Cosmic Latte

CL050 Angriff aus dem All, Riesenspinnen und eine 20-Meter-Frau! Science-Fiction Filme der 1950er Jahre

Donnerstag, 9. Januar 2025 · 1 h 16

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Shownotes

Die Episode über Marsmenschen, fliegende Untertassen und Laborunfälle in den Science-Fiction Filme der 1950er Jahre!
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In unserem 5. Science-Fiction Special werfen wir einen Blick auf ein besonderes Jahrzehnt in der Filmgeschichte: die 1950er Jahren. Missglückte Laborversuche, entlaufene Riesenspinnen, Angriffe aus dem All, fliegende Untertassen und Marsianer zeigen die Vielfalt der Filme aus den goldenen Jahren, in denen der Grundstein der Science-Fiction von heute gelegt wurde.

Einleitung

Wir beginnen das Jahr mit unserem 5. Science-Fiction Special. Und weil es auch die 50. Episode von Cosmic Latte ist, werfen Eva und Peter einen Blick in die goldenen Jahre der Science-Fiction, in ein Jahrzehnt, in dem das Sci-Fi Genre im Film seine Grundsteine legte: die 50er Jahre!

Die Welt und die Science-Fiction der 1950er Jahre

Die 1950er Jahre zeigen sich uns rückblickend von zwei Seiten: zum Einen präsentiert sich die Welt der Nachkriegszeit mit Fred Astaire, Dean Martin, Jerry Lewis und Esther Williams als heile Welt, während gleichzeitig das Atomzeitalter und der kalte Krieg begonnen haben. Die Raumfahrtambitionen sind hoch, das Space Race nimmt seinen Lauf als die USA mit Sputnik unter Schock geraten.

Wissenschaft ist nicht mehr nur Fortschritt und Problemlösung. Die Angst vor den Folgen der Atomenergie oder vor dem Unbekannten wie außerirdischem Leben, führte auch zur Entstehung der modernen Science Fiction als Spiegel eben dieser Ängste und Hoffnungen.
Die Science-Fiction-Filme der 1950er Jahre zeigen nicht nur thematisch, sondern auch wissenschaftlich eine große Vielfalt: Von Atomkraft und Radioaktivität über Astronomie bis hin zu Biologie und Genetik spielt die Wissenschaft eine große Rolle - nicht immer bietet sie einen Ausweg aus der Misere, oft verursacht sie durch Unfälle und Missgeschicke erst die Probleme!

In unserem persönlichen und ganz subjektiven Ranking diskutieren wir, welche dieser Klassiker mit zeitlosen Themen glänzen und warum sie auch heute noch gesellschaftlich relevant sind. Wir beleuchten, welche Rolle die Wissenschaft in den Filmen spielt und wie wissenschaftliche Erkenntnisse damals dargestellt wurden - und was wir heute darüber wissen.

So wird zum Beispiel im Intro von Kampf der Welten (1953), Jupiter als feuriger Planet mit Vulkanen dargestellt. Dass Jupiter ein Gasplanet ist, wurde zwar aufgrund von Spektrakanalysen damals schon vermutet, bestätigt wurde dies aber erst in den 1970er Jahren.

Frauenrollen in der frühen Science Fiction

Natürlich können wir die Filme der 1950er Jahre nicht betrachten, ohne auf die Frauenrollen einzugehen. Viele weibliche Charaktere haben zwar Berufe wie Lehrerin (z. B. in Gefahr aus dem Weltall) oder sind Assistentinnen. Wissenschaftliche Berufe sind seltener, kommen aber in "Tarantula" und "Das Ding aus einer anderen Welt" vor. Die Frauen spielen oft unterstützende oder moralische Rollen und dienen als Motivationsfaktoren für die männlichen Protagonisten, in Aktion zu treten und sie bzw. die Welt zu retten.
Frauen als aktiv handelnde und kompetente Charaktere bleiben eher die Ausnahme. Der Bechdel-Wallace-Test (de.wikipedia.org/wiki/Bechdel-Test) ist ein einfaches Maß zur Bewertung der Geschlechterdarstellung in Filmen. Ein Film besteht den Test, wenn er mindestens zwei weibliche Figuren hat, die miteinander über etwas anderes als Männer sprechen – oft ein Hinweis auf die Präsenz von weiblichen Charakteren mit eigenständigen Handlungssträngen.

Forbidden Planet und When Worlds Collide

"Gefahr aus dem Weltall" (Forbidden Planet, 1956) mit einem jungen Leslie Nielsen in der Hauptrolle, fällt zwar durch den Test (es gibt nur eine weibliche Klischee-Rolle), bietet aber visuell alles was das Sci-Fi Herz begehrt, von klassischen fliegenden Untertassen bis hin zu Robby, dem Roboter, der zur Ikone wurde.

Der Film "Der jüngste Tag" (When Worlds Collide, 1951) bietet hier sowohl eine interessante weibliche Hauptrolle (und die damals üblichen weiblichen Computer) als auch viel Astronomie.
Im Film droht eine Kollision mit einem wandernden Stern und zeigt damit zum ersten Mal eine globale Zerstörung durch kosmische Ereignisse. Der wandernde Stern wird von einem Planeten umkreist. Dieses Konzept ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass Exoplaneten erst Mitte der 1990er Jahre entdeckt wurden. Und auch wenn wir heute wissen, dass so genannte Rogue Planets / Rogue Stars im All umherirren, ist es doch bemerkenswert, dass die Drehbuchautoren dieses Szenario für die Auslöschung der Erde gewählt haben.

Auch einige Folgen der damals sehr bekannten Serie "The Twilight Zone" (sozusagen das "Black Mirror" der damaligen Zeit) zeigen die Weitsicht bzw. das gute Gespür mancher Drehbuchautoren der damaligen Zeit.

Viele dieser Filme inspirierten Regisseure, Autorinnen und Filmemacher, die sie in ihrer Jugend sahen, ihren Weg im Filmgeschäft zu gehen. Die zahlreichen Remakes von Filmen aus dieser Zeit zeugen von ihrer Bedeutung und können als Hommage an eine Zeit gesehen werden, in der (wissenschaftlich) alles möglich schien.

In der Folge erwähnte Filme:

• "Le Voyage dans la Lune" (imdb.com/title/tt0000417) (auf deutsch: "Die Reise zum Mond" (imdb.com/title/tt0000417))

• "Invaders from Mars" (imdb.com/title/tt0045917) (auf deutsch: "Invasion vom Mars" (imdb.com/title/tt0045917))

• "ParaNorman" (imdb.com/title/tt1623288) (auf deutsch: "ParaNorman" (imdb.com/title/tt1623288))

• "Forbidden Planet" (imdb.com/title/tt0049223) (auf deutsch: "Alarm im Weltall" (imdb.com/title/tt0049223))

• "Star Trek: The Motion Picture" (imdb.com/title/tt0079945) (auf deutsch: "Star Trek: Der Film" (imdb.com/title/tt0079945))

• "The Thing from Another World" (imdb.com/title/tt0044121) (auf deutsch: "Das Ding aus einer anderen Welt" (imdb.com/title/tt0044121))

• "The Thing" (imdb.com/title/tt0084787) (auf deutsch: "Das Ding aus einer anderen Welt" (imdb.com/title/tt0084787))

• "The War of the Worlds" (imdb.com/title/tt0046534) (auf deutsch: "Kampf der Welten" (imdb.com/title/tt0046534))

• "Tarantula" (imdb.com/title/tt0048696) (auf deutsch: "Tarantula" (imdb.com/title/tt0048696))

• "Invasion of the Body Snatchers" (imdb.com/title/tt0049366) (auf deutsch: "Die Dämonischen" (imdb.com/title/tt0049366))

• "Attack of the 50 Foot Woman" (imdb.com/title/tt0051380) (auf deutsch: "Angriff der 20-Meter-Frau" (imdb.com/title/tt0051380))

• "When Worlds Collide" (imdb.com/title/tt0044207) (auf deutsch: "Wenn Welten zusammenstoßen" (imdb.com/title/tt0044207))

• "Liu lang di qiu" (imdb.com/title/tt7605074) (auf deutsch: "The Wandering Earth" (imdb.com/title/tt7605074))

• "It Came from Outer Space" (imdb.com/title/tt0045920) (auf deutsch: "Gefahr aus dem Weltall" (imdb.com/title/tt0045920))

• "20,000 Leagues Under the Sea" (imdb.com/title/tt0046672) (auf deutsch: "20.000 Meilen unter dem Meer" (imdb.com/title/tt0046672))

• "People Are Alike All Over" (imdb.com/title/tt0734666) (auf deutsch: "People Are Alike All Over" (imdb.com/title/tt0734666))

• "The Fly" (imdb.com/title/tt0051622) (auf deutsch: "Die Fliege" (imdb.com/title/tt0051622))

• "The Fly" (imdb.com/title/tt0091064) (auf deutsch: "Die Fliege" (imdb.com/title/tt0091064))

• "The Day the Earth Stood Still" (imdb.com/title/tt0043456) (auf deutsch: "Der Tag, an dem die Erde stillstand" (imdb.com/title/tt0043456)) …

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Evi Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Cosmoglatte, einer ganz besonderen Folge. Es ist nicht nur die erste in diesem Jahr, sondern wir haben auch quasi eine runde Folge. Es ist die Folge 50 und wir hatten zwar das letzte Mal schon das Feiertag-Special, also ein Special, aber es ist jetzt mal wieder ein Special, denn bei mir sitzt jetzt live vor Ort Peter. Hallo Peter.

Peter Ja, hallo Ibe. Wieder mal fast live bei dir.

Evi Ja, genau. Für die nächste Folge. Ich weiß jetzt gar nicht, ob ich dich überhaupt noch vorstellen soll, Weil ich habe mir überlegt, das ist jetzt nämlich auch unser fünftes Science-Fiction-Special. Du bist jetzt eigentlich hier schon altbekannt und eigentlich gar kein Gast, aber du gehörst eigentlich schon fix zum Ensemble von Cosmic Latte, oder?

Peter Ja, ich habe das sofort auch schon ganz abgesessen, auf dem wir da sitzen. Die Polster sind schon ganz durch. Und die Fünf verfolgt uns heute, gell?

Evi Ja, wir haben wirklich, wir haben 2025 die 50. Folge, das fünfte Special. Stimmt, ja, das ist ganz spannend. Also muss ich dich jetzt nochmal vorstellen, nein, oder?

Peter Nein, ich bin ein Möbelstück, ich gehöre schon dazu.

Evi Ja, genau. Du bist unser Drehbuchautoregisseur und Experte für alle möglichen Filme. Du hast das doch gemacht. Natürlich muss ich machen. Ja, und weil wir ja so die fünf heute haben, beziehungsweise die 50 eigentlich, wollen wir gleich noch irgendwie was feiern. Wie alt bist du eigentlich? Bist du auch schon 50? Nein, oder?

Peter Scheiße. Ich habe jetzt gerade gedacht, bitte, bitte sag es nicht.

Evi Okay, ich kann das rauschen. Ich bin gerade 50 geworden vor zwei Monaten.

Peter Ja.

Evi Oh, happy birthday, alles Gute.

Peter Ja, danke schön.

Evi Oh, verdammt, habe ich jetzt den Finger in die Wunde gelegt bei dir.

Peter Jetzt hast du mich richtig aufgeschlitzt.

Evi Aber man sieht es dir nicht da an, schau, also ich hätte mir jetzt gedacht, dass ich da total daneben liege. Okay, gut. Ja, also ich werde das rausschneiden. Also der Peter ist eigentlich noch ganz jung, also da hat er die 50, Folge 50 überhaupt nichts damit zu tun.

Peter Ich gehe auf die 25 zu, also ich habe die Halbzeit schon erreicht.

Evi Ach so, ja, okay, gut, genau. Junger Spundum.

Peter Zusammen sind wir 50.

Evi Ja, genau, das ist eine gute Idee, das gefällt mir. Zusammen sind wir 50. Also es schaut jetzt zwar so aus, als hätten wir das jetzt von langer Hand geplant, dass wir das fünfte Science-Fiction-Special zur 50. Folge von Cosmoglatte machen. Tatsächlich ist da kein großer Masterplan dahinter.

Peter Okay, jetzt hast du das alles so nicht. Das ist wie bei den Filmen. Alles, was du da drin siehst, ist von langer Hand geplant und alles war volle Absicht. Da wird nichts dem Zufall überlassen. Also seit einem Jahr planen wir das 50. Jubiläum.

Evi Genau, haben uns schon überlegt, was wir alles machen könnten. Ja, also mit der Zahl 50 kann man sich jetzt natürlich mehrere Sachen ansehen, vielleicht die man machen könnte, auch in filmischer Hinsicht. Aber es war bei mir eigentlich relativ klar, wo die Reise, glaube ich, bei diesem Special hingehen wird.

Evi Ich habe dann so, weil ich mir unsicher war am Anfang, das muss ich auch sagen, mal so ein bisschen meine Lieblingsalte, die ganz alten Science-Fiction-Filme, mal so ein bisschen geschaut, aus welchem Jahr die alle kommen. Und dann hat sich tatsächlich ein gemeinsamer Nenner ergeben. Und zwar waren die dann alle wirklich aus den 50er Jahren, aus den 1950er Jahren.

Evi Und dann habe ich gedacht, ja, das war doch eigentlich so ein bisschen, das waren doch die goldenen Jahre des Science-Fiction-Films, oder?

Peter Die goldenen Jahre, es war, ich glaube, es war so, das war so das Geburtsjahrzehnt des Kinofilms in der Science-Fiction. Nein, also wenn man jetzt bis auf Metropolis zurückschaut, das war aus den, wann ist Metropolis, war das noch 20er oder 30er?

Evi Nein, ich glaube, das war 27, 1927, das war ziemlich.

Peter Also das war wahrscheinlich die Urmutter von den Science-Fiction-Filmen, weil die Filme von den Melier-Brüdern würde ich jetzt nicht mit reinrechnen. Das war ja so Ende 19. Jahrhundert noch mit ihren ersten Kinokameras und so, wo viele Effe Reise zum Mond und so.

Evi Ich wollte gerade sagen, die Reise zum Mond, ja.

Peter Das haben die gemacht, aber das war ja noch so, wir haben ein neues Medium entdeckt und schauen mal, was man mit Filmen alles machen kann. Würde ich jetzt noch nicht als die Geburtsstunde des Science-Fiction-Films bezeichnen.

Evi Die Reise zum Mond, hast du den gesehen?

Peter Nein, ich kenne da auch nur Ausschnitte davon.

Evi Ich habe mir den angesehen, der dauert ja auch nicht so lange. Und den gibt es nämlich mit einer ziemlich coolen Musikuntermalung von R. Also es gibt auch so ein Special, wo halt R die Musik dazu macht und dann kannst du den Film anschauen. Und der mutet ja eher so ein bisschen, ich finde fast LSD-trippig an oder so.

Evi Also ich würde den jetzt fast nicht wirklich zu Science-Fiction reintragen, weil er wirklich sehr abgefahren ist. aber durchaus sehenswert. Aber wir reden jetzt nicht über die 20er Jahre, sondern über die 1950er Jahre. Und ja, ich hoffe jetzt, du nicht alle auf Stop drücken und den Podcast nicht weiter, weil ich denke, um wann, jetzt reden die da über alte 1950er Jahre Science-Fiction-Filme.

Evi Die hat meine Oma und mein Opa geguckt.

Peter Naja, es gibt jetzt zwei Kontexte, die es gibt. Also die 50er Jahre waren ja, die muss man insgesamt mal in einen Kontext setzen. Da gibt es auch zwei Seiten von derselben Medaille. Aber um mal die Brücke zur Gegenwart zu schlagen, viele der Filmregisseure, die die in der Gegenwart, heute James Cameron und so weiter, die heute Science-Fiction-Filme drehen, sind in ihrer Kindheit ganz stark beeinflusst worden von diesen Filmen, die in den 50ern gemacht wurden.

Peter Die werden total oft zitiert, als das war der Film, der mich geprägt hat, wegen dem ich selbst Science-Fiction-Filme machen wollte. Also das ist jetzt kein bedeutungsloses Jahrzehnt, was die Science-Fiction angeht.

Evi Ganz im Gegenteil, als ob du das jetzt auch sagst, dass ja viele da geprägt worden sind von diesen alten Filmen. Ich habe auch total viele Filme, die ich in meiner Jugend gerne gesehen habe, wo ich dann danach erst darauf gekommen bin, dass das Remakes sind aus den 50er Jahren. Also es ist dann, irgendwie kann man alles ein bisschen zurückverfolgen in den 1950er Jahren.

Evi Und ich glaube wirklich, dass da so dieser Grundbaustein vielleicht gelegt wurde, auch für die ganze Science Fiction, die dann danach gekommen ist.

Peter Ja, da gibt es total viele Verbindungen. Ich will es nicht vorgreifen, aber nehme nur als kleines Beispiel, zwischendurch werden, du hast auf deiner Liste draufstehen Invasion vom Mars, den hat dann, Es war Ende 70, Anfang 80, der Tobi Hooper, der dafür bekannt war, dass er die Texas Chainsaw Massacre gedreht hat.

Peter Der hat ein Remake von Invasion from Mars gemacht. Und das ganz eindeutig einer seiner Lieblingsfilme war und deswegen wollte er unbedingt diesen Film nochmal machen.

Evi Da fällt mir ein, das ist ganz spontan jetzt, da könnten wir eigentlich fast ein Quiz daraus machen, dass wir da jetzt die 1950er Filme besprechen. und die Hörer und Hörerinnen müssen dann vielleicht entdecken und draufkommen, welches Remake sie dann gesehen haben.

Peter Sie müssten eigentlich herausfinden, welcher von denen nicht geremakt worden ist.

Evi Ja, genau, vielleicht so.

Peter Ich möchte jetzt nur den kleinen Riffs erwähnen in einem Remake, an das auch niemand gedacht hat, dass es da vorher vielleicht mal einen Film gegeben hat.

Evi Tom Cruise.

Peter Ich wollte jetzt Spielberg sagen, aber die Kombi, ja.

Evi Okay, aber mehr, glaube ich, wollen wir jetzt nicht Tipps geben, oder?

Peter Und dann noch die zwei Filme, die immer erwähnt werden, wenn es eine Diskussion darüber gibt, die Remakes sind alle scheiße und furchtbar und wer geht heute in den Remakes? Und dann kommt immer einer, der sagt, ja, aber es gibt auch gute Remakes. Und dann werden immer zwei Filme genannt.

Evi Ich weiß schon, aber du sagst das jetzt nicht.

Peter Nein, ich sag's jetzt nicht.

Evi Okay, da sehen wir uns vor später auf. Aber ich glaube, zuerst werfen wir vielleicht einen Blick auf die 1950er Jahre in einem Kontext, weil das ist ein Jahrzehnt, das wir beide nicht erlebt haben. So alt sind wir auch nicht, zum Glück. Ja, also deswegen ist es vielleicht auch manchmal ein bisschen, also nicht ganz so nachvollziehbar, deswegen ist es vielleicht aus der Zeit gefallen oder sowas.

Evi Und ich glaube, wenn man sich so ein bisschen die 1950er Jahre vergegenwärtigt, was da damals einfach diese Grundthemen waren.

Peter Lass mich vielleicht noch vor die Grundthemen. Wir gehen jetzt in ein Genre hinein, das mit dem zu tun hat, was du gleich alles erzählen wirst.

Evi Ja.

Peter Und wenn du jetzt allgemein die Welt der 50er Jahre nimmst, der Zweite Weltkrieg ist seit ein paar Jahren vorbei, Die USA, der Wirtschaftsaufschwung und alles Mögliche, das ist alles wieder gut. Und die 50er Jahre sind jetzt, für die Menschheit ist das jetzt Dean Martin, Jerry Lewis, Musical, Filme mit Esther Williams, Bikini-Schwimmbecken.

Peter Also wir sind alle urglücklich und es ist ein wunderbares Jahrzehnt. Es gibt noch diese ganzen Soldaten, Heimkehrer, Dramen, die noch mit dem Zweiten Weltkrieg zu tun haben. Aber das ist auch oft in Musicals verpackt. Das ist wirklich schöne, gute Laune, Eskapismus. Das ist der eine Teil der 50er Jahre.

Peter Das sind die ganzen Filme, die in unserer Kindheit im Fernsehen gelaufen sind. Dann gibt es die andere Seite. So, der wolltest du gerade hin, gell?

Evi Nein, ich wollte es generell mal so ein bisschen reinsetzen. Und du hast ja ganz gut schon angefangen. Ich habe ja eigentlich gedacht, dass du jetzt mit dem filmischen Kontext gleich beginnen wirst.

Peter Nein, gar nicht. Ich wollte jetzt mal der Sunny Side of Life.

Evi Nein, du hast völlig recht. Es ist ja auch so, dieses 50er Jahre ist ja auch dieses Klischee, dieses traditionelle Frauen-Familien-Bild, das wir hier haben. Wir kennen wahrscheinlich eh alle noch. Wir haben uns zwar vom Zweiten Weltkrieg erholt und alles ist heile Welt, aber gleichzeitig beginnt halt dann auch schon dieser kalte Krieg und dieses Atomzeitalter hat begonnen.

Evi Also ich glaube, es war schon auch noch, dass durch den Abwurf der Bomben auf Hiroshima, dass da schon so ein bisschen der Schrecken noch in den Gliedern saß. Also es war halt schon noch so dann dieses Wettrüsten und so. und gleichzeitig aber auch dieser wirtschaftliche und technische Fortschritt. Also einerseits ist es, dass man hat gesehen, wozu man in der Lage ist, wahrscheinlich jetzt auch im Schlechten eben, aber auch im Guten.

Evi Das heißt, du hast einerseits natürlich so ein bisschen die Angst vor dem Unbekannten gehabt, der Atomkraft und so. Gleichzeitig war es aber auch, glaube ich, auch dieser Glaube an Wissenschaft und Technik und dass das vielleicht die Lösung für alles irgendwie sein wird. Also diese riesigen Fortschritte auch.

Evi Es beginnt ja dann auch so diese Raumfahrtambitionen. Also wir haben dann auch Sputnik, was ein bisschen der Schock für die Amerikaner war, wo sie dann auch angefangen haben, auch wirklich in die Bildung zu investieren, weil sie dann irgendwie gemerkt haben, okay, wenn wir da dieses Wett, ja, das ist ja kein Wettrüsten, wir hatten das geheißen, dieser Wettlauf zum Mond.

Peter Space Race.

Evi Space Race, genau, ja. Das Wettraumwettrannen. Dass man da dann auch in die Bildung investieren muss, wenn wir da halt wirklich auch die besten Ingenieure haben wollen. Also da war halt ganz viel auch im Gange. Und gerade diese Ambitionen mit der Raumfahrt finde ich super spannend. Das ist ein Aspekt, der mich sehr interessiert.

Evi Und dann in all diesem, glaube ich, ist dann diese moderne Science Fiction entstanden, die das alles irgendwie widerspiegelt oder reflektiert. Also einerseits diese Ängste, aber auch jetzt eben diese Hoffnungen, wo auch die Wissenschaft irgendwie so vielleicht Problemlöser ist, aber gleichzeitig auch Probleme verursacht, weil es halt auch bei manchen eine Unsicherheit auslöst, eh so wie wir es vielleicht heute auch ähnlich sehen.

Peter Das war das erste Jahrzehnt, wo wirklich das zweischneidige Schwert der Wissenschaft dann da war.

Evi Also die war einerseits total als.

Peter Die löst die Probleme und rettet die Welt, aber umgekehrt auch, sie löst das alles aus und zerstört die Welt. Das hat in den 50er Jahren angefangen. Was mir jetzt gerade ganz unvorbereitet einfällt, sind zwei Sachen. In den 50er Jahren hat noch niemand die Erde von außen gesehen.

Evi Ja, stimmt.

Peter Das war erst 1969, also es war nicht 1969, es war zwei, drei Jahre vorher mit der Mondumrundung. Da gab es dann schon Fotos von der Erde, aber es war noch, wie 2001, 1968 rausgekommen ist, sind die Bilder von der Erde noch der Fantasie entsprungen. Also die Bilder sind, glaube ich, der Film hat ja vier Jahre Entstehungsdauer gehabt. Man hat nicht gewusst, wie es da draußen ausschaut.

Peter Und wenn man da jetzt noch mal ein, zwei Jahrzehnte zurückgeht, auch vollkommen unvorbereitet, ich weiß den Namen gerade nicht, es gab einen Astronomen. das war so in den 1910 bis 1930 rum, ist der Mars beobachtet worden. Und da ging man ja davon aus, weil man das in den damals noch gewachen Teleskopen hat, man hat Linien gesehen auf dem Mars und dachte, das sind Kanäle.

Peter Und Kanäle bedeutet Zivilisation. Das heißt, man dachte auf dem Mars, da hat man dann irgendwelche wilden Theorien aufgestellt, was denn da so alles auf dem Mars leben könnte, also Leute wie wir. Aus dem heraus ist dann auch entstanden von Edgar Rice Burroughs, John Carter. Der hat auch die Conan-Sachen und all das geschrieben. Der hatte dann diese Ancient Civilization auf dem Mars gehabt, wo der John Carter zwischen der Erde und dorthin und her hüpft.

Peter Das hat sich dann später ja alles quasi als eine Art Massenpsychose herausgestellt, weil die Kanäle gab es nie. Das ist einfach nur durch im Wunschgedanken der Astronomen entstanden und hat sich dann über die Medien auf der ganzen Welt verbreitet. Und darum, glaube ich, hat es auch dann in den 50er Jahren, wo wir mit den Filmen dann angefangen haben, Vor dieser Sache mit dem Mars war außerirdisches Leben nicht wirklich ein Thema für irgendwen.

Peter Es war einfach klar, wir sind die Erde, wir sind das Zentrum. Naja, außer uns ist da niemand. Das hat erst mit der Beobachtung von Mars begonnen. Und diese Invasionsfilme, die dann, oder die Besuchsfilme, oder dass wir selbst wohin fliegen und andere Zivilisationen treffen, das kam erst nachdem.

Evi Ja, Mars, das hat ja auch H.G. Wells aufgegriffen, natürlich. Mit Krieg der Welten sind ja auch Marsianer, das war ja ganz, ganz lange so. Ähnliches war übrigens auch mit der Venus. Also bei der Venus hat man ja auch sehr lange nicht genau gewusst, wie es dort aussieht. Man hat nur gesehen, dass es sehr dicht ist, dass da Wolken sind.

Evi Und Wolken war ja auch, also ist man davon ausgegangen, dass das halt dann natürlich Wasser ist. Und da hat man ja wirklich lange geglaubt, dass die Venus ein Dschungelparadies ist. Also da gibt es dann auch Romane und Science-Fiction-Geschichten, wo ja eigentlich auf der Venus ja das blühende Leben ist, ein Dschungel.

Evi Und da ist man jetzt dann später ja draufgekommen. dass das ja ganz, also eigentlich das Gegenteil ist. Und dass das ja unwirtlich dort ist.

Peter Die 50er sind jetzt nicht aus dem Nichts heraus, zack, da ist die Science Fiction, sondern da gab es ganz viele Anzeichen, dass sich das in diese Richtung entwickeln wird vielleicht mal.

Evi Ja, auf jeden Fall. Also ich finde es auch spannend, weil diese Sachen dann oft einfach weitergedacht wurden. Und genau das ist, spiegelt sich wirklich in allen Filmen, die wir jetzt dann glaube ich auch besprechen werden, ohne da jetzt eben vorzugreifen, weil ich habe mir da so ein bisschen die Filme angesehen und ich finde es wirklich spannend, dass so wirklich, also eigentlich so jede Wissenschaft irgendwie vertreten ist.

Evi Also es sind so ganz viele wissenschaftliche Themen, die jetzt eben von der Astronomie, also jetzt auch Marsianer, bis eben über Biologie, Ökologie, Technologie, also ganz viele Sachen, die da wirklich vertreten sind. Also dieses Science-Fiction-Genre der 1950er-Jahre finde ich extrem vielfältig und vielseitig.

Peter Ja, wir haben von Incredible Shrinking Man zu Riesenspinnern, Riesenameisen, ich weiß nicht was, Nebeln, die aus dem Weltall kommen, ist alles drin, was man sich irgendwie ausdenken hat können, was damals halt auch irgendwie Stand der Wissenschaft war.

Evi Natürlich, ja.

Peter Weil die Drehbuchautoren, die Romanautoren haben sich von dem, was sie über die Wissenschaft damals gelesen haben, inspirieren lassen und das auf die Spitze trieben.

Evi Ja, das möchte ich mir eben auch ansehen, also auch zu sehen, okay, auf was quasi die Drehbuchautoren gekommen sind, was der Wissenschaft entsprach oder vielleicht auch gar nicht oder vielleicht vorweggegriffen hat auch. Also ganz spannend. Hast du noch etwas zu sagen, was jetzt so im filmischen Kontext ist, was jetzt die Produktionen, technische Möglichkeiten so betrifft?

Evi Weißt du, da hat es da in den 50er Jahren irgendwelche Meilensteine gegeben, wo man sagt, okay, jetzt war das auch möglich. Man hat da vielleicht dann auch ein bisschen experimentiert, so was neue Technologien betrifft.

Peter Es hat nicht wirklich bahnbrechende Neusachen gegeben, weil, also was verwendet worden ist, Miniaturen, Madpaintings.

Evi Was ist das?

Peter Wie nennt man das heute, wenn man das macht? Gar nicht. Heute ist ja alles computergeneriert. Ein Madpainting war früher was, wenn du einen Hintergrund oder einen Teil des Bildes gebraucht hast, den du in der Realität nicht finden hast können.

Evi Also hat das dann gemalt, oder wie?

Peter Da hat man vor die Kamera, das ist alles kein Computer, nichts, war ja alles noch in weiter Ferne damals. Und es gab auch damals noch keine optischen Effekte. Optische Effekte heißt, man hat eine Blue Screen und das hat man, bevor man das mit Computern machen hat können, hat man die Farben Blau und Grün verwendet, weil man bei der Filmentwicklung Blau und Grün am leichtesten noch rausseparieren hat können.

Peter Dann hast du an der Stelle, wo die grüne Wand im Hintergrund war, auf dem Filmmaterial, war das Filmmaterial noch nicht belichtet. Und du hast dieses Material nochmal durchlaufen lassen durch die Kamera und den auch nur diesen Teil diesmal belichtet, der grün war und da die neuen Hintergrundelemente reintun können.

Peter Und das war halt noch auf chemischer Filmebene. Das ist dann später, heute ist das abgelöst worden. Man verwendet heute noch Blau und Grün deswegen, weil Grün beim Menschen nicht vorkommt und die Farbe jetzt keine anderen Farbräume wegfiltert. und nimmt man grün, vor allem bei Innenaufnahmen und blau nimmt man halt, wenn man draußen im Freien dreht, weil blau relativ durch die Farbtemperatur, die wir haben unter dem blauen Himmel, da auch weniger störend rauszufiltern ist als grün zum Beispiel.

Peter Das ging damals alles noch nicht, das hat man erst in den 70er Jahren entdeckt, dieses Verfahren. Davor hat man wirklich alle Effekte, die es gab, vor der Kamera machen müssen. Also live in echt ist das alles passiert. Man hat nicht diese, man nennt das optische Effekte, später dann im Filmentwicklungsverfahren.

Peter Dass man Sachen zusammenfügt macht. Was es damals schon gegeben hat, waren Splitscreens. Also, dass du das Bild in der Mitte teilst und dann zusammenfügst. Das hat man aber damals auch so gemacht, dass man den Film dann quasi in der Kamera zurückgespult hat und nochmal von vorne aufgenommen hat, aber halt die andere Hälfte vom Filmmaterial.

Peter Dann zurück zum Matte-Painting. Matte-Paintings, die gab es auch bis in die 80er Jahre hinein. Stell dir vor, du brauchst ein zerstörtes Los Angeles im Hintergrund, das gerade das Erdbeben hinter sich gebracht hat. Dann stellt man vor die Kamera eine Glasplatte hin, die steht auf so einem Holzgestell, die ist ja schön durchsichtig und jetzt hast du da die Skyline von L.A.

Peter Und dort, wo du die zerstörte Hochhauslandschaft haben willst, kommt man einen Mad Painter, das ist ein Künstler, der auf die Glasplatte die zerstörten Gebäude draufmalt. Und die zerstörten Gebäude sind ja dann zwischen der Kamera und dem echten L.A. und dann hast du da eben die zerstörte Landschaft drinnen.

Evi Ah, cool.

Peter Das ist das eine, was man halt schon hatte, aber weiterentwickelt hat. Das andere ist, ich sage mal, dass sich die Spezialeffekte an sich einfach weiterentwickelt haben, weil es viel öfter verwendet worden ist. Weil, nimmt das Genre Science-Fiction-Film mal weg und was ist vorher im Kino da? Du hast die großen Studiofilme mit ihren Musicals, du hast noch den Film Noir gehabt, du hast die Monumentalfilme zum Teil gehabt. Die wollte ich gerade sagen.

Evi Ja, diese Schinken, die Riesen.

Peter Die Geopatra etc., was ist da, Ben-Hu und so weiter.

Evi Die 10 Gebote.

Peter Ja, also diese ganzen Sandalenfilme, die kamen ja auch aus den 50ern und 60ern Großteils. Da war es noch im Vergleich zu heute, dass man halt wahnsinnig viele Sets auch in echt gebaut hat, ein riesengroßer Aufwand, weil es halt nicht anders ging. Und in der Science-Fiction war es halt damals auch ähnlich.

Peter Aber ich glaube, das Vorantreibende, was die Perfektionierung von Spezialeffekten und visuellen Effekten angeht, das kommt ganz eindeutig aus dem Science-Fiction-Bereich. Also wenn die damals nicht dieses Zeug immer und immer und immer wieder verwendet hätten und sich neue Tricks ausgedacht hätten, hätte man nicht das, was wir heute da hätten an Filmen, die wir heute anschauen können.

Evi Sehr cool. Das wusste ich nicht. Ich liebe ja diese primierten Plastilin-Figuren.

Peter Ah, ein subtiler Hinweis auf Stop-Motion.

Evi Ja, genau. Ich bringe den immer durcheinander. Ist das Ray Harryhausen oder Harry Rayhausen?

Peter Nein, es ist der Ray Harryhausen.

Evi Ray Harryhausen, genau.

Peter Bekannt ist er eigentlich, also er hat auch eine ganze Reihe von Science-Fiction-Filmen mitgemacht.

Evi Ich kenne halt noch diese Synth-Bad-Filme da mit den Tropen und so.

Peter Du meinst wahrscheinlich, also einer der bekanntesten, wo er die Effekte gemacht hat, sind die kämpfenden Skelette.

Evi Ah, ja genau.

Peter Das war Jason und die Argonauten.

Evi Ja, richtig, ja, das meine ich.

Peter Das ist halt Fantasy, aber das war so eins der ersten Musterbeispiele, wo Stop-Motion zum Einsatz gekommen ist. Und das ist halt auch ein Verfahren, das findet vor der Kamera statt. Soll ich es vielleicht kurz erklären oder haben da, glaube ich, alle einen Begriff, was das ist?

Evi Die Stop-Motion.

Peter Ja.

Evi Weiß nicht, du kannst das ja kurz erklären.

Peter Im Endeffekt hast du vor der Kamera eine Plastilin-Figur, die relativ hoch detailliert ist und vielleicht ein Drahtskelett unter dem Plastilin hat. Das kann jetzt ein Dinosaurier sein, das können Skelette sein oder irgendein Monster. Und in einer Filmkamera läuft der Film durch und der Film wird mit 24 Bildern pro Sekunde aufgenommen.

Peter Und was ein Stop-Motion-Künstler macht, ist, der bewegt diese Figur immer ein kleines Stückchen. Das ist wie bei Animationen im Zeichentrick, nur halt in eine Figur und kein flaches Blatt. Macht dann klick und belichtet ein Bild weiter. Und dann bewegt er die Figur noch so zwei, drei Millimeter weiter und klick.

Peter Das ist ein wahnsinnig zeitaufwendiger Prozess, wo man halt den ganzen Tag damit verbringt, ein Figurchen und jeden Tag vielleicht vier, fünf Sekunden Film zu produzieren.

Evi Ja, ich stelle mir das total mühsam vor.

Peter Ich habe das mal, das ist schon ewig weh. Ich war Mitte der 90er, habe ich mal in den USA einen Austauschjob, oder so einen Studentenjob gemacht. Habe da offiziell in einer Buchhandlung gearbeitet und habe in meiner Freizeit einer Filmstudentin bei ihrem Abschlussfilm geholfen. Die hat einen Stop-Motion-Film gedreht.

Evi Ah, cool.

Peter Noch so richtig altmodisch mit einer Kamera, mit dem Knopf zum Auslösen. Ein Set, das ungefähr so zwei Quadratmeter groß war. So eine Höhlenlandschaft mit Nebel und was weiß ich was drin. Und da läuft halt so eine kleine Figur da drin rum.

Evi Ach, hätte ich irgendwie Lust.

Peter So etwas auch zu machen. Den ganzen Tag lang viel Klebstoff und Farben und Pinseln.

Evi Wahrscheinlich habe ich eine halbe Stunde lang Lust, so etwas auch zu machen.

Peter Man muss sich schon den ganzen Tag lang konzentrieren können. Uns ist einmal etwas ganz Furchtbares passiert. Das war eine für Stop-Motion gebaute Kamera. Da kannst du nicht durch den Sucher durchschauen. wenn der Film hinter der Optik ist. Man hat quasi den ganzen Kamerakörper, der hinter der Optik war, nach rechts schieben müssen.

Peter Dann hast du durch den Sucher durchschauen können. Und dann hast du es wieder zurückgeschieben müssen.

Evi Und ich habe das vergessen.

Peter Und wir haben in der Früh einmal durchgeschaut, dass alles passt und haben dann den ganzen Tag lang verschoben, klick, klick gemacht.

Evi Und dann war alles schief.

Peter Und am Abend sehen wir dann, scheiße, wir haben die Kamera nicht zurückgeschoben. Wir haben für den Hugo den ganzen Tag weggeworfen durch das.

Evi Aber es gibt ja tatsächlich heute auch noch Filme, die, glaube ich, so gemacht haben. Ich glaube, es ist ja Paranorman und Coraline sind die nicht auch noch wirklich mit Puppen gemacht?

Peter Ich möchte jetzt lügen. Also die, die für das Revival dafür gesorgt haben und das halt wieder wirklich in Mode gebracht haben, waren die Leute, die Wallace & Cromit gemacht haben.

Evi Ja.

Peter Chicken Run und dieses Studio. Das war, glaube ich, die Artman Studios heißen die. Die sitzen, glaube ich, in England.

Evi Wallace & Gromit ist auf jeden Fall britisch.

Peter Ich glaube, das ist ja vorher, waren das ja so kleine Fernseh-Kurzfilmschen.

Evi Weiß ich jetzt gar nicht.

Peter Und aus denen sind dann Kinofilme entstanden. Und dadurch ist dieses Stopp-Motion, weil das war damals schon fast tot, weil es kaum wer verwendet hat. Und die haben das dann wieder reinbracht. Und dann später, aber Coraline war ja, glaube ich, war glaube ich Nightmare Before Christmas, war großteils auch Stop-Motion.

Peter Aber wenn du jetzt anschaust, zum Beispiel Frank & Weenie von Tim Burton, da verfließen dann die Sachen schon so. Das ist teilweise Stop-Motion und das sind teilweise Computeranimationen, die ausschauen wie Stop-Motion, weil halt Sachen auch dabei sind, die mit Stop-Motion nicht möglich wären.

Evi Aber deswegen glaube ich, dass Paranorman, dass der auch noch so richtig...

Peter Ich kenne den leider nicht.

Evi Den musst du dir anschauen, der wird dir gut gefallen. Kommt auf die Liste. Aber jetzt sind wir ziemlich abgetrifftet zu Stop-Motion-Filmen. Wir gehen wieder zurück zu den 1950er-Jahren und zu Science-Fiction und machen vielleicht nur eine ganz kurze Pause, weil wir haben jetzt ganz neu in diesem Jahr auch die Möglichkeit, Werbung zu schalten.

Evi Vielleicht kommt jetzt Werbung, vielleicht auch nicht. Wir machen kurz Pause.

Peter Ich hoffe, die Leute kommen nachher wieder.

Evi Ja, natürlich. Vielleicht kommt auch keine Werbung, es kann auch sein.

Peter Oh, Überraschung.

Evi So, also Werbung hin oder her. Wir machen jetzt weiter mit unseren 50er-Jahre-Filmen. Wir werden jetzt, glaube ich, mal so wirklich ganz subjektiv, persönlich unsere Lieblingsfilme durchbesprechen. Und wir werden sicher wieder vielmehr vergessen, Das ist bis jetzt noch jedes Mal passiert, dass uns dann die Hörer und Hörerinnen dann ganz lange Listen geschrieben haben. Ihr habt auch den und den Film vergessen.

Evi Also deswegen diesmal versuchen wir auch weniger Filme zu besprechen vielleicht. Und deswegen aber auch unser ganz persönliches subjektives Ranking. Ich muss ja zugeben, das hat wahrscheinlich auch so ein bisschen einen Einfluss, warum wir jetzt dieses Thema haben, weil ich vor kurzem für eine Prüfung an der Uni gelernt habe.

Evi bin dann draufgekommen, dass in den Pausen, wenn ich also gerade nicht gelernt habe für die Prüfung, habe ich mir so alte Filme angesehen, weil die aus irgendeinem Grund entspannen mich die. Keine Ahnung warum. Vielleicht ist es die Musik oder so. Und ich bin das richtig so ein bisschen reingekippt und weil wir auch öfters ja schon in unseren Science-Fiction-Specials ja immer wieder so diese alten Filme auch angesprochen haben.

Evi Und dann bin ich da jetzt wirklich noch einmal reingekippt und ich war dann aber tatsächlich dann schon durch mit denen, die ich mir immer anschaue und habe dann auch begonnen nach Neuen zu suchen, die ich noch nicht gesehen habe. Da bin ich draufgekommen, die betrachte ich natürlich jetzt dann ganz anders, wo man dann natürlich die Szenen oder die Berufe ein bisschen kritischer betrachtet und habe da einen ziemlich coolen Film auch entdeckt.

Evi Aber ich glaube, ich lasse dir die erste Wahl für den ersten Film.

Peter Boah, ja dann nehmen wir doch gleich meinen, vermutlich meinen Lieblingsfilm aus den 50ern. Das ist Forbidden Planet oder Alarm im Weltall auf Deutsch.

Evi Ah ja, genau. Alarm im Weltall, ja, von 1956 ist der. Das ist wirklich dein Lieblingsfilm, aus dem du jetzt sehen wirst.

Peter Ja, ich habe den natürlich auch wahnsinnig spät erst gesehen, nachdem ich schon 5000 andere Filme gesehen habe. Und die Leute nicht zu verkraulen. Da spielt auch wer mit, der in den 80ern total bekannt war für seine Komödien.

Evi Das wollte ich gerade sagen. Sag's. Weil ich nämlich mit Alarm im Weltall, also Forbidden Planet, so wirklich fast so meine Probleme habe mit dem Film. und den total, weil das ja sein Klassiker ist, wirklich extrem oft angefangen habe und ich habe den nie bis zum Ende durchgezogen. Obwohl, es ist der einzige Film, glaube ich, mit Leslie Nielsen, wo er keine weißen Haare hat.

Peter Ja, stimmt.

Evi Wo er braune Haare hat. Aber vielleicht magst du kurz erzählen, worum geht es in dem Film? Das aufs Spoilern, glaube ich.

Peter Weil ich kann es da gar nicht mehr erzählen. Ich weiß nicht mehr, worum es in dem Film geht.

Evi Du weißt nicht, worum es in dem Film geht.

Peter Weil ich das vergessen habe. Es sind gewisse Stellen hängen geblieben, weil ich ihn eben so spät gesehen habe. Also ich habe gefühlt im Jahr 2000 zum ersten Mal den Film gesehen. Und da sind einerseits ja der Leslie Niesen natürlich durch die nackte Kanone an mir hängen geblieben, weil ich mir dachte, oh, das ist die einzige ernste Rolle, in der ich ihn kenne.

Evi Wo man das so ernst nehmen kann, weiß ich jetzt auch nicht.

Peter Ja, eh, aber verhältnismäßig halt. Ich fand das Set-Design einfach großartig in dem Film.

Evi Okay, ja.

Peter Klar, das Raumschiff ist eine fliegende Untertasse mehr oder weniger.

Evi Genau, ja. Also das stimmt. Also wenn ich da jetzt kurz einhaken kann. Also Leslie Nielsen spielt einen Astronauten quasi oder Piloten. Also er ist der Teil, ich glaube er ist der Pilot von diesem ganzen Raumschiff, von dieser Crew, die da eben durchs Weltall irgendwie schon länger unterwegs sind. Die landen dann auf dem Planeten Altair IV. Ich habe nämlich nachgeschaut, worum es da geht.

Evi Wo sie einen Dr. Morbius treffen, der dort mit seiner Tochter lebt. Warum weiß ich jetzt auch nicht mehr genau. Und der warnt sie aber irgendwie. Also der will irgendwie, glaube ich, auch, dass sie diesen Planeten wieder verlassen, weil es hat dort irgendwie so, ich glaube, da war da früher eine alte Forschungscrew und die sind alle gestorben oder irgendwie so.

Evi Also da passieren dann so ganz mysteriöse Sachen. Genau, weil diese ganzen, und das finde ich das einzig wirklich cool an diesem Film, Bilder von fliegenden Untertassen, diese Flying Saucers und diese weltalen Bilder, das ist alles aus diesem Film. Also alle Klischees, die man irgendwie von so Science-Fiction-Filmen aus den 1950er Jahren hat, die sind aus diesem Film, ja, von Bitten Planet.

Evi Und dieser Dr. Morbius, der hat auch einen Roboter, den Robby. Und das ist, glaube ich, dieser Ur-Roboter. Also das ist so der Prototyp für alle Roboter.

Peter Die danach kamen.

Evi Und ich glaube, das habe ich jetzt allerdings nicht nachgesehen, ich glaube, dass der Roboter in einer Columbo-Folge vorkommt. Ja, es gibt eine Columbo-Folge, wo er ermittelt in so einem, ich weiß nicht, was das für ein Labor ist. Also die machen auch so Experimente mit künstlicher Intelligenz. Und da ist so ein hochbegabter Junge, der mit so einem Roboter zusammenarbeitet.

Evi Und ich glaube, dass das der von Forbidden Planet ist. Und der Bub heißt auch Steve. Also Steven, irgendwas mit den Nachnamen, weil es nämlich quasi eine Hommage an Steven Spielberg auch ist. Also er hat da irgendwie auch so den Namen, ist ja... an Steven Spielberg angelehnt, ja. Also der Robby, der ist quasi wirklich die Ikone.

Evi Die Tochter finde ich ja wieder so total, die läuft halt halb nackt auf diesem Planeten herum und barfuß und ist total naiv, ja. Also das ist ja so etwas, mit dem kann ich ja gleich wieder gar nichts, ja. Und ich habe den jetzt auch quasi noch einmal versucht, mir noch einmal anzusehen. Und ich glaube nämlich, dass Verbidden Planet mein Star Trek 1 Film ist.

Evi Also bei Star Trek 1 der Film, das sagen ja auch viele, dass der total langweilig und der ödelste von allen Star Trek Filmen ist. Also der ist 1979, glaube ich, rausgekommen. Und ich finde den ja total cool, weil ich die Story total cool finde, weil es da mir geht um die Voyager-Sonden und die ja dann so ein eigenes Ding dann wird und irgendwie ein Bewusstsein entwickelt und da so ein riesiges Tech-Ding da ist, das den Schöpfer sucht, mit Veja.

Evi Also ich finde diese Auflösung in diesem Star Trek-Film einfach total cool. Aber er ist halt so langatmig. Also man hat jetzt nicht so wirklich viel Action, aber die Story finde ich extrem gut. Und ich glaube, mir geht es bei Forbidden Planet genauso, Weil die Story ist total gut, also wirklich cool, weil ich spoilere jetzt, diese ganzen bösen Sachen, die da passieren.

Evi Also es gibt dann offensichtlich auch so eine unsichtbare Kraft, Macht irgendwie, die da irgendwie zerstörerisch wirkt. Und da stellt sich ja dann heraus, dass das alles ja aus diesem Unterbewusstsein von dem Dr. Mobius irgendwie entspringt. Also dass er da quasi aufgrund seiner Ängste oder was auch immer dann sein Unterbewusstsein sich abspielt, dann diese bösen Mächte da irgendwie kommen.

Evi Also die Idee ist eigentlich total cool, das muss man sich ein bisschen an Solaris auch erinnert. also weil es eben auf dieser psychologischen Ebene so ein bisschen funktioniert. Aber der Film catcht mich einfach nicht.

Peter Okay, ja, natürlich, der Film ist uralt.

Evi Jetzt kommt er nicht mit der Ausgabe.

Peter Aber das, was bei mir so wirklich hängen bleibt mit seinem Film, es geht ja dann später auch, wir sind ja die Landung auf dem Planeten, dann kommen sie zum Möbius in sein Anwesen, dass er den typischen 50er-Jahre-The-Chatsons-Look hat.

Evi Die Looks finde ich immer gut in den Filmen.

Peter Ich glaube, vielleicht ist der Roboter ja auch von denen inspiriert gewesen. Ich weiß nicht, was da vorher da war, wer da wen inspiriert hat. Aber zu einem gewissen Punkt im Film kommen wir ja in diese... ganze unterirdische Riesenanlage.

Evi Ja, stimmt, ja.

Peter Das war so der erste Science-Fiction-Film aus der Zeit, den ich gesehen habe, wo ich gestaunt habe, wie unter Anführungszeichen gut die Effekte waren. Weil da waren auch ganz viele Mad-Paintings drinnen, um die Größe von dieser Anlage zu zeigen, weil das waren gigantische unterirdische Gänge und Hallen quasi.

Peter Dass ich total begeistert war, weil das im Vergleich zu anderen Filmen aus der Zeit waren das einfach großartige Effekte. Das war so das Total Recall seiner Zeit von den Effekten her. Und ich habe mir dann gedacht, dadurch habe ich den Film total charmant gefunden. Er ist alt und altmodisch. Aber es ist ein Film, wo ich mir denke, das ist ein charmanter Film zum Anschauen.

Peter Einfach so ein historisches Dokument. Und denke mir, okay, so von heute aus gesehen, in 20 Jahren schauen wir uns Total Recall und Terminator 2 so an. Weil ich glaube, die werden ähnlich altern. Du wirst alles sehen, was ein Effekt war. Aber der Film an sich hat eine Qualität, die die anderen Filme aus der Zeit nicht unbedingt mitbringen.

Evi Okay. Ja, wie gesagt, ich finde ihn visuell durchaus ansprechend, weil er eben auch wirklich so diese Urbilder, die man eigentlich hat von Science Fiction, weil er das eigentlich ist, so wie man das kennt, das ist er eben auch. Aber ich habe halt trotzdem so bei anderen Filmen, wo ich mir eher denke, ja, voll cool auch von dem, wie sie die Story schreiben, wie die Charakteren vielleicht auch aufgebaut sind, vielleicht auch die Wissenschaft dahinter, was sie da ansprechen, was sie da machen, wo ich da eher überrascht eigentlich bin.

Evi Also wie ich mir da jetzt vor kurzem auch das Ding aus einer anderen Welt angesehen habe, das kennen ja die meisten wahrscheinlich eher die Verfilmung von 1981, glaube ich ist das ja, oder?

Peter 82.

Evi 82, ja. John Carpenter mit Kurt Russell. Das Original, da haben wir ja schon das erste Remake. Stammt ja aus den 1950, 1951 sogar, also wirklich Beginn der 50er Jahre. Und da war ich halt wirklich so, wow, wirklich, wo ich mir denke, solides Filmhandwerk.

Peter Also das Ding, der vom Carpenter gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Mein Leben lang schon. Weniger Filme, die ich öfter gesehen habe als den. Und ich habe auch den alten jetzt nochmal vor kurzer Zeit gesehen. Und ich finde den auch großartig. Aus ganz anderen Gründen, als ich Forbidden Planet großartig finde.

Peter Weil der hat halt als Film, so wo du sagst, Forbidden Plans ist altmodisch und die Frauenrolle ist irgendwie furchtbar, hat das Ding aus einer anderen Welt für mich das alles nicht. Klar, du hast noch immer einen, das ist ein Problem, das sich noch 20 Jahre lang oder 30 Jahre lang dann so dahin gezogen hat, das Monster ist ein Typ im Anzug.

Evi Ja, ja.

Peter Aber sie machen relativ viel Wissenschaft drinnen.

Evi Und ich finde, das stört aber gar nicht so.

Peter Nein, gar nicht. Beim Schauen selber stört es sich überhaupt nicht.

Evi Also das Ding ist einer anderen Welt, ist auch noch ein Schwarz-Weiß. Das finde ich ja auch wieder, was ein ganz eigener Charme ist. Das ist ja quasi eine Forschungsstation auch in der Arktis. Und sie entdecken da ja quasi eine ostische Lebensform, die ja so die Figur wandeln kann. Ist das richtig gesagt? Und sich ja eigentlich dann von dem auch ernährt, wo sie sich dann irgendwie verwandelt. Und die Themen finde ich halt total cool.

Evi Also eigentlich ist es ja ostische Lebensform, dass da behandelt wird. Und das war irgendwie eingefroren und trau dir dann auf und du hast dann auch so dieses, weil sie da halt auch gefangen sind eigentlich in der Arktis und so. Also das wirklich finde ich auch spannend.

Peter Es ist auf irgendeine Art und Weise auch wieder, ich meine, das ist die Verfilmung von einer Novelle von John W. Campbell hat der geheißen, der heißt Who Goes There? Der Carpenter-Film ist näher an der Novelle dran, aber der in den 50er Jahren natürlich auch, aber du hast dann da auch dieses klassische Setting, das dann auch tausendmal später wiederverwendet worden ist.

Peter Du hast eine isolierte Gruppe von Menschen, die von dort, wo sie sind, nicht weg können, weil das Lebensumfeld drumherum tödlich ist, also Antarktis, und dort passiert dann was, mit dem sie sich auseinandersetzen müssen, weil sie nicht weg können von dort. Und dann obendrauf noch eigentlich was, dass sie dort stoppen müssen, weil wenn dieses Ding von dort wegkommt, Geht um die Welt. Und was der auch noch gehabt hat, ist, wie soll ich sagen, dieses Ding liegt ja nicht seit vorgestern im Eis dort.

Peter Das liegt ja seit hunderttausenden, ich weiß nicht wie lange, aber seit eh, also länger als es uns gibt, liegt das im Eis. Und wir haben es halt rausgeholt. Und das wüsste ich jetzt auch nicht, ob das vorher schon in der Form irgendwie schon mal da war im Film. Und das ist ja was, dieses, oh, wir haben ein isoliertes Setting und Leute, die sich dann vielleicht in dem Film nicht, in dem Film gibt es eigentlich Kooperation bis zum Schluss.

Peter Weil das sind lauter, hauptsächlich Wissenschaftler, die dort sind, das sind eine Handvoll Militärs auch dort. Eine durchaus schlaue Frau, wo heute sich garantiert Leute wiederfinden würden, Hollywood war schon in den 50ern total vogue. Manchmal ist das wirklich so, dass es gibt in den 50er Jahren oder auch in den 40ern total coole Frauenrollen und dann aber umgekehrt wieder Filme, wo man sich nur im Kopf greift heute, die halt wirklich dieses hinterm Herd-Klischee verfolgen.

Peter Das war das Ding, da war ich total positiv überrascht. Ich weiß den Namen jetzt nicht mehr, aber die Rolle war großartig finde ich. Die mag ich heute noch total. Aber das mit dem isolierten Setting, die Bedrohung von außen, das ist ja heute schon ein Klischee. Das hat es ja hunderttausend Mal schon gegeben in Filmen heute.

Peter Und das war so der erste, an den ich mich erinnern kann, wo das im Film auch gemacht worden ist.

Evi Ja, bin ich ganz bei dir. Und ich glaube eben auch, dass bei dieser Verfilmung von 1982, da war es ja dann wirklich, dass viele Effekte erst möglich waren. Also wo sie in den 50er Jahren ja wirklich nicht die Möglichkeit hatten, das halt so zu zeigen. Das muss man auch dann irgendwie...

Peter Ja, ich glaube, das liegt in... Also die 50er Jahre ist ja so die Ära von, sagen wir mal so, diese Make-up-Ära hat ja mit den Universal, Frankenstein, Dracula etc. mit den Schwarz-Weiß-Filmen angefangen. In den 50ern ging es dann ein bisschen weiter, aber die Materialien waren damals noch sehr... Man hat die Materialien erst finden müssen, dieses Latex, ich weiß nicht wie die anderen, Silikon und so.

Peter Das ging damals einfach noch nicht so gut und das hat sich aber in den 70ern und 80ern immer weiterentwickelt, dass man mit diesem Material immer mehr Sachen machen hat können. Das heißt, es gab da nicht so diesen, ich habe das Wort kannten Sprung, aber diesen großen Sprung, den gab es nicht. Das war eine kontinuierliche Innovation, was die Effekte angeht.

Evi Ja, weil du jetzt gesagt hast mit den Frauenrollen. Ich habe letztens ein bisschen lachen müssen bei Kampf der Welten. Der ist ja von 1953. Eben deswegen habe ich gesagt, manchmal, wenn man sich die Filme jetzt nochmal anschaut, fallen ja nur bestimmte Szenen besonders auf. Und eben bei Kampf der Welten ist mir aufgefallen.

Evi Also ich glaube, den Film muss man jetzt nicht groß vorstellen. Also das ist ja die Verfilmung H2L, wo ja Indemarsianer angreifen. Und eben ganz am Anfang, wo eben quasi dieses Erste, was ja ausschaut, ich glaube, es ist ja ein Meteorit irgendwie und dann ist es aber das Raumschiff von den Amazianern und die kommen dazu dieser Absturzstelle und dann ist da eben auch eine Frau und dann kommt unser Protagonist zu ihr und die fangen zum Reden an und sie sagt dann irgendwie, ja, es kommt dann eben gleich so ein Experte, der wird sich das anschauen und so.

Evi Und ich so, aha, okay, und sie kennt sich da irgendwie aus und so. Und sie so, ja, weil sie hat ihre Dissertation geschrieben in Atomphysik, glaube ich, und kennt sich da auch mit diesem Experten aus. Also den hat sie sich ganz genau angeschaut. Also war doch so, wow, hey, die hat einen Doktor irgendwie in Atom- und Kernphysik.

Evi Und danach stellt sie sich aber als Studentin vor. Und das ist dann irgendwie so, also wo ich mir denke, du hast eine Szene, wo sie irgendwie so total cool eigentlich voll so, ja, bist beeindruckt. Und dann aber, und ich glaube, das passiert öfter bei diesen Frauenrollen, die verlieren das dann plötzlich wieder.

Evi Und gerade bei Kampf der Welten wird dir dann voll oft diese Jungfrau in Nöten, die dann irgendwie von ihm gerettet werden muss. Und das finde ich dann irgendwie ganz erstaunlich, dass dann trotzdem irgendwie wieder so, also auch wenn Frauen vielleicht am Anfang eigentlich eine coole Position haben, Wird das dann über den Film, wird das dann irgendwie wieder vergessen?

Evi Und dann gibt es wieder in dieses klassische Rollenklischee auch rein. Und ach, was machen wir jetzt? Und rette mich und so. Und vergiss dann irgendwie alles.

Peter Ja, ich glaube, das ist sowas wie, wo man dann zwar was probiert, und aber dann doch irgendwie so die gesellschaftlichen Hierarchien wieder hineinbringen muss, damit das Publikum das auch akzeptiert.

Evi Ja, oder vielleicht dann wirklich dann so auch in diesen Szenarien, weil du hast dann diese eigentliche Notfall-Szenarien Szenarien oder diese, weil da irgendwie dann etwas passiert und das ist alles ganz schrecklich, also Katastrophe und offensichtlich verfällt man dann irgendwie wieder in dieses alte Schema, weil bei Tarantula zum Beispiel, da kommt auch eine Biologin, glaube ich, ist sie, die sich da irgendwie dem helfen möchte, also diesem Wissenschaftler, da geht es ja in Tarantula um diese mutierte Riesenspinne, also da hat er ja, glaube ich, so ein Wachstumserum entwickelt und macht da quasi die Experimenten.

Peter Was soll schon schief gehen?

Evi Genau, was soll da schon schief gehen? und dann bückst du aber eine Spinne aus und die wächst dann irgendwie riesengroß an. Da finde ich übrigens die Effekte extrem gut. Und da war ich aber auch überrascht, erstens, dass das eben auch, es ist eine Doktorin, die da eben dann zu ihm, also zu diesem Wissenschaftler kommt, die muss aber alles machen.

Evi Also die ist dann auch wieder ein Mädchen für alles und muss Hausarbeit auch machen irgendwie und kochen und keine Ahnung was. Aber ich habe gesagt, bitte, gibt es doch nicht. Also sie vergessen dann irgendwie, oder vielleicht war es damals auch wirklich so, dass auch wenn du, Deinen Doktor in Atomphysik oder in Genetik, Biologie, was weiß ich, hat das, der hast trotzdem auch die Hausarbeit für deinen.

Peter Ja, es ist neben die Invasion der Körperfresser. Da sind die Frauen auch, den Arzt gibt es und seine ganzen Best Buddies, weil es ist diese typische US-amerikanische Grenzstadt. Aber die Frauen sind im Endeffekt nur da, um Getränke zu servieren. Stichwortgeber, also sind Stichwortgeber, dass sie Männer Handlungen setzen können. Also so sehr ich das Konzept von den Body Snatchers mag.

Peter Und ich finde den Film auch ganz cool. Ich mag den Kevin McCarthy, der die Hauptrolle spielt. Aber das ist einfach, was das angeht, das Frauenbild ist das ganze Jahrzehnt eine Katastrophe. Und wir reden da jetzt nicht von, das sind schwache Frauenfiguren, die Hauptrollen spielen. Es gibt keine Frauen, die Hauptrollen spielen in der Ära.

Evi Sie sind maximal der Kompanion, so wie bei Kampf der Welten, also Krieg der Welten, die dann halt mit ihm durch dieses Katastrophengebiet geht, aber halt quasi auch nur, damit sie dann immer wieder von ihm gerettet werden kann.

Peter Ja, oder das umgekehrte Ding, Attack of the Fifty-Feed Woman. Letztendlich ist es dann auch nur ein Love Interest für irgendeinen Typen. Nee, das waren halt nicht so schöne Zeiten.

Evi Ja, es kommt drauf an, wie man das halt alles betrachtet. Für die Männer war es ja vielleicht ganz toll, weil sie da die Damen noch retten durften, oder?

Peter Ja, aber natürlich muss man dann sagen, das hat dann auch irgendwie dazu geführt, dass ein James Cameron in seinen Filmen später weibliche Hauptrollen hat.

Evi Ja, eben.

Peter Oder Ridley Scott in Alien sagt, nee, das macht jetzt sich auch nie wie, weil wir haben nur Männer. Ich drehe das jetzt um.

Evi Genau, und gerade sie ist ja wirklich eine extrem starke Frauenrolle, finde ich wirklich eine Paraderolle, ist wirklich super. Ich habe mir dann natürlich auch so bei den anderen Filmen die Damen etwas genauer angesehen und wie du gesagt hast, sind ja halt immer so die Kompagnons. Ich fand auch interessant, wenn sie einen Beruf haben, wie im Biologen oder sowas, ist das dann immer auch Nebensache.

Evi Also es ist schon mit diesen ganzen Filmen, wo du ja eigentlich extrem viel Wissenschaft hast, hast du ja auch immer einen Experten, einen Forscher und der ist aber halt immer männlich. Und selbst wenn du eine Frau ist, die dann irgendwie den Doktor auch in dem Fach hat, ist sie trotzdem dann irgendwie nur die Assistentin oder so.

Evi Ich fand es auch ganz interessant, ich möchte noch ganz kurz auch über einen Film sprechen, den ich vor kurzem jetzt nämlich auch erst entdeckt habe. Und zwar war das Der jüngste Tag, kennst du den? When Worlds Collide.

Peter Ich vergesse den immer, das ist einer meiner Lieblingsfilme. Ich habe den Roman auch gelesen, den es dazu gibt. Ich glaube, das war auch eine Romanverfilmung. Den habe ich als kleines Kind gesehen zum ersten Mal und ich war urbeeindruckt, weil die Erde wird unweigerlich zerstört und wir können nichts dagegen machen, außer einen Fluchtplan zu schmieden.

Peter Das hat mich damals urpackt, weil es so endgültig war. Das gibt es in keinem anderen Film damals, weil es kommt eine Bedrohung und am Ende ist die Bedrohung weg und der Alltag ist wieder hergestellt. Und in dem Film gibt es das nicht. Das ist einfach die Apokalypse und aus.

Evi Richtig, genau. Also es ist, glaube ich, wirklich der Katastrophenfilm, eben inklusive Apokalypse. Deswegen heißt er ja im Deutschen auch so schön der jüngste Tag. Ich habe ihn tatsächlich erst vor kurzem gesehen. Also es ist ein Film, den mir schon oft untergekommen ist, den ich aber noch nie gesehen habe.

Evi Ich glaube, ich habe ihn auch, wie wir, für die Apokalypse-Folge, habe ich da auch schon ein bisschen Filme recherchiert. Und ich glaube, da habe ich mir auch gedacht, ich muss mir den jetzt mal anschauen. Und jetzt hatte ich mal die Zeit, dass ich mir diese ganzen alten Filme auch anschaue. Ich finde ihn aus mehrerer Hinsicht interessant.

Evi Einerseits, weil er auch viel Astronomie drinnen hat, natürlich. Also in dem Film geht es darum, dass Astronomen entdecken, dass kein Asteroid ausnahmsweise auf die Erde zurast, sondern, und das ist jetzt wirklich Attention, please, ein Stern plus Planet. Also es ist nicht nur einfach ein Stern oder ein Planet, so wie bei Melancholia, wo halt quasi ein Planet die Erde zerstört, der halt direkt auf Kollisionskurse ist, sondern da ist jetzt wirklich sogar ein Stern plus Planet.

Evi Also dieser Stern wird sogar von einem Planet umrundet. Und da machen die auch ihre Berechnungen und kommen eben zu der Erkenntnis.

Peter Das wird nichts mehr.

Evi Komplette Zerstörung. Und sie sprechen ja dann irgendwie auch so, glaube ich, von der UNO oder irgendwie so und sagen, irgendwas muss man machen. Ich glaube, sie schlagen da auch vor, so eine Art wie eine Achenoa zu bauen, dass man wenigstens ein paar Menschen retten kann. Und da dann auch der Klassiker, die Hälfte glaubt wieder nicht, dann sagt, nein, das ist ein Blödsinn.

Evi Und man denkt, entweder gibt es Daten, dann kann man das rechnen. Und dann sieht man das auch. Also sie machen sich dann mehr oder weniger selbstständig und werden dann auch von Milliardären irgendwie so gesponsert und suchen sich dann halt Leute, die dann mit ihnen eben in diesem großen Raumschiff da arbeiten und der Plan ist nämlich, das habe ich nicht so ganz mitbekommen, aber der Planet kommt irgendwie früher auf die Erde und, er streift jetzt nicht, sondern der fliegt irgendwie vorbei, der macht quasi nur leichte Schäden unter Anführungszeichen.

Evi Und dann 19 Tage später kommt dann aber dieser Stern und das ist dann wirklich so komplette Vernichtung. Also da wird dann die Erde wirklich ganz zerstört. Und die wollen jetzt ein Raumschiff bauen und mit dem Raumschiff auf diesen anderen Planeten fliegen und dort landen und da quasi ein neues Leben beginnen und neu die Zivilisation aufbauen.

Evi Und ich finde dieses Konzept einfach auch, also ich meine, das ist natürlich ein Blödsinn, also das geht alles so nicht. Aber die Idee, in den 50er Jahren da drauf zu kommen, dass es auch ein Stern ist, der da quasi durchs Weltall irgendwie schwirrt und dass der kommt, weil diese Rock Planets und Stars, die gibt es ja wirklich, aber das hat man jetzt viel später herausgefunden, also allein auch Exoplaneten, das ist ja 1996 erst irgendwie so entdeckt worden.

Evi Also und da finde ich halt wirklich die Idee einfach zu haben, habe ich mir schon gedacht, ja, das ist eigentlich total cool. Ich meine, diese Umsetzung und Lösung ist dann alles sehr abenteuerlich. Da hört es dann auch auf. Aber also auch schön, so wie sie sich dann diese Sternkarten da auch anschauen.

Evi Also wirklich da eben, dass die Sterne halt wirklich diese schwarzen Punkte sind, also quasi diese negative sind und dann ihre Berechnungen machen. Und die haben, was ja damals gang und gäbe war, weibliche Computers. Sie nennen es zwar weibliche Hilfskräfte, aber tatsächlich gibt es da wirklich ein Korb von Frauen.

Peter Vielleicht nennen sie die im Original auch so.

Evi Ach, das weiß ich nicht. Keine Ahnung. Die Tochter von diesem Hauptastronomen, was ein bisschen gemein auch ist, die dürfte ja auch mitarbeiten. Die dürfte ja Assistentin sein und die macht nämlich auch ganz am Anfang diese Berechnungen und schaut sich das alles an. und da ist auch eigentlich total viel Potenzial vorhanden.

Evi Die macht eigentlich viel, aber kommt sie nie raus. Sie kommt nie aus diesem Schatten von diesen männlichen Hauptrollen raus.

Peter Ist da nicht doch, weil je näher diese Katastrophe dann kommt, dann sind ja ein Haufen Erdbeben und Vulkanausbrüche und solche Sachen auch da. Das ist doch durch die Gezeitenkräfte. Das weiß ich jetzt nicht mehr genau.

Evi Das war so angedacht, dass dann die Gravitation… Ja, das ist eben von dem ersten Planeten, der vorbeiziegt.

Peter Ja, ja, ja. Also das ist auch, finde ich, arg aus der Zeit, dass man das schon berücksichtigt hat. Und natürlich hast du auch die Streiterei, da hast du dann dieses Raumschiff, hinter das passen, was weiß ich nicht mehr, 200 Leute rein.

Evi Nein, 40 Leute passen rein, es sind aber 600 Leute, die da mitarbeiten.

Peter Genau, und dann hast du die Streitereien.

Evi Natürlich, ja.

Peter Oder die Opferungen, wer darf mit, wer will nicht mit, wer gibt den Platz her. Sind heute auch alles Klischee. Der Roland Emmerich hat, glaube ich, diesen Film tausendmal gesehen.

Evi Offensichtlich, ja.

Peter Um dann seine eigenen Filme zu machen. Also von da kommt das.

Evi Ich glaube auch, ganz spannend fand ich überhaupt, das ist ein bisschen so ein Fun-Fact, die Astronomen, die das entdecken, also dass dieser Stern da auf uns zuhast, die sitzen in Süddeutschland im Kepler-Observatorium, das es in echt jetzt nicht gibt, also das haben sie für den Film erfunden, aber tatsächlich gibt es das Kepler-Weltraumteleskop von der NASA, das ja für Exoplanetenentdeckungen für uns unterwegs war.

Evi Und das finde ich total spannend eigentlich, dass es da das Kepler-Observatorium hat. Jetzt würde mich interessieren, ob die das Kepler-Weltraum-Teleskop nach dem Film benannt haben.

Peter Ich finde es cool.

Evi Das gleiche ich jetzt nicht. Ich glaube, das ist vielleicht eher ein netter Zufall. Also wie gesagt, das Ganze, das würde so nicht funktionieren. Also erstens ist es auch, die entdecken ihn viel zu kurz. Also der kommt dann irgendwie zu kurzfristig. Also man kann es auch nicht so schnell dann bauen. Also die Zeitspanne ist viel zu kurz. Also wenn wirklich so ein Stern mit Planeten kommen würde, was sehr unwahrscheinlich ist, das muss man auch gleich mal sagen.

Evi Also da wird es auch viel früher schon diese ganzen gravitativen Störungen und das alles geben. Also das wäre nicht so...

Peter Naja, wir sind ja heute filmisch viel intelligenter und viel weiter mit, wenn du dich erinnerst vielleicht an The Wondering Earth. Kennst du den chinesischen Science-Wirks-Film?

Evi Ja, aber ich habe ihn nicht gesehen. Ich habe ihn auf meiner Watchliste.

Peter Das ist ein Roland Emmerich-Film aus China.

Evi Also wirklich eine Gehe.

Peter Ja, so ungefähr ist das. Aber wir bauen Triebwerke an die Erde dran und steuern dann die Erde.

Evi Ich weiß, worum es geht, genau. Dass er die Erde quasi transportiert zum Raumschiff wird. Und da denke ich mir dann schon immer, gerade auch für die Zeit, wo man das eben von Exoplaneten eigentlich überhaupt keine Ahnung gehabt hat, da auf die Idee zu kommen, das finde ich dann eigentlich schon cool.

Evi Der erste Impuls ist vielleicht so, was ist das für ein Schmarrn, was wir sich da überlegt haben. Aber eigentlich, wenn man dann noch einmal drüber nachdenkt, eigentlich ist es eine coole, wenn auch abenteuerliche Idee, die die da gehabt haben. Ja, finde ich durchaus spannend. Er ist halt schon sehr katastrophig.

Evi Also auch von den Effekten und so. Und dann gibt es natürlich auch eine Liebesgeschichte und ja, diverse menschliche Spannungen. Aber ich finde ihn ganz, ganz unterhaltsam.

Peter Ja, gibt auch einen Fortsetzungsroman dazu, der aber nicht verfilmt worden ist.

Evi Ah, okay. Und weil wir gerade bei Astronomen sind, muss ich noch einen Film, ansprechen, den ich auch erst vor kurzem entdeckt habe. Also war schon ganz gut. glaube ich, dass ich für diese Uniprüfung gelernt habe. Das hat mein ganzes Wissen aus vor 50er Jahren Filmen sehr erweitert. Und zwar hast du gesehen, Gefahr aus dem Weltall.

Evi It came from outer space 1953. Nach einer Geschichte von Ray Bradbury nämlich. Deswegen habe ich mir gedacht, du könntest ihn vielleicht kennen.

Peter Nein, ich kenne jetzt alles außer den Film. Ich kenne den Titel, ich kenne den Bradbury, aber ich müsste lügen. Ist es kein guter Film?

Evi Nein, ich finde es sogar eigentlich schon ganz gut, weil der Gedanke dahinter finde ich wieder mal sehr gut. Aliens landen, man glaubt auch, das ist quasi ein Meteor. Die haben aber irgendwie so eine Bruchlandung oder so hingelegt, die Aliens. Die haben so special features, dass sie halt die Menschen kontrollieren können.

Evi Und die Menschen glauben dann natürlich, dass sie halt böse sind. Dabei wollen sie quasi nur die Menschen irgendwie so kontrollieren, damit sie in Ruhe ihr Raumschiff reparieren können. Also es ist so ein bisschen diese missverstandenen Wesen und so Bradbury-Style eigentlich. Ja, also da eben so eine tiefere Ebene, also jetzt nicht so wie bei Krieg der Welten, die sind einfach böser, weil sie...

Evi uns ausrotten wollen, weil sie uns am Planeten haben wollen. Sondern da geht es eigentlich noch weiter irgendwie. Und der ist nämlich, obwohl er eben von 1953 ist, in 3D gedreht.

Peter Ja, war damals ja auch ein, so wie mit Avatar, bei uns so eine Welle von 3D-Filmen plötzlich losgetreten worden ist und es leider wieder aufgrund der Qualität der Filme zu einem Gimmick verkommen ist. Die erste Runde war, glaube ich, in den 50er Jahren. Ganz viele Western mit Pfeil und Bogen, wo das Zeug aus der Leinland rausflügt.

Peter Und in den 80ern gab es auch nochmal der weiße Haie 3D, Freitag der 13.3D, da gab es auch eine ganze Schwappe. Das ist mies. Bis wieder, nee, die Filme sind nicht so gut, lassen wir das wieder, weil die bringen kein Geld. Und die 50er waren die Ersten, wo es das dann schon gab.

Evi Ja, und dort merkst du eben auch, du hast dann manchmal so die Perspektive von dem Alien auch und die ist halt so komisch gedreht, als würde das aus so einer dicke Wasserflasche irgendwie schauen. Also merkt man schon, dass das so ein Däm ist. Der ist auch interessant, weil der Hauptcharakter nämlich ist ein Hobbyastronom.

Evi Wir haben den ganzen dann irgendwie auch auf die Spur genommen. Und der Film hat wirklich keine fünf Minuten gedauert. Und ich habe mich wirklich köstlich amüsiert. Weil es beginnt so, dass der Hobbyastronom ist zu Hause mit seiner Verlobten. Beruflich ist er, glaube ich, Journalist oder tut irgendwie so Artikel, Geschichten verkaufen.

Evi Er hat gerade ein Honorar bekommen und jetzt freuen sie sich total, weil sie jetzt eben vielleicht bald heiraten können. Aber die Szene, die da jetzt dann kommt, ich habe das so lustig gefunden, weil es ist halt so, ach ja, es ist so der typische Frau, die kann wieder nur über das reden. Und ich habe extra diese Szene transkribiert und aufgeschrieben und habe sie dir jetzt hier mitgebracht und möchte, dass wir diese Szene spielen.

Evi Also es ist jetzt ein bisschen hörbuchartig, also wir machen da jetzt ein Crossover.

Peter Ah, wir machen jetzt einen Drehbuch-Table-Read.

Evi Richtig, genau. Und es zeigt so viel einfach. Aber ich dachte, wir machen das jetzt einfach. Ich habe mir überlegt, nachdem ich die bin, die irgendwo schon seit 15 Semestern Astronomie studiert, spiele ein Hobby Astronomen. Das heißt, du bist meine Verlobte.

Peter Das heißt, wir machen Gender-Switch.

Evi Genau, wir machen Gender-Switch. Du kannst jetzt halt aussuchen, also wenn da jetzt sie spricht, also du sprichst, der und sie irgendwie Mann sagt, ob du dann Frau sagst. Gut, also stell dir vor, wir sitzen da, also nein, wir stehen quasi beim Fenster und so, ja, und wir reden jetzt darüber, was jetzt eben sein könnte, wenn wir verheiratet sind, ja.

Evi Und ich sage jetzt zu dir, wir können ja mal sehen, was die Sterne dazu sagen.

Peter Nicht nötig, ich kenne dein Horoskop.

Evi Jetzt gehen wir raus zum Teleskop im Garten.

Peter Weißt du, was du nach deinem Sternenweg für einen Mann heiraten musst?

Evi Nein, wen?

Peter Mich. Ich bin Zwilling. Zwilling und Schütze vertragen sich ausgezeichnet.

Evi Wirklich? Und das ist alles?

Peter Oh, ein Schütze ist sehr philosophisch und lebensbejahend. Er ist sehr männlich und immer froh und mutig. Wenn sich keiner um ihn kümmern würde, ging es ihm schlecht. Nicht einmal was zu essen hätte er. Und er wäre im Leben völlig hilflos.

Evi Komm, sieh dir mal die Sterne an. Vielleicht verraten sie dir, ob ein Schütze einen Zwilling ernähren kann.

Peter Wenn Sternschnuppen fallen, man sich was wünschen kann. Ich wünsche mir am liebsten von allem eine Schützin zur Frau.

Evi Und dann kommt der Meteor, beziehungsweise die Aliens.

Peter Du meinst, am Ende der Szene knallt der Meteor runter?

Evi Ja, genau.

Peter Und sind alle tot?

Evi Nein, die werden dann, das ist nämlich das nächste, das nächste Unterhaltsame in dem Film ist dann, dann knallt eben dieser Meteor, also Meteorit quasi runter, so wusch er uhnab bei ihnen, dann schwingt er sein Teleskop auf die Absturzstelle, subbt er quasi heran und sagt so, ach, da drüben, da schauen wir uns jetzt an und dann geht quasi das andere los.

Evi Ich habe mich da, also wirklich, Ich habe mich da königlich amüsiert, weil irgendwie so, er schaut da durchs Teleskop und will da eigentlich so die Sterne, die da, und sie redet nur über das Horoskop und fasselt irgendwas daher. Und er hat gedacht, unglaublich. Was für ein Klischee.

Peter Ja, es ist eines, das nicht tot zu kriegen ist.

Evi Aber wenn das du als Mann dann sagst mit dem Horoskop, wie kommt das?

Peter Nein, nein, dann, das gibt es nicht, aber das ist ja heute noch so.

Evi Dass Frauen nach dem Horoskop fragen, also nach dem Sternzeichen meinst du?

Peter Ja, leider. Mein Gott, haben wir nicht gerade den großen Skandal beim ORF gehabt mit der Horoskopsendung, die man da wieder...

Evi Jetzt haben sie es stillschweigend abgesagt.

Peter Wirklich? Ja, Gott sei Dank.

Evi Ja, es ist leider gerade bei uns im österreichischen Rundfunk nicht tot zu kriegen. Hat wahrscheinlich auch da seinen Ursprung. Die haben alle den Film gesehen. Und denken sich, ja, da ist eigentlich...

Peter Also Leute, schaut keine Science-Fiction-Filme, ganz schlechter Einfluss.

Evi Offensichtlich. Also abgesehen davon ist der Film auch so recht unterhaltsam.

Peter Ich kenne ihn, ich habe nur, wahrscheinlich habe ich ihn deswegen vergessen, wegen dieser grandiosen Dialoge.

Evi Ja, aber dass die Frau halt auch ist, sie ist halt Lehrerin und dann sagt sie irgendwie so, ja, wenn sie dann heiraten, hört sie sowieso auf, dann macht sie dann gar nichts mehr.

Peter Apropos, wenn wir gerade bei dem Thema sind, kennst du diesen Bechtel-Test?

Evi Sag.

Peter Das hat irgendeine, ich glaube eine Psychologin hat den erfunden, um festzustellen, ob Frauen in einem Film eine echte Rolle spielen oder nur ein Beiwerk sind, um die Männer gut aussehen zu lassen. Und das sind zwei oder drei Fragen, das ist ganz einfach, zwei, drei Fragen, die man sich stellen muss. A, hat die Frau in dem vielen Dialog und B, wenn es mehrere Frauenrollen gibt, und die Frauen unterhalten sich in Szenen miteinander, reden sie über andere Dinge als ihre Beziehungen zu den Männern.

Peter Und wenn du eins von denen mit Nein beantwortest, haben sie den Test nicht bestanden. Und es ist kein guter Film, in dem sich jemand Gedanken gemacht hat, wie man Frauenrollen schreibt.

Evi Ist es nicht auch so, wann überhaupt die erste Frauenrolle auftaucht im Film?

Peter Das kann sein.

Evi Da bin ich mir jetzt aber auch nicht sicher.

Peter Aber es ist ureasy. Man muss nur diese zwei, drei Sachen im Kopf haben, während man den Film guckt und sich fragen, Die meisten Filme schaffen das nicht.

Evi Ganz schlimme Sachen. Eigentlich einer meiner Lieblingsfilme, bin ich ja auch vor kurzem drauf gekommen, ist auch aus den 50er Jahren, keine einzige Frauenrolle hat. Und das ist mir nicht einmal aufgefallen, ewig lang.

Peter Ich weiß nicht welcher. Ich kenne nur einen Film, der keine einzige Frauenrolle hat. Das ist das Ding vom Carpenter 1982, da spielt keine Frau mit.

Evi Schau, ist mir auch nie aufgefallen.

Peter Aber sonst wüsste ich jetzt echt keinen.

Evi Das ist aber eigentlich arg, oder? Weil in der 50er Jahre Version hat es noch eine Frau gegeben und beim Carpenter nicht mal in den 80ern.

Peter Ich finde es aber, ich finde es großartig, dass es keine Frauenrolle in dem Film gibt.

Evi Weil die wäre dann eh nur wieder...

Peter Ja, weil nämlich, das sind in den 50ern nämlich drin, du hast dieses Love Interest, weil dieses, er will sie unbedingt haben und zitiert sich. Und es gibt dieses Thema überhaupt nicht, weil du hast dann ja auch in echt, du hast dann die anlässigen Bemerkungen und alles und dann ist einer verliebt und der andere ist eifersüchtig und das nimmt der Film komplett aus dem raus und das geht nur ums Überleben.

Evi Um das Ding quasi, ja. Nein, aber den Film, den ich meine, ist 20.000 Meilen unter dem Meer.

Peter Echt? Da ist keine Frau drin.

Evi Wer soll da dabei sein? Das Erste sind sie am Schiff, dann werden sie ja angegriffen von der Nautilus. Das heißt, dann sind sie nur noch in dem U-Boot, das halt dieses echt super coole U-Boot ist, vom Kapitän Nemo. Und da sind ja auch nur Männer.

Peter Die Nautilus.

Evi Nautilus, ja. Und die ganzen Hauptrollen sind ja auch, weil der Kaktakler spielt ja mit, dann hast du diesen Professor.

Peter James Mason ist, glaube ich.

Evi Und eigentlich sind da überhaupt noch keine Frauen dabei.

Peter Vielleicht der Klager.

Evi Wißt du, das ist ein Seehund, ein weiblicher Seehund?

Peter Ja, ja. Ja, aber stimmt, ja. Also in dem Film, ich hätte es gar nicht in Erinnerung gehabt.

Evi Mir ist auch erst vor kurzem irgendwie geliebt. Und da war es wirklich ein Film, den ich als Kind auch geliebt habe. Also dieses U-Boot, das ja eigentlich auch total futuristisch ist. Das spielt ja auch in der Vergangenheit eigentlich. Das spielt ja quasi zu der Zeit, wo ja das Buch eigentlich rausgekommen ist.

Evi und auch der Film spielt ja da irgendwie so 1800, 1900, weiß nicht wann, glaube ich so Jahrhundertwende, wo du spielst.

Peter Ja, später 1900, glaube ich.

Evi Genau, ja, es ist aus seiner Zeit quasi sehr voraus, gerade so dieses U-Boot und so, und da ist eigentlich auch total viel Technik, also eigentlich seins dabei, also das finde ich ist eigentlich ein Science-Fiction-Film, obwohl es halt eigentlich so ein bisschen Fantasy zugeordnet wird.

Peter Ich müsste jetzt auch lügen, aber ich glaube, es ist auch einer der ersten großen Unterwasser-Filme.

Evi Ja, das glaube ich.

Peter Auch wenn vieles im U-Boot drin spielt.

Evi Ja, ja, aber ich glaube, die haben da auch spezielle Techniken und so. Ich glaube, das war schon ein Meilenstein, auch der Film. Weißt du, was mir auch aufgefallen ist? Dass total viele Filme, also Science-Fiction-Filme in den 50er-Jahren, die spielen auch zu der Zeit, also jetzt abgesehen von 20.000 Malen unter dem Meer, spielen die meisten Filme in ihrer Jetzt-Zeit, also in der Gegenwart.

Evi Und es passiert dann irgendwas, also eben irgendeine Katastrophe tritt ein, Aliens greifen an, landen, irgend sowas. Und es sind nur ganz wenige, die eigentlich in der Zukunft spielen. Also es ist jetzt verbinden Planet, das Alarme Weltall, den du am Anfang ja angesprochen hast, der spielt in der Zukunft.

Evi Aber sonst sind das alles wirklich auf die Jetzt-Zeit bezogen. Was ich halt wirklich spannend finde und ich glaube halt jetzt nicht, dass es nur an der mangelnden Umsetzung von Techniken oder Special Effects irgendwas, sondern ich glaube, dass das wirklich auch diese Themensetzungen sind.

Peter Ja, ich glaube, wahrscheinlich hat das, vielleicht ist das von Star Trek und Star Wars ausgelöst worden. Weil Star Trek halt, in der Zukunft in der ganzen Galaxis spielt und Star Wars sowieso irgendwo anders. Es spielt zwar in irgendeiner Vergangenheit von dort, aber von uns hast du gesehen, auch in einer Zukunft und dass die das vielleicht etabliert haben.

Evi Weiß ich nicht. Das ist ein guter Punkt. Es ist eine Beobachtung, die ich gesehen habe. Und es passiert auch total wenig Raumfahrt. Also wo viel Raum gefahren wird, viel Raumschiff unterwegs ist, ist interessanterweise Twilight Zone. Das war eine Serie, aber ich habe weiter die erste Staffel letztens angesehen und die ist ja auch aus den 50er Jahren.

Evi Und da gibt es durchaus ein paar Folgen, wo es halt schon darum geht, dass du Astronauten hast, sprich da ist man schon irgendwie im Weltall unterwegs. Und da gibt es noch eine Folge, die möchte ich noch kurz erwähnen, weil ich die wirklich auch sehr interessant finde. Und zwar geht es da eben auch um eine Expedition, also es sind auch Astronauten unterwegs, die dann am Mars landen.

Evi Also ich glaube, sie machen irgendwie so eine Bruchlandung oder so. Und es überlebt dann auch nur einer und der trifft dann auf Marsbewohner, Marsmenschen, die halt natürlich alle so ausschauen wie wir und das ist alles, da haben wir eh schon geredet, dass das ja alles Menschen in Kostümen sind. Also da ist jetzt nicht so viel Kreativität da. Also der Roddy McDowell spielt den überlebenden Astronauten und der wird da auch total nett von denen empfangen und die sprechen mit ihm und sagen, sie wollen ihm was zeigen und bringen ihn dann zu ihnen halt und zeigen ihm dann ein Haus, also er wird dann.

Evi Reingelassen in so ein Haus und er sagt, ja, voll cool und weil sie da alles der Erde nachgebaut haben. Also es schaut aus wie so ein 50er-Jahre-Haus, das du eben kennst. Und er ist halt total begeistert und sagt ihnen, ja, das ist voll super, also da bleibt er gerne und so. Und dann sind sie, ja, das ist ja schön, das freut uns. Und gehen dann wieder und dann kommt er drauf, okay, es sind keine Fenster.

Evi Also da, wo halt die Vorhänge sind, will er dann vorne aufmachen und das ist nur die Wand dahinter. Die Tür ist abgesperrt, das heißt, er kommt irgendwie nicht mehr raus. Und dann ganz zum Schluss ist dann eben quasi die Auflösung, ich glaube, da geht dann doch irgendwie ein Vorhang oder sowas auf oder ein Fenster auf. Und er sieht dann eben, dass lauter Mars-Bewohner halt draußen sind und zu ihm reinschauen und er quasi so wie...

Evi im Zoo, also ein Ausstellungsstück ist, ja, und es ist dann irgendwie, glaube ich, ein Schild, so ein echter Mensch von der Erde oder so irgendwie. Und das fand ich extrem gut von der Denke her, ja, also dieses, wie gehen wir vielleicht auch mit manchen Sachen um, ja, mit manchen Spezies vielleicht oder auch mit anderen Menschen.

Evi Und das fand ich echt eine sehr interessante Folge.

Peter Ja, die Twilight Zone Serie, vier Staffeln haben die damals gemacht, glaube ich.

Evi Ja, vier oder fünf.

Peter Von Rod Serling, ja. Die war ja, also die ist ja was, was die Qualität der Geschichten angeht, ist das, ja natürlich, es ist alt, es ist 70 Jahre her, aber das kann man sich teilweise heute auch noch anschauen. Wir sind recht kurze Episoden, glaube ich, das sind 25 Minuten circa.

Evi Ja, die kann man sich kurz mal anschauen.

Peter Und da sind wirklich orge Kurzgeschichten drinnen. Also die hat die Zeit ganz gut überdauert.

Evi Ja, ich finde auch.

Peter Und die ist besser als diese kurzlebige Remake-Reihe, die die Leute um Get Out herum, glaube ich, gemacht haben.

Evi Ja, ich kenne diesen einen Film danach, der ist ja, glaube ich, aus den 80ern, späten 80ern.

Peter Im Prinzip ist das wie Black Mirror in den 50er-Jahren.

Evi Ja, richtig.

Peter Ja, so ist es. Das ist die Twilight Zone.

Evi Das trifft es gut, ja. Genau, ja. Das ist so der Vorreiter, glaube ich auch. Da haben wir es eh schon wieder. Also wieder mal der Ursprung, selbst von Black Mirror, ist in den 50er-Jahren.

Peter Das sind all die Leute, die das entweder damals im Fernsehen gesehen haben oder die Wiederholungen dann im Fernsehen gesehen haben, bis Kinder waren. Und das prägt dich halt.

Evi Ja. Ja, und wie gesagt, ich glaube halt wirklich, dass das diese ganzen Themen sind, die halt damals aufgegriffen wurden. Ich meine, damals war es halt dann dieser Atomkrieg, dieser Antikommunismus, der ja gerade in den USA so stark war. Aber das alles vielleicht auch Themen sind, auch diese Bedrohungen, Angst vor dem Unbekannten und so. Das kennen wir ja heute auch noch irgendwie.

Evi Also diese Grundemotion, die da dem Ganzen irgendwie auch zugrunde liegt.

Peter Es ist ja eigentlich total platt, wenn du jetzt das so nimmst. Also man hat, weil du jetzt sagst, den Kommunismus, diese, sind ja zwei Sachen. Einerseits die Invasion, die rote Armee auf einmal da vor der Tür steht. Kannst jetzt sagen, okay, die Invasion von Mars.

Evi Oder auch bei den Dämonischen, da hast du es ja auch.

Peter Genau, da wollte ich gerade hin, weil bei der Invasion von Mars ist es die Invasion vom roten Planeten. Die Russen, die roten Russen kommen jetzt zu uns. Und bei den Dämonischen, also bei Invasion der Körperfresser, ist es die heimliche Infiltrierung. Sie sind unter uns, wir können sie nicht erkennen. Sie tauschen uns aus, bis nur noch Kommunisten im Land sind.

Peter Also das hat sich alles mit einerseits mit, okay, sie bedrohen uns von außen mit ihrem Militär und andererseits auch sie bedrohen uns von innen heraus aus dieser McCarthy-Ära, wo es auch diese schwarze Liste in Hollywood gab, wo sämtliche Autoren, Regisseure, Schauspieler, die irgendwie am Kommunismus angestreift sind oder nur beschuldigt wurden sind, dessen auf einmal blacklisted worden sind und keine Arbeit mehr gefunden haben und irgendwann viele Jahre später erst rehabilitiert worden sind zum Teil.

Peter Das hat sich alles in diesen Filmen irgendwie wiedergespiegelt. Also der Angriff von außen, das Fremde, das ist Alien-Invasion. Das waren damals eigentlich meistens Sinnbilder für Russland und die Kommunisten.

Evi Naja, Krieg der Welten kannst du eigentlich genauso auch interpretieren. Und das Ding eigentlich auch.

Peter Ja, ja, ja. Also, nein, ich sage jetzt nichts. Ich wollte sagen, der Kalte Krieg hat dann auch was Gutes gehabt, aber das hat er nicht. Das war den Satz nicht wert.

Evi Nein, ich glaube auch. Ich sehe jetzt gerade, dass wir schon wieder sehr lange unterwegs sind und wir haben total viele Filme noch nicht besprochen, die ich eigentlich auf meiner Liste hatte. Du hast voll recht gehabt, ich habe viel zu viel aufgeschrieben.

Peter Wir machen halt Lorenz von Arabien. Jetzt machen wir noch eine zweite Werbeunterbrechung.

Evi Da gibt es noch so viele. Ich wollte noch die Fliege ansprechen.

Peter Lass uns doch kurz die Brücke schlagen mit. Wir haben ganz am Anfang erwähnt, dass es da zwei Filme gibt, die immer wieder als positives Beispiel genannt werden, wenn es darum geht, wie furchtbar die Remakes sind.

Evi Okay, gut.

Peter Und es gibt zwei Filme, die immer wieder genannt werden als Beispiel, dass Remakes auch toll sein können. Den einen haben wir eh schon besprochen, das war das Ding aus einer anderen Welt. Den hat der John Carpenter gerimakt in den 80ern. Und der andere Film, der immer wieder genannt wird, von denen die meisten wahrscheinlich auch nur das Remake kennen, ist Die Fliege von David Cronenberg mit Jeff Goldblum.

Peter Und da gibt es auch einen kleinen Film aus den 50er Jahren, der auch die Fliege heißt. Der hat allerdings bis auf den Titel und, Den Hauptinhalt, dass ein Wissenschaftler sich aufgrund eines wissenschaftlichen Versehens in eine Pflege verwandelt, wenig mit dem Remake zu tun.

Evi Mit der Jeff Goldblum-Version.

Peter Genau.

Evi Ja, also tatsächlich, die Geschichte drumherum ist ganz anders, das stimmt. Wobei in dem alten Film, er spielt ja Vincent Price mit.

Peter Ja, stimmt.

Evi Allein da ist er schon ein Grund, sich den Film anzusehen. Er ist schon sehenswert, weil er Vincent Price mit spielt. Ich bin ja wirklich ein großer Fan von ihm. Und da gibt es natürlich auch ein paar so kultige Momente. Aber ja, genau, das Grundgerüst ist ja das, dass du hast, den Wissenschaftler, der halt eben so eine Art Teleportationsmaschine erfindet.

Evi Dann will er es also ausprobieren an sich selber und dann kommt ihm aber eben eine Fliege quer und dann verwandelt er sich langsam halt in eine Fliege und wird halt auch.

Peter Genau, ich weiß nicht mehr genau, wie sie es dann im 50er-Jahre-Film erzählt haben, aber im Remake ist es ja so, er geht dann in seine Teleportationskammer, um sich in die andere Teleportationskammer hinüber teleportieren zu lassen.

Evi Zu beamen quasi.

Peter Und versehentlich ist eine Fliege mit ihm in der Kammer und die wird mit ihm auch mittransportiert. Die Fliege ist dann weg, weil die Fliege nämlich in seinem Körper aufgeht. Und im Remake ist es dann schon, weil wir wussten schon ein bisschen mehr über was denn Gene und DNA sind, vermischt sich dann die DNA der Fliege mit der des Menschen.

Peter Also das Remake ist hauptsächlich dafür bekannt, dass er urgrausliche Effekte hat. Und dass das alles total super ist.

Evi Die Vorbehandlung von Chef Goldblum ist dann schon etwas Ekliger.

Peter Ja, und das ging halt in den 50er Jahren noch nicht so wirklich. Und deswegen ist er halt ein bisschen lustig, weil im Endeffekt bis auf so Fliegenarme und den großen Fliegenkopf.

Evi Genau.

Peter Und sonst ist es ein Typ im Sakko eigentlich. Da haben sie leider nicht viel machen können. Aber ich finde das Ende wahnsinnig lustig, weil ja, ich weiß nicht, wie sie das geschichtlich hinbekommen haben. Also von der Story her hinbekommen haben. Am Ende ist er eher eine Fliege der Wissenschaftler. Also du hast den Fliegenkopf und die Fliegenarme, ich weiß nicht, ob er Fliegenfüße auch schon gehabt hat.

Peter Und dann ganz am Ende siehst du noch diese Aufnahme im Garten, wo die Kamera dann so wegdriftet und zu einem Spinnernetz hin und ganz klein auf das Spinnernetz hingeht. Und dann hörst du so eine Stimme, die sagt, Hilfe, Hilfe. Und dann ist da der Kopf von dem Mann, weil nämlich der Körper der Fliege nicht absorbiert worden ist, sondern die Fliege ist auch entkommen und die Fliege verwandelt sich jetzt in einen kleinen Menschen.

Peter Und diese Fliege, die kleine, die im Spinnennetz gefangen worden ist, hat jetzt den Kopf von dem Wissenschaftler und schreit um Hilfe.

Evi Okay, ein Krieg ist jetzt auch nicht mehr ganz hin, weil der Film beginnt ja, dass er ja eigentlich stirbt. Also dass seine Frau ja sagt, dass sie ihn umgebracht hat, dass sie ihn ja da durch irgendeine Presse oder sowas und sein Kopf ist ja irgendwie zerstört.

Peter Ja, ich sag dir, vielleicht erzähle ich dir gerade auch den totalen Blödsinn, weil die haben damals noch zwei Fortsetzungen gemacht.

Evi Naja, und der Vincent Price spielt ja den Bruder von dem André, von dem Wissenschaftler eigentlich und dann im Rückblick wird das ja dann erzählt. Und ich weiß aber jetzt dann auch, die Geschichte riecht jetzt gerade auch nicht mehr ganz so hin, Aber ich habe nämlich auch das im Kopf, dass er dann zum Schluss, der ja irgendwie wirklich eine Fliege ist, aber hat er dann nur den Kopf getauscht?

Evi Oder was ist? Weiß ich jetzt auch nicht.

Peter Nee, ich habe das so verstanden, dass im Film mit Jeff Goldblum sieht die Fliege und er ja dann zusammen ein Leben lesen.

Evi Genau, ja.

Peter Und in dem alten Film ist es, glaube ich, so, dass sich die Gene der Fliege mit ihm vermischen, aber auch seine Gene mit der Fliege vermischen und beide Körper aus der anderen Box rauskommen.

Evi Ja, das muss ich erklären.

Peter Und ihm wächst halt ein Fliegenkopf.

Evi Genau, den die Frau dann umbringt.

Peter Und der Fliege wächst ein Menschenkopf.

Evi Genau. Und eigentlich ist er dann die Fliege oder so, oder wie?

Peter Er ist am Ende die Fliege.

Evi Genau, okay. Ja, dann ist das irgendwie so.

Peter Und ich finde das Bild so schön lustig, weil du halt so ein Spinnennetz hast, wo halt ein kleiner Menschenkopf auf dem Fliegenkörper drauf ist, die in ein Netz hängt.

Evi Das stimmt, ja. Ja gut, haben wir da jetzt ein gutes Ende gefunden?

Peter Ja, einen Film vielleicht noch. Oder sind wir schon wirklich zu lang?

Evi Naja, dann nochmal eine ganz kurze Werbepause und dann darfst du noch einen Film. kannst du dabei überlegen, was für einen Film du dir noch...

Peter Ich denke, jetzt ganz scharf nachbrechen.

Evi Genau, einen Film darfst du dir noch aussuchen, okay? Gut, und wir sind wieder da. Also, hast du gut nachgedacht?

Peter Ich habe immens lange darüber nachgedacht, der Tag, an dem die Erde stillstand.

Evi Ich habe es gewusst.

Peter Ja, der ist wichtig, der Film.

Evi Ja, aber das stimmt eh.

Peter Und ich bin deswegen jetzt drauf gekommen, weil wir gerade bei Remakes waren und wir vorhin kurz den Keanu Reeves erwähnt haben. Der spielt nämlich in dem Remake, das nicht so besonders gut ist, die Hauptrolle. Ich weiß auch nicht mehr, wie das heißt. Heißt das nicht? The Knowing?

Evi Nein, The Knowing ist mit Nicolas Cage ein ganz anderer Film, das ist ein ganz anderer Film. Welt untergeht.

Peter Ja, ja, ja. So schlecht ist der Film, dass ich ihn verwechsel.

Evi Der heißt eh der Tag an ihm die Erde stillstand.

Peter War der gleiche Titel.

Evi Ja, ja.

Peter Und das ist halt ein Film, wo die Erde mitten im kalten Krieg vor einem heißen Krieg steht und dann kommt das Alien-Raumschiff und wir glauben alle, es ist eine Invasion und am Ende stellt sich heraus, das Alien will uns Frieden bringen und droht uns mit dem Untergang, falls wir das nicht tun.

Evi Vielleicht bräuchte man sowas gerade wieder.

Peter Das war vielleicht nicht so schlecht, ja. Die Astronomen wartet es ja eh schon. Ihr sagt es ja eh immer. weil es ist nur noch eine Frage der Zeit, wie wir ein Leben woanders finden. Wir sind ganz nah dran. Also vielleicht.

Evi Ja, aber ich glaube nicht, dass uns die Aliens da retten werden vor der eigenen Selbstzerstörung.

Peter Du bist so pessimistisch.

Evi Naja, da muss man schon ein bisschen Eigenverantwortung auch tragen. Beziehungsweise, also wenn ich ein Alien wäre und das Ganze von außen betrachten würde, verstehe ich ja eher so Leute wie den Thanos, die Menschen hier vernichten.

Peter Ja, ich meine, vielleicht haben wir auch Glück und wir werden einfach eliminiert, weil halt diese intergalaktische Autobahn da verlegt werden muss.

Evi Das natürlich auch.

Peter Wie in einer anderen Geschichte.

Evi Genau, die nicht aus den 50ern stammt, soweit ich weiß. Ja, aber ich glaube auch, dass der Tag, an dem die Erde stillstand, auch so zum Thema hat, zum Außerirdisch jetzt eben nicht nur als Bedrohung zu sehen, sondern eben auch anders und dass da andere Interaktionen einfach auch stattfinden können.

Peter Das ist halt die Frage, inwiefern der Film, weil hast du das Poster vor Augen?

Evi Vom Keanu Reeves Film?

Peter Nein, vom alten. Ist er eigentlich ein Roboter oder ist er ein Lebewesen in so einem Anzug? Ich glaube fast nämlich, dass der Gesandte, der zur Erde kommt und uns die Botschaft übermittelt, der schaut ja aus wie ein Roboter. Und im Endeffekt ist der ja eine Art zweischneidiger Heilsbringer, der uns sagt, benehmt euch oder wir bringen euch um, der ja eine quasi religiöse Heilsbringerfigur ist.

Peter Der steigt vom Himmel herab und sagt uns, wie wir uns benehmen sollen. Darum weiß ich nicht, inwiefern das damals auch beabsichtigt war, dass das eine Mahnung von Gott war.

Evi Zumindest von oben, ja.

Peter Ja, genau. So gedacht war oder ob es wirklich der erste pazifistische Science-Fiction-Film war. Weil sonst ist es immer gut gegen böse und wir gewinnen eigentlich meistens, außer ein Stern radiert uns aus. Darum finde ich der Tag an der Erde stillstand einen guten Film, weil der halt, naja, was Gutes bringt und nicht nur einen Konflikt.

Evi Und darum ist es vielleicht ein ganz guter Film.

Peter Um heute damit abzuschließen. Es ist Weihnachten, es ist Neujahr.

Evi Wir sind am 9. Jänner schon, das ist schon alles alter Hut vom letzten Jahr.

Peter Ja, dann schaut es schlecht aus für uns. Aber wir haben noch fast zwei Wochen, bis Donald Präsident ist.

Evi Ach Gott.

Peter Also noch können wir auf eine Invasion hoffen.

Evi Die uns retten wird? Ja, ich weiß nicht. Wer soll uns da retten?

Peter Bakaru Bansai.

Evi Ich glaube, wir brauchen das nächste Special, wird dann die 80er Jahre sein, oder?

Peter Die Eisbraten und Bakaru Bansai. Das machen wir dann.

Evi Yes, okay. Ja gut, ich glaube, wir hören jetzt an dieser Stelle auf.

Peter Bevor wir zu sehr abdriften.

Evi Genau, bevor wir wieder abdriften. Danke müssen wir noch sagen. Und zwar erstens mal natürlich danke, dass du heute wieder da warst, lieber Peter.

Peter Ich sage danke, dass ich wieder kommen habe dürfen.

Evi Ja, und dann danke natürlich auch an unsere Hörer und Hörerinnen, die immer wieder spenden. Das fand ich ja ganz lieb. Und ihr wart gerade am Ende des Jahres noch wirklich sehr großzügig zu uns. und deswegen möchten wir ganz groß und ganz lieb Danke sagen zum Dachdecker. Dann auch noch an Christian und Alexander, die uns über PayPal eine Spende zukommen haben lassen. Vielen lieben Dank.

Evi Und wie ihr wisst, könnt ihr ja auch ein Abo abschließen. Das könnt ihr über Steady machen oder über Patreon. Das hat der Daniel gemacht. Vielen lieben Dank, Daniel. Und ja, natürlich könnt ihr uns auch Feedback zukommen lassen. Ihr könnt uns Fragen schreiben, anregen. Ihr könnt uns natürlich wieder eine ganz lange Filmliste schreiben über die Filme, die wir nicht nur vergessen haben, sondern wo uns jetzt tatsächlich auch ein bisschen die Zeit davon gelaufen ist.

Evi Wir haben nämlich nicht besprochen Godzilla. Den wollten wir auch noch, oder?

Peter Oh Gott, ja, Godzilla. Ja, weil wir sind jetzt sehr USA-lastig.

Evi Es gibt doch andere. Plan 9 from Outer Space war eigentlich auch so ein Klassiker gewesen. Der schlechteste Film aller Zeiten, den man eigentlich noch ein bisschen ansprechen muss.

Peter Ja, aber das ist jetzt der einzige Grund, den auch zu erwähnen. Ist halt leider kein guter Film.

Evi Ja, Blob hätte ich gerne gesehen, gerne noch besprochen.

Peter Das nächste Remake?

Evi Ja, also im Original ist ja Steve McQueen die Hauptrolle, der ja als fast 30-Jähriger einen Teenager spielt, so nebenbei. Und da gibt es auch einen Remake natürlich aus den 80ern, das weitaus blutiger und saftiger ist.

Peter Ja, vom Regisseur von Highlander und in der Hauptrolle Kevin Dillon, der Bruder von Matt Dillon.

Evi Ah, na schau. Und ja, was haben wir noch vergessen? Wir haben sicher ganz viel vergessen. Das dürft ihr uns schreiben. Und ihr dürft natürlich auch das Quiz...

Peter Zählen die zehn Gebote als Science-Fiction-Film.

Evi Was? Warum?

Peter Naja, da spaltet sich das Meer.

Evi Ich habe übrigens gelesen, dass eine Theorie ist, dass diese Spaltung von Meer Mimosas, dass es ein Tsunami war, weil auch das Meer zurückgeht und dann die Flutwelle kommt und das hat dann die...

Peter Das ist gar nicht so blöd.

Evi Ja, aber wir schweifen ab. Ihr dürft uns natürlich eure Filmliste noch schicken. Es würde uns natürlich brennend interessieren, welche Filme wir vergessen haben. Und natürlich dürft ihr auch das Quiz auflösen. Also falls euch noch Remakes einfallen oder auch Themen, die dann in neueren Filmen natürlich verwendet wurden.

Evi Bin ich schon sehr gespannt, was euch da alles einfällt, was wir wahrscheinlich jetzt übersehen haben.

Peter Es kann nicht so viel sein. Es waren nur zehn Jahre. So viele gibt es da nicht.

Evi So viel gibt es da gar nicht. Das ganze Thema Radioaktivität haben wir fast nicht angesprochen.

Peter Ja, ich glaube, wir haben jetzt ungefähr 200 Godzilla gegen Mechagodzilla, Godzilla gegen Modra und so weiter und so fort sicherlich vergessen.

Evi Ja, eben. Wird ja gar nicht besprochen. Aber für immer könnt ihr uns das alles schicken als E-Mail gerne an kontakt.kosmoglatte.at. Ihr könnt natürlich auch Kommentare auf unserer Seite hinterlassen unter Cosmoglatte.at, Und ja, ansonsten findet ihr uns natürlich auch auf Instagram, Cosmoglatte.podcast Und ja, auf X werden wir wahrscheinlich nicht mehr sein.

Evi Also ich glaube, ich drehe Twitter jetzt mal ab. Also da weiß ich nicht. Folgt uns lieber auf Instagram oder schreibt uns eine Mail. Das ist besser.

Peter Ja, das ist vermutlich besser, ja. Kannst du mal Blue Sky probieren?

Evi Ja, bin ich eh schon. Ich muss das noch irgendwie aktivieren und ja auch bespielen. Aber ich glaube, das mache ich jetzt nicht, wenn ich X abdrehe. Na gut, ich glaube, wir sagen Tschüss, bis zum nächsten Mal.

Peter Und wir freuen uns aufs nächste Mal.

Evi Genau, ciao.

Peter Ciao, ciao. Also, zweiter Text. Oh, ein Schütze ist sehr philosophisch und lebensbejahend. Er ist sehr männlich und immer froh und mutig. Wenn sich keiner um ihn kummern würde, ging es ihm schlecht, nicht einmal was zu essen hätte er. Und er wäre im Leben völlig hilflos.

Evi Komm, sieh dir mal die Sterne an. Jetzt guckst du auf das Teleskop. Vielleicht verraten sie dir, ob ein Schützer einen Zwilling ernähren kann.

Peter Wenn Sternschnuppen fallen, man sich was wünschen kann. Ich wünsche mir am liebsten von allem einen Schützen zu erneuern.

Evi Oder zur Frau.

Peter Das wechselt doch total, oder?

Evi Was? Wieso?

Peter Frau, Mann. Egal.

Evi Nein, wieso? Du bist ja die Frau, ja, und wenn die Frau sagt, ich wünsche mir am liebsten von allem einen Schützen.

Peter Ja, ja, stimmt, ja.

Evi Das heißt, du musst ja sagen, wenn ich eine Frau, musst du eigentlich sagen, ich wünsche mir einen Schützen zu Frau. Oder einen Schützen. Einen Schützen? Einen Schützen zu Frau.

Peter Wir hätten das einfach so machen, sondern das ist ja stimmt. Wenn wir uns tauschen müssen.

Evi Dann ist das nicht so lustig.

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