Was wichtig ist

Regimewechsel an den Kapitalmärkten: Plan schlägt Panik

Montag, 21. September 2026 · 36 min

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Shownotes

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Wenn man auf wirtschaftliche Regimewechsel zurückblickt, zeigt der historische Vergleich eine wiederkehrende Sequenz. Regime werden instabil, wenn ihre Regeln die von ihnen selbst erzeugten Spannungen nicht mehr verarbeiten können. Der sichtbare Auslöser - sei es Krieg, Depression, Inflation, Finanzkrise oder Pandemie - ist deshalb selten die alleinige Ursache. Vielmehr beschleunigt er einen bereits laufenden Prozess und verändert die Erwartung, dass die alten Regeln fortbestehen.
Der entscheidende Wendepunkt ist schließlich die Veränderung der politischen Zielfunktion. Sicherheit kann Vorrang vor Effizienz erhalten, Beschäftigung vor Währungsparität, staatliche Finanzierbarkeit vor realem Gläubigerschutz oder technologische Kontrolle vor maximaler Offenheit. In der anschließenden Kontestation wird entschieden, wer die Kosten der Anpassung trägt. Erst eine glaubwürdige, potenziell kostspielige Handlung und ihre institutionelle Verankerung schaffen einen neuen Anker.
Seit 2020 überlagern sich Pandemie, Krieg, Geoökonomie, hohe Staatsverschuldung, Energie- und Sicherheitsinvestitionen sowie der KI-Investitionsboom. Die historische Parallele liegt in der Instabilität einer Übergangsphase, in der alte Reaktionsmuster an Verlässlichkeit verlieren und neue noch nicht fest verankert sind.
In diesem Podcast erklärt Jürgen Lukasser, Deputy Chief Investment Officer der LGT Bank AG, Zweigniederlassung Österreich, anhand von konkreten Beispielen der Geschichte seit 1914, welche archetypischen Gemeinsamkeiten wirtschaftlichen Regimewechsel aufweisen – und wie sich ein Anlegerportfolio strategisch gestalten lässt, das die langfristige Handlungsfähigkeit so wenig wie möglich beeinträchtigt.
Das Gespräch für die „Presse“ führt Christian Lenoble.

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