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Shownotes
Und: Wie verhindern wir die kommende Trockenheit?
DK156 - Day Zero: Die Wasserknappheit ist schon da
Und: Wie kriegen verhindern wir die kommende Trockenheit?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht (ipcc.ch) des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 156 wird es trocken. Wir reden über die durch die Klimakrise verursachte Wasserknappheit. Eine neue Studie zeigt: Das wird kein Problem, das wir in Zukunft bekommen, sondern ist ein Problem, das wir jetzt schon haben. Das Wasser wird knapp werden, auch bei uns in Europa.
Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: steadyhq.com/de/dasklima und paypal.me/florianfreistetter.
Das Wasser wird knapp
Wir reden über die Studie “The first emergence of unprecedented global water scarcity in the Anthropocene” (doi.org/10.1038/s41467-025-63784-6), die sich mit “Day Zero Droughts” beschäftigt. Der Begriff „Day Zero“ steht, vereinfacht gesagt, für den Tag, an dem kein Wasser mehr aus dem Hahn kommt. Er wurde 2018 bekannt, als Kapstadt in Südafrika kurz vor einem solchen Tag stand. Nach drei extrem trockenen Jahren (2015–2018) waren die Reservoirs nahezu leer. Nur durch unerwartete Regenfälle im Winter konnte die Stadt den „Day Zero“ knapp vermeiden. Dieses Beispiel zeigt, wie kritisch die Wasserversorgung werden kann, wenn Dürre und hohe Nachfrage zusammentreffen.
Wichtig ist auch der Unterschied zwischen Dürre und Wasserknappheit: Dürre beschreibt meteorologische Phänomene wie ausbleibenden Niederschlag und sinkende Bodenfeuchtigkeit, während Wasserknappheit zusätzlich technische, soziale und wirtschaftliche Faktoren berücksichtigt – etwa Wasserqualität, Infrastruktur, Speicherung und Verbrauch.
Die Studie: Beispiellose Wasserknappheit im Anthropozän
Die Studie untersucht, wann und wo auf der Erde Wasserknappheit erstmals eindeutig auf menschlichen Einfluss zurückgeführt werden kann. Dazu verwendet sie mehrere Indizes:
• SPEI₄₈ (Standardized Precipitation Evapotranspiration Index): misst Trockenheit, also Niederschlag minus Verdunstung.
• SRFI₄₈ (Standardized River Flow Index): beschreibt den Rückgang des Flussabflusses.
• SWSI₄₈ (Standardized Water Scarcity Index): Verhältnis von Wasserangebot zu Verbrauch – Werte unter 1 deuten auf Knappheit hin.
Die Forschenden nutzten zwei Klimaszenarien, um die Entwicklung bis zum Jahr 2100 zu simulieren:
SSP2-4.5 (moderate Klimaschutzmaßnahmen) und SSP3-7.0 (hohe Emissionen).
Ein Blick in die Zukunft
Abbildung 1 zeigt (nature.com/articles/s41467-025-63784-6/figures/1) deutlich: Gegen Ende des 21. Jahrhunderts werden fast alle Regionen einem hohen Risiko für schwere, langanhaltende Dürreperioden ausgesetzt sein. Besonders betroffen sind:
• der Westen der USA
• die Mittelmeerregion
• Nord- und Südafrika
• Indien
• Nordchina
• Südaustralien
In vielen dieser Gebiete treten künftig mehrere Extremereignisse gleichzeitig auf: mehrjährige Niederschlagsdefizite, geringere Flussabflüsse und akute Wasserknappheit. Damit entsteht das, was die Forschenden als Day Zero Drought (DZD) bezeichnen – ein zusammengesetztes, mehrjähriges Extremereignis.
Der Zeitpunkt des ersten Auftretens (Time of First Emergence)
Die Studie führt ein zentrales Konzept ein: die Time of First Emergence (ToFE). Sie beschreibt das erste Jahrzehnt, in dem mit mindestens 99 % Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden kann, dass eine DZD vom Menschen verursacht wurde. Grundlage ist der FAR (Fraction of Attributable Risk) – der Anteil des Risikos, der auf menschliche Einflüsse zurückgeht. Ein FAR von 1 bedeutet, dass ein Ereignis ohne menschliches Zutun gar nicht aufgetreten wäre.
Abbildung 2 (nature.com/articles/s41467-025-63784-6/figures/2) zeigt die Ergebnisse: Bereits zwischen 2020 und 2030 erleben 19 % der Landfläche der Erde ihre erste vom Menschen verursachte DZD. Bis 2030 steigt der Anteil auf 35 %, und bis zum Ende des Jahrhunderts werden rund 75 % der Landoberfläche mindestens einmal ein solches Ereignis erfahren.
Wenn Dürre zur Dauerkrise wird
Ein weiterer entscheidender Parameter ist die Waiting Time – die Zeitspanne zwischen dem Ende einer DZD und dem Beginn der nächsten. In vielen Regionen ist diese Wartezeit kürzer als die Dauer des Ereignisses selbst. Das bedeutet: Die Erde hat keine Zeit zur Erholung. Besonders kritisch sind der Mittelmeerraum, Südafrika, Australien und Teile Asiens. In etwa 12 % der betroffenen Gebiete herrscht fast durchgehend Wasserknappheit.
In Amerika und Nordafrika treten DZD-Ereignisse seltener auf, dauern dann aber besonders lange.
Millionen Menschen ohne Wasser
Laut der Studie werden unter dem Szenario SSP3-7.0 mehr als 753 Millionen Menschendirekt von DZD-Ereignissen betroffen sein – davon 467 Millionen in Städten und 286 Millionen auf dem Land. Städte sind besonders gefährdet, da dort die Wassernachfrage durch Bevölkerungswachstum und Wirtschaftstätigkeit schneller steigt als das Angebot. Auch wenn urbane Infrastrukturen meist besser ausgebaut sind, bleibt die Anfälligkeit groß – mit Folgen für Energieversorgung, Hygiene und soziale Stabilität.
Bei einer globalen Erwärmung von nur 1,5 °C – also dem Ziel des Pariser Klimaabkommens – wären immer noch 488 Millionen Menschen betroffen. Selbst bei Einhaltung dieses Ziels bleibt das Problem also bestehen.
Strategien gegen die Wasserkrise
Die Forschenden betonen, dass die Lösung nicht allein in technischen Maßnahmen liegt. Es braucht ein Zusammenspiel von lokalem Wissen, kooperativem Wassermanagement, angepasster Governance und vielfältigen Strategien:
• Neuplanung und Anpassung von Wasserreservoirs
• Entsalzung von Meerwasser
• Regenwassernutzung
• Abwasserwiederverwertung
Gleichzeitig müssen Investitionen in klimaresiliente Infrastrukturen steigen, um einen nachhaltigen Zugang zu Wasser zu sichern – auch in Mitteleuropa. Denn, wie der Wasserexperte Thorsten Wagener von der Universität Potsdam erklärt:
„Andere Regionen sind zwar trockener, aber wir haben uns an eine hohe Wasserverfügbarkeit angepasst und sind daher oft empfindlicher für zukünftige Dürren.“
(Quelle: scinexx.de – Städten könnte schon bald das Wasser ausgehen (scinexx.de/news/geowissen/staedten-koennte-sch…))
Er verweist auf aktuelle Beispiele: Die Reisernte im Norden Italiens ist wegen niedriger Wasserstände im Po eingebrochen, Frankreich musste Kraftwerke drosseln, da Flusswasser zu warm wurde, und der Rhein war streckenweise nicht mehr schiffbar.
Fazit: Wir leben mitten im Zeitalter der “First Emergence of Unprecedented Global Water Scarcity”. Die beispiellose Wasserknappheit ist keine Zukunftsvision mehr – sie passiert jetzt.
Science Buster Buch
Das neue Buch der Science Buster heißt "AUS! - Die Wissenschaft vom Ende" (hanser-literaturverlage.de/buch/science-buster…) und erscheint im Hanser Verlag. Tickets und Infos für die Live Show gibt es unter sciencebusters.at (sciencebusters.at/termine)
Live Shows
Tickets für die Sternengeschichten Live Tour 2025/2026 von Florian gibt es unter sternengeschichten.live.
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Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: sternengeschichten.podigee.io oder bei Spotify …
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Claudia Hier ist das Klima, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. Jeden zweiten Montag mit Florian Freistetter.
Florian Und mit Claudia Frick. Herzlich willkommen. Wir haben beim letzten Mal gesagt, oder ich habe beim letzten Mal gesagt, wir machen was Wärmeres, weil die letzten beiden Folgen alle so kalt und feucht waren. Aber bevor wir in die Wärme gehen, erzählst du uns noch was vom kalten letzten Mal.
Claudia Vom sehr kalten letzten Mal, das langsam wärmer wird. Wie überraschend, wenn wir über das Klima reden. Ja, wir waren bei den Gletschern und zwar bei allen Gletschern, die es so gibt und haben uns angeschaut, wie in 19 Regionen der Welt die Gletschermasse sich verändert und wie das Ganze sich auf den Meeresspiegelanstieg auswirkt.
Claudia Und haben gelernt, die kleinen Gletscher schmelzen rapide, schneller oder sind schon viel mehr geschmolzen. Aber sie tragen natürlich nicht so viel zum Meeresspiegelanstieg bei, wie die Großen, die langsam jetzt kommen.
Florian Die Gletscher verlassen uns und das, was ich heute zu erzählen habe, fällt auch wieder in die Sparte. Tendenziell deprimierendes Klimathema. Weil ich habe gesagt, ich mache was, wo es um etwas Wärmeres geht und dann habe ich eine Arbeit gefunden, die sehr, sehr interessant war, aber auch leicht deprimierend oder eigentlich gar nicht leicht deprimierend, sondern eher ein bisschen dramatisch ist. Wir reden über Dürre bzw.
Florian Genauer gesagt, wir reden über Wasserknappheit, weil Dürre und Wasserknappheit muss ja nicht zwingend am meisten dasselbe sein. Das werden wir gleich noch klären. Wir reden über etwas, das sich Day Zero Draught nennt. Hast du den Begriff schon mal gehört?
Claudia Day Zero Draught, also Tag Null Dürre, aber nein, wir haben nie gehört.
Florian Day Zero, das ist der Tag, an dem kein Wasser mehr aus dem Hahn kommt, vereinfacht gesagt. Also der Tag, an dem das Wasser so knapp wird, dass man wirklich die Versorgung drastisch einstrengen muss, sodass halt nicht einfach alle mehr Wasser zur Verfügung haben. Also da, wo du als Mensch das merkst, also nicht jetzt irgendwie Dürre, da ist halt dann das Feld trocken oder Dürre, da muss die Ernte vernichtet werden oder die Pflanzen sterben ab.
Florian Sondern wirklich du als Mensch in deiner Stadt, in deiner Region, drehst den Hahn auf und kriegst kein Wasser mehr oder kriegst die Info, ja, du musst jetzt Wasser rationieren und es gibt irgendwie einmal am Tag ein Tanklaster, der bei dir vorbeikommt, da kannst du dir was abzapfen. Also wirklich Auswirkungen, die du spürst.
Florian Das ist der Day Zero, das ist der Tag, an dem das passiert und damit ist jetzt nicht einfach nur ein Tag gemeint, sondern der Start einer entsprechenden Phase, bis das halt wieder vorbei ist. Wir werden das aber alles noch im Detail klären. Dieser Begriff Day Zero ist populär geworden 2018, als es in Südafrika, in Kapstadt, so eine extreme Dürre- und Wasserknappheit gab.
Florian Ich erinnere mich vage, dass, glaube ich, du mal davon was erzählt hast in einer früheren Folge.
Claudia Ja, ich kann mich daran auch erinnern, aber jetzt frag mich nicht nach dem Kontext genau, aber wir haben es schon mal besprochen.
Florian Ja, das erinnere ich mich auch noch. Also irgendwo in unseren alten Folgen wird es das geben. Das war 2015, da ist drei Jahre lang extrem wenig Regen gefallen. In einem der Flüsse dort war der niedrigste Wasserstand seit 1904, das größte Reservoir der Gegend war leer. Und Kapstadt hat diesen Day Zero-Tward gerade noch so vermieden, weil 2018 dann im Winter ein bisschen mehr Regen gefallen ist als sonst.
Florian Aber das hat damals schon gezeigt, es kann kritisch werden, sowas. Und ich erwähne jetzt nochmal den Unterschied zwischen Dürre und Wasserknappheit, weil der relevant ist. Dürre, da geht es um meteorologisches Zeug, also Niederschlag, Bodenfeuchtigkeit und so weiter, Wasserstand in Flüssen. Bei Wasserknappheit geht es um das natürlich auch, aber um mehr.
Florian Da geht es halt auch um die Wasserqualität, um die Speicherung, um die Leitungen, um den Bedarf und so. Weil wenn halt kein Wasser da ist, aber es braucht doch keiner was, aus welchem Grund auch immer, dann hast du doch keine Wasserknappheit. Also das spielt da auch noch alles mit rein. Also es ist eher nicht nur eine hydrologische, wissenschaftliche, naturwissenschaftliche Betrachtung des Themas, sondern eben auch eine technische, soziologische Betrachtung des Themas, mit der wir uns jetzt beschäftigen werden.
Florian Und die Arbeit, die sich das angeschaut hat, die ist recht neu, die ist im September durchgeführt. 2025 erschienen und trägt den, naja, wie gesagt, dramatischen Titel The First Emergence of Unprecedented Global Water Scarcity in the Anthropocene. Also das erste Auftauchen einer beispielslosen globalen Wasserknappheit im Anthropocene.
Claudia Ja, ist es denn die, von der du gerade geredet hast?
Florian Nein, nein, nein, wir reden jetzt nicht über Kapstadt, das kommt nicht vor, sondern es geht wirklich global. So wie bei dir die Gletscher letztes Mal global waren, schauen wir uns jetzt das globale Wasserknappheitsphänomen an. Ich zitiere jetzt noch einmal das, was in der Einleitung dieser Arbeit steht über diese Day Zero Torts.
Florian Die sagen da, Day Zero Torts steht für eine akute Wasserknappheit, die durch das gleichzeitige Auftreten mehrjähriger Niederschlagsdefizite, den Rückgang des Flussabflusses und eine hohe Wassernachfrage ausgelöst wird und zu einer kritischen Erschöpfung der Reservoirs führt. Daher handelt es sich bei DZD um ein mehrjähriges, zusammengesetztes Extremereignis, das aus dem gleichzeitigen Auftreten mehrerer miteinander verknüpfte Ereignisse entsteht.
Florian Also das ist es, worüber wir reden. Und in der Arbeit haben sie sich im Prinzip, naja... Ganze Welt angeschaut mit entsprechenden Modellen und Prognosen und geschaut, wann wird das wo das erste Mal auftreten.
Claudia Ah, Zukunft also auch.
Florian Genau, vor allem Zukunft. Also es geht jetzt nicht um eine Beschreibung, was ist da passiert in Kapstadt oder anders, wo sowas passiert ist, sondern eine Prognose, wann wird das in welcher Region das erste Mal passieren. Also wann müssen wir in Mitteleuropa mit sowas rechnen, wann muss man in Nordamerika mit sowas rechnen und so weiter. Das ist das Thema, mit dem wir uns heute beschäftigen werden.
Claudia Okay, ja, das ist durchaus ein runterziehendes Thema, aber sehr wichtig zu wissen.
Florian Genau, und das ist etwas, was in der Form noch nicht so gemacht worden ist, weil Studien, die sich bisher mit sowas beschäftigt haben, mit dieser soziophysischen Wasserknappheit, wie sie es genannt haben, die haben sich eben vor allem in der Vergangenheit mit Kapstadt beschäftigt, die haben halt dieses Kapstadt-Ereignis analysiert.
Florian Aber so eine globale Studie in der Form, die gab es noch nicht. Und es ist klar, dass das Klima da eine Rolle spielt, weil das haben wir auch schon in den vergangenen Folgen, oder du hast das, glaube ich, in den vergangenen Folgen erzählt. Ja, wenn die Klimakrise weitergeht, dann wird der Wasserkreislauf durcheinander gebracht.
Florian Diese Evapotranspiration, also das, was die Pflanzen mit dem Wasser machen, das verändert sich, die Nass-Trocken-Zyklen fluktuieren und so weiter. Das heißt, das ist alles relevant. Und wenn man diese Wasserknappheit noch mit berücksichtigen will, muss man eben das Ganze technisch auch noch mit entsprechend berücksichtigen, weil Wasserknappheit herrscht, wenn die Nachfrage nach Frischwasser das Angebot übersteigt, inklusive aller Reservoirs, die du hast.
Florian Das heißt, die müssen da auch in der Studie mit drin sein. Also ist ein bisschen ein aufwendiges Ding, aber man kann es machen, wenn man weiß, wie es geht.
Claudia Also es klingt wie jede Simulation rund ums Klima ein bisschen komplex.
Florian Genau. Sie haben sich in dieser Arbeit zwei Szenarien genommen. Diese aus vergangenen Folgen schon gut bekannten Shared Socioeconomic Pathways. Sie haben die extremen Pathways weggelassen, also den, wo alles super läuft, den, wo wir sofort die besten Klimaschutzmaßnahmen machen und den, den allerschlechtesten, haben sie auch weggelassen, sondern so die dazwischen, also den SSP 3.7 und SSP 2.4.5 heißen sie offiziell.
Florian Also der eine sagt, wir machen moderate Klimaschutzmaßnahmen in Zukunft und der andere sagt, wir machen hohe Emissionen in Zukunft. Die haben sie hergenommen und dann diverse Indizes, die mir alle unbekannt waren, aber die es gibt und die relevant sind. Also einmal den Standardized Precipitation Evapotranspiration Index über 48 Monate.
Florian Das ist der SPEI 48, falls den zufälliger kennt, ist im Wesentlichen Niederschlag minus Verdunstung. Das kommt was runter und es verdunstet was und wenn dieser Index negativ ist, dann hast du eine Trockenheit. Dann weißt du mal, okay, es ist trocken. Muss jetzt noch nichts Schlimmes sein, aber es ist mal ein Index.
Florian Dann gibt es den Standardized River Flow Index. Da geht es darum, wie stark sinkt der Abfluss der Flüsse und je niedriger dieser Index ist, desto weniger Wasser gibt es in den Flüssen. Dann gibt es den Standardized River Flow Index. Der Standardized Water Scarcity Index, der misst der Wasserangebot im Verhältnis zu Wasserverbrauch und wenn dieser Index kleiner als 1 ist, dann ist die Nachfrage größer als das Angebot.
Florian Und die haben sie mal erhoben, diese Indices, oder halt gerechnet oder nachgeschlagen. Ich weiß nicht, was man da jetzt genau macht mit diesen Indices. Aber man kann sich das anschauen in Abbildung 1 der Arbeit. Die ist auch frei verfügbar. Das heißt, da könnt ihr, das hört auch gerne alle, euch in den Show Notes auf den entsprechenden Link klicken und diese Abbildung anschauen. Das kannst du jetzt auch machen, Claudia.
Claudia Ja, bin dabei. Viele Weltkarten.
Florian Viele Weltkarten, ja, weil wir haben hier einmal die Welt in der Vergangenheit. Das ist so die präindustrielle Periode 1850 bis 1899. Das ist für alles so die Grundlinie. Dann die nahe Zukunft. Das ist quasi ab jetzt. Bis so 2,50 und die ferne Zukunft, das ist so 2,70 bis zum Ende des Jahrhunderts, 2100.
Florian Und du hast eben für jede dieser drei Zeiträume eine Weltkarte und dann nochmal eine Weltkarte für jeden Index, den ich gerade erwähnt habe.
Claudia Ah, ja, okay.
Florian Wir könnten uns zum Beispiel jetzt mal die drei Weltkarten in der ganz linken Spalte anschauen. Dann sehen wir, wie es früher war. Rote Zahlen bedeuten kleine Zahlen oder negative Zahlen. Das heißt, rot ist generell schlecht, weil ich habe vorhin ja gerade gesagt, wenn diese Indizes klein sind oder negativ sind, dann ist das eher schlecht.
Florian Und wenn man jetzt anschaut, so wie es war es früher, so die Vergangenheit, die Baseline, dann sehen wir halt, dass wir dort rot haben, wo man ja damit rechnet, dass da irgendwas in Sachen Dürre Wasserknappheit herrscht. Also so Afrika, Nordafrika, da wo halt so die klassischen Wüstengebiete sind. Indien ist auch ein bisschen rot. Also das ist das, wo man damit rechnet, dass es da trocken ist und dass es da vielleicht Wasserknappheit gibt.
Claudia Ja, Wüstenregionen würde ich davon ausgehen, dass es keine Wüste wäre, wenn die Indizes anders wären.
Florian Wir sind jetzt noch nicht bei der Wasserknappheit an sich, sondern wir sind immer noch bei den Indizes. Und da sieht man halt, ja, da gibt es halt Probleme mit Niederschlag, mit Trockenheit, mit zu wenig Wasser in den Flüssen, gibt es halt da in Afrika und in Indien und ein paar anderen verstreuten Regionen.
Florian Und die letzte Karte, die sagt uns halt dann, wo führt das zu Problemen für Menschen, wo gibt es denn eben echte Wasserknappheit. Und da sehen wir halt, ja, diese Wasserknappheitsprobleme, die gibt es dann halt eben in den nordafrikanischen Staaten, Die gibt es dann eben in Indien, die gibt es dann auch da oben, so was ist das für eine Ecke?
Florian China, im nördlichen China. Das war früher. Und jetzt können wir uns die anderen beiden Spalten anschauen, die nahe und die ferne Zukunft und sehen auf den Weltkarten noch nicht so wahnsinnig viel, weil es sehr kleine Weltkarten sind, aber wir sehen es tendenziell röter. Also vor allem...
Claudia Ja, Far Future sieht schon sehr rot aus.
Florian Genau, also vor allem dieser Precipitation Ever-Bot Transpiration Index, der Trockenheit anzeigt, da sehen wir in der Far Future, da ist ziemlich viel rot. Da ist eigentlich ganz Süd- und Mitteleuropa rot, Halb Afrika ist rot, Australien ist rot, Asien ist sehr rot, Nord- und Südamerika ist rot, also es ist überall rot.
Florian Also es wird überall trocken werden, was das angeht. Und muss sich noch nicht zwingend jetzt da auswirken auf die Wasserknappheit, wie wir dann in der untersten rechten Weltkarte sehen. Da schaut es auf den ersten Blick nicht so sehr anders aus, als auf den anderen Weltkarten, was die Wasserknappheit angeht.
Florian Im Detail aber dann schon, das werden wir dann später noch sehen. Also wenn man sich diese Daten anschaut, dann sieht man, dass, ja, ich zitiere jetzt wieder ein paar Mal aus den Arbeiten, also aus der Arbeit, was Sie da gesagt haben. Gegen Ende des 21. Jahrhunderts sind fast alle Regionen einem hohen Risiko für ausgeprägte und anhaltende schwere Dürreperioden ausgesetzt.
Florian Das ist das, was man in dem Bild oben rechts sieht, der Weltkarte, wo halt die ganze Welt Probleme hat mit Trockenheit, mit Dürre. Für die nahe Zukunft, das ist das Eck in China zum Beispiel, für die nahe Zukunft wird ein deutlicher Rückgang des Wasserstands des Yangtze-Flusses prognostiziert, gefolgt von einem leichten Anstieg in der ferneren Zukunft.
Florian Der Anstieg in der ferneren Zukunft, der hat mit dem zu tun, was du letztens erzählt hast, weil der Anstieg des Abflusses in der ferneren Zukunft wird durch vermehrte Schneeschmelze und Niederschläge verursacht. Also das kann sich dann auch wieder ändern, weil natürlich die Erwärmung dann wieder irgendwo was abschmelzen lässt und dann ändert sich die Wassersituation.
Claudia Ach, ja okay, das erklärt, weil ich habe mich auch gesehen, man sieht, dass es auch in manchen Regionen deutlich blauer wird, also deutlich feuchter. Ja, stimmt, ich sehe Gletscherregionen und Regenwald und so.
Florian Genau. Die Ausweitung der von Wasserknappheit betroffenen Regionen zeigt eine Verstärkung des SWSI, das ist dieser Wasserknappheitsindex, insbesondere im Westen der Vereinigten Staaten, in den Mittelmeerregionen, in Nord- und Südafrika, in Indien, Nordkina und Südaustralien. Ja, also da wird es mit der Knappheit schwieriger.
Florian Und wenn man alle Daten kombiniert, alle Indizes kombiniert, dann sagen sie in der Arbeit folgendes. Folglich zeigen unsere Ergebnisse, dass mehrere Regionen gleichzeitig unter extremer Trockenheit leiden werden. Das erkennt man eben an diesem Trockenheit-Verdunstungsindex, wenn der unter minus 1,5 liegt.
Florian Unter dieser Trockenheit leiden werden, einer anhaltenden Verringerung des Flussabflusses und einer chronisch akuten Wasserknappheit, definiert durch einen Wasserscarsity-Index von unter 0,6. Also es wird in der Zukunft Regionen geben, wo gleichzeitig extreme Trockenheit herrscht, wenig Wasser im Fluss und akute chronische Wasserknappheit.
Claudia Also wenn man diese Sachen alle kombiniert, klingt das einfach nach nicht gut.
Florian So und jetzt kommt der spannende Teil, nämlich die Time of First Emergence.
Claudia Also wann es das erste Mal eintritt.
Florian Diese Time of First Emergence ist definiert als das erste Jahrzehnt, in dem der Anteil des zurechenbaren Risikos, da sind ganz viele neue Wörter dabei, nur für mich neue Wörter, ich werde es dann alle gleich erklären. Also die Time of First Emergence ist definiert als das erste Jahrzehnt, in dem der Anteil des zurechenbaren Risikos für die Day Zero Tort den Wert von 0,99 überschreitet.
Florian Das heißt, der Anteil des zurechenbaren Risikos oder, wenn du noch eine Abkürzung haben willst, Fraction of Attributable Risk, FAR, beschreibt, wie groß ist der Anteil des Risikos, der auf menschliche Einflüsse zurückgeht. Also wir schauen uns irgendwas an, das ist wieder so ein bisschen Attributionsforschung, wir schauen uns irgendwas an und dann kann man diese Fraction of Attributable Risk berechnen und wenn das 0 ist, dann weiß man, okay, das Ereignis ist vollständig natürlich und bei einem Fahrwert von 1 weiß man, das Ereignis wäre ohne menschlichen Einfluss definitiv überhaupt nicht aufgetreten.
Florian Und wenn wir jetzt sagen, wir wollen Ereignisse haben mit 99 Prozent oder einen Fahrwert von 0,99, dann sagen wir, okay, wir schauen uns jetzt mal nur das an, was wirklich ja quasi sicher vom Menschen gemacht ist. Dieser Time of First Emergence, das ist eben der Zeitpunkt, an dem ein bestimmtes Klimaereignis zum ersten Mal eindeutig auf menschlichen Einfluss zurückgeführt werden kann.
Florian Weil Wasserknappheiten und Dürren gibt es ja auch so. Das hat ja im Prinzip, muss das nichts mit der Klimakrise zu tun haben. Aber wir schauen uns jetzt nicht an, wann passiert das, sondern wann können wir mit Sicherheit sagen, dieses Ereignis, diese Day Zero Trial, die wir in unserer Simulation sehen, Wann können wir sagen, das ist jetzt definitiv auf den menschlichen Einfluss zurückzuführen?
Claudia Spannend, ja.
Florian Das ist der Zeitpunkt, ab dem sich eben das Klima so stark verändert hat im Verhältnis zu unserer Baseline, dass natürliche Schwankungen des Ereignis nicht mehr erklären können. Das heißt, wir schauen jetzt, wann ist der Anteil des zurechenbaren Risikos für so eine Day Zeroed World größer als 0,99? Wann lässt sich also mit hoher Sicherheit nachweisen, dass eine extreme mehrjährige Wasserknappheit nicht mehr natürlich, sondern eben durch den menschengemachten Klimawandel verursacht ist?
Florian Dieser Zeitpunkt, wann wir das nachweisen können, wann wir sagen können, okay, jetzt ist das durch die Klimakrise passiert, dass dieser Zeitpunkt in Jahrzehnten gemessen, das ist diese Time of First Emergence in unserem Fall.
Claudia Okay, jetzt bin ich gespannt, wie sie sich verteilt.
Florian Ja, das können wir uns in Abbildung 2 der Arbeit anschauen. Da sehen wir wieder eine Weltkarte diesmal und so ein komisches Kreisding.
Claudia Das komische Kreisding, sie erinnert mich an die Grenzen, die globalen Grenzen, aber ich glaube, das ist es nicht.
Florian Nein, also da passiert das Folgende, wir sehen zuerst mal die Weltkarte. Da haben sie halt die Welt eingeteilt in, was man so macht, sind so Bereiche, Regionen, Flächen und da sind verschiedene Orte markiert, farbig. Und die farben die zeigen halt genau diese time of first emergence wenn die punkte blau sind grün dann, Das Ding schon passiert in der Vergangenheit. Also blau fängt so 1900 an, grün geht so bis in die 1970er.
Florian Also wenn da Punkte sind und wir sehen so in Afrika, sehen wir so blau-grüne Punkte zum Beispiel, da ist das schon passiert. Da muss man nichts mehr in die Zukunft prognostizieren. Da kann man jetzt schon sagen, okay, da ist das schon passiert. Dieses Ereignis, da hatten wir eben schon solche extremen mehrjährigen Wasserknappheiten vom Menschen verursacht.
Florian Da ist die Time of First Emergence in der Vergangenheit. Wenn wir so gelb-orange Punkte haben, dann sind wir so in den 2000ern bis 2020ern, Da ist die Time of First Emergence jetzt. Und wenn die Punkte rot-lila sind, dann gehen wir halt so in die 2050er bis 2100. Da liegt die Time of First Emergence in der Zukunft.
Florian Und da, wo es grau ist, da passiert nichts. Also da haben wir anscheinend bis 2100 keine First Emergence, beziehungsweise halt ja nichts, was wir da irgendwo mit ausreichender hoher Sicherheit dem Menschen gemachten Klimamandel zuordnen können.
Claudia Unter den Szenarien.
Florian Genau, da passiert jetzt mal bis 2100 nichts. Vielleicht kommt die dann im nächsten Jahrhundert, aber in dem Fall interessiert uns nur das aktuelle Jahrhundert. Also da kann man sich auf der Karte anschauen, wo das passiert. Und wie gesagt, in Afrika gibt es schon was, wo es in der Vergangenheit war.
Florian Da gibt es so einen großen rot-orangen Blob. Das ist so im westlichen, nordwestlichen Afrika, in Südafrika. Also da sind alles so Punkte, wo man so in den nächsten Jahrzehnten damit rechnen kann, dass was passiert. So in Asien, Australien kann man in der ferneren Zukunft mit was rechnen. Aber auch da wieder, die Weltkarte ist jetzt nicht so extrem informativ, weil es halt eine sehr kleine Weltkarte ist und nicht hoch aufgelöst.
Claudia Die Pixel sind sehr klein.
Florian Viel interessanter ist das Kreis-Dingsi-Diagramm. Da sieht man nämlich, wie viel Landfläche sieht ihre erste Day Zero-Tort in welchem Jahrzehnt. Also sie haben einfach die Meere natürlich mal ignoriert, weil die spielen bei Wasserknappheitsproblemen keine Rolle. Aber die gesamte Landfläche genommen und dann eben jetzt quasi mal alle blauen Punkte zusammengenommen, alle roten Punkte zusammengenommen und so und haben das dann aufgeteilt.
Florian Also man sieht, dass 19 Prozent, Landfläche, also 19 Prozent von dem, was wir haben an Land, sieht ihre erste Day Zero-Tort um 2020 herum. Das ist der große rote Balken. 16 Prozent der Landfläche der Welt sieht die erste Day Zero-Tort um 2030 herum und so weiter. Das ist gemeint mit diesen Fractions.
Florian 12 Prozent sehen es um 2040 herum. 8 Prozent wird diese Day Zero-Tort das erste Mal um 2050 herum sehen und so weiter. Das meinte ich, was dramatisch ist an dem Thema, Weil das Ärgste kommt jetzt gerade. Wir sind jetzt gerade in den 2020ern, wo die Mehrheit der Regionen der Welt ihre erste Day Zero-Tort sehen wird. Also jetzt, nicht in ferner Zukunft, sondern jetzt.
Florian In ferner Zukunft passiert auch was, aber jetzt, die nächsten, dieses und nächstes Jahrzehnt, das sind die, wo wir wirklich 30 Prozent, ein Drittel diese Day Zero-Tort erleben werden.
Claudia Das ist ein großer Rotarbeiten.
Florian Das Schlimmste kommt jetzt. Bereits jetzt sehen die ersten Regionen vom Menschen verursachte Day Zero-Torts und drei Viertel, drei Viertel der Erdoberfläche werden bis Ende des Jahrhunderts zumindest einmal so ein Ereignis erleben. Drei Viertel sind viele Viertel.
Claudia Ja, drei Viertel sind eigentlich fast alle, ja.
Florian 14 Prozent der globalen Reservoirs, und das sind jetzt wirklich so die Wasserspeicher, wo wir das Wasser aufheben, das wir brauchen zum Trinken, zum Kochen.
Claudia Fürs Leben und alles, ja.
Florian 14 Prozent der globalen Reservoirs, die könnten austrocknen, was halt besonders blöd ist für Regionen, die auf solche künstlichen Wasserspeicher angewiesen sind. Und das ist zum Beispiel Südafrika, das ist Kalifornien, ist aber auch der Mittelmeerraum.
Claudia Stimmt. Und gerade Kalifornien, die ja sehr viel mit Staudamm und so weiter arbeiten.
Florian Und je nach Klimaszenario können 22 oder 35 Prozent der dürregefährdeten Regionen jetzt in diesem Jahrzehnt, also zwischen 2020 und 2030, erstmals mit starker Wasserknappheit konfrontiert sind. Also je nach Klimaszenario sind es vielleicht sogar 35 Prozent, die halt wirklich in diesem Jahrzehnt erstmals diese starke Wasserknappheit haben.
Florian So, jetzt haben wir noch eine Zahl oder einen Parameter, den Sie noch berechnet haben, und zwar die Waiting Time.
Claudia Das klingt nicht gut, aber ja.
Florian Waiting Time ist die Zeitspanne zwischen dem Ende eines, die Zero-Tour-Ereignisse, und dem Beginn des nächsten.
Claudia Ach, ja, natürlich, wenn ich nur eins, nein.
Florian Nur weil es einmal passiert ist, heißt das nicht, dass es nicht nochmal passieren kann. Und das kann man sehr gut beantworten, weil die haben wir das in der Simulation alles jetzt schon simuliert. Das heißt, da sind ja alle DCT-Ereignisse drin bis 2100 und dann braucht man die halt nur noch entsprechend sortieren.
Florian Funktioniert das? Und das haben die gemacht und dann sieht man erstmal, so ein Day Zero-Droid-Ereignis kann mehrere Jahre dauern. Das ist nichts, wo mal hier so eine Woche weniger aus dem Hahn kommt, sondern das kann jahrelang dauern. Und in vielen Regionen ist die Wartezeit, die Waiting Time, kürzer als die Dauer dieses Wasserknappheitsereignisses.
Florian Das heißt, du hast keine Zeit für die Erholung, für irgendwas dazwischen. Es ist so, wie wenn nach, keine Ahnung, vier Jahren Pandemie ein Jahr nichts ist und dann haut dir gleich die nächste Pandemie rein. Das können wir uns vielleicht alle eher vorstellen, weil wir haben hier weniger Wasserknappheit erlebt, aber wir haben alle erlebt, wie sehr so ein paar Jahre lang Pandemie den Normalzustand aushebelt und alles durcheinander bringt und wie lange es gedauert hat, bis sich danach alles wieder eingespielt hat.
Florian Und wenn man sich jetzt vorstellt, dass nach einem Jahr, wo wir gerade angefangen haben, uns wieder zu normalisieren, wenn ein Jahr später gleich die nächste Pandemie genauso wieder voll reinknallt, mit Lockdowns und allem drum und dran, naja, wäre blöd. Aber kann passieren, man kann da Pandemie genauso passieren, ist halt nicht passiert, aber bei den Day Zero Torts tatsächlich kann das passieren und zeigt die Simulation, passiert auch.
Florian Und wo passiert das? In Teilen Asiens, in Australien, in Südafrika und im Mittelmeerraum. Ich werde noch öfter Mittelmeerraum sagen, weil der sehr, sehr anfällig ist für all das, was ich jetzt hier gerade erzählt habe. Das sind die Regionen, wo du eben eine lange Dauer der Wasserknappheitsphase hast, aber dazwischen eine kurze Waiting-Time.
Florian Da ist es besonders kritisch. Ein bisschen besser haben es Amerika und Nordafrika. Hier sind diese Ereignisse seltener, die Wasserknappheitsereignisse, aber wenn sie passieren, dann dauern sie oft extrem lange. Gut steigst du nirgendwo aus, aber es ist halt unterschiedlich blöd.
Claudia Ja, es ist unterschiedlicher gerade von schlecht.
Florian Ja, in ungefähr 12 Prozent der betroffenen Regionen ist mehr als die Hälfte dieser Wasserknappheitsereignisse länger als die Wartezeit dazwischen. Oder anders gesagt, in diesen Gegenden gibt es fast durchgehend Wasserknappheit ohne echte Erholungsphase. Wo ist das? Unter anderem im Mittelmeerraum.
Claudia Ja.
Florian Dann kann man sich noch anschauen, okay, wie viele Menschen betrifft es eigentlich, weil wir haben es jetzt immer in der Landkarte gesehen, wie viele Menschen betrifft das? Unter dem schlechteren Klimaszenario ungefähr 753 Millionen Menschen werden solchen Wasserknappheitsereignissen ausgesetzt sein, wobei die Bevölkerung in den städtischen Gebieten stärker betroffen ist als am Land.
Florian Also wir werden ungefähr 467 Millionen Menschen in Städten haben, die davon betroffen sind und ungefähr 286 Millionen Menschen in ländlichen Gebieten. Die städtische Bevölkerung, ich zitiere ein weiteres Mal, städtische Bevölkerung ist im Mittelmeerraum am stärksten gefährdet. Dort sind 196 Millionen Stadtbewohner und nur 85 Millionen Landbewohner einem Risiko ausgesetzt. Kann man sich überlegen, woran liegt das?
Florian Weil eigentlich hast du ja in der Stadt eine gut ausgebaute Infrastruktur. Das ist gut, dass das da ist, aber sie sind trotzdem anfällig, weil die Städte ja wachsen. Haben wir auch schon öfter besprochen, Städte wachsen in der Zukunft. Und deswegen wird die Wassernachfrage steigen und das Angebot übersteigen, wodurch diese Gebiete halt anfällig sind für alle möglichen Probleme.
Florian Energieengpässe, dann musst du halt den häuslichen Wasserverbrauch einschränken, dann gibt es nämlich andere soziologische, wirtschaftliche Instabilitäten und so weiter. Also die Städte machen dieses Ding leider nicht besser, wenn man sich nicht entsprechend vorbereitet.
Claudia Wenn man sich nicht entsprechend vorbereitet.
Florian Ja, da redet man auch am Ende drüber, über das entsprechend vorbereiten.
Claudia Ich wollte gerade sagen, was heißt denn das? Okay, danke. Ja.
Florian Wenn die Erde sich entweder um eineinhalb Grad, um zwei Grad, um drei Grad oder um vier Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau erwärmt, kann man sich im Detail in Abbildung 4 anschauen. Wärme jetzt aber nicht tun, ich habe mir nur die erste Zahl rausgesucht. Wenn die Erde sich um eineinhalb Grad erwärmt, das ist das Ziel des Pariser Klimaabkommens, dass es nicht wärmer werden soll, das ist unsere Gegenwart, weil wir haben quasi eineinhalb Grad globale Erwärmung.
Florian Wenn das so ist, dann haben wir 488 Millionen betroffene Menschen. Also wir können nicht sagen, schau mal, dass wir das Pariser Klimaabkommen einhalten, dann wird das gut. Sondern selbst wenn wir das haben, wenn wir es da halten könnten, was vermutlich nicht mehr machbar ist, haben wir schon fast eine halbe Milliarde Menschen, die betroffen sind.
Florian Und auch da wieder 322 Millionen in der Stadt, 166 Millionen am Land. Und die anderen Zahlen haben wir jetzt gar nicht mehr rausgesucht, weil die werden nur noch schlimmer, wenn die globale Erwärmung stärker wird. Das heißt, das ist nicht ein Problem, das wir kriegen werden, das ist ein Problem, das wir haben.
Claudia Gut, wie können wir uns vorbereiten?
Florian Ja, was sollen wir tun? Ich kann aus dem Artikel zitieren, da klingt es dann alles ein bisschen, ich wollte gerade sagen, es klingt trocken, aber dann glauben alle, ich habe irgendwie einen blöden Witz gemacht und das möchte ich eigentlich nicht machen. Aber ja, ich lese einfach mal vor und dann können wir ein bisschen drüber reden.
Florian Der Aufbau von Resilienz erfordert die Einbeziehung, lokalen Wissens ein anpassungsfähiges, kooperatives Management, Wasser-Governance sowie vielfältige Versorgungsstrategien, darunter die Neuplanung von Wasserreservoirs, Entsalzung, Regenwassernutzung und Abwasserwiederverwertung. Investitionen in klimaresiliente Infrastrukturen, die bislang unterfinanziert sind, müssen ein Gleichgewicht zwischen konventionellen und innovativen Ansätzen schaffen, um in dürregefährdeten Regionen einen nachhaltigen Zugang zu Wasser sicherzustellen.
Florian Klingt alles ein bisschen...
Claudia Was sind denn jetzt innovative...
Florian Das hat natürlich alles eine Bedeutung, was ich da gerade aus der Arbeit zitiert habe. Aber es ist halt alles so, ja, wir brauchen halt innovative Infrastrukturen, kooperatives Management. Im Wesentlichen könnte man es übersetzen, wir müssen das halt gescheiter machen, als wir es jetzt machen. Also wir müssen wirklich nicht einfach nur hier eine Straße hinbauen, da einen Tunnel durchgraben, hier noch eine Autobahn hinklatschen, sondern bei allem, was wir in Städten oder sonst wo tun, müssen wir an Wasser und Wasserknappheit mitdenken.
Florian Wir müssen mitdenken, okay, bauen wir hier vielleicht noch ein paar Wasserreservoirs hin, damit wir was speichern können. Können wir vielleicht mit den Leuten, die sich in der Gegend auskennen, wenn wir da jetzt keine Ahnung, welche Regenwälder niederholzen und so weiter, vielleicht Reden wir kurz vorher mit denen, bevor wir in den Regenwald abhacken und fragen die, ob da wassermäßig irgendwas Spezielles abgeht.
Florian In dem, weil die wissen vielleicht Bescheid, ja, wo können wir recyceln, Abwasser wiederverwerten, Regenwasser nutzen? Da kommt ja auch sehr viel Wasser so vom Himmel runter. Niederschläge haben wir ja auch in der Klimakrise noch. Abwasser produzieren wir in der Klimakrise genauso. Können wir das noch irgendwie nutzen oder müssen wir das einfach ins Meer kippen, das Zeug?
Florian Ja, also all das, was ich in diesen paar trockenen Sätzen da jetzt zitiert habe, da steckt wahnsinnig viel drin, das man bedenken sollte.
Claudia Ja, und ich meine, das ist ja auch alles nicht so einfach mit, sollen wir die Reservoirs vergrößern oder neue bauen. Das ist ja auch ein langer Prozess und man braucht den Platz.
Florian Ja, und jetzt zum Abschluss zitiere ich jetzt noch einen Menschen, der mit dem Thema nichts zu tun hat. Er hat schon was zu tun, aber er hat die Arbeit nicht mit verfasst, aber ist Experte für Wassersysteme von der Uni Potsdam, also hat schon was mit dem Thema zu tun und wurde zitiert in einem populärwissenschaftlichen Artikel über die Arbeit, die ich gerade besprochen habe. Das verlinke ich auch in den Shownotes.
Florian Das ist der Herr Thorsten Wagener von der Uni Potsdam und der sagt, im Bezug auf Mitteleuropa, wir haben jetzt viel über Afrika und Kalifornien und Südafrika geredet und auch über den Mittelmeerraum, aber über Mitteleuropa, also da wo wir leben, also wir jetzt im Sinne von du und ich, da haben wir noch nicht drüber geredet.
Florian Und der Thorsten Wagener sagt, ja auch in Mitteleuropa müssen wir drüber nachdenken, weil, Zitat, andere Regionen sind zwar trockener, aber wir haben uns an eine hohe Wasserverfügbarkeit angepasst. Also wir sind es gewohnt, drehen den Hahn auf, Wasser kommt raus, fertig. Und es kommt so viel Wasser raus, wie ich haben will. Und deswegen, ich zitiere weiter, wir sind daher oft empfindlicher für zukünftige Dürren.
Florian Das heißt, auch wenn es bei uns nicht so arg ist, weil wir uns halt so dran gewöhnt haben, dass wir Wasser haben können, wenn wir es wollen, könnte es für uns schon problematisch werden, wenn es auch nur ein ein bisschen trockener wird.
Claudia Ja, wir sind quasi nicht daran gewöhnt zu haushalten oder...
Florian Genau. Auch da erwähnt Thorsten Wagener ein paar Sachen für diese Probleme, die fehlende Anpassungsstrategien verursachen. Er hat gesagt, im Norden Italiens zum Beispiel ist die Reisernte eingebrochen, weil nicht mehr genügend Wasser im Fluss Po war. Die Energieproduktion in Frankreich musste gedrosselt werden, weil das Flusswasser bei Niedrigstand zu warm geworden ist und eine Gefahr für Fische und andere aquatische Lebewesen bestand. Der Rhein konnte nicht mehr durchgehend für die Schifffahrt genutzt werden.
Florian Also das sind alles Probleme, die halt schon aufgetreten sind und besser wird es nicht und dann haben wir dann vielleicht auch, trotzdem wir in Mitteleuropa noch halbwegs gut dran sind, trotzdem auch Probleme, wenn wir uns nicht auch entsprechend Gedanken darüber machen, wie wir in Zukunft mit dem Wasser umgehen werden.
Claudia Ja, also ich kann mich selber aber auch schon daran erinnern, dass in meiner Kindheit wir Wasser sparen mussten und man durfte nicht mehr Gärten wässern.
Florian Echt, das hatte ich, glaube ich, nicht. Kann ich mich nicht erinnern.
Claudia Sommer, dieser eine Hitze, ich muss nochmal nachschauen, aber es waren auf jeden Fall ein, zwei Jahre, wo wir das hatten bei uns in der Region. Ja, ich glaube, sich darauf einzustellen, ist komplizierter, als wir denken, weil wir so wirklich da super dran gewöhnt sind, dass ich einfach den Wasserhahn aufmachen kann und kann mir Wasser kochen oder so.
Florian Ja, und es ist ja auch, wie gesagt, nichts, was einfach ist, das zu machen, weil das sind alles politische Städte, planerische Maßnahmen, die alle entsprechend lang brauchen. Das ist vermutlich, ich bin kein Experte, aber vermutlich auf seine Art genauso ein komplexes Vorhaben wie die Umstellung des Energiesystems auf Erneuerbare, unser Wasserversorgungssystem klimaresilient zu machen.
Florian Und das muss man aber eigentlich, das hätte man eigentlich schon machen müssen. Wie gesagt, wir hätten schon machen müssen, weil wir haben ja gerade gesehen, wir sind jetzt, Jetzt in dem Bereich, wo wir das am schlimmsten merken werden.
Claudia Ja, also wo quasi diese Ereignisse jetzt eintreten.
Florian Und drum ist dann der Titel der Arbeit gar nicht mehr so überraschend. First Emergence of Unprecedented Global Water Scarcity in der Anthroposzene. Also wir leben jetzt gerade in der Zeit, wo wir diese beispiellose globale Wasserknappheit erleben. Das ist jetzt. Da ist kein Fragezeichen, nix. Der Titel ist wirklich das erste Auftreten.
Claudia Ja, hier. Und Sie haben uns ein bisschen gesagt, wie wir uns vorbereiten könnten. Das finde ich ja auch immer gut. Da was mitzunehmen und was mitzugeben an die Leute, die entscheiden können.
Florian Ja, wenn ihr was entscheiden könnt, liebe Hörerschaft, dann entscheidet mal was.
Claudia Ja, das wäre super. Ja, wenn uns entscheidende, also Leute, die Entscheidungen treffen können, zuhören. Das wäre super, da was zu machen.
Florian Das war meine Geschichte über die Wasserknappheit.
Claudia Okay, gut. Beim nächsten Mal geht es bei mir überhaupt nicht um Wasser. Weder gefroren, also noch flüssig. Es geht auch nicht um die Abwesenheit von Wasser tatsächlich. Also es ist ein ganz anderes Thema. Wir reden ein bisschen über Glauben.
Florian Okay, aber da gibt es auch Weihwasser und sowas.
Claudia Ja, okay, gut, da hast du einen Punkt. Aber es ist eine leicht andere Art von Glauben. Aber das erzähle ich dir in zwei Wochen.
Florian Ich bin gespannt, was wir dann glauben. Und wenn ihr was über Wasserknappheit wisst oder Fragen habt dazu, dann schreibt uns das an podcast.dasklima.fm.
Claudia Genau, da könnt ihr jetzt auf jeden Fall schreiben. Oder ihr könnt natürlich auch hier unter die Folge kommentieren, unter die Shownotes, wo der Artikel auch verlinkt ist, indem ihr dann auch nochmal die schönen pixeligen Grafiken sehen könnt. Ja, und wir freuen uns, dass ihr immer noch so fleißig uns abonniert und kommentiert und sogar bewertet.
Claudia Wir freuen uns einfach, nächstes Mal weiterzusprechen in zwei Wochen. Dann über.
Florian Ich bin gespannt, was wir dann glauben werden, wenn wir Glauben mit Klima verbinden. Ich bin gespannt. Wir werden es hören. Und wenn ihr euch die Wartezeit bis zur nächsten Folge ein bisschen vertreiben wollt, dann könnt ihr ein Buch lesen. Gut, das könnt ihr eh immer machen. Es gibt genug Bücher, die lesenswert sind, aber es gibt ein ganz spezielles Buch, wo ich mitgewirkt habe und Claudia auch ein bisschen mitgewirkt hat.
Florian Das ist das neue Buch der Science Busters, des Wissenschaftskabarets aus Österreich, wo ich auch ein Teil davon bin. Wir haben hier ja auch schon öfter mal ein paar Inhalte gepostet, so Podcasts und Sachen, die wir gemacht haben, Ausschnitte aus Hörbüchern und so weiter. Und das neue Buch hat den schönen Titel Aus.
Claudia Das klingt nach einem kleinen Befehl für Hunde.
Florian Ja, genau. Das kann man sehr schön Hunden vorlesen, weil dann verstehen die auch zu abwechselnd was, wenn sie ein Buch vorliest. Also nur den Titel. Das Buch heißt Aus und es geht um Dinge, die zu Ende gehen, Dinge, die nicht zu Ende gehen. Unendlichkeit, Ende, also wir reden über so Dinge, also klassischerweise, wie geht die Welt unter, also sowas, aber auf eine Art und Weise, die halt anders ist, als man es gewohnt ist, also nicht, wie werden wir Menschen verschwinden oder sowas, sondern wirklich, wie kriegt man einen Planeten kaputt?
Florian Ist gar nicht so einfach, also jetzt werde ich kaputt, nicht nur noch so, dass irgendwie das Leben weg ist, weil der Erde ist es ja ziemlich egal, ob da jetzt Menschen drauf leben, irgendwas anderes drauf lebt, der Erde ist es auch egal, ob da Pflanzen drauf leben, selbst wenn alles Leben weg ist, ist der Erde, es bleibt immer noch wurscht, also wie kriegt man einem Planeten wirklich kaputt?
Florian Das ist ein Thema, das wir uns angeschaut haben. Und wie kann man verhindern, dass der Planet kaputt geht? Aber wir haben jetzt nicht nur so astronomische Themen drinnen, sowas wie, wann kommt das Ende des Universums oder wo ist das Ende des Universums? Auch wo ist das Ende der Welt? Ich habe ja auch nicht nur, wann kommt das Ende der Welt, sondern auch wo ist das Ende der Welt?
Claudia Okay, ich muss dieses Buch legen.
Florian Ein Ende ist übrigens gleich bei dir in der Gegend. Ach, okay.
Claudia Nicht spoilern, ich werde es raus.
Florian Ja, ein Ende ist bei dir gleich in der Gegend. Wir haben natürlich auch ein paar biologische Themen, also Ende des Menschen, können wir unser Ende verschieben und Sterblichkeit und sowas. Ein bisschen Mathematik ist drinnen. Was ist überhaupt die Unendlichkeit und warum gibt mehr als eine Unendlichkeit und warum gibt es mehr als unendlich, sowas haben wir drinnen, aber auch so andere Themen, also wir haben Computerspiele, das würde dich freuen, Computerspiele und Endgegner.
Florian Endgegner, was kann man von der Beschäftigung mit Endgegnern über vielleicht sowas wie die Klimakrise und unser eigenes Leben lernen, sowas steht drin und wir haben natürlich auch ein bisschen Klima mit dabei in Form des Last Chance Tourism, weil das ist ja auch etwas, wo wo was zu Ende geht, wenn wir irgendwo nicht mehr hinfahren können.
Florian Also es ist ein Buch, wo sehr viel drinsteht über Ende und Unendlichkeit. Ihr könnt das überall dort kriegen, wo es Bücher zu kriegen gibt. Wahrscheinlich wird es auch in den einigen oder anderen Bibliotheken auftauchen. Die haben ja oft auch aktuelle Bücher mittlerweile.
Claudia Ja, habe ich auch schon gehört.
Florian Und nicht nur die 20 Jahre alten Schinken, die man am Flohmarkt eingesammelt hat, sondern auch aktuelle Werke. Es gibt natürlich auch ein Hörbuch. Das Hörbuch hat Ralf Kaspers gelesen, den ihr vielleicht auch aus der einen oder anderen Fernsehsendung kennen werdet. Und es gibt auch die Möglichkeit, uns anzuschauen. Und mit uns meine ich jetzt nicht Claudia und mich, sondern mich und meine Kollegen von den Science Busters.
Florian Wir haben zum neuen Buch auch ein neues Bühnenprogramm gemacht. Das heißt nicht aus, weil das wäre ein bisschen zu kurz und das ist dann auch schwierig in der Ankündigung. Wenn überall aussteht, dann glauben wir, es ist aus, es kommt keiner. Darum heißt das Bühnenprogramm zum neuen Buch Weltuntergang für Fortgeschrittene.
Florian Weil wir gesagt haben, Weltuntergang allein geben wir uns nicht ab. Das haben die Religionen schon seit Jahrhunderten, Jahrtausenden uns erzählt. Wir machen das jetzt mit Wissenschaft. Also jetzt gibt es Weltuntergang für Fortgeschrittene. Und die Premiere der neuen Show war schon, wenn diese Folge erscheint, aber die nächsten Vorstellungen, die kommen immer wieder. Wir treten, glaube ich, am 29.
Florian Oktober in Linz auf damit, am 30. Oktober in Graz, ja, und immer wieder in Wien und anderswo. Schaut auf die Homepage der Science Busters, verlinkt in den Show Notes. Wir kommen auch nach Deutschland mit der Show irgendwann Anfang nächsten Jahres, glaube ich, also. Wir kommen irgendwo hin und wenn ihr auch da hinkommen wollt, dann freuen wir uns.
Claudia Ja, aber ich hätte gerne noch eingeworfen, wenn jemand das Buch in einer Bibliothek sieht, macht davon noch ein Foto und schickt es mir und sagt in welcher Bibliothek.
Florian Ach so, ja, dann, ja, ja. Ich würde mich freuen. Genau, mach das. Ich dachte, du sagst jetzt, wenn jemand das Buch in einer Bibliothek sieht, dann klau das und nehm das mit.
Claudia Nein, nicht machen. Und bitte nicht verstellen. Immer an der schönen Stelle stehen lassen, damit es andere auch finden.
Florian Wenn ihr dann ausreichend Bücher aus euren Bibliotheken vernünftigerweise entliehen habt und nicht geklaut oder verstellt habt, dann lest das Buch und wenn ihr fertig seid damit, dann hört euch die nächste Folge an in zwei Wochen und bis dahin verabschieden wir uns und sagen Tschüss.
Claudia Tschüss. Und wie geht's?
Florian Oh Gott, mir tut alles weh.
Claudia Was hast du gemacht?
Florian Ich bin alt, erstens. Und zweitens, ich habe gelitten fürs Klima. Da war so ein Benefizlauf am Wochenende, so Klimaschutz.
Claudia Stimmt, den habe ich gesehen.
Florian Und je weiter man läuft, desto mehr wird irgendwo irgendwas gemacht. Und ich musste da mitlaufen. Und dann habe ich mich aber zu sehr reingesteigert. Und dann bin ich da irgendwie 20 Kilometer gelaufen. Und jetzt habe ich seit langem wieder mal einen Muskelkater, weil ich schon lange nicht mehr so lange gelaufen bin. Das ist zwei Tage her und wir tun...
Claudia Tut aber noch alles weg?
Florian Ja, genau. Meine Frau beschwert sich die ganze Zeit, dass ich andauernd alte Männergeräusche mache, wenn ich aufstehe und mich hinsetze und solche Sachen.
Claudia Ah, ja, ja, ja. Alte Männer- oder schwangere Personengeräusche.
Florian Ja, so in der Art, genau.
Claudia Ja, okay.
Florian Aber jetzt sitze ich, also ich hoffe, dass ich während dem Podcast keine Geräusche dieser Art mache.