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Shownotes
Im vierten Teil der Gesprächsreihe zur Globalgeschichte Die strauchelnde Welt führen Historiker Philipp Blom und DATUM-Herausgeber Sebastian Loudon ihre Analyse der Epoche zwischen 2001 und 2014 fort. Im Mittelpunkt stehen die tiefgreifenden Erschütterungen seit der globalen Finanzkrise von 2008, der durch das Smartphone ausgelöste digitale Wandel sowie die grundlegenden Verschiebungen der Geopolitik. Das Gespräch beleuchtet, wie der Kollaps von Lehman Brothers das Vertrauen in die Märkte nachhaltig erschütterte, während der rasante Aufstieg Chinas und das Erstarken autoritärer Systeme das endgültige Ende der Illusion einer stabilen, liberalen Weltordnung einläuteten.
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Blomcast Turning Points in History. Wendepunkte in der Geschichte Willkommen beim Blomcast, dem Podcast, der sich mit Wendepunkten in der Geschichte beschäftigt. Wieder gemeinsam mit dem, jetzt muss ich es auch noch finden, dem Monatsmagazin Datum. Wir machen diesen Podcast jetzt gemeinsam und Datum unterstützt die Produktion.
Dafür kann ich darüber schwärmen, was Datum tut, nämlich guten investigativen Journalismus, der sich nicht auf AI-Slop verlässt, sondern tatsächlich solide recherchiert und gut schreibt. Davon bin ich ein Fan. Ich versuche auch gut zu schreiben. Wir sprechen heute über dieses Buch, die Strauchelnde Welt.
Mein neuer kleiner Beitrag zur Weltgeschichte, in dem es darum geht, was mit der Welt in den Jahren zwischen 2001 and 2014 passiert ist. And besonders darum, wo der große universelle Sieg des Liberalismus hin verschwunden ist anderes Optimismus der Jahrtausendwende. Wir sprechen heute über einen Teil dieses Buches, einen Teil, der sich mit Frauen beschäftigt.
Und ich freue mich besonders Sebastian Lauter, den Herausgeber von Datum, als mein Gesprächspartner and Interviewer zu begrüßen. Sebastian, hallo.
Danke, hallo, lieber Philipp. Sehr schön, dass wir heute bei dir zu Hause sind und uns nicht remote unterhalten müssen. Meine Damen und Herren, herzlich willkommen. Wie gesagt, wir machen gemeinsame Sache, Datum und der Blomcast. Daher begrüße ich alle Podcast-Fans von Datum auf allen möglichen Kanälen und schön, dass Sie dabei sind.
Ja, Philipp hat schon gesagt, wir nehmen uns heute das Thema Frauen, Gewalt an Frauen, Gleichstellung vor. Es ist ein schwieriges Thema. Philipp Blom hat das im Jahr 2012 verankert, dieses Thema. Also du widmest dich ja jedem Thema mit einem Jahr. Und das Dramatische an diesem Thema ist, dass es genügend Anlässe gäbe, dieses Thema in jedem Jahr zu verorten.
2012 hast du drei Anlässe gefunden.
Normalerweise name ich einen Anlass, aber hier gab es nun wirklich drei Anlässe, die gleich traurig, gleich dramatisch, gleich wichtig schienen. Das Attentat auf ein junges pakistanische Mädchen namens Malala Youssef Sai, der sehr brutale Mord, Massenvergewaltigung und Mord an eine junge Frau namens Jothi Singh.
Und dann das berühmt berüchtigte Konzert von Pussy Riot in der Christus Erlöserkirche in Moskau. Die dann gleich verhaftet wurden. Die dann gleich verhaftet wurden und denen in den Schauprozess bekamen und die dann auch ins Gefängnis gegangen sind für 41-Sekunden Konzert. Es sind drei Ereignisse, die mir ähnlich wichtig schienen.
Also zuerst mal Malai Yusuf Say, an erstaunlich young, die heute a Stiftung, die damals a schoolmädchen in the north pakistanished, in the Bachunkwa, who was on Afghanistan grenade. The Taliban were still, they financially do Heroinanbau. It is the Moonfelder. And Treiber Bartunkwa is direct over the grenade.
But the Taliban breiten also ihre Macht dahin aus. And we also sozusagen a großes Pogrom gegen Frauen in Afghanistan täglich stattfindet. And Mädchen nicht in die Schule dürfen anders keine Berufe ausüben dürfen anders voll verschleiert sein müssen, etc. Das war die Agenda, die sie auch damals versucht haben durchzusetzen.
Also sie haben die Stadt, in der Malala wohnte, erobert anders erlassen, wie man das dann tut, dass die Scharia beachtet werden muss und dass auch Mädchen nicht in die Schule gehen dürfen. Malala war damals elf and war Tochter eines Schuldirectors, wobei das kein Schuldirektor im österreichischen Sinn war, sondern ein Mann, der eine kleine Schule gegründet hatte für einige Dutzend Kinder, alles sehr bescheiden, alles sehr klein, auch eine traditionell Islamische Familie.
Also die Frauen trugen ein Kopftuch. Dann hieß es, Kinder dürfen nicht, or not in the school. And the elfjährige Malala set zur Wehr. She will in the school game. She read dark. Becomes a blog, nature anonymous, on a website from BBC and berichts over their lives.
Yeah, also streng anonym.
But the internet macht sowas möglich. And we reden over the Gefahren des Internets. It's vielleicht auch ein guter Moment, sich daran zu erinnern, wie unglaublich befreiend das Internet auch für Menschen sein kann, die sonst in Isolation leben und die sonst zum Schweigen verdammt sind. Wir werden vielleicht noch darüber sprechen, was es auch für negative Effekte haben kann, aber lass uns eben auch darüber sprechen, was für ein positiver Effekt das in diesem Fall war.
And ja, dieses Mädchen vier Jahre später geht in die Schule, also geht trotzdem in die Schule, kaum andere Schülerinnen kommen, aber es gibt auch einige Mädchen, die mutig genug sind, das zu tun. Und sie fahren nach Hause und während sie in dem Bus sitzen, der sie bringen soll, kommt ein junger Mann auf sie zu, zieht eine Pistole und schießt ihr in den Kopf und verletzt eine andere Schülerin auch und rennt dann weg.
Malala ist schwer verletzt, kommt ins örtliche Krankenhaus, hat insofern ein großes Glück, als dass da gerade zufällig einige Ärzte sind, einige Spezialisten, die sie retten können. Sie wird dann nach Großbritannien gebracht, hat dann lange Zeit, wo sie sich wieder, wo sie sich wieder, wo sie wieder heilen kann, braucht mehrere Operationen.
Und sie wird dann eine ganz erstaunliche Person, spricht vor den Vereinten Nationen, leitet eine Stiftung, geht nach Oxford und ist eine Studentin und spricht dann eben auch nicht nur die verwirrende Zeit nach dem Attentat, sondern eben auch aus dem traditionellen Nordpakistan nach Oxford zu kommen und dort ein ganz anderes Leben zu leben als junge Studentin, sich zu verlieben, etc.
Aber diese Reise für sie in die Freiheit was sehr teuer erkauft. But hunderttausender of other Mädchen and young Frauen have this reise near and have under this regime given and gelited and have all their erzählings verpasst.
When many heute nach Afghanistan showed, is so what the building of media betriffe is a Ruckshirt passi in the forgiveness.
Weltwide, and that so come. Es gibt ja diese Taxis, die rumfahren und Sammeltaxis sind, die sind ein bisschen billiger und da kann man mitfahren. Und sie nehmen sich so ein Taxi, aber sie wissen natürlich nicht, dass dieses Taxi kein echtes Taxi ist, sondern dass das einige junge Männer sind, die sich betrunken haben und die einfach was erleben wollen, was tun wollen, die offensichtlich auch sehr aggressiv sind.
Sie haben an diesem Abend, wie man später, schon einen anderen Mann ausgeraubt, aber gehen lassen. Und jetzt kommt da dieses junge Paar und sie fangen an, dieses junge Paar zu provozieren und zu beschimpfen und sagen, eine anständige junge Frau wäre um nine Uhr abends nicht mehr draußen. Und dann fangen sie sie an zu bedrängen.
Der Freund versucht sie zu verteidigen, wird bewusstlos geschlagen, and then wird sie von mehreren Männern vergewaltigt, zum Teil auch mit Objekten. Und dann werden die beiden aus dem Auto geworfen. Sie nackt und schwer blutend, er bewusstlos anders langsam zu sich. And this Mädchen stirbt an ihren Verletzungen.
But dann passiert was Erstaunliches, denn dann passieren Massensdemonstrationen in ganz Indien gegen die Reaktion der Regierung, die sehr zögerlich ist, aber auch gegen überhaupt die Stellung von Frauen in der indischen Gesellschaft. And these Proteste werden sehr brutal niedergeschlagen, aber sie kommen immer ander.
And ja, da merkt man doch, es hat sich ein bisschen was geändert in der Gesellschaft. Also die Haltungen sind anders geworden. Obwohl die Mörder, die dann gefasst werden, von denen mehrere hingerichtet wurden. Das Erstaunliche is eben, das sind keine Verbrecher und Monster, wie man sie sich vorstellen würde, sondern das sind junge Männer, die eigentlich artikulieren, was man jeden Tag auf der Straße hören kann.
Und zwar, dass eine anständige junge Frau um 9 Uhr nicht mehr draußen sein darf, dass sie nicht alleine mit einem Mann weggehen darf, dass Frauen sich nicht so viel rausnehmen dürfen. Also when man in Delhi auf der Straße war, dann konnte man sowas oft hören von ganz normalen Mann. Also sie war selber schuld?
Sie war selber schuld. And these mention erteilen wollen. Sie war ja ohnehin wertlos, deswegen konnte man sie auch vergewaltigen und so weiter. Und das war eigentlich die Normalheit dieser Männer. Yeah, wobei das schon was monströses ist. Yeah, Normalität kann monströs sein. Und das sieht man also da, wie sich dieser institutionalisierte Frauenhass, dieser internalisierte Frauenhass da entladen hat.
Der dritte Fall, den ich Pussy Riot in Moskau. Pussy Riot is a Punk-Kollektiv, a Rockband of jungen Frauen. Die machen ein Konzert, die sind sehr aktivistisch, die gehen immer an öffentliche Plätze und singen provokante Songs. And diesmal haben sie sich an Ort ausgesucht, nämlich die Christus Erlöserkirche in Moskau.
Wozu man wissen muss, that is not irgendeine Kirche, sondern diese Kirche sollte eigentlich gebaut werden im Andenken an den Sieg über Napoleon. Das hat dann lange gebraucht. Dann wurde die Kirche aber gebaut. Dann wurde sie von den Kommunisten gesprengt. Die wollten da so einen Palast des Volkes hinstellen, der wurde dann aber nicht gebaut.
Das kommunistische Regime ist darüber gefallen. Aber zwischendurch war das ein öffentliches Schwimmbad, weil die Fundamente so groß waren. Und dann wurde unter Putin die Kirche wieder aufgebaut oder eine neue Kirche an diesem Ort gebaut. Und das war der zentrale Ort und ist immer noch der zentrale Ort für Demonstrationen der russischen Macht, der Macht des russischen Staates und natürlich auch der Einheit von orthodoxer Kirche und Regierung.
Also ein sehr symbolträchtiger Ort. Ein sehr symbolträchtiger Ort.
Das haben die jungen Frauen von Pussy Riot natürlich gewusst und haben da ihr einigermaßen blasphemisches Konzert gemacht. Was heißt ihr Konzert? Sie haben 41 Sekunden singen können, bevor sie dann von der Bühne oder von ihrem Ort gezerrt wurden. Und dann kommt ein Prozess. Und dieser Prozess wird natürlich von westlichen Beobachtern auch beobachtet.
Und dieser Prozess ist in keiner Weise fair. Die einzige Anwältin muss nicht nur tausende von Aktenseiten durchackern, sondern stellt sicher, dass sie auf der richtigen Seite is, indem sie am Anfang des Prozesses erst mal sagt, Anwalt musste ja nicht immer die Meinung der eigenen Clienten haben. And in keiner weise wollte sie identifiziert werden mit dem, was Pussy Riot da veranstaltet hat.
And these young friends were in the fingers gang. I have one of them get in Moscow. I have a film gemacht. And we have one of these young friends interviewed for the film. And yeah, you see in the Moscow Mädchen with a nylon rucksack. And you wish for an unglaublich mood this younger had. Das war ein Konzert auf dem Roten Platz.
Und da war so eine Bühne aufgebaut, and da waren so blonde bärtige Recken in Ritterrüstung and Jungfrauen in weißen Gewändern mit langem blonden Haaren oder Zöpfen and einem Orchester mit E-Gitarre und Balalaika. And ich habe dann gefragt, und es stellte sich raus, eine besonders wichtige Ikone war aus Kiew ausgeliehen worden.
And jetzt stellte also einen Repräsentant der Regierung und einen hohen Repräsentant der orthodoxen Kirche beschworen die spirituelle Einheit von der Ukraine und von Russland and eben die Tatsache. Der orthodoxe Glaube ist ja tatsächlich von Kiew ausgegangen. Und man hatte deutlich das Gefühl, hier wird was vorbereitet.
Eine Mystifizierung einer russischen Einheit sozusagen.
Aber da habe ich also eines der Mitglieder von Pussy Riot treffen und interviewen können. Yeah, diese drei Fälle, die alle im selben Jahr stattfinden, zeigen einem, wie drei verschiedene Gesellschaften mit Frauen umgehen. Und dass Frauen nicht das Recht haben, ihr eigenes Leben zu bestimmen. Sie haben nicht das Recht in die Schule zu gehen, wenn die Männer das nicht wollen.
Sie haben nicht das Recht, sich frei zu bewegen. Sie haben nicht das Recht, ihre Meinung zu sagen. Und ja, das sind extreme Fälle, die aber letztendlich in unseren Gesellschaften immer noch starke Echos haben. Also in Westeuropa können Frauen inzwischen frei ihre Meinung sagen. Aber ich meine, Abtreibung ist immer noch strafbar in Deutschland.
Das heißt, es ist ungesetzlich, wird aber nicht mehr bestraft. Aber der Paragraf 218 besteht noch immer. Frauen werden in ganz Europa noch nicht so gut bezahlt wie Männer. Für Frauen ist das Kinderkriegen ein größerer Karriereknick als für ihre Kerle, etc.
Wobei darüber hinaus regelrecht, also auch in der sogenannten westlichen Welt, einen regelrechten Backlash gibt, was die Errungenschaften des Feminismus schon betrifft. Also wenn wir anschauen, was in Amerika teilweise passiert, in den USA, man hat fast den Eindruck, in den vergangenen 10 Jahren is unsere Welt wieder mehr in Richtung Patriarchat gegangen, als it schon der Fall war.
Richtig, yeah. Ich kann es mir nur so erklären. Es gibt 100 Jahre davor eine tolle Wiener Schriftstellerin namens Rosa Mayreder. Und Rosa Mayreder ist damals eine Frauenrechtlerin, die ein großartiges Buch schreibt, Kritik der Weiblichkeit, die eigentlich eine Kritik der Männlichkeit ist. Und in der sie den wunderbaren Satz schreibt, ich kann ihn jetzt nur aus dem Gedächtnis zitieren, but that das Kantor, das Bureau, das Atelier, also all die Orte wo Männer arbeiten, das sind lauter Särge der Männlichkeit.
And what she damit meint is, in a modern Geschaft has kept since a starker with growing muscles, dermutigt im Feind ins Auge schaut. Frauen canos arbeiten. And with a machine argued, must wish when many rich drückt. And that has a gender qualification. That's for hundred years. And that for sowas einfach keine Notwendigkeit und deswegen auch kein Platz mehr ist.
Und in einer Zeit, wo sich die Gesellschaften rapide transformieren, wegen der Globalisierung, wegen neuer Technologien, werden Rollenbilder noch stärker aufgelöst, noch stärker in Frage gestellt. Wir kommen dann auch zur ganzen weiteren Gender-Debatte, zur LGBTQ-Debatte, zur Debatte um biologisches Geschlecht, etc.
Also es entsteht eine ganz große Verunsicherung. Sicherlich, wenn man sieht, dass natürlich in einer patriarchalen Gesellschaft haben Männer traditionell eine dominante Rolle, sind also von Geburt an schon mal besser dran. Und auf einmal ist das nicht mehr oder nur noch eingeschränkter so. Dieser automatische Vorteil, der besteht nicht mehr so.
Genauso wie von armen weißen Rassisten, man sagt, die wissen, dass sie schlechter sind als alle anderen, außer den Schwarzen. Sie sind immer noch besser als die. Und Männer, die sich in ihrer Rolle stark angegriffen fühlen, die auch nach einer einfachen Antwort suchen in einer komplexen Welt, wer sie jetzt eigentlich sind anders wert sind.
Da gab es eine starke Zuflucht zu einer traditionellen, sehr primitive Art of Männlichkeit. That gets halt nur dicker Muskeln to have and behind via objectives, while you hold better bist.
Yeah, but it makes this wut and this over it. Yeah, I think it's weird. Aber wenn sozusagen Gewalt an Frauen dann sozusagen damit erklärt wird, dass eben Männer orientierungslos sind. Und deshalb müssen sie ihre schlafenden Frauen sozusagen oder betäubten Frauen vergewaltigen und noch fremde Leute dazu holen und sich mit.
Ja, oder leider auch in Österreich in Macht Renk. Also ich kenne das Erklärungsmuster und es ist ja auch plausibel und ich verstehe schon, dass man als Mann in der heutigen Welt sozusagen ist halt nicht mehr alles so einfach wie früher oder binär wie früher, aber ich meine, ich verstehe auch nicht, wieso das in Gewalt münden muss.
Du, das muss man auch nicht verstehen. Du hast mich nach dem Mechanismus gefragt, du hast mich nach einem Erklärungsansatz gefragt, and ich glaube, da würde ich einen Erklärungsansatz sehen. It entschuldigt nichts. And I strike in this capital about incels, also the involuntary celibates, the young men who can sex have, but they can partner and that's the feel of people, and design the frown bestraft.
And it is not to rechtfertigen, but it is wicked things to understand. And it is to think that this is a symptom of a foreign, in this fall a schreckliches and mörderisches Symptom, that, as you sagst, so offensichtlich viele Menschen from these verändern überfordert sind anders flüchten in den Rückwärtsgang and damals waren wir noch wer.
This hat ja sehr ursächlich to do with Rassismus, der in derselben Zeit wächst, der auch in den samen Kreisen, in denselben Circle and in the same internetforen wächst, weil sich Menschen and in diesem Fall Männer irgendwie krampfhaft versichern müssen, dass sie noch wer sind, dass they not was wert sind, dass sie noch besser sind als jemand anders.
And that führt dann in diesem Fall zu einem Rückfall in ältere Muster. It führt auch bei den Frauen, also nicht by den Frauen, but doch bei einigen Frauen, zum Beispiel in den Vereinigten Staaten, zu diesem Phänomen der Trad Wives, the Traditional Wives, die dann also wieder traditionelle Frauenrollen ausführen wollen und glücklich am Herz stehen wollen und von vielen Kindern umgeben sind.
Eine Schwägerin von mir war Schuldirektorin in Phoenix, Arizona. Und die wurde dann eingeladen von Freunden zu Weihnachten, weil ihr Mann gestorben war, mit ihnen Weihnachten zu feiern. Das fand sie sehr nett, ist dann da hingegangen und da waren ganz viele Leute eingeladen, 20 oder sowas. Und weil nicht alle ins Esszimmer passten, waren die Männer dann im Esszimmer und die Frauen und Kinder in der Küche.
Und das war ganz selbstverständlich. Das war das letzte Weihnachten, das sie da verbracht hat. Aber das sind wieder Phänomene, die stattfinden. Und das ist eine Zuflucht, glaube ich, auch in alten Rollenmodellen, wo man sich einreden kann, so is the world not in order. So Männer noch Männer and Frauen noch Frauen.
Da stimmt die natürliche Ordnung der Welt noch.
Parallel to the Treadwives gibt es aber auch ein anderes Phänomen, nämlich that besonders young people besleasen, they won't be heterosexuale Beziehung. Not that they deserve homosexuals, but they won't. And zwar nicht involuntary, sort of sehr voluntary. And then polarisierende meme or these gedanken sozusages, dass es für eine Frau gefährlicher ist, einen Mann auf der Straße als einen Bären im Wald zu treffen, statistisch gesehen.
Und dass die Männer im eigenen Umfeld eigentlich die gefährlichsten sind. Wir hatten in der Sommerausgabe einen großen Schwerpunkt im Datum über Gewalt an Frauen und da haben wir ein Element drinnen gehabt, wo wir Frauen gefragt haben, jeden Alters, wenn es einen Tag lang keine Männer gäbe, was würdet ihr dann tun?
Wie würdet ihr diesen Tag verbringen? Und das war echt, also ich habe gewusst, das wird, aber das hat mich dann schon beschämt. Ganz praktische Dinge. Ich würde mein Auto in der Tiefgarage parken. Ich würde an Abend not a running laufen. Also ganz, ganz praktische Dinge, die sozusagen nicht weltbewegend sind, sondern where man sah wie zu Recht betrawn in their sicher, anderes not.
And in your freiheit, total eingeschränkt. And not in Pakistan, where the world is a, but in Wien in the Würstelpart. That was very bewakend and sound. Is this so a typischer kurzer Rückschlag? But insgesamt will this in die? Oder glaubst du, is this here to stay and wird das noch weiter zurück ausschlagen?
Ich meine, Pendelbewegungen sind was sehr Verführerisches und sie scheinen ja auch oft der Fall zu sein, aber sie können ja auch über sehr lange Zeiträume gehen. Ich habe nicht das Gefühl, dass wir in einer Welt leben, in der Frauen besser gehen wird, bald, in der Gleichheit zwischen Frauen und Männern bald stärker werden.
Ich hab eher das Gefühl, dass diese Verunsicherung in einer immer unsichereren Welt, dass in einer Welt mit immer mehr rechtspopulistischen Parteien, that Entwicklungen sind, die nicht gut sind for Frauen.
That is clear. The Frage is, wie nachhaltig sind sie? Ich meine, irgendwann werden die Herren Trump, Putin and Coja auch Geschichte sein. Aber du meinst, es wird daran.
Ich glaube nicht, dass dann feministische Frauen das Ruder übernehmen werden. Es sind eher die nächste Regel von Kerlen oder halt die Margaret Touches dieser Welt, die auch nicht gut waren for Frauen, weil sie letztendlich tougher waren als die Männer, die sie verdrängt haben, weil sie das Männer-Game einfach besser spielen konnten als andere, aber strukturell wenig Transformation for Frauen gebracht haben.
Gut, es gibt dann sozusagen Rollenmodelle wie Indira Gandhi oder Margaret Thatcher in der damaligen Zeit. But wenn du dir zum Beispiel ansiehst, eine Frauenleitfigur der letzten Jahre, Jacinda A. Dirn, in Neuseeland, hat letztendlich your political aufgegeben, weil sie die Anfeindungen nicht mehr ausgehalten hat.
Weil sie diese widerlichen Vergewaltigungsdrohungen anders, die täglich came, nicht mehr aushalten wollte. And that are things, I knew that a political in Uster, who many said what they in your social media for him, and he forced him posted, into one man a stark, and into each one had 5,000 men who have dick pics.
This is journalism. And it is sexualised. It is sexualised, it is so often with Gewaltfantasy. And that denkt man, what is happening?
I stay out in the open, I have an open radio sending, I have a podcast, I have both, I think many critique. Richtig. Und das sieht man übrigens auch, wenn man sich Statistiken ansieht, zum Beispiel wie viele Frauen im politischen Leben stehen, wie viele weibliche Abgeordnete es in Parlamenten gibt. Und das ist weit unter 50 Prozent auch in Europa.
Ich meine, in Japan ist es nur 11 Prozent, aber auch in Europa, ich habe das da irgendwo nach recherchiert, sind es auch unter einem Drittel. Aber wenn du dir dann zum Beispiel die börsennotierten Unternehmen in Deutschland ansiehst, da war keine einzige Frau in dieser Zeit. Unter hunderten von Unternehmen und in Amerika sind es dann auch nur einige wenige, also im einstelligen Prozentbereich.
Und da siehst du also, diese berühmte gläserne Decke, die es gab, die hat vielleicht Risse bekommen, aber sie ist noch sehr solide. Und es ist sicherlich schwerer, eine Frau zu sein überhaupt, aber auch besonders eine Frau im öffentlichen Leben, auch in unseren sogenannten aufgeklärten demokratischen Ländern, als es ist, ein Mann zu sein.
Neben der gläsernen Decke gibt es ja jetzt noch ein anderes Phänomen, nämlich die Gläserne Clippe. Also Glass Cliff. Also when sozusagen die Kacke am Dampfen is, dann shipped man a fruit, die es richten soll. We hadden da jetzt in diesem Jahr in Österreich an ORF as Beispiel, wo Inkreturn in the first crise the Geschichte des Unternehmens aufräumen musste anders.
Es gibt da viele Beispiele in Unternehmen in Politik.
Übrigens auch das genau so was klassisches vorige ORF-Chif, der a Mitarbeiterin nachstellt anders, Sex with him zu haben. Übrigens auch sagenhaft dumm. Aber auch einfach, also genau dieser classic Mechanismus, der auch da in einem großen Unternehmen greift. And man kann sagen, gut, for 30 years demnächst passiert.
Und der hätte einfach weitergemacht. And when this irgendwann a Nervenzusammenbruch become had or a job aufgegeben had and what was, then had this with the next fruit. And it is a forts that inmost he was and he's a job for it was a scandal in these.
And not when he's not too shrub or to the Geburtstag gratuliert, where she actually with the chef of the good name or möchte. That so to me, or for a sagaft.
Yeah, and it's that violent of the Rollenbilder not so unconstruired or unrekonstruit weiterlaben.
Yeah, and I wish ob the Männer daraus lernen. Weil my gefühlt, gerade aus der Geschichte, eine Art Opferhaltung der Männer mitnehmen. Also so quasi die Fallen lauern überall und man darf ja gar nichts mehr dingen und man kann.
Man darf ja nichts mehr sagen, man darf ja nichts mehr und so weiter.
Ja, und das steht einem Fortschritt im Wege.
Es ist weiterhin wichtig, sich für diesen Fortschritt einzusetzen. Aber es ist, ich glaube, die Behaarungskräfte sind immer noch enorm. Und das habe ich versucht in diesem Kapitel darzulegen. Wie gesagt, ich beschäftige mich dann auch ein bisschen mit weiteren Genderidentitäten, die ja denselben Backlash bekommen.
Wo dann vielleicht auch ein bisschen rhetorische Übertreibung im Spiel war. Also ich zitiere da auch die wahrscheinlich meistgelesen Autorin in diesem Context, Judith Butler, die dann auf eine sehr differenzierte Weise schreibt: Gender is eigentlich nicht biologisch, sondern performative und ist anerzogen und so weiter.
Die damit aber nicht meint, dass sexuelle Merkmale nicht bestehen oder dass es keine Chromosome gibt, sondern dass eben sexuelle Identitäten hauptsächlich soziale Identitäten sind oder Gender-Identitäten. Aber auch darauf eine hysterische Reaktion. Da sind wir vielleicht ein paar Schritte weiter, aber man merkt doch immer wieder, dass das noch eine sehr unrekonstruierte Welt.
Es war mir wichtig, das anzusprechen in diesem Kapitel. Auch zu zeigen, wie archaisch da noch vieles funktioniert in dieser Welt. Wie wenig unsere fortschrittlichen Gesellschaften da fortschrittlich sind, wenn man mal genauer hinsieht. Und wie gesagt, es gibt auch in Österreich, auch in Deutschland, auch in Europa genug Femizide, viel zu viele Femizide.
Und es ist kein Zufall, dass die überwältigende Mehrheit von Gefängnisinsassen männlich ist. Männer und Gewalt scheinen offensichtlich eine besondere Beziehung zu haben. Aber da ist in dieser Periode, die ich beschreibe, 2001 bis 2014, also wenig Positives passiert, sondern man sieht jetzt die Rollenmodelle noch sehr festgeschrieben waren.
Und dass es enormer Anstrengungen bedarf, um da Bewegung reinzubringen, um da auch überhaupt die Möglichkeit zu zeigen, dass es Bewegung geben kann. Das ist etwas, was sich in einigen Kreisen vielleicht durchgesetzt hat als Selbstverständlichkeit, aber in ganz großen Teilen der Gesellschaft auch in unseren Ländern noch nicht angekommen ist.
Philipp, danke vielmals.
Herzlichen Dank dir, Sebastian, für deine Fragen. Danke Ihnen fürs Zuhören und fürs Zuschauen. Das war der Blomcast, diesmal über das Schicksal und die Situation von Frauen am Anfang des Jahrtausends, nach Anleitung der Strauchelnden Welt. Und ich danke Ihnen fürs Zuhören. Kommen Sie wieder, lesen Sie Datum, abonnieren Sie Datum, ich kann es nur empfehlen.
Wir sehen uns nächste Woche wieder, dann mit einem anderen Thema, einem eher wirtschaftlichen Thema und einem großartigen Zusammenbruch. Ich freue mich schon darauf darüber zu sprechen. Und bis nächste Woche