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Shownotes
Die Sonate mit dem berühmtesten Trauermarsch der Welt und der Musikgeschichte. Doch die ihn umschliessenden drei Sätze sind nicht weniger beeindruckend und genial.
Robert Schumann meinte in seiner Kritik in der Neuen Zeitschrift für Musik (1.2.1841), dass Chopin hier «vier seiner tollsten Kinder zusammenkoppelte». Ein Geniestreich ist dieses Werk, dessen Entstehungsgeschichte sich über rund zwei Jahre erstreckte. Zuallererst schrieb Frédéric Chopin den entrückten Trioteil des Marsches und datierte diese Zeilen auf den 28.11.1837. Fast ein Jahr später, im Oktober 1838, spielte er die Marche funèbre wohl erstmals im grösseren Rahmen und als Uraufführung: im Château seines flammenden Verehrers und Förderers Marquis de Custine und dessen beider Lebenspartner. Mann war zu Tränen gerührt.
Die anderen drei Sätze vollendete er schliesslich erst nach dem für ihn fast fatalen Winter auf Mallorca, während seines ersten Komponiersommers auf dem Landsitz von George Sand in Nohant. Über das avantgardistisch anmutende und bisweilen fast atonale Finale schrieb er selbst an sein «Juliannchen», also Julian Fontana: «ein kurzes Finälchen, etwa drei Seiten. Die linke Hand plaudert unisono mit der rechten nach dem Marsch.»
Gäste von Moritz Weber sind die Pianistin und Spezialistin für historische Tasteninstrumente, Els Biesemans, und der Pianist Benjamin Engeli.