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Shownotes
In vielen Teilen West- und Mitteleuropas war es in den vergangenen Monaten deutlich zu trocken. Böden trockneten aus, Bäche und Seen führten wenig Wasser und auch die Grundwasserstände sanken teilweise. Wo ist das Wasser geblieben?
Das Wasser ist nicht verschwunden, sondern vor allem anders verteilt. Ein Teil davon ist als Wasserdampf in der Atmosphäre unterwegs. Und davon gab es diesen Sommer sogar mehr als üblich.
Warme Luft kann besonders viel Wasserdampf enthalten. Ob daraus tatsächlich Regen fällt, hängt aber stark von der Wetterlage ab. Hochdruckgebiete hielten den Regen bei uns über längere Zeit fern und beeinflussten gleichzeitig die Zugbahnen der Tiefdruckgebiete. So war der Niederschlag über Europa sehr ungleich verteilt.
Wie viel Wasser innert kurzer Zeit zusammenkommen kann, zeigte sich diese Woche in Südfrankreich. In den Cevennen fielen lokal mehrere hundert Liter Regen pro Quadratmeter. Auch in Ostspanien und auf Kreta gab es kräftige Niederschläge.
Inzwischen hat es auch in der Schweiz wieder geregnet. Vor allem im Jura und in der Nordwestschweiz kamen teils mehr als 20 Liter pro Quadratmeter zusammen. Das hilft den Pflanzen und den oberen Bodenschichten. Um die über längere Zeit entstandenen Defizite im Boden und beim Grundwasser auszugleichen, braucht es aber mehr als ein paar Regentage.