Cosmic Latte

CL081 Beatrice Tinsley, die vergessene Entdeckerin der galaktischen Evolution

Donnerstag, 19. März 2026 · 38 min

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Shownotes

Die Episode über Sternpopulationen in Galaxien und wie eine Astronomin die Kosmologie revolutionierte
Kurz nach dem internationel Frauentag reden wir über eine ganz besondere Frau aus der Astronomie. Beatrice Tinsley hat unsere Sicht auf die Galaxien revolutioniert und gezeigt, dass sie keine statischen Objekte sind. Galaxien altern und verändern sich. Dieses Wissen hat auch den Blick auf die Entwicklung des gesamten Universums verändert. Trotzdem hat es lange Zeit gebraucht, bis man die Bedeutung von Tinsleys Arbeit erkannt hat und auch heute ist diese revolutionäre Astronomin viel zu unbekannt. Also hört euch diese Epsisode an, damit sich das ändert.

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Sophie Adenot auf dem Weg ins All

Sophie Adenot (esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_…), die erste Berufsastronautin der neuen ESA-Abschlussklasse von 2024, ist am 13. Februar zu einer neunmonatigen Mission zur ISS aufgebrochen. Sie ist erst die zweite Französin im All, hat am MIT studiert, eine militärische Laufbahn als Pilotin absolviert, war in Afghanistan und Libyen im Einsatz und wurde als Oberstleutnant die erste Hubschrauber-Testpilotin Frankreichs. Bei so einer Karriere kann man schon mal neidisch werden, obwohl wir beide ja eigentlich eh nicht ins All fliegen wollen. Mehr über Sophie Adenot kann man in diesem Podcast der ESA erfahren (esa.int/ESA_Multimedia/Videos/2024/04/Astro_Ch…)

Beatrice Tinsley, die vergessene Entdeckerin der galaktischen Evolution

Im Hauptteil erzählt Elka die Geschichte von Beatrice Tinsley, einer Astronomin, die mit ihrer Dissertation die Kosmologie revolutionierte und viel zu früh starb. Sie wird als Beatrice Muriel Hill 1941 in Chester in England geboren. Kurz darauf wandert ihre Familie nach Neuseeland aus. Sie wächst in einem akademisch geprägten Umfeld auf, ihr Vater ist Geistlicher. Schon früh fällt sie durch ihre große Begabung in Mathematik und Physik auf. Bereits mit 14 Jahren steht für sie fest, dass sie Astronomie studieren will. Außerdem ist sie musikalisch und spielt Violine. In einer Zeit, in der Physik für Frauen noch keineswegs ein typisches Studienfach ist, studiert sie an der University of Canterbury und schließt dort bereits mit 20 Jahren ihren Master ab. Dort lernt sie auch den Physiker Brian Tinsley kennen, den sie später heiratet. Gemeinsam adoptieren sie später zwei Kinder.

Als sie ihrem Mann nach Texas folgt, gerät ihre wissenschaftliche Laufbahn zunächst fast zum Stillstand. An den Universitäten dort gilt ein Anti-Nepotismus-Gesetz, das verhindert, dass Ehepartner an derselben Hochschule angestellt werden. Trotzdem schreibt sie an der University of Texas in Austin ihre heute berühmte Dissertation in nur drei Jahren, also in etwa einem Drittel der üblichen Zeit. Diese Arbeit gehört heute zu den wichtigsten Grundlagenwerken der modernen Kosmologie. Tinsley zeigt darin, dass Galaxien keine statischen, unveränderlichen Systeme sind. Bis dahin wurden Galaxien oft so behandelt, als seien sie ewig gleichbleibende Objekte. Tinsley dagegen konnte nachweisen, dass Galaxien geboren werden, sich entwickeln und altern.

Gerade in den 1960er-Jahren ist die Kosmologie ein Fach im Umbruch. Die Urknalltheorie setzt sich zunehmend durch, doch viele zentrale Fragen sind noch offen, etwa wie alt das Universum tatsächlich ist. Tinsley erkennt, dass Helligkeit und Farbe von Galaxien stark davon abhängen, welche Sterne sich gerade in ihnen befinden. Junge Sterne sind heiß, blau und sehr leuchtkräftig. Alte Sterne sind kühler und rötlicher. Wenn in einer Galaxie viele neue Sterne entstehen, erscheint sie heller und blauer. Hört die Sternentstehung auf, altert die Galaxie auch sichtbar. Wer also eine Galaxie beobachtet, sieht immer nur eine Momentaufnahme ihrer Entwicklung. Genau das war eine fundamentale Erkenntnis, denn damit wurde klar, dass Galaxien nicht einfach als kosmische Standardkerzen behandelt werden können. Will man wissen, wie weit entfernt eine Galaxie ist, muss man also auch wissen, in welchem Entwicklungszustand sie sich befindet.

Aus dieser Einsicht entwickelt Tinsley ihre bahnbrechenden Modelle der sogenannten Populationsynthese. Weil wir in fernen Galaxien einzelne Sterne meist nicht getrennt erkennen können, sehen wir nur ihr gemischtes Gesamtlicht. Tinsley hat berechnet, wie unterschiedliche Sterngenerationen gemeinsam die Farbe und Helligkeit einer Galaxie bestimmen. Damit verbindet sie die Lebenszyklen einzelner Sterne mit dem Erscheinungsbild ganzer Galaxien. So entsteht erstmals ein Werkzeug, mit dem sich aus dem beobachteten Licht auf die Geschichte einer Galaxie schließen lässt. Sie zeigt unter anderem, dass blaue Galaxien eher jung sind, während rote Galaxien viele alte, sterbende Sterne enthalten. Diese evolutionäre Sicht auf Galaxien entwickelt sie weitgehend allein und unter äußerst schwierigen Bedingungen.

Denn trotz ihres außergewöhnlichen Talents bekommt sie lange keine feste akademische Stelle. Zeitweise arbeitet sie sogar ohne Bezahlung, veröffentlicht dennoch wissenschaftliche Artikel und treibt ihre Dissertation voran. Ihre Forschung entsteht oft zwischen Kinderbetreuung, fehlender institutioneller Unterstützung und knappen Ressourcen. Schließlich trennt sie sich von ihrem Mann, womit sie zugleich die Anti-Nepotismus-Regel umgeht, die ihre Karriere zusätzlich behindert hatte.

1975 geht sie mit nur 33 Jahren an die Yale University. Bereits drei Jahre später wird sie dort Professorin und ist damit die erste Frau in der Astronomieabteilung. Sie erhält den Annie Cannon Award in Astronomy der American Astronomical Society.

Ein weiterer zentraler Punkt ihrer Arbeit betrifft die große kosmologische Frage der 1960er- und 1970er-Jahre: Ist das Universum offen oder geschlossen? Wird es sich für immer weiter ausdehnen oder irgendwann unter seiner eigenen Gravitation wieder zusammenfallen? Um das zu beantworten, muss man wissen, wie schnell sich das Universum ausdehnt und wie viel Materie es enthält. Dafür sind Beobachtungen ferner Galaxien entscheidend. Wenn sich die Helligkeit von Galaxien im Laufe der kosmischen Zeit aber verändert, so wie Tinsley das gezeigt hat, beeinflusst das direkt die Messungen. Die Geometrie des Universums lässt sich also nicht korrekt bestimmen, wenn man Galaxien wie unveränderliche Glühbirnen behandelt. Tinsley zeigt, dass Modelle zur Galaxienentwicklung entscheidend sind, um zwischen einem offenen und einem geschlossenen Universum zu unterscheiden.

Darüber hinaus beschäftigt sie sich auch mit der Entstehung von Galaxien selbst. In der Frühphase des Universums existieren noch keine fertig ausgeprägten Spiral- oder Ellipsengalaxien, sondern sogenannte Protogalaxien, also junge Systeme aus Gas und den ersten Sternen, die sich noch im Aufbau befinden. Ihre Berechnungen liefern eine der ersten Annäherungen daran, wie solche Protogalaxien aussehen könnten.

Kurz nach ihrer Berufung nach Yale erkrankt Beatrice Tinsley an Hautkrebs. 1981 stirbt sie im Alter von nur 40 Jahren. Erst nach ihrem Tod erkennen viele Kolleginnen und Kollegen in vollem Ausmaß, wie weitreichend ihre Beiträge wirklich waren. In nur 14 Jahren veröffentlichte sie rund 100 wissenschaftliche Arbeiten zur Entwicklung von Galaxien. Lange werden ihre Modelle in Lehrbüchern verwendet, ohne dass ihr Name ausreichend genannt wird. So gerät sie mit der Zeit zunehmend in Vergessenheit, obwohl ihre Arbeiten die Kosmologie nachhaltig geprägt haben.

Heute gilt Beatrice Tinsley als eine der Begründerinnen der modernen Theorie der Galaxienentwicklung. 1986 richtet die American Astronomical Society den Beatrice M. Tinsley Prize ein. Außerdem werden ein Asteroid und ein Berg in Neuseeland im Keplergebirge nach ihr benannt.

Mehr über Tinsley findet ihr hier …

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Evi Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Cosme Glatte. Mit mir Eva und diesmal dabei Elka. Hallo Elka.

Elka Hallo Eva.

Evi Hi. Freut mich, dass wir wieder eine Folge zusammen haben. Ich muss jetzt auch gleich beginnen mit einer Frage an dich. Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass wir das schon mal besprochen haben, aber ich kann mich jetzt nicht mehr so ganz erinnern, was du darauf gesagt hast. In unserer Podcast-Beschreibung im Text haben wir das, wenn ich einmal ins Weltall fliege, programmierst du meinen Flug.

Evi Aber jetzt muss ich dich selber fragen, könntest du dir das auch vorstellen, ins Weltall zu fliegen, also zur ASS oder so Astronautin werden?

Elka Nein, gar nicht. Also es ist eben wegen der Flugangst oder Flugangst. Ich fliege schon mit dem Flugzeug, aber finde ich auch schon unangenehm. Höhenangst. Das Einzige, was ich mir vorstellen könnte, ist, wie die Annika Analogastronautin werden. Das wäre cool. Da bin ich ja zu klein dafür, aber sonst nein.

Evi Okay. Also du würdest sogar bei deinen Missionen am Boden bleiben und Analogastronautin werden?

Elka Genau, das wäre cool, ja.

Evi Okay, also mit den Beinen immer am Boden. Aber wenn da so neue Missionen stattfinden oder Astronauten zur ASS fliegen, verfolgst du das so ein bisschen?

Elka Eigentlich erst, seit ich da im Cosmic Latte Podcast bin.

Evi Ach, sehr schön.

Elka Also davor war ich mehr so interessiert in schöne Bilder und so der Astronomie.

Evi Der Klassiker.

Elka Genau, das ist der Romantische. Aber jetzt bin ich zum Beispiel virtual, wie heißt das? Boardcrew von der Artemis. Also man kann sich da ja anmelden und seinen Namen ins All schicken. Und da werde ich jetzt immer abgedatet, wie es ausschaut.

Evi Hast du dann mitbekommen, jetzt am 13. Februar ist ja wieder eine Rakete gestartet mit Astronauten, Astronautinnen an Bord zur ISS. Hast du das mitbekommen?

Elka Ja, genau.

Evi Da ist nämlich auch eine ESA-Astronautin dabei gewesen bei dem Flug. Also sie ist jetzt eben schon auf der ISS für neun Monate für die Mission Epsilon. Mir war das jetzt gar nicht so bewusst. Also dass da jetzt ja wieder jemand drauf liegt, das habe ich schon mitbekommen. Aber ich habe ein bisschen nachgesehen, wer denn da jetzt geflogen ist.

Evi Und die ESA-Astronautin, das ist die Sophie Adenot. Und das ist jetzt die erste Berufsastronautin von dieser neuen Abschlussklasse 2024. Also da gab es jetzt fünf neue Astronauten, Astronautinnen. Und es ist jetzt auch die zweite Französin im All übrigens. Und ich habe mir dann so ein bisschen ihren Lebenslauf eingesehen.

Evi Und da haben wir dann wieder gedacht, bumm, das sind so die Lebensläufe, wo man so bladig beeindruckt ist. Und wo man sich dann denkt, was habe ich gemacht mit meinem Leben? Vor allem war ich überrascht, weil sie nämlich so alt ist wie ich. Ich bin ein bisschen älter, aber sie ist so in meiner Altersgruppe.

Evi Und ich habe eigentlich gedacht, dass ich schon fast zu alt wäre für sowas.

Elka Ja, na, wenn es ums Alte geht. Ich meine, ich werde heute auch über eine Frau sprechen, über eine Astronomin, die mit 40 gestorben ist. Und da denkt man sich auch auf, was die in ihrem kurzen Leben gemacht hat. Aber so ist es halt. Wir haben dafür andere Sachen gemacht.

Evi Die auch wichtig sind. Ja, das stimmt. Aber zurück zu Sophie Adenoth. Sie hat also ein bisschen diese klassische Laufbahn gemacht, studiert, Ingenieurswissenschaften. Sie war am MIT, hat dort den Master gemacht. Und dann, und das finde ich nämlich das Bemerkenswerte an ihr, hat sie eine militärische Laufbahn gemacht.

Evi Also sie ist dann zum französischen Militär als Pilotin, als Hubschrauberpilotin. Dem nicht genug hat sie tatsächlich auch Einsätze in Afghanistan und in Libyen geflogen. Also das waren so Rettungsmissionen, was ich schon ziemlich beeindruckend finde. Und ist dann auch aufgestiegen bis in den Rang eines Oberstleutnants.

Evi Ist dann in Frankreich auch die erste Frau gewesen, die jetzt als Testpilotin so experimentelle Hubschrauber geflogen hat. Also das finde ich ganz schräg. Also ist dann in den Ritterstand schon erhoben worden. Das heißt, glaube ich, Chevalier in Frankreich. Also ganz spannend. Vom Lebenslauf her hat sich dann eben beworben, wie die ESO ja ausgeschrieben hat, dass sie eine neue Astronautenklasse macht, hat sich da beworben, ist da jetzt genommen worden.

Evi Ich habe da jetzt auch kurz vor unserer Aufnahme noch ein Interview mit ihr angesehen. Das kann ich ihr auch gerne in den Shownotes verlinken, wo sie gefragt wurde, wieso sie sich da beworben hat oder was da quasi ihre Motivation war. Und ich fand das ganz interessant, was sie dann geantwortet hat. Das war für sie so ein natürlicher Schritt, weil sie irgendwie schon als kleines Mädchen, als Kind wollte sie schon Astronautin werden.

Evi Und das hat sie immer gereizt. Und dieses Exploren auch, also eben so dieses Erforschen und diese Neugierde und so. Und für sie war das jetzt irgendwie so ein ganz natürlicher Schritt, dass da jetzt Astronautin ist. Also finde ich wirklich sehr beeindruckend.

Elka Ja, und wenn man dann so überlegt, ich habe mit einer Kollegin so geredet, da sollten wir uns bewerben als Astronautin und dann denkt man sich, okay, neben diesen Leuten, das ist völlig unsinnig, sich als Normalsterbliche für sowas zu bewerben, für die ESA oder so. Also das ist halt so die Lebensläufe, die dafür...

Elka Predestiniert sind. Und ich glaube, so Militär ist schon nachvollziehbar, weil die zahlen dir halt deine Ausbildung, die zahlen dir deinen Flugschein. Ich glaube, das ist eine sehr komfortable Möglichkeit, wenn man eben fliegen will.

Evi Das stimmt. Also wenn man da so die Leidenschaft hat, kann man das dort wahrscheinlich gut ausleben. Ja, und um sie noch sympathisch zu machen, habe ich noch herausgefunden, dass sie Yoga unterrichtet. Sie macht total gern Yoga, weil das findet sie so, das erdet sie. Ich bin gespannt, ob sie auf der ISS auch Yoga macht. Und wie das wohl ist das so in der Schwerelosigkeit?

Elka Ja, das wollte ich auch gerade sagen. Das ist ja die beste Yoga-Location, die es so gibt, glaube ich.

Evi Yoga in Space, das wäre mal was.

Elka Es gibt ja das Yoga im Planetarium. Gibt es auch immer wieder. Das ist so ähnlich.

Evi Ja, da schwebt man halt nicht. Das wäre schon mal ganz lustig. Wir wären wahrscheinlich eher nicht Astronautinnen, aber wir können ja noch andere Sachen machen, was mit Raumfahrt und Wäldern und so zu tun hat. Zum Beispiel eben Astronomen werden. Ich glaube, da wirst du heute über eine ganz interessante Person sprechen und bevor wir aber über sie zu sprechen kommen, machen wir eine ganz kurze Pause und sind gleich wieder da.

Evi Da sind wir wieder. Jetzt kommen wir auch schon zu deinem Thema, das du uns heute mitgebracht hast. Da bin ich schon ganz gespannt. Ich freue mich auch schon sehr darauf und zwar wirst du uns ein bisschen auch in die Kosmologie entführen.

Elka Genau, es ist ja März und März ist Frauentagsmonat, da passieren ganz viele Sachen rund um den 8. März und den internationalen Frauentag. Wie du ja auch schon mal gesagt hast, Eva, bei uns ist eh jeden Tag irgendwie Frauentag und wir machen eh dauernd was zu dem Thema, aber jetzt noch mehr, noch gezielter.

Elka Und mir ist es wirklich gelungen, eine Astronomin zu finden, die ihr, also Diana hat sie zumindest nicht kannt. Ich glaube, hast du sie kannt vorher?

Evi Nein, auch nicht wirklich. Ich meine, mir ist dann der Nachname schon irgendwie bekannt vorgekommen, aber ich hätte es jetzt auch nicht zuordnen können, muss ich ehrlich sagen.

Elka Ja, und das heißt ja schon was. Also jedenfalls sollte man sie kennen. Beatrice Tinsley. Und das ist eine Astronomin, die mit ihrer PhD-Thesis, was man mal schaffen muss, die Kosmologie einfach revolutioniert hat. Das heißt, nicht irgendwie nach jahrzehntelangen wissenschaftlichen Arbeiten, sondern sogar während dem Studium noch hat sie eine CISAS hingelegt, die alles irgendwie in Frage gestellt hat in der Kosmologie oder zumindest viele Sachen und zu einem Umdenken geführt hat.

Elka Aber wie ich vorher schon ein bisschen geteasert habe, war ihr Leben viel zu kurz. Sie ist schon mit 40 gestorben und da denkt man sich so, was hätte sie noch alles revolutioniert, was hätte sie noch alles ausgearbeitet, wenn sie länger gelebt hätte. Also das ist, ja, so ist es leider im Leben. Wenn sie ein bisschen später geboren wäre oder irgendwelche anderen Umständen anders gewesen wären, dann wäre die Welt jetzt auch völlig anders.

Elka Beginnen wir mal am Anfang. Die Beatrice Zinsley wurde natürlich nicht das Beatrice Zinsley, nicht natürlich, aber früher war es so üblich, dass Frauen den Namen geändert haben. Das heißt, sie hat einen anderen Mädchennamen.

Evi Wenn sie geheiratet haben.

Elka Sie ist als Beatrice Muriel Hill geboren worden in Chester in England. Also sie war aus einer englischen Familie, aber mitten im Zweiten Weltkrieg ist sie geboren worden. Und ich habe auch vorgelesen, dass sie auch als Baby, was hat es so ausgeschaut, als ob sie es nicht schaffen würde, weil es war mitten im Krieg und unter Luftangriffen.

Elka Aber sie hat es dann eben doch geschafft, hat dann doch überlebt. Ihre Familie ist aber dann nach Neuseeland ausgewandert, weil ihr Vater war geistlicher und hat irgendwie gehofft, dass er da in Neuseeland, weiß ich nicht, was man da macht, so Leute bekehren oder missionieren. Auf jeden Fall hat er sich gedacht, das ist vielleicht ein guter Ort, um als Geistlicher zu arbeiten.

Elka Aber in Familie war eben doch recht akademisch geprägt und Bildung war da schon wichtig. Und sie war auch wirklich ein Ass in der Schule. Sie hat schon mit 14 ihren Eltern gesagt, ich weiß jetzt, was ich werden möchte. Ich werde Astrophysikerin. Also hat das wirklich schon mit 14 so proklamiert. Wann hast du es gewusst, dass du in die Richtung gehen willst?

Elka Eher später, gell? Bei dir war es ja auch der zweite Weg.

Evi Ich weiß heute noch nicht, was ich werden will, wenn ich groß bin.

Elka Ja gut, aber eine gewisse Tendenz merkt man schon.

Evi Ja, wie gesagt, mich hat das Thema immer schon interessiert. Ich habe es mir halt als berufliche Laufbahn nie vorstellen können.

Elka Ja, vor allem ist es nicht so ganz fassbar, was genau da man machen könnte. Aber ihr war das schon recht klar. Was irgendwie auch spannend ist, sie war nicht nur so ein Genie, sondern sie war auch musikalisch. Sie hat zum Beispiel auch die Violine gespielt und da wird halt gesagt immer wieder, dass diese Kreativität, die sie auch durch das Musikalische bekommen hat, vielleicht geholfen hat, dass sie auf diese Ideen gekommen ist, die damals in der Wissenschaftswelt gar nicht so etabliert waren oder die einfach so out of the box denken.

Evi Okay, ja. Wobei das hat man ja oft, also gerade so bei Mathematikern, Physikern, vielleicht eben generell so bei Naturwissenschaftlern, dass da oft so ein Konnex ist zur Musik. Also da gibt es ja recht viele. Werner Heisenberg zum Beispiel hat sehr gut Klavier gespielt. Von Einstein wissen wir ja auch, dass er Violine gespielt hat. Da dürfte es irgendeinen Konnex geben.

Elka Ja, voll. Also ich glaube, das ist schon super. Ich habe nie ein Instrument gelernt. Meine Mama hat immer gesagt, mach lieber Mathe mehr. Ich habe die Mathe-Olympiade geschickt, statt irgendwie Blockflöte zu lernen.

Evi Okay.

Elka Finde ich ein bisschen traurig. Aber ich habe dann als Erwachsene Klavier ein bisschen gelernt. Das ist gerade auch ein bisschen eingeschlafen. Aber ich glaube, ich finde es auch sehr sinnvoll, weil es einfach auch andere Zonen im Hirn ja auch anregt. Also ich glaube, das ist schon ein super Ausgleich zu dieser eher analytischen Arbeit, die...

Elka Wie halt sonst machen. Aber sie hat sich eben schon entschieden für Physik und das war natürlich in 50er Jahren, 60er Jahren eher untypisch für Frauen. Sie hat dann in der University of Canterbury Physik studiert und abgeschlossen mit ihrem Master und sie war da erst 20 Jahre alt, als sie das abgeschlossen hat.

Elka Also auch sehr schnell durchgezogen.

Evi Ja, wobei das war damals anders. Also ich glaube, das kann man so nicht mehr ganz übersetzen, weil ich bin nämlich immer wieder erstaunt, Und wenn ich eben so lese, diese Gräunten der Physik, die haben ja alle mit 22, 24 ihren Doktor schon gemacht. Also ich glaube, dass das damals ein bisschen anders war.

Elka Ja, und selbst heute sind die Systeme unterschiedlich. In England gibt es ja auch einjährige Master zum Beispiel. Also ist jetzt nicht überall dieses Bachelor, Master, wie wir das kennen, das ist eh klar. Aber auf jeden Fall war sie trotzdem schon super.

Evi Ja, auf jeden Fall.

Elka Und sehr gut. Und dort hat sie dann auch ihren zukünftigen Mann kennengelernt. Einen gewissen Brian Tinsley, auch ein Physiker, den hat sie dann später geheiratet, was sie aber ein bisschen einen Bärendienst in ihrer Wissenschaftskarriere gemacht hat, was wir später sehen werden. Und sie haben auch interessanterweise zwei Kinder gemeinsam.

Elka Er hat einen Job angeboten bekommen in Texas, in Dallas. Und das war eben das Problem. Damals gab es in den USA so ein Anti-Freunder-Wirtschaftsgesetz, würde ich es jetzt nennen. Es war nämlich die Regel, dass die Ehepartner von Angestellten nicht an derselben Uni arbeiten dürfen. Die Idee war, dass man nicht jemanden so reinschleust sozusagen.

Evi Okay, ja, wobei, ich meine, ich weiß ja jetzt nicht, wie da die Situation war. Ist das so oft vorgekommen, dass dann die Ehemänner ihre Ehefrauen in die Uni eingeschleust haben, weil das so viele Doktorinnen waren?

Elka Nein, das wahrscheinlich nicht, aber du kannst das ja auch als Sekretärin zum Beispiel.

Evi Aha, okay.

Elka Du kannst das ja auch anstellen, gibt ja viele Jobs. Aber ja, das war eher unüblich natürlich und vor allem den umgekehrten Fall, dass die Frau jetzt schon dort arbeitet und der Mann, das hat es eher nicht gegeben.

Evi Das habe ich mir fast gedacht, ja, deswegen habe ich es auch vorhin so formuliert.

Elka Aber in ihrem Fall war dieses Anti-Deputism-Gesetz ziemlich schlecht für ihre Karriere, weil sie war halt auch eine Superphysikerin. Er war ein Superphysiker, aber sie hat dort eben nicht arbeiten können. Sie hat dann beschlossen, na gut, dann mache ich halt mein PhD auf einer anderen Uni und ist auf die Uni in Austin gegangen.

Elka Nur das hört sich jetzt so einfach an, das war irgendwie zwölf Autostunden oder so entfernt. Also das war schon eine sehr weite Reise und sie hat dann immer gependelt von Dienstag bis Freitag oder so und ist dann am Wochenende nach Hause. Das war für sie schon ein großer Aufwand, aber anders ging es eben nicht.

Elka Und sie hat dann ihren PhD in nur drei Jahren abgeschlossen. Jetzt muss ich wieder sagen, was heißt das genau? Wenn man sich anschaut, wie viel die Durchschnittszeit war damals, dann war das ein Drittel von der Durchschnittszeit.

Evi Wow, okay. Das ist jetzt aber wieder schon sehr lange. Das heißt, dass nicht neun Jahre die Durchschnittszeit ist?

Elka Ja, also zwei bis drei Jahre waren es. Also vielleicht haben es auf die zwei Jahre gerechnet. Also ich habe schon zwei Jahre gehört. Vielleicht sind es sechs, sieben Jahre sowas der Durchschnitt gewesen. Also ich glaube, das kann schon hinkommen, weil heutzutage ist alles so auf Stress, Stress. Die Leute haben früher das ein bisschen, glaube ich, auch gechillter machen können.

Evi Das widerspricht jetzt wieder meinen jungen Doktorphysikern, die mit 22, 24 da ja schon fertig waren.

Elka Die genießen schon, aber der Durchschnitt, die waren halt… Okay.

Evi Mein Fehler, pardon.

Elka Genau, also das war ihre PhD-Zeit und sie hat das mit den fast allerhöchsten Noten irgendwie, Ich kenne Notenskalen von damals nicht so genau, aber es waren so mit Prozentpunkten, mit 99 Prozent und 100 Prozent abgeschlossen. Also war auch sehr brillant da. Wurde trotzdem aber von ihren männlichen Kollegen jetzt nicht so super anerkannt.

Elka Vielleicht auch ein bisschen neid, ich weiß es nicht. Und sie hat sich mit mathematischen Modellen befasst und hat sich Galaxien angeschaut. Also diese Grundidee einmal, was man jetzt von ihr kennt oder was von ihr übergeblieben ist, ist, dass sie gezeigt hat, dass Galaxien keine unveränderlichen statischen Systeme sind.

Elka Das ist für uns jetzt vielleicht eh logisch irgendwie, aber eben vor der Beatrice Zinsle hat man einfach geglaubt, Galaxien, die sind ewig und unveränderbar. Man kann die so als Fixpunkte am Himmel anerkennen und ansehen und die ändern sich auch gar nicht mehr. Aber sie hat eben gezeigt, dass Galaxien genauso wie Sterne, genauso wie Menschen werden sie geboren, sie altern und sie sterben auch wieder.

Elka Das ist jetzt mittlerweile eines der wichtigsten Werke in der Kosmologie geworden, diese Thesen und mathematischen Modelle, die sie aufgesetzt hat, um das jetzt mal so grob zu sagen. Danach werden wir eh nochmal kurz genauer darüber reden. Um vielleicht sich auch so vorzustellen, wie jetzt die Welt damals oder die Wissenschaftswelt war das in den 60er Jahren, war die Kosmologie auch noch ziemlich im Umbruch.

Elka Die Urknalltheorie, die setzt sich so gerade so etwas durch, aber sehr viele Sachen sind halt noch nicht so ganz klar. Und man diskutiert halt schon noch, wie hat sich das Universum entwickelt, wie haben sich Galaxien entwickelt, dehnt sich das aus oder geht das doch wieder zusammen? Das war ein großer, wichtiger Diskussionspunkt. Und die Beatrice hat sich eben auch angeschaut, wie die Helligkeit und die Farbe von den Galaxien sind und hat eben auch die These aufgestellt, dass je nachdem, wie sie leuchten, die Galaxien, kann man auch ablesen, wie alt sie sind, also dass man da sehr viel ablesen kann.

Elka Und wenn man einfach nur das Licht hernimmt und nicht beachtet, so in welcher Entwicklungsphase sind diese Galaxien, junge Sterne, alte Sterne, dann kann man auch diese Altersabschätzung vom Universum als Ganzes nicht wirklich korrekt machen. Und früher, ich habe ja gesagt, man hat die Galaxien so als Fixpunkte genommen, indem man sich orientiert und sie hat eben gesagt, man kann Galaxien nicht einfach so als Standardkerzen für kosmologische Untersuchungen nutzen, um irgendwie Entfernungen zu messen.

Evi Du hast ja schon gesagt, die Standardkerzen sind ja ganz wichtig in der Astronomie. Das heißt, wenn du eben Objekte hast, wo du jetzt eben die absolute Helligkeit eben direkt irgendwie messen kannst oder direkt über messbare Parameter berechnen kannst, das ist eben ganz wichtig eben für die Entfernungsschätzung.

Elka Ja, und diese Entfernungsmessung eben, das ist ja auch ein wichtiger Punkt, um dann eben zu diskutieren, was passiert eigentlich, wie entwickelt sich die Universum mit der Zeit. Und man hat schon irgendwie gemerkt, sie war schon außergewöhnlich talentiert, aber sie hat sich sehr schwer getan, eine feste Stelle zu bekommen in der Akademie.

Elka Sie hat sehr viel ohne Bezahlung gearbeitet. Sie hat... Eigentlich auch diese Sachen alleine einfach ausgearbeitet, sie hat nicht irgendwie so ein Team gehabt an WissenschaftlerInnen an der Uni, sondern man liest auch immer wieder so dieses Bild, dass sie alleine am Abend so auf dem Essentisch irgendwas herumrechnet, so die Mutter am Essentisch am Abend alleine und hat trotzdem solche revolutionären Modelle irgendwie rausgebracht.

Evi Okay, das heißt, als sie dann ihre Doktorarbeit jetzt veröffentlicht hat oder fertig gehabt hat, Das sind ja so Mitte der 60er Jahre irgendwo, oder? Hat das dann irgendwie Gehör gefunden? Ist das voll eingeschlagen in der Community? Oder wie war denn das dann? Weil irgendwann muss es ja dann doch entdeckt worden sein, dass sie da was Bedeutendes gemacht hat, oder?

Elka Ja, aber was ich jetzt so gelesen habe, dass es so wirklich eingeschlagen ist und wirklich gewürdigt wurde, war so ein bisschen zehn Jahre später. Also man war schon ein bisschen kritisch, man hat schon anerkannt, dass es irgendwie gut ist und sie hat auch einen Preis gewonnen, den Annie Cannon Preis.

Elka Also es wurde schon gesehen, dass da was Sinnvolles und Revolutionierendes passiert. Wobei revolutionär weiß ich jetzt nicht, weil, wie gesagt, es wurde schon auch kritisch beäugelt immer wieder. Das ist alles so theoretisch und das ist schon ein bisschen weit hergeholt. Ja, es wurde gesehen, dass da was passiert. Aber so das richtige Durchschlagen war eigentlich nach ihrem Tod.

Evi Okay, da hat sie dann nichts mehr davon gehabt.

Elka Genau, das hat sie leider nicht mehr mitbekommen. Das war eben für sie gar nicht so leicht, weil sie eben mit der Kinderbetreuung und die Ressourcen, sie war immer alleine und auch dieses Pendeln, das war für sie auch sehr anstrengend wegen dieser Nepotism-Regel. Und es kam dann sogar so weit, dass ihr Mann und sie beschlossen haben, dass sie sich jetzt trennen werden, also scheiden lassen.

Elka Und ja, also ich habe manchmal gelesen, dass es sozusagen im Einverständnis irgendwie war. Manchmal habe ich gelesen, dass er sich jetzt nicht so unterstützt hat wie sie ihn, weil sie sie damals nach Texas gezogen. Im Endeffekt ist es dann so passiert, dass sie einen Job an der Yale University angeboten bekommen hat.

Evi Das ist doch auch nicht nichts, oder?

Elka Ja, genau. Also mit 33, da bin ich auch schon drüber, über dem Alter, geht sie dann im Jahr 75 an die Yale University. Und sie hat dann mit ihrem Mann auch darüber geredet, wie es ist mit den Kindern. Und im Endeffekt hat dann der Mann die Kinderbetreuung weiter übernommen. Also sie wollten die Kinder nicht aus dem gewohnten Umfeld rausreißen.

Elka Das heißt, die sind bei ihm geblieben und sie ist eben nach Yale gegangen, an die Yale University.

Evi Für 1975 ist das schon fast revolutionär.

Elka Genau, und ich glaube, das war sicher auch ein Grund, warum sie auch angefeindet wurde von manchen eher konservativen, sehr unerhört. Aber drei Jahre später hat sie dann ihren Professortitel bekommen an der Yale University, auch sehr ungewöhnlich, 1978, und war die erste Frau in der Astronomieabteilung dort, in Yale die erste Astronomieprofessorin. Sie hat schon...

Elka Auch Würden bekommen, aber es war trotzdem für sie ein sehr steiniger Weg und es war alles sehr kompliziert und mit sehr viel Kritik irgendwie behaftet. Aber das Andy Cannon Preis war auf jeden Fall schon eine sehr große Wertschätzung, die sie dann 1974 bekommen hat. Also Andy Cannon Award in Astronomy von der American Astronomical Society bekommen.

Evi Ich habe mir übrigens den Preis ein bisschen angesehen, aber ich mir dachte, wow, ja, voll cool und war Andy Jump Cannon. Weißt du, wer sie war, Andy Jump Cannon?

Elka Ja, voll. Die kommt auch in unserem Buch ja vor.

Evi Genau, ja. Also sie war ja eine von, unter Anführungszeichen, Pickering-Harem. Also sie war eine von den Harvard Computers. Also sie ist auch wirklich eine der führenden ersten Astronominnen gewesen. Auch wirklich ganz bedeutend. Wie du gesagt hast, du hast ja sogar auch über sie schon geschrieben in unserem Buch. Das müssen wir gleich Werbung machen, gell?

Evi Das jetzt dann bald mal erscheinen wird.

Elka Jetzt wirklich bald, nächstes Monat schon. Ich freue mich schon.

Evi Ich auch, ich bin schon sehr gespannt. Und er ist wirklich eine bedeutende Astronomin. Und ich habe jetzt diesen Preis angesehen und habe mir gedacht, ah, voll cool, weil Cecilia P. Enger-Boschkin hat zum Beispiel auch den Preis bekommen, 1934. Aber auch, um vielleicht ein bisschen aktueller zu werden, 1994 hat den Andrea Gätz bekommen.

Evi Die kennen vielleicht auch einige. Ist ja Physik-Nobelpreisträgerin für die Entdeckung Schwarzenlochs im Zentrum der Milchstraße, zusammen mit Reinhard Gänzel. Und was ich dann aber gefunden habe, und ich habe gedacht, das ist jetzt ein bisschen lächerliches. Weißt du, was das Honorar von diesem Preis ist?

Elka Was Lächerliches anscheinend.

Evi Ja, 1.500 US-Dollar.

Elka Was?

Evi Ich weiß jetzt nicht, ob der irgendwie angepasst wurde oder ob der seit 1934 1.500 Dollar beträgt. Keine Ahnung, aber ich finde den halt... Also, weiß ich nicht, 1.500 Euro ist schon ein bisschen, also das ist der Preis, ist dieses Honorar und die Einladung, dass du auf einer Tagung eben der AES einen Vortrag halten kannst.

Elka Ja, ist eh eine Ehre, aber man würde sich ein bisschen mehr vorstellen.

Evi Ja, eben, und das denke ich mir halt wieder, das sind dann wieder solche Sachen, wo ich mir denke, ja, weißt du, mehr Anerkennung für Frauen und blibla blub und dann gibt es ja diesen tollen Award und dann schaust du dahin und dann sind das irgendwie, weiß ich nicht, 1.500 Euro, das ist, äh, Dollar. Was jetzt keinen großen Unterschied macht, aber ich mir dann auch wieder denke, so what.

Elka Da ist der Nobelpreis schon ein bisschen höher dotiert. Sie wird es nicht rausgerissen haben aus ihrer finanziellen Situation, aber auf jeden Fall war es für sie schon eine Ehre. Und jetzt noch einmal so ein bisschen zusammengefasst, was ihre kurze wissenschaftliche, wobei so kurz war es gar nichts, in 14 Jahren, die sie wissenschaftlich tätig war, 100 Paper geschrieben.

Evi Ja, das ist schon beachtlich.

Elka Also 14 Jahre, sie hat halt schon mit Mitte 20 dann begonnen, Sachen zu schreiben. Und eben ein paar Sachen jetzt so ein bisschen rausgepickt, wo man jetzt nicht ganz tiefer reingehen kann, aber so als Überblick. Was hat jetzt die Beatrice Tinsley gesagt und wieso sollte man ihren Namen wirklich kennen und sollte man ihn bekannter machen?

Elka Es ist auch so zum Beispiel, ich habe ja schon über viele Astronominnen, Astronautinnen Sachen gesucht und ausgearbeitet. Und über keine hat man so wenig gefunden im Internet wie über sie, muss ich sagen. Also das ist schon ein ziemlicher Unterschied, wenn ich über Andy Cannon oder so schreibe. Das hat man mir schon gemerkt. Das heißt, es wäre schon super, wenn die bekannter wird.

Evi Das machen wir jetzt hiermit.

Elka Ja, genau. Wichtiger Beitrag, weil ich glaube zum Beispiel einen deutschen Podcast gibt es auch nicht über sie, habe ich nicht gefunden.

Evi Nur Englisch.

Elka Also ein Punkt, und da habe ich eh schon gesagt, eben eines der wichtigsten Aussagen, dass die Kosmologie einfach revolutioniert hat, ist, die Galaxien sind keine statischen Systeme. Sie zeigt eben, dass Galaxien sich über Milliarden Jahre hinweg verändert haben, dass ihr Licht sich verändert, dass eben auch die Farbe des Lichts etwas aussagt, mit dem Kühler und ob das heißere Sterne sind.

Elka Sie zeigt eben, dass wenn man Galaxien beobachtet, ist das ja auch nur eine Momentaufnahme von der Entwicklung. Das ist auch so ein schöner philosophischer Gedanke, finde ich, dieses Panterei und alles fließt und alles verändert sich. Und ich finde, das ist ja schön irgendwie, dass das alles im Wandel ist und in einem Kreislauf.

Elka Und das macht ja irgendwie Sinn, finde ich, als wenn das einfach nur so Dinger sind, die sich nicht verändern. Für uns ist es eigentlich ein bisschen unlogisch, dass das so sein sollte.

Evi Fast schon romantisch, gell?

Elka Ja, also auch so mit Big Bang und dass das dann wieder so zusammenzieht und dann ist noch ein Big Bang, das würde mir schon gefallen, wenn das alles so ein Kreislauf irgendwie wäre. Das wäre schon rund, finde ich. Aber zumindest bei Galaxien wissen wir es eben, dass die sich verändern auf jeden Fall und nicht unveränderlich sind.

Elka Es hat dann natürlich auch unterschieden so je nach Galaxientypen, dass man sich da auch anschauen muss, wie die sich verändern, wie die Entwicklung von denen ist. Und um es kurz mal zu erwähnen, gibt es hier unterschiedliche Klassifikationen von Galaxien. Die bekannteste Form ist natürlich die Spiralgalaxie, weil you are in it, also da wo wir drin sind, you are part of it.

Elka Unsere Milchstraße ist eine Spiralgalaxie und das ist auch, finde ich, so die hübschesten. So mit diesen Ärmchen, die sich drehen und die Struktur ist recht klar definiert. Und es gibt eine aktive Sternbildung auch in diesen Spiralgalaxien. Dann gibt es auch noch die elliptischen Galaxien, die schauen so ein bisschen mehr so blob-mäßig aus, eher so wie eine Kugel oder eine Ellipse logischerweise und das sind eher ältere Sterne, also da passiert auch nicht mehr so viel spannende Sachen.

Elka Und dann gibt es auch noch viele andere, wie die irregulären Galaxien, das kann halt unterschiedlichste Formen irgendwie haben und da hat es ja von Hubble eine Klassifikation gegeben. Er hat mal begonnen, wie heißt das, diese Gabel oder wie nennt man das umgangssprachlich?

Evi Ja, ja, diese Stimmgabel.

Elka Diese Stimmgabel, genau. Weil er hat es so aufgezeichnet, dass es ausschaut wie so eine Gabel, die elliptischen und dann die Spiralgalaxien und linsenförmigen Galaxien. Und mittlerweile hat man dann noch viel mehr unterschiedliche und Mischformen, kann man natürlich auch haben, hat man dann noch ganz viele mehr klassifiziert.

Elka Beatrice Tinsley hat eben gesagt, das ist auch wichtig, da den Typ der Galaxie anzuschauen. Und je nachdem, welcher Typ das ist, verändert sich das auch anders. Und ich glaube, wir haben ja auch eine Folge zu sowas Ähnlichen, die Folge 48, oder?

Evi Ja, also die Jana hat einmal darüber gesprochen über galaktische Kollisionen und dass ja auch eines Tages unsere Milchstraße mit Andromeda zusammenknallen wird. Also wer da noch einmal reinhören möchte, kosmoglatt der 48 war das. Das ist schon lange her, weil wir haben jetzt Folge 81.

Elka Ja, voll. Und da war auch schon Jana dabei anscheinend, ja.

Evi Ja, ja, aber sie hat die Folge gemacht.

Elka Ja, dann eine andere Frage, was sie sich angeschaut hat, habe ich eh schon erwähnt. Damals wurde eben viel diskutiert, ob das Universum sich jetzt ausdehnt, ob wir ein so ein offenes Universum oder ein geschlossenes Universum haben. Wie es jetzt weitergehen wird, wird es irgendwann in sich zusammenfallen, so Big Crunch oder wird es immer weiter sich ausdehnen?

Elka Da hat sie eben auch einen wichtigen Beitrag gehabt durch diese Entdeckung, dass die Galaxien eben keine Standardkerzen sind und dass man diese Entfernungsberechnungen nicht so ohne diese Anpassung eben machen kann. Dass eben die Beobachtung dieser Entwicklung von der Galaxie da ein wichtiger Punkt sein kann, um zu zeigen, dass das Universum sich ausdehnt.

Elka Dann hat sie auch noch die erste Annäherung einer Protogalaxie berechnet. Das heißt, bevor Galaxien entstehen, gibt es so eine Art Vorform. Also bevor da diese schöne Spiral- oder Ellipsengalaxie entsteht, gibt es da mal irgendwie Gas und Materie, die sich zusammenknüllt und sich da eben aufbaut. Und um diese Vorform, diese Urform der Galaxie, diese Protogalaxie zu berechnen, hat sie eben da diese Werkzeuge gebracht, um die erste Annäherung an eine Protogalaxie zu machen, was ja auch, glaube ich, recht wichtig ist.

Elka Wichtig ist, dass man da weiß, wie ist das entstanden.

Evi Hast du dir das zufällig genauer angesehen, wie sie das gemacht hat, wie sie das modelliert hat?

Elka Nein, aber was ich aber gelesen habe und gehört habe, ist, damals hat es ja schon irgendwie so Computer gegeben, aber die waren halt nicht so gut. Aber sie war eben schon so eine der ersten, die so ganz einfache auch Computerprogramme irgendwie in diese Richtung geschrieben hat. Und ob das jetzt auf die Protogalaxien war, weiß ich nicht.

Elka Aber das finde ich auch spannend, dass das ja gerade dieser Umbruch irgendwie Zeit war, so 60er Jahre war oder 70er Jahre auch gab es schon so Computer.

Evi Frage auch deswegen, weil ich habe ja jetzt erst vor kurzem ja auch über diese ganzen Simulationen gesprochen und eben diese Methoden und deswegen, und das fällt ja natürlich genau da rein. Deswegen hätte es mich jetzt interessiert, ob du da irgendwie Näheres weißt, wie sie das gemacht hat.

Elka Na, kannst du dir vielleicht am besten anschauen. Du verstehst, dass ich ja noch mehr sehe. Und als letzten Punkt möchte ich noch rausgreifen als vierten von ihren vielen Themen, die sie gehabt hat, ist, dass sie die These aufgestellt hat, dass Sternpopulationen ja das Licht einer Galaxie prägen, was ja eh klar ist.

Elka Aber sie hat sich halt gedacht, man muss, wenn man jetzt ein Licht von einer Galaxie bekommt, muss man zurückrechnen können irgendwie auf die einzelnen Sterne, die dann ja in der Summe dieses Licht machen. Sie hat eben die einzelnen Lebenszyklen von diesen Sternen in ihre Berechnungen hineingefügt, um daraus sozusagen dann das Erscheinungsbild von diesen ganzen Galaxien herauszufinden.

Elka Rechnen und irgendwie zu schauen. Also da irgendwie Rückschlüsse zu machen auf die einzelnen Lebenszyklen von diesen Galaxien. Weil wir sehen ja immer nur so ein gemischtes Gesamtlicht und nicht die einzelnen Pünktchen.

Evi Weil sie ja doch recht weit weg sind und da können wir natürlich das auch nicht so auflösen, dass wir das so sehen würden.

Elka Genau, sie wollten das halt genauer wissen und das nicht einfach so hinnehmen, sondern so okay, wie könnte das jetzt ausschauen, diese einzelnen Sterne. Das waren so ihre Grundpfeiler von ihrer Wissenschaft. Ein paar der Grundleider. Sie war eben ja Professorin jetzt schon in Yale, aber leider nicht sehr lange.

Elka Also nur wenige Jahre nach ihrer Berufung als Professorin ist sie an Hautkrebs gestorben, nur mit 40 Jahren. Es war schon, wie ich vorher gesagt habe, eher nach ihrem Tod, dass die meisten dann verstanden haben, wie sie. Wie weitreichend eigentlich ihre Beiträge waren und wie sehr das die Kosmologie auch jetzt nachhaltig prägt.

Elka Es war auch so, dass ihre Modelle lange Zeit in Lehrbüchern verwendet wurden, ohne ihren Namen zu erwähnen.

Evi Ja, das kommt ja öfters vor.

Elka Aber so ist es halt auch nochmal ein Punkt, dass ihr Name einfach so in Vergessenheit geraten ist. Erst eben eigentlich nach ihrem Tod ist Ausmaß von ihrer Arbeit so erkannt worden. Aber sie hat dann schon ein paar nette Sachen jetzt bekommen, posthum. Es wurde der Beatrice Tinsley Prize 1986 ins Leben gerufen von der American Astronomical Society.

Evi Okay, mit hoffentlich einem höheren Preisgeld.

Elka Ja, genau, hoffentlich einen höheren Preisgeld. Und ich glaube, wenn ich es jetzt nicht falsch in Erinnerung habe, weil der Annie Cannon Preis ist nur für Frauen, oder?

Evi Ja, vor allem für amerikanische Astronomen.

Elka Und der Tinsley-Preis, der ist unabhängig von der Nationalität und ich glaube eben auch unabhängig vom Geschlecht, wenn ich mich richtig erinnere.

Evi Dann gibt es sicher mehr Geld.

Elka Ja, eben. Die Männer lassen sich da nicht so wenig befriedigen. Also was auch noch nach ihr benannt wurde, ist ein Asteroid, was immer sehr schön ist und sehr nett. und außerdem ein Berg, der Mount Tinsley in Neuseeland, der lustigerweise in einem Gebirge ist, das das Kepler-Gebirge heißt.

Evi Ja, bitte, wie toll ist das, oder? Wie cool ist das? Vor allem, ich habe nachgesehen, dieses Kepler-Gebirge ist wirklich nach Kepler benannt. Also das ist jetzt nicht irgendwie so ein Zufall, sondern es ist wirklich nach Kepler benannt. Das finde ich total cool. Warum gibt es bei uns keinen Kepler-Berg oder Kepler-Gebirge?

Elka Ja, es gibt nur die Kepler-Uni.

Evi Ja, stimmt.

Elka In Linz. Man kann den Böstling-Berg den Kepler-Berg nennen.

Evi Das finde ich total cool. Da war ich ganz begeistert. Auf nach Neuseeland, würde ich mal sagen.

Elka Ja, voll. Ja, lustigerweise, wenn man auf die Wikipedia-Seite von ihr geht, sieht man ein Bild von dem Berg statt ein Bild von hier.

Evi Stimmt.

Elka Das finde ich auch irgendwie witzig. Aber ja, dieser Mount Tinsley scheint recht bekannt zu sein.

Evi Aha, okay.

Elka Das war so ihr Leben, ihr sehr kurzes Leben, aber eben trotzdem für diese kurze Zeit hat sie sehr wichtige Thesen und sehr wichtige Arbeit gemacht. Und ich glaube, es ist auf jeden Fall gut, ihren Namen bekannter zu machen und zu zeigen, was für eine große Auswirkung sie gehabt hat.

Evi Ja, und bevor wir uns jetzt wirklich aufmachen nach Neuseeland, machen wir noch ganz kurz ein kleines Päuschen. Wir sind wieder da, ohne Tickets nach Neuseeland.

Elka Ja, aber ich bin jetzt eh ein bisschen Neuseeland-Fieber. Ich habe mich eine Serie gerade geschaut, die Neuseeland spielt. Das hat gar nichts mit dem Thema zu tun, aber es heißt Top of the Lake und es ist so eine Crime-Serie, da passieren so Morde am Lake. Aber trotzdem diese Art zu reden und diese Weite der Landschaft, das ist schon sehr, sehr schön.

Evi Ja, ich muss sagen, das Neuseeland reizt mich auch sehr. Also würde ich auch echt gerne mal hinreisen. Das ist, glaube ich, eher eine der wenigen so wirklich fernen Destinationen, die mich reizen würde. Ich meine, für mich ist Neuseeland, wenn du so sagst, nach wie vor natürlich, okay, da wurde Herr der Ringe gedreht.

Elka Ja, es ist halt echt weit. Das wird dann mit meinem Flugding. Also ich bin auch schon nach Argentinien geflogen. Es geht schon, aber es ist schon sehr unangenehm, so lang zu fliegen.

Evi Ja, ich mag das auch nicht.

Elka Brauche ich nicht unbedingt. Aber wenn, dann auf jeden Fall zum Mount Tinsley.

Evi Ja, genau, dann müssen wir das auf jeden Fall machen. Danke, dass du uns dieses Thema mitgebracht hast. Und jetzt bleibt uns natürlich nur noch zu sagen, also falls ihr uns unterstützen wollt, dass wir eine Exkursion machen können zum Mount...

Elka Puh, dann müsst ihr uns wirklich gescheit unterstützen.

Evi Ja, genau, da brauchen wir jetzt wirklich eure Unterstützung. Also wie ihr ja wisst, bekommen wir kein Geld für diesen Podcast. Wir haben zwar ein bisschen Werbung, aber da sind jetzt keine großen Werbedeals dahinter. Es ist für die Kaffeekasse, was da an Werbegeld bei uns einfließt. Und auch sonst bekommen wir jetzt kein Geld.

Evi Also auch wenn ihr auf Spotify ein Premium-Abo habt, bekommen wir da keine Tantiemen oder sonstige Sachen. Und deswegen freuen wir uns natürlich sehr, wenn ihr uns unterstützt. Wie ihr wisst, könnt ihr das natürlich gerne über PayPal machen. Da freuen wir uns immer sehr. Manche machen es auch regelmäßig, dass sie uns über PayPal was zukommen lassen.

Evi Ihr könnt das aber auch in Form eines Abos machen. Wir sind ja auf Steady und Patreon. Und natürlich freuen wir uns auch, wenn wir von euch Feedback bekommen und ihr uns schreibt, wenn ihr Fragen habt, Anmerkungen. Wir hören es auch oder lesen es immer wieder sehr gerne, wenn ihr uns einfach schreibt, dass ihr den Podcast sehr gerne hört.

Elka Ja, voll. Letztens ist ein Arbeitskollege... Auf mich zugekommen und gesagt, ich höre uns Podcast gerne, da habe ich mich sehr gefreut.

Evi Ja, genau. Das freut uns auch sehr. Auch das ist eine Form der Wertschätzung und Anerkennung natürlich, wenn ihr uns da dieses Feedback zukommen lasst. Natürlich teilt das nicht nur mit uns, dass ihr uns toll findet, sondern sagt das auch weiter. Gebt uns am besten fünf Sterne, damit wir diese komischen Algorithmen da irgendwie austricksen können und dass wir dann ganz vielen Menschen vorgeschlagen werden und ganz viele Menschen den Podcast auch hören können. Und ich habe vergessen, unsere E-Mail-Adresse noch bekannt zu geben.

Evi Ihr könnt uns natürlich eine E-Mail schreiben, und zwar an contactedcosmoglatte.at. Ihr könnt uns auch auf Instagram erreichen. Da sind wir auch. Elke ist auch auf Instagram als thesciencefeminist. Und auf unserer Seite cosmoglatte.at, da könnt ihr natürlich auch Kommentare hinterlassen. Habe ich was vergessen? Nein, oder?

Elka Nein, das ist alles. Aber falls ihr eher mehr so analoge Menschen seid, dann könnt ihr unser Buch schon vorbestellen.

Evi Ja, stimmt.

Elka Das ist eh schon länger, aber man kann es immer wieder ein bisschen in Erinnerung rufen. Auf einen Kaffee im All, weil im April kommt es ja schon raus, da kriegt es es dann wirklich so in die Hand Mitte April, aber man kann es jetzt schon vorbestellen. Und da hört es ja noch mehr Geschichten über tolle Astronominnen und ganz viele andere Sachen wie Alien-Signale.

Elka Und das Wow-Signal-Kapitel ist ja auch eines meiner Lieblingskapitel. Es ist so sehr witzig.

Evi Da haben wir auch eine Podcast-Folge dazu. Und genau, ihr könnt auch schon eigentlich eure Kalender markieren. Es wird eine Buchpräsentation geben, auch im April in München. Und in Wien werden wir auch sein und es wird dann auch noch andere weitere Termine geben. Da sind wir gerade noch am finalisieren und organisieren, aber es wird auf jeden Fall etwas geben.

Evi Ja, da freue ich mich auch schon sehr. Das wird toll werden. Ich freue mich schon. Ich hoffe, ihr freut euch auch und bleibt uns einfach noch zu sagen, danke und bis zum nächsten Mal.

Elka Bis bald. Ciao.

Evi Tschüss. Ich finde das voll arg. Sie ist am 23. März 1981 gestorben und ich bin am 3. März 1981 geboren. 20 Tage, nachdem ich auf die Welt gekommen bin, ist sie geboren.

Elka Ja, aber das heißt, du bist nicht die Reinkarnation.

Evi Nein, wahrscheinlich nicht.

Elka Du bist nicht die Reinkarnation.

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