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CL077 Das Universum im Computer: Numerische Astronomie und die Entdeckung der Gravitationswellen

Donnerstag, 22. Januar 2026 · 53 min

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Shownotes

Die Episode über Rückenschmerzen, überraschendes Programmieren und große Entdeckungen
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In dieser Folge wird gerechnet. Denn in der Astronomie gibt es nicht nur Beobachtung und Theorie. Dazwischen sitzt die Numerik und sie ist das Herzstück dieser Wissenschaft. Ohne numerische Methoden würden wir keine Planeten entdecken, hätten keine Gravitationswellen nachgewiesen und wüssten nichts über Dunkle Materie. Was die Numerik genau ist, wie sie funktioniert und wieso man davon im Studium überrascht wird, diskutieren Eva und Jana in dieser Folge.

Was ist Numerik?

Eva und Jana starten in diese Folge mit ihren Numerik-Erfahrungen im Studium. Beide beschreiben, dass lange der Eindruck entsteht, Astronomie wäre nur Beobachtung und Theorie, während die numerischen Methoden eher am Rand vorkommen. In der Praxis zeigt sich aber schnell: Ohne Numerik geht praktisch nichts.

"Numerik" bedeutet dabei nicht einfach nur Programmieren. Es geht um eine eigene mathematische Denkweise. Man muss verstehen, wie man ein Problem formuliert, wie man ein Verfahren auswählt, welche Näherung sinnvoll ist und wann ein Ergebnis als ausreichend genau gelten kann.

Eva bringt außerdem das Beispiel aus dem Film "Hidden Figures", in dem deutlich wird, dass rein analytische Methoden oft nicht ausreichen und numerische Verfahren notwendig werden, um reale Probleme wie Raumflugbahnen zu lösen. Die Szene ist zwar dramaturgisch zugespitzt, zeigt aber sehr gut, worum es grundsätzlich geht: Die Realität ist komplizierter als jede schöne Formel.

Neptun und Vulkan und die Anfänge der modernen Numerik

Hier wird der historische Bogen gespannt. Jana und Eva sprechen über das Zusammenspiel von Theorie, Beobachtung und Rechnung am Beispiel der Entdeckung des Neptun. Aus Bahnstörungen des Uranus wurde rechnerisch ein weiterer Planet vorhergesagt, und genau an der berechneten Position wurde er anschließend auch beobachtet. Für beide ist das ein Paradebeispiel für wissenschaftliche Eleganz: Erst denkt man sich etwas aufgrund von Theorie und Berechnung, dann bestätigt die Beobachtung diese Vorhersage und dazwischen steht die Numerik, die aus der Theorie das Modell für die Überprüfung der Beobachtung liefert.

Sie betonen außerdem, dass Numerik viel älter ist als Computer. Verfahren wie das Euler- oder Newton-Verfahren stammen aus Jahrhunderten, in denen es noch keine Rechenmaschinen gab. Schon Kepler, Newton und später Poincaré arbeiteten im Kern numerisch, weil sie merkten, dass viele Probleme analytisch nicht lösbar sind. Die moderne Numerik knüpft also an eine lange Tradition an, wurde aber erst mit Computern wirklich mächtig.

Exoplaneten entdecken mit Numerik

Jana erzählt von ihrer Bachelorarbeit mit Gravitationslinsen und Simulationen, bei denen Modelle im Computer gebaut wurden, solange bis die simulierten Bilder mit den echten Beobachtungen übereinstimmten.

Eva berichtet von ihrem aktuellen Uni-Projekt zur Transitmethode bei Exoplaneten. Sie beschreibt, wie man künstliche Lichtkurven erzeugt und diese mit echten Messdaten vergleicht. Man versucht, eine theoretische Kurve so anzupassen, dass sie möglichst gut auf die Daten passt.

Beide sprechen auch kritisch über die Gefahr des Overfittings. Man kann sich mit genug mathematischer Freiheit fast alles in eine Datenwolke hineininterpretieren. Deshalb ist wissenschaftliche Vorsicht entscheidend: Man muss immer hinterfragen, ob das Modell wirklich physikalisch sinnvoll ist oder nur gut angepasst wurde.

Die Effekte sind gerade bei den Exoplaneten besonders klein. Die Helligkeitsänderungen liegen oft im Bereich von Bruchteilen eines Prozents. Dass man solche Signale trotzdem aus den Daten herauslesen kann, ist nur mit sorgfältiger numerischer Analyse möglich.

Gravitationswellen und numerische Relativität

Im Hauptteil der Folge erklärt Eva, warum die Entdeckung der Gravitationswellen im Jahr 2015 ohne Numerik kaum möglich gewesen wäre. Die gemessenen Signale sind extrem schwach und in den Rohdaten kaum von Störungen zu unterscheiden. Erst durch numerische Simulationen wusste man überhaupt, wonach man suchen muss.

Die Verschmelzung zweier schwarzer Löcher ist analytisch nicht berechenbar. Raum und Zeit werden extrem verzerrt, die Gleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie sind in dieser Situation nicht mehr exakt lösbar. Deshalb braucht es numerische Relativität: Man löst Einsteins Feldgleichungen mit riesigem Rechenaufwand auf Supercomputern.

Eva schildert den langen Weg bis zum Durchbruch: erste Versuche in den 1960ern, begrenzte Fortschritte in den 1980ern und schließlich der große Erfolg 2005, als es Frans Pretorius gelang, die vollständige Kollision zweier schwarzer Löcher stabil zu simulieren. Erst danach konnten verlässliche Vorhersagen für Gravitationswellensignale erstellt werden.

Oder anders gesagt: Man muss wissen, wie Vögel aussehen, bevor man sie beobachten kann. Genauso musste man wissen, wie ein Gravitationswellensignal aussehen sollte, um es im Datenrauschen von LIGO überhaupt erkennen zu können.

Weiterführende Information

• "Evolution of Binary Black Hole Spacetimes" (arxiv.org/abs/gr-qc/0507014v1) von Frans Pretorius

• "Numerische Astronomie" (sternengeschichten.podigee.io/442-sternengesch…) aus "Sternengeschichten"

• "Einstein im Computer: Gravitationswellen und Numerische Relativität (astrodicticum-simplex.at/2016/02/einstein-im-c…) von Florian Freistetter

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Eva Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Cosme Glatte mit mir Eva und diesmal dabei wieder Jana. Hallo Jana.

Jana Hallo.

Eva Hi. Es ist unsere erste Folge im neuen Jahr.

Jana Yes. Hast du denn schon irgendwelche ambitionierten oder weniger ambitionierten Neujahrsvorsätze? Ich weiß nicht, ich tue mich da mal ganz schwer.

Eva Du meinst, ob ich Neujahrsvorsätze habe, die ich schon gebrochen habe?

Jana Vielleicht, ja.

Eva Bin ich noch dran oder habe ich sie schon aufgegeben? Nein, ich habe eigentlich nicht wirklich welche gemacht. Momentan meine Strategie ist, ich handle mich von Monat zu Monat. Ich muss jetzt mal schauen, dass ich den Jänner irgendwie gut über die Bühne bekomme. Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber bei mir war ja irgendwie so vor Weihnachten, ist gleich nach Weihnachten, also nach der Pause.

Eva Naturgemäß Ende des Monats, Ende Jänner, Semesterende auch wieder an der Uni. Und dementsprechend stressig ist es gerade schon wieder bei mir. Und ja, deswegen schaue ich mal, dass ich den Jänner irgendwie überlebe. Und dann im Februar schaue ich weiter.

Jana Das geht mir tatsächlich auch ähnlich. Also wir sind in den Januar eingestiegen. Bei mir war es in der Arbeit einfach beim ZDF total wild, irgendwie drei Drehs und Livestreams und so. Ach, nicht verschont geblieben. Nee, irgendwie wollen die alle sofort mit allem starten. Aber ich habe mir tatsächlich, das ist ganz schlimm, weil das so ein richtiges Klischee ist, aber so ein bisschen neuer Vorsatz ist bei mir, vielleicht liegt es auch daran, dass ich älter werde, dass ich mich mehr bewege.

Jana Ich muss wirklich, also dieses Sport sagt ja wirklich jeder.

Eva Ja, das ist der Klassiker.

Jana Das ist echt der Klassiker, aber ich merke es halt jetzt einfach richtig recht. Also ich habe jetzt Schulterprobleme. Probleme.

Eva Ach, die habe ich auch.

Jana Das ist irgendwie, und ich weiß halt, das geht weg, wenn ich Sport mache.

Eva Mir fehlt da halt wirklich die Disziplin. Also ich habe das auch natürlich vor Weihnachten gehabt, also stressbedingt, auch diese Schulter- und Nackenschmerzen. Und dann habe ich natürlich auch gemerkt, dass ich ein bisschen zugenommen habe. Und dann habe ich gesagt, oh Gott, ich werde wahrscheinlich zu diesen Neujahrsopfern dann gehören, die sich da im Fitnessstudio tummeln und da ganz motiviert.

Eva Ja, aber das habe ich jetzt da gar nicht gemacht, weil ich gewusst habe, ich schaffe das einfach nicht, weil ich das zeitlich gerade nicht unterbringe. Deswegen ist das Projekt jetzt auf Februar verschoben. Aber was ich gemacht habe ist, und vielleicht kannst du das auch machen. Ich habe jetzt von meinem Hausarzt eine Überweisung geholt.

Eva Bei uns gibt es ein Gesundheitskurzzentrum für meine Nacken- und Schulterschmerzen, weil ich auch weiß, dass das bei mir arbeitsbedingt ist, durch die Computerarbeit und das alles. Da möchte ich mir das jetzt anschauen lassen, dass ich dann so ambulante Therapien bekomme. Und da hast du dann auch so Bewegungstherapie und dann kriegst du eben auch so Übungen gezeigt.

Eva Und manchmal gibt es dann auch so Moorpackungen und noch andere Behandlungen. Und ich bin so stolz auf mich, dass ich es geschafft habe, mir einen Termin auszumachen. Also ich bin jetzt dann Ende Jänner dann dort und dann lasse ich mir das mal anschauen. Also ich versuche mich ja selber dabei auszutricksen.

Eva Naja, aber dann denke ich, dann habe ich Termine und dann hat es vielleicht mehr Ernsthaftigkeit und dann mache ich es auch ernsthafter.

Jana Das stimmt, ja. Mir geht es ja exakt genauso wie du. Ein Freund von mir hat mir neulich mal gesagt, Sport ist einfach kein Hobby von dir. Also auch wenn man es dann macht, dann ist es mehr so Verpflichtung. Das mit den Terminen finde ich auch gut. Ich hatte das auch mal eine Zeit lang, dass man sich wirklich im Kalender eintragt.

Jana Dann und dann mache ich Sport und dann ist das ein Termin.

Eva Ja, richtig. Der einzige Sport, den ich ja wirklich regelmäßig mache, ist ja Radfahren.

Jana Stimmt, ja. Einmal zu Touren und sowas.

Eva Naja, und ich mache Indoor auch recht viel und da habe ich auch wirklich meine Termine. Aber das ist halt ein Rennrad und das ist halt für den Rücken und für den Nacken jetzt natürlich auch gut.

Jana Schauen wir mal. Am Ende des Jahres sprechen wir uns nochmal, ob wir unsere Vorsätze in der Hinsicht angehalten haben.

Eva Wenn wir unseren Nackenschmerzen dann gehen, ja.

Jana Genau.

Eva Wie jung oder frisch wir dann auch beieinander sind, ja.

Jana Und ich glaube, du hast uns heute auch ein Thema mitgebracht, was eigentlich noch mehr Computer als Bewegung ist, oder?

Eva Ja, weil es ein Thema ist, das mich tatsächlich eben auch beschäftigt an der Uni, weil ich jetzt eben aktuell auch eine Numerik-Vorlesung besuche und da entsprechend auch numerische Projekte natürlich mache. Und da ist mir irgendwie so klar geworden, weil die Vorlesung ist schon ziemlich am Ende vom Studium.

Eva Und davor hatte ich irgendwie überhaupt keine Berührung mit so numerik-mathematischen Lösungen. Und ich habe mir ehrlich gesagt auch dementsprechend schwer getan jetzt am Anfang. Beziehungsweise auch immer ist es nicht so, dass ich da jetzt der Hero bin. Da habe ich gesagt, ja, okay, einerseits interessant, dass das an der Uni zum Studium auch so spät kommt.

Eva Obwohl eigentlich, weil dann habe ich ja weiter überlegt, man braucht es ja im Prinzip die ganze Zeit irgendwie. Also es ist jetzt nicht so, als wäre jetzt in Numerik oder die numerischen Verfahren irgendwie sowas ganz Exotisches in der modernen Astronomie. Ja, und da habe ich mir gedacht, dann schauen wir uns das vielleicht doch einmal zusammen an.

Eva Und ich bespreche das gleich mal mit dir, weil du wirst das ja wahrscheinlich auch auf der Uni gehabt haben.

Jana Ja, wir hatten, was war das, ich glaube drei Semester Mathematik, irgendwie Analysis und Algebra. Und dann das letzte reine Mathematik-Fach, was wir noch nehmen mussten, war Numerik. Und das weiß ich noch, da war die Klausur ganz seltsam. Da mussten wir dann tatsächlich Code per Hand ausschreiben. Weil ich wirklich das Gefühl hatte, jetzt verarschen sie mich komplett.

Jana Aber das, klar, das ist, also gerade in der Astronomie, das war mir davor, glaube ich, auch nicht so klar, dass es, du musst ja mit Datenmengen irgendwie umgehen können. Und da wird es halt dann... Das ist relevant und das, was man, glaube ich, was die meisten Leute so ein bisschen, ich weiß nicht, wie es bei dir war, überrascht ist, du musst halt programmieren können.

Eva Ja, das stimmt.

Jana Eigentlich ist es halt an den Unis eh schon total vernachlässigt und die Numerik ist dann zumindest so ein bisschen der Fingerzeig drauf zu sagen, so bitte beschäftige dich mit Python oder C++ oder was auch immer, denn das musst du können.

Eva Ja, das stimmt, ja. Ja, also bei mir, ich glaube, ich auch irgendwie so die Informatikvorlesung hatte und dann eben auch so im Freundeskreis verkündet habe, ja, es ist so weit, jetzt muss ich wirklich programmieren können. Ganz große Augen haben mich dann angestarrt, ja, so, was, wie, wieso musst du programmieren können?

Eva Und dann halt zu sagen, naja, das ist eigentlich so das Um- und Auf- ist und dass du da halt überhaupt nicht drumherum kommst. Ja, ich glaube, das ist gar nicht wirklich ein Bewusstsein oder das ist halt, wenn man jetzt sagt, okay, man macht jetzt Astronomie, dass das dazugehört und zwar zu einem großen Teil.

Jana Also auf jeden Fall. Für mich war das vor allem dann, wenn man selber Arbeiten machen musste, ob es jetzt Bachelorarbeit war oder Masterarbeit, da ging es dann schon los. Und ich war da ein bisschen überrascht davon. Also ich habe dann während der Bachelorarbeit angefangen, mir irgendwie Python beizubringen, aber auch mehr aus so einer Not heraus. Das geht jetzt wirklich nicht mehr ohne.

Eva Okay, das heißt, war das bei dir auch so, dass das dann irgendwann ist der Punkt da im Studium, wo dann vorausgesetzt wird, dass du es plötzlich kannst?

Jana Dass du es plötzlich kannst.

Eva Ja, genau. Ich bin mir da immer so unsicher gewesen, die ganze Zeit. Ich habe mich auch so, okay, wann lerne ich das jetzt?

Jana Nie.

Eva Genau, und dann plötzlich irgendwie, weil so ging es mir jetzt auch, jetzt auf einmal so, bam, jetzt müsste ich da schon voll abliefern. Und ich so, was, was soll ich hier tun? Wie bitte? Und es sind ja zwei Sachen eigentlich, weil es ist ja, Numerik ist ja nicht nur gleich Python, also gleich Programmieren, sondern es ist ja schon, ich meine, das ist halt, ja, numerische Methoden, das ist eine eigene Mathematik, das sind eigene Nährungsverfahren, ja, da muss man sich das einmal verstanden haben, was will ich eigentlich und wie komme ich dorthin und was brauche ich dafür und Und das zu verstehen, damit du es dann überhaupt in Python oder was auch immer übersetzen kannst, ja, und dann dem Programm sagen kannst, mach das und das,

Eva ja, und das sind eigentlich zwei Sachen, die man da lernen muss und das ist eigentlich recht komplex.

Jana Aber es ist wirklich erstaunlich, wenn man dann mal arbeitet in der Forschung, egal was man macht, glaube ich, du kommst um diese numerischen Methoden nicht herum. Also da war ich schon auch echt überrascht, dass praktisch alles damit gemacht wurde. Also die Astronomie ist ja eigentlich das Fach für Numerik, weil du kommst einfach nicht weiter, du stehst sonst vor unlösbaren Problemen.

Eva Ja, und es wird da total wenig darüber gesprochen, oder? Und es kommt auch im Studium, finde ich, total wenig vor. Und eigentlich fast so ein bisschen stiefmütterlich wird das da behandelt. Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber ich habe so meine Filme, die ich mir halt manchmal anschaue, wenn ich irgendwie eine Motivation brauche, gerade wenn es vielleicht so Mathe-Prüfungen waren.

Eva Und bei mir ist einer von diesen Filmen Hidden Figures. Kennst du den?

Jana Ja, habe ich angeguckt, ja.

Eva Also ich liebe den ja wirklich und das ist ja wirklich so, wenn ich dann anscheinend bin, ja, wohl, ich mache es jetzt wieder weiter so und jetzt lüge ich rein und lerne das. Und da gibt es tatsächlich eine wirklich sehr schöne Szene, wo es um Numerik geht oder numerisches Verfahren. Und zwar stehen sie da vor so einer riesigen Tafel, die haben ja früher diese, wo du mit den Leitern raufgeklettert bist und dann diese ganzen Berechnungen angestellt hast.

Eva Und dann stehen sie halt vor so einem riesigen Ding und dann schauen sie sich das an und sie rätseln halt schon die meiste Zeit vor so einem Problem, weil sie diese Bahnberechnungen machen müssen. Für diese Umrundungen, diese Flugbahnen, sind die Vorbereitungen halt zum Flug zum Mond. Und dann hängen die die ganze Zeit an diesen Bahnberechnungen, dass sie zwar wissen, wie sie den Astronauten, den Glenn, in den Orbit bringen, aber dann nachher nicht mehr, wie sie ihn runterbekommen.

Eva Also das war dann so dieses, okay, wie bekommen wir jetzt von der elliptischen in eine parabolische Flugbahn.

Jana Ja, ja, die Szene kenne ich auch, wo sie da steht und sagt, da gibt es keine Formel dafür.

Eva Ja, ja, genau. Und dann so, ja, nein, also wir sind das ganz falsch angegangen. Wir haben keine Formeln dazu. Ja, nein, wir brauchen alte Formeln. Und dann ist das so, ja, wir haben das bis jetzt analytisch gemacht, aber wir brauchen numerische.

Jana Also wir brauchen alte Formeln.

Eva Und dann sagt man, ja, irgendwie so Euler-Verfahren oder sowas. Und dann dieser Schelden-Charakter, der sagt dann so, was, das ist ja aus dem 18. Jahrhundert. Und das ist so lustig, weil in diesem kurzen Moment klingt das so, als wäre er, numerisch oder numerische Verfahren, total oldschool. Das machen wir heutzutage überhaupt nicht mehr, was soll das?

Eva Was halt überhaupt nicht stimmt, weil im Prinzip ging es da danach ja dann so 50, 60 Jahre voll bergauf mit diesen ganzen Sachen.

Jana Ja, weil es halt funktioniert, also weil du dich damit halt entlanghangeln kannst, genau.

Eva Ich fand es ganz lustig und eigentlich ist es doof, dass die das so lange brauchen, um zu checken, dass sie da was numerisch machen sollten. Das ist jetzt vielleicht ein bisschen komisch, aber für die Dramaturgie war es wohl notwendig und ich finde, es zeigt halt sehr deutlich halt wichtig oder wirklich bedeutend das ist, dieser numerischen Verfahren.

Jana Ja, auf jeden Fall.

Eva Immer so ein bisschen drüber nachdenkt, ist die Szene eigentlich doof?

Jana Ja, aber es zeigt das halt schön, glaube ich, sehr deutlich oder es zeigt dieses Problem, glaube ich, was vielen Menschen so gar nicht klar ist, dass es halt in der Realität so viele Dinge gibt, die du nicht analytisch, also mit einer Formel, lösen kannst. Ich glaube, das ist den Leuten mal nicht so klar, dass Mathematik ist ein schönes Instrument.

Jana Aber diese schönen Formeln, die irgendwie den Anfang und den Ende haben und wo du einfach alles einsetzen kannst, die sind halt immer nur in den idealisierten Welten eigentlich wirklich ansetzbar. Und wenn du halt eben mit sowas wie Raumfahrt zu tun hast und mit mehreren Massen, das ist ja irgendwie auch immer so mein Paradebeispiel dafür, dass das halt nicht mehr funktioniert.

Jana Also nicht mehr analytisch lösbar ist und dann braucht es halt eben dieses andere Gebiet. Und ich glaube, da haben sie halt versucht, das irgendwie darzustellen, dass das was anderes ist und dass du halt irgendwo nicht mehr weiterkommst. Aber klar, ich glaube nicht, dass irgendjemand bei der NASA sich daran gestört hat, numerische Methoden zu verwenden, weil die angeblich aus dem 18. Jahrhundert stammen.

Eva Ja, das stimmt. Ich fand es ganz witzig und ich meine, es stimmt, es zeigt die Bedeutung recht gut. Und das ist ja auch, das ist das, was du ja auch gerade gesagt hast. Also ich glaube, man hat da halt, gerade wenn es jetzt auch um die Astronomie geht oder generell vielleicht um Naturwissenschaften, Physik gilt das ja auch, dass du da hast du halt so einerseits den Techniker, so alter Doc Brown, der irgendwas tüftelt und erfindet und dann hast du die Theoretiker wie Einstein und die halt über ihre Formeln brüten und so und die eigentlich mit der realen Welt fast nichts zu tun haben. Genau, ja.

Eva Und in der Astronomie hast du es ja auch immer. Einerseits hast du ja die Beobachter in der Astronomie. Also das ist ja der Klassiker, ja. Also dieser Blick durchs Teleskop und die Beobachtungen. Das ist ja auch das, an was die meisten Menschen zuerst denken, wenn sie halt an Astronomie denken. Und dann gibt es natürlich schon auch noch die theoretische Astronomie.

Eva Also eben Kepler-Newton, die halt dann schauen, okay, was für grundlegende Gesetze sind, da kann ich da ableiten davon. Also so diese zwei Lager. Und irgendwo dazwischen hat sich dann wahrscheinlich die Numerik eingefunden. Und ja, ich glaube, bevor wir uns das genauer anschauen, machen wir eine kurze Pause.

Jana Yes!

Eva So, und da sind wir wieder. Ich habe auch ein ganz schönes Beispiel mitgebracht, was jetzt so diese Beobachtende und diese theoretische Astronomie veranschaulicht, weil natürlich brauchen die Sachen sich gegenseitig. Also ich glaube, das eine kann ohne dem anderen nicht so wirklich sein. Und eine ganz schöne Geschichte finde ich ja immer wieder, das ist mir gleich als erstes eingefallen, die Entdeckung von Neptun.

Eva Das war ja 1846. Der Auslöser oder der Ausgangspunkt von dem Ganzen war ja eigentlich, dass man ja Bahnstörungen vom Uranus bemerkt hat, also berechnet hat und Urban Le Verrier und gleichzeitig auch Adams haben sich das ja angesehen und sind ja dann darauf gekommen, okay, eigentlich müsste es da noch einen weiteren Planeten geben, der noch nicht bekannt ist.

Eva Also das ist aufgrund von diesem Theoretischen eigentlich, was sie ausgerechnet haben, haben sie halt einem Planeten vorhergesagt. Und das musste dann natürlich überprüft werden. Und da hat dann Galle durch das Teleskop geblickt und hat dann 1846 dann tatsächlich Neptun auch entdeckt. Und das finde ich halt immer wieder so schön, dass du halt wirklich davor gehabt hast, okay, diese Mathematik, die Berechnungen und das alles, dann schau mal, passt das? Und das finde ich ganz gut.

Jana Ja, es ist ein irrer Siegeszug sozusagen der Theorie oder das, was das zeigt. Warum? Wie du gesagt hast, das eine kann nicht ohne das andere. Wir haben manchmal Beobachtungen, die wir theoretisch erklären müssen. Das gibt es ja auch in die Richtung, dass man sagt, zum Beispiel die Galaxien drehen sich außen viel schneller als gedacht und dann muss die Theorie nachziehen und sagen, ja, dunkle Materie vielleicht oder so.

Jana Wie kann das sein? Aber schöner finde ich ja fast schon diese andere Richtung, eben dieses, da muss ein weiterer Planet sein und dann wird der ja tatsächlich entdeckt und ich glaube, es war auch gar nicht so weit voneinander entfernt, die theoretische Vorhersage und dann kann man sich tatsächlich ausrechnen, wo müsste der gerade stehen.

Jana Und dann schaut man drauf und dann ist der da. Das ist mega.

Eva Du hast dann gesagt, okay, dann müsste der jetzt da sein, schau mal dorthin und dann hat er tatsächlich einen Planeten so. Ich stelle mir auch sehr aufregend vor.

Jana Ja, ja, total.

Eva Schon sehr spannend, ja.

Jana Da läuft man sich manchmal in die Gefahr, glaube ich, so ein bisschen false positives zu erhalten, wenn man sehr stark davon ausgeht, da muss irgendwas sein. Aber beim Netto wissen wir ja, dass das einfach geklappt hat, also dass das genau das war.

Eva Was Sie vorher gesagt haben. Ein bisschen später hat es ja nicht geklappt mit Vulkan. Das ist richtig. Der eine Planet, wo halt der Merkur davor, dahinter, ich weiß es jetzt gar nicht mehr.

Jana Ja, ja, beim Merkur, weil sie sich den Merkur ja nicht erklären konnten, aber dann kam Einstein mit der speziellen Relativitättheorie.

Eva Genau, aber da war halt dann ein anderer Grund. Gab es da für die Abweichungen ja richtig. Aber in dem Fall hat das eben funktioniert bei Neptun und das war halt ganz schön. Und man gesehen hat, okay, da bedingt sich das beides. Ich finde es ja ganz spannend, weil wir ja am Anfang auch gesprochen haben, bei uns auf der Uni der Numerik irgendwie so gleich auch programmieren.

Eva Und ich habe manchmal auch so den Eindruck, dass es ein bisschen, weiß ich nicht, numerik ist. Automatisch musst du gleich mal eine Funktion schreiben oder irgend sowas und gleich mal einen Code machen. Das stimmt aber einfach nicht, weil halt numerik schon viel älter ist. Vor den Computern hat es numerik schon gegeben.

Eva Also es heißt ja nicht umsonst Euler-Verfahren. Der hatte keinen Computer. Ja, und auch das Newton-Verfahren. Also Newton hat sich ja auch damit auseinandergesetzt, mit der Himmelsmechanik, Kepler, seine Rechnungen zu den Planetenbewegungen. Also das hat es schon viel früher gegeben. Hat ihm auch erkannt, dass es eben analytisch da auch Probleme gibt. Also Poincaré hat ja mit dem Dreikörperproblem.

Eva Das ist prinzipiell chaotisch und du hast winzige Änderungen bei den Anfangsbedingungen und hast unterschiedliche Entwicklungen. Also da hat man schon gesehen, dass es in der Analytik eben auch Grenzen gibt, so wie du das gesagt hast, bei der Numerik jetzt. Also was ist da eigentlich so dieses Verfahren? Man nähert sich im Prinzip einer Lösung, durch eine Annäherung, also das heißt der Iterationsverfahren.

Eva Das heißt, du machst durch eine wiederholte Anwendung von einem Rechenverfahren einer Funktion, die du im Fall finden musst, das ist das Schwierige. Näherst dich dann eben schrittweise einer Lösung Im besten Fall. Das heißt, du brauchst aber immer einen Ausgangswert. Du musst dir überlegen, welchen Schritt machst du überhaupt.

Eva Wie viele Schritte, wohin gehst, deine Folge, deine Funktion. Das muss dann halt irgendwann auch konvergieren. Das heißt, wenn es das nicht tut, dann ist es schlecht.

Jana Ist das kein gutes Verfahren?

Eva Und wenn dann irgendwann einmal dein Rechenschritt kleiner ist als der Fehler, dann bist du quasi angekommen und dann passt das mehr oder weniger.

Jana Genau, ich stelle mir das immer so ein bisschen vor, eben wenn man sich das Drei-Körper-Problem anguckt und man eben sagt, es gibt keine Formeln mehr, die das genau beschreiben kann, finde ich es immer wirklich sehr anschaulich zu sagen, du schaust dir dann halt winzige Zeitschritte an. Also das ist Numerik, dass man sagt, man guckt sich an, hier haben wir drei Planeten oder weiß ich nicht was, drei Sterne und eine Sekunde.

Jana Wie stehen die jetzt alle? Also in winzigen Zeitschritten kann man das versuchen auszurechnen und dann machst du das halt immer weiter und immer weiter und näherst dich halt so einer Lösung dieser Dynamik an, weil man wirklich bei sowas Banalem eigentlich, eben wie, naja, du hast drei Körper an einem System, kommst du schon normalen Formeln nicht mehr weiter.

Jana Und da brauchst du eben diese Iterationsverfahren, wo du kleine Schritte machst. Also das kann natürlich ein Computer irgendwann sehr gut. Also dafür sind die ja am Ende auch gemacht. Aber das kann man natürlich auch per Hand machen.

Eva Ja, aber wahrscheinlich ist es eben kein Zufall, dass dann dem Start von Computern die Numerik ein Testverfahren, gewonnen hat. Was ich nicht wusste übrigens war, dass tatsächlich im Zweiten Weltkrieg, wenn dem Manhattan Project da natürlich auch die Numerik vorangetrieben wurde und zwar ziemlich stark sogar, aber an und für sich ja klar, wenn man sich denkt, was die alles berechnen mussten, ja auch.

Eva Und da hauptsächlich von Johann oder John von Neumann. Hast du den schon gehört?

Jana Ja, ja. Ich hatte mal ein bisschen was zu dem gelesen. Das ist, glaube ich, auch ein ganz schöner Vogel gewesen.

Eva Ja, ich glaube, er war auch ein bisschen heftig. drauf, was ich so gelesen habe, weil er hat da halt schon noch ziemlich viel von diesen Bombensachen unterstützt.

Jana Ich glaube halt auch so wieder jemand, der halt begnadeter Mathematiker, der auch sehr getrieben von dieser Möglichkeit war. Also das ist ja sozusagen weltgewordene Physik, finde ich immer, die sie da mit hat. Also die Atombombe ist ja wirklich, finde ich, das erste oder das eindrucksvollste Beispiel in der Neuzeit, wie diese ganzen Berechnungen und diese ganze Theorie und diese ganze komische Teilchenphysik, mit der man eigentlich im Alltag das Gefühl hat.

Eva Nichts zu tun hat.

Jana Weil man sehr, sehr real wird. Und ich habe bei ihm auch so ein bisschen das Gefühl, das ist so jemand, der vielleicht ein bisschen entrückter von der Realität war und mehr in diesen mathematischen Räumen gelebt hat, wo die Konsequenzen nicht so wichtig waren.

Eva Ja, vielleicht wirklich einen anderen Zugang zu den ganzen Sachen. Sehr interessant, auch seine Karriere, so als anführlicher ein ungarischer Mathematiker eigentlich, also in Ungarn geboren und dann aber nach Amerika ausgewandert. Und der hat ja auch ganz, ganz viel gemacht. War dann auch bei Hilbert zum Beispiel, glaube ich, in einer Forschungsgruppe oder so, oder erkannte den, weiß ich jetzt gar nicht mehr.

Eva Er hat eben auch wirklich mathematisch auch Quantenmechanik viel gemacht, hat da dann im Zuge von dem Manhattan Project Entwicklungen vorangetrieben und Lösungen dann nämlich auch präsentiert, also eben zu diesen hyabolischen partiellen Differenzialgleichungen. Das Monte Carlo-Verfahren, das ist ja eines, was ganz biblisch.

Eva Bekannt ist.

Jana Oh ja, das habe ich in meiner Masterarbeit ganz viel benutzt. Das ist ein Riesenthema gewesen. Das sind diese MG, wie heißen die? Monte Carlo? MCMC, Algorithmen Monte Carlo. Was ist das zweite MC?

Eva Markov.

Jana Markov Chain, genau. Dankeschön. Genau so ist es.

Eva Ich mache es.

Jana Also das ist ganz moderne. Das wird überall angewandt. Das ist das Herzstück eigentlich von ganz viel Forschung.

Eva Es geht da alles auf die Zeit zurück. Er hat dann irgendwie auch später dann noch so einen Neumann-Rechner entwickelt, wobei da ist man sich dann unsicher, ob er diesen Algorithmus oder sowas, ob er das wirklich erfunden hat. Auf jeden Fall ist natürlich klar, dass also so ab den 50er Jahren, wo wir halt dann wirklich jetzt mit den, elektrischen Computern arbeiten, wo das nicht mehr nur Menschen waren, weil davor waren es ja die Rechnerinnen, sondern wirklich elektrische Computer hat das ab den 50er Jahren, da ist halt dann wirklich Bewegung in die Sache gekommen, also weil da hat man dann wirklich Sachen simulieren können, Modelle berechnen können, diese ganzen physikalischen Prozesse, schrittweise sich annähern können, ja, approximieren können und wo man halt

Eva wirklich früher ewig gerechnet hat, der hat das halt jetzt dann die Maschine natürlich ganz schnell erledigen können. Ja, das war natürlich auch für die Astronomie spannend und man hat dann eben auch begonnen in den 70ern, dass man halt schon so Galaxiensimulationen gemacht hat in den 90ern, dann eben auch schon diese Strukturbildungen, wie das alles entstanden sein könnte, auch Supernova, Sternentstehungen, weil das können wir ja alles nicht so wirklich beobachten jetzt in dem Zeitraffer.

Eva Jetzt gibt es halt ganz große Simulationen mit diesen sogenannten Supercomputern.

Jana In der Astronomie, glaube ich, ist auch mal ganz wichtig zu verstehen, dass diese Simulationen auch so ein ganz wichtiger Kernbestandteil sind, weil wir eben nicht die Zeit haben, Milliarden Jahre Galaxienentstehungen zu beobachten. Und dann braucht man eben die Numerik, weil dann haben wir nicht nur ein Dreikörperproblem, sondern hat man ein Milliardenkörperproblem.

Jana Es gibt ja diese Millennium-Simulationen, die wirklich das ganze Universum abbilden wollen oder das Beobachtbare und da hat man natürlich eine Vielzahl von kleinen Teilchen, selbst wenn man jede Galaxie als ein Teilchen nimmt, sind das halt immer noch sehr viele und das finde ich immer wieder beeindruckend, also diese, Simulationen, die gemacht werden, es gibt ja auch die, finde ich immer ganz cool, die kann man auch auf YouTube sehen, die Simulationen, wenn Andromeda und Milchstraße sich treffen, also diese, Kollisionen und die Idee ist ja immer, soweit ich das verstehe, wir machen eine Simulation, wo unsere Theorie drin steckt Und dann kann man sich angucken, kommt bei der Simulation das Gleiche raus, was wir in der Realität beobachten.

Jana Also ich glaube, es ist ja auch bei den Planetensystemen und so.

Eva Ja, ich glaube, das ist auch ein ganz wichtiger Punkt, den du da eben ansprichst. Du hast verschiedene Anwendungen oder Fragestellungen. Das heißt eben die Kollision von Galaxien, die Entstehung auch von Planeten, Geburt von Sternen, alles mögliche, Turbulenzen, Supernova-Explosionen, die Entwicklung eigentlich von dem ganzen Universum, die du dir mehr oder weniger anschauen kannst, das muss auch dann mit dem zusammenhängen, was wir halt eben jetzt beobachten.

Eva Ein Beispiel wäre ja auch immer so, wenn wir jetzt einen Asteroiden entdecken und da seine Flugbahn sehen und jetzt wissen wollen, ob er jetzt mit der Erde kollidiert oder nicht. Also wie wird das eine weitere Flugbahn sein? Okay, wir können jetzt natürlich warten und schauen. Okay, wohin bewegt er sich?

Eva Was passiert? Aber ja, ist jetzt natürlich vielleicht nicht ganz so gut. Wir wollen natürlich mehr wissen. Es wird halt dann auch recht schnell kompliziert, weil du hast natürlich die Gravitationskräfte, Positionsänderung. Das wird eigentlich sehr schnell sehr kompliziert. Und es gibt ja so Störungsrechnungen. und dann kannst du Vereinfachungen machen, aber das ist halt alles nicht so wirklich zielführend.

Eva Und das finde ich ist halt ein klassisches Beispiel, wo du dann sagst, okay, Du schaust dir das daneben an, weil wir es nicht exakt bestimmen können. Was natürlich jetzt mit der Numérique auch nicht geht, aufgrund von der Mathematik.

Jana Das merkt man ja auch bei diesen Asteroiden-Vorhersagen. Das hatte ich auch ganz oft die Diskussion als dieser eine Asteroid, wo es noch nicht klar war, der dann zwischendurch sehr hochgestuft wurde für eine Kollision mit der Erde.

Eva Das war Apophis, glaube ich, oder?

Jana Ja, Apophis und der andere Y, der hatte so einen ganz komischen Namen, R24 irgendwas, der jetzt schon wieder raus ist. Aber dann immer die Frage, warum könnt ihr das nicht genau bestimmen? Und das ist genau das, weil das sind zu viele Körper im System. Wir können nur Annäherungen machen und dann prozentuale Wahrscheinlichkeiten geben, dass der Asteroid mit der Erde kollidiert.

Jana Aber wir müssen halt Daten sammeln und irgendwann können wir mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit ausschließen, dass er die Erde trifft. Aber das ist natürlich ein anderes Gebiet und das darf man nicht verwechseln. Aber es ist so ein bisschen wie bei der Quantenmechanik. Wir fangen dann sehr schnell an, mit Wahrscheinlichkeiten zu arbeiten, weil wir halt uns nur nähern können einer Lösung.

Eva Naja, und vor allem, du hast dann natürlich auch einen gewissen Fehler immer drinnen. Und da ist es natürlich dann auch, je mehr Schritte du machst, je länger du das laufen lässt, summieren sich die Fehler. Und je weiter du dann halt in die Zukunft gehst, wird der Fehler auch immer größer und dann irgendwann hast du dann halt so Schwankungen.

Eva Ich glaube, das kennt man aber eh auch von der Wettervorhersage.

Jana Ja, zum Beispiel.

Eva Und da sagen sie es ja dann auch immer so, ja, aber dann so in 10, 14 Tagen, da wird es dann schon ungenau und dann sieht man eh schon auch immer die Schwankungen. Und da ist es auch so ähnlich.

Jana So kommt man der Realität nahe.

Eva Was aber ganz wichtig ist, dass du halt unterschiedliche Methoden hast. Das ist eben auch etwas, was, glaube ich, schwer verständlich vielleicht ist. Das ist halt jetzt nicht, das ist jetzt ein Code oder eine Software oder irgend sowas und du tippst das mal schnell in den Computer rein und dann rechnet der das. Alles easy piece.

Eva Du musst dir ja vorher ganz genau überlegen, was du eben haben möchtest. Und deswegen muss man ja auch immer wieder irgendeinen neuen Code schreiben oder man nimmt sich Schnipseln von irgendwas und passt das dann an. Weil man sich da auch wirklich überlegen muss, was habe ich jetzt, was für Parameter habe ich, was für Startwerte habe ich, was für Zeitschritte nehme ich.

Eva Das ist nämlich insofern auch wichtig, gerade wenn es in der Himmelsmechanik jetzt um die Bewegung geht, wenn ich mir jetzt die Bewegung von einem Asteroiden anschaue und dann, okay, wenn ich die Planeten jetzt mit, einfließen lassen möchte und der eine ist wesentlich kürzer in seiner Umrundung um die Sonne und der andere braucht viel länger.

Eva Kann es sein, wenn ich dann meinen Zeitschritt zu groß oder zu klein wähle, dann passt das nicht mehr. Das heißt, ignoriere ich dann den einen Planeten oder nicht? Also welchen nehme ich da? Und das muss man halt alles beachten. Und deswegen ist es auch wichtig, dass man das astronomische Verständnis hat.

Eva Du musst eben wissen, was du tust und vor allem was für Konsequenzen es hat, wenn du jetzt also sich Merkur rausnimmst und aber dafür einen von den hinteren Planeten drinnen lässt. Sagen wir Neptun, weil wir den vorhin schon hatten, der viel langsamer ist.

Jana Klar, du brauchst ganz viel Verständnis. Wenn du anfangen willst, die Realität anzunähern, dann musst du dir sehr klar sein, was die Rahmenbedingungen sind, weil sonst kommen natürlich ganz andere Sachen raus. Das ist ganz wichtig.

Eva Und das finde ich, das macht es aber wirklich sehr komplex. Und deswegen, das ist halt nicht so trivial, dass dann irgendwie so, ja, die Computer übernehmen, die Arbeit irgendwie. Aber du musst ihm ja auch mal sagen, was er tut oder tun soll. Und der sagt sich ja dann nicht so, hey, das ist aber ein Blödsinn, was du da gerade machst.

Eva Das passt so nicht zusammen, sondern das ist eigentlich sehr komplex. Du das dann halt auch übersetzt und dann in einen Code, dass du dann sagst, okay, und dann rechne das aus und im besten Fall kommst du dann zu einem Ergebnis, was dann den Beobachtungen entspricht. Das soll ja eben reale Daten reproduzieren, damit man dann eben sagen kann, also das ist eben kurz auch schon angesprochen, also die Simulationen.

Jana Dann haben wir es gut gemacht. Ich erinnere mich an meine Bachelorarbeit, da ging es darum, da habe ich mehr oder weniger genau das gemacht. Ich hatte so starke Gravitationslinsen-Aufnahmen und meine Aufgabe war es, Simulationen aufzusetzen, wo dann genau dieses Bild, was man in der Realität gesehen hat, rauskommt, damit man dann sagen kann, ah ja, okay, das muss die und die Masse sein und das muss die und die Entfernung sein, dass es dann genau so funktioniert ist.

Jana Also das ist das, was ich meinte, man setzt eben diese Simulation auf. Wenn das rauskommt, was man auch in der Realität beobachtet, dann weiß man, die Simulation wurde mit den richtigen Daten gefüttert sozusagen. Und das ist dann ein sehr mächtiges Werkzeug.

Eva Ja, man hat es ja auch bei Exoplaneten, also gerade so diese Transitmethode. Ich habe da jetzt übrigens auch bei meiner tollen Numerik-Vorlesung auch ein Mini-Projekt, das ich am Ende des Semesters abgeben muss, wo ich auch so einen Transit, also das ist ein synthetisches Signal und das muss ich da jetzt natürlich dann modellieren, also ich muss so einen künstlichen Transit erzeugen und dann schauen, ob das dann wirklich gut übereinstimmt und so einen Test machen.

Jana Cool.

Eva Hast du das auch machen müssen?

Jana Ja.

Eva Du warst ja für sich ja mit Exoplaneten ja dann beschäftigt.

Jana Genau. Also wir waren im Master, habe ich das angefangen. Das war dann eben auch diese MCMC-Algorithmen. Da geht es dann auch viel um Fitting. Das ist dann diese Kombi, wo man sich eben anschaut, wie schaut die Kurve aus, die ich gemessen habe und welche synthetische Kurve kann ich drauflegen, damit das möglichst gut übereinstimmt.

Jana Das war dann auch das große Ding. Da kann man wahrscheinlich auch eigene Folge über Fitting machen. Der kann man ja auch überfitten. Also man kann mehr reinstecken, als man eigentlich weiß, wenn man unbedingt seine Kurve nachinterpretieren will.

Eva Wenn ich einen Transit haben möchte, dann fitte ich mir den rein.

Jana Dann fitte ich den mir rein, genau. Also man kann aus einer Datenwolke alles Mögliche raus. Da gibt es diesen schönen Witz, die gleiche Datenwolke und sechs verschiedene Astrophysiker, die da ganz unterschiedliche Kurven reinlegen. Beim Transit ist es ja so, im Prinzip, ich habe eine Leuchtkurve von einem Stern.

Jana Also ich messe die ganze Zeit über die Zeit hinweg die Helligkeit von einem Stern. Und wenn der Wenn ein Planet dran vorbeizieht, dann gibt es eben diesen kurzen Dip, es wird kurz dunkler, es macht so eine U-Form ideellerweise und dann zieht der Planet wieder weiter, gibt den Stern sozusagen wieder frei und dann erreicht er wieder seine normale Helligkeit.

Jana Nachdem wie tief zum Beispiel dieser Dip ist, weiß ich halt dann genau, wie groß ist der Planet, wenn ich weiß, wie groß ist der Stern. Also das war meine Masterarbeit und dann auch die Arbeit, die ich in der Forschung gemacht habe, war eigentlich genau das. Also Simulationen aufsetzen, Fitting-Algorithmen aufzusetzen und zu gucken, wie nah komme ich mit meiner synthetischen Kurve an die echte Kurve ran und dann eben zu sagen, okay, dann sage ich, der Planet muss so und so groß sein und die und die Periode haben.

Jana Mein Projekt waren ja Single Transits, also wo du nur einen einzigen Dip siehst und keinen weiteren. Das heißt, du hast erstmal nicht die genaue Periode vom Planeten. Und da kannst du aber auch mit ganz komplizierten Ideen und mathematischen Berechnungen, zumindest einen möglichen Bereich für Perioden angeben. Aber da musst du eben eine sehr gute Simulation aufsetzen.

Eva Da beginnst du dann eigentlich auch mal mit einer Schätzung, oder?

Jana Genau, du beginnst mit einer Schätzung. Du sagst zum Beispiel auch so, er kann ja nicht kürzer sein als die gesamte Zeit, die ich hier habe. Sonst hätte ich ihn ja nochmal gesehen. Du kannst dann tatsächlich auch aus dem Slope, nennt man das, also der Abfall sozusagen, wo das erstmal eintritt, kannst du dann schon versuchen rauszufinden, okay, was hat der vielleicht für eine Exzentrizität und dann gibt es natürlich Formeln, das steht natürlich schon auch alles im Zusammenhang, wie schnell er zum Beispiel auch über die Sternscheibe hinweg geht.

Jana Also wenn er sehr schnell ist, steht er ihm natürlich irgendwie näher, als wenn er jetzt länger braucht und so weiter. Also das sind, nee, andersrum. Andersrum, er braucht länger, wenn er weiter weg ist. Ja, das ist schon wieder alles kompliziert. Also ich kannte, muss ich echt sagen, wirklich wissenschaftliches Arbeiten in all meinen Bachelor-Master-Arbeiten und dann auch an der Uni arbeiten.

Jana Hatte für mich immer was mit Numerik zu tun. Also ich weiß gar nicht, ob es jemanden gibt, der nicht numerisch arbeitet. Gerade in der Astronomie. Außer die totalen Theoretiker, aber selbst die wahrscheinlich irgendwann nähern sich Sachen an.

Eva Ja, das glaube ich mittlerweile auch. Also ich glaube, rein beobachtend gibt es ja auch nicht mehr. Also wir müssen immer ein bisschen rechnen können. Und nachdem wir mit sehr vielen Daten hier umgehen müssen, bist du da gar nicht vorbei. Was ich noch sagen wollte, das ist mir jetzt eingefallen, wo du jetzt über den Transit, über die Methode nochmal gesprochen hast.

Eva Wenn man ja sagt, ja okay, du hast dann so diesen Abfall in der Lichtkurve. Das klingt immer so eindeutig. Ja okay, du hast dann diesen Tipp, also dieses Loch unter Anführungszeichen, oder es geht dann halt dann runter die Kurve. Aber man muss sich ja auch mal vor Augen führen. Diese Relation, weil du kannst dieses Verhältnis auch ausrechnen, jetzt aufgrund, okay, wie groß ist der Stern und wie groß ist dieser Exoplanet und so, das heißt, du hast dann so ein Verhältnis und wenn halt so ein Ding da vorbeizieht vor seinem Stern, das ist allein so, wenn wir wissen jetzt die Erde vor der Sonne das Größenverhältnis, aber wenn man dann noch weiter weg ist, das heißt, du hast dann eher nur so Schwankungen, ich glaube von 0,

Eva irgendwas 1 Prozent oder so, was die Helligkeit nachlässt, das heißt, Man versucht da wirklich in einem ganz kleinen Bereich eigentlich eine Schwankung zu entdecken.

Jana Ich zeige den Leuten auch mal gerne bei Vorträgen, die ich halte, man sieht ja immer diese idealisierten Kurven, wo man so richtig schön sieht, so hell ist der Stern. Und dann zeige ich den Leuten immer gerne mal echte Daten und da siehst du meistens gar nichts drin erstmal. Das ist so ein Wust aus Datenpunkten und dann manchmal ist der Stern auch noch irgendwie unruhig, die sind ja nicht immer schön allem gleichmäßig hell.

Jana Und es gibt auch Leute, die dann trainierte Augen haben, die in einem Datenwolke tatsächlich so einen Abfall erkennen können. Also das ist auch nicht so leicht.

Eva Okay, also man kann ein Gefühl dafür entwickeln.

Jana Man kann ein Gefühl dafür. Da gibt es auch Leute, die können ein Gefühl für, wie ich ganz will, mir neulich jemand begegnet, der hat so Asteroidenforschung gemacht und der hat ein Gefühl dafür, wenn der zwei Aufnahmen sieht, wo sich was bewegt hat. Also wenn sich da ein Ding um ein paar Pixel bewegt hat, so erkennt man ja die Asteriden vor dem Sternenhimmel und der sieht das.

Jana Und das fand ich auch ganz toll. Der hat gesagt, ja, das ist einfach Training, dass man sich ganz viele Aufnahmen anguckt. Und das ist wie so ein Computer fast schon, der da drüber geht und sagt, ah, der ist aber jetzt ein Pixel weiter, als er vorher war. Und wenn man das nicht kann, schaut man drauf und der sieht gar nichts.

Eva Ich sehe es ja nicht einmal, wenn es dann schon eingeringelt ist.

Jana Ja, ja. Was? Ich erkenne gar nichts.

Eva Ah, ja, genau. Man muss natürlich auch schon wissen, auf was man schauen muss. Das ist jetzt auch ein ganz gutes Stichwort eigentlich von dir. Das heißt, man weiß auch schon, was einer vielleicht erwartet oder erwarten sollte. Bevor wir da jetzt nämlich noch weiter darauf eingehen, weil da habe ich noch eine ganz nette Geschichte dazu mitgebracht, brauchen wir noch eine ganz kurze Pause.

Eva So, und da sind wir wieder. Du hast mir nämlich jetzt ein sehr gutes Stichwort ja geliefert, dem er weiß, wo er hinschauen muss, damit er seine Asteroiden entdeckt und was sich da verändert hat. Ich habe nämlich auch jetzt erst ganz vor kurzem erst erfahren, dass auch die Numerik eine sehr große Rolle gespielt hat bei etwas oder bei einem Ereignis, sodass eigentlich jetzt das zehnjährige Jubiläum hat.

Eva Und zwar ist es die Entdeckung der Gravitationswellen. Also 2015 hat man ja die ersten Gravitationswellen entdeckt. Und da ist es tatsächlich so, dass ohne Numerik, also ich spoilere jetzt einfach einmal, hätte man das wahrscheinlich nicht erkannt oder verstanden oder zumindest nicht so leicht erkannt, also wie es jetzt dann wirklich 2015 passiert ist.

Eva Also ich glaube, den meisten ist ja die Geschichte schon bekannt. Ich glaube, ich habe sie, bin mir jetzt gerade nicht sicher, habe ich es schon mal erzählt im Podcast?

Jana Wir haben schon mal über Gravitationswellen gesprochen.

Eva Ja, stimmt, das war bei deiner Kollisionsreihe, oder?

Jana Ich glaube, genau.

Eva Da ging es nochmal drum. Die Auswirkung von der Kollision von zwei schwarzen Löchern. Und ich glaube, da haben wir auch darüber gesprochen. Du hattest ja den Kollision, glaube ich, auch von schwarzen Löchern. Und da haben wir dann auch die Gravitationswellen.

Jana Genau, der Standard sozusagen, der die Gravitationswellen, die stärksten zumindest auslöst.

Eva Ja, genau. Das ist aber nicht die ganze Geschichte, dass man halt nur das so entdeckt hat. Die Gravitationswellen sind ja wahnsinnig schwach. Also deswegen hat man ja auch sehr lange unter anderem geglaubt, dass man es ja nie nachweisen wird können. Und gleichzeitig sind die Messgeräte ja absurd groß. Also die sind ja Kilometer lang.

Eva Und die sind ja auch extrem empfindlich. Also die haben ja auch wirklich ja alles gemessen und aufgenommen. Also wenn da irgendwie so ein Laster vorbeigefahren ist.

Jana Haben die das wirklich.

Eva Das war eine starke Erschütterung, glaube ich sogar. Das heißt, da hast du ein riesiges Datenrauschen eigentlich gehabt. Und wenn du da jetzt eben wirklich jetzt die Gravitationswellen von zwei kollidierenden schwarzen Löchern finden möchtest, musst du eben auch wirklich genau wissen, wonach du suchst.

Eva Also wirklich genau so, deswegen ist dein Beispiel gerade so schön gewesen mit dem Astrohine. Du musst schauen, welcher Pixel sich ändert. Und da eben auch, so musst du jetzt eben auch wissen, ja, okay, welche von diesen Wellen, die ich da jetzt eben sehe.

Jana Sind jetzt echt.

Eva Genau, sind wirklich echt, sind wirklich kosmisch. Und das ist eben auch nur deswegen gelungen, weil da eben wirklich viele Leute sehr viel Arbeitszeit damit verbracht haben, Methoden zu entwickeln, ja, wie ich jetzt eben die Kollision von schwarzen Löchern am Computer berechnen kann. Und eben zu sagen, okay, wie dann die Gravitationswellen ausschauen, die dadurch entstehen.

Jana Dass man sozusagen ein Muster hat, wenn man sagt, so und so muss es aussehen, damit das tatsächlich aus dem Kosmos kommt und nicht eben der Laster war, der da gerade vorbeigefahren ist.

Eva Das war mir so auch nicht klar.

Jana Spannend, das wusste ich auch nicht.

Eva Natürlich musst du wissen, wie das ausschaut, wo nach du suchst. Wenn du sagst, ich will Vögel beobachten, wenn sie auch nicht, wie Vögel ausschauen, wird es schwierig. Warum das jetzt aber alles auch so schwierig war, müssen wir uns einen kurzen Ausflug machen in die Relativitätstheorie, Und selbst Einstein hat ja geglaubt, dass man das nie nachweisen wird können, weil das halt wirklich schwer ist.

Eva Und ja, vielleicht nur ganz kurz zur Erinnerung, was ihm passiert. Man nimmt sich so zwei schwarze Löcher umkreisen und dann schließlich verschmelzen. Das ist ja wirklich eine gigantische Sache, wirklich ein großes Happening im Universum. Also da wird wirklich Raum und Zeit verzehrt. Das ist alles hochrelativistisch.

Eva Die Einstein-Gleichungen der Altmann-Relativität sind dann eben auch analytisch nicht mehr lösbar. Also jetzt kannst du so eine Situation jetzt nicht mehr ganz normal mit Formeln allein beschreiben. Es gibt eben keine geschlossene Lösung für diese Verschmelzung von zwei schwarzen Löchern. Und da braucht man dann eben diese numerische Relativität.

Eva Und ich finde, das klingt extrem abschreckend.

Jana Numerische Relativität.

Eva Also eben die einsteinischen Feldgleichungen. Also das jetzt, ja, weiß ich nicht, ob ich das machen möchte. Also es ist wirklich extrem kompliziert. Weil das sind eben die Gleichungen, die Sie beschreiben, wie eben jetzt Massen, die die Raumzeit krümmen, wie sich eben auch Objekte aufgrund dieser Krümmung durch den Raum bewegen.

Eva Ja, du kannst es jetzt zwar mathematisch exakt lösen, aber dann hast du halt wirklich spezielle Bedingungen. Ich habe am Anfang auch schon gesagt, du kannst natürlich dann immer so Vereinfachungen machen oder Spezialfälle oder wenn das und das so ist. Und da hat man es halt schon lösen können, aber das waren halt immer so Spezialfälle.

Eva Und das war ein bisschen unbefriedigend, weil eigentlich musst du ja wirklich die echte Raumzeit verstehen und das ist jetzt halt mit so einem rein theoretischen Ansatz geht das eigentlich nicht. Ja. Da ist es aber jetzt auch so, dass sogar die numerische Lösung ist jetzt auch schwierig. Also das von der Relativität ist jetzt eben auch nicht so, okay, gut, ich schmeiße das in den Computer und easy.

Eva Und zwar ist das halt deswegen auch so schwierig, weil im Prinzip ist ja ein schwarzes Loch eigentlich eine Singularität. Und das ist halt etwas, was numerisch natürlich jetzt nicht gut ist.

Jana Das ist ein Problem. Unendlichkeiten mögen wir nicht.

Eva Ja, genau. Aber wir haben ja auch gesagt, dass eben, wenn du eine Rechnung machst, es muss ja konvergieren. Das heißt, es muss wohin laufen. Und wenn du jetzt eben etwas hast, was jetzt gegen Null oder unendlich oder sowas ist, das ist halt alles nicht so gut.

Jana Das ist schlecht.

Eva Das kannst du halt alles nicht so wirklich gut beschreiben. Gerade diese letzten Momente, wenn sich eben zwei schwarze Löcher begegnen, das ist das, was wir verstehen wollen. Und genau das haben wir jetzt aber eigentlich nicht wirklich gut beschreiben können.

Jana Also ich finde es sowieso, jetzt während du das erzählst, ich habe mir darüber nachgedacht, also die Relativitätstheorie numerisch zu fassen, stelle ich mir ja unglaublich kompliziert.

Eva Ist wild.

Jana Also das ist wild, ja. Naja, weil das ist ja nicht mehr dieses Einfache, das ist ja so unglaublich dynamisch, dass sich das ja auch alles noch gegenseitig beeinflusst. Und ich war gerade so komplett begeistig, hat es mich davongetragen. Weil ich dachte, ja genau, dann hast du die schwarzen Löcher und die sind sich aber so nah und die krümmeln den Raum.

Jana Und dadurch, oh Gott, also ich möchte es nicht machen. Nee, nee.

Eva Ja, eben. Wir müssen es auch nicht machen.

Jana Ja, sehr gut.

Eva Das ist das Gute. Aber ja, es hat eben lang gedauert. Also man hat zwar schon in den 60er Jahren versucht, die Relativitätstheorie also auch numerisch zu fassen. Aber damals war jetzt auch noch wirklich ganz klar, was schwarze Löcher sind. Und jetzt die Computer waren jetzt auch nicht so das, was wir heute hier kennen.

Eva Es gab dann in den 80ern weitere Fortschritte, aber da waren es eben auch nur so Spezialfälle, die man halt untersuchen konnte. Du brauchst die Konfiguration und es muss alles irgendwie symmetrisch sein. Also das, was jetzt nicht wirklich dämensprach, was man jetzt in der Natur erwartet. Und dann hat man aber neue Ansätze entwickelt, die jetzt über mehr Erfolg versprechend waren, die, finde ich, eigentlich auch ganz logisch klingen.

Eva Also der eine ist, der heißt Existion. Und da wird der störende Teil, sprich die Singularität, halt einfach rausgeschnitten aus der Simulation. Also unter Anführungszeichen. Es ist halt so, okay, ich kann damit nichts machen, also schneide ich es raus. Was jetzt auch gar nicht so blöd ist, weil... Alles, was ja hinter dem Ereignishorizont stattfindet, das hat ja sowieso keinen Einfluss jetzt auf den Rest irgendwie. Also das eigentlich kann ich ignorieren.

Jana Das ist eigentlich egal.

Eva Ist jetzt zwar einfach, aber ist jetzt auch nicht so easy, das dann hinzubekommen, bis man da eine vernünftige Lösung hat. Und der zweite Ansatz war Punctures. Da hat man die ursprünglichen Gleichungen. Der eine war rein mathematisch leicht zu lösen, wo eben die Singularität drinnen ist. Und der andere Teil ist dann numerisch gelöst worden.

Eva Und es hat jetzt ganz gut funktioniert, aber nur, wenn sich die Singularität nicht bewegt, was jetzt halt gerade bei einer Kollision von zwei schwarzen Löchern nicht der Fall ist. Und damit wir das alles nicht mehr machen müssen, hat das 2005 auch tatsächlich dann jemand geschafft. Und zwar ein südafrikanischer Physiker, Franz Pretorius, hat dann eine Methode entwickelt, mit der er tatsächlich die komplette Kollision und auch die Verschmelzung von zwei schwarzen Löchern numerisch am Computer darstellen konnte.

Eva Ich habe mir das Paper von ihm auch angeschaut, das heißt Evolution of Binary Black Hole Space Times. Also wer Interesse hat, ich kann es gerne auch in den Shownotes geben. Ich bin mir sicher, dass wir unter unseren Hörer und Hörerinnen den einen oder anderen haben, der sich da wahrscheinlich auch urgut auskennt, weil er es in Informatik oder irgendwo in dem Bereich tätig ist und sich das vielleicht anschauen möchte.

Eva Und der hat eben die Exition-Methode, also der hat das weiterentwickelt und hat damit dann eine Lösung gefunden. Und dann ist es eigentlich Schlag auf Schlag gegangen. Wenige Monate später ist dann in anderen Forschungsgruppen mit dieser Puncture-Methode auch gelungen, eben brauchbare Ergebnisse zu liefern.

Eva Und das war wirklich wichtig, weil genau erst jetzt war es überhaupt möglich zu sagen, also Fährsagen von Gravitationsfallen zu machen. Also wie schaut das wirklich aus, die bei so einem Ereignis dann eben entstehen, die dann ausgesendet werden. Wie kann ich das jetzt dann wirklich, also so müsste das dann sein.

Jana Das ist dieses, jetzt wusste man, wie Vögel aussehen und dann konnte man Vögel beobachten.

Eva So ungefähr, genau, ja. Und ich glaube halt wirklich, dass halt die Entdeckung da, also am... Es heißt LIGO-Observatwaren, aber ich sage immer LIGO.

Jana Ja, ich sage auch mal LIGO, aber es ist LIGO.

Eva Ja. Genau, also ich glaube, dass das wahrscheinlich dann nicht, zumindest nicht in der Art möglich gewesen wäre. Oder halt sehr viel schwieriger auf jeden Fall.

Jana Das ist ja einleuchtend. Also wenn ich nicht weiß, wie die Dinger ausschauen, kann ich ja nie ausschließen, dass es irgendwas anderes ist. Darüber habe ich so auch noch nie nachgedacht. Aber ich finde es ja logisch. Die mussten ein Muster haben, um zu wissen, nach was suchen wir eigentlich.

Eva Und das stelle ich mir jetzt halt schon sehr aufregend vor. Das war ja noch in der Testphase, glaube ich, oder? Wie sie das ja aufgezeichnet haben. Und das muss halt echt ein wahnsinniges Gefühl gewesen sein, wenn du das dann übereinander legst. Also du hast da deine Messung und dann hast du da jetzt deine Vorhersage, was du halt berechnet hast.

Eva Und dann legst du das so übereinander und dann siehst du, dass das gleich ist. Das muss ein wahnsinniges Gefühl sein.

Jana Ich glaube, das ist das größte Gefühl immer. Das ist ja wie mit Neptun. Wenn man sagt, den Vorherer findet man genau da diesen Planeten. Das ist Wissenschaft. Dieses, ich kann mir in meinem Kopf erdenken, was sein müsste. Anhand der Umgebungen und meiner Theorien, die ich für die Welt aufstelle. Die Welt spielt ja nach Spielregeln.

Jana Das Problem ist, dass wir nicht alle Regeln kennen, aber wir sind nah dran.

Eva Ausdenken könntest du ja eh viel, ja.

Jana Genau, und dann passt das halt mit dem, was man beobachtet, zusammen. Es ist ja auch das Wahnsinnige mit überhaupt Gravitationsmännern. Einstein sagt die vorher und es dauert ewig, weil wir erst die richtigen Instrumente brauchen und so.

Eva Aber eben 100 Jahre später.

Jana Genau, 100 Jahre später ist es exakt so, wie er gesagt hat. Und das ist... Das ist dann der große Triumph, ja. Das ist ein, glaube ich, irres Gefühl.

Eva Also das, glaube ich, muss wirklich gänzehaut sein.

Jana Ich hatte das einmal, dieses Gefühl, da hatten wir eben bei dieser Single Transit Vorhersage, habe ich eine Vorhersage gemacht und habe gesagt, der Planet hat eine Umlaufzeit von, das ist glaube ich, 38 Tage. Dann haben wir tatsächlich auch ein hauseigenes mit dem Wendelstein-Teleskop in der Nacht, wo ich gesagt habe, ja, ich hatte es dann eingeschränkt auf ein paar Stunden.

Jana Und dann habe ich tatsächlich Teleskopzeit bekommen und dann kam er wirklich in dem Moment. Und ich war live dabei und dann ging die Kurve runter und ich war so, jawohl, geil. Das ist das Gefühl, ja.

Eva Ja, das ist schon cool. Das ist die Bestätigung.

Jana Dass man alles richtig gemacht hat, ja.

Eva Ich meine, es ist jetzt so, dass schwarze Löcher recht simpel sind, von ihrem Aufbau her, also mathematisch gesehen. Weil du da recht wenige Eigenschaften hast, also halt Masse, Drehimpuls und elektrische Ladung. Deswegen, glaube ich, ist es halt unter Anführungszeichen halt einfacher, das numerisch zu lösen. Ich glaube, man hat bis jetzt um, ich glaube, 300 Gravitationswellen ja nachgewiesen.

Eva Die meisten eben von Kollisionen von schwarzen Löchern. Noch keine eben von einer Supernova-Explosion, aber die sind halt eben auch wesentlich komplexer und nicht so eindeutig vorhersagbar. Und da kann man das halt, glaube ich, einfach auch noch nicht so gut beschreiben. Also deswegen, glaube ich, ist es dann auch schwierig.

Jana Ich finde ja diese Analogie mit den Vögeln super. Genau, also man sagt Vögel und dann muss man grob wie Vögel aus den guten Netz. Jetzt sagt man, man möchte aber unbedingt Papageien beobachten, aber man weiß eigentlich nicht so genau, wie die ausschauen. Wie will ich die dann finden? Das ist klar. Da müssen wir ein besseres Modell dafür erst kriegen.

Eva Es ist auch cool, weil dadurch, dass du diese Simulation auch gehabt hast mit diesen Vorhersagen, hast du es ja nicht nur identifizieren können, sondern du hast ja dadurch dann auch sagen können, okay gut, die haben so und so viele Massen gehabt. Das waren jetzt diese 36 und 29 Sonnenmassen. Du hast damit sogar Einsteins Theorie testen können.

Eva Weil da halt dann die Beobachtung wirklich so gut übereinstimmt hat. Da wäre der Einstimmel schon beeindruckt gewesen.

Jana Ich glaube auch. Ich würde es ihm immer gerne erzählen, dass wir eben doch so weit gekommen sind, dass wir das geschafft haben, dass er immer wieder bestätigt wird. Ich weiß nicht, ob der noch mehr Ego gebraucht hat. Ich glaube, der war schon recht überzeugt von sich. Aber es ist natürlich beeindruckend. Das ist irre, dass wir das können inzwischen.

Eva Ich finde es auch spannend. Jetzt zehn Jahre haben sich natürlich einiges getan. Mittlerweile gibt es ja auch so eine richtiges Kollaboration. Also es ist ja nicht nur Laigo, sondern dieses Virgo gibt es ja auch in Italien. Cagra in Japan. Und in Deutschland ist auch einer. Also Geo 600. Kennst du das?

Jana Ach cool. Nein, habe ich noch gar nicht gehört.

Eva Es ist aber allerdings ein kleines. Die anderen sind ja alle riesengroß. Also ich glaube, ich habe es ja vorher schon irgendwie kurz gesagt. Also die in das Laigo, die haben ja eben so diese Armlängen von, ich glaube, vier Kilometer oder sowas.

Jana Also einige Kilometer, ja.

Eva Und ja, das in Deutschland hat 600 Meter Armlänge.

Jana Oh.

Eva Ich habe jetzt allerdings vergessen, nachzuschauen, wo das ist. Weißt du? Achso, nein, du kennst das ja noch.

Jana Nee, ich kenne es nicht. Weiß ich gar nicht, wo das ist.

Eva Glaubst du, kann ich das jetzt so schnell finden? Ah, in Ruta bei Hannover.

Jana Ah, also mitten in Deutschland.

Eva Okay. Es ist 2006 in Betrieb genommen.

Jana Ah, dann gibt es das auch schon länger.

Eva Genau, und ist eben auch ein Teil von dieser Kollaboration, was ich eben gerade erwähnt habe. Das wurde schon 1995 eingerichtet.

Jana Ah, okay. Ich finde das so schön bei diesen Gravitationswellen-Messgeräten. Die sind ja eben auch schon ganz lange in der Mache und die messen ja auch schon so lange. Dass man da wirklich sagen kann, nee, es lohnt sich, diese Experimente so lang laufen zu lassen. Das ist nicht verschwendetes Geld, wenn man sagt, das braucht jetzt 20 Jahre, sondern da kann man dann am Ende richtige Triumphe feiern damit und lass die halt laufen, lass die sich einrichten, lass die abgedatet werden und so weiter, wie mit den Teilchenbeschleunigern und dann geht's.

Jana Hat man die Chance, wirklich Großartiges dazu mitzumachen? Das ist wirklich cool.

Eva Ja, das stimmt. Ich meine, wir haben erst 2015 davon erfahren, wie sie das ja detektiert haben. Aber das sind ja Jahrzehnte der Arbeit davor.

Jana Ja, ja.

Eva Also vorausgegangen. Das ist ja auch nicht so. Die haben das Jahr davor mal schnell aufgebaut und dann geschaut und dann, hui, ja. Muss man schon bis haben, ja.

Jana Muss man schon wollen, ne.

Eva Na gut, aber es gab ja dann auch Physik-Nobelpreise dafür. So ist es ja auch wieder nicht für die Entdeckung.

Jana Ja, und man hat ja den Plan jetzt noch den ganz Großen aufzubauen, damit man dann auch mal über die schwarzen Löcher hinauskommt und schwächere Gravitationswellen misst. Sollen wir ja da noch ins All gehen mit unserem Detektor.

Eva Ja, ja, du meinst LISA oder LISA?

Jana LISA, LISA, genau.

Eva Genau, ja, Weltraum LISA, Interferometer. Ab 2,35. Ich bin gespannt, ob das sich halten wird.

Jana Ich glaube, es ist ja auch die NASA daran beteiligt so ein bisschen, oder? Also jedenfalls ist es nicht ganz so krass unter diese, Trump hat ja momentan alles gelöscht. Das ist aber, glaube ich, noch in Planung. Also das ist nicht auf Eis gelegt worden, soweit ich die letzten Informationen habe. Und das gibt einem immer so ein bisschen Hoffnung, dass da noch weitergeht.

Eva Das ist eh von der ESA, glaube ich.

Jana Ja, dann erklärt es das, warum es Trump nicht angefasst hat.

Eva Ja, genau. Das wird dann ja wirklich gigantisch. Wir haben dann eine Armlänge von 2,5 Millionen Kilometern. Kann man sich gar nicht vorstellen.

Jana Ich hoffe, dass Sie damit die Urknall-Gravitationswellen finden können. Ich glaube, es ist ein bisschen utopisch, aber das wäre es.

Eva Das klingt halt für mich so ein bisschen wie der heilige Gral. Es gibt Sachen, die bisher noch nicht nachgewiesen wurden. Es war halt eine Supernova-Explosion, die Gravitationswellen. Aber natürlich, also der Urkneufe, der müsste ihm eigentlich auch Gravitationswellen erzeugt haben. Ich weiß nicht, das wird wahrscheinlich noch dauern, oder?

Jana Ja, ich denke es auch. Aber man sieht, dass es wird. Also von einer Vorhersage kann es auch mal 100 Jahre dauern, bis es nachgewiesen wird, aber es wurde halt nachgewiesen. Und vielleicht erleben wir es nicht mehr mit, aber es ist das Beruhigende, finde ich, an der Physik, dass die eigentlich nur abwartet, bis wir die Instrumente haben, die empfindlich genug sind, dass es dann doch gewesen wird.

Eva Zum Urknall, das wäre halt schon der Hammer, oder? Ich meine, ich stelle mir das halt dann so ähnlich vor wie die Entdeckung der Mikrowellen-Hintergrundstrahlung.

Jana Ja, ja, ja.

Eva Es muss genau so sein. Und das hat man ja auch geschafft. Also ich hoffe, dass das in den nächsten vielleicht Jahrzehnten oder so, dass wir das noch erleben. Das wäre cool.

Jana Auf jeden Fall. Ich hoffe es auch. Die Daumen sind auf jeden Fall gedrückt dafür. Und auch, dass es natürlich numerisch auch mitgehen kann, dass wir da in der Lage sind, das dann auch uns zu simulieren und vorzustellen, damit wir es dann finden können.

Eva Vielleicht müssen wir da doch einsteigen.

Jana Ja, Gott, vielleicht brauchen wir die Hilfe, ja.

Eva Ja, also auf jeden Fall spannende Sache und wie gesagt, noch lange nicht fertig.

Jana Ja, mega spannendes Thema. Also man sieht, wie weit einen die Numerik da tragen kann und wie wichtig sie auch einfach ist für uns, ohne die wir eigentlich sonst keinen, ja, vielen Fortschritt gar nicht machen könnten. Also in der Numerikvorlesung lohnt es sich aufzupassen. Vielleicht kann man es so formulieren.

Eva Auch wenn es manchmal schwer fällt.

Jana Ja, genau.

Eva Ja, wir machen noch eine kurze Pause, oder? Ja.

Jana So, da sind wir auch schon wieder und auch schon eigentlich am Ende. Vielen Dank, Eva, für das Thema. Ich finde es wichtig, weil ich glaube, das ist jetzt kein so ein Superstar-Thema, was viel besprochen wird. Aber es ist eigentlich einer der zentralen Säulen der Astronomie und ich wusste davon auch nicht, bis ich selber damit in Berührung gekommen bin und damit arbeiten musste. Deswegen Awareness für die Numerik.

Jana Gutes Projekt. Und natürlich auch jetzt für euch. Wir hoffen, ihr habt auch was dazu lernen können und seid jetzt auch begeisterte Numerik-Fans. Vielen Dank, dass ihr zuhört und dass ihr uns immer wieder viele spannende Fragen und Feedback und so weiter schreibt. Es gibt auch manche von euch, die sich regelmäßig monetär bei uns bedanken.

Jana Da möchten wir uns natürlich auch erkenntlich zeigen dafür. Also es gibt zum Beispiel den Wolfram und den Axel, die spenden regelmäßig. Vielen, vielen Dank dafür bei Paypal. Da haben dieses Mal auch der Markus, Helmut, Ulrich und der Ralf zu Weihnachten, glaube ich, war das. So ein kleines Weihnachtsgeschenk.

Eva Ja, ich finde das immer so nett, weil das sind dann immer so diese lustigen Beträge, so wie 24,12 oder so.

Jana Ah ja, sehr gut.

Eva Ja, da muss ich dann auch immer ein bisschen lächeln, wenn ich das sehe. Vielen dem Dank, ja.

Jana Vielen, vielen Dank, Tobias, Christoph, Florian, Astrid, noch ein anderer Florian und Sven, also vielen, vielen Dank. Der Sven hat uns sogar eine Nachricht geschrieben, wo er ein bisschen erzählt hat, was er so macht und das Lesen wir natürlich auch mal total gerne, was euch so antreibt. Und da natürlich auch, was, glaube ich, uns beiden ganz groß am Herzen liegt, er hat uns von seiner Tochter erzählt, der er auch kosmik Latte sozusagen ans Herz legt und da diese Begeisterung weitergeben möchte.

Jana Und klar, der Nachwuchs und gerade der weibliche Nachwuchs bei den Physik-Astronomie-Begeisterten, der ist auch ganz wichtig und den versuchen wir natürlich auch zu fördern.

Eva Und es freut mich auch, dass wir, wir dürften ihn auch inspiriert haben. Er hat ja dann auch noch berichtet, dass er ein ganz tolles Weihnachtsgeschenk bekommen hat. Und zwar durfte er ja dann nach Darmstadt ins ESO Mission Control. Und ich glaube, das war, weil ich immer davon schwärme, weil ich ja einmal dort war.

Jana Das muss ich mir merken. Das kann ich mir auf die nächste Wunschliste auch schreiben. Ich warte nämlich noch nie. Das ist tatsächlich mal eine Reise wert, auf jeden Fall. Ihr könnt natürlich auch, wenn ihr regelmäßig spenden möchtet, könnt ihr auch Abos abschließen bei Steady und Patreon. Da sind dieses Mal dabei oder neu dazugekommen die Doris und der Oliver.

Jana Also vielen, vielen Dank auch an euch. Diese regelmäßigen Spenden sind für uns auch immer ganz, ganz toll, weil klar, wir haben den Podcast, der ist natürlich Arbeitsaufwand zeitlich, aber halt auch Material und so weiter. Und diese Werbeeinnahmen sind nicht riesig. Also wir werden noch nicht reich davon.

Eva Obwohl, ich muss sagen, ihr wart wirklich sehr großzügig. Also gerade zu Weihnachten, da haben sich wirklich sehr viele bei uns bedankt. Und das ist natürlich für uns auch immer sehr schön, nicht nur wenn die Spenden kommen, sondern es sind ja dann auch immer Dankesworte dabei und Nachrichten eben so wie die vom Sven.

Eva Und das ist für uns dann auch immer sehr nett natürlich. Und das freut uns sehr, wenn wir dann einfach dieses positive Feedback von euch bekommen.

Jana Auf jeden Fall. Und ihr könnt uns jederzeit anschreiben, zum Beispiel per Mail unter kontakt.kosmiklatter.at oder auch als Kommentar auf Spotify oder auf unserer Website kosmiklatte.at. Es gibt uns sogar noch auf Instagram kosmiklatte.pod. Da findet ihr uns auch. Also auf allen Kanälen sind wir sozusagen offen für eure Kommentare, für eure Nachrichten. Lesen wir sehr, sehr, sehr gerne. Wir wünschen euch natürlich auch ein...

Jana Wunderbaren Start in 2026. Ist schon fast zu spät oder? Das erste Monat ist schon. Ist schon fast zu spät. Wünscht man sich schon noch ein gutes neues Jahr. Aber naja, egal, dass es gut weitergeht auf jeden Fall.

Eva Bleibt eure Neujahrsvorsätzen dran.

Jana Genau. Und wir hören uns dann beim nächsten Mal mit einem anderen, wieder sehr, sehr spannenden Thema wieder.

Eva Bis zum nächsten Mal. Tschüss.

Jana Bis dann. Ciao. Bis zum nächsten Mal.

Eva Und nicht hinsetzen. Ich lümmle immer so, das ist ja alles nicht vorbildlich, was ich hier tue. Zum Glück sitze ich alleine in meinem Kämmerchen.

Jana Ja, ja. Ich kenne das auch, diese Schwimp-Haltung. Das ist irgendwie...

Eva Ja, ja.

Jana So.

Eva Na, okay.

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