
Die Hupe | Auto- und Motorrad-Nerdcast
Folge 74: Chinas Autoindustrie, E-Zugfahrzeugsuche, USA-Umzug
Montag, 1. Juni 2026 · 1 h 11
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Shownotes
E-Zugfahrzeug gesucht, heiße Umzugsphase und ein Blick auf die Autoindustrie im Reich der Mitte
Bewegt: Günther muss gehen, aber was kommt?
Der alte Mercedes S202 in Clemens' Haushalt muss auf absehbare Zeit abgelöst werden. Eine kurze Berechnung ergab: Selbst mit dem mittlerweile gegen Null tendierenden Wertverlust des alten Benz ist es bei einer Kilometerleistung von rund 15.000 km im Jahr sehr viel billiger, Elektroauto zu fahren als Benziner. Zum Kauf kommen nur Gebrauchte in Frage, aber viele frühe Elektroautos hatten keine Anhängerkupplung, was aber für einen S202-Ersatz alternativlos wäre. Wir diskutieren einige Kandidaten, die bei der Suche auftauchten und interessieren uns für eure Eingaben dazu: Was gibt es im Bereich ~15 KEUR mit etwas Platz und einer Anhängerkupplung für mindestens 500 kg Zuglast?
Wegbewegung: Sebastians letzte Folge aus Deutschland
Diese Folge ist unsere letzte nationale deutsche Folge. Sebastian kommt nun in die heiße Phase seines Umzugs in die USA. Die Räume werden leer, die Frage "brauche ich das eigentlich" wird mit jedem Tag für jeden betrachteten Gegenstand einfacher: Das Meiste braucht man nicht. Auch die Motorräder sind schon weg oder kommen weg. Wer eine geleckte Triumph Street Triple 675 R haben will: melde dich! Oder eine luftgekühlte Ducati Monster 1100 mit ABS? Oder einen selten handlichen Fulldresser-Koffer-Racer mit der Honda Deauville "RR" gefällig? Viel ist schon geschafft, aber jeder Umzug wird in der heißen Phase hektisch. Wir werden folglich im Juli pausieren. Ab August dann wird die Hupe zum transatlantisch-internationalen Podcast. Die alte Lotus Elise kann wahrscheinlich mit umziehen. Viele von euch haben sich auf den Aufruf mit guten Tipps gemeldet, dafür von uns noch einmal vielen Dank!
Hauptthema: Chinas Autoindustrie
In den Achtzigerjahren trieb sich Deutschland noch selbst mit dem Spruch "China überholt uns noch!" an. Damals ging es im Reich der Mitte los mit dem wirtschaftlichen Aufstieg und Deutschlands damalige Leistungsgesellschaft nahm die Konkurrenz als Ansporn für eigene Verbesserungen. Mittlerweile sind wir in den meisten Bereichen überholt. Selbst bei unserem Stolz, den deutschen Autos, muss sich das chinesische Angebot nicht verstecken, sondern ist in einigen Bereichen sogar weiter entwickelt, zum Beispiel bei der Batteriezellentechnik. Die Entwicklungszyklen sind in China kürzer als bei uns, der chinesische Staat steht fest hinter seinen Autoherstellern und wo Europa sich mit umständlicher Nabelschau aufhält, finden die Fernostfirmen schnelle, pragmatische Lösungen. Das ist schon beeindruckend.
Auf der diesjährigen Messe "Auto China" zeigte die mit Abstand größte Autoindustrie der Welt stolz ihre aktuelle Stärke: Extreme Ladeleistungen, luxuriöse Kabinen und viel Digitaltechnik bestimmten die Exponate. Zusätzlich zeigten Chinas Autobauern den internationalen Gästen ausgesuchte Teile ihrer hochautomatisierten Fertigung. Die "Dark Factories" machten die Runde im deutschen Fernsehen. Wir sprechen über diesen faszinierenden Markt, was der aktuelle Stand für Europa bedeutet und ob die seit bald 10 Jahren immer wieder beschworene Schwemme günstiger Autos aus China nun endlich zu uns kommt.
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Bilder: Zeekr/Geely, Clemens Gleich, Sebastian Bauer