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Bundestalk - Der Politik-Podcast der taz

Fußball-WM im Trump-Land - kann das gut werden?

Freitag, 12. Juni 2026 · 47 min

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Shownotes

Am Donnerstag hat die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer begonnen, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird. Insbesondere das Gastgeberland USA sorgt für politische Verstimmung. Zum ersten Mal findet die WM in einem Land statt, das zur gleichen Zeit gegen ein anderes Teilnehmerland Krieg führt. Zum ersten Mal auch sind ganze nationale Fangruppen von der Einreise zu WM-Spielen ausgeschlossen, etwa Fans aus Iran oder Haiti. Und zum ersten Mal ist schon vor dem ersten Anpfiff ein von der FIFA bestellter Schiedsrichter, Omar Artan aus Somalia, trotz gültigen Visums am Einreiseflughafen abgewiesen worden.

Nach Russland 2018 und Katar 2022 ist es das dritte Mal in Folge, dass die politische Lage im Gastgeberland der Weltmeisterschaft die Diskussionen vor Beginn der Spiele stärker bestimmt als alles Sportliche. Und auch den USA unter Donald Trump darf der Versuch unterstellt werden, die WM zum sogenannten "Sportswashing" zu benutzen, also das Ereignis zu instrumentalisieren, um das Image des eigenen Landes aufzupolieren.

Bislang scheint das nicht wirklich zu gelingen. Angst vor Repression der Ausländerbehörde ICE und die vollkommen überhöhten Ticketpreise haben dafür gesorgt, dass die Hotel- und Gastrobranche in den USA von enttäuschten Erwartungen berichtet. Präsident Trump nimmt nicht einmal am Eröffnungsspiel der US-Nationalmannschaft gegen Paraguay teil und feiert stattdessen am Wochenende seinen 80. Geburtstag mit Käfigkämpfen vor dem Weißen Haus.

Wie umgehen mit dieser WM, die sportliche Superlative bietet, weil zum ersten Mal 48 statt 32 Mannschaften teilnehmen? Und ist diese Größe eigentlich gut, weil auch die Kleinen zum Zug kommen, oder reine Geld- und Machtgier des FIFA-Chefs Gianni Infantino, der damit seine Herrscherposition festigt? Wie politisch muss Sportberichterstattung in diesen Zeiten sein? Was verspricht sich eigentlich Mexiko von der WM? Und kann der Fußball dafür sorgen, dass sich in Deutschland für ein paar Wochen die allgemeine Laune ein wenig bessert?

Darüber diskutiert Moderator Bernd Pickert (taz.de/Bernd-Pickert/!a3) mit taz-Sportredakteur Andreas Rüttenauer (taz.de/Andreas-Ruettenauer/!a87), taz-Chefreporter Peter Unfried (taz.de/Peter-Unfried/!a75) und dem langjährigen Mexiko-Korrespondenten Wolf-Dieter Vogel (taz.de/Wolf-Dieter-Vogel/!a295).

📖 Zum Weiterlesen:

• Was auf dem Spiel steht (taz.de/Vor-dem-Beginn-der-Fussball-WM/!6178369) Andreas Rüttenauer über die WM als globalem Ereignis, von dem sich dennoch viele Menschen abwenden, taz vom 6.6.2026
-Ein WM-Boykott wäre wie ein Weltboykott (taz.de/Warum-ein-WM-Boykott-falsch-ist/!6178377) Peter Unfried argumentiert, warum ein WM-Boykott trotz aller Missstände falsch wäre. taz vom 11.6.2026
-Das Kartell kickt mit (taz.de/Fussball-WM-und-mexikanische-Mafia/!616…), Kolumne von Wolf-Dieter Vogel darüber, dass auch mexikanische Drogenkartelle an der WM verdienen wollen, taz vom 17.3.2026
-Willkür und Kumpanei (taz.de/WM-Schiedsrichter-aus-Somalia-darf-nich…), Kommentar von Bernd Pickert über das Einreiseverbot für den somalischen Schiedsrichter Omar Artan in die USA, taz vom 9.6.2026

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🎧 Credits
Produktion: Daniel Fromm
Redaktion: Marie Frank

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Schicksal oder wer auch immer? Das muss in der verabredeten Redezeit bleiben. Ich möchte nicht antworten, ich muss antwortet. Man könnte fast meinen, das wäre Absicht! Die lassen sich an die Zwischenfrage zu mit rechtsradikalen Reden. Hallo hier ist der Bundestag der politische Podcast Dirk Tatz. Wir zeichnen auf am Donnerstag den Elften Juni zwanzig sechsundzwanzig und genau heute in wenigen Stunden beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer mit dem Eröffnungsspiel in Mexico, über diese WM wollen wir sprechen.

Über die Firm ist schon viel gesprochen worden relativ wenig bislang über Fußball, viele um die Begleitumstände, die politischen und gesellschaftlichen, medialen Begleitungstände dieser WM. Darüber wollen wir auch reden und gucken, ob ein Stückchen weiterkommen als bisher so gesprochen wurde. all überall mal schauen, ob uns das gelingt.

in diesem Fall ausnahmsweise einmal. ausschließlich eine Männerrunde darf ich begrüßen. Hallo! Ich bin Wolf Dieter Vogel. Ich war lange Jahre im Mexiko-Korrespondent der TATS und arbeite weiterhin zu Mexiko und Lateinamerika. Und bin im Übrigen der Meinung, dass Mexico endlich mal – sagen wir mal bis zumindest – bis ins Viertelfinale kommen sollte!

So ich bin Peter Unfried, Chefreporter der Tats und war früher Leibesübung Redakteur und Fußballreporter und als solcher bei WM und Europameisterschaften. zugang ist allerdings schon ein bisschen her Und ich bin Andreas Rüttenauer, heute Leibesübung im Redakteur und Teil des TATS-WM Teams das die Berichterstattung von dem Turnier koordiniert.

Dann würde ich auch gerne Andreas mit dir direkt beginnen. wenn man sich jetzt überlegt auch als TATs wie plane ich Berichterstattungen zu so einer WM die allein schon aufgrund des größten Gastgeberlandes sind drei Gastgebern in der Mexiko Kanada und vor allem eben die USA Allein aufgrund der politischen Situation in diesem Gastgeber-Land eine ganz besondere ist und auch ganz besonders diskutiert wird.

Wie plant man diese WM? Berichterstattung dieses Jahr vielleicht anders als in den Vorjahren? Ich würde sagen, es ist gar nicht so anders weil wir ja vor dieser WM zwei Turniere hatten die mindestens ebenso problematische Gastgebern hatten. Wir sprechen davon Russland und Katar. Und in Russland haben wir schon gesagt, ja es ist vielleicht gar nicht so interessant alleine über das zu berichten was auf dem Spielfeld stattfindet sondern darüber was macht die WM mit?

den Fans, die dort unterwegs sind mit Russland. Wie stellt sich das an? Wir haben so ein neues Watt geprägt damals. Das war nicht der Spielbericht sondern der Spieltagsbericht. also wir haben den Fokus bisschen geweitet. in Katar ist noch mal ein bisschen extremer gewesen weil es eine irrsinnig erfolgreiche Kampagne für Menschenrechte und gegen klarvenhalterische Ausbeutung der Arbeiter an den WM-Baustellen gegeben hat, sodass wir da mit einem irrsinnigen Wissen von Menschenrechtsorganisationen schon im Vorfeld reingegangen sind und gewusst haben.

Ganz ganz viele Leute entscheiden sich bewusst gegen das Anschauen dieser WM und für die haben wir gesagt ja, wir müssen auch ein Boykottangebot machen und haben einen WM Angebot gemacht – mit zwei Seiten Fußball Alles außer Fußball und für die USA. Jetzt im Grunde sind wir wieder ähnlich herangegangen Und haben dann festgestellt, naja wir sind so ein bisschen verloren.

Was wollen wir eigentlich mit einer Aggrediterung in diesem riesigen Team? Wie kann unsere WM-Reparterin Alina Schwärmer alleine diesen Wahnsinn abbilden? und sind dann eigentlich auf die Idee gekommen, ja wir klappern WM Orte von Mexiko über Texas bis zum Finalort New York ab und schauen am Wegesrand was uns für gesellschaftspolitische Themen begegnen die einfangen, also diese Idee, die wir in Russland geboren haben.

In Grunde so ein bisschen auf die Spitze treiben und das Event nutzen um auf das zu schauen was gesellschaftlich in den Teilnehmer Ländern, in dem Fall vor allem Mexiko und den USA los ist. Ich finde mal Peter Franklass in der Wochentat in der Vergangenen, was einen Auftakt durch die von fünfzehn Seiten zu dieser WM war Ein Plydoyer geschrieben gegen den Boycott dieser WM, also nicht nur gegen den offiziellen Boycotts sondern auch gegen dieses Mantiller sagen ich gucke aus Protest kein einziges Spiel.

Ich kann das nicht ertragen unter diesen Umständen da macht mir Fußball keinen Spaß mehr und du hast gesagt dass es quatschen das ändert nichts. das muss man anders machen. wie denn? Nein danke für die Frage. die Antwort habe ich natürlich nicht aber Ich habe, sage ich, insistiere dass es eine Methode braucht.

Also es reicht nicht irgendwie sich zu beklagen wie schlecht alles ist sondern es braucht eine Methose um das zu ändern. Grundsätzlich denke ich Das lustigerweise wird ja jetzt der Begriff kritischer Journalismus verwendet was für mich eine Tautologie ist aber im Zusammenhang mit Sportjournalismus natürlich häufig nicht so gesehen wird weil der Bedarf an kritischem Sportjournalismus wirklich Überschaubar ist, würde ich jetzt mal sagen.

Und ich denke, jetzt ist ein Zeitfenster wo man kritisch über die FIFA, über die Zustände im internationalen Fußball und über die Übernahme von rechtspopulistischen und autoritären Politikern und Unternehmern sprechen muss und kann. Das wird sich relativ schnell widerlegen wenn der Ball rollt. das ist leider so haben auch schon viele Kollegen analysiert.

Aber es ist nicht so, dass wir im Moment eine Methode hätten, wo wir sagen könnten. Wir legen Infantino jetzt mal das Handwerk und Donald Trump gleich mit – leider! Ich würde hier jetzt auch gleich noch einmal mit reinbeziehen in die erste Runde. Du bist ja gerade hier, du sitzt ja mit uns hier am Tisch in diesem wunderbaren Fensterlosenraum im Tatzgebäude Und bis gerade nicht in Mexiko, aber du kennst Mexiko doch gut genug und zu wissen dass trotz der Proteste die es dort auch heute am Tag des Eröffnungsspiels gibt gegen diese Fußballwärm oder gegen die Umstände das die Mexikaner ja doch insgesamt ein ziemlich Fußball begeistertes Volk sind.

Wie wird dort oder überhaupt solche Fragen von Boycott? kann ich das gucken? Wird das überhaupt verhandelt? Nimmt das irgendjemand ernst oder gar nicht? Ich glaube es herrscht ein gewisses Missverständnis. Also erst mal würde ich Peter auch recht geben, bei Gott finde ich selber überhaupt nicht sinnvoll in diesem Sinne.

aber es herrscht auch das Missverständnis dass in Mexiko gegen die WM auf die Straße gegangen und protestiert werden würde. Ich würde eher sagen die Leute nutzen Die WM, also die Lehrergewerkschaft für eine sehr kampfstarke Lehrer-Gewerkschaft und auch die Angehörigen der über hundertdreißigtausend verschwundenen Mexiko.

Und auch andere Organisationen, Vereine nutzen dieses Event um auf sich aufmerksam zu machen. Die wenigsten bringen sich gegen die WM aus. Das ist, glaube ich, eine falsche Wahrnehmung. Es gibt sicher solche Initiativen, die gibt es ja immer, die eben zum Beukot einer WM aufrufen. Aber in dem Kontext Mexiko würde ich das so nicht sehen.

Und ich bin mir sogar sicher, dass viele von den Lehrerinnen und Lehrern, die heute mittags auf der Straße sind, heute Abend vom Fernseher sitzen und sich die WM anschauen – und ja, Mexiko ist ein absolut fußballbegeistertes Land! Das ist genauso wie in Brasilien, Argentinien mit einem kleinen Unterschied, dass Mexiko tatsächlich in der ganzen Geschichte erst zweimal bis zum Viertelfinale gekommen ist.

Was halb ich gleich am Anfang auch mal? mit einbringen wollte? Ja, weil ich gerade so ein bisschen die äußeren Revue passieren lasse. Weil es ist ja so ein Begriff im Raum dass die Herrscher grade von autoritären Regimen das zum Sportwashing benutzen. so einen Turnier und das ist mit einem großen Risiko verbunden.

Demonstrationen passiert sehr oft wie sie jetzt in Mexikos nutzen das Event, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Und es ist mal mehr und mal weniger erfolgreich! Ich würde sagen in Katar war das irrsinnig erfolgreich – da ist in der westlichen Welt ein Bild entstanden, dass Katar bis heute schlecht dastehen lässt, wo's Sportwashing wahnsinnig erfolgreich war bei der WM in Russland.

Putin hat eine Fan-ID ausgegeben die hat das Visum ersetzt Da sind die Leute reingegangen und haben sich in den ihr witzigsten Städten wie Samara gefreut, dass Russen eigentlich ganz normale Leute sind. Die Krim war längst annektiert und Russland hat eine Riesenparty mit der halben Welt gefeiert. Das ist ein Musterbeispiel für erfolgreiche Sportswashing.

Wie das jetzt ausgeht in den USA, wird man sehen. Ich würde mal sagen ja, man redet viel über Sport wenn der erste Ballmalt gespielt ist aber die WN in Katar ist trotz dieses irrsinnig tollen Endspiels bei dem ich selber als Zuschauer Schweiß gebatet vom Fernseher saß wenige in Erinnerung als die Umstände rund um die Bau der Stadien.

Ich will noch ein Beispiel geben für einen sehr gelungenen Sports-Washing. Und zwar war das die WM, in der Bundesrepublik Deutschland, wo der Eindruck entstanden ist global und in der Bündnisrepublik dass alles bei uns super ist. so also das hat sehen wir natürlich positiv oder die meisten sehen das positiv weil es eine liberale Demokratie ist weil unsere weiter.

aber im Grunde war das auch ein Versuch Das Image von Deutschland aufzupolieren und das ist auch gelungen. Und hat selbst später, als man irgendwie dann rausgefunden hat, dass das über Zahlung funktionierte und über Franz Beckenbauer ... Hat das eigentlich nicht groß geschadet? Der Begriff Sommermärchen ist bis heute mythisch besetzt.

Guter Hinweis! Gut, dass du das nochmal sagst. Lass uns doch mal kurz gucken auf diese WM in drei Ländern die ja wirklich sehr unterschiedlich auch sowieso aus der internationalen Wahrnehmung gerade konjunktiert sind, also USA mit einem Problem, den der Trumpismus so mit sich bringt. Die auch gleich zum Auftakt, bevor es überhaupt losging, dann wieder Abweisungen des eigentlich von der FIFA bestellten... Somalischen Schiedsrichter, der auch ein Visum hatte.

Und dann trotzdem am Flughafen in Miami direkt wieder nach Hause geschickt wurde und in Somalia allerdings mit so großem Jubel empfangen wurde. und jetzt glaube ich einen UEFA-Spiel demnächst treifen darf. Den UEFA Super Cup zwischen Paris und Esten wird eher leidend dürfen hat die UEFA heute verkündet in einem kleinen Spitzenbemerkung der FIFA Gegner.

Aber jedenfalls war das ja eigentlich das was man sich genau befürchtet hat. ein bisschen von den USA, die in Politik sehr durch die Aktionen vom Eis, also der Immigration und Kastungs- und Forschung und Behörde geprägt sind. Durch diese Ratschen, die wir in vielen Städten gesehen haben durch dem Migrantenjagd was sicherlich auch dazu geführt hat dass viele Leute da gar nichts hinfahren wollten auf von den Fans oder einige Fangruppen zum Beispiel Iraner und zum Beispiel Haldiana Beides teilnehmen eine Mannschaften überhaupt nicht einweisen dürfen per se schon nicht.

das sind sehr alles Sachen die wir noch nie hatten. Und andererseits Kanada, was ja immer so ein bisschen den zumindest in Europa so dieses Jahr der kleine viel sympathischere Bruder. Der USA. und mit der Rede von Morkarni beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Frühjahr diesen Jahres noch mal. Ja es geht doch auch anders man kann das anders machen.

sehr populär ist und Claudia Scheinbaum als mexikanische Präsidentin auch eine die sich durch das große Beliebtheit auch im Ausland erfreut unter anderem deshalb weil sie auf einem relativ schlaue Arten und Trump die Sturm bietet. Mexiko hat eine ganze Reihe von anderen Problemen. Aber trotzdem reden wir wahnsinnig viel über die USA, wären wir damit dem was diese WM insgesamt ausmacht eigentlich irgendwie gerecht?

Ist eigentlich ne sehr sehr gute Frage. ich würde sagen es gibt drei Motive warum man diesen drei Ländern die FußballwM gegeben hat. bei Kanada da geht's darum das Land fussballerisch zu erschließen. Die haben erst Zu Beginn der vergangenen Saison eine eigene Profiliga, da geht es um Fußballentwicklung.

Bei Mexiko geht es darum ein Land zu beschenken von dessen Fußballbegeisterung jeder weiß der mal in der Nähe eines Länderspiels mit mexikanischer Beteiligung war. Weil aber die Turniere so groß geworden sind, mit forty-eight Mannschaften und über hundert Spielen ist auch klar, dass so Fußball begeistert Mexiko ist.

es wird nie eine ganze FußballWM austragen können. Bei USA ist die alte Fantasie, dass das größte Geschäftsfeld für den Sport ist und es ist das dritte Motiv. Und insofern passen diese drei Ausrichterländer ganz gut zu dem was Johnny Infantino immer propagiert – das Herz des Fussballs, die Entwicklung des Fußballs und das Geschäft!

Ich finde es trotzdem. sicher wird es im Moment schwierig sein, das in einem Land auszuführen aber Ich finde es trotzdem bemerkenswert, dass die USA mit Abstand die meisten Spiele hat während Kanada und Mexiko gerade mal dreizehn haben. Wir haben das Kanada tatsächlich ein Land was erst in den letzten Jahrzehnten überhaupt so richtig auf die Fußball im Fußball präsent wurde.

aber Mexiko wie ja schon mehrmals gesagt wurde ist nicht nur eine große Fußball-Nation sondern in Mexiko wurden schon zweimal die WM ausgerichtet und auch in Mexikos sind's eben nur dreizehn Spielen. Also, in Mexiko hatte die WM-Gesamte ausgeführt. Und natürlich ist jetzt die Dimension etwas größer. Wobei ich trotzdem denke, why not?

Mexiko ist kein kleines Land. Mexiko sind OECD-Land. Mexico hat große Kapazitäten. also insofern bin ich da gar nicht unbedingt verbledieren aber es doch auffällig mit welchen Relationen die Wm stattfindet. Ich wollte noch was zum malischen Schiedsrichter sagen und seiner Abweisung. Das meine ich, damit dass ich sage jetzt ist ein Fenster offen wo man das thematisieren kann denn das ist ja keine Ausnahme, es ist ja Alltag.

also Menschen wollen in die USA und dann werden sie inhaftiert und er wird gesagt Ja du hast terroristische Verbindung einfach so Und dann können die wenn Sie Glück haben irgendwie zügig eine Maschine nehmen. völlig normal in diesem, leider völlig normal im Land. Und jetzt ist der Moment wo man darauf hinweisen kann und deswegen finde ich es gut dass wir das jetzt irgendwie auch machen.

aber es ist jetzt. der Skandal ist nicht dass der Schiedsrichter abgewiesen wird weil wir haben ja. die gegenteilige Sache ist ja dass in bestimmten Ländern Russland oder auch Qatar oder auch in anderen halt bestimmte Dinge während der WM und während Olympia nicht passieren die sonst im Alltag wieder ganz normal passieren wenn es scheinwerfer liegt dass internationalen Journalismus nicht drauf ist, also das muss man schon sehen.

Ihr habt jetzt mehrfach angesprochen die Größe dieser WM zum ersten Mal mit forty-eight Mannschaften statt bisher immer zweiunddreißig. in unserer Zeitung hat unser Kollege Lukas Wallraff das sehr gelobt und hat gesagt toll, dass endlich so viele Kleine dabei sind. Das beste Beispiel ist sicherlich Deutschlands erste Erstrundung gegen Antko Rassau.

Kleiner Isel starrt mit hundert, achtundfünfzigtausend einen Monat. gut die Fußballer, die da spielen sind alle nicht dort geboren und leben auch nicht dort sondern sind eigentlich alle in Holland groß geworden und trainieren auch da. aber nichtsdestowenier ist es für Kodassau und da gibt's ja noch eine ganze Reihe andere Fußball kleine eine große Chance sich bei sowas mal zu präsentieren.

gleichwohl kommen damit natürlich wahnsinnig viele Probleme. zum einem eben sind viel mehr Spiele Das heißt jetzt für dieses drei Länder, Austragungsorte, wahnsinnige Distanzen die die Mannschaften und die Fans auch zurücklegen müssen um von einem Spiel zum nächsten zu kommen. Ist das alles eine gute Entwicklung?

Was meint ihr? Ja ich frage mich was ist das wirkliche Motiv hinter der Entwicklung? also wenn es wirklich darum ginge den kleinen Fußballnationen auch mal einen großen Auftritt auf der WM-Bühne zu gehen. Ja, dann bin ich dabei! Ich kann mich auch freuen über die Qualifikation von Kora Sao und als Cap Verde irgendwie die Qualification geschafft hat.

Ja da haben wir gestaunt ja? Und das macht was mit einem. aber wenn man auf der anderen Seite den Eindruck hat dass diese Vergrößerung der WN deshalb stattfindet Weil damit ein FIFA-Präsident seine Macht absichern möchte, die Stimmen dieser Fußballverbände für seinen Wahlbrauch des Geschäftsfeld erweitert.

um immer neue Millionenversprechungen an die Verbände zu machen und da kriegt dann Kurasau genauso viel Geld überwiesen wie der DFB in der jährlichen Ausschüttung. Ja, dann habe ich schon Bedenken und dann gibt es auch eine Grenze! Und ich glaube das sind wir gerade dabei. also... Wir haben immer gesagt, naja gut.

Letztlich sind wir Fußballkonsumenten selbst dran schuld weil wir kaufen es ja und schauen uns immer weiter. Wir konsumieren die Werbung, die Märkte pumpen immer mehr Geld in den Fußball. Wir funktionieren in diesem System und tragen das System! Bei der Club WM im vergangenen Jahr war das das erste Mal nicht so, da konnte sich der Fußball nicht auf die klassische Weise refinanzieren mit Sponsoring und dem Verkauf von Übertragungsrechte.

Da sind in letzter Minute Saudi-Arabien eingestiegen und hat die versprochenen Umsatzzahlen geliefert – die FIFA für siebliche Ausstüttungen. gebraucht hat. Da ist was ins Wanken geraten, also der Fußball hat in dem Fall sich weiterentwickelt und die Basis ist nicht mitgegangen. Und ja das könnte eine gefährliche Entwicklung für die FIFA sein und vielleicht auch für alle, die uns zuhören.

Die ClubWM, ja die mag vielleicht geschäftlich Erfolg gewesen sein aber es mag mal jeder darüber nachdenken. wer ist denn gerade Clubweltmeister? Keine Ahnung Andreas. Ich würde aber gerne anschließen da dran und zwar, ich teile vieles aus Andreas gesagt hat. Wird aber gern mit diesem sensationellen Aforismus von Johann Greif irgendwie überleiten der er gesagt hat wo ein Vorteil ist es auch ein Nachteil beziehungsweise andersherum.

also wir haben forty-eight Länder und die sind deshalb dabei weil's achten vierzig Märkte sind Und weil Johnny Infantino damit seine Macht in der FIFA ausbauen kann und die Europäer schwächen kann. Wir haben jetzt aber auch Jetzt komme ich zum Vorteil Es machen jetzt eben zehn afrikanische Länder mit und zehn africanische Gesellschaften.

Das machen die genannten Kleinen mit, wir haben jetzt achtundvierzig im Prinzip Gesellschaften, die auch eine Form von Teilhame haben an diesem großen Unternehmen Und das alles auszubalancieren ist wirklich relativ schwierig Denn natürlich geht es knallhart auch darum diesen Eurozentrismus den wir lange im Fußball für selbstverständlich genommen haben.

Von dem müssen wir uns jetzt verabschieden. Das ist für uns irgendwie extrem unangenehm, weil wir verbinden das mit zivilisatorisch-emanzipatorischen Fortschritt. Wir verbinden zum Beispiel, dass die WM im Sommer bei uns stattfindet und käme nie auf die Idee, dass es anderswo Winter ist, während wir darauf bestehen, dass das im Sommer ist – und Katarriesenssauerei!

Weil das war ja im Winter bei uns. Es ist total ungemütlich für uns. also kurzum... Die Machtverhältnisse haben sich verändert. Nicht zu unseren Gunsten, aber nicht komplett jetzt auch zu Ungunsten von anderen. Ich meine das klingt so ein bisschen als ob Johnny Infantino wirklich der Anwalt des globalen Südens auf fußballerischer Ebene.

kann man das so sagen? Nein, das wollte ich damit sagen. Das ist ein Kollateralnutzen praktisch. Der durch den großen Kollateralschaden entsteht in Infantinow verursacht, aber es inneholt beides. also es gibt irgendwie das eine und es gibt das andere. Also ich finde das sinnvoll. oder klar, es wird sich irgendwann wahrscheinlich ein Punkt kommen wo der Markt so gesättigt ist wie du das sagst mit den Schlup-WM und so.

Dass vielleicht das einfach auch nicht so weitergeht ne? Und ja dann kommt so ein Thema was natürlich auch Ryu sagt's mit Katar Ja in Mexiko ist halt auch da wird halt Mittag im Drei gespielt dann ist hier schon nach zum Zehn. Das ist ja auch richtig so. also dass wir kapieren dass die Welt normal ganz unterschiedlich tickt oder so Mir selber erscheinen ist viel wichtiger was die mexikalische Regierung ganz vernünftig gemacht hat, nämlich die WM zu nutzen um dann in Barrios kleine Meisterschaften auszuführen und also Fußball mehr noch in den Barrios zu unterstützen und eher auf der Ebene mehr Kontakt zu entwickeln.

Und auch die Scheinbauer, also die Präsentätin hat auch einen ganz schlauen Zug gemacht indem sie gesagt hat Sie geht nicht zur Eröffnung! Sie geht auf ein Zockerlose, der zentrale Platz von Mexiko Stadt wo sie dann mit den Menschen aus der Stadt und da werden auch viele aus den Armenvierteln eingeladen, das Spiel anschaut.

Und hat die Karten an zwei Fußballerinnen verschenkt, die einem wegbewerben, wer kann wie lang dem Ball in der Höhe halten? Wer da gewonnen hat oder so. Also sind so Dinge, die ich sinnvoller finde wenn wir über Weltmeisterschaften und Ausdehnung reden als jetzt die vielen Mannschaften noch mehr, noch mehr an der wir teilnehmen können Wenn wir noch mal für den Moment so bei grundlegenden Daten zu dieser WM bleiben, ein aufreger Thema der letzten Tage waren die Ticketpreise oder der letzten Wochen eigentlich.

Waren die Ticketspreise? Die in den USA eigentlich hieß es immer sechzig Dollar als sei so einen Durchschnittsticket zu haben. Nun stellt sich heraus dass offenbar die aller aller wenigsten Tickets tatsächlich für sechzig Dollar zu haben sind und für sehr viele Tickets vierstellige Beträge ausgegeben werden müssen auf dem Sekundärmarkt sogar zum Teil fünf oder gar sechsstelligen Beträge.

Ist das eine Entwicklung, die die FIFA sich zuzuschreiben hat durch das System wie sie die Tickets organisiert, den Verkauf organisiert? Kann man das anders machen? Könnte man es anders machen?"? Ja ich glaube da hat sich eben auch was verändert. Es war lange so dass Das Füllen eines Stadions gehörte zur Inszenierung eines Fußballspiels.

Und damit genügend Stimmung aufkommt, brauchtest du die klassischen Fußballanhänger, die alle in ihrem Trikot kommen und wissen wann man welches Lied anzustimmen hat. Diese Leute kamen aus – das waren die klassische Fußballfans! Heute haben auch die vielleicht nicht die aus den wohlhabendsten Gegenden gekommen dass auch die aus den besser gestellten Vierteln bei ZWM Zeit sich ihre Trikots überstreifen.

Es sind noch nie so viele Trikos gekauft worden wie in diesen Tagen, die Geschäfte rollen. Du kannst jemand mit einem fünftausend Euro Ticket optisch nicht unterscheiden von jemand der für sechszig Euro da reingeht. Die Stadioninszenierung funktioniert – die Leute egal, wie viel sie dafür ihr Ticket gezahlt haben spielen ihre Rolle.

Die ist vielleicht früher ein bisschen anders gewesen, da musste man vielleicht noch mehr vom Fußball verstehen. Heute kommt es darauf an auch freundlich in die Kamera zu winken wenn die Fancam unterwegs ist. aber die Leute wissen ihre Rolle zu spielen zeigen wo sie herkommen. das gehört zur modernen Inszenierung und früher hat man nicht so viel Geld dafür verlangen können dass die leute teil dieser inszenierung werden wie heute.

ich glaube Das ist das, was immer zusammengefasst wird unter dem Schlagwort. Der Fan ist zum Kunden geworden und der Kunde weiß sehr wohl wie sich ein Fan zur Verhalten hat oder wie er sich als Fan zu verhalten ist. gibt diese Leute ja noch die in den ganzen Club liegen egal wo tatsächlich die Stadien füllen jedes Wochenende aufs Neue und für relativ wenig Geld auch nicht mehr so billig wie früher mal aber Je nach Land für relativ wenig Geld tatsächlich eine Fenngkultur ausleben, was sagen die denn dazu?

Wenn sie eigentlich am meisten so etwas feiern müssten jetzt wirklich Quarpreis davon ausgeschlossen sind. Ja, äh ... Sie sind außen vor. Es gibt da immer weniger, die damit machen. der Klubfußball hat ja ne eigene Jugendkultur etabliert. Die Ultrakultur haben sich vom Nationalmannschaftsfußbal in Deutschland völlig verabschiedet.

Da gibt es kaum Überschneidungen und Was die Ticketpreise angeht, das ist ja nicht alles. Also wenn man den modernsten Deutschen Club, den FC Bayern München betrachtet, der lebt nicht nur von den Ultras, die das Stadion füllen sondern da fliegen an Heimspieltagen die Leute tausende zu tausenden von ganz weit her an bestücken sich noch am Münchner Flughafen im FC Bayern Fanshop mit dem aktuellen Trikot und nehmen da Platz vielleicht?

Auf einem Platz, für den die FIFA statt wieder FC Bayern ein Hundertzwanzig Euro, fünfhundert Euro verlangen würde. Aber die ganze Reise ist auch ganz schön teuer gewesen! Also die Mode ja in einigen Leitartikeln schon gesagt, die integrativste WM aller Zeiten wie Infantino das angekündigt hat – es ist natürlich ein hohen.

Und der Ausschluss eben über den Eintrittspreis, der ist ja die WM ja nicht erfunden. oder die FIFA. Den gibt es ja in der Premier League irgendwie schon seit vielen Jahren. also die Umwandlung des Fußballpublikums zu einem solventen Mittelschichtspublikum. Die ist ja vorangeschritten und da gibt's aber im Moment eben auch... Also es gibt schon Klubs anständige Clubs usw., die sich bemühen dass man ein gemischtes Publikum weiter hin hat und das Überpreise und andere Anreize versuchen.

Aber ich glaube nicht, dass da wieder FIFA jetzt ein großes Interesse ist. Also in Mexiko würde ich sagen meine Kollegin Anne Dämmer hat das auch beschrieben und durch die Registrie geht kostet mindestens so viel wie im Monat Mindestlohn. Und in Mexikos ist die Einkommensschere ja viel extremer als es in USA Kanada oder Deutschland herrschen.

eine absolute Ausschluss aller Fans, die nicht mindestens der Mittelschicht angehören. Das ist ganz klar. jemand anderes kann da gar nicht drüber nachdenken an dieser WM teilzunehmen. Aber wie viel Spiel ist das in Mexiko am normalen Wochenende mit den Ligaspielen? Ist es da schon genauso Andreas und Peter haben das ja beschrieben dass sich hier schon seit längerem auch der Klubfußball so verändert, dass eher ein gehobenes mittelschrichtspublikum in die Stadien geht.

Ist das in Mexico genau so? Das vermag ich nicht richtig, so einzuschätzen weil ich nicht in die Stadien gegangen bin. Aber was ich wahrnehme ist dass viele auch in den Straßen im Barrios über Fußball reden und auch ihren Club haben und auch in die Statien gehen, Fußball gucken also die jetzt nicht zu den Mittel- und Oberschichten gehören.

insofern Geh ich davon aus, es ist noch nicht so extrem wie Andreas das jetzt gerade beschrieben hat. Aber die Tendenz dort auch in diese Richtung gehen weil natürlich auch im Mexiko der Profifußball immer mehr kommerzialisierter wird. Das muss man aber natürlich eines sagen Es führt jetzt etwas weg aber auch nicht dass die Unterhaltungsfunktion des Fußballs und damit auch die Möglichkeit Das zu monetarisieren natürlich auch deshalb zugenommen hat, weil viel mehr Leute sich mit Fußball beschäftigen die sich für Fußball als Spiel nicht interessieren.

Die müssen auch nicht notwendigerweise in Stadion gehen, weil Stadions sehen sie ja gar nix! Du hast ja irgendwie keine Zeitluppe, keine Kameras. Es wird nicht fünfmal geguckt ob du fünf Millimeter im Abseits warst oder nichts. also die Leute die selten in Stadion gehen sie sitzen oft relativ hilflos rum wissen nicht was los ist und starren dann eigentlich auf ihre mobilen Geräte in der Hoffnung dass da vielleicht mehr los ist.

das ist eine Entwicklung jetzt über das reine Erlebnis des Stadionsbesuches weit hinausgeht. ich prangere das an aber ich kann es auch nicht verändern. Ich fäll' mir gerade ein, ich war dieses Jahr beim Nations League-Finale in München und saß ganz unten direkt bei den Zuschauerreihen. Was ist die Nations League?

Das ist ein europäischer Wettbewerb um einen Titel, den man Nations League genannt hat. Ja! Es ist in den Pausen. wenn keine WM oder EM Qualifikation gespielt wird dann braucht man auch noch was damit es Wett bewerbsspiele gibt und da hat man sich das einfallen lassen auch was man nicht wissen muss. Auf jeden Fall hat Portugal gespielt und die Reihen vor mir waren gut gefühlt mit Leuten in Portugal-Trikots, die sich überhaupt nicht für das Spiel interessiert haben.

Die haben gewartet bis Cristiano Ronaldo einen Einwurf in ihrer Nähe gemacht habe und am Alli erhändig gezückt. Und ich hab' auch ein Foto gemacht wo ich die Leute fotografiere und auf jedem Handybildschirm ist Cristiano Ronaldo. also so viel zum modernen Fußball. Die USA sind ja an sich nicht bekannt als ein Land in dem Fußball.

Traditionell eine große Rolle spielt es in anderen Nationalsportarten, die dort für wichtig sind. Nur ist das sicherlich in den letzten zwei drei Jahrzehnten mehr geworden? Wir hatten eine größere Rolle bekommen auch in den USA und in einigen Clubs insbesondere an der Westküste spielen. ja auch internationale Stars werden auch meistens eher so zum Ende ihrer Karriere hin.

aber trotzdem ist es ja so dass da einige Namen auftauchen und da auch ne ganze Menge Geld tatsächlich drin steht. bitte du bist ja oft auch in dem USA und gerade auch einer westküster Wie ein Studis war, also die Berichte, die man jetzt zuhört sind. Und das hat sicherlich auch was mit dem, worüber wir am Anfang gesprochen haben, zu tun.

Also diese abschreckende Wirkung dass man als Tourist manchmal nicht weiß wird man vielleicht gleich im Flughafen abgewiesen oder wird von Eis verhaftet, wenn man vielleicht eine dunkle Hautfarbe hat oder ähnliches. Sondern es hat vielleicht eben auch etwas damit zu tun, dass bis gestern zumindest noch mehr auf das Finale der Basketball Playoffs geguckt wurde in den USA als tatsächlich schon auf dem begehenden Fußball.

jedenfalls ist hier sind die meisten Berichte aus den USA so, dass da wo sich Hoteliers Gastruhewerbe an den Spielstätten ganz große Versprechungen gemacht hatten und Hoffnungen gemacht haben auf ein dolles Geschäft diesen Sommer, wer denn ja flaute herrscht. Wie weit ist der Fußball als bewegendes Moment tatsächlich emotional in den USA angekommen?

Was meinst du? Es sind unterschiedlichen Gruppen angekommen. also das Interessante in Soccer war ja Er zunächst über Frauenfußball funktioniert hat, weil die Frauen ja sehr erfolgreich waren. Die Männer nicht und das hat dann viele Jahre gedauert bis man mit der Major League Soccer so ein einigermaßen Geschäftsmodell aufgebaut hat.

aber ich war jetzt einige Jahre nicht mehr. Aber als ich in den Stadion war es war schon ein mediocrees Niveau will's mal so sagen. Und das hat auch die Leute auch nicht gestört Weil sie eine andere Kultur haben. Entertainment über Sport, das heißt die sind halt irgendwie ständig unterwegs um sich irgendwelche Getränke oder Popcorn oder was zu holen.

Was in deutschen Stadien selbstverständlich niemals vorkommt? Also außer den Biertypen kommt es in der Regel da nicht vor. okay das war jetzt ironisch aber im Grunde ist das bis heute natürlich nicht so dass das jetzt wirklich Teil der gesellschaftlichen Kultur wäre und diese großen Gefühle ermöglicht Dies bei uns gibt und die halt damit zusammenhängen, dass wir eine Geschichte haben, die über vierundfünfzig, vierundsiebzig usw.

Zumindest bildten wir uns ein Teil von uns geworden ist. Also ich habe heute was gelesen, was ich ganz interessant fand das Donald Trump ja im Grunde nur auf Sieger steht und es heißt er kann nur verlieren weil der US-Socker natürlich überhaupt nicht... also meine Unterstellung überhaupt nichts zu gewinnen hat.

Das heißt, er muss sich im Grunde irgendwie recht früh wieder von distanzieren weil er da kein Sieger sein kann. Da passt ganz gut dazu dass das Motto der US-Nationalmannschaft bei dieser WM lautet Don't Chase Reality was für mich irgendwie heißt sie wissen dass ihr eigentlich nicht mithalten können und sollen aber trotzdem weiter nach oben denken.

Trump geht übrigens zum Eröffnungsspiel seiner eigenen Mannschaft, also USA gegen Paraguay am Freitagabend glaube ich. Also freitag abends deutscher Zeit geht er auch gar nicht erst hin. Wir müssen mal sehen da nachts hier ist es drei Wochen morgens glaube ich das Spiel auf des eigentlich US Primetime.

und wenn wir immer davon ausgegangen sind, Trump würde diese Fußball-WM als ein eigenes großes Propagandainstrument nutzen dann ist es eigentlich ein bisschen komisch dass er denn zu mehr Öffnungsspiel schon gleich nicht hingeht. Aber vielleicht hat er dann schon Angst, dass er wie Peter gerade gesagt hat.

Vielleicht auch gegen... oder Andreas gerade gesagt, vielleicht auch gegen Paraguay schon Schwierigkeiten kriegen? Ich weiß das nicht. dazu kenne ich mich fußbarerisch zu wenig aus aber da will er dann lieber nicht dabei sein falls das irgendwie schief geht. es kann man sich schon. Kann gut möglich sein, dass diesen Motiv ist ja!

Also wir neigen ja dazu grade auch Journalisten der Analogien zwischen dem fußballerischen Erfolg und dem Stand der Gesellschaft in der Politik herzustellen, was ich für nicht wirklich inhaltlich berechtigt halte. Aber das wird uns nicht dran hinden, dann das zu tun. Insofern könnte man natürlich ein Niederlage der US-Jungs irgendwie mit dem Niedergang von Donald Trump verknüpfen – das wäre da sehr bequem!

Gleichzeitig wird es aber auch so sein dass ein früheres Ausscheiden der bundesdeutschen Mannschaft Natürlich so interpretiert wird, dass man sagt ja hier in diesem Land geht alles debach runter. Und jetzt auch noch der Fußball. völlig vergessen das wir schon seit Jahren nix mehr gewinnen im Fußball.

aber das wird glaube ich immer verdrängt wenn ein neues Turnier losgeht und wir sind mache ich auch eine gesellschaftliche Analogie. eigentlich immer noch denken immer noch wie wären sonst irgendwas was wir aber gar nicht mehr sind so Ja was passiert denn in Mexiko? Wenn die Mannschaft tatsächlich das erste mal ein fünftes Spiel bei NRWM erreicht.

Boah, dann wär Party. Dann wär wirklich große Party! Man muss schon wissen viele Mexikaner und Mexikanerin haben so eine gewisse leichte melancholische Verlierer-Mentalität gerade mit der ganzen Geschichte gegenüber den USA. Da ist man ja gewissermaßen immer so ein bisschen der Loser. Das sind die Starken, das ändert sich natürlich auch ein Stück weit.

aber dass es das Bild des Mexikaners und der Mexikanerin geht ein bisschen in diese Richtung. Und insofern sollte jetzt Mexico weiterkommen vor allem wenn die USA nicht weiter kommt wovon man ja möglicherweise ausgehen kann und Mexico dann im Viertelfinale sein Dann wäre das schon also... Es wär schon eine große Party.

ich muss dran denken Bei der letzten WM war das, als Deutschland ja rausgeflogen ist. Weil sie gegen Japan verloren haben in irgendwelchen Sinne. und die Konsequenz war dass Mexiko nur deswegen weil Deutschland verloren hat weiter gekommen ist ins Achtelfinale also nur deshalb. Und was haben Mexikaner und Mexikanern denn gemacht?

Sie sind so japanischen Botschafter, die vor der Botschaft gehen. Also in Mexiko statt und haben den japanischem Botschafer hochleben lassen und gefeiert. also es wird eine große Geschichte sein. ich entzenehme mich immer wenn ein Mexico dann im Achtelfinale rausgeflogen ist kann mir mal der Geflügel des Satz Cogamos como nunca, perdimos como siempre.

Das heißt zu viel. wir haben so gut gespielt wie niemals aber verloren wie immer und ich glaube das ist ein bisschen auch die Mentalität. Glaubt ihr denn? Also Peter hat es ja auch eben so ein bisschen angedeutet dass wir natürlich immer diese Analogie machen und Rückschlüsse ziehen entweder auf den Zustand des ganzen Landes hier nachdem wie die WM spielt oder zumindest auch die Ergebnisse einer WM sehr stark deuten hilft eine Regierung einer Amteren oder schadet einer Amtierenden Regierung?

Jetzt mal das weggelassen, aber wenn man das von Deutschen ausgeht. Die Stimmung in diesem Land ist ja unterirdisch. Das wissen wir nun irgendwie alle. Meint ihr dass heute eine WM noch in der Lage ist? Andern nochmal die deutschen Spielen werden es okay und scheiden zumindest nicht gleich wieder an der Vorrunde aus um die Stimmung hier wirklich ein bisschen aufzuhällen.

ich sage jetzt nicht Nutztmerz sondern einfach nur Irgendwie, alles wird mal ein bisschen gechillt in diesem Land. Das sind nicht alle so aufgeregt? Meint ihr das kann noch funktionieren heute Peter? Ja es würde sein aber nur temporär. also im Grunde wäre das irgendwie so einen kurzen Moment wo man ein bisschen gute Stimmung dann hätte.

Aber das verfliegt ganz schnell wieder. Also aus dem Jahr war eine wirkliche Ausnahme und man gemerkt hat dass trägt irgendwie über den Sommer hinweg und den Herbst auch, aber das wird diesmal nicht passieren. wird eine frühe Niederlage irgendwie Friedrich Metz noch schlechtere Umfragewerte bescheren.

Noch würde ein Sieg jetzt, was ich für sehr unwahrscheinlich halte einen WM-Titel Deutschlands in irgendeiner Weise Friedrich metz zugerechnet werden. also da braucht sich keine Hoffnung machen. Ein bisschen Problem dabei ist glaube ich dass sich die deutsche Nationalmannschaft den Rucksack so ein bisschen selber aufgesetzt hat.

vor zwei Jahren bei der Heimem war ja eine ziemlich gute Stimmung. Man ist zwar im Viertelfinale gegen Spanien ausgeschieden, aber auch so gut gespielt wie seit dem Jahr zwei Tausend Achtzehn nicht mehr. Und der Bundestrainer hat dann Julian Nagelsmann hinterher gesagt – er ist der Hoffnung, dass er damit mit dem Auftritt wirklich gut angekommen ist!

Das Land ein Stück weit einen konnte und ich glaube, er hatte recht bis zum Ende dieser Pressekonferenz. Dann war die Äußerung schon wieder verflogen. Mit diesem Aufruf, dass man doch die Mannschaft unterstützen soll. Dass wir alle in einer schwierigen Lage sind... ...dass wir alle an einem Strang ziehen sollen ist die Mannchaft in den USA aufgebrochen und hat sich durchaus eben diesen Rucksack selbst aufgesetzt als wäre es ihre Aufgabe die allgemeine Stimmung im Land aufzuhillen.

Ich glaube das hätte ich vielleicht nicht machen sollen. Wolf, mir sind ja die Probleme Deutschlands zwar groß, aber im Vergleich zu denen Mexikos mit Drogenkriege, Kartellen. Wahnsinnige Korruptionslevels, viele Tote jedes Jahr. Denn doch vielleicht sogar gar nicht mal ganz so groß! In Mexiko funktioniert da sowas?

Lenkt so eine WM zumindest ab von den Problemen. und dann Ablenkung kann man ja sehr kritisch sehen und sagen hier Brot und Spiegel für das Volk damit sie nicht hingucken. Das ist ja die Eininterpretation der auch durchaus gängig ist gerade in linken Kreisen gegenüber sportlichen Großereignissen. oder aber auch endlich haben wir auch mal was darüber uns freuen können.

Was glaubst du, wie ist das in Mexiko? Ich denke die Mehrheit muss gar nicht so stark abgelenkt werden. die ganze Zeit also. diese Phänomen der Gewalt betrifft einen bestimmten Rahmen von Menschen in bestimmten Regionen Und zum Beispiel das verschwinden lassen wird dann wahrgenommen von vielen, wenn sie selber betroffen sind oder ihr Umfeld.

Das heißt die Gesamtstimmung in Mexiko muss ich sagen ist nicht so schlecht wie in Deutschland. Also so Mexico hat ein großes Gewaltproblem natürlich Und ich denke, ja natürlich, man amissiert sich und freut sich wenn Mexiko weiter kommt. Aber das sind zwei Ebenen. Ich glaube nicht dass es so unmittelbar miteinander verknüpft wird weil ich meine mal lebt der jetzt auch im Alltag und man freut mich, man ist guter Dinge, man geht auf ein Konzert, man gehen in den Fußballspiel und parallel passieren eben in bestimmten Regionen ganz andere Dinge.

Verscheinbar für die Präsidentin ist es ganz wichtig, dass Mexiko nicht sofort rausfliegt. Ja, weil es dieses Wir-Mexiko-Gefühl stärkt und sie hat ja jetzt schon uneinliche Unterstützung innerhalb der Bevölkerung. Insofern denke ich also dass Sie noch stärken aber in der Gesamtstimmung denke ich mir klar würde das natürlich.

die Leute werden außer Rand und Band um so weiter man kommt. Das ist wahrscheinlich in allen Fußballnationen so. Aber man braucht nicht dieses Event Um von anderen Dingen abzulenken Das denke ich so nicht. Scheinbar muss sich darstellen, sie muss auch nach außen darstellen und sie muss ihn nach innen darstellen.

Und es ist für Sie ganz wichtig dass dieses WM diese Spiele vor allem dieses Spiel heute schon mal einfach in aller Ruhe auch stattfinden kann und das nicht völliges Chaos herrscht weil eben bestimmte Gruppen die die Straßen dicht machen. Das ist für sie sehr wichtig und auch gegenüber der mexikanischen Bevölkerung oder Teilen der Bevölkerung großen Teilen der Bevölkerungen aber sie braucht es nicht um von der Gewalt abzulenken.

Wenn dieser Podcast online geht, dann wissen wir bereits ob das Spiel ruhig ablaufen konnte unter irgendwelche Schwierigkeiten gab. Jetzt wissen wir das noch nicht. Ich würde während eines gerne noch sagen was grundsätzlich ist etwas pastoral also es ist richtig dass man jetzt irgendwie wenn das Fenster offen ist irgendwie sagt irgendwas nicht gut läuft und kritisiert was zu kritisieren ist.

gleichzeitig sollte man aber auch nicht in so ein grundsätzlich alles scheiße negativ spirale reingehen sondern natürlich ist die idee schon dass wir, sag ich jetzt mal, also emancipatorisch-liberale Gesellschaften schon auch diese WM als unser Ereignis nutzen können wo wir letztlich Gewinner sind. Also wir sind nicht die armen Opfer irgendwie von Donald Trump und Johnny Infantino sondern wir müssen irgendwie gucken das wir diese Wm auch zu unserer WM machen.

wenn du jetzt du guckst mich schon so an konkret sagst wie soll denn das genau gehen? Hab ich die Antwort auch noch nicht, aber der Ansatz muss einfach sein. Wir geben die jetzt einfach nicht den in die Hand und heulen nur die ganze Zeit. Also eine Frage, die ich mir schon stelle... Ich meine, der Aufstieg der AfD in Deutschland scheint ja nun seit Jahren unaufhaltsam.

Wir haben ganz vielen Podcasts und in der Zeitung und ständig darüber diskutiert. wieso schaffen wir das nicht? fruchten keine Argumente, warum findet niemand eine wirkliche Strategie um den zu verändern? Einmerkmal der AfD wenn es um diese Fußball-Nationalmannschaft geht ist zu sagen das ist nicht unser Team.

Das ist uns zu dunkel. Da sind so viele Schwarze dabei da sind uns zu wenig weiße dabei. Das gibt ihnen natürlich die Möglichkeit so bald dass. also vom Bayer haben wir auch immer gesagt die AfD lässt sich doch nicht durch ne Fußball Europa oder Weltmeisterschaft die schlechte Laune verderben. ich glaube das stimmt auch immer noch.

und was so ein bisschen dazu führt, wenn das Team erfolgreich ist. Dann ist die nicht erfolgreicher in der SETA mal kann ja nicht so wie die. Das was du gerade gesagt hast Peter würde ja dagegen auch eine Strategie. wie vereinert man diese WM tatsächlich für ein gutes anderes Gefühl für eine inklusive Gesellschaft und so weiter.

Warum gelingt das zu wenig? Weil wir dann meistens in einer Defensive sind. also die gehen nach vorne mit ihrem Ethnorassismus Und wir müssen dann sagen, nein, nein. Aber so ist das gar nicht! Das ist doch gut oder völlig in Ordnung und so weiter. Also grundsätzlich ist halt so gerade gelesen der Jahrgang, der jetzt achtzehn ist oder geworden ist, Jahrgang zwei tausend sieben oder acht, der besteht zu vierzig Prozent aus menschen-migrantischer Herkunft.

also das klingt aber auch schon wieder blöd wenn ich das sage die Nationalmannschaft ist ein Abbild irgendwie dieser Realität Wenn man jetzt mal abzieht dass möglicherweise manche Nicht mehr Fußball spielen, weil sie keine Ahnung lieber Reiten oder Tennis spielen. Also sich so das etwas verändert hat hin zu anderen Gruppen der Gesellschaft.

Aber eigentlich ist es ein Abbild und man sollte im Grunde auf keinen Fall in die Falle gehen Und denen irgendwie und ihrer Argumentation hinterherrennen. aber ich weiß Es ist in der ihren Mediengesellschaft deren Teil wir sind ist das natürlich schwierig. Der Fußball ist da längst zum Bielfeld des Kulturkampfes geworden, da kommt man nicht so leicht raus.

Aber trotzdem genau deine Frage ist eigentlich der Ansatz also eine Mannschaft so unterschiedlich sie zusammengesetzt ist einfach als das zu nehmen was sie isst? Also ne Mannschaft! Das ist schon der erste Schritt und das kann wahrscheinlich am besten so jemand wie der Bundestrainer der diese irrsinnig unterschiedlichen Typen irgendwie zu einer Mannschaft fahren muss und wir Ja, das ist wirklich schwer.

Der muss damit zurechtkommen mit dem oberschichten Kind aus dem Willenviertel und dem Vorstattsterizi, der muss das irgendwie händeln. Wir haben es leicht! Wir brauchen bloß zuschauen und uns bloß nicht von dieser schlechten Laune der AfD anstecken lassen.". Das ist wie ich, das schlechteste was wir machen können.

Auch deswegen Peter gebe ich dir recht ruhig mal gut gelaunt auch in diese WM gehen. die schlechte Laune die überlassen wir den anderen. Das ist eigentlich ein wunderbares Schluss. oder bei eins würde ich natürlich trotzdem noch von euch wissen wer wird Weltmeister? Die Miererlande! Frank Reusch Ich kann ja nur meinen Bullschuss und dass offensichtlich mir wirklich sehr freuen mit Mexiko mal im Endspielwerk.

Ich danke euch sehr für diese engagierten, kenntnisreiche Mänderrunde heute im Bundestag. Das Versprochen machen wir alles nicht so schnell wieder! Vielen Dank geht wie immer an Marie-Frank für die Redaktion und dann Daniel Fromm für die technische Produktion. An euch da draußen liked uns gerne, wo immer ihr das könnt, kommentiert, empfiehlt uns weiter und teilt uns auf Social Media.

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