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Akte Leben. Der Pink Ribbon Podcast.

Der unsichtbare Gegner

Samstag, 31. Oktober 2026 · 1 h 02

MP3

Shownotes

Fatigue oder: Wenn ganz alltägliche Dinge zur Herausforderung werden
Nicole Staudinger verrät uns, wie schwer es für sie war, die Veränderungen in ihrem Leben zu akzeptieren, die durch den Brustkrebs entstanden sind. Außerdem haben wir viele Tipps zusammengestellt, die euch beim Umgang mit Erschöpfung und Fatigue helfen können – was genau der Unterschied zwischen diesen Symptomen ist, erklären wir natürlich ebenfalls. Übrigens: Die Tipps können euch auch helfen, wenn ihr keine Fatigue habt, euch aber immer mal wieder zu viel aufbürdet.

Mit dabei sind:

Nicole Staudinger, Bestseller-Autorin und Speakerin (nicolestaudinger.de)

Dr. Sabrina Han, Fatigue-Coach (erfolgreichschlafen.de/fatigue)

PD Dr. med. Jens Ulrich Rüffer, Vorsitzender der Deutschen Fatigue Gesellschaft e. V. (deutsche-fatigue-gesellschaft.de)

Franca Cerutti, Psychotherapeutin und Podcasterin („Psychologie to go!“) (franca-cerutti.de)

Das Team hinter Akte Leben

Moderation:

Vanessa Eichholz
vanessaeichholz.com

Alexandra Kröber
mitsicherheit.me

Redaktionelle Unterstützung (V. i. S. d. P.): Nicole Lücke

Projektmanagement und Social Media: Anna Sperzel

Grafik: Barbara Hüskes

Produktion: We are Producers weareproducers.de

Wir danken AstraZeneca – ohne die Unterstützung unserer Sponsoren wäre die Produktion dieses Podcasts nicht möglich gewesen.

Akte Leben ist ein Podcast von Pink Ribbon Deutschland.
pinkribbon-deutschland.de

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Was ich so krass fand bis heute, wenn mich ein krasser Infekt lahmlegt. Ich weiß nicht wie das euch ging. Ist es nicht krass? Wie schnell einem der Körper von jetzt auf gleich seine Grenzen zeigt? und deswegen habe ich auch so'n Thema mit dem Wort Mindset. Es gibt Situationen da nutzt ihr das beste Mindset nichts.

Da liegst du da Leute! Ich hatte immer ein gutes Mindset aber ich konnte körperlich nicht. In dieser Folge geht es um Fatigue Eine Erschöpfung die sich nicht einfach weg schlafen lässt. Unsere heutige Gäste kennen vieler als eine Frau, die vor Energie geradezu sprüht. Nicole Staudinger, Besselautorin und Schlagfertigkeitsqueen.

Mit Zweiunddreißig erkrankt sie an Brustkrebs und ausgerechnet, als die Behandlung geschafft ist – und sie glaubt jetzt wieder voll durchstarten zu können – macht ihr Körper nicht mehr mit! Ich bin Vanessa und ich habe meine Mutter an Brutkrebs verloren. Seit diesem Verlust setze ich mich neben meinem Beruf als Schauspielerin und Moderatorin für die Aufklärung zum Thema Brustkrebsvorsorge ein.

Ich bin Alexandra, moderatoren und Coach. Zwei Jahre lang habe ich geglaubt in meiner Brust seinen harmlose Züsten- und Fibro-Adenome. Bis sich gezeigt hat es waren alles Krebsherde! Heute bin ich im vierten Jahr meiner Remission. Wir beide sind Botschafterinnen für Pink Ribbon Deutschland. Wir begegnen in Pinktober fünf Frauen und tauchen tief in ihre Geschichten ein.

Es geht um Wahrheiten, die erst spät ans Licht kommen. Momente, in denen alles kippt ... Und Wendepunkte an denen sich alles entscheidet! Ja Nicole, super schön dass du heute da bist. Du hast es nach Berlin geschafft Wahnsinn. Ich habe letzte Woche mit dir telefoniert und dann meintest du noch zu mir Oh ich bin Berliner nächste Woche interessant.

Also herzlich willkommen Vielen Dank Du bist ja ein wahnsinniges Energiebündel, finde ich. Ich habe dich zuletzt auf der Bühne in München gesehen und du hast von deinem Schlagfertigkeits-Themen geredet. Und ich kann mir bei dir so überhaupt nicht vorstellen dass es bei dir mal anders war? Das ist schön!

Das ist Schön! War aber so! Brauchen wir auch gar nicht schön reden und das ist aber immer so. also wenn du mich siehst auf der bühne ist das ja ein unterschied ob wenn ich dann zuhause bin und vielleicht auch heute mal erschöpft bin Aber natürlich war das mal anders. Also das sogenannte Bühnen-Ich. Das hast du auch?

Das Bühne-Ich natürlich, es hängt immer von der Rolle ab in der ich unterwegs bin mit Verlaub auch ganz tachles gesprochen und von der Rolle für die ich bezahlt bin wenn ich als Moderatorin gebucht bin und ich komme zu dem Auftraggeber und sage heute bin ich aber ein bisschen erschöpft ja dass ist natürlich absolut deplatziert.

Ich glaube das nennt man dann schon dass man professionell da die Rolle erfüllt für die man eben gebucht ist. Vor wie ins eigentliche Thema springen, würden wir gerne mal so einen kleinen Einblick bekommen in die Lebenssituation. In die der Krebs damals sozusagen reingeplatzt ist. Du warst ein Dreißig du hattest zwei kleine Kinder und du hättest dich gerade selbstständig gemacht.

das heißt du warst voll im Leben und voller Leben. Ja genau so wars. ich hatte da vorher schonmal den schwarzen Hautkrebs. Das war so anderthalb Jahre davor. Der war aber in Anführungszeichen nur mit zwei Operationen erledigt. Danach gab es keine onkologische weitere Therapie. Das war wie so ein Bodycheck von der Seite, dass das Leben mich einmal so angetitscht hat und ich hab schon so gedacht Vorsicht, Volleych.

Also so nicht liebes Leben! Das habe ich hier ganz anders geplant. Da war aber schon mal so der leise Vorgeschmack, wie das Leben ist wenn du von jetzt auf gleich so nicht mehr Herrin deines Weges bist. Das war aber kein Vergleich zu dem. Aber ich glaube, dass Brustkrebs egal wann der kommt... Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendeine Frau oder auch Männer, aber es sind ja mehr Frauen sagt, oh Mensch, damit habe ich jetzt gerechnet!

Das geht hier ganz gut in den Lebensplan. Meine Mutter ist vor zwei Jahren an Krebs, auch am Brustkriebs erkrankt. Da war sie dreiundsechzig und da hat das nicht reingepasst Und da hatte sie ihre zwei Enkel und mich als großes Kind. Und dennoch war das jetzt nichts, wo man gesagt hat ja gut... Das war zwar für Sie... Sie hat immer gesagt Schatz bei dir war das alles viel, viel schlimmer?

Sie konnte das für sich an das einordnen aber das war ja sie nicht die Erkrankung, die das eingeordnet hat. Und sag mal du hattest dich ja wirklich gerade drei Monate vorher selbstständig gemacht hast mir erzählt Also viele sind ja schon total overwhelmed so, oh Gott ich bin selbstständig. Wie mache ich das alles?

Und du hast da noch die Diagnose dazu bekommen und ich weiß man ist nie bereit aber es war ja schon sehr kuriosere Umstände eigentlich. Das waren vor allem finanziell sehr herausfordernde Umständen Denn wenn Du angestellt bist und Du wirst dann krank bekommst Du ja kranke Geld. Ich glaube zu einen siebzig Wochen Wenn ich richtig informiert bin und danach guckt man da mal weiter wie der Eingliederung usw.. Ich hatte aus eigenen Stücken meine Festanstellungen drei Monate zu vor, selber gekündigt und mich selbstständig gemacht.

Und mein letztes Erspartis ... Ich möchte das immer wieder einsortieren. Ich habe keinen finanziellen Background von zu Hause! Das ist jetzt nicht, dass ich irgendwie hunderttausend Euro auf den Beruf tochter. Meine Mama war Arzt-Helferin, mein Vater war Taxifahrer. also ich gehe arbeiten seitdem ich dreizehn bin so lange kenne ich das... und hatte aber ein bisschen erspartes Geld zurückgelegt.

Und das war aber weg, da steckte in der Firma. Ich dachte, jetzt wird es aber knackig. Und ich war damals noch verheiratet. Mein Mann aber auch nur normaler kaufmännischer Angestellter, Häuschen in der Vorstadt, zwei kleine Kinder ... Nichts ersparte. Ich rede mir den Mund fuzzelig, ihr Lieben! Dass mich meine Berufsunfähigkeitsversicherung gerettet hat.

Bei dir war's auch so? Ja. Siehst du und das haben so viele Frauen. Aber wenn ich das erzähle, die gucken dann beschämt auf dem Bodensang, ja weiß ich, müsste ich mich mal drum kümmern, hab' ich nicht gemacht. Ich war neunzehn, wie ich nach dem Abi in die Ausbildung ging abgeschlossen. Und die hat mir den Popo gerettet, sonst wäre ... Also die haben dann im Monat eine gewisse Summe überwiesen und die hat zumindest dafür gesorgt.

das war nicht das was ich verdient hatte früher aber es hat gereicht. um jetzt diese Krebstherapie. du musst ja ein paar Zuzahlungen machen und so weiter und sofort dass wir da nicht finanziell an unsere Grenzen gekommen sind. Um dich über Wasser zu halten? Ja! Du hattest Triple Negativ das heißt du hast ne ausschließlich eine Chemotherapie bekommen, richtig?

Nein! Ich habe triple negativ mit elf Prozent Hormonanteil. Das ist nicht Fisch und nicht Fleisch. Ich war die ganze Therapie über Nichtfisch-und-Nichtfleisch. Bei elf Prozent Hormonanteil haben die Ärzte gesagt, das ist viel zu wenig umzusagen Der ist homonell aber es ist soviel umzusagen. wir machen nicht nur Hormontherapie hinten dran.

Das heißt ich habe sechs Monate Chemotherapie Die beidseitige Mastektomie. Bestrahlt wurde auch noch weil der Tumor im Anfangsstadium bei knapp drei Zentimeter war dass Es auch zu groß. ich muss aber ganz kurz noch dazu sagen ich war auch eine Patientin. ich hatte ein ganz tolles Brustzentrum Köln-Hohen-Lind bei der Frau Dr.

Schumacher, die haben mich kommunikativ in jede Entscheidung und reingeholt. Die haben mir immer gesagt, Frau Staudinger wir waren in der Tumorkonferenz fünf Wander für fünf Wanda gegen. jetzt liegt es bei Ihnen was? was sie machen wollen. Und ich war eine Patientin, die gesagt hat, ich nehme alles mit, was man mir anbietet.".

Also das Kabo-Platin zum Beispiel war vor zwölf Jahren noch so, dass das bei Triple Negativ nur die Patientinnen bekamen, die eine BRCA-Mutation hatten. Ich habe die BRCA II in einer seltenen Variante. Gibt es keine Leitlinien für? Du sprichst sozusagen jede Statistik. Ich hab jeder gesprengt! Ich war immer ... Sie sagten, ah, schade, das ist leider nicht eindeutig.

und dann saßen sie wieder vor mir und hab ich gesagt okay wenn jetzt ihre Tochter wäre. Und dann hat sie gesagt, dann würde ich sagen Schatz wir nehmen alles mit. Dann sag ich wunderbar, lass knacken Amigo! Die medikamentöse Behandlung wie gut oder nicht gut hast du dir eigentlich weggesteckt? Das hinkt ein bisschen... jetzt fragst du ja mich.

Ich würd' Dir sagen Gut das war okay Da war mal ein paar Tage dabei da war ich ein bißchen malat aber dann war's ok. Das verklärst Du jetzt so schön im Nachhinein? Nee das hab ich schon in dem Moment. Ja Ich bin eine zertifizierte Schönrednerin. Wenn du jetzt meine Mutter fragen würdest, die würde einfach weggucken auf dem Boden gucken und wenn du sagen würdest ach Mensch was würden Sie denn da zu sagen?

Dann würde sie sagen meine Tochter ging auf den Zahnfleisch. Das war knackig! Die erste Chemo kam alle vierzehn Tage immer freitags bis ich wieder einsetzbar war, war darauf die Woche Donnerstag. Bis ich wieder Auto fahren konnte war Samstag. Die erste Schemotherapie war knackelig. dann wurde die ja mal gewechselt.

die waren ein bisschen leichter zu vertragen. Aber ich würde denken, dass ich vieles an Nebenwirkungen mitgenommen habe. Und was mich am meisten beeinträchtigt hat im täglichen Duing war die Übelkeit? Die hat mich völlig gemacht! Einfach völlig anders kann ich das nicht sagen. Diese Latente und ganz krasse Übelkeiten... ...und ich bekam später die letzten sechs Wochen ungefähr.

Nach jeder Chemotherapie, enorm hohes Fieber musste jedes Mal ins Krankenhaus mit übergeben und Notaufnahme. Da war schon vieles dabei. Wahnsinn! Und trotzdem hast du ja angefangen während der Chemo täglich zu walken also während der Therapie? Vielleicht erinnerst du dich noch an deinen ersten Spaziergang Ja.

Und witzigerweise ist dieses Gefühl nie mehr weggegangen! Ich hatte davor mit dem Joggen angefangen, nach dem Hautkrebs habe ich gedacht Mensch was kann nicht machen? und ich hab leider das Sport gehen... Hab' ich nicht. Das hat der liebe Gott mir vergessen, er hat von oben drauf geguckt und gesagt Mensch was können wir der Frau für Talente geben?

Schlagfertigkeit unrückwärts sprechen. Das reicht, aber man muss sich gut aufgestellt sein. Und jegliche Formen der körperlichen Betätigung hat er gesagt ne das wird sie mal nie brauchen. zum Joggen in zwölf Wochen im Profi- und angeleiteten Intervalltraining da so hingebracht. Als langsame Newcomer-Joggerin, dann kam die Diagnose.

Dann habe ich das mit dem Jogging nicht mehr gemacht weil ich mich dafür nicht im Stande gefühlt habe. Und bin aber stattdessen Walk'n gegangen! Der erste Walk war eine Woche nach der ersten Chemotherapie. Es waren siebenundvierzig Komma acht Grad im Schatten gefühelt. es war wirklich ein krasser Sommer.

Das war den Sommermärchen. Und ich kam von einem abgedunkelten Schlafzimmer raus in den Wald. Ich habe dieses Gefühl auf ihr heute, weil ich mir das hervorrufen kann jeden Morgen. Jeden Morgen, wenn ich im Wald bin, fühle ich es wieder und fühle dieses Leben wie das vom Wald ... Ich kann nicht anders sagen, vom Waldboden durch mich durchströmt.

Ich rieche diesen Wald! Ich fühle meinen Körper anders als eine Chemotherapie mich dazu zwingen gezwungen hat und konnte mich bewegen unbewertet. Und der Wald, das hat mich letztlich dazu geführt in den Wald zu ziehen. Ich bin ja sogar umgezogen von der Stadt in den Wild weil der Wald mich nicht bewertet hat.

ich konnte da weinen und schreien und verzweifelt sein und Angst haben und der Wald hat gesagt mach ruhig kannst du alles hier lassen? Du kriegst gar keine Rechnung vor mir. im Nachgang bis heute ist mein Hauptakku der Wald. Wenn ich nicht am Tag, deswegen bin auch Berlin ja aber ich gehe hier im Rückstock.

Ich brauche kann zwei Tage und dann muss ich zurück in den Wald sonst läuft. mein Akku läuft leer. Ich habe sehr ähnliche Empfindungen im Wald. du hast es ja bis zum Wald geschafft. bei mir war das Problem in den ersten Tagen Es war alles wie blei also ich konnte nicht mal eigentlich den kleinsten Finger rühren.

ich wohne im zweiten Stock. Ich hab manchmal zwanzig Minuten bis in den zweiten Stock gekauft. Das glaub ich dir! Ich musste pausieren und ich war so langsam, wahnsinnig langsam ... Hattest du das eigentlich auch? Dass dein Körper nicht konnte? Aber ich bin überhaupt gar keine Freundin von Zwang. Aber ich habe mich während der Chemotherapie gezwungen aufzustehen.

Und ich bin überzeugt davon, dass dieses Michüberwinden dazu beigetragen hat ein bisschen besser zu regenerieren. Das würde ich so unterschreiben... Dieses Nicht-Können, ich hab so oft zu meiner Mutter gesagt. Mama der Geist steht schon. Ich muss jetzt nur noch den Körper nachziehen.". Bis heute hat sich das bei uns in der Familie durchgesetzt was ich so krass fand bis heute wenn mich ein krasser Infekt lahmlegt.

Ist es nicht krass wie schnell einem der Körper von Jetzt auf Gleich seine Grenzen zeigt? Und deswegen habe ich auch so'n Thema mit dem Wort Mindset. Es gibt Situationen, da nutzt ihr das beste Mindset nicht. Da liegst du da Leute! Ich hatte immer ein gutes Mindset aber ich konnte körperlich nicht. und was sich wirklich auch Spooky fand... ...ich bin morgens manchmal wach geworden lag im Bett macht die Augen auf und denke oh der geht's gut.

und dann wurde ich sofort vor der Taten dran. Ich stehe ja auf dem Kippo um und denke nee schade du kannst leider gar nichts machen. Und ähm ja ich geb dir recht dieses über dieses müssen. Das hatte ich zu Hause in Form von einem zwei-in-fünfjährigen. Da war nix mit liegen bleiben und ich fand das toll.

Und die konntest du das ja auch nicht wirklich erklären, ne? außerhalb der Lebenswelt eines kleinen Kindes. Dennoch kann man über Kommunikation ein bisschen was machen, ich hab meinen Großen zumindest schon so ... Ich hab dem die Chemotherapie so erklärt wie mein Onkologe mir die erklärt hat nämlich das rote Reiter durch einen Körper reiten und auf alles schießen, was sie schneiden.

Das fand ich sehr toll! Und dann habe ich gesagt Schatz, das macht die Mama müde. und wenn ich schon mal so den Tag hatte wo echt nichts ging, hat er gesagt heute reiten die Reite aber wieder laut. und dann war das auch in Ordnung. und dennoch habe ich zumindest meine Kräfte so eingeteilt, dass ich den Nachmittag, wenn die Kinder dann zu Hause waren, da stand ich.

Und da gab es vielleicht vier Tage insgesamt in dem halben Jahr wo ich nicht aufgestanden bin. aber sonst habe ich mich da immerzu aufgerafft und ich hab in der Zeit gelernt wahrscheinlich ist das was du auch gelernt hast Das Ablenkung. so hilft Den Fokus weg von sich dass du raus musst und das Ablenkung in welcher Form auch immer sei es der Wald oder meine Freundin, dass dieser Fokus dann von sich selbst und seinen Ganzen beschwerten.

Dass er einfach mal weggeht und der Kopf so eine Ruhe hat. Und das hat mir enorm geholfen! Ich habe das gar nicht entschieden. Das war wie ein inneres Programm. Ich weiß gar nicht wo das herkommt. Auch im Rückblick verstehe ich manches gar nicht warum ich das gemacht oder nicht gemacht hab. Aber ich habe's einfach gemacht.

Es war wie einen innerer Ruf Ich muss mich ablenken, ich muss raus. Aber im besten Sinne! Ja und da sieht man mal wie gut das ist wenn man sich manchmal auch selber einen kleinen Popo tritt gibt. Und sich auch austrickst manchmal? Ja du hast ja die Therapie gut durchgezogen also im Punkte austricksen und weiter machen.

Die Ärzte waren jetzt sehr happy mit dir weil du dich sehr viel bewegt hast und du dachtest dir nach dem Ende deiner Therapie wow cool In zwei Wochen ist Weihnachten, ich kann jetzt wieder richtig durchstarten. Das hab' ich gedacht! Für mich war ganz wichtig dass die in meinem Therapieplan... Ich hatte mir das ausgerechnet neunter zwölf der letzte Chemo und aufgrund des Fiebers hat man mehrfach angeraten diese Chemotherapie zu verschieben.

Einmal musste sie verschoben werden weil ich einfach gar keine Blutkörperchen mehr hatte. Dann habe ich gesagt okay einmal lass ich das durchgehen Leute. Und jetzt gibt ihr mir irgendwas Weil dieses Datum ...das war für mich essenziell wichtig dass das nicht bis ins neue Jahr ging. Ich wollte es in diesem alten Jahr abschließen und ich dachte, neunter zwölfte letzte Schemu super!

Dann hast du noch mal eine Woche um dich zu kurieren und dann bist du fit. Dann kannst du das Haus weihnachtlich dekorieren, dann kannst du überlegen wen lädtest du alles ein zu Weihnachten? Und dann fing die ganze Kacke ja erst an. was sich überhaupt nicht bedacht hatte war dass ich natürlich auch Medikamente während der Chemotherapie bekomme, die dafür sorgen, dass die Nebenwirkungen unten bleiben und die flossen dann ja nicht mehr.

Und dann fing das ... Das kann doch jetzt nicht wahr sein! Dieses Thema Polyneuropathie, muss ich auch ehrlicherweise sagen da war ich nicht die allerbeste Patientin. Ich bekam mit bei Mit-Patientinnen, wenn die Füße eingeschlafen waren. Dass die die Chemotherapie runtergesetzt haben auf ... Hattest du nicht so gut?

Gabst du nicht! Na also Füßlinge und sowas? Nein! Vor zwölf Jahren gab's das noch nicht. Ah! Glaubt ihr diese Kälte? Genau ich hatte... Ich sah aus wie ein Boxer. Meine Mutter hatte das auch. Bei uns gab es das. Also ganz vereinzelnd ist das aufgeploppt. Und ich bekam mit dass eben beim Mitpatienten die Chemotherapie dann untergesetzt wurde wollte ich nicht.

Jede Woche bin ich gefragt worden, was ich für Nebenwirkungen habe und gesagt, das ist gut. Prima, toll! Und irgendwann hat meine Arzt gesagt Frau Staudinger, Ich stehe seit zehn Minuten auf Ihrem Fuß. Warum sagen Sie nichts? Hier sage ich, weil ich hart im Nehmen bin sagt er oder vielleicht weil sie den gar nicht mehr spüren Sag ich, Sie reduzieren die Chemotherapie nicht.

Eine Woche, glaube ich, mussten wir sie dann noch auf achtzig Prozent runtersetzen und das merkte ich natürlich. all diese ganzen Sachen, die natürlich müssen die Zähnägel ausgefallen bis heute. Halt kein Fußbett mehr ... Also die Haare wuchsen nicht so wie ich mir das gewünscht habe Und das Thema Erschöpfung kam wie eine Welle über mich Und das war auch emotional echt schwierig.

Weil ich hatte in meinem Kopf, super! Ich bin wieder fit. Attacke und das Gegenteil war der Fall. Das war schlimm. Ja. Kam das Knall auf voll? Weil du gerade von so einer Welle gesprochen hast oder war das eigentlich etwas was sich schon angebahnt hatte? Du hast es ein bisschen ignoriert. also wie hat sich das geäußert?

Im Nachgang würde ich sagen unter anderem auch deswegen weil meine eigenen Erwartungen viel zu hoch waren Viel zu hoch. Und da war es so, die Nebenwirkungen gingen halt nicht weg. Bei der Chemotherapie bekommst du ja Kortison um das alles zu ertragen und das bekommt man dann ja nicht mehr. Und mich hat das wirklich wie eine Welle danach getroffen.

Kartenhaus fällt zusammen? Ja! Richtig, Kartenhaus fällt zusammen. Plus diese völlig abstrusen Übersteigungen und Erwartungen an mich! Ich lag im Bett und dachte, wow mega! Und jetzt machst du das und das und dass... ...und ich weiß da sich. bis Weihnachten habe ich keinen Tag geschafft ohne mittags eine Mittagspause zu machen.

Mich mittags ne halbe Stunde hinzulegen und deswegen kann ich es auch heute nicht mehr machen. Ich hab gestern noch mit einer Freundin gesprochen, die gesagt hat, mittags mich mal so eine halbe Stunde auf die Couch legen. Das ist für mich wirklich ein Geschenk. Geh mir die Nacken herauch! Kann ich nicht?

Ich habe so viel Zeit auf der Couch verbracht und du findest mich nicht auf der Coach. Das mag auch keinen gesunder Zugang zu sich selbst an. Ich entspanne im Wald, ich entspanne beim Lesen... Und wirklich das kommt sehr selten vor. aber dass du mich auf der couch oder sowas wie heißt das Binschwotching gibt es bei mir.

Das ist für mich ein Tritt ans Leben, kann ich nicht. Und wie war das damals? Du hast dir gesagt du hattest zwei kleine Kinder mit zwei und fünf. Das war mit Fatigue wahrscheinlich. Du wolltest ja dann wieder normal als Mama durchstarten, wahrscheinlich auch und dann war das erst mal ein bisschen auf Eis gelegt.

oder wie war das? Ja, da war das auf Eis geleckt. die Kinder waren dann drei und sechs. bei der Diagnose waren sie zwei in fünf. am Ende der Therapie waren Sie drei in sechs was jetzt auch hier nicht besser macht. ich hatte dann ein schulpflichtiges Kind unten Kita-Kind. Dann sind mehr drei Wochen nach Beendigung der Therapy.

Ende Dezember war die Mastectomie, die hautsparende Mastektomie. Auch da bin ich naiv. währenddessen habe ich ja das Buch immer geschrieben. Ich habe parallel dazu mein erstes Buch geschrieben und das hat mir total geholfen. Das hab' ich nicht als Arbeit gesehen. Das war ein Tagebuch! Das ist eins zu eins so veröffentlicht worden und um diese Masteptomie habe ich mich nicht gekümmert.".

Ich hab mich nicht belesen, was genau wird da eigentlich gemacht. Wie groß ist diese OP? Weil ich auch im Laufe der Therapie merkte, dass eine gewisse Naivität mir hilft, mich den Dingen frisch-fromm-fröhlich frei zu widmen und am Tag der OP Aufklärung, dann merkte ich Oh! Das scheint aber hier eine größere Sache zu sein, als die Ärztin von mir saß.

Ich hatte eine sehr große Brust, eine körperliche Haar wie Heinrich, die da vor mir saßen und sagte Frau Staudinger wir müssen und werden gut auf sie aufpassen während dieser OP und musste auf Bluttransfusionen und also was unterschreiben. Und dann kam die, die haben mir noch mal echt die Schuhe ausgezogen muss ich sagen.

und dann war ich fünf Tage später wieder Zuhause weil ich gerne auch früh zu Hause sein wollte bei den Kindern auch so eine semi-gute Entscheidung. Ich hatte noch fünf Drainagen, die ich mit nach Hause genommen habe. Das würde ich heute vermutlich auch anders machen. Da würde ich mir vielleicht mehr Zeit im Krankenhaus gehen und ich wollte aber nachhause ... Und da kam dann der nächste Knallerfall weil ich eigenständig, ich hatte damit niemanden drüber gesprochen, ich fand das war schlüssig, die Schmerztherapie abgesetzt hatte.

War zu Hause und sagt keinerlei Veranlassung mehr, die ... Schmerztabletten weiterzunehmen. Das hab ich so ungefähr vier Tage durchgehalten Und dann hat Gott sei Dank mein Hausarzt gesagt, sie kriegen jetzt von mir einen Medikamentenplan aufgestellt. Das nehmen Sie nicht nach Bedarf, das nehmen Sie weil ich es Ihnen sage!

Dann habe ich gesagt okay alles klar und ab. dann ging es langsam bergauf und nach sechs Wochen konnte ich mir das erste Mal die Schuhe zu binden. da hab' ich echt geweint und gedacht mega guck mal ich komm mich wirklich an die Schuh zu bemehr und dann ging das langsam aber sicher berg-auf bis dann die Eierstöcke entfernt wurden und die Hormotherapie anfingen.

Und dann fing es eigentlich erst richtig an! Wir haben jetzt das Wort Fatigue schon in den Mund genommen, wir sind da so reingestolpert... Wie oder durch wen hast du erfahren dass es dafür für diese extreme Erschöpfung einen Namen gibt? Früh! Ich glaube schon, während der Chemotherapie-Aufklärung hat man mir gesagt, dass das ein Syndrome ist.

Was die Frauen erhält. Ja, wusste ich. Hat das irgendwas in deinem Kopf verändert? Dass du so sagen konntest ... Ah okay! Was jetzt hier mit so extra Krawumms noch mal kommt, das ist eben nicht eine in Anführungsstrichen bloße Erschöpfung sondern das ist Fatigue. Das hat ja auch Macht dieser Name. Es ist gewaltig irgendwie, finde ich.

Die wollte ich nicht haben? Ich will keinen Fatigue! Das geht nicht. Ich bin das nicht... Ich weigere mich... Da habe ich auch den Ärzten gesagt, die mir das natürlich gesagt haben, die gesagt haben Frau Lollinger, da ist noch Fatigue. Nee, sag ich, das ist jetzt einfach mein Tag Erschöpfung. Das ist für mich wiederum eine Meinzettsache.

Wenn ich mir diesen Schuh anziehe, ich habe Fatigue dann drohe ich persönlich auch danach zu handeln und sage, ah, ich muss ein bisschen kürzer treten. Ich habe ja vertie... das wollte ich nicht! Ich hab ja in der Bestrahlung angefangen zu arbeiten. die Gründe haben wir eben genannt. Ich musste eine Frau mit vertie kann nicht arbeiten gehen.

Eine Frau mit Vertie kann auch kein Buch schreiben und währenddessen zwei Kinder großziehen. deswegen hatte ich das nicht obwohl ich es hatte. Ich hab mich geweigert mir diesen Schuh anzuziehen Aber auch weil es irgendwie vielleicht so eine Art Stigma ist? Ach, das weiß ich gar nicht. Da bin ich immer vorsichtig mit, denn ich bin Schlagfertigkeits-Trainerin und wahrscheinlich liegt daran, wem bestimme ich mir ein Stigma aufzugeben.

Das dauert sehr. Ich kann auch mit diesen Äußerungen von wegen sagen die Gesellschaft das und das verstehe ich alles nicht. Also welchen Schuh ich mir anziehe, das bestimmee ich und den Fatigue-Schuh wollte ich nicht! Ich will so viele Schuhe, nicht? Und ich bin nur die Schönredner von dem Herrn. Ich bin auch die Ignoranz vor dem Herrn!

Ich habe auch bei gewissen Nebenwirkungen mir erst mal eingeredet zu beschließen, dass ich das nicht bekomme. Fertig! Viele haben mich ja doch ereilt und da durfte ich wieder lernen, dass meine Zeit eben leider nur irgendwie so fünf Prozent ausmachen... Diese innere Haltung führte aus meiner Sicht schon dazu, wie ich mich dem Weg stelle.

Dass der Weg kacke ist und wirklich niemand braucht! Das ist ja der Teil der Geschichte wo ich nicht rankomme aber wie ich mir den Weg ställe das habe ich sehr wohl in der Hand. Also irgendwie auch Renitents at its best. Der Aspekt des Schlafens, das hast du vorhin so im Passant gesagt. Dann hattest du einen Mittagsschläfchen?

War denn das irgendwie erholsam? Konntest du aus diesem Schlafen wirklich auch Kraft ziehen? Ja total! Das musste ich lernen nach der großen Operation, dass Schlaven wirklich das A und O ist wo der Körper heilt. Das habe ich sehr verwirrend während der Chemotherapie gelernt absolut. Und während der Chemotherapie konnte ich so gut wie gar nicht schlafen, weil du ja auch Medikamente bekommst die dich dann nachts wachhalten.

Ich weiß liebe Grüße, Grüße gehen raus an Sally, die Bäckerin, die YouTube-Bäckerin. Ich habe die ganze Nacht über Sally geguckt und alles von Sex in the City. Also da wacht zu liegen und sich in Sorgen zu verlieren das war auch nicht meins. aber bis heute hab' ich und ich meine je älter ich werde desto bedeutsamer wird er schlaf.

mein Schlaf ist mir hoch und heilig Mittlerweile immer mehr. Je mehr Krafttraining ich mache, desto mehr Schlaf brauche ich, je mehr Training ich überhaupt mache, desso mehr Schlafs brauche Ich. diese Nächte wo ich weiß ich feiert durch bis nachts um drei da weiß ich die steckst du nicht mehr so weg wie mit siebzehn.

ja nun schaltest du ja von deinem ganzen wesen auch gesegnet So anpacken zu sein und du hast dir ja die dinge auch wie du sagst auch ein bisschen so zurecht gedreht. Ja das meine ich im besten Sinne. Was würdest du aber Frauen mit auf den Weg geben, die vielleicht ein ganz anderes Naturell haben? Also ... Den hilft es ja auch nicht sich dann Vorwürfe zu machen im Sinne von ich schaff das gar nicht mehr das im Kopf so hinzudrehen.

Ich hab jetzt diese Fatigue und ich kann nicht! Absolut! Deswegen gebe ich den Frauen auch nichts mit Weil ich das übergriffig finde. Ich kenne den Rucksack der Frauen individuell nicht, wer bin ich? Dass ich da was mitgeben würde. Lass euch inspirieren und guckt wo die Inspiration ist. Die isst manchmal direkt vor der Nase und wir sehen sie nicht!

Und ich gebe gerne den Satz weiter dem man Onkologe mir gesagt hat nämlich du tust jetzt nur noch das was dir gut tut. Das klang so einfach und war für mich eine Mammutaufgabe weil ich ja mich mit zwein dreißig in dem Setting indem ich war diese Frage noch gar nie gestellt habe. Und ich hab sie mir gestellt und durfte erkennen, dass ich den ganzen lieben langen Tag Sachen mache die mir gar nicht gut tun.

Das habe ich heute geändert. Heute weiß ich sehr genau wo meine Akku sind. einige davon musste ich selber installieren. das ist sehr anstrengend. Sport ist ein so Beispiel. da muss sich jahrelang in das Akku investieren bis der überhaupt Kraft rauskommt. Ich habe den Wald, Sport Die Natur im Allgemeinen Meine Familie sowieso, gutes Essen und Literatur.

Das sind meine Akkus! Und bei Literatur, das mein ich so wie ich es sage... Ich werde nervös wenn ich nicht in der Woche so viel Bücher lese. Lauf ich leer? Wenn ich nicht einmal im Monat in einer Buchhandlung stehe um mich mit mindestens zehn Büchern eindecke, verliere ich was. Das ist wie Nahrung. Ja.

Was andere dann vielleicht beim Streaming haben, habe ich bei Büchern. Da stelle ich mir den Wecker morgens um so in den Tag zu starten. Ich hab morgens alles was bei mir bis zwölf Uhr nicht erledigt ist geht mitten den nächsten Tag muss ich sagen. also jetzt abgesehen von Termin natürlich aber alles was ich so für mich erledigte habe.

Mein Morgenritual ist Bombenfest. Ich stehe natürlich früh mit meinen Kindern auf, trink meine Tasse Kaffee, dann gönne ich mir nochmal fünfzehn Minuten. nur ich die Tasse kaffe und ein Buch Tief, tief eintauchen und dann mache ich mal eine eineinhalb Stunden Sport. Und dann geht es los. Dann ist aber auch schon... Also nach all dem ist dann acht.

Mein Tag fängt dann halt früh an. Ja was Nicole hier beschreibt, das klingt vielleicht erstmal ein bisschen paradox irgendwie durch die Therapie durchkommen und ausgerechnet danach geht plötzlich nichts mehr! Aber genau dieses Muster begegnet Sabrina Hahn immer wieder. Sie ist promovierte Sportwissenschaftlerin und arbeitet als Fatigue Coach mit Menschen, die von Fatigue betroffen sind.

Ganz oft funktionieren die Patientinnen während der Therapie. Punkt, weil ganz ehrlich was haben sie für eine andere Wahl? Die müssen jetzt dadurch, weil die wollen ja irgendwie überleben und das gut machen und oft funktionierend sie dann und machen und tun und alles Mögliche. Und dann kommt die Wiedereingliederung und dann merken Sie manchmal... Sabrina, irgendwie mein Kopf macht gar nicht mehr.

Oder ich schaffe die Dinge gar nicht und früher mehrere Projekte gleichzeitig und zu Hause auch noch das bisschen haushalt. Und so läuft das nicht bei Fatigue ja? Da ploppt es auf! Es kann auch sein dass eine Fatigue erst später kommt Aber hier wird's interessant denn wo verläuft eigentlich die Grenze?

nach einer Krebstherapie erschöpft zu sein erscheint erstmal ziemlich nachvollziehbar. Wann wird aus dieser Schöpfung aber fatig? Professor Dr. Ulrich Rüffer ist Mitgründer und Vorstandsmitglied der Deutschen Fatigue-Sellschaft, er beschreibt den Unterschied ziemlich eindrücklich. Da gibt es eine ganz klare Definition die so schön ist von Kollegen aus USA da gesagt hat ist eine Erschöpfung, die disproportional zu allen vorangegangenen Tätigkeiten ist.

Und wenn man das dann in Patientisch übersetzt, heißt das so halt eine Patientin, dass sie ertreffend gesagt, ich stehe morgens müde auf und hab ins Bett gegangen bin, obwohl ich zwölf Stunden geschlafen habe. Ich glaube, das ist das, was man sich noch mal richtig klarmachen muss als nicht betroffener oder betroffener.

Dass das wirklich was ist ... Ich vergleiche das immer so für Menschen, um es besser vorzustellen. Stellt dir vor, das sind schwere Grippe! Richtig krank, du bist richtig krank. Du kannst also eine ganze Woche nicht aufstehen und es tut dir alles weh ... Das ist das was diese Menschen nahezu jeden Tag haben.

Und das in unterschiedlicher Ausprägung. aber das ist das, was man sich vorstellen muss. Und ab wann fängt man an von einer Fatigue zu sprechen im Gegensatz zur normalen Erschöpfung? Ein halbes Jahr nach der Behandlungsende sprechen wir von einer ganz normalen Erolung. deswegen raten wird den Patientinnen natürlich alle in die Reha zu gehen, also auch der Anteil der in die reha gehenden Patientinnen steigt Gott sei Dank.

Das heißt also da das ist halt ein ganz wichtigen Punkt denn wir sehen da kann schon viel von der körperlichen Ausgelaugt sein. ich sage jetzt ganz bewusst nicht Erschöpfung schon kompensiert werden und ein halbes Jahr muss man sich einfach Zeit nehmen. Wenn dann ein weiteres halbes Jahr vergangen ist, dann sprechen wir von einer verzögerten Erholung.

Das heißt all diese Patientinnen kriegen noch kein Label Fatig-Patientin und erst nach einem Jahr sprechen wir vor einer tumor assoziierten Erschöpfungssyndrom. Das muss man jetzt nicht auf den Kalender kalendarisch sehen sondern das kann auch schon mal nach elf Monaten so sein. es kann auch noch dreizehn Monate noch eine verzögerte Erholungen.

Erteilt das jetzt so kalendarisch ein? Ich schätze mal, dass sind eher grobe Richtwerte. Aber kannst du diesen Zeitraum auch in etwa bestätigen Nicole? Ja total und ich finde es ganz gut, dass er das so zeitlich einteilt weil es ja auch zeigt wie viel Geduld wir mit uns selbst haben müssen und ab wann dieser Begriff dann auch erst benutzt werden darf.

streng genommen Und das finde ich gut Lassen wir ihn genau für diese Fälle auch nur benutzen damit er seine Bedeutung nicht verliert. Ich glaube, da fängt auch ganz viel mit der Selbstkommunikation an. Das erlebe ich hab' ich bei mir selber erlebt und auch bei betroffenen Frauen um mich rum herum. Wenn du so arg hart mit dir ins Gericht gehst Und du ziehst dich damit aller Waldgewalt aus diesem Loch heraus was ja dann da ist Dann hat das bei mir noch doppelt so lange gedauert.

Deswegen lieber sanft mit sich ins gericht gehen und sagen heute geht es nicht morgen geht es mit Sicherheit schon besser. Das sage ich mehr aus der Theorie, weil mir ist es ja eben auch offensichtlich nicht allzu gut gelungen. Aber heute gelingt das mir besser! Ich habe das ja auch heute noch. und wisst ihr was ich immer vergesse?

Ich würde von mir behaupten meine Akkus sind nicht mehr so voll. Wenn ich das im Freundeskreis erzähle, gucken die mich an und sagen, Nikol, willst du uns verarschen? Wie was? Willst du uns vorarschen. Du hast, du hast hundertzwanzig Auftritte im Jahr. Du schreibst jedes Jahr ein Buch, du bist alleine zehn in der Mutter.

bitte sag mir nicht deine Akkusinvolle. Das heißt, ich darf immer mal wieder selber den Blick von außen haben. Und wisst ihr, was ich auch vergesse... Ich bin auch zwölf Jahre älter geworden! Da darf man vielleicht auch schon mal das eine oder andere Anzeichen haben, dass man sagt ja da sind jetzt so gewisse Dinge die spüre ich.

Die gingen mit zwanzig anders als Mitte vierzig. Diesen Blick vergesse ich bei mir persönlich schon auch. Der Professor Rüffer hat von der Reha gesprochen und das fand in deiner Erzählung gar nicht statt? War ich aber! Warst du?! Und würde ich ihn nie mehr machen... Ja Aber da war ich auch die einzige Frau.

Alle anderen fanden das ganz, ganz toll! Ich möchte nur ganz kurz mich selber ein bisschen in Schutz nehmen. warum nicht? Warum mir das nicht gefallen hat?! Ich habe mir in der Chemotherapie psychologische Unterstützung geholt weil ich merkte, ich kriege die Ängste danach nicht in den Griff. Das war mir völlig klar nach zwei Krebstherapien.

Die Angst war mein größter Gegner während der Erkrankung und da habe ich mir eine ganz tolle Therapeutin geholt. Als ich in die Reha ging hatte ich die Therapie schon ... Also die letzte Bestrahlung war dann ungefähr drei Monate her. Mit meiner Therapeutin hatte ich das parallel alles so schön aufgearbeitet.

Ich war schon wieder am Arbeiten, ich war mitten im Leben. Mich hat die Therapie hundert Schritte zurückgeworfen – mich ganz diese Reha! Die habe mich wieder hundert Schritte zurück geworfen und ich muss leider und das sage ich bewusst anklagend in Richtung Rehas, in Richtung Gesundheitssysteme…. Ich fand es mühsig mir jeden Tag Vorträge über gesunde Ernährung anzuhören, die waren alle toll.".

Aber du kommst runter in den Speisesaal und bekommst drei Wochen lang zum Abendessen Weißbrot- und Fleischsalat. Das heißt, dass Essen in allen medizinischen Einrichtungen zumindest in denen ich vor zwölf Jahren war – das ist so unterirdisch! Das hat mit Gesundwerden nichts zu tun. Und dann denkt es bitte bis zum Schluss.

und da habe ich mich sehr drüber geärgert hier. Ich hab keine eigenen Erfahrungen. Ich war in der Tagesklinik drei Monate lang, jeden Donnerstag im Emanuel-Krankenhaus, naturheilkundlich ausgerichtet ... Toll! Das war wunderbar. Weil es eben nicht so programmatisch war? Die haben uns Angebote gemacht und da ging's auch um Ernährung.

aber auch das war als Angebot gedacht und hat bei mir unglaublich viel im Kopf bewirkt. eben nicht weil mir jemand sagte so muss es sein und dass ist gut sondern weil es ein Angebot war. Und das ist ganz großartig, das hat mich leider auch in der Reha gestört. dieser strenge Zeitplan von morgens bis abends.

ich habe meine Kinder nicht gesehen, die waren mit aber ich wollte gerne Zeiten mit den Kindern haben. Ich hätte gerne einfach mit denen auch mal einen Spaziergang am Strand gemacht. Das sei der Terminplan nicht vor, das kannst du leider mit mir nicht gut machen. und deswegen aber wie gesagt ich möchte betonen ich war die einzige Frau Sie vielleicht nicht die ganz Einzige, aber der überwiegende Teil hat sich da sehr wohl gefühlt.

Deswegen bitte unbedingt da reinfüllen! Du hast es im Prinzip schon ein bisschen angedeutet. ich würde's gerne noch mal vertiefen was war für dich eigentlich schwerer keine Energie mehr zu haben oder zu akzeptieren dass du keine energie mehr hast? Was für eine Frage... Ich habe sie mir extra lange aufgespart.

Wahrscheinlich Zweiteres ist es, zu akzeptieren und nicht zu resignieren. Ich habe sie mir ja zurückgeholt! Und das ist hoher Anstrengend. Es kommt nichts von alleine zurück. Ich hab doch vor fünf Jahren an dieser Vox-Sendung... Teil genommen, Showtime auf mal live wo wir uns nackig gemacht haben. Da sollten wir tanzen und ich kann mich sehr gut daran erinnern wie uns die Tänzerinnen die Choreografie vorgemacht haben waren das natürlich alles schöne Tänzeren die sich da weiblich bewegt haben.

Das war der Moment wo ich zum Aufnahmeleiter gegangen bin und gesagt habe ich möchte gerne diese Sendung verlassen. Ich sage bald dass bin ich nicht mehr! Dass Frau sein war weg und ich hatte sehr viel Energie darauf verschwendet zu akzeptieren dass das in Ordnung ist Und das muss ich wieder ausbuddeln.

Dafür musst du aber erstmal akzeptieren, dass es weg ist und das tut so weh! Du musst akzeptierend, dass du darüber traurig sein darfst wenn du in den Spiegel guckst und merkst, du hast keine Brüste mehr. Ich hab dir einen Deepflapp machen lassen, ich sehe aus wie Frankenstein. Also wenn du mich nackig sehen würdest, ich seh aus, da braucht man gar nicht schön reden.

Ich habe kein Gefühl mehr im Tor so nichts. Die Schulter sind später noch gebrochen, d. h., die ist auch hinüber... Ich konzentriere mich auf die Dinge, die ich in der Hand habe. Und die mache ich! Aber der Weg dahin hat drei Bücher und viele Tränen. Jedes Buch was ich geschrieben habe ist Selbsttherapie.

Ja, die Akzeptanz tut vermutlich am meisten weh. Ehe ist kaputt gegangen. Habe ich ja auch mal eben so... Das ist auch nicht großartig thematisiert worden. Muss man auch akzeptieren? Alleinerziehende Mutter muss man akzeptiert werden. und ja, da mag sein, dass da meine kölische Natur rauskommnet ist wie es ist.

Ich mecke dann nicht, ich klage dann nicht. Ich räume mir persönlich Trauerzeiten im Wald ein bis heute aber da bin ich alleine mit mir. Ich will niemanden zur Last fallen. das ist mein allergrößtes Thema vermutlich. Ich möchte niemandem zur last fallen tut weh, ne? Ja hier überlege gerade ich echt... Ich kann mich damit teilweise... Gut, das Problem ist ich habe gerade so viele Dinge im Kopf wo ich gerne anknüpfen wollen würde die nichts mehr mit dem Thema zu tun.

Ja genau über die Brüste alles! Das ist grade in meinem Kopf Ratters. nur wir müssen es immer wieder sozusagen zum Thema zurückbringen. deswegen hab' ich grad wie ein Oxfam also habe ich dich angeschaut. Aber dass das doch ruhig drinlotscht? Also das können wir ruhig mal hier in den Of drinnen lassen.

Wir sitzen hier zu dritt live am Tisch. Es ist kein geskriptetes Gespräch ihr Lieben. Das ist so wenn drei betroffene Frauen am Tisch sitzen und brauchen wir auch diese Räume. Heute soll es um Fatigue gehen und dann kommen wir dahin wieder zurück.". Ja, wie kommen wir jetzt dahin zurück? Es hat ja nicht ganz gut gepasst was Nicole gerade gesagt hat.

zu dem Punkt erlaubt man sich sozusagen den zu beugen oder sozusagen nicht mehr davon auszugehen was man früher geschafft hat oder heute gerne schaffen würde sondern von der Energie die tatsächlich da ist. Ich glaube man muss mit der Energiehaushalten die tatsächlich dar ist und das nicht vergleichen mit der die davor war.

ich glaube dass ist ganz wichtig Und Sabrina Hahn nennt das Energiemanagement. Du kannst ganz viel für dich machen mit Fatigue, ja? Das Thema Energie-Management steht bei mir zum Beispiel ganz weit oben weil meiner Meinung nach ist es das erste was du brauchst erst mal zu gucken wieviel Energie habe ich eigentlich wirklich jeden Tag.

nicht wieviele hätte ich jeden tag gerne oder wievielen nutze ich jeden Tag gerne sondern wirklich in meinem Rahmen was hab ich aktuell? Und dann zu gucken, was kostet mehr Energie? Was kostet mir keine Energie. Was gibt mir vielleicht wieder Energie wenn keine körperliche WWV vorhin besprochen hatten, sondern vielleicht etwas gibt mir auch emotionale Energie?

oder was macht meinen Kopf wieder ein bisschen ruhiger? und Dann kommt die große entscheidende Frage nach so einem energieprotokoll zum Beispiel Was mache ich morgen anders? Das zweite was du tun kannst ist das Training. Aber hier ist viel hilft viel absolut falsch. Was passt in deinen Alltag? Was kannst du leisten, was tut dir gut.

Und hier gibt es verschiedene Trainingsmethoden und es ist wichtig das Training so zu steuern dass es dir in die Karten spielt und nicht gegen die Karte weil wenn du dich schon aufraffst und zum Training gehst dann soll's doch bitte wohlwollend für dich gemein sein und dir nicht noch mehr Energie kosten als du eh schon ausgibst.

Das große dritte Thema ist das Thema schlafen. Wir haben gesagt, ich wache morgens auf und bin völlig platt. Und der vierte große Faktor ist das Thema Mindset. Hier sprechen wir von Akzeptanz. Ich weiß nicht, wo du gerade sitzt. Ich bin im Rheinland in Düsseldorf und hier sagt man oder in Köln, wo ich studiert habe an der Deutschen Sporthochschule, sagt man Ed küt wird küt!

Es ist wie es isst. Und dieser Schritt heißt nicht dass du vertiegt toll finden musst überhaupt nicht aber das heißt einfach das anzunehmen und dann kannst du gucken okay was mache ich jetzt damit? Ja und dann kann so die fragen welche Bedürfnisse hab' ich eigentlich? Ich brauche Anerkennung. zum Beispiel Früher hast du die A-Nerkennung vielleicht durch deinen Chef oder deine Chefin bekommen auf der Arbeit.

Aber was, wenn du jetzt nicht mehr arbeiten gehen kannst? Dann hast du das Bedürfnis ja trotzdem und was hast du für einen Plan B, C, das weiter dir zu befrieden? Oder auch das Thema Kommunikation. Einmal wie spreche ich mit mir selber bin ich immer die faule Socke, die auf dem Sofa liegt und nichts schafft den ganzen Tag aber auch nach außen die Kommunikation.

Wie kann ich meiner Familie, meinen Kollegen meinem Therapeuten, meinem Arzt verständlich machen? Wie es mir geht was ist Fatigue? und da sind Themen... Oh! Und ein Letztes das Thema Glaubenssätze so wichtig. wir alle haben innere Anträge die uns mal vorne preschen lassen und wenn ich immer denke Es muss alles perfekt sein Ich muss immer alles selber machen ich bin nicht gut genug dann werde ich immer wieder über meine Grenzen gehen Und das ist nicht gut und deswegen lohnt es sich auch, da mal einen Blick darauf zu werfen.

Als der Urton lief sagte Nicole man könnte meinen wir hätten uns abgesprochen... Ja die Frau liebe ich ja jetzt schon. genau das ist es! Ich möchte noch einen Schritt weiter gehen. all diese Fragen gelten nicht nur für Menschen mit Fatigue. Das darf sich jede insbesondere, mir sind die Frauen ja auch beruflich näher, das darf sich jeder Frau immer wiederstellen.

Für mich ist es persönlich die Leitfrage was will ich? Was will ich im Leben? Was will von dem Tag, was will vom Gespräch. Deswegen war es so richtig, dass ihr gesagt habt, heute wollen wir fatig ... Will ich wirklich diejenige sein, die bejammert, was ihr fehlt? Nein! Das will nicht sein. Also bin ich jetzt nicht.

Handel ich nicht von da aus. Da waren Rheinländer unter sich, sagen wir mal so. Hattest du eine Unterstützung Nicole damals oder warst du auf dich gestellt? Ich hatte jede Menge Unterstützung. Ich hatte meine Mutter immer an meiner Seite, das gesamte Brustzentrum stand Gewehr bei Fuß. die habe ich als sehr große Unterstützung empfunden.

Ich habe die Erzieherinnen, die sich währenddessen um meine Kinder gekümmert haben, als Unterstützung gefunden und eine Haushaltshilfe über die Krankenkasse bekommen. Die Frau, die war eigentlich meine allergrößte Retterin. Das ganze System hier hat mich unterstützt. Ich hab später mal bei der Krankenkasse angerufen um mich zu bedanken dass sie alles dafür getan haben.

ich musste mit denen nie diskutieren zu keinem Zeitpunkt. Sie haben zu allem Jahr und Abend gesagt habe ich ja angerufen habe mich entschuldigt war der am Telefon stumm. ich sage da hat er geblättert. ich sag sie brauche nicht in ihren Leitlinien zu suchen. ich sag ich wollte mich einfach nur bedanken.

sagte darf ich es immer auf mithörer machen weil ich einfach das seit über zwanzig Jahren noch nie gehört, dass ich nicht immer bedankt. Also schärft den Blick auch da gerne drauf wer euch unterstützt? Ich hatte Freundinnen die haben wir zwischendurch einfach in Nudelauflauf vor die Türe gestellt und da durfte ich lernen wenn nix mehr hilft Leute was zu essen hilft immer.

ja ich hatte Unterstützung von morgens bis abends. du musst aber einen blick auch dafür haben und das ist aus meiner sich. die einzige basis die es braucht ist dankbarkeit um das alles entwickeln zu können. ich kann die geschichte natürlich auch anders erzählen. Ich könnte auch sagen, na ja am Ende des Tages war ich natürlich mit meinen zwei Kindern allein.

Meine Mutter war zwar oft da aber also ich entscheide wie ich die Geschichte erzähle und wenn du dir richtige Brille drauf hast wirst du sehen wie viel Unterstützung da ist und wie viele Unterstützung man sich auch kommunikativ zur Seite holen kann. Rheinländerin unter sich. wir kommen nochmal kurz zurück zu Sabrina Hahn und zu ihrer zwölf Löffel Methode.

Ich nutze da zum Beispiel sehr gerne das zwölf Löffelmodell. Das heißt, ich habe jeden Tag zwölfe Löffelennergie zur Verfügung und die kann ich ausgeben wie ich möchte. Wenn die zwölfen Löffeln alle sind? Sind sie alle? Punkt! Neue Energien nachholen haben wir eben schon gelernt funktioniert selten. Jedes alles was sich tue kostet löffel.

manche Dinge mehr löffeln manche dinge weniger. Aufstehen am Morgen kostet ein Löffle Zum Beispiel, ja das ist ein Modell. Man muss es dann später an sich anpassen. Duschen gehen kostet zwei Löffel. Einkaufen gehen koste drei Löffeln. Arztbesuche kosten vier Löffle. Das ist das Modell. Ich persönlich würde es um einen Fünf-Löffel ergänzen und zwar Emotionaler Stress zum Beispiel.

Der kostet Unmengen Energie, so eine große Diskussion mit einem Teenie zu Hause oder ich komme vom Arzt und der hat mich wieder nicht verstanden worum es mir eigentlich geht. das kostet enorm Energie und daraufhin kannst du deine Energie einteilen und das solltest du dringend tun. Du solltest deinen Tag planen Eine Aufgabe pro Tag und drumherum Kleinigkeiten.

Schau dir an, zum Beispiel wenn du meinen Energieprotokoll von der Homepage nutzt wann hast du viel Energie? Und wann hast Du weniger Energie? Also wenn du im Energieferlauf siehst dass du immer um vierzehn Uhr ein Energie tief hast dann macht es keinen Sinn um vierzin Uhr einkaufen zu gehen. ja deswegen ist es wichtig sein Tag zu planen.

Wenn du siehst vormittags hast du gut Energie Dann solltest du hier die wichtigsten Aufgaben reinsetzen Aber bitte nicht alle. Ansonsten haust du hier deine Löffel raus und am Nachmittag hast du keine mehr übrig, also plane deinen Tag sinnvoll und an dich angepasst! Das zweite was wir schon besprochen hatten macht regelmäßig Pausen.

ja es ist Paradox aber umso mehr pausen Du machst um so mehr wirst Du schaffen um so länger reichen Deine Löffeln. Und das dritte ist überlege Dir sehr gut Was machst Du selber? Was delegierst du? Was kann irgendwie aufgeschoben werden und was darf einfach liegen bleiben oder wegfallen. Überlege dir das sehr, sehr gut!

Ich nutze da sehr gern die Eisenhower Matrix für ihr ja – was ist wichtig, was ist dringend, was is unwichtig, was es unwichtig. Das hilft einfach zum Priorisieren. Und dann kannst du dir noch als weiteres überlegen…. das geht schon tiefer in das Thema Pacing …. wo kannst Du überall Energie sparen? Ja, musst Du Kartoffeln wirklich im Stehen schälen?

Ne, eigentlich kannst du dich auch hinsetzen. Okay? Hol dir so ein Steehöckerchen für die Küche! Bevor du anfängst zu kochen hol dir doch erstmal ganz in Ruhe alle Sachen zusammen damit du so eine Aktivitätsinsel hast deine Kochinsel. nimm dir dein Höckerchen setz dich hin und dann schnippelste erst mal an Ruhe bevor du hier wie so'n aufgeschreuchtes Hühnchen von A nach B zur Spüle zum Kühlschrank zum Mülleimer flitzt.

das ist unnötig verlorene Energie. Warum machen wir das? Es fühlt sich so viel leichter an einem Alltag. B.) Deine Energie reicht länger, dann hast du auch noch Energie wenn abends der Mann oder die Kinder nach Hause kommen. und C.) Du hast vielleicht am Ende des Tages Energie in Form von Löffeln übrig und die investierst du bitte auf keinen Fallen mehr Haushalt sondern die investiers du entweder in richtig schöne Dinge Weil wenn die Fatigue jeden Tag dir aufs Butterbrot schmiert, was nicht mehr funktioniert so wie früher dann ist es wichtig dein emotionalen Akku zu füllen.

Oder aber du investierst diese übrig gebliebenen Löffel in körperliches Training. Nicole wofür sind bei dir die sagen wir mal wichtigsten Löffeln drauf gegangen? Mir gefällt dieses Bild total, weil das auch mit der Schlagfertigkeit übrigens so gut zusammenhängt. Für mich ist ja Schlagvertigkeit die Definition, wem ich jetzt zugestehe mir wertvolle Lebenszeit durch Ärger zu klauen und Ärger kostet wahrscheinlich drei Hundert Löffel.

Dieses Bild ist mir jetzt neu aber ich habe ein ähnliches Bild im Kopf schon seit vielen Zeiten. Ich darf sehr großzügig mit meinen Löffeln sein, weil ich meine Akku so gut kenne Wenn ich weiß, dass ... Mir sind zum Beispiel die Wochenenden mittlerweile heilig. Auch weil ich eine Fernbeziehung führe und wir uns da sehen.

Und ich weiß... Da tanke ich auf! Wenn ich weiss, dass ich zwei Tage Akku-Zeit vor mir habe und ich bin sehr gut im Abschalten, das musste ich lernen. Ich kann von jetzt auf gleich alles stehen fallen und liegen lassen und mich recharge. Das muss sich lernen. Deswegen kann nicht sehr großzügig meinen Löffeln sein.

Aber mein Hauptlöffel ist und bleiben meine Kinder, meine großartigen Jungs auch wenn einer jetzt schon achtzehn ist. Ich habe ein achtzehnt jähriges Kind zu Hause. Achtzehn und knapp fünfzehn so sind das die schönsten Löffel, die ich habe. Und dann kommt meine Lieben rein sich natürlich alle dahinten an.

und dann kommt natürlich mein Job. ja der ist Akku und Löffle zugleich. Manchmal ist das eine und das andere vorne Akku hinten Löffel. Natürlich weiß ich, heute der Tag frisst viele Körner aber der pumpt mich auch an ganz vielen Dingen sehr stark auf. dennoch weiß ich er kostet mich Körneraus. Das kriegt man aber im Laufe der Zeit krieg man das sehr genau raus wenn ich einen Auftrag über verspreche.

Ich gucke mir das sehr Genau an Und wenn ich ihn versprechere, dann kriege ich das gut hin ohne nachher auf dem Zahnfleisch da heraus zu. Vielleicht wollen wir jetzt mal Richtung Wendepunkt gehen. Also du hattest Fatigue, es war nicht einfach für dich und dann lagst du im Krankenhaus, du hättest eine Brust-OP sozusagen im Programm und du sagst ja, du schreibst immer sehr gerne wenn du im Krankenhaus bist während du durch diese Therapien gehst und du hast dein Buch Stehaufquing geschrieben und das hat dir so ein bisschen das Leben gerettet glaube ich, das Buch Damals waren enormer Wendepunkt, wo du gesagt hast, du wolltest anders mit deinem Körper umgehen.

Vielleicht kannst du da mal ein bisschen drauf eingehen? Ja die Stelle auf die du ansprichst das war dann einer der weiteren Krankenhausaufenthalte weil ich ja häufig das Implantat wechseln musste und da war dann auch schon das Thermoxyphäen am Fließen und die Eierstocke waren weg. Das heißt dieses hormonelle Chaos was natürlich im Körper passiert das kommt ja nochmal on top auch homonell im Kopf Und in der Ste-Auf-Quin steht das Kapitel gesund aber schwabbelig Und ich schlesse mit mir selber Frieden.

Das ist das, was du vorhin mit der Akzeptanz meintest. Hattet dann zu dem Zeitpunkt schon gut thirty-fünf Kilo zugenommen und aber war gesagt, dass es doch okay... ...das ist der Preis den du zu bezahlen hast um noch hier zu sein! Du kannst doch nicht dich immer nur lieben wenn du perfekt aussiehst. Du liebst deine Kinder ja auch nicht nur wenn sie Einsen mit nach Hause bringen.

Ich schreibe dieses Kapitel und merke beim Schreiben Oh oh oh oh Der Gedanke ist nicht zu Ende gedacht. Und merke dieses Unbequeme, das ist das Tolle was beim Schreiben passiert. Du merkst ja hier liegt noch ein Hebel und ich spürte das. Ich spürste nämlich dass ein anderer Anteil von mir sagte naja vorlein also wenn du so dankbar bist dass dein körper das alles mitgemacht hat zu Recht.

aber dann musst du dir jetzt die ehrliche frage stellen behandelst du den denn so wie er es jetzt verdient hat? und diese frage war so unbequem dass sich den laptop zugeschlagen haben erst ein anderes buch geschrieben habe. ich kam da nicht dran Weil ich wusste, da ist noch Bums drin. Du hast dann noch jede Menge.".

Und erst beim nächsten Buch, das hieß dann Ich nehme schon zu in andere Essen, wie ich trotz sieben Millionen Ausreden dreißig Kilo verlor. mit diesem Buch habe ich ... Ich hatte zehn Kilo abgenommen und hab während dem Schreiben weitere zwanzig Kilos abgenommen. Haltet das Gewicht seit heute? jetzt ist nochmal ein bisschen ordentlich was runtergegangen.

Die optischen Gründe sind das eine, die will ich nicht beiseite schieben. Ich möchte nicht sagen, dass ich mache das rein aus medizinischen Gründen auch vorwiegend selbstverständlich. aber ich möchte mich auf Bildern von mir selber schon gut repräsentiert fühlen und ich werde viel fotografiert. und wenn du dann als Frau ohne Bruster stehst und dann siehst du die Probe... Habt mir nicht gefallen!

Punkt, brauche ja gar nicht schön reden, hab' mir nicht gefallen. ist es nicht so, dass sich heute in Entzückung geraten, wenn ich mich selber auf Bilder sehe? Es ist nicht so. wie ich sage, zeig doch noch mal mit mir selber sehr gut im Frieden bin, weil ich aus der Zufriedenheit auch meine Hebeleichter finde.

Nicht aus dem defizitieren Gedanken! Ich mache heute keinen Sport- und Krafttraining um was zu haben. Ich mache Krafttrainen und Sport, weil I fit sein möchte. zwischen Sein und Haben ist ein Himmelwalterunterschied.". Aber das heißt du bist damals aus dem Krankenhaus raus? Und hast gesagt so und jetzt ändere ich was oder wie?

Ja, ja. Ich bin als gesunde Frau aus dem Ey, du jammerst als frisch operierte Frau im Bett dass du dich nicht bewegen kannst und als gesunde Frau bewegst du dich ja auch nicht. Wie unmündig ist das denn? Und dieser Gedanke hat mich ins Tun gebracht. Das ist acht Jahre her und da habe ich seitdem noch nicht mehr aufgegeben.

Und du machst jeden Tag Sport, hast du mir erzählt. Egal was auch wenn wenig Zeit ist. Machst du zehn Minuten, fünfzehn Minuten Übungen je nachdem? Ja heute Morgen im Hotelzimmer auch ich habe meine Sachen dabei. Ich hab unterwegs einen Terrorband dabei. Irgendwas mache ich immer. Wenn ich zu gar nichts komme sehe ich so dass ich die Zehntausend Schritte voll bekomme.

dann nehme ich keinen Taxi dann gehe ich zu Fuß. wissen alle mein Terminkalender? ich habe ja ein Team die das wissen. Die Wissen die. Nicole braucht das morgens und sie nimmt den ersten Termin halt erst um neun oder am besten Fall sogar um zehn Uhr wenn ich nass geschwitzt bin, möchte mich nach komplett fällig machen.

Das wissen die und das ist auch der Grund, warum ich selbstständig bin. Ich möchte mir dasselbe einteilen können. Freie Lebensentscheidung! Also ich komme irgendwann noch mal dahin, dass sich so viel Sport mache, dass ich richtig nassgeschwitzt bin... Da steht jetzt Langhandeln zu Hause Leute und Stepper.

Das is life changing und es macht soviel Spaß. Aber was ich merke ist, das fand ich auch so schön in dem Emanuel-Krankenhaus. Das ist gar nicht darum gegen ... wie man es labelt, ob das Sport ist. Es war das große Thema Bewegung und dann sind wir nach Rom gehüpft und wie auch immer ein bisschen Chigong gemacht.

Und gerade diese langsame Form der Bewegungen haben mir einfach so einen Zugang zum Körper. Ich war vorher vielleicht ganz oft im Fitnessstudio aber ich war irgendwo im Außen. Das war eigentlich das erste Mal wirklich in Kontakt mit dem zu kommen was mich durchs Leben Dieser Körper, der nicht einfach eine Hülle ist.

Sondern das bin ja ich! Ich bin ja dieser King auch so toll. Das hat mir in der Kuh sehr gut gefallen. Da ist bei mir irgendwas geplatzt... einmal an, bei diesen Bewegungen so krass zu schwitzen und zu weinen. Das flosst da so raus! Fand ich ganz toll. Ich liebe Pilates, ich hab ein Trampolin zu Hause... ...ich liebe darauf zu hüpfen.

Ja, ich finde das große Thema Bewegung, Alltagsbewegung, dass ist das A und O sich selber spüren und auch genau zu spülen. tut mir das jetzt gut oder nicht? Du kannst dir ja auch einen Körpergefühl antrainieren. wenn ich heute irgendein kleinen Infekt im Meer habe. Habe ich sehr genau im Gespür hilft mir jetzt eine runde Walken draußen?

wird es davon besser oder schlechter. Das habe ich mittlerweile im Gespür und da bin ich sehr dankbar für.". Und so viel Bewegung im Kopf? Ja, nein! Ich bin fasziniert davon was du für eine Wortecrobate bist und was vorher dort alles an Bewegungen im Kopf stattfinden musst. Ich fand das ein sehr mitreisendes schönes Gespräch.

Ich könnte noch stundenlang sitzen wenn du nicht... schon wieder auf den Sprung wäre. Und ich mache heute so eine tolle Moderation und die muss ich auch noch wirklich vorbereiten, und wie ihr seht, muss sie auch noch in die Maske! Aber es war ein Traum hier mit euch... Ihr könnt ja diesen Raum nicht sehen, aber es hat gar nichts vom Podcast.

Es hat was von Kaffee trinken. Dann machen wir das jetzt jeden. Was ist heute für einen Tag? Dienstag. Jeden Dienstag? Auf dein Wort! Aber dann bitte virtuell, weil ich möchte nicht jeden Dienstag nach Berlin. Sorry! Oder ihr kommt zu mir auf den Hof. da ist es auch wirklich... Wir kommen jetzt hin und willst du das wirklich Nikolle?

Jeden Dienstag? Wenn ich dich da mit ein Lägel oder einen Schlüssel unter die Maße mache, dann macht ihr so eine gemeinsame Gemüse. Der Todmensch, der lacht auch schon jungen. Du kannst mir willkommen. Ich nehme dich wirklich beim Wort. also bis nächsten Dienstag! Ist gut, danke euch! Bis dahin Nikolll!

Vielen Dank Nikollll! Tschüss! So, und bevor wir diese Akte für heute schließen fehlt noch eine ganz wichtige Stimme. Franka Theruti kennen viele von euch wahrscheinlich durch ihren Podcast Psychologie to Go. Frankar ist Psychotherapeuten – genau wie wir Botschafterin für Pink Ribbon! Wir haben Franka nach unserem Gespräch ein paar Fragen und Gedanken aus dieser Folge mitgegeben und sie gebeten uns einfach mal zu erzählen was ihr dazu durch den Kopf geht.

Ich habe meine Mama an diese schlimme Krankheit verloren und freue mich sehr, dass ich Botschafterin für Pink Ribbon sein darf. Und auch in diesem Podcast zu Wort kommen darf! Diese Erschöpfung, die sich einstellt bei Menschen, die eine Krebserkrankung haben. Und diese Art von durchdringender Müdigkeit und Fatigue, die dann einfach einschleicht ... Die bekommt man natürlich nicht mit noch so viel Ausschlafen weg!

Das ist einfach eine Folge der Erkrankungen aber auch eine Folge dieser Behandlung. Ich glaube wenn man das einmal verstanden hat dass hier zusammenreißen oder einfach mal gründlich durch schlafen dem nicht beizukommen ist, er hat sich vielleicht dann auch schon die Erlaubnis gegeben dass das jetzt wirklich in Ordnung ist.

Also der Körper leistet gerade eine absolut gewaltige Arbeit! Er hat mit einer Erkrankung zu kämpfen, er kämpft um Gesundungen und da keine gute Idee, sich da unter Druck zu setzen. Nicole kennt viele als Frau mit ziemlich viel Energie und vielleicht ist gerade deshalb ihre Geschichte mit Fatig auch so eindrücklich?

Weil sie nämlich zeigt das Erschöpfung nichts damit zu tun hat wie willensstark positiv oder stehauf jemand isst. Manchmal kann der nächste Schritt eben nicht der große sein. manchmal ist es erst einmal überhaupt ein Schritt Und auch in dieser Folge konnten wir nur einen Ausschnitt zeigen. Wir sind ein kleines Team, können Fragen stellen, genauer hinschauen und unterschiedliche Stimmen zu Wort kommen lassen.

Rund um Fatigue gibt es aber noch sehr viel mehr Wissen, Erfahrungen und Perspektiven als in eine Podcast-Folge passen. Und damit schließen wir die letzte Akte unserer ersten Staffel! Fünf Frauen, fünf sehr unterschiedliche Geschichten – und wahrscheinlich ist nach diesen fünf Folgen vor allem eines ziemlich deutlich geworden….

Brusskrebs... ...ist nicht DIE eine Geschichte nicht medizinisch und schon gar nicht im Leben. Und vielleicht habt ihr ja auch eine Geschichte, ein Thema oder eine Erfahrung, eine Frage bei der ihr sagt, da müsst ihr unbedingt noch mal genauer hinschauen? Dann schreibt uns, teilt gerne die Akte und schaut natürlich auch gerne mal in dich schon aufs.

Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben! Wir danken auch AstraZeneca, die die Produktion dieser Folge ermöglicht haben. Inhaltlich arbeiten wir natürlich Direktionell unabhängig. Das war die erste Staffel von Akte Leben, dem Podcast von Pink Ribbon Deutschland und wir hoffen sehr nicht die Letzte!

Bis dann Tschüss.

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