Alle Zeit der Welt· Staffel 1· Folge 71

Deutscher Bauernkrieg II: Brennt die Burgen nieder

Freitag, 3. Mai 2024 · 48 min

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Shownotes

Nachdem wir in der letzten Folge die Grundlagen gelegt haben, geht es heute im zweiten Teil zum Deutschen Bauernkrieg von 1525 um den eigentlichen Aufstand, die Schlachten und die Folgen des Aufstands für die folgenden Jahrhunderte deutscher Geschichte.
• Empfehlung zum Thema "Studium Generale "1525 - Württemberg im Aufstand": youtube.com/watch?v=EZVHuaOwGEU&list=PLoM0…
#bauernkrieg #bauernrevolte #1525 #mittelalter #früheneuzeit #deutschland #europa
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Quellen & Literatur:
• zeno.org/Literatur/M/Luther,+Martin/Traktate/W…
• Bücking, Jürgen. “Der ‘Bauernkrieg’ in Den Habsburgischen Ländern Als Sozialer Systemkonflikt, 1524—1526.” Geschichte Und Gesellschaft. Sonderheft 1 (1975): 168–92.
• Karl Marx - Friedrich Engels - Werke, Band 7,S. 327-413.
• bauernkriege.de/GrosserDeutscherBK.html

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Alle Zeit der Welt. Alle Zeit der Welt. Alle Zeit der Welt. Alle Zeit der Welt. Herzlich Willkommen zurück zum zweiten Teil zum Bauernaufstand. Beziehungsweise dem großen Bauernkrieg von 1525, nachdem wir letzte Folge über die Vorgeschichte und die sozialen und ökonomischen Veränderungen im Ausgängen Mittelalter vor allem Süddeutschland gesprochen haben, geht es heute um den eigentlichen Bauernkrieg, den eigentlichen Aufstand, die Schlachten und die langen folgen davon, oder an der Klanatisa schon das Ende der Burgen in Deutschland.

Was bisher ein bisschen zu kurz kam, meiner Meinung nach, weil wir uns ja sehr auf die sozialökonomischen Gegebenheiten und Veränderungen konzentriert haben, ist die Militärtechnik. Also dass sie in der Zeit eben auch sehr viel spannendes Militärtechnisch verändert. Und das wird in der heutigen Folge, wenn wir ein bisschen über die Schlachten reden und den eigentlichen Kriegsverlauf des Jahres 1525, dann wird das glaube ich eine Rolle spielen, dass wir uns da noch kurz eindenken.

Denn das Militärwesen des Späermittelalters basierte grundlegend auf zwei Hauptzollen. Also das System davor, dem gepanzerten Ritter, der als Basal seines Lienseins ein Lienseid geleistet hat und den Kampf zieht, gemeinsam mit seiner Rotte an Kriegsknächten und Gefolge und auf der anderen Seite ein Erfolgsaufgebot.

Zum Beispiel waren die Bürger der Städte zur Verteidigung ihrer Mauern verpflichtet. Neben diesen feudalistisch geprägten Hirn, wie wir die uns klassisch vorstellen, so Mittelalter, warben Landesherren und erstarkende Städte, aber wir haben letztes Mal darüber geredet, mit dem immer wichtiger werdenden Bargeld in zunehmendem Maße eben auch besoldete Fußsoldaten für einzelne Feldzüge an und stellen dadurch das Kriegsmonopol des Ritterstandes in Frage.

Solche Söbnerhaufen waren dann ein relativ bunt gemischtes Bild und hatten keine eindeutige einheitliche Taktik oder hoffentlich einmal eine gemeinsame Sprache. Also neben militärisch ausgebildeten Berufskriegern aus Nordafrika, in den Quellen wieder Zarazen beschrieben und Genoese Armbrustschützen, also Genoa, eben eine Stadt, die ihre Bürger an der Armbrust sehr erfolgreich ausgebildet hat und die dann exportiert hat für Geld.

Neben solchen berufsprofessionellen Soldaten strücken auch immer wieder Bauern, Krieger aus irgendwelchen Aufständen, z.B. oder Waggerbunden zu den Berbern, die solche Söbnerhaufen zusammengestellt haben. Und zu der Zeit wird es aber immer wichtiger, solche Söbnerhaufen auf seiner Seite zu haben, weil wir im ausgehenden Mittelalter einige Schlachten haben oder historische Ereignisse, wo sich eben bewiesen hat, dass ein disziplinierter Haufen von Leuten mit langen Stangen und einer helle Bade oder irgendwann Spitzen dran durchaus in der Lage sind, sich mit Rittern oder schwerer Reiterei zu messen.

Die erste Schlacht, die das wahrscheinlich schon richtig bewiesen hat, war die Schlacht der goldenen Spuren vom 11. Juli 1302, in der ein flähmisches, also heutiges Belgien, den flähmisches Volks her zu Fuß, das Ritter zu tun. ein etwa gleichgroßes Französisches Ritter hier vernichten Schlug. Da wurden dann die goldenen Spuren der französischen Adelsschicht an die Bauern verteilt, deswegen heißt die goldene Spuren Schlacht.

von der Volksschicht. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik.

von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. von der Musik. Es gibt aber jetzt zu Luther, der ja ihres Pro und dann Kontra war als Reformator, auch ein berühmtes Gegenbeispiel, nämlich Thomas Münzer.

Hast du schon mal von Thomas Münzer gehört? Noch nicht. Nee. Ich finde, ich finde, ich finde. ich halte zum J entrepreneurs. Alle Fälle記得 Louis J. eine Gesamtdeutsche und ist deutlich sozial-revolutionärer herangehensweise an die Reformation als Luther und hat auch selber mit dem Schwert in der Hand gekämpft, was eine ganz spannende Dualität zwischen Briediger, Reformatorischem und Krieger ist. Am Anfang war Münzer noch Anhänger, also einer der sehr frühen Anhänger von Luther, stand dann aber zunehmend mit den Bauernkriegen in direktem Gegensatz zu ihm, weil er sich für eine gewaltsame Befreiung der Bauern einsetzte und ja, in Mühlhausen, wo er als Pfarrer tätig war, auch als Akitatorauftrat und gezielt zum Aufstand aufbief. Er versuchte in Mühlhausen,

eine gerechtere Gesellschaftsordnung umzusetzen, was ich sehr spannend fand. Privilegien wurden aufgehoben, also des Adels oder von Klöstern, Klöster wurden aufgelöst, Räume für Obdachlose geschaffen, eine Armenspeisung wurde eingerichtet und erforderte die Zitat Gemeinschaft aller Güter die gleiche Verpflichtung aller zur Arbeit und die Abschaffung aller Obrichtkeit. Also, plötzlich alles bisschen protokommunistisch an. Deswegen haben wir auch das große Gedenken an Münzer, fand deswegen auch vor allem in der DDR statt, wo er zum Beispiel auf dem 5-Mart-Schein drauf war. Und es gibt deswegen auch den Gedenktag von Münzer im Mai irgendwie im evangelischen Kalender und vor allem über die DDR wurde das auch so eine Personenkult um Münzer irgendwie geschaffen. Ich habe ja ein schönes Zitat

von ihm noch, zum Glück in modernerem Deutsch. Was tun aber unsere Fürsten? Sie nehmen sich das Regimentslicht an, hören die armen Leute nicht, sprechen nicht recht, halten die Straßen nicht rein, wären nicht mort und raub, strafen kein Frevel und Mut will, verteidigen nicht die Witwen und Weißen, helfen nicht den Armen zu Recht, schaffen nicht, dass die Jugendrecht erzogen wird zu guten. Fördern nicht Gottesdienst, so doch um solche Ursach willen Gott Uberkeit eingesetzt hat, sondern verderben allein die Armen je mehr und mehr mit neuen Beschwerden. Brauchen ihres Macht nicht zu Erhaltung des Friedens, sondern zu eigenem Trotz, dass je einer sein Nachbauern stark genug sei, verderben Land und Leute mit unnötigen Kriegen, Rauben, Brennen, Morden, das sind die Fürstlichen Tugenden.

Ja, recht hat er. Also diese komplett sinnlos gewordenen Funktionselite, die nur die eigene Machtgewinn im Sinn hat und nichts mehr mit Schutz der Bevölkerung eigentlich groß zu tun hat, zu dem Teilpunkt. Ja, am 29. April gepfüllten dann die bäuerlichen Proteste in Thüringen, wo auch Müllhausen liegt, in einem offenen Aufstand. Große Teile der Stadtbevölkerung schlossen sich den Aufständigen an. Gemeinsam zogen sie durch die Lande und stirbten das Schloss des Grafen von Schwarzburg. In den folgenden Tagen sammelte sich eine große Zahl von Aufständischen auf den Feldern rund um die Stadt. Als Münster am 11. Mai mit 300 Kämpfern aus Müllhausen eintraf, lagern noch mehrere Tausend Bauern der umliegenden Gütern auf den Feldern

und Weiten. Fesselwitzstimmung, stelle ich dir auf jeden Fall vor. Am Ende war das Bauern und Stadt hier, also hier sehen wir der Kooperation in diesem Bereich zwischen der Stadtbevölkerung und den Bauern, das ist nicht überall so. Gerade Städte im Südwesten, die sehr fortschrittlichen Anführungszeichen zu der Zeit sind, viele von starke Händler-Schicht haben, die im Bürgerrat sitzen und so widersetzen sich die Städte auch ganz gezielt und sind die, die den Bauernaufstand am härtesten mit bekämpfen. Aber hier in Thüringen sehen wir da einfach die Kooperation.

Der Landgraf Philipp von Hessen und Herzog Georg von Sachsen waren aber Münster zu dem Zeitpunkt schon auf der Spur und lenken jede Landsknechtstruppen in Richtung Frankenhausen. Am 15. Mai besiegten gemeinsame Truppen von Landgraf Philipp im Irsten und eben Herzog Georg Herzog von Sachsen, die Bauern unter Münster bei Frankenhausen in der Grafschaft in Schwarzwaldburg. Von den Truppen der Fürsten, das waren fast 6000 Landsknechtzöltner, die angeheuert wurden mit Geld, die, die sehr erfahren waren professionelle Soldaten, gut ausgerüstet, gut bezahlt. Die Bauern hatten im Vergleich zu den natürlich keine große militärische Erfahrung, weil sie ja wahrscheinlich noch nie im Krieg waren oder wenn sie mal ein paar

Menschen auf der anderen Seite durchgemacht haben als Stadtbewohner. Die Opferzahlen von dieser Schlacht sind recht unzuverlässig, aber die Schätzung reichen von 3.000 bis 10.000 Totenbauern und Stadtbewohnern, also einem extremen Massaker, nach den gebrochen und verfolgt wurden dann auch von den Reitern. Die Landsknecht und die Truppen der Fürsten hatten 6 Opfer zu beklagen, von denen 2 nur verwundet waren, also 4 Tote und 2 verwundete Schuhen. Im Vergleich zu 3.000 bis 10.000 Toten auf der anderen Seite, also ein extremen Fiasco, eine totale Niederschlagung und hier sehen wir den Unterschied zwischen den, die ditmarsche Bauernrepublik, die wir mal in Folge machen werden, hat sich sehr erfolgreich gegen ein zahlmäßig überlegenes Heer aus

Dänemark zur Wehrgesetz, die Husiten haben teilweise, also da sehen die Verhältnisse anders aus, da sind 3 Knappen und 2 Frauen aus der Küche und also so 5 Leute auf so einem Wagen oben auf dem Hügel und die schlagen irgendwie 30 Ritter zurück, erfolgreich und hier haben wir bei den deutschen Bauernaufständen immer das extreme Gegenteil davon, die Bauern schaffen, kommen auf keinen grünen Zweig auf dem Schlachtfeld. Es ist als hätte Lutters Fluch wirklich funktioniert, den er ausgesprochen hat in seinem Schrift. Das Ganze führt dann dazu, dass Münzer auch gefangen genommen wird kurz nach der Schlacht, er wird extrem gefoltert und am 27. Mai in Mühlhausen dann hingerechnet. Damit ist der Aufstand in Thüringen beendet, weil katastrophale Niederlage.

Die Schlacht bei Böblingen ist so ein bisschen das Äquivalent, eine Stiftivalenz im Südwesten Deutschlands, wo ja auch das Zentrum des Aufstandes mitlag. Die Schlacht bei Böblingen am 12. Mai 1525 war vielleicht obforzalttechnisch die größte Schlacht des Krieges. Der vorhin schon erwähnte Trostes von Waldburg hatte seine Lage in Rottenburg aufgeschlagen, ob der Tauber und die Bauern bekamen das mit und marschierten ihm entgegen. Das Problem der Bauern hier, was sie immer wieder haben, ist, dass sie sich aufteilen. Auch in diesem Fall teilt sich das Bauern hier in drei bis vier Gruppen auf und werden dann einzeln eingekesselt und geschlagen von den Truppen des Waldburger Truchs und des Schwäbischen Bundes. Während das Bauern hier 3000 Bauern verloren hat, hier gehen auch die

Schätzungen zwischen 2.000 und 9.000 weit auseinander, hat der Bund nicht mehr als 40 Soldaten verloren. Ja, mit schmerzhaften Niederlagen sind das... Das sind so Niederlagen, wie, keine Ahnung, in so einem Anime oder so, wo der einhält, 10.000 Gegner vernichtet. Ja, also es kam auf keinen grünen Zweig.

Und auch die in der letzten Folge schon erwähnte Schlacht bei Würzburg dann am 4. Juni gegen den hellen Sichten Haufen, den unser lieber Götz von Berliching angeführt hat und der sich ja dann kurzfristig verpisstert über Nacht und am nächsten Tag kam es zu großes Schlacht und da verloren die Bauern auch innerhalb von wenigen Stunden 8.000 Mann. Ja, wir sehen, die Bauern hatten keinen Erfolg gegen die professionellen Angeheuerten sollten und wer hat die bezahlt nochmal? Ich glaube, ich habe es jetzt in der anderen Folge größtenteils erwähnt, aber die wurden von einem Fugger mitfinanziert. Also wir sehen hier ganz klar, dass dieser Gesellschaftskonflikt auch auf dem Schlachtfeld ausgetragen wird und mit sehr

ungleichen Mitteln, wie sehr erfolgreichen, sehr reichen Handelsgesellschaften finanzieren für den Adel, die Soldaten, für den schwerbischen Bund, das Heer zum Beispiel, um die Aufstände niederzuschlagen und um ihren gesellschaftlichen Vorteil und ihre Stellung, ihr zu den Machtzuwachs zu erhalten. Ohne dabei aber selber so gezielt Zentrum der Aufmerksamkeit der Bauern zu werden. Bis zum September 1525 kam es dann zu immer wieder kleineren Aufständen, die aber alle militärisch niedergeschlagen wurden und nie wieder die Größen von 1525 erreicht haben. Was macht man jetzt?

Jetzt wurden die niedergeschlagen, du hast eine extrem unzufriedene Bevölkerung, die jetzt einfach befriedet wurde mit Gewalt und ganze Landstriche sind wahrscheinlich entvölkert von den Verlusten da oder da fehlt auf jeden Fall einigen Dörfern jetzt. Die Todeszahlen insgesamt werden zu zwischen 70 und 80.000 geschätzt. Was bedeuten würde, dass in den Aufstandsgebieten 2,5 bis 3 Prozent der Gesamtbevölkerung durch die Bauernaufstände innerhalb von einem Jahr getötet wurden?

Ja, das ist crazy. Das ist crazy und das wird 100 Jahre später im dreisegierigen Weg noch mal schlimmer, wenn in diesen Gebieten, wo jetzt auch Bauernaufstand gemacht wurde von Südwesten nach Nordosten in Deutschland teilweise 2 Drittel der Bevölkerung entvölkert werden. Also im Vergleich zum 30-jährigen Krieg sind auch 30 mal so lang wie dieser Aufstand, aber sehen wir da schon einen Ausblick auf die extreme Gewalt, die in diesen Gebieten dann erlieren wird für eine lange Zeit.

In einem Jahr, halb Prozent der Gesamtbevölkerung. Also vom gesamten heiligen römischen Reich waren es nur so 0,7 Prozent oder so. Aber in den Aufstandsgebieten wusste da, obwohl du es auch gemerkt hast, wo ja auch in 2 bis 3 Prozent der Leute gefehlt haben auf einmal tatsächlich im Alltag. Ja, und gleichzeitig sind viele der Bauern, die geschlagen wurden, haben sich dann geheim in die Wälder zurückgezogen und haben Räuberbunden, Räuberbanden gegründet und so diese Idee, dass es gesetzlos in dem Wald lebt und unter Leute überfällt, dass die Bauern-Truppe wird da in Folge der Bauernaufstände nochmal geschaffen in Deutschland auch. Viele der Strukturen der bäuerlichen Selbstbestimmung werden endgültig abgeschafft regional, was dazu führt, dass 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung von

irgendwelchen basisdemokratischen Prozessen, die es dann doch schon gab, auf regionalem Ausgeschlossen wurden werden. Weil da das Kapital, das Geld der Fokker und die Oberschicht mit ihren Söldnern gewonnen hat, haben dann die Bauern gar nichts mehr zu sagen und alles wird gegen ihre Forderungen noch verschärft und noch radikaler durchgesetzt. Der Abkehr von Luther dann auch von der Massenbebegung der Reformation und von den Bauern wird die Reformation, wie schon erwähnt, zu der Reformation von oben durch die Fürsten und die Reformation verspielt sich damit vor allem im süddeutschen Raum sehr viel Popularität unter den Bauern. Das darf man nicht unterschätzen. Der Grund, warum Süddeutschland so katholisch noch ist, ist quasi schon auch in die Harfsburge natürlich,

aber im Erweiterten auch das verlorene Vertrauen der Bauern hier in Luther und die Aufstände. Die haben sich selbst ja als evangelische Bauerngemeinschaft bezeichnet und so und wurden da von ihren Vorbildern verraten tatsächlich. Die Niederlage war sogar so radikal, dass es in den nächsten 300 Jahren kaum noch zu großen Bauernaufständen kommen wird in Deutschland. Siegtauch da die Haushalte mussten pro Haushalt 6 bis 10 gulden Schadensersatz zahlen und hatten darüber auch noch andere. Die waren alle hochverschuldet nach dieser Niederlage und davon konnten die sie auch finanziell ganz lang nicht mehr erwohnen, weil jetzt waren sie wirklich, also jetzt waren wirklich alle Privilegien weg, die man sie in 14 Jahren noch erarbeitet hat vielleicht. Auch die verstärkten Auswanderungswellen

nach Nordamerika im 17. und 18. Jahrhundert werden hier schon so ein bisschen angelegt aus dem Südwesten, weil du da ganz starke Strukturen bekommst, die sich über Jahrhunderte nicht mehr richtig verändern, trotzdem extrem Bevölkerungswachsum hast und du dann da immer mehr Hungersnöte im Südwesten auch immer wieder hast und viele der Bauernfamilien zu der Zeit gehen dann auch in die Schweiz aus dem Südwesten und ziehen noch mal tiefer in die Berge. Die Wurzel dieser großen Amerikaauswanderer aus Südwesten liegt so auch ein bisschen, da wir das die Strukturen, die nach dem Bauernaufstand im Gescheiterten geschaffen wurden, ja, so wenige Freiheiten den Bauern ermöglicht haben, langfristig.

Ein extrem spannenden Punkt, was ich fand, war, dass der Bauernaufstand zum Ende der Burgen in Deutschland geführt hat. Also wenn man sich so fragt, warum gibt es eigentlich so viele Burgroinen in Deutschland? 15, 25 Freunde, 15. Es war eine verheerende Zeit für Bürger, Burgen und Kloster. Insgesamt wurden etwa 1000 Burgen und Kloster 15, 24 und 25 teilweise oder vollständig zerstört.

1000 in anderthalb Jahren. Ja, Bambäger. wurden Mitte Mai innerhalb von nur 10 Tagen fast 200 Burgen zerstört oder beschädigt. Fünf, fünf, fünf. Die haben 20 Burgen am Tag weggemacht. Im thürigischen, halberstädtischen und wernigenerhodischen zählte man allein rund 300 zerstörte Klöster. Da sieht man auch, wie viel zu viele Klöster es vorher gab.

Es gab einfach extrem viele Klöster überall und Burgen und alle wollten irgendwelche Steuern von dir haben. Also da, kein Wunder, dass da die Wut sich darauf als erstes gerichtet hat. Und damit war die große Zeit der mittelalterlichen Burgen vorbei. Das war damit beendet mit dieser Zerstörungswelle. Stattdessen wurden nun Schlösser bzw. Festungen errichtet.

Schlösser als Landsitze und Festungen, um dafür zu sorgen, dass die Bauern es nicht so einfach haben, wenn sie nächstes Mal wiederkommen. Dass die nachhaltigste Zerstörungswelle deutsche Burgen jemals. Am Ende führt die Niederlage der Bauern dazu, dass der Grundstein für den Vermögenszuwachs bei den siegreichen Adligen hier führen.

Also es kommt zu einer Umverteilung von unten nach oben. Die verlorenen Bauern, die nicht tot sind, müssen jetzt mehr Geld, mehr Abgaben und Extraschulden begleichen bei den Adligen, die sie gerade niedergeworfen haben. Ganz spannend, es gab den Geismayer. Da bin ich jetzt heute in der Folge nicht weiter drauf eingegangen.

Das war so ein süddeutscher Schweizer Bauernanführer, der es dann geschafft hat, am Ende über die Alpen nach Italien zu kommen, glaube ich. Und da habe ich einen sehr unterhaltsamen Ausschluss, nach dem es ein bisschen tragisches Thema ist, wo wir sehen, nichts lief gut. Die Forderungen waren eigentlich ganz vernünftig und am Ende wurde alles niedergemacht mit extremem Verlust bezahlt.

Und noch so ein kleiner, lustiger Ausblick, den ich auch bei Bücking gelesen habe. Also nach der Niederlage von Geismayer. Jonas will es mal vorlesen nach dem. Nachdem auch dieser Resttrupp vor Radstadt geschlagen war, ergab sich der eine Teil den Siegern auf Gnade und Ungnade. Der zweite Teil unter Geismayer flüchtete über das Pustertal in die Republik Venedig.

Der dritte Teil hoffte, als Outsider zu den Türken oder zu den roten Juden in Amerika entkommen zu können. Wer sich von dem Resttrupp zu den Incas oder Mayas zu Flüchten anschickte, von denen traf die Charakteristik der Sieger durchaus zu, wonach jene nichts zu verlieren haben. Ja, also eine lustige Vorstellung, dass die von roten Juden in Amerika geredet haben.

Ich denke, what the fuck? Ja, aber zu schiff, schiff, schiff. So ein ganz kleiner Einblick in die Untiefen eines Weltbildes, eines Schweizer Bauerns, der 2016 Jahrhundert bekommt, wenn man sich das anschaut. Aber auch spannend, dass es durchaus diese überregionalen Ideen da gab. Wenn es gescheitert und ich ins Exier muss, wo gehe ich denn hin?

Ja, vielleicht gehe ich in die Türkei, die zu den ultimativen Feinden erklärt werden immer, aber da bin ich auf jeden Fall aus der anderen Seite oder die beiden Enden der Welt. Im Osten ist es Osmanische Reich, als der große andere und im Westen, das zu diesem Zeitpunkt seit 30 Jahren erst entdeckte Amerika.

Also du musst dir vorstellen, wir reden 15, 25. Vor 30 Jahren ist Kolumbus, hat für Europa überhaupt real gemacht und 30 Jahre später überlege sich Bauern in der Schweiz nach einem gescheiterten Aufstand, dass man doch dahin entkommen könnte. Da kannst du dir auch vorstellen, was das für einen extremen Pullfaktor für alle, die nicht ins europäische System gepasst haben, hatte.

Dann geht man nach Amerika. Das beginnt jetzt zu diesem Zeitpunkt eigentlich diese Idee. Und ja, wird sich die nächsten 300 Jahre dann halten. Wir werden das sehen nach 1848 sieht man das wieder, dass die gescheiterten Aufständischen nach Amerika gehen. 1871, die Pariser Kommune gehen ganz viele, der gescheitert nach dem Aufstand, alle die nicht erschossen werden, gehen nach London oder nach Amerika.

Und wir sehen immer wieder das Auswanderungswellen der Radikalien. Ich meine die die Puritane, die aus England nach Amerika kamen, kamen ja da auch hin, weil sie in England mit ihrer extremen Auslegung des Reformatismus angeeckt sind. Also von Anfang an eigentlich diese Idee, dass die extremen aus Europa nach Amerika geschickt werden, ganz spannende Idee. Und man lacht immer so ein bisschen über Australien und sagt, das ist ja so ein bisschen die Gefängniskolonie der Engländer und so.

Aber tatsächlich war Amerika im Großen und Ganzen für Europa und die europäischen Monarchien ja lange Zeit das so der Adventil, wo man die unliebsamen Leute hinschickt. Die Franzosen haben die lange Zeit statt einer totischen Strafe zu verhängen. Im Absolutismus die Leute in die Erekononien geschickt.

Dann kam es halt nach Guyana oder nach Louisiana oder so und musste es dort arbeiten, aber Zwangsarbeit verrichten. Aber statt dich hinzurichten, hast du vorhin auch zwei Jahre lang Straßen bauen können, bevor du an Malaria gestorben wirst. Das kam der Totenstrafe teilweise auch gleich. Ja, so viel dazu. Bauernaufständig oder was ist dein Bild davon?

Was hast du heute gelernt? Gib mir noch einen schönen Ausblick. Ja, also es ist ja alles sehr tragisch zu Ende gegangen, auch wenn sie mit guten Absichten gestartet sind. Ja, das lässt mich ja eher so ein bisschen enttäuscht zurück. Einerseits, dass der kleine Mann verloren hat, sich seine Rechte nicht erkämpfen konnte, sondern nochmal zurückgeworfen wurde und das es dann nochmal gedauert hat.

Man sieht wieder, Entwicklung verläuft nicht linear, nirgends. Es ist ja ein bisschen besser geworden, aber ich glaube, wir haben immer noch ein bisschen Strecke zu gehen. Ja, und die Spannende ist halt, dass der Bauernaufstand dann zum Beispiel von den völkischen Autonen in 20er und 30er Jahren, 40er Jahren so vereinnahmt wurde, dass sie gesagt haben, na ja, jetzt haben die Bauern durch die Nationalsozialistische Revolution, die ja immer aber schon darüber geredet, auch mit der Folge zu 1933, dass die Nazis ihn versucht haben, ihre Machtergreifungen, ihre Machtübernahme ihren Kuhn, auch als Revolution darzustellen, obwohl das das eigentlich nicht war, oder nicht den klassischen Ideen alter Revolution entspricht.

Und da hat es ja gut reingepasst, sich auf die Bauernaufstände zu beziehen und zu sagen, damals wurde dafür gekämpft, jetzt ist der Bauer endlich da, wo er ist, sondern kann man diese antisemitischen Anklänge auch schön aufnehmen der Bauern und sagen, guck mal, die haben es damals auch schon gewusst.

Und wir machen jetzt hier Blut und Bodenpolitik und damit ist endlich der Bauernaufstand irgendwie Realität geworden, was natürlich auch ganz selektiv die Seite rauspickt, auf die sie Lust haben. In der DDR wurden dann Leute starke Macht, die die Soziale evolutionären Aspekte hochgehalten haben, wie Münzer zum Beispiel, und dann gibt es Denkmäler für Münzer und da wird er als Protokommunist gefeiert und gesagt, hier haben sich eigentlich schon die rechtmäßigen deutschen Bestrebungen nach Kommunismus ausgehend mit der frühen Neuzeit irgendwie angebrochen.

Und jetzt haben wir in der DDR endlich geschafft, die Zielebauernaufstandes zu perfektionieren. Also man kann sich da immer sehr schön drauf beziehen und sagen, jetzt sind wir dort angekommen, was die Bauern wollten. Der Wald wurde uns immer noch nicht und war da immer noch nicht überall, ich brauche mal einen Anglerschein, um zu fischen.

Ich weiß nicht, ob alle Punkte der Bauern jetzt so umgesetzt wurden. Die Frondienste wurden abgeschafft, Halleluja. Von daher könnte man auch sagen, heute, heute wurden eigentlich wie in der perfekten Welt der Bauern, aber das bezweifle ich auch, die hätten bestimmt auch einige Sachen wieder auszusetzen.

Was könnten sich denn die heutigen Bauern mit den Bauern protesten? Was könnten die sich abschauen? Oder welche Forderung? So kann das mit den Allmenden, ich könnte mal wieder einführen. Ich weiß nicht, ob das den Bauern heutzutage passen würde, aber das wurde auch... Das ist mir allmenden ist eine gute Idee, wir haben das Land jetzt schon ganz schön verteilt.

Wir überlegen, wem nimmt man das wieder weg, wenn das Gemeinschaftsland ist, wer hält die Gemeinde davon ab, direkt das nächste Wohngebiet drauf zu puttern? Ja, aber ich finde, die heutigen Bauern- protesten sollten sich auf jeden Fall die Bauern-Kriege genau anschauen und sich überlegen, ob man gegen professionelle Söldner ins Kreis zieht oder ob man sich das nochmal überlegt, weil ich glaube, so eine Panzerfaust richtet an so einen Traktor doch ganz schön Schaden an.

Also ich habe die Videos gesehen, die Streifenwagen kann man ganz gut drippeln mit so einem Traktor, aber sobald ein Panzer vorfährt, hat man glaube ich schlechte Chancen. Wird schwer. Ich würde den Bauern vielleicht empfehlen, demokratische Wege zu gehen. Also die Forderungen von Münzer, aber vielleicht nicht so katastrophal fehlkalkulieren, wie die Schlacht ausgeht.

Im Endeffekt war halt leider, wie in Deutschland so oft, Luthers Weg der erfolgreichere Weiler sich durch eine Oberschied verbindet hat. Und das sehen wir ja auch, also hier keine Ahnung, Deutschland erfindet die Krankenkrasse und die allgemeine Sozialversicherung und solche Sachen, die er macht ist, die Ultrakonservativen unter dem Druck einer linken Opposition.

Es passiert aber nicht die Linkenführendes ein, sondern es führt die Konservativen, der Bismarck führt das ein, um der SPD das Wasser abzugraben. Und auch die Revolution von 1848, wo versucht wurde, basisdemokratisch irgendwas zu reißen und am Ende des preußische Truppen niedergeschlagen haben. Und wir dann nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg in der Weimarer Republik auch wieder eigentlich, ja klar, matrosen Aufstände und so, aber schon auch wieder eine Weimarer Republik von oben bekommen im Großen und Ganzen.

Und ja, nach dem zweiten Weltkrieg auch wieder die Demokratie, die uns, die von den Siegermächten instituiert wird, also die deutsche demokratische Tradition, so stolz immer wieder auf die zurückgeblickt wird, ist jetzt wenig vom basisdemokratischen Siegen geprägt. Das muss man leider so festhalten und die Bauernkriege hatten den Ansatz, die wollten ja auch jetzt, wie gesagt, nicht alle die Münze komplett die Gesellschaft verändern, die wollten ja teilweise auch einfach nur weniger Frondienste und Repribilägen aus dem Jahrhundert davor erhalten.

Und was wir in den Bauernaufständen sehen können, ist auf jeden Fall, dass eine breite Front in der Gesellschaft gab, weil die makroökonomischen Bedingungen sich radikal verändert haben und damit eine breite Unzufriedenheit auch geherrscht hat, über verschiedene, zwischen teilweise Stadtbevölkerung und Landbevölkerung wie in Thüringen oder so.

Und wir damit schaffen, so eine Querfront zu bilden, die über die klassische Ständegesellschaft hinausgeht, wo es sagt, wir haben doch eigentlich, wir leiden doch unter den gleichen Brotpreisen, wir haben hier eine Gemeinsamkeit, egal ob du in der Stadt wohnst und Geselle bist oder auf dem Landschutz gerade, wo ich glaube, das kann man auf jeden Fall mitnehmen.

Das kann man mitnehmen, das ist da eine, also über verschiedene Interessen, über in einer sehr partikulierten Gesellschaft, die davon gelebt hat, dass es diese sehr klare Einordnung und das Gegeneinander auch gab, der Stände und diese Konkurrenz wird mit den Veränderungen, werden da auch breitere Fronten möglich.

Ja, und leider ist das unerfolgreich organisiert. Wir werden uns in der Zukunft mal, wie gesagt, in der Dittmarischen Bauernrepublik und mit Huss und auch genau beschäftigen, um ein paar erfolgreiche Bauern hier in uns anzuschauen. Aber der deutsche Bauern auch stand im Südwesten, gibt das leider nicht her.

Ja, das war so viel. Lasst uns gerne gute Bewertung da. Wir arbeiten an der Soundqualität und hätten gerne wieder 4,9 Sterne bei Spotify, von daher lasst uns da gerne 5 Sterne Bewertung da. Auch sonst, egal wo ihr uns hört, folgt uns, kommentiert, teilt das Ganze gerne mit euren Freunden oder Freundinnen oder Eltern oder wer auch immer sich dafür interessieren könnte.

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Ansonsten bis nächste Woche, Jonas. Bis nächste Woche, wir arbeiten an der Reduzierung der... Bis bald. Tschüss.

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