Wetter, Wissen, Was

Novemberwetter 2026: Schneechancen, Polarlichter & Gefahren wie Nebel und Glätte

Freitag, 23. Oktober 2026 · 24 min

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Shownotes

Wenn wir in das Jahr 2023 zurückdenken, kam der Winter im November schon verfrüht zu uns nach Deutschland. Doch wiederholt sich das im November 2026? Kommen eisige Kaltluftvorstöße und erster Schnee bis ins Flachland? Normalerweise zeigt sich der November eher trist, grau und Nebelschleier legen sich über die Felder. Gleichzeitig fallen die letzten Blätter von den Bäumen und schon am Nachmittag wird es dämmrig. Manchen schlägt die Dunkelheit aufs Gemüt, doch der Monat lädt auch zum Innehalten, Teetrinken und Lebkuchenessen ein.

Wetter.com-Redakteurin Maria Baur und Meteorologe Andreas Machalica klären, was die Wettermodelle über die Schneechancen sagen, woher das typische Novembergrau kommt, wann die Nebelschlussleuchte erlaubt ist und warum Glätte auf Brücken besonders tückisch ist. Außerdem erfahrt ihr, ob Polarlichter am Himmel entdeckt werden können, was gegen den Novemberblues helfen kann, warum Stürme tendenziell weniger werden und wo sich ein Kurzurlaub lohnt. All das erfahrt ihr in der neuen Podcast-Folge von "Wetter, Wissen, Was".

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Wenn wir bald das Kalenderblatt umschlagen und der erste November vor der Tür steht, ist Halloween gerade erst vorbei. Doch während die letzten Kürbisse langsam von den Haustüren verschwinden, könnte man meinen, dass der eigentliche Grusel jetzt erst beginnt – denn wer kennt es nicht? Das berühmt-berüchtigte Triste Novemberkrau!

Nebel legt sich wie ein Schleier über die Landschaft, die Bäume lassen nach und nach ihre letzte Blätter fallen, draußen pfeift der Wind um die Häuser und vielleicht fallen sogar schon die ersten Schneeflocken vom Himmel… Und wer es draußen ungemütlich ist, können wir uns drinnen wiederum einkuscheln und den ersten Lebkuchen genießen.

Also ich zumindest! Einfalls markiert der November langsam den Abschied vom Herbst und stimmt uns auf den Winter ein. Aber bekommen wir überhaupt schon Winter-Vibes? Was sagen die Modelle? Worauf müssen wir uns im Straßenverkehr einstellen – und wie stehen die Chancen auf Polarlichter?! All das kläre ich hier mit unserem Metrologen Andreas Machaliza in der neuen Folge von Wetter.

wissen was Hallo Andi Andi, woher kommt denn diese Bezeichnung Novembergrau? Stimmt es überhaupt? Kann man durchaus sagen. Das ist ein ziemlich prägnanter Begriff der sich über die Zeit entwickelt und auch verfestigt hat. Man kann damit wunderschön diese charakteristische Trübe-Stimmung dieser späthämstliche Dauertristest zum Ausdruck bringen gerade diese Tage, wo diese tief hängenden grauen Stratoswolken sich kann ich richtig auflösen, da wird es gar nicht so ordentlich hell werden.

Da geht quasi die Morgendämmerung in die Abenddämmerungen über. und diese Verknüpfung des Monats November mit Düsterheit, mit Nebel ja auch ein bisschen mit melancholischen Phasen, mit Innerhalten, die finden wir auch an der Deutschland Literatur zum Beispiel bei Heinrich Heine, der vom traurigen Monat November schreibt oder auch bei Theodor Storben und natürlich auch bei Rilke in seinem berühmten Gedicht Herbsttag.

also dieser Monat november und dieses novembergrau das ist eben ziemlich charakteristisch. Und wie sieht es denn aus mit so Sonnenstunden oder Stürmen und Regen? Also was ist da typisch im November? Ja, Sonnen-Stunden gibt's man kann sich denken nicht allzu viel. wir können im Durchschnitt mit fünfzig sechzig Sonnen Stunden in Deutschland durchschnitt rechnen.

also das sind knapp zwei Stunden Sonne pro Tag von maximal neun, das ist also wirklich nicht viel. Es gibt natürlich immer so Ausreißer und Ausreisser. Da gab es mal hundert Sonnenstunden und richtig trüber November im Jahr zwanzig mit nicht einmal vierzig Sonnen stunden. da gab's einige Orte die hatten gerade mal zehn Sonnen Stunden.

Also das war dann wirklich sehr sehr viel November grau und durch den Temperaturen haben wir meist so ein Bereich über den Monat gemittelt fünf bis sechs Grad natürlich dann jetzt auch in den letzten Jahren wieder alles in allem zunehmend. Und die Tageshöchstemperaturen, wenn wir uns sie anschauen, liegen so bei acht neun Grad im Durchschnitt.

Natürlich generell in tieferen Lagen am Rhein ein paar Grad mehr und in den Bergregionen ein paar grad weniger. Und generell zum Monatsbeginn generell die höheren Temperaturen. zu Monatsende wird es schon mal kühler und auch winterlicher. Wenn man mal schaut was da an Stürmen möglich ist Da wird man vielleicht ein bisschen überrascht sein, denn das hat in den letzten Jahrzehnten doch deutlich abgenommen.

Gerade im November gab es in den Sechziger-Siebzigerjahren sehr stark und verheerende Stürme z.B., die Niedersachsen Orkan Quimbo Gas war wirklich eine der heftigsten Wettereignisse, die wir in Deutschland erlebt haben. Und in den Letzten Jahren wirklich nur noch wenige Sturmtiefs, die haben oftmals wie zwanzig oder zweitausendzwanzig den Norden Deutschlands gestreift.

aber ist eben so auch ein Trend Durch dem möglicherweise schwächer wenden Jetstream und mehr Hochdruck blockharde Wetterlagen, dass die Sturmtiefs dann einem Bogen um uns machen. Du hast gerade schon die möglichen winterlichen Feelings angesprochen und es gibt ja auch eine Bauernregel. Und zwar, wenn's laubt nicht vor Martini fällt kommt eine große Winterkelt.

Martini ist am elften November und ist wahrscheinlich den meisten als Martin fest bekannt. aber kann so ein später Laupfall etwas über einen bevorstehenden Wind überhaupt aussagen? oder ist das alles nur heiße Luft? Man könnte kurz sagen Humbug lässt sich wissenschaftlich nicht halten in einigen Jahren beobachtet, dann ist es eben so ein Zufall.

Aber es gibt da keinen zuverlässigten Zusammenhang. der Zeitpunkt des Laubfalls hängt viel mehr davon ab wie die Witterung in den Wochen und Monaten zuvor war. wenn wir einen relativ milden Herbst ohne Frühfrost gehabt haben Dann bleibt das Laub gerne auch mal etwas länger auf den Bäumen. Und auch wenn's im Sommer genug Wasser gegeben hat dann bleiben die Blätter auch länger grün.

andersrum bei Hitze und Trockenheit. Da werfen die Bäume das Laub dann schon generell etwas früher ab. Und wenn man sich mal da die letzten Jahrzehnte betrachtet, findet der Laubfall generell so ein bisschen später statt als noch vor einigen Jahrzehnten. im Schnitt hat sich das um sechs Tage nach hinten verschoben.

auch da spielt der Klimawandel eine Rolle, der die Vegetationsphase nach hinten verlängert. Es gibt allerdings auch Forschungen zum Beispiel der ETH Zürich, dass das Laub in Zukunft durch mehr Fotosynthese im Frühling und im Sommer wieder früher abfallen könnte. Also das ist dann wie ein gegenläufiger Trend.

Warum fällt es laubt denn überhaupt von den Bäumen im Winter? Das ist halt so, dass die Bäume mit der Photosynthesie aufhören und dann wird eben der Laubfall eingeleitet. Das findet je nach Witterung mal ein bisschen früher oder später statt. Ich habe gelesen, dass gerade im November auch bei den Temperaturen von heftigen Minusgraden bis Sommertemperaturen in der Vergangenheit schon alles dabei war.

Welche Extreme gab es denn da schon? Ja, von Minus-二undzwanzig bis Plusum und zwanzig kann man sagen. höchster Wert in Deutschland im November Stolze, aber auch bei einer starken Föhnwetterlage. Damals gab es übrigens in München gegen Mitternacht noch Temperaturen von zweiundzwanzig Grad. also das war wirklich absolut ungewöhnlich.

und auch die Vierundzwansicht grad die wir zwei tausend zwanzig im fälzischen Badürkheim hatten mit denen sind wir in November gestartet sind dann auch eher spät saumalig. also das ganze ist dann schon wirklich so das höchste Niveau. Auf der anderen Seite haben wir schon extreme Frostnächte im November gehabt.

an der Sternwarte Indiena, das haben wir schon eine ziemlich lange Zeitreihe dort von über zweieinhalb Jahren. Da wurden schon mal im November minus vierundzwanzig Komma. sechs Grad gemessen ist allerdings schon ein bisschen her. Das war achtzehnhundert und fünfzig. aber auch in den letzten Jahren gab's mal tatsächlich richtig knackige Novemberfröste Und ich habe es gar nicht mehr so richtig auf dem Schirm gehabt.

letztes Jahr im November hatten wir mal tatsächlich in Altenstadt in Oberbayern Minus achtzehngrad am Dreiundzwansiches November. also da gab´s auch schon Mal so richtig eisige Zeiten zumindest kurzfristig. Wow, krass! Das habe ich irgendwie gar nicht mehr so auf dem Schirm an, was ich mich aber noch gut erinnern kann Ende November zwanzigundzwanzig als ziemlich starker Schneefall in München eingesetzt hat es dann allerdings erst am Anfang Dezember zu Rekorden kam.

Erinnest du dich daran auch noch? Darin kann ich mich sehr gut erinnern. da ging ja wirklich in Münchchen und in ganz Südbayern praktisch gar nichts mehr. Da fuhr ja auch keine S-Bahn mehr Und Ich hatte dann auch noch den Morgen danach im Zahnarzttermin bezweifelt früher losgefahren in einen Stadtteil von München und bin eine Stunde später angekommen, also ist da wirklich ziemlich chaotisch.

Da fielen innerhalb einer Nacht über vierzig Zentimeter Schnee und gab da eben tatsächlich neue Schneehöhnen, Rekorde, feuchtwarme Luft aus Süden- und Frostluft aus Norden trafene aufeinander und an dieser luftmaßigen Grenze hat es eben sehr stark und anhaltend geschneit. Da bist du aber dann nicht mit deinen Skiern hingefahren zum Zahnarzt oder?

Das wäre wahrscheinlich die bessere Variante gewesen! Wahrscheinlich das machen ja auch man. Wenn wir jetzt aber mal in den kommenden November, also im Jahr auch in Tiefere lagen. In der ersten Phase des November kaum da sind die Chancen auf Schnee noch ziemlich gering... Die Chancen steigen dann natürlich in der zweiten Novemberhälfte.

Das haben wir in den letzten Jahren immer wieder mal erlebt, wenn da mal Kaltluft-Einbrüche kommen kann es durchaus zumindest vorübergehend und phasenweise mal in tiefere Lagen herabschneiden. generell ist das allerdings jetzt nicht gesetzt dass wir tatsächlich auch schon Winter Einbrüchen bekommen. Wir können eher von einem durchschnittlichen Temperierten bis leicht zu warm in November ausgehen.

Wahrscheinlich kein extrem milder November, das Temperaturniveau dürfte relativ durchschnittlich sein über weite Strecken des Monats was aber eben Kaltluft-Einbrüche im weiteren Verlauf nicht ausschließt. und beim Niederschlag wird sich das Ganze wahrscheinlich auch so im Durchschnitt einpendeln. So eine richtige Besserung.

was die Trockenheit angeht die wir im Moment haben sieht im Moment nicht danach aus. Also die Trockenheit steckt ja auch tief im Boden, es kann eben immer wieder mal regnen aber das wird wahrscheinlich nicht reichen um diese Trockenkeit entscheidend zu lindern. also auch die Flusspegel werden da wahrscheinlich relativ niedrig bleiben und wir gehen auch jetzt aus dem Oktober in den November hinein mit mildem Hochdruckwetter.

so sieht's im moment aus auch wenns dann in den ersten November Tagen wieder ein bisschen wechselhafter werden könnte zwischendurch mit etwas Regen. Welche Rolle spielt denn der Polarwirbel im November? Von dem liest man ja auch immer wieder. Kannst du einmal noch mal kurz erklären, was das überhaupt ist und was damit passiert wenn wir auf mögliche Kaltluftausbrüche schauen?

Es wird jetzt in den Polaregionen nacht also da geht die Sonne jetzt weg für viele Monate und dementsprechend sammelt sich der Kalt luft an und dieser Polar Wirbel ist ein kräftiges Tiefdruckgebiet einen Höhentief um den Pol wo sich diese eiskalte Luft so richtig ansammelt Wirbel stabil ist. Dann haben wir bei uns mit Kaltluft wenig zu tun, dann haben wir eben diese typische West-Wetterlage also kräftiger Wind vom Atlantik.

das ist dann oft milde und feuchte Luft die dann zu uns kommt. wenn dieser Polarwirbel allerdings schwächelt so ein bisschen in Schlingern gerät dann kann Kalt luft auch aus dem Polargebieten südwärts ausbrechen und dann kann es eben auch bei uns zur Kalt Luft Ausbrüche kommen muss es aber nicht denn je nach Konstellation von den hohen Tiefdruckgebieten kann die arktische Luft entweder zu uns strömen oder uns auch verfehlen in den nächsten Tagen und Anfang November.

Da kann zum Beispiel Polarluft über Sibirien nach Süden ströben, also wir haben in diesen Tagen einen etwas geschwächten Polarwirbel ob der sich im Verlauf des November dann stabilisiert das muss man da mal abwarten. In der Nacht vom vierundzwanzigsten auf den fünfundzwanzixten Oktober beginnt ja die Winterzeit.

Die Uhren werden um eine Stunde zurückgestellt, dadurch wird es aber abends dann früher dunkel und die zunehmende Dunkelheit schlägt manchen Menschen auch aufs Gemüt und kann sich auf die Stimmung und das Wohlbefinden auswirken. Wie stark nimmt denn diese Tageslänge im November eigentlich ab? Und gibt's da auch irgendwie regionale Unterschiede zwischen Nord- und Süddeutschland.

Generell werden die Tage im Laufe des Monats November noch kürzer, allerdings nicht mehr so schnell und rapide wie wir das im Oktober und vor allem auch im September erlebt haben. Da sind es ja pro Tag vier Minuten gewesen. Jetzt in November ist das insgesamt weniger. über den ganzen Monat kann man sagen eineinhalb bis ein dreiviertel Stunden Tageslicht verlieren wir noch im Norden generell mehr als im Süden.

Da haben wir ja im Winter dann tendenziell die etwas längeren Tage. und wenn man mal dann so Richtung weiter nach Norden schaut in die Polarregionen, wie eben schon angesprochen da beginnt dann die Polarnacht. auf Spitzbergen geht die Sonne Ende Oktober dann für einige Monate komplett unter untermitte.

Ende November wird es dann auch im Norden Skandinaviens zum Beispiel in Tromsow viele Wochen dann dunkel. also da geht die sonne nicht mehr auf Und Ende November sind wir Mitteleuropa ja auch schon nicht mehr allzu weit von der Wintersonnwende entfernt. Der Sonnenuntergang ist dann schon zwischen vier und halb fünf, also deutlich früher als jetzt noch.".

Diese Dunkelheit, die bietet ja auch ganz gute Voraussetzungen um Polarlichter. Auch in Deutschland tatsächlich herzusehen! Im November-Zwischen hat man in Bayern wirklich ein wunderschönes Farbspektakel gesehen. Worauf sollten denn Interessierte achten wenn sie Polarlichter sehen möchten? oder klären wir vielleicht nochmal warum gerade jetzt im Herbst dann die Chancen steigen?

Ja, im Herbst sind die Chancen ganz gut. Vor allem allerdings zu Beginn des Herbstes und die Tag- und Nachtgleiche bis in den Oktober hinein. Da gibt es eine bestimmte Regel. Das sind so die Maxima gerade zur Frühlingstag und Nachtgleiche März, April und dann auch noch mal September, Oktober. was soll da sich ausschließen?

Dass wir im November auch nochmal Polarlichter sehen. man muss allerdings sagen November Nächte sind nicht nur lang und dunkel sie sind auch oft so trübe dass wir da gar nichts sehen. klare Nächste sind in den meisten Regionen deswegen relativ selten weil wieder feuchte Wolkenreiche Luft vom Atlantik haben.

oder wir haben ruhiges Hochdruckwetter und dann breitet sich auf Nebel oder Hochnebel aus, also die besten Chancen auf klaren Himmeln. von die metrologischen Voraussetzungen. Hier haben wir oft auf den Bergen und sonst natürlich generell je weiter nach Norden gehen, da sind Polarlichter etwas wahrscheinlicher als im Süden Deutschlands.

aber klar ist bei starken Polarlichtausbrüchen gibt es Polarlicher dann auch mal an und in den Alpen zu sehen. Generell nimmt übrigens der Aktivität der Sonne so ganz langsam ab von ihrem Maximum der letzten zwei Jahre. Und ja, was schließt eben tatsächlich nicht aus? Das ist bei einer starken Sonnenerruption dann tatsächlich nochmal diese wunderschönen und mystischen Farbspektakel und Farbspiele über Nacht geben kann.

Ja wie gesagt also letztes Jahr im November wurden wir ja dann beglückt. das heißt es kann ja durchaus passieren. Ja, man sollte es am Auge behalten und es gibt ja auch viele Apps. Da schaut man am besten mal in seinen App Store rein, sucht danach ProLalicht oder Aurora und findet entsprechend dann auch Vorwaren-Apps das man da rechtzeitig Bescheid weiß.

Wenn wir jetzt mal von dem Polarlicht dann weggehen, aber bei der Dunkelheit bleiben kann die Dunkelheid und Nebel auf Straßen ja gar nicht so ungefährlich werden. Ich meine, Glätte wird auch ein Thema im November. Wann muss ich denn die Nebelschlussleuchte einschalten? Und was muss sich denn bei schlechter Sicht besonders beachten als Autofahrer?

Ja natürlich langsam fahren das ist ganz klar. man sollte die Geschwindigkeit natürlich den Sichtverhältnissen anpassen. Das ist das A&O! Die Nebelschlussleuchten darf man nur bei sehr dichtem Nebel anmachen. Also wenn du nicht mehr weiter gucken kannst als fünfzig Meter, das kann man übrigens gut aus den Leipfosten am Straßenrand ableiten die einen Abstand von genau fünfzig m haben.

also wenn du von einem Leippfosten nicht mehr bis zum nächsten schauen kannst dann darfst du die Nebelschlussleuchte einschalten. Übrigens streng genommen nur bei Nebel! Nicht bei Regengischt und schlechter Sicht und Schnee sondern eben nur bei schlechter sich durch Nebel. Und wenn wir jetzt auf die Glätte schauen kannst, im November auf den Straßen auch schon richtig glatt werden.

Obwohl es ja dann wie du vorhin schon gesagt hast noch gar nicht so richtig Winter ist. also zum Beispiel gerade auch Brücken oder schattigen Straßenabschnitten? Ja das ist aber genau das tückische weil wir eben noch nicht so richtig winter haben. und durchgehend winter rechnet vielleicht auch nicht jeder gleich damit dass es mal glatt werde kann.

und grade in den ersten Nächten tun wir auch immer gut daran, entsprechend stark zu warnen weil es dann eben eine ungewohnte Situation ist. Gut und gerne gibt's da schon mal die Reifklette wenn Nebel gefriert Oder auch dann die ziemlich türkische Glette durch gefrierende Nässe, wenn es abends noch geregnet hat und über Nacht dann aufklart.

Und dann frostig wird! Gerade eben in diesen ersten Frostnächten sind doch viele sehr überrascht, wenn's da mal auf den Straßen brütschig wird... Also wenns da mal so glitzert ist ganz besonders vorsichtig geboten weil´s dann eben glatt sein kann, wenn auch manchmal nur abschnittsweise. Und klar ist natürlich vor allem die Brücken, die kühlen besonders stark ab.

Weil wir da keinen Bodenwärmestrom haben. unter der Brücke haben wir eben auch die kalte Luft und deswegen sind wir dann auf der Brücke schnell mit den Straßenbelagsteimparaturen bei null Grad oder darunter. und ganz klar Die Vorsicht gilt natürlich auch wenn ihr mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs seid Übrigens auch gut zu wissen Bei Nässe.

es ist auch manchmal gefährlich wenn man auf so nassem Laub läuft weil Da kann's auch ganz schön rutschig werden also da erobacht sagen. Das ist richtig, das sieht man aber das Laub also beziehungsweise man kann ja dann entsprechend sehen oder es nasses laub da fahr ich ein bisschen vorsichtiger, aber klar das ist natürlich auch eine große Gefahr.

jetzt im fortgeschrittenen Herbst absolut Lass uns doch nochmal auf den Herbst anfangen, aber jetzt zurückblicken. Im September war nämlich laut Copernicus in Westeuropa der wärmste September seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Auch Trockenheit – du hast es vorhin schon thematisiert – war ein großes Thema teilweise auch im Oktober immer noch.

Wir haben ja die niedrigen Wasserstände und Bilder vom Bodensee gesehen. Welche Rolle spielt denn der Klimawandel bei diesen Entwicklungen? Der menschengemachte Klimawandel ist klar der Haupttreiber. Hochdruckwetterlagen werden verstärkt, können länger anhalten durch den geschwächten Jetstream und da die Basistemperaturen durch die globale Erwärmung ohnehin höher liegen haben wir bei solchen Hochdruckswetterlagen dann auch immer noch mal höhere Rekordspitzen Temperaturen.

deswegen kam es eben zu diesem Rekordseptember. dazu kam übrigens auch noch Exorbitant hohen Wassertemperaturen im westlichen Mittelmeer und im Ostatlantik. Und wenn so eine Hochdruckwetterlage über Wochen anhält, dann kann es eben nur wenig oder gar nicht regnen. Das sorgt dafür dass die Trockenheit teilweise wirklich Schlimmer Ausmaße annimmt, wie wir das eben in Deutschland erlebt haben und ist es ja nach wie vor immer noch ein Thema bei uns.

Und wie wird sich der November im Zuge des Klimawandels in den nächsten Jahren verändern auch im Hinblick auf Wetterextreme? Wir können generell auf längere Sicht mit weiter steigendem Temperaturniveau rechnen. Mit Schwankungen natürlich, das bedeutet kalte winterliche Phasen sind im November immer noch ohne Weiteres möglich auch wenn sie tendenziell selten da werden.

so ein richtig kalten dauerhaften november haben wir zuletzt aus der drei und neunzig gab. es war ein richtiger eis november seitdem ganz klar überwiegend milde bis sehr milde novembermonate. Und man kann erwarten, dass der Rekord milde November von Zwei-Tausend-Fünfzehn irgendwann auch mal getoppt werden wird.

Bei den Niederschlägen ist die Prognose insgesamt ziemlich schwierig. da gibt es im November keinen klaren Trend. wir haben in der jüngen Vergangenheit nicht nur ein sehr trockene November gehabt wie zum Beispiel zwei Tausend Elf sondern auch ganz schön nasse extrem nasse wie zum beispiel zwei tausend Dreiundzwanzig wo's ja wirklich Ja, teilweise am Stück geregnet hat.

Also da muss man davon mal abwarten. was übrigens Stürmer angeht nach wie vor der Trend eher zu weniger stürmen im November eben durch den geschwächten Schätzstümen und damit auch durch blockierende Hochdruckvetter lagen Gleichzeitig aber die Meerestemperaturen, die nehmen ja dann aber auch im Verlauf des Winters wieder ab.

Weil sie spielen doch eine große Rolle bei den Wetterextremen. Auch wenn wir so in Regionen wie Spanien, Italien und Frankreich schauen... Ja da auf jeden Fall! Da ist die Wassertemperatur natürlich ein ganz entscheidender Faktor für die Situationen, die wir da am Herbst haben. Wir erleben es jetzt auch in diesen Tagen und Wochen wieder sehr starke extreme Unwetter.

das War zu befürchten eben aufgrund der hohen Wassertemporaturen. Das haben wir schon immer wieder im August-September gesagt Da könnte teilweise was Größeres passieren. und ja, diese Tendenz bleibt noch bestehen bis in den November hinein. Dann werden die Wassertemperaturen langsam soweit abnehmen das dann auch die extreme Unwettergefahr dort langsam zurückgeht.

Wir hören der November, der verändert sich. Aber trotzdem bleibt er ein Monat mit vielen unterschiedlichen Gesichtern. für alle die die ersten Novemberwochen nutzen möchten stellt sich deshalb natürlich auch die Frage wo lässt sich die Jahreszeit denn schön erleben? Wir haben jetzt ja auch viel über Entwicklungen gesprochen, die auch besorgniserregend sein können.

in Bayern gibt es Anfang November ja noch die Herbstferien. welche Regionen eignen sich dann ganz gut für einen Kurzurlaub mit möglichem stabilen Wetter? Die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, da der Trend schon für die ersten November-Tage und für die erste Woche noch etwas waage ist. Es deute sich ein bisschen an dass es gerade bei uns in Deutschland und bei unserem direkten Nachbarn ganz gute Chancen gibt auf relativ stabiles Wetter Das heißt vor allem dann wohl auch in den Bergen gute Sonnenschancen, in die tieferen Lagen eher alles ein bisschen vernebelt und möglicherweise auch Richtung Iberische Albinsel.

Vor allem Richtung Westen Süden also Portugal, Südspanien da können es ganz freundlich sein Die Lage am Mittelmeer direkt ist generell eher unbeständig. hier kanns auch im November hinein In einige Regionen kräftig und unwetterartig regnen. Punkte zu ermitteln und zu definieren, wo das der Fall ist. Ist jetzt noch schwierig.

aber generell westliches bzw zentrales und östliches Mittelmeer? Da kann es dann auch noch häufiger zu kräftigen Regenfällen kommen. also da muss man auf jeden fall damit rechnen dass es da noch eher unbeständig ist. Und wo kann man so eine winterliche Atmosphäre bekommen? Das ist im Moment auch ziemlich schwierig zumindest Anfang November.

dann allerdings natürlich in den Bergen. Das haben wir ja schon in diesen Tagen im Hochgebirge, in den Alpen auch auf der Zugspitze mal so ein bisschen Schnee. Und das ist dann auch der Trend wenn man mal so paar Kälte Einbrüche bekommen zumindest mal so ansatzweise kühle Atlantikluft heranbekommen die in den tieferen Lagen noch nicht für Schnee reicht aber dann zumindest Mal auf den Bergen oberhalb von tausend Tausend Fünfhundert Meter und es wird sich dann möglicherweise bei weiteren Kaltlufteinbrüchen in der zweiten November Hälfte in etwas tievere Lagen dann verteilen, dass wir auch mal so in den deutschen Mittelgebirgen ein bisschen winterlicheres Weiß bekommen können.

Ob es für ganz unten reicht bleibt allerdings noch abzuwarten. Aber mit Lawingefahr wird das kein Thema? Das ist im Moment noch kein Thema, dazu bräuchte man natürlich auch nochmal eine größere Schneemänne. Ob wir die dann tatsächlich schon in November bekommen? Das bleibt noch abzuwarten! Das ist ein eher ein Thema für den weiteren Verlauf des Winters.

Was ist denn deine Liebsteaktivität in November? Ich gehe ganz gerne irgendwie auch um so ein bisschen den Novemberblust zu vermeiden. Gerne mal raus, einfach mal eine halbe Stunde muss gar nicht unbedingt jetzt besonders sonnig sein. Auch wenn der Himmel grau ist sorgt schon dafür dass man ein bisschen bessere Stimmung bekommt, damit die Sonne scheint.

Ist es natürlich noch ein bisschen schöner und das sind natürlich auch Sachen die man jeden Tag zwischendurch einmal machen kann. also gerade so um die Mittagszeit einfach mal die frische Luft tanken. absolut Also, ich habe ja einstiegs auch gesagt den Lebkuchen. Ich bin ja so der Typ, den ich schon in November manchmal im Regal habe!

Das ist kontrovers aber... Also Maria, ich muss dir sagen, ich hab' im Oktober schon angegessen, bis du da nicht die erst bist. Sehr gut, das sind doch gute Aussichten! Ich bin gespannt wie sich der November entwickelt. Ich sag danke Andi für deine Zeit und für euch sage ich bis zum nächsten Mal bei Wetter wissen was?

Folge zum Thema Wetter, Klima und Umwelt. Wenn euch diese Folge gefallen hat lasst uns doch gerne mal eine positive Bewertung bei Apple Podcasts, Spotify oder dem Podcast Anbieter eurer Wahl da! Und ich sage tschüssi und bis zum nächsten Mal.

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