Deutsch lernen durch Hören· Staffel 7· Folge 14

#284 - LEA [Deutsch lernen durch Hören] - zum Lesen & Hören @DldH

Mittwoch, 14. Januar 2026 · 17 min

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Herzlich Willkommen zu Deutsch lernen durch hören. Schrebergarten Lea hat Schulferien, ihre Eltern müssen beide noch 2 Wochen arbeiten, erst dann können sie gemeinsam Urlaub machen. Deshalb darf Lea in dieser Zeit ihre Oma besuchen. Oma wohnt in der Stadt, sie hat einen kleinen Balkon, hier kann man sitzen und auf die Straße schauen, einen Garten hat das Haus leider nicht, aber Oma hat immer frisches Gemüse und Obst im Haus, das hat sie selber angebaut und geerntet, Oma hat nämlich einen Schrebergarten.

Ein Schrebergarten ist ein kleines Stückchen Land, das man von der Gemeinde mieten kann. Man sagt auch Kleingarten dazu. Lea möchte wissen, woher der Name kommt, vor 150 Jahren hat ein Herr Schreber herausgefunden, dass es den Menschen besser geht, wenn sie in der Natur sind, er hat einen Verein gegründet, die Mitglieder haben sich kleine Grundstücke gemietet. Hier konnten sie sich entspannen. Sie haben auch Obst und Gemüse angebaut. Heute geht Lea mit Oma in den Kleingartenverein, Hier gibt es viele kleine Grundstücke, alle sind durch einen Holzzaun getrennt, auf jedem Grundstück steht ein winzig kleines Haus, Oma können wir hier übernachten.

Nein, das darf man nicht. Die Häuschen sind nur für die Gartenmöbel und die Geräte, wir stellen sie hier drin ab, damit sie nicht nass werden, wir stellen Sie hier drin, damit sie nicht nass werden, Oma schließt das kleine Haus auf. Sie holt. 2 Stühle und einen Tisch heraus. So, jetzt trinken wir erst einmal etwas.

Und dann darfst du mir helfen. Es gibt eine Menge Unkraut, das müssen wir entfernen, sonst hat unser Salat keinen Platz zum Wachsen und danach pflücken wir Himbeeren, damit mache ich uns zu Hause einen leckeren Kuchen. Lea hilft ihrer Oma, es ist ein schöner Tag und es wird noch besser, als Oma schließlich den Himbeerkuchen fertig hat. Den Essen Sie auf dem Balkon und schauen dabei auf die Straße. Fortsetzung folgt.

Minimalistisch Leben Lea ist für 2 Wochen bei ihrer Oma zu Besuch, Oma wohnt in der Stadt, sie hat eine kleine Wohnung in einem alten Haus, hier fühlt sich Lea sehr wohl. Es ist alles anders als bei ihr zu Hause. Oma hat nur wenige Möbel, es sind alles alte Stücke, die hat ihr Vater noch selber gebaut, damals haben wir fast alles selber gemacht, nur den Ofen in der Küche haben sie vor 100 Jahren kaufen müssen, Öfen sollte man lieber nicht selber bauen, das ist zu gefährlich. Der Ofen ist das Herz der Wohnung. Er hält die Wohnung warm, auf ihm macht die Oma fast alles, sie kocht zum Beispiel das Essen und auf dem Ofen stehen immer 2 große Kessel mit Wasser, somit hat sie warmes Wasser zum Kochen und abwaschen, sie wäscht das

Geschirr in einer Schüssel auf dem Küchentisch, eine Spüle hat Oma nicht. Mit dem Spülwasser reinigt sie dann noch die Toilette. Auch zum Waschen benutzt sie das warme Wasser aus dem Kessel. In dem Ofen kann die Oma übrigens auch backen. Neulich gab es zum Beispiel einen leckeren Himbeerkuchen für Lea ist das ein großes Abenteuer, ihre Eltern nennen es minimalistisch leben, sie sind heimlich sehr stolz auf die Oma. Minimalistisch leben bedeutet, dass man mit sehr wenig zufrieden sein kann.

Mehr brauche ich nicht, sagt Oma. Es ist das einfache Leben und das reicht mir. Im Wohnzimmer ist es immer ein bisschen kühl, hier gibt es keinen Ofen, das Wohnzimmer wird nur benutzt, wenn Besuch kommt, Oma sitzt meistens in der Küche. Ihr steht ein gemütliches Sofa. Lea sitzt gerne auf dem Sofa und schaut Oma zu, wenn sie kocht.

Meistens gibt es einen Topf, auch das ist minimalistisch, Suppe ist warm und macht satt und man muss nicht so viel Geschirr abwaschen. Minimalismus ist heutzutage wieder im Trend. Viele Menschen denken, dass zu viel Luxus abhängig macht. Das einfache Leben wird wieder modern und wer weiß, wahrscheinlich brauchen wir die alten Leute, um uns jungen Menschen zu zeigen, wie das geht. Fortsetzung folgt.

Loch im Socken, Oma holt Lea von der Schule ab. Lea, Warum gehst du so komisch? Hast du dir wehgetan? Lea schüttelt den Kopf, nein, aber mein großer Zeh fühlt sich heute so seltsam an, ich kann nicht richtig laufen, zieh mal den Schuh aus, ich schaue mir das einmal an, Lea zeigt Oma den Fuß Ach Lea, Du hast ein Loch im Socken.

Das hat sich der große Zeh gebohrt. Das fühlt sich immer merkwürdig an. Lea muss lachen, dann müssen wir neue Strümpfe kaufen, jetzt schüttelt Oma den Kopf, nein, wir brauchen keine neuen Strümpfe, es ist doch nur ein Loch, das reparieren wir zu Hause. Nach dem Mittagessen holt Oma ihr Nähkästchen. Das ist ein Körbchen mit vielen kleinen Schubladen und Fächern. Hier hat sie alles gesammelt, was Sie zum Nähen braucht, es gibt Garn in jeder Farbe, verschiedene Nadeln und ein seltsames Ei aus Holz.

Oma, wozu brauchst du das Ei, hast du das zu Ostern versteckt und dann vergessen? Oma lacht, das ist ein Stopfei. Gib mir mal den kaputten Strumpf. Oma steckt das Ei in den Strumpf genau unter das Loch. Jetzt gib mir mal bitte die dicke Nadel und das rote Garn, Oma fädelt das Garn in die Öffnung in der Nadel, schnell stopft Oma das Loch im Socken, man erkennt es kaum noch, der Strumpf ist wieder fast wie neu. Siehst du, Lea?

Man muss nicht alles immer neu kaufen, wenn etwas kaputt ist, soll man zuerst versuchen, ob man es reparieren kann. Wir haben früher unsere Socken selber gestrickt, das war viel Arbeit, deshalb haben wir die Löcher immer gestopft, es gab erst dann neue Socken, wenn mehr Stopfgarn im Strumpf war. Lea ist stolz auf ihre Oma. Und Oma freut sich, dass sie helfen kann. Zum Helfen ist man nie zu alt und jetzt schneiden wir noch deine Fußnägel, dann gibt es nicht so schnell wieder Löcher im Socken.

Fortsetzung folgt. Lea legt ihre Eltern rein, Lea ist 12 Jahre alt. Ihre Eltern möchten, dass sie ein Instrument lernt. Sie schenken Ihr eine Flöte. Lea ist nicht sehr begeistert davon, sie möchte lieber Gitarre spielen, aber ihre Eltern sagen, du musst erst einmal klein anfangen, das Flötenspielen kannst du in der Schule lernen, es kostet dort nichts, wenn du fleißig übst, darfst du später auch Gitarre lernen. Lea übt nicht gerne mit ihrer Flöte, sie liest viel lieber ein Buch, aber ihre Eltern sind streng. Wir haben eine Abmachung, Lea, du musst viel mehr üben. Lea ist in ihrem Zimmer, sie spielt auf ihrer Flöte einige Lieder, die sie üben soll, manchmal trifft sie den Ton nicht ganz, aber das ist nicht

schlimm, sie muss ja noch viel üben. Neben Lea auf dem Tisch liegt ihr Handy. Sie nimmt damit alles auf, dann verbindet sie ihr Handy mit dem Lautsprecher perfekt, Lea nimmt ihr Lieblingsbuch und macht es sich auf ihrem Bett gemütlich, nebenbei spielt sie die Audiodatei ab, die sie gerade aufgenommen hat, so denken die Eltern, dass Lea fleißig Flöte übt.

Plötzlich öffnet sich die Tür, Leas Oma schaut ins Zimmer, sie will Lea ein Glas Cola bringen. Aha, ich habe dich erwischt, das ist aber nicht sehr nett. Lea erschreckt sich, Ach Oma, bitte verrate mich nicht, die Flöte ist so langweilig, ich mag sie nicht, Oma lacht. Du musst das aber etwas geschickter machen. Lea, Du machst immer die gleichen Fehler, das fällt auf, aber das Dümmste ist, vorhin hat jemand an der Tür geklingelt, das hast du aus Versehen mit aufgenommen, es wird jetzt ständig wieder abgespielt, wenn man seine Oma hereinlegen will, muss man etwas schlauer sein.

Ich wundere mich, dass deine Mutter noch nichts gemerkt hat, jetzt lacht Lea auch. Oma wird sie nicht verraten, aber die nächste Tonaufnahme wird natürlich perfekt werden. Und grundsätzlich übt sie ja auf diese Weise tatsächlich nur nicht so lange, wie die Eltern glauben. Fortsetzung folgt. Das erinnert mich an früher.

Leas Oma ist zu Besuch, sie wird ein paar Wochen bleiben. Leas Eltern feiern bald ihren 15 Hochzeitstag. Oma möchte bei den Vorbereitungen helfen, LEA liebt ihre Oma sehr, sie hat schon viel erlebt und kann einiges erzählen. Das Beste an Oma ist, sie verrät Lea nie Lea ärgert manchmal ihre Eltern zum Spaß, aber Oma lacht immer darüber. Sie ist nie böse und sie schimpft auch nicht. Oma und Lea gehen heute im Dorf spazieren, es ist ein schöner Tag im Herbst.

Lea sammelt Kastanien, die auf der Straße liegen, sie möchte später daraus etwas basteln, eine davon schenkt sie ihrer Oma, du musst sie in die Manteltasche stecken, dann bleibst du immer gesund, Oma lächelt. Ja, das stimmt. Kastanien haben heilende Kräfte, das erinnert mich an früher. Ich habe deinem Opa damals eine Kastanie geschenkt, als er in den Krieg musste, sie hat ihn beschützt, er ist gesund und unverletzt wieder nach Hause gekommen. Lea glaubt eigentlich nicht an solche Märchen, aber die Oma lügt nie.

Jetzt holt Oma aus ihrer Handtasche einen kleinen gehäkelten Beutel. Schau mal, Lea Lea öffnet vorsichtig den Beutel und holt etwas heraus. Es ist eine kleine, harte braune Kugel, das ist die Kastanie von damals, Opa hat sie mir wieder zurückgeschenkt, bevor er starb, sie ist jetzt mein Glücksbringer, ich habe sie immer bei mir. Lea schaut sich die Kastanie lange an, dann legt sie sie wieder in den Beutel zurück.

Oma, zeigst du mir, wie man häkelt? Ich möchte für Mama und Papa auch solche Glücksbringer machen. Oma freut sich natürlich, das ist ganz einfach, dann hast du auch schon ein perfektes Geschenk für den. Hochzeit Fortsetzung folgt. Hochzeitstag Leas Eltern feiern heute ihren Hochzeitstag. Das ist der Tag, an dem die beiden vor einigen Jahren geheiratet haben. Ein Hochzeitstag ist immer etwas Besonderes, die meisten Menschen feiern ihn, manche Jahrestage haben besondere Namen. Sie werden dann etwas größer gefeiert, zum Beispiel nach 25 Jahren die Silberhochzeit oder nach 50 Jahren die goldene Hochzeit.

Leas Eltern sind heute genau 15 Jahre lang verheiratet, das nennt man Kristallhochzeit oder auch glashochzeit wer denkt sich denn solche Namen aus? Lea fragt ihre Oma, die extra für die Feier zu Besuch gekommen ist. Das ist eine lange Tradition. Früher wurden nur silberne oder goldene Hochzeitstage gefeiert, die Menschen wurden damals nicht so alt wie heute, aber sie blieben meist ihr Leben lang zusammen. Heute dauern viele Ehen nicht mal 25 Jahre, deshalb feiert man jedes Jahr.

Man weiß ja nie, wie lange die Ehe noch hält. Lea erschrickt ein bisschen gut, dass ich die Glücksbringer gebastelt habe. Mama und Papa sollen noch ganz lange verheiratet sein, Oma nickt, sie hat Lea dabei geholfen, für die Eltern Kastanien im gehäkelten Beutel zu basteln, die sollen ihnen Glück bringen, warum dekorierst du alles mit Glas? Lea wundert sich heute ist Glashochzeit hier erinnert man sich daran, dass alles zerbrechlich ist wie Glas und dass man auf sein Glück aufpassen muss. Es gibt ein Sprichwort, Glück und Glas, wie leicht bricht das, Oma schmückt den Garten mit besonders hübschen Flaschen. In manche Flaschen hat sie Kerzen gesteckt. Die werden am Abend angezündet.

Lea findet das schön, sie nimmt sich vor, in Zukunft noch etwas freundlicher zu ihren Eltern zu sein, dann haben sie nicht so viel Stress, aber ganz ohne Streiche ist das Leben ja auch langweilig, deshalb stellt sie zwischen die Dekoration heimlich ein paar Plastikflaschen. Die gehen wenigstens nicht so schnell kaputt. Vielen Dank, dass du heute wieder mit dabei warst. Mehr gibt es auf www.einfachdeutschlernen.com.

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