Die Neuen Zwanziger

Merz' Stadtbild, Ahrens/Bender AfD-Pessimismus, Hüther/Rürup Industriepolitik, Reichtum

Donnerstag, 30. Oktober 2025 · 4 h 41

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Shownotes

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Es war Oktober

Wolfgang und Stefan analysieren Friedrich Merz' Äußerungen zum "Stadtbild" und die daraus resultierende Rassismusdebatte. Außerdem erörtern sie die psychologischen und medialen Gründe für den Erfolg der AfD und befassen sich mit der prekären Lage der deutschen Wirtschaft sowie der Notwendigkeit einer neuen Industriepolitik.

Werbung: Märkte, Mächte, Emissionen mit Adam Tooze

In diesem Werbeblock empfehlen Stefan und Wolfgang den Podcast "Märkte, Mächte, Emissionen (boell.de/de/media/podcast-episode-podigee/chin…)" der Heinrich-Böll-Stiftung, den sie als Fans des Wirtschaftshistorikers Adam Tooze selbst hören. Sie heben eine aktuelle Folge hervor, die sich mit Chinas Klimazielen und dem Solarboom in Pakistan beschäftigt.

Stadtbild Frankfurt

Wolfgang berichtet von seinen Beobachtungen in Frankfurt und widerspricht der These von Richard David Precht, dass die Gesellschaft von lauten, nach Aufmerksamkeit suchenden Individuen geprägt sei. Stattdessen beobachtet er den Modetrend des "Normcore", der auf Unauffälligkeit und Zurückhaltung setzt. Anschließend analysieren Wolfgang und Stefan die Äußerungen von Friedrich Merz zum "Stadtbild", die als rassistisch kritisiert wurden. Stefan beschreibt die schrittweise Eskalation der Debatte, von Merz' ursprünglicher Aussage über seinen Verweis auf die Sicherheit von Töchtern bis hin zu einer Demonstration von Frauen vor der CDU-Zentrale. Wolfgang ergänzt die Diskussion durch die Wiedergabe von Audio-Clips aus dem Internet, in denen Personen mit Migrationshintergrund Merz' Position unterstützen und eine härtere staatliche Gangart befürworten. Sie diskutieren, ob diese Haltung primär von Rassismus oder von einem zugrunde liegenden Sozialdarwinismus geprägt ist.

Erik Ahrens und Justus Bender erklären die AfD

Wolfgang und Stefan arbeiten anhand von Ausschnitten aus zwei verschiedenen Podcasts die Thesen von Erik Ahrens (ehemaliger AfD-Stratege) und Justus Bender (FAZ-Journalist) zum Erfolg der AfD heraus. Beide stellen fest, dass die Wähler der Partei von einem tiefen Pessimismus, Zukunftsangst und dem Gefühl der Orientierungslosigkeit geprägt sind, was Ahrens als "politisierte Depression" bezeichnet. Bender führt aus, dass diese Wähler einen starken Ordnungsdrang und eine hohe Empfänglichkeit für Ängste (Neurotizismus) aufweisen. Ahrens nutzt die Analogie des "Meeresgrunds", auf dem die AfD all jene auffängt, die aus der Gesellschaft herausfallen. Bender erklärt, dass die AfD in den sozialen Medien nicht durch strategische Brillanz, sondern durch Authentizität erfolgreich sei, da ihre Vertreter ihre Emotionen ungefiltert kommunizieren. Ahrens schlägt als Gegenstrategie vor, die AfD und ihre Anhänger nach deren eigenen sozialdarwinistischen Maßstäben als "Asoziale" und "gescheitert" zu konfrontieren.

Salon-Hinweise

Wolfgang und Stefan weisen auf den nächsten Salon hin. Dort werden sie das Buch "Zerstörungslust: Elemente des demokratischen Faschismus" von Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey diskutieren. Wolfgang kündigt an, sich in diesem Rahmen auch mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und der Debatte um eine mögliche Neuauszählung der Bundestagswahlstimmen zu beschäftigen.

Bert Rürup und Michael Hüther fragen nach Industriepolitik

Anhand von Ausschnitten aus dem Podcast "Handelsblatt Economic Challenges" diskutieren Wolfgang und Stefan die Analyse der Ökonomen Bert Rürup und Michael Hüther zur deutschen Wirtschaftslage. Diese konstatieren, dass sich Deutschland seit 2023 im dritten Rezessionsjahr in Folge befindet, was es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht gegeben habe. Gleichzeitig verzeichnen die DAX-Konzerne Rekordgewinne, was auf ihre Emanzipation vom nationalen Standort zurückzuführen sei, da sie ihre Gewinne überwiegend im Ausland erwirtschaften. Die Ökonomen diagnostizieren eine fortschreitende Deindustrialisierung in Deutschland, insbesondere in energieintensiven Branchen, da die großen Konzerne ihre Produktionsstätten verlagern und die heimischen Zulieferer zurückbleiben. Kritisiert wird auch das von Wirtschaftsministerin Kerstin Griese (CDU) beratene Gutachten zur "Wachstumsagenda", das die Realität der deutschen Wirtschaft ignoriere und auf eine veraltete Ordnungspolitik setze. Abschließend wird die geringe volkswirtschaftliche Rendite von Rüstungsausgaben im Vergleich zu Investitionen in Infrastruktur, Betreuung oder Bildung thematisiert.

Reichtum

Wolfgang und Stefan thematisieren Reichtum und die damit einhergehende Entkopplung von der Lebensrealität der meisten Menschen. Sie spielen Clips aus dem US-amerikanischen "All-In-Podcast" ein, in dem Milliardäre über ihre Erfahrungen in der First Class von Emirates sprechen und sich darüber beklagen, dass der Staat sich immer nur um die Probleme der Konsumenten, nicht aber um die der großen Fondsmanager kümmere. Dem gegenübergestellt werden Ausschnitte mit Bernie Sanders, der die Machtansprüche von Tech-Milliardären kritisiert, und Jabari Brisport, der die wachsende Kluft zwischen Lebenshaltungskosten und dem Vertrauen in die Demokratie in New York beschreibt. Richard David Precht schlägt bei Markus Lanz eine Mikrosteuer auf Finanztransaktionen als Umverteilungsinstrument vor. Abschließend plädiert Scott Galloway für eine radikale Umverteilung durch hohe Steuern auf Konzerne und Spitzenverdiener, um gesamtgesellschaftliche Aufgaben zu finanzieren.

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Hallo Wolfgang. Hallo Stefan. Du warst in Frankfurt. Du hast hier Filme gesehen beim hessischen Filmbeiß. Du bist um eine Sache nicht darum gekommen. Das Stadtbild. Wie hat es dir gefallen? Nun, ich konnte sehen, dass das Stadtbild Richard David Precht widerlegt. Das ist sehr interessant. Denn typischerweise haben wir es mit Wortspändern im Großen und Ganzen zu tun, bei denen ohne Frage recht eindeutig ist, was sie sagen.

Zum Beispiel Ich heiße Friedrich Merz und ich bin ein Rassist. So, das wird dann irgendwie verklausuliert, aber wie auch immer. Jetzt hast du gesagt, Richard David Brecht wurde widerlegt. Wir haben über Richard David Brechts Buch gesprochen, Angststillstand, mit der großen Fragestellung. Was ist denn gerade die Aussage?

Klappern wir alle wild durcheinander und vermüllen die Innenstadt, die du also gesehen hast, mit allerlei und jeder lebt sich aus? Oder hast du ganz Frankfurt im Angststillstand gesehen, alle waren leise, niemand hat irgendetwas gesagt? Erstmals Werbung in diesem Podcast. werden heute unterstützt von Märkte, Mächte, Emissionen zur Lage der Welt mit Adam Tooth.

So heißt ein Podcast der Heinrich Böll-Stiftung. Wir sind ja große Adam Tooth-Fans und freuen uns deshalb sehr, dass wir Werbung für diesen Podcast machen können. Es gibt schon viele Folgen. Die aktuelle Folge handelt zum einen von den Klimazielen der Chinesen. Was hat China in den nächsten Jahren vor, welche Ziele sollen erreicht werden?

stellt Adam Two's vor und diskutiert es mit den Hosts. Und im zweiten Teil geht es dann um den Solarboom. Da wird besonders der Fokus auf Pakistan gelegt. Dort ist nämlich zu beobachten, wie in Windeseile immer mehr Photovoltaik installiert wird und auch die Preise sinken. Und das ist aber auch eine Folge, die uns sehr viel Auskunft gibt darüber, wie wir eigentlich uns im Westen dazu verhalten sollten und was auch schon im Westen passiert.

Adam Tuus spricht ja sehr gut Deutsch, das ist immer gut und er hat diesen internationalen Einschlag der Professor aus Amerika. In der Hinsicht hören wir diesen Podcast ja sowieso. und in diesem Falle, Adam Tuus ist unser Bekannt wegen den großen Zahlen. Ja. Diesmal beginnt er, also diese zwanzigste Ausgabe, mit einem Verweis auf Ski und wie er sehr kleine Zahlen nennt.

Mit der Pointe, vielleicht werden hier Erwartungen geschürt und dann bewusst unterlaufen zu werden, um dann irgendwann das große Festival der erreichten Ziele zu machen. Da sieht man schon, China tickt anders. Ich finde es sehr gut, dass uns das jemand erklärt, dass Adam Toos das macht und in unserer Muttersprache sehr gut.

Adam Toos, die großen Zahlen sowieso empfehlenswert. Schaut mal bei unserem Salonarchiv. Ihr findet, glaube ich, zehn oder zwölf Einträge. Ja. Also, wir haben Bücher und Texte von ihm besprochen. Wir hoffen natürlich, dass ihr ihn alle kennt. und für den Fall, dass ihr ihn nicht kennt, hier die erste Werbung.

Wir sagen euch diesen Podcast. Also, Märkte, Mächte, Emissionen, Solage der Welt mit Adam Toos von der Heinrich-Böll-Stiftung. Wir sind schon jetzt große Fans. Weder noch. Also in Frankfurt passiert ja viel und gerade war ja auch dann die Buchmesse, als auch der hessische Filmpreis verliehen wurde. Insofern habe ich die Stadt sehr bunt erlebt in jeder Hinsicht.

Was aber ja eine These in Richard David Prechts Buch ist, ist, dass sich jetzt die Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten so gewandelt hat, dass nun niemand mehr das ... Zurückgezogene Fallchen sein will, das nicht auffällt, sondern alle wollen, wie Rosen blühen. Alle wollen besonders sein und weil jeder glaubt, besonders sein zu müssen, wird der Diskurs immer schwieriger und es wird immer lauter.

Das war ja eine große These und er hat sich ja sehr dann auch angelehnt an... Reckwitz an die Gesellschaft der Singularitäten, dann ging ich mit einem Bekannten durch Frankfurt am nächsten Tag, nachdem der Preis verliehen wurde, weil ich noch ins Kino wollte und war erstaunt darüber, dass da für einem Geschäft eine ganz lange Schlange stand und auch noch ein Schild dort war, dass also die Straße, die dazwischen war, frei gehalten wird, damit der Autoverkehr noch weitergehen kann.

und dann ging die Schlange weiter. Was war das für ein Geschäft? Uniqlo. Das ist jetzt neu eröffnet in Frankfurt. Das gibt es schon seit vielen Jahren. Ich glaube Anfang der zweitausende hat auch mal Jill Sander so eine Linie für die, die sein. Denn in gewisser Weise ist das so ein bisschen Streetwear aller Jill Sander, nämlich zurückgenommen, nicht auffallen.

Man schaut ins Schaufenster und denkt, es ist so eine Mischung aus Zara, C und A, aber eher ganz gedeckte Farben. Keine Auffälligkeiten. Es geht nicht darum, eine Rose zu sein. Und wenn man dann ins Stadtbild blickt, dann ist das tatsächlich das, was prägend ist. Da laufen nicht die schrillen Figuren herum.

Die findet man dann vielleicht am Abend, wenn man auf eine Party im Literaturhaus ist. oder auf dem hessischen Filmpreis. Aber man findet sie nicht auf der Straße. Und wir haben es ja auch schon gesagt, das ist keine wirklich gute Beobachtung von Richard David Precht. Es ist nicht so, dass alle Leute verrückzend auffallen, schrill sind, sondern dass wir eigentlich das sehen, was man ja Normcore getauft hat.

Also, dass man eigentlich in der Norm bleiben will. Normcore höre ich gerade zum ersten Mal. Das ist ja perfekt. Ist das schon gängige ... Ja, das ist seit einigen Jahren immer mal wieder so ein gewisser Modestil. Und das kann man dann bei Uniqlo auch sehr gut sehen bei diesem japanischen Hersteller.

Das ist also da, um offenbar sehr praktische, funktionale Mode geht, die einen gewissen Schick hat. Das ist jetzt nicht meine Mode, wirst du dir denken können. Da zeigt sich ganz deutlich, dass es nicht eine Mode, mit der man jetzt verrückt irgendwo auffallen kann, sondern es ist eine sehr dezente Mode.

Und das ist ja nur ein Punkt, den wir dann an dem Buch kritisiert haben. Precht war ja ein unglaublich vielen Talkshows zu Gast. Er hat ja auch dann mit Mangold diskutiert, hat dann auch tatsächlich diese These nochmal wiederholt, dass eigentlich ein Shitstorm einem Pokrom gleich kommt, auch etwas, was wir kritisiert haben.

Wir fanden ja nicht das Buch grundsätzlich nur schlecht oder so, aber es sind doch... einige Punkte, bei denen man sagt, das ist nicht gut beobachtet bzw. sehr ungenau oder ist es auch nicht konsistent, wenn man zum einen sagt, die Rechts-Links-Unterscheidung ist eigentlich nicht mehr das, was man braucht, um die Welt zu sortieren und dann geht er aber doch immer dazu über zu sagen, ja die Linken, die Linken, die Linken, also macht er diese Unterscheidung auch.

Wer das jetzt noch nachhören will im Salon, ist das möglich, da diskutieren wir zwei Stunden darüber, aber es war erstaunlich, wie medial präsent das Buch war, oder? Also, Precht ist ja jemand, der die Sache so ein bisschen besser durchschaut als andere. Das ist also klar, dass er dann drei Stunden lang bei Matze im Podcast sitzt und zwei Stunden bei, wo war er noch, Ben oder so, keine Ahnung, also sehr überall.

Da hab ich ihn auch gesehen, es war noch so was, bei Tilo, genau, da war er noch so lang, also nicht Ben, sondern Tilo. Und dann hast du ja gemeint, er war auch bei der Buchmesse mit Mangold, hast du ja eben schon angesprochen. Ich hab mir das dann auch mal kurz angeschaut. Mangold hat ja auch die Rezension in der Zeit geschrieben.

Und da sieht man natürlich, okay, wenn Jejoma Mangold, der sowieso schon Anhänger, allein dieser Idee ist, dass wir hier alle nicht mehr sagen dürfen, was wir wollen und so. Gleichzeitig aber ein großes Föhrtauf führt, ist ja auch absurd mit sechshunderttausend Abonnenten und so. Und in diesem Gespräch behauptet Brecht dann, er hätte bislang gute Aufmerksamkeit für das Buch bekommen.

Und kaum Kritik. Und jetzt hat Wolfgang gerade empfohlen, er hört euch doch nochmal den Salon, falls ihr nicht kennt. Ich möchte Richard David Brecht aufrufen, vielleicht dann auch nochmal Salon zu hören. Wir schicken die Datei auch gerne zu. Gut. Bleiben wir aber beim Stadtbild. Das Stadtbild. Nein, warte, wir lassen uns erst mal kurz feiern.

John Philipp hat ein Podcast. Er sagt dort Folgendes. Ich hab wirklich genau einen Podcast, den ich höre. Das sind die neunzwanziger von Wolfgang am Schmidt und Stefan Schulz. Ja. Das sind ja auch dann immerhin irgendwie fünf, sechs Stunden plus Bonusfolge, nochmal fünf, sechs Stunden jeden Monat. Mhm.

Damit komm ich durch. Ja. Das reicht mir völlig. Also, ich brauch grad nichts anderes. Sehr gut, vorbildhaft, finde ich. Schöne Größe. Ein ganz braver Podcast-Hörer. Sehr schöne Grüße von uns. Wir möchten den Großgern zurückgeben. Ich möchte sagen, mir reicht ein Podcast nicht, ungefähr dreihundert und so.

Aber High Freaks hör ich auch. Und ich finde, ihr solltet auch High Freaks hören, also warum nicht. Gut, das Stadtbild. Das Stadtbild. Du hast dich ja schon in deinem Kanzenpodcast dazu geäußert. Wir versuchen das mal ganz kurz zusammenzufassen. Friedrich Merz spricht da vom Stadtbild. Er redet erst die ganze Zeit davon, dass jetzt mehr abgeschoben wird und sagt aber, dass sich das im Stadtbild noch nicht bemerkbar mache.

Bedeutet also, sie werden immer noch, wenn sie durch die Stadt gehen, sehr viele... Menschen sehen. Werden sie denn dann sehen? Und dann beginnt ja genau diese Klassifizierung oder Rassifizierung, die dann vorgenommen wird, sobald man sich diese Frage stellt, ja wen sehe ich denn da eigentlich da? Beim hessischen Filmpreis wurde auch ein Film über Hanau ausgezeichnet und dort wurde dann auch gesagt, ja da ist dann jemand, der passt nicht ins Stadtbild und dann geschieht Gewalt daraus.

Also man muss immer auch diesen Zusammenhang natürlich sehen. und vor allem ist es ja dann so, dass März wieder eine Äußerung gemacht hat, um sich zu erklären und zu sagen, ja ich will das gar nicht zurücknehmen. Fragen Sie mal Ihre Töchter. Woraufhin dann ja diese ganzen entsprechenden Reaktionen bei Instagram kamen über generell Gewalt von Männern im öffentlichen Raum gegen Frauen.

und so weiter, was dann nochmal dazu geführte, dass Merziger nochmal geäußert hat. Und dann sagt er ja, er meinte ja, damit Kriminelle und so etwas. Darf ich es präzisieren? Also das ist ja schon eine interessante Strategie, die da gemacht wird. Also er versucht, erst einmal durch ein gewisses Raunen den Raum möglichst weit zu machen und dann sind die interpretatorischen Spielräume groß.

Genau. Ich will es mal so richtig präzisieren, denn es kommt ja wirklich drauf an, was genau gesagt wurde. Also er steht vor Woitke bei diesem Andritsbesuch in Brandenburg, wo man sich denkt, Alter, du bist seit ... Gefühlt zwanzig Jahren Bundeskanzler, zumindest deine Idee und jetzt bist du es halt selber.

Was ist ein anderes Besuch in Brandenburg? Ist das überhaupt berichtenswert so, ne? Taucht jedenfalls in den Medien auf, wollt geh hinter ihm, ich gucke mit meiner fünfzehnjährigen Tochter die Tagesschau und wir machen noch Scherze darüber, wer von wem ist wer, so. Ich kann sich jetzt gut unterscheiden, weil ich über Fernsehpodcast mache oder so.

Aber wer von beiden ist nochmal genau wer? Okay, der eine nickt und der andere sagt. Ja ja, Abschiebungen und wir haben ja auch die Zahlen sechzig Prozent runter, aber dann haben wir ja noch das Problem im Stadtbild. So, es wird also einfach so aus dem Ärmel geschüttelt. Merz weiß selber nicht, wie ihm geschieht und ich möchte jetzt schon mal anmerken, das ist der eigentliche Rassismus, um den wir uns kümmern müssen.

Hier baut niemanden KZ auf, hier baut niemanden Ghetto und hier erschießt niemanden jemand auf der Straße. Das Problem in Deutschland ist dieser latente, unsichtbare Rassismus, der sich immer dann Bahn bricht, wenn, sozusagen, es hart auf hart steht. Wer wird hier versetzt, wer kriegt eine Wohnung, wer kriegt einen Arbeitsvertrag und so weiter und so fort?

Ja, in diesen kleinen Momenten. Und da kann natürlich jeder sagen, nee, ich hab den doch jetzt, ich kenn den seit fünfzig Jahren, der ist kein Rassist. Aber in diesem kleinen Moment, wo es darauf ankommt, war leider ein Rassist, so, ja? So, dann wird März nach, also kommt die nächste Pressegelegenheit, es kommt die Nachfrage, er macht das in den Spruch mit den Töchtern.

Den schüttelt er noch mal so aus den Ärmel, also kann man wieder ignorieren. Dann kommt es zu einer Demo von Frauen in Berlin. Wir haben häufiger betont, wir kennen das von der Abendveranstaltung, also das Frauen sich mal zu Wort melden, da muss schon, man sieht immer so ein bisschen, ich war jetzt auch wieder in Jena.

Männer stehen sofort auf, haben irgendeine Frage, wollen irgendwas anmerken, typischerweise Statement, zehn Minuten, die Moderation, so können sie bitte jetzt zur Frage kommen, wie auch immer, ne? Wenn eine Frau sich meldet, weiß man sofort. Die hat jetzt gerade zwanzig Minuten drüber nachgedacht, was sie gleich sagt, jedes Wort ist vorbereitet, das sitzt jetzt.

Wenn sechstausend Frauen vor die CDU-Zentrale gehen, würde ich sagen, da ist ein Handlungsbedarf. Diesen Handlungsbedarf sah auch die CDU. Merz fliegt ins Ausland, macht wieder irgendein so komischem Besuch, diesmal wahrscheinlich Antritt bei UK oder so, steht vor der Presse und liest, stammeln, zögern.

Man hat ihm richtig eingedroschen, keine spontanen Worte. Liesabwasser steht. In diesem Statement kommt dreimal pro Minute das Wort Arbeitsmarkt vor. Wir brauchen ja die Migranten für das Arbeitsmarkt. Das ist also genau das Antidote, was wir ja immer betonen. Du musst die Menschen nicht mögen, wie auch immer, aber volkswirtschaftlich macht es voll Sinn, jetzt einfach ein Panigarianer am Stadtbild zuzulassen.

Ansonsten ist hier Torgau. Und das wollen wir nicht. So. Und so verschleppt sich das immer weiter bis, das wäre jetzt mein Highlight von gestern, ich sitze auf dem Fahrrad und höre, In dem Podcast der Frankfurt Allgemeinen Zeitung. Livia Gerster ist zu Gast, weil sie drüber geschrieben hat. Simon Strauß moderiert diesen Podcast.

Am Anfang ist eine junge Hospitantin, die losgeschickt wurde von der Redaktion. Geh mal zum Hauptbahnhof, fang Stimmen ein. Sie bringt ausschließlich Otöne mit von Leuten, die sagen, also das, was Merzer gesagt hat, ist Hardcore-Rassistisch. Man möchte diesen Leuten einfach sagen, ihr habt absolut recht, weil es reicht vollständig, wenn ihr das so fühlt.

Was will man jetzt eine große Aufklärung machen? Will man jetzt im Bahnhof einfach alle Leute mal kurz durchrütteln und sagen, das war kein Rassismus und so, ja? Was macht Jürgen Kaube? Genau das. Er will ganz Deutschland kurz anhalten und nimmt auch an diesem Gespräch teil, um zwanzig Minuten lang zu erklären, nee, das war kein Rassismus und er meinte ja auch nicht die Lungenärzte, wenn sie sich jetzt Lungenärzte äußern und sagen, ich habe Migrationshintergrund und sehe im Stadtbild, das sieht man ja nicht an, dass ich Lungenarzt bin, aber das ich und so weiter, ja?

Und laute solche Sachen. oder sage ich würde ich mal so jetzt insgesamt, ja? Wenn sehr viele ältere Männer feststellen, dass sie es nicht vermittelt bekommen, dass irgendetwas, was sie gesagt haben, kein Rassismus sei, und sie merken selber, dass sie jetzt mehr als zwanzig Minuten brauchen, um uns das darzustellen, dann war es vielleicht doch einfach Rassismus.

Möglich, ja. Und vielleicht gilt dann auch einfach mal, was man so fühlt, nämlich, dass man sich ausgestoßen fühlt von jemandem, der behauptet, und ich meine, Friedrich Merz nimmt Friedrich Merz am Stadtbildteil. Der Typ wird bewirtet, befördert und wenn er einen Termin in Dänemark hat, fliegt er von Berlin mit einem Hubschrauber dahin.

Ja. So. Friedrich Merz ist der allerletzte, der was zum Stadtbild sagen kann. Und er hat aber was zum Stadtbild gesagt, dass alle als rassistisch ansehen, die davon betroffen sind. Und wir kennen ja die Anteile der Migrationsgeschichte in Deutschland. Alle sind davon betroffen. Ja. Entweder persönlich oder weil die Person, mit der man gerade sich durch dich das bewegt.

Das will ich gleich in Frage stellen. Das will ich tatsächlich gleich in Frage stellen. Wir, denke ich, klammern eine bittere Wahrheit aus, die ich aber jetzt gleich in Form von Clips uns präsentieren möchte. Ich will aber eine Anmerkung dazu machen. Erlebt er das Stadtbild? Nein, er erlebt das nicht.

Leute, die viel Geld verdienen, erleben sowieso Stadtbild kaum. Das heißt, wenn sie das Stadtbild erleben, dann sind sie oft in einer ökonomischen Lage. Also mit Stadtbild, meine ich jetzt, sie müssen regelmäßig mit der U-Bahn zur Arbeit fahren. Sie müssen sehen, dass sie sich in der Mittagspause irgendwo schnell was für vier Euro fünfzig zu essen kaufen.

Und das kostet aber nicht mehr vier Euro fünfzig, sondern inzwischen sieben Euro fünfzig. So, das ist eigentlich Stadtbilderlebnis. Und da merkt man, natürlich, dass wir einen enormen ökonomischen Druck inzwischen haben, dass es eine reale Knappheit gibt, die die ganze Zeit gemanagt werden muss von Menschen.

Und das macht das Stadtbild sehr hart. Es ist ein hartes Pflaster geworden. Es wird immer härter durch den sozialen Druck, der entstanden ist. Und das ist aber etwas, was ja vollkommen ausgeblendet wird. Mick hatte ja im Fernseh-Podcast dieses gute Beispiel mit den Schwimmbädern, das dann immer gesagt wird, das ist jetzt so ein ganz problematischer Ort geworden.

De facto ist es so, dass diese Schwimmbäder tatsächlich sehr überlaufen sind. Einfach deshalb, weil immer mehr Schwimmbäder schließen müssen, weil keine Gelder angeblich da sind. was dazu führt, dass immer mehr Menschen auf immer weniger Schwimmbäder verteilt werden. Zugleich haben wir Hitzewellen im Sommer, dass die Leute irgendwohin müssen, um sich abkühlen zu können.

Das alles erhöht enorm den sozialen Druck, erhöht Gewalt natürlich dann in alle Richtungen und bedeutet also, dass wenn wir über so etwas reden, wir eigentlich über diese Knappheiten, die real existent sind, reden müssten. Und da ist aber, ja, wie wir wissen, die CDU nie bereit zu. Und Friedrich Merz schon gar nicht.

Ja. Und ich heb mir eine Pointe auf, aber ich will schon mal anmerken, in einem anderen, also wir treffen immer wieder auf dasselbe Paradox. Friedrich Merz wollte jetzt eine Unterlegenheit darstellen, im Sinne von ein Problem ist noch zu lösen, ich habe es noch nicht bewältigt. Friedrich Merz ist aber Bundeskanzler.

Er sagt das aus einer ganz großen Position der Stärke heraus, die sich aber innertlich da nicht widerspiegelt, denn er behauptet ja, oh Mist, ich bin immer noch Opfer des Stadtbilds. Ich muss hier noch was tun. Und diese Vertrehung aus Stärke und Schwäche werden wir jetzt gleich wieder erleben. Damit ist aber nicht aufgehoben, dass das dieser grundlegende Latente Rassismus ist.

Ja, ja. Denn ... Auch Leute, die Ausländer sind, können Rassisten sein. Ja, das ist auch genau die richtige Vorbereitung, wenn ich auch noch nicht so sicher bin, wie wir das noch vielleicht ein bisschen besser greifen können. Also diese Art des Rassismus, die es da gibt. dass dann so eine Unterscheidung gemacht wird, aufgrund von Ethnizität, bedeutet Rassismus.

Und doch, glaube ich, müssen wir nochmal diese Form des Rassismus spezifizieren. Und zwar war es so, dass mir in meiner Timeline bei Instagram selbst Reden, die aufgefallen sind, die sich zum einen empört haben darüber, über die Stadtbildaussage, zum anderen eingeordnet haben, was wirklich in den Städten los ist.

Das hat mir am besten gefallen. zu den komiteantischen, parodistischen Videos, z.B. von Abdul Shaheen und so, die dann sagen, so, ich geh jetzt mal raus, ein Stadtbild, und die hängen sich noch mal so eine Umhängetasche rum und spielen mit diesem Klischee, damit sie als das erkannt werden, was Friedrich Merz gemeint hat.

Ja, also das hab ich alles wahrgenommen, und das spielen wir hier nicht noch mal ab. Ich denke auch, die meisten, die uns so zuhören, können sich in etwa denken, was es war, oder haben es auch gesehen. Dann hat es mich aber in andere Ecken getrieben, denn ich wollte tatsächlich mal so ein bisschen schauen, wie wird davon rechts drauf reagiert.

Dann findet man auch das, was man sich so vorstellen kann, von Peter Hane bis Ulf Poschert und sonst wem, was die da so alles äußern, hat mich aber nicht interessiert, weil ich das ja auch schon kannte. Dann ist mir aber aufgefallen bei YouTube, und wir wissen, das ist die wichtigste Streaming und die wichtigste Podcast-Plattform, wenn man so möchte, ist mir aufgefallen, dass Es im migrantischen Entertainment-Bereich, Podcast-Bereich und aber auch bei Straßenumfragen durchaus Stimmen gibt, die nicht nur März unterstützen, sondern noch sehr viel weitergehen.

Und das dachte ich ist ja ein interessantes Phänomen. Über das relativ wenig geredet wird, weil wir haben gerade, wenn von links jetzt diese Äußerungen von März und so kritisiert werden, dann wird dann auch immer sich lustig gemacht über die entsprechenden Boomer. Du hast jetzt ja auch schon gesagt, Friedrich Merz und Woidge, man kann sie kaum voneinander unterscheiden und genauso sind ja auch ihre Wähler.

Aber da gibt es ja noch mal so ein anderes Milieu. Dann habe ich bei Wenn Ungeskriptet mir einen Comedian angesehen, der mal so einen Comedypreis gewonnen hat, jetzt in der Schweiz lebt, ja, sehr komische Sachen sagt, also es ist nicht alles Irr, aber vieles, aber ich will jetzt auch nicht diesen ganzen Podcast da auseinandernehmen, sondern will mich nur auf Äußerungen von Salim Samartu, heißt er, stützen, in denen es um Flüchtlinge, Migration, AfD und so etwas geht, was er dort im Podcast sagte.

Er tritt in ganz vielen Podcasts auf, gibt auch ganz viele Shorts, die dann kommen, in denen er irgendwelche Leute disqualifiziert, die auf der Straße rumlaufen, sich nicht benehmen, die als Hunde bezeichnet etc. Wir wollen jetzt auch hier nicht alles aufführen, sondern mal auf diesem Podcast blicken und auf diese Äußerungen.

Er spricht jetzt erst einmal über Flüchtlinge aus der Ukraine, die hier ja privilegiert behandelt wurden, gegenüber anderen Flüchtlingen. Hey, wir haben viele Leute, die das System ausnutzen. Oh, das ist gegen die Menschenwürde. Jeder Mensch ist ein netter, netter und keiner würde scammen. Wir haben eine erste Frage.

Bro, kriegst du was von diesem Scam? Es gibt so viele, die dann immer wieder so Debatten aufmachen. Ja, wir müssen aufpassen, dass ein Bürgergeld nicht jeder direkt beantragen kann. Allein schon, dass Ukraine hergekommen sind und direkt ins Sozialsystem kommen konnten und direkte Arbeitserlaubnis bekommen haben.

Das ist für mich so, dessen Eltern so auf die harte Schule reingekommen sind. Asylheim, Arbeitsgenehmigung, musst es vorweisen, dass du keine finanzielle Unterstützung brauchst. So war das ja bei unserer Generation, unsere Eltern. Die mussten herkommen, mussten zeigen, dass sie einen Bürgen hatten. Die mussten so richtig, dass du bullost nicht an dieses deutsche... Küstliche Sozialversicherungssteuergeld rankommen.

Eine Frage. Ja. Wir wissen ja jetzt durch dein Besuch, diese Besuche da sind sehr lang. Ja. Redet er drei Stunden lang so? Ja. Oh Gott. Ja. So kann man sich auch Zugfahrten vergnüglich gestalten. Ja, okay. Das war wirklich hart. Ich will nur sagen, er ist, also seine Eltern sind aus Marokko und er auch.

Also er ist Das ist in der Schweiz, weil er glaubt, dass hier alles den Bach untergeht. Wir werden das auch gleich hören, dass es den Bach untergeht, aber aus anderer Perspektive, nämlich von Ökonomen. Das ist eine Äußerung. Wir haben jetzt schon gehört, die Eltern mussten hier auf die harte Tour ankommen.

Also in dem Punkt stimmt das ja auch voll. Das stimmt. Ja, ja, genau. Und jetzt hören wir mal weiter. Leute reinkommen können und direkt am Walk-in-on-Sunshine. Und wenn der Söder so was sagt wie, ey, ich glaub, alle Ukraine müssen raus aus diesem Bürgergeld. Das kann ja nicht sein, das sind Polen. Und überall anders haben wir Beschäftigungsquote von extrem hoher Beschäftigungsquote.

Und bei uns sind so viele noch im Bürgergeld. Das kann ja nicht sein, das ist ja am Walk-in-on-Sunshine. Da kommt zuhin Straßenkleber wie der Klingbeil. Das geht nicht, dass Leute, die so gebeutelt sind vom Krieg, die müssen sich erst mal vom Trauma erholen. Die müssen ja das weiterkriegen. Nach drei Jahren, bro, fast vier Jahre sind ja de facto adoptiert.

Also, wenn das jemals in die Nähe eines Original-Wortlauts klingen bei Kämme, werden wir ja sehr viel weiter. Ja, ja, das ist, also, das klingen bei als Straßenkleber bezeichnet. Also, vielen ist klingen bei ganz schlimm, ganz links und so weiter. Also, das muss man erst mal so, die Koordinaten sind da halt sehr verrutscht.

Was wir aber hier schon sehen können, Solidarität mit anderen Menschen, die von irgendwo her kommen, eher nicht. dann weist Ben ihn darauf hin. Also, Samarthus These ist dann, die machen das alles, also die Grünen und die Linken wollen die vielen Flüchtlinge nach Deutschland holen, um ihnen schnell eine Staatsbürgerschaft zu geben, damit diese dann sich bei der nächsten Wahl bedanken.

So, das ist die Idee, die er da ausführt. Das ist die Idee, sondern das ist die eins zu eins Kopie der Vorwürfe von allen Stephen Bannon und so weiter, alle demokratische Parteien. Das ist wirklich die original YouTube-Übersetzung automatisiert dieser Propaganda. Und das wird hier dann lange ausgeführt, deswegen spielen wir das jetzt nicht.

Das kennen wir schon dieses Argument. Dann kommt aber Ben und sagt, ja, aber es gibt doch auch Migranten, die die AfD wählen. Sorry, ich nehme das weg. Sorry, ich nehme das aus dem Bild raus. Das habe ich gerade voll geschockt. Das wirklich. Gibt es wirklich viele Migranten, die die AfD wählen? Ja, es gibt ja auch quasi AfD-Mitglieder, die migrantisch sind und einfach sich hier Ferros und so raus haben, der die hier umhinsetzt und sagt, pass auf, ich wähle AfD, change moment.

Richtig, weil ich habe gedacht, ich war an deinem Beispiel mit diesem Wählerscam. Das funktioniert nicht bei zweite Generationen, Türken oder sowas. Das kannst du vergessen, weil die sind ja schon hier. Die wollen dann eher, wie zum Beispiel jetzt meine Eltern, die... zurück zum Deutschland, wie es vorher war.

Deutschland, wie es vorher war. Was ist jetzt die gute alte Zeit? Wir hören mal. Vorher hatten wir kein Problem, damit Leute abzuschieben. Ich weiß noch genau, es gab voll viele Leute für unseren Moscheen und so was, die ihren Aufenthalt nicht verlängert haben. Da sind die irgendwie rumgelaufen, kam eine Personkontrolle rein.

Ah, sie haben ihren Aufenthalt nicht verlängert, da gab es keine NGOs, die gesagt haben. Pro Asyl, bleib hier, das ist Menschenunwürdig. Wurde sie der gepackt in den Van geworfen, da war am nächsten Tag in Tunisien, ist der da respawned. Wir haben den nicht mehr gesehen, wir haben irgendwann erfahren von der Polizei, als wir Vermisstenanzeiger aufgestellt haben, wir haben Abdul-McAbdull nicht mehr gesehen, wo ist der?

Abdul-McAbdull wurde abgeschoben, da ist er nicht verlängert. Dann musste der wieder zurück übers Los, bei Monopoly musste der von vorne beginnen. Aber so war das in meiner Erinnerung, das war meine ersten Erinnerung an Deutschland. Die Polizisten nicht kontrollieren, sitzt gerade, krasser Blick, Respekt.

Ja, das ist heute für die Betroffenen auch so. Von denen gehört er halt nicht mehr, deswegen sieht er das nicht mehr. Ja, aber das musst du dir jetzt vorstellen, was hier glorifiziert wird. Glorifiziert wird, dass der Stand so hart durchgreift, dass Menschen brutal abgeschoben werden, in den Wänen reingezerrt werden, dass die Polizei so harsch auftritt.

Was wir also hier finden ist, und deswegen glaube ich ist dieser Begriff Rassismus mir ein bisschen zu diffus. Ich würde sagen, was wir hier vorfinden, ist ein Sozial-Darvinismus, der verknüpft wird mit einem Rassismus. Denn interessant ja auch, er greift das Spiel Monopoly auf, dass ja eines ist, dass dafür sorgt, dass es immer Verlierer gibt.

Dass niemanden Spaß macht. Dass es auch niemanden Spaß macht. Aber das ist eigentlich das wie... die Welt ist, wie das Leben sein sollte und jede sozialstaatliche Maßnahme, jede Solidarität mit den Flüchtlingen ist eigentlich eine Unterminierung des Spiels Monopoly. Und deswegen müssen wir zurück zu dieser alten guten Härte, die Deutschland einmal auszeichnete, wo wir auch sagen, das ist ja immer noch so oder nimmt jetzt gerade ja wieder mehr zu.

Aber das ist etwas, was glorifiziert wird. Und wenn man dann sich durch sehr viele dieser YouTube Shorts klickt, auch von vielen anderen, dann ist das also von Menschen die Migrationshintergrund haben und auch ganz offen diesen transportieren und auch darüber reden, dass sie den haben, dann ist sehr häufig dazu beobachten, dass sich da ein solcher Sozialdarwinismus sehr stark ausprägt.

Weshalb ich das jetzt hier als Thema so mache, ist nicht um zu sagen, seht ihr, wir Deutsche sind gar nicht so schlimm, die anderen sind mindestens genauso schlimm, sondern was ich hier sagen will. ist das hier ein enormes Wählerpotenzial tatsächlich vorliegt, sowohl für CDU CSU als auch für die AfD.

Das ist etwas, was man auch dann in den Kommentaren finden kann, auch wenn man dann mal zu Instagram oder so geht, da kann man ja dann immer sehr gut sehen, welche Kommentare sind echt, wenn man dann auf die Profile klickt. Und dann findet man sehr viele Bekundungen zur AfD, klickt die Profile an und sieht, das sind ganz eindeutig Menschen mit einem Migrationshintergrund und nicht selten muslimische Menschen.

Du hast jetzt gesagt, der Rassismus ist ja sekundär. Es ist sozusagen die Methode für ein anderes Problem, das gelöst werden soll. Dazu kriegen wir heute ganz tolle Aufklärung, also ich finde es ganz überraschend, aber Justus Bender und Erik Ahrens waren in unterschiedlichen Podcasten, der eine ist der Aussteiger aus der AfD.

Kralaufbauer und TikTok Genie. Und der andere ist einfach ganz solider FAZ-Beobachter, von dem was da passiert. Und wir kriegen von beiden exakt dasselbe beschrieben. Nämlich Menschen erleben eine Welt, in der sie auf sich selbst zurückgeworfen, nur noch mit einem reagieren können und es ist einfach Pessimismus.

Absolute Orientierungslosigkeit, Angst und so weiter zu fahren. Und darauf reagiert man mit einer Suche nach Ordnung. Ja. Die Ordnung bietet der Staat. Und den Rassismus braucht man jetzt, um zu sagen, ich wünsche mir einen starken Staat, der sich aber nicht gegen mich richtet, sondern gegen die anderen.

Jetzt macht Friedrich Merz also ein hardcore rassistisches Argument und sagt, das Problem sind immer noch die anderen. Wir alle fragen uns, wer sind denn die anderen? Und genauso wie im Raume steht diese Frage noch zu beantworten, wer sind denn die anderen, muss man sich fragen, wer sind denn wir selbst?

Denn es ist durchaus ein Szenario denkbar, und wir hören es von Eirik Ahrens nachher auch, Wenn man den sozialen Davinismus, den du jetzt beschrieben hast, in purer Form ohne Rassismus auf sich selber anwendet, dann sortiert er seine eigenen Propagandisten aus. Und Erans sagt es ganz ausdrücklich, in der AfD hat er Leute kennengelernt, die sind alt, fett, krank und für nichts zu gebrauchen.

Und die mobilisieren jetzt einen Rassismus gegen die anderen. Wenn jetzt irgendeine Partei kommt und sagt, dass mit dem Rassismus ist eine ganz schlechte Idee, weil die Arbeitsplätze, die Arbeitsplätze, die Arbeitsplätze und es droht ja in der CDU auch, dass man es mal so ganz runterbrecht hat, dann könnte sich so ein Argument des die anderen und so weiter sehr krass gegen diese Boomer Männer richten, weil dann nämlich deren Abwehr im Sinne von Ich bin ja Urdeutsch, gegen mich kann sich ja der Staat gar nicht richten.

Wenn wir das einmal auf die ökonomische Logik runterbrechen und sagen, nee, Deutschland ist nicht, was hier Urdeutsch ist, sondern Deutschland ist, wer uns hier weiterhilft und so weiter, ja, dann könnte sich das auch umdrehen. Und dann stehen nämlich in Urbarn-Zentren, und da sieht man in Amerika teilweise schon, dass in Urbarn-Zentren einfach ein Wählerverhalten stattfindet, bei dem jemand, weil er als ... Ich bin ein Kommunist, ich will hier den Sozialismus, ich möchte eure Supermärkte betreiben, wir haben beim Daniel einfach Gewinn.

Und dann sind plötzlich diejenigen, die immer in der Minderheit waren, auch wirklich in der Minderheit, nämlich alte, fette Männer, die einfach nur vor YouTube sitzen den ganzen Tag und die dann erklären müssen plötzlich, welchen Sinn sie eigentlich noch in dieser Gesellschaft haben. Also, man kann es auch... Ja, also Rassismus ist sozusagen das Mittel der Wahl, mit der sich die einen... Aber man muss sicher von dem Sozial, weil das, das werden wir auch bei Ahrens sehen, also ich finde, dass eben Ahrens auch eigentlich sehr sozial-davinistisch nach wie vor denkt.

Und das ist das Problem. Denn man kann nur eine Gesellschaft der Solidarität haben, die nicht sozial-davinistisch denkt, die also nicht in der Monopolislogik ist. Und hier wird ja einfach nur diese Monopolislogik angewendet. Und natürlich bleibt dann auch so jemand wie Salim Samartu, einem Rassismus treu, weil er sagt, ja, hier... offenbar muss ich nochmal unterscheiden zwischen denen, die immer deutsch sind.

Da muss ich das sozial-darwinistische Argument nicht als erstes machen, weil da zählt erstmal, dass die ja schon die richtige Ethnie haben. Bei den anderen aber, da ist, weil sie nicht die entsprechende deutsche Ethnie haben, müssen sie dann nochmal über losgehen. Müssen sie nochmal möglicherweise abgeschoben werden, weil sie dann noch nicht so richtig dazupassen.

Und da sind wir aber jetzt ja in diesem heiklen Gefilde, dass sich hier was überlagert. Nämlich zum einen ein Ausleseprinzip, das wirtschaftlich und ästhetisch und wie auch sonst hergeholt wird und dann wird es verknüpft mit einem rassistischen Aussiebeverfahren. Und man muss jetzt nach einer Gesellschaft streben, die keine Aussiebung macht.

Und ob jemand alt ist oder jung ist oder wie auch immer geartet ist, darf ja niemals ein Ausschlusskriterium für irgendetwas sein. Ja, das ist natürlich ein frommer Wunsch. Wir sehen ja, wie wenig wir schon gegen Rassismus vorwärts kommen. Gegen diesen darunter liegenden eigentlichen Triebkraft-Sozial-Davinismus.

Also... Wir kommen jetzt in, sagen wir mal, Jahrzehnte Europas, in denen wir feststellen, dass nichts mehr funktioniert. Also unser Exportwirtschaftsmodell, das Wachstum Organisierte, ist im Osten und im Westen abgeschnitten. Wir kommen jetzt vor Verteilungs- und Versorgungsfragen, bei denen wir möchten gerne den Sozialdavinismus überwinden.

Also ja, wir können das jetzt verstehen. durchschauen jetzt sozusagen die Problemstellung, aber nur, weil sie ganz offen zu Tage tritt. Und nur, weil wir sie durchschauen, heißt das nicht, dass es jetzt eine Lösung gibt. Also wir besprechen jetzt auch ganz viele Probleme. Ich habe ja der Übung, dreh dich, geh ja mal, Altenrepublik, Kinderwüste und so weiter.

Und das Erste, was ich sage, ist schön, dass sie alle da sind. Wir reden heute Abend nur über Probleme, für die wir niemals lösen. Da können sie allenfalls noch so besprechen und verstehen und so weiter. Aber wir lösen jetzt hier keine Altenrepublik und Kinderwüste-Probleme. Und so ist das bei diesem Sozialdavinismus auch.

Ja richtig, aber deswegen ist ja das Problem dann auch bei Ahrens, dass er eigentlich jetzt sagt, er will auf der Seite der Starken stehen und deswegen ist er nicht bei der AfD. Und das finde ich ist auch kein Argument. Also man kann dann sagen gut, dass er nicht mehr bei der AfD ist oder was. Wir können ja gleich noch darüber ausführlicher diskutieren, wie weit wir den Ausstieg auch tatsächlich als Ausstieg wahrnehmen sollten.

Aber was wir ja auf jeden Fall feststellen können, ist, dass das jetzt nicht das eine durch das andere ersetzt werden soll. Beziehungsweise erleben wir ja hier, dass sich das dann in dieser merkwürdigen Weise überlagert, dass man plötzlich einfach die guten und die schlechten einteilt. Und nach dieser Verquickung von Rassismus und Sozialdavinismus ist man nämlich genau dann in der Logik, dass man sagt, ja, der Komedien aus Marokko oder der Lungenarzt aus Marokko ist selbstreden nicht gemeint, wenn man vom Stadtbild redet.

Aber die und die und die, damit kommt man ja genau in diese ganz ganz heikten Gefilde rein, die dann dafür sorgen, dass Menschen mit einem Flucht-Hintergrund, der vielleicht sechs, sieben Jahre zurückliegt, die jetzt in der Jungen Union sind, sagen, Friedrich Merz hat recht. Auch diese Post hat es ja in den sozialen Medien gegeben.

Wir hören hier nochmal Salim Samathu. Ich kann dir ganz klar garantieren, bevor du einen Muslim dazu bringst, dass er Geschlechtsumwandlung für seine Kinder supportet. Wisst du, wie ihn dafür bringt, dass er mit Gauland und Weidl schunkelt auf dem Oktoberfest? Das wird er vorher machen. Ja, das stimmt einfach gar nicht.

Also das stimmt einfach gar nicht. Wir wissen von der dritten Einwanderer-Generation, dass die extrem urdeutsches, so, die lassen sich nicht von ihren Klassenkameraden in der Peer-Gruppe nicht davon beeindrucken, dass man jetzt sein Leben gestalten möchte. Und zwar in allen Belangen. Und das ist ja auch ein dieser Probleme innerhalb dieser Familien, dass irgendwann der Opa nach Deutschland kam und man ist ihm so dankverpflichtet und überhaupt und die Familie liegt ihm zu Füßen und im Grunde wird das ganze moderne Leben darum herum gebaut, dass er das nicht mitkriegt in die letzten zehn Jahren, dass man eigentlich jetzt angekommen ist in der westlichen Welt.

So, und da kann er jetzt behaupten, was er will, das ist ja auch hier alles so ein Schmuckwerk, ein Rhetorik. Ich will ja auch nicht sagen, der sagt uns jetzt mal, wie es wirklich ist, dann würde ich ja dem Ganzen auf den Leim gehen. Ich sage nur, dieses ist jetzt was man sehr häufig vorfinden kann bei YouTube und was eine große Community anzieht.

Einmal eine Community, die tatsächlich zum Beispiel muslimisch ist, wie aber auch natürlich eine deutsche Community, die sagt, Gott sei Dank, ich bin ja kein Rassist. Wenn das jetzt ein Ausländer sagt, genauso sieht wie ich, dann muss ja alles in Ordnung sein. Wir wissen, dass es besonders beliebt, die AfD würde gerne mehr auf solche Kandidaten setzen.

Und wir erleben, dass das für Deutsche so eine Entlastung ist, wenn der Migrant hinter sich die Tür zuzieht und sagt, jetzt ist aber auch mal Schluss, mehr sollten wir nicht reinlassen. Das ist etwas, was wir da auch erleben können. Ich glaube nur, dass wir zugleich ein bisschen ignorieren. dass es diese konservativen und rechten Strömungen vermehrt bei Menschen gibt, die einen Migrationshintergrund haben.

Und dass auch gerade diese Feindlichkeit zum Beispiel gegenüber gender vielfach zu hören ist in diesen entsprechenden Podcast. Und zum Beispiel Bernja Haus und Hopf, wo der eine auch einen ganz deutlichen Migrationshintergrund hat, wo wir das alles auch erleben können. Und das ist heute auch in einer Jugendkultur dort verbreitet.

Also da findet nicht notwendigerweise eine Liberalisierung da. Bedeutet also, das Problem Rechtsruck ist tatsächlich als ein Flächendeckendes zu sehen. Und das macht das ja so intrikad auch, weil man ja leicht aus einer linken Perspektive heraus sagen kann. Wir müssen alles tun, damit Rechts nicht gewinnt, um zum Beispiel Menschen mit Migrationshintergrund davor zu schützen, dass sie entsprechende Repressionen erleben, wenn wir aber dann Leute haben, die sehenden Auges da weingehen und sagen, ich finde aber die AfD gut.

Also wenn sozusagen die, die wir retten wollen, ja und das ist ja immer schon ein schwieriges Verhältnis, wenn man sich als Retter aufschwingt. Wenn die nicht gerettet werden wollen, davon erzählt ja im Prinzip der schwarze Falke von John Ford. Wenn John Wayne will dann eine junge Frau retten, die will aber eigentlich dann doch gar nicht gerettet werden.

In Taxidriver haben wir das dann wieder aufgegriffen. Das ist eine Konstellation, die uns, glaube ich, noch nicht so klar ist, die aber so scheint mir sowohl die CDU als auch die AfD relativ gut beobachtet. Und die finden ja auch in diesem Podcast sehr viel Anklang. Also zusätzlich, man muss immer gucken, wie viel empirisches Korrelat da drin hängen, denn wir sehen ja erst mal einen Medienphänomen.

Wir würden ja grundsätzlich sagen, also das, was bei Ben Ungrip jetzt so abläuft, das ist jetzt nicht unbedingt... Ich meine, du hast da versucht, ein bisschen Aufklärung zu betreiben. Aber es hören hunderttausende Leute. Genau, es hören sehr viele Leute zu, bei denen ja dann die Frage ist, wenn die The Wolf of Wall Street sehen und da gucken Millionen zu, leben die dann so?

Oder gibt's da irgendwo eine Einflugschneiße? Denn hier haben wir ja auch erst mal ein Phänomen, jemand, von dem wir intuitiv, und er wird das auch selber nicht abstreiten, je nachdem wie sichtbar sein Migrationshintergrund ist, der also Rassismus erlebt. Der reagiert natürlich darauf. Und ich finde das sowieso immer verwunderlich, dass CDU und SPD auch immer so ein Programm fahren mit, ja wir müssen jetzt mal gegen Rassismus kämpfen und so, als gäbe es nicht abseits einer inhaltlichen Aufklärung und dem Medienspektakel sowieso eine Gegenreaktion auf Rassismus.

Denn ein Land wie Deutschland, das Faktor V an Einwanderungsgeschichte hat im Vergleich zur Welt, zwanzig, fünfundzwanzig Prozent Migrationsgeschichte, was glauben wir denn so insgesamt, also wir sechzig Millionen Deutsche, was die anderen zwanzig Millionen hier im Land so machen, dass sie das einfach so, ah ja gut, Rassismus passiert so lange, bis die Deutschen sich dazu verhalten.

Aber wir selber machen dazu gar nichts. Nein, die gründen natürlich, also türkische Schulen, um endlich mal stich mal frei, einfach die Kinder grusam durchs Abitur zu bringen, statt bei jedem Elterngespräch wieder den Eltern erklären zu müssen, dass man das Kind jetzt durchaus mal einfach versetzen kann.

So ja, lautet solche Sachen. Und da ist natürlich hier so eine Selbstbehauptung im Sinne von, ich lass mir nicht nur von irgendwelchen Rassisten in dem Land, in dem ich lebe, meine Identität erklären, sondern ich mach's einfach selbst. und gehe mit einer ganz komischen Sprechweise in so ein Ben-ungescriptet-Podcast.

Das ist ja fast so stand wie, dass du dahin gehst. Weißt du? Ja, das weiß ich eben nicht. Da bin ich mir nicht so sicher, was ich aber sagen kann, ist, dass wir... Ich kann dir sagen, der Ben hat sehr viele Zuhörer, die das sehr wohl über Rassismus abgewickelt haben wollen und nicht über Sozialdavinismus, wie wir es hier bei ihm hören.

Also, da sind einfach sehr viele, die sagen, nein, das ist mir egal, ob du ein erfolgreicher Comedian bist, ob du sowieso so viel Geld verdienst, ob du eine schöne Freude hast oder was auch immer für Vorbildhaft. Ich möchte gerne, dass du, weil ich Ausländer hast und du wie ein Ausländer aussiehst, der hat auch noch Überzeugungsarbeit zu leisten, genau wie du da auch.

Das wäre ja noch die, dann würdest du sagen, dass sich da eigentlich nicht viel verändert hat und ich würde festhalten, dass wir diesen Rassismus, den du da jetzt gerade beschrieben hast, wo alle quasi dann als Ausländer nicht gewollt sind, dass wir das selbstredend vorfinden, aber das finden wir in noch nicht mal allen Teilen der AfD.

Ja, also soweit will ich da wirklich gehen. Ja, aber das ist nicht ja keine einheitliche Block. Das dürfen wir von außen nicht so betrachten. So, das finden wir nicht mal da. Und dass es viel mehr auf diese sozial-darwinistische Schiene hinausläuft, bei der das auf diese merkwürdige Weise miteinander verquickt wird.

Denn anders, also ich glaube, der Punkt ist auch, wir werden ja dieses Buch Zerstörungslust, Elemente des demokratischen Faschismus auch lesen im nächsten Salon von Amlinga und Nachtwey. Und das Problem bei dem Faschismusbegriff ist ja, dass man sehr schnell diese Assoziation bekommt Nazis, Homogenität.

Diese Homogenität wissen wir, aber ist gar nicht herzustellen, denn wir sind eine völlig andere Situation als in der newtonser-dreißig, wenn man sich Migrationsanteile und die Pluralität der Religion und all das ansieht. Was wir aber vorfinden, ist, dass dieses sozial-darwinistische Prinzip faschistisch ist und dass sich das verknüpft und dass das aber nicht in so einem homogenen, konsistenten Weltbild zu verstehen ist, eben weil die dann sagen, ja, also ich sage, das Stadtbild stört mich und die werden dann noch sagen, hier sind zu viele Aussender im Stadtbild, würden aber zugleich sagen, ja, aber so jemanden wie den Salim Samathu, den finde ich gut.

Und dadurch... wird das alles so miteinander verschoben, dass ja auch keiner von denen sagt, ich hab was mit Rassismus zu tun. Ja, auch bei der AfD, in dem Sinne nicht. Also es gab ja auch neue Rechte früher, die sich zum Rassismus klar bekannt haben. Genau, das haben wir halt nicht mehr. Und das haben wir in dieser Weise nicht mehr.

Und das macht, glaube ich, auch den Kampf dagegen. So ist das schwierig. Macht es für die anderen sehr viel leichter, sich als Verbündete darzustellen, weil die sagen, Wir meinen nur, die mit den Messern rumlaufen und auch eure Töchter bedrohen. Deswegen müsst ihr uns wählen. Wir hören mal noch den Vorschlag von Samato.

Er hätte eigentlich gerne eine Partei Migranten für Deutschland. Äh, und wie der konservative Werte und für alle Migranten steht diese Partei. Einfach nur Migranten für Deutschland. Wenn jemand in die Wahlohne geht, die sind Obama-Effekt, Migrant, Migrant. Können wir locker? zwanzig Prozent, locker. Wahrscheinlich würdet ihr, ich denke zwar ihr, mit der AfD koalieren.

Wahrscheinlich, das ist das einfacher als mit Grün. Ja, aber guck mal, das ist noch genau dieser, also ich sage normalen Medientheater. Er gaugelt jetzt dem Ben gerade so sehr vor, dass es diese All Girls All Girls Alliance wie im Big Brother Haus geben könnte. Weil wir müssen noch alle nur auf unsere Eigenschaft schauen, wir sind alle Frauen, jetzt verbinden wir uns mal gegen die Männer.

Es kam noch nie dazu. Nein, das kommt nicht. In fünfzig Jahren dieser Fernsehgeschichte kam es nicht dazu. So, das ist der Ben sogar mit, ich sag jetzt mal, ihr. Also, er geht genau in diese Homobilitätsfallereien. Nein, das ist in dieser Mognität natürlich nicht. Aber was wir hier sehen können, dieser Schulterschluss ist gar nicht etwas, wovor zurückgeschreckt wird.

Dann habe ich mir weiter was angesehen. Es gibt einen Kanal, der heißt Eingolan. Da ist eine junge Frau. Die geht durch die Stadt und macht dort Umfragen. Sie war dann auch in Frankfurt und ist dann mit diesem anderen merkwürdigen Menschen da rumgelaufen. Achim Winter, der auch so. Also wir sind jetzt hier im rechten YouTube, sind wir da unterwegs.

Der war früher beim ZDF und macht jetzt die ganze Zeit gegen die Woken und die ganzen Messer. Wie Peter Hane. Genau, wie Peter Hane nur eben auf der Straße mit Umfragen. Den hören wir aber jetzt nicht, sondern wir hören sie. und was wir ... vorfinden, dass jetzt nur ein Beispiel für unglaublich viele solcher Kanäle ist, dass man versucht AfD-Positionen eigentlich von Migranten vertreten zu lassen und man findet auch welche dafür.

Jetzt will ich auch hier sagen, das ist nicht repräsentativ. Man sieht nur dann an Kommentaren, an Äußerungen und so etwas, dass es durchaus ein Phänomen ist. Ich glaube nicht nur, dass es gesucht wurde, um da ein Clip draus zu machen, sondern wir haben es hier mit einem größeren Problem zu tun. Ich meine ja, Wenn wir uns um den Aufstieg der AfD sorgen, müssen wir das in den Blick nehmen.

Also hier mal ein Beispiel. Das Migrationsproblem bzw. Ja, es ist viel stärker geworden. Also ich finde, wir haben in Deutschland... schon recht viele Ausländer, die das auch ausnutzen und nicht arbeiten und nur das Geld vom Staat nehmen. Und wo kommst du her? Du siehst ja auch nicht typisch deutsch aus, wenn man das so sagen darf.

Gesichert rechtsextremistisch. Also mein Eltern kommen ursprünglich aufs Yiddan aus Tabriz. Ich bin aber in Bayern geboren. Also mein Vater kam damals aus dem Krieg geflüchtet, vom Yiddan aus nach Türkei und von der Türkei aus nach Bayern. Es war für ihn etwas schwer, weil es ja eine neue Welt für ihn war, aber er hat sich daran gewusst.

dann kann man in der Mutter und sie dem jetzt normal in das Start. Ja, guck mal, wir haben einen jungen Mann mit Apple-Kopfhörern, das ist ja das Erkennungszeichen für und so weiter. Boss-T-Shirt. Durchtrainiert, Boss-T-Shirt und so, ja. Also, wenn ich jetzt ein alter Boomer Mann wäre, würde ich mich fürchten.

Denn solche Leute können die AfD auch übernehmen, irgendwann perspektivisch. Ja, aber jetzt wollen wir mal bei dem, was wir hier feststellen können. Wir haben gesehen, wie fluide die AfD ist. Aber du siehst hier, Sozialstaat ist auch da als Problem identifiziert. Menschen, die hier ohne zu arbeiten auf Kosten von, das ist genau dieser Sozialdavinismus, den wir dann dort vorfinden und der da sehr stark ausgeprägt ist.

Anderes Beispiel in Frankfurt jetzt. Auf der stärksten Kraft, was halt ihr davon? Super. Es geht, also wenn man jetzt ehrlich ist, Ja. Schon schwierig. Aber du findest super. Ich find das super ehrlich. Aber warum? Also begründet gerne. Ich hab ja quasi Migrationshintergrund, aber ich fühl mich quasi als Deutscher.

Ich hab auch schon lange hier. Aber deine Fraustrafen aktivist auch mit abgeschoben, ne? Wird schon mal erwähnt. Nein, das stimmt jetzt nicht so. Aber ich find's halt gut, dass jemand mal endlich was macht in diesen Land, was bewegen möchte. Und das ja wieder zur normalen alten Zeit zurückkehren. Ja, die normale alte Zeit.

Also, ich habe immer noch vor Augen dieses eine Bild, wie jemand eben Hythianer für Trump T-Shirt von Eis abgeführt wird. Ja. Also so schaufelt man wirklich das Ereignis Graf. Ja, ja, ich sage ja, das ist ein ganz großes Problem. Das sind also zwei Kumpels, die sich uneins sind. Der andere eigentlich gegen die AfD beschwichtigt aber dann doch noch mal so.

Das ist jetzt der letzte Clip. Ja, weil jetzt kriegst du dir das Gerücht, dass die ja alle aus deiner Raus schmeißen wollen. Das stimmt ja ja nicht. Aber wie kommt das, wo kommt das dann her? Durch die Fallgemeinderung, würde ich mal sagen, ne? Also, es fängt halt schon im kleinen Auf an. Also schon im Grundschulalter, also damit, wo ich in der Grundschule, wo ich mir auch schon erzählt gab, dass sich, wenn man die AfD wird, dass alle aus deiner Raus gehen, blablabla, sehr rechts, rechtsradikal sind.

Aber es gibt halt vorn Nachteile. Man muss halt so jede Partei hat vorn Nachteile. Man muss halt für sich selber bewichten, bewichten können. Und wenn man sich dahin angezogen fühlt, wenn man den Sinn dahin sieht, dann natürlich straf ich einzusetzen. Ja, also, du findest es aber okay, wenn jemand sich dafür entscheidet.

Ja, ich hab nicht, ich akzeptiere alles. Ich bin offen, nur wer bald wirklich toxisch ist. Ich fahre auch Mercedes und Fiat BMW. Ich seh, ich seh was. Aber da bin ich bei dir, ich muss dich auch BMW-Fan, leider. Also, alle suchen ihre Identität. Sie wollen hier ankommen. Genau, der Stimmungswind ist, hier droht eine rassistische Partei, nicht Deutsche auszusortieren.

Also was macht man? Man fährt Mercedes, geht ins Fitnessstudio, kauft sich Apple-Kopfhörer, weil das irgendwie die Erkennungszeichen sind. Nur am Ende wird halt diese Politik, und das ist das Interessante, weil du jetzt, also weil wir so sehr auf diesen Sozialdarwinisten musst, auf so eine ökonomische Grundlage.

Diese ökonomische Grundlage sehen wir ja, ist diesen Parteien am Ende egal gemacht. Das wissen wir. Das sehen wir bei Millay, das sehen wir bei Trump, das sehen wir überall. Ja, ich hab das ja versucht bei Ben auch klar zu machen ist. ist aber nicht leicht, sag ich mal, dass das gehört wird, weil sie darüber nicht sprechen wollen.

Wir werden ja heute, nicht dass man uns auch den Vorwurf fragt, ihr redet ja auch nur darüber, dann wir werden heute noch ganz lange über Wirtschaft, den Standort Deutschland, alles sprechen. Was wir hier erleben können, ist aber auch eine enorme Verharmlosung, die damit dann hergeht, indem man sagt, ja gut, ich bin offen, du hast deine Meinung, ich hab meine Meinung, du fährst BMW, ich merke das ja, so wie die darüber reden.

Das ist das große Problem. oder sagen wir ein weiteres großes Problem, das wir nicht unterbelichtet lassen sollten. Nein, gar nicht. Das Problem ist allerdings so ein bisschen und jetzt wird's tricky. Man sagt ja immer, die AfD könnte, könnte man nicht, also könnte man nicht entzaubern. Wir kommen aber langsam so sehr in die Ecke gedrängt, dass sie sich entzaubern muss.

Denn diese Leute lassen sich so wie viele nur noch von Realität beeindrucken. und nicht mehr von Medienspektakel. Diese beiden Herren, die wir da sehen, deren ganzes Leben in Deutschland profitiert davon, dass es politische Bemühungen gibt, die AfD zurückzudrängen. Das nehmen die aber nicht wahr. Und das hat man ja immer wieder, wie auch im Feminismus, dass dann irgendwann die dritte Generation das so als so selbstverständlich aus, dass man sich schon wieder lustig machen kann über Alice Schwarzer.

Oder beim Thema, was weiß ich, schwules Leben. in Ostdeutschland, er kämpft nach der Wende gegen Baseballschläger und so weiter. Und heute so, wie wir es keine Ahnung, ach ja, okay. So, ja. Und ja, es ist halt die Realität auf der Straße. Irgendwann fällt halt dieser Schutzschirm weg. Das droht ja jetzt in Sachsen-Anhalt und dann Mecklenburg-Vorpommern und so.

Und dann haben wir ja da das, was Anne Semsrott beschreibt. Und bei der Veranstaltung, bei der du warst, ich wollte es nochmal kurz erwähnen, Die ich ja verpasst habe, als du hier im Städel warst. Mit Michel Friedmann. Genau, ein Monat später war Heinz Bude da. Und die Kultur, irgendwas Ministerin aus Baden-Württemberg.

Und die hat das kurz beschrieben. Also im Städel selbst macht sie diese Aufklärung. zum Thema, die Museen kommen wir mal auf uns zu und wir als Staat fördern ja auch Kunst und so weiter. Deswegen haben wir hier sehr große Budgets, mehrere Millionen Euro. Und dann kriegen wir Anträge, bislang haben wir sie immer bewilligt, aber jetzt erkläre ich Ihnen kurz, wie diese Bewilligung abläuft.

Ich nehme diese Zettel. Ich gehe als eine Person zu einer anderen Person, dem Ministerpräsidenten, dann reden wir darüber und machen grünen Haken dran. Wenn einer von uns beiden von der AfD ist, kommt dann nirgendwo mehr ein Haken dran. Und dann ist von jetzt auf gleich. Friedmann so ganz verwundert.

Äh, wie was? Können Sie das noch mal sagen? Also so läuft das. Gibt's da kein Gremium? Gibt's da keine demokratischen Prozesse oder was auch immer? Und Sie so, nein, ich sage Ihnen das, um Sie zu warnen. Also wenn ich hier nicht mehr regiere, in diesem Posten, sondern irgendwann dann eine AfD da sitzt, dann kriegt's hier für kein Museum mehr Geld.

Ja, das ist... Und alle so, wie, warte mal, wir sind doch hier gerade in so einem Museum und so, ja. Ja, das ist völlig richtig. Ich weiß das auch aus Rheinland-Pfalz von Menschen... Die werden sofort abgeschoben. Da kommt eine Eiswahl und sammelt die ein. Die sich über die sich für Förderung bewerben, für Festivals und so etwas.

Und das funktioniert quasi mit Handschlag. Und anders nicht. Und wenn man den Handschlag nicht mehr bekommt, bekommt man nicht. Aber da würde ich jetzt doch noch einhaken, weil du das jetzt gerade sagst, wenn die AfD regiert werden, die da alle abgeschoben. Ich bin mir... Also ich will ja nicht hier sitzen und die AfD verharmlosen, aber ich bin mir bei genau dieser Sache zunächst einmal nicht sicher, denn was wir eigentlich erleben können bei diversen rechten Strömungen ist, dass es durchaus dank dieses Sozialdavinismus noch mal eine andere Einsortierung gibt, das nämlich dann gesagt wird, ja, aber die... haben wir einen deutschen pass oder ja?

die aber haben ja die Funktion in der Wirtschaft und deswegen werden sie nicht abgeschroben, deshalb werden sie nicht drangsaliert. Und das ist ja etwas, wonach jetzt so ein Salim Samato oder auch diese beiden Herren eigentlich rufen. Sie wollen ja für sich, weil sie hier gut angekommen sind und erfolgreich sind, eine bessere Behandlung haben.

Sie wollen das Privileg haben, quasi auch das erste Klasseticket, das alle Deutschen haben. Aber die anderen dann bitte nicht. Da soll man dann mit besonderer Brutalität vorgehen. Und was ich befürchte ist, dass wir einen sehr bundscheckigen Faschismus bekommen, wenn wir ihn bekommen. Und dass wir das nicht so sehr mit dieser alten Homogenität verwechseln sollte.

Denn auch andere europäische rechte Parteien haben eine erstaunliche Heterogenität, die aber zugleich auch rassistisch aber eben sehr häufig über den Sozialdarwinismus funktioniert. Die AfD ist als Nationalstaatsdarwinistische Partei gestartet? die Deutschland aus dem Euro-Geflecht ausheben wollte. Das war vor fünfzehn Jahren oder vor vierzehn, dreizehn.

So. Jetzt gerade ist die AfD Höcker. Na, die AfD ist gerade auch sehr stark Weidel. Ja, kann sein, dass man, wenn man diese Leute nach Stuttgart schickt, dass sie da nicht abgeschoben werden, aber wenn sie irgendwo anders werden als im Südwesten und die AfD regiert. Also die sind für Höcker ein Feindbild.

Genau. Das werden sie immer bleiben. Sind sie für alles Weidel? eines. Das ist die Frage. Also, Höcke kriegen die nicht umgewädelt. Ja, aber die Frage ist ja, welche Zukunft wird der Höcke in der Partei gehabt haben. Genau, aber das sind ja die allgemeinen Richtungsstreits in der AfD. Das ist ja die, die gerade sehr leichtfertig sind.

Wenn wir jetzt mal ganz kühn sind und uns vorstellen, wie jetzt eine Koalition geartet sein könnte, eine blau-schwarze oder schwarz-blaue, dann wissen wir ja, dass darin der Höckeflüge nicht stark sein könnte. allem, was man der CDU so zutraut, wäre das jetzt auch nicht denkbar. Also ich komme gerade wieder aus einem Besuch in Jena zurück und ich sage dir...

Als ich rede von der Bundes-CDU, du kannst mir natürlich da gibt es Leute... In Thüringen? Ich habe ja gerade diesen... Stellt sich diese Frage, die du aufgeworfen hast, nicht mal für die CDU? Ja, du hast ja für dich... Ich meine, ich hatte diese Film-Diskussion über diese Doku, ich weiß nicht ob du die schon gesehen hast, kein Land für niemand.

...eine Rucco über die ... ...über Migration und Ökonomie. Sehr, sehr gut. Und hab dann da auch mit dem Regisseur, doch übergesprochen, mit einem der Regisseure. Und das war ganz interessant, dass die ja auch einen Clip haben von einer CDU-Politikerin da, ich glaub Landräte, NSE. Und es ist nicht zu unterscheiden, ob sich der Höckeflügel gerade geäußert hat oder die CDU-Dame, die fängt nämlich dann an.

Ja, das sind halt Ziegenhörten und wir brauchen schon hier Ziegenhörten. Also so was ... gibt die von sich. Von daher, Weidel sitzt irgendwo in der Schweiz und ist so auf Gnaden, weil man dann immer sagen kann, die Frau ist doch jetzt nicht Hitler und so. Also ich sehe schon die Tendenz zum Melonisierung und das sehe ich auch als Problem bei diesem Ahrensding, dass Erik Ahrens sehr stark sich mit diesem Höckeflügel auseinandersetzt und mit diesem... traditionell faschistischen Strömungen und er glaube ich ja auch sagt, wenn die da so weitermachen, dann muss ein Verbot her, aber wir wissen ja, dass ein KRA schon verstanden hat, um kein Verbot zu bekommen, darf man genau diesen rein faschistischen Kurs nicht weitermachen und darf nicht unterscheiden, zum Beispiel zwischen Staatsbürgern und Staatsbürgern, egal woher sie kommen.

Aber du weißt, wie isoliert KRA ist und du hast ja das... Das weiß ich nicht. Da ist Immudität, der Bundestag ist erst mal wieder aufgehoben, lauere Verwerfungen. Aber da bin ich, also das ist jetzt Kaffeesatz, das können wir auch nicht sagen und in drei Wochen kann alles anders sein. Aber da bin ich bin ich so sicher, was ich weiß, ist, dass Alice Weidel sehr beliebt ist und zunehmend auch, glaube ich, andocken kann an manche Teile aus der CDU, CSU.

und was ich hier jetzt nur gerade sagen will zur Einführung, wir kommen ja jetzt dann dazu. Arins ist also der, den wir ja hier ausführlich besprochen hatten, als er vor ein paar Monaten bei Ben Ungeskriptet war und dort seine Genetik-Rassenideologie verbreitet hat. Jetzt präsentiert er sich beim Zentrum für politische Schönheit als Aussteiger.

Ich will mal so sagen, er ist intelligent genug, um diese Argumente jetzt da gleich zu machen. Trau dem Braten noch nicht so ganz, könnte mir auch vorstellen, dass er in drei Monaten woanders sitzt und sagt, ich bin jetzt bei Scientology, weil das der einzige Wahrheit ist. Ich will nur sagen, für mich ist der jetzt nicht so ganz satisfaktionsfähig, was ich aber deutlich machen will, ist, man kann sich trotzdem mit den Argumenten auseinandersetzen.

Ja, ich sag mal so, der Ahrens, wir gehören jetzt jetzt nicht, weil er uns im Fangkuchen Rezept empfiehlt und wir dann feststellen, nee, er hat doch gelogen, drei Eier sind besser als vier in diesem Mehlverhältnis. Wir können, also wir kennen Arendt, ob er uns hier eine Wahrheit sagt und aus welchen Gründen, wie auch immer, ist völlig egal.

Es geht nur um so eine intrinsische Plausibilität der Argumentation, die er ja beim Zentrum für politische Schönheit im Podcast gemacht hat. Diesen ja auch nicht blöd, also wir haben ja auch so Hinweise bekommen wie ob man den jetzt so das Mikrofon hinhalten muss und ich denke mir so, nee, informiere ich doch noch mal, wo dieses Gespräch stattfand und so.

Also, das sind ja Leute, die sind so engagiert, dass sie diesen komischen Lautstärkewagen da ins Weide-Sommer-Interview fahren und so, ja. Also, da ist ja jetzt im Gespräch, jetzt kann man sagen, okay, das war eine dumme Aktion und so, aber sie ist jedenfalls nicht aus Mangel an Drüber-Nachdenken zustande gekommen.

Was ich glaube, aber wir müssen jetzt auch nicht auf dieses Interview in dem Sinne eingehen, dass wir sagen, wie wurde es geführt. Aber das will ich schon noch anmerken. Sie glorifizieren Ahrens schon sehr, dass Ahrens ja selbst seine Rolle schon fast wieder bereit ist, ein bisschen runterzuspielen in der AfD.

Was sie auch so nicht so richtig verstehen, ist immer noch, dass sie Ahrens nach der großen Enthüllung fragen, aber da ist ja gar nicht die große Enthüllung da. Also, dass man jetzt erwarten kann, dass man von Ahrens noch mal so ganz interessantes Insider-Wissen bekommt. Das habe ich jedenfalls da nicht bekommen.

Darum geht es ja gar nicht. Ich sage jetzt mal, damit jetzt alle genau wissen, was wir jetzt genau machen. Wir hören jetzt zwei Podcasts. Das eine ist, lasst uns über Politik reden von Professor Dr. Alexander Lorz. Das ist mein Finanzminister hier in Hessen. Der war vorher Kultusminister und hat zwischenseitig die Kultusministerkonferenz geleitet.

Ich habe ihn noch im Ohr, wie er in Berlin in der Bundespressekonferenz saß und auf die Journalisten frage, ja, ist das nicht voll krass, wie Bildung in Deutschland vererbt wird? Und er dann vorne einfach als Chef der Kultusministerkonferenz sagte, ja, stimmt, vielleicht haben Sie ja noch eine Idee. Ja, also auf dem Niveau.

Ich halte nicht allzu viel von ihm. Und der hat zusammen mit Anja Schöpe ein Podcast, in dem sie halt gestern einladen. Sie reden dort mit Justus Bender. Ein wirklich hochgeschätzter AfD-Versteher und Autor arbeitet für die FZ. Also eine AfD-Experte, nicht Versteher, im Sinne von, er findet die AfD gut.

Ein AfD-Beobachter und Experte, genau. Und im Kontrast dazu hören wir dem Podcast Zeitsturz. Der ist also vom Zentrum für politische Schönheit. Wie heißt der Chef noch mal? Ruch da oder so? Der sich immer so anmalt im Gesicht. Ich habe jetzt leider Philipp Ruch. Okay, steht auch gar nicht in dem Podcast-Beschreibung drin.

Na ja, gut. Also diese beiden Podcast hören wir jetzt so ein bisschen im Wechsel, um uns darüber aufzuklären, was hat's mit diesem Rechtspopulismus auf sich? Und wir haben jetzt eine gute Vorarbeit geleistet, indem wir gesagt haben, Rassismus ist eine Methode für das eigentliche Prinzip des Darwinistischen Aussortierens und die Gesichtspunkte sind dann so ein bisschen offen.

Ich würde sagen, damit sich so eine Mehrheitsgesellschaft in Sicherheit wiegen kann, bedienen sie sich des Rassismus, weil da einfach das so klar ist, wen man hier aussortiert. Taugen nicht zu, die kommen und uns in der Sozialkasse und so und da. Ob das in der Realität entspricht, wie auch immer, Deutschland ohne Migranten kann man sich nicht vorstellen, wie auch immer.

Das ist alles eingepreist. Hier geht es jetzt um die intrinsischen Logiken, um mal richtig zu verstehen, was ist dieser Rechtspopulismus? Also zuerst Ahrens. Ich glaube ja, das Rechtsextremismus ist im Grunde eine Depression. Ich kenne auch keine gut gelaunten Rechtsextremen zum Beispiel. Es gibt keine hoffnungsfrohen Rechtsextremen.

Das gibt das alles nicht. Das ist alles immer nur Propaganda nach außen, aber das sind extrem unglückliche autoritäre Haufen. sozusagen. Ja, ein Haufen. Was ist ein Haufen? Man weiß nicht mal, was der Unterschied von Haufen und Einzelfall ist, sondern es ist einfach völlig und definiert in der Menge.

Und depressiv. So, das ist das ganz Wichtige. Die haben, wenn überhaupt, eine gemeinsame Eigenschaft. Sie schauen auf die Welt und sie reagieren mit Depression. Und Depression ist sozusagen dieses allerletzte, ich habe gar kein Handlungsvermögen mehr. Ja, also Depression nicht im klinischen Sinne, sondern Depression.

gelähmt, ich weiß nicht mehr einen noch aus. Wo soll ich hindern mit meinem Hass? Ängstlich, Angst vor morgen, insbesondere strukturlos, wie man eine Depression definiert. So, Justus Bender. Ich glaube, es geht sehr stark vom Individuum aus und es ist sehr emotional und irrational. Es gibt einen Merkmal, dass AfD-Anhänger oft zeigen und das ist ein ungeheure Pessimismus.

Wenn man mit Leuten zum Beispiel vom Einzbach-Institut redet, dann meinen die, das ist eigentlich das Merkmal, an denen wir die erkennen. Also das ist ja nicht so, dass das irgendwelche Hartz-IV-Empfänger aus dem Erzgebirgskreis sind, sondern das sind Leute, die haben Unternehmen, denen geht's gut eigentlich.

wirklich die ganz große Sorge, dass es bergab gehen wird in Zukunft. Und wenn die darüber reden, dass das Abendland und Deutschland und Europa und alles in den Bach runter und Migration und Eurokrise und Ukraine kriegen, die meinen das wirklich ernst. Und wenn man davon ausgeht und dann mal mit Psychologen auch redet, dann machen die so psychologische Untersuchungen, also die Fragen Leute nach ihren Charaktereigenschaften und ordnen das so ein.

Und dann fragen sie mal, was haben sie eigentlich gewählt bei der Europawahl? Und dann ist einfach völlig klar AfD. Ja. Also es ist auch schon im klinischen Sinne einfach, die sind depressiv. Auf den will er sind depressiv. Jetzt sehe ich auch auf die Welt und denke mir, das kann nichts mehr werden. Also jeden Tag ist hier eine Brückenaufgang mehr gesperrt und statt mal was zu reparieren, wird einfach nur noch gesperrt.

und dann hört man Podcast und hört China, Amerika, irgendwas und so. Die Welt bricht auf uns ein. Nur ich reagiere damit ja nicht mit einer Depression, weil ich noch an politische Programme glaube. Jetzt hast du ja diesen Clip gespielt, ah, die AfD erlauben noch an Politik. Das müsste man jetzt mal hinterfragen.

Die Politik spielt sich noch vor, dass es angeblich Programme gäbe wie komplette Remigration von zwanzig Millionen Menschen in Deutschland oder so. Nur das ist ja kein Glaube an Politik. Nein, das ist ja einfach ein Versprechen, dass bislang nicht eingelöst werden musste. Folglich können sie gut dran glauben.

Genau. Und das ist aber nicht die Definition von Politik. die wir typischerweise haben. Die SPD, die ganze Zeit, das scheint dann der Sozialdemokratie vorführt, bedeutet also, da ist nicht mit der Traum der Sozialdemokratie da oder der Wunsch oder so etwas, während die AfD erst einmal mit dem Versprechen gestärkt überall hingehen kann, weil sie bislang noch nichts realisieren musste.

Genau. Und die SPD muss sich halt auch sehr überlegen, ob gegen eine Depression hilft, zu sagen, ja, wir haben jetzt irgendeinen Steuersatz um drei Prozent angepasst, ab dem Jahr Also dieses Folgenlose, wir machen irgendwas, was sich gut in den Nachrichten ankündigen lässt, aber niemand spürt irgendetwas.

Man spürt sich nicht mehr. Diese Leute wollen sich gerne ritzen und so. Dann merken die, dass überhaupt noch ein bisschen Welt da ist. Und da könnte man jetzt nochmal in diesen amerikanischen neuen Wahlkampf, also beim Dani und so, sich mal anschauen. Das passiert jetzt auch die kommenden Tage, dass da einfach die Wahl stattfindet.

Ahrens kann das natürlich jetzt ein bisschen ausführen. Ich wollte eben, dass Deutschland und die weiße Rasse eben die Welt beherrscht. Oder zumindest, dass wir hier keine Menschen anderer Rasse ins Land lassen. Wie stehst du jetzt dazu, wenn du das so sagst? Nur nicht weiß, aus welcher Motivation ich das selbst damals sagte.

Und ich weiß, dass diese Ur-Motivation, dieses rechte Grundgefühl eben einfach keine rationale Überzeugung war, sondern ein Gefühl. Und im Grunde würde ich ihr zum Nachhinein sagen, einen Ein Symptom einer tiefsitzenden Depression, also auch ich hatte diese Untergangsangst. Auch ich hatte diese Angst, dass diese Welt im Grunde für mich keinen Raum bietet und dass ich mir diesen Raum erstreiten muss und dass diese Welt oder irgendwelche in dieser weltwirkenden Kräfte mich ausmerzen wollen und dass ich im Grunde eine Defensive dagegen führe.

Ich fühlte mich nicht als Aggressor, ich fühlte mich in der Defensive. Und diejenigen, die mir nun diese Defensive absprechen wollten, die jetzt sagen, ja, das ist aber eben rassistisch oder schlecht oder böse, was du machst, die sah ich als Handlanger dieser Aggressoren. So, ich bin sehr gespannt auf dieses Buch im Salon, denn Zerstörungslust.

Ja. Jetzt sagt Ahrens aber, wir sehen uns in der Defensive. Wir sind nicht die, die was aktiv kaputt machen wollen, sondern das kaputt machen sieht allenfalls aus der falschen Richtung so aus, wie was kaputt machen, eigentlich sind wir die Bewahrer. Wir verteidigen etwas. Also das wird noch zu überprüfen sein.

Make America great again. Er sagt, er nicht will zu schlagen Amerika. Genau. Und man hat jetzt so eine Vorstellung von früher war alles besser und so weiter und so fort. Und da ist es halt gerade noch so ein akademischer Diskurs, dass man die dann vorwirft, ja wir wollen doch an morgen denken und nicht an gestern und dann sagen die einfach, nee, morgen ist nicht mehr.

Wir verteidigen jetzt, dass was gestern war. Also diese Defensivhaltung. Bender... Also wir kommen ganz nah jetzt an so eine klinische Depressionsdefinition in Sachen, was sind so therapeutische Gegenmaßnahmen. Und dann kommt auch raus, dass AfD-Wähler unglaublich einen starken Ordnungstrang haben. Sie vielstecken.

Unionswähler haben das auch ein bisschen, aber weit nicht so stark wie AfD-Wähler. Und anders als Unionswähler haben sie eine ganz starke Empfänglichkeit für Ängste und Zülung, nennt das dann Neurotizismus. Also, wenn man denen erzählt, übrigens, hier kommen jetzt so ein paar hunderttausend Leute aus Afrika, die wissen nicht genau, wer will das nicht einfach mal rein oder so.

Manche Leute sagen dann, das kann interessant werden und es belebt die Deutschen. Gastronomie oder was auch immer. Und andere, die eben so sind, entwickeln dann ungeheure Ängste. Und es beleide ich sozusagen ihren Ordnungssinn, dass da was unkontrolliert an der Grenze passiert und so. Und so kann man daher kommen, ein bisschen erklären, wie das zustande kommt, dass eben in anderen Zeiten, die nicht so krisenbehaftet sind wie unsere.

gibt es auch immer Leute, die sehr angstempfänglich sind, aber die verstreuen sich dann irgendwie oder die beteiligen sich nicht so an der Politik oder die sind mal hier, mal dort oder waren vielleicht früher in der Frinsbewegung oder so. Und jetzt heute versammelt diese AfD sehr stark solche Leute und macht denen das ganz konkrete Versprechen, sie auch von ihrer emotionalen Last zu befreien.

Also diese Vorstellung von Nationalismus, die da mobilisiert wird. hat ja ganz viel mit diesem Ordnung, wo, wo kann ich meine Ordnung verankern? Ah, im Nationalstaat. Und das begegnet uns in ganz vielen anderen Diskussionen. Wie zum Beispiel, Ole bekommt diese Frage von dieser Bozetti, wann bist du bereit, deine Heimat zu verteidigen?

Ja. Und Ole so, wie so verteidigen? Naja, aus Sympathie, mit wem soll ich sympathisieren? und so weiter, ja? Also dieses, dieses Clash auf wirklich nicht nur Culture, sondern grundlegende Paradigmen. Auf die Frage hin, wann würdest du mit Waffengewalt deine Heimat verteidigen? Ja, könnte man ja genauso gut sagen, ich als Frankfurter würde niemals auf den Offenbacher schießen.

Ja. Und dann würden die in der ARD und im ZDF und in allen Scheiß-Podcasts sofort sagen, es geht doch nicht darum, auf Offenbacher zu schießen, sondern auf, ja, was denn? Naja, die aus anderen Ländern. Ja, Franzosen, ne, Franzosen nicht mehr. Genau, jetzt Franzosen nicht mehr. Also, das, was der Bender hier beschreibt.

Ja. Und der Ulrich ... Wie heißt der von der Zeit? Ulrich? Bernd Ulrich. Der damals, als die AfD siebzehn Prozent hatte, also geschrieben, oder fünfzehn Prozent, bei der Bundestagswahl, ich glaube, seit Jahrzehnten oder so, meint er so, steckt nicht in jedem von uns so fünfzehn Prozent AfD. und bei diesem Werbpflichtsdiskurs im Sinne von, wann würdest du hier auf wen schießen?

und dass man gar nicht darüber redet, auf wen zu schießen ist, sondern völlig klar ist, auf die verhassten Russen. Da muss man sagen, ihr müsst euch selbst hinterfragen. Nicht immer nur über AfD-Leute reden und so. Dann fragt man bei euch selber nach, wo stecken eure fünfzehn Prozent AfD? Und wenn es mal dreißig Prozent sind in Deutschland, ist das die selbe Frage.

Wo stecken die dreißig Prozent AfD in dir, die das ermöglichen? Ja, und das ist ja so erstaunlich wirklich bei dieser Werbpflichts-Diskussion, dass man Sagt ja, das ist selbstverständlich, dass man sich mit der Nation so sehr identifiziert. Aber wenn ich das tue, dann muss ich ja konsequent auch sagen, genau da muss ich die Nation auch laufen schützen.

Vorflüchtlingen, zum Beispiel. Das liegt ja eigentlich sehr nah beieinander. Deswegen erleben wir für mich die interessanteste Querfront aller Zeiten. Also die Querfront, die wir ja lange Zeit diskutiert haben, war jetzt im Querdenkerlager und Wagenknecht. Und weiß ich nicht, wer ist an der Seite von Höcke.

Interessant ist ja eigentlich diese Querfond, ich würde es mal in der Eiferheit halber sagen, fast auch dann alphabetisch gut zwischen Anne Wilde und Alice Weidel in Bezug auf die Werbpflicht und auf die Aufrüstung. Genau. Also in allgemeinen Diskussion ja, immer dran denken, Ordnungstrangen und Angst.

Egal was wir fragen kommen, wie zum Beispiel zum Thema Werbdienst, immer zurückfragen, also fast therapeutisch so her, liebe Frau Bosetti, warum haben sie solche Angst vor den anderen und warum ist ihr Ordnungsrahmen der Nationalstaaten? Sollten wir das nicht noch mal besprechen? Ich dachte, wir sind weiter.

Direkt auskontern. So Arendt hat eine sehr schöne Analogie. Er redet vom Meeresgrund. Ich finde jetzt das sehr plausibel. Also die AfD macht das besser, was eben der der Sumpf oder der Meeresgrund besser macht. Also Dinge fallen nach unten und die AfD ist sozusagen ganz unten und fängt die Dinge auf.

Also in dem Maße, wie die Gesellschaft sich desintegriert und immer mehr Leute abgehängt sind und immer mehr Leute depressiv werden, sammeln sie sich bei der AfD. Völlig richtig, völlig richtig, will auch nochmal hier betonen, dass mich das enorm geärgert hat. während der Ampelzeit, hat man die Rezession geleugnet.

Immer wieder gesagt, naja, aber ganz so stimmen sie jetzt nicht. Außer dem gibt es ja schon da einen Hoffnungsschimmer. Wir werden gleich sehen, wie dramatisch die Zahlen sind und wie lange sie es schon sind. Das heißt, da ist schon ganz viel nach unten weiter gefallen und denen, die da vielen, hat man noch von oben zugerufen, nein, nein, das ist alles gar nicht so.

Und die AfD muss nur da sitzen und die Hände aufhalten. Genau. Also früher hieß es, du kannst dich tiefer fallen als in Gottes Hände und heute bist du natürlich gottlos und fällst auf das... Unentdeckte Land Meeresgrund, also sagen wir immer, wir kennen mehr von der Mondoberfläche als vom Meeresgrund, also da fallen wir gerade hin und allein weil der Meeresgrund halt da ist, so funktioniert dieses Prinzip.

Also, dass man auch nochmal gut auf unsere Migrationsthematik, die wir eben angesprochen haben, also Migranten, die durchaus mit der AfD was anfangen können, da können wir das auch dann finden, die erleben dann auch ständig dysfunktionales, fallen also auch nach unten und erwartet die AfD. Niemand ist näher Meeresgrund als Migranten in Deutschland.

Also das ist ja nun. Von daher hier nur kurze Zäsur im Sinne von, wenn das, was wir bisher gehört haben, von Bender und Arendt so stimmt und ich finde es ist sehr plausibel, dann müssen wir uns wirklich darauf einstellen, dass die AfD hier dreißig, fünfund dreißig Prozent in den nächsten Jahrzehnten holt.

Also das ist einfach ein Phänomen, das für immer bleibt und es sich noch, also einige Potenziale hat ausgebaut. Zumindest länger bleibt. Nun hat man ja auch ein bisschen mit Realität zu tun. Bender erklärt mal, Trump ist ja wirklich da von Leuten, die sozusagen auf mehres Grund warten durch diese, was sind das hier, ich sinke irgendwie ein, keine Ahnung, Orientierung suchen, die haben ja jetzt alle Trump gewählt.

Also wir können jetzt immer Trump auch mal nehmen als natürlich ganz andere Situation, aber es ist ja so ein bisschen ein Beispiel für eine rechtspopulistische Regierung und ich kann da jetzt nicht erkennen, dass Amerika jetzt geordneter wäre, sondern das ist Chaos, das ist ständige Unbeständigkeit. Man weiß nie, was morgen ist und Krieg und Frieden und Krise und Zölle und was nicht alles.

Also genau, das ist ein Widerspruch, der ja aber vor allem auf der rationalen Ebene besteht. Also wo man dann auf Leute einreden würde, seht ihr denn nicht, jemand denkt doch mal nach, das macht doch keinen Sinn, alles. Und ich verstehe das immer. Also, auf mich würd das auch Eindruck machen, so ein rationales Argument.

Aber ich glaub, das ist ein bisschen so, wie wenn jemand, der wirklich Höhenangst hat und wirklich grad eine Panikreaktion hat und der soll in die Seilbahn steigen und auf dreitausend Meter hochfahren. Wenn man dem sagt, du, guck dir doch mal die Stahlseile an. Wir haben das mal durchrechnen lassen von Ingenieur.

Du musst dir wirklich überhaupt keine Sorgen machen. Guck mal, Zuglast, fünf Tonnen, was weiß ich. Das funktioniert nicht. Also, das ist eine andere Ebene. Das ist Ratio und Rationalität. So erkläre ich es mir, ist das, wenn man auf AfD-Leute einredet mit diesen ganzen Faktenchecks und den ganzen Argumenten.

Funktioniert nicht. Wir haben dafür ein kollektives Beispiel. Der Brexit. Der Brexit ist jetzt zehn Jahre her, fast. Die Briten machen das einfach als Tabu. Neische Verrage, so stark wie nie. Alte Parteien aussatiert, das ganze Land auf links gekrempelt, Armut, sondern das gleiche Gesundheitssystem nicht mehr in der Rede wert.

Aber es wird auf gar keinen Fall über den Brexit geredet. Einfach ausgeschwiegendes Thema. Ja, wir haben das ja jetzt das letzte Mal gehabt mit den vielen Migranten, die aus afrikanischen Ländern gekommen sind, aufgrund des Brexit. Ja, und man hat völlig irrationale Politik, die dann wieder nachgearbeitet werden muss.

Wieder Stimmungsverschwankungen und so weiter. Also es ist, diese Idee von Deutschland ist ein leichter Land der Dichter und Denker und wenn das hier ökonomisch dem Bach runtergeht, kriegen wir das irgendwie aufgeklärt, so. wird nicht passieren. Also da kann man schon mal große Angst vorhaben. Warum ist es so?

Warum ist nicht die SPD der Meeresgrund? Ja, dieselbe Frage eben jetzt. Warum macht die SPD keine Aufklärung an Arendt? Warum schafft sie das nicht? Ökonomische Stabilität und so weiter. Weil die Menschen, wenn es ihnen schlecht geht, nicht zu einer Lösung tendieren, sondern zu einer Reflexhaltung und sozusagen nicht diese könnte man jetzt sagen vernünftige Optionen der Solidarität.

Die AfD wird verkörpert in der Haltung? Nicht die vernünftige Haltung der Solidarität und der sozusagen rationalen Betrachtung gesellschaftlicher Zusammenhänge wählen, wo man dann sagen könnte, okay, es geht uns schlechter aufgrund vielleicht von Ungleichverteilungen. Und da müsste man dann strukturell gegenvorgehen.

Das macht eben der Intellektuelle, der nicht persönlich davon betroffen ist jetzt. Aber die meisten Menschen, wenn es denen schlechter geht, dann reagieren sie eben wie der Mensch als Tier. im In der Savanne reagiert er, wenn er eine Bedrohung sieht. Er hebt den Speer auf und geht in eine aggressiv-kämpferische Verteidigungshaltung gegen den Fremden, der als Bedrohung wahrgenommen wird.

Ich denke, es ist ein atavistischer Natur, wüchstiger Reflex. Das kann ich auch gut nachvollziehen. Vor allem merkt man da auch noch mal. Wie wichtig es ist, das so einzuordnen, wenn wieder Leute ankommen und sagen, das Ökonomische spielt oft gar keine Rolle. Ich hatte das jetzt auch kürzlich nochmal, dass ich so einen Vortrag hörte von jemandem, der sich mit Rechtsextremismus beschäftigte, der dann sagte, nein, es ist immer der autoritäre Charakter.

Und dann denkt man aber, ja, es gibt diesen autoritären Charakter und das scheint auch ein ganz starkes Phänomen zu sein. Aber das Ökonomische ist ja davon nicht losgelöst. Die Sache ist nur die, die ökonomisch fallen oder davor stehen zu fallen. Werden sicher über ihre ökonomische Lage oft nicht in der Weise bewusst, dass sie sagen, ach so, das liegt wohl an den Mieten, dem Neoliberalismus, der SPD die nicht geliefert hat, die doch eigentlich sich besinnen müsste auf, bla bla bla, sondern das wird genau dann nicht mehr weiter analysiert, wie die Briten auch nicht ihre ökonomische Lage bereit waren zu analysieren.

und dann ist dieser Autoritarismus als Angebot da und wir nehmen sie. und wenn sie dann in Umfragen gefragt werden, dann sagen sie irgendwas von, ich brauche eine starke Führungsperson oder wir brauchen eine starke Führungsperson und sie reden dann nicht über die Ökonomie. Das heißt aber nicht, dass die Ökonomie irrelevant ist, sondern sie wird, sie ist eigentlich so präsent, ja, wenn man bei dem Meer zu bleiben, es ist wie der Fisch im Meer, der gar nicht mehr darüber nachdenkt, dass er im Wasser ist.

Ja. Also ich will jetzt kein Marxist werden und so, ne? Nein, um Gottes Willen. Was ja freuen wir dich ja vor Bewahren, nein. Also das ist ja eigentlich mein großes Projekt innerhalb dieser zehn Jahre. Aber sehr viele Sachen dicht zum Marxismus zu ziehen. Auf halben Wege so halb geschafft. Wir haben diese Themen jetzt hier, Rassismus, Dings, wie wir das beschrieben, dann können irgendwelche Leute sagen, der Ahrens ist aber ist ja wirklich ein Aussteiger, wie auch immer.

Das sind alle sekundäre Fragestellungen. Primär, wenn man jetzt dieser Marxistischen These folgt, primär ist einfach, haut das Ökonomische hin. Wenn ich diese These jetzt mal anhänge aus sehr plausiblen Gründen, wir haben in Amerika diesen Präsidenten, der so lebt, wie sich arme Leute in Reichen vorstellen.

Er ist also stellvertretend für sie reich. Ja. So auf so einer ganz vulgären Art und Weise. So wie die Geißens hier. Genau. Und diejenigen, die das nur aus Zuschauersicht erleben, aber damit sympathisieren, sind in diese Problemlage, die Donald Trump nicht hat, emotional involviert. Und das ist das Signalwort für alle therapeutischen Versuche, jemanden, der emotional involviert ist.

Der kann sich nie selber am Schopfer daraus ziehen, sondern der braucht dann Hilfe. Und wenn diese Hilfe nicht da ist, dann kann man noch so klug das durchschauen, dann ist es einfach wie es ist. Und das haben wir hier gerade politisch. Jetzt hast du das so schön ausgeführt und wir sind hier ganz im therapeutischen Bereich.

Ich werde ja, wenn ich bei Podiums Diskussionen immer gefragt, was kann man denn tun? Dann sage ich immer, gut ist regional etwas zu tun. Die Sportvereine, die Jugendzentren, also überall dort, wo Sozialität stattfindet, kann das Rechte nicht funktionieren bzw. wir sehen ja jetzt diese große Gefahr, dass alles mal abgebaut wurde.

kommen die Rechten und sagen, wir machen jetzt ein Familienfest und hier kriegt jeder gratis eine Bratwurst. Dadurch bekommen die jetzt wieder Zulauf. Also das ist das eine. Wir können aber ja nochmal, jetzt, wenn wir in dem Therapeuten schon sind, so weit gehen, dass man eigentlich sagen müsste, wir haben so ein Haustür-Wahlkampf jetzt erfolgreich gesehen, weil den Linken oder auch bei der Petition Deutsche Wohnen und Co.

enteignen. Eigentlich müsste man so Therapeuten haben, die an die Tür klopfen und sagen, wir machen mal ein Gesprächsangebot. Wir können uns einmal die Woche oder wie sie wollen unterhalten. Wir sind dann da, so ganz allgemein mal gesprochen. Also ich weiß, das ist jetzt schwierig umzusetzen. Wir brauchen auch wirklich sehr viel Manpower dafür.

Wir können es beziffern. Aber das ist eigentlich der Punkt. Damals schon bei Obama war einfach klar, pro Bundesstaat sind hier fünfzig bis achtzigtausend Leute. sozusagen auf der Straße und führen Gespräche. Naja, die werden so angeschrieben von der Kampagne. Und dann heißt es, wir haben sie identifiziert, wir wissen, dass sie schon Obama-Freund sind, aber drüben wohnt im Haus siebzehn jemand und so weiter, ne?

Und dann führt man dieses eine Gespräch. Denn Mamdani war jetzt in der Daily Show bei... Aber hier reicht ja nicht ein Gespräch bei Leuten, die emotional so verdient sind. Das ist ja das Schwierige daran. Aber das Faszinosum ist ja, weil du jetzt so gesagt hast, das Lokale. Leute reden ja derzeit über Innenstädte.

als wären sie da die ganze Zeit. Aber die Straße, über die sie selber jeden Tag fünfmal gehen, also pro Jahr, siebzigtausendmal, so, die sind völlig egal. so, über die reden sie nie. So, der Mamdani war jetzt bei John Stuart und erzählt dort so, und wir denken ja immer, das große TikTok-Zeitalter, der Ahrens, der Kraa und so weiter, ne?

In New York haben die einfach eine Kampagne mit achtzigtausend Leuten, die für die Kampagne, also nicht nur angesprochene Nachbarn, sondern wirklich so richtig, das sind achtzigtausend Leute, die einfach in New York Wahlkampf machen. Und dann klopft er so auf den Tisch, und führt zuvor wieder in fünfzehn Sekunden warten und dann ein Gespräch führen über Mamdani.

So, und dann beschreibt er dieses Prinzip. Hier geht es nicht darum, Wähler zu gewinnen, sondern die Koalition zusammenzustellen, mit denen man später die versprochene Politik auch wirklich macht. Von der er nämlich immer heißt, nee, also in den Institutionen kriegst du Disney. Und wenn wir bei Trump gesehen, er bringt einfach seine eigene Institution mit und baut die Alten ab.

So, also wird einfach ein kompletter bis hin zu Teardown The White House und so hergemacht. Das ist wirklich das halbe Gebäude. Jetzt hätte er sprengen müssen. Das wäre auch cool gewesen, damit so ein Bagger das so verschämt zu machen. Und dann kommt da ein Ballroom hin. Und so kann man natürlich Politik mal wirklich ganz neu denken.

Also im Sinne von diese Meeresboden-Ideologie, dass man wirklich dieses train the swamp, also einfach so ein ganzen Meeresboden mal abpumpt. Ja. Und da mal wirklich dann sieht, was da so los ist. Wir alle kennen das doch, wenn wir in der Innenstadt sind, haben wir doch keine Möglichkeit, irgendetwas zu machen.

Gar nicht. Gratis. Wir können uns ein Café, ein Restaurant reinbegeben, ein Fast-Food-Kette. Wir haben Gleichförmige Innenstädte, die immer mehr verweisen, weil die Leute online bestellen, was auch grundsätzlich nicht schlimm ist, nämlich es war nie so, dass man sagen musste, eine Innenstadt braucht... Fünfzehn Deko Shops oder irgendetwas.

Warum soll es das in der Innenstadt geben? Wie könnte eigentlich die Innenstadt anders aufgebaut werden? Es gab ja dann im Zuge der Lockdowns, so große Überlegungen. Wie müssen wir die Innenstadt neu denken? Ist ja nichts von geblieben im Prinzip, bis auf ein paar regionale Projekte. Bedeutet also diese Innenstadt ist eigentlich eine, die die ganze Zeit Menschen produziert, die auf den Meeresgrund fallen, weil nur wenige, da ird hier auch Richard David brecht, nur wenige das Geld haben, um diese modernistische Konsum Subjektivität hervorzubringen.

Das sind Leute, die verdienen fünftausend und mehr, die können shoppen gehen und sagen, Mensch war wieder ein toller Stark in der Stadt. Und für die anderen ist die Frage, wenn ich jetzt hier bei McDonalds was esse, dann kann ich aber nachher nicht noch mehr hinten einen Kaffee leisten, also was mache ich?

Das ist die Frage, die sich stellt. und vielleicht kann auch jemand zu H&M was kaufen gehen und das war es. Also wenn die Zahlen stimmen von Scott Galloway, dann ist jetzt in Amerika fünfzig Prozent des Alltagskonsums, es wird von zehn Prozent der Leuten gemacht. Ja, das halte ich für nur noch die Apoklas ist so in der Innenstadt.

Und ich habe es gestern für Frankfurt mal für ein Text auf meiner Seite kurz nachgerechnet, natürlich mit KI-Hilfe und so. Aber in Frankfurt gibt es da eine Dreißigtausend Mietwohnungen und wir kennen ja die Mietpreise und so. Das heißt, in Frankfurt wird jedes Jahr ein Betrag von fünf Milliarden Euro mobilisiert, nur damit hier gewohnt werden kann.

Und für den Einzelhandel sind es nochmal sechs Milliarden. Also allein wohnen, dass Leute anwesend sind. Und Einzelhandel, dass sie sich versorgen, sind schon elf Milliarden. Ich würde jetzt wie in der Stadt in Frankfurt nochmal das Doppelte drauflegen für so Filifanz und so. Das heißt, diese Stadt pumpt einfach jedes Jahr zwanzig Milliarden durch.

Und das sieht man ihr aber nicht an. Also es gibt so ein paar Hochhäuser, die machen aus dem Panorama, so aus der Ferne macht das Sinn und sieht schön aus. Aber... Im Grunde lebt jeder vor sich hin, mit dreieinachtzig am Tag und so. Das ist im Grunde das Stadtbild Frankfurt am Main. Also da gibt es unendlich viel eigentlich mal zu machen.

Und klar, man könnte dann die Gegenrechnung, das ist natürlich dann aufwendige Recherche, diese zehn Milliarden, die also nicht pro Tag, pro Nase einfach gleichmäßig verteilt irgendwo ausgegeben werden, also mit denen in Japan Skige fahren wird und in Neuseenlanden Bunker gebaut und so weiter und so fort.

Warum ist das Geld dort? Warum ist das nicht einfach hier in der Stadt? So, und das generiert Meeresgrund. Und jetzt schaut natürlich keiner so ins Detail auf die Lebenswelt, auf die Straße vor der eigenen Haustür, sondern wir haben nur noch ideologische Großwetterlagen. Und da macht man zwar noch namentliche Unterschiede, aber wir hören das jetzt nicht einmal und überlegen uns so ein bisschen, was war nochmal der Unterschied zwischen Hardcore, Sächsische Schweiz, Nazis und irgendwelchen Salafisten beim IS.

Das heißt, ich glaube nicht, dass diese rechten Parteien ur, also ursächlich dafür verantwortlich sind, dass junge Männer nach rechts rücken, weil ich glaube, dass sie das im Grunde einfach abgrasen, ein Potenzial, was sowieso in der Luft liegt und warum das ausgerechnet jetzt heute in der Luft liegt.

Ich glaube, das waren nie weg. Ich glaube, das wird nur durch Social Media im Grunde entfesselt. Aber dieser Rechtsruck und ein allgemeiner autoritärer Turn und der Wunsch nach festen Strukturen, nach eben solchen festen Konstrukten, Nationalstaaten, Imperien und Identitäten, ob eine religiöse Natur oder nationaler Natur, der ist Ausdruck einer allgemeinen Verunsicherung und eben, ich würde sagen, das scheinbare Gegenmittel zu dieser Depression, die eben das rechte Grundgefühl ist.

Also das rechte Grundgefühl ist, ich bin verloren in einer mirfeindlichen Welt und die scheinbare Antwort darauf ist, ich habe eine Identität, die mich eben mit anderen zu einem starken Kollektiv verbindet, sei es nur national oder religiös. Ich denke, dass Islamismus und Rechtsextremismus im Grunde halt dasselbe Grundgefühl ausdrücken in unterschiedlichen Kulturkreisen.

Ja, also das sagt jetzt nicht nur Eirik Aras, da gibt es gute Bücher. Wir haben das häufig hier gelesen, der schwarze Staat oder wie auch immer, dann diese Aufklärung über die CDU christlich und konservativ. Wie hängt das miteinander zusammen? von Andreas Pütmann und so. Und es ist immer wieder dasselbe.

Im Grunde ist... Die kleine Unterscheidung zwischen die Frau ist zu Hause am Herd, kümmert sich um die Kinder. Am Sonntag geht's in die Kirche und jeden Morgen im gleichen Rhythmus macht man irgendwelche Rituale. Da kann man sich dann aussuchen, ob man das unter dem Deckmantel des Mutterkreuzes oder des Salafismus oder was auch immer macht.

Das ist dann halt noch so eine kleine Geschmacksfrage. Aber im Grunde... Frau der Intensität, ja. Das auch, genau. Das sind dann noch so kleine Unterschiede, aber in der Rest ist im Grunde gleich. Ein großes Thema, das hier besprochen wird, die Medien. Denn die unmittelbare Lebenswelt Frankfurt am Main, klar, ich sehe sie auch ab und zu im Fernsehen, wenn irgendwas mit Börsenbericht ist, aber typischerweise erlebe ich Frankfurt durch eigene Erfahrung.

Und jetzt muss man auch hinterfragen mal die Realität der Massenmedien von Luhmann. Wir kennen die Welt, in der wir leben, aus den Massenmedien und nirgendwo sonst. Das stimmt und er macht eine sehr klugen Argumentation. Die Maßstäbe auch, wie wir im konkreten Alltag mit anderen Leuten reden und was wir beobachten, wird davon geprägt, was in den Massenmedien stattfindet.

Nur, wenn dann ein gigantischer Medienwandel stattfindet. Also in Redaktionsschluss ein Aufbau von Facebook, jetzt TikTok, der ganze Kram, Wahlkampf noch bei TikTok im Videoform und so. Müssten wir doch eigentlich mal, also klar, dass ich renne jetzt auf eine Tür rein, was meine Podcast angeht und so, und was wir hier besprechen, aber müssen wir doch einmal darüber reden, oder?

Also das ist jetzt so. Hier in dem Gespräch wird es jedenfalls auch mal gut thematisiert. Das wirklich ausschlaggebende in meinen Augen war... das rasante Wachstum in dieser Chorhorte. Du wirst das wissen. Wirklich ein hitlerisches Lauffeuer. Zwei Jahre zuvor, also gab es dieselbe Studie schon mal. Die Chorhorte war um ein Jahr verschoben.

bei den, waren dann siebzehn bis dreißig hier. Also es gibt eben die sehr jungen Männer. Und die da als Manifest rechtsextrem gemessen worden waren zwei Jahre davor, ein Prozent. Also in zwei Jahren von ein auf zwölf Prozent. Ich würde so weit gehen, dass als den Ahrens-Effekt ... zu bezeichnen. Ja, das ist sicher so.

Also ich war sicher in Deutschland insofern durch diese TikTok-Kampagne mit gerade der Auslöser dafür, aber nicht die Ursache. Und es hätte auch vielleicht statt mehr jemand anders auf diese... Was ist dann die Ursache? Ja. Also vorher auf YouTube konnte man halt einen Kanal, der Hitlerreden postet, irgendwann einfach zensieren.

Aber auf TikTok kann halt jeder eine Hitlerrede hochladen und kann damit sozusagen relativ schnell viral gehen. Und wir sehen also innerhalb weniger Jahre jetzt, dass tatsächlich so um die zwanzig Prozent auch der Jugend halt rechtsextreme Veranlagung haben. oder Prägung oder wie auch immer, aber sie sind halt irgendwie rechtsextrem.

Aber die, also wenn ich die richtig verstehe, jetzt durch Social Media bekommen haben. Die sie nicht dadurch bekommen haben, sondern die sie jetzt halt authentisch ausleben können und sich dann dafür auch nicht mehr schämen, weil sie auf TikTok halt Gleichgesinnte finden. Also wer rechtsextrem irgendwie ist, der findet auf TikTok sofort die richtige passende Bubble und dann auch die anderen und man kann sich dann gegenseitig in den Kommentaren halt bestärken.

Stimmt soweit. Hier muss man die Genderfrage nochmal groß einbauen. Und auch einbauen, dass wir jetzt gerade wieder andere Trends erleben, nämlich bei den ganz jungen Leuten, dass sie gerade nicht weiter nach rechts dendieren. Genau, und das wird aber getrieben über Frauen und junge Männer, die sich vielleicht dann doch auch mal an Frauen orientieren.

Das ist ja auch ein Phänomen, das man mal mit einpreisen muss, wenn es hier um siebzehn bis idol dreißig Jahre geht. Das ist ja nun das Matingalter. Bender beschreibt das natürlich jetzt aus seiner Sicht, also wir haben doch hier die große FHZ und so. Das Internet, ja. Also kurz bevor die AfD aufkam, fingen auch die älteren Generationen in Deutschland an sich auf Facebook zu organisieren und den ganzen Social Media Kram mitzumachen.

So, das war ja schon bei Trump I ein ganz wichtiger Punkt. Nee, es ist nicht YouTube, es sind die Talkradio-Hörer, die alten Leute. der einfach Rush Limbaugh den ganzen Tag gehört haben. Und war dann sozusagen einer Welt ausgesetzt, in der diese Algorithmen wirkten und diese Emotionalisierung. Und war eben nicht mehr in einer Position, wo einzelne Akteure in einer Debatte, die immer gleichen sind, also der Journalist, der das vollberuflich macht, steht in der Pressekonferenz und stellt dem Minister eine Frage.

Und wenn der Minister am Dienstag nicht antwortet, stellt er die am Mittwoch nochmal und so. Da so entsteht auch so eine Verantwortung. Der Minister kann sich dem nicht entziehen und der Redakteur ist auch immer der gleiche. Und wenn man so ein Mob hat im Internet, so ein Shitstorm-Mob und was auch immer, dann zerfließen alle Prozesse, in denen irgendwie es eine Verantwortlichkeit gibt.

Also wenn der Trump heute die einen vom Kopf stößt, dann holt er sich die Unterstützung halt von den anderen oder so. Es sind immer wechselnde Figuren, wechselnde Verantwortlichkeiten und so. Es setzt sich alles zerflossen, was wir mal an demokratischen Strukturen hatten, die ja immer gelebt werden müssen.

Es geht ja nicht nur um Parteien oder was im Grundgesetz steht, sondern du musst ja in der Gesellschaft so was sagen, wir diskutieren das jetzt, dann kommen wir zu einem Ergebnis und dann akzeptieren wir das auch. Und das ist, glaube ich, alles zusammengebrochen. Wir müssen eigentlich gar nicht, langer Rede kurzer Sinn, wir müssen gar nicht so viel über Trump und die AfD reden, sondern über die Art, wie wir politische Entscheidungen treffen in der Gesellschaft.

Und wenn wir das wieder reparieren, dann sind die Symptome auch weg. Wie jedoch soll das repariert werden? Das ist mir nicht klar. Das ist mir auch unklar. Können wir jetzt nicht sagen, wir schalten mal wieder einen Gang zurück, stellen wieder eine Presseanfrage, warten einen Tag, solange wird bei YouTube nichts gesendet, wie sieht das aus?

Genau, also das ist ja absurd. Ich würde auch sagen, klar, hier ist Justus Bender jetzt einfach gefangen in dem Willen, dass auch die FAZ einfach noch zwanzig Jahre da ist, solange er seine Schreiberbiografie noch beendet. Aber was wir auf jeden Fall haben, ist ein Medienverhalten, das in einem gewissen Verhältnis zur Welt steht.

Also damals war einfach völlig klar, die Leute interessieren sich für sich selber, also müssen wir für sich selber Politik machen, das Ausland dagegen ausgeblendet. Also, dass wir heute so Lieferkettenverantwortlichkeit, Klima thematisieren und so. Das kommt ja alles aus einer Sensibilisierung über Chaos-Mediale.

Komplikation, dass einfach alles jetzt mal in einen Top geworfen wird. Und plötzlich heißt es, ach so, es müssen wir auch noch an die nicht-deutschen, die nicht mal in Deutschland sind, denken und für die Verantwortung übernehmen, was auch immer. Ja, auch das globale Kräftespiel. Das ist ja, also diese Präsenz, einfach diese Akteure in den Nachrichten, in den Podcasts, laufen wird darüber geredet.

Das ist in der Weise nicht früher gewesen. Genau, so ein ganz unmittelbares Schirmaradier damals so gesagt. Alles, was wichtig ist, steht heute in der Zeitung. Sie können in Berlin keinen politischen Move machen, der nicht in der Zeitung steht. Und das ist erst mal eine gute Sache. Auch wenn es natürlich ein bisschen schmerzlich ist, plötzlich zu sehen, am Mist im Sinne von Willy Brandt kann nicht nur schöne Reden halten, sondern da geht es auch abends zur Sache oder was auch immer.

Oder was hat Adenauer mit irgendwem besprochen in so Hinterzimmer und so. Wir haben einfach nie eine Aufklärung bekommen und es hätte damals Wenn da Ehrlichkeit gewesen wäre, einiges im Wallung gebracht. In deren Sicht ist ja das, was Trump so überzeugend macht, diese krasse Authentizität. Einfach zu sagen, ich will ein Ballroom.

Und dann ist scheißegal, ob irgendwer das für eine schlechte Idee hält und so, ich will ein Ballroom. Und diese Überzeugung einfach, der klebt man dann so rund, fragt sich, krass, das ist ja irgendwie auch mal erfrischend so was zu sehen. Nur das muss halt noch eingeübt werden. Deswegen würde ich auch sagen, nee, hier muss nicht das alte Mediensystem repariert werden, sondern wir müssen halt Und ich meine, nach zwanzig Jahren fangen wir zu langsam mal an zu diskutieren, ob wir nicht auch mal das ein oder andere inhaltlich verbieten sollen bei, was weiß ich, Vierzehnjährigen oder so, ja.

Also, so ganz langsam werden ja so Linien eingezogen. Ich würde sagen, dadurch, dass wir jetzt Sora und sowas haben, also Videoproduktionen, die ununterscheidbar sind von Realität, wird es eh wieder einen neuen Dreh und eine neue Aufmerksamkeit für Leuchtturmjournalismus geben. Allein, weil man sich darauf verlassen kann, nee, ich habe es auf der Seite der FHZ gesehen, das war ein echtes Video.

Ja, wir sind ja hier eigentlich an der Situation, wo wir sagen, wer ist der Adressat? Und wenn wir jetzt über TikTok zum Beispiel reden, dann können wir sehen, dass dort der Adressat immer weniger eine Rolle spielt. Das heißt, es gibt zwar TikToker mit einer relativ großen Reichweite, Aber deren Conversion Rate ist ja oft auch schon gar nicht so gut, wenn Sie woanders hin migrieren mit Ihren Sachen, weil es nicht so sehr an den Adressaten... Das ist ja ein Rekabert, wie er beschrieben hat.

... ist es nicht so sehr an den Adressaten geknüpft wie beispielsweise bei einem Podcast. Also auch da gibt es Clips, die irgendwo herumschwirren schon mal. Aber wir haben dann eine viel festere Verankerung an den Adressaten bei TikTok. ist ja das so gewesen, das ist ja interessant, bei Aarons und Kra, dass Kra ja verboten wurde auf TikTok und dann aber, dass erst richtig Fahrtaufnahmen, dass also andere irgendwelche Kleinstkanäle und großen Kanäle Kra-Videos produziert haben, sie hochgeladen haben und dort verteilte es sich immer weiter.

Das bedeutet, es war gar nicht mehr an den einzelnen geknüpft, nicht mehr an den Sender geknüpft werden, dann das bei YouTube ja noch eher dann vorfindet. Ja, das ist soziologisch eine der interessantesten Fragestellungen überhaupt? nämlich diese Feststellung zu sagen Kommunikation ist es nicht einfach nur, weil die Informationen im Raum stehen.

Ich sage jetzt immer, Adressat der Absender ist es ja. Der Absender. Wie auch immer. Der Absender ist nicht mehr, ja, aber der Absender ist bei TikTok nicht mehr so relevant. Ja, aber es geht auch um den Adressaten. Also klar, nur wenn du nicht mehr es direkt an eine Figur verbinden kannst, also wenn ich jetzt in der Filmanalyse spreche, dann spreche ich aus der Filmanalyse als Absender, aber wenn irgendwo was geklippt wird von irgendjemanden, der einen Take raushaut.

zum Thema Migration und der geht bei TikTok viral, stellt sich für die, die das wahrnehmen, nicht mehr auf welchem Kanal habe ich das gesehen, von wo kam das jetzt genau, sondern es hat einfach der Take gefallen. Also dass du jetzt bei dir eine Verwechslung von Adressat und Autor festgestellt hast, finde ich wahnsinnig interessant, denn dieser Kommunikationsbegriff heißt ja nicht einfach nur, es ist eine Information da.

Im Sinne von, ich sehe etwas, ich nehme etwas wahr, sondern die Information, die eine Mitteilung so besonders macht, ist ja der Aspekt der Mitteilung. Also jemand muss etwas, man muss also einfach merken, ich muss nicht gemeint sein, aber da wollte jemand jemanden was mitteilen. Und deswegen macht es, ist es für mich interessant.

Oder Ich wurde angesprochen, ich wollte jemanden ansprechen. Da hat jemand jemanden angesprochen, aber er hat ihn nicht gesehen oder was auch immer. Aber ich habe es bemerkt, wie eine Mitteilung flyphorierte. Und da ist ja schon egal, ob man jetzt das vom Adressaten oder vom Auto wie auch immer, sondern allein der Aspekt, es gab eine Mitteilung.

Und so ging das Social Media-Zeitalter los. Mal nachschauen, was Friends and Family so sagen. Dann kam irgendwann die Celebrities dazu, für die man sich interessiert. Und heute hat man einfach Inhalte. bei denen völlig unklar ist, ob das überhaupt noch eine Mitteilung war oder ob nicht einfach jemand irgendwas hat gebrompt.

Also irgendwas wurde gebrompt, hochgeladen, fertig. So, nicht mehr drüber nachgedacht. Ist das überhaupt noch zu unterscheiden von, da wächst ein Baum? Gibt es noch eine Mitteilung? Ja, also da sind wir mittlerweile angekommen. Von daher, ähm, ja, Bender hat hier gerade diese Reparation so betont und ich würde sagen, nee, sondern das muss jetzt rekombiniert werden.

Wir müssen jetzt in diesem großen Wirber von Informationen wieder Mitteilung erkennbar machen. Und sei es erstmal nur eine politische Mitteilung, bei der da nicht ewige Podcasts von Nöten sind, in dem uns der Föhrter, Eure Ausgeber, versucht, plausibel zu erklären, was der Kanzler gemeint hätte, wenn er doch nur so flehend von Kaube danach zwanzig Minuten Gespräch, ja, es stimmt schon, er hätte so mit sagen können, was er nicht meinte.

Und ich denke mir so, wow, das ist so verdreht gerade. Also toll fürs Küche her. Aber da sind wir ja mit dem Grunde. Aber nochmal, um auf diese ein und zwölf Prozent zu gehen, ich glaube halt nicht, dass. ich glaube nicht, dass sich das innerhalb von zwei Jahren verzweifelt hat. Ich glaube nur, dass bei zwölf Prozent innerhalb von zwei Jahren die Hemmung gefallen ist und das durch TikTok.

Schon klar. So, das ist jetzt seine Theorie, die Hemmungen sind gefallen. Da würde ich sagen, genau. Wir sind nämlich nicht im Angststellstand, sondern wir sind in diesem Axel-Lotte-Ding. Ja. Hier sind einfach Hemmungen gefallen. Und Leute, und das ist ja, finde ich, immer noch das Wichtigste überhaupt, sie müssen nicht von einer AfD-Ideologie überzeugt sein, um eine faschistische Gefahr darzustellen.

Wenn die Hemmungen fallen, wie bei diesen jungen Migranten auf der Straße mit einem Mercedes-Benz-Pullover, die können durchaus dafür sorgen, dass hier wieder Kassetts gebaut werden, also Echte, ohne dass sie es wollten. Das ist die Gefahr, diese Hemmungslosigkeit. Ja, das ist ja, ich hatte, das ist so irre, dass immer so gesagt wird, ja, wie überzeugt es jemand wirklich davon?

Naja, das spielt in dem Sinne keine Rolle. Ich will ein positives Beispiel geben. Ich habe das jetzt bei meinem Deep Dive auch gemacht. Thomas Mann. Der Deep Dive ist übrigens Wolfgangs neues Bezahlformat auf der Filmanalyse. Du redest jetzt eine Stunde lang über... Sogar noch länger. Oder länger. Also ich habe, genau, ich habe bei Steady, kann man das finden, das am einfachsten ist auch bei Apple Patron, aber wir empfehlen ja immer Steady.

Dort gibt es die Filmanalyse plus, das bedeutet einmal im Monat Q&A und einmal im Monat einen Deep Dive. Da gehe ich dann tief rein in ein Thema oder in einen Film und hier beschäftige ich mich in der ersten Folge. mit dem Lieblingsfilm von Donald Trump. Und das ist ein Schwarz-Weiß-Film von neunzehntfünfzig.

Nämlich Sunset Boulevard. Du musst ihn dir unbedingt ansehen. Du wirst es nicht glauben. Weil er sich da drin widersieht. Er sieht sich in einer Stummfilm-Diva, die ein Comeback herbeisehnt und zwischen Realität und Fiktion nicht mehr zu unterscheiden vermag. Jedenfalls habe ich mich da auch auseinandersetzt mit der Frage, ja muss man dann überzeugt sein.

Reicht das nicht, wenn man spielt, dass man ... Ja. Präsident ist oder zum Beispiel, dass man Demokrat ist. Und dann habe ich dann ein Zitat angeführt von Thomas Mann. Thomas Mann ist ja durch die USA gereist, um für die Demokratie zu werben. Und dann gibt es in einem Tagebuch einen Traktensatz. Ich kann das jetzt nur aus dem Gedächtnis paraphrasierend wiedergeben, dass er sich fragt, inwieweit er dort eine Rolle spielt.

Glaubt er wirklich eigentlich an diese demokratischen Ideale, die er verkündet. Die Frage stellt er sich und er sagt dann sich selbst, aber es ist gut, an diese Ideale zu erinnern. Das heißt, ob er wirklich so ein überzeugter Demokrat ist, bleibt unklar. Es ist aber wichtig, es zu tun. Und das kann man jetzt auch anders natürlich sehen, ob die wirklich überzeugte Rassisten sind, Nazis sind AfD-Anhänger, spielt in dem Sinne keine Rolle.

Die Überzeugung ist nicht das Ding, es muss nur dahin geführt werden, dass sie sagen, ich mach da mal meinen Kreuz. Und viele Sachen müssen einfach geregelt werden, wir müssen so tun, als ob, egal was Sache ist, wir können weder mit den Chinesen diskutieren, noch mit Trump, noch mit dem Virus. Und bei dem Virus war das irgendwie allen klar.

Mit Corona können wir nicht diskutieren, müssen wir einfach machen. Und bei allen anderen Themen so, Erst mal diskutieren, erst mal alles durchs Bewusstsein leiern, Ewiglage hier nochmal am Podium, da nochmal ein Marinette-Spotcast und so. Und am Ende Torfels Küche. Also Medienverhalten und Strategie, ein sehr interessantes Kapitel Bender.

Warum ist ausgerechnet diese Partei, ich sag mal... Das ist mein Finanzminister hier, hört euch den mal an. Er klingt ja mal so, als würde er ja so völlig... Warte mal, ich bin aufgestanden. Was bin ich? Politiker? Das ist ausgerechnet diese Partei, ich sag mal, der alten Herren. Das ist ja nun mindestens mal aus den Funktionsträger, am Betriebssoziologisch wirklich.

Wieso sind die gerade auf diesem modernen, medialen Ebenen so präsent und verstehen es dann auch, da die Jugend abzuholen? So, jetzt kommt eine Antwort von Bender, die für alle interessant ist. Ich würde jetzt sagen, insbesondere für Benders Kollegen, alle ja, aber auch für uns. Wir haben immer so Unterstellungen von Kompetenz und wie auch immer, also wir unterstellen, wir warnen jetzt vor, nee, Leute müssen nicht davon überzeugt sein.

Wir sehen Milliardäre und warum haben wir mit der Unterstellung, dass die sich auskennen mit Geld, mit Sachen und so weiter, ja? Ja. Die haben halt kein Plan. Und das ist hier bei Bender auch bei der AfD ganz, ganz wichtig jetzt. Ich glaube, es ist keine junge Partei, aber es ist eine authentische Partei.

Also, den ist ja alles egal. Also, wenn man jetzt mit einem Mandatsträger von, weiß nicht, Union oder SPD spricht, als Journalist zum Beispiel, dann sagt er dann so, Herr Benders kann ich Ihnen nichts sagen und da muss ich jetzt ein bisschen aufpassen. und wir haben hier Strukturen und wir haben das besprochen in der Fraktion und was nicht alles.

Und so jemand von der AfD, der sagt, ich sage Ihnen mal ganz ehrlich, Den Friedrich Merz kann ich überhaupt nicht leiden und den kann ich nicht leiden. Gestern ist das passiert und dann dies. Und so ist auch, dir Erfolg zu erklären in Social Media. Es gab Versuche, seit dem Europawahlkampf, im Jahr zwanzig, versuchen, die etablierten Parteien da aufzuholen.

Und haben das anfangs sehr schlecht gemacht. Olaf Scholz hat immer seine Aktentasche dann präsentiert, weil er die irgendwie schon immer hat. Und dann wollten die irgendwie diese Aktentasche ... in den Vordergrund stellen. Und das Social Media-Team von Markus Söder hat ihn dauernd gefragt, was sein Lieblingsessen ist.

Dann hat er ihm erzählt, weil die dachten, so ist dieser Hashtag Söder ist entstanden. Und so haben die Dachten halt, wir müssen authentisch sein. Also fragen wir Herrn Söder nach seinen Lieblingsessen. Aber was die AfD-Leute machen, ist was völlig anderes. Die setzen sich einfach davon eine Kamera und sagen, die anderen Parteien lügen euch nur an.

Ich sag euch jetzt mal, wie es wirklich ist. Und dann sagen sie irgendwas. Und man merkt, dann kommt natürlich etwas, Wo vielleicht viele sagen würden, so ist es aber gar nicht wirklich. Das ist völliger Quatsch. Und machen wir mal einen Faktencheck. Aber was die emotionale Ebene angeht, hat niemand einen Zweifel, dass diese Person von der AfD wirklich daran glaubt, dass es hier nicht die große Verschwörung gibt.

Und Merkel hat das alles mit der Umvolkung geplant. Also das Authentische ist einfach in Social Media. Wie das Make-up im Fernsehen ist das einfach das Entscheidende. Nicht drüber nachdenken. Wer medial eine Rolle spielen will? muss einfach machen. Nicht plan. Plan ist kein Machen. Plan ist das Gegenteil davon.

Von daher einfach nicht drüber nachdenken. Wir bleiben an diesem Gedanken so ein bisschen. Ahrens beschreibt mal. In diesem Zuge hatte ich eben mit Maximilian Graf im Zusammengearbeitet und tatsächlich die TikTok-Kampagne von ihm. Und dann später den Europawahlkampf, der eben ausschließlich über TikTok stattfand, durchgeführt.

Und ich kann die Frage direkt zu Beginn beantworten, warum die AfD Social Media dominiert. Weil es im Grunde ... der Bodensatz ist. Also Rechtspopulismus bedient die niedrigsten, urtümlichsten atavistischen Triebe, nämlich Angst und Abwehrhaltung. So, das heißt noch lange nicht, dass Angst und Abwehrhaltung das einzige ist, was attraktiv ist.

Wir sehen ja, was auf YouTube attraktiv ist und so. Also das ist nicht nur Angst und Abwehrhaltung, nur politisch beuten dieses Prinzip für sich aus. und jetzt muss man sich halt fragen, warum beuten die anderen Parteien nicht ihre nie das ein Triebe für sich aus, die sie da bespielen könnten, könnte man ja genauso gut machen.

Bender hat die mal besucht oder erzählt so, wie das so ist, mal über die Schulter zu schauen, wenn die AfD Medienstrategie fährt. Ja, das war mir immer ganz wichtig, das zu vermitteln, aber ich war in einer ganz besonderen Position, dass ich als Journalist ... mich da um Zugänge bemüht habe und ich wusste dann immer, was wurde im Bundesvorstand der AfD so gesprochen und in diesen internen Zirkeln.

Und ich habe gemerkt, dass von außen immer der AfD irgendwelche Eigenschaften zugeschrieben werden, die gar nicht stimmen. Also die Leute sehen den enormen Erfolg dieser Partei und unterstellen dann so eine strategische Brillanz und so eine... Wie machen die das? Die haben irgendwas verstanden, was wir nicht verstanden haben oder so.

Und ich hab immer, also aus nächster Nähe halt einfach das stimmt nicht. Ja, das sind ganz normale Leute, die eben mal noch immer dann Mut maß. Warum sind die im Internet so erfolgreich? Man schaut sich das mal an, wie das entsteht. Ich war in der Social Media Redaktion der AfD Bundestagsfraktion. Die machen die erfolgreichste Social-Media-Strategie von allen Parteien in Deutschland.

Da hab ich die gefragt, wie machen sie das? Die haben bestimmt hier irgendeine geniale Strategie, ne? So, hört, hört. Jetzt kommt die große Aufklärung. Wie machten die das bei der AfD? Das ist sehr wichtig, denn wir hatten jetzt einhundert Artikel über das Playbook. Genau. Die Strategie, das weiß ich nicht.

So, jetzt kommt einfach, der Clip geht noch dreieinhalb Sekunden, es wird alles erklären. Und haben die gesagt, nee, also ... Wir nehmen dann so ein Foto von Alice Weidel und dann schreiben wir da drauf, was sie in der Rede gesagt hat und dann geht das raus und dann liken das zwanzigtausend Menschen oder so.

Also es ist sozusagen einfach nur eine Partei, die ... die sehr authentisch ihre Emotionen kommuniziert und die keine Strategie verfolgt. Und wenn wir es sozusagen von Außenstrukturen beobachten, dann ist das unbewusst, jedes Mal. Es ist mir wirklich wichtig, das sehr zu betonen, dass das so sehr nicht durchschaut wird von denen selbst.

Diese Diskussion immer darüber, welche Strategie ist es genau und wie können wir sie herausfiltern, erinnert mich immer daran. Erfolgsrezept. Welches Erfolgsrezept haben Sie? Warum konnten Sie fünf erfolgreiche Filme in Hollywood machen? Und in Hollywood gilt seit Jahrzehnten der Satz, niemand weiß irgendetwas.

Das ist auch das Prinzip hier. Wir machen, wie du sagst, das ist das Gegenteil von Planung. Wir machen, wir machen ein Post. Sehen wir mal. Ja, Prensefort Coppola, diesen Megalopolis, für hundertzwanzig Millionen gekauft hat sich selbst verschuldet, hat vierzehn Millionen eingespielt, pleite. Ja. Das war die Strategie.

Der hat aber auch, äh, fünf, zwanzig Jahre geplant. Ja, also herztes Volk, die gehen ja gerne mal schief, aber man weiß sowas aus dem Ärmel schüttelt. Und hier muss man, also auf die Frage hin auch, was kann die SPD jetzt da machen? Wir hören gleich Antworten von Bender und so, aber wenn die Miete zu hoch ist, ist die Miete zu hoch.

Und wenn auf der Kachel nicht steht, die Miete ist zu hoch, dann hat die Kachel halt keinen Sinn. Ja. Warum sollte sich jemand für irgendwas anderes interessieren als die Miete? Leute kümmern sich um Ausländer, haben Angst und so weiter. Und für sehr viele ist einfach die Miete zu hoch. Und wenn das nicht draufgeschrieben wird auf die Kachel, dann fliegt sie halt nicht.

Punkt. Wenn man da nur drauf schreibt, wir stehen für eine starke Demokratie, dann sollte man das wenig interessiert. Bender beschreibt ein bisschen Gegenstrategie. Wie könnte man das machen? Wenn jetzt ein Anschlag passieren würde in Deutschland, was könnte einen amtierenden Minister dazu sagen? Der müsste sagen, liebe Leute, es ist furchtbar, was passiert ist.

Wir warten jetzt ab, was die Ermittlungen zeigen. Wir können jetzt nicht zu irgendwelchen Schlüssen springen. Wir können jetzt auch nicht übermäßig einen emotionalen Ausbruch haben, weil wir wissen ja noch gar nicht, was genau passiert ist. Jetzt wartet erst mal ab. Und AfD-Leute, was machen die, die gehen vor die nächste Kamera und sagen, es kann doch nicht wahr sein, dass ... Fünfzehnte Mal und wir wissen doch genau.

So, wie sollte jetzt die SPD aufnehmen? Die Leute sagen, ihre Miete ist zu hoch. Das kann doch nicht wahr sein, dass der Milliardärsvermieter, der in Berlin mehr als dreitausend Wohnungen verbietet, schon wieder zwanzig Prozent auflegt. Punkt. Nein, da musst du erst Volksgesetzgebung stattfinden, mit ... Dann schreiben wir das Gesetz selber so.

Kann das nicht die Partei machen, wo wir haben in der Politik? Also, es ist eigentlich ganz einfach. Wir wissen noch genau, wer es war und so. Und die Leute, die das sehen, sind unglaublich stark abgeholt davon, weil sie ja selbst diese Angstreaktion haben. Und weil sie Leute wählen, sagen Psychologen immer wieder, die ihnen ähnlich sind.

Wenn ich Angst hab nach so einem Anschlag und mir erzählt einen ... ein Minister, weil das ja machen muss. Ja, ich verstehe ja auch, ne? Aber er erzählt mir eigentlich, dass mein Gefühl gar nicht gut ist in dem Moment und dass ich eigentlich was falsch mache mit dem, was ich fühle. Und ich habe das Gegenangebot von jemandem, der mir sagt, genau so wie du fühlst, fühle ich auch.

Das ist schon sehr, sehr stark. Und das ist natürlich rational gesehen, ist da ganz vieles dran falsch. Aber in der neuen Medienlandschaft, in der wir sind, ist das möglicherweise wirksamer. Ja, ganz schwierig. Also das ist ja auch das, was ich jetzt erlebt habe. bei den Clips, die entstanden sind aus dem Gespräch, das ich mit Ben geführt habe, dass dann von den rechten Clips entstehen, in denen sie eigentlich mir vorwerfen, die Realität zu verdröcknen, weil ich nicht ihre Angst teile.

Genau. Und dann schreiben auch manche einen direkt an und sagen, ich habe aber Angst. Ja. Ich habe aber Angst. So, und jetzt kommt Ben. dann sagt, ja, man kann ja nicht nur mit der AfD Angst haben, man kann ja auch vor der AfD berechtigte Angst haben. Ist die Ausgangslage ja so, dass es nicht nur die AfD gibt, sondern zum Beispiel die Reicheneck von der Linken hat einen unglaublichen Erfolg bei jungen Leuten mit ihrer Art, wo man das Gefühl hat, wenn die was erzählt, die nimmt keinen Blatt vor den Mund und ist volle Kanne nach vorne und so.

Und genau, wie Sie sagen, es ist strukturell so, dass jemand, der gemäßigt ist, politisch ist natürlich auch in seiner Rhetorik gemäßigt. gemäßigt und kann da nicht authentisch und es wäre gelogen und es würde ja auch nicht ankommen bei den Leuten, die ja auch gemäßigt sind und sich das wünschen. Und ich glaube, die einzige Lösung besteht darin, sich zu überlegen, welche Emotionen hat man denn auch als gemäßigter?

Das ist ja auch eine Emotion, die Sehnsucht nach Ordnung ohne dieses neurotische Element ist ja ein reales emotionales Bedürfnis, das man zum Beispiel bedienen kann. Ich hab Angst vor einem Deutschland, dass von der AfD beherrscht wird. Das ist nicht nur eine rationale Sorge um Demokratietheorie, sondern ich hätte wirklich bammelt, dass das hier voll den Bach runtergeht mit unserem Land.

Wenn wir aus dem Euro aussteigen, als Exportnation ist hier Sense mit ganz vielem und lauter so Sachen und man sieht ja in Amerika, was dann wäre. Also ich glaube, man könnte Leute dann doch irgendwie auch, auch wenn die ... Also gerade auch so jemand, der sehr differenziert ist und überlegt und so. Aber den kann man ja auch abholen, dieser Situation.

Das muss man, glaub ich, nur üben. Und da muss eine ganz neue Sprache entstehen als früher. Also statt authentisch irre zu sein, muss man sozusagen einen emotionalen Zugang zur Mäßigung finden. Kann man das so ausdrücken? Ja, würd ich denken, ja. Und das ist, glaub ich, das ist nicht unattraktiv. Es ist nicht unattraktiv, weshalb wir die etablierten Medien eigentlich Erfahrung damit haben.

Also wenn Griechenland morgen nicht zahlt, dann wird es ganz schlimm. Und Schirmacher dann mal so. Kann man jemand aufschreiben, was das bedeutet, es wird ganz schlimm? Was? wovon redet der Schäuble? Oder dieser Montgomery-Weltärztepräsident sitzt in der Talkshow und sagt, wir müssen den Leuten Angst machen, damit sie zu Hause bleiben.

Und dann wird den auch Angst gemacht. So, jetzt Putin. Ja, also eigentlich funktioniert es ja immer ganz gut, nur nicht bei den Themen, bei dem man denkt, ja, da werden die Leute dann wirklich mal abgeholt, nur das kostet halt auch. Ja, man könnte zum Beispiel in sehr grellen Farben einmal zeichnen, wie das aussieht, wenn man im Alter zum Beispiel krank ist und möglicherweise Hilfe braucht.

oder man könnte ausmalen, was das bedeutet für Kinder, die irgendwann für ihre Eltern dort mit aufkommen müssen, was der Staat davor gesehen hat, was da schnell alles mit... in den topverwertbaren Vermögen eingeschmeißt wird. Man könnte sehr viel auch dort mit einer Angst arbeiten, die sehr weit weggeht von Stadtbildfragen.

Ja, also beim Thema Angst würde ich auch sagen, das Kind wird in der Schule nicht richtig ausgebildet. Haben sie Angst, alle Eltern so. Ja, große Angst. Sie werden im Pflegefeier viel früher als sie glauben. Haben sie Angst? Ja, ich kenne ja das Bildungssystem hier und so. Aber offenbar geht das nicht.

Irgendwie kriegt das noch nicht zusammen, weil das ist ja bei der Wehrpflicht auch. Haben sie nicht Angst, dass ihr Kind getötet wird? Da würde man ja erst mal nicht sagen, das macht mir nichts, sondern dann würde ich sagen, da habe ich aber Angst. Ah ja, dann müssten sie ja eigentlich zur Wehrpflicht eine andere Haltung haben.

Wissen sie eigentlich, das hat ein Institut ausgerechnet, dass wer Wehrpflicht leistet, später einige Tausende Euro weniger an Vermögen aufbauen kann. Ich glaube es waren zwanzig bis dreißigtausende Euro. Wir hatten die Zahlen. Macht Ihnen das nicht Angst? Du hattest irgendwas kürzlich geteilt, wie sehr Frauen einen Einkommensschwund erleben, wenn sie ein Kind haben nach dem dritten, vierten Jahr, wenn sie dann wieder zur Arbeit gehen.

Macht Ihnen das nicht Angst? Nee, da haben wir ja sozialstaatliche Programme dafür und so. Und die Kinder sind ja auch nicht von Armut betroffen, sondern nur bedroht. Puh. Einglückt. Alles noch abwendbar. Bitte habe Angst vor Putin. So, bitte kaufe für fünfhundert Milliarden Stahl, dass dann die Bundeswehr einlagern muss.

Das ist das größte Problem, wo die Sachen einlagern. Das wird jetzt erst mal geklärt. Deswegen müssen die Liegenschaften von den Städten zurück. und dann macht die Tagesschau ein Bericht wie in Bielefeld. Eigentlich ja gerade die alte Halle bereitgestellt wurde, um da Basketball drin zu spielen, damit Vereine Basketballfläche haben, aber nee, die Bundeswehr braucht es nicht.

Ist das wirklich so ein Bielefeld, ja? Also gestern in der Tagesschau, was haben wir heute? Tagesschau, zwanzig Uhr vom achtendzwanzigsten Oktober. Ja. Berichterstattung mit Bildern aus Bielefeld wie in der Kaserne. im alten Hof und in der alten Sporthalle jetzt Schüler Basketball spielen. Und der Anlass, das zu zeigen, war, die Bundeswehr hat festgestellt, sie brauchte Liegenschaften wieder selbst, weil ja erstens neue Werbpflicht und zweitens Munition muss gelagert werden.

Also fliegt man jetzt aus dieser... Also schickt man die wieder raus, schickt man die Schüler aus der Innenstadt und dann können die mal gucken, wo sie bleiben. Ja, das ist verdreht, ja. Aber Hauptsache die Angstorganisation funktioniert hier genau gar nicht, wie der Bender beschreibt. Ich frag mich, wo stehen wir da?

Haben wir die Menschen, die, ist das überhaupt realistisch, dass unsere Spitzenpolitik hat? Ja, das sind natürlich jetzt so Politiker, die in dem Politik-Podcast nachfragen, warum immer nur die AfD Angst schüren kann, ne? Während sich selber die ganze Zeit die Ausländer und so leisten können, was wir gerade ... ein bisschen zwar konkret, aber doch irgendwie abstrakter formuliert hat.

Also ich würde denken, dass man es trennen muss, das Abholen der Menschen in der Emotion und die Schlussfolgerung, die man daraus in der realen Politik zieht. Also die AfD holt die Menschen ab, weil sie sagt, ihr habt Angst, wir haben auch Angst. Und dann denken die Leute, die sind wie wir, dann wählen wir die.

Und was die Leute aber weder emotional noch rational ... dann wirklich wollen, glaube ich, ist die ganz rechtsextreme Ideologie, die dahinter steht bei vielen in der AfD. Also irgendwelche Vorstellungen, ethnisch, homogene Volksgemeinschaft und irgendwelche Sachen aus der konservativen Revolution, der Weimarer Republik oder irgend so.

Das kenne ich Leute ja gar nicht. Ich weiß nur überhaupt nicht, was Wilde in dieser Höcke. Das ist immer nur die Emotionen nicht. Also ich würde denken, der Vertrauensgewinn der AfD. Das ist das, wo man gewinnen kann gegen sie oder wo man es ihr gleich tun kann. Und dann ist es aber kein Beinbruch für die Menschen, wenn man sagt, ich verstehe genau eure Angst.

Ich habe auch diese Angst. Und jetzt sage ich euch mal, was wir dagegen tun. Und dann machen wir was, was wirklich funktioniert. Denn das, was die AfD vorstellt, das funktioniert nicht, kann ich euch sagen, warum nicht. Aber ihr könnt mir vertrauen, ich bin nämlich genauso wie ihr. Ich hab genau diese Angst.

Und ich will auch nicht, dass mein Kind auf dem Schulweg überfallen wird von dem und dem. Und ich präsentiere euch jetzt die Lösung. Und ich glaube, das würde funktionieren. Es geht nur um die, das Vertrauen, dass man sagt, das ist einer von uns. Lass den mal machen. So, und darauf lassen die sich aber nicht ein.

Die Politiker? Ja. Nee. Hier in Frankfurt, wie gesagt, elf Milliarden allein durch Einzelhandelsumsatz und Vermietung. Dieses Geld wird zu fast hundert Prozent aus der Stadt abgezogen. Das ist dann die Schwarzgruppe, die irgendwas macht mit diesen unendlichen Milliarden und dann will man irgendwie einen KI-Klasse aufbauen, irgendwo einen Heilbronn oder so.

Diese ganzen Vermieter, also die geben das Geld nicht in Frankfurt aus, die wohnen ja nicht hier. Das Geld wird direkt raus überwiesen mit der Mietzahlung des Wegs. So, und so funktioniert eine Lebenswelt nicht. Und jetzt sagt der Justus Bender einfach, ja, man kann ja dann einfach das mal adressieren.

Und ich denke mir so, ja, du redest hier gerade mit dem Finanzminister von Hessen, denn der wollte hier in Frankfurt Bürgermeister werden und so, also hier der Boris Rhein und er redet jetzt mit dem Finanzminister, der für Boris Rhein arbeitet und so. Kann man sich vorstellen, dass die sich mal hinsetzen und hier mal ernsthaft die Sachen besprechen?

Nein, ist ja völlig ausgeschlossen. Wie heißt euer Kulturstaatsminister? Der aktuelle weiß ich nicht, aber der. Der aktuelle war beim hessischen Filmpreis und hat dann gesagt, dass das für eine wunderbare Veranstaltung sei und lobte und lobte. und film ist ja so wichtig und gerade für Hessen. Um dann die Frage gestellt zu bekommen, ja, wie ist denn das?

Ist es wirklich so, dass wir im nächsten Jahr keinen hessischen Filmpreis bekommen? Also gibt es keine Auszeichnung, keine Totierung und so weiter. Ja, die Klammkassen. Ach, die Klammkassen, genau. Also Hessen haben die Klammkassen. Dann wurde der Drehbuchautor. Von der Cum-Ex-Serie ausgezeichnet, kam auf die Bühne und sagte, also ich wüsste, wo noch ein paar Milliarden sind.

Genau, das ist so. Und jetzt, also Lorz Warmer hier Kultusminister, der ist jetzt Finanzminister, Boris Rhein wollte hier mal Bürgermeister werden, das ist alles diese CDU-Sauce. Uwe Becker, der hier Bürgermeister werden wollte, der wurde ja auch zum Glück aus der Stadt verdrängt, der ist jetzt Staatssekretär im Finanzministerium bei diesem Lords.

Das sind all die, also mit denen ist das natürlich nicht zu machen so, ne? Also hier braucht man echt so eine Mandani-Revolution. Also man kann einfach nur hoffen, dass aus diesem ganzen Trump und Mandani-Theater was folgt für alle so. So ein bisschen aufgemischt wird. Ahrens. Ich glaube, das ist ein Gefühl.

Ich glaube, das Gefühl ist die Untergangsangst. Und ich hatte dieselbe und viele Rechte haben die. Ich glaube, das ist das rechte Grundgefühl. Heutzutage, glaube ich, rechte Politik ist eine politisierte Depression im Grunde, ein aus einem negativen Grundgefühl entstehendes Reflexhandeln, das man sich angegriffen fühlt, das man sich von der Welt angefochten sieht und in einer Defensivbewegung sozusagen dann zum Aggressor werden muss, um diesen Angriff abzuwehren.

So, ich kenne ausschließlich Leute, die sich in der Defensive sehen. Die kriegen bisher nur von der AfD ein Angebot, aber das sind halt einfach keine Rassisten, von daher funktioniert das nicht so gut. Für die muss man jetzt Programm machen einfach. Und zwar, so wie Ahrens hier jetzt auch sagt, einfach ein krassenpositiven Populismus.

Reden wir vielleicht wirklich über das... Kernthema, über das ich mit dir reden wollte, Strategie. Wie besiegen wir die AfD? Ja, ich glaube, es braucht einen progressiven Populismus. Also, die AfD würde ich in erster Linie eben als Reaktionär framing. Ich würde zeigen, dass die AfD für alle Probleme als Lösungsvorschläge zurück in die Vergangenheit zu gehen.

Also, egal für welches Problem, es ist im Grunde, sie wollen die Zeit zurückdrehen. Das ist im Grunde, also auch das Grundgefühl, was die AfD bedient, ist nicht nur eben dieses Die Welt geht unter, sondern es war halt früher alles besser als heute. Und sie ist in dem Sinne eine reaktionäre Partei, die, und das kann jeder rational denkende Mensch nachvollziehen, das habe ich übrigens auch damals als Nazi so gesehen, dass die AfD keine Lösungen anbieten kann, sondern lediglich eben Protestpotenzial bündeln und damit an die Macht kommen kann.

Und die Leute, die dann an die Macht kommen, haben aber eben keinerlei Lösungen. Das heißt, man muss sozusagen einfach offen jedem sichtbar machen, dass das ein Sumpf ist und dass jeder, der sich dahin begibt und damit irgendwie interagiert, in diesen Sumpf reingezogen wird. So, soweit so gut. Ja. Aufklärung ist vielleicht noch möglich und sei es nur, dass man Politiker darüber aufklärt, wie man einen positiven Populismus irgendwie so organisiert, dass Leute, die sich in der Defensive fühlen, was sehr viele sind, da irgendwie auffängt.

Jetzt machen wir noch ein kleines letztes Kapitel auf, bei dem ich sage, sehr gut, dass man da jetzt mal ehrlich drüber spricht. Denn wir könnten uns ja auch über die AfD mal aufklären. Und zwar weg von diesen vulgären Vorstellungen, dass da so geniale Strategien, das haben wir jetzt von Bender schon gehört, sondern was bedeutet eigentlich AfD-Politik für AfDler?

Wer macht da eigentlich Politik? Was ist unsere Weile? Ich will ausdrücklich dazu sagen, mir juckt es auch ein bisschen in den Fingern mal so darüber zu reden, weil... Altefette hässliche Männer sind halt durchaus altfett und hässlich und das kann man ja auch mal einpreisen in so einer Diskussion. Das muss ich jetzt doch mal kritisch nachfragen.

für dich eine finde merkwürdige Kategorie. Also der Schönheit hat ja nichts mit Politik zu tun. Sagst du? Nein, also das ist ja nun wirklich ohne Sinn. Nee, das meine ich jetzt nicht so im Sinne von, sondern ich sage, warum willst du per se Kategorien ausschließen, weil sie angeblich nichts mit Politik zu tun haben?

Warum soll ich jetzt rechtfertigen, dass das eine Rolle spielt? Ich sag mal so, wir haben ganz viel über Insel und so geredet. Und das sind Leute, die von sich selber sagen, und in anderen Ideen ist es völlig normal, ein Bullshit-Job wird darüber definiert, dass jemand, der ein Macht sagt, das ist aber ein Bullshit-Job.

So, ein Insel ist in seiner politischen Dimension im Grunde auf demselben Pfad. Er sagt einfach von sich, also so wie ich gerade drauf bin, kriege ich nie eine Freundin. Und dann folgt aber etwas daraus. Ich weiß, du bist jetzt wieder auf deinem Sporttrepp und will dich auf deinem Sporttrepp vergangen.

Nein, es geht gar nicht im Sport. Junge Leute, die sich ausgeschlossen fühlen, die können auch super sportlich sein, aber mit sich unzufrieden. Also ich sehe gerade in der rechten Coaching-Szene oder so nur Leute, die so unbreites Kreuz haben, ungeheuer trainiert sind. und Ja, also das hat mir nicht.

Und das hat ja mit AfD gar nichts zu tun. Ja, aber du tust jetzt gerade so als sei Leibesfülle in irgendeiner Weise. Korrelativ zu irgendeiner politischen Haltung, dann würde ich dem doch hier deutlich widersprechen. erstmal, weil ich nicht irgendwelche Leute hier aussteßen will, ob sie dick oder dünner sonst was sind oder ob sie ins Fitnessstudio gehen oder nicht.

Und zweitens, weil ich sagen würde, die Kategorie ist eine, die überhaupt nicht greift. Was man einfach daran sehen kann, dass es zum einen... in einer rechten Kultur zum Beispiel einen enormen Körperkult gibt, der ja auch zum Beispiel von Joe Rogan und jetzt auch von Mark Zuckerberg gepflegt wird. Zugleich aber sind sie dann in einer großen Anhängerschaft zu Donald Trump, der wiederum jetzt nicht deren körperlichen Ideal entspricht, was aber jetzt auch da nicht wieder zum Problem gemacht wird.

Und da sieht man eigentlich, dass das als Kategorie nicht viel greift. Ahrens, ich gerne jetzt so darstellt, wir haben jetzt die Clips nicht gehört, dass er so an so einer, er will eigentlich zu einer Elite gehören und hat aber dann gesehen, bei der AfD ist diese Elite ja gar nicht, und er steint da irgendwie das auch mit so einer Ästhetik zu verbinden.

Wenn man sich jetzt einfach eine, zum Beispiel eine Wirtschaftselito da so ansieht, dann kann man nicht sagen, dass da ästhetische Gründe in irgendeiner Weise im Vordergrund stehen. Man könnte sagen, es gibt die Kategorie des Gepflegten äußeren oder so. etwas, die wichtig ist in der bestimmten Situation.

Und ich habe ja auch selbst kürzlich in Berlin über Coolness und Linke und so diskutiert. Mir ist schon klar, dass wir eine Estätisierung der Politik erleben. Ich sehe die Nürburgring. Ich glaube, nein. Eine Estätisierung der Politik im Sinne von, dass gerade im Aktivismus natürlich, wenn eine sozialen Medien stattfindet.

Nein, Estätisierung meine ich nicht mit. Alle sollen aussehen wie German Sex Topmodel. Mit der Estätisierung meine ich, dass also die Form über den Inhalt gestellt wird. Und das können wir in der Tat erleben. Das kannst du nicht leugnen. Doch, das leugne ich. Und zwar mit ganz großen und wichtigen Worten.

Und zwar, AfD ist nicht, was wir bei, und da sind zwei Podcaste, die heißen Haus und Hopf, und die gehen in Fitnessstudio und die haben Muskeln und reden über rechten Kram. Diese Connection aus. in dem Fitnessstudio sind lauter Muskelmänner. Und wir haben mal Filme in dem Dritten Reich gehabt, in den Muskelmänner und Muskeln mit rechter Ideologie und so weiter.

Nee, das hab ich auf damit nicht gemeint. Ich will meine MPG jetzt darstellen wollen. einen Aktivismus. Und ich meine jetzt gar nicht nur den rechten Aktivismus. Wir haben doch zum Beispiel einen Aktivismus bei Instagram. Menschen, die dort Positionen vertreten. Das Zauberwort lautet bei Instagram. Ja, genau.

Und darum geht es ja. Das genau in diesem medialen Zirkus. In diesem medialen Zirkus gibt es eine Estätisierung der Politik. Ich weiß doch, was du meinst. Wenn du jetzt mir sagst, ja, aber wenn ich hier durch Kassel in die Innenstadt gehe, da sehe ich nicht eine Estätisierung der Politik, da gebe ich dir recht, die gab es vorher nicht, die gibt es doch heute nicht.

Also, in meiner Heimat Thüring. Und wir haben in Thüring noch nicht ganz so, es gibt Orte, Bautzen oder so, ja. Fünfzig Prozent AfD-Wählerschaft. Ja. Dort gibt es keine nennenswerte Fitnesskultur. Nein, das habe ich auch gar nicht gesagt. Diese AfD-Wähler dort sind und es ist jetzt nur ganz grob, also leicht boden da.

Weil sie sehen so aus, wie der Durchschnitt so aussieht. Schlimmer. Das ist schlimmer. Also wir hören jetzt mal, wie hier drüber geredet wird und ich finde, der soziale Status ist ja auch immer sehr entscheidend. Das ist ja etwas, was immer da bei den ganzen Diskussionen so wegfällt, dass der soziale Status einfach extrem entscheidend ist, ob man zum Beispiel sich gesunde Lebensmittel leisten kann und all das führt dazu, dass du natürlich dort sehr viele Leute antrifft, die jetzt nicht irgendeinem Ideal oder so entsprechen.

Was ich aber sagen will, ist, dass wir generell in der medialen Verbreitung von Politik eine Zunahme haben, die ich als Estetisierung des politischen begreifen möchte. Das bedeutet aber nicht, dass jetzt die Wähler alle so aussehen. So, jetzt haben wir aber ein ganz großes Problem. Wir haben ja vorhin festgestellt, der Rassismus ist im Grunde so eine Methode, die da gewählt wird, weil sie Erstens, sehr viel Ordnung bietet und zweiten, sehr viel Wirkung entfalten kann.

Also, da gibt's einfach historisch auch beispielhaft, wie man das programmatisch unterfüttert. Aber eigentlich ist es ja ein Sozialdarwinismus. Sozialdarwinismus heißt schwache Leute, die nicht leistungsfähig sind, von denen man sich nichts mehr erwartet, werden aussortiert. Das erleben wir in unserer Gesellschaft natürlich ganz viel.

Allein durch eine Unterstellung wie, ach, deine Eltern können kein Deutsch. Damit haben wir gar keine Erwartung, dass du irgendwas leisten kannst. Hauptschule, ciao. Oder du bist alt, von dir erwarten wir nichts mehr. Wir bauen dir hier weder sowas wie ein Kindergarten, noch eine Tagesbetreuung, noch sonstiges, sondern geh ins Dachgeschoss.

Wir kontrollieren auch nie, ob die Frau, die dich da dreimal die Woche pflegt auf ... Warzarbeiter und so weiter aus Polen angereist kommt. Ja, wir wollen einfach damit gar nichts zu tun haben. Also es werden ganz viele Leute aus diesen sozial-davinistischen Gründen so richtig wegsortiert. Und deshalb will ich dich ja nur davor beschützen, dass du jetzt auch in so ein sozial-davinistisches Argument fällst, in dem du jetzt Körper von Leuten so schreibst und sagst und diese Nähe an der AfD oder so dran.

Das ist einfach unsinnig. Das ist was der Ahrens gerne jetzt so sieht, weil er die ganze Zeit in irgendwelchen anderen Video-Formaten sitzt und sagt, ich bin jetzt ein Twink und was weiß ich, das mag ja sein persönliches Fable da sein, aber das ist einfach nicht das, was man so antreffen kann. Na gut, also du willst mich beschützen, aber ich sage, ich will dich beschützen auch einfach, weil man kann in die Spitzenpolitik blicken der letzten zehn, zwanzig Jahre und wird nicht klar Zuweisungen machen können.

Nein, wir reden ja auch nicht über die Spitzenpolitik, der etablierten Politiker, sondern wir reden ja über die AfD und ihr Klientel. Und ich finde, und deswegen ist auch gar nicht so viel Schutz notwendig, wir sind zwar ein politischer Podcast, aber die folgenden Clips laufen für mich ja, wenn ich das so im Originalroh Material höre, zu einem Grunde, unter Unterhaltung.

Okay. So, und genauso sollten wir das jetzt auch mal, denn es ist auch, wenn ich, wahnsinnig amüsant. Ich hatte ja damals ein höchst kritisches Verhältnis zu dieser Partei. Ich sah die, wie gesagt, nur als Steigbügelhalter. und dass die... Du warst selbstständiger. Ja, und dass die Partei zu neunzig Prozent oder zu neunzig Prozent von Idioten nicht nur geführt, sondern auch gewählt wird, habe ich damals schon so gesehen.

Ich habe diese Leute... Die AfD wähler als Stimpfie und das dumme Masse gesehen. Übrigens... Du hast versucht das zu verbessern. Ich habe versucht das auszunutzen. Im Grunde habe ich versucht auf dieser populistischen Welle an die Macht zu kommen. Und zum Beispiel gestern erst oder vorgestern erst ist auf setzession.de, auf dem Blog von Götz Kubicek.

den ich immer noch aus diesem Grund lese, weil das interessante Einsichten bietet, ein Artikel von einem Heino Bosselmann erschienen, wo die Session genau dasselbe schreibt, wo man sagt, ja, leider sind bei der AfD viele Trittbrettfahrer und Idioten und die wirklich guten Leute kommen nicht zur AfD. Also da selbst, da macht man sich über das Personal am Boden.

Keine Illusion. Ja, über die Wähler im Grunde lustig. So, also als allererstes würde ich mal sagen, dass die ihre Wähler verachten, das ist ja völlig klar. Ja, aber ich will jetzt nicht über die Politiker und wie Fisi mit dem Publikum umgehen reden, sondern ich will über diese Leute reden. Und ich will ausdrücklich sagen, und ich habe jetzt wieder Erzählungen aus jener bekommen, diese Leute sind strunzt dumm.

Und das ist ein echtes Problem. Ja. Das ist einfach, man hört sich diese Familiengeschichten an und denkt, das kann doch nicht wahr sein. Ja. Das geht einfach nicht, aber es ist die Realität. So. Wir haben ja das Buch im Sanon ausführlich diskutiert. Ich war ja mehr begeistert, als du es warst. Demokratiedämmerung von Feitzegg.

Der geht ja genau auf diese Komponente ein. Was bedeutet das eigentlich, wenn ich die ganze Zeit sage, ich brauche einen politischen Diskurs und wir brauchen einen Austausch von Argumenten, stellt sich aber heraus, es gibt ein Fünftel, von erwachsenen Menschen, die auf dem Niveau von maximal eines Vierklässlers lesen und schreiben, bedeutet also, wie soll da das Argument überhaupt ankommen?

Genau. Was aber bedeutet? Wenn wir diese psychologischen Prinzipien alle kennen, wie die sich in so eine Selbstüberschätzung, weil sie die eigene Maßstäbe nicht kennen und so weiter, immer wieder verfransen in so einer, und dann wird es nochmal besonders selbst behauptet, was sie da sagen, und dass auch die eigenen Kinder haben dann keine Chance mehr, das im Gespräch mal zu machen oder so.

Da muss man einfach mal auch auf der Suche sein, nach einer Strategie den Leuten für sie plausibel zu vermitteln. Das ist ganz dumm, was ihr hier macht. Du kannst nicht deine eigene Eisabschiebegruppe ins Amt wählen, als junger Migrant in Frankfurt zum Beispiel, nur weil du denkst, das ist jetzt irgendwie cool und das stützt so ein bisschen deine Identität, wenn der Fernsehkamera läuft oder sowas.

Man muss die dann nicht bemuttern und ... Wir pämpern, sondern man muss sie wirklich konfrontieren. Ja, auf Angriff ganz genau. Hast siest du andere Mittel und Wege neben dem markieren als reaktionär, wie wir sie... So, Ahrens machte jetzt hier einen Punkt, den ich ganz wichtig finde. Ja, markieren als alt, markieren als gesellschaftliche Außenseiter.

Man muss... Das ist jetzt ein bisschen hart, aber das glaube ich ist... Asoziale. Ja, man muss jetzt asoziale bezeichnen. Man muss vor allem... Also sie wollen in einer sozial-darvinistischen Welt leben. So, sie sind diejenigen, die in einer sozial-darvinistischen Welt leben wollen, in der die Armen schwachen, fremden, noch weiter sozusagen erniedrigt und unterdrückt werden.

Sie sind diejenigen, die nach diesem Maßstäben eigentlich messen. Und jeder kriegt meines Erachtens oder sollte das kriegen, was er will. Das heißt, man müsste die AfD selbst nach diesem Maßstäben bewerten und müsste halt zeigen, was ihr Personal für hässliche häufig übergewichtige, häufig charakterlich im Grunde heuer einfach schwache.

Genetisch degenerierte. Nach ihren eigenen, nach ihren eigenen Maßstäben nicht satisfaktionsfähige Leute sind, dass das Bodenpersonal auf den Stammtischen, auf den Parteitagen, in überwiegenden Fällen eben ja übergewichtige, abgehängte Boomer sind, die viel Bier trinken, dass es da keine jungen Menschen gibt, die irgendwie attraktiv sind in Zukunft.

Perspektiv war, man müsste mal Interviews mit den jungen Leuten führen, die tatsächlich da sind, was das für Vollidioten sind. Ja, ich hab jetzt das Argument verstanden, nur glaube ich, dass das so einfach nicht geht. Das kann der jetzt mal in einem Podcast raushauen und macht das so ein bisschen verschämt auch.

Aber es ist ja einfach so. Der Mensch, der in diesen Verhältnissen zu nicht besonders guten Bedingungen eben sehr lange gelebt hat. dessen Körper wurde auch davon geformt. Es ist ja nicht einfach eine Willensentscheidung, sondern wir sind. sonst bist du immer dabei und sagst, nee, das ist nicht das Individuum, sondern das ist die Gesellschaft.

Jetzt weise ich sich darauf hin, dass gerade Fragen der Ernährung, Fragen der Sozialisierung, also dass das alles sehr stark doch Ja, im Ganzen zu verstehen ist systemisch. Wenn ich jetzt aber denen jetzt als Individuum gegenüber trete und nur sage, guck dich mal an. Nein, das ist ja nicht das Programm.

Das Programm ist doch wie folgt. Nehmen wir mal Thüring. Es geht doch hier nicht um die Armen und so weiter. Es geht hier um Leute, die eigene Handwerksbetriebe gegründet haben, die mehrere Ereignisseigenheimen, dem sie wohnen, noch zwei vermieten und so weiter und so fort. der die Einflugschneise für die AfD zu wählen ist, Pessimismus die Zukunft.

Nicht, ich bin arm und mir geht's schlecht, sondern die sagen von sich... Aber ihr habt ja jetzt lauter Leute gezeigt, die offenbar abgehängt sind. Also, wenn wir jetzt mal sagen, okay, es gibt jetzt viele, von denen wir sagen, okay, die sitzen wirklich nur zu Hause und kriegen ja liegen nicht im Griff und da haben wir auch nicht die finanziellen Möglichkeiten, was auch immer.

Ich habe die Leute vor Augen, die sich sehr wohl noch aus ihrem Sessel heraus bewegen, um zu einem AfD-Ortstreffen zu gehen. Und dann hast du einfach so eine Dorfschenke, in dem hundertmal derselbe Phenotyp, der ist nicht von Armut gekennzeichnet. Der macht seine drei Urlaubsreisen im Jahr, die alle Kinder studieren.

Der hat sogar ausländische Mitarbeiter in seinem eigenen Unternehmen, die alle mit Namen kennt, wo er die Familiengeschichten kennt, alle super. Aber der eine, den man nicht kennt, ah, ganz schlecht, also was macht der schon wieder hier? Der raubt ja mir schon wieder meine Rente und so. Diese Leute muss man genauso konfrontieren.

Ihr könnt euch gerne mit euren Päsimismus hier zeigen und politisch organisieren. Aber wenn ihr euch mit einem Programm organisiert, um diesen Päsimismus zu bewältigen, der euch alle aussatieren würde, geht das einfach nicht. Und dann lassen wir es nicht darauf ankommen, dass in fünfzehn Jahren die Mobilisierung so weit läuft, dass das dann Realität ist.

sondern dann konfrontieren wir die jetzt schon mal. Eis macht gerade in Amerika die Erfahrung, dass diese ganzen übergewichtigen Loser-Männer zu Eisrennen in dieses Bewerbungsding und die Atlantic dann zitiert, dass die Ausbilder immer wieder eine Athletic Allergy feststellen. Da kommen Leute, die kriegen nicht drei Liegestütze hin.

Und wollen aber mit ihrer Manneskraft den Staat verteidigen und glauben, das ist ihre Lebensaufgabe. Ja, das sehen wir ja auch in der Werbendagsperson. Genau, die werden da gerade konfrontiert. Wir haben ja bei den Umfragen, haben wir ja immer Leute. Also da bin ich, also erst mal... Das eine war ja jetzt schon mal ein ganz klar ökonomisches Argument, dem ich mich anschließe.

Ihr seid so doof, dass ihr den eigenen Untergang ankreuzt. Ja, das sind diese Mittelstandsfunktionärs, die so Verbandschefs sind. Das sehe ich als ganz großes Problem. Ich glaube nur da, wo er jetzt immer das so stark auf das Ästhetische auslegt, kommt man in ein schwieriges Gefilde, weil man plötzlich das als eine generelle Kategorie zur Beschreibung von Gesellschaft nimmt, wo man einfach sagen muss, Es hat eigentlich da keinen Platz.

Da aber sicherlich, wo Leute jetzt plötzlich sagen, Deutschland muss stark werden und ich habe da jemand, der selbst nur mit dem Bierbauch da sitzt und sich nicht bewegt. Dann kann ich fragen, wie so stark wie sie oder was. Genau so stelle ich mir auch die Frage, wenn ich diese ganzen Politiker jetzt in den Talkshows sehe, die die Wertpflicht wollen.

Ich bin auch gespannt mal zu sehen, wie Anton Hofreiter so ein Fußmarsch macht mit hochrotem Kopf. Lass mich das noch mal nach wie folgt eingrenzen, denn ich weiß ja, dass ich hier ein irrationales Argument mache. Nur, wenn Friedrich Merz nach einer Woche Aufklärung durch sein eigenen Stab plötzlich mir zittern, damit bloß jeder Satz sitzt, ja, so ein Spruch vorliest, dass man ja die Migranten für den Arbeitsmarkt und auch für den Arbeitsmarkt und der Arbeitsmarkt ganz wichtig, dann sehe ich ja darin ein Pragmatismus, bei dem ich sage, okay, wir machen jetzt hier ein Reflexions- und Rationalitätsstopp.

Denn es reicht völlig, dieses Arbeitsmarktargument zu bringen, an den deutschen Wohlstand zu appellieren und damit zu sagen, ich weiß, das ist eine Verwertungslogik von Menschen und so weiter und so fort, aber es ist halt Win-win-win. Was ich ja nur nicht will, ist, dass wir jetzt, wir wollen gerne die eine Kategorie abschaffen, dass wir jetzt nach Ethnicität nicht mehr gehen und jetzt machen wir eine neue Kategorie auf und gucken uns jetzt plötzlich an, wie sportlich es jemand oder wie jung es jemand ist.

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