Was wichtig ist

Das Wettrüsten im Netz

Freitag, 2. Oktober 2026 · 23 min

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Shownotes

**Kooperation**
Künstliche Intelligenz bestimmt heute unseren Alltag. Längst setzen Hacker sie ein, um Angriffe schneller und gezielter zu gestalten. Gleichzeitig kommt KI zum Einsatz, um Attacken früher zu erkennen und rascher abzuwehren. Es ist ein technologisches Wettrüsten, das immer mehr an Geschwindigkeit aufnimmt und viele Fragen aufwirft. Im Rahmen der Cybersecurity-Schwerpunktwoche der „Presse“ besprachen Experten wichtige Fragen mit Eva Komarek. Es diskutierten Martin Grasel, Büroleiter für Ermittlungen des Cybercrime-Competence-Centers des Bundeskriminalamts, Philipp Mattes-Draxler, Partner im Bereich Cybersecurity sowie Privacy bei PwC Österreich, und Roland Supper, Group Chief Security Officer bei der Erste Group.

Der kürzlich präsentierte Cybercrime-Report des Bundeskriminalamts für das Jahr 2025 weist ein anhaltend hohes Niveau an Internetkriminalität aus und die Bedrohungslage hat sich durch KI verändert. Neue Technologien und neue Möglichkeiten der Täter machen sie dynamischer. Das stellt auch Cybercops vor neue Herausforderungen, denn KI ist ein Treiber, der die Cyberkriminalität befeuert.

Angriff und Abwehr im Wettlauf

Es ist vor allem die organisierte Internetkriminalität und der Trend zum „Crime as a Service“, der die Cyberkriminalität verändert. So entstehen eigene Industrien und Ökosysteme und das Einstiegslevel für Kriminelle wird aufgrund der angebotenen Serviceleistungen immer geringer.
Deshalb ist bei der Erste Group der Bereich Cybersicherheit bereits seit langer Zeit Chefsache und Kundendaten erhalten höchsten Schutz. Roland Supper, der das Cyber Defense Center der Erste Group begründet hat: „Dieses Herzstück betreiben wir seit vielen Jahren, monitoren den Zustand unserer Cybersicherheitssysteme und bauen die Verteidigung ständig aus.“

Egal, ob Unternehmen KI bereits effektiv bei Arbeitsprozessen einsetzen oder noch darüber nachdenken – allerorts kann Mattes-Draxler beobachten, dass künstliche Intelligenz nicht nur die Angreifer und die Verteidiger unterstützt, sondern auch die Security-Abteilungen vor Herausforderungen stellt. Es sind vor allem Tätergruppen, die mit Ransomware Unternehmen erpressen. Dabei werden Firmendaten durch Schadsoftware verschlüsselt und erst gegen die Zahlung eines „Lösegelds“ wird die Entschlüsselung wieder möglich. „Bei Ransomware-Fällen setzen wir verstärkt auf Prävention und Resilienz, da die Angreifer aus Teilen der Welt stammen, in denen die Strafverfolgung schwierig bis unmöglich ist“, so Grasel. Deshalb setzt das BKA bei Ermittlungen auf internationale Kooperation, die zu manchem Erfolg führt: „Wir stellen oft fest, dass Firmen bereits infiltriert sind und können so pro Jahr 50 bis 70 Unternehmen warnen und vor einer Verschlüsselung bewahren.“

Wie sich Unternehmen vor Hackerangriffen schützen können, was PwC seinen Kunden rät, wie das Bundeskriminalamt bei einer Ransomware-Verschlüsselung helfen kann und weshalb die nächste große Herausforderung die Quantentechnik ist, besprachen Experten im Talk zur Schwerpunktwoche Cybersecurity der „Presse“.

Information
Alle Expert:innengespräche zur Themenwoche „Cybersecurity“ sind nachzusehen unter diepresse.com/cybersecurity.

Dieser Inhalt wurde von der „Presse“-Redaktion in Unabhängigkeit gestaltet. Er wurde mit finanzieller Unterstützung von PwC (pwc.at)und Check Point Software Technologies Ltd (checkpoint.com/de)ermöglicht.

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