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Checkout - Der SPORT1 Darts Podcast· Folge 335

PDC-Europe-Chef Werner von Moltke im Interview + Mensur-Mätzchen in Basel

Montag, 12. Oktober 2026 · 1 h 13

MP3

Shownotes

Jonny Clayton siegt in Basel und ist damit auch sicher beim Grand Slam dabei, Luke Humphries bleibt sich treu und spielt fantastische Darts, Mensur Suljovic bietet ordentlich Diskussionspotential. Außerdem: Wir haben ein exklusives Interview mit PDC-Europe-Chef Werner von Moltke geführt. Viel Spaß beim Hören!

In dieser Folge am Mikro: Micha Wattenberg (mydartcoach.com/en/about-us),Joshua Hermann (instagram.com/joshua_hermann9/?hl=de)

Im Interview mit Werner von Moltke: Kevin Schulte (x.com/SchulteKev)

Checkout - Der Sport1 Darts-Podcast

Hosts: Kevin Schulte (x.com/SchulteKev), Micha Wattenberg (mydartcoach.com/en/about-us)

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Johnny Clayton siegt in Basel und ist damit auch sicher beim Grand Slam of Darts mit dabei. Luke Humphreys bleibt sich treu und spielt fantastische Darts. Menzo Suljovic, ja, der bietet ordentlich Diskussionspotenzial, sag ich mal. Wir gehen jetzt rein in die Analyse von Basel. Außerdem hören wir aber auch noch PDC-Europe-Chef Werner von Moltke im Interview.

All das jetzt hier bei Checkout. Hier ist Checkout, der Sport1-Darts-Podcast mit Kevin Schulte und Micha Wattenberg. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Checkout, dem Sport1-Darts-Podcast. Wir melden uns zurück auch in dieser Woche wieder einmal mit einer top aktuellen Folge direkt nach der Swiss Darts Trophy hier in Basel.

Und wenn ich sage, wir melden uns, dann ist es in dieser Woche immer noch nicht Kevin Schulte, der hier an meiner Seite sitzt. Kevin ist nämlich fußballtechnisch unterwegs dieses Wochenende. Ich habe mir wieder einmal einen fachkundigen Gast mit in diese Podcast-Sendung geholt. Jemand, mit dem ich schon viele Folgen aufgenommen habe, wo ich mich aber jedes Mal aufs Neue wieder darauf freue.

Schönen guten Abend. Hier kommt Joshua Herrmann. Ja, hallo zusammen. Ich freue mich auch immer ganz besonders, wenn wir beide diese Podcast-Folgen aufnehmen. Ja, es ist ja jetzt auch ein ganz, ganz kleines Comeback. Ich war jetzt doch ein bisschen länger nicht mehr mal dabei. Der World Grand Prix wollte ja so eine Stunde vorher, ging ja da nicht mehr, ausgründen. Und jetzt freue ich mich auf jeden Fall, dass wir hier über Basel reden können.

Ich freue mich auch. Die Freude ist also ganz meinerseits. Wir werden da jetzt ein bisschen drüber sprechen. Dann gibt es im Anschluss, das habe ich eben schon im Cold Opener gesagt, noch ein Interview mit PDC-Europe-Chef Werner von Moltke. Das hat Kevin schon vor ein paar Tagen geführt. Aber da gibt es wirklich einige interessante Äußerungen, die Werner von Moltke getroffen hat.

Also freut euch auch auf dieses Interview in dieser Folge von Checkout. Ihr kennt das Spiel und da möchte ich einmal noch drauf verweisen in den Shownotes. Gibt es den Link zu Patreon, da könnt ihr uns unterstützen für 3,57 Euro pro Monat inklusive der Mehrwertsteuer. Patreon spielt auch jetzt gerade aktuell eine wichtige Rolle, denn wir bereiten uns jetzt schon innerlich so langsam auf die erste Sendung von Checkout Best of Five vor.

Dazu nachher im Laufe dieser Folge auch nochmal ein paar Worte, aber wenn ihr Patreon-Abonnent seid und bei uns auf Patreon vorbeischaut, habt ihr jetzt die Möglichkeit, der erste Hörergast in unserem neuen Format Best of Five zu sein. Dafür, wie gesagt, gerne einmal bei Patreon vorbeischauen. Und wer noch kein Abo hat, der kann es jetzt abschließen und dann immer noch Gast in der ersten oder auch einer der weiteren Folgen von Best of Five sein.

Aber dazu nachher noch mal ein paar mehr Worte, nachdem wir über Basel gesprochen haben. Ebenfalls in den Show Notes gibt es den Link zu unseren Social Media Accounts Instagram, Twitter und TikTok. Und ihr findet dort auch den Link zum Sport1-Darts Newsletter. Das ist jetzt aber genug der Vorrede. Wir gehen rein in die Analyse vom 14. von 15 European Tour Events.

Gespielt wurde, wie gesagt, in Basel. Und, Joschi, bevor wir beide jetzt inhaltlich werden und darüber sprechen, wie dieses Turnier ablief, hören wir erst einmal rein in einen O-Ton von Jan Toden. Jan war nämlich am Freitag und Samstag vor Ort in Basel. Jan, was würdest du denn sagen, wie war so die Stimmung vor Ort?

So, hi Micha, hi Yoshi. Nochmal eine kurze Wortmeldung meinerseits aus dem St. Jakobspark. Ich denke, die Location hat sich bewährt jetzt in der dritten Ausführung. Es ist eine Halle, die immer voll ist, vielleicht nicht ganz so voll wie beim ersten Mal, mit wirklich guter Stimmung seitens des Publikums.

Wenn es lahmere Spiele gibt, wie das von Mensur gegen MVG, dann werden Bälle durch die Gegend geworfen und jedes weiter Pritschen wird bejubelt. Das gefällt dann der Saal Security nicht ganz so gut, die vielleicht ein bisschen unentspannt war. Das war lokale Security, nicht die der PDC Europe. Naja und von den Highlights, es wäre halt schön gewesen, wenn doch ein Schweizer oder ein Deutscher es noch in den finalen Tag geschafft hatte.

So waren das kleine Downer, als Belly rausging, als dann auch Springer und Schindler rausging. Aber alles in allem ein Event, auf das man sich auch im nächsten Jahr wieder freuen darf und wirklich hervorragend ausgetragen. Und vielen Dank nochmal an Stefan Bellmont dafür, dass er sich trotz Niederlage meinen Fragen gestellt hat also tschüss.

Stefan Bellmont werden wir auch noch im Laufe dieser Folge hören also der Schweizer kommt hier auch noch einmal, zu Wort ja Joschi, man könnte ja sagen also solange bei den Partien von Menzo Soljevic im Publikum nur Bälle hin und her fliegen und noch keine Tomaten geworfen werden, ist die Welt noch in Ordnung.

Ja, ich bin mir aber nicht so sicher, wie lange da noch keine Tomaten geworfen werden bei den Spielen von Mensur. Aber okay, hat das ja schon einen langen Unterhaltungswert. Ich fand jetzt so vom Streamen her, es hat sich jetzt nicht so stimmungsvoll angehört. Ich habe jetzt vor allem heute gesehen, komplett durchgehend und ein bisschen was vom Freitag.

Und da muss ich sagen, okay, ich hätte es vielleicht sogar ein bisschen stimmungsvoller erwartet, aber ich will jetzt auch nicht denen aus der Halle widersprechen, die werden dann ein deutlich besseres Bild gehabt haben als ich von meinem Laptop hier in Stuttgart. Von daher können wir die Aussage dann vielleicht so einfach nehmen, dass vielleicht auch einfach der Ton nicht so gut war.

Ja, es ist halt immer so zweierlei Paar Schuhe, was es in der Halle dann so auditiv zu vernehmen gibt, wie die Stimmung ist und wie es im TV rüberkommt. Das ist sicherlich von Event zu Event, ich sag mal hinsichtlich des Broadcastings, dann schon auch nochmal ein bisschen unterschiedlich, aber, du hast sicherlich auch recht, also gerade wenn man so an die erste Ausgabe in Basel denkt, da war die Stimmung dann schon, glaube ich, noch auch ein bisschen besser und da wurde dann noch ein bisschen mehr. Ich sag mal, das alles hochgetragen.

Man muss aber auch dazu sagen, dass. Beispielsweise die erste Ausgabe in Basel mit der Swiss Darts Trophy halt auch einfach noch mehr Geschichte zu erzählen hatte. Also Martin Schindler als deutschsprachiger Spieler dort mit dem Titelgewinn und sowas, da hast du dann natürlich auch eine andere Story, als wenn Johnny Clayton hier gewinnt.

Nichts gegen Johnny Clayton, aber am Ende des Tages ist das, auch wenn Johnny Clayton in seiner Karriere erst vier European Tour Turniere gewonnen hat und das sein erster Titel in 2026 ist, aber doch halt irgendwie hinten raus ein Turnier mit Business as usual. Also du hast die Storys mit dabei, mit Stefan Belmont, mit Menzo Suljovic, wo wir gleich sicherlich, viel drüber sprechen werden, aber trotzdem am Ende des Tages, auch wenn auf dem Papier Johnny Clayton kein Spieler ist, der immer gewinnt, fühlt es sich trotzdem an wie so ein Business-as-usual-Abschluss eines European Tour Events.

Ja, und ich kann auch verstehen, dass in der Halle vielleicht dann auch die Stimmung am Ende nicht mehr so überragend ist, weil dann tatsächlich, ohne da jetzt jemanden zu nah treten zu wollen, mit einem Bradley Brooks. Mit dann einem Johnny Clayton, mit einem Karel Settler-Check, das sind jetzt auch nicht die Leute, auf die die Fans halt so abgehen, dass die Stimmung halt explodiert, weil das einfach keine Leute sind, die Views ziehen.

Also auch wenn die spielen, die spielen alle super Darts, aber es sind einfach keine Stimmungsmagnete und die haben halt dem Turnier einfach, hinten raus, vielleicht auch schon bei der Entry-Liste ein bisschen gefehlt, und dann ist es auch klar, dass wenn einem die Charaktere nicht so mitreißen, und dann ist auch noch Sonntagabend, morgen müssen auch alle wieder irgendwo auf der Arbeit sitzen.

Dass es dann nicht ganz so stimmungsvoll ist wie vielleicht am einen oder anderen, Tag dieser European Tour Saison, Mit diesem Titelgewinn ist Johnny Clayton jetzt auch sicher beim Grand Slam mit dabei. Er hatte sich ja neulich in einem Interview geäußert, dass er eigentlich gar nicht so wirklich verstehen könnte, warum jetzt die Top 16 der Welt nicht einfach überall immer mit dabei wären.

Jetzt höchster, nicht gesetzter Spieler beim Grand Slam, Danny Noppert an Position 11. Ja, die Top 16 sind ja auch inzwischen eigentlich nirgendwo mit dabei, muss man auch mal sagen. Also die werden ja überhaupt nicht geschützt und überall reingesetzt. Also da kann ich Clayton schon verstehen. Das ist einfach sehr unfair geworden für die Top 16.

Achtung, Hermannsche Ironie in dieser Aussage. Johnny Claytons Weg ins Finale sah wie folgt aus und das muss man ihm lassen. Diesen Titel gewinnt er schon auch verdientermaßen. Er beginnt mit einem Sieg über Mike Kaifenhofen, da spielt er 108 Punkte im Schnitt. Dann 100 Punkte gegen Rob Cross, 98 gegen Karel Zetlacek, 105 Punkte gegen Krian van Veen im Halbfinale.

Und dann im Finale sind es nochmal 101 Punkte. Damit matcht er ziemlich genau das Niveau seines Kontrahenten Luke Humphreys. Am Ende steht hier aber ein 8 zu 4. Und ich muss sagen, gerade so in der Anfangsphase dieser Partie hatte ich das Gefühl, Humphreys ist so ein bisschen mehr am Drücker eigentlich.

Er spielt sich die Chancen, kann dann aber halt einfach nicht in Führung gehen, weil er dann in den entscheidenden Momenten auf Doppel bisschen was liegen lässt. Beispielsweise dafür, ich meine, es waren nur kleine Chancen, aber beispielsweise dafür das erste Leck. Humphreys verpasst einen Dart auf Bulba, 164, Johnny Clayton checkt 118 Punkte.

Trotzdem ist es bis zum 4 zu 4 eine offene Partie, hätte aber auch 6 zu 2 für Humphreys stehen können und dann gewinnt Humphreys dieses Turnier, müssen wir nicht drüber sprechen, aber Clayton macht es halt irgendwie super souverän im Finale auf die Doppel, nimmt irgendwie doch diese Momente, die Humphreys eben nicht nimmt und Und, das ist halt einfach Johnny Clayton.

Ja, und das ist auch Johnny Clayton in absoluter Bestform. Also, er spielt ja sowieso ein überragendes Jahr 2026. Völlig unbestritten aus meiner Sicht in den Top 5 der Welt. Jetzt auch wieder Ranglisten-mäßig, aber auch, rein vom Spielerischen her ist er für mich auf jeden Fall da anzusiedeln. Ja, das ganze Finale lief ja eigentlich fast durchgehend so.

Humphreys kriegt irgendwo einen Dart hier, einen Dart da. Ja, der hat ja 164 auch nochmal auf Bull verpasst und 161 auch nochmal auf Bull verpasst und bei 64 gab es irgendwo auch nochmal einen auf Doppel-16, der dann nicht reingegangen ist. Das sind dann immer so Dinge, wo du halt nur einen einzigen kriegst und das ist eigentlich dann kein Fehler, wenn du 164 nicht checkst, aber wenn halt Johnny Clayton auf dem Niveau spielt, wie er halt spielt, dann muss zumindest dass mal eine oder zwei von diesen vier Dingern, die du dann kriegst, halt irgendwann weg.

Und das hat Humphreys halt in diesem Finale nicht mehr geschafft. Und Clayton war halt super konsequent. Auch wie er es dann zu Ende spielt, mit 140, 140, 135 dann zum Matchen vom Score, da machst du dann auch einfach irgendwann nichts mehr. Und dass es überhaupt erst der vierte Titel ist auf dem European Tour, hat mich schon fast überrascht bei Clayton, weil ich fast noch dachte, es wären noch ein, zwei mehr gewesen.

Kann ich absolut verstehen, wieso man das bei einem Johnny Clayton glaubt. Aber wie gesagt, am Ende des Tages gewinnt er es auch verdient, auch wenn für mich der Mann des Wochenendes definitiv Luke Humphreys ist. Also Luke Humphreys beginnt hier seinen Turniereintritt erst einmal mit einem Sieg über Kevin Dutz.

Da gewinnt er, obwohl er den schlechteren Schnitt spielt, mit 102 Punkten im Schnitt, Kevin Dutz bei 105, fast 106 Punkten. Ist auch irgendwie eine wilde Partie, die bis in den Decider geht. Und es gibt dann diesen einen Moment, wo Kevin Dutz, ich glaube, er startet im Decider gegen die Darts mit einer 180.

Und dann fallen ihm zwei Darts aus dem 20er-Segment raus. Einer klar aus der Single-20, der andere könnte noch eine Single-20 sein, könnte aber auch eine Triple-20 gewesen sein. Fallen ihm beide raus. Ich glaube, wenn ihm diese potenziellen 80 Punkte nicht runterfallen, geht Humphreys hier zum Auftakt schon raus.

Aber Humphreys kommt da eben durch in dieser Partie und kommt dann auch durch mit einem Whitewash über Christoph Ratajski, 114 Punkte im Schnitt, das ist ein Turnierrekord bei der Swiss Darts Trophy, dann 100 Punkte im Schnitt gegen Christo Reyes, gegen Menzo Suldovic lässt er sich auf kein Mätzchen ein, 111 Punkte.

Also ich finde, ja, Luke Humphreys hat da einfach heiter weitergemacht, wo er ja jetzt zuletzt halt beim Grand Prix aufgehört hatte. Da ist einfach eine gewisse Selbstverständlichkeit wieder da. Ja, vielleicht war es sogar noch drei, vier Prozent besser als beim World Grand Prix, weil ich finde schon, dass er einfach sehr gelöst wirkt.

Er hat jetzt diesen Rucksack mal weg, diesen Druck von den Schultern hat er jetzt mal gelöst. Du hast ja jetzt kein Major mehr irgendwie auf deinen Namen stehen und du bist nicht gut genug, Turniere zu gewinnen, wo Littler mitspielt. Und das hat er sich jetzt selber, aber auch anderen nochmal gezeigt, dass er das auf jeden Fall drauf hat.

Und ja, wenn du dann halt mit so einer gewissen Gelassenheit, weil natürlich, muss man auch so ehrlich sein, die Swiss Darts Trophy ist dann auch für Luke Humphries gerade nicht auf dem Level wertig, wie zum Beispiel es für Rian van Feen oder Mensur Suljovic gewesen wäre. Aber er kommt dann einfach sehr, sehr entspannt hin kann völlig befreit mit viel Selbstvertrauen Dart spielen und man hat ja auch gesehen auch an den Siegesreaktionen nach einigen Spielen gegen Mensur, oder auch bei den 114 so wie gelöst Luke Humphries halt auftritt und so, positiv sieht man ihn ja auch nicht immer und das war halt gut zu sehen und wenn er halt jetzt wirklich vielleicht diese paar Prozente nochmal rausgekitzelt

hat, weil er jetzt halt wieder confident ist, dann können wir eigentlich alle nur glücklich sein, weil dann ist er auf jeden Fall ein Kandidat, der es auch in längeren Spielen mit Luke Littler in der letzten Jahreshälfte auch aufnehmen kann. Was würdest du sagen, für wen der beiden unterlegenen Halbfinalisten wäre der Sieg bei der Swiss Starts Trophy wertiger gewesen? Krieren van Veen oder Menzo Soljevic?

Rian van Veen, aus dem Grund, Menso hat schon drei Titel und er hat auch seine Prime-Zeit schon hinter sich. Das wird er wahrscheinlich auch selber, hoffe ich, dass er das nicht anders sieht, weil das ist halt nun mal so. Und Rian van Feen ist halt schon es ist schon sehr offen, dieses okay Nummer zwei, Nummer drei der Welt, aber er hat halt genau eine Pro Tour gewonnen, keine European Tour und halt okay die European Championships klar, großes Ranking Major, aber abseits davon ist es halt ein Tourtitel, so und wenn man sich dann mal anguckt, was zum Beispiel in den Westel Neumann allein dieses Jahr gewonnen hat Gewinn van Feen halt einfach zu wenig und ich glaube schon, dass das bei ihm auch ein bisschen im Kopf mit drin ist,

auch auf der European Tour, dass er es hat, noch nicht geschafft hat, einen Titel zu holen und ich glaube, das wäre ähnlich wie jetzt bei Humphreys beim Major, wäre es für Van Veyen so ein richtiger Brustlöser gewesen, wenn er diesen European Tour Titel jetzt mal abhaken könnte. Ich gehe da in weiten Teilen mit. Ich bin so ein bisschen zwiegespalten, für wen es wertiger wäre, weil ja, Krian van Veen muss noch auf den ersten Titel warten auf der European Tour und ich glaube, dass das dann auch wirklich was lostreten kann.

Aber andererseits wird sich Krian van Veen denken, ich bin so gut und selbst wenn es jetzt noch zwei Jahre dauert, bis ich einen gewinne, in meiner Karriere werde ich bestimmt nochmal 3, 4, 5 gewinnen. Für Mensur hätte es vielleicht die wirklich letzte Chance sein können, überhaupt nochmal auf der European Tour einen Titel zu gewinnen.

Aber am Ende des Tages gewinnt ja keiner von den beiden, sondern Johnny Clayton dann, auch wenn Krian van Veen auch an diesem Wochenende wirklich nicht verkehrt unterwegs war. Hat den Auftaktsieg über Nico Springer, das ist sogar ein Whitewash mit 6 zu 0, checkt in den ersten beiden Lags der Partie je 107 Punkte.

Zum 4 zu 0, als Nico dann, glaube ich, auf Doppelsteht, checkt Krian van Veen nochmal 164 Punkte. Nico Springer hatte zuvor glanzlos gewonnen gegen den Host Nation Qualifier Roman Wellinger mit 76 Punkten im Schnitt. Da gab es nicht so viel zu bejubeln, aber durch ist durch, Sieg ist Sieg, Preisgeld ist Preisgeld.

Für Kieran van Veen gab es nach dem Sieg über Nico Springer die Siege über Tom Bissell, Bradley Brooks, gerade da auch mit einem Break im Decider, Sympathien, die er gewinnen sollte, schrägstrich gewinnen muss, sind wir uns relativ einig und geht dann, wie gesagt, im Halbfinale raus. Und ja, etwas mehr Diskussionspotenzial gibt es dann bei Menzo Suljovic.

Menzo Suljovic hat erst einmal die Siege über Georgi Jehirschki, Michael van Gerwen, Rossmyth und Dirk van Dijvenbode. Soweit, so gut. Gegen Michael van Gerven irgendwie eine komische Partie. Van Gerven teils gut, teils ein bisschen bissig, teils irgendwie gar nicht, teils wildeste Streuung. Also ich erinnere mich da an irgendeinen Moment, als, weiß ich nicht, Van Gerven bei 196 Punkten Rest steht und es nicht schafft, sich auf den Finish zu stellen.

Also dann irgendwie bei 174, 175 rauskommt oder so. Menzo, der. Jeden Leck-Gewinn da mit einer Doppel-Bizeps-Pose wie ein Bodybuilder einmal in Richtung Publikum abfeiert. Am Ende nochmal ein bisschen Doppeldrama, aber Menzo kommt dann durch. Und da dachte man schon, ja okay, ist vielleicht die wildeste Partie, die wildeste Story, das wildeste Acting von Menzo Soljovic an diesem Wochenende.

Da war aber weit gefehlt, da war dann die Rechnung nicht mit der Partie gegen Ross Smith gemacht. Nee, überhaupt nicht. Das war, glaube ich, so mit eins der Unterhaltungsspannungswert, zum Zugucken, besten Spiele, die ich dieses Jahr gesehen habe, aber nicht ausgrund der sportlichen Geschichte. Also die Maler meistens werden es gesehen haben, aber ganz ganz kurz Zusammenfassung während des Spiels.

Jedes Mal, wenn Ross Smith zum ersten Dart ansetzt, dreht sich Menso zum Publikum und feuert es an, im Hintergrund, also im Rücken von Ross Smith, jetzt irgendwie laut zu werden und das stört halt, wenn du nicht weißt, was passiert als Gegner und plötzlich immer, wenn du zum ersten Dart ansetzt, wird es hinten irgendwie laut, wenn es ansonsten in der Halle wirklich sehr sehr leise war bei dem Spiel.

Und das lief halt wirklich über über zwei drei legs bei jeder aufnahme dann war es halt generell sehr langsam von menso aber der eigentliche vogel abschluss kam hat dann ganz zu ende. Wo ross smith bei 61 rest steht zum match im decider menso 180 für 55 rest wirft, smith dann zwei menschen auf doppel 18 kriegt den ersten daneben wirft noch mal ansetzt und sich in dem moment menso dann wirklich zum Publikum dreht, was dann ein bisschen lauter war in der Sekunde eh schon, weil es halt spannend geworden ist und dann tatsächlich mit Armbewegungen und sowas, die das Publikum aufgefordert hat, jetzt irgendwie noch lauter zu werden, noch lauter zu boonen und sowas wirklich beim letzten Dart zum Match für Rose

Smith, den er dann nicht gemacht hat. Dann checkt Menso 55, ob 10 letzter Dart, dass die Bühne danach noch steht. Interessant, also gut konstruiert. Ja, und dann ging es halt noch weiter. No-Look-Handshake, Um... Und ja, dann gab es noch ein Interview, das kam dann erst später, nach dem Viertelfinalsee gegen Dirk van Dijvenboe, dann mit Philipp Brzezinski, wo Menzo halt so sagt, ja, der Kerl darf sich überhaupt nicht, also bezogen auf Rob Smith, überhaupt nicht aufregen, dann soll er einfach zu Hause bleiben und nicht herkommen.

Und eigentlich, laut Menzo hat nichts falsch gemacht, okay, das Zitat des Turniers ist aber eigentlich okay, er hat sich aufregt wie eine Frau, nur Frauen regen sich auf und meckern. Und das ist, also, fangen wir mal beim Verhalten an, das machst du nicht, also jeder, der mich auch schon mal spielen gesehen hat, weiß, dass ich selber auch nicht unbedingt sage, man muss sich nach allem immer abklatschen und sich super nett finden an Bord, ich spiele auch meine Spielchen, das ist so, das machen extrem viele, gehört aus meiner Sicht dazu, aber sich da wirklich so bewusst zu einem Publikum zu drehen, das komplette Spiel durchgezogen, immer beim ersten Dart des Gegners, ey, jetzt werdet mal laut und stört den,

dann wirklich beim Matchstart, beim letzten Dart, wo er Gegner absetzt, um sich zu konzentrieren, dann gehst du da hin als jemand, der wie lange auf der Tour ist, 17, 18 Jahre auf der PDC-Tour, der Top 5 war Premier League gespielt hat, Major Champion und. Bist dann der Meinung, du müsstest jetzt irgendwie das Publikum anfeuern, nochmal Ross Smith vor dem letzten Dart nochmal mehr auszubuhnen als sonst schon.

Wir regen uns seit Monaten, regen sich viele darüber auf, dass reingepfiffen wird, dass gestört wird und dann kommt da ein Dartspieler um die Ecke und fordert auf, jetzt den Gegner noch auszubuhnen beim letzten Matchstart. Das ist einfach nur unsportlich hoch 10 und dieses Interview danach, also ganz ehrlich, also wenn du meinst, du hast ihn jetzt falsch gemacht, dann ist das ja okay.

Hier auch mal beste Grüße an Philipp Brzezinski, der da live beim Interview auch Contra gegeben hat. Es war eine sehr, sehr starke Aktion, muss man sagen. Aber diese Aussage, nur Frauen regen sich auf und ist er jetzt eine Frau oder was? Das ist eine Aussage, die es unter aller Sau, Aber die geht überhaupt nicht. Da müsste man auch eventuell mal über eine DRA-Sache nachdenken. Also das ist eine Aussage, die merke ich überhaupt nicht.

Das spiegelt auch ein Gesellschaftsbild mit und sowas. Okay, die zickigen Frauen und wir Männer machen sowas nicht. Und irgendwie gibt es dann da auch Unterschiede in den Geschlechterdarstellungen. Wer ist über wem? Also setzt man jemanden jetzt herab, wenn man sagt, er ist wie eine Frau. Das ist ein Bild, was da auch durchkommt. Das finde ich wirklich ganz, ganz, ganz, ganz, ganz schlimm.

Und das hat Sympathien. Wir haben alle das Schokalenspiel gesehen bei der WM. Wir haben das Spiel gesehen. Menzo macht das alles genauso, weil er glaubt, dass er es braucht. Da ist nichts zufällig. Das ist nicht sein Spiel. Das ist einfach mein Game. Das ist unsportlich. Und dann auch mit so einer Aussage hinterher zu kommen, das ist wirklich katastrophal.

Es ist sportlich und menschlich einfach unfassbar low. Das ist einfach in der untersten Schublade anzusiedeln. Ich habe, nichts dagegen, wenn ich bei jemandem auch sehen kann, weiß ich nicht, der Gegner verpasst gerade den einen Match da, den er hat, man steht selber auf Doppel und hinten, weiß ich nicht, pusht er sich nochmal und jubelt fast so ein kleines bisschen, so wie komm ich nochmal dran und so weiter.

Aber da aktiv einzusteigen und das Publikum zu animieren und das quasi zu nutzen, um den Gegner auszubuhnen, da mit Geräuschen rauszubringen und sowas. Das macht man einfach nicht. Also das ist wirklich überhaupt gar keine feine Art und Ross Smith hat dazu auch nochmal auf, Twitter geschrieben, ich lese in der übersetzten Version vor, ich gebe Menso nicht die Schuld, dass ich das Spiel verloren habe.

Ich habe zwei Matchdarts verfehlt, so einfach ist das. Offensichtlich ist es für mich unmöglich zu wissen, was er hinter meinem Rücken macht, wenn ich werfe, abgesehen von der Reaktion des Publikums. Wenn er ein absoluter Vollidiot sein will, ist das sein Problem, Karma wird ihn einholen. Kann ich komplett verstehen, muss ich ehrlicherweise sagen, ist jetzt Ross Smith seine Wortwahl und nicht meine, aber trotzdem.

Würde ich das Ganze so unterschreiben. Und dann besonders lustig fand ich dann noch, als unter dieser Aussage von Ross Smith ein Nutzer gefragt hatte, was glaubst du, wer würde einen Sprintgewinn zwischen Mensur und Juri Thielemanns? Und Ross Smith dann einfach geantwortet hat, Mensur, weil er Juri Thielemanns wahrscheinlich die Schnürsenkel zusammenbinden würde.

Also da musste ich dann doch ein bisschen lachen, dass Ross Smith das zumindest so ein bisschen mit Humor nehmen kann. Finde ich dann auch die richtige Einordnung. Am Ende des Tages hat er hier auch nicht das WM-Finale verloren, sondern eine Partie bei der Swiss Darts Trophy. Aber trotzdem, also Menso macht sich damit halt keine Freunde und ich habe auch keinen Bock auf dann so, ich sag mal im Nachhinein wie, jo, der Joe und ich, wir sind hier gute Freunde eigentlich und ich mach doch nur Spaß und so weiter.

Und der Joe Kallen und ich, wir kennen uns schon so lange von der Tour. Und jetzt hier der Ross Smith und ich. Und ich hab doch eigentlich gar nichts gemacht. Ich mach doch nur ein bisschen Spaß. Auf all sowas, ich fühl's halt einfach nicht. Also es ist doch ... Es ist einfach nicht cool und ich glaube, bei der Partie gegen Joe Kallen, gab es schon noch ein paar Leute, die das zumindest einfach nur unterhaltsam fanden und Mensur vielleicht noch so ein ganz bisschen, die es noch so ein bisschen okay fanden.

Ich glaube, hier bei der Aktion, gepaart mit den Aussagen danach, gibt es auch einfach niemanden mehr, der sagt, ja, das war jetzt einfach eine coole oder eine okaye Aktion von Mensur. Ne, wahrscheinlich im Fanlager nicht oder generell im Zuschauerlager, aber generell, ganz ganz kurzer Exkurs noch, auch als deutscher Kommentator darf man, wenn man sowas sieht auf der Zone und das ganze Spiel über auch sieht und der Kollege ist ja nicht blind, der schaut ja auch nicht zum ersten Mal Darts, darf man dann vielleicht einen anderen Satz finden als, Menzo Soljevic ist ja echt eine Marke, der spielt halt so.

Aber da darf man dann vielleicht auch einfach mal sagen, wie es ist und nicht so tun, als wenn das hier alles irgendwie zufällig und ganz lustig und Menso wüsste gar nicht, was er macht und das wäre ja alles sehr, sehr sportlich. Ich sag mal so, wenn da jetzt ein Gervin Price gestanden hätte und das gemacht hätte, dann hätte es einen Skandal gegeben, weil es ist ja dann ein Waliser und da ist ja eh Kritik behaftet und sowas, aber beim Deutschen und deutschsprachigen Lesbans dann weg.

Weiß ich nicht, also ja, gerne Kritik in meiner Insta-DM ist okay aber ich fand das auch nicht gut von den deutschen Kommentatoren, man darf auch deutschsprachige Spieler wenn man sowas sieht, dann auch mal dafür outcallen das man bei jedem anderen auch machen würde. Gehen wir von Mensur weiter zu weiteren Themen von diesem European Tour Wochenende in Basel.

Beginnen wir vielleicht einmal mit dem einzigen Host Nation Qualifikanten, der am Ende auch an diesem Wochenende erfolgreich war. Die Rede ist natürlich von Stefan Belmont, der eröffnet den Freitagabend mit einem Sieg über Andrew Gilding. Und Stefan Bellmont, der hat sich auch nach seiner Niederlage am Samstag gegen Christoph Ratajski dann aber doch noch einmal die Zeit genommen, um kurz mit Jan Toden zu sprechen.

Und Jan hat da nochmal ein, zwei kleine O-Töne von Stefan Bellmont zu diesem Wochenende eingeholt. Lassen wir die Schweizer Nummer 1 einmal kurz zu diesem Wochenende hier zu Wort kommen. Erste Frage an Stefan Bellmond. Kannst du aus diesen Jahren hier in Basel etwas Positives mitnehmen für dich und deine Entwicklung?

Wenn ich jetzt verloren habe, habe generell natürlich so ein Turnier in der Schweiz. Jetzt bin ich wie Basel hier. Das ist für den ganzen Schweizer Dartsport eine riesen Szene, eine riesen... Ich sage mal, eine Erfolgsgeschichte, sage ich jetzt irgendwie so. Ich hoffe, da kommen jetzt wirklich auch ein bisschen mehr Spieler und teilen sich mehr und können das Niveau zusammen anheben.

Und vielleicht, ich meine, selbst der Qualifier dieses Jahr war ja nicht einfach. Ich glaube, du hattest ein Matchstart gegen dich, mindestens einen, wenn ich Dark Connect richtig gelesen habe, gegen Marcel Weipen. Ist doch vielleicht auch was Positives, was man mitnehmen kann, vielleicht auch Richtung großer, wichtiger anderer Qualifier, die dieses Jahr noch kommen, oder? Ja, definitiv, ja.

Nicht schön, wenn man hinten dran ist, aber in der Qualifikation habe ich das wirklich noch umgebogen. Und das ist ein Dashboard, das braucht nicht viel. Steht manchmal auf Messerschneide. Und vielleicht nochmal ein Wort zu der Stimmung hier in Basel. Wir haben jetzt ja wirklich drei Jahre hier volle Halle erlebt.

Wie nimmst du das wahr, vielleicht auch im Vergleich zu anderen Standorten? Ja, ich finde das genial. Ich habe so viele Gesichter gesehen und Menschen, die ich kenne, die in meinem Darts-Lokal sind oder sonst irgendwo, wo jetzt die Sessions schauen. Das macht natürlich riesen Freude daran. Das ist einfach genial.

Ja, soweit die Schweizer Nummer 1, Stefan Belmont. Die anderen zwei Host Nation Qualifikanten, die wir bislang noch nicht bearbeitet haben in dieser Folge, Alex Fehlmann und Bruno Stöckli, verlieren ihre Auftaktpartien, ebenso wie Roman Wellinger. Über den haben wir schon gesprochen, als es um Nico Springer ging, ging Bruno Stöckli.

Aber immerhin muss man lobenswerterweise erwähnen, mit einem Average von 98 Punkten bei einem 3 zu 6 gegen Dirk van Dijvenbode, das sicherlich auch nicht die Selbstverständlichkeit und wirklich eine gute Leistung von Bruno Stöckli. Ja, eine ganz hervorragende Leistung, also 98er Average, das ist absolutes Topniveau und Respekt an Bruno Stöckli, dass er das auf der Bühne für Heimpublikum auch so hinbringt und auch gegen den Dirk van Dijvenbode.

Der ja auch durchaus ein bisschen Ausstrahlung hat auf der Bühne und, ja, ich glaube, das hat man auch an der Reaktion von Dirk einfach gemerkt, dass der schon auch begriffen hat, dass das ein sehr, sehr hochklassiges Spiel war und viele, viele andere hätte er halt mit dem Match auch geschlagen, also auf jeden Fall ganz großen Respekt hier an Bruno Stöckli für diese Leistung.

Ansonsten nächster Deutscher im Bunde, Martin Schindler, über den sollten wir auch kurz sprechen, geht raus zum Auftakt in Runde 2 gegen Tom Bissell mit 4 zu 6, trifft nur 4 von 15 Darts auf die Doppel. Ziehen wir mal Bilanz von den letzten sieben European Tour Events, bei denen Martin mit dabei war, dann steht hier ein Sieg, ein 6 zu 4 über Rob Owen, ansonsten sechs Auftaktniederlagen und damit ist jetzt auch die European Darts Championship nochmal richtig in Gefahr.

Also er steht da aktuell auf Platz 31, hat auf Platz 33, das müsste Karel Sedlacek sein, 3500 Pfund Vorsprung. Das ist aber nicht viel, muss man ehrlicherweise sagen. Gerade in der aktuellen Form, in der sich Martin befindet, muss man jetzt ja nicht unbedingt damit rechnen, dass Martin jetzt hier nochmal ein bisschen Geld drauf packt und dann kann das auch richtig, richtig eng werden.

Kann also auf den letzten Drücker noch reichen, aber kann auch sein, dass die EDC ohne Martin stattfindet. Es wird auf jeden Fall verdammt eng. Der Trend spricht auch nicht für Schindler. Du hast es gerade erwähnt. Und das Spannende, oder für Martin vielleicht auch ein bisschen das Problematische, aber das Spannende ist halt, dass eigentlich alle, die noch im Race beteiligt sind, beim letzten Turnier auch mit dabei sind.

Also Martin ist dabei, Kim Heibrecht ist mit dabei, Steven Bunzing ist mit dabei, Joe Kallen, Karek Sedlacek und auch Michael Smith, der auch noch wieder eine Chance bekommen hat jetzt. Die sind alle in Maastricht mit dabei und dementsprechend können die auch alle Geld einspielen. Und für diesen Bunting reicht ein Sieg, für den Settler-Check sind es dann, glaube ich, schon zwei, aber das kann halt auch relativ zügig gehen und dann bist du halt 33 da.

Und dann ist es halt ganz schnell aus mit Dortmund und das wäre natürlich sehr, sehr schade für Martin, aber auch für die Fans natürlich vor Ort, also man kann echt nur hoffen, dass er jetzt dieses eine Spiel irgendwie gewinnt, dann müsste das eigentlich reichen, dann passiert da nichts mehr, aber das muss jetzt das Ziel sein für Maastricht.

Man muss aber auch in Maastricht sagen, gerade bei den ganzen Niederländern, es gibt halt dann jetzt auch wirklich keine einfachen Draws, die du dann irgendwie bekommen kannst. Selbst wenn sich in der ersten Runde ein Host Nation Qualifikant durchsetzt, gegen den du dann in Runde zwei spielst oder so, da gibt es einfach quasi keine einfachen Lose.

Ein paar Namen hast du jetzt gerade schon angesprochen, gehe ich nochmal ganz kurz drauf ein. Steven Bunting hier in Basel direkt rausgegangen zum Auftakt, 4 zu 6 gegen Jeffrey de Graaf. Steven Bunting ist aktuell die 32 im Race für Dortmund, hat 2000 Pfund Vorsprung auf Karel Sedlacek von Michael Smith, gab so diesen kleinen Hoffnungsrun mit den Siegen über Rob Owen und Jermaine Vatimena, gegen Vatimena auch richtig stark gespielt, 102 Punkte, das.

Ist schon lange her, dass man Michael Smith auf der Bühne so hat spielen sehen, Geht dann raus mit 3 zu 6 gegen Dirk van Dijvenbode und hat jetzt eben noch die Außenseiter-Chance für Dortmund. 6.000 Pfund fehlen ihm noch, aber das ist dann doch nochmal ein weiter Weg und ja, so richtig glaube ich nicht da dran.

Im WM-Race gibt es quasi keine großen nennenswerten Veränderungen und in der Gesamt-Weltrangliste dann irgendwie auch nicht. Johnny Clayton ist jetzt halt wieder die Nummer 5 der Welt, de facto tauscht Plätze mit James Wade, kann aber auch in 2, 3, 4, 5 Wochen natürlich alles wieder ganz anders aussehen und zurückgetauscht sein.

Also hier gibt es noch ein 30-tägiges Rückgaberecht und damit können wir dann auch eigentlich den Haken setzen hinter die European Tour und schauen noch mal ein bisschen ganz schnell in, den Blog aus aller Welt, was sonst noch passiert ist und beginnen da erst einmal mit der Women's Series. Ja, genau. Es war ja jetzt das letzte Turnier an diesem Wochenende der Women's Series.

Die letzten vier Turniere, wo sich dann auch entschieden hat, wer jetzt zur WM fährt. Eigentlich waren halt schon relativ sicher Bo Greaves sowieso über die Pro Tour. Lisa Ashton, Ferdinand Sherrock und Gemma Hayter. Es ging noch hauptsächlich um den letzten Platz zwischen Dieter Hetman und Vicky Prujm.

Und es war mal wieder ein Siegeszug der Bo Greaves, die komplett ungeschlagen an dem Wochenende geblieben ist. Sie gewinnt Turnier 21 im Finale gegen eben Giseviki Prohim mit 5-3. Im Turnier 22 schlägt sie Gemma Hayter 5-3. Im Turnier 23 dann Jade Gofford auch 5-3 und im letzten Turnier schlägt sie dann Aurora Foccesato 5-2, die wiederum ihr erstes Finale auf der Women's Series gespielt hat.

Also Bo Greaves beendet wahrscheinlich ihre Woman-Serious-Karriere. Wenn sie nächstes Jahr in den Top 64 ist, darf sie da ja nicht mehr mitspielen. Mit den Titeln 59 bis 63 und das ist halt einfach eine unfassbare Zahl. Nochmal wirklich in Style abgeschlossen. Ich glaube, die Konkurrentinnen sind gar nicht so böse drum, wenn Bo Greaves in den Top 64 ist. Es ist natürlich auch schön, wenn man selber auch mal weiterkommt.

Aber es ist wirklich unfassbar, wie dominant Und diese Frau, diese Serie geprägt hat und das jetzt so abzuschließen, ist halt absolut in Style. Was man noch sagen kann, ist, dass Gemma Hayter auch direkt im Anschluss verkündet hat, dass sie sich entschieden hat, bei der PDC anzutreten. Sie hat ja sicher auch für die Lakeside-WM qualifiziert, aber wird wieder im Ellie Pally spielen.

Ist natürlich auch die absolut richtige Entscheidung. Ich freue mich da auch schon wieder drauf. Gemma Hayter, die sich ja letztes Jahr auch gegen Josh Rockwars, wirklich richtig gut bei der WM präsentiert hat. Also positiv, überraschend gut. Ja, Bo Greaves, also was mich bei dieser Women's Series eigentlich am meisten.

Am Ende doch wundert, ist, dass Bo Greaves gespielt hat. Hatte ja eigentlich quasi mit den, vom letzten Blockwars, waren es zwei Turnieren, die sie nur gespielt hat, exakt die 100 Turniermarke erreicht und ich dachte, das wäre der perfekte, passende Abschluss gewesen für sie, um hier die Women's Series zu verlassen.

Am Ende, ja, spielt sie aber nochmal und ist natürlich auch sehr siegreich. 63 Titel bei dann jetzt, was sind es, 104 Teilnahmen ist natürlich wirklich unfassbar. Die Women's Series wird jetzt nochmal ein bisschen interessanter in der Zukunft, wenn Greaves nicht mehr da ist, Dadurch, dass sich die Titel halt eben nicht so auf eine Spielerin, ballen werden, sondern sich das ein bisschen verteilt und man ja dadurch einfach ein bisschen auch mehr Spannung noch in den Races bekommt.

Dadurch, dass eben nicht Platz 1 schon so fest in Stein gemeißelt ist. Aber gut, schauen wir da dann einfach in den nächsten Jahren nochmal drauf. Dann haben wir ganz kurz den Modus Super Series Sieger dieser Woche zu verkünden. Daniel Ires gewinnt die Woche 10 im Finale gegen Conor Hannigan. Ja, Sorgenkind so ein bisschen an dieser Stelle. Andreas Harrison, 25 Spiele gespielt, 22 Niederlagen eingefahren.

Das ist nicht sonderlich gut vom Schweden. Andreas Harrison, ja, irgendwie war der vor ein, zwei Jahren mal auf einem ganz anderen Stand und auch mit einer ganz anderen Aura, als das irgendwie jetzt gerade der Fall ist. Da musst du ja gar nicht unbedingt zwei Jahre zurückgehen. Ich meine, Alter, bei der letzten Weltmeisterschaft, ich meine ja, es war die letzte, ja, hat er am Achtelfinale gespielt und hätte ja dieses Spiel gewonnen, hätte er auch eine Tourkarte gehabt.

Und ich meine sogar, das Spiel war relativ eng, hätte er das sogar ziehen können. War das nicht gegen Clayton und der hatte irgendwie Satzdarts für 3-1 oder so? Irgendwie sowas? Das war, glaube ich, zweimal seine super sture Doppel-18-Doppel-9-Kombination oder sowas, die ihn da so ein bisschen die Tourkarte gekostet hat. Irgendwie so war das.

Und irgendwie hat das halt zu einem Knick gesorgt, weil das ganze Jahr ist schon, es gab teilweise dann, sind mal Averages so durch die Social-Media-Welten gesickert, so von Anfang 60, teilweise sogar, glaube ich, ein, zwei, die drunter waren. Und ja, kann natürlich auch sein, dass er vielleicht auch eine Verletzung hat oder sowas.

Ich kenne mich da jetzt auch nicht so gut mit der Szene aus, um das einschätzen zu können, aber kann natürlich sein. Aber das hat schon zu einem kleinen Bruch geführt. Und ja, ich habe ihn jetzt beim Modus Entwurf, sieht jetzt nichts anders aus gerade. Also es fliegt halt nur einfach nicht mehr rein.

Was ja an sich schon mal ganz gut ist, wenn jetzt nichts sich so verändert hat, dass du weißt, woran es liegt, dann kannst du auch morgen wieder anders sein. Und es fliegt dann wieder rein. Aber ja, ein paar Fragezeichen stehen dahinter dieses Jahr. Apropos morgen. Nutzen wir das doch mal als Überleitung zum Ausblick, nur ganz kurz bevor gleich noch das Interview mit Werner von Molke folgt.

Wir haben am nächsten Wochenende das letzte European Tour Event der Saison. Das ist die Dutch Darts Championship in den Niederlanden. Am Donnerstag davor gibt es noch den Host Nation Qualifier. Damit endet dann auch die European Tour Saison und alle Spieler für Dortmund mit den entsprechenden Setzlisten Positionen sind dann bekannt.

Ansonsten haben wir auch noch die DPNZ Australian Premier League Woche Nummer 4. Und wo wir dann jetzt schon einmal ganz kurz über die EDC in Dortmund sprechen, verweise ich noch einmal ganz kurz auf unsere erste Folge des neuen Formats Checkout Best of Five. Quasi dem Doppelpass für Darts, welches hier ja dann nach der EDC in Dortmund bei Checkout erscheinen wird.

Die Folge erscheint nämlich am 27.10., das ist der Dienstag nach der EDC, werden wir, relativ im Nachgang dazu aufnehmen und ich habe es anfangs dieser Folge schon einmal ganz kurz erwähnt, alle Patreon-Hörer haben jetzt die Möglichkeit, sich bei uns zu bewerben, um Hörergast in der ersten Aufnahme von Checkout Best of Five zu sein, gemeinsam mit Kevin, mit mir, mit einem Kennergast.

Da werden wir euch vielleicht dann nächste Woche schon verkünden können, wer es ist und einem Spieler-Gast. Kenner und Spieler-Gast stehen nämlich soweit schon fest und da kannst du als Hörer jetzt nämlich mit dabei sein. Aktuell vorbehaltlich für alle Patreon-Abonnenten. Da gibt es auch nochmal ein Infovideo zu auf Patreon, wie ihr euch dafür bewerben könnt.

Einige Bewerbungen sind auch schon eingegangen, deswegen gerne einmal auf Patreon vorbeischauen. Und dann in der ersten Folge von Checkout Best of Five am Start sein. Das soll es jetzt an dieser Stelle von uns beiden aber einmal gewesen sein. Joschi, ich bedanke mich ganz herzlich für deine Zeit hier im Podcast.

Hat mir wieder mal großen Spaß gemacht. Du kannst jetzt noch einmal ganz schnell Tschüss sagen. Tschüss. Und damit leite ich jetzt über zum Interview zwischen Kevin und Werner von Moltke. Viel Spaß beim Hören. Der PDC-Kalender für 2027 hat bereits für viel Gesprächsstoff gesorgt. Ein wichtiger Teil ist natürlich die European Tour. Wir bekommen ein neues Event in Frankreich zu sehen. Erstmals also die PDC Europe in Frankreich am Start.

Außerdem gibt es ein ganz neues Major-Turnier, das in Österreich stattfinden wird. Und unter anderem über diese Themen spreche ich jetzt mit Werner von Moltke, dem Geschäftsführer und Inhaber der PDC Europe. Grüß dich Werner, hi. Hallihallo, ich grüße dich. Ja, lass uns gleich direkt in die Vollen gehen. Aber bevor wir jetzt den Blick nach vorne wagen, natürlich erstmal so eine kleine Standortbestimmung.

Wir befinden uns jetzt in den letzten Zügen der European Tour Saison 2026. Wie fällt denn so dein bisheriges Fazit aus, dein persönliches und einmal auch natürlich aus Unternehmenssicht? Ja, unser Fazit ist, glaube ich, positiv oder es ist positiv. Das kann ich durchaus sagen. Wir werden auch in diesem Jahr ein neues Rekordjahr in Bezug auf Umsatz, Zuschauerzahlen und solche Dinge wieder hinlegen.

Das Thema Darts wächst überall. Ich glaube, man kriegt das mit, dass wir mittlerweile alle Gesellschaftsschichten und alle Regionen in Kontinentaleuropa irgendwie erreicht haben. Von der medialen Präsenz, aber auch von Sponsoren, Partnerinteresse sind wir auf einem sehr guten Weg. Ganz klar, ein ganz wichtiger Schritt ist die Partnerschaft ab nächstem Jahr mit ProSieben, die als weiterer TV-Partner in das Gesamtthema mit einsteigen.

Das ist für uns auch nochmal ein großer Schritt, weil es die Reichweite nochmal vergrößern wird und die Aufmerksamkeit und sicherlich auch werden wir für noch mehr Partner interessanter. Ja, also das ist eine sehr schöne Entwicklung auf der anderen Seite. Natürlich geht das auch einher mit Wachstum, mit Personalwachstum.

Wir sind mittlerweile, glaube ich, 30, 35 Festangestellte hier. Wir haben über 150 freie Mitarbeiter. Wir sind nächstes Jahr in zehn Ländern aktiv. Das heißt, Sie haben zehn Steuerbüros. Sie haben zehn Themen mit Mehrwertsteuer, mit Abzügen, mit Quellensteuer, mit allen solchen Dingen. Also mein Job, ich weiß noch, vor 10, 15 Jahren habe ich hier gesessen und mir überlegt, welche Musik spielen wir bei der nächsten Show, wie machen wir das irgendwie noch toller und was können wir denn da für ein Walk-On machen auf der Peace-G-A-Sendung.

Ich merke, dass ich also immer mehr eigentlich nur noch in administrativen Themen. Quasi verweile, weil das eben gemacht werden muss, Versicherungsthemen ETC. Aber das ist jetzt jammern auf hohem Niveau. Das ist halt der Preis, den man zahlt. Auf der anderen Seite natürlich auch der Anspruch, je größer es wird, desto komplexer wird es.

Ich glaube, wir haben nächstes Jahr über 130 Turniere, wenn ich jetzt die Next-Gen und alles Mögliche noch dazu ziele, Players' Championships, Women's Series, Development Tour, Challenge Tour, das mittlerweile alles unter einen Hut zu bringen, auch von der gesamten Logistik, wann man wo ist, das ist also das ist schon, eine größere Aufgabe geworden und deswegen hat auch dieses Jahr der Kalender relativ lange gedauert, bis man das dann alles dahintritt, weil wir sind ja auch da, wir sind noch mal Teil des übergeordneten PDC-Kalenders und, das dann immer so alles auf die Reihe zu bringen, ist nicht mehr ganz trivial.

Und natürlich dann eben unser Anspruch, das muss ich auch ganz ehrlich sagen, da ist keiner vor gefeit, es ist immer so, dass Erfolg auch die Gefahr in sich trägt, irgendwie selbstgefällig und müde zu werden und zu sagen, ja, ist ja alles gut, das machen wir jetzt immer so weiter, wie es gerade ist. Und immer wieder sich neu zu motivieren, zu sagen, was können wir besser machen, was können wir anders machen, wie können wir uns da weiterentwickeln und, und, und.

Aber ich glaube, da sind wir auch im selben Weg. und das große Glück, das ich persönlich habe, ist, dass ich ein unfassbares Team an meiner Seite habe, die alle, Ich will es mal sagen, wo die alle irgendwie wahnsinnig sind und diesen Job lieben und alle 150 Prozent geben und es ein sehr schönes, kollegiales Miteinander ist.

Und ja, also da kann ich mich sehr, sehr glücklich schätzen. Dass das so etwas entstanden ist, auch so ein Team-Spirt, so eine Einsatzbereitschaft und das macht das hier wirklich sowas ganz, ganz Besonderes. Du hast es ja selbst schon angesprochen, also nächstes Jahr seit den zehn Ländern mit der European Tour am Start, also 15 Events in zehn Ländern.

Das zeigt ja diese Internationalisierung, wenn man das vergleicht mit vor zehn Jahren. Das ist ja wirklich eine ganz besondere Entwicklung. Wenn wir da mal so ein bisschen weiterspinnen, ist denn dann irgendwann die Vision, 15 Turniere in 15 Ländern zu veranstalten? Weil ich sag mal, mehr Wochenenden gibt es irgendwann nicht mehr für noch mehr Internationalisierung.

Ja, das ist richtig. Es ist jetzt überhaupt nicht fest, deswegen soll es auch gar nicht in die Richtung gehen. Vielleicht kann man theoretisch noch ein, zwei European Tour Events draufhauen, aber irgendwann ist Schluss, ganz klar. Ja, ich glaube nicht, dass wir uns irgendwann in Deutschland auf ein Turnier reduzieren.

Dafür ist der Markt zu groß, die Nachfrage zu groß. Und am Ende des Tages, sage ich auch ganz ehrlich, muss das Ganze sich natürlich auch tragen und finanzieren. Und dazu ist Deutschland eben auch nach wie vor der wichtigste Markt. Und der es auch letztendlich ermöglicht hat, also Deutschland, nehme ich mal dann mit Niederlanden, die auch schon immer stark waren.

Das sind so die zwei Kernmärkte, die den Restquats dann erschlossen und auch vorfinanziert haben. Aber klar, wir wollen noch weiter wachsen. Es muss natürlich immer irgendwie Sinn machen und nicht Wachstum einfach nur blind. Es muss sein, sondern wenn es nicht ergibt, wenn es passt, Dann macht es Sinn. Ich kann auch offen sagen, wir haben uns Finnland angeguckt. Das ist ein Kandidat.

Wir waren in Kroatien, was wir absolut als Kandidaten sehen. Wir sehen sogar Italien, Norditalien als möglichen Standort, die wir weiterhin prüfen. Und immer wieder gucken, ob es dort Sinn machen könnte. Das ist auch immer unterschiedlich, ob man einen Veranstalter vor Ort findet, wie zum Beispiel, wie wir das in der Schweiz oder in Ungarn machen.

Oder ob wir selber veranstalten, wie wir das in Österreich und Niederlanden machen. Das sind so Dinge, die dann eben, Immer mit einfließen. Aber klar, wir versuchen natürlich, das, was in Deutschland wegfällt, zu kompensieren. Da gibt es wenig Möglichkeiten und wir können das Jahr nicht verlängern, da hast du absolut recht.

Was wir machen können, ist in größerer Halt gehen und was wir machen können, ist eventuell, und das ist ja ein Thema, was nächstes Jahr passiert, Turniere zu erweitern, wie die European Dart Championship, die ja nächstes Jahr auf sechs Tage erweitert werden. Aber in der Tat, das sind so die Möglichkeiten, die es dort gibt, um das Jahr nicht länger zu machen.

Jetzt hat sich der Kalender ja insofern verschoben, als dass Belgien ein Turnier in Summe verliert, von zwei auf eins runtergeht und dafür die belgische Grenze verlasst in den Norden Frankreichs, geht nach Lillevin. Warum hat denn letztendlich Frankreich jetzt den Zuschlag bekommen, wenn du sagst, ihr hattet ja auch Gespräche dann mit anderen Ländern und Partnern, bezüglich dieses Turniers?

In dem Fall wirklich logistisch einfach sehr gut gepasst hat. Und zu Belgien muss man sagen, Belgien hat auch einen Premier League Spieltag. Das sind alles auch Dinge, die bei uns eine Überlegung sind. Und Belgien ist natürlich auch deutlich kleiner als Deutschland. Dazu muss man auch sagen, das sind alles auch Überlegungen, über die wir reden.

Dass natürlich die belgischen Topspieler auch etwas nachgelassen haben. Und dass wir auch zu denen irgendwie so ein bisschen Rechnung tragen wollten. Da haben wir gesagt, also ein Dremelig-Spieltag und ein European Event in Belgien, sollte ausreichend sein. Und das wird dann gesagt, wir wachsen, bleiben aber irgendwie in der Nähe.

Und Nordfrankreich ist ein Thema, es passt logistisch sehr gut rein. Wir haben einen Veranstalter vor Ort, also das ist zum Beispiel ein Turnier, das wir nicht selbst hatten. Wir kommen als unsere Show, es ist ein European-Toevent, aber wir arbeiten dort mit einem lokalen Veranstalter zusammen. Der gesagt hat, er möchte es haben, er ist bereit, das zu investieren und er kümmert sich um sein Land, um die Vermarktung, um den Verkauf der Tickets, etc.

So, dass wir gesagt haben, das macht doch Sinn und gerade Frankreich, ja, ich glaube, weist doch jeder gerne nach Frankreich, das sind ja auch noch so ein paar Dinge. Und dann so ein Thema, jetzt sage ich ganz ehrlich, Finnland, ja, Riesennachfrage, ganz einfach, es ist operativ für uns, weil du kommst nur mit der Fähre hin.

Also wir können dort mit unseren LKWs nicht einfach da hinfahren. So, das sind so Themen, wann fahren Fähren, die fahren nicht immer. Und deswegen meine ich, das sind alles so Dinge, die vielleicht einige Leute gar nicht auf dem Schirm haben. Wir müssen wirklich gucken, wie passt das auch rhetorisch rein.

Und wenn man ein Event in Finnland macht, ist für uns auch klar, kann am Wochenende vorher und nachher kein anderer Event stattfinden. Weil sonst, wir kommen nicht, wir müssen auch das berücksichtigen. Wir fliegen nicht. Und ein Lkw von Helsinki, sag ich mal, nach Bratislava, das dauert. Und das sind lauter solche Themen, die wir auch in den ganzen Clan...

Was ich sagen will, wir versuchen das schon zu machen, wo wir auch sagen, unsere LKWs können da hinfahren, da hinfahren, da hinfahren und nicht, dass wir sagen, wir sind morgen in Bratislava, nächste Woche sind wir in Lirene, dann sind wir wieder in Ungarn. Wir müssen da schon auch in diesem ganzen Thema diese Logistik irgendwie im Kopf behalten, dass wir das auch so schaffen können.

Jetzt hast du ja schon erwähnt, dass in Frankreich dann sozusagen ein anderer Veranstalter da aktiv ist, unter dem Dach natürlich von euch. Das war ja bislang auch in Belgien so. Dort hat es jetzt Kritik gegeben, da hat sich irgendwie der Veranstalter geäußert, der das jetzt offenbar auch nicht mehr veranstaltet, dass es euch, Zitat, zu fancy, zu groß, zu viel Entertainment-Faktor gewesen sei.

Was ist dem entgegenzusetzen aus deiner Sicht? Also zum einen rede ich ungern über geschäftliche Beziehungen. Das ist eigentlich etwas, was man gar nicht an die Öffentlichkeit tragen sollte. Wenn ein jemand behauptet, dass es zu groß geworden ist, dann soll er sich mal die Verkaufszahlen und die Zuschauerzahlen der letzten Veranstaltung in Antwerpen angucken. Ich glaube nicht, dass dort ein Wachstum vorliegt.

Und eins kann ich ausregen, es lag nicht daran, dass jede Show zu gut war, zu fancy und, und, und. Es ist das erste Mal, es ist das allererste Mal in unserer 20-jährigen Geschichte, dass wir einen Veranstalter austauschen. Und das hat seine Gründe, weil es einfach so in dieser Form nicht den Wünschen oder den Vorstellungen entbrochen hat.

Und man muss dazu auch sehen, deswegen meine ich, wir machen 120 Turniere in zehn Ländern. Wir brauchen Partner, die mit uns arbeiten, die das Ganze sehen und unterstützen. Und da brauchen wir Partner im wahrsten Sinne des Wortes und nicht Menschen, die denken, dass sie die wichtigste Veranstaltung im Jahr sind.

Und wenig kompromissbereit zu Dingen sind, zu Änderungen, zu verschiedensten Themen. Und das hat es irgendwie extrem schwierig gemacht, dass wir sagen, nee, wir müssen nach einer anderen Partnerschaft gucken. Und das ist auch noch nicht ausgeschlossen, aber es sieht aktuell so aus, als ob wir es selber machen. Aber es gibt auch Interesse aus Belgien von anderen Veranstaltern.

Man sagt niemals nie, aber so würde ich es mal sagen. Und natürlich auch zu dem, diese Schlitze möchte ich dann doch noch haben, zu den Pressemitteilungen oder zu den Nachrichten von irgendwelchen Journalisten, die das in Belgien verbreitet haben. Ich denke, ein einigermaßen seriöser Journalist würde die andere Seite befragen, bevor so etwas raushaut.

Ja, und das ist nie erfolgt. Also uns hat zu dem ganzen Thema kein einziger Mensch, bist ja zumindest der Erste, jemals kontaktiert. Sprechen wir über den Standort Deutschland. Du hast ja selbst schon gesagt, also maximal, vielleicht kann man noch ein, zwei European Tour Events irgendwie reinpressen.

Nur ein Event, das ist aber auch nicht vorgesehen. Und das leuchtet ja auch ein, weil der deutsche Markt ja nach wie vor riesig ist. Ihr habt euch jetzt wieder für die sechs Standorte Kiel, Riesa, München, Göttingen, Sindelfingen und Leverkusen entschieden. Wie muss ich mir das generell vorstellen? Gab es da auch andere, in Anführungsstrichen, Bewerber?

Kann man da vielleicht irgendwann auch über ein Rotationsprinzip nachdenken oder ist die Nachfrage gar nicht so groß in Deutschland, gerade wenn wir jetzt auch darauf blicken, dass ja das neue Major-Event dann jetzt in Österreich stattfinden wird? Ne, die Nachfrage ist schon groß. Wir haben natürlich schon ein Interesse, dass wir Turniere an Standorten halten wollen.

Das ist auch ganz klar ein Ziel der PDC, die ungerne Turniere wandern lässt. Das ist natürlich das eine oder andere schon mal passiert, gar keine Frage. Gerade bei uns, der World Cup ist mal gewandert, die European Darts Championship ist gewandert. Aber eigentlich wollen wir das minimal halten. Also wir berücksichtigen bei diesem Kalender eine, und es gibt keine Ideallösung, aber ich sage mal so vom Ansatz ist es natürlich eine geografische Aufteilung, dass wir irgendwie sagen, wir wollen Deutschland irgendwie flächenmäßig regional abgrenzen.

Dann absolut klar eine Wirtschaftlichkeit. Am Ende des Tages will jeder Geld verdienen. Die Spieler, du siehst, es wächst alles, die Preisgelder wachsen. Es wird nichts günstiger, wir wachsen. Das sind die zwei zentralen Funktionen. Dann muss es in die Logistik, in den Turnierkalender reinpassen. Das sind so die Themen. Und dann sage ich, wir haben dort, ich finde Kiel auch, ich muss auch sagen, wir haben ja auch wahnsinnig tolle Städte.

Ich finde Kiel eine überragende Stadt. Und München, klar, sowieso. Aber auch sonst, wenn man sich das mal anguckt, wir spielen in Bratislava, wir spielen in Budapest. Also ich finde, das in Ghent, das sind, finde ich, auch tolle Standorte. Und die möchten wir auch gerne beibehalten. Und wir merken es ja auch, dass immer mehr Leute, gerade aus England nach Europa kommen, zu den Turnieren.

Und als ich in Bratislava war, habe ich auch viele Deutsche gesehen, die einfach gesagt haben, hey, wir befinden das mit einem Ausdruck dorthin an diese Stadt. Und du siehst, die Nachfrage ist natürlich noch da. Wir könnten auch in andere Hallen, deswegen machen wir ja auch Galas, um das auch so ein bisschen zu kompensieren.

Und wir machen dieses Jahr, weiß ich nicht, wo sind wir jetzt? 13. Galas. Und die finden ja alle in Deutschland statt. Das zeigt schon die Nachfrage, dass Deutschland nach wie vor, und wir sind der zweitgrößte Markt auf der Welt nach England für Darts. Wie ist das eigentlich, die Thematik rund um Luke Littler, der ja in Deutschland abseits der Majors keine Turniere spielen will? Schlägt sich das irgendwie nieder bei euch in Verkaufszahlen oder ist das gar nicht signifikant?

Also wir stellen es nicht fest, dass uns das irgendwie trifft oder nachteilig ist. Das sehen wir. Ich habe das ja eingangs gesagt, wir werden zumindest in Zuschauerzahlen die Marke des letzten Jahres schon wieder lange überboten. Da können wir überhaupt nichts feststellen. Ich glaube, es ist auch in den anderen, also wir werden es gar nicht mehr, es ist auch nicht in den Niederlanden oder in Österreich oder in England, es ist in England. ist. Er ist ein Superstar, das muss man so sehen.

Er ist dort auch materiell und gesellschaftlich in eine ganz neue Liga vorgedrungen, die es. So im Darts vorher noch nicht gab, die kein Phil Taylor hatte, die kein Michael van Gerven hatte, die niemand auch nur ansatzweise hatte. Er ist wirklich jetzt auf dem Level von einem Fußball Darts-Krofi. Und da ist ich sag mal zum einen die materielle Not nicht wirklich vorhanden, zu sagen, ich muss jetzt links und rechts noch dies und jenes mitnehmen, wie das ja früher, also Phil Taylor hat das damals auch ganz bewusst gemacht, um noch Geld mitzunehmen.

Deswegen hat er viele Exhibitions gespielt, Weidel am Anfang auch, das ist sicherlich bei ihm anders. Dazu muss man wissen, er ist extrem jung, nach wie vor und mit diesem ganzen Thema, mit diesem ganzen Hype, mit diesem ganzen Wahnsinn ein, Und umzugehen ist nicht leicht. Ich kann das sagen, meine ganze Karriere habe ich in der Arbeitszeit 35 Jahren im Unterhaltungsgeschäft, ob Fernsehen, Musik, Film.

Das ist nichts anderes, wenn du so jung in solche Sachen reingespült wirst. Das zu verarbeiten, damit umzugehen, ist wirklich eine schwierige Sache. Ich will jetzt gar nicht Mitleid für ihn, weil klar, der ist Multimultimillionär und kann sich lebt ein absolut privilegiertes Leben. Trotzdem ist es eine gaschwilende Situation mit diesem Ruhm.

Und deswegen, was ich eigentlich sagen will, ist, ich kann das verstehen, dass der nicht mehr alles macht. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, dass der und auch zurückgehalten wird, du musst nicht noch jetzt dahin und dahin und dahin, sondern nimm dir deine Pausen, mach dies und jenes, lenk dich ab, fahre in Urlaub oder triff dich mit Freunden, wie auch immer.

Ich kann das nachvollziehen. Kannst du es aber auch nachvollziehen, dass er sehr dogmatisch ist in Bezug auf Deutschland? Also nehmt ihr es auch so wahr, dass da die Reaktionen andere sind? Ich meine, jetzt ist die Niederlande noch dazugekommen nach Amsterdam. Ich sage mal es mal so, auch da, das Verhalten ist nicht unbedingt geschickt.

So möchte ich das mal formulieren. Auf der anderen Seite möchte ich es auch nicht überbewerten, weil er ist sehr jung und man muss auch jungen Menschen, ich sage mal, Fehler verzeihen oder wenn sie eben Dinge machen, die vielleicht nicht super smart sind. Und nochmal, du bist dort oben, du bist jetzt gut wie 11, jetzt 19, aber er ist mit 17, 16 in diese ganze Sache reingerutscht.

Und dann stehst du dort oben und da wirst Ausgebucht und wirst Ding und Ding. Auf der anderen Seite am nächsten Tag bist du wieder in England, da küssen sie dir alle die Füße, also mit diesem ganzen Wahnsinn umzugehen. Deswegen würde ich es nicht überbewerten. Ich glaube, man muss ihm einfach auch Zeit geben, sich zu entwickeln.

Ich glaube auch, dass sein Umfeld ein bisschen mit ihm reden wird, Und dass man vielleicht die Thematik, wenn man wirklich das Ziel hat, es irgendwie in eine vernünftige Bahn zu bringen, dass man da vielleicht auch, Dinge anders machen kann. Die ist halt nicht immer wirklich hilfreich. Und die Leute, die haben halt die Tendenz, wenn jemand sich so zeigt, dass sie dann eigentlich noch mehr draufhauen.

Ich erinnere mich an ein Beispiel, ich kann es noch einmal erinnern, hier an Magnus Kares bei der WM vor 10, 15 Jahren. Der meinte, sich mit dem Publikum in England anlegen zu müssen. Dann haben sie gesagt, Alter, jetzt erst recht dich, du verlierst heute. Und die ganze Halle hat ja gegen sich aufgenommen.

Das war am Ende ungeschickt von ihm. Und das hat auch immer nichts mit Gerechtigkeit zu tun. Es gibt keine Gerechtigkeit im Leben und jeder ist mal, und das ist manchmal so, die am meisten quasi privilegiert sind, die fühlen sich oft am leichtesten ungerecht behandelt. Ja, es ist ja auch manchmal so ein Widerspruch. Je erfolgreicher man ist, desto sensibler wird man auf einmal.

Ich denke, da ist noch Potenzial, dass man es ein bisschen besser hinkriegen kann und sich nicht eben so dieses Verletzliche, beziehungsweise dieses, ja, soll ich mal sagen, dieses, ah, Edgy Badge, jetzt komme ich nicht mehr. Ich glaube nicht, dass das zu tief führt. Aber er ist jung und jetzt geben wir dem Ganzen auch mal eine Zeit. Und ich glaube schon, dass da was entstehen kann.

Ich denke auch, weil wir wissen ja alle, wie sein Management gelagert ist, die wissen natürlich auch, ich sage das mal so ganz ökonomisch, dass Deutschland, Holland, die wichtigsten Darts-Märkte neben England sind. Und die wollen ja auch Pfeile verkaufen und Shirts und was weiß ich. Also ich denke schon, dass es da zumindest Gespräche gibt, ob man da nicht vielleicht dieser Einheit ein bisschen beruhigt.

Ich glaube jetzt auch, Kevin, dass das ganz schnell gehen könnte. Die Leute sind nicht so, das ist ja nichts Ideologisches, das ist ja nichts Ding, das steigt man sich irgendwie rein, in der durch Alan Gervin tries, was da los war eine Zeit lang. Und das hat sich auch komplett, wo ich glaube, dass das wirklich, du könntest das innerhalb kürzester Zeit beruhigen, wenn man irgendwie ein bisschen auf die Leute zugehen, einen kleinen Scherz macht oder irgendwie eine Aktion.

Ich glaube, das ist auf jeden Fall, ich glaube nicht, dass da irgendwas Ideologisches oder irgendwas dahinter ist. Und es passiert immer wieder. Beispiel, wie Manuel Neuer in Wünschen empfangen wurde. Qua Neuer. Alle gegen ihn, alle. Und heute ist er der größte Star, es gibt nichts mehr ohne Manu. Ich will nur sagen, diese Dinge sind überdrückbar.

Und die Engländer müssten es eigentlich jetzt auch gewohnt sein, deswegen dürfen die sich gar nicht beschweren. Schaut euch mal an, was sie mit unserem guten Thomas Tuchel da drücken. Und der fühlt sich auch ungerecht verhandelt. Er hat den besten Schnitt aller Trainer Er hat das zweitbeste WM-Ergebnis aller Zeiten. Trotzdem hacken sie alle auf ihn um und sagen, er ist eine Katastrophe jetzt.

Und die Erinner sind da ja eigentlich noch schmerzfreier, als wir Kontinentale. gehen. Generell zur Struktur von euren Events, also das schon erwähnt, natürlich nächstes Jahr die EDC wird erweitert auf 48 Teilnehmer und wird vor allen Dingen zwei Tage länger noch laufen. Habt ihr eigentlich bei solchen Themen Mitspracherecht oder wie läuft das?

Also auch wenn es um die Gestaltung geht, um die Protection von Top-16-Spielern bezüglich der European Tour Events, wie sieht das aus? Naja, natürlich haben wir bei allen unseren Turnieren ein Mitspracherecht, dem müssen wir letztendlich auch die Hallen buchen und das organisieren und abwickeln. Nee, natürlich ist das ein Prozess in allen Turnieren, genauso wie auch den World Cup.

Letztendlich kam ja die Initiative zum Beispiel, dass das in Doppel gespielt wird von uns. Das haben wir jahrelang quasi immer wieder thematisiert. Wir sind mit dem PDC im Spiel, täglichen Austausch. Also wir sind alle, unsere Mitarbeiter, wir sind permanent und wir reden über alles Mögliche, über. Setzlisten, Qualifikationsdinger, jetzt gerade für die European Open, welche Qualifier, wer kommt wo, wieso, warum und und und.

Also das ist ein permanenter Austausch und wir diskutieren alles miteinander. Also es ist nicht so, also sie ist schon der Chef, kann man schon so sagen. Das heißt Kammer, das ist so. Und aber es ist nicht so, dass per Ordo Mufti da einfach kommt, so ihr müsst das machen, das machen, das machen und Ding, sondern das ist ein Mittermander und man tauscht sich aus, weil die auch natürlich auch uns kennen und wissen, wir versuchen alles, was möglich ist, umzusetzen, was macht, aber auch manchmal stoßen wir an Grenzen und sagen, pass auf, das schaffen wir jetzt logistisch einfach gar nicht mehr, deswegen wir sind da immer im Austausch und unsere Interessen werden schon berücksichtigt.

Stichwort European Open, die in der ersten Arbeitsvariante mal kursierten als German Open. Jetzt sind sie in Salzburg. Kannst du generell ein bisschen was dazu sagen? Wie ist dieser Prozess zu Ende gegangen hinsichtlich der Standortauswahl? Ist das jetzt die Notlösung oder wolltet ihr eigentlich generell offen sein auch für den gesamten Dachraum?

Wir wollten offen sein für den gesamten Dachraum. Wir hatten ja auch früher schon mal mehrere Turniere in Österreich. Wir hatten auch schon Galas und European-to-Events. Also natürlich auch hier wieder, wann haben wir Zeit für ein Turnier? Das war natürlich auch so, dieses Turnier wurde vorgegeben, wann es stattfinden soll.

Also es ist ja auch nicht mehr so, dass wir sagen, wir hauen das jetzt in die Premier League-Phase rein. Das hätte nicht funktioniert, weil dann die Top 8 oder zumindest die Premier League-Spieler nicht hätten rechtzeitig da sein können. Wir wollen es jetzt auch nicht noch in den November reinhauen. Es muss gucken, der Juni, Juli waren die einzigen, Fenster. Also das ist erstmal ein Thema. Dann hat es einen ganz eigenen Charme.

Ich weiß nicht, ob ihr die, also du kennst sie natürlich, die UK Open aus England. Also das ist ein Turnier, was so ein bisschen, ich sag mal so, vielleicht auch für den Darts Freak, für den Darts Fan ein bisschen anders ist, weil du bist den ganzen Tag, wir verkaufen Freitag und Samstag Tagestickets.

Das gab es auch noch nie. Zumindest bei uns. Das heißt, du, wir bauen, es sind acht Boards aufgebaut. Du kannst rumlaufen, du kannst dir jedes Board angucken. Es hat mehr so einen ganz eigenen Charme und Charakter. Deswegen war es für uns wichtig, das an einen Standort zu machen, wo wir hoffentlich gutes Wetter haben.

Gibt es ja ein bisschen und wo man sich auch draußen nett bewegen kann, was eine schöne Region ist, wo man das vielleicht auch mit dem einen oder anderen verbinden kann, wo man Flächen hat für, ja, wir wollen ja auch so ein bisschen Programm bieten, ein bisschen Unterhaltung, ob das, ich sag mal, dieses Torbandschießen ist auf die Dartswand oder also so ein bisschen, nee, wir werden dort einen Geargarten aufbauen mit Erdinger.

Also das soll so ein bisschen seinen ganz eigenen Charme und Charakter entwickeln und dann haben wir uns verschiedene Dinge angeguckt, wo man so etwas machen kann und dann ist Salzburg ein Standort, der, Zum einen vom Standort, von der Halle und von der Halle nebendran, von der ganzen Logistik, sehr gut passt.

Wir haben dort extreme Unterstützung, ganz tolle Leute von der Halle und da haben wir uns auch, muss ich auch sagen, wieder zurückgeändert. Salzburg war die Halle, wo wir in Corona-Zeiten mit Zuschauern gespielt haben, wo wir viele Ausweichturniere stattgefunden sind, wo wir auch schon mal schon Galas gemacht haben.

Ich finde die Lage überragend, dieser Charme. Du guckst auf die Berge links und rechts und bist in der Mozartstadt. Ich sage mal so, wir sind mit Überzeugung. Dann haben wir auch die Überlegung, wir ein bisschen aufteilen, nicht schon wieder nach Deutschland, das nächste dritte Major-Turnier nach Deutschland.

Wir versuchen es nach Österreich. Österreich ist ein großer Markt, vielleicht sportlich gerade, so ein bisschen am Strugglen. Aber auf jeden Fall hat dann so alles gepasst was wir gesagt haben, hey wir machen das in Salzburg und dann kam die Idee dann sollten wir es aber vielleicht nicht German Open hätten.

Und dann haben wir gedacht Mensch, klar, also Ziel ist immer, in Salzburg ist es schon, aber ich bin auch ganz ehrlich, es gibt keine Garantie für nichts und jeder der meint, wenn er zum ersten Mal in Tomia dieser Form so macht, das ist für immer in die Ewigkeit, der lügt, wir wollen das so probieren Wir wollen es unterhalten, aber natürlich, und das hatten wir, solche Erfahrungen haben wir beim World Cup gemacht, solche Erfahrungen haben wir bei der European Championship gemacht.

Es gibt uns natürlich auch ein bisschen die Möglichkeit zu sagen, wir können mit dem Turnier vielleicht dann auch ein bisschen zur Not nochmal wechseln. Aber es ist nicht der Plan. Der Plan ist, in Salzburg das langfristig zu etablieren. Du hast jetzt schon diesen UK Open-artigen Charme angesprochen.

Wird das dann auch eine freie Auslosung beinhalten? Oder ja, also genau derselbe Stil? Es ist im Prinzip das Pendant der UK Open hier. Nur die Qualifier setzen sich anders zusammen. Es sind 32 Qualifier, die sich natürlich etwas anders zusammensetzen als bei den UK Open. Aber ansonsten sind es die 128 Tourcard-Holder.

Es wird jede Runde gelost. die Tor 16 oder 8, also die steigen dann erst in der dritten oder vierten Runde ein. Also analog zu den UK Open, nur die Qualifier, die werden natürlich aus, das ist ja auch kein Geheimnis, die kommen natürlich aus unseren Ländern, die kommen aus Ungarn, Slowakei, Frankreich, Niederlande, Portugal, Spanien, also die kommen aus wo wir aktiv sind und natürlich eine bisschen noch.

Tendenz zu Deutschland, Österreich. Die kommen ja dann auch unter anderem aus der PDC Europe Start Dort führt ja jetzt der Weg nicht nur in die Super League, sondern eben auch zu den European Open. Und das wäre jetzt noch so ein letzter Gesprächspunkt, den wir auch nochmal ansprechen sollten, weil die neue Serie als Unterbau der Next Gen in diesem Jahr gestartet wurde.

Wie ist dein Blick da drauf und wie fällt so da ein erstes Fazit aus? Also es ist ja jetzt schon mittendrin am Laufen und geht stramm Richtung Super League. Ja, genau. Deswegen ist es vielleicht noch ein bisschen früh für ein Fazit. Es hat die, also erstmal bin ich froh, die haben es an den Start gebracht.

Das ist immer so, bei so neuen Sachen, finde ich, Das Wichtigste, und da lege ich auch immer Wert drauf, ist es wichtig, erst mal Dinge auf die Straße zu bringen, weil sonst kann man nicht auch immer, totreden über, man kann das noch machen und das noch machen und das noch machen, aber wir haben es an den Start gebracht. Punkt.

Die Entwicklung ist so ein bisschen, wie wir es erwartet haben. Das heißt, wir haben ja schon mal Erfahrung, bei der Bild-Super-Data mal vor vielen, vielen Jahren. Uns war klar, dass nach einer gewissen Antwortseuphorie die Teilnehmerzahlen etwas nachlassen, weil wenn du merkst, ich bin hinten in der Rangliste und komme nicht mehr nach vorne, Dann verliert der ein oder andere die Motivation, sich noch immer weiter zu spielen. So, das haben auch wir, das ist gar keine Frage.

Ich sage mal, zu den Ursprungszahlen sind wir jetzt 25 Prozent zurückgegangen von der Anfangseuphorie. Aber das ist völlig okay und völlig im Rahmen. Aber wie gesagt, wir können noch gar nicht das Fazit ziehen, weil das Fazit wird heißen, wer kommt dort raus? Haben wir es geschafft, dort wirklich Talent und gute Leute rauszufiltern?

Wie können wir sich weiterentwickeln bei den European Open in der Super League, das wird sich zeigen, aber auch für dich oder für alle, Kevin, das war der Start, das war auch für uns eine, wie soll ich es mal sagen wir wollten daraus lernen, uns das jetzt anschauen wie ist das gelaufen, um zu sagen, was können wir besser machen beim nächsten Mal, wo passen wir an, was machen wir in die unterschiedlichsten Dinge von den Formaten von allen möglichen Dingen Dauer-ETC anreizend.

Also die PS Europe Start ist gekommen, um zu bleiben, ganz klar. Wir wollen das wirklich entwickeln und haben jetzt damit angefangen, werden uns anschauen, werden unsere Learnings haben, was war gut, was war schlecht, was verbessern wir für die Zukunft, was machen wir anders, in welchem Rhythmus machen wir es, wie viel, also klar, wir wollen natürlich auch erweitern.

Es sollen jetzt nicht bei den acht Standorten pro Region bleiben, sondern es soll dann auch wirklich offen und im Idealfall, was weiß ich, Hunderte werden. So, das kann ich jetzt dazu sagen, aber es ist auf jeden Fall klar, dass wir das als Unterbau für die PDC, für den Profisport haben wollen. Das ist für uns ganz toll, dass du eben vor Ort in unser System einsteigen kannst, in deiner Stadt im Idealfall oder in deiner Region und dort anfängst und dann hoffentlich sich so viel Qualität herauskristillisiert, dass wir auch, vielleicht doch mal einen deutschen Top-Ten-Spieler oder einen Weltmeister kriegen.

Fast ein guter Schlusspunkt. Ich würde trotzdem da noch einmal ansetzen. Du sagst es ja selbst, um so ein bisschen die Klammer zu schließen. Du hast am Anfang ein bisschen erzählt, wie die Lage ist in Deutschland und das Interesse ist ja nach wie vor groß, wird immer größer, auch ohne jetzt die dauerhafte Präsenz von Luke Littler hier in der Halle.

Aber er hat ja schon auch den Dartsport dann, ich sag mal, gerade vor dem Bildschirm noch größer gemacht. Und da erhoffst du dir auch dann vom neuen TV-Partner viel. Wie groß ist denn die Hoffnung, dass da die Deutschen auch irgendwann sportlich in der allerobersten Riege mitspielen können? Weil darauf warten wir immer noch. Da kann man positiv sein und sagen, auch ohne deutschen Spitzenspieler hat sich der Sport so entwickelt.

Aber ja, was da noch alles möglich wäre. Ja, das ist richtig. Aber, und diese Gedanke hatte ich insbesondere am Anfang sehr stark, ich habe mich davon mehr oder weniger komplett gelöst und möchte mit einem Zitat enden. Das heißt, erwarte nicht, dass alles so kommt, wie du es möchtest, sondern nimm es so, wie es kommt und du wirst glücklich sein.

Sagt Werner von Moltke, der hier am Ende nochmal lyrisch wird. Freut mich auch. Wir haben unter anderem Magnus Kares und den Bild Superdata erwähnt. Also das hat mich persönlich hier als absoluten Vollfreak auch sehr gefreut. Ich danke dir sehr. Ich danke dir, Kevin. Alles Gute, liebe Grüße und bis bald.

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