Clint Cockwood liest Clint Cockwood

#012 Das Padelmatch

Samstag, 3. Oktober 2026 · 7 min

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Shownotes

Ich hab den Trendsport Padel mal ausprobiert. Den Sport mit dem sich waghalsige Unternehmer gerade reihenweise selbstständig machen. Natürlich mit Arbeitskollegen, Freunde habe ich nicht. Aber liegt es an mir? Ich glaube nicht.

LG & liebe Grüße,
Clint

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Das Paddle Match. Der Vorteil daran, keine Freunde zu haben ist dass man sich mit seinen Arbeitskollegen zu platonischen After Work Events verabreden kann bei denen man sich einredet. Man wäre ja so eng miteinander. selbst Platon wäre vermutlich lieber in einer Höhle als dort. After Work ist ein Prädikat das noch nie etwas besser gemacht hat.

es schreit nach lange weiter außer man wurde es wortwörtlich nehmen. Aber ich bin nicht so eng mit meinen Kollegen, als dass jemand von ihnen sich an meinem fetten Hintern vergreifen dürfte. Schade eigentlich! Es ist Jahrzehntausendsechsundzwanzig. Talentfreiheit wird nicht mehr im Gym via Stories geteilt – nein man trifft sich zum Paddle.

Ich spreche das Wort Padel künstlich halblisbelnd wie ein Spanier aus umso zu wirken Als hätte ich Ahnung oder Talent? Ich habe beides nicht aber eine teure Ausrüstung. Freitagabend Frank, Eric, Sonja und ich treffen uns am Paddlecourt. Sonja ist neu in der Firma, naiv wie sie ist meint sie dass diese Events ihren Aufstieg beschleunigen.

Sie ist dabei das wir Männer eine Ausrede haben zu verlieren beziehungsweise trotz ihr gewonnen zu haben. Ich bin mit Sonja im Team. Sie trägt dieselben Lululemon-Legends wie ich nur ich fühle sie besser. Mein Graus-Shirt ist bereits in der Umkleide mit Schweißflecken übersät, die ein Psychologe wie er Rohrschachtests wohl als eine Mischung aus Komplexen und Übergewicht deuten würde.

Als man noch jünger war konnte man einfach ohne Aufwärm draus los spielen. heute im Alter muss man erst diverse Fitness Tracker starten und Bilder vom Sport machen bei denen man noch nicht verschwitzt und fertig aussieht. meine Kollegen machen die Fotos ohne mich. Paddle Tennis hat erstaunlich viele Parallelen zu meinem Bürojob.

Vier talentfreie bzw. inkompetente Leute, verschwitzt in einem Glaskasten die sich mit nichts aussagenden Setzen duillieren wer der geilste ist. Meine ergonomische Oakley-Sportbrille vervollständigt das Bild. Frank ist der beste von uns was weniger am Talent liegt. Er ist einfach nicht übergewichtig wie Eric und ich.

Sonja ist schlank und sportlich aber halt eine Frau. Sie spielt öfter Paddle. Bevor es losgeht, erkläre ich ihr zur Sicherheit trotzdem noch mal ausführlich die Regeln. Paddle sind für nur sie Prozent. Mind Games Frank serviert. Kurz bevor er schlägt rufe ich ihm zu dass seine Frau eine Affäre hat. Er macht einen Fehler im Spiel.

Außerdem glaubt der das ist ein Witz war Doppelfehler. Unser Chef schläft seit zwei Jahren mit seiner Frau. Jeder weiß es außer er. Spiel eins geht an uns. Ich serve. Frank ruft mir zu, dass meine Frau eine Affäre hat. Ich bleibe cool – ass! Ich weiß, das es die Wahrheit ist. Meine Frau schläft seit zwei Jahren mit unserem Chef.

Das ganze Büro weiß es inklusive mir. Spiel II geht ebenfalls an uns. Sonja macht jeden einzelnen Punkt in Satz I Den wir dank meinen Mindgames mühelos gewinnen. In der Pause erkläre ich Sonja wie sie sich noch besser positionieren kann. Außerdem gebe ich hier noch ein paar intime Details über Eric und Frank mit.

Ihre fehlenden Mindgames stören mich. In Satz zwei bin ich hauptsächlich damit beschäftigt Sonja auf den Hintern zu glotzen, ab und zu schreihe ich erfundene Gerüchte Richtung gegenerischer Seite. Na Erik! Vögelst du noch die fette Putzfrau? Schrei' ich komplett außer Atem von Seitenwechsel. Erik wirkt verlegen.

Ende Satz Zwei bekomme ich meinen ersten Ball. Ich schlage ihn ins Netz. Satzverlust. Ich mache Sonja, vor allem dafür verantwortlich. Sie hat mich mit ihrem monströsen Hintern abgelenkt. Erich will sie verteidigen – ich drohe ihm Schläge an. Ich spiele nicht umsonst mit Zahnschutz.". In der Trinkpause gesteht mir Sonja dass sie und Erich seit zwei Wochen ein Paar sind.

Ob ich die Sprüche nicht lassen kann? Ich bin sprachlos. Never fuck the company. außer halt mit mir. sage ihr keine Antwort. Warum trägt sie eine Leggons, wenn sie vergeben ist? Aufschlag Erik sahband mit Zahnschutz schreiche in einer Lautstärke das es die ganze Ahle hört dass ich ein sexuelles Verhältnis mit seiner Mutter habe.

Paddel ist zur Nebensache geworden. Ich sehe eine Träne in seinem Gesicht. Jetzt bin ich endgültig in seinem Kopf. Mitte. Satz drei Seitenwechsel. Eric crembelt mich und sagt etwas über meine Mutter. Hier ist der Spaß vorbei. Wie eine Axt schwinge ich den Vierhundert Euro Schläge Richtung seines Gesichts.

Die Nase bricht, seine Psyche ist schon gebrochen. Blut strömt aus seiner Nase. Vorteil für uns.". Er riecht nicht mehr. Ich sage zu ihm er soll zum Heulen heim zu seiner Mutter mit der ich übrigens seit vier Jahren schlafe. Spielerbruch – Der Gegner wirft das blutige Handtuch. Ich hebe die Hand und fordere einen High Five von Sonja.

Satz drei haben wir wegen mir gewonnen? Wir verlassen den Kord. Fragile Männlichkeit duilliert sich nicht in einem Octagon mit Fäusten, sondern in einem Vier-Egg aus Plexiglas mit Schlägern. Ich wische das Blut von meinem Schläger und stoppe das Whoop Workout. Tausendzwarner Kalorien verbrannt – Das ist einen Postwert.

Montags treffe ich Erik mit blutunterlaufendem Gesicht im Büro. Aber er von Sonja geschlagen wird frage ich um die Stimmung zu lockern. Immer unprofessionell wenn Verhältnisse im Office aufkommen. Er lacht nicht über den Witz. Ich werde schon sehen was ich davon habe, meint er.". Ich werde zum Chef zitiert.

Warum ich Erik geschlagen habe fragt er. Ich erkläre dass die beiden ein Verhältnis haben und Erik lügt weil Sonja eigentlich auf mich steht. Frank hätte es bestätigt. Frank? Der dessen Ehefrau sie vögeln frage ich mit einem Grinsen im Gesicht. Ein Bürojob sind ninety-fünf Prozent Mind Games und fünf Prozent Arbeit.

Erzählte Arbeit ist mehr wert als Getarne. Mein Chef lässt mich gehen, am Ende ist Paddle wie die Arbeit hier. Man gibt sich als Team aber jeder ist ein Einzelgänger. Schade ich hätte es probiert Aber sie wollten nicht.

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