
Zwischen Blende und Zeit - Der Fotografie-Talk der fotocommunity· Folge 475
475 – Vom Scrollen und Sehen – Die Entdeckung der Langsamkeit
Mittwoch, 13. Mai 2026 · 45 min
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Shownotes
Fotografischer Mittwochs-Talk der fotocommunity
Ein Mittwochmorgen, der Kaffee dampft und die Müdigkeit weicht einer spannenden Frage, die im Wohnzimmer fiel: „Ich schaue mir die Welt an.“ Doch schauen wir uns wirklich die Welt an, wenn wir abends auf dem Sofa durch endlose Feeds scrollen? Wir sprechen über den Unterschied zwischen „Doomscrolling“, bei dem Algorithmen unsere Sicht diktieren, und dem bewussten Entdecken – ob im Urlaub oder bei Profilen, die uns wirklich inspirieren.
Es geht um die Sehnsucht nach Entschleunigung, Falks neue Großformatkamera als „Endstufe der Langsamkeit“ und den Mut, an Orten wie dem Hamburger Michel mal fünf Minuten gar nicht zu fotografieren, sondern einfach nur wahrzunehmen. Eine Folge über die Macht der Auswahl, den Wert eines einzelnen Bildes in einer überfüllten Welt und die Einladung, das Smartphone öfter mal beiseitezulegen, um den eigenen, echten Blick zurückzugewinnen. Setz Dich zu uns und nimm Dir heute die Zeit für den zweiten Blick.
Liebe Grüße
Lars & Falk
Die Shownotes zur Sendung:
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Irgendwo zwischen Blende und Zeit sind sie verborgen. Die eigentlichen Besonderheiten, diese kleinen Feinheiten auf den zweiten Blick die die Fotografie so besonders machen. Genau das ist unser Thema hier im Podcast der Photokommunität. Ich möchte dich einladen gemeinsam mit uns auf die Reise zu gehen!
Auf die reise durch die spannende Welt der Fotografien. Hallo, Falk. Haben wir wieder draußen? Willkommen bei Zwischenblende und Zeit. Hallo! Soll ich dir mal was sagen? So, auch mal. Ich bin schon wieder müde. Wenn du so weiter machst, dann kriegen wir hier irgendwelche Melatonin-Tablettenverkaufte oder so ...
Melatoninen? Nein, Kaffee. Das ist das noch. zum Schlafen helfen, ne? Weiß ich nicht. Ja ja... Also mit einschlafen habe ich keine Probleme. Mit einem Wachbärm. Achso. Alles gut. Ja Mensch. Wir können auch später aufnehmen, du möchtest. Ich dachte immer, ich wäre eher spät. Aber wenn du... Das ist schon gut so.
Dann bleibt mehr vom Rest des Tages. Mittwoch! Wie geht es dir so? Ich bin gespannt. Ich habe einen sehr vollen Monat. Das ist ja schon so aber auch sehr gezielt voll. Wir haben heute Mitte Mai ist jetzt genau wir haben den Mai eigentlich später nur ein paar Tage Urlaub gehabt oder geplant Und ich weiß nicht, wer sie erinnert.
Ich erzählte ja, dass wir in Travimünde meine liebe Frau Mutter mit in den Urlaub entführen wollten. Hallo Mama und sie mit ihren Vierundachtzig hatte sich aber eine Grippe eingefangen. Wir haben lange abgewogen, aber sind dann alleine gefahren und haben so ein bisschen gehört wie es ihr geht auf die Ferne und haben das da nochmal gebucht weil das wollte mir nicht auf uns sitzen lassen.
Das ist jetzt quasi Ende Mai Aber wir hatten ein kleines Dispult mit dem Dienstplan. Wir haben uns verlesen und haben dann viel früher geboten, hatten gar kein frei. Und um diese Tage frei zu schaufeln, jetzt arbeiten wir zur zweiten gleichen Laden mussten wir mehrere Kolleginnen und Kollegen anbetteln, dass sie für uns Dienst übernehmen und wir mussten aber natürlich auch Dienste anbieten.
Das heißt die paar freien Tage also ein freier Tag ist weg ... zwei freie Tage sind weg für eine Fortbildung, die wir unbedingt machen wollten, die aber nicht anders gegangen wäre als auf den freien Tag an der Stelle, wo wir Tage geschenkt bekommen. Das heißt ... Der Mai besteht aus Arbeit. Genau, durchweg eigentlich!
Und deswegen versuche ich mir sehr bewusst solche Auszeiten wie mit dir jetzt hier gerade und mit euch da draußen zum Entspannungsmoment zu machen und nicht auch noch die Denke zuzulassen, dass sich irgendwas machen muss, sondern das ist ganz schön für einen im Café bei euch sitzen zu können. Insofern verstehe ich Mütlichkeit grade sehr gut.
Merke aber auch mal wieder, wie viel es ausmacht sich in den richtigen Modus zu packen. Nämlich so eine gewisse Dankbarkeit dass man dafür dann... ...in heute ist der dreizehnte ne? Genau zehn Tage im Auto zu sitzen morgens. Ach schon! Kannst du euch da die Welt angucken? Ja ich trabe münd halt. Aber wie schon erzählt wir sind Fans neuerdings.
Ich meine die Welt an gucken sind quasi ein bisschen schon beim Thema. Wir saßen letztens im Wohnzimmer. Bei uns. So ein bisschen rumgeguckt, Lydia so ein bisschen herum geguckt auf dem Handy... ...rumgescrollt und ich so Mensch was guckst denn du dir gerade an? Da hat Lydia gesagt Ich schaue mir die Welt an Und das fand ich irgendwie ganz spannend.
wo ich dann dachte okay sie schaut sich die welt an Aber wir waren ja grade im urlaub und jetzt sind wir in der wohnzimmer. und jetzt schauen sie sich die welten. also so die frage wie läuft es heute? Wie guckt man sich heutzutage die Welt an, wenn man quasi das vom Wohnzimmer aus macht? Und fand ich irgendwie ganz... Also beibei hab' ich kurz gestutzt und hab dann irgendwie so kurz nachgedacht.
Und auch zumindest ist ja interessant, sich so die Welt quasi von dem Wohnzimmeraus anzugucken. Da hat er so ein bisschen drübersyniert und fand es irgendwie ganz Ganz spannend, ein bisschen irritierend am Ende auch. Wir waren jetzt gerade im Urlaub und haben uns die Welt angeguckt. Zumindest ein Teil davon.
Ein sehr kleinen Teil ist dann immer nur die Welt in der man selber zugange ist. Aber ist das wirklich so dass man sich in diesen ganzen Feeds oder in den ganzen Bilderdingsen wirklich die Welt anguckt? Das war irgendwie eine Frage, wo ich dachte. Könnte mal drüber nachdenken! Finde ich super spannend.
und dein zweiter Satz also ich spiele mal kurz mit unseren Arbeitstiteln, ne? Wir haben so ein Notion Board für euch mal hinter die Kulissen geblickt indem wir Themen sammeln. Und wenn wir Ideen haben schreibe die da rein manchmal drei Minuten vor der Sendung manchmal drei Wochen vor der sendung und dann kann man diese hin und her schieben und so.
und wir hatten zwei Charts aufgemacht in denen aber parallel quasi Silas hatte das schon geschrieben. Ich schaue mir die Welt an sehen im Zeitalter des Scrawlins war Sein Arbeitstitel. Und ich hatte aber einen, der wert von Bildern in einer überfüllten Welt und das irgendwie war es sehr parallel... ...und da müssen wir mal gucken wie wir uns jetzt zusammenfinden.
also Ich finde tatsächlich was du sagst auf mehreren Ebenen sehr spannend und ich glaube es sind auch verschiedene Perspektiven nötig. Also mir geht es manchmal auch so dass sich des abends auf dem sofa davon auch... ...ich wollte sagen profitiere das weiß ich gar nicht. zu profitieren scheine Dass ich so sorgenfrei irgendwie so durchscrollen kann, aber ganz häufig passiert ja genau das.
Was wir in der letzten Sendung schon beschrieben haben in der Mallorca-Sendung. Das... In deinem Script steht drin was für Kuration. Das denke ich halt auch ne? Es ist ja kuratiert also entweder von der Fotografin und dem Fotografen und teilweise sehr gelenkt. was du da siehst Das ist ein sehr authentischer Blick.
Authentisch ist nicht Scheiße, ne? Es gibt manche Fotografinnen und Fotografen, die halten irgendwo auf dem hässlichen Platz eine hässliche Menge und sagen dann, das hier ist authentisch. Das finde ich nicht. Ich find schon, dass man auch authentisch fotografieren kann. Es gibt doch eine gewisse Schönheit im Authentischen, auch im Chaos.
Meistens ist es aber was Kuratiertes, was wir uns anschauen. Und das macht ... Das ist einerseits eine schöne Möglichkeit, wenn wir das vergleich mit unserer Kindheit lassen weiß ich nicht, in meiner Jugend das Internet kam und dann saßen wir bei Günther und Anne. Das sind die Eltern von meinem engsten Freund.
Und dann hatte Günther weil er im Ministerium des Landes NRW also im Landtag hat er die IT gemacht. der war so ein IT-Profi der alten Tage und der hatte dann Internet. es gab niemanden der Internet hatte und plötzlich konnten wir beim CLA glaube ich auf die Seite gucken. da waren so Fotos von Leuten die gerade gesucht werden Und dann war so die Vorstellung, das ist jetzt direkt aus den USA.
Und da gab es ein paar Monate später ... Die erste Webcam aus New York glaube ich korrigiert mich lieber Altynerz, aber ich glaube es war in New York zumindest die erste, die ich hier gesehen habe. Natürlich pixelmäßig alles in Katastrophe also konnte man so striche... Das waren die Hochhäuser und sowas.
eigentlich nicht brauchbar Aber das kam vom anderen Ende der Welt und ich war Amateurfunker zu dieser Zeit. Also diese Verfügbarkeit von Bild-und Information über weite Strecke ist ja nicht so selbstverständlich, wie wir sie häufig nehmen. Und ich glaube da liegt ein bisschen der Hasenpfeffer... Ich finde es eine sehr starke Parallel, wenn wir darüber sprechen ob wir einfach nur so rumscrawlen und die Welt zu entdecken versuchen ohne das zu bewegen, ohne zu kommunizieren passt auch ein bisschen zur unserer Sendung, die wir da gemacht haben.
Und gleichzeitig kam ich mit dem Titel um die Ecke. den lege ich auch mal kurz hin. dann gehen wir darüber ins Gespräch Mit diesem Titel Der Wert von Bilder in einer überfüllten Welt. Ich habe Fotos von einem Fotografen hier aus der Stadt, oder der sich mit der Stadt beschäftigt. Rating.jpg ist einer der Accounts und es gibt einen Fotografen Luca Valentini.
Da hab ich so ein bisschen mir die Bilder angeschaut Und bin in einzelnen Bällen hängen geblieben und hab sie mir groß gestogen und so und hab festgestellt dass dieser überblick den wir manchmal machen wenn jemand uns folgt oder wer was entdecken der ist einfach genauso wie beschrieben also rumgescrollt gut und dann weiter so, das wir mal ein Bild aufmachen.
Oder unsere eigenen Fotos passierte eine halbe Stunde später. ich habe meine Fotos aufgemacht eben von Travemünde Und hab da mal die Swipe Funktion benutzt weil ich teilweise vier fünf Fotos zugleich hochgeladen hatte. Du kennst ja nur die Übersicht nach einiger Zeit. Und ich dachte, das war ja auch noch und hier habe ich mir diese Mühe gegeben und da war das besonders... Da hab' ich so überlegt ob denn unsere Zuschauerinnen und Zuschauer in der Fotokommunität bei Instagram wo auch immer, da möchte ich beide nennen weil sie sind beide im Internet, ne?
Da ist jetzt nicht einer viel besser als der andere diesen Punkt. Ich würde mich gerne dafür interessieren und gerne auch eure Rückmeldung dazu hören wie intensiv ihr euch mit einzelnen Fotografinnen und Fotografen, beziehungsweise mit deren Bildern beschäftigt. Weil ich schon das Gefühl habe dass die Bilder doch sehr stark untergehen weil es so viele Bilder gibt.
Das ist kein schlecht reden sondern eine Bitte um einen Fokus. Ich fokussiere mich immer mehr auf das Langsame, auf das Hinschauen und so... Das ist aber eine aktive Tat, die man tun muss finde ich. Immer mehr! Weil ja so viel da ist Aber der Fotografie ist was ganz Persönliches Ja, kam dann irgendwann dieses der Wert von Bildern in einer überfüllten Welt raus.
Weil ich irgendwie einbauen wollte liebe Leute nehmt euch ab und zu die Zeit wirklich eine Fotografin oder einen Fotografen euch vor die Nase zu nehmen oder ein Thema und dann wirklich Foto aufmachen reinzoomen so. Aber du sagst ja selber schon da noch mal zurückzukommen. So dieses Korratierte. also gerade wenn du dir im Internet halt so Dinge anguckst oder irgendwie Da so durch scrollst, durch diese ganzen Accounts.
Das sind ja alles Bilder... Entschuldigung? ...das sind ja alle Bilder die irgendjemand quasi fotografiert hat. Das ist wieder eine sehr subjektive Geschichte. das heißt du hast einen bestimmten Ausschnitt, du hast bestimmte DGD nicht fotografiert worden und du hast ein bestimmtes Motiv aus was aus bestimmten Dingen fotografiert wurde.
Und dann gab es auch noch die Entscheidung okay das zeige ich jetzt vielleicht auch mit dem Hintergedanken, mit einem bestimmten Grund Mit dem Ziel, warum zeige ich das? Also da sind ja alles Dinge quasi die andere für dich entschieden haben. warum sie dieses Bild quasi zeigen? und dann gibt's noch ein Algorithmus, der auch noch entschieden hat dir das zu präsentieren in deinem Feed oder in deiner Ansicht.
Wenn du Dreescores hast? Ja ja vielleicht weil du vorher ähnliche Motive angeguckt hast oder weil du irgendwie gerade im Gespräch irgendwas erwähnt hast und irgendjemand hat mitgehört und zeigt da plötzlich die ganzen Informationen an oder so. also... Das ist ja auch so'n Ding. Du siehst ihr denn gar nicht die Welt!
Du siehst ja dass was jemand... Entschuldigung, das geht jetzt ja gar nicht mehr. Du musst mal kurz dieses komische Telefon ausschalten. Ich hab's schon auf laut los, ich weiß nicht warum das trotzdem klingelt. Habts gar noch nicht gehört! Ja es tut mir leid. Ich muss mal kurz hier umschalten. Das kann ja nämlich nur online... So sorry.
Genau also hat ja irgendjemand für dich entschieden dass du das siehst und du hast ja quasi auch keine Wahl. Du scrollst dann durch und nimmst das was da kommt. Da fand ich diesen Spruch oder diese Aussage, ich schaue mir die Welt an. Spannend weil... Also werde ich mich die Welt anschauen und wenn ich rausgehe in die Welt dann entscheide ja selber was ich sehe.
Dann entscheide ich selber wo ich lange hingucken will, dann entscheid ich selber was mich interessiert und was mich nicht interessiert. Und wenn mir irgendwas da nicht ist, dann gehe ich halt woanders hin und gucke da was da spannendes gibt so. Die Wahl habe ich ja quasi online nicht. Also in diesem Kontext, ich muss ja das nehmen was ich kriege.
Ich kann mich zwar entscheiden okay? Ich gucke jetzt nicht mehr hin. Das ich mache es aus oder ich gucke weiter. so die Wahl habe ich ja quasi aber ansonsten ist es ja relativ. also hast du eigentlich keine Entscheidungsfreiheit bei dem was du siehst. so finde ich jetzt immer das ist halt genau und das ist ja das Ding.
ne also wenn ich wenn das ist jetzt so eine Fettsstellung wenn ich einfach durch scroller was mir übrigens relativ selten passiert durchwischen und bei mir kommen dann auch immer irgendwelche, da kommen ganz komische Sachen. Also ich darf meinem Psychiater wenn nicht einen hätte gerade meinen Fall auf nicht zeigen weil es irgendwie scheinbar keine Ahnung.
also was ich mache ist dass ich speziell versuche in anderen Modus zu gehen wie der der so nicht völlig typisch Social Media ist. also Beispiel von gestern Ich hatte so eine halbe Stunde Zeit mich mit Social Media zu beschäftigen und überhaupt mit der Welt der Fotografie oder mit mit der kreativen Welt.
Ich gucke gerade ein bisschen nach Kleidung, habe ich in dieser von uns neulich erwähnten FTG-Sendung auch erzählt. Was gibt es für nachhaltige Kleidungen? Wie komme ich weg vom Tourschuhe und Hoodie? Eigentlich liebe ich so einen Leinenzeug wie ich gerade an habe also das im Sommer mal ein lockeres Leidenhemd drüberhast und so Sachen.
Aber was gibt's denn für lockere Lederschuhe? So ist man die Diskussion veganes Leder oder nicht? Das war eine andere Diskussion. Klamottenveränderung. Da fühle ich mich gerade sehr danach. und so ein bisschen wie bei der Leica, vielleicht auch verfolge ich jetzt mal langsam so'n Ziel-Style, den ich immer schon mag, immer schon im Schrank habe aber wenig zugegriffen habe.
Und da hab ich dann natürlich ... Nein, mit der Leika meinte ich jetzt dass ich jahrelang davor geträumt habe sie immer schon quasi in bedachten Gepäck hatte, so ne? Ja. Dann jetzt zugeschlagen habe. Und dann habe ich gedacht, guckst du mal was der Ben Bernschneider so macht. Der ist ja ursprünglich aus der Fotowelt sehr bekannt mit den Bam-Bam-Tapes und ganz vielen Projekten.
viel analoge Fotografie und so viele von uns auch ein bisschen geprägt, würde ich sagen. Dann kann nochmal an dieser Stelle Ben hat jetzt aber seinen großen Erfolg mit Kleidung gemacht. Also der ist jetzt insbesondere bei Instagram. wirklich, also guckt euch die Videos an. Wirklich ein Shout-Out. Das lohnt sich wirklich.
bei Ben Bernd Schneider vorbeizuschauen finde ich. Ist lustig! Naja es ist lustig wenn man aber sich ein bisschen dafür interessiert auch cool. was er macht is so ne... Er sagt uns dass du den James Bond Look der siebziger Jahre durchaus auch mit kleinen Budget haben kannst. Zwischendurch hat er so Standby Pieces und nennt ja das sind Sachen von denen er träumt vom Stil her Aber er zieht Lederschuhe an, er kauft die Sachen teilweise secondhand.
Er spricht immer von seiner Sonnenbrille, die irgendwo in Italien im Hafen gefunden hat – was am Hafen? Ich weiß gar nicht mehr genau. Irgendwann. Und der hat auch bei den Uhren zum Beispiel, wo ich jahrelang noch eine Uhr gespart habe, hat er irgendwelche…. Ich weiß grad nicht, ob es ein Casio ist. Ist das ne Casio?
Ich glaube schon. Und er kultiviert das halt so und sagt, ja guck mal wenn du es aber so machst dass es stilvoll ist dann kannst du auch mit den günstigen Sachen einen geilen Look bauen und zwischendurch klar kommt da ein paar Polo Ralph Lauren und so wo er natürlich auch Geld hinlegst. Aber was ich sagen will ist Er schafft des Menschen die sich vielleicht gar nicht für das Thema so richtig interessieren sehr Für das Thema Mode zu begeistern Auch für so eine Nische der bedient.
Ich habe noch kürzester Zeit gedacht, guckst du mal beim Ben vorbei und hab eben nicht nur nach den Modokramen geguckt sondern dann hab ich nach Ben geguckt. Und deswegen hab' ich zwei, drei, vier, fünf Mode-Dinger geguckt... ...und dann kommt bald ein Buch raus, okay cool! Dann habe ich mal bei YouTube vorbei geschaut und da hat er eine Reise an die Côte d'Azur mit seiner Frau zusammen.
Also tatsächlich Video an Video sehr lang ohne Text. Du bist mit denen in der Côtre d'Ur unterwegs. Und die habe ich mir gestern mit den Klienten angeschaut Und wir hatten mal wieder eine Situation im Wohnzimmer, wo dann unsere in dem Fall sechs Klientinnen und Klienten mal wieder zusammen am Tisch gesessen haben.
Wir haben zusammen die ganze Reise von Ben an der Côte d'Azur angeschaut. Ich hatte zwischendurch kleine Fotografiemomente, weil er da immer was fotografiert hat... ...wir haben uns darüber unterhalten. In unserer Klientin war schonmal naja ich glaube es war Mallorca aber das war halt auch blaues Meer.
Dann konnten wir drüber sprechen dass sie auch später war. So was macht es ein bisschen lockerer. Also erst mal, wenn du nicht immer nur in dem Bereich bleibst und wenn du sagst ich schau mal bei vorbei oder ich guck mal was da und da fotografiert wurde oder weißt ihr das macht das Ganze sehr viel persönlicher und ich finde weil wenn's persönlich wird, guckt man auch wieder genauer hin.
Ich hab danach ja als dass alles so durch war und ich nochmal eine halbe Stunde Zeit gefunden hat. beim Abend habe ich mich bei Benni den alten Fotos noch ein bisschen umgeschaut und so und es war wirklich inspirierend weil ich nicht irgendwie Doom Scrolling gemacht habe Mal gucken, mal gucken. Sondern ich war halt gestern mal so ein bisschen gucken.
was macht mehr nennt so wie wir so einen alten freundlich noch nie getroffen hab habe ich natürlich nicht. Aber der wird zu denen wo ich sagen würde ja komm Bierchen alles gut und hab das halt jetzt mal so kultiviert und dass ist etwas was ich empfehlen wollen würde gegen Doom Scrolling. Jetzt guck ich mal da vorbei an einem Ort oder bei einem User bei einer Fotografin und einem Fotografen, was ja auch zu einer gewissen Bindung führt.
Wenn du dich an drei, vier, fünf Leute hängst... Genau, genau! ...die du dann auch dir genau anschaust. also wenn jetzt irgendwie war sie auch nicht ich hab hier in meiner Hüftasche immer alles für Podcast, so ein kleines Mikrofon und die M. Wenn man hier sich Hamburg latscht und dann sehe ich, würde ich jetzt nicht auf die Knie fallen oder totumfallen vor Sorge sondern ich hätte das Gefühl den schon so ein bisschen zu kennen.
Dann könnten wir uns das Café setzen, ein paar Fotos machen und ein Podcast aufnehmen zum Beispiel. Das wäre schmerzfrei möglich weil ich aber mal hinschaue! Und ich finde dass es ein gutes Mittel gegen Loomscrolling ist um auch ein Bild mal wieder bewusst wahrzunehmen. was der Algorithmus macht, dir Sachen auszuwählen.
Machst du mit der Fotografie auch? Du entscheidest dich ja, wenn du fotografierst aktiv für bestimmte Motive und Ausschnitte, für bestimmten Perspektiven nur dass du es halt bewusst machst und dass du die Entscheidung triffst so weil aus bestimmten Gründen du das genau sehen und fotografieren willst.
also finde ich jetzt ... Also, dass sich das gar nicht so groß unterscheidet. Nur die Frage ist wer hat dir die Kontrolle über das was du siehst? Bei dem einen bist du das bei dem anderen ist es ein Algorithmus ... und das natürlich die Menge dann auch wieder schädlich ist. Also gerade beim, in diesen Feeds bei den Scrollen du hast halt extrem viele Bilder... ...die du in kurzer Zeit irgendwie durchgucken kannst weil du es sind klein,... ...es verleitet natürlich weiter zu gucken.
wenn du das eine oben hast dann siehst du unten schon das nächste. so und das ist ja nicht unabsichtlich so dass diese Beiträge halt nicht den gesamten Bildschirm einnehmen sondern dass du immer schon siehst was als nächstes kommt. also wirst dann quasi schon mit rüber gezogen. in den nächsten Wenn du Fotografierst oder wenn du irgendwo unterwegs bist draußen, siehst du auch permanent Dinge.
Das ist ja eigentlich genauso schnell und genau so viel. aber du hast dann wahrscheinlich dadurch dass eine Kamera dabei ist, also selektierst du viel stärker. Da ist die Fotografie ähnlich wie das was man da sieht. Man hat ganz viele Bilder aber man ist einfach langsamer und wählt viel gezielter aus.
Was will ich sehen? Und was will ich festhalten? Das hab ich da auch im Urlaub gemerkt. Du hast extrem viel gesehen, du hast extrem viele Momente gehabt hier was Neues, da eine neue Pflanze, irgendwie ein cooles Haus und das und jenes und so. Und trotzdem hat man dann nicht wie so ein Bilder alles fotografiert oder einen Video gemacht und ist da gar nicht mehr rausgekommen sondern man schon einfach da halt geguckt und hat dann irgendwie gesagt okay ich entscheide mich jetzt genau für dass also so einfach so dieses dieses langsame dieses genau hingucken genau entscheiden, was will ich denn sehen?
Was will ich den fotografieren und festhalten?". Also das war dann auch so ein Gedanke quasi in diesem ... Mechselspiel. Ich guck mir die Welt an, ich gucke mir das an, was andere mir zeigen. Versus wir waren gerade im Urlaub und haben uns die Welt angeguckt und haben eigentlich völlig anders reagiert und haben wirklich völlig anders agiert in diesem anderen Kontext.
Das war da noch mal sehr präsent dann auch.". Ja. Also das man es quasi dann, wenn man's fotografiert auch, dass viel besser wahrnimmt was man da auch sieht. Ich überlege gerade ob ich die Schachtel der Wahrnehmung über virtuechnische Geräte aufmachen soll oder nicht? Weil sehen und selber fotografieren bei uns sehr naheinander hängt.
Und wenn wir das Sehen verändern, fällt es auch leichter, das Fotografieren zu verändern. Du hast vor zwei Sendungen gesagt, dass ihr, ich glaube, achthundert Fotos in der näheren Auswahl für Mallorca habt. Für euer Buch habe ich vom Stuhl gefallen! Weil ich permanent daran gearbeitet habe, dass mir das nicht passiert.
Das war nicht einfach! Aber der Weg dahin waren nur nicht so einfach... Es ist ein schlaraffen Land dort anzukommen, nicht achthundert Bilder zu haben und auch zu zweit nicht. Und das ist ja noch wenig. Also es wird viele Hörerinnen und Hörern geben, die kommen mit ein paar tausend Bildern aus dem Urlaub wieder.
Ja klar. Ich muss sagen, dass es mir unglaublich gut getan hat genau das zu unterbinden oder Das klingt so negativ wie nicht bekommen. Mir zu erlauben, weniger aber fokussierter zu fotografieren was ja auch sowas ist wie nicht Doom Scrolls sondern fokusiert an mir Bilder anzuschauen. und ich finde wenn man versucht sich das schauen ein bisschen wieder in die Ruhe zu holen.
wir sind alle mal sehr eilig Und natürlich ist es so, dass wir viel verpassen können von dem was gerade so innen ist. Von den Leuten die man alle so kennt. Wenn ich jetzt stundenlang quasi ja über den tag verteilt waren die digitalen Inhalte gestern alle von wenn So Da könnte ich natürlich denken. jetzt habe ich für den anderen alles verpasst.
das ist ja das was oft in unserem kopf passiert. Aber mit diesem klaren fokus schon mal mal das sein schau mal das sind akkupa kalifornien Aber alles in einer Bubble, um eine Person oder um einen Kontext. Oder um ein Ort. Das ist dann doch sehr gebremste Art der Wahrnehmung und gebremst es in dem Fall schön weil ja immer alles eilig ist die aber auch auf die Fotografie spielen kann.
also während ich Jahre hatte wo ich gucken wollte wie viel Fotos pro Sekunde kann die Kamera kommt der Autofokus hinterher bin ich schnell genug? Das werdet ihr fast alle kennen vermute ich. Von jedem Motiv, was sich besonders schön fand, dreißig Fotos gemachte. Ich bin inzwischen da völlig entspannt ein Foto manchmal zwei Fotos zu machen von so einem Motiv.
Ging mir aber auch so? Ja genau das ist schon einen Riesenschritt und das ist bei mir jetzt nur passiert indem ich mich regelmäßig gefragt habe Was passiert denn in meiner Fotografie? Das war auch das, was dem einen und der anderen immer aufgestoßen ist an meiner Technikwahl zum Beispiel. In meine Ausrüstungswahl.
Ich habe jetzt z.B. für die EOS R als ich es hier noch hatte mir dieses Mieterkontanalog objektiv also das manuelle Objektiv gekauft. Ich habe immer wieder die Pentax MX ausgepackt oder die Roleicord oder wie heißt sie? Meine andere TLR Sehen wir, sieh geil. Und hab das immer bewusst gemacht um zu schauen okay pass auf hier ist wieder voll Geschwindigkeit jetzt rüber auf den Kessel.
wie fahr ich dann mal wieder runter? und ich kann mich gut erinnern wie ich mit der Pentax MX und zwei HP-Fünf filmen glaube ich oder Kuratrix ne HP-fünfern glaube ich sogar durch Hamburg gelaufen bin und wusste dann ich habe jetzt fünf oder sechs Fotos im Michel die ich verwenden kann. und dann gehen wir weiter, weil wir wollen nach dorthin und da noch einen Kaffee trinken.
Und es war immer unglaublich klärend eben nicht diese Unendlichkeit unter dem Finger zu haben. Das hat mir immer schon gut getan und hat mich nicht eingeengt, sondern hat mir eine Leitplanke zum Festhalten gegeben, die mich aber auch eingeladen hat wahrzunehmen. Weil wenn ich nur fünf Fotos in meinem Hand befinde für den Tag quasi habe im Michel, dann setze ich mich hin, schaue mich mal um... ...und was wirklich krass ist ... es zu schaffen, mal fünf Minuten zur Sitzung ohne Sandy rauszunehmen oder die Kamera hochzuheben und diesen Michael von innen.
Das ist ein sehr bekannte spannende Kirchen Hamburg mir diesen Michael wirklich mal auch auf der Gefühle Ebene zu geben. Und du fragst diese Tage danach? Ich habe ja jetzt eine Großverbandkamera geerbt... das ist natürlich so die Endstufe der Langsamkeit weil du bereitest dich x Minuten vor dann machst Du's Bild Wenn es der Film voll, weil der Film besteht aus einem Blatt.
Das ist natürlich krass. Andererseits ist der Sensor vier mal fünf Zoll groß also das schon sehr großes Blatt was das Bild ist. Es gibt sehr viele Faszinationen und bei dem Bereich komme ich dann auch langsam an wo ich verstehe wenn wir Fotografen oder Fotographen von einer Arbeit sprechen sonst habe ich immer so ein bisschen Schmerz vor diesem Jahr meine Arbeiten und so.
Das für mich immer eine Art und Weise über Fotografie zu sprechen die da noch sehr selbst erhebend ist die mir nicht so passt irgendwie. Bei Großformat passt es ganz gut. Und dann passt das irgendwie doch, weil du da über die zwanzig Minuten Arbeit hast und dich ja wirklich also wenn's gut werden soll mit deinem Motiv auseinandersetzen musst.
Und durch die Matscheibe, dass Motiv sechshundert mal anschauen muss bis du dir quasi sicher bist und dann kannst du halt einmal auslösen ist das Bild im Kasten. Ich kann sie noch gar nicht bedienen. ich habe einen Workshop gebucht beim lieben Chris Markwart by the way, wenn noch jemand Bock hat das zu lernen.
Da kann man in der Viewfinder Villa bei Hannover lernen wie man mit Großformat umgeht. und wenn man herausfinden möchte ob großformat das für einen ist, dann ist dieser Workshop auch ganz geil weil du kannst dir da die Großformatkamera leihen also du musst gar keine mitbringen. Da hoffe ich ein bisschen zu verstehen wie es geht weil's wirklich eine andere Welt ist.
aber auch da ein Foto. vor einigen Jahren wurde mir genau diese Kamera von dem Herrn der jetzt verstorben ist gezeigt Und ganz fasziniert auf einem Geburtstag von dem Wort von mir. Deswegen hab ich das jetzt auch geerbt wegen diesem alten Bild, wo ich sie quasi angeboten bekommen habe. und es ist ziemlich krass wie sich meine Denker verändert hat weil in dieser Zeit war ich fasziniert.
was Gerät ist einfach schön so. aber Ich habe sofort gedacht um Gottes Willen ein Foto was ein Scheiß. und so. also nicht das Foto hier runter würdigen. Aber wenn ich mir vorstelle vorstellt habe ich muss das bedienen hat es mir schon sehr viel Stress gemacht und die Vorstellung Jetzt Ist so umfucking fassbar schön.
Ich habe so viele schöne Ideen, was ich machen kann. also so viel ist halt sehr relativ wenn man ein Foto. So aber Und das ist etwas wo man daran arbeiten kann, wo man wirklich für sich versuchen kann wieder so ein bisschen Ruhe zu finden Wenn man schon ein bisschen älter ist wenn ihr ja schon ein bissel älters seid vielleicht nicht grad zwanzig da könnt ihr euch vielleicht erinnern als wir einen Walkman hatten und kein Versteiß damit hatten die Kassette umzudrehen Oder wenn die Batterie war, haben wir gehört bis das die halb so schnell war.
Dann wurde es total blöd und dann haben wir ausgemacht und haben uns die Vögel angehört. Da haben wir ganz andere Zeitspannen über den Tag erlebt. Das ist total krass. Und sich selber in dieser wilden Welt extrem spannend übrigens in jungen Jahren glaube ich weil da hat man keine Erinnerung sondern erlebt das das erste Mal.
Sich selber in der Wahrnehmung ein bisschen ohne Verteufelung der aktuellen Zeit für Momente am Tag an die siebziger, achtziger Jahre anzulehnen. Das ist unfassbar faszinierend. Und das passiert dann, wenn du mal bei Ben vorbeischaust und bei deinem Leuchtturm auf Mallorca vorbeishausst. Wenn du dir überlegst was ist denn mit der Kamera mal passiert?
Ich bin so zentriert. Wenn ihr auch bewusst macht, wer die Fotografie anschaut, kriege ich drauf. Wer ist denn die Fotografe oder der Fotograf? Dann gucke ich mir die auch nochmal kurz an... ...und dann habe ich einen ganz anderen Bezug zur Fotografien. Genau dieses Bewusste anschauen, dieses bewusste auswählen, bewusster selektieren.
Das ist aber wieder eine Entscheidung, die du selber triffst. Ich will das jetzt. Und es ist natürlich auch anstrengend, weil wenn du halt dann scrollst, es wird ja alles geboten und du musst dich quasi aktiv dazu zwingen, da entsprechend weiterzugucken. Aber ich glaube, dass sind die Momente, die dich wirklich weiterbringen, sonst siehst du das was alle sehen.
In dem Moment wo du von diesem Weg der dir vorgelegt wird einfach mal abweichst, nach links oder rechts guckst und einfach auch mal stehen bleibst und ganz bewusst guckest... kriegst du ja so viel input und so viele tolle neue sachen die du sonst einfach rüber sehen hättest. also das ist auch eine riesen chance quasi da sich mal von diesem ich wüsste es durch zu lösen und einfach mal woanders hinzugucken.
Ja, dass hat viel mit so dicken zu tun wie achtsamkeit und vielleicht sogar leidenschaft und ganz asexuell gemeint ein bisschen der form von sinnlichkeit. also sinnhaft und so sich mal darauf einzulassen, einfach. Ich glaube auch für jede und jeden zwischen sechzehnundsechsundneunzig ein total spannendes Thema.
Sich einfach mal wirklich drauf einzulassend. was passiert denn hier gerade? Was ist denn hier passiert? Wer ist es denn... Das ist so bisschen wie das Gespräch von dem ich in Niederorf erzählt habe wo einfach irgendjemand mich anspricht und sagt hey, wir haben aus stehen! Ich will mal deine Kamera angucken.
So, da dachte ich jetzt vor einer und das ist halt ein herfortgeschrittenen Alters gewesen. ganz liebe Grüße. Ich hab das Gefühl er hört zu Und er hat es halt an der Logo-Leitgasse immer schon und hat sich immer nicht getraut, da die Digitalen heran. Da habe ich dann gefragt und dann haben wir ein total tolles Gespräch und haben noch ganz viel erfahren und so aus der Gegend auch was war in Einheimischer... Diese Gespräche kommen wenig auf und all diese Dinge passieren mit einem direkten Fokus auf Menschen.
Auch in der digitalen Welt nehme ich wer mehr war wenn ich mir das genau anschaue. Also ob ich mir den Lars genauer anschaue, den Falk genauer anschau. Er hat gerade den Thomas Jones besprochen. Den Ben Bernd Schneider... Wenn du genau hinguckst! Es ist ganz erstaunlich wie viel man wahrnehmen kann von so einem Menschen ohne ihn persönlich getroffen zu haben.
Das geht aber auch nur wenn man sich nicht so durchscrollt sondern mich denkt ach guck mal hier und guck Mal da. was hat dann da gesagt gehört? Ja ja. Aber das ist mir jetzt bei der Durchsicht der Mallorca Fotos auch wieder aufgefallen dass da auch wieder Motive dabei waren die ich quasi ... beim Fotografieren nicht entdeckt hab.
Also so kleine Details auf den Fotos, oder... die mir dann auch beim Angucken halt erst aufgefallen sind als ich mir das Foto wirklich richtig angeguckt habe. So, das war irgendwie ganz interessant. Das ist hier das FOTO-Einhundert vierzehn von dreihundert fünfsechzig. Da... Warte mal, ich schick dir das gleich mal.
Hattest du dich gerade offen schnell gemacht? Takt! Das ist eine Strandsituation wo du so ein einzelnes Strohschirmchen da stehen siehst am Strand zum leeren Fahnenmast. Da hab ich dann irgendwie beim dritten Angucken erst gemerkt, dass links diese Person, die da irgendwie auf dem Rücken liegt wie so ein Maikäfer und die Arme und Beine senkrecht nach oben streckt.
Mir hab' mich grad auch nicht gesehen! Wie geil ist das denn? Ja voll! Also da denke ich schon, dass sich dann auf den Fotos wirklich das eine oder andere lustige Detail noch entdecke. im Nachgang einfach... Auch bei den eigenen, das stimmt ja. Ja ja also gerade bei den Eigenen weil Du warst dort, du hast das gesehen.
Du hast das Foto quasi fotografiert und du hast es im Suche gesehen oder auf dem Display gesehen vielleicht nochmal irgendwie kurz auf den Rechner beim Durchgucken welches Bild jetzt ins Buch kommt aber so richtig angeguckt? Hast dir wahrscheinlich auch die eigenen Fotos relativ selten. also ich gucke mir jetzt auch nicht jedes Bild ganz lange ganz intensiv an.
so ich habe's gesehen ich hab's fotografiert Ich weiß ja wie es aussieht So, und wenn ich mal was brauche, dann gucke ich nach. Hängt das vielleicht an die Wand oder so? Schon einen bestimmten Zweck! Aber dass ich mir jetzt wirklich ganz intensiv alle meine Fotos, die ich in der Auswahl habe noch einmal ganz intensif in Ruhe anguckt... Das passiert relativ selten.
Da fand ich auch wieder bei Eimer oder über dem... Es gibt da noch eins wo die beiden da sofort dieser... ...dass irgendwie zwei Fotos weiter links Luft getrocknet ... wo ich dann auch das Foto gemacht hab und habe hinterher noch mal hier sehen. Ach Mensch, da stehen ja vor diesem Stapel liegen. Stehen ja zwei Menschen die sich in die Sonne halten... ...und sich quasi von der Sonne trocknen lassen irgendwie so und alle anderen.
Sitzen nach oben gucken aufs Meer und die zwei stehen da im Handtuch am... Also es waren auch so, wo ich dachte, Mensch, das ist eigentlich ziemlich cool! Ist mir jetzt beim Fotografieren gar nicht aufgefallen? Ja. So richtig wollte er den Schatten und das Meer und den Horizont und so. Und dann dachte ich dann beim Größe angucken ach das ist ja cool.
Und ich glaube, wenn man dann auch die eigenen Fotos ein bisschen intensiver guckt. Dann schärft man vielleicht auch so den Blick für die Details bevor man fotografiert. Dass sowas dann viel eher auffällt. also dass man das dann irgendwie drei vier mal entdeckt hat und dann vielleicht auch ganz bewusst aus solchen Dingen ausschaut hält um sie zu fotografieren.
Also dass dann auch wieder so einen Switch da ist zwischen... Ich habe es aus versehen fotografiert hinzu. Ah! Das ist ja cool. Ich hab's dreiviermal ausversehnen fotografiert. beim fünften Mal gucke ich ganz bewusster nach. Ich wollte gerade sagen, irgendwann fängt es ja nämlich an das vorher schon zu suchen.
Das wird immer wieder passieren dass du in der Eile irgendwas anderes im Fokus hast und was anderes mitnimmst und beifahren quasi. Genau! Das wird das wird immer mal passieren. aber ich finde schon auch dass das herumsuchen in den eigenen Bildern auch das herumsuchen in der Welt auf jeden Fall fördert.
Also ich meine, dass man sich wirklich immer alles anschaut und versucht irgendwie genau diese Momente... ...diese Menschlichkeiten herauszufinden. Das macht was mit Blick auf finde ich? Ja na klar! Na klar so. also das hat mir ja schon relativ viel geholfen mich mit dir drüber zu behalten was alles so geht Und dann auch mal zu entdecken der Eingriffsbereich von so einem Plattenbau irgendwie doch ein spannendes fotografisches Motiv sein kann.
So, wenn man dann das mal auseinander nimmt und entdeckt okay da gibt es das Formen, da gibt's Strukturen, da gibts Flächen. Da gibts vielleicht irgendwie ein Element was da eigentlich gar nicht hingehört oder so. Und was das dann wieder interessant macht und so. Das sind ja auch so Dinge die man dann entdecken kann.
Ja genau! Genau! Und aus dem Blickwinkel macht dann... ich guck mir die Welt dann ja irgendwie schon wieder Sinn? So, wenn man dann durch scrollt und so Bilder entdeckt. Und dann wirklich mal stehenbleibt und sagt okay was ist denn da eigentlich drauf? Ja und dann vielleicht auch Motive entdecken oder Inszenierung oder irgendwelche Situationen entdeckte die irgendwie total cool sind... ...und dann vielleicht später wirklich im echten Leben darauf achtet.
Also dann wieder Dinge quasi später sieht, die man ohne diese Scrollen und ohne dieser Entdeckungen völlig übersehen hätte. Das ist ja auch so ein Ding das man sich halt immer über das was man sieht ... da eigentlich auch immer ein bisschen weiterentwickelt. Das sollte zumindest so sein... ... und dann vielleicht auch der Blick sich ein bissel öffnet für die Dinge, die man dann wirklich sieht wenn man halt unterwegs ist und nicht nur auf der Kraut sitzt.
Ja voll! Ja das ist so. Und Persönlichkeit. Persönlicher Persönlichkeit finde ich tatsächlich sowas wichtig weil es macht einen Unterschied ob ich jetzt über die Bildgestaltung, wieso kann ich das gerade nicht zoomen? Über die Bild Gestaltung in so einem Foto mich irgendwie auslasse. oder funktioniert das nicht?
Du weißt nicht, was hast du vor? Zoom. Mein Werk ist kaputt. Ist egal! Ob ich mich... Jetzt geht's. Ich hab die beiden jetzt groß, die da stehen. Die lehnen ja da so an einem Badessert. Diese aufgestellten Strandchen liegen genau in der Strasse. Aber irgendwie guckst du alle Menschen ein bisschen an und ich finde... Jetzt gerade habe ich das Foto angeguckt während wir darüber gesprochen haben und ich hab darauf plädiert sich das mal genauer anzuschauen.
Jetzt hab' ich wirklich mal reingesumed Und wenn du das tust, nimmst du ja diese Menschen viel mehr wahr. Also du hast vielmehr das Gefühl... ich stelle mir eine Stimme dazu vor. oder wie sind sie drauf? Oder was machen die da gerade und so? Das macht einen riesen Unterschied in der gewissen Persönlichkeit zu suchen in so einer Fotografie als wenn ich sagen würde Da stehen zwei Menschen.
Oder mich vielleicht nur darauf fokussiere, dass zum Beispiel geiles Detail die Linie links von den Liegen, die da liegen und die Linien auf dem Badeltuch von der Mann links sich irgendwie gleichen. Aber es gibt fotografisch auf jeden Fall viele Gründe dafür das Ding rauszuschneiden auch wenn das dann nur noch einen Null-Komber vier Megapixel sind.
aber... Und trotzdem macht es immer sinnlich zu überlegen was machen sie denn da? und sich da rein zu versetzen, dass links dieses Pärchen wo er den Hut aufhat. Dass sie dann in der Sonne sitzen und sich vielleicht auch schon mal reinzuversetzen. Also wenn ich mir vorstelle... Ich habe wie er gerade die Sonne im Nacken das ich schon Hut brauche und schon ein bisschen länger, dann fühle ich mich grade wie er da steht oder wie die beiden dastehen und das klingt immer so'n bisschen... sehr emotional macht.
aber was mit der fotografie zu versuchen sich hineinzuversetzen? wir fühlen die menschen sich und so über diese verbindung glaube ich kann man wenn du jetzt näher ran gegangen wärst ganz anders weiter fotografieren das stimmt ja auch anders hinschauen wenn denn dann fotografi zu betrachten ist. ich finde ganz cool dass sie aussieht wie trinity aus matrix Mit der Sonnenbrille und den Haaren.
Ja, es misste Alter hat man's ja, ne? Naja... Was hast du da immer wieder in Mallorca gelandet? Da sind wir wieder in mallorca gelernt. Auf Mallorcha! In Mallorchka! Man weiß das nicht, ne. Wahrscheinlich auch. Sowohl als auch auf die Insel MallorCA. Also ein achtsames Sehen. Ich will das Scroll noch gar nicht verteufeln Und natürlich passiert mir das auch aber eher selten Und ich schaue mir die Welt an.
Es ist eigentlich auch was Schönes Aber es hat so sehr zur Normalität geworden dass wir so ein bisschen die Momente vergessen. Es gibt da ja so verschiedene Accounts, die sich entweder per KI oder auch schönerweise per Fotografie damit beschäftigen wie so Alltagsmomente in den, sagen wir mal, achtziger Jahren ausgesehen haben und ich finde es immer sehr magisch auch eigene Fotos irgendwie in der Familie zu finden aus dieser Zeit weil's ja wirklich so ist und ich find das schön, sich das vor Augen zu halten.
also beschäftigt euch ruhig mal damit. Nicht im Sinne von früher war alles besser. Es ist aber eine Möglichkeit, einzelne Momente am Tag so zu gestalten... ...dass wir das Handy nicht dabei hatten. Da war das Festnetz-Telefon des Standards. Das hatte auch nicht jeder! Wenn wir jetzt aus der West vergleichen, da war das Telefon ja ein absolutes Luxus gut.
Das haben wir dabei auch nicht vergessen ne? Da war es ja noch mal krasser. Da musstest du dich besuchen wenn du akut und spontan was vor niemandem wolltest. oder hattet ihr noch andere Wege? Nee ne? Geht ja nicht also So. Hat die jeder Fünfte, jeder Zehnte? Ich weiß es nicht genau, dass da ist mehr aber ... Nicht viele hatten Telefon und bei uns war's dann so ein Drehscheiben-Telefon im Wurmstand und im Nachbarort.
anrufen war schon eine Riesennummer weil du mit Vorwahl und alles dich dreimal verwählt hast. Aber auch dann war ja, ne? Keine Ahnung... Ist die Bille da? Nee! Wo ist sie? Weiß ich nicht draußen. A! Und dann bist du in den Wohngebiet gelatscht. Dann hab' ich teilweise auf der Suche nach meinen Freundinnen und Freunden eineinhalb Stunden verbracht, die ich mit dem Fahrrad durchs Wohngebiet gefahren bin.
Und dann habe ich sie gefunden aber nicht gedacht boah! Ich suche euch schon so lange und dann... Hi! Weil das gehört ja zu den Tagen halt dazu. Hast ihr den Tag runtergehen lassen? Es gab einfach sehr viel mehr Momente, die wir mit uns verbracht haben und ich finde es schon schlau Nicht zu versuchen, ins Gestern zurückzugehen.
Man muss nicht seine Handys wegschmaßen und so gar nicht. Aber sich an einzelnen Momenten vielleicht sogar Termine dafür zu machen, sich zurückzuerinnern wie Dalas Leben gespielt hat. Weil ich glaube das ist gesund auch für die Fotografie. Da wo du das gerade sagst da ist quasi der kurze auch so ein kleiner Ankor weil er jetzt irgendwie auch feststellt dass manchmal geht die Zeit schnell rum, manchmal irgendwie nicht.
Das ist für ihn eine ganz spannende Beobachtung, so rauszufinden. Also wenn die Zeit schnell verstreicht und was irgendwie gar nicht vergehen will... Was passiert in diesen Zeiten? Und warum ist das sowieso die Wahrnehmung von Alltag und dem, was ich jetzt so erlebe? Es ist ganz spannend und passt auch zu dem, dass du gerade gesagt hast!
Ja und beachte dabei bitte andersrum die Kinder. also Nicht nur, dass das Kind davon profitiert und sich überlegt. Also quasi mit unserer Hilfe die Welt so zu erleben lernt irgendwie sondern schaut euch die Kinder an. Da kann ich nicht oft genug sagen erinnert euch an eure eigenen Sommerferien oder schaut euch den Kids an wenn die wie Sommerferie gehen.
Das ist ein nicht überschaubarer Zeitraum auf dem man sich freut als wenn man ein neues Leben geschenkt bekommt. Man kann mich gut erinnern wie ein Tag im Zoo sich angefühlt hat wie heute manchmal drei Wochen Und deswegen kann ich nicht oft sagen, ihr habt eine Kamera. Ihr habt die Möglichkeit so viel anders zu machen als andere Leute weil ihr schon seine Hilfe zum Fokussieren habt.
und wenn ihr dann in Entdeckungsmodus geht diesen automatischen Modus nicht zuletzt versucht Nicht Orte zu besuchen die immer wieder die gleichen orte sind sondern wo es was zu entdecken gibt oder an den bekannten Orten etwas zu entdenken Dann kommen wir plötzlich, dass unsere Tage wieder vergehen. Also sobald wir sagen und es passiert mir auch regelmäßig bei uns war sie aber schnell die Zeit vergangen und so haben wir einen riesen Fehler gemacht.
ganz viel Autopilot und ganz viel irgendwie abarbeiten führt dazu das wir haben nicht viel leben und das läuft dann so an uns vorbei weil wenn nur im erledigen sind und wir müssen ja dafür da sein und soweit und sofort naja also gerade als Fotografin fotografen wir dann noch an den Kindern orientieren der Wahrnehmung der Kinder Dann kriegen wir demzeit richtig krass geschenkt.
Das haben wir auch im Ruder überlebt, aber nachmittags haben uns was unterhalten, was Vormittag passiert ist und dann guckte er uns mit großen Augen an und meinte, das war doch gestern! Genau, wenn du einen intensiven Urlaub hast in deiner Gegend, die dir entweder nicht kennst oder wo du sehr selten bist oder wo viel zu entdecken hast ... dann ist es so ultra-krass wie lange es so ein Tag dann ist.
Fünf Tage unterwegs, das ist das Gefühl des letzten Wochen und der vorletzte Woche, dass du auch in die Reise bist. Und diesen Modus, diese Achtsamkatzschiene, der ist so unglaublich wichtig um... Ich find's so schlimm wenn unsere Tage so vergehen. Das ist aber schnell geworden! Die Zeit ist schon wieder Sommer und die Zeit vergeht wie im Flug und so.
Das reden wir uns ja als Satz an die Wand, als wäre das Normalbähre. Aber eigentlich heißt das ich sterbe gerade weil ich kriege ja nichts mehr mit Richtig. Spannend! Wir sind über die Zeit, lieber Lars. Lass uns mal wieder was mitkriegen. Ja, lass uns etwas mitkliegen und mach den Quatsch hier aus. Geht mal raus in die Welt und guckt vor allen Dingen nach den Sachen, die ihr sonst nicht angeschaut hättet.
Und versucht mal andere Wege zu fahren oder wenn ihr Auto fahrt zur Arbeit. Dass sie nicht einfach so vor euch herfahrten, schon Gedanken über die Arbeit irgendwie macht. Weil dann kriegt ihr nix mit und guckt euch an wer mit euch im Stau steht. Als ich mit dem Thema angefangen habe, hab ich plötzlich die Leute kennengelernt, die mit mir zu ähnlichen Uhrzeiten Auto fahren.
Das war ein totales Abenteuer und ultra cool festzustellen dass sich ja eigentlich immer mit sehr ähnlichem Menschen oder den gleichen Menschen Autos begegnet. Dadurch, dass ich dann schon mal rüber geguckt habe und gelächelt hab und so. Habe ich die da wiederum rausgezogen? Und die haben dann bemerkt ... Ja, warte mal, die kenn ich doch schon und so!
Ach, der soll aber spät dran, Mensch... Genau, harte Einladung für Achtsamkeit und Hingucken! Tschüss! Habt einen schönen Mittwoch, wir hören uns am Sonntag wieder! Bis dahin, tschau-tschau! Tschüß!