
Allgemeinwissen klar und deutlich· Staffel 1· Folge 16
Was ist Kommunismus? Einfach erklärt
Mittwoch, 18. März 2026 · 10 min
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Shownotes
In dieser Folge erkläre ich dir ganz einfach, was Kommunismus ist.
Du erfährst:
– Was die Grundidee hinter Kommunismus ist
– Wer Karl Marx und Friedrich Engels waren
– Wie Kommunismus in der Realität umgesetzt wurde
– Warum es Probleme gab
– Und was wir heute daraus gelernt haben
Alles wie immer: klar, verständlich und ohne komplizierte Begriffe.
Wenn du Themenvorschläge hast, schreib sie gerne in die Kommentare.
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Willkommen bei Allgemeinwissen, klar und deutlich. Ich erkläre große Themen einfach, klar und ohne Fachchinesisch. Ein Hörer hat sich diese Folge gewünscht, danke für die Idee, wenn du auch Themenvorschläge hast, schreib sie gern in die Kommentare. Warum besitzen manche Menschen Villen und Privatjets, während andere hart arbeiten und trotzdem kaum ihre Miete bezahlen können? Diese Frage ist nicht neu, sie beschäftigt die Menschheit seit Jahrhunderten, im 19 Jahrhundert entstand daraus eine Idee, die die ganze Welt verändern sollte, der Kommunismus, dieses Thema wirkt oft kompliziert, weil viel darüber gestritten wird. Aber wir schauen uns das heute ganz in Ruhe an. Ich habe die Folge in 5 Kapitel
unterteilt, damit wir Schritt für Schritt verstehen, was dahinter steckt, wie es funktionieren sollte und was in der echten Welt passiert ist. Kapitel 1 die Kernidee das Beispiel der Weberei, um den Kommunismus zu verstehen, müssen wir uns in das Jahr 1850 zurückversetzen. Überall in Europa entstehen riesige Fabriken.
Stell dir eine Weberei vor, in dieser Weberei stehen Hunderte webmaschinen, sie gehören einem einzigen Mann, dem Fabrikbesitzer. In dieser Fabrik arbeiten hunderte Menschen, oft 14 Stunden am Tag, sie weben Stoffe, die der Besitzer teuer verkauft, doch die Arbeiter bekommen nur einen winzigen Lohn, gerade genug, um nicht zu verhungern. Die Maschinen, die Gebäude und das Geld am Ende des Tages gehören allein dem Besitzer.
Denker des Kommunismus sagten damals, das ist ungerecht, denn ohne die Arbeiter würde kein einziger Meter Stoff entstehen, die Maschinen nannte man Produktionsmittel, das ist ein kompliziertes Wort für alles, was man braucht, um Dinge herzustellen, Werkzeuge, Fabrikhallen, Boden und Rohstoffe. Die Kernidee des Kommunismus lautet, diese Produktionsmittel sollten nicht einer einzelnen Person gehören, sondern allen gemeinsam.
Wenn die Weberei allen gehört, dann wird auch der Gewinn unter allen aufgeteilt. Das Ziel ist eine klassenlose Gesellschaft, das bedeutet, es gibt keine reichen Chefs und keine armen Arbeiter mehr, alle sind auf der gleichen Stufe, Kapitel 2. Wer hat es erfunden? Marx und Engels, die beiden bekanntesten Namen, die du in diesem Zusammenhang kennen musst, sind Karl Marx und Friedrich Engels. Die beiden waren deutsche Denker, die das Elend der Arbeiter in den Städten mit eigenen Augen sahen. 1848 schrieben sie ein berühmtes Heft, das kommunistische Manifest.
Ein Manifest ist einfach eine öffentliche Erklärung von Zielen. Marx beobachtete etwas, das er Mehrwert nannte. Er erklärte es so, wenn ein Arbeiter einen Stuhl baut, ist der Stuhl am Ende mehr wert als das Holz, aus dem er besteht. Dieser zusätzliche Wert entsteht durch die Arbeit. Marx sagte in unserem aktuellen System, dem Kapitalismus, steckt sich der Chef diesen Mehrwert ein. Der Arbeiter sieht davon nichts.
Marx glaubte, dass sich die Arbeiter irgendwann zusammenschließen würden. Er nannte das eine Revolution, um dieses System zu beenden. Wichtig ist. Marx lieferte vor allem eine Analyse, er war wie ein Arzt, der eine Krankheit untersucht und sagt, das läuft schief, er gab aber keine ganz genaue Anleitung, wie genau ein kommunistischer Staat jeden Tag funktionieren sollte.
Das mussten spätere Politiker selbst herausfinden. Und dabei begannen die Probleme. Kapitel 3, wie man es praktisch versucht hat, die Planwirtschaft, wenn alles allen gehört, wer entscheidet dann, was produziert wird in unserer Welt? Heute entscheiden das meist die Firmen, wenn viele Leute Turnschuhe kaufen wollen produzieren die Firmen mehr Turnschuhe um Gewinn zu machen.
Das nennen wir Marktwirtschaft. Im Kommunismus wurde das anders gelöst. Mit der Planwirtschaft, stell dir vor, ein großes Amt in der Hauptstadt macht einen Plan für die nächsten 5 Jahre. In diesem Plan steht, genau wie viele Brote werden gebacken, wie viele Traktoren werden gebaut und wie viele Paar Schuhe braucht das Volk.
Die Idee dahinter klingt logisch. Man will Verschwendung vermeiden, es wird nur das gemacht, was wirklich gebraucht wird. Niemand soll arbeitslos sein, weil der Staat jedem eine Aufgabe im großen Plan gibt, aber die Praxis war schwierig, ein Amt kann kaum wissen, ob in einem kleinen Dorf plötzlich die Wasserleitungen kaputtgehen oder ob die Menschen lieber blaue statt graue Pullover tragen würden.
Die Folge waren oft lange Schlangen vor den Geschäften, weil es von manchen Dingen zu wenig gab, während von anderen Dingen viel zu viel produziert wurde, was niemand wollte. Es fehlte der Anreiz, Dinge besser oder schöner zu machen, weil es keinen Wettbewerb gab. Kapitel 4 die großen Beispiele Sowjetunion und China im 20. Jahrhundert versuchten viele Länder, diese Ideen umzusetzen. Die 2 größten Beispiele sind die Sowjetunion und China. Schauen wir uns die Sowjetunion an, das heutige Russland und seine Nachbarn nach einer Revolution im Jahr 1917 übernahmen die Kommunisten unter Führung von Lenin die macht, sie wollten aus einem armen Bauernland einen modernen Industriestaat machen, und das
schafften sie auch teilweise in Rekordzeit wurden Kraftwerke, Brücken und Stahlwerke gebaut. Die Bildung wurde für alle kostenlos und fast jeder lernte Lesen und schreiben, aber der Preis war schrecklich hoch, besonders unter dem Herrscher Josef Stalin wurde das System extrem grausam. Bauern wurden gezwungen ihr Land abzugeben, wer widersprach, kam in Arbeitslager, die man Gulags nannte oder wurde getötet durch Fehlplanungen und Zwang gab es riesige Hungersnöte, bei denen Millionen Menschen starben. In China war es ähnlich.
Mao Zedong wollte mit dem Projekt der große Sprung nach vorn das Land modernisieren, doch auch hier führte der Zwang und die falsche Planung zu einer der größten Hungersnöte der Geschichte. Später folgte die Kulturrevolution, in der alles alte bekämpft wurde, was zu Chaos und Gewalt führte. Wir sehen also die Idee von Gerechtigkeit führte in der Realität oft zu einer Herrschaft von wenigen Politikern, die mit eiserner Hand Vorgaben, was die Menschen zu tun und zu denken hatten.
Die Freiheit des Einzelnen wurde der Idee des Staates untergeordnet Kapitel 5 was wir heute daraus lernen heute gibt es kaum noch Länder, die einen reinen Kommunismus verfolgen. Nordkorea ist noch ein sehr strenges Beispiel. China nennt sich zwar noch kommunistisch, lässt aber in der Wirtschaft viel Wettbewerb und Privatbesitz zu, um reich zu werden. Was bleibt also von der Idee, viele moderne Staaten haben sich Teile der Kritik von Marx zu Herzen genommen? In Deutschland haben wir zum Beispiel die soziale Marktwirtschaft.
Das bedeutet, wir haben Wettbewerb, aber der Staat greift ein, damit es keine Kinderarbeit gibt, damit Kranke versorgt werden und damit arbeitslose Geld zum Leben bekommen. Die Lehre aus der Geschichte ist, Gerechtigkeit ist wichtig, aber ohne Freiheit und ohne die Möglichkeit, dass der Einzelne für seine Mühe belohnt wird, funktionieren große Gesellschaften oft nicht gut.
Die Konzentration von zu viel macht bei einer kleinen Gruppe von Planern führte fast immer zur Unterdrückung. Die Grundfrage bleibt trotzdem aktuell. Wie verteilen wir den Reichtum der Welt, so dass alle ein würdevolles Leben führen können? Darauf suchen wir als Gesellschaft noch immer die beste Antwort, wenn du tiefer in die Geschichte eintauchen willst, kann ich eine eigene Folge über Karl Marx, über den Alltag in der DDR oder über die Geschichte Chinas machen oder einfach ein komplett anderes Thema deiner Wahl? Schreib mir einfach, was dich am meisten interessiert, das war Allgemeinwissen, klar und deutlich mit der Folge was ist Kommunismus einfach erklärt.
Vielen Dank fürs Zuhören, bleib neugierig und bis zur nächsten Episode.