissen alle, dass es auch kein nachhaltiges Idee ist Spiele zu gewinnen, darauf zu vertrauen, dass Bochum das Tor nicht trifft und wir einen überragenden Leo Weinkauf im Tor haben, sondern dass da schon wieder ein bisschen mehr passieren muss. Ich fand wirklich einige der Änderungen auch quatschig. Ich Kolja Uden hat auf rechts nicht stattgefunden, du hast ihn damit in seine größte Stärke genommen. Gleichzeitig war Maurice Neubauer auf links jetzt auch nicht unbedingt mehr im Spiel. fand vieles nicht gut. Das Schöne ist aber, dass das einfach egal ist, weil es ein reines Übergangsspiel ist, weil Sandra Wagner seine eigenen Ideen haben wird. Auf die bin ich extrem gespannt. Darauf freue ich mich. Und mein Fazit beenden möchte ich aber nochmal mit Leo Weinkopf, weil was ist das eigentlich für eine schöne Geschichte? Der Mann ist seit so vielen Jahren bei 96, hat selten die Gelegenheit gehabt zu spielen, hat sich offenbar trotzdem mit diesem Verein identifiziert, hat ist ihm treu geblieben, obwohl du seine Spiele an einer Hand abzählen kannst. Und jetzt erhält er, glaub ich ziemlich unerwarte, die Chance und packt diese Chance am Schopf, hält 96 den Sieg fest, darf völlig verdient jubeln. Ich find ganz egal, was Sandro Wagner dann in dieser Torwartfrage macht, die auch gar nicht so einfach ist, ich find das eine schöne Geschichte und... Die würde ich gerne mit in die Länderspielpause mitnehmen. Gefühl von drei Punkten und der Hoffnung, dass Sandro Wagner an den richtigen Stellschrauben dreht, denn die gegen Borum waren es meiner Meinung nach nicht so wirklich.
Olaf: Ja, Dennis, siehst du das ähnlich? Auch für dich Muster ohne Wert eigentlich, mit Ideen, die man vielleicht besser in den tiefen Zuba Keller packt.
Dennis: Vielleicht sehe ich vielleicht tatsächlich sogar gut, dass es genauso gelaufen ist, weil dann muss man sich jetzt nicht drüber unterhalten, ob Sandro Wagner nicht vielleicht doch den Lars Baalemann nochmal in sein Trainerteam holen sollte, weil er jetzt so ein fantastisch, taktisch, kluges Spiel abgeliefert hat, wo 96 plötzlich alle an der Wand gespielt hat. Das wäre ja jetzt Katastrophe tatsächlich. worüber würden wir jetzt dann sprechen? Insofern gut, dass das nicht so herausragend war. Gut, auch, dass es ein Sieg war. Das bringt Ruhe. Das bringt Sicherheit erst mal. Und die Mannschaft kann mit ihrem neuen Trainer in Ruhe arbeiten und das dann sicherlich ganz anders angehen im ersten Spiel.
Olaf: Ja, dem würde ich mich anschließen. glaube, ich hatte es ja schon gesagt, das Spiel werde ich nicht so furchtbar lange, glaube in Erinnerung behalten. Es war ein Sieg, der für 96 wichtig war zu diesem Zeitpunkt. Und ich glaube auch, das war wahrscheinlich von vornherein gesagt, okay, also Lars, mach irgendwie irgendwas, damit wir dieses Spiel nach Hause bringen, damit wir die drei Punkte hier in Hannover lassen, damit der Sandro eben dann auch eine einigermaßen stressfreie Länderspielpause verbringen kann. Und ich denke mal, das war es dann auch. insofern, ja, war das jetzt unser erstes Montagsspiel. Wir machen jetzt natürlich auch erst mal eine Pause. Das heißt, wir hören uns dann in Gut drei Wochen erst wieder. Allerdings werdet ihr natürlich vom Vorwärts-nach-weit-Podcast schon früher etwas hören. Auch schon früher als übernächste Woche, wo es ja dann schon wieder auf das Spiel gegen Magdeburg in Magdeburg zugeht. Es wird noch eine Sendung zwischendurch geben. Da könnt ihr euch schon mal drauf freuen. Aber wir freuen uns erst mal über unsere Premiere und uns hat es gefallen. Ich gucke hier, glaube ich, auch in zufriedene Gesichter. Es wird genickt. Ich hoffe, euch da draußen hat es auch gefallen. Wir hören uns im Montagsspiel auf jeden Fall nach dem nächsten Spiel dann wieder. dahin bleibt uns gewogen und genießt die, ich hätte beinahe gesagt, fußballfreie Zeit. Ist es ja eigentlich nicht. Wir versuchen sie ein bisschen zu überbrücken und in diesem Sinne macht es gut und bis bald. Tschüss.