Das Universum· Folge 141

DU141 - Die Supernova lichtet den Staubschleier der Überriesen

Dienstag, 21. Oktober 2025 · 1 h 11

MP3

Shownotes

Wir sprengen Kleinkörper im Sonnensystem
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DU141 - Die Supernova lichtet den Staubschleier der Überriesen

Und: Wir sprengen Kleinkörper im Sonnensystem

In dieser Folge geht es um rote Überriesen, die alles produzieren, was wir zum Leben brauchen, sich aber leider trotzdem seltsam verhalten. Aber neue Daten können ihr Rätsel vielleicht lösen. Außerdem reden wir über komische Komete aus anderen Sonnensystemen und sprengen Asteroiden, bevor sie am Mond einschlagen. Evi hat gute Nachrichten und für die Hörerschaft gibt es einen rosaroten Himmel.

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Neues von 3I/ATLAS

Der interstellare Komet 3I/ATLAS ist in der “Nähe” des Mars vorbei geflogen und die Raumsonden der ESA dort (esa.int/Science_Exploration/Space_Science/ESA_…) haben probiert, ihn zu fotografieren. Hat aber nur so mittel funktioniert. Mehr Glück hat das Neil Gehrels Swift Observatory gehabt und dort sehr viel mehr Wasserdampf gefunden (iopscience.iop.org/article/10.3847/2041-8213/a…) als gedacht.

Neues von 2024 YR4

In Folge DU124 (dasuniversum.podigee.io/124-du124-wie-verhinde…) haben wir ausführlich über die Gefahr von 2024 YR4 gesprochen. Der Asteroid wird jetzt nicht 2032 auf der Erde einschlagen. Aber vielleicht auf dem Mond. Und weil das uU für die Satelliten unangenehm werden könnte hat man sich überlegt, was man dagegen tun könnte (arxiv.org/abs/2509.12351). Einzige Option: Das Ding wegsprengen - aber dazu müssen wir vorher erstmal hinfliegen und uns den Asteroid aus der Nähe anschauen, und das wird nicht so einfach gehen.

Astro-Geschichte: Die Supernova lichtet den Staubschleier der Überriesen

Wir haben ein Problem mit Überriesen (mehr dazu hier (sternengeschichten.podigee.io/673-sternengesch…)). Die helleren davon sehen wir viel zu selten als Vorläuferstern für eine Supernova. Obwohl die eigentlich zur Supernova werden sollten. Jetzt hat aber das Webb-Teleskop einen passenden Vorläuferstern beobachtet (iopscience.iop.org/article/10.3847/2041-8213/a…) (in der sehr schönen Galaxie NGC 1637 (en.wikipedia.org/wiki/NGC_1637)) und festgestellt, dass der extrem staubig ist. Dieser Staub hat uns bis jetzt den Blick auf die wahre Helligkeit der Sterne verstellt.

Fragen aus der Hörerschaft

Anka will wissen: ”Was ist mit der Energieerhaltung” im expandierenden Universum?
Ganz einfach: Die gilt da nicht!

Hans fragt uns: ”Wie viele Rote Riesen braucht es um genügend Gold zu erzeugen für eine Erde?”

Null, weil rote Riesen kein Gold machen. Aber das Universum kann mehr Gold produzieren, als man glauben würde.

Bernhard hat eine Nichte, die wissen will: ”Gibt es Bedingungen unter denen ein Planet einen rosaroten Himmel haben könnte?”

Jawoll! Jede Menge - und Himmel können jede Menge Farben haben!

Science Frames: Ausfall mit Happy End

Evi muss sich dieses Mal entschuldigen, weil sie mit ihrer letzten großen Prüfung im Studium beschäftigt war. Aber nächstes Mal gehts weiter!

Veranstaltungen

Florian wird weiterhin seine “Sternengeschichten LIVE” Show aufführen. Tickets und weitere Termine gibt es hier (sternengeschichten.live). Die Österreich-Premiere wird am 29. Januar 2026 in Wien stattfinden (Tickets (oeticket.com/event/florian-freistetter-sternen…)).

Außerdem gibt es einen Vortrag am 3.12.2025 in Schwandorf (Tickets und Infos (vhs.schwandorf.de/kurssuche/kurs/Eine-Geschich…)) und am 4.12.2025 in Freistadt (Tickets und Infos (kupfticket.com/events/florian-freistetter)).

Science Busters Shows gibt es auch wieder. In Wien, Linz, Graz, Lembach, St. Pölten, Krems und Salzbug. (Tickets und Infos (sciencebusters.at/termine).

Und auch Evi kann man öffentlich besuchen und zwar am 16.10.2025 im Theater Drachengasse bei einer Vorstellung von Sternenfrauen (portraittheater.net/?event=sternenfrauen-28). Außerdem tritt sie mit ihren “Cosmic-Latte”-Kolleginnen am 15.11.2025 in Bremen auf, beim Podcast-Festival des Universum-Science Center (universum-bremen.de/podcast-festival)

Neue Bücher und Hörbücher

Das neue Buch von Florian heißt “Die Farben des Universums” (hanser-literaturverlage.de/buch/florian-freist…), erscheint im Februar 2026 und kann schon vorbestellt werden.

Wer das neue Buch von Ruth bestellen will, kann das hier machen (aufbau-verlage.de/aufbau/sternenjahr-auf-unsic…)

Und das Sternengeschichten Hörbuch (penguin.de/buecher/florian-freistetter-sternen…) von Florian kann man auch bestellen.

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Science Busters Buch

Außerdem haben die Science Busters ein neues Buch herausgebracht. Es heißt “Aus! Die Wissenschaft vom Ende” (hanser-literaturverlage.de/buch/science-buster…) und sowohl Florian als auch Ruth haben darin jede Menge Geschichte aufgeschrieben.

Telegram, Discord und Mastodon

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(Einen Discord-Kanal (discord.com/channels/965674985999990794/965674…) gibt es übrigens auch, den betreibe wir aber nicht selbst).

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Bücher

Das neue Buch von Florian heißt “Die Farben des Universums” (hanser-literaturverlage.de/buch/florian-freist…), erscheint im Februar 2026 und kann schon vorbestellt werden.

Florian hat davor auch ein Buch geschrieben, gemeinsam mit Helmut Jungwirth. Es heißt “Eine Geschichte der Welt in 100 Mikroorganismen” (scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2021/08/…), ist sehr hervorragend, überall zu kaufen wo man Bücher kaufen kann, weswegen es natürlich auch von allen gekauft werden sollte. Wer mehr über den Inhalt wissen will, kann diese Folge WRINT Wissenschaft anhören (wrint.de/2021/08/12/wr1265-wunderbrot-und-ster…).

Ruths aktuelles Buch heißt “Sternenjahr auf Unsichtbar
12 Himmelsphänomene, die wir nicht sehen, obwohl sie da sind” (aufbau-verlage.de/aufbau/sternenjahr-auf-unsic…)
und wir haben in dieser Folge des Podcasts (dasuniversum.podigee.io/114-du114-ein-buddy-fu…) sehr ausführlich darüber gesprochen. Kauft es, es ist super!

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Florian Herzlich willkommen bei Das Universum, dem Podcast, in dem Ruth und Florian über Das Universum sprechen. Mit Ruth.

Ruth Und mit Florian.

Florian Herzlich willkommen.

Ruth Hallihallo.

Florian Welche Folge haben wir? 141.

Ruth 141. Weiß, rot, weiß. Fast Österreich.

Florian Ja gut, aber nur in deinem Kopf.

Ruth Ja, in meinem Kopf eh, aber ja.

Florian Weil in meinem Kopf haben die Zahlen keine Farben.

Ruth Nicht einmal 1 und 4. 1 und 4 sind die deutlichsten.

Florian Nein, 1 ist ein Strich und 4 ist halt ein Strich mit ein paar anderen Striche. Ich sehe, es ist halt die 1 und die 4. Die haben sonst keine Eigenschaften.

Ruth Nicht einmal so ein ganz leichter Hint von irgendwas?

Florian Nein, die 1 und die 4, das sind einfach, dass die Zahlen... Zahlen, das Einzige, was sie tun in meinem Kopf, ist ihre Zahlenhaftigkeit zu vermitteln.

Ruth Ach, jetzt wollte ich fast sagen, du neurotypischer Mensch, aber ich glaube, das passt bei dir auch nicht ganz.

Florian Wer will schon typisch sein für irgendwas?

Ruth Nein, voll. Und sind wir ja alle im Endeffekt nicht. Also normal ist ja eine Kategorie, die es nur in der Statistik gibt.

Florian Gut, also haben wir keine Rot-Weiß-Rot-Folge, was ja passen würde, weil wir ja demnächst auch unseren Nationalfeiertag feiern. Den feiern wir in Österreich ein paar Tage, nachdem diese Folge erscheint, am 26.10. Da hätte die Rot-Weiß-Rot-Folge gepasst, aber wir sind halt eine weiß-rot-weiß.

Ruth Ich wusste jetzt gar nicht, dass du da jetzt in die Richtung gehst. Wirst du am Heldenplatz unseren Panzern zujubeln?

Florian Nein, warum Gottes Willen, natürlich nicht. Also was soll ich da am Heldenplatz?

Ruth Da gibt es immer eine große Parade vom kleinen, neutralen Land Österreich, aber hauptsächlich eine große Militärparade. Okay, don't get me started.

Florian Ja, also Ruth wird am Nationalfeiertag am Heldenplatz stehen und rumschimpfen.

Ruth Mit Fähnchen, genau.

Florian Könnt ihr gerne vorbeischauen, wenn ihr das sehen wollt.

Ruth Panzerbeschimpfung, kommt, macht mit.

Florian Keine Ahnung, was hier am Nationalfeiertag machen, wer da arbeiten wahrscheinlich. Besteht eine große Chance, dass das passieren wird. Ansonsten, ich weiß nicht, ob es ein Land gibt, dessen Fahne weiß-rot-weiß ist. Weiß-rot gibt es einige, aber weiß-rot-weiß ist ein bescheuere Kombination. Da weiß man nie, wo die Fahne anfängt und wo sie aufhört, wenn sie oben und unten weiß ist.

Ruth Das ist eigentlich in Wirklichkeit nur rot. Es sei denn, es ist auf einem andersfarbigen Hintergrund. Dann ist wieder alles anders. Das geht schon wieder in Richtungen heute.

Florian Ja, wir halten uns jetzt sowieso nicht mit Nationalitäten und Ländern auf, weil wir gehen ins Weltall und im Weltall gibt es keine Grenzen.

Ruth Naja. Ereignishorizont.

Florian Ja, aber es sind physikalisch vorgegebene Grenzen und nicht irgendwelche absurden Grenzen, die unseren Köpfen entsprungen sind. Obwohl, wenn mein Ereignishorizont trifft, ist es vielleicht auch zu.

Ruth Oje, ich weiß, was du meinst.

Florian Ich wollte eigentlich nur überleiten von unserem Nationalfeiertagsgerede ins Astronomische. Und ich habe gedacht, wir fangen heute mit einem kleinen Überblick Neues von den Kleinkörpern im Sonnensystem. Ein kleines Update über diverse Objekte, die wir schon besprochen haben in anderen Folgen, über die es neue Informationen gibt.

Florian Und wir fangen an mit dem interstellaren Kometen 3i Atlas. dass das Ding, dass Leute, es eigentlich besser wissen sollten, für feindliche außerirdisches Raumschiff halten, so wie wir in einer vergangenen Folge mal besprochen haben.

Ruth Der berühmte Harvard-Professor, der immer wieder durch die Medien geistert, durch fragwürdige Medien meistens.

Florian Ja, aber es ist kein außerirdisches Raumschiff, sondern es ist ein Komet, der aus dem interstellaren Raum kommt, also ein Komet, der irgendwo bei einem anderen Stern entstanden ist und dann aufgrund von diversen dynamischen Gegebenheiten aus diesem anderen Sternsystem geschleudert wurde, sich jetzt durch den interstellaren Raum bewegt hat und zufälligerweise auf unser Sonnensystem getroffen ist und jetzt eine kleine Runde um die Sonne dreht, bevor er wieder im interstellaren Raum verschwindet. Das ist spannend.

Florian Wir haben erst drei dieser Dinger entdeckt in den letzten Jahren. Das heißt, jedes Mal, wenn wir eins haben, dann probieren wir, möglichst viel rauszufinden über diese Objekte. Ich habe das damals in der Folge, ich habe mir die Nummer jetzt gerade nicht aufgeschrieben, welche Folge es war, aber in einer der letzten Folgen, wo wir über dieses Objekt gesprochen haben, habe ich auch erwähnt, dass dieser Asteroid Anfang Oktober in der Nähe, unter Anführungszeichen, in der Nähe des Mars oder der Marsbahn vorbeifliegt.

Florian Und wir haben ja diverse wissenschaftliche Instrumente am Mars rumstehen. Mit denen könnte man probieren, diesen Kometen zu beobachten.

Ruth Ja, und auch um den Mars herumfliegen vor allem.

Florian Genau, wollte ich gerade sagen.

Ruth Da sind ja noch einiges mehr an Kameras und Dings und so.

Florian Es geht eh um die, die herumfliegen, die auf der Oberfläche sind. Die können es ja nicht gescheit sehen. Also es geht eh um die, die herumfliegen. Und zwar hat die ESA ExoMars und Mars Express eingesetzt, um das anzuschauen. Und die beiden Sonden haben sie auf den Kometen gerichtet, um Fotos zu machen.

Florian Ist ein bisschen schwierig, weil ich habe gesagt, in der Nähe, aber trotzdem war der Komet Anfang Oktober immer noch 30 Millionen Kilometer weit weg. Das ist schon ein Stück.

Ruth Also das ist fast halb so weit, wie der Mars von uns entfernt ist, wenn er nah an uns dran ist. Also das ist schon weit.

Florian Und diese Raumsonden sind ja... Gebaut, um die Mars-Oberfläche zu beobachten. Und aus deren Sicht ist die Mars-Oberfläche halt sehr nahe. Die ist ein paar Dutzend, Hundert Kilometer weit weg. Und die Mars-Oberfläche ist auch sehr hell. Der Komet ist dunkel und weit weg. Also jetzt nicht unbedingt die idealste Beobachtungssituation.

Florian Exo Mars Orbiter hat es trotzdem geschafft, Bilder zu machen. Ich verlinke das in den Shownotes, könnt ihr euch anschauen. Das Bild, das er gemacht hat, naja, das ist halt so ein verwaschenes weißes Flecki, das da halt irgendwie so über den Bildschirm zieht. Also eh cool, dass sie das Ding gesehen haben.

Ruth So ein ganz typisches astronomisches Bild, verwaschener, heller Fleck.

Florian Aber wissenschaftlich kann man mit dem Bild, glaube ich, nichts anfangen. Der ExoMars Orbiter war auch nicht in der Lage, Koma und Komet zu trennen, also den eigentlichen Fels-Eisbrocken und die Hülle aus Staub und Gas, die sich im Laufe der Zeit gebildet hat, die konnte er nicht trennen. Er hat auch den Schweif nicht sehen können, der war auch viel zu lichtschwach und einer der Leute, die da mitgearbeitet haben, Nick Thomas, der, leitende Wissenschaftler, der diese Kamera mit der die Bilder gemacht worden sind, da eben betreut, hat gesagt, naja, der Komete ist ungefähr 10.000 bis 100.000 Mal lichtschwächer als das, was wir normalerweise anschauen.

Florian Also hat man sich wahrscheinlich eh nicht viel erwartet. Aber man hat was gesehen. Mars Express hat man auch probiert zu fotografieren, aber der hat gar nichts gesehen. Weil der kann nur eine halbe Sekunde lang belichten maximal und das reicht halt nicht, um da irgendwas zu sehen, was so weit weg ist.

Ruth Ja, man denkt sich immer, hey, wir haben doch voll die Instrumente, wir haben doch voll die Kameras, die kann man doch einfach irgendwie dorthin richten. und dann muss man sich aber überlegen, Moment, wofür sind diese Instrumente gemacht? Das heißt, bei allen Dingen, die wir in den Weltraum schicken, weil halt die Limitationen so streng sind, Gewicht und Kosten und bla bla bla, dass man die Instrumente, die man hat, die man da hochschickt, einfach wirklich...

Ruth Exakt optimiert auf das, was sie tun sollen und die Oberfläche von Mars beobachten. Das ist aber eine komplett andere Geschichte als einen 30 Millionen Kilometer weit entfernten Felsbrocken.

Florian Genau. Also die haben jetzt nichts großartig Neues herausgefunden, aber ein anderes Instrument, das eigentlich auch nicht zur Kometenbeobachtung gedacht war, ein anderes Instrument hat tatsächlich interessante neue Daten gesammelt. Und zwar das Neil Garrels Swift Observatory. Kennst du das?

Ruth Nein.

Florian Ich habe auch kurz gestutzt bei dem Namen, denn ich kannte das Ding als Swift Gamma Ray Burst Explorer.

Ruth Ja, ich wollte gerade sagen, Swift sagt mir was, aber der Rest, ist das das Gleiche?

Florian Das haben sie anscheinend irgendwann mal umbenannt. Der Swift Gamma Ray Burst Explorer ist ein Weltraumteleskop, das seit 2004 im All ist, also in der Welt. Weltall und wurde dann anscheinend irgendwann nach Neil Garrels benannt, amerikanischer Astronom, Gamma-Astronomie- Experte, der im Jahr 2017 gestorben ist.

Florian Da genau, nach seinem Tod hat die NASA den Swift-Satelliten in Neil Garrels Swift Observatory umbenannt.

Ruth Damit niemand auf die Idee kommt, es hätte was mit Taylor Swift zu tun.

Florian Da hier, schau, den kenne ich. Ich kenne nämlich den Vater von dem, ich habe jetzt gerade bei Wikipedia geschaut, ich kenne den Vater, Tom Garrels, der war auch ein Astronom und der hat sich mit Asteroiden beschäftigt Und der hat so dicke Wälzer geschrieben über Asteroiden, die ich immer auf meinem Schreibtisch stehen hatte, weil das halt so Standardwerke über Asteroiden waren.

Florian Okay, wusste ich nicht. Und der Sohn macht so einen Blödsinn wie Gamma-Rey Astronomie. Sicher enterbt worden.

Ruth Naja.

Florian Jedenfalls, dieses Teleskop, also das ist ein Gamma-Strahlungsteleskop, das hat sich auch den Kometen angeschaut und ich habe gedacht, warum macht die das? Weil das Swift Observatory, das dient halt hauptsächlich dazu, Gamma-Blitze zu beobachten. Also diese gigantischen Explosionen, wenn riesige Sterne explodieren oder Neutronensteine kollidieren.

Florian Also diese gigantischen Strahlungsausbrüche im fernen Universum. Deswegen ist das Ding eigentlich da. Warum kann man das für einen Kometen verwenden? Weil, wie du gerade erklärt hast, wir haben die Instrumente eigentlich auf ihren Zweck abgestimmt. Aber es stellt sich heraus, dass eben dieses Gamma-Observatorium auch ein bisschen Ultraviolett sehen kann. Die haben auch einen Ultraviolett-Filter drin.

Florian Und Hydroxyl hat eine ultraviolette Signatur. Hydroxyl, das ist etwas, was entsteht, auch als Nebenprodukt, wenn sich irgendwo Wasserdampf bildet. Und mit diesem Swift Observatory entsteht, Über den Umweg der ultravioletten Emissionen des Hydroxyls kann man auch Wasserdampf nachweisen. Habe ich nicht gewusst, aber ist so.

Florian Das heißt, die haben jetzt mal dieses Teleskop dahin geschickt. Das ist natürlich ein bisschen größer. Ist auch dazu gemacht, irgendwie weit weg zu schauen und schwach leuchtende Objekte und sowas alles zu beobachten im fernen Weltall. Das heißt, da so ein Komet ein paar Millionen Kilometer weit weg, das geht schon. Und sie haben es am 31.

Florian Juli und dann im August auch nochmal auf den Kometen gerichtet und festgestellt zuerst, dass im Juli noch wenig Wasser dort zu sehen war, im August aber schon mehr und im August vor allem sehr viel mehr Wasser, als man gedacht hatte. Also die Wasserproduktionsrate war wirklich sehr, sehr hoch. Man kann das umrechnen auf die sogenannte aktive Fläche, weil wenn du so einen Komet hast, der ist eine Mischung aus Eis und Staub und so weiter und in der Nähe der Sonne sublimiert das Wassereis, dann wird gasförmig und dann hast du halt den Wasserdampf rundherum und du kannst dann ausrechnen, wie viel Fläche, Oberfläche des Kometen da aktiv sein muss, also wo wirklich das Zeug rauskommen muss, damit du die Menge an Wasser erklären kannst, die du beobachtest.

Florian Und in dem Fall wäre das eine aktive Fläche von knapp acht Quadratkilometern gewesen, ungefähr acht Prozent der gesamten Oberfläche und das ist unüblich. Normalerweise haben Kometen eine deutlich kleinere aktive Fläche, da sind nur so drei bis höchstens fünf Prozent der Oberfläche zu einem beliebigen Zeitpunkt aktiv und es kommt Wasser raus.

Ruth Aktiv heißt quasi in Richtung Sonne gerichtet?

Florian Ja, da bricht halt gerade irgendwo Wasser raus aus diesen aktiven Bereichen. Und es ist normalerweise irgendwas zwischen drei und fünf Prozent der gesamten Oberfläche. Da waren es jetzt acht Prozent und der war auch noch weit weg. Der war damals, wie Sie es beobachtet haben, noch drei astronomische Einheiten weit weg, also noch hinter der Umlaufbahn vom Mars.

Florian Und normalerweise sublimiert das Wasser erst, ungefähr so bei zweieinhalb astronomischen Einheiten, also ein bisschen näher an der Sonne dran. Das heißt, wir haben Wasserproduktion mehr als üblich und früher als üblich. Das sagen zumindest die Beobachtungsdaten, aber sie haben sich dann überlegt, ja, eigentlich kann das so nicht sein.

Ruth Macht keinen Sinn.

Florian Sie haben eine andere Hypothese. Sie haben die Hypothese, dass eben diese aktive Fläche nicht so groß ist, wie es da scheint, sondern dass dieses Wasser eben nicht unmittelbar von der Oberfläche stammt, sondern dass irgendwie halt so kleine Eispartikel vom Kometen ins All geschleudert werden. Das heißt, der Komet ist umgeben von so einer Wolke unter anderem aus Eispartikeln, eben doch nicht sublimiert, einfach Eis, genau so halt wie Staubkörnchen und Eiskörnchen, die der Komet um sich herum scharrt.

Florian Und diese Eispartikel, die kann auch schon das Sonnenlicht verdampfen, das da bei drei astronomischen Einheiten herrscht. Das ist so die aktuelle Hypothese.

Ruth Okay, aber trotzdem ist das anders als sonst. Aber warum ist das sonst bei Kometen nicht so? dass es so eine Eispartikelwolke um sich herum scharren.

Florian Ja, das ist eine gute Frage, die ich dir jetzt nicht genau beantworten kann, weil ich mir diese wissenschaftliche Arbeit nur kurz angeschaut habe, weil ich gedacht habe, das ist nur die kurze Einleitung. Aber ich verlinke die Arbeit, die im Volltext steht, verfügbar ist in den Shownotes. Da können gerne alle anderen reinschauen.

Florian Und wenn wir das nächste Mal über 3i Atlas reden, werde ich es mir vielleicht auch nochmal anschauen.

Ruth Ich finde das sehr interessant, obwohl es nur ein Felsbrocken ist. Naja, weil vielleicht ein Eisbrocken ist. Könnte das mit der interstellaren Natur des Kometen vielleicht zu tun haben?

Florian Möglich ist viel, weil wir wissen halt nicht so viel.

Ruth Vielleicht kommt er aus einem Sonnensystem, das irgendwie wesentlich mehr Wasser enthält als unseres. Und irgendwie hat er dieses Wasser da mitgezogen und war aber nur locker gebunden. Und jetzt fängt er an sich langsam zu zerbröseln.

Florian Oder auf dem ostsädischen Raumschiff ist irgendwo der Schlag von der Wassmaschine kaputt.

Ruth Ja, das Heusel, wie bei der Deutschen Bahn.

Florian Genau, kann auch sein. Jedenfalls ist das die aktuelle Hypothese. Wir werden sicherlich noch mehr Daten sammeln, weil das ja interessant ist. Das zeigt auch, dass Wassertransport über interstellare Distanzen auch funktioniert. Offensichtlich. Man weiß ja nicht, wie lange der unterwegs ist, aber der ist schon ein Stück unterwegs.

Ruth Und vielleicht sogar besser funktioniert als irgendwie im Sonnensystem.

Florian Ja, weiß man nicht alles noch nicht, aber man weiß eben, Wasser kann von einem Stern zum anderen kommen. Damit kann auch jede Menge Astrochemie, also die ganzen chemikalischen Prozesse, die können da auch alle stattfinden. Komplexe Moleküle können von einem Stern zum anderen kommen. Also ist alles sehr, sehr interessant.

Florian Wir werden schauen, was wir in Zukunft noch über dieses interessante 3i-Atlas-Ding sie lernen können.

Ruth Gibt es noch andere Instrumente, die wir da irgendwie gut drauf richten können?

Florian Naja, ich glaube, alles, was man drauf richten kann, tut man eh, weil das Ding saust ja so schnell durch. Da hat man nicht so viel Auswahl. Aber es kommt halt auch nicht wirklich nahe bei irgendeinem Planeten. Also mit dem, was wir hier von der Erde haben, ist es auch nicht so einfach. Und hinfliegen, ja, da müsste man die halt früher entdecken, diese Dinge, damit wir da auch hinfliegen könnten.

Florian Und wenn wir so machen, das wäre natürlich am besten, wenn wir da eine Mission hätten, die da halt hinfliegt zu dem Teil. Aber ja, ist alles nicht so einfach.

Ruth Naja, wir tun, was wir können.

Florian Das war das Update zu 3i Atlas und jetzt machen wir ein Update zu 2024 YR4. Den hatten wir in Folge 124 ausführlich behandelt. Das ist der Asteroid, von dem wir zuerst dachten, dass er kurz vor Weihnachten 2032 vielleicht mit der Erde kollidiert. Es hat tatsächlich ein paar Wochen, Monate lang so ausgesehen, als bestünde da eine reelle Chance für eine Kollision.

Ruth Eine reelle Chance von irgendwie drei Prozent, aber das war so das Maximum, oder?

Florian Bisschen höher, aber auf jeden Fall höher als alle bisherigen Einschlagswahrscheinlichkeiten, die wir berechnet hatten von anderen Objekten. Also war schon interessant, wäre jetzt kein Weltuntergang gewesen, sondern nur lokale, regionale Zerstörung, aber die will man auch nicht haben. Also hätte man sich dann überlegen müssen, was macht man denn, wenn das wirklich stattfindet, aber dann hat sich gezeigt, dann fliegt eh vorbei.

Ruth Der Gartenschlauch hat sich zusammengezogen.

Florian Wenn man wissen will, was das bedeutet, müsste die Folge 124 hören. Aber was immer noch passieren kann, ist, dass das Ding mit dem Mond kollidiert. Wir haben immer noch eine 4%-ige Kollisionswahrscheinlichkeit von diesem Asteroid mit dem Mond. Und eigentlich war das cool, also eigentlich war das super, wenn der mit dem Mond kollidiert.

Ruth Das würde man voll sehen.

Florian Bitte. Sagt auch ein Wissenschaftler, ich habe einen Artikel gelesen darüber, also Zeitungsartikel, verlinke ich in den Shownotes. Da wird der Alan Fitzsimmons von der Queen's University Belfast zitiert, der sagt, wir drücken die Daumen für einen Mondaufprall.

Ruth Voll, ich auch.

Florian Weil das natürlich sehr spannend wäre. Erstens mal können wir so einen Einschlag mal wirklich live beobachten aus einer Distanz, die einerseits weit genug weg ist, dass uns vermutlich nichts passiert und andererseits nah genug ist, dass wir wirklich genau schauen können. Es ist schon spannend, sowas zu sehen. Wir würden dann vermutlich erfahren über Kraterentstehung auf dem Mond.

Florian Wir könnten ein bisschen was über das Innere des Mondes erfahren, weil der Zeug rauskommt. Das wäre eine extrem coole Sache aus wissenschaftlicher Sicht. Es gibt aber auch Leute, die sagen, naja, vielleicht ist es doch nicht so ungefährlich für uns, zumindest jetzt für uns als Menschheit insgesamt. Auf der Erde passiert uns nichts. Also da muss sich keiner Sorgen machen, dass da Bruchstücke fallen oder was man auch immer hört, dass der Mond auseinanderbricht oder der Mond dann anfängt auf die Erde zuzuwandern.

Florian Alles Quatsch, sowas kann nicht passieren. Aber natürlich wird Material ins All geschleudert von der Mondoberfläche beim Einschlag. Und der Mond hat eine kleinere Schwerkraft. Das heißt, da kommt auch schon mal mehr Material ins All. Das heißt, nach dem Einschlag könnte die Dichte dieser mikrometeoritischen Teilchen in der Erdumlaufbahn sich stark erhöhen, bis zu tausendfach erhöht.

Florian Das heißt, wir haben dann tausendmal mehr Mikrometeorite in der Erdumlaufbahn als vorher. Und wenn die gerade da irgendwo sind, wo Satelliten rumfliegen, wo Raumschiffe mit Menschen drin rumfliegen, wo die Raumstation rumfliegt, dann könnte es unangenehm werden.

Ruth Gut, aber die Raumstation ist ja jetzt schon sehr nah an der Erde dran und jetzt nicht mehr so in Mondnähe.

Florian Darum habe ich könnte gesagt, aber das ist etwas, was theoretisch passieren könnte. Also es ist nicht unmöglich, dass sowas passiert.

Ruth Eher für Satelliten als für die Raumstation, sagen wir mal so.

Florian Genau, und darum haben sich jetzt Leute überlegt in einer Studie, könnte man denn was tun? Könnte man was machen, um das zu verhindern, wenn wir wirklich zu dem Schluss kommen, es passiert und es... Ist tatsächlich ungut für unsere Weltrauminfrastruktur. Können wir was machen und haben eine Arbeit geschrieben.

Ruth Staubsauger.

Florian Nein, keinen Staubsauger, sondern wir müssen den Einschlag an den irgendwie verhindern. Wir müssen dann verhindern, dass der Asteroid auf dem Mond einschlägt. Und da ist eine Arbeit erschienen Anfang September, die auch frei zugänglich ist, verlinke ich auch. Und die haben sich das angeschaut. Was tut man?

Florian Man tut das, was wir ja auch schon öfter besprochen haben in Sachen Asteroidabwehr. Die erste Idee ist immer kinetischer Impact, also das Ding mit irgendwas zusammenprallen lassen, dass es abgelenkt wird und dann eben nicht mehr einschlägt. Und das ist einerseits natürlich sinnvoll, weil das ist eine Methode, die beherrschen wir. Haben wir schon ausprobiert bei der Dart-Mission.

Florian Problem ist, wir müssten den so heftig rammen, um den abzulenken, dass er wahrscheinlich auseinanderbrechen würde, aber nicht auf eine Art auseinanderbrechen würde, dass er dann keine Gefahr mehr darstellt. Also der wird halt nur so leicht auseinanderbrechen und dann hätten wir immer noch große Bruchstücke, die mit dem Mond kollidieren.

Florian Hilft uns nicht weiter und vor allem, wir kennen zwar den Durchmesser halbwegs gut, weil ich glaube, James Webb da mal hingeschaut hat. Aber wir kennen die Masse nicht genau. Bei der Masse gibt es noch größere Unsicherheiten und die sollte man halt kennen, wenn wir... Den ablenken wollen, weil das macht einen Unterschied. Vereinfacht gesagt, ob ich jetzt einen Fahrrad ramme oder einen LKW ramme.

Ruth Ja, das macht einen Unterschied, ja.

Florian Also das eine kann ich leicht zur Seite schieben, das andere nicht. Und genauso ist es beim Asteroiden auch. Das heißt, wir müssten erst mal hinfliegen und die Masse bestimmen. Und das müsste man dann halt machen, wenn man das nächste Mal bei der Erde vorbeifliegt, 2028. Und wenn wir den dann ablenken wollen, müssen wir das auch früh genug machen und müssten dann quasi gleichzeitig mit der Mission, wo wir schauen, wie schwer er ist, auch schon hinfliegen und den ablenken.

Florian Also das geht sich alles nicht aus. Das Ablenken geht sich nicht aus bei dem Asteroid. Schafft man nicht. Also Methode 2, was machen wir? Wir machen tatsächlich das, was wir immer sagen, man nicht tut in der Astronomie hinfliegen und wegspringen.

Ruth Endlich mal.

Florian Hinfliegen und wegspringen kann man bei so einem kleinen Objekt machen. Ich sage immer, wenn ich öffentlich darüber rede, wenn es um sowas wie den Dinosaurierkiller geht mit 10 Kilometer, den kann man nicht wegspringen. Aber das Ding ist halt nur 60 Meter groß, das kann ich schon wegspringen. Das geht.

Ruth Der ist ja richtig klein eigentlich. Also schon ungemütlich, aber...

Florian Und den kann man wegsprengen. Müssten halt so stark sprengen, dass man sicher sein kann, dass da wirklich nur kleine Bruchstücke übrig bleiben. Aber es geht so 200 bis 300 Kilotonnen reicht. Und ich habe jetzt leider nicht nachgeschaut, mit was man das vergleicht. 200 Kilotonnen. Schauen wir mal, Google, was das ist. Wie viel TNT entspricht eine Atombombe?

Florian Tausende Kilotonnen bis Millionen Tonnen. Das hilft ja gar nichts, Internet. Eine Megatonne sind 1000 Kilotonnen. Ja, das ist richtig, aber es hilft mir auch nicht weiter. Hier, Hiroshima, 15 Kilotonnen. Okay, das ist ein Vergleich. Das heißt, wir bräuchten was so ungefähr 100 Mal Hiroshima. Aber solche Dinge haben wir ja leider.

Florian Das heißt, könnten das machen. Wir könnten das auch zünden von der Erde aus. Wir haben sie auch ausgerechnet. Wenn die Relativgeschwindigkeit, also die Geschwindigkeit zwischen Bomben, Raumschiff und Asteroid nicht größer als 15 Kilometer pro Sekunde ist, dann kriegen wir das hin. Können wir sprengen. Das Problem ist, muss aber rechtzeitig passieren, weil es bringt ja nichts, wenn man den sprengt, wenn man kurz vor dem Mond ist, weil dann haben wir den Dreck erst wieder bei uns.

Florian Das heißt, wir müssen den schon früher sprengen und damit das funktioniert, müssen wir halt spätestens 2,29 rum starten.

Ruth Also gut wäre es, wenn man ihn sprengt, wenn er gerade auf der anderen Seite ist.

Florian Wenn man sich auf das Atombomben-Ding verlässt, dann müssten wir wirklich so 2,29 oder 2,31, irgendwo dazwischen, müssten wir starten. Und wir müssen auf jeden Fall auch hier vorher checken, wie schwer das Ding ist.

Ruth Ob Bruce Willis Zeit hat.

Florian Leider nicht mehr, der arme Mann. Aber wir müssen auf jeden Fall checken, wie schwer das Ding ist. Das heißt, so oder so brauchen wir eine Rendezvous-Mission. Wir müssen irgendwie dahin fliegen und das Ding anschauen. Und in der Arbeit haben sie geschaut, okay, was hätten wir denn schon aktiv quasi. Und haben mal Osiris Apex die Raumsonde angeschaut. Die fliegt ja rum.

Florian Die ist ja auf dem Asteroid Bennu, wo Osiris hingeflogen ist und Proben gesammelt hat. Und die existiert noch, die lebt noch, die Sonde. und die ist jetzt umgewidmet worden, um 2029 bei Apophis vorbeizufliegen. Wir haben auch schon gesprochen drüber. Im Podcast mehrmals der Asteroid, der 2029 ganz nah an der Erde vorbeifliegt.

Florian Das ist der Job von Osiris Apex. Aber man könnte die auch umleiten, dass sie 2028 bei dem anderen Asteroid, bei 224YR4 vorbeifliegt. Und theoretisch ginge auch beides. Die könnte zuerst beim einen und beim anderen vorbeifliegen.

Ruth Ja, das ist aber gut.

Florian Ja, aber trotzdem, du musst halt in eine bestehende Mission eingreifen. Osiris Apex kann dann nicht mehr genau das machen, was eigentlich geplant war und so. Das ist immer unangenehm. Genauso gut könnte Psyche vorbeifliegen, die hatten wir auch schon mal hier im Podcast, die Raumsonde, die zum Asteroid.

Florian Psyche fliegt, dieser Metall-Asteroid, auch die könnte 229, 230 bei YR4 vorbeifliegen. Aber auch da wäre sie dann nicht mehr in der Lage, ihre eigentliche Mission zu erfüllen. Was wir haben, wir haben Janus. Hast du von Janus was gehört?

Ruth Nein.

Florian Ich auch nicht. Das war eine kleine Asteroiden-Mission der NASA. Die haben da mal 2020er Jahre geplant, so eine kleine Asteroiden-Mission. Ist aber 2023 aus finanziellen Gründen gecancelt worden. Man hat die Sonden aber schon gebaut. Das heißt, die liegen in irgendeinem Lager bei der NASA irgendwo rum.

Florian Also die gäbe es, diese Raumsonden, die müssten sie halt nur noch wegschicken. Ginge auch. Oder man baut eine ganz neue Mission, aber die müsste man halt in spätestens drei Jahren fertig haben, was eigentlich nicht der Zeitraum ist, in dem man neue Sonden baut. Das dauert meistens länger. Prinzipiell hätten wir die Chance, da hinzufliegen. Und das sagen die in der Arbeit auch. Ja, diese 4% Kollisionswahrscheinlichkeit ist jetzt nicht so dramatisch.

Ruth Das wollte ich jetzt auch gerade fragen. Das ganze Trara wegen einer vierprozentigen Kollisionswahrscheinlichkeit am Mond, die möglicherweise dann irgendwie irgendwelche Satelliten betreffen könnte.

Florian Aber, und da stimme ich Ihnen hundertprozentig zu, trotzdem wäre es cool hinzufliegen und ihn anzuschauen. Also das lohnt sich so oder so. Der kommt 2028 in der Nähe der Erde vorbei. Wir wissen, das ist ein interessantes Objekt, weil es war eins von denen, mit denen wir kollidieren hätten können. Sowas wird in Zukunft sicherlich wieder mal vorkommen.

Florian Das heißt, so oder so wäre es cool, eine Asteroiden-Fly-By-Rendezvous-Mission zu haben.

Ruth Ja, das auf jeden Fall. Und dann könnte man halt so für den Fall dann auch gleich noch irgendwie was bauen, was da drauf ist, was ihn ablenken. Also ein großer roter Boxhandschuh zum Ausfahren.

Florian Ja, zum Glück bist du nicht in der Missionsplanung.

Ruth Okay, aber die Fotos, ach Gott. Ich habe übrigens gerade geschaut, 13. April 2029 steht schon in meinem Kalender, Apophis Einschlag.

Florian Der schlägt aber nicht ein.

Ruth Der fliegt vorbei. Nein, eh, eh. Aber ziemlich nah, 30 Kilometer, hm?

Florian Nicht 30 Kilometer, 30.000.

Ruth Äh, 1.000, ja, ja, ja. Ich 30. Ui, 30 wäre nah. Das wäre eine schöne Sternschnuppe. Nein, 30.000. 1000, natürlich. Naja, natürlich wäre es super, eine Vorbeiflugmission zu haben. Aber das lässt sich ja vielleicht dann doch einrichten. Also eine Mission zu planen, die den Asteroiden auch möglicherweise sprengen, ablenken, whatever kann, ist natürlich wesentlich komplizierter, als einfach nur eine Vorbeiflugsmission zu planen, oder?

Florian Wir wissen ja eh, wie es um das Budget zumindest der amerikanischen Raumfahrtagentur steht. Wir wissen, wie es um die russische, was auch immer alles in Russland steht. Bleibt Europa. Europa ist kompliziert und auch nicht unbedingt in Geldausgeberlaune. Also müsste man da vermutlich auf Japan und China hoffen.

Ruth Vermögenssteuer. Vermögenssteuer.

Florian Ja, vielleicht kommt auch Indien wieder mal mit irgendwas daher.

Ruth Vielleicht reißen sie sich alle mal am Riemen und kriegen eine richtig internationale Mission zusammen zu dem Thema, oder? Das wär's doch mal. Wenn zu einem Thema, dann zu dem.

Florian Ja, aber die Welt ist nicht so, wie sie sein sollte. Eindigen wir uns darauf.

Ruth Ja, das stimmt. Komm, Asteroid, komm.

Florian Wollen wir nicht. Wir schauen uns jetzt lieber die eigentliche Geschichte an, die ich herausgesucht habe. Und die handelt tatsächlich nicht von Asteroiden.

Ruth Ha, was Erfreulicherem.

Florian Ja, erfreulich. Naja, es ist insofern erfreulich, als es eine Antwort auf eine Frage ist. Oder eine Antwort auf eine Frage sein könnte.

Ruth Das geht aber bei vielen Dingen. dass hier eine Antwort auf eine Frage sein könnte.

Florian Ja, aber es ist eine Frage, die uns schon länger beschäftigt. Wir fangen an, Ruth, am 1. Februar 1786. Wir reisen zurück ins Jahr 1786 und zwar vermutlich nach Großbritannien, vermutlich irgendwo nach Südengland.

Ruth Ins Musizierzimmer der Familie Herschel.

Florian Weiß ich nicht, ob wir in dem Zimmer sind, aber wir sind bei der Familie Herschel, denn William Herschel hat da die Galaxie entdeckt, die heute die Bezeichnung NGC 1637 trägt, ist ungefähr 30 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Eine sogenannte Intermediate Spiral Galaxy, also so ein Zwischending zwischen Spiral- und Balkenspiral-Galaxie, zieht da so alleine ihre Gelegenheit.

Florian Bahnen durchs Universum ist nicht in Wechselwirkungsbeziehungen mit irgendeiner anderen Galaxie. So, und nachdem wir jetzt in der Vergangenheit waren und ich die Stimmung so schon aufbereitet habe, reisen wir weiter nach vorne in der Zeit und zwar bis zum 29. Juni 2025. Dazwischen ist nichts passiert in der Galaxie. Nein, da werden schon Sachen passiert, die ist wahrscheinlich erforscht worden, aber das ist keine Geschichte über diese Galaxie, sondern über etwas, was in der Galaxie passiert ist.

Florian Aber ich habe gedacht, ich fange trotzdem mit der Galaxie an. Und vermutlich werden jede Menge extra Galaktikerinnen und Galaktiker spannende Arbeit über diese Galaxie gemacht haben. Aber um die geht es nicht. Es geht um das, was am 29. Juni 2025 passiert ist. Weißt du noch, was du am 29. Juni 2025 gemacht hast, Ruth?

Ruth Am 29. Juni 2025.

Florian Was du am 30. Juni gemacht hast, kannst du noch wissen.

Ruth Am 30. weiß ich es noch. Da waren wir bei Asteroid Day im Baden.

Florian Genau, Asteroid Day.

Ruth Im Cinema Paradiso, das war super.

Florian Ja, haben wir über Asteroiden-Update gesprochen, also passend zu dem, was wir heute erzählt haben. Und über Armageddon, den haben wir uns angeschaut. Aber, wie gesagt, Asteroiden spielen keine Rolle. Am 29. Juni 2025 hat in der Galaxie NGC 1637 eine Supernova stattgefunden. Hat man beobachtet, diese Supernova-Explosion. Das ist jetzt an sich nichts Außergewöhnliches.

Florian Sowas passiert immer wieder mal im Universum, eigentlich ständig im Universum. Aber diese Supernova, die ist außergewöhnlich, denn... Gibt uns eventuell eine Antwort auf das Problem der roten Überriesen. Kennst du das Problem der roten Überriesen?

Ruth Nicht persönlich, nein.

Florian Ja, ich habe es bis dahin auch nicht so wirklich gekannt, aber ich habe mich dann informiert und festgestellt, dass es sehr spannend ist. Weil Supernova-Explosionen können wir gut sehen. Die sind sehr, sehr hell. Das heißt, die sehen wir auch, wenn sie in einer Galaxie stattfinden, die 30 Millionen Lichtjahre entfernt ist.

Florian Was wir in Galaxien, die 30 Millionen Lichtjahre entfernt sind, normalerweise nicht sehen, sind einzelne Sterne. Da geht es vielleicht gerade noch so ein bisschen, aber wir können auch Supernova-Explosionen sehen, die viel, viel weiter weg sind, aber wir sehen halt immer erst den Moment, wo der Stern, der zur Supernova wird, eben explodiert.

Florian Wissen nicht, was mit dem vorher passiert ist. Und eigentlich wäre das cool, wenn wir so den ganzen Prozess sehen könnten. Also so Stern, Stern, Stern, Bumm, Supernova.

Ruth Stern, Stern, Stern, Bumm, Supernova.

Florian Geht halt schwer, weil wir halt nicht wissen, wann ein Stern der Supernova wird. Zumindest nicht so exakt, dass wir das sinnvoll beobachten könnten. Aber wir können zumindest probieren, wenn wir denn mal eine Supernova gesehen haben, herauszufinden, ob wir vielleicht doch noch irgendwo einen Blick auf den Stern werfen können, der das verursacht hat. Nicht, indem wir in die Vergangenheit zurückschauen.

Florian Das geht in dem Fall nicht, auch wenn es in der Astronomie sonst geht.

Ruth Wir schauen schon in die Vergangenheit zurück, in alte Beobachtungen.

Florian Genau, das wollte ich gerade hinaus. Wir fotografieren ständig den Himmel aus allen möglichen Gründen und haben sehr viele Daten. Das heißt, wenn so ein Stern explodiert, dann können wir an unsere Daten schauen. Auch schon haben wir die Galaxie schon irgendwann mal fotografiert. Und wenn ja, haben wir es auf die richtige Weise fotografiert.

Florian Und wenn ja, können wir schauen, ist da der Stern drin. Weil dann sehen wir ihn, so wie er war, bevor er explodiert ist. Sowas ist oft schon gelungen. Das erste Mal, glaube ich, 1987. Da ist in der großen Magellanschen Wolke ein Stern explodiert und da konnten wir dann den Vorläuferstern identifizieren, aber auch so ungefähr ein paar Dutzend, 30 Mal haben wir es auch anderswo geschafft.

Florian Natürlich funktioniert das besonders gut, wenn der Stern, der zur Supernova wird, vorher sehr, sehr groß ist. Und sehr hell ist, also ein Riesenstern ist, vielleicht sogar ein Überriesenstern ist. Diese Überriesensterne natürlich, wenn die zu Supernova werden, die sind auch ordentlich hell. Das heißt, diese roten Überriesen, die sind das zentrale Ding, um das es jetzt geht.

Florian Denn wir sehen Supernova-Explosionen, wir schauen, welcher Stern war das und dann finden wir oft rote Überriesen. Überriesen, das ist noch ein bisschen mehr als das, was unsere Sonne macht. Sonne, wissen wir alle, wird sich gegen Ende ihres Lebens aufblähen, wird groß werden, aber nicht so groß, dass sie ein Überriese wird.

Florian Die Sonne wird nur ein roter Riese werden. Sterne, die noch größer als unsere Sonne sind, die können sich am Ende ihres Lebens zu einem Überriesen aufblähen. Das sind dann wirklich die größten Sterne, die es gibt im Universum. Und die sind natürlich auch gut zu sehen. Das Problem ist, wir haben zu wenig rote Überriesen als Vorläufersterne von Supernova-Explosionen.

Ruth Weil die so kurz kleben.

Florian Nein, wir sehen schon rote Überriesen als Vorläufersterne von Supernova. Also wenn wir Supernova beobachten und nachschauen, Und dann finden wir immer wieder, ja, da ist ein roter Überriesen, der war's. Das sehen wir bei den eher kleineren roten Überriesen. Also kleiner Riese ist ein bisschen blöd jetzt, aber wenn wir jetzt nur die roten Überriesen als Gruppe hernehmen, dann können wir die auch einteilen nach Helligkeit, nach Masse.

Florian Und die kleineren, die tatsächlich sehen wir als Vorläufersterne. Die ganz, ganz extrem Masse reichen, die sehen wir nicht als Vorläufersterne, was aber auch nicht verwunderlich ist, weil die sind halt so extrem heiß, die haben so starke Sternwinde, weil sie so viel Strahlung haben. Das heißt, die Prozesse, Die schleudern schon während ihres Lebens so viel Masse von sich, dass sie keine gescheite Supernova mehr zusammenbringen am Ende.

Ruth Alles klar. Also es ist nicht, dass wir die nicht sehen, sondern wir sehen, wenn wir eine Supernova zurückverfolgen in Archivdaten, sehen wir die nicht als Vorläufersterne. Dann sind die Vorläufersterne immer eher kleinere Riesen oder kleinere Überriesen und nicht die ganz, ganz, ganz großen Überriesen.

Florian Ja, aber das ist noch kein Problem. Das ist nicht das Problem. Weil da wissen wir, die ganz, ganz Großen wissen wir, okay, da sind ja Sternwände und so weiter, die verlieren zu viel Masse. Das erwarten wir, dass wir die nicht sehen.

Ruth Zu fett für ihre eigene Supernova.

Florian Aber das Problem ist dazwischen, zwischen den ganz Kleinen und zwischen den ganz Großen über Riesen. Da sollten natürlich auch Supernova-Explosionen stattfinden. Diese Sterne sollten auch Supernova-Explosionen machen. Aber diese Sterne, die sehen wir nicht als Vorläufersterne. Und das ist das Problem der roten Überriesen.

Florian Warum sehen wir diese Sterne? Weil wir wissen, die Sterne gibt es. Wir sehen die Sterne ja. Wir haben ja Daten über die Sterne. Wir sehen, das Universum hat diese Sterne. Aber wenn wir nach Vorläufersternen suchen, sehen wir diese Sterne nicht als Vorläuferstern. Und die Frage ist, warum?

Ruth Und von welchem Bereich sprechen wir da? Also wie groß sind diese Überriesen, wo wir sagen, ja okay, das passt, die sollten gar nicht mehr explodieren, weil die verlieren sowieso schon zu viel Material, während sie leben und da bleibt dann nichts mehr über. Und die, wo man sagt, ja, die sehen wir. Wo liegt dieser Bereich?

Florian Wenn du die Leuchtkraft dieser roten Überriesen in Sonnenleuchtkräften ausdrückst, wenn die Leuchtkraft des Sterns ungefähr 10 hoch 5 mal die Leuchtkraft der Sonne beträgt, die sind es, die uns Probleme machen.

Ruth Also ein paar hunderttausend Sonnenleuchtkräfte, sowas wie Deneb, der Stern vom Schwan, der Stern vom Schwan, der Schwanz vom Schwan. Das ist zwar noch kein roter Überriese, das ist noch ein blauer, also der ist noch well and alive, der ist noch nicht kurz davor, vor seinem Tod, aber der wird zu so einem Überriesen werden.

Florian Genau. Und das haben wir halt das Problem. Also dieser Mangel an diesen hellen Vorläufersternen, das ist dieses Red Supergiant Problem oder das Problem der roten Überriesen. Dass die hellen roten Überriesen nicht als Vorläufersterne für Supernova-Explosionen gefunden werden. Die müssen irgendwie ihr Leben beenden.

Florian Die können ja nicht einfach sagen, so, jetzt gehe ich. Irgendwas muss denen passieren. Und nach allem, was wir wissen über die Entwicklung von Sternen und von roten Überriesen, gibt es eine Supernova-Explosion. Aber wir sehen sie nicht als Vorläufersternen. Das ist das Problem. Und jetzt gibt es eine mögliche Lösung für das Problem. Also es gibt diverse, vielleicht auch andere Lösungen, die man schon davor sich überlegt hat.

Florian Kann natürlich Zufall sein, weil rote Überriesen sind selten, weil die entstehen nur oder entwickeln sich nur aus sehr, sehr massereichen Sternen und sehr massereiche Sterne sind selten. Das heißt, die Datengrundlage ist generell klein und da... Ist vielleicht nur Zufall, dass wir noch keine gesehen haben.

Florian Ja, eine Möglichkeit. Du hast auch schon mal in anderen Folgen über Sterne gesprochen, die einfach so verschwinden aus dem Universum. Und eine Möglichkeit, warum Sterne einfach verschwinden, ist, dass sie eine failed Supernova geworden sind. Also ein Stern, der quasi einfach kollabiert, zu einem schwarzen Loch wird, ohne dass er als Supernova explodiert.

Florian Das machen auch die Großen. Also kann auch sein, aber sowas haben wir auch noch nicht zweifelsfrei beobachtet bis jetzt. Oder es ist halt was anderes. Und was es anders sein könnte, das hat man jetzt herausgefunden mit dieser Supernova, die am 29. Juni 2025 in NGC 1637 explodiert ist. Da hat man nämlich geschaut, okay, jetzt haben wir die Supernova gesehen und jetzt schauen wir den Daten nach. Und man hat nachgeschaut in den Daten von Hubble und man hat nachgeschaut in den Daten von James Webb.

Florian Und das James Webb Teleskop, das hat quasi hier den Durchbruch gebracht, weil James Webb ein Infrarot-Teleskop ist. Also zuerst hat man sich einfach mal die Daten angeschaut und hat festgestellt, okay, in allen James Webb Aufnahmen, in den unterschiedlichen Filtern und Kameras, überall haben wir eine punktförmige Quelle gefunden, genau an der Position, wo die Supernova stattgefunden hat.

Florian Also wir haben diesen Stern mit James Webb gesehen, bevor er zur Supernova wurde. Und wir haben auch in Aufnahmen von 2001, die mit Hubble gemacht worden ist, auch einen Stern an dieser Stelle gesehen. Das heißt, Hubble und Webb haben beide den Vorläuferstern gesehen. Jetzt mal rein statistisch kann man sagen, okay, das ist sehr, sehr unwahrscheinlich, dass das Zufall ist.

Florian Das Ding, was wir da beobachten, das Licht, das von diesem Stern kommt, wenn wir das analysieren, dann sehen wir den Stern, der zur Supernova wurde. Das ist übrigens, und das ist das erste Besondere, das ist das erste Mal, dass ein Vorläuferstern einer Supernova mit James Webb nachgewiesen wurde. Hat James Webb bis jetzt noch nicht gemacht, weil gibt es noch nicht so lange.

Florian Und jetzt haben wir das erste Mal ein wirklich, wirklich... Gutes Infrarotteleskop, das einen Vorläuferstern einer Supernova beobachtet hat.

Ruth Und noch dazu in einer Galaxie, die nicht Milliarden von Lichtjahre entfernt ist von uns, sondern in unserem Hinterhof, 30 Millionen. Das ist nah. Das ist eine der nächsten Galaxien an uns dran.

Florian Und deswegen konnte man mit den Daten da auch sehr viel anfangen. Zuerst hat man einfach mal das gemacht, was man also macht. Man kann da so Schwarzkörperstrahlung fit und sowas machen. Also man kann das Licht nehmen, analysieren und rausfinden, wie heiß ist denn das drum, dass dieses Licht aussendet und hat festgestellt, oha, das sind ungefähr 1500 Kelvin. Das ist eigentlich zu kühl für einen Stern.

Ruth Das ist sehr kalt. Also meine Hand reinhalten möchte ich nicht, aber...

Florian Okay, das müsste eigentlich Staub sein, weil Staub leuchtet in dem Bereich. Das heißt, da ist vermutlich eine Hülle aus Staub um den Stern herum und der Staub wird aufgewärmt vom Stern und der Staub gibt diese Wärme dann wieder ab in Form von Infrarotlicht und Webb hat das gesehen.

Ruth So ein bisschen wie bei unserem Freund Beetlejuice.

Florian Ja, auf Zu dem kommen wir später noch kurz. Und dann hat man halt wieder diverse Sternentwicklungsmodelle und alles mögliche andere reingeschmissen, um halt dann aus den Daten, die man hat, mit den Infos über den Staub herauszufinden, was ist da für ein Stern drinnen. Hat festgestellt, okay, wir haben einen Vorläuferstern offensichtlich mit 15 Sonnenmassen, also ordentlicher Brocken.

Florian Der hat an der Oberfläche 3000 Kelvin, was okay ist für den roten Riesenstern. Die sind halt innen drin zwar sehr heiß, aber außen sind sie sehr kühl. Und da ist viel Kohlenstoff drin. Das heißt, wir haben einen Vorläuferstern, 15 Sonnenmassen, umgeben von einer dichten Staubhülle, wo auch viel Kohlenstoff drin ist.

Florian Und wenn ich das weiß, dann weiß ich, okay, diese Staubhülle mit dem Kohlenstoff, die blockiert sehr viel Licht. Deswegen erscheint uns der rote Überriese deutlich dunkler, als er in Wahrheit ist. Und damit sind wir eigentlich schon fast bei der Auflösung, zumindest laut dieser Arbeit der Auflösung dieses Problems der roten Überriesen, sind eh da, aber wir haben halt nie gesehen, dass die wirklich so hell sind.

Florian Wir haben immer nur die dunklen gesehen, entweder weil sie halt dünkler waren, die roten Überriesen, oder weil sie uns dünkler erschienen, weil diese großen roten Überriesen offensichtlich so viel Staub produzieren, dass sie sich in ihren Staubhüllen verstecken und wir sie nicht so hell sehen, wie sie sind.

Florian Das heißt, dieser Mangel an lichtschwachen roten Überriesen ist kein Mangel, weil die sind nicht lichtschwach, da ist nur so viel Staub rundherum, Weil diese Staubhülle ihre wahre Leuchtkraft verschleiert.

Ruth Und das heißt, wir haben die als Vorläuferstern schon gesehen, aber haben sie als masseärmere Sterne eingeschätzt, weil sie eben nicht so hell leuchten, wie wir vermuten würden.

Florian Genau, genau. Das ist die Hypothese, die jetzt mit dieser neuen Arbeit aufgekommen ist. Und wir haben es halt bisher nicht bemerkt, weil wir halt keine so guten Infrarot-Daten hatten. Also wir haben natürlich auch vorher schon Infrarot beobachtet. Hubble konnte ein bisschen Infrarot. Das Spitzer Weltraumteleskop konnte Infrarot. Aber die sind halt nichts im Vergleich zum James Webb.

Florian Und deswegen haben wir vermutlich das Ausmaß der Staubhüllen oft unterschätzt. Das, was wir jetzt beobachtet haben, dieser Vorläuferstern, ist der staubigste Stern, den wir je gesehen haben bis jetzt. Also staubiger als Beta-Geuze. Der ist schon staubig.

Ruth Ja, da geht es auch schon ordentlich zu. Also vielleicht werden diese Sterne erst so kurz vor ihrer Explosion so staubig. Und die normalen oder normalen, die bisschen weniger kurz vor der Explosion stehenden Überriesen, die sind gerade erst dabei, diesen Staub, da sich selbst raus zu husten und zu produzieren, weil die produzieren dann ja selber den Staub in der Endphase.

Ruth Und dann sehen wir die, die in unserer eigenen Milchstraße so mehr oder weniger kurz vor der Explosion sind, halt so vielleicht ein paar tausend, zehntausend Jahre, ebenso wie Peter Geuze. Die sehen wir und denken so, ah, okay, ist schon Staub da, aber eben nicht so viel. Und dann erst so richtig kurz vor der Explosion ist dann diese Staubhülle so groß, dass sie eben den Stern so verdunkelt, dass wir den dann gar nicht mehr als so riesigen, massereichen Stern überhaupt erkennen, wenn wir ihn in den Archivdaten von kurz vor der Explosion uns anschauen.

Florian Ganz genau das ist das, was diese Forscherinnen und Forscher behaupten, die diese Arbeit veröffentlicht haben.

Ruth Das klingt sehr plausibel, muss ich sagen.

Florian Wir wissen halt noch nicht so viel über, oder wir wissen noch nicht alles, was wir wissen können über die Spätstadien der Entwicklung von roten Überriesen. Also wir wissen nicht genau, was dazu führt, dass die so viel Staub erzeugen. Und vielleicht sage ich es jetzt mal, ich hätte schon früher sagen sollen, was wir mit Staub meinen. also so rote Riesen, die schleudern halt sehr viel Zeug aus ihrem Inneren nach außen.

Florian Die haben ja da wahnsinnig viele unterschiedliche Fusionsreaktionen gemacht in ihrem Leben. Darum sind sie auch so groß geworden. Und diese ganzen Atome, die können sich dann in der kühleren äußeren Schicht ihrer Atmosphäre miteinander verbinden, komplexere Teilchen bilden. Wenn die dann rauskommen aus dem Stern, weil die halt auch so große Sternwinde haben, dann kann dieses ganze Gas mit Molekülen und Atomen, was da alles ist, das kann dann vereinfacht gesagt so kondensieren, kann sich zu noch größeren Brocken zusammenschließen und so entsteht halt Staub, der diese Sterne umgibt.

Florian Den Staub pusten die natürlich auch weg irgendwann, früher oder später, spätestens bei der Supernova-Explosion, fliegt dieser ganze Staub dann durch die Gegend. Und das ist genau das Zeug, das dann in diesen interstellaren Gaswolken landet, wo neue Sterne entstehen. Das heißt, das ist genau der Prozess, der das Material produziert, aus dem dann so Dinge wie Planeten entstehen oder Menschen entstehen.

Florian Also das ist schon wichtig, dass wir Bescheid wissen, wie das alles abläuft. Und offensichtlich haben wir bis jetzt das Ausmaß der Staubigkeit.

Ruth Sehr interessant. Ich meine, das ist ja gerade mit Peter Goitze auch so Staub in the making. Da ist ja genau gerade jetzt vor ein paar Jahren eben sowas passiert, dass es zur Entwicklung so einer riesigen Staubwolke kam, die dann den Stern auch ordentlich verdunkelt hat. Genau sowas passiert da dann halt immer öfter und öfter und öfter.

Ruth Und dann ist immer mehr und mehr und mehr Staub da, der dann halt zwar schon auch wieder weggeblasen wird und sich schon wieder verdünnisiert, sodass das Licht wieder durchkommt, aber es wird dann einfach im Laufe der Zeit immer mehr und mehr Material da, sodass der Stern dann doch effektiv verdunkelt wird und kawoom.

Florian Genau, das hat auch vermutlich was mit den Vorgängen im Inneren des Sterns zu tun, also den Konvektionsprozessen, also dem Brodel quasi, da kommt ja Material aus dem heißen Inneren weiter an die Oberfläche, das wird alles so durchgemischt und diese Konvektion aus dem Inneren des Sterns, die kann auch sehr viel Kohlenstoff und kohlenstoffreiches Material an die Oberfläche bringen, wo es dann eben nochmal zur Staubbildung beiträgt Und diese Konvektionsprozesse, die haben wir halt auch noch nicht auf die Art verstanden, die wir verstehen müssten.

Florian Und all das bedeutet halt, mit dieser Erkenntnis können wir das jetzt alles vielleicht in Zukunft besser verstehen und wissen dann besser, wie diese roten Überriesen funktionieren, wie die Staubproduktion funktioniert, wie die Supernovae funktionieren, die von denen erzeugt werden und wie dieses Material dann durchs Universum verteilt wird und am Ende zu sowas wie uns führt.

Ruth Ja, genau. Das sind diese Staubkörner, wo teilweise wirklich ganze Staubkörner, Staubkörner, also mehr als nur Moleküle, dann von dem Stern hinaus produziert und weggeblasen werden und dann sich vermischen mit anderem Material und so weiter. Und dann tatsächlich diese Bröckchen von einem vorangegangenen Stern schon da sind für den Start, für die Entwicklung von neuem Material, Planetenmaterial, Menschenmaterial.

Florian Menschenmaterial, wie klingt denn das? Ja.

Ruth Ich habe mir gedacht, Planetenmaterial reicht nicht. Man muss ja immer auf die Menschen beziehen. Aber es ist Menschenmaterial. Das, was wir da sehen. Dieser Staub, der diese Überriesen verdunkelt, das ist Menschenmaterial. Ja, es klingt wirklich krös jetzt. Jetzt, wo ich mich selber reden höre.

Florian Ja, aber übrigens, das fand ich eine interessante Geschichte. Ich bin jetzt kein Experte für Sternentwicklung, aber die Story fand ich interessant. Darum habe ich gedacht, nehme ich die heute auch, wenn es nicht um Asteroiden geht. Obwohl, das ist auch Asteroiden-Material, was da Zeug wird.

Ruth Ja, ja, ja, ja. Die ist übrigens sehr schön, diese Galaxie, gell? Schaut euch die an. NGC 1637. Ist eine sehr, sehr hübsche. Also klar, eine Spiralgalaxie fast von oben, nah an uns dran, kann nicht schier sein. Hat auch sehr viele sehr schöne Sternentstehungsregionen von Hubble fotografiert und so weiter.

Ruth Dieses Bild von Hubble, das muss wahrscheinlich dann auch das Bild sein, wo dieser Stern 2001 schon identifiziert werden konnte.

Florian Möglich, ich verlinke das Paper, da kann man sich die Bilder anschauen, beziehungsweise verlinke ich auch nochmal einen Zeitungsartikel darüber. Da ist es nochmal ein bisschen schöner dargestellt, die Hubble-Bilder und die Web-Bilder. Und die Supernova, wo man sieht, vorher ist nichts und nachher ist da so ein großer Blob. Also da sieht man das sehr, sehr schön.

Ruth Ja, und das ist recht cool, weil das ist gerade so die Entfernung, diese 30 Millionen Lichtjahre ist gerade so die Entfernung, wo man auch tatsächlich noch einzelne Sterne halt mit Hubble und mit James Webb sowieso erkennen kann. Viel weiter weg wäre das sehr schwierig gewesen, diesen Vorläuferstern da wirklich so zu identifizieren. Aber in der Entfernung geht das gerade noch ganz gut.

Florian Da haben wir Glück gehabt.

Ruth Sehr spannend. Ja, vielen Dank. Habe ich auch wieder was Neues gelernt.

Florian Ja, ist doch gut. Und jetzt kommen wir zu den Fragen, die ihr uns gestellt habt. Wir haben tatsächlich eine Frage, die mit Staub, wenn man so will, und roten Riesen zu tun hat und mit Supernova-Explosionen. Und diese Frage, die kommt von Hans und sie lautet folgendermaßen. Hans hat nämlich ferngeschaut und zwar Harald Lesch mit Alpha Zetauri.

Florian Und da hat Harald Lesch erzählt, wie das alles funktioniert mit den diversen Fusionsreaktionen und den Supernova-Explosionen und dass halt die Kernfusion im Inneren des Sterns keine Elemente erzeugen kann, die schwerer als Eisen sind und dass der ganze Rest eben anderswo erzeugt werden muss. Und er schreibt, jetzt habt ihr mir beigebracht, dass diese Elemente auch in roten Riesen und roten Überriesen erzeugt werden.

Florian Und fragt uns, wie viele rote Riesen braucht es, um statistisch gesehen genügend Gold, Uran zu erzeugen, dass es für eine Erde reicht? Ich weiß nicht, was wir da erzählt haben, das Hans gehört hat, aber klar, rote Riesen erzeugen Elemente. Das wäre wieder ein ganz anderes Thema. Die AGB-Sterne und so weiter. Rote Riesen erzeugen Elemente, aber nicht Gold.

Florian Gold braucht den sogenannten Rapid-Prozess und in roten Riesen findet der S-Prozess statt, der Slow-Prozess. Also es geht darum, ob das schnell oder langsam passiert. Und in den Atmosphären roter Riesen und roter Überriesen entstehen halt die Elemente, langsam entstehen. Für Gold und Uran und sowas, die schweren, die wirklich schweren Elemente, da brauchst du einen Rapid-Prozess, da muss irgendwas schnell passieren.

Florian Das heißt, das ist vor allem bei den wirklich heftigen Ereignissen im Universum. Neutronenstern-Kollision Kilonova. Wir haben, glaube ich, schon mal über Kilonova gesprochen, also etwas, was noch ein bisschen heftiger ist als eine Supernova. Sowas passiert, wenn zwei Neutronensterne kollidieren oder sowas.

Florian Da werden dann auch Gamma-Blitze frei, da werden dann auch Gravitationswellen erzeugt und so. Das kann man tatsächlich abschätzen. Also ich habe es jetzt tatsächlich nicht geschafft, auf die Schöne herauszufinden, generell wie viele rote Riesen da irgendwie ihr Zeug in die Luft pusten müssen und die Luft ins Weltall pusten müssen, dass wir am Ende irgendwo genug für eine Erde haben.

Florian Die Zahlen gibt es wahrscheinlich auch, aber habe ich jetzt nicht gefunden, aber fürs Gold habe ich es gefunden. Und Gold, Hans, Gold kann man jede Menge produzieren. Also wir haben auch sowas schon beobachtet, eine Kilo Nova und abschätzen können, wie viel Gold da erzeugt wird. Bei so einer typischen Kollision von Neutronen, Neutronensternen, kriegen wir Gold ungefähr ein paar hundert Mal so viel, wie die Erde schwer ist.

Florian Also wir kriegen ein paar hundert Erdmassen an Gold, wenn Neutronensterne kollidieren. Also das reicht locker, weil auf der Erde haben wir nicht so viel Gold. Die anderen Elemente, Gestein, Silikate und was da alles noch erzeugt werden muss, das kann ich jetzt auf die Sterne nicht abschätzen. Aber fürs Gold tatsächlich, weil du das explizit erwähnt hast in deiner Frage, Hans, fürs Gold reicht der Rote Riese nicht. Da brauchen wir was Heftigeres.

Ruth Oder zumindest nicht in großen Mengen. Ein bisschen was wird schon entstehen, aber kaum was. Man ist immer überrascht. Ich hätte mir auch gedacht, dass diese roten Riesen natürlich so viele Elemente erzeugen wie viele, viele, viele, viele Erden. Man ist immer überrascht, wie viel da rauskommt. Man denkt sich, naja, das Zeug ist ja diese Atmosphäre da um diesen Stern herum.

Ruth Da ist ja irgendwie kaum mehr was. Das ist ja voll dünn, das Material. Und wie viel kann da schon erzeugt werden? Aber da ist jede Menge Material drin.

Florian Ja, allein die Sonne hat 300.000 mal so viel Masse wie die Erde. Jetzt in der Geschichte habe ich von einem Stern erzählt, der 15 Mal die Sonnenmasse hat. Das heißt, da sind wir schon bei Millionenfachen der Erdmasse. Und natürlich ist das nicht alles Staub am Ende, aber da kommt schon was zusammen. Trotzdem, ich jetzt die exakten Zahlen nicht habe.

Florian Viele rote Riesen braucht man nicht, Hans, um die Erde zu erzeugen.

Ruth Krass, oder?

Florian So, jetzt eine Frage für dich, Ruth. Die gefällt mir dein Gebiet und zwar von Anka. Anka schreibt ein nächtliches Hallo an die coolsten Astronomen. Anka ist mitten in der Nacht aufgewacht und macht das, schreibt sie, was jeder normale Mensch mitten in der Nacht macht, nämlich grübeln und grübeln über den Kosmos.

Florian Und die Ergebnisse ihrer Grübelei hat sie uns mitgeteilt. Sie hat sich Folgendes gedacht. Der Raum expandiert und es kommt zur Rotverschiebung. Irgendwann gibt es eine Grenze, wo so viel Raum zwischen uns und einem Objekt ist, dass dieses Objekt sich scheinbar mit Überlichtgeschwindigkeit von uns wegbewegt.

Florian Und sie will jetzt wissen, was mit dem Licht ist, weil Rotverschiebung heißt, schreibt Anker, die Wellenlänge wird länger, also gestreckt. Man fragt jetzt, ist die Welle irgendwann so weit gedehnt, dass es keine Welle mehr ist? Und was passiert mit dem Photon, wenn sich das Objekt mit Überlichtgeschwindigkeit entfernt?

Florian Und, das ist die zentrale Frage, was ist mit der Energieerhaltung? Wohin geht die Energie des Photons in den expandierenden Raum? Sie hat irgendwo gelesen, dass Energieerhaltung nur funktioniert, wenn die Raumzeit statisch ist. Und weil die Raumzeit in unserem Universum nicht statisch ist, gilt die Energieerhaltung nicht.

Florian Und das kann sie nicht irgendwie logisch verarbeiten und möchte gerne, dass wir ihrem Gehirn auf die Sprünge helfen. Also wie ist das mit der Rotverschiebung, der Expansion und der Energieerhaltung, Ruth?

Ruth Ei, ei, ei, ei, die Energieerhaltung. Also fangen wir mit der Energieerhaltung an. Das ist der Beginn einer Geschichte voller Missverständnisse. Ja, die Energieerhaltung ist natürlich omnipräsent und sehr, sehr wichtig, aber ist ein Konzept. Das wir verwenden, um Systeme zu beschreiben.

Florian Abgeschlossene Systeme.

Ruth Ein Ding, was ich quasi vor mir in einer Box halten kann. Was eine Art Abschluss, eine Art Grenze hat, was ein Ding ist, was ich rein theoretisch von außen betrachten könnte. Jetzt ist das Universum aber einfach nicht so ein Ding.

Florian Das ist nicht abgeschlossen.

Ruth Das Universum ist kein Ding. Ja, es ist nicht abgeschlossen und es ist auch einfach kein Ding. Es ist einfach das große Missverständnis. Man kann das auch nicht gescheit erklären, nicht Missverständnis im Sinne von eurer Schuld, sondern Missverständnis im generellen Erklärmangel und in der generellen Begrenzung unseres Gehirns einfach, glaube ich, schwer verständlich.

Ruth Das mit der Energieerhaltung geht für Dinge im Universum, aber nicht fürs Universum. Und das mit der Lichtgeschwindigkeit und der Rotverschiebung. Also ja, das Objekt scheint sich irgendwann mit Überlichtgeschwindigkeit von uns wegzubewegen. Scheint aber nur so, weil Und nichts sich da tatsächlich mit Überlichtgeschwindigkeit bewegt.

Ruth Stell dir vor, einen Sprudel, einen Springbrunnen, wo Wasser von unten kommt, das in alle Richtungen quasi nach außen fließt. Und wir sind dann auf unterschiedlichen Seiten dieses Sprudelspringbrunnens und es treibt uns einfach voneinander weg. Aber relativ zu dem Wasser um uns herum bewegen wir uns eigentlich gar nicht, weil wir jetzt sagen wir mal, wir schwimmen nicht, wir sind faul.

Ruth Also wir treiben in dem Wasser. Das heißt, wir haben eigentlich jetzt keine Geschwindigkeit relativ zu dem Wasser, das uns umgibt, aber trotzdem bewegen wir uns mit hoher Geschwindigkeit voneinander weg, weil das Wasser, das da rauskommt, quasi immer schneller und schneller fließt, weil immer mehr und mehr Wasser da ist. Das ist eine schlechte Analogie.

Ruth Nein, es gibt keine Raumquelle im Universum, wo der Raum raussprudelt. Nein, es ist einfach so, dass jedes Stückchen Raum wird größer, jeder Raum erzeugt mehr Raum und je mehr Raum da ist, desto mehr Raum kann auch erzeugt werden. Und darum wird einfach der Raum zwischen den Dingen mehr und mehr und mehr und damit eben auch, je mehr da ist, schneller und schneller und schneller mehr.

Ruth Und so kommt es zu dieser Überlichtgeschwindigkeitsillusion. Und die Welle wird mitgekriegt. Gedehnt mit der Bewegung des Raums. So kann man sich es vorstellen. All diese Dinge sind Geistesstützen. All diese Dinge sind Analogien, die uns irgendwie bei der Vorstellung helfen, weil wir in unserem begrenzten Gehirn uns Dinge vorstellen müssen oder glauben, uns Dinge vorstellen können zu müssen, um sie zu verstehen, was auch nicht unbedingt stimmt.

Ruth Die Expansion des Raums dehnt die Wellenlänge. Lichtgeschwindigkeit heißt nicht, dass die Welle komplett gedehnt ist. Sondern eine komplett gedehnte, also eine gerade gezogene Welle wäre unendliche Geschwindigkeit. Nicht nur Lichtgeschwindigkeit, sondern unendlich hohe Geschwindigkeit. Eine unendliche Zahl geht nicht, geht bei weitem nicht. Also das Licht kann sehr, sehr, sehr weit gestreckt werden, aber komplett gestreckte Welle geht genauso wenig wie unendliche Geschwindigkeit oder, sagen wir, komplette Kälte.

Ruth Der absolute Nullpunkt ist genauso eine Unmöglichkeit.

Florian Genau, es ist alles ein bisschen schwierig, aber Anka kann jetzt wieder über etwas Neues nachgrübeln, wenn sie mit in der Nacht aufwachen sollte.

Ruth Und wahrscheinlich am besten nicht mein Gebrabble mitten in der Nacht sich anhören, weil es wahrscheinlich nur noch verwirrender ist. Um drei Uhr früh, das geht nicht gut.

Florian Und jetzt habe ich noch eine sehr, sehr schöne Frage vom Abschluss. Die hat uns Bernhard geschickt, aber eigentlich stammt diese Frage nicht von Bernhard, sondern von Teresa, seiner Nichte, die zumindest zum Zeitpunkt der Fragestellung zehn Jahre alt war und sehr an Astronomie interessiert ist. Und die beiden haben darüber diskutiert, warum der Himmel blau ist, kennt man schon.

Florian Aber Theresa hat was anderes dann noch interessiert. Sie wollte nämlich wissen, ob es möglich ist, dass ein Planet tagsüber einen rosaroten Himmel haben kann. Geht das? Wollte sie wissen?

Ruth Ja, natürlich.

Florian Ja, das geht. Und wir kennen sogar einen Planeten, wo das ein bisschen so ist sogar.

Ruth Unser Nachbarplanet.

Florian Der Mars, genau. Auf dem ist das so, weil die Farbe der Atmosphäre, die hängt unter anderem von der Zusammensetzung der Atmosphäre ab. Was ist da drin? Weil das bestimmt, wie das Licht des Sterns gestreut wird. Und bei uns ist es halt so, dass eben das blaue Licht stärker gestreut wird, darum verteilt sich das blaue Licht mehr über den Himmel als das andere.

Florian Natürlich kann eine Atmosphäre auch so zusammengesetzt sein, dass halt rosa rauskommt. Dann brauchst du halt vielleicht so ein paar Aerosole vielleicht drin, die dann eine andere Art der Streuung verursachen. Und beim Mars ist es halt gerade so. Der Mars hat viel Staub in der Atmosphäre und dieser Staub, der streut das Licht auf eine andere Art, sodass wir da eben tatsächlich einen rötlichen, rosa, orange, weißlichen Himmel kriegen.

Florian Also wenn wir eine sehr stickstoffreiche Atmosphäre hätten und da ordentlich Dreck reinmachen, also so Smog, dann könnte es auch rosa sein, weil die halt dann das kurzwillige blaue Licht stark dämpfen. Im Prinzip kann man fast jede Farbe, die existiert, bis auf grün, grün ist wirklich schwer, grüner Himmel ist wirklich schwer, aber alles andere geht eigentlich und auch Regenbogenhimmel, bunter Himmel, alles gemischt geht auch nicht, aber eine Farbe, die innerhalb des sichtbaren Spektrums liegt, Wenn alles andere passt an dem Planeten, dann kriegen wir das hin.

Florian So einen Planeten kann es geben.

Ruth Der Titan zum Beispiel auch, der größte Mond vom Saturn. Der einzige Mond, der eine Atmosphäre hat. Und der hat auch so einen, naja, mehr so orangenen Himmel. Aber es geht so ein bisschen in die Richtung rosa-rot. Da gibt es sogar Bilder von der Huygens-Raumsonde, die dort gelandet ist. Da kann man sich das sogar anschauen.

Florian Ja, alle Arten von rosa Teresa kriegt man irgendwie hin, wenn man es haben will.

Ruth Haben wir da nicht schon mal eine Folge drüber gemacht? War das nicht vielleicht sogar eine unserer Sommerfolgen mal, über die verschiedenen Farben von Himmeln auf den verschiedenen Planeten?

Florian Möglich, dass du das mal erzählt hast?

Ruth Ich weiß nicht mehr. Ich habe jetzt gerade da irgendwie eine Erinnerung, dass wir da schon mal drüber geredet haben, über die verschiedenen farbigen Himmel der verschiedenen Planeten und so.

Florian Und Teresa, wenn du noch mehr wissen willst über die Dinge und ihre Farben, dann red doch mal mit deinem Onkel und sag deinem Onkel, Er soll dir das Buch kaufen, das ich gerade geschrieben habe und das jetzt schon vorbestellbar ist. Ich schiebe einen kurzen Werbeblock ein.

Ruth Naja, für eine Zehnjährige ist es vielleicht ein bisschen...

Florian Ja, weiß ich nicht, aber es kann ja der Onkel dann vorlesen und das entsprechend erläutern.

Ruth Ja, stimmt.

Florian Ich habe ein Buch geschrieben, das heißt Die Farben des Universums. Und das erscheint am 17. Februar 2026, also nächstes Jahr, ist jetzt schon vorbestellbar. Und da habe ich unter anderem über all das geschrieben. Also ich habe jetzt nicht nur über Himmelfarben geschrieben, aber halt über alles, was im Universum eine Farbe haben kann, habe ich geschrieben, alles ist übertrieben, aber ich bin Kapitel für Kapitel die Regenbogenfarben durchgegangen, so Rot, Gelb, Orange, Grün, Blau und so weiter, dann noch ein bisschen was über Farben, die nicht im Regenbogen sind, über Farben, die gar keine Farben sind und habe anhand der Farben geschaut, was es für coole Phänomene im Universum gibt, weil die Farben, wenn man so will, sind die Farben,

Florian Grundlage unseres physikalischen Wissens, weil Farben sind Licht und eigentlich alles, was wir über das Universum wissen, ist Licht auf die eine oder andere Art. In der Astronomie sowieso, aber auch in der Physik, ja, ganze Quantenmechanik ist im Prinzip nur die Wissenschaft vom Licht. Also Farben und Licht sind was sehr Fundamentales und da habe ich gedacht, kann man ein Buch drüber schreiben und dann habe ich das gemacht.

Ruth Ja, gute Idee. Das mit den unsichtbaren Farben habe ich ja letztes Jahr schon erledigt.

Florian Genau.

Ruth Für dich ist nur die sichtbaren Farben übergeblieben. Tut mir leid.

Florian Ja, ja, aber die sind genauso interessant wie die anderen. Also da gibt jede Menge zu erzählen. Auf jeden Fall.

Ruth Und ich habe auch neue Dinge gelernt bei der Lektüre.

Florian Du hast es ja schon lesen dürfen, bevor es schon gelesen ist.

Ruth Aber noch nicht die fertige Version.

Florian Die kommt doch erst.

Ruth So richtig kenne ich es auch noch nicht.

Florian Die fertige Version kommt auch erst, aber da geht es um sehr, sehr viel. Da geht es auch um den Regenbogen. Wer meine Bücher kennt, weiß eh, dass das nicht immer nur rein Hardcore-Astronomie ist. Da geht es auch viel um die Geschichten drumherum. Es geht um die Menschen, die sich mit den Farben beschäftigt haben.

Florian Es gibt Ausflüge in andere Wissenschaften und so weiter. Also Teresa red mit deinem Onkel, der soll das Buch ranschaffen.

Ruth Und dann müssen wir alle meine Lieblingswortkombination aus dem Buch Planck sei Dank unter die Menschen bringen. Sagt ab jetzt, ab sofort, so oft wie möglich, Planck sei Dank. Schauen wir mal, ob wir das schaffen, dass das irgendwie eine Phrase wird.

Florian Ja, also dem Planck kann man ja auch viel zu verdanken.

Ruth Allerdings, gerade wenn es um Farben geht.

Florian Ganz genau. Ja, und jetzt käme der Teil, wo wir mit Evi über Science-Fiction-Filme sprechen. Ich weiß aber noch nicht, ob der Teil wirklich kommt heute, weil wir haben ja in der letzten Folge, als wir mit Evi gesprochen haben, auch darüber gesprochen, dass Efi gerade in einem massiven Prüfungsstress auf der Uni ist, weswegen wir beim letzten Mal ja auch nur ihre Wohlfühlfilme diskutiert haben und nicht Hardcore-Sites-Fiction so wie sonst.

Florian Und die Prüfung, die Efi absolvieren muss und mit der sie extremst ausgelastet ist, die findet statt ein paar Tage, nachdem wir das hier aufnehmen. Also wir nehmen das jetzt hier heute auf und übermorgen hat Efi ihre Prüfung. Wenn die Folge erscheint, dann ist die Prüfung schon vorbei, aber ich weiß noch nicht Und Evi weiß auch noch nicht, ob sie in der Zeit zwischen Prüfung und Erscheinungsdatum der Folgen noch die Zeit hat, irgendwie diese Folge aufzunehmen oder ob sie sich erstmal irgendwie erholen muss und drei Tage lang irgendwo am Sofa liegen, um sich von der Heftigkeit der Analysis-Prüfung zu erholen.

Florian Und kurz gesagt, jetzt kommt entweder ein Gespräch zwischen mir und Evi über einen Science-Fiction-Film oder nicht. Hier ist Science Frames, aber ohne EFI, zumindest ganz kurz ohne EFI, denn so wie angekündigt, war die Zeit voll mit Prüfungsvorbereitungen. Nach der Prüfung war dann nicht mehr ausreichend viel Zeit, um passend für die Veröffentlichung dieser Folge etwas mit EFI aufzunehmen.

Florian Das heißt, wir müssen auf die nächste Folge warten, bis wir Neues aus der Welt der Science Fiction hören. Aber als kleinen Bonus lässt Evi euch live daran teilhaben, wie sie das Ergebnis ihrer Prüfung erfährt. Die Prüfung, für die sie monatelang gelernt hat. Die Prüfung, die die letzte große Hürde auf dem Weg zum Abschluss des Astronomiestudiums ist.

Florian Das kommt jetzt und beim nächsten Mal sind wir alle wieder da und reden über Science-Fiction.

Evi Genau, da ist er schon eingetragen, okay. Schräg. Eine 2 ist voll schräg. Das hätte ich mir echt nicht gedacht. Das ist echt, das ist schräg. Das ist Wahnsinn. Voll morg. Du bist voll morg. Ja, das finde ich auch gerade auch. Ich bin jetzt wirklich in deinem Sext. Ich bin gerade erleichtert und glücklich. Dann habe ich eine 2.

Florian Wir wissen nicht, was passiert ist. Wenn wir gesprochen haben, das weiß ich schon, das hat mir Evi gesagt, wenn wir was aufnehmen, dann werden wir über den Film Mickey 17 sprechen, über den ich aber tatsächlich nicht viel sagen kann, weil ich ihn nicht gesehen habe bis jetzt.

Ruth Ich auch nicht. Hätten wir das auch erledigt. Gut.

Florian Wenn wir mit Evi gesprochen haben, dann habt ihr es ihr alle gehört, aber wenn nicht, da ist ein Film, der ist im Februar rausgekommen. Robert Pattinson spielt die Hauptrolle, basiert auf einem Buch und ist von einem koreanischen Regisseur gedreht worden, der 2019 den Oscar bekommen hat. Und es geht irgendwie bei Mickey Seventeen irgendwie ums Klonen, glaube ich.

Florian Also drum 17, weil der Typ irgendwie die Version 17 ist. Aber mehr kann ich ja auch nicht sagen. Das war ganz praktisch schwer, weil wenn wir alle 17 Klone hätten, dann hätte man weniger Stress.

Ruth Jössers, stell dir das vor, Angst. Also vor meinen Klonen, nicht wohl vor deinen auch.

Florian Ich glaube, von jedem Menschen, den es 17 Mal gibt, hätten wir Angst. Ja, also darüber haben wir vielleicht geredet, ansonsten nicht. Und ich hoffe, ihr habt alle Evi die Daumen gehalten, dass sie ihre Prüfung auch geschafft hat. Weil es kommen noch ein paar Prüfungen, aber dann ist sie durch.

Ruth Ja, das geht sicher gut. Ich meine, jetzt hat sie es so weit geschafft. 2C-Analysis 3 auch noch hinter sich bringen und dann, was fehlt dir noch? Ist das dann nicht eh eine der letzten großen Prüfungen?

Florian Ja, es kommt noch ein bisschen Kleinkram, eine Programmiervorlesung und einmal irgendwas mit Hydrodynamik und dann ist es aus. Wenn es soweit ist, werden wir ja drüber reden. Und bis es soweit ist, reden wir drüber, was wir so zu tun haben. Hast du Dinge anzukündigen, Ruth?

Ruth Nein, es gibt jetzt nichts. Also dann Ende November gibt es ein paar öffentliche Sachen in Vorarlberg. Aber da sage ich dann das nächste Mal vielleicht was dazu. Das ist noch so lange hin.

Florian Okay, ich sage jetzt gleich ein bisschen mehr zu den Dingen, wo ich zu sehen bin, weil da viele schon ausverkauft sind oder kurz vorm Ausverkauftsein sind. Das heißt, falls da wer noch kommen möchte.

Ruth Letzte Restkarten.

Florian Ja, in dem Fall wirklich. Wir haben jetzt die Premiere unserer neuen Science Buster Show schon erledigt. Weltuntergang für Fortgeschrittene, wenn diese Folge erscheint. Aber der nächste Termin, wo ihr das anschauen könnt, wenn ihr den wollt, mit Martin Puntigam, Martin Moda und mir auf der Bühne über Weltuntergänge und Zukünfte und alles, was damit zu tun hat, gibt es am 23.

Florian Oktober in Wien. Das ist eigentlich so gut wie ausverkauft, glaube ich. Am 29. Oktober in Linz, am 30. Oktober in Graz und auch da ist schon fast keine Karte mehr da, wie ich erfahren habe. Es geht dann weiter am 6.11. wieder in Wien, am 7.11. In Lemberg in Oberösterreich, 15.16.11. Wieder Wien, 20.11. in St.

Florian 23.11. nochmal Wien, 27.11. Salzburg und da ist auch fast voll. Bei den anderen weiß ich es nicht, ich sage jetzt nur die, wo ich es weiß, aber es ist tendenziell erfreulicherweise überall fast voll. Das heißt, wenn ihr kommen wollt, besorgt euch bald Karten. 5. Dezember Krems, das sind so die Dinge, die ich mir rausgeschrieben habe.

Florian Es gibt noch so ein paar Specials dazwischen. Am 12.11. Sind wir auf der Buchmesse Wien und stellen das neue Sciencebuster-Buch vor, das die Grundlage für die Show ist. Das Buch heißt Aus und auch da geht es um Weltuntergänge und Enden und Endlichkeit und Unendlichkeit. Da hat auch Ruth einiges beigetragen. Das heißt, da könnt ihr euch gerne über alle Dinge des Anfangs und des Endes kundig machen.

Ruth Und ich habe natürlich all die Kapitel geschrieben, die euch interessieren, alle, die mit Astronomie zu tun haben.

Florian Es gibt auch andere Kapitel drin, die interessant sind, die ihr lesen könnt. Wenn euch Quantenmechanik interessiert, dann kommt doch bitte gerne am 21.11. Nach Linz. Da machen nämlich Marty Puntigam und ich eine Spezial-Science-Buster-Show über Quantenmechanik. Das wird es auch geben. Ich ganz alleine, ohne Science Buster-Begleitung, bin am 3.

Florian Dezember in Schwarndorf. Das ist in Bayern, wenn ich mich nicht ganz täusche. Nein, sie ist in Bayern, das weiß ich. In Schwarndorf, da gibt es eine Geschichte des Universums in 100 Sternen. Und wie ich gerade gesehen habe, haben die da noch deutlich mehr als nur ein paar Restkarten. Aber trotzdem kommt da gerne hin.

Ruth Da haben wir auch ein paar Hörerinnen in der Gegend.

Florian Kommt bitte gerne nach Schwarndorf. 3. Dezember eine Geschichte des Universums in 100 Sternen mit ein paar lustigen Experimenten und ein paar schöne Geschichten. Und am 4. Dezember, gleich auf der anderen Seite der Grenze, in Freistadt. Passend für mich, das war ich noch nie in Freistadt, trotzdem ich Freistädter heiße.

Florian Und in Freistadt werde ich einen Vortrag halten zu dem Thema, wie viel Astronomie steckt in einem Glas Bier.

Ruth Was sonst in Freistadt?

Florian Ja, da gibt es nämlich das berühmte Freistädter Bier und das wird sicherlich auch in den Einsatz finden. Also wenn ihr dahin kommen wollt, das ist, wie gesagt, 4. Dezember, Kino Freistaat, da werde ich sein und über Bier reden. Da könnt ihr gerne kommen und dann Deutschland lasse ich auch nicht aus. Ich mache noch viermal Sternengeschichten live, bevor das Jahr zu Ende ist. Am 14.12.

Florian In Berlin, aber das ist ausverkauft. Kann sein, dass noch die eine oder andere Karte auftaucht im Laufe der Zeit, aber ansonsten ist das voll. Nicht voll ist es in Essen, Dortmund und Düsseldorf. Da bin ich am 10.12. In Essen, am 11.12. in Dortmund und am 13.12. In Düsseldorf. Also wenn ihr da hinkommen wollt, freue ich mich sehr.

Florian Und wenn wir jetzt schon so weit sind, dann machen wir den Rest des Jahres auch noch. Denn Ruth und ich sind gemeinsam wieder auf der Bühne zu sehen als Science Buster mit Martin Puntigam. Am 27.12. In Graz, da spielen wir wieder das traditionelle Bauern-Sylvester der Science Buster. Rot, ich und Martin Puttigam, 27.12.

Florian In Graz, am 29.12. Machen wir das selber nochmal in Linz und am 30.12. ein letztes Mal in Wien und am 31.12. Gibt es dann die Silvester-Show der Science Buster in Graz. Wien. Das ist das Auftrittsprogramm. Das ist, wenn ich nichts übersehen habe, das Auftrittsprogramm bis Ende des Jahres. Kann sein, dass noch was dazukommt, dann sage ich Bescheid, aber das ist eh schon genug.

Ruth Es reicht einmal fürs Erste. Super, dann bleibt uns nur noch, wie immer, ganz zum Schluss uns bei euch ganz herzlich zu bedanken.

Florian Jawohl, das machen wir mit Begeisterung.

Ruth Und immer mit Begeisterung, vor allem zum Schluss. Die Begeisterung muss bis zum Schluss aufrechterhalten werden. Also vor allem für euch, wenn ihr bis hierhin durchgehalten und durchgehört habt, das ist ja auch was wert. Und wir bedanken uns wie immer ganz herzlich bei euch. Also erstens natürlich fürs Hören.

Ruth Das ist das Allerwichtigste. Und auch wenn ihr es dann nicht hören wollt, ist auch okay. Aber hören ist schon mal gut und weitersagen und weiterempfehlen ist auch gut, bewerten ist natürlich auch immer super auf den diversesten Plattformen, aber ganz, ganz, ganz besonders bedanken wir uns bei euch für eure finanzielle Unterstützung, weil wir von besagten Plattformen ja kein Geld bekommen, das wisst ihr, wir bekommen von niemandem Geld, wir machen auch keine Werbung und das ist auch schon nach Absicht und soll auch so bleiben, wir bekommen nur von euch Geld und da freuen wir uns natürlich sehr, wenn unsere Arbeit da auch ein bisschen finanziell wertgeschätzt und unterstützt wird, weil es ja doch ab und zu auch mal die eine oder andere Kostenstelle im Universum gibt.

Ruth Und seit dem letzten Mal haben uns auch wieder einige Leute finanziell unterstützt und zwar über PayPal waren das Andreas, ganz herzlichen Dank, Daniela, Olaf und Andreas, andere Andreas. Und danke auch für eure netten Nachrichten, die wir natürlich immer alle lesen. Und auf Steady und Patreon haben wir auch zwei neue Abonnenten dazubekommen, nämlich Jens, ganz herzlichen Dank, und Kai.

Florian Vielen, vielen Dank dafür. Und ich mache gleich weiter, denn, das habe ich auch schon länger nicht mehr erwähnt, es. Ja, unter anderem für diejenigen, die uns eine ausreichend hohe Summe, ich sage es einfach mal so, ausreichend hohe Summe zukommen lassen als Unterstützung, immer die Dankeskarten vom Universum.

Florian Wir haben sehr, sehr lange die wunderschönen Grüße vom Universum-Karten verschickt, die absichtlich hässlich designt waren, so wie die typischen Ansichtskarten aus den 80er Jahren, die man so an den klassischen Urlaubsorten kaufen kann. Ich habe mich nicht bemühen müssen, ich kann ja nicht gut designen, das wird alles hässlich, was ich mache.

Florian Aber diese Karten, da haben wir sehr viele davon gehabt, die sind mittlerweile alle weg. Deswegen habe ich neue Karten gedruckt, die nicht mehr ganz so hässlich sind. Vor allem, weil da Ruth, ich und Evi sehr groß drauf sind. Das heißt, es kann dann gar nicht hässlich sein. Das heißt, es gibt neue Das-Universum-Karten, die ich dann auch verschicken werde an diejenigen, die uns entsprechend unterstützt haben.

Florian Ich habe schon eine Liste mit Leuten, die eben in den letzten Wochen und Monaten das getan haben und die werden das dann auch, ich sage mal, vor Weihnachten bekommen und alle anderen haben natürlich die Möglichkeit, das auch zu kriegen. Wenn ihr gerne so eine Karte haben wollt, dann müsst ihr uns entweder auf irgendeine Art und Weise Geld zukommen lassen mit dem Hinweis, bitte eine Karte oder es reicht auch, wenn irgendwo eure Adresse ersichtlich ist.

Florian Also dann alle Leute, ich mache das auch ungefragt, alle Leute, die uns irgendwo was gespendet haben in entsprechender Höhe und die Adresse angegeben ist, die kommen in meiner Liste und dann kommen irgendwann die Karten.

Ruth Möchtest du einen Ballpark angeben, was die entsprechende Höhe ist? Also mehr als eine Briefmarke?

Florian Ja, mehr als eine Briefmarke und vielleicht noch ein bisschen mehr als eine Briefmarke, weil die Karten haben wir auch gedruckt. Es ist immer schwierig, jetzt eine Summe zu sagen. Entweder ich entscheide das und sage, das ist ausreichend viel oder ihr entscheidet das und gebt uns das, von dem ihr denkt, es ist ausreichend viel für eine Ansichtskarte und schreibt dazu bitte eine Ansichtskarte, dann weiß ich auch Bescheid.

Florian Was für euch ausreichend ist an Unterstützung, gebt uns das und schreibt dazu bitte Karte. Ansonsten entscheide ich, je nachdem, wenn ich meine Listen zusammenstelle, wo du. Die Grenze liegt und tragt es entsprechend ein.

Ruth Wieder eine Grenze des Universums.

Florian Genau. Und dann möchte ich noch kurz sagen, Sommerrätsel, die Leute, die was gewonnen haben, ihr kriegt das bald zugeschickt, was ihr haben wollt. Das muss ich noch fertig machen. Aber eine Person hat sich noch nicht gemeldet von den fünf, die was gewonnen haben. Deswegen habe ich gedacht, ich sage noch mal Bescheid.

Florian Und zwar ist es Jürgen. Jürgen hat noch nicht. Jürgen aus Mannheim. Jürgen Ernst aus Mannheim. Es kommt da noch ein Name hintendran, aber ich möchte nicht den ganzen Namen sagen.

Ruth Ah, ich habe mir schon gedacht, jetzt sagst du den Nachnamen, aber das war der zweite Vorname.

Florian Offensichtlich, da stehen drei Namen und ich habe die ersten zwei vorgelesen. Ich gehe davon aus, dass das die Vornamen sind, aber so viele wird es nicht geben aus Mannheim. Und bitte, bitte, sag uns noch Bescheid, welchen Preis du haben willst, dann können wir das auch noch erledigen. Haben wir noch Sachen, die wir erledigen müssen, bevor die Folge erledigt ist?

Ruth Hui, mir fällt jetzt nichts mehr ein.

Florian Okay, na dann haben wir das erledigt und melden uns ab bis zum nächsten Mal. Das ist dann schon der November. Ich glaube, das nächste Mal hören wir uns im November wieder.

Ruth Ah ja, das geht dann immer so schnell.

Florian Da muss man an Weihnachten denken und solche Sachen.

Ruth Dann ist auch schon die Sommerzeit vorbei. Dann wird es wieder so früh dunkel.

Florian Ja, muss man dann Weihnachtseinkäufe machen und alles Zeugs. Und sich dann mit Silvester beschäftigen. Dann ist das neue Jahr. Dann muss man wieder andere Jahreszahlen schreiben. Ach Gott, jetzt ist das schrecklich.

Ruth Wenn man altert, dann ist man tot.

Florian Ja, und die Folge ist jetzt aus. Ach Gott, Erster. Gut, die Folge ist aus.

Ruth Denk an die Lichter. Denk an die Kerzen. denkt an den Glühwein, denkt an all die guten Dinge. Wir kommen wieder in zwei Wochen.

Florian Bis dahin.

Ruth Keine Frage. Macht's das gut.

Florian Tschüss.

Ruth Ciao.

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