Anmelden

Working Draft· Folge 691

Revision 691: Digitale Nachhaltigkeit – Warum das Web grüner werden muss, mit Dr. Torsten Beyer

Dienstag, 2. Dezember 2025 · 1 h 15

MP3

Shownotes

In dieser Revision sprechen wir mit Dr. Torsten Beyer (dr-beyer.de), Chemiker und Experte für digitale Nachhaltigkeit, über seinen Weg vom Labor zum grünen Web, die oft übersehenen Umweltkosten des Internets und darüber, wie wir als Webentwickler:innen konkret zur CO₂-Reduktion beitragen können.

Wen das Thema weiter interessiert, sollte sich auch die Revision 675: Green Web (workingdraft.de/675) geben.

Ein riesen Dank geht raus an Andreas Sander (andi1984.dev) für das Lied über den Working Draft. Könnt ihr am Ende der Sendung hören :)

Unser Sponsor

mittwald.de/workingdraft?ref=workingdraft.de

Maximale Performance für all deine Projekte? Bei mittwald brauchst du dir nie wieder Sorgen um Performance-Einbrüche machen. Der Traffic kann ruhig durch die Decke gehen, deine Seite bleibt immer rasend schnell.

mittwald hat Hosting neu gedacht und alles auf die besonderen Anforderungen und Workloads von Agenturen und Freelancern optimiert – inklusive Infrastruktur, benutzerfreundlicher Oberfläche und flexiblen Tarifen. Egal, ob du deinen Server selbst konfigurieren möchtest oder das mittwald-Team sich um die optimalen Specs kümmern soll. Der persönliche Kundenservice unterstützt dich 24/7 bei allen Fragen rundum WordPress, TYPO3, Shopware oder was auch immer dich gerade beschäftigt. Im firmeneigenen und TÜV-zertifizierten Rechenzentrum sind deine Daten in sicheren Händen. Und das Beste? Wer seine Projekte bei mittwald hostet bekommt nicht nur die besten Server, sondern ein Hosting mit Strom aus 100 % erneuerbaren Energien. Also, worauf wartest du?

Geh jetzt auf mittwald.de/workingdraft?ref=workingdraft.de und buch dein erstes Projekt!

Schaunotizen

[] Vom Chemiker zum Experten für digitale Nachhaltigkeit

Torsten kam als Chemiker zur digitalen Nachhaltigkeit. Geboren 1968 bei 323 ppm CO₂ (borninppm.com) – circa als das Internet beim Militär erfunden wurde – beobachtet er seitdem beide Kurven steigen.

Wir sprechen darüber, wie Flatrates und „unbegrenzter“ Traffic seit 1969 ein falsches Bewusstsein für Daten schufen. Dazu das de.wikipedia.org/wiki/Jevons-Paradoxon: Speicher wurde drastisch günstiger (vom Commodore 64 zur Mini-SD), aber statt zu sparen, führt das zu Mehrnutzung, die die Einsparungen auffrisst.

[] Bewusstsein schaffen durch Analyse

Torsten gibt einen Überblick über Methoden zur Analyse des CO₂ Fußabdrucks von Websites:

•
The Green Web Foundation – Verzeichnis grüner Hoster, freiwillig. Wenn kein Eintrag: Hoster kontaktieren!

Website Carbon (thegreenwebfoundation.org) – nicht empfehlenswert, fragwürdige Methodik.

•
Digital Beacon (digitalbeacon.co) – besser, aber Tests nur bis Cookie-Banner. Guter Einstieg.

•
Log-Analyse – beste Methode für echten Traffic-Impact.

Unterschätzt: Laut Imperva Bot Report sind 51% des Traffics Bots – steigend durch KI. SEO Soon (imperva.com/blog/2025-imperva-bad-bot-report-h…) zeigt, ob KI-Bots gesperrt sind.

[] Webseiten-Siegel und ihre Problematik

Torsten kritisiert käufliche Siegel, die „Klimaneutrale Website“ propagieren, aber eigentlich nur Bäume pflanzen und eine echte Optimierung und Beurteilung vornehmen. Sein Projekt Web4Nature (web4nature.de) setzt auf messbare Kriterien: nur Websites unter 1 MB erhalten das Siegel.

Sogar die allererste Website von 1991 ließe sich um 30% optimieren. Es geht immer besser.

[] Nachhaltiges Podcasten

Auch Podcasts haben einen CO₂-Fußabdruck. Torsten spricht über seinen Podcast Web, But Green! (info.cern.ch/hypertext/WWW/TheProject.html) und sein Buch.

Keine Schaunotizen

Beispiel für gute Nachhaltigkeitskommunikation großer Unternehmen: Unilever Sustainability Notice
Torstens Artikel: [1], [2], [3], [4]
Diskutiert die Folge mit uns in unserem Community-Slack: draft.community (notices.unilever.com/corporate/en/sustainability)

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Thorsten, wieso haben wir eigentlich ein Problem mit Nachhaltigkeit im Web? Wenn irgendwo ein Wasserhahn tropft, dann repariere ich den vielleicht. Aber bei Daten haben wir dieses Verhältnis gar nicht, weil wir denken immer, Daten fließen unbegrenzt und es entstehen uns keine Kosten. Ich frage mich aber auch, wie schafft man es denn auch so als Website-Betreiber erstmal eine richtige Analyse dessen zu machen, ob man grün ist, wo man eigentlich steht.

Diese Revision von Working Draft wird euch präsentiert von Mitwald, Next Level Hosting für eure Projekte. Jetzt fragt ihr euch bestimmt, wie kann sowas langweiliges wie Hosting Next Level sein? Ganz einfach. Mitwalds hochperformantes Managed Hosting ist perfekt abgestimmt auf die Anforderungen von Freelancern und Agenturen.

Es gibt zum Beispiel ein smartes Rollensystem für die Zusammenarbeit mit euren Projektpartnern. Und Mitwald hat mit dem M-Studio auch eine sehr schöne moderne Verwaltungsoberfläche gebaut, mit der das Spaß macht. Aber jetzt mal ehrlich unter uns Nerds. Sachen anklicken? In einem User Interface? Muss das sein? Nein, muss es nicht.

Denn bei Mitwald gibt's auch die mStudio CLI. Mit der könnt ihr euer Hosting komplett über die Kommandozeile verwalten und natürlich auch entsprechend automatisieren. Von Nerds für Nerds bringt euch Mitwald die optimale Developer Experience, wenn's ums Hosting geht. Und deshalb jetzt auf zu mitwald.de slash workingdraft.

Das war nochmal mittwald.de slash Working Draft. Wir danken Mittwald für die Unterstützung von dieser Revision von Working Draft. Revision 691, Hallo und herzlich willkommen zum Working Draft. Wir sind heute zu zweit an Bord. Einmal bin ich dabei, der Hans, hallo. Und wir haben einen Gast, den Thorsten. Hi Thorsten. Ja, hallo Hans.

Schön, dass du da bist. Dr. Thorsten Bayer. Stell dich doch mal ganz kurz vor, woher kommt der Doktortitel? Ja, das ist spannend, weil wahrscheinlich haben sich noch nicht so viele Chemiker in diesem Podcast verirrt. Den gibt es ja schon ein paar Jahre, aber ich bin halt ausgebildeter Chemiker und daher kommt auch der Doktortitel. Und die Leute fragen sich dann immer, was hat Chemie denn mit IT und Nachhaltigkeit zu tun?

Das hat natürlich sehr viel miteinander zu tun, weil CO2, unser Hauptproblem oder generell die Treibhausgase, sind halt alles chemische Verbindungen, die uns natürlich ärgern. Stimmt. Und die IT ist mir halt schon an der Uni so in die Wiege gelegt worden. Das war so in den Gründungszeiten so das World Wide Web, also der erste Browser an diese Zeiten, die habe ich halt an der Uni erlebt und war dann auch an der Uni irgendwann für unseren Arbeitskreis Rechner verantwortlich.

Ich habe da die E-Mail-Adressen verwaltet und hat natürlich eine ungeheure Macht dann gegen meine Kommilitonen, die mussten sich natürlich immer mit, ich kenne ja auch die Devs, man muss sich immer gut mit ihnen stellen, wenn man irgendwas will und das war dann der Chemiker, der sich mit der IT immer beschäftigt hat und habe dann alles so, immer so.

Praktisch so Learning by Doing erfahren, wir hatten halt eine gute Infrastruktur an der Uni und deswegen bin ich auch dann in meiner Doktorarbeit und da denkt immer ein Chemiker, da stinkt es und kracht es Und da passieren Dinge und es ist ungesund. Ich habe auch in meiner Doktorarbeit und meiner Diplomarbeit immer nur Simulationen gemacht und da kamen dann schöne bunte Bilder raus.

Herrlich, ja. Deswegen ist dann die Verbindung doch jetzt vielleicht näher, als man sich es denkt. Und Jörg Schieb, ich weiß nicht, wer den kennt, der hat mir den schönen Spruch gesagt, Bits sind die Atome der digitalen Welt. Schön. Das heißt, der Chemiker baut ja aus den 92 oder gut, wir haben jetzt mehr Elemente, aber viele, baust du irgendwo die Welt zusammen und die IT-Welt baut halt noch mit Nullen und Einsen das Ganze zusammen.

Das wird ja irgendwann auch mal mehr werden. Vielleicht, wenn wir die Quantencomputer einsetzen, dann gibt es dann mehr Zustände und deswegen ist dann auch die Brücke schnell gebaut. Ja, das ist eine super Verbindung. Ich habe tatsächlich bei meiner Mutter, die ist Chemikerin in der Schule gewesen, also als Lehrerin und hat dann entsprechend auch immer viele Dinge gemalt, also gemalt, nenne ich es mal spezielle Kohlenstoffverbindungen und so weiter, halt alles aufgezeichnet.

Ich war nie gut in der Chemie, aber kann diese Brücke total nachvollziehen, die du gesagt hast, nämlich dieses, dieses. Bits sind die Atome des Digitalen. Das finde ich echt ein klasse Bild, weil es halt auch so aufzeigt, was so das Basale ist, wenn es ans Digitale geht und wenn du dann die Brücke dazu noch hast und sagst, okay, Nachhaltigkeit ist ein Thema, weil alles, was wir digital machen, muss irgendwie belebt werden sozusagen. Das wird es durch Strom.

Und der Strom, der kommt halt nur an, wenn wir uns halt richtig damit beschäftigen, wie die Elektronen in dem Fall dann fließen. Und da sind wir ja dann auch huckizucki bei der Chemie. So ungefähr versuche ich es mir zumindest mit der Brücke dann herzuleiten. Und ich sage auch immer so als Gag, wenn du mich fragst, wie alt ich bin, ich bin bei 323 ppm geboren, CO2.

Ah, okay. 323. Das ist so die Konzentration von CO2, die damals in der Luft war. Heute sind wir übrigens bei 423 und das ist 30 Prozent mehr. Das heißt, Kinder, die heute geboren werden, ist ja die Generation Beta, glaube ich, nennt die sich dann, habe ich letztens mir sagen lassen. Die starten halt mit 30 Prozent mehr. Und das ist auch Teil der Klimaproblematik.

Und es gibt auch, die können wir gerne in den Shownotes verlinken. Ich habe auch hier so ein T-Shirt an mit den Klimastribes. Und da kann halt jeder gucken, bei welcher PPM-Zahl an CO2. Also PPM Parts per Million ist ja nicht so viel. Man denkt immer, das ist so ein Klima-Argument. Ja, ist ja so eine genannte Konzentration.

Aber es ist halt 30 Prozent mehr geworden. Und alle kennen ja auch zum Beispiel den Schwefelwasserstoff. Also faule Eiergeruch, kennst du. Wenn du da die gleiche Konzentration in der Luft hättest, wie das CO2, was wir haben, würden wir alle, wäre die Luft sehr schlecht und wir würden alle sterben. Wow.

Das ist halt, mit CO2 ist halt Geruchsgeschmack sonst was langweilig und deswegen ist es auch so ein Problem. Wenn du es hast, ist es nicht mehr bloß. Für einen Chemiker ist es fast die langweiligste Verbindung, die es gibt, neben Stickstoff. Das sind die zwei langweiligsten Stoffe. Du kannst so nichts mitmachen.

Sie sind einfach da, Endprodukt und dann kriegst du sie halt klar. Die Natur hat die Photosynthese, das Wunderwerk, um dann wieder Biomasse draus zu bilden. Aber das haben wir als Chemiker immer noch nicht 100 Prozent verstanden, wie die Natur das macht. Aber das ist natürlich der Gegenweg, wo das CO2 wieder aus der Luft kommt und wir dann wieder zu Sauerstoff kommen, der wir zu atmen brauchen.

Das ist natürlich auch bezeichnend, wenn man dann hört, also 30 Prozent mehr CO2 in der Umgebungsluft im Vergleich zu dem, was vor einigen Jahren noch der Standard war, zeigt halt, wie wichtig es ist, dass wir uns mit dem Thema beschäftigen. Und das tun wir halt auch und damit kommen wir halt auch zu dem Thema, du hast ja jetzt schon mehrfach auch gesagt, womit wir heute oder worüber wir heute nochmal sprechen wollen, nämlich die Nachhaltigkeit, die wir eigentlich im Web auch gewährleisten können.

Und für uns als Developer ist das natürlich eine super wichtige Aufgabe, weil wir diejenigen sind, die halt tagtäglich damit zu tun haben und das Ganze gestalten. Und je nachdem, wie wir unsere Webseiten aufbauen, je nachdem, wie wir programmieren, je nachdem, welche APIs wir konsumieren, welche AIs wir verwenden, um unseren Code zu schreiben, kommt es natürlich dann auch darauf an, wie viel CO2 wir verbrauchen. Da werden wir hinkommen.

Wir haben ja schon die ein oder andere Sendung, zum Beispiel die 675 aufgenommen, wo wir ein Stück weit mehr nochmal drauf eingegangen sind, was ist eigentlich auch so im Hosting-Bereich relevant oder wie ist das mit Datenmengen, die wir senden. Wir wollen heute diese Themen noch ein Stück weit ergänzen.

Und da vielleicht auch mal wirklich basal anfangen. Thorsten, wieso haben wir eigentlich ein Problem mit Nachhaltigkeit im Web? Woher kommt das Thema eigentlich? Warum ist das Web nicht per se nachhaltig? Weißt du, wie ich meine? Ja, genau. Also man denkt ja immer, wir haben ja früher gelernt, also in den 90ern hast du gelernt, wir machen das Papier weg und dann haben wir alles digital und das hat ja dann viel weniger Ressourcen, kostet viel weniger Strom.

Aber da hast du schon ein Problem. Wir haben dann natürlich viel mehr Daten produziert, als wir jemals Papier bedruckt haben. Das ist ja dann der berühmte Rebound-Effekt oder Jevons Paradox auch genannt, dass du halt immer, wenn irgendwo eine neue Entwicklung ist, so eine Über- oder Mehrnutzung hast, dass dann natürlich die vermeintliche Einsparung immer kompensiert.

Das ist halt ein Punkt, wenn wir ganz weit zurückgehen, ich habe jetzt eben gesagt, born at 323 ppm, das war 1968. Das heißt, damals gab es noch gar kein Internet und es gilt ja, die Geburtsstunde des Internets war, glaube ich, der 30.10.1969. Gilt allgemein als die Geburt des Internets, weil damals, das kam ja aus dem Militärischen wieder vieles, wurde es dann praktisch für die zivile Nutzung freigegeben.

Natürlich in Europa hat kein Mensch was davon mitbekommen, das war rein USA, aber wenn wir dann weitergehen, wir hatten dann schon E-Mail, glaube ich, 1971, dann so Foren schon in den 70er Jahren und auch die Chemie hat dann schon irgendwann, natürlich war dort sehr viele Daten produziert und wir hatten, glaube ich, 1975 schon die erste Konferenz, wo es um digitale Anwendungen in der Chemie ging.

Aber das war natürlich immer noch ein Thema, was hier bei uns noch gar nicht war. Und mein Bezug war dann der Commodore 64 irgendwann, der doch dem einen oder anderen noch geläufig ist. Wahrscheinlich ist er gerade, glaube ich, auch 40 Jahre alt geworden in diesem oder letzten Jahr. Ich weiß es nicht genau. Aber das war halt so meine Einstiegsdroge in die IT als Schüler damals.

Gut, man hat natürlich viel gespielt mit dem Ding, aber das war schon ein Wunderwerk der Nachhaltigkeit, wenn du überlegst. 64 Kilowatt Arbeitsspeicher. Überleg dir mal eine Mail, die kleiner als 64 KB ist. Das schaffst du heute kaum. Meistens ist da unten irgendwo ein Logo eingebaut oder irgendwo ein Werbebanner, was nicht optimiert ist und was man natürlich millionenfach dann auch sinnlos verteilt. Das ist so ein Punkt bei Nachhaltigkeit.

Das schaffst du fast nicht. Ja, oder kann man gerne ja mal testen. Man kann immer sehen, wie groß ist eine Mail, die ich versende oder empfange. Und da kann ich oft irgendwas optimieren und dran schrauben. Und ich sage, dieser Commodore 64 war halt damals schon ein Wunderwerk der Nachhaltigkeit und auch für eine Herausforderung für den Entwickler. Aber was war später, wenn irgendwo nicht genug Speicher war, Speicher konnten wir immer dazu bekommen.

Oder Speicher ist heute so günstig, aber damals auch in den, früher war es ja so, es gibt eine Datenbank, die heißt Chemical Abstracts. Da wurden früher nur von allen Publikationen, wurden nur die Überschrift, ein Abstract und ein paar Keywords, die wurden meistens von Leuten in Entwicklungsländern, also die Leute, die heute für Facebook und alle die Tracksarbeit teilweise machen und Inhalte filtern, Die haben halt früher für Fachdatenbanken App-Tracks gemacht, weil du konntest nicht alles speichern, weil der Speicherplatz war nicht da, der wäre viel zu teuer gewesen.

Das kann man sich heute, also die Jüngeren können sich das gar nicht vorstellen, aber heute ein Gigabyte Speicherplatz in den 70er, 80er Jahren, der hätte sich den tollsten Sportwagen der Welt kaufen können für damals, weil das glaubt man halt nicht. Ich erinnere mich noch an meine erste externe Festplatte, sprich dann auch für mein Alter, ich bin jetzt 35, die ich damals gekauft habe, 80 Gigabyte, die auch ungefähr 80 Gigabyte, Euro müssen es schon gewesen sein, gekostet haben, ja, und das, also, wenn man sich das heute mal überlegt, 80 Gigabyte, wer bezahlt denn da für 80 Euro, ja, man kriegt heute diese Mini-SD-Karten, weiß ich nicht, dass das Fünffache von dem, ja, 512 Gigabyte wahrscheinlich für 20, 30 Euro, ja.

Da haben wir schon ein Problem, warum das mit der Nachhaltigkeit im Internet ein Problem ist. Speicher wurde halt extrem billig verfügbar, aber natürlich muss Speicher hergestellt werden. Und da haben wir natürlich auch viele Problemmineralien. Da bin ich wieder bei der Chemie, wo dann auch Kinder irgendwo im Kongo in engen Gängen rumkrabbeln, um dann Coltan zu fördern, was dann irgendwo nach Asien, meist nach China kommt.

Da werden dann unsere Smartphones zusammengesetzt und die kommen dann hier wieder an. Das ist dann auch ein Teil des Problems, was du natürlich nicht nur im Internet hast, das hast du ja bei allen, bei Textilien, bei allen Elektroprodukten. Dass halt alle IT erstmal hergestellt werden muss. Und wir haben halt auch einen riesen Schrott und Müllberg an IT-Infrastruktur aufgebaut.

Das fing halt auch schon damals an. Also damals war es ja so, die 3, 4, 5, 6 und 80er, die dann später irgendwann kamen, da musst du mich ja ständig in neue Rechner kaufen, weil die Sprünge so groß waren. Heute ist es ja nicht mehr so, dass das so viele, so große Sprünge wie in den 90er Jahren dann noch gibt.

Da hast du ja angefangen, diesen Hardware-Mühlberg dann aufzubauen. Das war halt so eine Säule des Problems der schlechten Nachhaltigkeit im Internet. Auch das fehlende Recycling. Heute ist es so, dass ja der allermeiste Elektroschrott gar nicht richtig zurückgegeben wird. Und wenn, dann landet er teilweise auch in Afrika wieder irgendwo und richtig aufbereitet, wird er kaum. Aber das ist natürlich auch schwer.

Du kannst halt die Metalle aus dem Smartphone natürlich relativ gut wieder gewinnen, wie Aluminium. Das macht ja Apple auch zum Beispiel relativ vorbildlich. Aber viele andere Sachen, die sind ja so... Alle miteinander verbunden. Also das halbe Periodensystem steckt in ein Smartphone. Das glaubt man gar nicht. Wow.

Ja, also das ist unvorstellbar. Wenn man auch diese Materialien wieder auseinanderzunehmen, kostet ja auch wieder Energie. Erstmal die Energie, Dinge zusammenzubauen. Dann hast du bei einem Smartphone eine durchschnittliche Nutzung. Ich weiß nicht, ich habe jetzt mein Smartphone, iPhone 13 gerade abgedatet, ja, also maximal sind es dann mal vier Jahre irgendwie und dann wird das, jetzt liegt das alte Device hier natürlich rum, mal angenommen, ich würde es abgeben, dann muss man es auftrennen und dann wieder verwenden, da wo es halt geht und bei vielen Dingen, nehme ich an, geht es ja auch gar nicht.

Aber jetzt auch gerade, wenn ich mal so an die Rechenzentren denke, um mal in die jetzige Zeit zu gucken, was wir jetzt auch für Fortschritte machen. Alle paar Jahre werden ja auch in den Rechenzentren müssen ja auch die Chips verändert werden, wie viel wir jetzt auch zubauen an KI-Chips, die halt nochmal ganz anders sind. Die alten auch nicht mehr so lang, die musst du halt früher ersetzen.

Und es gibt auch Berichte zum Beispiel, dass halt in großen Rechenzentren von zum Beispiel Amazon oder Microsoft Rechner dann im großen Stil, die schreddern einfach mal 20.000 Rechner weg. Weil sie keine Verwendung dafür haben. Oder es ist halt billiger, dann nochmal neue zu kaufen. Und durch KI ist natürlich auch immer ein Brandbeschleuniger für alles, weil du natürlich noch viel leistungsfähigere Hardware brauchst.

Du brauchst halt dann eine bessere Kühlung. Und da kommen wir zu den Ressourcen, kommt dann auch der Wasserverbrauch dann dazu, oft für Kühlung oder dass Rechenzentren oft schlechte Standorte haben. Am sinnvollsten sind die natürlich irgendwo in Nordeuropa aufgehoben oder in Island zum Beispiel, Norwegen.

Die haben halt viele Vorteile. Die haben viel grünen Strom und haben natürlich auch dann... Um Kapazitäten dann auch neben Wasserkraftwerke dann irgendwo ein Rechenzentrum zu stellen. Und die müssen nicht wie wir dann mit fossilen Energien irgendwann oder immer im Backup dann wie im Rhein-Main-Gebiet.

Also es gibt gar nicht mehr genug Ökostrom oder wir haben jetzt schon ein Problem, dass Rechenzentren jetzt gar nicht mehr neu genehmigt werden. Das ist halt auch ein Thema, weil du erst mal klären musst, bleibt das Netz stabil? Ich meine, das kennen die Iren auch. In Irland ist das auch ein Thema. Die haben ja auch ganz viele Rechenzentren von Facebook zum Beispiel.

Die haben irgendwann gesagt, wir können das nicht mehr genehmigen, sonst bricht in Irland das Stromnetz zusammen. Das muss man halt auch sehen. Also da gibt es auch so ein schönes Bild, dass so die Rechenzentren sind, so die Kohlekraftwerke des 21. Jahrhunderts. Also früher hat man die halt im Überfluss gehabt und heute brauchen dann diese Rechenzentren, die Musk zum Beispiel baut. Die brauchen ja so viel Strom.

Das ist ja ein Wahnsinn. Der hat ja ein so ein Ding für seine KI, für seinen Krog hingestellt. Ich weiß gar nicht mehr, wie viel Strom das braucht, wo er 100.000 Hochleistungs-NVIDIA-Chips da eingebaut hat. Das braucht halt wirklich wie eine Aluminiumhütte so viel Strom, was wir hier früher als Schwerindustrie hatten. So viel brauchen wir irgendwann Rechenzentren an Strom.

Bevor es die AI-Diskussion zum Thema Strom gab, haben wir ja auch im Kontext von Blockchain-Technologien, gerade Bitcoin, auch viel darüber geredet, wie viel die Mining-Farmen zum einen, aber auch der grundsätzliche Betrieb, im Endeffekt sind es ja doch dann die Mining-Farmen, von Bitcoin beispielsweise an der Weltenergiefrist.

Wenn wir uns das jetzt so angucken, dann hört sich das für mich schon sehr, sehr stark danach an, dass gerade der Stromverbrauch aber ja der Haupttreiber an CO2-Emissionen ist im Vergleich zu beispielsweise der Hardware-Emissionen. Kann man das so beschreiben? Also ist das dann auch das, worauf man sich in erster Linie bei einer Optimierungsfrage dann auch stürzen sollte?

Ja gut, man sollte natürlich immer schauen, wo der Strom herkommt oder wenn man jetzt irgendwo eine Cloud anmietet oder einen Hoster sucht, dann gibt es ja auch Möglichkeiten, dann eine nachhaltigen zu suchen, weil man da sehr genau aufpassen muss, weil das gilt halt vieles als nachhaltig, was man halt so nur so als halb nachhaltig beschreiben kann.

Zum Beispiel, ich werfe mal Cloud-Flair in den Ring. Hatten ja auch gerade das größere Problem, dass sie mal offline waren und viele Webseiten dann kein Fallback hatten und dann weg waren. Die haben ja eine weltweite Infrastruktur, ich glaube von über 100 Rechenzentren. Und die allermeisten von denen, die gehen dann nur über CO2-Zertifikate, werden die irgendwie grün gelabelt, sage ich jetzt.

Es gibt auch Leute, die sagen grün gewaschen, weil es gar nicht überall in den Regionen genug Strom überhaupt dafür gibt. Und das ist halt so die schlechtere Art. Also mein Hoster, der hat zum Beispiel Windkraft. Oder es gibt ja auch in Deutschland einige Hoster, die auf Windkraft setzen. Und der hat auch sein Rechenzentrum, das ich mal besucht habe.

Hast du mal ein Rechenzentrum besucht? und von innen gehen. Leider habe ich das verpasst. Wir waren ja letztes Jahr oder dieses Jahr im Sommer war das bei Mittwald gewesen, die ja auch ein Hoster hier ist. Die sind ja auch, glaube ich, relativ nachhaltig unterwegs. Exakt, ja, genau. Leider habe ich es da verpasst, reinzugehen. Ich kenne natürlich diese Dokumentation.

Nee, klar, aber das sollte man live mal erlebt haben. Es gibt ja auch den Tag des offenen Rechenzentrums. Ich weiß nicht, ob du davon schon mal gehört hast, aber die machen halt sehr schlechtes Marketing. Da muss man halt mitkriegen, wann das ist und das sind deutschlandweit ein paar oder mein Hoster, der hat so einen Tag der offenen Tür ich weiß nicht, ob ich den Namen nennen darf oder soll, äh.

Kannst du gerne hier machen. Also wir sind da nicht. Hetzner ist ja auch ein deutscher Hoster. Und da war ich halt in Falkenstein. Das liegt halt auch irgendwo im Erzgebirge auf fast 600 Meter Höhe, was ein cooler Ort ist. Da ist es schon mal im Schnitt zwei Grad kälter im Jahr wie in Frankfurt, wo die meisten Rechenzentren stehen.

Und da konnte man wirklich mal rein in die Hallen. Und das ist halt so ein Gefühl, das kann man nicht beschreiben, wenn so tausende Rechner laufen. Das kennt man halt nicht. Ich denke, es ist sehr laut, oder? Ja, es ist halt relativ laut und die Luft ist auch irgendwie so komisch. Das kennt man ja auch noch von früher vielleicht, wo viel Elektro ist.

Das riecht so einen eigenartigen Geruch. Und natürlich Kabel ohne Ende. Man glaubt ja nicht, wie viele Kabel da sind, aber die haben immer noch Kabel. Die verbauen da tausende Kilometer, so wie jeder es dann kennt, so Solarenkabel und alle möglichen Dinge. Und die bauen jetzt zum Beispiel gerade auf dem Dach noch eine Solaranlage, was natürlich sich anbietet.

Rechenzentren und Hallen sind natürlich groß und flach. Und da kannst du natürlich zusätzlich zu der Wasserkraft dann auch noch der Solar dazunehmen. wobei man aber auch sagen muss, die haben leider immer noch Dieselgeneratoren für Notstrombetrieb. Das ist, glaube ich, die gesetzliche Vorschrift. Die müssen auch regelmäßig getestet werden.

Das heißt, auch das Rechenzentrum ist halt nicht 100 Prozent grün. Obwohl es schon einen relativ guten PoE-Wert hat, der bei 1,1 irgendwas dann noch liegt. Was ist das? Power Usage Effectiveness. Das heißt, wie viel Strom wird halt zum Betrieb gebraucht. Eins wäre der Idealfall, wenn du gar keinen Verlust hättest, aber den schafft man halt nicht, aber 1,1 bis 1,2 ist schon relativ gut und im Schnitt sind wir eher in Deutschland noch bei 2 oder keine Ahnung und das ist halt dann schon relativ gut, weil die auch viel anstellen, aber auch aus eigenem Interesse, weil die wollen natürlich auch ihren Stromverbrauch reduzieren und die haben halt Luftkühlung und das ist halt schon cool, sich sowas mal anzusehen, ne?

Ja, also ich erinnere mich, wir haben da tatsächlich in der Revision 675 auch über diesen Index nochmal ein Stück weit mehr gesprochen. Also für die Leute, die da auch nochmal vertiefen wollen, gerne nochmal reinhören. Ich würde aber gerne nochmal auch auf einen anderen Punkt zurückkommen, nämlich du hast ja am Anfang gesagt, ja, wir haben halt den Speicherplatz gehabt.

Irgendwie am Anfang war der sehr begrenzt und es war extrem teuer, sich da irgendwie einen Gigabyte Speicher zu kaufen. Und mittlerweile ist das Chris das ja geschenkt überall, so an jeder Ecke gefühlt. Aber ich glaube, es ist ja nicht nur das Thema Speicher, was halt es begünstigt hat, dass wir immer mehr konsumieren, sondern darüber hinaus gab es ja auch noch irgendwie andere Entwicklungen, die dem zuträglich waren.

Ich denke jetzt so an sowas, was wir in der Vorbesprechung kurz angerissen haben, nämlich das Thema Flatrates. Genau, das ist ja dann, also als ich an der Uni fertig war, das war 1996. Die Fußballfans erinnern sich angenehm, da wurden wir Europameister so zur Einordnung. Ich wurde eingeschult, aber ich erinnere mich auch noch, dass da so ein Fußballspiel war. Also da war ich dann fertig und damals war es halt im Internet noch so, dass du dann ein Modem hattest.

Das Geräusch ist ja auch dem einen oder anderen noch vertraut oder mancher nennt sich das ja auch als Handy-Ton. Das ist unser Intro, ja, tatsächlich hier im Podcast. Oder auch das Intro, genau. Und als ich dann meine Firma gegründet habe, das war nach Studienabschluss, bin ich halt direkt von der Uni in die Selbstständigkeit gegangen, weil ich halt was mit Internet machen wollte.

Aber damals gab es die Jobs noch nicht. Ich habe dann versucht, einen Job zu finden. Da habe ich mir gedacht, ja, wenn dir keiner einen Job geben will, dann machst du ja halt selber einen. Das war halt dann so der Versuch. Und mit dem bin ich mit einer kleinen Unterbrechung geblieben bis heute. Und das ist ja schon ein paar Jährchen her.

Als ich dann wirklich meine Firma angemeldet hatte, dann warst du halt noch mit Modem unterwegs und hast dann immer geguckt, oh, ich muss mal kurz online gehen, dann lief die Telefonrechnung, das können sich die Jüngeren gar nicht vorstellen. Wenn du große Daten verschicken wolltest, das ging gar nicht, das brach immer ab.

Videocall war natürlich völlig unmöglich, aber große Dateien brachen immer ab und wenn Leute große Bilder verschickt haben, dann gab es dann auch regelmäßig irgendwo Ärger, weil das dann nicht ankam oder Verbindungsabbrüche. Und damals wäre niemand auf die Idee gekommen, zum Beispiel eine PDF-Datei in eine Mail anzuhängen, die 10 Megabyte groß ist, was heute jeden Tag millionen, milliardenfach passiert, weil es halt schnell genug ist.

Aber vieles davon ist überflüssig. Ein Tipp von mir ist auch immer, keine großen Anlagen, sondern Links zu verwenden, die nur bei Bedarf. Dann, es sei denn, du bist dir sicher, dass alle Leute deine Anlage angucken wollen, dann schick dir 10 Megabyte. Aber ansonsten versuch das irgendwo zu verlinken.

Aber das wäre damals unmöglich gewesen, das anzuhängen. Die Mail wäre nie angekommen, die wäre immer abgebrochen. Und als es dann irgendwann die Flatrates gab, das fing ja dann irgendwo in den frühen 2000ern an, da gab es von der Telekom eine Flatrate, ganz kurz und da haben die gemerkt, oh shit, die Leute nutzen das ja wie bekloppt, wir machen da nur Verlust mit, da haben sie es erstmal wieder eingestellt oder gedeckelt und haben dann ihre Infrastruktur nochmal nachgezogen, auch mit DSL und irgendwann gab es dann die Flatrate und seit der Zeit haben wir halt diesen limitierenden Faktor dann auch nicht mehr.

Und wir können halt dann riesen Datenmengen einfach so verschicken. Macht halt nur ein Problem im mobilen Bereich oder wenn du halt irgendwo, es gibt ja in Deutschland immer noch Gegenden, angeblich gibt es ja kaum noch Funk-Cracher, aber wo dann doch so die Verbindung nicht so toll ist und dann hast du natürlich einen Vorteil mit einer sehr schnellen Website und mit einer sehr schnellen App und wenn dann deine Website langsam ist, dann fällt das noch auf, aber natürlich nicht irgendwo, wenn die Leute mit Glasfaser drauf zugreifen im Laden, dann ist das wurscht.

Und das ist aber auch das Problem. Strom kostet das alles trotzdem. Diese riesen überflüssigen Daten, die wir so über den Äther jagen, die gar nicht sein müssten. Aber die Leute machen sich halt keine Gedanken drüber, weil halt auch die Kosten fehlen. Weil eine unbegrenzte Flatrate, wenn du kannst am Mobil, hast du halt noch das Thema gehabt, dass irgendwann dein On-Ding-Kontingent aufgebraucht wurde.

Die Kinder sind ja schlau, die suchen sich immer ein WLAN, wenn sie nicht so ein großes Kontingent haben, bei den Freunden oder in der Schule. Und die haben dann ihr Kontingent noch, haben den noch gehaushaltet damit und geguckt, dass sie jetzt nicht stundenlang ihr Mobilguthaben dann aufbrauchen oder ihr Gigabyte oder wie viel Gigabyte sie haben.

Also die haben noch gelernt, das so ein bisschen so zu limitieren, aber jetzt gibt es ja auch schon unbegrenzte 5G-Flat-Rates und dann ist das Thema auch. Erledigt und dann kannst du halt überall machen, was du magst zum Festpreis, aber ein Problem ist, irgendwo oder, Passiert dann natürlich einiges und heute passiert das mehr noch in Rechenzentren als früher.

Ja, also ich kann das auch aus meiner eigenen Erfahrung sagen. Ich habe mich jetzt zuletzt auch mal erkundigt, was ist denn eigentlich mit so einer Mobile Unlimited Flat Rate? Kosten sind meiner Meinung nach noch ein bisschen hoch mit 80 Euro, glaube ich, wenn man jetzt kein Angebot schießt bei der Telekom beispielsweise.

Klar gibt es auch andere Anbieter oder bei O2 hatte ich früher irgendwie 50 Gigabyte für 25, 30 Euro oder so. Das ist dann schon recht günstig, finde ich. Aber auch jetzt beispielsweise, ich fahre selbst so ein Elektroauto von Tesla und der braucht ja eigentlich ab und zu mal für ein Update eine Internetverbindung.

Und weil mein Wi-Fi halt nicht bis da unten in die Tiefgarage reicht, nehme ich halt immer meinen Hotspot. Aber regelmäßig sind meine 30 Gigabyte, die ich habe da dann kurz vor Anschlag, weil da mal irgendein dickes Update wieder runtergeladen wurde, wo ich dann sage, ja, okay, ich mache jetzt seltener ein Update.

Also versuche sozusagen eher getrieben durch den Punkt, dass ich halt nicht so viel Datenvolumen verbrauchen möchte, halt entsprechend diese Daten zu postponen. Und bei den Jugendlichen ist es ja so, Wenn die ins Wi-Fi gehen und sich darüber Daten ziehen, dann verlagern sie ja nur die Art und Weise, woher sie konsumieren.

Aber sozusagen vom Sprint her ist es das Gleiche. Ja klar, aber sie haben keine Zusatzkosten. Irgendwann war es dann so, du müsstest dir dann irgendwann nochmal das nächste Gigabyte oder die nächsten 10 Gigabyte kaufen. Kennen wir auch beim Urlaub, wenn wir unterwegs sind, beim Roaming kaufen. Dann hast du halt irgendwo auch das Thema gar nicht mehr, dass du dir keine Gedanken mehr machst.

Ich sage mir immer, du solltest Daten eigentlich wie Wasser behandeln. Das ist auch so ein Bild. Wasserhahn drehe ich auch nicht unnötig auf oder beim Duschen gucke ich dann auch oder wenn irgendwo ein Wasserhahn tropft, dann repariere ich den vielleicht. Aber bei Daten haben wir dieses Verhältnis gar nicht, weil wir denken immer, Daten fließen unbegrenzt und es entstehen uns keine Kosten.

Ja, das stimmt. Im Endeffekt ist es ja auch, wenn du das jetzt mal umdrehst, als jemand, der eine Website betreibt oder irgendeinen Service oder sonst irgendwas, ganz häufig kauft man ja irgendwelche Pakete ein, wo Flatrate-Traffic dabei ist, wo es halt heißt irgendwie, ja, wenn egal wie viele Leute auf deine Website gehen, egal wie dick die Bilder sind, die du da schickst, ist ja egal, weil du zahlst halt nur die Flatrate.

Gut, wir wissen alle, wenn wir dann irgendwann, ein gewisses Budget erreicht haben. Wir als Podcast-Hoster, die wir unseren Podcast selbst hosten, kennen das Problem natürlich auch von den Hostern, weil du relativ viel Traffic verursacht, womit man bei einer normalen Website jetzt nicht rechnen würde.

Ja klar, Podcast oder Video ist natürlich einiges mehr. Das ist ganz klar. Genau. Wir kommen hoffentlich nachher noch ein bisschen dazu, wie man vielleicht sowas auch ganz effizient gestalten kann. Ich frage mich aber auch, wie schafft man es denn auch so als Website-Betreiber, erstmal eine richtige Analyse dessen zu machen, ob man grün ist, wo man eigentlich steht, damit man sich vielleicht auch dann mal einen Siegel auf die Website ballern kann, das halt nicht irgendwie Greenwashing ist, sondern wirklich einen Mehrwert hat.

Ja gut, es gibt von der Green Web Foundation eigentlich die beste Datenbank, die es dazu gibt. Also da kann man auf die Website gehen, da kann man halt... Seine URL eintippen und wenn der Hoster dort registriert ist und seine Daten hinterlegt hat, dann kriegst du halt dort raus, ist halt grün und du kriegst im Idealfall auch ein Zertifikat, wo die den Strom her hatten.

Diese Datenbank hat nur den Nachteil, es ist halt freiwillig für die Hoster, sich dort einzutragen. Und die haben auch oft das Problem, dass gerade die ganz Hosten, so wie Amazon, Facebook, die haben es halt irgendwie nicht nötig, dort Daten zu hinterlegen. Und dann können die dann keine Daten ausgeben. Dann sagen die halt, da sind keine Daten bekannt.

Das heißt, wenn man halt dort keine Daten bekommt, dann sollte man halt bei seinem eigenen Hoster mal nachschauen. Also bei Mitwald weiß ich das auch, dass diese auf der Website genau beschreiben. Bei Hetzner kann ich mir auch das Stromzertifikat runterladen, bei Yonos auch. Und das ist immer der Tipp, erstmal diese Datenbank bei der Green Web Foundation zu benutzen, wenn du dort dann keine guten Informationen kriegst, bei deinem Roster nachzugucken.

Und wenn du da gar nichts findest, solltest du schon ein bisschen stutzig werden, weil dann haben die wahrscheinlich nichts oder schreiben dann nur irgendwas, wir sind klimaneutral. Vielleicht und dann, also wir hatten mal einen Fall, ich nenne jetzt den Hoster-Namen bewusst nicht, da musste die Sekretärin nachfragen, wie das denn so mit dem Strom ist bei dem Hoster, das ist auch jetzt nicht so einer, der so drei Rechner irgendwo im Hinterzimmer stehen hat, der auch schon, der hat mehrere Rechenzentren, da haben wir dann gedacht, aha, Ja, das ist jetzt spannend.

Da hat noch nie jemand diese Frage gestellt und das ist jetzt noch nicht so lange her, das ist ein oder zwei Jahre her. Das hatten wir im Rahmen unseres Projekts Web4Nature, das hast du ja auch schon angesprochen, das können wir gerne auch verlinken, wo wir eben ein bisschen Aufklärung leisten wollen. Und da können Leute eben auch ihre Website vorschlagen.

Wir gucken die dann kurz an. Ich meine, Tools zur Website-Analyse habt ihr wahrscheinlich auch schon mal vorgestellt in dem Podcast. Da gibt es ja verschiedene wie Website-Karben. Gefällt mir allerdings nicht so gut, weil das ist so eine Blackbox und im schlimmsten Fall testest du mit dem Ding auch nur ein Cloud-Flair-Banner, dass der Zugriff gesperrt wurde und dann kriegst du halt eine super schlanke Website und du siehst aber gar nicht, was der testet.

Deswegen benutze ich lieber digitalbeacon.co. Da kriegst du halt wirklich eine Auflistung, wie viel Kilobyte Daten hat dir jetzt die Startseite und wie teilt sich das auf, auf JavaScript, auf Video, HTML, CSS. Wobei diese Werte halt auch mit Vorsicht zu genießen sind, weil der testet halt immer nur bis zum Cookie-Consent-Banner.

Und dann hast du natürlich bei kommerziellen Seiten hast du natürlich sehr oft die Consent-Banner. Und dann passiert ja erst danach so die Magie und dann werden immer 5 Megabyte JavaScript nachgeladen, Videoplayer, Social Media und dann wird es erst richtig fett und deswegen sind diese Werte, die du da rauskriegst, in der Regel immer zu niedrig.

Aber es ist mal ein guter Einstieg, wenn der Wert schon relativ hoch ist und die haben immer so eine Skala auch, wie wir von den Elektrogeräten her kennen, so von A bis G. Da es Engländer sind, haben die halt von A plus bis F. Die mussten die Skala um eins verschieben, weil sie ein anderes Einheitensystem wollten.

Aber das kennen wir ja, die haben ja immer eigene Einheiten. Mit Metern hatten die auch ein Problem. Das war ja, glaube ich, auch ein Grund, warum die Engländer aus der EU raus wollten, weil diese komischen Einheiten, das hat sich nie durchgesetzt. Die trinken halt Galonen und wollen nicht einen halben Liter Bier, obwohl das ja gar nicht so viel sich unterscheidet.

Mit diesen Skalen kann man dann relativ gut arbeiten. die sind halt nur problematisch, weil halt die Hälfte aller Seiten, die sind halt so skaliert, dass die Hälfte aller Seiten so der Median dann schon F ist. Das heißt, die schlechteste Skala oder G, wenn man das umrechnet. Das heißt, die meisten Seiten landen da sowieso am Ende.

Und das ist dann schon, wenn du irgendwo bei zweieinhalb Megabyte, um mal so einen Richtwert zu geben, wenn du zweieinhalb Megabyte für eine Page-Impression hast und die hast du halt relativ schnell. Gerade bei Medienseiten oder wenn die halt keine Vorkehrungen treffen. Ich werde mal so ein bisschen technisch so wie Lazy Loading.

Es gibt ja durchaus mal Seiten, die sind so Scrollwüsten, die laden erstmal alles, auch wenn kein Mensch bis unten hinscrollt. Und dann hast du unter Umständen auch schon wieder 80% sinnlose Daten verballert, weil du solltest das ja normalerweise so programmieren, dass dann erst die Bilder geladen werden, wenn ich da hinscrolle.

Auch bei Videos ist das auch ein Thema zum Beispiel. Und wenn das halt nicht gemacht wird, dann hast du halt auch wieder viele sinnlose Daten verballert. Aber wie gesagt, diese Tests sind erstmal ganz hilfreich, um dann so ein paar Informationen zu den Datenvolumen zu kriegen. Es gibt natürlich die anderen Leute, die sagen, du musst jetzt das Endgerät testen.

Das war ja auch in einer anderen Folge, die ich gehört habe, auf die du eben verwiesen hast. Also viele Entwickler sagen ja immer, ich würde ja gerne mein Endgerät vermessen. Es hat natürlich Charme, das zu wissen und dann wirst du auch rauskriegen, was halt so die dicken Brocken sind. Javascript-Verarbeitung, Rendering von Seiten, Video, Play oder auch Bilder müssen natürlich auch gerendert werden, je nachdem welches Format es ist.

Das Problem ist aber nur, du kommst von dem Ansatz nie zu einer Bilanz, weil es gibt natürlich eine Million Konfigurationen vom Fernseher über das Smartphone, über Tablet und der Browser, das Betriebssystem. Deswegen kommst du mit dem Ansatz nie zu einer Bilanz von der Website und es gibt noch ein ganz großes anderes Problem, weil ja ganz viel Traffic heute über Bots entsteht.

Das wirst du natürlich dann gar nicht abdecken können, weil da ist ja kein Endgerät im Spiel und gerade KI führt ja im Moment nochmal dazu, dass nochmal viel mehr Traffic generiert wird. Ja, vielleicht lass uns diesen Punkt nochmal doppelklicken sozusagen. Ich frage mich immer, wie viel Traffic hat man wohl auf so einer Webseite über Bots, weil das guckt man sich nie an.

Ich gucke in meinen Google Analytics rein und da sehe ich halt User-Zahlen und das sind die User, die dem Konsent zugestimmt haben, aber da ist in keinem Fall irgendein Bot dabei. Ja gut, du kannst das auch so konfigurieren, dass der ein paar Bots dir erfasst. Oder wenn du Matomo hast, der hat sogar in der neuesten Version oder wer Matomo nutzt, der weist jetzt auch Bots und sogar auch KI-Bots weist der in der neuesten Version aus, weil die crawlen ja auch Seiten relativ stark.

Aber du hast Google Analytics angesprochen. Das ist auch früher, als ich anfing, gab es noch kein Google Analytics. Da hast du Logfile-Analyse gemacht. Spannend, ja. heute kein Mensch mehr, weil das auch aus Datenschutzkunden so ein bisschen ein Problem ist, weil da stehen halt die IP-Adressen im Klartext drin, da haben wir die DSGVO und wenn ich Projekte habe, dann muss ich dann auch immer mit den Leuten dann reden und hoffen, dass wir dann dort Zugriff drauf kriegen, aber du kannst die anonymisieren, die IP-Adressen sind mir ganz egal, weil das Entscheidende, was in diesen Logfiles steht, da steht natürlich alles, was abgerufen wird und auch alles, was kein Cookie-Consent gegeben hat, weil da hast du auch ein,

gewissen Schwund zwischen 30, 40, 50 Prozent wahrscheinlich inzwischen, je nachdem, wie dein Cookie-Banner gestaltet ist. Wenn er rechtskonform ist, ist der Schwund höher, wie wenn er irgendwo Schmuh macht, sage ich mal, oder die Leute dann sagen, ach, ist mir jetzt doof, ich klicke alle akzeptieren, weil ich so den Abbestellen-Button gibt es gar nicht.

Und deswegen hast du da auch ein Problem mit. Dass du dann keine guten Zahlen bekommst. Und in den Logfiles steht ja auch das Datenvolumen drin. Das übertragene Datenvolumen in Byte steht in dem Logfile drin. Das heißt, du musst dann im Prinzip, um eine Bilanz machen zu können, einfach so das Logfile vom Tag oder von Woche, Monat.

Problem ist, die können natürlich relativ groß werden bei großen Seiten. Also bei unserem Online-Magazin sind die noch irgendwie handelbar. Das sind dann pro Monat sind das natürlich auch schon... Etliche Megabyte komprimiert, aber wenn du halt richtig große Seiten hast, dann wird das mit der Auswertung dann auch relativ schwierig, aber kann man natürlich auch machen.

Also wer das halt will, wird halt diese Logfiles analysieren müssen und dann kriegt er halt wirklich das generierte Datenvolumen und du hast angesprochen die Bots. Es gibt immer so eine Studie, der heißt glaube ich Imperva Bot Report, die machen jedes Jahr eine Studie. Wo sie eben versuchen abzuschätzen, ich sage bewusst versuchen, weil du kannst dich auch als Bot, auch als Nutzer tarnen und versuchen dann eben auszuwerten, wie viel Prozent des Traffics halt menschlicher Natur oder nicht menschlicher Natur ist.

Und da war es beim letzten Jahr zum ersten Mal so, dass der Bot-Traffic überwog, über 50 Prozent, das war glaube ich 51 Prozent. Wobei er wahrscheinlich real noch höher ist, weil wie gesagt, du kannst ja auch, wenn du zum Beispiel mit SEO-Tools wie Screaming Frog, werbe ich auch mal noch in den Ring, da kannst du ja irgendwie den User-Agent selber einstellen.

Da kannst du sagen, ich bin der Google-Bot oder ich bin irgendwas, ich bin ein Safari-Browser und dann erfasst du das gar nicht als Bot, obwohl es ein Bot ist. Gut, du könntest es indirekt sehen, weil der hat sehr viel unnatürliche, schnelle Zugriffe generiert, aber die Auswertung macht dann natürlich normalerweise keiner.

Aber das war im letzten Jahr das erste Mal so, dass so der nichtmenschliche Traffic überwogen. Da musst du ja immer unterscheiden. Es gibt dann den guten nichtmenschlichen Traffic. Das ist dann zum Beispiel der Googlebot oder Bingbot oder andere. Die wollen wir ja haben, dass wir im Internet gefunden werden.

Es gibt natürlich die bösen Gesellen, die natürlich auf Sicherheitslücken unterwegs sind. Und da kennst du dich viel besser aus wie ich, die immer WordPress-Installationen versuchen, da schlechte zu finden. Und so wie viele WP-Admin-Zugriffe du in so einem Log-File siehst, das glaubst du gar nicht. Wir haben gar kein WordPress, aber du hast jeden Tag 100 Zugriffe oder noch mehr, die dann versuchen, dann, ah, könnte ich vielleicht da irgendwo in diese WordPress-Installation reinkommen.

Und jetzt durch die KI-Bots ist dann nochmal ein neues Problem. Das kann man jetzt auch auswerten. Da gibt es auch ein schönes Tool. Weil zum Beispiel mein Hoster, der hatte jetzt ChatGPT Training Spot gesperrt und Cloud gesperrt, ohne mir das zu sagen. Ich weiß nicht, wie es bei Midwald ist, könnte man vielleicht mal checken.

Und es gibt auf der Seite seosoon.de, da gibt es so ein Test-Tool, da gibst du auch deine URL ein und der sagt dir dann, hast du jetzt deine Seite gesperrt für ChatGPT, für Cloud, für Perplexity. Und du kannst es auf zwei Arten sperren. Du kannst das ja einmal über die Robots TXT, wenn das halt gute Bots sind, die halten sich dran.

Also ChatGBT soll sich dran halten, Cloud auch. Bei Perplexity habe ich auch schon andere Sachen gehört, dass die das versuchen zu umgehen. Oder du kannst halt wirklich eine serverseitige Sperre machen, wie es auch Cloudflare macht. Cloudflare hat ja auch irgendwann mal, ohne die Kunden zu informieren, einfach mal ganz viele Bots blockiert und da ist bei vielen Seiten dann auch Traffic verloren gegangen.

Und das ist halt so eine neue Qualität und ich behaupte mal, dieser Report für 2,25, da wird der Bot-Traffic noch deutlich höher sein und ich habe selbst auch schon Auswertungen gemacht, da habe ich über 90% Bot-Traffic auf Webseiten gehabt. Das kann auch nur 30 sein, aber sieht der Densis eher jenseits der 50.

Ja, das ist natürlich extrem viel und gerade wenn man das halt dann mal in die Bilanz mit einfließen lässt, wie viel Traffic da entsteht durch, Böse Bots versus die guten. Willst wahrscheinlich irgendwie in den Suchergebnissen bei ChatGPT oder Gemini oder wem auch immer auftauchen oder der AI-Search bei Google.

Da will man wahrscheinlich drin sein in der Regel als Website-Betreiber. Also zum Beispiel hat Amazon alle gesperrt. Das habe ich auch gestern gelernt. Amazon hat alle, also ChatGPT Bots, also den Trainingsbot, also die haben das komplett gesperrt für alle. Und das kannst du mit diesem Tool auch sehen.

Also Amazon die Website nicht AWS als dass die Website gar nicht als Treffer auftauchen kann. Also ChatGPT kann Amazon die Website nicht für Trainings benutzen, auch nicht für Antworten benutzen. Und das finde ich halt spannend, weil die auch jetzt gerade so ein Shopping-Modul gelauncht haben. Da siehst du keine Amazon-Treffer, aber ist ja auch für Leute, die Amazon nicht mögen, ist das ja auch eine schöne Alternative.

Das ist in jedem Fall richtig, ist aber natürlich für ein Unternehmen wie Amazon kaum verständlich. Also wenn man sich anguckt, so Produktsearches, ich glaube, da tauchen sie auch selten auf bei Google. Ich weiß nicht, wie viel die ihren Produktkatalog da reinspeisen. Auf der anderen Seite haben die natürlich auch ihre eigene KI auf der Amazon-Website, wollen vielleicht darüber.

Na gut, wir driften ab vom eigentlichen Thema. Das ist ein sehr interessantes Thema. Also das muss halt jeder Webseitenbetreiber auch selbst für sich entscheiden, weil wenn du natürlich in den Trainingsdaten von ChatGPT bist, kann das gut sein für dich. Also ich bin da gerne drin, weil wenn ich den frage über mich, dann gibt der halt einige Sachen aus. Ich kriege natürlich darüber jetzt keine Besucher auf die Website.

Das ist dann so das Problem daran, dass dann halt so der normale Traffic dann weniger wird durch KI, aber muss halt jeder für sich selber entscheiden und bei ChatGBT kannst du halt die drei Bots, die der hat, auch gezielt voneinander definieren. Aber ansprechen will ich, will ich nicht. Google ist da cleverer.

Die sagen gar nicht, die geben sich immer als Googlebot aus und du weißt nicht, ist es die normale Google-Suche, für die sie dich crawlen oder für ihr Gemini oder ihren KI-Mode. Das sagen die nicht. Das ist halt auch dann nochmal nicht transparent. Ja, ich meine, es ist ja praktisch, ein Datenset auch für alles zu nutzen und dann darauf auch nochmal weiter zu trainieren oder die Modelle.

Ja gut, klar, die müssen doch irgendwann ihren Index mal aufräumen. Zum Beispiel bei Google ist es ja so, du blickst ja irgendwann gar nicht mehr durch. Das sind die normalen Suchergebnisse. Da haben sie diese Featured Snippets, da haben die irgendwo den KI-Mode und dann wird das so gemischt und jetzt müssen sie noch die Werbung unterbringen.

Aber das ist halt auch wieder ein zusätzlicher Stromverbrauch, den dann natürlich Google dann hat, weil jede KI-Suche hat halt natürlich einen höheren CO2-Footprint als eine frühere Suche in einem normalen Google-Index. weil das ist halt mehr. Ja, aber vielleicht können wir da auch mal nochmal reingehen. Warum?

Ja gut, es muss halt ein neuer Index aufgebaut werden. Oder nimm dir mal alle anderen, die auch einen Index aufbauen wollen und einen Suchindex aufbauen. Also nimm dir mal den Google-Suchindex. Der hat ja, glaube ich, 200 oder 400 Milliarden Seiten. Also ich habe das letzte Mal irgendwo gelernt. Und eigentlich ist ja Google nur eine Spam-Verhinderungsmaschine.

Die müssen halt gucken, dass die den ganzen Spam ausfiltern, wenn ihr Index nicht damit total geflutet wird. Weil das war ja das Erfolgsgeheimnis von Google. Also als ich anfing, nochmal kleiner Schwenk zurück, 98, selbstständig gemacht, hat Google sich gegründet. Warum ist Google in einem Jahr zur Nummer 1 Suchmaschine geworden?

Sie hatten die besseren Ergebnisse. Alter Vista sagt ja wahrscheinlich auch noch was. Damals, die schöne Suchmaschine, die war nur mit Spam meistens so im halbseidenden Bereich dann noch geflutet. Weil du konntest halt mit weißer Schrift auf weißem Hintergrund die Suchergebnisse dann zu deinen Gunsten beeinflussen.

Google hat halt dann auch wieder schwenkt zur Wissenschaft so die Zitierung eingeführt. Also wenn Webseiten mit hoher Autorität zitiert werden, das ist eigentlich so in einem Satz das Erfolgsgeheimnis von Google, dieses Ranking-Kriterium. Dieser Page-Index, ne, damals. Die haben das damals eingeführt und das gilt ja auch in der Wissenschaft.

Du bist halt umso wichtiger, je öfter du in wichtigen Papers zitiert wirst. Und das ist halt da abgekupfert, aber das war halt so die geniale Erfolgsidee von denen. Ja. Und dennoch, also nochmal, um auf den Punkt nochmal zurückzukommen, den du eben sagtest, wenn du halt diesen Index betreibst, hast du einen gewissen CO2-Footprint und wenn du aber Modelle trainierst, musst du einmal das Modell trainieren und zusätzlich das Modell als bedienen sozusagen und das verursacht dann insgesamt mehr CO2-Ausstoß oder wie kann ich mir das vorstellen?

Im Prinzip hatten wir früher, wenn wir bei Google bleiben, wir hatten dann die Suchergebnislisten und haben es dann ein paar Seiten angeguckt. Heute lassen wir uns dann direkt schon eine Zusammenfassung machen. Da muss halt auch, wir haben halt unseren eigenen Gehirnschmalz reingesteckt und da muss halt die KI, lassen wir das jetzt machen.

Aber das ist dann natürlich ein größerer Aufwand, uns einfach so eine Liste von sortierten Treffern zu geben. Ja, stimmt. Da wir halt faul sind als Menschen, wir wollen uns ja unser Gehirn immer schonen, ist das halt so angenehm, dass KI und so, so viele Hilfe da leistet. Wir müssen uns immer gewahr sein, kostet halt alles dann mehr Strom.

Da sind wir wieder beim Rebound-Effekt. Jetzt, Haben wir ja schon zusammen oder gesagt, es gibt einige Tools, mit denen man halt mal analysieren kann, wo steht man eigentlich, was kommt eigentlich für Traffic rein, wer sind die Bots, wie können wir die vielleicht auch ausschließen, um ein bisschen Traffic zu vermeiden, um dadurch halt den CO2-Fußabdruck zu senken.

Jetzt sagen wir mal, wir haben das alles gemacht, gehen dann hier auf unsere digitalbeacon.com-Seite, sehen, ach, das läuft ja alles schon mal ganz gut. Komm, wir holen uns mal ein Zertifikat. Wir denken mal darüber nach, das mal auch klarzumachen auf der Website. Wie würde man das machen? Würde man das überhaupt machen? Lohnen sich solche Zertifikate oder geht man eigentlich zu euch auf die Webseite Web4Nature?

Sagt da dann hier, könnt ihr nicht uns eins ausstellen, weil dann hat es auch wirklich Gewicht? Ja gut, man muss halt da auch wieder genau analysieren und gehen wir mal zu Lebensmitteln. Wenn du irgendwo in den Supermarkt gehst, sind ja auch immer ganz viele Siegel auf, nehmen wir mal irgendeine Wurstverpackung oder egal, Marmelade, sonst was.

Und da fragst du dich auch immer, oh, die haben jetzt so viele Siegel, das muss ja gut sein. Und so ähnlich könnte man sich ja auch vorstellen, dass das irgendwo bei einer Webseite ist ja auch ein Produkt. Oder wenn das jetzt irgendwo ein nachhaltiger Anbieter ist und wenn du irgendwo so ein Siegel prangert, wenn es gibt halt Trustpilot, dann weißt du, oh, dem kannst du halt irgendwie trauen.

Und dann gibt es vielleicht auch ein Siegel CO2-sparsam oder CO2-neutrale Webseite. Und das ist halt auch ein Problem, dass diese Siegel früher sehr einfach zu bekommen waren. Also es gab einen Anbieter, einen ganz großen Deutschen, da hast du einfach in einem Formular eingetippt, du hättest deine Google Analytics Zahlen genommen, du hast so viele Besucher pro Monat.

Dann haben die dir dann ausgerechnet, überweis uns dann mal 200 Euro, sage ich jetzt mal. Ich weiß nicht mehr, wie viel es war. Und dann kannst du ein Jahr das Siegel führen. Wir machen ja auch noch ein Backlink, dass es auch schön richtig ist. Und wir pflanzen dann im Amazonas ein paar Bäume für dich. Und dann hast du ein Siegel.

Da kannst du dich jetzt fragen, ja, der Weiser war einfach, ich habe doch gar nichts gemacht. Das heißt, du konntest doch für die schmutzigsten, dreckigsten Seiten, hast halt ein bisschen mehr dann bezahlt. Und es wurde auch nicht überprüft, wie viele Zugriffszahlen, die du dort angegeben hast, konntest du dir einfach ein Siegel beschaffen.

Und dieses Siegel wurde dann irgendwann vom Markt beklagt, ist ja dann so. Und dann kommen dann andere und sagen dann, wir sehen diese Siegel nicht mehr ein. Und die gab es halt nicht nur für Webseiten, die gab es auch für Postversand oder für Unternehmen. Und das Siegel war halt so interessant, weil da stand wirklich sowas drauf wie klimaneutrale Website.

Und das ist ja immer, wenn irgendwas klimaneutral ist, dann denkt der gemeine Verbraucher, das muss gut sein. Aber du hast halt so einfach das gekriegt, einfach so ein bisschen Geld bezahlen, ohne irgendwas zu tun. Und deswegen ist es halt viel sinnvoller, wenn das irgendwo der, jemand, der so ein Siegel vergibt, der dann sagt, wir gucken aber mal, wie groß deine Seite ist.

Und wenn die jetzt irgendwo zwei, drei Megabyte groß ist, dann kriegt die halt das Siegel nicht. Und wir haben bei Web4Nature die Grenze bei ein Megabyte gezogen. Wer irgendwo im Schnitt über ein Megabyte liegt, der kriegt das Siegel nicht. Dann musst du halt ran und musst dann halt deine Bilder optimieren.

Du musst vielleicht irgendwo deinen Videoplayer rausschmeißen, der ja sowieso nur von einem von hundert Leuten oder von tausend genutzt wird. Dann kannst du auch ein Bild verlinken und dann kannst du halt deine Seite auch schlanker kriegen. Wir haben es wirklich geschafft, dass Leute dann ihre Webseiten optimiert haben, um dieses Siegel zu kriegen.

Das gab es an den drei Stufen, wenn man dann das Hosting noch mit einbezieht und wenn man halt dann wirklich den Rest noch kompensiert, sinnvoll, jetzt zum Beispiel auch in Deutschland gibt es auch gute Projekte, Moorrenaturierung, Bäume kannst du in Deutschland pflanzen, wir müssen nicht im Amazonas in zweifelhafte Projekte gehen, in Bäume, die es vielleicht gar nicht gibt oder die nie groß werden und dann hast du halt auch was Sinnvolles gemacht, ne.

Ja, das ist ja, du hast dieses klimaneutral angesprochen. Neutral heißt halt einfach, ja, du kannst auch klimaneutral mit dem Flugzeug unterwegs sein. Ja genau, da konntest du auch für zwei Euro Aufpreis klimaneutrale Inlandsflüge machen. Das war auch in Deutschland möglich, aber das wurde immer zum Glück vor Gerichten, hat das halt nicht mehr so Bestand auf Dauer.

Ist natürlich ein guter Marketing-Gag und die EU zieht da auch so ein bisschen die Daubenschrauben an. Da gibt es die Green Claims Verordnung, die dann auch nächstes Jahr hoffentlich kommt, wenn sie nicht nochmal abgemildert wird. Und dann müssen halt diese Dinge wirklich belegt werden. Und wenn du halt sagst, du bist klimaneutral, dann musst du auch sagen, ich habe aber dann auch Dinge getan.

Du kannst dich nicht einfach so freikaufen damit und sagen, ich habe genug Geld, ich kaufe mir jetzt irgendeinen Siegel. Und deswegen sind dann auch diese Begriffe wie klimaneutral, die würde ich auch gar nicht mehr verwendet. Und wer noch so ein Siegel auf seiner Website hat, und dieses alte Siegel gibt es übrigens noch, kannst du googeln.

Und wenn ich Anwalt wäre, könnte ich halt die Leute alle abmahnen, die dieses Siegel, was es gar nicht mehr gibt, immer noch auf ihrer Website haben, was gar nicht mehr geführt werden darf. Also da muss man halt aufpassen. Also für die Juristen, die zuhören, kleiner Nebenverdienst hier nochmal einen Spaß, so einen Aufruf starten wir natürlich nicht.

Man muss ja nicht Webseiten hacken, man kann auch sowas machen. Genau, richtig. Nee, aber ich finde das natürlich sehr spannend, auch zu sagen, okay, wirklich... Und ein Megabyte ist halt die Grenze, wo ihr sagt, okay, hier ist ein Strich. Aber da kann man ja halt auch einfach ansetzen. Du hast schon einige Tipps genannt.

Man lädt halt Content Lazy nach, Bildoptimierung etc. Das sind ja so basale Themen, die hoffentlich alle Hörerinnen und Hörer hier aus dem Podcast irgendwie in ihrer täglichen Arbeit berücksichtigen. Und glücklicherweise haben wir ja mittlerweile auch ganz viel Technik, die uns das einfach abnimmt. Wenn ich jetzt an Frameworks denke, wie Next.js beispielsweise, wo halt so, wenn du einfach dieses Modul zum Bilderladen, was halt einfach von dem Framework angeboten wird.

Verwendest, hast du automatisiert responsive Images bei dir drin, die halt an der Stelle richtig funktionieren, die optimiert ausgeliefert werden im richtigen Bildformat, wo du dir über nichts mehr Gedanken machen musst. Einfach nur dein Bild reinwerfen und einmal diese Komponente verwenden, anstatt halt einen normalen Image-Tag.

Und das hat so viele Vorteile natürlich schon, wo man halt sagt, okay, hier wird die Website schneller. Und im Endeffekt, wenn man sich auch mal anguckt, was Google gemacht hat, auch in der Vergangenheit, auch mit der Einführung von diesen Web-Vitals als die Metriken, die halt relevant sind, Und diesen Push dahin, Engineers immer, also Entwicklerinnen und Entwickler immer weiter dahin zu treiben, optimiert eure Webseiten, macht sie so schnell, wie es irgendwie geht, weil je schneller du deine Website auslieferst, auch gerade auf Mobile.

Desto höher wirst du gerankt. Das ist ja total der Anreiz. Das ist nur ein relativ kleiner, man würde sich wünschen, Google würde das höher gewichten. Ich meine, die haben natürlich gerne zufriedene Besucher oder man könnte auch böse sagen, die sollen auch schnell wieder zu Google zurückkommen und nicht auf einer langsamen Seite dann lange abgehalten werden, die nächsten Anzeigen zu sehen.

Aber deswegen, es wäre schön, wenn Google das höher gewichten würde. Ich meine, die Core Web Vitals sind natürlich wichtig. Nur wenn du da überall auf 100 stehst, kannst du immer noch optimieren. Aber das ist dann für viele das Ende, weil die dann sagen, das reicht mir. Und ich habe mir den Spaß gemacht, das können ja Leute auch mal machen, die allererste Website von Tim Berners-Lee. Ich weiß nicht, ob du die kennst.

Ist das die, die er damals in seinem eigenen Musaic-Browser gezeigt hat? Noch immer im Tern in so einem Archiv, die sollten wir vielleicht auch verlinken und ich habe dann für mein Buch die Challenge gemacht, die hat nur ein paar Kilobyte und ich habe die aber auch nochmal um 30% reduziert im HTML-Code, da gab es ja noch gar keine Bilder, also die erste Website hatte übrigens noch keine Bilder, keine Videos, kein CSS, kein JavaScript, keine Fonts, da waren wirklich nur HTML-Text drin und die Website kann kann man halt auch noch optimieren, weil der hat halt auch noch da überflüssige Tags drin, die man gar nicht braucht.

Leerzeichen, Leerzeichen, ich weiß nicht, wer die Folge mit Jens-Oliver Meiert gehört hat, das ist ja so ein HTML- und Optimierungsnerd, der könnte das noch weiter runtertreiben, weil der weiß ja noch, was man alles sonst noch weglassen kann und dass es immer noch valider HTML-Code ist und selbst die Seite kann man noch optimieren um 30 Prozent und ich, Ich gebe immer noch die Challenge aus, es hat mir noch nie jemand eine Website gezeigt, wo ich nicht noch irgendwas rausschlagen konnte.

Meistens ist es sogar mehr wie 50 Prozent oder manchmal sogar 80 Prozent und manchmal sogar ein Bild. Ich hatte mal eine Seite vor kurzem, das Favorite Icon, also das Favicon. Weißt du, wie groß das war? Das ist ja immer eine schwierige Frage, weil das ja überhaupt nicht optimiert wird, diese Mini-Grafiken, 16x16 Pixel, 32x32 und dann, keine Ahnung, Raw Data gibt es bestimmt auch mit 1 Megabyte oder so.

Es waren über 3 Megabyte und das Bild hatte, glaube ich, eine Auflösung von 3000x3000 Pixel. Spannend. Ja, es ist natürlich... Und das ist irgendwann mal eingepflegt in der Seite und nennen mir irgendeinen, der mal sein Favorite Icon geprüft hat. Ich würde mal die Leute auffordern, einfach mal ihr Favorite Icon zu prüfen und dabei gleich auch dieses .ico-Format in Rente zu schicken, was ja auch noch aus den 90er Jahren stammt.

Und dann macht ihr eine PNG-Datei draus, macht die im PNG-8-Format. Und dann habt ihr, wenn das alle machen, dann haben wir schon was Gutes getan, weil diese Icons wären natürlich, bei jedem Besuch, wenn sie nicht im Cache sind, geladen. Dann kannst du auf einen Schlag, können wir da Tonnen CO2 einsparen, wenn da Leute mit großen Seiten sind.

Oder auch, wenn das nicht reicht, guckt euch mal euer Logo an. Das guckt kein Mensch sich jemals an. Da habe ich auch schon riesen Dinger gefunden, wo ich gedacht habe, kann doch nicht sein. So triviale Änderungen, du änderst eine Datei und halbierst das Datenvolumen. Gerade so ein Logo, was halt immer da ist. Eine kleine Änderung und du hast so einen Gewinn dann gemacht an Geschwindigkeit und auch für die Umwelt.

Aber da guckt halt keiner. Ja klar, man fragt, hey, wir brauchen mal das aktuelle Logo und dann ist man ja auch vielleicht ein bisschen ängstlich, in Anführungsstrichen, da irgendwas durch eine Optimierungssoftware zu jagen, weil man dann vielleicht denkt, wer weiß, ob da nicht irgendwo was kaputt geht.

Ich hatte das mal mit SVGs beispielsweise, dann wirfst du das da in irgendeinen Optimierer rein und auf einmal ist dann doch der, weiß nicht, irgendein Verlauf nicht mehr so, wie er sein soll oder so. Ja gut, klar, bei SVGs muss man schon aufpassen, aber oft reicht es schon, die Bilder richtig zu skalieren.

SVGs haben ja gar nicht alle, da kannst du auch bei sehr vielen Bildern einiges einsparen oder die Farbzahl zu reduzieren. Ich habe mal einen LinkedIn-Post gemacht zu Google. Guckt euch mal das Google-Logo an, das ist eigentlich sehr trivial. Das kann man auch optimieren und da habe ich wirklich mal ausgerechnet, ich weiß es jetzt nicht mehr, was Google pro Tag einsparen könnte.

Wenn die nur mal ihr Logo jetzt mit, das kannst du mit 16 Farben machen, brauchst du nicht mehr, da ist ja kein Schatten irgendwas und ganz schlimm sind natürlich immer die Doodles mit allen Dingen, das sind manchmal animierte GIFs und animierte GIFs sind auch ein Relikt der 90er Jahre, die es aber immer noch gibt, du kannst halt Animationen ganz anders und schlanker machen und da hast du natürlich einen riesen Hebel, weil Google hat ja Milliarden Besucher pro Monat und wenn die halt immer das Google Logo unoptimiert laden, Das ist dann noch schlimmer, wie wenn so ein Favorite-Icon auf einer mittelgroßen Firmenseite nicht optimiert ist.

Und das sind Riesendinge, die sich keiner anguckt. Und ich meine, du hast ja immer die Möglichkeit, den Entwickler oder eine Browser-Konsole das alles anzugucken. Ich habe mir selber ein paar Tools gebaut, um das zu visualisieren, dass ich immer direkt sehe, was sind die größten Assets auf einer Seite und kann einem Kunden das direkt zeigen.

Der braucht gar keine Ahnung von Entwicklung zu haben. Und dann sieht er direkt, wenn wir das und das machen, sparen wir so und so viel ein. Da sagt die immer, warum ist das so? Da sage ich ja, keine Ahnung. Ist wahrscheinlich irgendwann mal gemacht worden und hat keiner. Never touch one in the system.

Das ist auch so ein Thema, was natürlich die Entwickler, wie du eben gesagt hast, bevor ich dann das Logo angreife und was schief geht. Aber das ist nur eine Datei, die ich auch wieder ein Backup habe und wieder einspielen kann. Also da gibt es bei Entwicklern viel kritischere Themen, die passieren. Ja, das durchaus. Es ist auf jeden Fall spannend, wie man manchmal mit so kleinen Stellschrauben halt schon auf eine viel bessere Experience kommt.

Wenn du deine Seite mit sehr vielen Zugriffen hast, hast du halt einen riesen Hebel. Oder Facebook hatte irgendwann mal das Videoformat auf seiner Seite, das ist schon vier, fünf Jahre her, angepasst. Die haben dann plötzlich den Traffic von Facebook halbiert. Einfach nur Videoformat. Und wenn du halt so Dinge wie LinkedIn nimmst, die hatten immer kein WebP-Format verstanden.

Jahrelang. Jetzt können sie es inzwischen. Ich habe da öfter mal hingeschrieben. Ich glaube, die wussten gar nicht, was ich gemeint habe. Du musst natürlich auch Kompetenz auf der Gegenseite haben, Wenn du da mit so Formaten ankommst und da keiner weiß, was das ist. Und es gibt ja auch immer noch der Irrglaube zu sagen, der P ist ja nicht kompatibel.

Da bist du im Moment bei 98 Prozent. Und wenn du es halt willst, dann machst du halt dein Fallback mit JPEG PNG. Und du kannst heute ja sogar AWIV verwenden. Ist auch kein Thema mehr. Ist auch was genauso unterstützt. Es gab ja auch die Diskussion in dem schon bereits zitierten Podcast zu auf mobilen Endgeräten, wenn ich mich da richtig erinnere, verbraucht man.

Also ist es mit AWEF macht es immer noch mehr Sinn, das Format zu nutzen, weil es in der Erzeugung zwar mehr funktioniert, Energie verbraucht, aber dann beim Anzeigen halt schneller geht oder irgendwie so. Hört es lieber nochmal nach. Ja gut, klar, das kann man halt alles schwer berechnen, aber ich meine, man sollte, also meine Maxime ist immer, guck, dass du so wenig wie möglich Daten überträgst.

Was wir nicht gesagt haben, komprimier auch deine Inhalte mit Brodly und nicht mit Gzip oder Z-Standard. Das haben auch die Hälfte der Seiten noch nicht gemacht. Das ist ein ganz einfacher Schalter, um das Datenvolumen 10, 20 Prozent zu reduzieren bei jeder JavaScript-Datei, HTML, CSS. Haben auch ganz viele nicht gemacht, weil sie nur mal zu ihrem Hoster ins Backend gehen müssten.

Können ja auch einige mal gucken, kann man da Brodli einstellen oder du kannst es selber konfigurieren. Das ist eine ganz einfache Optimierung, die das Datenvolumen senkt und auch die Geschwindigkeit erhöht. Du sprachst eben von Google. Ich weiß noch, Und eine der ersten Male, die ich mir über Nachhaltigkeit im Web Gedanken gemacht habe, war, als mal irgendwann vor vielen, vielen Jahren die Diskussion aufkam, die Startseite von Google solle doch nicht mehr einen weißen Hintergrund haben, sondern lieber einen dunklen.

Auch dazu gab es in der letzten Folge schon mal eine Diskussion, dass der Dark-Mode halt dazu führen kann, dass man halt weniger Strom verbraucht. Und jetzt haben sie da halt gesagt, wenn man dann aber die Bildschirmhelligkeit immer wieder nach oben korrigieren muss, weil man sonst nicht erkennt, was da los ist, kann das natürlich auch wieder kontraproduktiv sein bei sowas wie dem alten Google, wo du wirklich nur das Logo und die Input-Seite hattest.

Das kommt auch sehr auf das Endgerät in dem Fall an, weil du brauchst halt wirklich ein OLED. Mhm. Und kein LCD. LCD bringt das nichts. Deswegen bringt das eigentlich nur auf modernen Handys im Moment. Was ist der Dark Mode? Ja. Und auf normalen Computerbildschirmen. Ich meine, ich würde es den Leuten empfehlen, stellt doch einfach mal in LinkedIn oder in Office oder im Browser kannst du ja auch sagen, du willst halt den Dark Mode haben.

Es gibt zum Beispiel Seiten wie Spiegel Online, die kommen dann komplett im Dark Mode daher, weil das kannst du ja per CSS abfragen, was eingestellt ist. Und dann spielst du halt die dunkle Version aus. Und wir haben noch gar nicht über Accessibility geredet. Es gibt ja Leute, die ein Problem haben mit grellen Farben oder auch mit blinkenden Inhalten.

Für die sind natürlich dankbar, wenn sie das umschalten können, entweder per Switch oder die Website direkt schon so intelligent erstellt. Es sind aber nur die allerwenigsten, dass die halt im Dunkelmodus auch gut aussehen. Das Problem ist ja, da musst du ja mit deinen Bildern aufpassen, wenn du halt einen weißen Hintergrund hast.

Das sieht halt im Dark Mode dann nicht so toll aus. Aber ich meine, es hilft halt in dem Fall, wie gesagt, wenn du halt auf dem Smartphone bist, aber OLED hast du halt auf Computermonitoren noch selten, weil das teurer ist. Kommt aber. Ja, ich kenne es auch von den High-End TVs oder so. Ja genau, Fernsehgut, die haben ja noch andere Techniken dann.

Aber da ist es eher die Bildschirmgröße bei so einem großen Fernseher. Und wenn du dann, es gibt ja inzwischen 8K-Fernseher. Ja. Problem ist nur, dein Auge kann das gar nicht erkennen, aber die werden natürlich vermarktet, der kriegt noch schärfere Bilder, die Leute müssen noch mehr geschminkt werden oder ich sehe noch älter aus, wenn ich irgendwo zu Gast bin, wenn wir das in 8K aufzeichnen.

Also deswegen weiß ich nicht, ob das eigentlich... Das Auge stellt sich da irgendwann drauf ein. Wir dachten auch früher, bevor HD immer, ach, dieses SD-Fernsehen, das reicht uns doch völlig. Was braucht man denn HD? Dann kam HD und auf einmal kannst du mittlerweile kein HD mehr gucken, weil es so grisselig aussieht, weil wir nur noch 4K-Monitore haben.

Ja gut, es gibt Sachen, es ist ja demnächst Darts-WM. Also Darts kann man sehr gut in HD, da würde ich auch das 4K und 8K nehmen. Dann siehst du genau, wo der Pfeil hingeht. Ja, fantastisch. Wir waren da auch im Vorgespräch drauf gekommen, weil du selber ja auch sehr lange Zeit einen Podcast gemacht hast.

Du hast auch ein Buch zum Thema geschrieben. Vielleicht kannst du da nochmal ein paar Einblicke geben, was so deine Arbeiten anbelangt. Und dann kommen wir auch noch zum Podcasting. Ja, genau. Also wie gesagt, das Buch, da bin ich auch so wie die Mutter zum Kinde gekommen, weil ich habe irgendwann mal einen Artikel geschrieben in einer führenden Online-Marketing-Zeitschrift.

Und die haben das dann zum Titelbeitrag gemacht. Den gibt es auch komplett kostenlos im Netz. Kann ich auch den Link gerne noch nachschreiben. In der Website Boosting heißt die. Und da habe ich auch später dann noch mehrere Artikel geschrieben, wo man auch nochmal Sachen nachlesen kann und habe jetzt da auch eine regelmäßige Kolumne.

Und da hat mich dann jemand angerufen nach diesem Titelbeitrag. Ja, Sie haben ja da so einen schönen Beitrag geschrieben. Wollen Sie dann nicht ein Buch draus machen? Und naiv, wie ich war, aber ich war eigentlich nicht naiv. Ich habe ja meine Doktorarbeit geschrieben, da kommen wir wieder zum Anfang zurück und weiß, was das für eine Arbeit ist, wenn du halt ein Buch schreibst.

Und damals gab es noch kein ChatGPT und keine KI-Tools, die einem Bücher dann schreiben. Also das war, mein ChatGPT ist ja gerade, glaube ich, drei Jahre alt geworden. Und ungefähr zu der Zeit habe ich auch angefangen, dieses Buch zu schreiben, aber ohne KI, weil da war die ja noch nicht brauchbar. Und das heißt, nachhaltige Websites gibt es beim Springer Verlag, entweder auf Papier oder auch nachhaltiger als PDF oder online gibt es das auch bei Unis.

Und das ist interessant, da wirst du auch von Studenten angesprochen, die ihrer Masterarbeit dann das Buch bekommen und dann da irgendwas in Richtung Sustainability oder Nachhaltigkeit machen sollen. Also so bin ich da im Prinzip reingerutscht und auch Vorträge, die ich so mache oder auch als Speaker auftrete mit dem Thema, es ist halt ein dankbares Thema, es ist halt ein übergreifendes Thema, was jeden irgendwo betrifft und so bin ich im Prinzip da reingerutscht und du hast auch den Podcast erwähnt, der hieß oder heißt immer noch Webbut Green.

Ist jetzt in einer kleinen schöpferischen Pause, aber ich behaupte immer noch, die ganzen Episoden sind immer noch aktuell. Es gab über 80 und den werde ich auch sicher irgendwann wieder aufleben lassen. Und da bin ich auf das Thema nachhaltiges Podcasten gekommen, weil die Frage ist, was kann ich einem Podcast nachhaltiger machen?

Natürlich könntest du sagen, du nimmst jetzt hier ein Transkript und machst das als Text und ist natürlich nachhaltiger wie die Audio-Variante. Das ist natürlich klar, weil wir wollen ja miteinander reden, ist halt ein ganz anderes Format. Oder es gibt ja auch Videopodcasts, da hast du natürlich noch viel mehr Datentransfer wie bei einem Audio-File, das ist ganz klar.

Ja, also das ist so die eine Geschichte und was ich dann aber auch gesehen habe oder mir angeguckt habe, Hosting von Pod, du hast ja eben auch gesagt, dass euer Podcast auch ein gewisses Datenvolumen, da reden wir wahrscheinlich auch im Terabyte Bereich, wo anfällt wahrscheinlich pro Monat, weiß ich jetzt nicht.

Und da ist natürlich auch das Thema, das sollte dann ein möglichst grüner Hoster sein. Und da habe ich damals lange gesucht und habe eigentlich gar keinen gefunden und bin jetzt irgendwie über Umwege drauf gekommen, dass mein Hoster wirklich bei Hetzner liegt. Da komme ich auch nochmal zurück und die sind ja wirklich grün und die haben die Audio-Files bei Hetzner liegen.

Die haben das nur so versteckt, weil ihre Website ist bei Cloudflare. Und die kommunizieren das gar nicht vor ihrer Website. Und das ist jetzt wirklich ein nachhaltiger Hoster, wo du dann weißt, da wird halt so die ganzen Audio-Files kommen aus dem Rechenzentrum mit wirklich Wasserkraft und Solar. Es gibt wirklich wenige Hoster, die das glaube ich machen. Da wirst du sehr oft dann auch wieder bei einem sein, der dann auch Kompensation hat.

Ich weiß jetzt nicht, welchen Hoster ihr habt. Wir haben natürlich Mitwald, unseren langjährig geschätzten Partner hier im Podcast. Ja genau, der hat ja dann wahrscheinlich auch die Sachen dann, das ist die Frage, wo die Audio-Files liegen. Das ist halt das Entscheidende und das hat halt mein Hoster relativ gut versteckt und das steht auch nirgendwo auf der Webseite.

Ich habe die mal in LinkedIn so ein bisschen gekitzelt oder provoziert und habe dann gesagt, ich habe ja leider keinen grünen Hoster gefunden. Da habe ich halt die genommen, die kompensieren wenigstens. Da haben die gesagt, nee, wir sind aber grün. Das ist ja schön, dass Leute auch das mal lesen. Und da habe ich dann gesagt, ja, es wäre vielleicht gar nicht so schlecht, wenn ihr das über eure Webseite mal schreiben würdet.

Haben sie gesagt, stimmt, das ist eine Anregung. Ja, das ist natürlich immer wichtig, dass die Leute, du hast es so schön gesagt im Vorgespräch, Gutes tun und auch darüber reden. Ja gut, dass man auch traut oder manchmal macht er was Gutes oder kommuniziert das gar nicht, weil es gibt auch sehr viele schon relativ nachhaltige Webseiten da draußen und so wie man eine Barrierefreiheitserklärung hat, kann man auch eine Nachhaltigkeitserklärung auf seine Webseite packen, wo man sagt, was macht man für digitale Nachhaltigkeit, welchen Hoster habe ich, welche Tools nutze ich.

Bei mir ist es auch so, ich nutze eigentlich nur Tools, wo ich dann sicher gehen kann, das ist irgendwo grün gehostet. Wenn ich halt Alternativen habe, also wie früher im Supermarkt, nehme ich jetzt irgendwo das Bioprodukt oder nehme ich das konventionelle? So kannst du auch bei jedem IT-Dienstleister auch immer Alternativen finden.

Es muss dann nicht immer Zom sein oder Teams. Da gibt es auch gute nachhaltige Lösungen. Die können halt ein bisschen weniger und sind auch nicht immer kostenlos. Aber gibt es alles. Ja, man muss sich halt nur umgucken. Genau wie du sagst mit dem Hosting, da muss man halt auch mal ein bisschen Research betreiben und genauso ist es für alle anderen Tools halt auch.

Ich meine, auf deiner Webseite sieht man es ja auch, wie viel dann eine View tatsächlich an CO2 ausmacht, das 0,01 Gramm CO2 pro View. Das finde ich cool, dass du das da so drauf schreibst. Und theoretisch kann das ja jeder machen, genau wie du gesagt hast. Macht man halt so eine Nachhaltigkeitserklärung auf die Website und beschäftigt sich damit und tut nicht nur so, als wäre man halt sustainable und schreibt das irgendwo drauf und macht drei Blog-Einträge, sondern zeigt mal richtige Daten.

Es gibt ja auch Leute, die das dann gut finden oder Kunden, die dann sagen, ach guck mal, das ist doch toll und das Potenzial sollte man nutzen. Aber wirklich bitte dann reduzieren und nicht nur, kompensieren. Alright, wir verlinken das in jedem Fall alles und wenn man Fragen an dich hat, man findet dich in jedem Fall bei LinkedIn.

Über deine Website findet man dich. Du hast ja den Podcast für die Leute, die das auf jeden Fall noch tiefergehend interessiert und die da reinhören möchten. Vielen Dank, Thorsten, dass du hier am Start warst, dass du uns das Thema nochmal tiefer erklärt hast, nochmal näher gebracht hast. Sehr, sehr Ja, gute Einsichten. Danke dafür.

Und bestimmt läuft man sich demnächst mal auf irgendeine Konferenz oder wo auch immer über den Weg. Das würde mich auf jeden Fall freuen. Ja, ich danke auch nochmal für die Einladung. Ich finde es auch immer spannend, dann so in verschiedene Communities reinzugehen und dann über das Thema dann zu reden.

Ja, definitiv gut. Super wichtiges Thema. Und es wird in den nächsten Jahren nur noch wichtiger werden, dass wir uns alle damit beschäftigen. Und Webseiten sind halt ein großer Bestandteil, wo wir halt gerade auch Energie verbrauchen. Von daher sind wir hier richtig oder ist es hier richtig gewesen, darüber zu reden. Danke.

Alright, danke an die Zuhörerinnen und Zuhörer auch. Und in der nächsten Woche geht es dann weiter mit einem anderen Thema. Ich versuche das mal gerade noch parallel schnell rauszukramen. Ihr wisst ja, wie das ist. Ach ja, wir sprechen über JavaScript. Wer hätte es gedacht? Haben wir ja schon nicht mehr.

Spaß beiseite. Der Manuel ist mal wieder am Start. Und ja, genau. JavaScript Void Zero. Ich bin gespannt, worum es da genau geht. Und seid auch ihr gespannt. Bis dahin. Danke fürs Zuhören und tschüss. Tschüss. Ciao Thorsten. Ciao.

Anmelden oder registrieren

Jetzt

0:00 / 0:00