Warum eigentlich? Die Welt einfach erklärt

Warum schlafen manche Tiere den ganzen Winter durch?

Mittwoch, 14. Oktober 2026 · 3 min

MP3

Shownotes

Der Schnee liegt auf der Wiese, der Garten ist still, und der Igel von nebenan ist plötzlich spurlos verschwunden. Warum eigentlich schlafen manche Tiere den ganzen Winter durch? Marco König erklärt kindgerecht, wie Igel und Murmeltier sich ein dickes Fettpolster anfressen und dann Herzschlag und Körpertemperatur so stark absenken, dass sie den Winter fast schlafend überstehen. Kinder erfahren außerdem, wie langsam das Herz eines Igels im Winterschlaf wirklich schlägt. Kinder erfahren außerdem, welches Tier von allen am längsten am Stück schläft.

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Warum schlafen manche Tiere den ganzen Winter durch? Marco König erklärt

Heute gibt's wieder eine spannende Antwort auf eine interessante Frage. Ich bin Marco. Schön, dass du heute mit dabei bist. Warum eigentlich? Hier stellen wir die Fragen, die Kinder überall auf der Welt stellen. Warum eigentlich? Kennst du das? Im Winter draußen ist es kalt, der Schnee liegt auf den Wiesen und manche Tiere, die sieht man im Winter einfach nicht mehr. Warum eigentlich? Schlafen denn manche Tiere den ganzen Winter durch?

Die Erklärung.

Im Herbst fressen sich manche Tiere richtig dick und rund. Der Igel zum Beispiel. Er frisst Käfer und Würmer, bis er ein dickes Fettpolster unter seiner Haut hat. Dieses Fett ist wie ein Vorrat, den er mit in den Winterschlaf nimmt. Und dann sucht er sich ein trockenes, warmes Versteck zum Beispiel unter einem Haufen Laub, rollt sich zusammen. Und nun passiert was Erstaunliches. Sein Herz, das sonst ganz schnell schlägt, wird plötzlich ganz langsam. Auch sein Körper wird kälter und passt sich der Umgebung an. Der Igel atmet kaum noch. Und weil der Körper so wenig arbeitet, braucht er auch nur noch ganz wenig Energie. So reicht ihm sein Fettpolster, um den ganzen Winter zu überstehen, obwohl es draußen nichts zu fressen gibt. Im Frühling, wenn es wieder wärmer wird, dann wacht er ganz alleine auf und sein Herz schlägt wieder so schnell wie vorher.

Schon gewusst?

Beim Igel schlägt das Herz im Sommer ungefähr 190 mal in der Minute. Im Winter, wenn er schläft, sind es nur noch fünf Schläge pro Minute. Das ist fast so, als würde das Herz fast stillstehen, nur um Kraft zu sparen.

Fun Fact.

Murmeltiere schlafen sogar noch länger als Igel. In den Bergen verschwinden sie schon manchmal im Oktober in ihrem Bau und kommen erst im April oder Mai wieder. Das sind mehr als sechs Monate am Stück. Stell dir vor, du kuschelst dich an einem kalten Winterabend in eine ganz dicke Decke. Draußen pfeift der Wind, aber du bist warm und ruhig und dein Atem geht ganz langsam. So oder zumindest so ähnlich fühlt sich der Igel in seinem Laubhaufen Monat für Monat und er wartet, bis der Frühling klopft. Wenn du dich auch manchmal fragst, hä, warum eigentlich? Dann schreib mir deine Frage an marco@abinsbett.net Das war Warum eigentlich.

0:00 / 0:00