Aufrechte Demokraten· Folge 10

Brennende LKWs & Goldene Jahrzehnte

Dienstag, 2. Dezember 2025 · 58 min

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Shownotes

Sind wir der Demokratie überdrüssig? Ist die Zeit für Sonntagsreden vorüber?Die Deutsche Bahn ist so unpünktlich, das Ole wieder auf Auto umsteigt – um prompt in eine Vollsperrung zu brettern. Simon hingegen blickt auf das Leben seines Opas und erkennt die einmaligen kosmologischen Konstanten wieder, die in der Politik aber für einen erreichbaren Dauerzustand gehalten werden. Wo reiht sich hier der Glaube an die Demokratie ein, die lautstark in größtem Kitsch von Demokratieinfluencer:innen aller Art beschworen wird?

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Oh Simon, ich muss ich. Ich würde gerne freudiger einsteigen, aber es ist wirklich. Also es war gestern wirklich gottlos. Ist OK. Also ich hab morgen ich hab NN auftritt in Flensburg von Rheinland Pfalz aus ist das echt weit weg und da dachte ich mir der Deutschen waren also bei 2 Umstiegen, das kann ich ihr nicht zutrauen.

Also es ist ja wirklich so letzten Monat 50% unpünktliche Fernzüge also es ist wirklich Fifty fifty ich kann ne Münze werfen und dann überlegen ob ich ankomme oder ob ich nicht ankomme. Und wenn ich halt so eine lange Fahrt habe und auf einer Veranstaltung irgendwie einen frühen Abend da sein muss und ich nicht um 05:00 Uhr also aufmachen will, dann denke ich mir, nee, mache ich es ein bisschen anders und dann habe ich gestern Abend spontanst entschieden, dass ich auf halbe Strecke fahre bis nach Göttingen, da ein Hotel nehme mein also mein Auto dann stehen lasse und dann von dort eben dann über Hamburg nach Flensburg fahre. Und es ist ja sowieso für mich ne krasse Entscheidung gewesen, dass ich überhaupt jetzt

vermehrt mit dem Autofahrer, ich bin ja noch stolzer Besitzer einer Bahncard, 100. Das hat sowohl idealistische als auch bürokratische Gründe. Also ich würde, also ich würde sagen, wenn die große Revolution kommt, die Bahncard 100 für alle muss drin sein. Muss bleiben, weil. Es ist ja schon geil. Du kannst einfach in jeden Zug reinsetzen und einfach fahren und das ist für mich der Inbegriff von Public Transportation.

Genau, einfach reinsetzen, losfahren. Bezahlt von unseren Steuergeldern, fertig, so wäre eigentlich das ideal. Die Realität sieht aber anders aus. Du weißt ja wie es ist. Bahn seit 90er Jahren privatisiert und seitdem wurde einfach nichts mehr da rein investiert, Investitionsstau 96 Milliarden was die jetzt für Pustbeträge bekommen haben hier von den von diesem riesigen Infrastrukturpaket ich denk mir so nein das ist nicht riesig, das ist das ist gemessen an dem was wir brauchen n Tropfen auf den heißen Stein bisschen vertrieben gesagt und dann bin ich halt beruflich auf diese Bahn angewiesen die einfach nicht kommt also falsch im Auto.

Ich meine, ich wohne eher auf dem Land. Man brauchte einfach ein Auto, da gibt es ja gar nichts. Also da kannst du eh knicken und es gab ja mal so bei uns in dem Kreis auch die Idee von so sammeltaxis, weißt du, dass du so beim Busunternehmen anrufst? Und dann kommen die eine Stunde oder 2 Stunden später und haben halt ein Busschen und dagegen haben aber die Taxiunternehmen geklagt, weil die meinten, das würde wettbewerbsverzerrend sein, würde ihr Geschäftsmodell beschädigen und so weiter und sie haben Recht bekommen, das heißt jetzt muss wieder ganz klassisch die Ausschreibung gemacht werden und dann fahren riesige leere Linienbusse in einem festen Takt. Durch die Pampa.

Und keiner braucht sie. Also es ist wahnsinnig ineffizient. Auf jeden Fall hab ich jetzt n Auto und bin losgefahren in meiner kleinen Schüssel und 30 Minuten vor Ankunft und es war wirklich abends um 9 also alles irgendwie entspannt so oder 09:30 Uhr 750 Meter vor mir fängt n fucking LKW an zu brennen und ich dachte mir so Alter jetzt reicht es also komm direkt in den Stau rein mein Bruder ist mein Bruder arbeitet in der in der Rettungsleitstelle. Der glaub ich zumindest das richtig gesagt habe auf jeden Fall, der hat Ahnung von so Feuerwehr Einsätzen, der hat auf lange als an den Täter und so gearbeitet und der meinte Oh also LKW Brand ist so ziemlich das Schlimmste was passieren kann also da war teilweise glaub

ich sogar Vollsperrung auf der A 7 also nur kurz aber im großen und Ganzen saß ich einfach 3 Stunden regungslos auf meinem Fleck Alter es war wirklich es war es war gottlos. Und und warum brennt NLKW einfach? Ich weiß es nicht. Also als ich vorbeigefahren bin, ich glaube, das waren hinten so wahrscheinlich was so n kühl LKW, es wirkte so n bisschen so und der war bei hinten komplett ausgebrannt, also wahrscheinlich ist da irgendein elektronisches Bauteil Feuer vorgefahren, keine Ahnung, dann ist da alles voll mit Plastik und sofort hast du das Ding irgendwie in Brand gesetzt. China war jetzt auch kein größerer Schaden, also jetzt nicht irgendwie n Unfall wo dann 78 Autos reingeknallt sind sondern einfach n brennender LKW

aber auch n Seitenstreifen aber wenn der Halt brennt so giftige Dämpfe, keine Ahnung was da gelagert ist. Am Ende jetzt noch Explosionsgefahr oder irgendwas alles richtig Großeinsatz und. Und dann saß ich in meinem Auto und dachte mir, das ist doch jetzt alles irgendwie nicht wahr. Es wird auch immer kälter, ich mein, es ist ja auch ich, also ich hab wirklich ne kleine Schüssel, das Auto irgendwie 2 200000€ gekostet, das ist n Nissan Micra von 2002 so wenn der Berg n bisschen steil ist.

Warste. Mit seinen 50 PS oder so auch nicht viel zu lachen ist ja egal. Ich brauch kein großes Auto, ich will ja einfach nur ankommen und. Dann steh ich da und ich fang an zu frieren und ich versuch so zu dösen und es wird immer später und später. Also ich war im Endeffekt war ich um 01:00 Uhr im Hotel gell statt um Viertel nach 9 so und dann hab ich daran gedacht, dass Harald Welzer in einem Interview mit, ich glaub, das war Hotel Matze oder so, ich weiß auch nicht, warum ich mir das gegeben hatte, aber egal, auf jeden Fall manchmal. Vielleicht auch.

Vielleicht gibt es darauf auch keine Antwort, warum man sich sowas anhört. Ja. Manchmal bin auch ich schwach. Ich hab ja auch seit seit ich glaub 67 Jahren diesen Masochismus am laufen mir immer Markus Lanz anzuschauen und so, also nicht immer, aber oft genug um darunter zu leiden. Das Versagen der Deutschen Bahn, der Demokratie mehr geschadet hat als die meisten sogenannten Feinde der Demokratie als bisher getan haben, das war natürlich so ne typisch überspitzte Harald Welzer Aussage, wie man sie so kennt. Ja, kann man gut, aber ich glaube. Ein Infrastrukturprojekt, was von so zentraler Bedeutung für eine ja nicht nur millionenschwere, sondern auch gut vernetzte, industrialisierte

Gesellschaft ist. Wie die Bahn, wenn das mit so viel Geld und so vielen Leuten arbeiten 300000 Leute bei der Deutschen Bahn, das ist ja insane. Wie groß der Laden ist, wenn das so sehr scheitert, dann kann ich doch verstehen, dass Leute, den das Vertrauen in Institutionen, in den politischen Willen für die Mehrheit der Bevölkerung ein. Angenehmes Leben zu machen oder so, dass das wirklich getrübt wird, weil das geht ja auf keine Kuhhaut. Also man sagt ja immer, ja, die Politikerinnen, die müssten einfach alle mal Bahn fahren und dann würde das auch schnell gehen, und das ist immer so schnell gesagt und ich denk mir so, aber es ist wirklich, es ist wirklich so, die müssten gezwungen sein Bahn zu fahren

und wenn Sie das Auto nehmen wollen oder ihren Privatjet oder oder ihren Jet oder weiß Gott was, also Flugzeug kriegsflieger oder so, dann müssen die so richtig viel paperwork machen, also so richtig so n amtsantrag ja da müssen die dann n Termin machen beim Bürgeramt. Ja, die müssen den Termin ja begabt machen. Also die müssen.

Für den für den Jet Flug genau. Die müssen in Berlin 3 bis 6 Monate warten, dann müssen sie sich ausweisen. Nur vor Ort gibt kein Online, weil alles nicht möglich ist. Ja und dann will ich sehen, was mit der Deutschen Bahn passiert, ich will es wirklich sehen. Ja, das find ich gut, weil. Ganz noch ein. Also ja, ich sorry, ich bin noch in so einem Rand Modus drin, weil.

Du bist ja noch im Schock von dem brennenden LK. Ich bin noch im Schock von dem brennenden LKW, aber wenn ich dann halt auch gleichzeitig angucke, wie dann auch die? Die also es ist ja ganz bekannt gewesen bei den Infrastrukturprojekten. Wie teilt sich das Ganze auf und so, dann hat die Autobahn dagegen gesagt, ja, wir wollen aber auch noch was haben und so die Brücken, die fallen alle zusammen und so weiter und die Autobahn brauchen sowieso immer Geld, ist ja auch einfach irrsinnig teuer ne Autobahn zu bauen ja also da wird jetzt gerangelt um diese um diese Milliarden die halt hinten und vorne nicht ausreichen und wer kriegt es halt zu spüren. Die.

Auf jedes beliebige. Fahrzeug irgendwie auszuweichen. Also ich meine ich hab ne Bank hat 100 aber wenn du keine Bank hat 100 hast und denkst OK hier keine Ahnung hier ist die Autobahn voll gesperrt ich nehme jetzt mal den Zug ja was zahlst du denn nach Göttingen, da zahlst du ja hier von meinem KV aus da zahlst du 150€ wenn du da an dem Abend buchst und schickst so nein das mach ich nicht. Ich war saß neulich auch in der Bahn von Berlin nach Mannheim, und die Bahn ist eigentlich relativ, also der ICE, sag ich mal relativ pünktlich, muss ich sagen, und ich hatte dann aber so gegen Ende so n Moment, der mich auch wahnsinnig. Und aber Moment, Moment, war das die Fahrt, die so sehr Verspätung hatte, dass ich sie

nehmen konnte und wir uns im Zug getroffen haben? Nein, das war auch, das war auch wahnsinnig lustig. Ja, schön. Da ich bin, das war nee, von das war auch in Aachen nach Berlin, und ich kam auch von einem Auftritt und bin dann am nächsten Tag nach Berlin, und dann saß ich im ICE und wir haben telefoniert und dann hab ich gefragt, ach, was machst du und.

Du meintest so, ach ja, ich fahr ja auch, ich fahr ja grad nach Berlin oder gleich und ich so ah ja schön, wo bist du? Und ich so verspätet gestrandet. Verspätet gestrandet in Hannover und ich guck so auf dieses Display oben im ICE und da steht so Ankunft in Hannover in 10 Minuten. Ich war so ohne steigst du vielleicht gerade in meinen ICE und dann haben wir uns im ICE getroffen, das war wahnsinnig lustig. Und nee, die ICE Fahrt die ich meine, die war n bisschen davor und da bin ich nach Mannheim gefahren zu meiner Mutter. Und es war so, dass der Zug mitten eigentlich in der Mitte von der von der Fahrt, die dauert so 5 Stunden ungefähr nach Mannheim irgendwie gehalten hat. Und dann kam die Durchsage von

wegen ja vor uns wäre eigentlich ne Baustelle, also wir haben n Fahrplan wo hier ne Baustelle eingezeichnet ist und die Baustelle ist aber schon weg, also die Baustelle ist nicht mehr da, die wurde schon behoben, aber wir wir müssen jetzt hier. Eine halbe und warten, bis wir quasi weil da wurde, mehr Zeit eingerechnet.

Und sonst wären wir halt eine Dreiviertelstunde zu früh gewesen und dann standen wir halt an so einem kleinen Bahnsteig, also man, man konnte auch raus und so, es hatte ein Bistro, aber wir standen dann halt einfach eine Dreiviertelstunde. Und im Endeffekt war dann wieder alles pünktlich. Also es war dann halt eigentlich egal ne ob man ob der Zug gerade fährt oder ob er halt steht, weil das war ja sowieso eingerechnet in den eigentlichen Fahrplan und dann kamen wir in Mannheim an, irgendwie.

Es war dann insgesamt ne Verspätung von weiß ich nicht, vielleicht 10 Minuten, also wirklich komplett nicht, eigentlich nicht bemerkbar und dann saß hinter mir NN Herr und der hat telefoniert, anscheinend mit jemandem, der ihn am Bahnhof abholt oder so. Und meinte so, ja, wir kommen irgendwie 10 Minuten später und ich hab das so so überhört, was er so erzählt hat und weil er saß wirklich direkt hinter mir und das war ruheabteil und er hat, na ja egal.

Ja, es gibt Maschinen in dem Ruheabteil ich. Nehm das nicht so und ich es war so kurz vor Ankunft und deshalb wollte ich dann auch nicht mehr rumpöbeln oder so ne, weil das finde ich dann auch so n bisschen wenn man so n paar Minuten ankommt. Na ja, und auf jeden Fall hat er sich dann wieder wahnsinnig drüber aufgeregt.

Mal so, du kannst dir nicht vorstellen, was die Bahn wieder gemacht hat, das ist wieder kann man sich wirklich gar nicht mehr ausdenken, das ist ja alles kaputt und so. Ich dachte mir so, diese Fahrt war jetzt wirklich maximal komfortabel, also sorry, aber 10 Minuten Verspätung ist eigentlich keine Verspätung und ob man da jetzt ne Dreiviertelstunde steht oder fährt ist egal.

Vor allem wir konnten ja währenddessen raus. Und das war so. Das war dann so ein mega unnötiges Nörgeln. Also es war einfach so, so wahnsinnig destruktiv und so, so, ach jetzt die die Bahn, da kann man ja gar nichts mehr erwarten und so und es hat mich in dem Moment wirklich wahnsinnig aufgeregt, weil die Fahrt halt nicht so schlimm war und dann habe ich dann danach drüber nachgedacht, wo. Dass, wenn ich den Typen jetzt gefragt hätte, diesen das war so n älterer Herr, wenn ich ihn jetzt gefragt hätte, was machen wir denn, was, was schlagen Sie denn vor für die Bahn, der, der würde doch, also vielleicht war das auch so n bisschen der, der das Urteil, was ich anhand von seiner Erscheinung und von seinem Klamottenstil und wie er

so, ja er sah halt n bisschen aus, wieso NCDU Boomer er sah, war so n bisschen so, na ja, so und wenn ich ihn jetzt gefragt hätte. Ja, was ja, die Bahn ist schon ziemlich scheiße, auch wenn die Fahrt jetzt voll OK war. Was machen wir denn, der hätte garantiert nicht gesagt von wegen ja, wir müssen da jetzt mal richtig unanliche Investitionen reinpacken und man muss hier mal jetzt auch in die Taschen von der deutschen Oligarchie greifen und da einfach mal irgendwie den ganzen investitionsschau Stau bei der Bahn aufheben oder so es käm dem niemals in den Sinn, das war so, der wollte in dem Moment einfach Nörgeln des Nörgelns Willen und.

Das ist aber dann aber trotzdem da, hat Harald Belzer wahrscheinlich recht. Nicht gut für großes Wort die Demokratie, wenn es so n so n tägliches Ärgernis im Leben der Leute gibt, um über das man dann so so einfach n bisschen abnörgeln kann, aber ohne dass auch irgendwie so n so n Anreiz oder oder irgendwie n ein ein ein Impetus besteht, das irgendwie so zu fixen und vielleicht auch da systemisch irgendwie ranzugehen. Na ja, ich hab ja auch in meinem Bekanntenkreis und auch so mal Leute kennengelernt, also die waren da in Sinn, das sind die Wissen ganz genau was schief läuft, also jetzt wirklich die in Stellwerken arbeiten und so weiter und sofort, also jetzt nicht irgendwie im Topmanagement

oder so, ob ich auch jemanden kenne. Egal, auf jeden Fall. Die sehen schon auf jeden Fall, was in dem Laden schief läuft, und zwar sehr, sehr genau und die arbeiten sehr, sehr hart da dran, also sozusagen, ja weiß ich nicht, die müssen jetzt mal so Friedrich Merz, mäßig die Ärmel hochkrempeln und jetzt mal richtig arbeiten oder so richtig anpacken und dann machen wir noch die Überstunden irgendwie steuerfrei oder so, das ist ja, das ist ja nicht das Problem von der Deutschen Bahn, dass die Leute da irgendwie zu wenig ackern würden, im Gegenteil, also diese Leute bitte, ja.

Ja, genau. Liebe Leute, ihr merkt wir, wir tasten uns an das Thema von heute ran und wir wollen so n bisschen so ne so ne Metaposition einnehmen. Wir haben jetzt das Thema am Anfang jetzt gar nicht so so viel angekündigt, sondern wir wir sliden da jetzt gerade so so langsam hin und zwar wollen wir n bisschen über über uns reden, über uns als aufrechte Demokraten, weil es ist ja so, dass wir in der 1. Folge von dem Podcast, aber auch in den letzten Paar folgen immer mal wieder n paar sag ich mal bissige Kommentare. Man könnte auch vielleicht sagen, ein paar zynische gehässige Kommentare gegenüber den Gegenüber unserer Staatsformen geäußert haben.

Wir haben uns in der 1. Folge zum Beispiel Lustig gemacht über sogenannte Demokratie Influencer, Wir haben uns über die Sonntagsreden von Frank Walter Steinmeier n bisschen lustig gemacht, wo es immer um das große Wir geht und wir müssen die Demokratie retten und so weiter und sofort, und wir haben uns jetzt gedacht. Wir sollten mal das so n bisschen kritisch reflektieren, warum wir als aufrechte Demokraten, was natürlich auch mit einem sehr großen Augenzwinkern gemeint ist, wie wir es denn damit haben, weil es ist ja so, wir würden ja nicht gerne jetzt in einer Autokratie leben oder so, das meint. An der Theokratie oder in Oligarchie oder so etwas. Also da gibt es ja viele Modelle. So viele Modelle, die ziemlich

nicht erstrebenswert. Sind. Und. Und dann ist ja, das wird ja auch dann oft vorgeworfen, also wenn man so ja Kriterien dann bringt, also so ne Demokratie, dann ist man gleich so wohlstandsverwöhnt. Genau, oder? Oder man ist irgendwie man, man ebnet der AFD den Weg und so und ich, ich glaube, das ist wirklich n großes Problem, dass das ist auch von von von sag ich mal aus der aus der sogenannten Mitte, aus der oder aus so so so ne Mitte links Spektrum weil von von sehr weit links kommt das schon, aber so ne Mitte links Spektrum. Wo wir uns jetzt eher nicht verorten würden, aber dass es da keine ordentliche und und ernst gemeinte Kritik an der Demokratie gibt und dass man diese Staatsform und und unsere Zustände so eigentlich moralisch

überhöht und sich die ganze Zeit um die, die die Rettung und die wir müssen sie stärken, und wir müssen, wir müssen jetzt alle, alle gemeinsam. Alle gemeinsam für die Demokratie. Aber es geht an der Lebensrealität von so vielen Menschen einfach wahnsinnig vorbei und so Sachen wie die, die ja wirklich dysfunktionale Deutsche Bahn ist dann nur so die Spitze vom vom Eisberg, von von, von der Lebensrealität, von den Menschen, die mit diesem, die überhaupt keine, also nicht überhaupt keine, aber sehr wenig Gründe haben, irgendwie ne wahnsinnig positive.

Assoziation mit unserem System zu haben. Also ich kann ja erstmal verstehen, also wenn ich jetzt über die Motivation nachdenke, die Demokratie Influencer in A la Couleur dazu führt, solche Statements zu machen, solche Videos zu produzieren, solche Lobreden irgendwie zu veröffentlichen, was dahinter steht, und ich sehe ja schon, dass der Aufstieg der AFD zu beängstigender Größe mit Figuren und Netzwerken und Parolen, die also wirklich, also die wirklich gefährlich sind. Mhm, da irgendein starkes Gegenmodell zu entwerfen, irgendwie einen eine Motivation zu haben, das zu stoppen, weil die AFD ist unabhängig davon, dass sie also jetzt auch einfach ne.

Ne extrem migrationsfeindliche Partei ist was mit einer Hinnahme oder auch einer Schürung von Rassismus einhergeht, wo gerade die rassifizierte Bevölkerung total drunter leidet. Ich hab heute noch mal nachgeschaut heute morgen, wie es auch aussieht, gerade in den Ostbundesländern, dass die Halt nettoabwanderung haben, die sind liegen im, also keine Ahnung. 7 8000 Leute glaub ich pro Jahr die da einfach rausziehen, das ist jetzt erst mal nicht so viel nettomäßig aber wenn du siehst wer da hinzieht und wer halt rauszieht, dann merkst du halt, dass vor allem Junge.

Also junge Menschen, Frauen und migrantische Menschen wegziehen. Und da war halt auch eben ne Umfrage so. Hey, wenn die AFD an der Macht wär, würdest du überlegen das Bundesland zu lassen und je nach Herkunftsland, also je nachdem wie stark sichtbar ist, dass du n Migrationshintergrund hast, haben halt bis zu 34% der Leute gesagt, dass sie diese Bundeswehr verlassen würden. Also das hat ganz klare Auswirkungen auf das auf das Leben und.

Diese, also diese Angst, irgendwie auch ernst zu nehmen und sagen, was können wir tun, das find ich ja erst mal wertvoll und richtig. Aber wenn man dieser dieser Angst nur dann begegnet und die AFD in ihrem in ihrem zutiefst staatstragenden autoritären Charakter irgendwie darstellen möchte. Warum muss man dann den Weg wählen, das bestehende also in dem Sinne die Mitte, die mittigen Parteien oder so weiter, die die jetzigen Zustände auch mit der ganzen Privatisierung, die wir, wie wir sie gerade auch bei der Deutschen Bahn jetzt so sehen und so so zu verklären, als ob das der Zustand wär, der, der die glückselige Demokratie ist. Und jetzt kommen die Feinde von außen, die AFD, und will es zertrümmern.

Ich denk mir so, nee. Die Erosion hat schon viel früher eingesetzt und ich brauche die Verklärung, der ist der Gegenwart nicht um die Zukunft, die nahende und wahrscheinlich schlimme irgendwie abzuwenden. Das ist doch furchtbar. Ja, also das ist halt genau diese diese moralische Überhöhung von von diesem Demokratiebegriff, der einfach wirklich an der Realität vorbeigeht, weil wenn wir mal schauen, was die aktuelle Regierungskoalition aus CDU und SPD so Durchprügelt, auch an, also an, an an. Migrationsressentiments an halt.

Sozialkürzungen. Sozialkürzungen, Bürgergeld, Pflegegrad und vor. Allem die SPD das. Das ist alles. Das sind alles Sachen. Wenn die AFD das vor 5 Jahren gefordert hätte und was sie wahrscheinlich sogar irgendwo hat damals, dann hätte das damals, hätten das genau die gleichen Leute als wahnsinnig menschenfeindlich und und antidemokratisch so bezeichnet, und es ist menschenfeindlich und es machen.

Andere Parteien, die nicht die AFD sind, die aber die wenigsten Leute als irgendwie antidemokratisch bezeichnen würden. Das heißt, man hat so ne Unterscheidung von irgendwie demokratischen Parteien und und antidemokratischen Parteien, aber das hängt sich ja offensichtlich anscheinend nicht daran auf, was sie machen, sondern wer sie sind. Weil.

Was man, was man Ihnen vermutlich zuschreiben könnte, denn die AFD war ja auch noch nicht in der Regierung. Die AFD hat bisher, soweit ich das weiß, keine offen autoritären Anwandlungen gehabt, also wenn n. Dobrindt oder so als Minister sich dann über gerichtliche Anordnungen hinwegsetzt, weil es ne Auffassung der Exekutive ist, dass das schon irgendwie klar gehen sollte, tut mir leid, also das halte ich für n Bruch von einer von einer Rechtsstaatlichkeit, von einer demokratischen Gewaltenteilung, also da hab ich von der AFD noch relativ wenig gehört.

Ich will das jetzt nicht verharmlosen. Ich will jetzt nicht sagen, die AFD würde das nicht machen, ich würde sagen, die würden das Safe machen, also das. Ist total. Aber heißen Sie. Nicht aber ich irgendwie. Also da seh ich jetzt keinen, keinen nicht. Ja, nicht struppig, weil anders als. Noch n praktischen, noch n programmatischen Unterschied momentan.

Ja, also sie würden es halt auf jeden Fall nicht anders machen als Alexander Dobrindt und die Alexander Dobrindt. Und die CDUCSU wurden jetzt, sag ich mal aus dem. Mittigen linksliberalen Mitte links Mainstream nicht unbedingt. Als auch die großen Feinde der Demokratie bezeichnet und. Ich ich würde kurz noch mal sagen, Herrn Dobrindt für die vielleicht nicht wissen.

Also es gab ne ne Gerichtsentscheidung, da ging es um die Zurückweisung von Asylsuchenden an der Grenze und das Gericht in diesem Einzelfall, also dass dass es wieder so kommen wird, also dass es ja. Dass das zwar ne Einzelfallentscheidung in diesem Falle wäre, aber sie der Bundes Bundesregierung schwer empfehlen würden, es so nicht zu tun. Wenn ich mich recht entsinne und da hat halt Dobrindt gesagt, NÖ, Einzelfall ist Einzelfall und deswegen ja machen wir da einfach weiter.

Ja. So in Kauf nehmen, dass wenn die Klagen würden, auch alle wahrscheinlich gewinnen würden. Aber man nimmt einfach, also man nimmt einfach an von der konservativen Regierung, die da ja. Einfach gesagt, wir müssen jetzt hier ne härtere Migrationspolitik fahren, dass die Leute einfach nicht die Mittel und Wege haben zu klagen. Ja, ich.

Ich gratuliere Alexander Dobrandt an, an dieser Stelle auf jeden Fall für diesen gelungenen Coup. Ich noch eine Sache dazu sagen, weil ich, wenn wir gerade so um diese Migrationssachen reden, weil das ist was, was ich jetzt gerade auch gesehen hab, so bei also was ich auf Social Media so n bisschen. Rumgescrollt habe, als dann Angela Merkel mit der Veröffentlichung ihrer Autobiografie angefangen hat, wieder vermehrt in der Öffentlichkeit aufzutreten und Interviews zu geben, dass dann so ne ganz bizarre Verklärung stattfand ihrer, wir schaffen das ERA und ja, das war die tollste Kanzlerin, und Boah, schau mal, wo die CDU heute ist, und gewissermaßen stimmt das so, ja schau mal, wo die CDU heute ist, aber.

Aber gleichzeitig, ich hab das mal irgendwann so als so ein Tweet abgesetzt und ich glaube, er ist immer noch sehr wahr und sehr traurig, dass Angela Merkel eine Position vertritt, eine in in Sachen Migrationspolitik, wo nur eine einzige deutsche Partei existiert, die in eine linkere Linie fährt, und das ist die Linkspartei. Und ich muss sagen.

Also da hast du gekocht mit diesem Tweet, der dir da Arsch gekocht. Hat es war wirklich. Also ich hab den so näher geschrieben und dachte so scheiße, wir sind echt am Arsch, also das kann es ja aber nicht sein, also deswegen ist diese also ja es ist wohl irgendwo ne Verklärung, weil Angela Merkel war auch 16 Jahre irgendwie Stillstand da, also auch einfach als CDU Regierung und so, aber gleichzeitig haben sie auf so ne perverse Weise dann doch wieder recht, weil der Diskurs so sehr nach rechts.

Was heißt der Diskurs? Das klingt manchmal auch so n bisschen akademisch, nicht der Diskurs ist nach rechts gerückt. Realität. Die gesamte Realität ist nach rechts gerückt. Ja, wir haben jetzt n bisschen über diese Unterscheidung von von antidemokratisch und demokratisch geredet und dass das irgendwie so n bisschen quatschig ist. Warum das so, warum man da so ne harte Trennlinie eben fährt, wenn alle Parteien, wir nennen uns ja, wir sind ja die aufrechten Demokraten und.

Vielleicht sollten wir auch vielleicht, falls ne falls der Verfassungsschutz mal zuhört. Wir sollten vielleicht mal sagen, wir sind ja schon, wir sind ja schon Demokraten, absolut, nur halt in in einer in einer Form, wo wir vielleicht oder auf ne Art und Weise wo wir sagen Demokraten und und Demokratie assoziieren wir jetzt vielleicht mal in einem idealistischen Sinne mit einer Emanzipation der Menschen, also mit irgendeiner Form der Mitbestimmung über.

Die Herrschaft, die über sie regiert und herrscht. Und also. Eine Herrschaft, die von unten kommt. Genau, also eine, eine wirklich eine Emanzipation der der Massen. So, und dann muss man halt sagen, OK, passiert das denn in unserer Demokratie ist? Das ist das denn so, dass es die Menschen aus ihrer Unfreiheit emanzipiert und irgendwie ermöglicht, und da komm ich komm.

Komme ich immer wieder. Das habe ich auch schon in Interviews immer mal wieder gesagt, dann komme ich immer wieder, mein Opa ist 1940 geboren und hat kein Abitur und kein Studium, sondern hat eine Ausbildung gemacht zum Industriekaufmann und hat sein Leben lang und ist dann auch relativ früh in Rente gegangen und meine Oma war Lehrerin und.

Und war auch nicht verbeamtet oder so. Und die beiden hatten ein wahnsinnig schönes Leben. Also die hatten ein Haus mit so 2 Stockwerken und Dachboden, die hatten einen einen riesigen Garten, also meine Oma, meine Opa lebt nicht mehr, meine Oma schon, die lebt immer noch in dem Haus, die haben einen riesigen Garten, die hatten einen mit Garage mit mein Opa hat n siebener BMW da drin stehen gehabt und die haben die halbe Welt gesehen und dann.

Dann ja ist also ist mein mein Opa irgendwann gestorben und hat relativ viel Geld noch so auf seinem Konto liegen gehabt und das ist so ne so ne Erwerbsbiografie die für Leute in meiner Generation einfach absurd erscheint. Also das ist einfach von vorne bis hinten absurd, aber das war mal nicht absurd, das war mal irgendwo auch die die Mittelschichts. Normalität in in in Westdeutschland. Und mein Opa hatte natürlich auch das Glück, dass er halt irgendwie als weißer, heterosexueller Zisman geboren ist und dadurch schon auch die, na ja, gewisse ökonomische, strukturelle Vorteile hatte.

Ich, mein Frauen durften in Deutschland, wann durften sie erst n Konto ohne ihren Ehemann eröffnen, das war doch auch in den 60er Jahren. Ja, in 60er 70er Jahren sind die meiner Reform dieser Art durchgedrückt worden. So also wo dann so Verpflichtung zur Hausarbeit und so aufgehoben wurde. Ich hab das mir immer nachgeschickt, aber die genauen Daten hab ich nicht im Kopf.

Ja, ich glaub so dieses mit dem Konto eröffnen war ich glaub irgendwie 66 oder so. Also da haben hat meine Mutter schon gelebt, also meine Mutter ist 64 geboren, das ist schon auch irgendwie verrückt na ja, auf jeden Fall diese diese Erwerbsbiografie, die war ja mal schon, die war ja mal wirklich achievable die war. Und die gehört ja immer auch noch zu einem. Nationalen Selbstverständnis genau das ist dieser noch der nationale stand, genau auch der die Ausbildung und so weiter und sofort, und das ist immer noch eigentlich das. Das das Ziel und das, was man irgendwie und was man auch durch die durch die quasi durch das Bildungssystem, durch die Erziehung irgendwie so n bisschen ja eingeimpft bekommt, dass das.

Alle Parteien durch die Bank weg, sagen wir die Mitte, die arbeitende Bevölkerung, die müssen wir entlasten, das sind die Leistungsträger und so. Also es gibt keine Partei, die nicht da drauf rekurriert. Ja, und die Frage ist ja, ist das heutzutage überhaupt? Einsatzweise erreichbar und die Antwort ist natürlich nein. Also ich hab es jetzt dabei gar.

Nicht belegen, das weiß jede Person, die in die in den letzten 4 Jahren Supermarkt gegangen ist. Das dürften bei unseren Zuhörern einige sein. Ja, und auch so Sachen wie Wohneigentum ist also ich mein Ich bin. Was? Ich hab Wohneigentum noch mal? Ich hab ja schon so lange nicht mehr darüber gesprochen, dass ich.

Ja, na ja, und die, das kann man halt irgendwie. Also und ich, ich hör dann auch. Leute von rechts darüber reden auch Leute in Amerika ist zum Beispiel Taka Karlsen, also der rechtspopulistische Journalist, Moderator, Podcaster, der war mal bei Fox News, und der redet auch sehr regelmäßig darüber, über diese sag ich mal 3 nachkriegsjahrzehnte, wo dieser Traum von der Mittelschicht irgendwie so erreichbar war und alles war, alles war in Butter und er wünscht sich das wieder und. Ich kann das auf so einer emotionalen Ebene kann ich das schon verstehen, aber es ist halt einfach Kitsch. Also das ist auch reiner Kitsch, weil man, wenn man sich das einfach so der, der also der Lebensweg von von unfassbar abhängig war von den

historischen, das waren die Nachkriegsjahrzehnte, es war wahnsinnig viel kaputt in Westeuropa, in Amerika. Nicht ganz so viel, weil ne Hobby ist die aber Westeuropa und auch große Teile von von Osteuropa waren natürlich komplett zerstört und es konnte wahnsinnig viel neu aufgebaut werden. Das heißt, die Wachstumsraten waren wahnsinnig hoch, also 1012%, das ist heutzutage unvorstellbar und gleichzeitig war man ja im Kalten Krieg und man hatte die ganze Zeit den Systemrivalen vor der Nase, also den, den die Sowjetunion, und man wollte im Westen ja schon auch. Verhindern, dass die eigene Arbeiterschaft kommunistisch wird und dadurch war man so n bisschen gezwungen, diese wahnsinnig riesigen

Wachstumsraten auch relativ breit zu verteilen. Ja, man kann, ich traue mich es zu sagen, relativ smooth funktionierenden sozialen Marktwirtschaft, geführt in vielen Ländern, also in Deutschland, in Frankreich, in Frankreich hat es sogar Namen die die irgendwie die glorreichen 3 Jahrzehnte oder so ich kann leider keine.

Aber das hatte schon auch n relativ spezifischen Namen, so diese Zeit bis Mitte der 70er Jahre. Ich will es gerade noch einmal wiederholen, was du gerade gesagt hast, weil ich das so wichtig finde. Also die, du hast ja die historischen Bedingungen aufgezählt nach einem Krieg, historischer Rückstand, kommunistischer Feind von außen, der ne sozialdemokratische Befriedigung von Befriedung von innen, ja praktisch erzwingend sozusagen. Wirtschaftswachstum zwischen also ich hab gerade noch mal nachgeschaut in den in den 50er bis 60er Jahren 8,2% im Durchschnitt und in den 60er 70er Jahren immer noch 4,4%, das sind Wachstumsraten, da würden wir heute, da würden wir kaputtgehen für diese historische Einmaligkeit von all diesen genannten Dingen.

Ja. Wird nicht sich nicht mehr ereignen und wir müssen es ja mal wiederholen. Wir sind ja auch froh drum. Also ich will nicht den Krieg, der uns durchwirft, damit wir Wachstumsraten haben. Ich will nicht den kommunistischen Feind von außen, der dann irgendwie hier innerlich befriedet werden muss oder so, also jetzt im Sinne von jetzt eines eines kalten Krieges, der jetzt irgendwie geführt wird und.

Das ist halt ja, das ist halt das war also ne einmalige Konvergenz von vom vom Kosmos. Also da kam für n kurzen Moment kam relativ viel. Das war natürlich auch so, dass das wenn dann sehr viele Leute an einem wahnsinnig großen Wohlstandswachstum beteiligt werden, dann funktioniert natürlich auch eine Demokratie gut.

Also selbst wenn meine Löhne jedes Jahr um 3 oder 4% wachsen, oder? Ja sag mal wenn man jetzt n durchschnittliches Wachstum hat von ich sag mal 6% oder so und ich krieg davon 3% ab und die obersten Prozent kriegen halt irgendwie 10% Lohnsteigerung, dann denk ich mir ja irgendwie unfair, aber ist trotzdem wesentlich mehr Geld in der Tasche als vorher und ich hab irgendwie in 15.

Einer Verdoppelung, keine Ahnung. Ja, dann freut man sich ja trotzdem. Ja, und ich mein, Es gab damals Höchststeuersätze für auch für Vermögenssteuern, die waren in manchen westlichen Staaten 7080 und sogar 90%. Also ich glaub der höchste Steuersatz war in Großbritannien, wo die allerhöchste Steuer, kommunistisches Kernland, kommunistisches Kernland Großbritannien in den 50er 60er Jahren, wo der höchste Steuersatz 98% war.

Also das ist kein Scherz, das war, und das war nicht die Sowjetunion, das war. Es ist natürlich klar, dass wenn wenn, wenn dein Leben die ganze Zeit besser wird als durchschnittliche Arbeiter, du hast jedes Jahr neue Technologie, die dir Sachen abnimmt, zum Beispiel irgendwie Waschmaschine, Spülmaschine, irgendwann Fernseher, Auto, keine Ahnung, natürlich findest du das geil und natürlich.

Siehst du in diesem System auch ne Zukunft und du hast n richtigen Grund dich daran zu beteiligen und du hast Gewerkschaften, die dein Interesse als Arbeiter vertreten und und auch schlagkräftig durchsetzen. So, und dann noch mal. Wir zoomen wieder rein in die Gegenwart. Ne ne Freundin von mir studiert jetzt, studiert in Berlin, ihre Mutter ist Lehrerin, ihr Vater im öffentlichen Dienst und sie hat jetzt. 600 Wohnungsbewerbungen geschickt und was hat sie jetzt bekommen, nach eineinhalb Jahren und 600 Bewerbungen?

Eine Wohnung, die ist zugegebenermaßen günstig, hat aber keine Zentralheizung, also muss nur mit Pellet geheizt werden und das Klo ist auf dem Gang 2025 in der Hauptstadt von Deutschland, der ich glaube gerade drittgrößten Industrieherzen in der Erde alter What the fuck is this das? Ist so unfassbar. Kurz noch mal so als sehr anekdotisches Bild. Und ich glaube, was da also noch mal, um noch mal so n bisschen auf die Metaebene zu gehen, was jemand wie mein Opa, ja wovon mein Opa ausgegangen ist, ist, dass es seinen in seinem Leben immer besser geht und das Leben seiner, seiner Kinder oder war tendenziell auch besser als seins. Und ich glaube, das ist ein ein Versprechen, was für für meine Generation einfach nicht mehr

gilt. Also wenn man mal ehrlich ist. Wer in meiner Generation im Verlauf jetzt von den nächsten paar Jahrzehnten irgendwie besser und angenehmer wird, also das glaubt ja das Glauben würd ich sagen, die allerwenigsten und. Die Leute, das ist meiner Klimaschutz jetzt außen vor, gell? Also genau, guck, was jetzt zu gelaufen ist.

Und auch was, so die allgemeine Weltlage mit mit Kriegen und so weiter also es es hat. Objektive Gründe momentan dafür zu glauben, dass unser Leben in den nächsten Jahrzehnten ähnlich besser wird wie das von meinem Opa. Der und das Problem bei dieser ganzen Sache, das wäre ja inhärent noch nicht so, noch nicht per se ein ein ein wahnsinnig schlechtes oder ein ein großes Gegenargument gegen das System, aber das das Problem, was ich da eben sehe, ist, dass unsere Regierungsform. Dass die politischen und auch ökonomischen Eliten in in Deutschland und auch in anderen westlichen Kernstaaten so tun, als wäre es wäre immer noch 1960 also die tun so, als wäre es noch vor, als wären, als wären

wir vor 60 Jahren und als wäre diese historische Konvergenz von ganz vielen positiven Faktoren immer noch am Werk, und das wäre. Das System immer. Es wäre gerade mal 5 Jahre vergangen und wir müssten nur so n bisschen wieder. Dann zurück und als müsste man so n paar Stellschrauben und wir müssten noch mal n bisschen mehr arbeiten und dann funktioniert alles wieder.

Und diese wahnsinnige Ignoranz gegenüber der materiellen Realität führt dann eben zu diesem großen ich nenn es mal neutral Befremden befremdlichkeitsgefühl das man hat, wenn man Leute, wenn man multimillionäre wie Frank Walter Steinmeier, unseren sehr guten Bundespräsidenten reden hört. Wer noch mal beschwört, wie wichtig es ist, dass wir jetzt alle die Demokratie retten und ich denk mir so.

Wer ist wir? Wer ist wir? Und da kann sie das vielleicht noch mal. Also wer ist ein Buch? Wir ja, ja, ist auch immer gut, wenn man sowas noch mal klar benennen muss, also wenn man als Bundespräsident noch mal beschreiben muss, wer eigentlich das wir ist, obwohl er das in diesem Buch wahrscheinlich gar nicht so richtig tut, na ja, aber Leute wie er, die wahrscheinlich niemals über diese historischen und und materiellen. Bedingungen reden, in denen unsere Demokratie und auch die Demokratie von von anderen Staaten so nach dem Zweiten Weltkrieg, die das überhaupt möglich gemacht haben, und dass diese Bedingungen aber nicht nicht zurückkommen und dass die Ignoranz der mit diesen Bedingungen umzugehen. Sich daran anzupassen und nicht

mehr so zu tun, als wäre diese diese Mittelschichtsnormalität mit irgendwie weißem Gartenzaun und Einfamilienhaus, irgendwie für irgendwen ein ein auch nur ansatzweise erreichbares Ziel momentan, das führt eben also diese, diese, dieses nicht anerkennenwollen der Realität führt dann eben auch zu so Phänomenen wie der AFD. Ich mein, Das ist ja kein kein lustiger Zufall, dass in allen westlichen Staaten eigentlich zur gleichen Zeit. Derselbe Partei und Politikertypus auf die Bühne getreten ist irgendwie Trump, meloni, Kickl, Gerd Wilders, die AF d, die FPÖ, also die FPÖ ist glaub ich n bisschen älter, so in den letzten 1015 Jahren.

Das ist ja, dass eigentlich das Gesellschaftsmodell, das Wirtschaftsmodell, der ja der 3 nachkriegsjahrzehnte, dass das einfach auserzählt ist und dass ein ein. Ein Großteil der Menschen, ich würde fast schon sagen, die Mehrheit der Menschen in all diesen Staaten mittlerweile wenig materielle Gründe haben, sich ihr System zu assoziieren, weil die sich denken, entschuldige mal, ich werd hier täglich von beschimpft, dass ich, dass ich, dass ich dumm bin, weil ich die af d wähle, dass ich irgendwie keine Ahnung n bisschen zurückgeblieben bin, dass ich mich nicht hart genug anstrenge und. Und um das System zu retten.

Und es gibt aber eine Partei, die macht mir das Angebot, dass sie mein Mittelfinger an dieses System ist und. Also wie gesagt, unabhängig davon, dass sie programmatisch die Staats von allen Parteien ist genau gar nichts ändern, aber. Aber ihr, ihr Habitus und ihre Marketingkampagne und ihr PR ist ja also von der AFD jetzt, dass sie sagt, Wir sind dein Mittelfinger an die abgehobenen Eliten und es ist ne große Katastrophe, dass die dass linke Parteien oder linke Organisationen den Menschen keinen, na ja, realistischen Mittelfinger anbieten, weil ich glaube, das ist eine sehr wichtige Geste und das sollte man sich auch von links irgendwie, das sollte man ernst nehmen, diesen Wunsch einfach ein bisschen, man muss sich halt

eben nicht nicht nicht wundern, woher das kommt, dass Menschen diesem System und dieser herrschenden Politik irgendwie einen. Ja, Wahlzettel gewordenen Mittelfinger entgegenstrecken wollen und. Und ich denke auch, daher kommt ja unsere Verächtlichmachung, unserer Spot gegenüber Demokratie, Influenza innen, weil wenn wir diagnostizieren, dass diese Form von ja Demokratie, Affirmation oder so, diese Mantras, die da wiederholt werden in einem. Frank Walter Steinmeier Gestus sich daran abarbeiten, Parteien einzuteilen zwischen demokratischen und demokratisch, oder wie wir jetzt letzten Mal hatten, hier mit Böhmermann irgendwie.

Der radikale Demokrat. Genau, der radikale Demokrat ist irgendwie zwischen kooperativ und Einzelgänger oder zwischen halt demokratisch und und totalitär oder autoritär. Also diese sind ja nicht der Kern des Problems. Sondern es ist nicht, dass wir die Parteilandschaft jetzt aufteilen müssen und die guten gegen die bösen Verteidiger müssen, sondern es geht darum, dass die Grundlage einer funktionierenden Demokratie eben nicht nur das Besetzen eines Parlaments mit guten Parteien ist.

Wer auch immer das entscheiden kann, sondern die Voraussetzung einer funktionierenden Demokratie, ist eine Gesellschaft, die sich dem Ideal ihrer Bürgerinnen verschrieben hat, die eben nicht funktioniert, wenn große Teile der Bevölkerung. Gerade im auch Vergleich zur Vergangenheit verarmen und das ist Jade facto ne Verarmung.

Wenn seit 20 Jahren dein bestimmte sehr kleine Bevölkerung auf jeden Fall getan hat. Also es gibt ja die Untersuchungen von Pranko Milanovic, dieser ja. Volkswirtschaft Professor, der sich Einkommensentwicklungen angeschaut hat seit den 1900 90er Jahren und die sehr detailliert eben aufgeschüsselt hat auch nach Ländern und dort eben festzustellen, es gibt diese, diese berühmte Elefantenkurve, das das Halt der große Buckel des Elefanten in der Mitte, sozusagen der der der Einkommenszuwächse in ja maßgeblich so.

Im asiatischen Raum stattgefunden hat. Und dann gibt es so, in dem in dem reichsten 80 bis 90%, also wirklich die gesamte Weltbevölkerung Kaufkraft bereinigt US Dollar, also einfach das Einkommen vergleichst, dann hast du ja praktisch die obersten 80 bis 90%, wo du echt denkst, die sind ja eigentlich sehr gut, die haben aber so wenig Zuwächse in ihrem Einkommen wie die ärmsten Länder in Afrika so ist. Von 1990 bis 2015 glaub ich genau seiner Untersuchung. Also diese 25 Jahre und diese 80 bis 90 der reichsten einkommensmäßig gesehenen Bevölkerung der Welt sind genau die untere Mittelschicht in Europa, die haben genug Kohle zu leben und haben mehr Kaufkraft als viele andere Menschen auf der Welt, aber die Zuwächse sind

gleich 0. Sie haben an dem erwirtschafteten Wohlstand und den Mehrungen dieses Wohlstandes überhaupt keinen Anteil gehabt. Ja, und die oberen. Paar Prozent haben wir dann schon das. Ist ganz krass. Also der der Rüssel von dem Elefanten, der geht dann so, der geht so n bisschen nach oben, aber man muss das letzte Prozent weglassen, weil wenn man das letzte Prozent mit dazu nimmt, dann schießt der der Rüssel sozusagen in den Himmel und das macht er dann auch.

Also wenn man dieses dieses Prozent noch mal aufzieht, also noch mal in hunderter Schritte, dann hast du wieder ne Kurve, die komplett exponentiell nach oben schießt, also die obersten 0,001% haben halt Sky Rocketing. Was Ihre Einkommens Sachen angeht, das ist wirklich insane so, da darf man nicht genau hingucken, sonst ist man nur noch frustriert.

Ja und der Elefant sieht sehr komisch aus, aber allein schon wenn der Elefant nur aussieht wie ein Elefant, ist es schon deutlich, hier ist einfach n frustpotenzial was immens ist. Und wenn man dann sieht wieso Lobby auch in der Politik läuft und wie stark so materielle Hebel sein können, ja dann.

Ich mein ich. Wir wollen hier keine Elefanten wegen ihrem Aussehen shaymen das ist wirklich. Also Elefanten sind wunderschöne Kreaturen, aber in einer Verteilung von der irgendwie von den Einkommenszuwächsen hab ich eher, also hab ich lieber keine Elefanten da bin ich muss ich leider ganz ehrlich sein und. Da wärst du dann eher so n Dackel. So relativ flett weißt du, ich meine das ist ja wenn wenn Leute die die Dackelkurve die Dackelkurve so als. Also es ist ja nicht so, dass wir sagen, alle Leute müssen gleich viel verdienen, alle Leute müssen gleich viel haben, eine Gesellschaft, und zwar jede Gesellschaft, erträgt Ungleichheit, wenn sie als gerechtfertigt erscheint, das ist OK, also Menschen müssen

nicht gleich sein, sie können auch ungleich sein, aber diese Ungleichheiten. Sind ja also Menschen, sind ja ungleich. Also wir sind ungleich so, wir sind ja nicht die, also du hast, du hast eben gerade davon gesprochen, dass wenn der Staat oder wenn irgendeine Gesellschaft das eben. Nicht mehr hinbekommt die Gleichheit, ihren ihren Bewohnern, ihren Bürgern zu gewährleisten. Dann dann entsteht halt dieses wahnsinnige Frust und und Fuck you Potenzial.

Was sich dann in entsprechenden Parteien und und Politikern. Äußert ich meine das beste Beispiel. Aber was? Sagt man jetzt Leuten, also ich würde sagen, ja, Simon Ole ist ja schön und gut, dass ihr euch da so echauffiert und so sehr an dem wohl der Gesamtbevölkerung interessiert seid, aber wer seid ihr eigentlich, die Menschen so zu bevormunden? Also wenn die Menschen, wie ihr das beschreibt, ja so sehr verarmen und verelenden, ja dann sollen sie doch bitte die Parteien wählen, die das auf fangen, und das ist ja dann Demokratie, und wenn es euch nicht passt, macht ihr halt ne eigene Partei und dann ist gut, was würdest du dem entgegnen? Na ja, also.

Vielleicht noch eben. Das ist das Beispiel, was ich noch, was ich noch sagen wollte, ne, also Hillary Clinton hat ja zum Beispiel im Wahlkampf 2016 die Leute so im Mittleren Westen von Amerika als die Diplorables bezeichnet, also die Verachtenswerten oder die überflüssigen oder so, also wirklich n relativ Böses. Ich glaube, dass das diese Verachtung und diese diese Haltung von tatsächlich halt dann dem. Dem sag ich mal liberalen Establishment gegenüber der arbeitenden Bevölkerung irgendwie ausdrückt die von den letzten paar globalisierenden ökonomischen Entwicklungen einfach nicht so viel.

Na ja, und die haben sich dann halt eben dadurch gerecht, dass sie Trump gewählt haben. Na ja, auf jeden Fall, der natürlich genauso Teil von dir, auf jeden Fall, was du gerade gesagt hast. Weil es ist ja so, dass die, dass unsere Demokratie, also unsere bürgerliche, kapitalistische Demokratie, zwar sich sehr permissiv, also sehr freizügig und erlaubend gibt, also ne in unserer Demokratie, da kannst du alles sagen. Du kannst, wenn dir was nicht passt, kannst du ne eigene Partei gründen oder halt ne Partei wählen, die dir besser in den Kram passt, die dir was taugt und die die. Die Realität ist natürlich n bisschen anders. Also es ist ja so, dass die das oberste Staatsziel von unserem Staat und auch von anderen,

eigentlich allen anderen kapitalistischen Staaten ist. Ja, der Industriestandort, also das nationale Kapital, das nationale, der nationale Reichtum, der nationale Wohlstand, der eben quasi in der Industrie von den Unternehmern ja gehalten wird und. Und der Staat finanziert sich dann eben aus diesen Steuereinnahmen, aus den Einnahmen, die von eben dieser Industrie abgeworfen werden.

So, und deshalb konkurrieren ja auch diese ganzen 200 Gewaltmonopole, also die 200 Staaten auf unserer schönen Welt die ganze Zeit, um zum Beispiel Absatzmärkte, also diese ganzen Staaten stehen in permanenter ökonomischer Konkurrenz zueinander, um sich mit ihrem. Mit ihrem mit ihrer lokalen Industrie oder ihrer nationalen Industrie irgendwie zu profilieren und und aufzuplustern.

Und deswegen ist natürlich die Rolle von dem Staat und von eigentlich allen Parteien, die es irgendwie zu was bringen wollen, innerhalb von diesem System folgende Rolle, dass man dieses nationale Kapital möglichst effektiv alles. Meinungskorridor fällt nicht so ganz gerne gesehen. Also ich mein man muss dafür vielleicht so um mal bei unserem Metier zu bleiben, nur mal so in den Verfassungsschutzbericht schauen, der jedes Jahr erscheint, wo dann diverse Podcasts gelistet werden, unserer noch nicht, aber.

Aber andere, andere linke Podcasts, wo die jetzt nicht da gelistet werden, weil sie irgendwie zu groß zu Gewalt aufrufen würden oder so, sondern weil die. Eben mir auch ehrlich gesagt keiner bekannt. Genau ja. Ist ja also wirklich literally keiner und in den Podcasts geht es halt aber sehr konkret einfach um ja um marxistische Kapitalismuskritik, um die eben nicht von kapitalistischen Eigentumsverhältnissen.

Abhängig sind und nicht von von Staaten, die sich die ganze Zeit darum bemühen müssen, ihr. Es ist halt auch einfach mal ne klare Benennung. Ich hab da manchmal so n bisschen dieses Gefühl, diese Luisa Verneubauerung von einer Kritik an bestehenden Verhältnissen, die dann einfach nur das System anmahnt und ich denk mir so.

Ja, und ich sehe schon, der Kapitalismus ist ein System und das kann man ja auch, also als System auch doof finden, aber wenn man es auch immer nur das System und nie den Kapitalismus nennt, ne, aber ich bin schon mal bisschen vorsichtig, aber dann auch einfach nur zu sagen ja Kapitalismus ist doof, ich meine es gibt ja auch genug Leute, aber selbst in der bürgerlichen Mitte, die sagen ja Kapitalismus finden wir auch doof, dann meinen die Menschen ist ein Kapitalismus und sagen ja, deswegen haben wir haben wir ne soziale Meisterschaft, ja toll also da denk ich mir gut ja ich sehe The Point, also kann man so definieren. So, und es gibt ja auch durchaus Leute, die sagen, also jetzt n bisschen so SPD Couleur, ja,

dieser Shareholder Kapitalismus ist n riesiges Problem, seh ich auch so, aber die was Sie daran problematisch finden sind mehr so die Quartalsberichte, aber nicht zum Beispiel die unbegrenzte Anhäufung von Privateigentum, die mit der gesamten Gewalt eines Rechtsstaates geschützt wird oder so. Sondern da geht es nur dann so ein bisschen um so Verteilungskram, den man irgendwie rechtlich ausbalancieren könnte.

Und dann ist gut. Und dann denke ich mir, haben wir eine sehr unterschiedliche Problem Beschreibung und oder sehr unterschiedliche Tiefe, wo wir ansetzen um das Problem was man beschreibt, dann zu lösen und dann reicht es mir halt nicht einfach aus zu sagen, ja, wir sind halt alle gegen das System, sorry nee, das ist das ist nicht genug.

Ja, das ja, das ist also. Da kann, da kann man viele Leute mit. Auch mobilisieren, keine Ahnung. Friday for Future klar, irgendwie dagegen sein und ICO. Die Frage aber, die Frage ist halt, für was werden diese Leute mobilisiert? Also gegen ne was was folgt denn, was folgt denn daraus und ich sehe nicht so unbedingt, dass da irgendwas wirklich strukturelles Systemkritisches bei rauskommt. Ich mein jemandem wie Luisa Neubauer geht das ganz schön ziemlich, also ziemlich gut in unserem System, die hat sich da sehr gut eingefügt und macht ihre Buchtouren und Chill mit Angela Merkel auf der Zuschauertribüne vom Bundestag. Und die also ne, das ist halt auch irgendwie so n so n ja der dieser Weg von diesem Wagen, von

dem unspezifischen in Anführungszeichen systemkritischen Aktivismus und was was uns beide an diesem Demokratiebegriff und nicht demokratiebegriff, aber an diesem. In dieser sehr offensiven Assoziierung mit diesem System und diesen ganzen Sonntagsreden da halt so stört, ist, dass diese materielle Realität und auch die die eigentliche Rolle von dieser von unserer kapitalistischen Demokratie so die ganze Zeit verschwiegen wird. Also Apropos Elefanten und so ne, das ist der Elefant im Raum, der eigentlich nie angesprochen wird, nämlich dass es die die Rolle von.

Von unserem, von unserer Staatsform. Eigentlich ist diesen die die kapitalistischen Verhältnisse aufrechtzuerhalten und die ja, die der Staat ist, der Gewaltmonopolist und die diese Gewalt oder die Androhung von Gewalt setzt, der ein um diese Verhältnisse durchzuprügeln, also Sachen, Sachen wie Privateigentum kann es ja nur geben, wenn es jemanden gibt, der bereit ist, dieses Eigentum oder diese Eigentumsrechte. Mit Gewalt auch durchzusetzen.

Also wenn du ein Auto hast und du hast den Fahrzeugbrief ne und du hast den Kaufvertrag und so und dann wird es dir irgendwann geklaut und es gibt einfach niemanden zu dem du hingehen kannst und sagen, hey ich hab hier ein Auto und ich kann beweisen das war meins und es wurde mir geklaut, also was bedeutet denn dann dieses Eigentum überhaupt, wenn du niemanden, wenn es jemanden gibt quasi der so als der Schiedsrichtende? Gewaltmonopolist darüber herrscht. Und wenn du dann halt sehr viel Eigentum hast, dann dann geschützt der Staat natürlich sehr viel von dir und vielleicht um noch mal auf diese Sache mit meinem Opa zurückzukommen, also in diesen Nachkriegsjahrzehnten und in den 50er 60er 70er Jahren, da war die Rolle vom

Staat ja auch schon die gleiche, also da war es ja so, dass der Staat quasi als der Vermittler von diesem. Kapitalistischen Verhältnissen agiert hat. Es gab auf der einen Seite halt die Unternehmer, also die Kapitalisten, auf der anderen Seite die Arbeitnehmer, also die Arbeiter, und zwischen diesem Gegensatz von Kapital, was sich möglichst unbegrenzt vermehren will und möglichst effektiv Arbeit einsetzen möchte und auf der anderen Seite den Arbeitern, die ja möglichst. Viel Lohn bekommen wollen, die möglichst gut leben wollen, die vielleicht auch möglichst wenig arbeiten wollen. Diesen Gegensatz, den hat der Staat damals irgendwie austariert, und das war in dieser sozialen Marktwirtschaft, in diesen einmaligen

historischen Konvergenzen, in diesen einmaligen kosmischen Bedingungen irgendwie möglich, da ein irgendwie eine Form von Equilibrium von Gleichgewicht zu finden, und es ist so, dass der Kapitalismus global gesehen in. In den letzten Jahrzehnten immer krisenhafter wurde und diese Widersprüche sich immer weniger austarieren lassen und es immer weniger möglich ist, dieses Gleichgewicht zu finden. Von den sich entgegengesetzt auftretenden Interessen, und das führt dann eben dazu, dass sich so wahnsinnig viele Leute einfach abgehängt fühlen, weil oder oder Angst haben, ökonomisch abgehängt, weil.

Der Staat ja immer noch die Rolle hat, dass er dieses diesen Gegensatz von von von diesen Klassengegensatz von Arbeitern und und Unternehmern irgendwie irgendwie austariert. Aber es gibt halt nicht mehr so viel zu holen und wir sehen, in welche Richtung das in den letzten Jahrzehnten gerutscht ist, nämlich in die Richtung von den obersten 5 bis ein Prozent, wie du an der Elefantenkurve eben gerade noch mal so beschrieben hast. Und wenn man diese Rolle.

Von dem Staat nämlich als dem ja, dem Instandsetzer der kapitalistischen Verhältnisse und der irgendwie austarierung, von diesen Interessen, wenn man das nicht thematisiert, sondern immer nur diese doofen Sonntagsreden hält, dann muss man halt sich nicht wundern, wenn Leute davon waren. Ja, ja, gleichzeitig nehme ich aber auch irgendwie.

War auch so ne bei mir selber so ne gewisse Genervtheit von dieser ständigen Wiederholung auch von linker Seite. Also was ich meine also von linker Seite aus wiederholen wir, der deutsche Staat ist der Verwalter des deutschen Kapitals seit ich weiß nicht 40 Jahren 50 Jahren seit der seit die Linke existiert oder so etwas. Und daran ändert sich auch irgendwie nichts. Also ich finde, wenn wir über diese Staatskritik reden, die ich ihnen natürlich total teile, müssen wir uns trotzdem auch, und das werden wir jetzt in dieser Folge aber nicht mehr schaffen, auch noch mal die Frage stellen, ob ne, also ob die antikapitalistische Analyse, die wir leisten, die ich für korrekt halte, aber eigentlich

so gut transportierbar ist, mit einer antikapitalistischen Rhetorik, wie wir sie jetzt auch zum Beispiel in diesem Podcast immer mal wieder. Zutage treten lassen also irgendwas scheint nicht zu verfangen und ich finde es wichtig, dass wir uns darüber noch mal unterhalten, aber wahrscheinlich in der in einer anderen meta Folge.

Wahrscheinlich in einer anderen, in der großen Strategie, in der. Großen Strategie Sitzung ich meine, ihr hattet ja schon, du hast ja schon in der Sitzung mit, die Idee muss wieder cooler werden, das hatten wir auch hier schon besprochen, also da noch mal so n paar Strategien sich zu überlegen die wir ja auch beide jetzt in der politischen. Aufklärungsarbeit, irgendwie aktiv sind zu schauen, was gibt es da eigentlich für Möglichkeiten und wo können wir da hingehen?

Das find ich auch noch mal wichtig mitzunehmen, aber das darauf müsst ihr noch n bisschen warten, wenn ich mal wieder wutentbrannt in einem Hotel sitze. Wenn du mal wieder in einem haarscharf einem brennenden LKW ausgerichtet. Wird und nicht dazu sagen die so emotional, so in Ballung bin, dass ich dann auch überzeugend sprechen kann. Ja, ich stell mir dich so n bisschen James Bond mäßig vor oder so.

Jason Statham, wie du diesem brennenden LKW irgendwie in deinem Nissan Micra so haarscharf Ausweichst und du fährst so weg und hinter dir explodiert quasi dieser Tanklaster, weil in meinem Kopf wurde der LKW dann zu einem Tanklaster. Und gut, du schaust nicht zurück, weil coole, coole Jungs schauen nicht zurück auf die Explosion, sondern sie fahren einfach geradeaus.

Sie blicken nur nach vorne, sie schauen nicht zurück, aber es ist. Vorwärts immer, rückwärts nimmer. Genau, aber ich möchte euch die ihr jetzt gerade zuhört, jetzt, wir werden hier gleich die Aufnahme beenden, Euer also bitten, euer Handy in die Hand zu nehmen und Nissan Micra mit C 2002 einzugeben, die mintfarbene Option und euch dann die Tanklaster Explosion hinter diesem Auto vorstellt. Es wird.

An Lächerlichkeit nicht zu überbieten sein in diesem Sinne. Simon in diesem Sinne. Auf das dich in deinem heutigen Tage nicht brennende LK WS überraschen. Okay und wenn doch, werde ich nicht zurückschauen, sondern immer nur nach vorne. Wie? Ein unheimlich. Wie ein aufrechter Demokraten. Gut ey, dass dass wir diesen Podcastzettel haben, das bringt uns irgendwann noch um. Also wie wir in jeder 2.

Folge irgendwie an unser Aufweisch des Demokratentum abonnieren, es ist. Ja, aber man muss wir. Es ist ja nur. Voll, keine rein den Cringe, gell? Ja, aber dafür sind wir da. Be cringe be free, liebe Leute. Lieber. Wir hören uns nächste Woche Tschüss. Adieu.

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