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Working Draft· Folge 659

Revision 659: Meetings, Memos, Mindset: Büro-Lifehacks für Webdevs

Dienstag, 29. April 2025 · 1 h 15

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Shownotes

In dieser Revision ist Melanie Patrick (linkedin.com/in/mgapatrick) zu Gast – und bringt Skills mit, die man im Webdev-Alltag gerne mal unterschätzt: Organisation, Struktur, Planung und Kommunikation. Kurz: Life Hacks aus dem Büroalltag, die jede:r gebrauchen kann!

Schaunotizen

[] Meetings, Memos, Mindset: Büro-Lifehacks für Webdevs
Wir sprechen über Tools und Tricks, die das Chaos im Kopf und auf dem Desktop minimieren – von einfachen Backups bis hin zu cleveren Ablagesystemen. Melanie erzählt, wie man sich in stressigen Situationen selbst austrickst, wie man Meetings effizient gestaltet und warum man auch als Entwickler:in etwas von der „Sekretärinnen-Schule“ lernen kann.

Nebenbei geht’s um klassische Software-Fails, digitale To-do-Listen, Passwort-Strategien und wie man durch gute Vorbereitung im Team einfach mehr Ruhe reinbringt. Ein Gespräch über Verantwortung, Vertrauen, Teamplay – und warum gute Organisation nichts mit Kontrollzwang zu tun hat.

Diskutiert die Folge mit uns in unserem Community-Slack: draft.community

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Ich finde, unsere Hauptaufgabe als Programmierer ist, Probleme zu lösen. Ja, wir lösen die manchmal auch mit Code, aber halt auch nicht immer. Meine persönliche Regel ist ein Kalender für Privates und Berufliches. Und ganz oft geht es halt einfach darum, mit den Leuten zu reden und herauszufinden, was brauchen die eigentlich. Weil ganz oft kommen die mit irgendeiner Lösung um die Ecke, die sich irgendwie zusammengestapselt haben.

Aber wenn du das Ganze mal hinterfragst, dann stellst du irgendwie, Schwester braucht doch eigentlich was ganz anderes.

Diese Revision von Working Draft wird euch präsentiert von euch, von unserer Community. Podcasting ist keine Einbahnstraße und ohne euer Feedback wäre das hier alles gar nichts. Und deshalb haben wir für euch einen Slack-Channel eingerichtet. Unter draft.community könnt ihr beiträgen und mit uns Podcast-Hosts sowie der erlesenen restlichen Hörerschaft abhängen.

Wir diskutieren über den Podcast, tauschen Links aus und immer dann, wenn wir etwas Besonderes vorhaben, erfahrt ihr es dort zuallererst. Also klickt doch mal rein unter draft.community. Revision 659. Wir sind heute zu zweit. Aus dem Team wäre ich dabei, der Chef. Und das bedeutet, wir haben eine Gästin, und zwar ist das die Melanie Patrick. Hallo Melanie. Hi.

Schön, dass du da bist. Erzähl doch mal, wer bist du denn eigentlich?

Ja, ich bin Melanie. Ich bin Senior Backend Engineer bei Trivago. Das Ganze seit zwölf Jahren in der Zwischenzeit. Und davor war ich aber Sekretärin und habe bei der Boston Consulting Group vier Chefs betreut. Und deswegen bin ich dann heute auch hier, weil ich mir nämlich ganz oft denke, dass so Programmierer ganz viel auch aus diesem Bruchzeug was abgucken können.

Ja, sehr geiles Thema. Wir sind uns ja öfters schon mal hier in Düsseldorf begegnet auf Meetups. Und du gibst ja auch selber gerne Talks und hast auch zu diesem Thema einen Talk. Du hast ja auch einen sehr coolen Git-Talk. Weiß ich noch, da habe ich dich also zum ersten Mal wahrgenommen über diesen Talk, den du da am Start hast.

Du bist auf jeden Fall umtriebig und genau, hast einen supercoolen Background und hast eben auch zu diesem Thema, über das wir heute hier sprechen, einen Talk in petto, den du jetzt noch nicht so oft, glaube ich, gehalten hast, aber das... Das wird sich vielleicht noch ändern.

Kann sich ja noch ändern. Ja, also der Talk heißt dann Secret Diary of an International Secretary, weil ich eben eine International Secretary war. Ich spreche halt dann auch drei Fremdsprachen. Aber es geht halt einfach darum, um die ganzen Tricks, die ich mir halt dann eben in diesen elf Jahren Berufsleben angeeignet habe, die ein bisschen auf das Leben heutzutage zu übertragen.

Das heißt also, eigentlich kannst du jetzt quasi so auf 50 Prozent Sekretärin und 50 Prozent Entwicklerin.

Ja, das ziemlich genau im Moment, ja. Ja, cool. Ja, und sorry, um nochmal darüber zurückzukommen, der Git-Talk, der ist ja, das ist ganz witzig, den habe ich das erste Mal vor acht Jahren oder so gehalten und den halte ich immer noch, immer wieder mal, weil das echt ein totaler Dauerbrenner ist. Da bin ich selber ganz überrascht von.

Ja, Git ist ja auch irgendwie, ich meine, wenn Git geht, dann ist ja alles gut. Und manchmal ist Git ja auch sehr merkwürdig. Und dann offenbart sich, dass irgendwie doch einige Prozesse unten drunter sind, die man vielleicht nicht so ganz gepeilt hat und deswegen man jetzt irgendwie nicht mehr klarkommt.

Deswegen habe ich den ja auch nicht aus Spaß How to Unfuck genannt. Also bewusst plakativ halt dann auch. Aber es trifft es halt dann auch, weil es genauso auch gedacht ist, um einfach Lösungen für die häufigsten Probleme zu zeigen.

Genau, werden wir auf jeden Fall eine der Aufnahmen davon verlinken in den Shownotes. Genau, und du bist im Grunde, wie viele andere auch, eine Quereinsteigerin und bereicherst sozusagen das Feld der Entwicklung mit deiner Erfahrung und deinem Background und deinem, Was du in dem anderen Beruf gelernt hast und eben dann mitbringen konntest.

Und Entwickler sind ja meistens auch so self-taught. Also viele fangen ja dann in jungen Jahren an. Also zum Beispiel, ich habe auch nie eine Uni von innen gesehen, außer später mal als Gastdozent eine Fachhochschule. Und dadurch lernen wir vielleicht auch nicht immer die Methodiken, so wie sie gut wären.

Und dann gibt es natürlich auch noch viele Soft-Skills, die man so oder so gar nicht lernt. Also selbst wenn ich jetzt wahrscheinlich Informatik studiert hätte oder Medieninformatik oder so, dann wäre ich als Fachidiot da rausgekommen und hätte aber trotzdem von ganz vielen Dingen keine Ahnung. Und das fällt einem dann früher oder später auf die Füße, wenn man sich nicht organisieren kann.

Und ich glaube, da hast du einige gute Tipps in petto.

Ja.

Was war denn so, also als Sekretärin, was hast du da an Skills quasi in der Ausbildung gelernt und lernen müssen, wo du sagst, das sind einfach Skills fürs Leben eigentlich, unabhängig vom Beruf und das kann man eben auch super anwenden hier in unserem Berufsfeld.

Also auf jeden Fall, Selbstorganisation und Kommunikation. Das sind so die beiden ganz großen Dinger. Ich meine, du kannst ja auch nur das Leben anderer Leute organisieren, wenn du dich selber organisiert bekommst. Wie soll das denn sonst gehen? Und klar, Kommunikation. Ich war dann auch dort auf diversen Trainings. Da wurde man dann für zwei Tage in irgendein Hotel geschickt.

Und dann waren das halt dann auch wirklich harte Kommunikationstrainings und, Präsentationstrainings, wo du halt dann gelernt hast und ja, kommunizieren so, dass du halt den Leuten dabei nicht auf die Füße trittst. Kommunizieren so, ich meine, ich habe ja dann auch wirklich mit den Chefetagen und den Sekretärinnen aus diesen Chefetagen selber ja auch telefoniert und kommuniziert.

Da kannst du ja auch nicht sagen, was hast du dir dabei gedacht? Sondern da musst du halt ein bisschen das Ganze netter formulieren. Und ich glaube, das kommt mir heutzutage halt auch immer noch zugute in so einem Teamsetting, dass ich das einfach ein bisschen... Netter und konstruktiver formulieren kann, als sagen, was habt ihr denn da für einen Scheiß gebaut?

Also das heißt also, im Grunde lernst du da auch Diplomatie eigentlich,

Oder? Wenn du es so ausdrücken willst, ja, auch, ganz klar. Dann natürlich halt ganz schlicht sowas wie Knügelheil, wie verhält man sich und welche Gäbelchen nimmt man als erstes und sowas, wenn man dann halt auch mal auf irgendwelche Veranstaltungen mitgeht. Partyplanung auf jeden Fall. Auch gar nicht mal so ohne. Also da lernt man dann halt auch wirklich Sachen.

Also wichtigstes Learning aus dem Eventplanertraining war ja dann, den Raum immer einen Tacken zu klein aussuchen.

Aha.

Weil in einem zu großen Raum...

Oder was?

Ja, und weil dann einige früher gehen und in einem zu großen Raum kommt man sich verloren vor und in einem eng kleineren Raum rückt man halt einfach ein bisschen näher zusammen.

Okay. Ja, wild. Und im Grunde warst du so ein bisschen so wie eine Allzweckwaffe, kann man sagen. Also du hast wahrscheinlich Vorstände unterstützt und aber eben irgendwie alles Mögliche organisiert und in die Wege geleitet.

Ja, also das ist ja dann auch ganz oft, viele Dinge sind natürlich geplant und dann hat man irgendwelche Flugreisen, die um den kompletten Globus geht und die müssen komplett durchgeplant sein. Und dann gibt es halt so Sachen, dass der Chef dann aus Johannesburg anruft und sagt, ich habe mein Portemonnaie im Taxi vergessen.

Kannst du irgendwie versuchen, das wiederzubekommen? Oder hier, wir bekommen Gäste und ich habe damals in München gelebt und es ist gerade Oktoberfest Und dann musst du halt dann irgendwie alles abklappern, ob du noch irgendwie was organisiert kriegst. Also es sind auch halt schon sehr viele Problemlösungsstrategien und teilweise auch kreative Sachen, wie man da versucht ranzugehen. Also als dann zum Beispiel auch dieser...

Isländische Vulkan ausgebrochen ist und plötzlich kein Flugverkehr mehr ging, ja, dann ging es halt auch um kreative Lösungen. Wie kriegt man jetzt den Chef aus London wieder nach Hause?

Aus London geht ja noch fast.

Ja, das ging dann noch. Die meisten Leute waren dann letztendlich auch gestrandet. Aber da haben wir dann alles Mögliche probiert, dann Zugtickets zu kriegen oder dass die zu viert in den Mietwagen steigen Und sich die Fahrt teilen oder was auch immer, dass sie zumindest auf dem europäischen Festland sind.

Also da haben wir, da war ringsum solche Sachen, die man dann gebrainstormt hat.

Und würdest du sagen, dass das jetzt dazu geführt hat, dass in dem Team, in dem du jetzt arbeitest, dass du diejenige bist, die vielleicht da irgendwie die Dinge anpackt und Initiative ergreifst und weil du einfach sozusagen so gut im Training warst und auch keine Angst mehr hast vor solchen Dingen?

Eine Initiative vielleicht jetzt weniger, aber ich bin diejenige, die ganz viel hinterfragt, die dann immer sagt, warum machen wir das eigentlich so? Warum ist das eigentlich jetzt so gebaut? Wofür brauchen die das eigentlich? Brauchen die das wirklich? Brauchen die nicht eigentlich was ganz anderes?

Also ich bin dann eher diejenige, die das Ganze nochmal hinterfragt. Ja, manchmal sind die Kollegen auch so ein bisschen genervt, weil die eigentlich alles schon beschlossen hatten. Und dann komme ich an und hinterfrage das alles nochmal, weil ich entweder die Motivation dann nicht dahinter verstehe. Und für mich persönlich ist immer ganz wichtig zu wissen, warum wird eigentlich irgendetwas gemacht?

Und das kann ich ja jetzt auch schon mal direkt vorwegnehmen, das ist ja auch eines der Sachen, die ich eben genau in diesem Secretary Talk erzähle, ist, dass ich finde, unsere Hauptaufgabe als Programmierer ist, Probleme zu lösen. Ja, wir lösen die manchmal auch mit Code, aber halt auch nicht immer.

Und ganz oft geht es halt einfach darum, mit den Leuten zu reden und herauszufinden, was brauchen die eigentlich, weil ganz oft kommen die mit irgendeiner Lösung um die Ecke, die sich irgendwie zusammengestapselt haben, du sollst sie dann umsetzen, aber wenn du das Ganze mal hinterfragst, dann stellst du irgendwie, der braucht doch eigentlich was ganz anderes.

Naja, das ist ja eigentlich das, was man sich so wünscht von den Storys in der agilen Entwicklung, dass die im Grunde ja so geschrieben sind, dass die Motivation klar wird, was man möchte und warum. Und dass dann die Detail-Z-Technischen Implementationen dann in deinen Händen liegen als Entwickler, in der du das Problem jetzt irgendwie behebst.

Oder eben auch nicht in deinen Händen, weil du eben dann sagst, aha, okay, das ist das Problem. Wenn du das anders angehst, hast du das gar kein Problem vielleicht.

Zum Beispiel, ja. Ja, doch, kam auch schon des Öfteren mal vor.

Ja, das gibt es ja auch, dass man Probleme lösen kann, indem man die Anforderungen einfach verändert oder dann nochmal irgendwie sich da Gedanken macht. Und das ist ja auch immer dann recht angenehm, wenn sich was...

So in Luft auflöst. Ja, ja, genau. Das ist sehr schön. Ja.

Und was das generell, das Organisieren angeht, also was für Regeln hast du, die du gleichermaßen in deinem Beruf als Sekretärin kennen und schätzen gelernt hast, die du auch weiterhin anwendest?

Also meine persönliche Regel ist, ein Kalender für Privates und Berufliches. Weil wir Menschen haben nur eine Timeline, wir sind keine multidimensionalen Wesen. Und es passiert halt einfach so oft, dass, ja, dann hast du deinen privaten Kalender, machst irgendeinen Termin aus und ach, das geht nicht, da ist ja das All Hands oder sonst irgendwas. Und umgekehrt genauso.

Da machst du irgendwie einen wichtigen Arzttermin aus und dann denkst du aber nicht dran, wenn dein Kollege dir einen Invite schickt und so. Also deswegen bin ich, das ist das, was ich eigentlich, wenn ihr euch nichts aus diesem Podcast hier merkt, merkt euch das, habt nur einen einzigen Kalender, weil das einfach, das Leben so viel einfacher macht, diese ganzen Termine alle wirklich nebeneinander und hintereinander zu sehen, weil da musst du halt einfach gar nicht so viel Hirnschmalz aufwenden, sondern siehst halt einfach direkt auf den Blick, hey, da, da, Das geht nicht.

Das geht nicht. Ich kann nicht an zwei Orten gleichzeitig sein. Und dann halt auch tatsächlich so Sachen wie, die Sachen auch tatsächlich in den Kalender eintragen. Also ja, ich muss morgen für den Kollegen ein Buch einpacken. Trage ich mir für heute Abend als Erinnerung in den Kalender ein. Mein Personalausweis läuft in acht Jahren ab, trage ich mir in den Kalender ein.

Die Garantie von meiner Switch läuft ab, trage ich mir in den Kalender ein, weil das sind Sachen, die sind erst in Jahren unter Umständen, da denke ich ja gar nicht mehr dran, vergesse ich ja. Und das Schöne kann ich ja auch vergessen, weil ich weiß, es erinnert mich ja was daran. Also ich mache ja auch sozusagen den Ram ein bisschen frei in meinem Kopf, weil ich eben diese ganzen Sachen nicht vorhalten muss, weil ich es mir nicht merken muss, wenn das alles auslagern.

Ja, aber man muss natürlich auch nicht nur Sachen in den Kalender eintragen, man muss ja auch immer regelmäßig reingucken in den Kalender. Wie machst du das? Ist das dann so, dass du morgens, bevor du startest in den Tag, dann schaust du da rein und verschaffst den Überblick oder wie machst du das?

Ja, meistens schaue ich eher am Ende des Arbeitstages noch mal rein, was am nächsten Tag so ansteht, um mir noch mal so kurz einen Überblick zu verschaffen und so ein bisschen, ja, für mich den Tag halt auch irgendwie so ein bisschen abschließen zu können. So, ja, für heute bin ich fertig, morgen ist das drin und dann kann ich in meinem Kopf so ein bisschen abschalten und sagen, ich habe das ja alles, habe den Überblick und habe das geregelt, weiß, was mich morgen erwartet.

Ich muss mir das hier nicht zermatern. Also ich schaue morgens immer schon rein, habe auch an meinem Handy und an meinem Computer de facto alle Notifications, ausgeschaltet, außer die vom Kalender.

Mhm.

Damit halt nicht ständig irgendwas aufploppt und in der Flut verpasst man dann doch, dass man dann jetzt irgendwie loslösen müsste, sondern ich habe halt dann wirklich fast alle Notifications auf Stumm bis auf die vom Kalender und aber wenn der Kalender sich meldet, dann reagiere ich da drauf. Das ist natürlich auch so ein bisschen Selbstdisziplin zu sagen, so ja, da meldet sich der Kalender jetzt, da muss ich jetzt aber auch gucken, was steht denn jetzt an.

Und ja, da kann man natürlich nochmal snoozen bis fünf Minuten, bevor es wirklich losgeht und sowas. Ganz klar, weil dann will ich ja noch was anderes fertig machen. Aber trotzdem, ja, sich selber auch an seine eigenen Termine halten.

Genau, also ich mache das auch so wie du, dass ich im Grunde keine Benachrichtigungen anhabe. Also auf dem Desktop habe ich keine und auf dem Mobilgerät habe ich keine mit Ton. Also das ist dann alles stumm. Ich mache eher so das Pull-Prinzip, dass ich dann, wenn ich mit irgendwas fertig bin, sozusagen meine Runde drehe und mal gucke, ob da was aufgelaufen ist.

Aber genau bei dem Kalender, da ist es, ich weiß nicht, wie es dir da geht, hast du da dann einen Audio-Alarm oder sowas? Weil ich finde, manchmal, wenn man so programmiert und tunnelt, dann entgeht einem auch schon mal was.

Ja, also der hat ein dezentes Pling. An meinem Handy ist das auch ein anderes, dezentes Bling als die normalen Notifications, die unter Umständen dann doch mal durchkommen. Irgendwie Messages von meinen liebsten, engsten Freunden, die dürfen auch Bling. Aber der Kalender hat ein anderes Pling, dass selbst wenn irgendwas ist, ich schon direkt höre, ah, Termin oder Erinnerung, was auch immer.

Manchmal schreibe ich mir auch einfach nur Erinnerungen rein oder missbrauche den Kalender manchmal auch so ein bisschen als To-Do-Liste, um dann eben Sachen, weil es einfach schneller ist, es da eben einzutragen.

Und jetzt machst du sowas wie nochmal, dass du auch die Alarme machst für bestimmte Sachen, weil, also bei mir ist das so, ich habe halt eben so diese Tendenz dann so vertieft zu sein in was, dass ich weiß, also ich brauche dann einen Wecker zum Beispiel jetzt übermorgen um 12.30 Uhr soll ich in einen Call rein und dann habe ich mir jetzt schon einen Wecker gestellt für Mittwoch um 12, dass er mir da schon mal Bescheid gibt.

Damit ich dann irgendwie aus meinem Tunnel rauskomme.

Ja, das funktioniert bei mir dadurch, dass die Erinnerungen von den Terminen ja eine halbe, Viertelstunde vorher sind. Das funktioniert für mich ganz gut. Für Sachen, die ich mir nicht in den Kalendern eintrage und die jetzt eher so kurzfristig sind, habe ich halt hier so einen visuellen Timer. Also es ist im Prinzip so eine Eieruhr für Kinder.

Es sieht halt einfach ein bisschen so aus wie eine Eieruhr mit einem aller-dogen Ziffernblatt und das tickert halt dann einfach runter und das fiept dann auch irgendwann. Hoffentlich nicht.

Das kennt man von Retros oder so, wenn man so ein Thema Timeluxing macht.

Und das mache ich für mich selber halt dann auch, wenn ich sage, okay, ich muss ja dann um halb vier los meine Tochter abholen. Das ist halt nun mal eine harte Deadline. Aber dann stelle ich mir halt den Timer, weil dann kann ich es mir ja selber dann auch gewähren, noch so ein bisschen in den Tunnel reinzugehen.

Weil wenn ich das nicht mache, dann gucke ich ja ständig auf die Uhr und dann schaffe ich es ja gar nicht in den Tunnel rein. Und so funktioniert das für mich ganz gut für eben, ja, der geht halt bis zu einer Stunde. Von daher so für halbe Stunde, Stunde sowas funktioniert das echt ganz gut für mich.

Und weil es ja dann eben auch so ein analoges Ding ist, ist das ja auch viel schneller gemacht, als wenn ich dann wieder ans Handy gehe und dann doch wieder von irgendwas abgelenkt bin und es dann erst recht nicht in den Tunnel schaffe.

Aufpassen, dass man nicht davon getragen wird von irgendwas anderem, ja. Okay, ja. Ja, das ist auf jeden Fall cool, wenn man seine Kalender und seine Termine irgendwie im Griff hat und genau,

Ich muss das. Man muss natürlich dazu sagen, das ist auch schon ein gewisser Zeitaufwand, also, montags starte ich halt manchmal ein bisschen später ins Büro, weil ich halt eben ins Büro fahre und dann haben wir um elf unser wöchentliches Stand-Up und also die Zeit zwischen Ankommen im Büro und bis zu diesem Stand-Up geht halt ausschließlich auf die Woche im Kalenderglatt ziehen drauf.

Das muss man auch mal ganz klar sagen. Aber hinten raus bringt mir das halt mehr Entspanntheit und mehr, ich habe die Sachen ausgelagert und ich weiß, das funktioniert auch alles so, wie ich mir das gesagt habe.

Ja, klar, wenn man das sauber macht, dann kann man im Prinzip danach sein Gehirn ja abschalten oder sozusagen anderen Dingen zuwenden, weil man weiß, man hat ja seine Sicherheitsnetze gezogen für alles. Ja, cool. Hast du noch einen Tipp oder Trick, den du irgendwie anwendest, den du sozusagen mitgenommen hast?

Auf jeden Fall, also ich habe ja immer Outlook benutzt, aber das können die ganzen anderen Programme auch, ist auf alle Fälle Automatisierungen einschalten, was geht.

Was sind das für welche?

Das sind halt dann einfach, ich meine, das sind ja einfache Inbox-Rules, heißt das bei Outlook. Das heißt, ich erstelle mir einen Unterfolder und das Ding sortiert mir die Sachen einfach automatisch weg. Ich meine, wir kriegen so viele automatisierte, maschinengenerierte E-Mails, die ja meistens auch nicht dringend sind.

Die dringenden will ich natürlich nicht wegsortieren. Ich will ja in meiner Inbox nur haben, was an mich persönlich gerichtet ist, dass ich dann auch lesen soll. Und alles andere kann ich ja erstmal wegsortieren. Da muss ich ja keine Benachrichtigung bekommen, da muss ich ja nicht mich meistens sofort drum kümmern.

Wenn das eine E-Mail ist, die an die gesamte Belegschaft geht, ja, die kommt halt in den eigenen Folder an alle, weil die muss ich mir im Zweifelsfall nicht sofort anschauen. Wenn es was ganz Außergewöhnliches, krasses ist, was jetzt an die gesamte Belegschaft kommt, dann kriegt man das auch sehr schnell so mit. Keine Sorge.

Ja, und halt genauso, was weiß ich, von GitHub, diese ganzen Pull-Request-Gedöns-E-Mails, die da kommen, kann man auch alle abschalten. Ich brauche die aber teilweise. Also kommen die für jedes Projekt in einen eigenen Folder wegsortiert. Alles, was irgendwie von Jira kommt, kommt in den Folder wegsortiert.

Sodass in meiner Inbox wirklich nur noch das drin bleibt, was an mich persönlich geschrieben worden ist. Und dafür kriege ich dann irgendwo auch einen Pling und eine Notification. Aber dieses ganze Gedöns, das zwar wichtig ist, aber vielleicht nicht dringend ist, das ist erstmal wegsortiert und kann ich mir dann angucken, wenn ich, Ja, wenn mein Kopf halt irgendwann mal leer ist und ich jetzt nicht mehr programmieren, dann kann ich mich um so Sachen kümmern oder um einen Tag.

Also ich persönlich bin nicht, also es gibt ja so zwei Lager, die einen sagen, eat the frog, also mach das Schlimmste zuerst und es gibt die Leute so, starte erstmal so mit easy going und ich bin erstmal so, starte erstmal einfach und dann gucke ich mir halt die Sachen da an. Aber das ist ja jetzt ein dringendes Wichtiges in den meisten Fällen von daher.

Und deswegen habe ich dann meistens auch eine sehr, sehr leere Inbox. Also meistens hängen da vielleicht ein, zwei E-Mails noch rum. Aber tatsächlich ist meine Inbox fast leer.

Ja, das mache ich auch mit diesen Regeln. Also vor allem von GitHub, GitLab und tralala. Also das ist ja dann schon so einiges. Genau, das kommt aber immer noch. Ich könnte noch viel mehr Regeln mir bauen. Ist, genau, aber am Ende geht es da wirklich darum, was du ja gesagt hast und was ja auch mit den, mit deinen Kalendereinträgen und den Alarmen ist, gegenüber eben den ganz anderen Push-Notifications die man hat, dass man den Geräuschteppich so ein bisschen reduziert, damit man die Dinge, die wichtig sind, nicht verpasst, in diesem ganzen Noise, der dann man sonst hätte. Ja.

Ja, noch so ein ganz kleiner Trick. Immer wenn ich mir einen neuen Kontakt eintrage, dann trage ich in das Notizfeld ein, wann ich mir den eingetragen habe. Weil wenn ich mir den so in zehn Jahren angucke, dann kann ich wahrscheinlich davon ausgehen, dass davon nichts mehr stimmt. Und dann kann man es nochmal versuchen, diese Person zu kontaktieren oder den Kontakt halt dann einfach löschen.

Aber sozusagen so ein Erstelldatum von dem Kontakt hat sich schon oft bewährt. Manchmal ist es auch einfach interessant zu wissen, so wann habe ich die Person eigentlich kennengelernt? Also das ist ein netter Nebeneffekt, aber eigentlich geht es halt mehr so um die Leute, die man dann doch eher selten sieht und dann feststellt, okay, ich brauche mir vielleicht keine Hoffnungen machen, dass diese Handynummer noch funktioniert, weil sie ist jetzt schon acht Jahre alt.

Ja, ich könnte das manchmal bei LinkedIn gebrauchen. Manchmal, dann habe ich da so einen Kontakt. Dann weiß ich gar nicht mehr, warum ich den habe. Dann denke ich, hat der vielleicht einfach oder die Person das Profilbild? Oder ist ja auch, sind jetzt ein paar Jahre vergangen, nicht gesehen lange. So sehen die einfach nur anders aus. Manchmal weiß ich das ja nicht.

Aber wahrscheinlich kann man sogar bei LinkedIn eine Notiz machen bei Personen. Und ich habe das nur noch nicht gefunden.

Möglich, das habe ich noch nicht ergründet.

Okay, aber das mit dem Datum, das hat tatsächlich den Hintergrund einfach abschätzen zu können, wie wahrscheinlich die Daten eben noch aktuell sind.

Ja, genau.

Das schlägt jetzt keine Brücke für dich, so der Kontext, warum hast du dir diesen...

Ich meine, manchmal trage ich mir halt dann noch irgendwie so ein kleines Stichwort dazu ein, wo ich die Person kennengelernt habe. Das kommt schon auch vor. Oft ergibt sich das dann auch durch andere Dinge. Aber ja, das ist dann auch mein Suchen und Filtern quasi, ist einfach das Notizfeld in den Google-Kontakten, wenn ich dann sage, okay, das ist eine Mutti aus der Kita oder das ist ein ehemaliger Arbeitskollege, also da habe ich dann halt noch so ein, zwei Wörter mit dabei.

Ja, die Eltern aus der Kita, die sind bei mir ja immer Mama von und Papa von und dann Name von Kind.

Ja, habe ich auch. Teilweise.

Ja, die heißen dann manchmal immer noch so, auch wenn ich dann tatsächlich mal irgendwann weiß, wie die heißen. Aber genau. Ja. Und das ist ja noch ein Stichwort, was ich auch gut finde, weil es auch auf der Hand liegt. Zehn Fingerschreiben.

Zehn Fingertippen. Auf jeden Fall. Gut, ich habe natürlich als Sekretärin Zehnfingertippen gelernt, das heißt auch wirklich auf Geschwindigkeit und auf Competition sozusagen und auch wirklich mit, da wurde dir eine Blende über die Hände getan, dass du die Buchstaben nicht mehr sehen konntest. Also wirklich blind tippen.

Für mich ist das super, weil ich wirklich zum Beispiel in einem Talk sitzen kann, zuhören kann, die Person weiter angucken kann und trotzdem meine Duplizen tippen kann. Das ist für mich total super. Ich persönlich bin auch ein großer, großer Verfechter von Shortcuts. Also zu den Zeiten, wo ich noch PHP-Storm benutzt habe, da habe ich es mir dann vorgenommen, dass ich mir jede Woche einen neuen Shortcut beibringe.

Weil halt einfach, wenn du blind tippen kannst und Shortcuts benutzt, bist du ja so viel schneller, als wenn du erstmal deine Maus suchen musst, weil du musst ja die Finger erstmal von der Tastatur zur Maus rüber und dann musst du gucken, wo ist dein Cursor eigentlich und dann musst du suchen, wo denn jetzt hier dein Menüpunkt ist.

Damit bist du halt einfach viel, viel schneller mit einem Shortcut, als mit Maus unterwegs zu sein. Daher bin ich dann eben auch so dafür, also das mache ich eigentlich immer noch, dass ich mir jede Woche irgendwie, ja, mir versuche dann so einen neuen Shortcut anzueignen oder mir selber in VS Code jetzt einfach einen neuen Shortcut anlege, der für mich einfach für praktischer, also zum Beispiel mein Terminal im VS Code geht mit Command-0 auf.

Weil das einfach jetzt für mich der Shortcut ist, den ich mir irgendwann mal ausgedacht habe und bevor ich da irgendwie mit der Maus rumfuhrwerke, geht der für mich halt einfach so aus, weiß ich.

Ja, ich habe, genau, also so ganz explizit, also ich benutze auch Shortcuts in der IDE, PHP Storm übrigens, aber ich weiß, dass ich das so ganz bewusst damals mit auch Kollegen zusammen habe, so gesagt, wir müssen jetzt mal hier bei Photoshop die ganzen Short, das kann genau diese Tools wechseln und so.

Und deswegen, also in Photoshop wechsle ich die Tools, also zumindest die wichtigsten. Da gibt es ja manchmal so exotische, die man selten braucht oder so.

Die braucht man selten. Ja, aber stimmt, mit Photoshop konnte ich das auch. Irgendwie I für den Eyedropper und sowas, glaube ich, war das schon länger her.

Genau, oder alles selektieren, deselektieren. Okay, das ist ja eh immer überall gleich, aber genau, der Pfeil oder ja, genau, also diese ganzen Dinge.

Ja, bei Photoshop hat sich das auch sehr bewährt, das Tool zu wechseln.

Ja. Wenn man Zehnfinger tippen lernen wollte, hast du da irgendeinen heißen Tipp, wie man das macht?

Es gibt online so viele Tools, wo man das machen kann. Die meisten Tools sind ja einfach Tipp irgendetwas ab. Von daher zeigen dir dann, das Wichtigste ist eigentlich zu wissen, wo die Finger zu liegen haben, weil dann ergibt sich der Rest von selbst. Aber da gibt es bestimmt tausend Tools dafür.

Ja, ich denke auch. Also ich habe da jetzt nicht geguckt, aber irgendwie riecht das nach sowas, von dem es reichlich Ressourcen im Netz gibt.

Ja, ich habe da schon mal mit einem Kollegen geguckt. Da gibt es jede Menge und da kann man, was weiß ich, Buchtexte abtippen oder technische Texte oder was auch immer. Da kann man sich dann auch so seinen Flavor aussuchen.

Ich habe übrigens von meiner Co-Hostin Vanessa den Power-User-Tipp, dass man sich am besten seine niederländische Tastatur holt, weil die wäre am coolsten für Coder, so was so die Tastenbelegung angeht, ohne dass man quasi umschalten müsste oder sowas.

Okay, die niederländische Tastatur. Ja, also ich habe ein paar Kollegen, die benutzen die US-Tastatur, eben wegen der ganzen Klemmerchen, die da oben so schön verteilt sind. Ja, das ist halt so ein bisschen die Krux an der Sache, wenn du halt einmal blind tippen gelernt hast, dann ist es wahnsinnig schwer, was anderes zu lernen, andere Tastatur zu lernen.

Ja, du bist halt dann an das Layout gebunden, dass das so in deine Muscle

Memory übergegangen ist.

Ja, ich weiß nicht mehr genau, was an der niederländischen Tastatur cool war. Ich denke, alle würden ja eigentlich eher sagen, für Coda ist wahrscheinlich die US-Tastatur die beste. Aber irgendwie ist die niederländische Tastatur noch mal besser. Keine Ahnung.

Okay, wusste ich noch nicht. Muss ich nur mal angucken. Danke.

Genau. Ich frage die Vanessa vielleicht noch mal. Ja, genau. Vielleicht erzählt ihr das noch mal.

Ja.

Genau, ansonsten dürften unsere HörerInnen das auch gerne bei uns irgendwie im Slack einfallen und uns das nochmal erzählen, woran es lag. Ich weiß es nämlich wirklich nicht mehr. Genau, und ... Hast du noch weitere Tipps, was du empfehlen würdest, was du so einfach kennen und schätzen gelernt hast als Strategien und Dinge, die dir irgendwie das Leben leichter gemacht haben, das professionelle Leben oder auch das private Leben vielleicht?

Also dadurch, dass ich ja in der Unternehmensberatung gearbeitet habe, wo die Berater ständig irgendwo in der ganzen Welt unterwegs waren, habe ich mir dann natürlich auch in puncto Reisen was abgeguckt. Ich meine, das Erste, was ich da gelernt habe, die haben halt alle ihre Kosmetik-Sachen doppelt und die haben den ganzen Kosmetikbeutel alle schon fertig gepackt.

Und das habe ich halt jetzt auch. So oft verreise ich nicht mehr, aber ich meine, es kommt ja dann doch öfter mal vor, dass man irgendwo anders übernachtet. Und halt gerade diesen ganzen, ja, dann musst du an die Zahnbürste noch denken und dass sie halt dann morgen nicht vergessen, weil du musst ja morgens auch Zähne putzen und sowas.

Und dann hast du sie natürlich doch vergessen. Deswegen, also habe ich das tatsächlich auch immer schon fertig gepackt.

Also ich mache das natürlich nicht so professionell wie die, dass ich quasi oder wie ihr, dass ich alles doppelt habe, aber ich fand das auch immer blöd und dass ich immer was vergessen habe. Und mittlerweile ist es so, ich habe eine Kosmetiktasche und aus der bediene ich mich immer und tue auch immer alles wieder rein.

Ah, okay.

Genau, sodass ich dann die einfach einstecken kann, wenn ich dann verreise und eben auch sicher weiß, dass ich alles habe, was ich brauche. Nee, das ist super. Also vorher war das auch echt immer alles total nervig. Wenn man Tag zwei hat, da muss man dann auch mal gucken, dass man die Vorräte wieder auffüllt bei der anderen.

Das ist ja dann vielleicht was, was so in Vergessenheit geraten kann, wenn man dann wieder sein übliches Zuhause-Set hat. Und dann müsste man eigentlich wieder nachfüllen, die Reisetasche. Und das muss man dann halt direkt machen.

Ja, wobei ich ja einen Kosmetikbeutel habe, der komplett durchsichtig ist. Also ich sehe dann schon, ob da alles drin ist oder ob was fehlt. Und in dem gleichen Zug habe ich auch hier zu Hause eine Reiseschublade. Also da sind halt einfach die Dinge drin, die man halt ausschließlich auf Reisen braucht.

Weil sonst fängt man ja vor jeder Reise, ich hatte doch mal so ein Nackenkissen. Wo habe ich denn das hingetan? Ist das bei den Kissen? Ist das bei der Bettwäsche? Und dann brauche ich, wenn ich nach England fahre, brauche ich ja auch einen Adapter. Der ist bestimmt bei den Stromkabeln in dieser büsten Kiste, oder?

Und so geht das halt dann weiter. Und dann habe ich gesagt, das ist mir irgendwie alles zu doof. Und alles, was man ausschließlich auf Reisen braucht, ist bei uns in einer eigenen Schublade.

Ja, macht auch total Sinn. Ich glaube, der Peter aus unserem Team, der ist ja so ständig auf Reisen als Erklärbär, also auf Konferenzen oder wird von Firmen gebucht oder so. Ich glaube, der macht das auch so. Der hat dann so seine ganzen Kabel und alles sorgfältig sortiert in so einem Dings in der Schublade und wenn er dann wieder los muss,

Dann ist er alles griffbereit. Und da sind dann auch so Sachen wie, was weiß ich, das Reihen der Tube und das Frühstücksbrettchen, das man für das Führchenhaus gekauft hat. Und die Käsereibe, die man eigentlich schon aussortiert hat, aber die es für jeden Haus noch gut ist. Diese ganzen Sachen sind alle in dieser Schublade drin. Das sind Wüstes durcheinander, aber es sind halt alles Sachen, die man nur unterwegs braucht.

Ja, das macht ja Sinn. Und wenn man eine Schublade zumacht, ist das ja auch egal, ob da ein Wüstes durcheinander ist.

Das ist ja dann egal, stört ja dann keinen. Und in dieser Schublade, das war der heiße Tipp von Kyle Simpson, eine Rolle schwarzes Iso-Klebeband. Weil ganz oft in den Hotelzimmern kriegt man bei den Fernsehern dieses blöde LED-Licht nicht aus. Und dann kann man die damit einfach überkleben.

Okay, verstehe.

Und schwarz hält natürlich das Licht auch echt ganz gut ab. Also da schimmert dann auch echt nichts mehr durch. Von daher habe ich mir diesen Tipp dann auch zu Herzen genommen und habe da jetzt auch dann immer eine Rolle Isoband dabei. Kann man natürlich Megalva-mäßig für alle möglichen andere Dinge auch benutzen.

Aber Hauptsinn und Zweck auf Reisen ist tatsächlich, diese ganzen LEDs zu überkleben, die allen sonst in der Nacht anleuchten.

Ja, okay. Ja, oder eine Schlafbrille mitnehmen. Das geht ja auch, wenn man Schlafbrillentyp ist.

Nee, nee.

Sieht halt ein bisschen komisch aus, aber gut. Ja, ich habe auch immer, ich habe jetzt auch so einen portablen Hotspot, den habe ich auch immer in meinem, so ich habe so eine, ja einfach so eine Art, ja so Elektronikkabel Tasche. Da ist dann auch immer ein aufgeladenes Powerbank drin und dann ist eben dieser mobile Hotspot auch mit einer zweiten SIM von mir drin.

Idealerweise immer aufgeladen drin und nicht leer, weil das ja dann auch blöd ist. Genau. Ja.

Ja, was ich dann auch immer mache, dass ich möglichst immer die längsten Kabel mitnehme, die ich so habe, was jetzt erstmal komisch klingt auf Reisen. Aber ganz oft sind die Steckdosen ja an blöden Stellen. Oder vielleicht will ich ja irgendwo gemütlich sitzen. Und dann ist das schon ganz angenehm, so ein zwei Meter langes Handy-Ladekabel dabei zu haben.

Und ich meine, das hat man als Flughäfen ja auch schon des Öfteren gesehen, dass die Leute dann mit ihren Laptops am Boden an irgendwelche Wände gelehnt sitzen, weil da eben die Steckdose ist und weil das Kabel halt einfach nicht so weit reicht und ja, da bin ich dann schon eher dafür so, dass, also ungefähr zwei, drei Meter lange Kabel mitzunehmen, einfach weil man sich dann meistens irgendwo gemütlicher hinsetzen kann und nicht auf dem kalten Fliesenboden sitzen muss.

Ja, macht Sinn. Ich habe so eine, das ist so eine aufrollbare Mehrfachsteckdose, also aber nur für Euro-Stecker dann. Da passen sechs Euro-Stecker dran und dann ist quasi am Ende ein Kaltgerätestecker Und das kann ich glaube ich auf zwei Meter auseinanderrollen und dann rolle ich das wieder auf und stecke das ein und dann ist das so Rubik's Cube Größe.

Und natürlich, wenn du so ein Verlängerungskabel dabei hast, dann bist du der absolute Held für alle, die jetzt keine Stromkabel dabei haben und kommst natürlich auch sofort mit Leuten ins Gespräch. ein cooler Nebeneffekt.

Ja, es ist halt auch gut, ich habe halt auch so einen Reiseadapter, den kann ich dann auch so drehen, der hat halt alle möglichen Steckdosen, deckt der ab und ich kann den dann quasi durchdrehen, kann ich den auf diesen Typ anpassen oder auf einen anderen und genau, man hat ja dann meistens jetzt nicht so viele von diesen Adaptern dabei, wenn man in Europa ist, ist es ja meistens okay, dass der Euro-Stecker ja dann doch überall passt.

Kaltgerätestecker passt ja nicht, aber Eurostecker passt dann überraschenderweise doch fast überall. Genau, und dann kann ich eben diesen einen Adapter einstecken und dann meine Mehrfachsteckdose da dran und dann kann ich da eben mehrere Geräte dran packen. Das ist schon cool.

Ja, dann habe ich noch den Trick beim Kofferpacken, beziehungsweise dann, wenn man die Sachen dann auch getragen hat, die halt die getragenen Sachen nicht irgendwie in so eine Tüte stopfen, zerknödelt, weil dann brauchen die ja viel, viel mehr Platz, sondern die auf links drehen und genauso ordentlich wieder gefaltet in den Koffer hineintun und dann hat hinterher auch alles wieder Platz.

Also das war, ich habe ja auch ein halbes Jahr in Neuseeland gelebt und habe da sehr, sehr lange aus dem Koffer gelebt. Und da gewöhnt man sich dann eben so Sachen an, dass der Koffer halt einfach auch immer ordentlich gepackt sein muss. Und wenn du anfängst, irgendwie Chaos zu veranstalten, da ist das echt blöd.

Und noch besser als Falten ist dann zusätzlich auch noch Rollen und Hochkant hineintun. Dann kriegst du das Zeug also wirklich sehr, sehr kompakt. Manchmal muss man tatsächlich dann aufpassen, dass man nicht zu kompakt packt und dann über die Gewichtsbeschränkungen kommt. Das ist mir auch schon passiert. Aber ja, also getragen ist dann auf links drehen und das T-Shirt wieder genauso falten, wie es gehört, aber halt auf links gedreht, sodass man sofort erkennt, okay, das hatten wir schon.

Spart halt unfassbar viel Platz im Koffer und sorgt halt dauerhaft auch für Überblick und Ordnung. Gerade, weil man ein bisschen länger unterwegs ist.

Ja, das macht auf jeden Fall Sinn. Und das Rollen, das dann eben grundsätzlich, nicht jetzt nur bei der dreckigen oder getragenen Wäsche,

Sondern einfach generell.

Da hat man ja auch manchmal, also es vermeidet ja auch oft dann irgendwie so Faltenbildung bei bestimmten Kleidungstypen, finde ich.

Naja, also ich meine, wir sind sowieso die Generation nicht mehr bügeln und ich kaufe sowieso nur Sachen, die man nicht bügeln muss. Und wenn du die dann 20 Minuten an hast, dann sind die Falten auch raus. Und von daher tangiert mich das jetzt eher weniger. Es geht eher darum, dass ich die Sachen, die ich heute gerne anziehen möchte, auch in meinem Koffer finde.

Ja, okay. Weil die dann nicht unten drunter unter anderem begraben liegen, sondern irgendwie alle gleich rangestanden.

Und alle hochkant in dem Koffer drin sind, dann sehe ich ja, was was ist.

Ja, cooler Hack auf jeden Fall. Dann, wie ist es denn, hast du generell noch Tipps so irgendwie zu, du hast auch noch Homeoffice-bezogene Tipps, hast du ja auch noch.

Ich meine, da sind viele Sachen, die halt dann so ein bisschen in der Pandemie aufgekommen sind. Weil vorher haben wir ja nie, habe ich zumindest nie Homeoffice gemacht. Als Sekretärin war das sowieso nie drin. Und ja, dann als Programmiererin eigentlich, ja, auch ohne Kind hat sich das ja, war das ja meistens nicht so.

Das sind dann im Prinzip Tricks, die du nicht aus deinem vorjährigen Leben sozusagen importieren konntest, weil du da ja kein Homeoffice hattest, was ja irgendwie auch Sinn macht als Sekretärin. Da wollte ich übrigens noch kurz fragen, hast du da auch Steno gelernt eigentlich?

Ich habe tatsächlich mal Steno gelernt. Ich habe das im Berufsleben aber nie benutzt, weil Steno schreibst du nicht ganz Wörter, du schreibst nur Silben und du lässt auch oft die Endungen weg. Und du musst, obwohl du schnell schreibst, trotzdem präzise schreiben, sonst kannst du hinterher trotzdem nicht mehr lesen.

Und letztendlich konnte ich dann schneller tippen, als dass ich Steno schreiben konnte. und damit hatte sich das dann.

Ja, das ist wahrscheinlich dann einfach, ja, also meine Mama, die hat Steno auch gelernt. Genau, aber damals, genau, da war jetzt ja, gab es ja noch kein Computer oder so, Schreibmaschine wohl, aber man hat ja dann nicht da mit einer Schreibmaschine gesessen meistens.

Ja, also in der heutigen Arbeitswelt ist es ja dann auch so, dass die Chefs dann, also eigentlich, Die Arbeit als Sekretärin war ja weniger irgendwie das Tippen, sondern das haben die Leute ja meistens selber gemacht. Die Arbeit war ja dann eher Korrektur lesen und eventuell nochmal so ein bisschen hübscher formatieren.

Und übrigens Trick zum Korrektur lesen, immer ausdrucken. Weil wir Menschen lesen auf Papier anders als auf Bildschirm.

Ja, das habe ich an mir selber auch festgestellt. Man sieht das einfach auf dem Bildschirm nicht, den man da verzapft hat.

Ja, den sieht man einfach nicht. Und wenn es wirklich an die Chef-Chef-Chef-Etage geht, dann auch gerne den Text mal rückwärts lesen. Okay. Weil dann liest man auch nochmal anders.

Okay, das kenne ich noch nicht. Das ist auch interessant. Ja, cooler Hack.

Also dann liest man eben die einzelnen Wörter und liest wirklich jedes einzelne Wort, statt eben schon den ganzen Satz zu lesen. Weil wir lesen ja alle in der Zwischenzeit so schnell, dass wir ja gar nicht mehr jedes einzelne Wort lesen. Ja, ich bin ja auch ein großer Held darin.

Irgendwas in Social Media reinzuhacken und irgendwelche Worte komplett dabei zu vergessen.

Oh, okay.

Also, und dann sehe ich das auch und dann ist auch alles super. Und dann gucke ich dann, ich weiß nicht, dann antwortet werden, ein paar Stunden später drauf und dann gucke ich wieder und denke ich, was hast du dir da eigentlich wieder geschrieben für eine Scheiße, das ist ja überhaupt, das passt auf keine Kuhhaut, ja. Ja.

Was hast du denn im Homeoffice für Hacks? Also ich sehe hier ein Stichwort, das kenne ich eher aus dem grafischen Bereich, glaube ich, Circadian

Rhythm habe ich da aufgeschrieben. Heißt einfach nur, bist du ein Morgenmensch oder bist du eine Nachteule?

Ah, okay.

Und richte deinen Tagesablauf ein bisschen danach aus, was du hoffentlich im Homeoffice machen kannst, dass du halt dann auch so ein bisschen deine Stärken ausspielen kannst. Also ich bin tendenz eher Nachteule. Ich bin tendenz eher, ich brauche ein bisschen länger zum Starten morgens. Das heißt, ja, mein Arbeitstag fängt halt dann eher mit was an, wie E-Mails lesen oder Slack-Nachrichten lesen, weil ich halt nicht in die Vollen einsteigen kann.

Wenn du aber der Mensch bist, der eher so der Hallo-Wach-Morgens, wenn die Sonne aufgehen ist, dann hier bitte mach doch das Allerschwierigste zuerst. Also versuch halt einfach, deine Stärken auch in dieser Richtung in Bezug auf deinen natürlichen Rhythmus ein bisschen auszuspielen. Dann halt auch so gucken, habe ich ein komplettes Mittagstief?

Wie kann ich da jetzt ein bisschen drumherum kommen? Ja, mache ich da vielleicht irgendwie, lege ich da ein paar Meetings hin? Lege ich da irgendwas hin, was jetzt nicht so anstrengend für meinen Kopf ist? Bin ich eher der Typ, der abends um fünf nochmal aufdreht und da nochmal einen Schub hat? Oder gar abends um zehn habe ich auch Kollegen, die sagen, hey, abends um zehn, da habe ich nochmal so einen Energieboost.

Da setze ich mich nochmal eine halbe Stunde hin und regle nochmal ein paar Dinge. Da einfach so ein bisschen selber auf den eigenen Körper auch hören und gucken, was einem da gut tut und wo eigentlich die eigenen Stärken liegen und wo man so ein bisschen um die schwachen oder nicht so ganz konzentrierten Tagesabschnitte so ein bisschen drumherum kommt.

Und was ich auch sehr, sehr faszinierendes gelernt habe, also in der Zwischenzeit wissen ja viele, dass so eine Schlafphase immer anderthalb Stunden dauert und dass man sich danach so ein bisschen richten kann. Tatsächlich sind aber tagsüber unsere Aktivitätsphasen auch ungefähr anderthalb Stunden. Das heißt, du solltest dir auch, wenn du jetzt vorhast, dich in so einen Tunnel zu begeben, dir vielleicht auch irgendwie einen Timer stellen auf anderthalb Stunden, dass du dich halt dabei nicht ausbrennst dabei oder halt zu sehr das Essen und Trinken vergisst oder zu sehr den Unterzuckerkopf oder was auch immer, dass du halt einfach nicht zu lang das ausdienst, sondern dich halt irgendwie versuchst, so ein bisschen in diesem anderthalb

Stunden Rhythmus zu halten. Vielen Dank.

Ja, da kenne ich nur Leute, die, also habe ich auch schon mal gemacht, früher, aber jetzt schon länger nicht mehr, dass man eben so lange tunnelt, bis man dann irgendwann müde wird und hungrig ist, aber dann ist man so müde und hungrig, dass man sich ja nichts mehr zu essen machen will und dann tunnelt man erstmal noch so ein bisschen weiter, weil dann macht das so, ich kümmere mich, ich mache jetzt erstmal nochmal weiter und dann wird das ja alles nur noch schlimmer und irgendwann liegt man nur noch in der Ecke und hat Kopfauer und kriegt irgendwie nichts mehr hin.

Ja, und das ist ja dann doch irgendwie blöd, wenn man sich dann auf die Weise selber Schmerz zufügt.

Ja, nee, das ist halt nur so, man ist halt dann zu faul, um dann eben seinen Hintern aus dem Stuhl rauszuheben und sich darum zu kümmern. Und dann sagt man, ach, komm, ich mach jetzt noch ein bisschen erst mal weiter, weil da ist man ja auch gerade so im Fluss. Und genau, es wird dann dadurch halt nicht besser.

Ja.

Ja, ich bin so mehr der Morgentyp, aber auch geworden. Also früher war ich auch eher abends irgendwie lange wach und hab die Nacht durch, war ich sehr produktiv. Und ich weiß nicht, du hast ja auch eine Tochter, aber ich glaube so mit den Kindern spätestens ist das dann gewechselt. Und genau, wenn die dann aus dem Haus raus sind, dann kann ich endlich loslegen und dann ...

Dann mache ich das auch meistens so, dass ich mir dann das Übelste dann schnappe, was da rumliegt. Weil ich das dann eigentlich so, ich mag das dann ganz gerne erstmal so. Weil bei den anderen Sachen, da denke ich immer, das ist irgendwie klar und absehbar, dass ich die hinkriege. Aber so diese dicke Brocken, der ist noch so voller Rätsel.

Den werde ich mir mal lieber als erstes schnappen, damit ich irgendwie klare Sicht habe danach.

Ja siehst du, da machst du ja genau das schon auch, weil du merkst, ja instinktiv halt, aber ich sehe das halt dann bei vielen, die dann halt sagen, das macht man aber nicht so oder was auch immer oder wer dann irgendwie mit einem Dogma ankommt, hier eat the frog first, aber du bist da gar nicht der Typ dafür und es geht dir voll gegen den Strich und du leidest nur darunter, dann lass das doch bitte einfach sein, sondern nimm das, was dir und deinem Körper irgendwie besser tut.

Ja, auf jeden Fall. Es ist halt cool, wenn man das irgendwie dann auch fühlen kann und sich danach richten kann. Aber ich glaube, das können wahrscheinlich schon die meisten.

Das können schon viele. Aber ich glaube, das ist dann auch bei uns vielleicht auch in der Zwischenzeit so ein bisschen Erfahrungswerte, weil wir jetzt doch ein paar Jahre Lebens- und Berufserfahrung haben. Aber wenn halt dann so jemand erst 25 ist oder so und gerade erst einsteigt und vielleicht auch noch in so einem Gaming-Industrie-Umfeld ist und alles nur durchgepowert wird, da kommst du ja gar nicht dazu, mal selber festzustellen, was dir vielleicht besser täte, besser liegen würde.

Ja, dann ist es aber im Zweifelsfall auch ein, ich meine, gehört ja auch dazu, dass man Dinge falsch macht zum Lernen. Ja, auf jeden Fall. Man merkt, okay, so ist irgendwie gar nicht so gut für mich. Also okay, dann muss ich das andersrum machen. Hast du noch so, sagst du, Sonnenlicht ist wichtig? Ist dir wichtig?

Sonnenlicht ist wichtig, ist für uns Menschen wichtig. Also ich muss zugeben, ich bin ein großer Fan vom Podcast von Professor Huberman. Der ist Professor für Neurobiologie in Stanford und der hat da einen YouTube-Kanal und der haut da immer so drei Stunden Videos raus. Und das ist das, was der immer wieder sagt. Wir müssen raus ins Licht und unsere Augen müssen Licht abbekommen.

Weil unser gesamter Tag-Nacht-Rhythmus, da sind wir wieder, wird eben durch Licht gesteuert. Und zum Beispiel dieses, hey, wir sind mal den ganzen Tag draußen an der frischen Luft und abends bist du so richtig schön müde. Das liegt nicht am Sauerstoff. Das liegt daran, dass du den ganzen Tag Licht in den Augen hattest.

Und wenn du halt durch die Arbeit dein Bildschirm einfach nicht schaffst, den ganzen Tag Licht in den Augen zu haben, dann wäre es schon gut, möglichst früh erstmal Sonnenlicht abzubekommen und halt nicht so ein Bildschirm. Am besten dann mittags nochmal und dann am besten am Nachmittag nochmal. Ich mache das jetzt so, wenn ich meine Tochter zur Schule gebracht habe, dann drehe ich noch eine Runde durch den Park.

Dann hole ich natürlich nachmittags meine Tochter von der Schule wieder ab und dann habe ich mein Sonnenlicht schon. Und der andere Aspekt ist, wenn du aufwachst, braucht dein Gehirn erstmal noch so ungefähr eine halbe Stunde, um die Träume und Emotionen und was das Gehirn gerade in der Nacht im Schlaf alles aufgeräumt hat, noch so ein bisschen zu sortieren.

Wenn du dein Gehirn schon mal direkt mit Informationen in der ersten halben Stunde zuballerst, dann kommt dein Gehirn gar nicht zum Aufräumen. Und unter bestimmten hast du dann. Bist du dann am Tag nicht ganz so emotional ausgeglichen, als wenn du dir erstmal nochmal eine halbe Stunde Bildschirmpause gönnst.

Und abgesehen davon ist es auch echt uncool, im Homeoffice aufzuwachen und als allererstes den Rechner aufzuklappen. Also ich finde, ein bisschen Privatleben muss auch schon sein. Und ich finde es auch ganz wichtig, gerade wenn man Homeoffice hat oder gar komplett remote arbeitet, halt auch wirklich das räumlich und wenn es räumlich nicht geht, zumindest gedanklich zu trennen.

Das eine ist Arbeit und das andere ist Privatleben. Also wirklich zu sagen, ich habe in meiner alten Wohnung, da hatten wir echt nicht viel Platz und dann habe ich mir einen 80 Zentimeter breiten Schreibtisch gebaut. 80 Zentimeter breit ist echt nicht viel, aber für einen Laptop und eine Lampe hat es gereicht und eine Maus daneben, aber es war ein fester Arbeitsplatz.

Und das ist einfach, sich hinzusetzen und hier arbeite ich, ist für den Kopf halt einfach schon mal sehr, sehr wichtig. Finde ich, hilft mir in der Konzentration auch total. Und dann halt auch, ja, dann eben nicht am Computer essen, sondern aufstehen und woanders essen. Jeder Ernährungsberater wird das auch sagen, dass man sein Essen konzentriert zu sich nehmen sollte.

Und dann halt auch, wir haben im Deutschen dieses wunderbare Wort Feierabend. Und den kann man dann halt auch echt irgendwie zelebrieren, indem man sich aufsteht und sich streckt oder kurzen Tanzeinlagen macht oder sonst irgendwas. Hoch die Hände, Wochenende. Ja, hoch die Hände, Wochenende, was auch immer.

Halt einfach so ein Trenner zwischen, ich habe gearbeitet und jetzt habe ich meine Zeit. Obwohl das alles an dem gleichen Ort de facto stattfindet. Dass du also nicht nur diese räumliche Trennung hast, sondern halt auch so ein, Ritual ist jetzt völlig übertriebenes Wort, aber halt einfach so ein ja, kleinen Gag oder so dieses, also ich mache es zum Beispiel, dass ich halt den Laptop explizit zu klappe.

Der ist dann zwar nicht aus, aber der ist zu. Das ist mein Ding. Aber manche Leute strecken sich. Manche Leute, was weiß ich, gehen erstmal auf die Couch und machen sich eine Tasse Tee oder sowas. Aber halt einfach, um mal so dieses diesen Abstand zu haben, wenn du halt nicht den räumlichen Abstand in Form von zu Fuß gehen oder pendeln oder sowas hast.

Ja, oder sich einfach gedanklich sozusagen von der Arbeit zu verabschieden und dann eben auch nicht wieder für den Tag dann sich nicht damit nochmal zu befassen, ne? Also ich finde ja, also da hat man natürlich, hat man es, oder ich persönlich finde es mit den Kindern natürlich ganz praktisch, weil wenn die aus der Tür sind, fange ich an und dann irgendwann, wenn die drohen, wieder zurückzukommen, was dann meistens so gegen zwei ist, dann haben die ja Hunger.

Und dann muss ich eh, sagen wir mal, eine Stunde vorher irgendwie das dann, also dann die Arbeit beenden, weil irgendwer muss das Essen ranschaffen und kochen, damit es dann fertig ist, wenn die dann zur Tür reinkommen. Ähm, genau, und das ist natürlich so ein ganz, ganz guter Rahmen, der, der von außen mir vorgegeben wird, aber dem ich, dem ich mich dann auch quasi dann freiwillig auch füge, so, genau, und dann ist für mich eigentlich auch immer klar, also, vielleicht kann ich dann nochmal nachmittags irgendwo, irgendwann nochmal irgendwie nochmal eine Stunde dranhängen oder anderthalb, aber viel ist es halt nicht so, und ist es auch nicht notwendig, letztendlich.

Mit Kind hast du natürlich von außen sehr viel Rahmen vorgegeben. Gerade am Anfang der Pandemie war das schon krass zu sehen, wie bei manchen Leuten die Tagesabläufe auch so völlig aus dem Ruder gelaufen sind, kann man schon fast sagen. Das war teilweise schon erschreckend anzuschauen und dann habe ich dann eben für mich festgestellt, ich meine ja, ich hatte da schon ein Kind, war auch lustig, so eine Zweijährige zu haben die nackt durch Videokonferenzen hüpft, aber hey, das hatte, dafür hatte ich dann eben so diese Struktur von außen, dass du dann eben so ein Kind hast, das eben Hunger zu bestimmten Zeiten hat und so Das ist klar, aber das habe ich dann bei vielen Leuten gesehen, dass das teilweise ganz üble

Auswirkungen hatte, die dann auch völlig zerschossen einen Tag-Nacht-Rhythmus hatten und so. Die dann selber auch drunter gelitten haben. Ich sage überhaupt nichts dagegen, wenn irgendwer sagt, ich bin der absolute Nachtmensch und meine Hochzeit ist um drei Uhr morgens, bitte go for it. Aber wenn die Leute selber anfangen, darunter zu leiden, das ist halt für mich so, ich sage, no.

Ja, es gibt ja auch Leute, die brauchen eben auch dieses zur Tür raus, zur Arbeit. Also da reicht es auch nicht, wie du das beschrieben hast, einfach nur einen Schreibtisch oder Arbeitsplatz zu haben. Das muss dann noch deutlicher getrennt sein, weil die ansonsten doch irgendwie andere Dinge machen, sich ablenken lassen, die Wohnungen putzen.

Die brauchen einfach mehr Struktur, damit sie sich wohlfühlen und damit das irgendwie alles gut funktioniert, ja.

Also ich persönlich bin jetzt auch nicht der reine Remote-Typ. Also ich schätze das schon auch sehr, ins Büro fahren zu können und da mit echten Leuten zu kommunizieren. Aber was ich dann in der Zwischenzeit halt mir dann auch, also ich habe mir halt einfach komplett abgeschminkt, im Büro irgendwie programmieren zu wollen in der Zwischenzeit.

Weil halt einfach an den Tagen, wo man dann im Büro ist, dann sind dann alle im Büro und dann sind das dann einfach jetzt für mich die Kommunikationstage, da connectest du, da gehst du mit Leuten Mittagessen, da besprichst du Dinge, da kriegst du ein bisschen Flurfunk mit, da stehst du an der Kaffeemaschine, da hast du die Meetings, die Absprachen.

Und dann die Tage, wo ich dann nicht im Büro bin, das sind die Tage, wo ich dann mich wirklich zu Hause konzentriert hinsetze. Kommt bei mir teilweise aber auch vor, dass ich halt dann, was weiß ich, die Spülmaschine ausräume, aber trotzdem darüber nachdenke, was ich da eigentlich gerade tun muss. Aber ich gerade einfach so hebelig und unruhig bin und gerade einfach nicht vor dem Computer sitzen kann und weiter über dieses Problem nachdenken kann, kann dabei genauso drüber nachdenken, wenn ich die Spülmaschine ausräume.

Das kostet mich ja jetzt nicht so viel. Deswegen habe ich da jetzt auch kein großartiges Gewissen bei. Das kommt schon auch vor. Aber ich denke da ja dann trotzdem über das Problem, das ich da lösen muss, nach.

Ja, genau. Du bleibst halt schon am Ball grundsätzlich. Ja. Geht mir aber auch so. Also manchmal ist es sogar eben von Vorteil, wenn man sich mal löst vom Rechner und irgendwie ein bisschen frische Luft schnappt oder so, dann kommt man manchmal auf die Lösung, die man die ganze Zeit irgendwie gesucht hat. Ja.

Ja, mal aufstehen, mal spazieren gehen. Ich meine, jeder kennt ja auch das Phänomen, du zermaterst dir das Hirn und kommst nicht drauf und kommst nicht drauf und dann schläfst du eine Nacht drüber und dann hast du in der ersten Viertelstunde Arbeiten die Lösung schon. Ich finde das ein komplett unterschätztes Tool, dieses einfach mal rausgehen und was anderes tun.

Auf jeden Fall, glaube ich, sollten wir einfach viel, viel mehr instrumentalisieren. Dass man wirklich sagt, hey, ich stehe jetzt hier mit einem Brett vorm Kopf und dann muss das Brett einfach mal weg und dann muss man einfach mal an die frische Luft oder die Spülmaschine ausräumen oder duschen gehen oder eine Runde meditieren oder was auch immer.

Halt irgendwas komplett anderes machen. Weil ich das sehr, sehr oft auch gesehen habe, gerade wenn es irgendwie stressig geworden ist, dann haben die Leute sich so festgebissen und die Mittagspause ausgelassen. Das kann ja dann auf Dauer auch nicht gut sein.

Nee, nee, genau. Irgendwann wird das nichts mehr. Da kann man dann machen und tun. Das ist so, wie wenn man nicht schlafen kann und irgendwie ganz verzweifelt sich...

Versucht, nochmal einzuschlafen.

Ja, genau, dann geht es erst recht nicht. Man muss dann irgendwas anderes machen und dann auf der Stelle schläft man dann.

Ja, und das ist das Schöne an unseren wunderbaren Gehirnen, dass die ja, selbst wenn du nicht aktiv drüber nachdenkst, die ja so im Hintergrund darüber nachdenken. Und das finde ich völlig faszinierend. Ja, richtig.

Ich meine, das gibt es ja auch in anderen Branchen. Wir leisten ja auch kreative Arbeit, aber es gibt ja auch andere Formen kreativer Arbeit. Was schreiben, dann sitzt man da vor dem weißen Blatt Papier und weiß einfach nicht, was man schreiben soll. und dann wird das auch nichts. Und dann muss man einfach andere Dinge tun und dann hat man den Geistesblitz irgendwann.

Oder bei der Kunst ja auch.

Ja.

Ja, und so ist es bei uns auch. Also das ist ja wirklich ein hochkreativer Beruf, den wir da ausüben. Was man ja manchmal sogar, ich glaube, Künstler-Sozialkasse nimmt, mittlerweile, glaube ich, ja auch Programmierer auf. Genau, weil das mittlerweile auch, also vielleicht brauchen wir einfach mehr Beitragszahler, aber genau, also das ist dann doch durchgesickert.

Oder auch, was so den Freiberuflerstatus oder so angeht, das war ja früher, war ja irgendwie Programmierer, nee, nee, das ist ja ein Gewerbe, kein Freiberuflerberuf, Beruf, weil früher hat man gesagt, ja, das ist ja jetzt irgendwie nur Abarbeiten quasi von Code, aber mittlerweile ist das eben auch eben, ich glaube nicht bei allen Finanzämtern, aber bei vielen auch angekommen, dass das eben eine kreative Arbeit ist, die man macht und man eben nicht einfach nur Schritt für Schritt was abarbeitet, was irgendwer haben will, sondern dass das auf dem eigenen Mist wächst letztlich.

Ja.

Ja, cool. Dann sind das ja, dann haben wir ja bei heute eigentlich ja, kann man, kann man die, würde ich sagen, ist der Titel ja eher sowas wie, ja, so Programmierer-Lifehacks, ne?

Ja.

Oder auch nicht, nicht mal Programmierer-Lifehacks, sondern einfach generell Lifehacks und, und dann eben, äh, dann noch zusätzlich deine Lifehacks, die speziell aus deinem Sekretärinnen-Background kommen, ne? Also vor allem würde ich sagen, dieses sich selbst organisieren, diese ganzen Geschichten, also angefangen beim Kalender mit deinem E-Mail-Management, deinem Notification-Management, zehn Fingerschreiben, das ist so dein Sekretärin-Background, der dir das halt alles gebracht hat. Genau.

Ja, cool. Und wie ist das denn mittlerweile für dich? Also, ich weiß ja nicht genau, was dich damals zum Wechsel oder Quereinstieg in die Programmierung gemacht hat, aber ist es denn so, dass du manchmal denkst, ach, der alte Beruf wäre auch nochmal schön so zwischendurch?

Nee, gar nicht. Gar nicht. Manchmal denke ich mir so, ja, es ist so ein bisschen schade, dass manche Talente so ein bisschen dahin schlummern und ungenutzt sind. Aber ich möchte nie wieder in diese Welt zurück. Ich fühle mich so wohl in diesem IT-Umfeld, wo die Leute weltoffen sind, wo du mit jedem reden kannst, mit jedem per Du sein kannst, wo Leute, die...

Unfassbares Wissen mitbringen und Bücher für O'Reilly schreiben, gleichzeitig unfassbar demütig sind und sich bei dir bedanken, dass sie was von dir gelernt haben. Als Sekretärin hätte ich nie die Möglichkeit gehabt, auf einer Bühne zu stehen und Vorträge zu halten oder hier Podcast-Gast zu sein. Das sind Sachen, die nie möglich gewesen wären. Und wo ich auch sage, dass ich mich einfach, ja, in dem Umfeld der ganzen Nerds einfach viel, viel wohler fühle.

Ja, schön. Sehr cool. Aber auch trotzdem eine coole Sache, dass du das eben vorher gemacht hast. Und ich finde ja auch, das hört man ja auch nicht mehr so oft, dass so dieser Beruf ergriffen wird. Also wie hieß das nochmal, sag nochmal, das war ja nicht nur einfach Sekretärin, sondern es hatte so

Das war also International Secretary weil ich eben drei Fremdsprachen spreche also Englisch, Französisch und Spanisch und die dann auch im Beruf benutzt habe ja.

Sehr cool also irgendwie auch ein toller Beruf so,

Genau ja, war schon eine spannende Zeit Also so ist es nicht. Ja, nee, glaube ich auch.

Du hast ja auch erzählt, dass du da auch Kontakt mit irgendwie spannenden Leuten hattest und es eben auch immer rund um die Welt ging. Aber kannst du jetzt auch haben.

Ja, habe ich auch.

Super, genau. Dann als Links hatte ich mir notiert, oder haben wir deinen How-to-Unfuck-Git-Talk. Dann habe ich mit dem Professor Hubermann, richtig? Ja. Also Uberman auf YouTube notiert. Genau. Hast du sonst noch irgendeinen Link oder einen Shameless Plug, den wir noch verlinken sollten oder wollten?

Oder wo kann man dich als nächstes sehen auf der Bühne?

Gibt eine sehr, sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass ich im September in Hamburg auf der Core Talks bin und da aber einen Talk halte zum Thema How to finally delete the stuff. Okay.

Okay. Auch gut.

Also geht nicht um Programme schreiben, geht um Programme löschen.

Ja. Ja, aber auch geht ja auch so ein bisschen wahrscheinlich in die Richtung organisieren, sich selbst organisieren oder den Code organisieren, effizienter machen, ballastlos werden. Ja, cool. Also Code Talks im September in Hamburg suche ich mal den Link raus. Wahrscheinlich kann man da jetzt schon Tickets kaufen können, oder?

Oder ist das, naja, man weiß es nicht. Ich guck mal. Genau, bis die Folge rauskommt,

Gibst du die bestimmt. Ja, super. Ja.

Dann vielen lieben Dank, dass du die Zeit gefunden hast, bei uns vorbeizuschauen.

Vielen Dank, dass ich da sein durfte. Fand ich auch, jedenfalls.

Finde ich auch gut, dass wir das jetzt mal gemacht haben. Also wir haben ja darüber ja schon immer mal wieder so ein bisschen gesprochen, dass wir das mal machen sollten und jetzt haben wir es geschafft. Genau, wir werden auf jeden Fall auch deine oder ich werde deine Kontaktdaten hinterlegen, wenn es da noch irgendwie Wunsch zum Austausch oder Fragen gibt oder sowas.

Genau, dann kann man auf dich zukommen und ansonsten kann man uns auch immer anquatschen über die verschiedenen Kanäle und wir stellen Kontakt her und könnt ihr auch erzählen, ob ihr was dazugelernt habt oder ob ihr selber solche Tricks und Strategien auf Lage habt. Und auch noch andere, die wir gar nicht kennen, gerne her damit.

Oh ja, oh ja.

Genau, also schreibt es an uns. Ihr findet uns ja auch in unserem Community-Slack. Schreibt es an die Melanie auf den verschiedenen Kanälen. Genau, da kriegen wir bestimmt auch mit. Genau, und ansonsten, wenn euch die Folge gefallen hat, dann wisst ihr Bescheid. Dann könnt ihr die liken, könnt ihr die bewerten.

Und dann würde ich sagen, hören wir uns nächste Woche wieder und da geht es um, ich sag's schnell, da geht es um, ah ja, da geht's um PHP. Genau, denn PHP feiert auch wieder Geburtstag und wir hatten vor fünf Jahren den Sebastian Bergmann da zum letztmaligen Geburtstag von PHP, haben über die Zukunft von PHP gesprochen und spannenderweise ganz viele Dinge erwähnt, die dann auch wirklich so gekommen sind.

Und deswegen, ich bin gespannt, was da jetzt wieder Neues auf uns zukommt. Genau, du bist auch im PHP-Umfeld unterwegs, oder? Ja. Genau. Ja, dann ist das vielleicht auch eine Folge für dich.

Auf jeden Fall.

Sehr cool. Dankeschön. Und dann hoffe ich, dass wir uns auch wieder in Düsseldorf bei irgendeinem schönen Meetup sehen.

Auf jeden Fall. Ich freue mich. Danke dir.

Bis dann. Tschüss.

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