
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
Und: Wird die Expansion des Universums langsamer?
DU144 - Die Stürme auf Neptun
Und: Wird die Expansion des Universums langsamer?
In dieser Folge geht es um die Stürme auf Neptun und Uranus und neue Erkenntnisse über das, was in ihrem Inneren stattfindet. Außerdem klären wir, ob neue Forschung wirklich zeigt, dass das Universum langsamer expandiert. Evi hat diesmal einen Gast mitgebracht und taucht hinab in den “Abyss”.
Wenn ihr uns unterstützen wollt, könnt ihr das hier tun: paypal.com/paypalme/PodcastDasUniversum Oder hier: steadyhq.com/de/dasuniversum Oder hier: patreon.com/dasuniversum
Einleitung mit Krankheit
Ruth ist immer noch ein wenig krank, aber dafür kann sie auch irgendwann die Aliens besiegen, wie dieses Comic zeigt (smbc-comics.com/comic/lesson).
Hört die kosmische Expansion auf?
Neue Forschung (“Strong progenitor age bias in supernova cosmology – II. Alignment with DESI BAO and signs of a non-accelerating universe” (academic.oup.com/mnras/article/544/1/975/8281988)) zeigt, dass das Universum vielleicht langsamer expandiert (derstandard.at/story/3000000295089/die-ausdehn…) und nicht immer schneller wird, wie bisher gedacht. Ruth ist von der Qualität der Forschung aber nicht begeistert.
Die stürmischen Eisriesen
Die Gasplaneten des Sonnensystems zeichnen sich durch beeindruckende Sturmsysteme aus (wie man hier bei Jupiter sehen (youtube.com/watch?v=bIgZxGd4zag) kann). Wie diese Stürme wirklich funktionieren und vor allem, warum sie manchmal gegengleich zum Planeten rotieren, hat man jetzt herausgefunden (“From gas to ice giants: A unified mechanism for equatorial jets” (science.org/doi/10.1126/sciadv.ads8899)). Ruth erklärt, wie das funktioniert und wir diskutieren auch ein wenig über die Erforschung der Eisriesen in der Zukunft und die Science Fiction der Vergangenheit.
Fragen aus der Hörerschaft
René denkt über Asteroideneinschläge auf Jupiter nach und fragt, ob er deswegen ”nicht schon längst einen relevanten festen Kern” haben muss?
Nein! Und mehr zu Asteroiden und Jupiter gibt es hier (astrodicticum-simplex.at/2009/12/jupiter-freun…).
Christian fragt uns: ”Würde ich auf einem Gasplaneten bis zum Mittelpunkt sinken?”
Ja, wenn du unzerstörbar wärest - aber es wäre sehr langweilig.
Science Frames: The Abyss
Evi erzählt uns diesmal etwas über “The Abyss” (imdb.com/de/title/tt0096754). Sie hat sich diesmal den Drehbuchautor und Regisseur Peter Koller aus ihrem Podcast “Cosmic Latte” mitgebracht.
Veranstaltungen
Florian wird weiterhin seine “Sternengeschichten LIVE” Show aufführen. Tickets und weitere Termine gibt es hier (sternengeschichten.live). Die Österreich-Premiere wird am 29. Januar 2026 in Wien stattfinden (Tickets (oeticket.com/event/florian-freistetter-sternen…)).
Außerdem gibt es einen Vortrag am 3.12.2025 in Schwandorf (Tickets und Infos (vhs.schwandorf.de/kurssuche/kurs/Eine-Geschich…)) und am 4.12.2025 in Freistadt (Tickets und Infos (kupfticket.com/events/florian-freistetter)).
Ruth und Florian machen Science Busters Bauernsilvester-Shows und zwar am 27.12 in Graz, am 29.12 in Linz und 30.12 in Wien. Und Science Busters Shows gibt es auch 2026 wieder. (Tickets und alle Infos (sciencebusters.at/termine).
Und Evi tritt am 4.12.2025 in Wien auf, im [Planetarium]vhs.at/de/k/292739542) (vhs.at/de/k/292739542))
Neue Bücher und Hörbücher
Das neue Buch von Florian heißt “Die Farben des Universums” (hanser-literaturverlage.de/buch/florian-freist…), erscheint im Februar 2026 und kann schon vorbestellt werden.
Wer das neue Buch von Ruth bestellen will, kann das hier machen (aufbau-verlage.de/aufbau/sternenjahr-auf-unsic…)
Und das Sternengeschichten Hörbuch (penguin.de/buecher/florian-freistetter-sternen…) von Florian kann man auch bestellen.
Unterstützen
Wir bedanken uns für die zahlreiche finanzielle Unterstützung, die uns die Arbeit am Podcast ermöglicht. Und wenn das alles so weitergeht und wir mit diesem Podcast wirklich Geld verdienen, können wir vielleicht auch wöchentlich eine Folge veröffentlichen.
Wenn ihr uns unterstützen wollt, könnt ihr gerne diesen PayPal-Link verwenden (paypal.com/paypalme/PodcastDasUniversum). Oder uns bei Steady (steadyhq.com/de/dasuniversum) unterstützen. Und auch bei Patreon (patreon.com/dasuniversum).
Science Busters Buch
Außerdem haben die Science Busters ein neues Buch herausgebracht. Es heißt “Aus! Die Wissenschaft vom Ende” (hanser-literaturverlage.de/buch/science-buster…) und sowohl Florian als auch Ruth haben darin jede Menge Geschichte aufgeschrieben.
Telegram, Discord und Mastodon
Das Universum gibt es auch bei Telegram (t.me/UniversumPodcast). Dort könnt ihr mit anderen Hörerinnen und Hörern plaudern; auch Ruth, Evi und Florian sind da, um eure Fragen zu beantworten.
(Einen Discord-Kanal (discord.com/channels/965674985999990794/965674…) gibt es übrigens auch, den betreibe wir aber nicht selbst).
Das gleiche gilt für die Mastodon-Instanz “Das Universum” (dasuniversum.social/about), die ihr natürlich auch gerne nutzen könnt!
Bücher
Das neue Buch von Florian heißt “Die Farben des Universums” (hanser-literaturverlage.de/buch/florian-freist…), erscheint im Februar 2026 und kann schon vorbestellt werden.
Florian hat davor auch ein Buch geschrieben, gemeinsam mit Helmut Jungwirth. Es heißt “Eine Geschichte der Welt in 100 Mikroorganismen” (scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2021/08/…), ist sehr hervorragend, überall zu kaufen wo man Bücher kaufen kann, weswegen es natürlich auch von allen gekauft werden sollte. Wer mehr über den Inhalt wissen will, kann diese Folge WRINT Wissenschaft anhören (wrint.de/2021/08/12/wr1265-wunderbrot-und-ster…).
Ruths aktuelles Buch heißt “Sternenjahr auf Unsichtbar
12 Himmelsphänomene, die wir nicht sehen, obwohl sie da sind” (aufbau-verlage.de/aufbau/sternenjahr-auf-unsic…)
und wir haben in dieser Folge des Podcasts (dasuniversum.podigee.io/114-du114-ein-buddy-fu…) sehr ausführlich darüber gesprochen. Kauft es, es ist super!
Kontakt
Wenn ihr Fragen zum Universum hat, dann schickt sie einfach per Mail an: fragen@dasuniversum.at. Wer uns einfach nur was schreiben will, tut das unter hello@dasuniversum.at.
Falls ihr Ruth mit ihrem mobilen Planetarium buchen möchtet, schreibt an hello@publicspace.at oder schaut auf ihre Homepage: publicspace.at
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: sternengeschichten.podigee.io oder bei Spotify (open.spotify.com/show/0ikLkbZTH9yjuwetyBheXX) - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast (sciencebusterspodcast.podigee.io) zu hören.
Florian und Ruth findet ihr beide auch regelmäßig im WRINT Wissenschaft”-Podcast (wrint.de/category/wissenschaft) den es ebenfalls bei Spotify gibt (open.spotify.com/show/0KKB14qE9h2NVWCW8vCt2z)
Evi betreibt gemeinsam mit ihren Kolleginnen Elka und Jana den Podcast “Cosmic Latte: Kaffeehausgespräche über Astronomie” (cosmiclatte.podigee.io).
Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien:
Instagram “Das Universum” (instagram.com/dasuniversumpodcast)|
Instagram Florian …
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Ruth Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Das Universum, dem Podcast, in dem Ruth und Florian über das Universum plaudern, wie immer auch heute mit Florian.
Florian Und mit Ruth, hallo.
Ruth Hallo, mit einer immer noch etwas angeschlagenen Ruth. Ich hätte es fast schon wieder mal nicht durch die Einleitung geschafft, aber es ging gerade noch.
Florian Das ging gerade noch, hat geklappt und wie wir in der letzten Folge schon gesagt haben, die Folgen, die jetzt kommen, sind alle ein bisschen kürzer. Einerseits, weil wir ja einen Termin gefüllten November und Dezember haben und gerade noch einen Termin gefunden haben, wo wir überhaupt irgendwas gemeinsam was aufnehmen können und deswegen müssen die Folgen kürzer sein, weil wir mehr als eine Folge auf einmal aufnehmen und weil Ruth sich schon wieder in ihrem Job angesteckt hat an irgendwelchen verseuchten Kindern im Planetarium und deswegen leicht erkältet ist oder schwer erkältet. Ich weiß gar nicht, wie schwer es gerade aktuell ist.
Ruth Ja, nein, es ist nicht schwer, aber es ist halt nur so ein bisschen... Aber ich habe tatsächlich in meinem Büro, in meinem Küchenkastel noch ein paar Beutel Mesmer Immune gefunden, die mir damals, wie ich das letzte Mal krank war, ein sehr aufmerksamer Mensch waren. Geschenkt hat und kann ich jetzt wieder gut gebrauchen. Also ich bin jetzt eh weniger krank, wie ich angefangen habe mit dem Planetarium.
Ruth Das war furchtbar. Die ersten zwei Winter war ich, glaube ich, irgendwie zehnmal krank oder so und davor irgendwie so nie, also nicht nie, aber ich war schon mal krank in meinem Leben, aber irgendwie bin halt eher jetzt nicht so schnell verkühlt eigentlich.
Florian Du stärkst dein Immunsystem. Da gab es auch mal dieses schöne, nette Comic, was ich dir auch geschickt habe, wo Aliens die Erde erobern und mit ihren Alienviren alle Menschen auslöschen oder irgendwie unter Kontrolle bringen. Und die Einzigen, die noch im Widerstand kämpfen, sind Volksschullehrerinnen und Lehrer und Kindergartenpersonal, weil die so ein heftiges Immunsystem haben, dass sie alles aushalten, sogar die Alienviren.
Ruth Das war ein super Comic. Der war richtig cool. Den müssen wir nochmal verlinken.
Florian Ja, ich muss schauen, wie ich das irgendwo finde.
Ruth Aber es ist eh kein Wunder, dass es so ist, weil irgendwie die Umgebung, in der ich arbeite, ist halt die denkbar schlechteste Umgebung, um sich nicht anzustecken. Es ist irgendwie so ein kleiner Raum, man ist mit einer Gruppe da drinnen die ganze Zeit, man redet einander an und dann kommt die nächste Gruppe und die nächste und die nächste.
Ruth Das heißt, in drei Tagen habe ich dann alle Viren von der ganzen Schule nah an mir dran gehabt im Weltraumzelt und naja, das ist ein Wunder, dass ich nicht irgendwie öfter krank bin im Endeffekt. Das lässt sich nicht vermeiden, das gehört dazu. Natürlich seit Corona ist es auch so ein bisschen dieses Gefühl, dass also bei mir ist es zumindest so, dass seit dieser Pandemie, dass man einfach so mehr sich dessen bewusst ist, dass man ja die ganze Zeit die Atemluft anderer Menschen einatmet. Und so, das, was in den anderen Menschen war, dann so in sich selber drinnen hat. Und das macht das Ganze so ein bisschen...
Florian Ich habe eine wunderbare Idee. Du müsstest dir einfach nur einen Raumanzug besorgen. Das passt dann voll ins Bild. Dann stehst du im Raumanzug im Weltall, weil du trägst dir das Weltall mit dir herum und dann bist du im Raumanzug und hältst einfach deine Planetariumsdinger im Raumanzug mit deiner eigenen Luftversorgung.
Florian Und dann schaut es cooler aus als jetzt und du wirst nicht krank.
Ruth Aber dann hört mich ja niemand reden. Achso, dann bräuchte ich ein Mikrofon. Also es wäre auch wurscht.
Florian Die Astronauten können ja auch miteinander reden. Die kriegen das ja auch hin. Dann müsste ich eben eine Soundanlage.
Ruth Es wäre halt ein bisschen mehr noch Zeug zum Schleppen. Also es würde jetzt da irgendwie die Reise nicht vereinfachen. Ja, dann nimmst du einen Taucheranzug.
Florian Der ist einfacher zu tragen.
Ruth Okay, ich denke drüber nach. Ich denke drüber nach. Wir wollen ja nicht ewig über meine Lurgy, wie die Engländer sagen, über meine Krankheiten da plaudern, sondern wir wollen über das Universum reden oder das, was was im Universum passiert ist. Es ist seit dem letzten Mal eine große Studie herausgekommen, eine große, naja, groß, groß ist das falsche Wort, eine Studie mit großen, großen Behauptungen Ihr habt es sicher irgendwo gelesen. Die war überall in den Medien natürlich.
Ruth Überall, das war die Rede von neue Erkenntnisse bringen, unser Verständnis vom Universum ins Wanken und eine wissenschaftliche Revolution.
Florian So oft wird es wankt, unser Verständnis muss schon ganz schwindelig sein.
Ruth Ziemlich besoffen die ganze Zeit, unser Verständnis anscheinend. Das größte Rätsel des Kosmos ist endlich gelöst.
Florian Ist es?
Ruth Nein, natürlich nicht. Es ist nie. Das ist so, wenn ein Titel mit einer Frage anfängt, dann ist die Antwort meistens nein.
Florian Ja, da gibt es sogar einen Namen dafür. Ich habe es gerade vergessen. Better Riches Gesetz der Schlagzeilen heißt das genau.
Ruth Genau, genau. Also, worum geht es? Es geht um diese Studie, die behauptet, dass das Universum doch nicht beschleunigt expandiert.
Florian Also das Expandieren stellen Sie nicht in Frage. Das Universum expandiert. Das wissen wir seit Hubble & Co. Universum expandiert. Und seit den 1990er Jahren, als wir die dunkle Energie entdeckt haben, haben wir festgestellt, das Universum expandiert, beschleunigt. Und die sagen, Expansion schon, Beschleunigung nein.
Ruth Genau, also es ist, dass man expandiert und zwar immer schneller und schneller und schneller und schneller. Also es wird nicht nur größer, sondern es wird schneller und schneller größer. Und das scheint immer so ewig weiterzugehen und führt dann zum entweder Heat Death oder Big Rip, je nachdem, was diese Expansionskraft, die wir dunkle Energie nennen, da irgendwie macht.
Ruth Das wissen wir noch nicht. Wir wissen nicht, was es ist, wir wissen nicht, warum. Und das ist natürlich ein sehr unbefriedigender Zustand. Wir haben keine Ahnung. Wir wissen nur, dass es so ist oder haben wir zumindest bisher in unseren Beobachtungen, in unseren Ergebnissen gesehen, dass es so ist. Jetzt kommt er diese Studie und behauptet, stimmt nicht. Die Expansion war zwar beschleunigt früher, aber ist nicht mehr beschleunigt.
Ruth Wir sind nicht mehr in einer Phase der beschleunigten Expansion des Universums, sondern es expandiert immer noch natürlich, aber es wird nicht mehr schneller. Die Expansionsrate ist nicht mehr beschleunigter.
Florian Wann hat es aufgehört? Gestern, letzte Woche, vor einer Million Jahren?
Ruth Ich glaube, so genau haben Sie sich das noch nicht angesehen. Zuerst mal, ich meine, es ist eh klar, warum das überall in den Medien war, weil das ist natürlich revolutionär. Also die Behauptung, wenn es stimmt, wäre das total revolutionär. Es ist auch, ich glaube, der Grund, warum es so in den Medien auch war, es ist erstens Death of Dark Energy, so irgendwie.
Florian Die Wissenschaftler haben sich schon wieder geirrt, kann man super machen, eine Nachricht.
Ruth Und das, genau, genau. Es ist so dieses, erstens dieses Ding, dieses Thema, was uns eigentlich wäre es uns am liebsten, genauso wie mit der dunklen Materie, eigentlich wäre es uns am liebsten, wenn er jetzt, Endlich irgendjemand draufkommt, dass das alles ein Blödsinn war. Gibt es alles doch nicht. Cool. Wir kennen uns wieder aus.
Ruth Wir haben wieder quasi den Großteil des Universums verstanden, weil es diese blöden, dunklen Dinge, die wir nicht verstehen, in Wirklichkeit gar nicht gibt. Es war alles ein Fehler. Und dann natürlich auch noch die anderen. Wow. Haben sich anscheinend alle geirrt. Die Leute, die sich bis jetzt mit Supernova, Entfernungsbestimmung und so weiter beschäftigt haben, naja, die haben das halt einfach alle nicht richtig gemacht, Nobelpreisträger widerlegt.
Ruth Ich meine, wenn das kein Ha-Ha-Ha ist, auf Englisch nennt man das Schadenfreude. Ja, nennt man wirklich so. Also es ist eine Art Schadenfreude. Da kommt dieses Forscherteam aus Korea daher und ich meine, das sind jetzt keine unbekannten Leute. Aber es ist halt quasi ein kleines Team gegen den Konsens der Wissenschaft und einen Konsens, der uns eigentlich am liebsten wäre, wenn es ihn nicht gäbe.
Ruth Und dann ist das natürlich groß in den Medien.
Florian Aber was ist denn jetzt? Wie kommen Sie drauf, dass das so ist und stimmt das?
Ruth Also, es ist ein bisschen problematisch, weil, okay, also was behaupten Sie in der Studie? Sie behaupten, dass an der Kalibrierung der Supernova-Helligkeiten, dass da in der Vergangenheit irgendwas schiefgelaufen ist. Also, wie macht man diese Supernova-Entfernungsbestimmungen? Du hast die Supernova Typ 1a, so Doppelstern, weißer Zwerg, roter Riese, Material prasselt vom roten Riesen, weil die nah aneinander dran sind, der rote Riese sich ausdehnt, Material schwappt vom roten Riesen quasi rüber zum weißen Zwerg, haut da drauf und irgendwann geht es kaum um und immer bei einer gleichen Masse, bei dieser Grenzmasse, wo dann der weiße Zwerg dem Druck, der Schwerkraft quasi nicht mehr widerstehen kann und darum haben das ja auch irgendwie die gleiche Helligkeit
Ruth und dann kann man die halt so als Standardkerzen, wie man das nennt, verwenden, wenn ich weiß, ah, die haben diese Helligkeit, weil sie immer auf die gleiche Art oder Weise explodieren, dann weiß ich auch, ha, wenn das so und so hell ausschaut in der und der Entfernung, dann muss es so weit weg sein.
Ruth Wenn ich eine Standardglühbirne in 100 Metern habe oder in einem Kilometer, dann weiß ich von ihrer Helligkeit, wie weit sie weg sein muss.
Florian Ja, und du wirst jetzt wieder Mails kriegen, dass es nicht Glühbirne heißt, aber ist egal, mach weiter. Das ist ein Leuchtkörper.
Ruth Hat das auch die EU bestimmt, so wie die Bratstücke.
Florian Müsst ihr wahrscheinlich auch, weil Glühbirnen kann ich auch nicht essen, aber ich glaube, das ist eher so, wie die Leute immer sagen, man darf nicht gerade Kelvin sagen, sondern Kelvin, das sind auch die, die immer meckern, dass man nicht Glühbirne sagen muss, sondern Leuchtmittel oder irgendwie sowas.
Ruth Also die, ihr könnt gerne mal bei mir beikommen und euch alle anstellen. Okay, nein, habt ihr recht. Was ist jetzt das Problem daran? Es hört sich irgendwie easy an. Also es hört sich an so, okay, wenn die Supernovae immer so gleich explodieren und immer gleich hell sind, was kann da jetzt da schief gehen?
Ruth Naja, es ist halt einfach doch nicht ganz so einfach. Man muss diese Supernove auf eine Art und Weise aneinander anpassen, sagen wir mal so, kalibrieren. Und das macht man über ihren Helligkeitsverlauf, also die Art und Weise, wie schnell sie wieder an Helligkeit verlieren und so. Und da kann ich die irgendwie aneinander anpassen. Das ist diese Standardkalibration der Supernove. Und die macht man, wenn man diese Entfernungsbestimmungen macht und die hängt auch von ein paar Dingen ab.
Ruth Wie zum Beispiel vom Alter des Vorgängersterns. Also es sind halt einfach doch nicht alle weißen Zwerge irgendwie gleich. Es ist halt einfach doch nicht so Standard und so gleich, wie man das gerne hätte. Es ist anscheinend wirklich so, dass quasi ältere Sternpopulationen ein bisschen andere Supernove verursachen, ein bisschen hellere Supernove verursachen.
Ruth Und jüngere Sternpopulationen in Galaxien, ja, weniger helle. Also man kann jetzt natürlich das Alter von dem Vorgängerstern in einer Supernova, die man in einer fern, fern, fern, fernen Galaxie beobachtet, nicht bestimmen. Ich weiß nicht, wie alt das Ding war, ja, geht nicht. Aber du kannst dir anschauen, wie alt war quasi generell so tendenziell die Population der Sterne in dieser Galaxie.
Ruth Das ist das, was man macht. Und dann versucht man das da irgendwie zu korrigieren für die Sternentstehungsrate, die kann man messen. Aus dem Licht, wie viel UV-Licht zum Beispiel kommt oder wie viel verschiedenes Licht man beobachtet, da kann ich schauen, es ist alles so ungefähr mehr oder weniger. Klar.
Ruth Ist schwierig. Aber man macht das, man korrigiert das. Und diese neue Studie behauptet jetzt, dass eben diese Korrektur, gescheit gemacht worden ist.
Florian Warum ist da in den letzten 30 Jahren keiner draufgekommen?
Ruth Naja, das ist immer die Frage. Wieso ist das jetzt so anders? Wieso hat das bis jetzt, also was sie gemacht haben, ist einfach quasi, naja, bessere Messungen, bessere Messungen vom Alter der Sternpopulationen von einer großen Anzahl an Supernova-Galaxien, die wir beobachtet haben. Und dann haben sie das verglichen, das Alter der Sterne in diesen Galaxien mit der Abweichung von der Helligkeit, die die Supernova hätte haben sollen.
Ruth Also dieses Hubble Residual, wenn du schaust, ah, okay, diese Galaxie ist so weit weg über ihre Rotverschiebung und dann sollte die Supernova so und so hell sein und sie ist aber nicht ganz so hell. Also das ist noch ein zusätzlicher Unterschied. Also das wird es immer geben, eine Art statistische Streuung, eine Art Messungenauigkeit einfach, durch die diese Streuung zustande kommt.
Ruth Es wird nie eine gerade Linie sein, wie weit ist das Ding weg, wie hell ist die Supernova. Aber die behaupten jetzt, dass sie eben diese Unterschiede, diese ganz leichten Unterschiede in Helligkeit zur Erwarteten, dass die eine Korrelation haben. Alter der Sternpopulation. Das heißt, Galaxien mit alten Sternen sind systematisch.
Ruth Hellere Supernove, als sie sein sollten. Galaxien mit jüngeren Sternen systematisch weniger helle Supernove, als sie sein sollten. Und das, wenn das wirklich so ist, das ist natürlich ein Problem. Weil wenn du früher im Universum bist, hast du automatisch jüngere Sternpopulationen in deinen Galaxien.
Ruth Und dann werden deine Supernove weniger hell und dann hast du da einen systematischen Fehler drinnen.
Florian Ja, aber das ist ja jetzt etwas, muss ich jetzt nicht sagen, okay, hier jetzt in diesem speziellen Fall der Supernova-Kalibration hat man da einen technischen Fehler gemacht, sondern die sagen ja, unser Verständnis von Sternentwicklung ist fundamental falsch. Oder galaktische Entwicklung, wenn du sagst irgendwie, Galaxien oder Sterne im frühen Universum verhalten sich anders als im alten Universum.
Ruth Es ist so, dass einfach jüngere Supernovae so ein bisschen dünklerer, ein bisschen weniger helle Supernovae haben, das ist auch in anderen Studien herausgekommen, das widerspricht jetzt nicht unserem Modell von Sternentwicklung oder so. Es ist nur die Art und Weise, wie das korrigiert wird bisher, ist so, dass dann diese Studie behauptet, dass das quasi nicht gut genug korrigiert wurde und es dann immer noch einen systematischen Effekt drinnen gibt, der dazu führt, dass es so aussieht, als wären Supernove, die weiter weg sind, noch weniger heil, das heißt noch weiter weg, das heißt schnellere Expansion.
Ruth Das ist genau das, was wir beobachten. Sie behaupten, dass eben durch diese Abhängigkeit, die da ist, dass da einfach noch eine zusätzliche Korrelation da ist, die nicht berücksichtigt worden ist. Und sie behaupten, dass diese Korrelation eben zwischen den Helligkeiten und dem Alter der Sternpopulation in den Galaxien, sie behaupten, dass sie da eine Korrelation gefunden haben mit, Also absurd hohe Signifikanz, ich habe jetzt den Wert da nicht aufgeschrieben, aber eine richtig statistisch signifikante Korrelation und ich schaue mir diesen Plot an und das ist, also Entschuldigung, what?
Ruth Das ist ein Scatter-Plot irgendwie. Ich meine, okay, kann schon sein, dass da natürlich eine Korrelation drinnen ist mit einer gewissen Signifikanz, aber sicher nicht mit der absurd hohen Signifikanz, die da in dem Paper behauptet wird. Wer hat das refereed?
Florian Das ist ein normales astronomisches Journal, wo das veröffentlicht ist.
Ruth Es ist ein sehr gutes astronomisches Journal, in dem das veröffentlicht worden ist. Also es ist irgendwie ein bisschen, hä? What? Echt? Auf darauf basiert ihr eure Behauptung, dass unser Verständnis der dunklen Energie irgendwie falsch ist? Und es ist also noch dazu, ich meine, die Bestimmung vom Alter von Sternpopulationen in Galaxien ist not easy.
Ruth Das ist echt, das ist etwas, da sind schon so viele Unsicherheiten und Annahmen, die da mit hineingehen, dass man da allein irgendwie einen Fehler, der nur durch irgendwie eine statistische Korrelation daherkommt, dass das nicht ausreicht. Ja, du hast in deinen Messungen natürlich, hast du da schon intrinsisch Fehler drinnen oder Fehlerunsicherheiten drinnen.
Ruth Das ist einfach, ich glaube denen das einfach nicht. Also man müsste sich natürlich, ich muss auch dazu sagen, ich kenne mich mit dieser Standardkorrektur, mit dieser Supernova-Heiligkeitslichtkurven-Standardkorrektur nicht aus. Ich weiß nicht, was genau man da macht, ganz genau. Also ungefähr, ungefähr schon. Aber ich kann das jetzt auch nicht irgendwie beurteilen, ob die das in der Vergangenheit wirklich alle irgendwie da versemmelt haben.
Ruth Natürlich, who am I, zu beurteilen dies. Es hat ein paar Reaktionen darauf gegeben, auch aus der Fachwelt. Es hat auch Matthias einen Artikel gepostet aus unserer Telegram-Gruppe. Mit einer Einschätzung, das war ein Artikel im Standard, in der österreichischen Zeitung. Und das stimmt nämlich auch, weil das Sample an Supernovae, die in dieser Studie verwendet wird, ist nicht so neu.
Ruth Es gibt schon umfangreichere Beobachtungen, es gibt wesentlich umfangreichere Datensätze von Supernovae mittlerweile, die man verwenden könnte. Und anscheinend haben Leute eben die, also die Leute aus der Dark-Energy-Expansions-Gruppe, aus diesen Arbeitsgruppen, die ja natürlich auch sich gegenseitig kennen und oft miteinander zusammenarbeiten, haben diese südkoreanische Gruppe gebeten, dadurch jetzt bitte die neuen...
Ruth Datensätze zu verwenden, die ausgeweiteten Supernova-Datensätze, die man auch in den Simulationen mittlerweile schon verwendet und so weiter, dass das mit denen auszuprobieren und sie scheinen das irgendwie ignoriert zu haben oder sich da geweigert zu haben, das zu machen. Es ist ein bisschen dubios. Warum weigert man sich das an einem neueren, besseren Datensatz auszuprobieren?
Florian Ja, das kann ich dir nicht sagen. Ich bin kein südkoreanischer Astronom, der die Astronomie bei den Haufen werfen will.
Ruth Ja, ich möchte Ihnen jetzt nichts unterstellen, aber normalerweise macht man das, weil man das eh schon ausprobiert hat und da halt nicht das Gleiche rauskommt. Also ich möchte Ihnen wirklich nichts unterstellen, aber es kommt mir sehr, sehr komisch vor. Also erstens das Sample, das Sie verwenden und diese behauptete extrem hohe Signifikanz Ihrer Korrelation.
Ruth Es ist richtig komisch. Es ist natürlich eh klar, das ist super, super high competitive research. Diese ganzen super kompetitiven High-Rate-Shift-Expansionen des Universums-Dings und Sympathler-Arbeitsgruppen. Mein eigener Grudge. Und sie veröffentlichen auch alle nicht ihre Daten, sondern einfach nur Ergebnisse.
Ruth Und es ist auch schwer, das zu überprüfen, wenn Leute so zurückgezogen mit ihrer Arbeit umgehen. Und vor allem in dem Bereich, bei so einem Claim geht das einfach nicht. Da muss man mit anderen Leuten zusammenarbeiten, da muss man zusammenschauen, geht das oder geht das nicht. Da muss man alle Datensätze verwenden, die da sind und alles.
Ruth Also ich frage mich nur, warum das in dem Journal überhaupt so veröffentlicht werden soll. Können. Das finde ich irgendwie auch ein bisschen schräg. Also es ist alles ein bisschen schräg.
Florian Aber das heißt, wir ignorieren das jetzt einfach mal. Wir tun es, als wäre es nicht, bis es irgendwer anderer nochmal gescheit macht.
Ruth Entweder sie sagen auch in dem Paper, dass sie jetzt das nochmal, sie werden das jetzt nochmal in einem anderen Sub-Sample, bla bla bla Ding ausprobieren. Also sie machen da anscheinend noch weitere Versuche und so. Bei so einem Ergebnis kannst du einfach nicht mit irgendwie bisschen mit fragwürdiger, wissenschaftlicher Ethik da daherkommen und deine Sachen nicht teilen oder das, was die anderen Leute empfehlen, die Samples, einfach das nicht zu machen. Das geht einfach nicht.
Ruth Und darum würde ich jetzt einfach mal sagen, ignore.
Florian Gut, dann ignorieren wir es.
Ruth Naja, ignore ist ein bisschen brutal, aber zumindest nicht. Dem nicht die Bedeutung beimessen, die es in den Medien bekommen.
Florian Wir ignorieren es nicht, aber wir blicken geringschätzig darauf hinab.
Ruth Kommen wir zu einem anderen Thema. Das eigentliche Hauptthema dieser Geschichte ist, dass wir überhaupt nicht geringschätzig herunterblicken. Gehen wir weg von den High-Rate-Shift-Unsympathler-Astronomen? Ich kenne die natürlich nicht persönlich. Zu einer Studie, zu einer komplett anderen Geschichte, in der es darum geht, dass wir wirklich etwas herausgefunden haben.
Ruth Ich habe mir das ja letztes Mal gewünscht und es ist tatsächlich eingetreten. Wir haben etwas herausgefunden. We don't need further studies. Naja, oh ja, das braucht man immer. Aber es geht um ein Thema, das uns sehr nah ist, räumlich. Es geht um die großen Gasplaneten und ihr Wetter. Wir haben uns ja letztes Mal auch über den Herbst mockiert. Wenn man auf das Wetter der großen Gasplaneten schaut, hat man noch Glück.
Ruth Unserem grauslichen Novemberwetter, das im Moment gerade herrscht. Es geht um die Stürme auf den großen Planeten. Nicht Mars, ja, nicht die, Mars hat diese super Sturmjahreszeiten, diese Sandsturmjahreszeiten, ja, anderes Thema. Es geht um die Stürme auf den Gasplaneten, also Stürme in den Atmosphären der Planeten, Stürme ohne feste Oberfläche. Das ist eine lustige Vorstellung.
Florian Aber um alle vier oder haben wir Astro einen Speziellen?
Ruth Ja, es geht eigentlich um alle vier. Es geht um die unterschiedliche Art der Stürme, die es auf den vier großen Planeten gibt. Und das ist ein super spannendes Thema, weil mir war das auch gar nicht so bewusst. Also ja, die sind alle sehr stürmisch, die haben alle sehr schnelle Drehung, schnelle Rotation und dadurch eine sehr turbulente Atmosphäre.
Ruth Das ist alles sehr wirbelig, wie es dort zugeht. Zum Beispiel Jupiter dreht sich in zehn Stunden einmal um sich selber, Saturn nur ein bisschen mehr, ich glaube elf Stunden. Diese Planeten, die sind mehr als zehnmal so groß wie die Erde, zehnmal der Durchmesser der Erde, rotzt dem nur zehn Stunden.
Florian Ja, da geht es ab.
Ruth Da geht es ordentlich zu. Und diese Rotation, die führt natürlich auch zu Turbulenzen in der Atmosphäre. Und bei Uranus und Neptun ist es ähnlich. Die haben nicht viel mehr Umlaufzeit. Die haben 16 und 17 Stunden jeweils. Umlaufzeit, sind ein bisschen kleiner, aber trotzdem sehr schnell. Was lustig ist, was mir nicht so bewusst war eigentlich bis jetzt, ist, dass die nicht nur extrem schnelle Windgeschwindigkeiten haben in ihren Atmosphären, sondern gegenläufige, Jet-Streams, also Jet-Streams, diese extrem schnellen Bewegungen der oberen Atmosphäre, sagen wir jetzt mal, die gibt es ja auf der Erde auch.
Florian Gibt es nicht sogar Videos von Jupiter, wo man sieht, wie so Wolkenschichten gegenläufig rotieren? Oder habe ich mir das eingebildet.
Ruth Dass es gibt? Doch, es gibt ein super Zeitraffer-Video, wie die Voyager, die Voyager-Raum-Sonde sich dem Jupiter nähert. Da sieht man das ein bisschen. Ich schicke dir den Link nachher. Also ja, dass sich die unterschiedlich schnell bewegen, war mir bewusst. Also dass sich diese, stellt euch vor, diese Wolkenschichten, diese verschiedenen farbigen Wolkenschichten am Jupiter zum Beispiel, dass sich die so aneinander vorbeischieben eigentlich.
Ruth Also dass sich die nicht alle gleich schnell bewegen und dass es dadurch gerade am Jupiter zu diesen großen Stürmen an den Randzonen dieser einzelnen Wolkenbänder kommt. Das wissen wir natürlich, das sehen wir auch, da sehen wir den berühmten großen roten Fleck am Jupiter zum Beispiel, super Beispiel dafür, der ist an der Grenzbereich zwischen diesen Wolkenschichten, die sich da aneinander vorbeischieben, aber gegenläufig, gegenläufig im Sinne, gegengesetzt zur Drehrichtung vom Rest, also die bewegen sich nach hinten. Ja.
Ruth Nicht von Westen nach Osten, sondern von Osten nach Westen. Und die sind hauptsächlich am Äquator, diese Jetstream, diese gegenläufigen Jetstream. Und der Unterschied ist der nämlich, dass das Uranus und Neptun haben. Jupiter und Saturn haben das nicht. Die haben unterschiedlich schnell bewegende Schichten, aber nicht diese gegenläufigen Jetstream.
Ruth Jupiter und Saturn haben am Äquator, im Äquatorbereich, also es geht um einen Bereich von so ungefähr plus minus 30 Grad Breite, also doch ein breiter Bereich, aber im Äquatornähe eine super Rotation, also schnellere Rotation als der Rest. Und Uranus und Neptun haben diese Subrotation, also quasi langsamer, beziehungsweise, vor allem im Fall von Neptun, sogar extrem schnell in die andere Richtung.
Ruth Das war mir so nicht bewusst. Das ist schon krass, oder?
Florian Ja, schon.
Ruth Ungewöhnlich, ne?
Florian Die Venus hat ja auch so eine super Rotation, glaube ich. Und andererseits bei den Gasplaneten, da ist ja auch nichts im Weg für die Rotation. Das sind ja keine Berge oder sonst irgendwas oder eine Oberfläche, an der sie sich irgendwie rumreiben kann oder so.
Ruth Naja, aber wieso dreht sich dann nicht alles in die gleiche Richtung? Also bei der Venus, okay, die Venus, sie bewegt sich in der gleichen Richtung wie alle anderen Planeten um die Sonne natürlich. Und die anderen Planeten drehen sich auch alle in dieser Richtung um sich selber und die Venus dreht sich andersrum.
Ruth Aber die ist fest, also da dreht sich alles gleich. Da dreht sich die Oberfläche wie eine starre Kugel. Das Arge an den Gastplaneten ist ja, dass die keine starren Kugeln sind, sondern dass sich da die verschiedenen Schichten unterschiedlich drehen. Und dass sich die Äquatorschicht beim Uranus und Neptun, beim Neptun vor allem, dreht sich superschnell in die andere Richtung.
Ruth Ich glaube, beim Neptun sind es ungefähr 400 Meter pro Sekunde.
Florian Okay, das sind viele Meter pro Sekunde.
Ruth Das ist 1500 kmh in die andere Richtung. Also das ist irgendwie, das ist schon krass. Obwohl die beiden Eisriesen Uranus und Neptun langsame Rotation haben, langsamer als jetzt Jupiter und Saturn, haben sie diese extremen gegenläufigen Jetstreams. Das ist etwas, was man bis jetzt nicht so gut erklären hat können.
Ruth Die Idee war, dass einfach da irgendwelche unterschiedlichen physikalischen Gegebenheiten, sagen wir jetzt mal, zu unterschiedlichen Rotationen führen, dass das einfach ein anderer Mechanismus ist.
Florian Ja, aber die brauchen ja Energie für die Rotation. Irgendwo muss Energie herkommen, weil von selbst bewegt sich da nichts.
Ruth Genau. Und die differenzielle Rotation, so nennt man das ja, die unterschiedliche Geschwindigkeit der Wolken, das kann man schon ganz gut erklären. Nein, ich meine, das ist ja auf der Erde auch so, dass sich da durch die Drehung und durch die Kräfte, die da wirken, wenn sich eine Kugel dreht, eine Gasschicht auf einer Kugel dreht, dass es da dann irgendwie dazu kommt, dass es unterschiedlich schnelle Bewegungen gibt.
Ruth Das ist irgendwie, das an sich ist jetzt noch nicht so das Ding, aber eben diese gegenläufige Drehung, das hat man jetzt einfach so in dem Modell bis jetzt noch nicht erklären können, beziehungsweise sich gedacht, da muss irgendwie ein anderer Mechanismus am Werk sein. Da muss irgendwie zum Beispiel was Magnetisches könnte sein, weil ja die beiden Eisriesen auch extrem arge Magnetfelder haben.
Ruth Hast du das gewusst? Das ist auch urkrass.
Florian Ich habe gewusst, dass sie Magnetfelder haben, aber dass sie über Gras sind, habe ich nicht gewusst.
Ruth Die haben Quadru-Pol-Magnetfelder. Die haben nicht einen Nordpol und einen Südpol.
Florian Sondern einen West- und einen Ostpol.
Ruth Es sind mehrere Nord- und mehrere Südpole. Also ich glaube, es sind jetzt jeweils Und zwei, ja, das hätte ich mir jetzt auch nochmal genauer anschauen können.
Florian Aber… Magnetische Pole reden wir jetzt nicht so, dass wie bei uns da, wo die Rotationsachse durchgeht, da hat auch der Neptun und der Uranus nur jeweils eins, aber die magnetischen Pole.
Ruth Genau, na, das wäre lustig, wenn die Rotationsachse, Quadropolrotation, wie soll das gehen? Aber dass man natürlich auch glaubt, dass die Magnetfelder durch die Rotation da irgendwie zustande kommen. Ich meine, bei der Erde ist es natürlich so und das ist auch naheliegend, dass es irgendwie da eine Ähnlichkeit gibt zwischen den magnetischen und den Rotationseigenschaften, sagen wir mal so.
Ruth Aber eben bei den Eisriesen, Uranus und Neptun, die haben so ein wildes Magnetfeld und dann musst du dir vorstellen, auch noch irgendwie diese wilde Rotation, also die... Und da sind Zustände vorhanden, die man sich irgendwie jetzt so fast nicht vorstellen kann. Ich meine, es tut mir schwer, mir dieses Quadrupol-Magnetfeld vorzustellen.
Ruth Das ist irgendwie so. Es gibt auch ein Bild, das habe ich irgendwann einmal vor langer, langer Zeit mit dem Holgi eine Folge darüber gemacht. Da haben wir über die Magnetschelder der Planeten geredet. Es gibt da schon auch Illustrationen dafür. Aber irgendwie, ich habe mir das angeschaut damals, ich kann mich erinnern, mir ist es schwer gefallen, das in mein Hirn hineinzubekommen.
Florian Ja, ich kann dir jetzt nicht helfen dabei. Ich muss mir das selbst gerade vorstellen.
Ruth Wie auch immer. Es gibt Unterschiede zwischen den großen und den kleinen Gasplaneten, sagen wir mal so. Jupiter und Saturn sind sich relativ ähnlich und Uranus und Neptun sind sich auch relativ ähnlich. Und natürlich, wenn man sich denkt, aha, die einen haben diese Rotation, diese gegenläufige Rotation und die anderen nicht.
Ruth Okay, das hat was mit der Zusammensetzung vielleicht zu tun oder mit dem krassen Magnetfeld der Eisriesen. Die haben ja auch eine leicht unterschiedliche Zusammensetzung.
Florian Ja, und deswegen sagt man auch in der Planetologie mittlerweile oder eh schon längerer Zeit, eigentlich jetzt nicht mehr zu allen vier Gasriesen oder Gasplaneten, sondern die Gasplaneten sind Jupiter und Saturn und Uranus und Neptun sind dann eher die Eisriesen. Und wer mehr darüber wissen will, darüber habe ich in meinem neuen Buch Die Farben des Universums ausführlich geschrieben, das im Februar erscheinen wird.
Florian Könnt ihr dann nachlesen, warum das Eisriesen sind.
Ruth Ja, und die haben eben auch diese lustige türkisblaue Farbe, diese schwachfarbige, langweilige Farbe. Und jetzt ist es so, dass es in einer neuen Studie mit einem neuen Modell gelungen ist, zu erklären, wie das funktioniert. Also die Hauptenergie, wie du gesagt hast, diese Rotation braucht eine Energie.
Ruth Die Hauptenergie kommt da irgendwie durch Wärme aus dem Inneren der Planeten.
Florian Da ist was, da ist ein Raumschiff aufgestürzt.
Ruth Es ist einfach Konvektion. Da braucht man jetzt nicht so viel Wärme. Das ist ja schon, wenn man sich eine Suppe aufwärmt, kann man Konvektion in Action beobachten, dass einfach, wenn da eine Wärmequelle irgendwo ist, dann bewegt sich da quasi das Material dann von dieser Wärmequelle weg.
Florian Warmes Zeug steigt auf, kaltes sinkt ab und unten wird es aufgewärmt, steigt nach oben, kühlt ab, sinkt wieder runter.
Ruth Genau. Und dass es in den Planeten drinnen natürlich wärmer ist als außen, ist auch klar. Da ist es dichter, da ist die Schwerkraft, die da quasi nach innen drückt. Und dass da Konvektion am Laufen ist, ist auch eh klar. Ganz normal, ganz zu erwarten. Und dann gibt es noch diese Baroklinen-Instabilitäten.
Ruth Das sind einfach, dass die Sonne in verschiedenen Breiten unterschiedlich stark hineinknallt. Also die Sonneneinstrahlung, die Wärme von der Sonne wirkt sich natürlich ganz unterschiedlich aus, ob sie am Äquator quasi von oben senkrecht draufknallt oder in den höheren Breiten in einem starken Winkel, in einem flachen Winkel da irgendwie drauf scheint.
Ruth Das heißt, das kommt zu Instabilitäten, die durch unterschiedliche Temperatur, Druck und so weiter, ja, das ist auch irgendwie auch noch nicht so besonders. Aber jetzt haben Sie in diesem Modell all diese verschiedenen Dinge quasi so mit hoher Auflösung gerechnet und so zusammengezogen, dass diese gegenläufige Rotation herausgekommen ist bei bestimmten Bedingungen.
Ruth Das heißt, du hast diese Konvektionssäulen. Man muss sich das so vorstellen, das Material geht quasi in einer Säule nach oben aus dem Inneren, weil man sich jetzt quasi die Atmosphäre durchgeschnitten von der Seite vorstellt. Das Material geht so nach oben. Und sinkt daneben wieder ab, weil wenn es oben angekommen ist, dann wird es natürlich wieder kühler. Das heißt, du hast so eine Art Oval.
Ruth Du hast so ein langgezogenes, rotierendes Oval einfach, das in die Tiefe des Planeten hineingeht. Eine Art Säule, die sich auf der einen Seite nach oben und auf der anderen wieder nach unten bewegt. Und jetzt ist es so, dass diese Konvektionssäulen, diese langgezogenen ovalen Strukturen, dass die, wenn der Planet sich auf eine bestimmte Art und Weise dreht und bestimmte Bedingungen herrschen, dass sich die so verschieben, dass sich die so neigen eigentlich.
Ruth Wenn der Umkehrpunkt, wo das heiße Material aufsteigt und dann oben umdreht und wieder nach unten geht, wenn dieser Umkehrpunkt in Drehrichtung des Planeten geneigt ist, dann kommt es natürlich noch zu einer zusätzlichen Rotation. So kriegst du diese schnellere Rotation. Und wenn diese Säule quasi in die andere Richtung geneigt ist, gegen die Drehrichtung des Planeten geneigt ist, was bei bestimmten Bedingungen auch vorkommen kann, dann kriegst du dann eine Drehung in die Gegenrichtung dadurch zustande.
Florian Weil die Konvektion, also weil die Wärme, die Energie aus dem Inneren des Planeten nicht senkrecht nach oben transportiert wird, sondern ab und zu ein bisschen schief, rotiert das oben dann schneller als es normalerweise sollte.
Ruth Ja, oder es ist je nachdem, wie schief diese Säule ist, kommt es dazu, dass es noch mehr Drehung reinbringt oder eben in die andere Richtung, weniger. Je nachdem, in welche Richtung diese Säulen schief sind. Es gibt in dem Paper auch da eine schöne Zeichnung davon. Figure 2, wenn ich das genauer anschauen wollte. Oder ich denke, was redet die da? Kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.
Ruth Also es ist einfach, wenn man sich so den Planeten quasi durchgeschnitten, am Äquator, sagen wir jetzt mal, durchgeschnitten, sich vorstellt, so wie es gibt diese Kuchen, diese Planetenkuchen. Stellt euch vor, ein Kuchen am Äquator durchgeschnitten und dann schauen wir da quasi von oben drauf und dann sieht man, dass aus dem Inneren Material Richtung Außen, Richtung Rand nach oben steigt und wieder runter geht, aber eben durch verschiedene turbulente Bewegungen oder so ist das ein bisschen geneigt, diese Säule, und kann sich eben entweder in die eine oder in die andere Richtung neigen.
Ruth Und wenn das dann am Rand, an der Oberfläche, quasi sich in die Gegendrehrichtung neigt, diese Säule, dann geht das Material in die andere Richtung.
Florian Okay.
Ruth Das Coole ist, dass sie in dieser Simulation einfach nur durch Variationen in Anfangsbedingungen, minimal anderer Druck, Temperatur, alles was in diesem Planeten da vor sich geht, dass sie dadurch beide Drehrichtungen, beide Säulen, quasi in beide Richtungen geneigte Säulen reproduzieren konnten. Das sind beides quasi stabile, gleichwertige Lösungen.
Ruth Und sie sagen auch, dass es so ziemlich in der 50-50, ziemlich in der Hälfte ihrer Simulationen zu dieser Gegenrotation, zu dieser gegenläufigen Konvektionssäule da irgendwie gekommen ist.
Florian Okay, gut. Und was bringt uns das jetzt?
Ruth Jetzt wissen wir, wie das funktioniert. Also und es ist auch so, je nachdem wie tief die Atmosphäre ist, das ist ja auch cool, man muss sich das vorstellen, diese Atmosphäre, wo diese Winde sind, die sind tausende Kilometer lang. Und die Eisriesen haben weniger tiefe Atmosphären, in denen diese Winde, in denen diese Konvektion da irgendwie zu Winden führt, nur um so ein paar tausend Kilometer.
Ruth Jupiter und Saturn haben an die 10.000 Kilometer Windzonen, 10.000 Kilometer tief, also das ist der Durchmesser der Erde ungefähr, so tief geht es da hinein mit diesen Wirbelwinden, dass es damit auch zusammenhängt, wie tief diese Atmosphäre ist, ob es zu dieser Super- oder dieser Sub-Rotation kommt und wie stabil das ist.
Ruth Und in den Simulationen sind sie darauf gekommen, dass eben sowohl Jupiter als auch Saturn das auch in die andere Richtung hätten haben können, die Rotation, wenn sie wollten. Wollten nicht, wollten anscheinend nicht, Jupiter und Saturn. Und dass es bei Uranus und Neptun, dass da die Gegenrotation die wesentlich wahrscheinlichere Variante ist.
Ruth Das heißt, die kleineren Planeten mit einer weniger tiefen Atmosphäre, die können es sich nicht ganz so aussuchen. Da kommt es sehr oft zu dieser gegenläufigen Drehung der Atmosphäre. Ich finde das schon cool. Ich finde das cool, mir das vorzustellen, wie das dort ist. Ich meine, du musst dir vorstellen, 1500 kmh gegen Jetstream.
Florian Ja, es ist ja auch arg. Und ich glaube, Neptun ist, glaube ich, der ärgste von allen. Das ist, glaube ich, der Planet mit den höchsten Mindgeschwindigkeiten im ganzen Sonnensystem. Das ist, wenn ich mich richtig erinnere. Und da weiß man bis heute noch nicht genau, wo die Energie herkommt dafür. und das ist jetzt gerade erklärt, wie sie transportiert werden, aber was sie im Inneren erzeugt, glaube ich, ist immer noch offen.
Florian Da haben wir immer noch keinen Mechanismus, der uns erklärt, wo der die Energie herkriegt dafür.
Ruth Weil er ja irgendwie dann nicht mehr so nah an der Sonne dran ist und also sehr weit weg ist und sehr, sehr, sehr eiskalt ist auch. Und dass gerade der Planet der kälteste ist, dann auch der ist mit den höchsten Turbulenzen und mit den höchsten Windgeschwindigkeiten. Das ist schon auch immer noch komisch. Wir wissen jetzt, wie diese Gegenrotation zustande kommt und wie das funktioniert, aber du hast recht.
Ruth Überhaupt, was im Inneren der Gasplaneten wirklich vor sich geht, das wissen wir bei den Großen auch nicht. Also noch nicht, zumindest nicht sicher genug. Dass sie wahrscheinlich einen festen Kern haben, schon, aber es ist auch irgendwie noch nicht ganz klar.
Florian Ich meine, wir werden es auch so bald nicht wissen, weil wir können ja nur ganz, ganz schwer da reinfliegen. Ist ja nicht so wie der Mars, wo wir halt hinfliegen und landen und schauen wir nach. Also reinfliegen in... Gasplaneten. Das wird nicht funktionieren. Ich meine, gut, wir haben Wasser, Cassini im Saturn abstürzen lassen, aber es sind auch nicht so separat, als tolle Bilder gekommen.
Florian Wir haben Daten gesammelt, aber übrigens das Video, das so gerne mal im Internet rumgeht, wo man sieht, wie Cassini im Saturn verschwindet, das ist fake, das KI oder irgendwas anderes, jedenfalls nicht echt, wo man so etwas Beeindruckendes sieht, wie die Raumsonde da eintaucht.
Ruth Das ist einfach eine Animation, das ist einfach eine Artist Impression, wie die Atmosphäre vom Saturn von oben ausschauen wird. Das letzte Stück, wo man sieht, wo die Raumsonde wirklich in die Wolken hinein...
Florian Wird halt oft als echte Aufnahme irgendwie halt verkauft. Aber haben wir doch nicht. Also wir haben keine explizite Mission bis jetzt geplant, um das Innere von Uranus und Saturn direkt zu erforschen. Wir haben natürlich Missionen, die jetzt gerade unterwegs sind, sowas wie Juno und auch Juice und so weiter, wird da auch ein bisschen schauen wahrscheinlich.
Florian Also die schauen schon auch dann indirekt ins Innere der Planeten, also halt mit Messungen von außen. Aber eine Mission, die explizit ins Innere eines Gasplaneten reinfliegen soll, haben wir noch nicht geplant. Werden wir auch so schnell nicht machen, glaube ich, weil die geht ja kaputt.
Ruth Ich stelle mir das nämlich so ein bisschen vor wie beim Schwimmen in der Donau. Da gibt es ja oft so, na wie heißt denn das?
Florian Wasser, Fische, Schiffe, Strömung.
Ruth Oh Gott, nein, mein Hirn ist echt kompromittiert heute. Eh immer, aber heute besonders. Kehrwasser.
Florian Kehrwasser.
Ruth Danke, Gehirn. Kehrwasser, das heißt die Strömung des Hauptflusses geht in die andere Richtung und dann hast du da eine kleine Bucht und in der Bucht durch die Instabilitäten, die da zustande kommen, oft ist das dann auch die Mündung von einem kleineren Fluss, der dann auch dazukommt oder so, führt das dazu, dass das Wasser in Ufernähe sich in die andere Richtung bewegt.
Ruth Das fließt einfach nach oben. Und das ist richtig cool, weil du kannst reinschwimmen, dann schwimmst du quasi das Weihraus, muss man sich trauen, das ist schon ziemlich habe ich auch lang gebraucht, aber das, Eigentlich ist das super safe, kann eigentlich nichts passieren. Schwimmst raus, schwimmst raus und dann kommst du so weit raus, dass du in die Strömung von der Donau reinkommst und es zieht dich nach unten und du merkst es eigentlich gar nicht, nur dass plötzlich das Ufer einfach urschnell an dir vorbei rast und dann musst du halt einfach wieder ein bisschen weiter reinschwimmen und dann erfasst du dieses Kehrwasser, also die Strömung in die andere Richtung und kannst dich wieder zurücktreiben lassen.
Ruth Du kannst ja im Kreis schwimmen und ich denke mir, was hat das jetzt mit dem Planeten zu tun? Naja, vielleicht wenn man da mal irgendwie in ferner Zukunft irgendwelche Raumstationen in den Atmosphären der Gasplaneten hat, dann kann man dann einfach da so quasi gratis, mehr oder weniger, hin und her fahren.
Ruth Dann kann man das so nutzen als so Transportationssystem. Da fliege ich in die eine Richtung und dann fliege ich ein bisschen runter Richtung Äquatornähe und dann zieht es mich wieder zurück in die andere Richtung. Da kann ich dann irgendwie wie so ein U-Bahn-System.
Florian Ja, das wäre alles cool.
Ruth Ist das nur mein Hirn, dass das macht?
Florian Nein, das klingt egal, aber das Problem ist halt, wir haben halt solche Raumfahrzeuge noch nicht, die das machen.
Ruth Nein, und vor allem nicht mit den Geschwindigkeiten, mit den Turbulenzen, weil das ist natürlich nicht, dass sich die eine Schicht in die eine Richtung bewegt und daneben ganz friedlich die andere Schicht mit 1500 kmh in die andere Richtung.
Florian So ist es nicht. Noch schwieriger ist es bei Uranus und Neptun, weil da waren wir überhaupt noch nicht. Da ist nur Voyager, welche, die eins oder zwei, eine von beiden, ich weiß gerade nicht, welche, ist vorbeigeflogen.
Ruth Zwei.
Florian Vorbeigeflogen nur, nicht irgendwie umkreist. Also Jupiter und Saturn, da haben wir zumindest den Planeten und seine Monde mit speziellen Missionen untersucht. Also Galileo, glaube ich, war bei Jupiter und Cassini natürlich im Saturn-System und jetzt schicken wir Jus und wie heißt der andere von der NASA, der…, Jupiter Explorer, irgendwie sowas komisches.
Ruth Klipper, Europa Klipper.
Florian Ja, Jupiter Explorer, keine Ahnung, wie auf das kommt. Aber Europa Klipper, also da haben wir spezielle Missionen zur Erforschung des Systems. Aber Uranus, Neptun sind wir wirklich nur einmal da so in den 80ern vorbeigeflogen mit Voyager 2 und das war's. Also alles, was wir an Bildern sehen davon, stammt von damals von diesem einen Vorbeiflug an dem einen Planeten.
Florian Und es gibt immer wieder mal Konzepte für neue Uranus- oder Neptun-Missionen, Aber es ist schwierig, sind weit weg die Dinger, die beiden. Und es gibt jetzt noch Vorschläge, jede Menge Vorschläge. Wenn du in der Wikipedia schaust, kannst du dir ganz viele Vorschläge anschauen für Missionen. Aber ob tatsächlich was umgesetzt wird, das Konkreteste, was ich gefunden habe, ist tatsächlich eine chinesische Mission, Tianwen 4. Ah, wirklich?
Florian Ja, die soll gestartet werden, 29 bis 32 irgendwann. Also September 29 ist das aktuelle Startdatum. Und Tianwen 4 soll dann tatsächlich mal Venus fliegen, Swingby, Erde, Swingby und so weiter. Dann Asteroidengürtel, Jupiter. Dann schaut er sich das Jupiter-System an, trennt sich da auseinander. Ein Ding macht so ein bisschen das Jupiter-System. Callisto soll er vorsperren und tatsächlich soll dann ein Teil, wenn ich das richtig verstanden habe, auch weiterfliegen können zu Uranus und soll dort im März 245 ankommen.
Ruth Wow, 245. Naja klar, wenn das Ding vorher noch so lange durch die Gegend fliegt. Das Arge ist ja, mein Voyager, wenn man sich das überlegt, mein Voyager war so schnell, aber die ist halt, also beide, die waren in weniger als drei Jahren beim Saturn, irre schnell, aber eben, weil man halt nur vorbeifliegt.
Ruth Also wenn man diese Raumsonden, die ja quasi eigentlich nicht fliegen, sondern geworfen werden, wenn man halt die nur schnell wo vorbeifliegen lassen will und halt Bilder macht, dann ist man auch gar nicht so lang unterwegs. Also schon lange, schon Jahre, aber eben nicht jetzt wie Cassini, die sieben Jahre unterwegs war zum Saturn, weil sie eben in eine Umlaufbahn einschwenken musste.
Ruth Und dann musst du sie auf eine andere Art und Weise werfen, die Raumsonden, damit sie dann in die Umlaufbahn hineinkommen können, also wenn du einfach nur vorbeifliegen willst.
Florian Ja, das war jetzt nur Uranus. Neptun ist ja noch weiter draußen. Also bei Neptun wüsste ich jetzt gerade überhaupt keine konkrete Mission. Also ich habe jetzt mal kurz geschaut, Wikipedia, Vorschläge gibt es ja jede Menge. Also wenn Leute, die in der Raumfahrt arbeiten, was gerne tun, dann ist es sich Raumbissionen ausdenken.
Ruth Weil da kann man sich für jede Mission ein cooles Akronym ausdenken.
Florian Und in dem Fall haben sie was hier, New Horizons 2 gab es. Es gab Trident. Trident ist noch pending, sehe ich gerade. Das ist noch pending. Ja, ist mit vier anderen Proposals. Zwei werden ausgewählt davon. Okay. Ah nein, ist schon ausgewählt, ist schon wieder abgelehnt. Okay, war eine verhaltende Information in der Wikipedia.
Florian Trident, den Flyby von Neptun und Triton gibt es nicht. Neptun Odyssey gibt es hier noch als Vorschlag. Ja, eine Uranus-Orbiter, der habe ich schon gesagt, der ist auch schon abgelehnt worden. Was haben hier noch die Chinesen, haben die auch was gemacht vielleicht? Ah ja, hier, schau. Ah, Neptun ist ein potenzielles Ziel für Chinas Tianwen-5-Mission.
Ruth Ah, schau.
Florian Mit vorhergesagter Ankunftszeit 2058.
Ruth Ei, schaffen wir das noch?
Florian Weiß ich nicht, ob wir da noch podcasten, aber das tun wir vielleicht noch. Schauen wir mal.
Ruth Ja, da bist du 80.
Florian Gottes Willen.
Ruth Wahnsinn. Ich meine, eh klar, ja, das dauert halt einfach, vor allem wenn man dann halt dort bleiben will, aber wow, das ist schon echt.
Florian Das ist ja, wir haben alle so, zumindest wir, die wir uns jetzt verwehrt mit Astronomie und Sonnensystemen und Planeten beschäftigen. Wir haben halt alle so unser Bild vom Mars und von Jupiter und den Jupitermonden, weil wir halt da einfach schon unter Anführungszeichen so oft waren und so viel erforscht haben.
Florian Und deswegen finden wir, sagen wir mal, urspannend, eine neue Mars-Mission und hier der Rover und der schaut jetzt das an und hier, jetzt fliegen wir zum Jupitermond so und so und schauen, uns das an und die Details, weil Details kennen wir halt alle. Wir kennen diese Details, aber wenn du dir denkst, Neptun, Uranus, denkst du.
Florian Machen wir da. Das ist ein langweiliger türkiser Ball. Gibt ja nichts dort. Aber die sind genauso komplex wie alle anderen Planeten. Da gibt es genauso viel zu entdecken, um wahrscheinlich noch Dinge zu entdecken, die wir bei anderen Planeten nicht entdecken können, weil es andere Planeten sind. Aber ja, das taucht halt mit unserer Fantasie nicht auf, weil wir nichts wissen drüber und wir halt außer den paar Bildern aus den 80er Jahren nichts haben von den Dingen.
Ruth Und es könnte natürlich auch sein, es deutet viel darauf hin, dass das überhaupt einfach auch die häufigste Art von Planet ist, diese Größenordnung. So Neptun oder vielleicht sogar ein bisschen drunter Also gerade den Neptun zu untersuchen und genauer zu untersuchen, wäre extrem wichtig auch für die generell, die Art und Weise, wie Planeten sind.
Florian Definitiv, weil wir wissen ja auch, dass im Sonnensystem da eine große Lücke ist. Also wir haben die Erde als größten Felsplaneten, größten erderlichen Planeten und dann kommen schon Uranus und Neptun und dazwischen haben wir halt nichts im Sonnensystem. Wir wissen aber von anderen Planetensystemen, dass es dazwischen natürlich auch Planeten gibt, also die Supererden und der Übergang dann zwischen eben sehr, sehr massiven, großen, dichten Felsplaneten und dann halt den kleinen Eisriesen, die dann halt zu den großen Eisriesen, sowas wie Uranus, Neptun und später zu den Gasplaneten, wie Jupiter, Saturn werden.
Florian Wir wissen, das gibt es alles, aber in unserem Sonnensystem haben wir das halt nicht. Da haben wir so einen harten Schnitt. Wir haben die Erde und dann kommt schon ein großer Eisriese. Aber diese ganzen Übergangsdinge haben wir nicht. Wir werden die Exoplaneten nie aus der Nähe erforschen, aber wir könnten zumindest das erforschen, was wir haben, dass wir zumindest ein bisschen besser verstehen, wie die Endpunkte dieses Spektrums auch schon, das wir, anderswo dann irgendwie auch füllen müssen mit Daten, die wir anderswo gewinnen.
Ruth Eigentlich müssten wir zu K2 18b.
Florian Ja, überall müssen wir hin, aber idealerweise ist es zuerst mal zu Uranus und Neptun, weil das fehlt uns noch.
Ruth Stell dir vor, vielleicht tat der das auch. Das ist dieser Planet mit dem potenziellen Wasserozean, blablabla, dem Dimethylsulfid, dem Algengestank und so, der ist das. Aber was ihn wirklich interessant macht, ist eben nicht all der Quatsch, sondern dass der genau dieses Ding ist, das wir nicht haben, dieses Mittelding zwischen Gesteinsplanet und Gasplanet.
Ruth Und das ist halt quasi so ein Mini-Neptun oder eine Super-Erde, also schon eine Super-Super-Erde und der ist ja genauso in der Mitte drinnen und das wäre das interessanteste Ding. Aber gut, wenn wir den nicht haben, dann zumindest Neptun untersuchen.
Florian Bitte.
Ruth Aber gut, ich glaube, die NASA hat im Moment andere Sorgen.
Florian Vielleicht kann man das noch irgendwie rein. Wettlauf zum Mond, das ist schon schwierig, aber vielleicht kann man im Donald Trump so einen Wettlauf zu Neptun einreden. Bis 258, das kann man noch gewinnen, wenn man sich anstrengt.
Ruth Am besten eher selber, oder?
Florian Race to Neptun, Race to Uranus.
Ruth Race to Uranus.
Florian Neue Witze machen in England und in Großbritannien und in den USA.
Ruth Die Möglichkeiten sind endlos. Lass uns doch lieber, nachdem wir jetzt wissen, und der Sky ist wide open, was es da noch für Möglichkeiten gibt, zu den Fragen kommen. Wir haben Fragen über Gasplaneten bekommen. Ich habe zwei Fragen ausgewählt. Und die eine ist eine sehr gute Frage von René. Aus dem Jahr 2024 kommt die beiden großen Gasplaneten, insbesondere Jupiter, gelten als die Asteroidenfänger des Sonnensystems, schreibt René.
Ruth Und die Frage ist jetzt, müssen sie nicht nach all den Milliarden Jahren als Staubfänger unter Anführungszeichen, nicht schon so viel Material angesammelt haben, dass sie dann einen festen Kern in der Mitte haben? Oder wo ist das ganze Zeug hin, das in den Jupiter stürzt?
Florian Ja, das Zeug, das in den Jupiter stürzt, ist im Jupiter drin. Aber ich fange vielleicht mal anders an mit der Antwort. Dass Jupiter als Asteroidenfänger gilt, ist so. Es ist nicht ganz so eindeutig, wie es oft erzählt wird, dass wir irgendwie ohne Jupiter verloren werden im Sonnensystem. Also so ist es auch nicht.
Florian Also Jupiter ist halt das massereichste Objekt abseits der Sonne im Sonnensystem und natürlich hat Jupiter Einfluss auf die Kleinkörper im Sonnensystem. Jupiter beeinflusst mit seiner Gravitationskraft die Struktur des Asteroidengürtels, hat sogar dafür gesorgt, dass es den Asteroidengürtel überhaupt gibt, weil die Störungen von Jupiter es verhindert haben, dass sich da ein Planet bildet.
Florian Und ja, Ja, natürlich kann Jupiter mit seiner Gravitationskraft auch die Umlaufbahnen von Kleinkörpern beeinflussen, die von weiter außerhalb kommen. So ein Komet, der, keine Ahnung, irgendwo von weit draußen kommt, ins innere Sonnensystem reinfliegt. Der wird dann, wenn er auf die richtige Art und Weise bei Jupiter vorbeikommt, abgelenkt.
Florian Und dann kann er zum Beispiel eingefangen werden von Jupiter. Dann bleibt er auf einer Umlaufbahn, die halt dann nicht mehr weit hinaus ins Sonnensystem geht, aber eben auch nicht in die Nähe der Erde kommt. Aber das heißt nicht, dass Jupiter erstens alles abfängt, was da kommt. Der stört die Bahnen mal so, mal so. Also der ein oder andere Asteroid, der auf der Erde eingeschlagen ist, wird auch von Jupiter genau dahingestört worden sein, dass er auf der Erde eingeschlagen ist und sonst wäre er nicht eingeschlagen. Also das kommt auch vor.
Florian Und der zweite Punkt ist, dass Jupiter nicht insofern als Schutz wirkt, indem er so wie der Bodyguard in den schlechten Filmen sich vor uns wirft und die Kugel auffängt mit seinem Körper, sondern der ändert einfach die Umlaufbahnen. Jupiter verändert die Umlaufbahnen, sodass sie nicht kommen. Das heißt, es werden schon auch Asteroiden mit Jupiter kollidieren. So ist es nicht.
Florian Und die werden auf Jupiter drauf fallen und dann lösen die sich da auf da drinnen. Haben wir gesehen, wann war das? 95? 94. 94 war Shoemaker Levy 9, der Komet, der auf Jupiter eingeschlagen ist. Da hat man ja schön gesehen, wie er sich aufgelöst hat. Aber wie gesagt, das Ding ist, tausendmal so viel Masse wie die Erde hat der Jupiter und da können Asteroiden einschlagen.
Florian So fürs Wollen, das stört den Jupiter nicht. Das hat auch nichts damit zu tun, ob der jetzt einen Kern hat oder nicht da drin, das spielt da keine Rolle. Aber wie gesagt, der Mechanismus, wie Jupiter uns schützt, ist eh nicht, dass er für uns die Einschläge quasi in Kauf nimmt, sondern der ändert einfach die Umlaufbahnen, sodass die Objekte nicht mehr in die Nähe der Erde kommen können.
Florian So sind zum Beispiel die Jupiter-Familienkometen entstanden. Es gibt eine eigene Kometenfamilie, also Kometen, die alle ähnliche Umlaufbahnen haben und das ist die Jupiter-Family, weil die halt alle von Jupiter auf eine entsprechende Umlaufbahn gebracht worden sind. Da gehört zum Beispiel Gyromov-Gerasimenko dazu. Den kennen wir, weil da sind wir gelandet.
Ruth Und ist es tatsächlich so, dass der Jupiter diese Brocken, die er ablenkt, eher von der Erde weglenkt? Oder ist es einfach nur so, weil das innere Sonnensystem platzmäßig viel kleiner ist, dass es dann eher dazu kommt, dass die ins äußere Sonnensystem geworfen werden, weil das einfach viel größer ist?
Ruth Ist das mehr eine statistische Angelegenheit, oder?
Florian Ja, es ist natürlich eine statistische Angelegenheit, weil sonst müsste ja irgendwo was gezielt sein. Denn ich erinnere mich, dass ich vor Jahren mal eine entsprechende Artikel- oder Artikelserie sogar in meinem Blog damals noch geschrieben habe, wo ich das erklärt habe. Aber tatsächlich müsste ich jetzt raussuchen, das weiß ich nicht mehr auswendig.
Florian Er schützt schon, aber es ist jetzt nicht so, dieses Ding, wo man sagt, ohne den wären wir verloren. Das ist jetzt nicht der Fall. Ich schaue, ob ich den Artikel, den ich damals geschrieben habe, noch finde und schmeiße ihn in die Schonuts.
Ruth Okay, das war die Frage von René. Nee. Und gut, das mit dem festen Kern, wie wir vorhin schon gesagt haben, höchstwahrscheinlich, aber ganz sicher wissen wir es noch nicht.
Florian Mit Asteroiden hat es nichts zu tun.
Ruth Genau, weil das Material von den Asteroiden, also man stellt sich das vor, das fällt dann in den Jupiter und der ist ja nur gasförmig, das heißt, das Zeug sinkt dann bis zum Kern. Ja, es sinkt wahrscheinlich teilweise irgendwie in die Richtung, aber da gibt es eben diese Konvektion, die das ganze Material durchmischt.
Ruth Die verglühen ja eigentlich in der Atmosphäre. Das ist Jupiter genauso, wie sie in der Erdatmosphäre verglühen. Und am Jupiter gibt es wesentlich mehr Atmosphäre, also da verglüht dann eigentlich alles. Das heißt, das Zeug wird nicht als kleiner Brocken dann da irgendwie in Richtung Zentrum hinunterfallen, sondern in seiner Einzelteile zerlegt und wird einfach das Material.
Florian Es ist ja auch nur dicht da unten alles und heiß und so weiter.
Ruth Und das bleibt auch irgendwie, das schwebt dann halt die einzelnen Staubkörner vielleicht, sagen wir jetzt mal, schweben dann vielleicht auch eher in der Atmosphäre und so weiter. Und eine Related Question hat auch Christian eingeschickt, die ist schon aus dem Jahr 2021. Ich hoffe, Christian, dass dich diese Frage immer noch umtreibt und du Interesse an der Antwort hast, nämlich ist auch eine sehr gut gestellte Frage, einfach im Betreff seiner E-Mail die Frage, würde ich auf einem Gasplaneten bis zum Mittelpunkt sinken und in der Nachricht selbst hinzugefügt, falls ich unzerstörbar wäre.
Florian Ja gut, wenn du unzerstörbar bist, dann würde es dann überall zum Mittelpunkt sinken, wenn du es willst.
Ruth Dann wäre es ja auch wurscht, wenn der Mittelpunkt fest wäre, oder? Weil wenn du unzerstörbar bist. Ich mag diese Fragen irgendwie. Aber sie sind natürlich im Grunde, Christian, und das weiß Christian sicher auch, unbeantwortbar. Aber die Kinder stellen auch immer solche Fragen. Was wird passieren, wenn man einen unzerstörbaren Raumanzug hätte? und so. Ja, naja.
Ruth Also die Neugierde, die einen antreibt, dass man quasi wissen will, wie es in Dingen drinnen aussieht und da muss man natürlich unzerstörbar sein, um in Dinge hineinkommen zu können, ohne zerstört zu werden. Das verstehe ich schon, aber Christian, du würdest zumindest auf deinem Weg in den Gasplaneten hinein, nicht gegen etwas Festes knallen.
Ruth Also du würdest verglühen.
Florian Wenn dein Asteroid gerade wäre, der Eigeschlager ist, zeigt gleich, dann kann schon passieren, dass du den noch nicht betriffst.
Ruth Ui, bumm. Das wäre Pech, aber wer weiß. Du würdest nicht gegen etwas Festes stoßen, sagen wir es mal so. Und was ganz genau in der Mitte drinnen ist, wissen wir nicht.
Florian Das probieren wir rauszufinden in den diversen Missionen, die wir geplant haben. Aber wie das da ist, ob sich quasi der Gesteinskern, den Jupiter bei seiner Entstehung in den Frühphasen natürlich hatte, ob der immer noch da ist oder ob sich der quasi zerbröselt hat durch die extremen Bedingungen und verteilt hat in den Gasschichten, wissen wir alles nicht.
Florian Wir probieren es rauszufinden mit den entsprechenden Sonden, aber wir wissen es nicht. Aber ja, wenn du unzerstörbar wärst, ich meine, nimm ein schwarzes Loch, so ein mini-schwarzes Loch, das ist quasi unzerstörbar in dem Kontext. Wenn du das auf den Jupiter draufschmeißt, das pendelt hin und her und wartet dann irgendwann im Mittelpunkt auf das Ende des Universums.
Ruth Ja, genau. Stimmt, das ist natürlich auch noch was. Man stellt sich immer vor, man sinkt in die Mitte hinein, aber in Wirklichkeit wirst du ja von der ganzen Masse, die da irgendwie drinnen ist, ja auch sehr stark angezogen. Das heißt, du hättest eigentlich eine sehr, sehr, sehr hohe Geschwindigkeit, wenn du dann im Mittelpunkt irgendwie ankommst und würdest dann erst, wenn du wieder nach draußen fliegst, würdest du wieder gebremst werden und dann würdest du halt einfach nicht wieder ganz rauskommen, weil da durch die ganze Reibung mit dem Material deine Geschwindigkeit halt irgendwie geringer ist und du nicht ganz hochkommst und dann würdest du irgendwie so hin und her.
Florian Es wäre dir sehr langweilig, Christian.
Ruth Das ist ja ziemlich fad und du könntest dann auch mit dem mini-schwarzen Loch und dem Asteroiden könntet ihr zu dritt gemeinsam auf das Ende des Universums warten.
Florian Genau.
Ruth Gut, das war es von den Fragen.
Florian Wenn ihr auch Fragen habt, dann schickt sie an fragen-at-das-universum.at und wenn wir eine Antwort wissen und die Antwort zum Thema der Folge passt, dann beantworten wir sie und wenn sie nicht zum Thema der Folge passt, dann beantworten wir sie auch ab und zu mal, je nachdem, was wir gerade so finden.
Florian Die Antworten kommen nicht in der Reihenfolge, in der die Fragen eingesangt werden, aber früher oder später, wenn es keine blöde Frage war, dann beantworten wir sie auch.
Ruth Oder keine, die wir wirklich nicht beantworten können, weil wir einfach von gewissen Dingen auch keine Ahnung haben.
Florian Das stimmt.
Ruth Das passiert auch.
Florian Ja, vielen Dank für die Geschichte. Vielen Dank für die Fragen. Jetzt kommt ein Film. Ich weiß nicht, welchen Film Evi sich diesmal ausgesucht hat. Schön wäre es, wenn es ein Film über Uranus oder Neptun wäre. Ich weiß gar nicht, ob es da Uranus oder Neptun Science Fiction gäbe. Das wäre cool. Aber wir müssen den Teil mit Evi, wie so oft, erst später aufnehmen, weil Evi ist wieder mal auf der Uni unterwegs.
Florian Jetzt in diesem Moment, wo wir aufnehmen, schreibt sie gerade die erste Teilprüfung für die Hydrodynamik-Vorlesung, Theoretische Astrophysik Teil 2. Ja, da geht es auch um Bewegung von Gas. Also aus dem bisschen, aber deswegen ist Evi heute bei der Aufnahme nicht dabei, aber wir holen die entsprechenden Filmgespräche nach und ich werde sie dann hier entsprechend reinschneiden.
Florian Und vielleicht geht es ja tatsächlich um Uranus und der Neptun, aber auf jeden Fall wird es um irgendwas mit Science-Fiction gehen. Und um was es geht, das hört ihr jetzt.
Evi So, wir haben jetzt eine ganz spezielle Science-Frames-Folge, weil diesmal nicht nur ich hier bin und einen Film mitgebracht habe, sondern ich habe noch jemanden mitgebracht, nicht nur einen Film. Und zwar ist der Peter heute bei mir. Hallo Peter.
Peter Hey, ich bin wieder da.
Evi Den kennen einige von euch wahrscheinlich von unseren Specials, die wir auf Cosmoglatte haben. Da sprechen wir regelmäßig über die Science- und Science-Fiction-Filmen. Das heißt, ich mache jetzt auch gleich mal Schambus-Werbung für Cosmoglatte. Wenn euch Filme, Science-Fiction-Filme interessieren und vor allem auch die Wissenschaft dahinter, vielleicht auch ein bisschen der Background aus Filmproduktionstechnischer Hinsicht, dann hört mal bei uns rein, bei unseren Science-Fiction-Specials.
Evi Peter ist nämlich Drehbuchautor und Regisseur. Das heißt, er ist unser Experte, was alles Filmtechnische betrifft. Ja, deswegen freue ich mich sehr, dass wir heute eigentlich ein Special Science-Films aufnehmen können und auch über einen Film sprechen können.
Peter Ja, also ich freue mich, dass ich da bin und der Film, den wir nach langer, langer, langer Selektion ausgesucht haben, den wir heute besprechen, ist Abyss.
Evi Von James Cameron.
Peter Aus dem Jahr 1989.
Evi Ich war ein bisschen überrascht, wie alt der Film ist.
Peter Ja, wir sind alt. Wir mögen alte Filme.
Evi Du bist alt, ich mag alte Filme. Machen wir das so.
Peter Okay, dann kurzer Kontext für die Leute aus dem Heute. ist ein Film von James Cameron, den man heute vielleicht besser kennt aus den ersten beiden Terminator-Filmen und aus den inzwischen aktuell drei Avatar-Filmen. Größter Science-Fiction-Regisseur der letzten Jahrzehnte vermutlich.
Evi Peter ist ein ganz großer Fan von James Cameron.
Peter Man merkt es gar nicht, ja.
Evi Ich verrate es jetzt auch mal, du hast den Film ausgesucht, dass wir heute über die Abyss sprechen werden. Warum hast du den Film ausgesucht?
Peter Weil... In dem Film sind eine ganze Menge wissenschaftliche Sachen drin, die alle so halbwegs akkurat dargestellt sind. Wir haben erstens mal, spielt das Ganze unter Wasser.
Evi Das macht es aber noch nicht wissenschaftlich, denn wir sind unter Wasser.
Peter Naja, wissenschaftlich im Sinne von, wir haben eine Flüssigkeitsatmung.
Evi Na warte, du musst dir spoilern, wir müssen von Anfang an anfangen. Worum geht es in dem Film? Du hast ja gerade gesagt, dass das ja schon ein bisschen ein älterer Film ist.
Peter Dann lass mich da mal weiter ausholen. Also in dem Film, der zum damaligen Zeitpunkt der teuerste Film ist, der je gemacht worden ist, So wie später Titanic dann wieder einmal der teuerste Film war. In den Abyss geht es im Großen und Ganzen darum, das Spiel vom Hintergrund, dass die USA und Russland geopolitisch wieder einmal sehr knapp an einem Atomkrieg dran sind.
Peter Und es geht den Amerikanern ein Atom-U-Boot verloren, das sinkt. Und die Amerikaner wollen das natürlich bergen, beziehungsweise die Sprengkörper, die da drin sind, wieder bergen. Und dieses Atom-U-Boot ist in der Nähe von einer Unterwasserforschungsstation gesunken. Das heißt, die Armee schickt dort eine Gruppe von Navy Seals runter zu dieser Station, die mit der Mannschaft von dieser Station gemeinsam diese Sprengköpfe bergen soll.
Peter Da gibt es dann zwei Aspekte, die relativ wichtig sind. Das ist einerseits, macht die Station oder eine Person in der Station einen Erstkontakt mit einer außerirdischen Lebensform, die scheinbar unter Wasser lebt. Und der andere Aspekt ist, dass der Anführer von diesem Navy SEALs Team ein HPNS entwickelt. Das ist ein High Pressure Nervous Syndrome.
Evi Ist das sowas wie die Taucherkrankheit?
Peter Das ist eine Taucherkrankheit.
Evi Ja.
Peter Die ist auch echt. Die gibt es wirklich. Und der, weil durch einen Sturm der Kontakt mit den Schiffen oben abreißt und die Station isoliert ist, plötzlich alleine auf sich angewiesen ist, Entscheidungen zu treffen und durch dieses HPNS-Syndrom paranoid wird. Und der sich dann gezwungen fühlt, im schlimmsten Fall muss ich diese Bombe zünden, wenn eine Bedrohung droht.
Peter Und der nimmt diese Aliens, die offensichtlich immer realer werden und tatsächlich zu existieren scheinen, als Bedrohung wahr und will diese Alien-Stadt, die sich dann in diesem Tiefseegraben befindet, auch vernichten.
Evi Wobei ja gleichzeitig die, also sind das Forschungsleute, ist das eine Forschungscrew, die da eigentlich auf dieser Tiefsee… Das ist eine Mischung aus bodenständigen Ölbohrinselarbeitern.
Peter Die halt diese Maschinerie am Laufen halten und zwei, drei Forscher.
Evi Ja, und die haben ja auch Kontakt und die, glaube ich, die kommen ja dann eher darauf, dass das ja friedliche Lebensformen sind. Das sind friedliche Aliens.
Peter Aber dann wird es noch komplexer, weil diese Aliens nämlich Wasser kontrollieren können. Und die sind da schon sehr lange da unten und die beobachten die Menschheit auch. Und wie die sehen, dass dieses nukleare Spiel immer riskanter wird, bedrohen sie die Welt mit hunderten Meter hohen Ozeanwellen an den Stränden, weil sie sagen, wir werden die Menschheit jetzt vernichten.
Peter Weil ihr kriegt das nicht auf die Reihe, ihr macht nur Krieg. Und die Hauptdarsteller überzeugen die Aliens am Ende dann, dass die Liebe doch gewinnen kann und das Böse besiegen kann. Und dumm. Ziehen die Aliens ihre Bedrohung wieder zurück. Also der ganze Film ist eine Mischung aus einem Hightech-Action-Thriller mit Science-Fiction-Elementen, ganz viel unter Wasser und ist am Ende ein Märchen, das zu einem Happy End führt.
Evi Immerhin ein Happy End, ja. Ja, das heißt, da gibt es ganz viele Themen, die da jetzt auch natürlich wissenschaftlich betrachtet werden können. Hast du ja schon gesagt, dass da ganz viel da drinnen ist. Ich habe den Film tatsächlich schon länger nicht mehr gesehen, habe ihn aber gesehen. Ich weiß noch, dass er mich damals, Also ich glaube, ich habe ihn als wahrscheinlich in meiner Jugend das erste Mal gesehen.
Evi Also was mich am meisten beeindruckt hat, war natürlich einerseits diese Alien-Stadt unter Anführungszeichen. Also dass du halt wirklich dann diese Tiefsee, da diese Aliens hast. Abgesehen davon, dass ich finde, dass sie sehr cool ausgeschaut haben, das ist das Leuchtende. Und dann gab es diese eine Szene, eben wo du gesagt hast, die können ja das Wasser kontrollieren.
Evi Wo ja das Alien dadurch, dass durch diese Station ja schwimmt und dann so ein Gesicht ja annimmt. Also dass er dann quasi so ein bisschen eine Form auch nimmt.
Peter Ja, der Erstkontakt ist, dass eine von den Tauchern dieses Alien versehentlich mitfotografiert und auf den Filmrollen dann dieses bunte, bioluministierende Lebewesen drauf hat. Und da sind sich alle nicht einig, ist ein Alien oder ist es nicht. Und dieses Alien will sich aber dann auch in der Station umschauen.
Peter Und es macht das so, da gibt es diesen Moonpool, das ist so das Becken in der Station, wo die U-Boote drin sind, wo du reintauchen kannst. Dieses Tauchbecken, ja. Und von dort steigt so eine Wassersäule wie eine Schlange empor und die geht dann so durch die komplette Station, durch die Korridore durch und schaut sich das alles an.
Peter Die eine Frau, die das Alien fotografiert hat, die entdeckt das auch als Erste und ruft dann die anderen zu sich und damit werden dann auch alle anderen überzeugt, dass das echt ist. Und das Alien macht dann, wie sie diese Alien-Schlange anschaut, schaut die Schlange sie auch an, also das ist durchsichtiges Wasser.
Peter Und das Wasser imitiert dann ihr Gesicht.
Evi Genau, das spiegelt sie dann so.
Peter Genau, und so lernen wir im Film halt, okay, die können offensichtlich Wasser kontrollieren, die Aliens. Das ist auch einer der allerersten Computeranimationseffekte, die im Film zu sehen gesehen waren. Ja, ich glaube, das war so das erste Pionierarbeit.
Evi Oder?
Peter Genau, ja.
Evi Ist das nicht auch so ähnlich von dem Effekt her wie bei Terminator? Also hat er da nichts, glaube ich, also beim zweiten, meine ich jetzt also den TN1000.
Peter Das liegt hier genau dazwischen.
Evi Dieses flüssig.
Peter Ja, also ich würde sagen, dass da schon einiges an Prototypen vielleicht mitgenommen worden ist zum zweiten Terminator. Das denke ich schon, weil das Verhalten ja auch, ob das ist Wasser oder Metall, ist flüssiges.
Evi Und was mich natürlich auch sehr beeindruckt hat, weil es investiert gegangen ist, das war natürlich diese eine Szene, wo sie ja dann auch tauchen müssen und diese neue Technik, dieses Flüssigkeitsatmen. Also der Ed Harris, ich glaube, der leitet die Station, oder? Ist er da irgendwie der Chef?
Peter Ja, da ist unten so der Stationsmanager.
Evi Genau, ja. Und der muss dann halt aus welchem, weiß ich jetzt nicht mehr warum, raus. Und dann setzt er sich in diesen Helm auf, der ja dann gefüllt wird. Und da wird ja dann quasi diese Gasatmung, die wir haben, durch eine Flüssigkeit ersetzt. Und das hat mich natürlich total fasziniert. Wobei ich es auch ein bisschen beängend finde, den Gedanken, Flüssigkeit zu atmen.
Peter Sie etablieren das in dem Film zuerst mit, die Taucher werden das alles wissen, die schon mal tauchen waren. Du hast ja in der Wassersäule alle zehn Meter hast du einen Bar mehr Druck. Und... Irgendwo zwischen 30 und 40 Meter beginnt Sauerstoff bzw. Der Anteil an Sauerstoff, der in der Atemluft normalerweise vorhanden ist, das ist ca. 21%, giftig zu werden für uns.
Peter Das heißt, man muss den Sauerstoff durch andere Gase ersetzen und den Sauerstoffanteil in der Atemluft ersetzen. Das geht aber auch nur bis zu einer gewissen Tiefe. Ich glaube, der Weltrekord liegt da irgendwie so knapp 300 Meter oder so. Und dann ist aber Ende Gelände, weil wir das vom Druck her, wir können das nicht mehr atmen, das funktioniert nicht mehr. Flüssigkeiten wie Wasser sind nicht kompressibel.
Peter Also ein Kubikdezimeter Wasser ist genauso groß an der Oberfläche bei einem Bar wie am Boden des Ozeans bei 100 Bar. Und das heißt, wenn du eine Flüssigkeit atmest, kann deine Lunge nicht beim Absteigen komprimiert werden. Das heißt, du könntest theoretisch in jede Wassertiefe tauchen, wenn du Flüssigkeit in dir hast.
Peter Und darum haben die, weil der Grund, warum er tauchen muss, ist, um die Atombombe zu entschärfen, die irgendwie 1000 Meter weiter unten liegt, haben diese Navy Seals, auch dieses Flüssigkeitsatmungssystem mitgebracht. Und etabliert wird das im Film durch im Sinne, nee, der kann da nicht runter, weil da ist ja eh, es ist viel zu tief, da kann keiner hintauchen.
Peter Und da klären das auch ganz kurz mit dem Druck und den Gasen. Und dann machen die, nee, wie sieht es diese Vorführung mit der Ratte. Wo sie so einen kleinen Plastikbehälter haben und einer von denen im Film, der hat so eine, wie nennt man das, so ein Maskottchen, das ist eine Ratte. Und die tun die Ratte in die Flüssigkeit rein und machen über das dann so ein Käfig drüber, dass die nicht raus kann und lassen die Ratte da drin halt atmen. Und das war echt.
Evi Ja, das weiß ich.
Peter Dass das echt war. Das haben die wirklich gemacht. Also diese Flüssigkeit gibt es, die wird in der Medizin zur Beatmung verwendet für Leute, die nicht mehr atmen können aus irgendeinem Grund.
Evi Ja, wobei das halt jetzt für uns Menschen nicht so funktioniert, wie es halt als Atemersatz.
Peter Nee, das muss unterstützt werden.
Evi Also so geht das nicht. So weit sind wir nicht. Weil die Ratte, die kann das ja schon. Also bei so kleinen Tieren kann man das machen. Also hat das auch funktioniert. Das ist ja auch im Film echt. Bei ihm nicht, beim Ed Harris. Also er hat die Luft anhalten müssen und wäre, glaube ich, einmal fast erstickt beim Dreh.
Peter Nein, das waren zwei verschiedene Vorfälle. Also es gibt die Szene, wo sie seinen Anzug mit der Flüssigkeit vollpumpen und du siehst halt, wie vor seinem Gesicht im Helm alles sich mit dieser rosa Flüssigkeit füllen. Da hat er einfach die Luft angehalten. Die andere Stelle, wo er fast ertrunken ist, das war dann bei einer Tauchszene, weil er diesen Anzug anhaben hat müssen. Also da war in dem, ich glaube nicht, dass da, Flüssigkeit drin war, sondern er hat ein rosa Visier gehabt, aber er hat nicht atmen können. Er hat die Luft anhalten müssen für die Momente, wo es das gefilmt hat.
Peter Irgendwas ist da schiefgegangen, dass der Rettungstocher zu weit weg war von ihm und er am Ende von dem Take, er muss eine Minute die Luft anhalten und dann war der andere zu weit weg und dann war da kurz Panik und ist alles gut ausgegangen, aber war gefährlich.
Evi Ja, aber wir sind jetzt noch nicht so weit, dass man jetzt auch bei medizinischen Anwendungen...
Peter Man macht es schon, aber das Problem ist, wenn wir es atmen, wir tauschen eine zig Liter Atemluft aus beim Ein- und Ausfahren. Das sind mehrere Liter in der Minute. Diese Luft wiegt nicht besonders viel. Und die Flüssigkeit ist ziemlich schwer. Wir könnten die Flüssigkeit ohne Unterstützung nicht ein- und ausatmen die ganze Zeit. Das geht nur so wie eine Art Lungenmaschine, das muss gepumpt werden.
Evi Das muss rein- und rausgepumpt werden.
Peter Weil wir die Muskulatur dafür nicht haben, dass wir das atmen können, selbstständig. Und das ist halt der dramatische Science-Fiction- Anteil, wo man sagt, okay, wir nehmen an, dass das geht, aber die ist zu dicht, die Flüssigkeit, dass wir sie selbstständig auf Dauer atmen können.
Evi Ich glaube, es ist dann auch dieses Zurückwechseln dann auf Luftatmung dann wieder. Also ich glaube, dass das alles nicht so easy ist.
Peter Ja, du hast glaube ich auch, das muss ja alles dann auf einem Krankenhausniveau klinisch rein sein alles, dass du keine Verunreinigungen in dieser Flüssigkeit drin hast, weil die sind dann in der Lunge drinnen. Also so wie sie es im Film einsetzen, geht es nicht. Das ist Science Fiction, vielleicht irgendwann irgendwie, aber nicht in dem Film.
Peter Aber der Gedanke, so ein experimentelles Ding, das es damals ja auch war, dass es wirklich gibt für eine dramatische Handlung. Das war schon eine coole Idee.
Evi Ja, und auch für die Erklärung. Das passt ja gut mit dem Druckausgleich, dass das ja dann nicht funktioniert, dass das eben diese Schäden vermeidet. Also es wird jetzt nicht für die Tiefseetaucher angewendet, sondern wenn dann halt im medizinischen Bereich. Aber ich habe jetzt vor kurzem, muss ich jetzt auch noch ganz kurz erwähnen, da habe ich nämlich auch daran denken müssen, habe ich gesehen, das ist in der neuen ScienceBusters Show, muss ich jetzt erwähnen, sonst kriege ich Schimpfen von Florian, wenn ich da jetzt schon mich darauf beziehe.
Evi Und da habe ich gesehen, es gibt auch eine flüssige Darmatmung. Also da ist das auch so ein ähnliches Prinzip mit den Lungen. Und da ist es halt über den Darm, wenn man halt auch weiß von einigen Tieren, ich glaube Schildkröten oder sowas, die ja auch durch die Chorge halt Sauerstoff aufnehmen können.
Evi Und da hat es eine Studie auch gegeben, also eine Forschung dazu ist rausgekommen 2021, wo man das ausprobiert hat, dass eben über den Enddarm da eben auch so eine Flüssigkeit, weil das aufgenommen wird, halt eben Sauerstoff abgegeben werden kann. Und das ist halt gerade im medizinischen Bereich, wo du halt eben dieses Lungenversagen schon hast, sodass die Lunge nicht mehr funktioniert, dass man da zumindestens, also es ist jetzt keine lebenshaltende Maßnahme, sondern eher eine lebensrettende, also dass man das kurz… So überbrückend.
Evi Ja, genau, also für Notfälle quasi, dass du das machen kannst, damit halt quasi trotzdem noch Blut, Herz und alles mit Sauerstoff versorgt wird. Und da zumindestens, glaube ich, kann man da so ein paar Minuten oder so was Stunden, kann man da vielleicht ein bisschen was machen. Finde ich auch ganz interessant halt über den Ansatz, über den Darm.
Evi Das habe ich nicht gekannt. Da musste ich aber gleich an Epis denken und an diese Flüssigkeitsatmung, die sie da im Film hat. Ich glaube, mich würde das ja psychisch fertig machen.
Peter Dass du Flüssigkeit atmest?
Evi Ja.
Peter Ja, das weiß ich. Ich würde es gerne mal probieren. Einfach nur so, wie es ist. Ich kann dir diese, weil der Körper wehrt sich ja mit Händen und Füßen dagegen, dass du bist das nur schlucken die ganze Zeit und irgendwann bist du gezwungen, dass du es reinzaugst, aber bis dahin wirst du wahrscheinlich dich wehren und zappeln und.
Evi Ich glaube schon, dass das halt einfach von diesem Überlebensinstinkt einfach ist.
Peter Das widerspricht allem. Es ist so unnatürlich für uns, dass es nicht so ohne weiteres wahrscheinlich geht. Haben Sie aber in dem Film auch ganz gut gemacht, weil er hat ja eine Panikattacke, wie es ihm das zum ersten Mal gegeben. Also wenn wir gerade bei Unterwasser sind, also dieses HPNS, dieses High Pressure Nervous Syndrome, das gibt es auch wirklich.
Peter Da kennt man meines Wissens nach die Ursachen nicht und man kann auch nicht sagen, wen es betrifft.
Evi Okay, was passiert da genau? Genau, also das ist auch, wenn man da zu tief taucht oder wie, und das ist eine psychische Auswirkung?
Peter Das ist eine psychische Auswirkung. Im Grunde gibt es das, was die Taucher alle kennen, ist der Stickstoffrausch. Das ist auch aber einer gewissen Tiefe wird Stickstoff, der das meiste von uns ist, was wir in der Luft einatmen, das sind sicher die 78 Prozent oder so. Das wird dann auch ab 30, 40 Meter abwärts wird Stickstoff auch giftig, aber das ist eher so ein berauschendes, bekifftes, man wird langsam und kann zum Beispiel keine Rechenaufgaben mehr richtig lösen, es wird alles ein bisschen betrunken, was halt auch gefährlich ist, weil man nicht mehr auf den Tauchcomputer gescheit schaut und da tatsächlich auch sterben kann an dem dann.
Peter Das HPNS, das löst anscheinend irgendwas Neurologisches aus. Das ist so von Handzittern, Unsicherheit und Paranoia im Endeffekt. Also dass die Leute einfach die Umgebung nicht mehr richtig wahrnehmen können, beziehungsweise feindselig wahrnehmen. Ein Stickstoff rauskriegen alle. Aber bei dem HPNS ist es so, das kann dich beim ersten Mal treffen.
Peter Das kann dich aber beim hundertsten Mal erst treffen. Also man weiß nicht, was der Auslöser ist und wen es gibt. Es gibt anscheinend keine Antwort darauf, wer eine Veranlagung dafür hat und wer keine hat, weil du kannst jetzt das x-mal tauchen und es passiert da nichts und beim nächsten Mal passiert es dir dann.
Evi Das ist halt komisch.
Peter Man weiß nicht, was da der Mechanismus ist, dass das dann auslöst. Finde ich aber in dem Film auch ein gutes Instrument, dass man den Bösewicht dadurch ein bisschen entschärft und er ist nicht wirklich ein Bösewicht, sondern er ist halt auch ein Opfer, erstens seiner Berufung, weil er ein Soldat ist, der gehorchen muss und seine Befehlskette abreißt und dann hat er auch noch dieses Syndrom und er ist nicht böse.
Peter Versuch das eher so gut zu machen. Wer kann, aber wer kann halt nicht.
Evi Es ist gut, dass du das sagst, aber ich finde oft solche Sachen, ich muss bei den Haaren herbeigezogen, wenn dann einer durchtritt oder sowas. Und ich mag das in Filmen eigentlich eher weniger. Aber ja gut, wenn du jetzt sagst, okay, das gibt halt wirklich, dass das halt eine Taucherkrankheit ist, finde ich das ganz spannend.
Evi Und ja, also ich finde es auch super spannend, dass eigentlich bei Abyss da manche Sachen dann doch recht nah sind. Also das mit der Flüssigkeitsatmung finde ich sehr spannend, dass das eigentlich doch sehr realistisch ist. Also realistisch unter Anführungszeichen in dem Sinne, dass es möglich ist, auch wenn wir jetzt nicht tauchen werden mit Flüssigkeiten statt Gas.
Peter Ja, darum gehört der Film auch, du machst einen meiner Lieblingsfilme. Ich mag das, wenn du eine spannende Handlung hast und trotzdem... Nicht das Hirn an der Kinokasse abgeben musst, sondern auch weißt, okay, das könnte theoretisch so passieren, wie es in dem Film passiert.
Evi Okay, das heißt, der Film ist auch gut gealtert, deiner Meinung nach, nachdem er jetzt auch schon ein paar Jahre hat?
Peter Ja, auf jeden Fall. Ich denke, auch geopolitisch ist er wieder mal so halbwegs aktuell.
Evi Ja, leider.
Peter Und auch technologisch, finde ich, ist er sehr gut gealtert, so ähnlich wie Terminator 2. Also dem kann man das Alter kaum ansehen.
Evi Okay, also absolute Filmempfehlung.
Peter Ja, definitiv.
Evi Wer ihn noch nicht gesehen hat.
Peter Und am besten den Director's Cut.
Evi Director's Cut, okay, gut. Nicht die Kinofassung. Ja, danke Peter, dass du diesmal hier bei uns warst für deinen Ausflug zu Science Frames.
Peter Ja, gerne. Ich mache da gerne Ausflug.
Evi Bis dann. Tschüss.
Peter Und tschüss.
Florian Das war Science Frames mit Evie. Wir wissen nicht, was sie erzählt hat. Ich kann kurz mal schauen. Neptune Science Fiction. Es klingt so nach etwas, als wäre das etwas so aus den 50er, 60er, wo man noch nicht gewusst hatte, was da wirklich abgeht, wo man sich dann vorgestellt hat. Da kann man auch rumlaufen. Es ist einfach nur kalt.
Florian So ungefähr, glaube ich. Ich habe mir das damals vorgestellt. Okay, da gibt es ein Novel, The Triumphs of Women, was auch immer die da gemacht haben auf Neptun. Ich weiß es nicht. Das sind aber alles nur Bücher, filme sich jetzt gerade keine.
Ruth Wann ist der Neptun entdeckt worden? 1830? 1830 rum.
Florian Na, 1840er war das doch, oder? Tatsächlich finde ich gerade keinen Neptun Science-Fiction-Film. Aber gut, ich habe jetzt auch nur fünf Sekunden lang recherchiert. Also insofern kann es durchaus sein, dass es sie gibt. Aber wenn es eine gibt, dann wird Evi ihn finden und dann muss sie ihn später nachreichen, wenn sie ihn nicht jetzt schon gerade erzählt haben hätten sollte.
Florian Wer sich den Wikipedia-Artikel Neptun in Fiction anschaut, da sind sehr, sehr schöne Bilder. Richtig, so diese alte, schöne 1930er Science-Fiction-Bilder. Am schönsten ist, das musst du dir auch anschauen, rot. Das Cover der Zeitschrift Wonder Stories Quarterly aus dem Jahr 1930. Da ist die Geschichte der Monsters of Neptune drin. Und das ist wirklich ein sehr, sehr cooles Monster.
Ruth Das ist so Godzilla für Kinder in der Badewanne.
Florian Genau.
Ruth Es hätte am Rücken so ein Drehding, wo man ihn aufziehen kann.
Florian Der schmeißt gerade den Stern und vorne steht irgendwie ein Mensch mit einer Puffen, der ihn gerade ordentlich abfallt.
Ruth Ja, der zerstört ihr Raumschiff. Der hat einen riesen Felsbrocken über seinen Kopf gehoben, der Badewannen-Godzilla. Vor ihm schon die teilweise eingeteppste Raumkapsel der Raumfahrer und die beiden Raumfahrer in Entsetzen mit gehobenen Händen. Ah, cool. Auch das drüber finde ich gut. A City on Neptune. Das schaut so ein bisschen Mushroom-mäßig aus.
Florian Ja, da sind so komische Reptilien, Amphibien, kleine Wesen, Füchse mit Schwimmhäuten oder sowas. Keine Ahnung, so schauen die aus, die leben da anscheinend auf dem Neptun. Also war eine wilde Zeit, bevor wir nicht gewusst haben, was da abgeht. Aber wir wissen immer noch nicht, was abgeht am Neptun.
Ruth Also ganz so wild ist es nicht mehr. Aber schaut euch das Magnetfeld vom Neptun an, da kann ich nur empfehlen. das ist echt, also das ist richtig wild.
Florian Bisschen langweiliger Film, aber.
Ruth Je nachdem, wie aufregend man es gerade haben will.
Florian Ja, also wir wissen nicht, was Evi uns erzählt hat, aber wir hoffen, es war was über Uranus oder Neptun. Und ansonsten werden wir Sie höflich bitten, in Zukunft einmal Uranus und Neptun im Wandel der Science-Fiction vorzustellen.
Ruth Das wäre doch mal ein gutes Thema.
Florian So, und dann machen wir weiter mit den Veranstaltungsankündigungen. Du warst jetzt schon in Vorarlberg, wenn diese Folge erschienen ist oder erscheint.
Ruth Ja, es wird sehr nett gewesen sein.
Florian Wie immer. Ich war auch schon an vielen Orten, wo ich noch nicht war, wenn diese Folge rauskommt. Das ist Schwandorf in Bayern. Da bin ich nämlich morgen am Tag der Erscheinung. Also ab 3. Dezember bin ich in Schwandorf in Bayern und halte dort den Vortrag Eine Geschichte des Universums in 100 Sternen.
Florian Da gibt es wie immer bei diesem Vortrag die berühmte kosmische Waffel. Die ihr dort sehen, riechen und vielleicht sogar kosten könnt. Dafür müsst ihr euch eine Eintrittskarte kaufen. Die kann man sich kaufen auf dem Link, den ich euch schicke. Oder wenn ihr eh schon in der Gegend von Schwandorf seid, dann wisst ihr auch, wo ihr dahin gehen müsst. Das ist nämlich der Konrad Max.
Florian Kunstsaal in der Schwimmbadstraße. Guck, kann ich nachher in ein Schwimmbad gehen? Das ist irgendwie so eine Halle dort in Schwandorf, da ist das. Geht da hin, es gibt vermutlich noch Eintrittskarten dafür und dann könnt ihr euch anhören, was ich da zu erzählen habe und was ich über die kosmische Waffel erzählen kann.
Florian Und am Tag danach, am 4. Dezember, da bin ich in Freistadt im Kino. In irgendeinem Kino in Freistadt. Gut, so viele wird es nicht geben. Ja, es ist das Kino Freistadt. Ja, also das ist das eine Kino, das es gibt.
Ruth Das Kino Freistadt.
Florian Genau, und da halte ich einen Vortrag, der heißt, wie viel Astronomie steckt in einem Glas Bier? Und hoffentlich gibt es auch ein Glas Bier, nicht nur für mich, sondern auch für euch, die hier dort kommt, weil Freistadt ist ja bekannt für sein berühmtes Freistädter Bier, was mich als jemand, der Freistädter heißt, besonders freut.
Florian Das heißt, wir werden über Astronomie und Bier sprechen dort und vielleicht auch das eine oder andere trinken. Dann fahre ich von Freistadt wieder nach Hause, beziehungsweise, wenn ich zu Hause bin, gleich wieder weiter, weil am 5. Dezember wir die letzte reguläre Science Buster Show vor dem Jahresende haben.
Florian Da spielen wir das letzte Mal unser aktuelles Programm Weltuntergang für Fortgeschrittene und zwar in Krems an der Donau. Und danach fahre ich fort. Aber bevor ich fortfahre, sage ich euch noch, dass ihr am 4. Dezember, da wo ich in Freistaat bin, auch nach Wien kommen könnt. Denn da gibt es EFI, die gemeinsam mit Andreas Sator vom Podcast Erklär mir die Welt im Planetarium in Wien eine Live-Podcast-Veranstaltung machen wird zum Thema Was wäre, wenn es die Astronomie nicht gäbe?
Florian Da diskutieren die beiden offensichtlich drüber, was es wäre, wenn es die Astronomie nicht gäbe. Würde ich mir gerne anhören.
Ruth Und das in einem Planetarium, auch interessant.
Florian Ich würde es mir gerne anhören, aber ich muss ja in Freistaat Bier trinken, kann ja nicht kommen. Aber wenn ihr in Wien seid und nicht nach Freistaat kommen wollt. Dann fahrt zum Planetarium und hört euch das an. und danach in der zweiten Dezemberwoche bin ich wieder in Deutschland unterwegs mit der Sternengeschichten-Live-Show.
Florian Sternengeschichten-Live gibt es in Essen, gibt es in Düsseldorf, in Dortmund und dann auch noch in Berlin. In Essen bin ich am 10. Dezember, in Dortmund am 11. Dezember, in Düsseldorf am 13. Dezember und in Berlin am 14. Dezember. Und Berlin ist quasi ausverkauft. Kann sein, dass noch ein paar Tickets frei werden, kurz bevor die Show dann stattfindet.
Florian Für die anderen drei Termine gibt es noch Karten und ich würde mich freuen, wenn ihr dort kommt, denn es gibt halt nicht nur Sternengeschichten Live mit Experimenten, mit Bildern, mit einer für den Auftrittsort jeweils exklusiv abgestimmten Sternengeschichte. Also bei jeder Sternengeschichten-Live-Show gibt es eine extra Sternengeschichte nur für diesen einen Ort, die auch nur an diesem einen Ort zu dieser einen Zeit erzählt wird von mir. Und ansonsten gibt es die nirgendwo zu hören.
Florian Also wenn ihr die Sternengeschichten von Essen hören wollt, müsst ihr nach Essen kommen, in Dortmund, die von Dortmund und so weiter. Und neben dieser einen Stellengeschichte gibt es halt dann den ganzen Abend Show mit Experimente, mit Bildern, mit dem einen oder anderen kulinarischen Ding, weil ich baue immer gerne Kulinarik in meine Shows mit ein, damit man eben das Universum mit allen Sinnen genießen kann.
Florian Also kommt dorthin, da freue ich mich auch. Und dann machen wir zwei, wenn wir beide Weihnachten gefeiert haben, gemeinsam mit Martin Puntigam auch nochmal Wissenschaftsshow. Bauernsilvester.
Ruth Dreimal diesmal.
Florian Letztes Jahr auch. Wir machen es immer dreimal in letzter Zeit. Immer Graz, Linz und Wien. 27. Dezember, wenn ihr alle Weihnachtsfeierlichkeiten erledigt habt, dann kommt am ersten Tag nach Weihnachten, der kein Feiertag mehr ist, der 27. Nach Graz. Da gibt es Bauernsilvester das erste Mal. Am 29. Dann in Linz und am 30. Dezember in Wien. Alle Infos zu Tickets und Terminen gibt es in den Shownotes.
Florian Und wenn du nichts mehr anzukündigen hast, Ruth, was in dem Zeitraum stattfindet, dann haben wir die Veranstaltungen erledigt.
Ruth Sehr gut. Dann kommen wir zum letzten Programmpunkt.
Florian Ja.
Ruth Der Programmpunkt, der wie immer am Schluss dieses Podcasts steht und uns nichtsdestotrotz sehr wichtig ist. Last but not least müssen wir uns... Euch bedanken für eure großartige Unterstützung. Es sind jetzt nicht so viele Leute dazugekommen, weil die letzte Aufnahme ja erst kurz hinter uns liegt. Aber ganz, ganz herzlichen Dank für die finanzielle Unterstützung über PayPal an Markus und an Sven.
Ruth Und dann gibt es ja auch noch die Möglichkeit, ein Spenden-Abo abzuschließen über entweder Steady oder Patreon. und das haben seit dem letzten Mal Frank gemacht und Markus, herzlichen Dank. Ah, und jemand namens Portsnugel. Oder ist es vielleicht auf Englisch auszusprechen? Fert Snuggle, macht es nicht besser, oder?
Florian Ja, Fert, ich habe Port verstanden. Aber Portsnugel, das kann ich mir vorstellen. Also Snuggeln an Port, das geht theoretisch.
Ruth Pert Snuggle, maybe it's Pert Snuggle, Snuggle, to snuggle, maybe, we don't know. Von P-H-U-R-T-S-N-U-G-G-L.
Florian Ja, keine Ahnung.
Ruth Wir sagen die Namen so, wie sie kommen. Also, es ist selber schuld. Passt auf, was ihr in eure Spendenabos an Namen reinschreibt. Sonst kommen sie einfach irgendwie. Ganz herzlichen Dank an euch.
Florian Vielen, vielen Dank. Das freut uns. Und ich weiß gar nicht, ob das jetzt schon eine, ja, das könnte schon eine Folge gewesen sein, wo vielleicht noch der Werbespot von der Koalmbahn vorher gelaufen ist.
Ruth Oh, stimmt.
Florian Ja, das ist vielleicht der Punkt, wo wir das dazusagen können. Also es wird jetzt nicht so sein, dass dieser Podcast hier in Zukunft voll mit Werbung sein wird. Erstens nicht, weil Wissenschaftspodcasts von den Firmen, die Geld für Werbung ausgeben, nicht so oft gefragt werden, ob sie Werbung machen wollen wie andere Podcasts. Da sind die Firmen anscheinend immer noch der Meinung, das hört sich ja keinem Mensch an, da brauchen wir auch nicht werben drin.
Ruth Ja, oder die Leute, die sich für Wissenschaft interessieren, sind halt nicht so easy zu catchen mit irgendeinem Schwachsinn, den niemand braucht.
Florian Ah, das würde ich nicht sagen.
Ruth Stimmt, jetzt wo ich es gesagt habe. Wie immer, der Choralm-Tunnel ist natürlich kein Schwachsinn, den niemand braucht. Und ich als Tunnel-Fanatikerin sowieso, der Bahn-Tunnel-Fanatikerin, war natürlich sehr froh über diese Anfrage. Da machen wir natürlich gerne Werbung. Also nehmt die Bahn, fahrt durch den großartigen Kormtunnel, ich bin noch nicht durchgefahren. Du?
Florian Nicht, dass ich wüsste, aber ich kann auch nicht sagen, was ich jetzt im Dezember schon getan habe. Aber ich glaube nicht, obwohl, nein, der wird ja erst Mitte Dezember eröffnet, also kann man auch noch nicht durchgefahren sein.
Ruth Ja, ich habe mir gedacht, na vielleicht, dass sie irgendwie, also ich habe ja beim Sammering-Tunnel schon irgendwie, oder warte immer noch auf die Einladung, dass ich da als Erster irgendwie durchfahren darf mit der Mikkel Leitner und dem, wer ist, na wie auch immer. Eigentlich jetzt, wo ich es mir so überlege, habe ich nicht so große Lust drauf.
Florian Schauen wir mal, vielleicht passiert es ja, aber ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass dieser Werbespot eine Ausnahme ist, weil erstens mal durch Zufall, das war keine reguläre Anfrage, es war schon eine reguläre Anfrage, aber sie kam jetzt nicht direkt an uns, sie kam über Umwege an uns und es passt gut zu dem, was wir gut finden, öffentliche Verkehrsmittel.
Florian Darum haben wir gesagt, ja, den Spot machen wir jetzt hier. Der wird vermutlich in den anderen Dezemberfolgen auch noch laufen. Aber es ist jetzt erstens nicht so, dass das Universum jetzt in Zukunft ständig mit Werbung ausgeschüttet sein wird. Und es ist auch nicht so, dass wir jetzt mit diesem einen Werbedeal so wahnsinnig reich geworden sind, dass wir keine andere Unterstützung mehr brauchen.
Ruth Aber jetzt haben wir schon ewig darüber geredet und ich habe es jetzt schon 70 Mal Choralm-Tunnel erwähnt. Kriegen wir da nicht noch extra Geld dafür?
Florian Nein, ich glaube, so funktioniert das Ganze nicht. Aber wie gesagt, wir kriegen für den Spot ein bisschen Geld und der gleicht ungefähr das aus, was so, ja, ich glaube, allgemein in der Podcast-Finanzierungsszene, wenn es das so gibt, in der freiwilligen Podcast-Finanzierungsszene. Nein, aber alle haben es schwerer in Österreich, in Deutschland.
Florian Alles wird teurer, alle verdienen ein bisschen weniger. Also es ist für alle schwere Zeiten in den letzten Jahren und das merkt man auch am freiwilligen Spendenaufkommen und das ist auch überhaupt nicht verwerflich, dass es so ist, weil, wie gesagt, alle haben es schwieriger. Und in dem Fall, das gleicht es jetzt wieder ein bisschen aus gegen Jahresende, das ist ganz gut. Aber wir freuen uns trotzdem noch über eure Unterstützung und eure Unterstützung ist noch genauso wichtig, wie sie sonst auch ist, um diesen Podcast so am Laufen und in der Qualität zu halten.
Florian Bis jetzt gelaufen ist. Das wollte ich nur noch sagen.
Ruth Keep them coming.
Florian Und ich habe gerade noch gesehen, es gibt tatsächlich einen Film, der heißt Invasion of the Neptune Man. Ist ein Film von 1961 aus Japan und gilt als einer der schlechtesten Filme, die jemals gemacht worden sind.
Ruth Wo kann man den anschauen?
Florian Ich habe keine Ahnung, das muss Evi rausfinden.
Ruth Evi, tu deinen Job.
Florian Dann hören wir uns diesen Film. Ja, vielleicht hat sie es ja. Wie gesagt, das Gute ist ja, dass ich nach dieser Aufnahme mit Evie reden kann und sagen, schau dir den Film an und dann kannst du den Film anschauen und dann haben wir vielleicht vorher schon drüber geredet.
Ruth Boah, das ist alles viel zu kompliziert für mich, vor allem mit dem Schädel.
Florian Den ich gerade habe. Wir werden sehen. Auf jeden Fall haben wir uns jetzt bedankt. Ich sage nochmal, dass ihr uns unter hello at das Universum Nachrichten schreiben könnt, wenn ihr das gerne wollt. Alle Informationen zu den diversen Links, wissenschaftlichen Arbeiten und so weiter, was wir sonst daran gesprochen haben, findet ihr in den Shownotes Shownotes unter dasuniversum.at.
Florian Schaut, kann man auch wieder mal sagen, in unsere Telegram-Gruppe rein. Da werden auch immer lustige Dinge diskutiert und schlaue Menschen diskutieren schlaue Dinge. Ab und zu diskutieren schlaue Menschen auch blöde Dinge, wie es halt so ist im Internet, aber es ist immer unterhaltsam dort. Kommt da gerne hin in die Telegram-Gruppe, wenn ihr mit uns und den anderen Fans dieses Podcast diskutieren wollt.
Florian Und ansonsten, ja, stresst euch nicht zu sehr in der Adventszeit. Die kann oft sehr stressig werden. Und seid fit, wenn in 14 Tagen die nächste Folge von Das Universum erscheint. Und bis dahin verabschieden wir uns und sagen Tschüss.
Ruth Wir freuen uns auf euch. Bis zum nächsten Mal. Ciao.