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Ingeborg Bachmann
Ingeborg Bachmann war ein Star der deutschsprachigen Literatur nach 1945. Ihre Gedichte verbinden die Erschütterung über das Unheil des Krieges mit der Hoffnung auf die Befreiung aller Menschen, Sprachskepsis mit Sprachutopie, Avantgarde mi
Raymond Carver: Kathedrale
Raymond Carver schrieb über das Leben einfacher Leute – die unglücklich sind in ihrer Ehe, denen Arbeitslosigkeit droht, deren Auto nicht mehr anspringt, kurz: die versuchen, irgendwie über die Runden zu kommen. Dabei gestaltet er literaris
Thomas Bernhard: Das Kalkwerk
Der Privatgelehrte Konrad hat in einem Kalkwerk Zuflucht gefunden, wo er vergeblich versucht, eine Studie über das Gehör zu schreiben. Seine an einen Krankenstuhl gefesselte Frau und er leben in unheilvoller Abhängigkeit miteinander. Das Re
Edgar Allan Poe: Arthur Gordon Pym
Edgar Allan Poes einziger Roman ist ein wildes Seeabenteuer mit den klassischen Elementen des Genres: eine Schiffsreise mit blindem Passagier und Meuterei, tosende Stürme, unentdeckte Inseln. Und Poe wäre kein Meister des Grauens, hätte er
Brigitte Reimann: Ankunft im Alltag
Entwicklungsroman, Zeitdokument, Dreiecksgeschichte: „Ankunft im Alltag“ erzählt von den Schulabgängern Recha, Curt und Nikolaus, die um 1960 ein Jahr im VEB Gaskombinat „Schwarze Pumpe“ arbeiten. Brigitte Reimanns Roman gab der „Ankunftsli
Paul Auster: Stadt aus Glas
Im ersten Roman von Paul Austers New-York-Trilogie erhält der Krimiautor Daniel Quinn einen seltsamen Anruf: ein Mann, der um sein Leben bangt, glaubt unter dieser Nummer den Privatdetektiv Paul Auster zu erreichen. Damit beginnt eine postm
Stefan Zweig: Schachnovelle
Stefan Zweigs Figuren teilen seine Lebensneugier, die vor allem Obsessionen gilt. In seiner berühmtesten Novelle treffen gleich zwei Besessene aufeinander: der Schachweltmeister Czentovic, kalt und berechnend wie eine Maschine, und Dr. B.,
Adelheid Duvanel: Fern von hier
Adelheid Duvanel schrieb über „Menschen, die sich nicht an das Hiersein gewöhnen können“: existentielle Außenseiter und ihre Imaginationen, Rituale, Überlebensstrategien. Der Band „Fern von hier“ bietet ein Leseerlebnis, wie es nicht mehr v
Franz Kafka: In der Strafkolonie
Das Ungeziefer. Das Schloss. Das Gericht. Die Erzählung „In der Strafkolonie“ fügt noch den Apparat der Sammlung leerer Metaphern hinzu, die Kafkas Literatur so faszinierend machen. Mario und Ralf suchen keinen universellen Schlüssel, sonde
Truman Capote: Die Grasharfe
Im Roman „Die Grasharfe“ verschanzt sich eine Gruppe gesellschaftlicher Außenseiter in einem Baumhaus: in Mitten der Flusswälder außerhalb eines kleinen Ortes in Alabama. Bevor Truman Capote die New Yorker High Society oder wahre Verbrechen
Carson McCullers: Die Ballade vom traurigen Café
In einem trostlosen Ort in den Südstaaten der USA führt Miss Amelia ein Café, in dem sie selbstgebrannten Whisky verkauft. Damit will sie ihren vergnügungssüchtigen Vetter Lymon glücklich machen. Lymon sucht unterdessen die Zuneigung von Ma
Peter Handke: In einer dunklen Nacht ging ich aus meinem stillen Haus
Ein Mann oder eine Frau verlassen ihr Zuhause, gehen eine Weile zu Fuß durch die Welt und irgendwann gibt es ein Fest. Seit vierzig Jahren variiert Peter Handke dieselbe Geschichte. Trotzdem lesen Mario und Ralf seine Bücher immer wieder ge
Wolf Haas: Der Knochenmann
Jetzt ist schon wieder was passiert. In der letzten Folge des Jahres sprechen Mario und Ralf über Wolf Haas und seinen Krimi „Der Knochenmann“, über runtergekommene Detektive, simulierte Mündlichkeit und das Schreiben gegen die Regeln der S
Arno Schmidt: Schwarze Spiegel
Ein Misanthrop in der Postapokalypse: der Protagonist in „Schwarze Spiegel“ ist froh, als letzter Mensch durch die Ruinen Europas zu wandern – jedenfalls will er uns das glauben machen. Arno Schmidts Prosa ist unverwechselbar! Er mischt kur
Christa Wolf: Kein Ort. Nirgends
In Christa Wolfs Erzählung „Kein Ort. Nirgends“ begegnen sich Heinrich von Kleist und Karoline von Günderrode. Sie fühlen sich als Außenseiter; Günderrode hadert mit ihrer Rolle als Frau, Kleist mit seiner wunden Psyche. Für beide scheint d
Elias Canetti: Die Stimmen von Marrakesch
Elias Canetti erhielt 1981 den Literaturnobelpreis – und dennoch ist er heute fast vergessen. In seinem Buch „Die Stimmen von Marrakesch“ sammelt er einfühlsame Aufzeichnungen über eine faszinierende Stadt: ihre Märkte, ihre Bettler, ihre K
Nick Cave: Der Tod des Bunny Munro
Nick Cave erzählt die Geschichte eines Verdammten. Nach dem Selbstmord seiner Ehefrau nimmt Bunny Munro seinen neunjährigen Sohn mit auf Geschäftsreise. Sie klappern die Armenviertel ab und verkaufen Kosmetik an sitzengelassene Hausfrauen.
Joan Didion: Das Jahr magischen Denkens
„Ein einziger Mensch fehlt dir, und die Welt ist leer.“ Joan Didion schreibt von der beängstigenden Stille, die auf den plötzlichen Tod ihres Ehemannes folgt. Und sie stellt befremdet fest, dass ihre Gedanken darum kreisen, wie sie seinen T
E.T.A. Hoffmann: Das Fräulein von Scuderi
Die erste Kriminalgeschichte der deutschen Literatur handelt von einem Serienmörder in Paris. Darin verwischt E.T.A. Hoffmann die Grenzen zwischen den Monstern der Phantastik und dem Monströsen der menschlichen Psyche: Denn ein böser Stern
Ernest Hemingway: Der alte Mann und das Meer
„Ich bin zu weit hinausgefahren“, wiederholt der alte Fischer Santiago immer wieder. Mario und Ralf lassen alle Klischees links liegen, ohne die heute keine Rezeption Hemingways auszukommen glaubt – Säufer, Macho, Abenteurer – und konzentri
Fjodor Dostojewski: Der Spieler
Aleksej ist ein Glücksspieler, den Geld nicht interessiert. Er arbeitet für einen hochverschuldeten General, der nur eine Hoffnung kennt: das Vermögen seiner Großtante zu erben. Doch die Tante ist quicklebendig und entdeckt den Nervenkitzel
Thomas Brasch: Vor den Vätern sterben die Söhne
Junge Rebellen, freie Liebe und Arbeitercharme à la Manfred Krug. Mit "Vor den Vätern sterben die Söhne" legte Thomas Brasch den Grundstein für seinen Erfolg als Autor und Filmemacher. Mario und Ralf sprechen über den Generationenkonflikt i
Christine Lavant: Aufzeichnungen aus dem Irrenhaus
Christine Lavant erzählt vom unseligen Alltag in der Psychiatrie der 1930er Jahre. Die Hierarchie unter den Patientinnen nimmt sie ebenso genau wahr, wie die bedrohliche Verfügungsgewalt der Schwestern. Und dennoch ist sie darum bemüht, ihr
Peter Handke: Versuch über den geglückten Tag
Was gehört zu einem geglückten Tag? Sorglosigkeit? Triumphe? Heldentaten? Peter Handke sieht das anders. „Gerade ein Nichts an Tag verheißt die äußerste Fülle.“, schreibt er. Doch wie lässt sich pures Anwesendsein erreichen? Und wie davon e
Wolfgang Hilbig: Alte Abdeckerei
„Schattenwerfend: in die Stollen unter Tage Wasserschatten werfend, alte Abwerferei. In den Schächten unter Erden, in Kanälen, Gängen, Katakomben: Wasser voller Sternenlicht.“ Wolfgang Hilbigs Erzählung „Alte Abdeckerei“ ist ein Kunstwerk m
Thomas Bernhard: Holzfällen
In einem Ohrensessel sitzend erregt sich der Ich-Erzähler in Thomas Bernhards „Holzfällen“ über die Gesellschaft, in die er geraten ist: Freunde von früher, die in der Wohnung eines Komponisten zu einem „künstlerischen Abendessen“ zusammeng
Virginia Woolf: Mrs. Dalloway
Die wohlhabende Clarissa Dalloway bereitet eine Party vor. Der Soldat Septimus Smith verfällt dem Wahnsinn. Ihnen gehören zwei der Stimmen aus dem Chor der Gedanken, auf die Virginia Woolf in ihrem berühmten Roman unsere Aufmerksamkeit lenk
M. Kruppe: Geschichten vom Kaff der guten Hoffnung
Im Kaff der guten Hoffnung treffen sich die Abgehängten der Gesellschaft in Tante-Emma-Läden, Jugendclubs oder im "Runden Eck": Der rote Ronny, der im Suff von seiner Frau in Thailand schwafelt. Lea, ein junges Mädchen mit ADHS PLUS 1000. D
Max Frisch: Montauk
Bei einer Promotionstour in den USA verliebt sich Max Frisch in eine junge Verlagsangestellte. Aus dem gemeinsamen Wochenende in Montauk auf Long Island entsteht sein persönlichstes Buch. Die Suche nach dem roten Faden seines Lebens. Erinne
Marlen Haushofer: Die Wand
"Die Wand" von Marlen Haushofer ist eine faszinierende Dystopie. Eine Frau verbringt einige Tage in den Bergen. Eines Morgens stößt sie auf eine unsichtbare Wand, die sie trennt von einer Welt, in der kein Leben mehr zu existieren scheint.