
Aufrechte Demokraten· Folge 12
Kompromisslose Schulstreiks & Urlaub auf Social Media
Dienstag, 16. Dezember 2025 · 54 min
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Shownotes
Warum wir der Politik keine Gegenangebote machen müssen und warum Social Media Arbeit istIn dieser Episode wir über die Schulstreiks gegen die Wehrpflicht und die Verwertungslogik der Social-Media-Landschaft. Wir plädieren für: Keine Kompromisse und mehr Urlaub!
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Hallo Ole. Hallo Simon. Ich habe eine wichtige Frage. Eine wichtige Frage. Ich gebe dir eine richtige Antwort. Was machst du schon wieder in meinem Wohnzimmer? Das ist eine sehr gute Frage. Letztes Mal war ich ja beruflich in Berlin, ja, und diesmal wirklich aus Spaß, einfach privat, einfach Freitag, einfach privat, du bist so einfach mal nach Berlin fahren. Du bist so krass.
Und deswegen dachte ich hä, also ob ich jetzt, wenn ich jetzt morgens in den Zug steige? Und 6 Stunden zurückfahre und mich beeilen muss, damit ich heute Abend mit ihr ne Aufnahme machen kann. Ja, da kann ich einfach herkommen. Da kannst du auch hier zum Brunch in Simon David Dressler sein Anwesen kommen und.
Im Westflügel. Im Westflügel und quasi im Podcastflügel. Ja, ich hab ja einen eigenen quasi Flügel im Anwesen nur für Podcast. Musste angebaut werden wie bei Trump, so. Ja, weil ihr es nicht seht. Ich mach gerade schon die Trump Handbewegungen, die. Ich, ich arbeite an einer sehr, sehr guten Trump Imitation, aber ich fühl mich noch nicht bereit, die mit der Weltöffentlichkeit zu teilen.
Aber ich kann euch sagen, es ist halt manchmal wirklich so. Es überkommt dann Simon so Anfallartig, dass er dann anfängt, diese Trump Gesten zu machen. Ja, und ich ist Gesten, rede, Gesten, Empörung. Es ist die beste Trump Imitation, vielleicht die Beste aller Zeiten, und alle wissen es und es ist der beste Podcastflügel, einen schöneren Podcastflügel in irgendeinem Anwesen gab es noch nie, das sagen alle, die ihn gesehen haben. Und ja, lasst euch nicht von der Fake News Media was einreden. Gut, ich war vor n paar Tagen auch privat unterwegs, nicht beruflich, ich war viel auch beruflich unterwegs, ich war ich hatte gestern meinen letzten Auftritt des Jahres. Hattest du schon deinen letzten
Liveauftritt dieses Jahr ich? Hatte meinen letzten Liveauftritt, ja. Gut, dann haben wir beide frei für den Rest des Jahres, also live mäßig und ich war aber auch privat in in Leipzig. Bei bei meinem lieben Freund Ole Nymon und wir waren in der Thomaskirche und haben das Weihnachtsoratorium gehört. Wir haben uns also n paar Bachkantaten angehört. Hast du schon mal dem Vergnügen beiwohnen können, aber. Natürlich, ja.
Ich war sehr lange mit einem klassischen Sänger zusammen, aber wirklich 9 Jahre lang. Ich war auf sehr vielen klassischen Konzerten. Aber auch von von den von Bachkantaten. Ja, also er hat vor allem alte Musik bis in Barock gesungen und deswegen sehr, sehr viel Bach und. Und so weiter. Es war es war sehr beeindruckend, vor allem mit dem also in der Thomaskirche in Leipzig, mit dem Thomanerchor, den es irgendwie in verschiedenen Formen seit 800 Jahren oder über 800 Jahren gibt.
Und das ist so ne so ne richtig krasse Institution von diesem von dem Knabenchor, wo die dann auch quasi ne eigene Schule haben, nur dafür und so. Also ist schon echt so n eigenes Universe in was man da so reinstolpert und dann haben wir außerdem. Titanic geguckt, am selben Abend noch. Also es war wirklich Kultur overload Programm für mich und ich hab zum ersten Mal in meinem Leben Titanic gesehen. Ich hab noch nie Titanic geschaut wie. War es für dich so?
Ich war komplett hin und weg. Hat die gekuschelt? OK, zum Beispiel war ne Frage, aber. Das bleibt zwischen Olonym und mir sehr schön. Aber ich war, also hast du Titanic gesehen, ich. Hab Titanic gesehen, aber es ist wirklich schon ne gute Weile her. OK, also wirklich, es muss schon deutlich über 1213 Jahre her sein.
Also ich hab wie gesagt, ich hab mich immer so n bisschen um Titanic nicht gedrückt aber ich hab es irgendwie die Gelegenheit kam halt nie und ich dachte mir so ja vielleicht guck ich Titanic irgendwann mal also mit einer romantischen Partnerin und es war dann am Ende halt Ole Nymon und das ist auch das ist auch OK und ich bin wirklich also gar komplett unironisch.
Ich war hin und weg also so ein geiler Film, so ein geiler Soundtrack und ich würd sagen so das was mich am meisten also es ist halt einfach wahnsinnig bombastisch alles. Und das ist so wirklich einfach. Blockbuster Hollywood, Ediths Peak und ich glaub was mich am meisten überrascht oder oder überwältigt hat war also diese Szene wo beide am an der Reling vorne am Schiff stehen und quasi die Szene die halt irgendwie jeder kennt, ne wo die beiden dann da vorne stehen und gerade weil man und obwohl man obwohl die jeder kennt und obwohl man obwohl die man die in Tausendfacher.
Imitation irgendwie schon gesehen hat und überall wird die parodiert und und jeder kennt diese Szene. Also die Szene ist so tief im sag ich mal gesellschaftlichen Allgemeinwissen angekommen und jeder kann mit dieser Szene was anfangen, egal ob man den Film gesehen hat oder nicht. Wenn man die dann live, also wenn man die im tatsächlichen Film dann sieht in der Inszenierung mit der Filmmusik und das ist trotzdem so überwältigend und das ist so wahnsinnig schön oder auch die Szene wo.
Sie wo also, wo Rose am Ende in in so einem Rettungsboot quasi langsam herabgelassen wird. Und sie guckt hoch und oben steht Jack und sie gucken sich an, und er sagt ihr quasi ja, er geht dann in n anderes Rettungsboot, obwohl ja er lügt da wahrscheinlich das schon irgendwie dann klar in an der Stelle im Film und dann gucken die sich so an und ihr Boot wird gerade runtergelassen, das Rettungsboot und sie springt noch mal vom Rettungsboot ins Schiff rein auf quasi eine Etage tiefer. Weil sie einfach nicht ohne ihn kann. Es geht einfach nicht und sie springt zurück auf das sinkende Schiff, einfach nur, damit sie noch mal. Einmal in seinen Armen liegen kann. Es ist wirklich, es ist, es ist
phänomenal und seitdem hör ich die ganze Zeit im Loop my hard will go on wirklich? Ja, es ist wirklich, es ist grotesk. Das ist total süß. Also ist total süß und ich bin also. Jetzt hab ich auch große Lust, diesen Film zu sehen. Ich es ist so, du warst ja eh noch also Silvester, ich hasse ja Silvester leidenschaftlich, mir ist immer zu laut und immer zu viel und ich bin sehr froh, dass ich nicht mehr in einer Großstadt lebe, weil Silvester ist wirklich das Allerletzte, also im letzten Silvester war es auch immer eher so, also jetzt, als ich noch in Berlin gelebt hatte, dass ich wirklich zu Leuten gegangen bin, ich hab dann für die gekocht, weil ich.
Liebe auch große Mengen einfach so kochen, das ist einfach toll. Und dann war ich von alles vorbereiten, machen, putzen, waschen eben so fertig, dass ich um 21:15 Uhr gesagt hab, so Leute, ich hau jetzt wieder ab, dann bin ich nach Hause gefahren, immer 22:00 Uhr hab ich mich in die Badewanne gelegt oder ins Bett, hab mir noch n Film reingezogen und dann war ich wirklich um 23:30 Uhr spätestens so erschlagen, dass ich einfach weggepennt bin, dass ich dann zu dem.
Also mit Ohrstöpseln und so zu diesem Sturm mich nicht weiter bedingsen muss und jetzt ja wo ich auf dem Dorf wohne, heißt es für mich Silvester heißt vorm Kamin sitzen, stricken oder Leuten beim stricken zuschauen und blöde Filme gucken. Und ja ich glaube Titanic ist auf jeden Fall, das ist nicht n blöder Film aber n Film der es würdig.
Ist der es? Definitiv. Würdig ist, um zu einem Silvester nachgeschaut zu werden, ja. Ich bin Silvester wieder in Leipzig, wieder bei Ole Nymon und wir gehen in die wir hören Beethoven, Beethovens neunte, Wir gehen richtig, wir gehen richtig steil. Ihr seid echt übertreiber ist das. Richtig bescheuert, Crazy, geht ihr. Jetzt das weiter oder bringt ihr noch Leute mit große Beethoven Silvesterparty?
22 andere kommen noch mit, glaub. Ich dann geböllert. Da möcht ich mich nicht on Air drüber aus. Nein nee, böllern ist ist nicht so. Nicht so mein. Orchestergraben. Bengalos, Bengalos im Leipziger Gewandhaus. Das schallt dann so schön. Also jetzt die Böller. Ja, vielleicht wird das ja inszeniert, quasi weil die Beethovens Neunte ist.
Ja, sehr bombastisch eben, und da kann man vielleicht einfach integrieren. Oh wow, wow, Oh, statt der du Scheiße. OKOK jetzt kommen wir hier an. Jetzt wird es interessant. Aber das ist ja noch n bisschen hin. Ist ja noch haben. Wir noch 2 Wochen bis wir dann darüber reden. Genau, wir sollten, wir sollten thematisch werden und ich, ich würde, ich würde gerne reinstarten mit das mit dem Thema Schulstreiks gegen die Wehrpflicht.
Sehr gut. Hast hast du davon mitbekommen? Ich weiß, dass es diese Schulstreiks gegeben hat. Ja, warst du auf einem? Nein. Warum nicht? Werd ich gleich erzählen. OK. Also also das ist jetzt nicht so n blöder Spruch, wirklich n bisschen damit verbunden was ich gleich erzählen werde, OK. Ich war auch nicht.
Ich war nämlich im Zug den ganzen Tag. Ich war in Freiburg auf einem Antimilitarisierungskongress, unter anderem von dem Freiburger Abgeordneten, Ich würde sagen, ist ne gute Partei, ja, Vinzenz Glaser, das war auch sehr schön und deshalb war ich wirklich den ganzen Tag über im Zug, weil der Zug hatte natürlich auch 2 Stunden Verspätung und ich war deshalb den ganzen Tag im Zug. Ich hab so gemerkt, die letzten Wochen hatte ich halt sehr viele Auftritte und bin sehr viel durch Deutschland gefahren und deswegen hab ich auch sehr viel.
Über die Bahn zu lästern und sehr viele schreckliche, also wirklich schlimme Erfahrungen mit der Bahn. Und ich merke, wie das so Teil meiner Persönlichkeit wird, dass ich über die Bahn abläster und das gefällt mir eigentlich ganz und gar nicht, dass es so Teil n Teil von dem ist, was ich so den ganzen Tag über erzähle. Deshalb will ich das eigentlich überhaupt nicht mehr. Wir haben es ja hier auch schon öfter. Thematik überhaupt.
Nicht mehr Breitreten auf jeden Fall. Ich finde die Schulstreiks gegen die Wehrpflicht find ich sehr sehr gut und ich es war ja auch so, dass knapp 55000 Leute an dem Tag auf der Straße waren. Und das ist definitiv die richtige Richtung, in die es geht. Und der nächste Streik ist am 5. März gegen die Wehrpflicht, der nächste Schulstreik gegen die Wehrpflicht und ich hab es mir auf jeden Fall zur Aufgabe gemacht und olonymon genauso, dass wir bis dahin dieser Schulstreik wirklich noch mal mit allem, was wir so haben, also mit unserer Reichweite, mit unserer Erfahrung, die wir jetzt die letzten ein 2 Jahre irgendwie gesammelt haben. In dem medialen, sehr gut laufenden deutschen Journalismusbetrieb, dass wir da
noch mal irgendwie mit aller Kraft irgendwie unter die Arme greifen und unterstützen. Und dass der nächste Streik wirklich richtig groß und richtig cool wird. Vor allem ist sehr wichtig, cool ist es ja. Na ja, das find ich ja auch n Programm. Cool ist das neue Programm und ja, ich hab so so n paar, ich hab aber n bisschen OK nee ich fang anders an.
Ich saß vor n paar Tagen auf einem anderen Panel in Hannover in der Nähe von Hannover in Hermannsburg. Das ist bei Celle also noch mal so ne Stunde nördlich von Hannover und das war eine Schülerveranstaltung und ich saß auf diesem auf der quasi auf dem Abschlusspodium von dieser Schülerveranstaltung und außer mir saß auf der Bühne ein aufrüstungs freundlicher SPD Abgeordneter aus dem Bundestag.
Beziehungsweise ehemaliger Abgeordneter. OK, eine Aufrüstungsfreundliche grünen Politikerin aus dem Europaparlament sehr gut ein, der der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags, der außerdem CDU Politiker ist. Bestimmt Pazifist. Ja, antimarxistischer Antimilitarist, ein Oberleutnant von der Bundeswehr, der glaub ich auch CDU Mitglied ist, so wie ich das verstanden hab und dann noch so Alibimäßig ein Schüler aus diesem Gymnasium aus der Linksjugend, der würd ich sagen.
Auch eher so ne Position vertreten hat wie Quentin Gärtner, der ehemalige Generalsekretär von der Bundesschülerkonferenz. Dessen Position ist ja so n bisschen. Macht mit uns, was ihr wollt, aber lasst uns mitreden. Aber wir wollen mitreden, wir wollen mitreden. Außerdem Investition in die Bildung ist nicht genug so, und ich saß dann quasi mit einer wirklich konsequent antimilitaristischen Meinung halt absolut allein auf diesem Panel vor irgendwie 2 300 Schülerinnen und es war aber trotzdem find ich n sehr gelungener Abend und es hat Spaß gemacht und ich konnte so n bisschen pöbeln. Und ich hab danach auch die Rückmeldung bekommen, dass viele Schülerinnen das sehr gut fanden, wie ich mich so diesen Buhmann da entgegengestellt hab.
Und ich fand es sehr interessant, dass die sowohl der Wehrbeauftragte der Bundeswehr als auch oder der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags als auch die grünen Politikerin aus dem Europaparlament beide gesagt haben, quasi, dass sie das sehr toll finden, dass man in Deutschland das so kann. Also auf die Straße gehen und gegen die Wehrpflicht protestieren.
Aber sie finden das nicht gut. Also die grünen Politikerin hat wirklich Wort für Wort gesagt, das grenzt an Desinformation, viele Slogans, die da skandiert wurden, wie zum Beispiel wir sterben nicht für eure Kriege und irgendwie quasi die die Kriege der Reichen, aber das Blut der Armen, so ne, also dann hat sie so gesagt, als gäb es irgendwelche reichen, die irgendwie Krieg wollen euch so also.
Ja. Ja, wo fängt man da an? Und sie meinte das wär also es wär ganz schlimmer Populismus, diese Streiks und die Parolen die da gerufen wurden und also wie gesagt als Grenze an Desinformation und das mache ihr Bauchschmerzen, wir wissen mit mit Bauchschmerzen kennen die Grünen sich aus. Damit kennen die Grünen sich aus. Sie haben mit Bauchschmerzen wirklich die schlimmsten Barbareien, die schlimmsten Grausamkeiten, die letzten 2 Jahre unterstützt in Gaza.
Und auch bei anderen Sachen, wenn es zum Beispiel um die weitere Gängelung von Bürgergeldempfängerinnen geht oder von Migrantinnen, sind die Grünen für jede Schandtat zu haben. Aber mit ganz schlimmen Bauchschmerzen immer, und das muss man ihnen zugute halten, und der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags hat direkt am Anfang von diesem Podium gesagt, also man kann also, er hat es so n bisschen verklausuliert gesagt, aber er hat so n bisschen gesagt, man kann da, ja, man kann da ja protestieren. Und die Schüler, und das ist ja auch toll, dass es, dass man es kann, weil in Russland kann man das ja nicht, aber er findet es nicht gut so, das war der Inhalt von dem, was er gesagt hat, und dann hab ich mir so gedacht, OK,
wenn sich diese Leute darüber aufregen über diese Streiks, dann machen diese Streiks ja irgendwas richtig, also das ist schon mal sehr gut, weil das sind genau die Leute, die man damit abfucken muss, also wenn so Leute, sagen sie, das grenzt an Desinformation, und das grenzt an an, sie bekommen da Bauchschmerzen, dann. Macht man wirklich das Richtige?
Ich hab auch davor geguckt, zum Beispiel was diese grünen Politikerin so auf Twitter gesagt hat, über sag ich mal die, die den Krieg in der Ukraine und den Krieg in Gaza, und sie hatte ganz, ganz viele Meinungen über den Krieg in der Ukraine, die wir uns hier vorstellen können, was genau ihre Meinungen sind, und ich hab komischerweise fast keine Aussagen von ihr über den Völkermord in Gaza gefunden und das fand ich dann einfach so, also.
Es hat mich noch mal in meinem Urteil über die Grünen bestärkt und dachte mir, wenn so Leute Bauchschmerzen bekommen von den Schulstreiks, dann sind die wirklich auf dem ganz, ganz richtigen Weg. Ich finde es ja da auch immer wieder interessant, auch die von dir immer wieder verurteilte Doppelmoral herauszuarbeiten, weil sie sagen, ja, hier hast du alle Freiheiten der westlich liberalen Demokratien, und deswegen setzen wir uns dafür ein, dass diese Freiheiten im Sinne einer Wehrpflicht eingeschränkt werden.
Und das soll man dann irgendwie feiern? Weil in Russland ist ja alles viel schlimmer, anstatt zu sehen, dass ja die antimilitaristische Perspektive, die du vertrittst, eine ist, die ja in dem Sinne universell ist, als dass sie natürlich auch Russland mit einbezieht, also die Wehrpflicht und der Wehrdienst in Russland ist natürlich absolut grausam. Also, aber das kann ja nicht in irgendeiner Weise jetzt irgendwas aufwiegen oder relativieren, also du bist einfach dafür, dass alle.
Menschen dieser Erde nicht von Staaten gezwungen werden, in den Kriegsdienst zu gehen. Das gilt insbesondere natürlich für Länder wie Russland, wo das noch mal viel krasser ist. Aber gut, das ist ja das, das so, und als du gerade erzählt hast, muss ich daran denken, was jetzt gerade durchs Internet so n bisschen ging, dass ja nimo, also diese musikproduzierende Person, die 2024 den SC gewonnen hat, jetzt die Trophäe zurückgibt. Also diese Siegestrophäe vom ESC aus Protest gegen die Teilnahme von Israel am Eurovision Song Contest und daraufhin, das war John Peaceman, also ist der Account, der auch viel so, ja propalästinensische sehr gute Aufklärung macht und so und immer auch wieder
medienkritische Kommentare absetzt, die sehr lesenswert sind an dieser Stelle. Also eine Empfehlung hat es dann outcallt wie viele. Menschen sich dann also jetzt aus so einem Etablierten, aus der etablierten Mitte in wirklich bodenloser Weise dann gegen Nimo geäußert haben, dann auch in Bezug auf ja, in Palästina würden sich irgendwie wirklich die Hamas vom Haus schubsen und so weiter.
Wo man auch mal fragen muss, wer von welchem Hausdach denn in Gaza. Ist ja kein übrigens. Da sind keine Häuser mehr. Das Besides und wie gesagt Überleben in in Gaza als queere Personen ist auch doppelt schwierig, wenn. Halt bombenfall, aber gut, das haben wir auch schon alles durchgeklärt. Aber eine Sache, die mir dann doch immer mal aufgefallen ist, wenn ich dann sehe, wie schwule Männer wie Volker Beck oder Jan Feddersen, der bei der taz noch einfach Redakteur ist, so also nicht ich, die taz jetzt hier, aber es ist trotzdem im weitesten Sinne ne linke Zeitung, so dann da stehen und mit als schwule Männer mit queerfeindlichen Kommentaren die nimos, Geschlecht, Identität also in einem priorativen Sinne
abwerten, dann. Sich gegen die Queerfeindlichkeit von der Hamas aussprechen? Ja, und das ist wirklich so. Was macht ihr denn da Queerfeindlich gegen Queerfeindlichkeit sein, what is this so im Sinne der Freiheit gegen die Freiheit sein? Ja, ja, also man muss quasi als marginalisierte Person hier im Westen muss man dankbar sein, dass man hier diskriminiert werden darf, weil im anderen Land würde man ja auch diskriminiert werden. So also ne, und das ist einfach, also das ist so toll, weil das ist halt auch einfach.
Die westliche Freiheit, für die es sich zu sterben lohnt. Ich war vielleicht noch kurz dazu, ich war gestern, hab ich mein mein, wie gesagt, mein letzter Liveauftritt dieses Jahr auf dem Zündfunkenkongress und hab ich auch über die Wehrpflicht gesprochen und dann kam danach eine Wortmeldung darüber, wie eigentlich Transfrauen in der Ukraine im Zuge von der Rekrutierung in die ukrainische Armee behandelt.
Werden, wurden und werden, und zwar dass Transfrauen einfach da halt als Männer deklariert werden und trotzdem eingezogen werden und trotzdem rekrutiert werden. Ich würde mal sagen, in den meisten Fällen gegen deren Willen, so wie es den meisten Leuten wahrscheinlich mittlerweile in der Armee geht, in der Ukraine, und das sind dann die diese diese westlichen liberalen Freiheitswerte, für die man dann kämpft. Aber die gleichzeitig im Rahmen von diesem Kämpfen und von diesem Verteidigen ganz brutal eingeschränkt werden. Also das oder komplett aufgehoben oder komplett aufgehoben werden und ich mein, es war ja auch bei unserer bei der genialen und sehr guten und wunderbaren Fleischhauer Sendung ich, ich weiß nicht ob das in
dem in der finalen Sendung drin war, ich vermute nicht. Aber da hat er auch irgendwie gesagt, dass quasi ne, wenn der Putin gewinnt, dann gibt es hier keine Queer und Frauenrechte mehr und dann hab ich ihn auch gefragt. Herr Fleischhauer, wann haben Sie sich in Ihrer Karriere denn mal für Queer und Frauenrechte eingesetzt?
Also sie sind doch an der vordersten Front. Was war seine, was war seine Antwort? Ach, ich. Weiß es nicht mehr. Also der es ist, er ist er ist an der vordersten Front von von wenn wenn es bei der Springerpresse oder bei News oder oder bei irgendwo zum Beispiel darum geht, dass keine Ahnung. Transfrauen im Hochleistungssport machen alles kaputt.
Sie ruinieren die ganzen tollen Rekorde und so weiter und das ist eine ist ganz schlimm alles. Ja, und das wird dann quasi wieder als Argument Weaponized für die Aufrüstung und für die Mobilmachung und die Kriegstüchtigkeit. Also es ist wirklich so wahnsinnig verlogen und zum Kotzen ich. Find es auch einfach frech.
Ja, das das trifft wahrscheinlich gut, ja. Sogar auf so nem ganz bewunderten Level einfach frech. Ja man nicht. Ja, das vielleicht auch mal als Hinweis an die ganzen linksliberalen Creatorinnen, die so quasi Aufrüstung auch immer ganz, ganz kritisch sehen. Aber es gibt ja auch so gute Argumente für die Wehrpflicht, Wehrpflicht und für die Aufrüstung, weil die westlichen Freiheitswerte und so weiter man kann auch nicht ernsthaft glauben, dass die aktuellen westlichen Regierungen irgendeinen Fick auf diese liberalen Freiheitswerte zum Beispiel. Im im Bereich der Queerrechte oder der Frauenrechte geben. Also man kann doch nicht einfach weil. Das auf Spanien oder so einfach alle möglichen Länder, das ja alles was ich halt und recht
also. Wirklich dieses man muss sich wirklich das mal in den Kopf kriegen. Europa ist kein Fantasiebilde, was irgendwie für ganz tolle Werte stehen kann, sondern es gibt ein real existierendes Europa und dieses Europa wird zur Hälfte von Rechtsradikalen heute regiert und zur anderen Hälfte in den nächsten paar Jahren von Rechtsradikalen regiert.
Man kann auch nicht ernsthaft glauben, dass diese Staaten und diese Leute ihre wahnsinnigen Gewaltmittel und und gewaltinstrumente wie zum Beispiel jetzt die Wehrpflicht, dafür einsetzen, die Rechte von marginalisierten Minderheiten zu. Heiligen also das. Ist so idiotisch. Ich find an dieser Stelle noch mal wichtig, dass wir betonen, dass es hier jetzt nicht um so n zynisches ablassen von all diesen Werten geht.
Das ist n bisschen so wie n Philosophiestudium, was ich hier hatte, wo dann gesagt wurde, ja irgendwie kann das Antisemit, das ist irgendwie problematisch und so weiter und deswegen müssen jetzt andere Leute lesen, die nicht irgendwie weiße alte Männer und Antisemiten sind, und ich sehe den Punkt, dass man den Kran auf jeden Fall erweitern muss, auch um andere stimmen.
Gleichzeitig bin ich der festen Überzeugung, und das sag ich als Person, die sehr tief beeinflusst ist von Ideen der der Aufklärung, dass es immer darum geht, dass dieser Universalismus, der in den Ideen von Kant steckt, gegen Kant gelesen werden muss. Also Kant kann in seiner aufklärerischen Idealen nur zur Verwirklichung kommen, wenn man konsequent sagt, dieser Antisemitismus beispielsweise, der widerspricht, also der kantische Antisemitismus, der widerspricht den kantischen Grundsätzen der Freiheit, will und so weiter und sofort, das heißt?
Wenn wir jetzt sagen, die europäischen Werte werden nicht von europäischen Regierungen verteidigt, dann heißt das nicht, dass wir diese Werte deswegen aufgeben können, dass es nur luftgebildet sind, dass es nur ideologische Konzepte sind, sondern man muss diese Werte gegen diese Regierungen verteidigen. Ich würde sogar sagen, ja, das Menschenrecht direkt entstanden sind, um einzelne Bürgerinnen und Bürger gegen die Staaten und ihre uneingeschränkte Macht zu beschützen, also oder ne Legitimation zu entziehen, das zu tun, indem man ja also Freiheit, Gleichheit, geschwisterlichkeit als universelle Werte festschreibt.
Also du würdest sagen, quasi, dass eben das was Kant geschrieben hat, schlauer ist als Kant selber. Genau, es muss ihn ja gewissermaßen übersteigen, und das macht ja auch irgendwie ne Philosophie und ne Ethik und ne Politik auch lebendig und ja erweiterbar und ja, das wär ja noch zu komisch, wenn man dann eine Person einfach nur so hoch hebt und sie muss dann irgendwie unfehlbar sein.
Ja, das find ich wahrscheinlich auch bei bei Marx mal n bisschen schwierig, es geht ja nicht drum was Marx gemacht hat, sondern es geht ja drum, dass man seine Ideen weiterdenkt und. Vielleicht auch gegen ihn. Wendet, ja, geht auch. Es gibt ja dieses Buch, also ich hab einfach, ich hab zur Heiligenverehrung sehr wenig übrig, ja.
Es gibt ja dieses Buch, Radikaler Universalismus von Omri Böhm, und ich schätz Omri Böhm eigentlich sehr. Also ich finde, er hat 2 sehr gute Bücher geschrieben, nämlich einmal radikaler Universalismus, und auch sein Buch Israel eine Utopie ist wirklich wunderbares Buch über, also einfach, wenn man verstehen will, worum es eigentlich in dem.
Viel, viel benannten Nahostkonflikt geht nicht das an an, ja, das beste Buch was ich glaub ich bisher gelesen hab dazu und er schreibt in seinem Buch über Universalismus schreibt er ja auch, dass zum Beispiel die amerikanische Unabhängigkeitserklärung oder die oder, die quasi die Verfassung quasi das erste, was man so kennt, dieses We hold these truth to be self evident also.
Wir halten folgende Wahrheiten für eigentlich offensichtlich oder für selbst sich selbst erbringend nämlich, dass alle Menschen gleich geschaffen wurden. Und dann führt Omri Böhm eben an, dass es, dass man das ja kritisch sehen kann, insofern, dass die Leute, die das damals geschrieben haben, halt alles Männer waren, alles weiße Männer, die sich unfassbare Anzahlen von von schwarzen Sklaven gehalten. Haben die waren halt gleicher als alle anderen. Genau so.
Aber das Macht das, was sie geschrieben haben, nicht schlecht. Also man sollte quasi sagen, ja, diese Leute haben offensichtlich nicht danach gelebt, aber sie haben trotzdem da eben was zu. Sie haben trotzdem Recht gehabt, sie haben was geschrieben, das war nämlich, wir alle sind gleich geschaffen und wir, wir, wir sind alle gleich, wir sind alle Menschen und diese diese komplett basalen universellen Wahrheiten, über die über die menschliche Würde, dass die nicht deshalb, dass man die nicht deshalb verwerfen sollte, nur weil die Leute, die das geschrieben haben, halt offensichtlich ne wahnsinnige Doppelmoral hatten und.
Genau das vielleicht noch dazu, dass wir hier nicht in so n großen Zynismus verfallen. Dann natürlich sind diese ganzen Sachen, für die es sich auch die erkämpft wurden, also die Rechte von von marginalisierten Gruppen, die die sind ja nicht vom Himmel gefallen, sondern die wurden erkämpft und für die lohnt es sich auch weiter zu kämpfen, nur wer glaubt, dass die westlichen Staaten momentan das Mittel zur Wahl sind, um diese Rechte aufrechtzuerhalten, der ist halt wirklich einfach.
Entweder n bisschen naiv oder einfach uninformiert. Ja, ich wollte gerade noch mal zu die von diesen Grundrechten, also dass sie zwar nicht so gelebt haben und trotzdem recht hatten, ja noch mal weiterführen, die Frage gerade noch mal oder zurückführen zu Kant, weil dir dann eben die Frage ist OK, wenn alle Menschen gleich sind und diese Menschen damals offensichtlich sich für gleicher gehalten haben als die anderen, denn. Dann ist ja das eine der Grundfragen, die Kant mal gestellt hat, nämlich was kann ich wissen, was soll ich tun, was darf ich hoffen und was ist der Mensch. Und es geht ja genau da drum dann auch festzustellen, was ist eigentlich der Mensch, und wenn, wenn wir einfach diese Kategorie Mensch so fassen, also dass
beispielsweise Juden dazu gehören oder behinderte Menschen oder queere Menschen, dass wir einfach sagen, das sind Menschen, das sind keine Untiere, das sind keine Untermenschen, so denen kommen. Oder oder schwarze Menschen jetzt im Sinne von von Abschaffung der Slaverei diesen Menschen müssen als Menschen alle Menschenrechte zukommen, dann ist ja das die eigentliche Frage, die ja auch bei Kant so n bisschen mitschwingt. Was ist der Mensch, ja die auch eben fragt, was ist halt kein Mensch mehr oder nicht so ganz Mensch, nicht Mensch genug Menschenrechte zu genießen.
Ja. So Schulstreik. Ach so. Schulstreik. Wir waren beim. Schulstreik die werden für ne riesige Schleife gemacht. Kurz auf der Klaviatur das Kantischen gespielt, aber das ist auch natürlich kein Problem für Ole Liebel und Simona Dressler. Oh Gott, du bist so Großkotzig. Simon. Das stimmt gar nicht. Na ja, du du, du hast von Kanti angeguckt. Bin ich so wie studiert?
Genau. Und ich wollte noch n paar Sachen über die Schulstreiks sagen, weil wie gesagt der nächste Schulstreik ist am 5. März und ich war sehr positiv davon überrascht. Erstens schon wie viele Leute sich mobilisiert haben und da ist auf jeden Fall noch sehr viel Luft nach oben, aber 55000 ordentlich ordentlich dafür auch wie spontan dieser Schulstreik ja war, weil das.
Wenn man bedenkt auch, wie wenig junge Menschen das gibt. Ja, und und vor allem, dass es oft von Leuten organisiert wurde, die sonst gar keine Erfahrungen jetzt haben in politischer Organisation so. Nein, das ist wirklich beachtlich. Und das hat ja erst vor einem Monat davor oder so angefangen, oder oder eineinhalb Monate und trotzdem würde ich gerne für den nächsten Schulstreik n paar Vorschläge machen. Das heißt, wenn hier jemand zuhört, der irgendwie mit den Schulstreiks gegen die Wehrpflicht zu tun hat, in irgendeiner organisierenden Funktion, dann kannst du mir da gerne auch schreiben, wie auch immer du da draußen bist an den Kopfhörern, was du davon hältst nämlich. Ich hab hier ne Pressemitteilung
vor mir, die die quasi Initiative Schulstreik gegen die Wehrpflicht rausgeschickt hat im Vorfeld von dem Streik Anfang Dezember, wo ein Zitat ist. Das möchte ich mal vorlesen statt Milliarden in Waffen zu stecken fordern sie also die Schüler Milliarden für Bildung, bessere Ausbildungsplätze, das Klima und für unsere Zukunft und ich würde sagen das halte ich für strategisch unklug, dass man.
Sich direkt in eine Position begibt, wo man gegenangebote macht, wo man sich direkt kompromissbereit zeigt, weil da möchte ich ganz klar sagen, das ist nicht unser Bier, das ist nicht unsere Sache, wir müssen keine Gegenangebote machen wie der deutsche Staat sein Geld besser ausgeben könnte, das ist nicht, damit haben wir nichts zu tun, es reicht einfach zu sagen, wir wollen das nicht, wir kämpfen, wir sterben nicht für Eure Kriege und wir haben auch keine Gegenangebote.
Also ihr könnt gar nicht mit uns engagen auf dieser dieser so einer. Ja, also da gibt es nichts. Auszuhandeln. Da gibt es nichts auszuhandeln auf dieser staatstragenden Ebene. Von wegen, Ach ja, OK, aber wenn kein Geld für für das Militär, wie werden wir denn dann verteidigungsfähig? Ist mir egal. Werd doch werd doch verteidigungsfähig, werd doch selber verteidigungsfähig, das darf die einzige Antwort sein, weil wenn man einmal anfängt da irgendwie rumzuhandeln und zu sagen.
Und sich in diese Perspektive quasi vom deutschen Staat zu begeben und zu sagen, ja, Investitionen in uns junge Menschen ist ja auch gut fürs BIP, das ist ja gut für uns alle, wenn wir quasi als Humankapital ausgebildet werden, dann dann begibt man sich in einen argumentativen Strudel, der vor allem öffentlichkeitswirksam.
Dann niemals aufhören wird, weil dann wird man immer wieder diese Gegenfragen bekommen von wegen, aber wenn ihr das fordert, warum fordert ihr dann nicht das? Und was sagt ihr denn zu dieser Finanzierungslücke? Und aber wir müssen doch verteidigungsfähig werden und so weiter und sofort und das ist glaub ich einfach strategisch nicht besonders smart.
Es gibt diesen Spruch when you give them and inch, they take a mile, also wenn man den Leuten nur n bisschen quasi wiggle Room. Gibt, wenn man nur n bisschen sich kompromissbereit zeigt, dann wird direkt daran gezerrt und dann werden junge Leute direkt in so ne staatstragende Verantwortungsrolle gedrückt. Von wegen ja, aber ihr müsst doch irgendwas. Eure Kompromissvorschläge sind doch deswegen und deswegen und deswegen gar nicht umsetzbar und so weiter und sofort, aber wenn man einfach das verweigert und wenn man einfach sagt, Nein wir sterben nicht für eure Kriege, Punkt dann. Kann ich mir vorstellen, dass auch Journalisten, die sich auf diesen Streiks dann rumtreiben und irgendwie Fragen stellen und auch in der Berichterstattung
darüber, dass sie dann ganz verwirrt sind, weil sie gar nicht wissen, wo setzen wir denn da an? Also ich versteh total die Kritik da dran. Also dass wenn du dann so tust, ja wir machen jetzt hier so n Balancing ja vielleicht weniger davon und vielleicht mehr davon, dann wirft man eben die Frage auch nach einer Wehrpflicht oder nach einer teilweise Wehrpflicht oder so dran als so ne Verhandlungsmasse in den Ring und dann ist man sofort in dieser Form von. Ja, eben Aushandlung, wo es eigentlich nichts zu verhandeln gibt, weil die Position sehr klar ist. Keiner wehrpflichtpunkt.
Gleichzeitig frage ich mich trotzdem, wenn man schon mal so viele Schülerinnen auf der Straße hat und die ja auch alle betroffen sind von viel zu wenig Bildungsausgaben, also die Jade facto ein Problem darstellen, weil die Infrastruktur echt im Arsch ist. Die Lehrerinnen sind überlastet so, die Ausbildung ist nicht gut genug, keine Ahnung, es ist wirklich ein Problem und es hat jetzt nicht nur damit zu tun, so mit ja wie werde ich jetzt als Humankapital ausgebildet, sondern. Dass ich das machen kann, was mich interessiert. Und dass ich nicht in überfüllten Klassen sitze, nichts mitbekomme und mir die Decke auf den Kopf fällt und das Klo verstopft ist, das kann es ja auch nicht sein. Also, und wenn man schon mal so
viel Leute auf der Straße hat, dann muss doch, wie ich finde, eine Möglichkeit geben zu sagen, Nein zur Wehrpflicht, da gibt es auch nichts dran zu diskutieren und nichts zu verhandeln, und übrigens, wir wollen mehr Kohle, also dieses nicht, nehmen wir dies anstelle von das, sondern wir. Wir wollen das und noch das dazu.
Weißt du, wie ich meine? Also ja. Aber aber dann, ich weiß ja ob. Man diese Radikalität nicht n bisschen anders aufziehen kann, also nicht heißt, wir geben uns kompromissbereit, sondern wir wollen das und wollen übrigens noch viel mehr, weil man will es kaum glauben, wir sind die Zukunft unser von euch allen. Ja, ja, voll ich.
Ich glaube also ich versteh was du meinst, aber ich glaube trotzdem, dass das im Prinzip die Kompromissbereitschaft ist, die von einer medialen Seite dann gesucht wird, also die genau wo man dann genau da halt andockt, wo man eben sagt, gut. Also das eröffnet zum Beispiel halt die die Argumentationslinie von wegen ja, aber wenn jetzt zum Beispiel ein Bildungspaket gemacht werden würde für ganz tolle neue Schulen und Sondervermögen Bildung, wärt ihr denn dann bereit?
Und sagt man, nein, wir wollen das und das. Wir wollen mehr, ja, sind nicht bereit zu geben. Aber dann ist es nicht alles genommen. Dann ist es kein Schulstreik mehr, aber gegen die Wehrpflicht, weil dann ist es n Schulstreik für die Leiden von Jungen. Leuten meinst du ja so aber trotzdem, ich find trotzdem so. Also ich find beide anliegen so wichtig. Ja, also ich find das eine aber wichtiger als das andere. Also ich find das eine ich find muss sagen der Kampf gegen die Militarisierung und gegen die Wehrpflicht ist würd ich sagen momentan das dringendste für was sich junge Leute ja ich verstehe momentan engagieren weil es so zeitlich einfach. Es drückt einfach Zeit, rennt und Deutschland und Europa machen sich wirklich einfach
weltkriegstüchtig. Das ist das, was sie machen. Es geht nicht darum, irgendeine hypothetische, irgendeinen Angriff irgendwie abzuwehren oder abzuschrecken oder was auch immer, wer in die Vergangenheit schaut, der wird sehen, dass ja machtblöcke mit gewaltigen Gewaltmitteln nicht immer nur friedliebende Verteidigungsbereite.
Krümelmonster waren, sondern eben dann zu Monstern wurden und nicht zu krümelmonstern. So, und ich glaube, das ist wirklich der politische Kampf, auf den man sich fokussieren sollte. Ich mein, Ich kann diesen Wunsch total verstehen, ich mein, Ich war auch an der Schule oder auf einem Gymnasium, die jetzt nicht das jetzt nicht so super aussah, aber und und deshalb kann. Ich von einem Gymnasiums abgerissen worden, weil es einfach zu schäbig war.
Ja, also mein Gymnasium wurde irgendwann zwischen, also in meiner Schulzeit. Quasi geschlossen für 2 Jahre und wurde währenddessen renoviert und komplett saniert und wir waren dann parallel in Containern unterwegs. Das war ist jetzt auch in meiner Alten. Genau ja, aber die finden die Container gar nicht.
So schlecht die waren im Sommer halt brutal. Also im Sommer sind da halt 40 Grad in diesen Containern, weil die waren auch nicht klimatisiert und so. Also es war wirklich komplett gaga. Na ja, und ich kann verstehen, dass man in diesem Status quo irgendwas ändern will und dass, wenn man schon viele junge Leute auf der Straße hat, dass man dann auch andere Forderungen.
Erheben will. Aber ich glaube, diese, diese Message Disziplin von wegen wir sind gegen die Wehrpflicht, wir sind gegen die Kriegstüchtigkeit und wir, wir erheben überhaupt keine Angebote, an denen man sich irgendwie abarbeiten kann medial, und wir versetzen uns überhaupt gar nicht in diese Rolle vom Staat rein, was der jetzt besser machen könnte, weil das kann dann keine Ahnung irgendwie Fridays for Future machen, aber wir sind der Schulschreck gegen die Wehrpflicht. Wir sind ja Schulstreik gegen die Kriegssüchtigkeit und wir sagen dazu einfach nein, wir sterben nicht für eure Kriege punktaus fertig.
Und wenn ich dann, wenn ich mir dann vorstelle, wie dieser Wehrbeauftragte und die grünen Politikerin, mit denen ich in Hannover oder bei Hannover auf dem Podium saß, was für Bauchschmerzen die dann bekommen würden, junge, junge, junge, Junge, die müssten ich glaub so viel Iberogast, so viel Iberogast gibt es nicht auf der Welt, wie die dann fressen würden. Obwohl.
Also bei den Grünen kann man schon sagen, dass sie das sehr gut gelernt haben, mit Bauchschmerzen Politik zu betreiben. Das stimmt, das muss man ihnen zu gut. Oder das muss man Ihnen wirklich, also da sind sie hart für die für die Wehrtüchtige und resiliente Gesellschaft ein wichtiger Skill. Ja, das ist definitiv ich bin. Ich bin so froh, dass wir so resiliente Politikerinnen haben. Wow.
Ach ja. Ja, ich wollte ja noch sagen, warum ich nicht beim Schulstreik war. Ja, hast du, musstest du nachsitzen. Nee, hast du vom Biografielehrer wieder mit dem Rohrstock auf die Finger bekommen. Da würde ich mich ja fast freuen. Nee, ich musste der schnöden Lohnarbeit nachgehen. Achtung, Heilige Scheiße bringt mich auch n bisschen auf dieses Thema, weil ich hab jetzt einfach dadurch, dass ich n Job jetzt angefangen habe wieder vor 2 Monaten, dass ich noch Verpflichtungen hatte in meiner Selbständigkeit, dass ich immer wieder auch Social Media Sachen mache, sag ich mal. Achtung, mein Social Media.
Ja, ja, bisweilen, dass ich einfach jetzt so 2 Monate keinen einzigen freien Tag hatte, gar keinen. Und das schlägt sich ja auch n bisschen nieder in der Tatsache und mein Buch hab ich auch noch fertig geschrieben. So und dann diese ganzen Nachbereitungen und mit nicht wahr Ankündigungstexte und mit der Booking Agentur und was nicht alles das bringt so n bisschen die die Frage mit sich, also was will ich heute eigentlich mit dir besprechen, weil meine letzte Woche bestand nur daraus, dass ich arbeiten war. Und dann bin ich nach Hause gekommen und habe erst mal erschöpft und späten Mittagsschlaf gehalten. Und dann bin ich aufgewacht und habe Haushalt gemacht und dann bin ich eingeschlafen, habe ich
aufgestanden und dann wieder gearbeitet und ich musste daran denken, dass ich ja dann auch um mich herum sehe und auch viele Creator innen kenne, die halt sehr konsistent viele Videos raushauen und jetzt habe ich natürlich ein. Bei mir n Feld was n relativ inhaltliches ist. Also ich mach jetzt nicht so krass viele hot takes, sondern weil ich muss teilweise auch sehr viel lesen dafür und ich mein Ich bin schon n schneller Leser, aber ja, ich bin jetzt auch keine Creatorin die irgendwie also in 3 Stunden irgendwie n Buch durchballert und dann irgendwie vorstellt, ich muss ja n bisschen verdauen und will irgendwie n einigermaßen klugen Gedanken dazu fassen.
Und natürlich sind wir als Traderinnen, als Medienschaffende immer wieder mit dieser Verwertungslogik konfrontiert. Und jetzt kann man natürlich sagen, ja gut, niemand muss das machen, stimmt ja auch. Ich finde aber trotzdem, wenn wir dieses Phänomen der Verwertungslogik auf Social Media ein bisschen weiterdenken, dann würde ich schon sagen, dass wir überall da drauf treffen, also von allen Seiten, wir natürlich als Menschen, die Videos machen und ins Netz stellen, sind natürlich interessiert daran, dass die Likes kriegen, dass die Reichweite kriegen. Dass Leute sich das anschauen und dann wird immer auch immer der gesagt oder der Algorithmus straft ja auch, wenn du nicht so oft postest, ich also gerade auf
tiktok ist es relativ krass, auf Insta geht es noch. Apropos verwertungslogik, Ich mach jetzt mal n Bild, wie wir hier zusammen podcasten. Mach das in meiner Story. Genau das ist ja sehr gut. Mach gerne ein Foto, wie ich hier sitze und darüber rede, wie wir alles verwerten müssen, aber diese dieser Verwertungszwang ist halt auch zu sehen.
Bei den Leuten, die diese Apps überhaupt betreiben, also ich mein, die haben halt irgendwie shareholder, wenn die die hochhalten müssen, die haben ihre Quartalsberichte, die müssen die ganze Zeit wachsen und wie wachsen sie, indem sie Leute dazu bringen, möglichst lange und viel in ihre Bildschirme zu schauen, das heißt, die Algorithmen sind entsprechend designt, gab es jemand von n paar vor ein 23 Jahren irgendwie diese Whistleblowerin, die dann diese Dokumente von von Meta geleakt hat, wo einfach klar wurde, die Wissen ganz genau, dass sie Abhängigkeiten schaffen und das ist auch irgendwie n Problem, aber what Show we do?
Und die machen einfach weiter. Ja, und diese Verwertungslogik sieht man ja eben dann auch, also dann im Endeffekt bei den bei den Zuschauerinnen, also was also ich weiß nicht, kennst du denn ne Screen Time hat man auch gesagt das. Ist wirklich sehr privat. Nein, ich würde sagen, meistens so zwischen 5 und 6 Stunden. Ja, ich denke bei mir Self auch.
Ja, und da sind wir ja im Mittelfeld. Ja, eher im Mittelfeld. Also muss man ja einfach noch sagen, das heißt, diese dieser Zwang immer auf diesen Apps zu sein. Ob man jetzt konsumiert oder produziert oder ob man jetzt auf der Backend Seite das so optimiert, dass die ganze Zeit produziert und konsumiert wird, ist halt schon krass. Also der Produktionsdruck ist immens und wenn ich mir dann zum Beispiel Creator and ansehe, also vor allem krass, finde ich ehrlich gesagt bei Tara Luise Witwer, das ist für mich immer so die also die ist so krass, also ich finde es auf der Seite beeindruckend, weil sie so diszipliniert. In so krasser Regelmäßigkeit ihren Content raushaut, auf ihre Stories und so, die ist ja auch
riesig geworden. Und das ist ja auch hälftig zu sehen, dass sie in den letzten 3 Jahren, glaube ich, von 200000 Leuten irgendwie auf 7 800000 oder so ihre ihre Followerschaft erhöht. Das ist richtig harte Arbeit, das ist richtig harte Arbeit, gleichzeitig sehe ich aber auch, es gibt keinen, es gibt keine Freizeit und es gibt keinen Urlaub, genauso wie eben die Creator in immer und jeden Tag ihre Stories machen. Sind wir heute jeden Tag auf Social Media? Klar, es gibt immer Leute, die sagen, ja, wir machen jetzt hier so n bisschen einen auf Social Media Detox und Smartphone Detox und dann sperren sie irgendwie für ne Woche ihr Handy weg, aber das ist irgendwie nicht so ganz was es ist und es ist auch nicht so dieses ja, ich hab mir jetzt
ne App installiert, die mich davon abhält auf Social Media zu sein, so das ist nicht was ich was ich meine wenn ich sage die sind nie im Urlaub also. Sondern das ist ja. Also entweder ist das eine gewaltsame Entzugsmethode oder es wird überhaupt nicht wahrgenommen in diesem Zyklus aus Arbeit und Freizeit, obwohl es ja eigentlich eine Beschäftigung ist, an der alle Seiten in irgendeiner Weise in dieser Verwertungslogik wie auf einer Arbeit involviert sind, also wir, wir verdienen ja auch nicht mit Social Media direkt Geld, also diese paar Cent, die man von tik tok bekommt, also ist ja wirklich Taschengeld, sondern wir kriegen ja auch immer nur sekundär. Geld, indem wir Kooperationen
abschließen, indem wir Vorträge halten, indem wir eingeladen werden. Kooperationen. Machen wir ja nicht. Veranstaltungen also, die Social Media Arbeit selber ist kostenlos beziehungsweise Lohn lohnlos. Lohnlos. Und da ich ja nun wirklich auch lange Betriebsrat einfach war und da einfach entsprechend auch Erfahrung habe und auch mit Gewerkschaften irgendwie zusammengearbeitet habe, ist es dann noch mal krasser zu sehen, dass halt für diese Sphäre auf Social Media, also gerade auf der Creator Innenseite, einfach diese Form von Organisationen. Jetzt ne gewerkschaftliche Organisation über oder überhaupt irgendeine Form von Austausch einfach gar nicht existiert. Es gibt eine eine wirklich
grenzenlose Arbeit, Arbeit im Konsum, Arbeit in der Produktion und wenn ich dann gleichzeitig sehe, dass wir jetzt darüber diskutieren, das war jetzt gerade dieses Social Media verbot, ja das wird ja auch hier immer wieder diskutiert, also wie geht man damit um, dann haben wir immer nur diese 2 Modi, entweder wir verbieten es halt und die die Kids haben einfach überhaupt kein Social Media.
Oder man hat halt Social Media. Aber dieses Social Media haben, das ist dann so eine Konstante, die dann sich im Leben aller Menschen ausbreitet, die uns von Tag bis Nacht begleitet, statt sich auch mal zu fragen. Wenn ich in meinem Urlaub darauf bestehe, als. Also nicht arbeiten zu müssen, keinem Verwertungszwang, keiner verwertungslogik, keinem Produktionsdruck, keinem. Ich muss immer alles wissen, keine Form zu haben, sondern einfach die Beine hochzulegen und nichts zu machen. Warum dieses Gefühl oder dieses Bedürfnis nach Urlaub sich bei Social Media so selten einstellt beziehungsweise warum wir so wenig darüber reden, also es wird nur wie eine Sucht gesprochen, also über bei Social
Media, aber nicht wie eine Arbeit und das finde ich irgendwie also ein bisschen faszinierend ich. Ich meine, dann sitze ich jetzt hier und denke mir so OK, ich habe jetzt mit dir diesen Podcast und muss jetzt jede Woche ein Thema finden, was ich interessant genug finde der Welt zu verkünden und ich ich sitze oft zu Hause und denke mir so ich meine ich habe viele Gedanken und ich teile die mit dir auch privat wenn wir telefonieren oder so oder mit meinen anderen Friends oder so klar möchte ich mein Leben mit denen teilen und auch Gedanken die ich zu Dingen habe, aber bis ich entscheide so das möchte ich in die Welt ausstrahlen für.
Hunderte für tausende für 10 Tausende Menschen zum Anhören, zum darüber nachdenken. Dann ist eigentlich zum Beispiel das, was wir jetzt machen, also n fester Zyklus gar nicht so ne gute Idee. Also natürlich bringt es mich dazu auch mich mit dem auseinanderzusetzen, ich muss mich n bisschen dazu disziplinieren, das ist schon nicht schlecht, aber jetzt diese Woche zum Beispiel ist einfach de facto nichts passiert und ich habe keinen einzigen klugen Gedanken gehabt. Und das glaub ich dir nicht.
Also ich kenn ich kenn nicht gut genug um zu wissen, dass das nicht stimmen kann. OK, stopp. Ja, natürlich hab ich auch viele gute Gedanken. Wie gesagt ich ich Teil die auch gerne mit dir, aber keinen Gedanken den ich so gut und so mitteilungswürdig finde, dass ich ihn der Welt irgendwie also darlegen möchte.
Ich meine gerade zum Beispiel mach ich mir sehr viele Gedanken über so Transgeschlechtlichkeit und begehren, das ist n Thema was mich seit sehr langer Zeit. Sowohl biografisch als auch theoretisch begleitet. Und ich fang dazu an zu schreiben und Theorien zu entwickeln, aber die sind noch so so verletzlich, die sind noch so unfertig.
Ich kann mich damit nicht in die Öffentlichkeit wagen, ich will darüber noch nicht sprechen, ich will auch keinen keinen Arbeitsstand irgendwie mitgeben und dann frag ich mich ja, was bleibt denn und was machen denn andere Leute, die auf Social Media diese Inhalte verbreiten, wo wo finden die immer wieder ihre Impulse, alle 3 Tage irgendeinen spannenden Gedanken zu machen. Und dann würde ich sagen, die finden den oft gar nicht, sondern die machen das, was sie schon immer gemacht haben. Die wiederholen einfach Ihre Inhalte und Donkey Me wrong. Ich finde daran überhaupt nichts verwerflich, also zum Beispiel Maurice Höfgen, ja, macht ja wirklich seine seine, seine Reactions zu Talkshows, die der
gnadenlos durchzieht und der Macht auch gern mal 20, mal denselben Talking Point, weil das wird ja nicht falscher, was er sagt, nur weil er 20 mal wiederholt, er hat 20 mal recht, also gegen diesen Bullshit anzulabern ich. Ich könnte das nicht. Ich würde vor Langeweile sterben, wenn ich mich die ganze Zeit wiederholen müsste.
Ich finde jetzt auch beachtlich, also zum Beispiel, wenn du jetzt so lange über die Wehrpflicht sprichst. Ich könnte nicht so lange n Thema halten, also ich hab zu viel ADHS, keine Ahnung zu viel, ich bin zu jumpy oder so, ich finde das ganz wichtig, dass Menschen ihre Inhalte wiederholen, aber gleichzeitig merke ich, nicht alle sind auf diese Weise beschaffen und oder können Content auf diese Weise machen und was machen die dann? Ja, dann findet was statt, was ich noch viel schlimmer finde als Wiederholung, weil Wiederholung. Wie gesagt, du erreichst immer neue Menschen, es gibt doch immer wieder noch mal einen anderen Engel, der wichtig ist den zu beleuchten, dann fangen Leute an mit Diskurs über Diskurs mit Kommentaren zu
Kommentaren, weil das ist so eine so eine Art von Hottech Social Media Production, wo ich wirklich nicht mehr verstehe was mach also bei einer Popkultur, die ja auch sehr immer sehr aktuell ist, wo es dann um eine Gesellschaftskritik zeitgeistkritik und so Konsumkritik geht. Die ist ja auch sehr reaktiv. Also man kriegt irgendwas vorgeworfen von der Boulevardpresse und dann oder von von irgendwie großen Trends und man nimmt es auf und man reagiert da drauf, aber da hab ich ja noch das Gefühl, dass irgendwie. Also direkt irgendwie reagiert wird. Also es ist sozusagen ein Kommentar zu einem Phänomen, aber wenn dann der Kommentar zu dem Kommentar kommt, die Art und Weise, wie wir über Popkultur
reden, die Art und Weise, wie wir über dies und das Reden, die Art und Weise, wie wir jetzt polarisieren und wie wir Spalten und hach, und von wie wir unterkomplex sind und so weiter, also populistisch, wie wir genau also, und wenn ich noch einmal höre, wir müssen Widersprüche aushalten, wir müssen komplex bleiben, so Baby, wir sind auf Social Media, ja.
Hier sind 2 Minuten und 30 Sekunden eine lange Zeit also, das ist dann so ne nur noch so n Diskurs über n Diskurs wo ich wirklich sage diese Hohlfrasigkeit wäre besser, wenn sie einfach nicht existiert. Man kann natürlich auch manchmal darüber reden, wie wir miteinander reden, um Gottes Willen, aber wie wie krass oft ich diese Form von wie reden wir eigentlich darüber, wie wir miteinander reden, lesen muss, mach mich fertig. Und ich glaube, das hat ganz viel mit diesem krassen Verwertungsdruck zu tun, den wir auf Social Media ausgesetzt sind, und zwar alle, und das würde ich irgendwie gerne mal als Gedanke formulieren, also der jetzt so kam, weil ich einfach keine Themen hatte, dass
ich mir wünschen würde, dass wenn wir merken, wir haben gerade nichts zu sagen, also jetzt aus Sicht der Medienschaffenden einfach mal die Klappe halten, einfach mal gar nichts produzieren. Einfach mal 2 Wochen einfach sagen, es gibt halt nichts zu sehen und nicht Entschuldigung, dass ich so Lange-Weg war, nicht.
Oh, ich bin krank geworden, ich hatte einfach nichts zu sagen und dann ist auch okay ich glaube das wird total entspannen und dann aber jetzt so noch mal als Frage jetzt nach meinem nach meinen langen Ausführungen hierzu, wie würdest du das von so einer von so einer Konsumentinnenseite aus bewerten, weil ich hätte mir darüber Gedanken gemacht, was würde ich Leuten empfehlen, also wenn Sie jetzt sagen, Social Media, wofür mache ich das eigentlich, mache ich das um?
Für Themen interessiert zu werden, also wenn ich nicht weiß, was mich gerade eigentlich interessiert, was mich gerade bewegt und ich auf Social Media und dann finde ich irgendwas oder würdest du nicht sagen, dass es genau andersrum ist, dass man gerade dann auf Social Media sein sollte, wenn man sich für ein Thema interessiert und wenn man weiß, was also einen gerade bewegt, weil man dann viel zielgerichteter suchen kann, weil man viel zielgerichteter auch Videos einfach wegwischen oder liken oder kommentieren kann, vielleicht auch Sachkundiger kommentieren kann, weil man einfach gerade in dem Thema drin ist?
Ich weiß nicht, das muss jetzt nicht so schwarz weiß beantworten, aber. Ich ich frag mich, wie man aus dieser, ja aus diesem ich will nicht Hass Hamsterrad sagen, aber ich muss glaub ich trotzdem sagen wie man da manchmal rauskommen kann. Also. Also ich glaube, dass die dass der Grund, warum man so viel Zeit auf Social Media verbringt, ist halt bei also deshalb hab ich oder Art hab ich auch mich selber dabei, dass das halt so eigentlich impulshaft ist. Also man ist irgendwie, man sitzt irgendwo und man zieht so das Handy aus der Tasche und man öffnet so keine Ahnung, die üblichen Apps, Instagram, Twitter, keine Ahnung, tik tok. Und man merkt das gar nicht, dass man es macht. Also weil das so eigentlich so
ins Muskelgedächtnis übergegangen ist. Und dann ist es ja meistens so, dass man irgendwie keine Ahnung, bis die Bahn kommt, weiß ich nicht, 3 Minuten da sitzt oder 10 Minuten und dann macht man das Handy wieder aus und steckt in die Tasche und steigt in die Bahn ein und dann weiß man aber gar nicht mehr, was man da eigentlich gerade konsumiert hat. Also man könnte da jetzt nicht irgendwie n Video wiedergeben, also vielleicht 1, was irgendwie im Kopf geblieben ist. Aber es ist ja nicht so, dass man da irgendwie, wie du gesagt hast, auf der Suche nach was war, sondern man macht es halt einfach, weil man sich das antrainiert hat und weil es einem diese Apps auch so leicht machen, sich diesen Impuls überhaupt anzutrainieren oder
sich diesen Impuls anzugewöhnen und diese Apps einem überhaupt keinen, also von sich aus keinen Ausweg daraus geben. Also es ist nicht so, dass irgendwie die Twitter Timeline irgendwann sagt, du hast alles gesehen. Es ist jetzt so Goodbye, also ich. Ich finde also es wird ja auch schon oft beobachtet, dass wir auf der einen Seite eben diesen Trend zu kurzen Videos haben, klar, da gibt es immer wieder Schwankungen, sind die jetzt 3 Sekunden lang, sind die 2 Minuten lang, aber so ungefähr in dem Dreh, die wenigsten Leute gucken sich Videos über 230 an, das ist einfach so, also ist auch OK, also man hat wirklich dieses sehr relativ kurze Format von 3 Sekunden bis 2 Minuten und 30 und dann hast du halt einfach diese Podcasts, die 2345 Stunden
dauern, die ja auch echt einfach trenten. Weil man ja auch eben sagt, die Leute haben ein Bedürfnis danach, auch Inhalte vertieft einzusteigen. Und ich frage mich, so oft, gibt es nicht eine Möglichkeit, das beides zu kombinieren? Ich würde mir so sehr wünschen, dass es bei TIK tok eine Funktion gäbe, die heißt Rabbit Hole, und ich gebe einfach ein Thema ein und ich bekomme einen Feed angezeigt, nicht nicht so eine Suchleiste, wo du dann immer so Videos, sondern wirklich so ein Feed angezeigt, der auch innerhalb dieses Rabbit Holes dann auch checkt okay in welche Richtung möchtest du ungefähr gehen und?
Also bei dem bei dem Durchklicken dieser Videos lernt wie dein Rabbit Hall beschaffen sein sollte, dass es für dich am interessantesten ist. Ja, also wenn du jetzt zum Beispiel dich für Wehrpflicht oder so interessierst, du als jetzt nicht irgendwelche Waffengattungen erklärt bekommst, sondern vielleicht verschiedene widerständige Perspektiven oder so. Also wenn du jetzt in der Suchleiste einfach Wehrpflicht eingibst, dann kriegst du wahrscheinlich pro Contra alles mögliche, aber nicht die spezifische Richtung und so ne Rabbit Hall Funktion, weil das würde glaub ich viel auch ändern wie man dann reingehen und kann in Social Media weil Social Media heißt für mich nur Zerstreuung, weil ich ja nicht weiß was kommt.
Und ich würde mir wünschen, dass es wieso ne Art Live Podcast 2 Minuten Podcast mäßig ich so durchwischen kann. Ich glaube das könnte könnte einiges verbessern, so an also an so inhaltlichen Tags weißt du wie ich meine? Aber es ist ja also, tik tok funktioniert ja gar nicht so unähnlich ich mein. Tik Tok lernt ja nicht ganz so ist. Aber lernt ja wahnsinnig schnell. Also wenn ich zum Beispiel jetzt das immer so. Bei also n Beispiel was im Kopf geblieben ist. Ich hab einmal n Video auf tik tok gesehen auf meiner for you page von so einem italienischen Olivenfarmer, der Halt gezeigt hat, wie man dann so Olivenfarmt und dann hab ich das geliked, weil ich das irgendwie interessant fand und ich mag Oliven sehr gerne und dann hatte
ich die das übernächste Video war wieder so n Video ich weiß und dann wenn ich dann hab ich das geliked hatte und dann waren die nächsten keine Ahnung 10 Videos waren fast nur zu diesem Thema also man kann sich diese Rabbit hoes ja eigentlich. Schaffen, wenn man es will. Und das ist ja würd ich sagen, auch das gerade das Problem, dass zum Beispiel irgendwie heranwachsende horny Teenager irgendwie so n First Trap Video sehen und das Halt liken und dann checkt der Instagram oder tik tok Algorithmus. Ah, das können wir darauf springen die an und dann wird das quasi zu so einem ja ich.
Ich hab ja, ich hab ja gerade gestartet, ich hab einen First trap Account gemacht, also wo du wo? Du First Trapes brauchst, das ist leer. Was kommt da noch, ich. Hab kurze Hoffnung gehabt. Nee, das das das die Only Fans karriere die spar ich mir noch auf. Nee nee nee ist es wirklich ich hab mir n Account angelegt und wollte wirklich wissen wie weit kann man treiben und ich bin auch auf Instagram weil ich es dann weil ich das als noch ne etwas gesetztere Plattform irgendwie wahrnehme. N bisschen intellektueller, das würd. Ich jetzt nicht unbedingt sagen, aber du weißt ja wie ich meine. Also ich kann jetzt gleich mal nach nach der Aufnahme hier zeigen, das ist richtig krass.
Ja, das ist richtig krass. Und ich mein, das ist ja eigentlich das. Das ist ja, also würd ich ja, das klingt eigentlich fast wie das, was du gerade erklärt hast. Ja, wahrscheinlich. Ich mein. Manchmal würd ich mir einfach nur wünschen, weißt du, wenn ich jetzt Bock habe, also ich hasse ja Windows und ich würde gerne dann, wenn ich mehr so richtig Bock habe, wieder richtig hart auf Windows Abzuhaten in so n Rabbit Hall zu gehen und einfach ne halbe Stunde lang nur Windows hate zu sehen, mich n bisschen abzureagieren, dann ist auch gut.
Das ist quasi deine Version und. Ich will dann nicht, weißt du noch mal hier n bisschen fashen noch mal hier n bisschen feministische Theorie noch mal hier n bisschen weiß ich nicht was ich möchte, dann wirklich ne halbe Stunde. Ausschließlich nur Hate of Windows sehen und dann zufrieden meine Outlines zu machen, statt eineinhalb Stunden lang zu swipen und genau die 10 Videos zu finden, die ich mir am Anfang gewünscht hätte. Aber kann man das also, wenn man über tik tok in die Suchleiste eingibt und dann auf das erste Video klickt und dann von da einfach weiter wischt?
Ja, aber dann lernt er nicht, der geht einfach nur die such Einträge runter. Das ist so ein bisschen der Punkt. Also man könnte die Stärke dieses Algorithmus ja auch irgendwie. Verwenden, aber das macht schon wieder viel zu viele konstruktive. Du musst schon wieder. Du musst einfach sagen Nein. Nein, nein zu Wehrpflicht.
Nein zu Social Media Algorithmen. In diesem Sinne Nein zu aufrechte Demokraten. Nein, doch, ja zu aufrechte. Demokraten? Nein, wir haben jetzt schon die Stunde voll. Ja, aber wir sind doch die aufrechten Demokraten. Wir müssen doch ja zu uns. Sagen ja, wir sagen ja zu uns, aber nein zu einer unaufhörlich und niemals enden wollenden Podcast Episode. OK, ja damit, damit komm ich klar. Also auf Wiedersehen auch David Dressler. Auf Wiedersehen Ole, Liebe wir.
Sehen uns nächste Woche, aber ich denke leider nicht. Wir hören uns nächste Woche. Wir hören uns Tschüss. Tschüss.