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Shownotes
Ausgesprochen Kunst
Wenn neue Räume für die Kunst entstehen, bin ich natürlich sehr interessiert. Einen heruntergekommenen Jugendstil Theatersaal wieder zu neuem Glanze zu verhelfen ist keine Aufgabe für Halbprofis, wie mir Reza Akhavan erzählt. Er hat sich der Aufgabe angenommen und dass dort jetzt Kunst einziehen darf, ist sehr erfreulich. Seine private Sammlung wird ab dem 4. November 2026 dort zugänglich sein. Führungen können über die website: akhavancollection.com gebucht werden.
Kontakt: redaktion@gieseundschweiger.at
Redaktion: Alexander Giese
Musik & Produktion: Matthias Jakisic
Sprecherin: Sarah Scherer
Cover: Markus Lettner
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
wie wir dann hier gestanden sind und die Wände waren so, wie sie dann auch sein sollten. Haben wir uns beide auch nicht leicht getan. Aber am Ende des gesamten Ergebnisses hat uns beide dann sehr glücklich gemacht. also es ist herausfordernd da bin ich auch bei dir aber es strahlt auch etwas aus dass ja es umarmt einem vielleicht Der Podcast mit Alexander Gieser.
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Ausgesprochen Kunst! Es ist eine Folge, die für mich ein bisschen eine Ausnahme darstellt weil in den allermeisten Fällen waren haben meine Gespräche hier bei mir in der Bibliothek in der Akademiestraße stattgefunden. aber für das heutige Gespräch habe ich sehr gerne eine Ausname gemacht.
Neugierig war er, auf einen neuen Ort in Wien. Eine neue Location, die quasi der Kunst überantwortet wird mit der Steige Fünfzehn und dort hat Reza Acker waren, der seit dreißig Jahren erfolgreich im Mobiliengeschäft ist und seit über zwanzig Jahren sammelt einen Platz für seine Kunst gefunden Hergerichtet.
Jetzt ist die Frage und natürlich redet man am Anfang von sogenannten Hidden Places, wie lange dieser Ort ein sogenannter Hidden Place bleibt. Und natürlich stellt sich für mich die Frage, weil dieser Ort speziell ist findet man so einen Ort oder findet der Ort einen? Die Geschichte ist relativ kurz.
ich versuche es simpel zu erzählen. wir sind ja doch seit dreißig Jahren in dem Geschäft aktiv Und da gibt es immer wieder Makler oder Immobilien-Zuträger, die uns direkt anrufen. Und tatsächlich vor drei Jahren in einem Wintertag, ich glaube das war im Oktober, November vielleicht November sogar... Es war relativ kalt, mein Mobiltelefon läutet und da stellt sich ein Makler vor und sagt er hätte am Meter steig fünf Wohnungen.
Ich muss aber diesen Keller auch dazu kaufen. Und das war so seltsam, weil wenn du eine Wohnung kaufst, ist ein Keller meistens als Wohnungszubehör dabei. Was meinen Sie mit dem Keller? Der ist schon recht groß und es soll jetzt nicht überheblich klingen wir kaufen meistens ganze Häuser. Aber diese Sprache sind gemäß Keller ist so groß sie müssen die fünf Wohnungen dazunehmen.
Okay ich schau's mir an! Mietersteig ist ja auch keine schlechte Adresse. Und dann stehen wir hier vor der Tür, ich glaube ein paar Tage später – ich habe gleich drei oder vier von unserer Mannschaft mitgenommen falls diese Keller tatsächlich so groß ist was man mit dem Keller machen soll. und da kommt nicht.
Der Magler kommt nicht, kommt nicht und kommt dann mit fünfzehn Minuten Verspätung. Dann sagt er hat die Schlüssel vergessen Wir alle fast eingefroren und haben die Handschuhe genommen Irgendwie, das war eine Eisentüre verrostet über Jahre. Mit sehr viel Druck und Kraft ist die Tür dann aufgegangen. Weil ich gesagt habe, schauen wir uns den Keller an.
Nämlich was für uns unüblich ist. Und dann schauen wir unsere Wohnung an. Wir werden von, ich glaube, Kiloweise an Spinnernetze empfangen. Es war feucht ... es sind Matratzen gelegen, es waren Spritzen. Also offensichtlich auch von ... vielleicht obdachlose ein Zeit lang genutzt. Aber es war so viel mit Spinnen, dass wir nicht gewusst haben wie wir weiterkommen.
Und ich sage das immer zu meiner Frau habe mich das unlangs gesagt hat uns der Steve Jobs plötzlich geholfen weil iPhone und Taschenlampe und wir gehen durch und schutt und grüll und es war alles irgendwie... Plötzlich kommt diese riesige Saal uns entgegen Und ich schaue diesen Makler an und sage, hören Sie das ist doch kein Keller.
Und er sagt Ja da haben es früher Theater gespürt. Das war für mich so wirklich Liebe auf dem vielleicht zweiten Blick weil zuerst die Spinnen... Die Spinne! ...und in einem Augenblick wo ich gewusst habe wenn ich das jetzt nicht mache so eine Chance kriege ich nie wieder. Klar ich mach das dreißig Jahren.
Aber allein diese seltsame Anruf der Makler, dazu spät kamen keine Schlüsseln. Wir machen eigenständig die Türe auf. Es waren lauter Zufälle! Aber du hattest das Gefühl, dass da am Zeit im Verzug ist? War hinter dir schon der nächste Interessent um sich das anzuschauen oder...? Ich hatte das Glück, weil der Makler war nicht unbedingt ein sehr fleißiger Makler.
Also auch nicht sehr professionell. Weil man kann sich... Fünfzehn Minuten später kommen ist... Nicht nur da sondern man kann ja das Objekt beschreiben aber ohne Schlüssel und so. Also ich habe schon gewusst dass vielleicht wenn er das professionell macht auch vielleicht ein paar andere Kandidaten hier aktiv werden können oder nur das Thema war es war sowas von kaputt und so renovierungsbedürftig.
Und natürlich auch, da gab es einen Bescheid vom Denkmalamt also halb Profis hätten sich mit der Sache nicht beschäftigt. Aber es gibt halt Dinge oder Juwelen, da muss man sofort entscheiden. Also da kann's jetzt nicht tagelang kein Doktorarbeit draus machen. Man spürt es ja dann vielleicht, ich mein du hast gesagt Du bist... Du bist dreißig Jahre in dem Immobiliengeschäft.
Du hast viel gesehen und du warst an vielen Orten. Jetzt gibt's ja Menschen die können mehr Fantasie und weniger Fantasies wenn sie einen Ort sehen. Also es gibt Menschen die haben die Begabung So ein bisschen sich das vorzustellen was wie es sich entwickeln könnte. Die sehen das dann schon Wenns dann entwickelt ist wenn schön eingerichtet ist und so Wie oft ist dir Wie oft hattest du dieses Gefühl, dass du gesagt hast das passt eigentlich gleich?
Es ist zwar wüst und unvorstellbar aber das mache ich jetzt. Kommt es öfter vor oder war das ein ganz spezieller Moment? Ja, es war schon ein spezieller moment und ich wollte diesen Fehler nicht zweimal machen und das wissen die wenigsten. Uns hat auch mal das Geschwanden er gehört im Otterklinge Ich sage mal, vielleicht ein bisschen größer als hier nur außerhalb des Gürtels.
Also hier ist es zentraler und wir haben vor, ich glaube, zwanzig, zweieinzwanzig Jahren ungefähr das Paläk Schwandner gekauft im siebzehnten Bezirk aus der Sechzehnte-Siebzehn-Grenze-Sebzenten Und auch damals war die Begeisterung sehr groß. Auch damals sind wir reingegangen und haben gewusst okay Wir mussten damals das Zinshaus kaufen Toller Saal hinten war einfach dabei.
Nur ich war einfach viel zu jung, ich war damals glaube ich siebenundzwanzig Jahre alt und Kunst war für mich damals kein Thema. also wir haben gesagt ja eine schöne Raumhöhe von acht neun Meter relativ abgedroschen aber für uns war wichtig dass wir das Zinshaus vorne gekauft haben mehr Das ist der Geschäftsgegenstand.
Genau, und wenn ich sage okay dann nehmen wir das mit. Und ein paar Jahre später haben wir es auch verkauft, nämlich dieser gesamte Assemble. Derjenige der gekauft hat Ein ästhetischer Mensch Und man hat gesehen was er damit gemacht hat. Also wirklich toll muss ich auch sagen Ich wollte hier nicht noch einmal so einen Fehler begehen.
Da kam auch das Thema mit Kunst Am Endeffekt, diese Kauf ist entstanden aus einem Konflikt. Konflik nämlich zwanzig Jahre zu sammeln. Wenn irgendwie mit dreißig habe ich begonnen dann Zeitgenuss in Österreich zusammen und ich wollte nicht dass das einfach irgendwo in einen super wohl temperierten Lager geschlichtet nebeneinander herum liegt ja und wie das gekommen ist.
Wie gesagt diesen Fehler mache ich noch einmal Und da habe ich echt zugeschlagen. Die Verhandlungen haben fast eineinhalb Monate gedauert und der Eigentümer wusste schon was er hat, aber letztendlich sind wir uns einig geworden. Also du hast die deine Kunstsammlung hier von Anfang an drinnen gesehen.
also wenn du vorher gesprochen hast Zinshaus ist irgendwie das Geschäftsmodell. klar dass das entwickelt man. dann macht man Wohnungen und dann verkauft man sie oder vermietet man sie Hier an diesem Ort. hast du deine Sammlung gesehen? Deine Bilder, deine Skulpturen. Nur zu sagen dass man daraus ein Geschäft macht... Es würde sich auch nicht ausgehen weil mit dem was mir damals sofort bewusst war was man da reinstecken muss einen Geschäftsmodell kann man nicht draus machen.
Also es ist ein Glücksfall! Nicht nur für dich sondern auch für den Ort, für die Immobilie. Weil es braucht eben so jemanden der da jetzt auch ich meine ich sage mal im positiven Sinne ein bisschen verrückt ist weil rechnen also kühl rechnend das geht nicht. Es rechnet sich nicht! Es würde sich rechnien, weil ich glaube hat man mir auch erzählt es sollte mal hier ein Fitnesscenter entstehen.
Dieser Saal ist groß genug und kann man sich vorstellen dass man Die, die ihr Muskel pumpen wollen. Nein, gerede nach dem anderen und da kann man auch dann im Monat was ich nicht ein Mitgliedsbeitrag verlangen und wird sicher eingeschäft. Und irgendwann noch mal... Hast du aber nicht vor? In zweit Verwendung?
Nein! Auf das wollte ich hinkommen weil es war auch ein Gespräch des Gabila hier mal oder was sind's da? Aus irgendeinem Lebensmittelkonzern hier würde auch wahrscheinlich funktionieren. Nur, ich glaube wir brauchen nicht den siebzehnten oder dreihundertsten Fitnessraum oder noch einmal Österreich. Dichte an Lebensmittel ist auch groß genug das hätten wir auch nicht gebraucht.
also es ist auch glaube ich eine Aufgabe so etwas zu verhindern. Also wie ich das gesehen habe, habe ich gewusst dass da muss wieder die Seele reinkommen. Das war ja ein Theater-Saal. Also ich würde es nicht verstehen, wie man hier einen Fitnessraum macht. Jetzt bist du ja ein Profi. Hat sich das anders angefühlt diesen Raum zu entwickeln und umzubauen?
Weil du gewusst hast, dass ist jetzt für dich, für deine Kunst... Ich meine wenn man euch verfolgt. ihr seid sehr im absoluten obersten Segment und ich glaube, ein Objekt entwickelt, dann setzt sie die höchsten Maßstäbe an. Sind hier noch höhere Maßstäben angesetzt? Ich glaube das habe ich versucht zu trennen weil wenn ich jetzt angefangen hätte hier eine große Ausschreibung zu machen, siebzehn Bauchirmen einzuladen drei Architekten also mein Fokus war am Anfang relativ klar.
wie ich das gesehen habe wusste ich wollte dass nicht zur Todesanierung. Ich hoffe, dass manche das nicht falsch verstehen. Ich wollte keine zweite Sophien-Säle haben, wo jede Kante, jede Fuge perfekt ist. Sondern ich hab gedacht, ich möchte einfach die Wunden der Zeit auch hier belassen hat ja auch wunderbar funktioniert und so habe ich zwei Anrufe gehabt einmal beim Denkmalamt und einmal auch bei der Baupolizei und ich habe ihnen einfach meinen Konzept vorgestellt.
Das ist es. Wir wollen nicht das so perfektionieren, aber wir wollen das authentisch machen und wir möchten wissen wie es früher ausgesehen hat? Wir wollen die Schaufenster genauso wieder wie damals und waren ja Eichen-Schaufenster. Und wir wollen dass halt so machen als wenn der Passant vorbeikommt sich denkt hey da Da will ich rein, oder?
Sowieso. Aber es ist hier nicht verschandelt worden. Man kann ja auch Aluportale machen und schaut ja auch wunderbar aus. Nur das hat's damals nicht gegeben. Wir wollten das in diese Richtung und auf deine Frage zurückzukommen, Maßstäbe noch höher setzen kann man. aber ich glaube dieser Raum verdient es gar nicht dass du ... noch einmal das Thema Elektrik bis zum letzten Detail und jede Wuge.
Es darf gar nicht perfekt sein, es war so! Und wir wollten die Seele wieder erhalten und das zu Todesanieren. Das passt ja auch ganz gut für die Kunst. In der Kunst gibt's keinen Perfektionsanspruch mehr. Die Kunst lebt ja auch von... von Dingen, die vielleicht nicht so funktionieren und die Zerbrechlichkeit und die Spröte.
Dich war es das vergangenen Wochen in Venedig und wenn man dadurch so einen alten Palazzo geht da ist auch irgendwie alles schief nicht? Und vielleicht sieht man die Malerei von vor hundertfünfzig Jahren noch an der Wand durchscheinen. Sieht man ja dort in Italien vor allem. Nicht bist du auch immer wieder, also du bist ja auch Ital... Italion wie ich sage mir?
Ein Liebhaber! Ja, kranke Italien-Liebhabern. Das fängt mit Essen an und landet dann am Ende bei Architektur und Wein. Jetzt habt ihr, ich meine ich glaube es ist extrem spannend und wenn man jetzt sich das anhört und man war ja auch in den Medien ja schon davon zu lesen dass dieser Raum hier mit deiner Sammlung ab Anfang November ja auch öffentlich zugänglich sein wird.
Man kann Führungen buchen, ich glaube es werden sehr viele Leute sehr neugierig sein sich das anzuschauen. also dass was du jetzt sagst, dass nicht alles perfekt ist. wir sitzen hier jetzt. wie nennst du diesen Raum wo wir jetzt hier sind? Das ist der Private Room. da kann jeder rein, wie sagen wir nur Private Room?
weil da wollen wir gute Gespräche mit diversen Künstler haben die dann weil dieser Saal besteht ja aus zwei Ebenen, wo die zweite Ebene auch mit ihnen bespielt wird. Da möchten wir sie kennenlernen und einen netten Gespräch mit ihnen führen oder ihre Philosophie verstehen. Warum? Und da muss man nicht ... Weil der Rest ist relativ kühl, zwar nicht perfekt saniert aber das ist ein Ort, wo man sich zurückzieht.
Es ist ein schöner Besprechungsraum würde ich sagen. Die Wände sind größtenteils unverputzt. Du hast davon gesprochen, die wohnen der Zeit. Sind sichtbar! Ich finde das eine sehr schöne Beschreibung und trotzdem hat es aber ... Hast du hier eine Wertigkeit reingebracht mit Möbeln? Mit Beleuchtungskörper?
In der Ecke steht ein Bar um Bilder an die Wand zu hängen. also fein gerahmte Bilder mit schönen Perspektus und guten Glas an eine grobe Wand zu hängen. Das wäre der Punkt, wo ich mal denke so... gewagt! Da kommt es dann auch darauf an wie man's macht. fangen wir mal vielleicht mit oben an. Wie wir hier in dieser Raum waren, das war zwei Stockwerke waren hier vorhanden.
also da sieht man auch am Träger. und dann haben wir eben die Pläne ausgehoben und haben gemerkt Hoppa Latte ist irgendwo in der sechziger Jahre entstanden. Also haben wir gesagt es muss weg Wir wollten ja wieder so haben wie's damals war. Und Dann Haben wir angefangen einfach Mal im Baubranche üblich ist, mal abzuschären.
Schicht für Schicht und zu schauen wo wir landen. Wo ist die interessanteste Schicht? Absolut! Und dann kam uns diese Decke plötzlich weil du jetzt vorhin von Italien gesprochen hast und so. Und dann haben wir gesehen oh mein Gott das darf ja nicht sein. also diese Deckel zu übermalen oder zu spachteln und vielleicht Weiß-Bisch oder wie auch diese Farben.
Das wollten wir nicht. eben diese Schicht raus und da hat die Begeisterung uns noch einmal mitgenommen. Und weil du auch von der Bar gesprochen hast, das sind ja keine alkoholische Getränke, sondern die Bar ist hier wieder wie ein Kunstwerk, weil es stehen Apothekergläser drinnen. Also die Bar soll heilen und nicht betäuben sozusagen.
Und zu deiner Frage warum die Bilder hier nicht in eine perfekte Manier verglasst? Also ich sage mal, wir haben uns das erlaubt weil das andere auch nicht perfekt ist. Es ist alles runter und nicht perfekt. also haben wie gesagt dann hängen wir auch ein paar Sachen die... Aber ich glaube was ich gemeint habe ist dass eben eine raffe Umgebung für ein elegantes feines Kunstwerk, eher oft einen spannenden Gegensatz bietet.
Also wir hatten vor ein paar Monaten da in der Astoria Garage diese Messe an Orten wo halt normalerweise Autos rumstehen und wo so ein Ölgeruch in der Luft hängt dann filigrane Kunstwerke waren. und ich glaube das funktioniert schon. Und ich glaube, weil du vorher gesagt hast wir brauchen... Wien braucht jetzt nicht oder wir brauchen jetzt nicht einen weiteren Supermarkt.
Ich glaube auch nicht dass wir einen weiteren White Cube brauchen. Weil diese... Da braucht es keine Imagination! Das ist speziell. man kann nur nicht... Der Raum gibt viel vor und das ist halt etwas wo man dann... Also es ist schon herausfordernd. Definitiv und wir haben uns bei der Hängung auch nicht einfach gemacht.
Mein Freund, Wegbegleiter, den ich auch sehr liebe und wenn ich sage Freunde so das ist in meiner Schauung sehr selten. Man hat nicht viele Freunde aber der Heinz Neumann begleitet mich doch seit fast zwanzig Jahren. also man verwechselt immer mit dem Architekt Neumahn. Und wie wir dann hier gestanden sind die Wände waren so wie sie dann auch sein sollten haben wir uns beide auch nicht leicht getan.
Aber am Ende, das gesamte Ergebnis hat uns beide dann sehr glücklich gemacht. also es ist herausfordernd da bin ich auch bei dir. aber es strahlt auch etwas aus dass ja es umarmt einem vielleicht so wie du sagst nicht das widecube und alles ist nicht perfekt sondern Man muss vielleicht zweimal das Bild anschauen.
Ein drittes Mal, ein viertes mal weil vielleicht das eine oder das andere rundherum auch zur Irritation führt. aber das ist wieder das Spannende. Ja also du hast ja deinen Sparringpartner an deiner Seite mit dem Heinz. Ein guter Unternehmer weiß was er kann. Aber es ist noch viel wichtiger zu wissen was man nicht kann oder was man vielleicht doch nicht alleine kann Die Beratung.
Ich sage jetzt mal, wenn du diesen Raum siehst ... Wo siehst du deine Stärken? Und ich weiß nicht... Vielleicht können wir auch ein bisschen über die Schwächen reden. Jeder Sammler hat eine große Schwäche. Er kann nicht genug bekommen! Es ist ja wie eine Suche, die einen da befällt. Aber macht dir das Hängenspaß oder ist das etwas... Das gestalten ja glaube ich schon.
Aber du könntest ja auch sagen, da lass ich mal gar nicht reinrehen. Ich mach das jetzt genauso wie ich will. aber dass du da offenbar ein offenes Ohr hast um auch andere Meinungen zu hören, sieht man nicht alle Tage? Also ich sehe das wie in Immobiliengeschäft. Man kann jetzt blind die Zeitung aufmachen und da ist ein tolles Bild von einem Haus oder man sieht es jetzt auf Instagram wo jeder durch die Wohnung geht und die Wohnung von der besten Seite zeigt.
Aber es gibt Leute, die sich mit dem Thema beschäftigt haben. Und das über Jahre und sie auch fundiert. Ich bin ein Fan von ihnen nämlich in jede Richtung. Ob's der Steuerberater ist, Kunstberater oder Immobilienberater ja... Da gibts halt schwarze Schafe da und dort aber es gibt leute die sich gut und ordentlich beschäftigen.
Ich habe definitiv Schwächen losgelöst, wie du das gesagt hast. Ein bisschen Junkytomis in jedem drinnen, wenn man mit Kunst mal schon infiziert ist... Aber ich kann es einfach nicht perfekt! Ich hab ein Bauchgefühl wie viele Sammler aber letztendlich braucht man auch jemanden der dir diese Zustimmung für dein Bauchgefühl erteilt.
Das ist in dem Fall bei mir der Heinz, also ich tue mir schwer und das habe ich ein ehemaliger gemacht und bin dann nachträglich besser beraten worden weil gesagt er du so klug war diese Entscheidung nicht. na klar mache ich trotzdem nämlich mein bin ja eigenständig aber ich fühle mich wohler wenn ich weiß dass mein buddy sozusagen hier noch auch sein Segen erteilte.
Ich erinnere mich relativ genau, ich glaube vor ca. von zwanzig Jahren. Da hatte ich die ersten Erfolge mit dem Real Estate Bereich und da wurde man eingeladen dort und habe dann gesehen dass all diese quasi erfolgreicher Menschen an ihrer Wende Kunst haben. Und dann bin ich zu Hause gewesen und habe gesagt, so jetzt muss ich auch das machen.
Also ich kann nicht einfach die Wände weiß belassen weil wenn wir auch Gäste haben die sollen schon sehen dass du es auch geschafft hast. und mein erster... Ich sage mal heute bereue ich das ja und dann Richtung Dorotheum Versteigerung und hab mir einfach drei Warholz gekauft. Das kann ja kein Fehler gewesen sein.
Ja, vielleicht kauft man es nicht. Aber man ist da einfach blind zu sagen ... Es muss ein Warhol sein, weil alle die das irgendwie geschafft haben den Herrn Mao oder Merlin Monroe oder was immer auch an die Wenge haben werden, dann muss ich das auch machen. So kann man auch die Dinge machen. Kurze Zwischenfrage?
Gibt's die heute noch drei Wochen? Die gibt's! Die sind im Keller und die kommen auch nicht mehr raus. Da bleiben dort. Man kann sich so oder so beschäftigen, weil das ist oft eine Frage. Wozu braucht man einen Berater? Nein! Man kann auch von Galerie zu Galerie gehen und die Dinge kaufen, wenn es einem gefällt.
Nur um eine Sammlung zu zeigen – und das habe ich erst nachher verstanden – braucht man ein Handschrift. Dieser Handschift ist glaube ich irgendwo auch teilweise ... Mietheins entstanden. Ich glaube, man spürt in einer Sammlung dieses Auge des Sammlers aber so für den roten Faden sorgt dann vielleicht eine, dass man sich ein bisschen konzentriert und nicht ausfranst.
Was ich jetzt hier spannend finde am Mittagsteig XV, ihr habt es ja aufgehängt unten im Erdgeschoss das großen Saales Klassiker auch her vorne zum Teil, aber im Obergeschoss auf der Galerie junge Künstlerinnen und Künstlern. Jetzt kann man sich ja irgendwie bei der in der Kunst Geschichte eingeschriebenen Kunst dann nach Kriegs-Evangard verlassen... Also Darina ist ein großer Künstlerin und da gibt es halt die Namen ... Da kann man nicht so viel falsch machen!
Bei der Erlassene kann man mehr oder weniger jedes Bild kaufen. Aber in der Kunst, die jetzt so entsteht Da ist ja viel mehr noch Spekulation drin. Gibt es da eine spezielle Strategie? Sind das Gespräche, wo er dann sagt okay, es muss trotzdem irgendwie... Es muss zu der alten Kunst passen. Wollt ihr das verschränken oder sind das zwei separate Bereiche?
Also ich sehe es wirklich komplett separat weil unten wie gesagt Arrivierten sind da und die können wir auch kunstgeschichtlich nicht wegdenken. Aber Spekulation, das mache ich im Immobilienbereich. Da geht man in der Früh hin um acht Uhr und versucht bis achtzehn Uhr zu spekulieren leider oder Gott sei Dank.
Das kann zum Misserfolg oder Erfolg führen. Nur etwas, wofür mein Herz klopft. Nämlich die Architektur und die Kunst. Hier zu sagen auch eine Spekulation kann man – ich bin kein Spekulant. Sondern wir haben gesagt ... Die, die unten sind, haben ihre Berechtigung. Sie sind teilweise weltberühmt so wie du gesagt hast.
Lass nicht, hängt eine sehr schöne Unten. Gibt es noch ein paar andere in der Sammlung ja? Die immer wieder jetzt dann ausgestellt werden? Aber die junge Kunst, die hat durch diese Berechtigung auch eine Bühne zu haben. Und was uns in letzter Zeit sehr traurig gemacht hat ist, dass einige Galerien zusperren und ich sage bevor der Kunde, der Besucher, der Interessierte im achten Beziehung in einer Seitengasse landet wo man normalerweise nie hingeht, ja?
Ist diese große Saal da! Dann sollen sie auch hier ausstellen und wir wollen zumindest so So ist es angedacht, so einmal alle zwei Monaten wirklich jemanden den gesamten Bereich oben zur Verfügung stellen. Und das sollen auch quasi die Interessierten kommen und wir werden sie empfangen und diese Bühne soll dafür dienen dass die auch den Sprung schaffen.
ob jetzt eine Lastnick war reiner... Die haben ja auch irgendwann mal begonnen. Also warum soll dann wenn dieser Landschaft immer verschwindend wird und immer Galerien zusperren, finde ich das als ein Gegenpart ganz wichtig. Das am Reisbrett zu entwickeln stelle ich mal schwierig vor. Ich glaube der Spannende ist ja auch hier diesen Raum zu haben und es ergibt... Es wurde dann mit Leben eingehaucht und es ergibt sich vieles.
Die Leidenschaft ist diese Triebfeder. Und ich glaube, wenn Leute mit Leidenschaft am Werk sind dann kommt auf jeden Fall etwas Gutes dabei raus und ich glaube jungen Künstlerinnen die Möglichkeit zu geben auszustellen ist das allerwesentlichste! Die großen Galeristen der vergangenen zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig Jahre haben gesagt es geht ihnen in erster Linie darum Räume zu schaffen, Räime zu haben für die Kunst, ja?
Für die Künstlerinnen. Und da braucht man sich auch gar nicht die Frage stellen ob man dann irgendwie einen Beitrag leistet für den Markt sondern geht es um dieses essentielle Bedürfnis und diese Schönheit wenn man sagt hey ich kann da echt ein gutes Projekt umsetzen. Wie ich zum ersten Mal gewusst habe welche Richtung wir hier gehen hab ich gewusst dass das Projekt kaufmännisch sicherlich negativ wird.
Aber es geht hier nicht immer darum, kaufmännisch am Ende positiv auszusteigen sondern der liebe Gott hat's gut mit mir gemeint. ich kam ja erst da mit sechzehn nach österreich und hab die Sprache hier gelernt zwar wie man wahrscheinlich die Hörer dann auch hören werden nicht perfekt. aber ich kann mich glaube ich gut kommunizieren Und ich dachte, ich muss auch etwas hier weitergeben und diese Räumlichkeiten sind einfach perfekt dafür.
Perfekt für junge Menschen die ihre Kunst hier ausstellen sollten und wir werden auch hier nichts verkaufen. also es ist keine Galerie wo man die Dinge kaufen kann sondern das können sie sich dann mit einem Künstler ausmachen. was draußen passiert dass nur es wäre echt schade wenn was anders kommt Nicht jetzt um mich selbst zu loben, sondern diese Räumlichkeiten sind einfach dafür gerade geschaffen.
Könnte es auch mal Theater wiedergeben? Ich meine heutzutage gibt's ja viel Performance-Kunst. Ich denke mir die Florentiner Holzinger könnte hier schon so eine Etude aufführen nicht? Also wenn das irgendwie mit Kunst in Verbindung kommt und finde ich das großartig aber so klassisch Theater da müssen wir Die Bilder abhängen und vielleicht Lichter installieren.
Dazu ist es auch technisch, nicht so einfach. In dem Hauptbühnenraum unten hängt ja jetzt dieses monumentale Werk vom Hans Weigand. Großartige Künstler jedes Mal. Ich kannte ihn nicht persönlich Vor ein paar Wochen auf der Parallel kennengelernt, da ist er dort gestanden und er betreibt ja auch einen Raum in der Schleifmüllgasse.
Und ich habe ihn dort überhaupt nicht erwartet in diesem Umfeld und ich hab das Gefühl gehabt, dass sieht man einen Mann im besten Alter, der jugendlich dynamisch mit Feuer in den Augen gar nicht über seine Kunst spricht, sondern über die Kunst allgemein. Er ist einfach ein großartiger Künstler aber auch ein herrlicher Mensch oder?
Ein guter Mensch! Ich habe ihn erst vor ein paar Jahren kennengelernt und ärgere mich warum ich da noch früher dran war. weil so wie du sagst er ist ein positiver Mensch, er ist offen für alles. Er ist für mich ein Weltkünstler, nur er ist nicht entdeckt worden. Es gibt ja wunderbare Künstler die einfach ... auch weil sie vielleicht nicht richtig beraten sind, nicht in richtige Galerien sind, die werden halt nicht da.
Aber Hans Weigandt ist ein kluger Mensch. Er ist technisch wahnsinnig begrabt. Ich weiß nicht ob die wenigen wissen das er auch ein toller... Gitarrenspieler ist und auch wunderbar singen kann, ja. Und diese Monumentalbild von dem du sprichst, ich glaube der hat über zwei Jahre gearbeitet. Ich habe ein paar Freunde die vor der große Eröffnung uns hier besucht haben und jedes Mal wenn ich in der Nähe vom Bild komme sage ich nehmt eure Hände und greift es mal drüber Weil normalerweise greift man kein Blitzbild, aber das ist halt... Das ist jetzt keine Einladung für alle.
Nein, es ist nicht nein! Aber und da siehst du einfach wie wunderbar dieser Mann das ganze geschnitzt hat die Story dir dort erzählt. Es ist so filigran und trotzdem so fantastisch gemacht. ja also da kriege ich echt Gänsehaut und dann gibt's ja auch viele Freunde die immer fragen Jetzt haben wir was übrig.
Wo sollen wir den machen? Kannst du unser Paratschläge geben? Ich gehe zu Weigand, der ist so unterbewertet und ... Na klar, es geht jetzt nicht. Jetzt kommen wir wieder in diese Spekulationssache. Aber das ist etwas, wo dein Herz sofort aufgeht, weil du siehst ja und sagst wow! Und gleichzeitig für sehr, ich sage mal nur eines Erachtens, wo der Hans Weigern jetzt sein sollte, ist es noch sehr unterbewert.
Also diese Beziehungen zu Künstlerinnen und Künstlern scheinen dich auch zu beseelen? Ich rede immer ganz gern davon, dass es so langs Menschen gibt die ins Atelier gehen, malen, bildhauen... Ist die Schöpfung noch nicht abgeschlossen? Du hast vorher gesprochen von dem, das der liebe Gott gut zu dir war.
bist du? Sehr! Bist du gläubig? Ich bin nicht gläufig, aber ich denke irgendjemand, ob es jetzt Jesus, Allah oder wem hat und uns beobachtet. Oder irgendeine Energie, was immer irgendwie ... Hat jemand mit mir gutgemant? Also das ... Ich habe, wie gesagt ... Ich bin erst relativ spät nach Österreich gekommen Und hab hier maturiert letztendlich und hab Medizin studiert, nicht fertig gemacht.
Ich hab noch meine Anatomieprüfung gemacht. Bin dann als Realjob bei einer Immobilienfirma und da bin ich hängen geblieben und habe dann aufgehört... Auf die dunkle Seite der Macht! Ja ja aber es hat mich trotzdem sehr geprägt weil eben die Anatomieprüfungen oder besser gesagt das Essizierkurs ... also wenn du mal siehst wer vor dir liegt und wie all diese Dinge Also das ist, jetzt kann man über Schöpfung diskutieren oder ob es Zufälle war.
Aber man gewinnt einen unglaublich großen Respekt wenn man zu einem toten Menschen sozusagen durchleuchtet. Nichtsdestotrotz habe ich mir immer also auch gut mit mir gemeint hat bin ich dann doch in die Immobilienbereich eingestiegen und das mache bis heute mit viel Liebe Leidenschaft. Aber trotzdem das Thema Kunst ist das, womit ich jeden Tag einschlafen gehe.
Also kurz bevor ich schlafe denke ich nicht mehr die Zinsliste und den Ertrag vom Haus und was kann ich noch vielleicht verbessern sondern zu welchen Künstler könnte ich gehen? Und was kann der mir erzählen damit ich noch ein bisschen das eine oder andere sozusagen näher kennenlernen nämlich die Philosophie von dem... was auch tatsächlich der Künstler im Kopf hat.
Aber es gibt Künstlern, die mir sehr nahe sind, nahe meine ich physisch oder distanzmäßig weil der Erwin Wurm ist ja auch in Venedig zuhause. wir sind ja auch nicht. also Luftlinie sind wir vielleicht zweihundert Meter voneinander entfernt. aber wie waren vielleicht einmal gemeinsame Essen? Wir verstehen uns und Respektieren uns, glaube ich.
Oder hoffe ich zumindest, dass er mich auch respektiert. Ich habe ihn sehr gern aber mehr ist da nicht. Ja und ich hab zwei drei Uhr sozusagen auch in der Sammlung groß klein. eines ist auch unten die Hose. Aber es gibt Künstler wie Hans Weigand Da reicht einfach ein zweimal und du kippst hinein Und du lässt ihn auch nicht los kann dir bis in den Frühdinge erzählen die so spannend sind.
oder Rodolf Polanski. Und lieb ich auch sehr, ja? Da hat sein Atelier in einer meiner Häuser in der Schlossgasse ein tolles Haus und auch sein Atelier ist fantastisch, auch sehr raff wie hier. Das erste Mal, als ich dort war ... Ich hab gesagt, ich mache jetzt einen Atelierbesuch um zwölf Uhr und ich glaube wir sind um eine Uhr in den Früh rausgegangen.
also da gab es Geschichten die waren so fesselnd, da konnten wir. Und heute sind wir sehr respektvoll und freundschaftlich miteinander und ich darf ihn sogar als Freund betrachten. Ich glaube dass man von dieser Energie der Kraft von Künstlerinnen und Künstlern unglaublich profitieren kann. Wie du bist bei mir geht es ja auch ähnlich.
Ich kann mich nicht die ganze Zeit mit den schönen Dingen des Lebens beschäftigen Umso wertvoller ist es, sind diese Freundschaften. Wenn man so einen Einblick gewinnt in eine ganz abgehobene... Ich sage jetzt mal nicht abgehoben im Sinn von überheblich sondern so eine Energie die so ich weiß nicht, keinem Zweck bestimmt ist.
Also ein schöpferisches seine schöpferische Energie, die zielt er nicht auf einen Endzweck hin. Vielleicht fasziniert es dich deswegen auch so rein? Das bringt mich auch runter weil ich glaube auch dass sich charakterlich über diese letzten zwanzig Jahre ein bisschen geerdet wurde. Weil der Spekulant ist meistens anders getriggert und möchte nur vermehren.
Ist bei mir jetzt mit dem Kunst, da hat es eine Heilung gegeben. Ich sehe das quasi als ein Medizin für mich persönlich. Weil die Künstler legen viel Wert auf andere Dinge und nicht auf das Monetäre. Und wenn du dann zu ihnen gehst, wenn du sie näher kennenlernst, dann kriegst du einen Teil dieser Philosophie mit automatisch und das erdert auch immer.
Aber da habe ich natürlich jetzt schon eine Frage. Viele sehen ja in einer persönlichen Freundschaft zu Künstlerinnen und Künstlern auch das Problem, dass man dann zu nah oder vielleicht zu viel oder einen zu großen Stellenwert in der Sammlung dieser befreundeten Künstlerin, diesen befreundenen Künstlers beimisst.
Man verengt sozusagen den Blick. Jetzt gibt es hier Leute, die haben nur Herbert Brandel Ich kenne jemanden. Und das ist ja auch, also wenn man so... Also ich erzähle immer wieder von Menschen die dann nur meist einer Porzellan aus den Jahren seventeenhundert, neunundzwanzig bis siebzehnhundertdreißig suchen.
und die haben schon, sind schon bei neun und dreißig, acht Prozent Vollständigkeit. und dann suchen Sie diesen Schlussstein. Diese präzisen Sammlungen sprechen aber oft eine ganz spezielle Sprache? Und bei Deiner Sammlung hat man ja so das Gefühl, dass es nicht eng umfasst ist. Vor allem dadurch, dass du mit jetzt lebenden Künstlerinnen auch zu tun hast.
Ich glaube beide Themen haben eine Berechtigung. Da möchte jemand bei der Tür werden. Das sind immer wieder Besucher aber... Es ist, glaub ich, eine Raumpflegerin. Die kommt, muss auch sein! Okay, das ist noch wichtiger. Oder genauso wichtig. Ich glaube, beide Themen haben eine Berechtigung. Weil was wächst das?
Am Ende ist es eine Leidenschaft und diese Leidschaft gehört ausgelebt. Aber gibt's dann trotzdem einen Horizont oder ein Sicherheitsnetz? Oder lasst du dich da rein und sagst ... Nein, weil wir bei Meißner waren. Dann soll die letzte Puzzlestein auch sozusagen erreicht sein Und dann ist diese Glücksgefühl bei dem Sammler da.
Ich habe es halt anders, ich sehe mich heute in einen Polanski und wenn ich mit Rudolf rede, denke ich mir, oh wow das hab' ich gar nicht so gesehen! Dann sagten wir vielleicht ein anderer Künstler, bei dem ich vor zwei Wochen war... Ich habe diese Technik entwickelt und es ist so entstanden, da kippe ich auch trotzdem rein.
Ein Fokus bei mir ist Zeitgenossen Österreich – deswegen die Warholz, die dann immer im Keller bleiben! Aber ich sehe das andere genauso positiv. Dann soll jemand seine Fünfhunderte Brandl haben, aber wenn er immer wieder in jedem Brandl was entdeckt, dann sei es dahingestellt. Ich hab's nicht gemacht oder ich konnte es nicht.
Ich verlieb mich in Weygand und morgen gehe ich fremd und geh den Polanski wieder. Und wenn ich sie nebeneinander stelle, habe ich sie beide gerne! Ja? Ich muss nicht in der meisten Porzellan die letzte Blumenstrich noch sehen um glücklich zu werden sondern ich sehs halt differenzierter. Na gut, in dir finden sie dann ja auch zusammen.
Also ich glaube als Sammler ist man ja dann irgendwie so dieses verbindende Element weil man stellt sich natürlich ja manchmal die Frage wie es das definiert gibt's einen roten Faden und ich sag dann so naja der rote Faden ist die Leidenschaft mit der man halt da hinschaut und dazu ja sagt oder vielleicht dazu nein das weiß man immer erst dann.
ganz zum Schluss also mein Credo war Am Ende des Tages, warum ich das gemacht habe und warum jetzt alles hier auch so öffentlich ist. Ich mache es ja nicht für andere sondern in erster Linie hab' ich diese Raum genommen um die Dinge auch zu sehen, für mich auch zu sein weil wie gesagt in ein Lager wäre schade gewesen.
Ich freue mich und ich glaube ich habe einen Handschrift hier entwickelt gemeinsam mit Heinz natürlich wenn der Besucher sagt hey das war gut positiv Und dass er nicht hier rausgeht und sagt, die Räumlichkeiten waren fantastisch. Aber die Kunst habe ich nicht verstanden. Daraus ist das auch passiert.
Damit muss ich leben. Nur ... Die, die hier da bis jetzt sozusagen waren und auch sehr fundierte sind, haben das vielleicht so gesehen, dass ich glaube, dass sich hier so weitermachen könnte oder sollte. war jetzt längst ein Artikel im Kurier, wo man mich zerrissen hat. Wo man mich mit Ottomühlinn-Verbindung gebracht hat, weil ich auch bei der Wiener Aktionismusmuseum als Gesellschafter aktiv bin, dass hier Ottomühl verkauft werden und von fragwürdigen Käufern... Also so letztklassig, das mich das so gekränkt hat!
Und ich habe echt tatsächlich auch den nächsten Reporter angerufen und gesagt, kommen Sie doch hierher bevor sie etwas schreiben Vielleicht, dass wir uns mal kennenlernen. Weil es gibt gar kein Hinterzimmer. Das ist da wo wir beide jetzt sitzen und was Otto Mühl betrifft ich verachte aber sei gemacht hat.
Ich finde das abscheulich. Und die Woche gesagt wenn's nach mir ging ja ich bin kein Richter dann hätte ich ihm noch weitere zehn Jahre gegeben. Aber Aktionismus ist nun eine der wichtigsten oder Mitbegründer. Das kann man ja nicht kunstgeschichtlich wegdenken. Man muss Werk und Leben vielleicht differenzieren.
Wir haben eine Runde gemacht hier, da kam dann wieder ein Artikel einer Woche später oder ein paar Tage später. Ich glaube er hat es dann verstanden. aber damit muss ich leben dass Leute kommen Abscheulich sein. Kunst, nämlich das was auch hier ausgestellt ist. Ich finde seine Polanskis hässlich und seine Weigands.
damit muss ich leben. und es gibt auch Leute die sagen hey das ist toll! Ich kriege jeden Tag Liebesbriefe quasi von Nachbarn. eine sehr berühmte Architektin die hier in unmittelbare Nähe wohnt hat mir vorgestern geschrieben, Sie haben hier unser Nachbarschaft gerettet und ich möchte Ihnen dafür danken.
Und haben sie vielleicht Zeit, dass wir uns kennenlernen? Ich würde gerne die Sammlung sehen! Also auch solche Komplimente sind in die Wahl. Ja also ich glaube wenn man sich in die Öffentlichkeit begibt und dann auch in der Öffentlichkeit steht, da muss man erwarten das nicht nur Die kommen, die das super finden.
Sondern auch die kommen... ...die halt dann das Haar in der Suppe suchen. Also ich kenne das nur zu gut. Ich glaube es kommt immer darauf an wie. Es geht ja um die Kunst Und es gibt genug Leute, die die Kunst missbrauchen. Da wird auf dem Rücken der Kunst werden irgendwelche Dinge bedient. Die Grundvoraussetzung hier am Mitteilsteig XV ist auf jeden Fall Gut.
Wenn man wird in zehn, fünfzehn Jahren dann sehen... ...wenn sich das als magischer Ort der Begegnung für Kunst, für Künstlerinnen und Künstlern etabliert,... ...dann wirst du stolz darauf zurückblicken. Und wenn du jetzt mal die Schaufenster zumachst und sagst,... ..."Das ist nur meine Privatsammlung.".
"...Ich möchte mit der Außenwelt gar nichts zu tun haben", dann ist es auch eine Entscheidung. Und dann wird es anders wahrgenommen werden. Aber ich habe schon das Gefühl, dass da das Herz am rechten Fleck ist. Vielen Dank! Ich muss damit auch sagen... Das ist etwas was ich neu lernen muss. Wir machen es aber wie gesagt, dreizig Jahre und ich habe mit meinem Partner Daniel Jelitska Ich sag mal, eigentlich wie meine besten Freunde gleichzeitig.
Wie eine Ehepartner sind in der Drei-Siege im Büro. Wir teilen uns Brothund nur das Bett nicht und wir haben halt dreißig Jahre lang Kringbierkomplimente. Und jeder klopft uns auf dem Schulter. Wahnsinn was ihr zwei gemacht habt ja! Und ich muss damit lernen dass jetzt auch nachdem wir wirklich so öffentlich bin auch damit umzugehen konnte ich nicht, kannte ich nicht.
Deswegen war ich auch so gekränkt über diese Artikel her. Ich kann mich erinnern wie wir vor zwanzig Jahren das ... das... das... dass... das Twenty-Five Hours auf der Zweierlinie aufsperren wollten. und dann haben wir überlegt ja also wir haben die Immobilie gekauft. was machen wir draußen? Es sollte ein Hotel werden!
Wie machen wir das? Wir haben dieses Zirkusthema dort reingebracht Ursprünglich auch die Idee vom Daniel, der sehr federführend war. Ich dachte, alle lachen uns aus. Ein Hotel mit Zirkus und irgendwelche Affen und die Wände bunt ... Aber am Ende haben wir recht bekommen. Der Laden ist bis heute ein sehr erfolgreicher und immer gut besucht.
Die Bar ist immer voll? Immer voll! Der Betreiber ist auf höchste Ebene zufrieden. Man muss wagen. Und wir haben das Thema im Immobilienbereich genauso und ich habe es auch hier gewagt, nur dort. was kauft man nicht? Hier habe ich nichts zu verlieren und wenn der Besucher sagt, er gefällt mir nicht dann muss ich damit leben.
aber ich muss lernen, damit jetzt besser umzugehen. Das konnte ich bis jetzt nicht. Man darf nicht alles auf die Waagschale legen! Das ist aber ein gutes Stichwort... Am vierten November geht es los. Ich glaube, am vierten ist das Datum, ab dem man Führungen buchen kann? Die ersten zwei Wochen sind wir fast ausgebucht.
Das weiß unsere Sophie. Zumindest die Neugier ist groß und ... Wir verlangen acht Euro Eintritt. Das muss ich auch dazu sagen. Sehr gut! Jemand andere sagt vielleicht, dass ist viel zuviel. ein anderer sagt, das ist in Ordnung aber Es gehen pro Stunde nur zehn Leute hier rein, also man kann sich über die Webseite sozusagen informieren und eben pro Stunde noch zehn.
Und ich kriege auch eine Führung. Also da kommt man raus und hat ein bisschen einen Bezug was passiert ist. Warum der Westwest? Warum Wasser da gemacht hat? Warum Herr Weigand das so gemacht hat... Wer wird denn die Führungen machen? Das ist nicht so viel. Kunsthistorikerin? Nein, sie ist sie nicht. Das wollte ich auch nicht und war mir auch glaube ich nicht leistbar.
Wir versuchen... Nicht für acht Euro die Stunde! Ja, wir versuchen das ein bisschen schlank zu erhalten. Wir haben ja keine Musikumsqualität in dem Sinne sondern es ist ein schöner Raum mit viel österreichischer Kunst und... Also da muss ich jetzt ein bissel widersprechen. Ich war ja schon mal kurz da, ich sehe da schon Museumsqualität.
Der Vorteil ist dass ihr hier machen könnt's hier machen was ihr wollt und das wird den Leuten gut gefallen weil im Museum bekommt man dann schon meistens eine kuratorisch durchwalgte Präsentation die einer großen, die er für viele funktionieren muss. Das Schöne hier wird sein, dass es vielleicht – und du hast das vorher auch angesprochen – ihr habt jetzt nicht den Anspruch, dass jetzt irgendwie dem MoMA in New York den Rang abläuft.
aber man bekommt hier einen authentischen Blick in eine Wiener Sammlung. Du hast das vorhin angesprochen, in Wien gesammelt, zwanzig Jahre, du gibst da etwas zurück und ich glaube wenn man mit dem Gefühl daherkommt Dann geht man mit einem großen Gefühl der Dankbarkeit auch wieder raus. Vielen Dank, das bedeutet mir sehr viel.
Danke dir! Das macht meinen Tag gleich schön. Und wenn die ersten zwei Wochen schon ausgebucht sind – ich glaube es wird dann wahrscheinlich sich über Mundpropaganda rumsprechen. Ich glaube jeder wird's sehen wollen. Also nochmal zurückzukommen auf diese Messe in der Story-Garage. Da waren schon viele Leute wegen der Kunst da aber es waren fast alle wegen der Immobilie und der Architektur da.
Also mein Wunsch ist, das wird ja auch nicht anders sein. Wien ist berühmter für unsere Kunst- und Kulturszene. Und der Besucher wird kommen und man sagt rein mit dir Richtung Albertina – die ist so toll oder ist auch toll! Oder Albertina Moderne oder so. Da gibt es einen hidden secret place. Wenn du noch etwas anschauen willst, geh nochmal in Richtung Mietersteig.
Das wäre für uns ein Gewinn. Also in die Richtung wollen wir auch, dass der Ausländer sozusagen oder der Fremde oder der Touristen und der Besucher. Der nicht in Wien ansässig ist oder nicht in Österreich, wo er diese Räumlichkeiten anschaut und vielleicht auch mit Genuss wieder rausgeht. Wie kommt man denn am besten her?
Sonst hast du mich echt am falschen Fuss erwischt, weil ich mein Leben lang mit Auto hier war. Gibt es da eine Garage? Mit Parkplätzen ist das schwierig, weil auch immer meine Runden drehen, obwohl ich mit dem Smart-Timer unterwegs bin. trotzdem ist es schwierig. Dementsprechend ist diese öffentliche Garage immer voll, aber das steht sicherlich auf der Webseite.
Damit er steckt, Aber den Bezirk können wir jetzt noch sagen. Ja, das ist die Grenze vierter-fünfters. Wir sind drüben im Vierten und hier ist es vierterbezirk. Und es ist ein historischer Ort der Ferdinandzahl. Den hat es nur kurz gegeben zu Beginn des zwanzigsten Jahrhundertes. Ich glaube da sind ganz viele Leute gespannt darauf geringe.
Es gibt glaube ich die Karitas oder? Da ist die Kala... Auch ein Projekt, das mich wahnsinnig interessiert hat. Und wir waren vielleicht sogar kurz davor als JP das zu erwerben aber... Das ist an Kleinigkeiten gescheitert was mich ein bisschen traurig macht. Aber gegenüber ist auch irgendwo Kunst weil Möbel aus den Sechziger-Siebzigerjahren sind auch tolle Kunstengeschnitte.
Gut dann wünsche ich für alles was kommt diese weiterhin viel Energie, auch die Offenheit, die Neugier. Dass ich das noch ganz viele Begegnungen mit Künstlerinnen und Künstlern dich aus deinem Leben manchmal ein bisschen entfliehen lasse nicht. Ich glaube dazu ist ja die Kunst im Stande. Und ich hoffe dass dieser Ort hier einen spezieller Ort wird.
für wen? Ein Hidden Place der irgendwann einmal dann immer so hidden sein wird weil ihr darüber sprecht oder? Vielleicht irgendwo auch ein Wunsch, dass diese Akzeptanz da ist oder eine Berechtigung. Dass neben diesen großen Brüdern auch eine ganze kleine Mini-Baby irgendwo entsteht und irgendwann mal auch vielleicht erwachsen wird.
Ich danke dir auch! Ich habe noch nie in meinem Leben meinen Podcast eher im Hintergrund und eher scheu aber es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Danke, dass du da warst Danke schön, danke. Also auf, auf zum Mittersteig XV! Ich finde es sehr spannend was dort entstanden ist und was jetzt ab dem vierten November der Öffentlichkeit auch zugänglich ist.
ich möchte mich herzlich bedanken bei Reza Akkavan für das Gespräch. wir haben das Gespräche vor Ort aufgenommen nicht bei mir in der Bibliothek. ich habe das schon eingangs gesagt. Für mich auch ein bisschen eine Herausforderung, weil ich natürlich bei mir in meiner Bibliothek einen sogenannten Safe Space für mich aber auch meine Gesprächspartnerinnen geschafft habe und es war eigentlich schön zu sehen dass das an jedem any given place.
auch gelingen kann. Für die Offenheit, für die Vielschichtigkeit und die vielen Themen fand ich sehr spannend. also ich danke meinem Team natürlich auch für die Produktion Matthias Jaggesitsch und Sarah Scherer und Markus Lettner und ich freue mich auf das was kommt! Blick haben wir natürlich nicht vergessen auf die Aufgabe des Museums im einundzwanzigsten Jahrhundert.
Also daran arbeiten wir, ich hoffe wir hören uns wieder in zwei Wochen. bis dahin eine schöne Zeit und ja Gott grüßt die Kunst wie es so schön heißt!