Crypto im Kontext· Staffel 2026· Folge 35

Interpol: „Schade, dass nicht alle Kriminellen Blockchain nutzen" | Matthias Bauer-Langgartner

Freitag, 4. September 2026 · 1 h 22

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Shownotes

Shownotes, Transkript und alle Links zu dieser Folge: cryptoimkontext.com/folge/interpol-schade-dass…

Matthias Bauer-Langgartner ist Head of Policy Europe bei Chainalysis, dem ältesten und größten Anbieter für Blockchain-Analyse, und Vorstandsmitglied von Blockchain for Europe in Brüssel. Der österreichische Jurist hat für drei Aufsichtsbehörden gearbeitet, für die FMA in Wien, über sechs Jahre für die britische FCA, wo er am Aufbau der weltweit ersten Regulatory Sandbox beteiligt war, und für die deutsche BaFin. Danach war er bei der EZB für die Zulassung von Krypto- und Fintech-Geschäftsmodellen zuständig. Dazwischen hat er bei Bitpanda das Geschäft in Großbritannien und Irland aufgebaut. Er kennt also beide Seiten des Tisches, die der Aufsicht und die der Industrie.
Wir gehen mit ihm zwei Fragen nach. Zum einen, wie Blockchain Analytics technisch funktioniert und warum die Nachvollziehbarkeit einer öffentlichen Blockchain Ermittlern Möglichkeiten eröffnet, die es im klassischen Finanzsystem schlicht nicht gibt. Zum anderen, was dieselbe Datenlage für die Aufsicht bedeutet, die bisher mit quartalsweisen Meldungen arbeitet und plötzlich in Echtzeit sehen könnte, was in einem Markt passiert.
Themen in dieser Folge
🔹 𝐍𝐞𝐮𝐞 𝐑𝐞𝐤𝐨𝐫𝐝𝐚𝐤𝐭𝐢𝐯𝐢𝐭ä𝐭: Der Crypto Crime Report 2026 weist für 2025 einen absoluten Rekord an illegalen Zuflüssen aus und trotzdem einen Anteil von unter einem Prozent am gesamten Transaktionsvolumen. Wie beides gleichzeitig stimmen kann.
🔹 𝐃𝐞𝐫 𝐫𝐮𝐬𝐬𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐒𝐭𝐚𝐛𝐥𝐞𝐜𝐨𝐢𝐧: Ein Token, der eigens geschaffen wurde, um Sanktionen zu umgehen, und bewusst so gebaut war, dass ihn niemand einfrieren kann. Trotzdem wurde sein Volumen gegen null gebracht. Wie das ohne Einfrieren funktioniert hat.
🔹 𝐖𝐢𝐞 𝐁𝐥𝐨𝐜𝐤𝐜𝐡𝐚𝐢𝐧 𝐀𝐧𝐚𝐥𝐲𝐭𝐢𝐜𝐬 𝐰𝐢𝐫𝐤𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐚𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭𝐞𝐭: Von der Zuordnung einzelner Adressen auf Beweisbasis über 400 Verhaltensregeln bis zum Clustering, das aus 1.500 sanktionierten Wallet-Adressen über neun Millionen verbundene Adressen macht.
🔹 𝐌𝐢𝐂𝐀 𝐢𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐏𝐫𝐚𝐱𝐢𝐬: Die Verordnung hat Rechtssicherheit gebracht und traditionelle Institute in Bewegung gesetzt. Gleichzeitig konsolidiert der Markt, und beim Passporting hakt es an einer Stelle, die niemand auf dem Zettel hatte.Wie siehst du die Nachvollziehbarkeit auf der Blockchain: eher als Chance für die Strafverfolgung oder eher als Risiko für die Privatsphäre? Schreib es uns in die Kommentare.
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Über Crypto im Kontext
⁠⁠⁠⁠Crypto im Kontext⁠ ⁠⁠⁠⁠ (cryptoimkontext.com) ist der Podcast von Investoren für Investoren, die digitale Assets gesamtheitlich verstehen, einordnen und strategische Entscheidungen treffen wollen. Wir schlagen die Brücke zwischen Technologie, Anwendungsfällen und der Rolle von Crypto-Assets als aufstrebender Assetklasse – fundiert, reflektiert, ohne Hype.
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Über die Hosts Anton Werner & Martin Bechter
⁠⁠⁠⁠Anton Werner⁠⁠⁠⁠ (linkedin.com/in/anton-werner) und ⁠⁠⁠⁠Martin Bechter⁠⁠⁠⁠ (linkedin.com/in/martinbechter) bringen gemeinsam über 25 Jahre Expertise an der Schnittstelle von Technologie, VC und Crypto mit. 2023 haben sie ⁠⁠⁠⁠Fountainhead Digital ⁠⁠⁠⁠ (fountainhead.digital)gegründet – eine Investmentfirma, die institutionelle Crypto-Anlagestrategien entwickelt und aktiv managt (u.a. ein in Deutschland börsengelistetes Investmentprodukt, das diversifizierten Zugang zur Assetklasse mit striktem Risikomanagement und Volatilitätsreduktion bietet).
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