EINFACH AUSSTEIGEN – Der Auswanderer Podcast· Folge 324

Auswandern nach England: Mit 20.000 Pfund Jahresgehalt in London gestartet

Mittwoch, 30. September 2026 · 45 min

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Shownotes

Marietta und ihre Auswanderung
Vor zehn Jahren kam sie eigentlich nur für ein Praktikum nach London. Doch ziemlich schnell war für Marietta klar: Ich will hier nicht mehr weg. Der Weg zu ihrem heutigen Leben in einer der teuersten Städte Europas war allerdings alles andere als glamourös.

In dieser Folge hörst du die Geschichte von Marietta Fossett. Im Sommer 2017 kam sie nach London, startete mit einem vergleichsweise kleinen Gehalt und lebte zunächst im WG-Zimmer. Heute, fast zehn Jahre später, ist die britische Hauptstadt längst zu ihrer Heimat geworden.

Wir sprechen darüber, warum London sie bis heute nicht loslässt, wie sie sich dort Schritt für Schritt ein Leben aufgebaut hat, warum die Stadt auch mit weniger Geld funktionieren kann und wie viel schwieriger eine Auswanderung nach England seit dem Brexit geworden ist.

🎧 Im Bonus-Teil für alle CLUB-Mitglieder sprechen wir außerdem über:
– Mariettas größtes Learning aus fast zehn Jahren London
– Tipps für Jobsuche und Auswanderung nach England
– Ihre Erfahrungen mit dem britischen Gesundheitssystem NHS
– Geheimtipps, um London authentisch zu erleben
– Was sie ihrem früheren Ich vor der Auswanderung heute sagen würde

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London Guide: mariettainlondon.kit.com/81929ff322

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Und bin dann einfach rüber, hatte wirklich den Abend vorher nochmal die Panik. Hatte das Gefühl vielleicht sage ich es doch ab und dann war ich aber hier und bin einfach hingegangen und habe gesagt Ich schaue jetzt einfach mal wie das wird und so habe ich das auch gemacht. Einfach aussteigen. Deutschlands größter Auswanderer Podcast Willkommen zurück!

Ja, es ist schon ziemlich lange her dass wir hier im Podcast zuletzt in England waren. Denn seit dem Brexit ist es ja für viele Auswanderer schwieriger geworden überhaupt noch durch diese Tür zu kommen. Mein heutiger Podcast kam ursprünglich nur für ein Praktikum nach London aber ziemlich schnell war für sie klar ich will hier nicht mehr weg.

der Weg dahin war allerdings alles andere als Glamourus. Wie sie es trotzdem geschafft hat und heute ihren Traum in London lebt, das verrät sie dir gleich. Eine Sache noch bevor wir loslegen! Wenn du einfach aussteigend gerne hörst dann drück doch einmal kurz auf Folgen oder auf Abonnieren in der Podcast App.

Ich weiß dass sagen alle Podcaster Und normalerweise hört man an dieser Stelle schon gar nicht mehr richtig zu. Aber diese eine Klick hilft Spotify, Apple und Co tatsächlich zu verstehen Dass mein Podcast relevant ist und zeigt ihn dann auch anderen Menschen. Dich kostet dieser Klick nur zwei Sekunden, mir hilft er enorm – vielen Dank!

Und England ist natürlich weit mehr als nur London. Im Norden liegen große Städte wie Manchester, Liverpool oder Leeds im Süden die Küstenregionen von Cornwall bis Kent und dazwischen viele kleinere Städten und ländliche Regionen in denen das Leben teilweise ein ganz andereses als in der Hauptstadt. Für deutsche Auswanderer hat sich allerdings eine Sache grundlegend verändert.

Seit dem Brexit kannst du nicht mehr einfach nach England ziehen und dir dort einen Job suchen, in der Regel brauchst Du heute ein entsprechendes Visum und musst dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllen – mehr dazu auch gleich im Gespräch! Wir reisen jetzt mit den Ohren nach London, denn hier lebt mein heutiger Podcast.

Marietta Forst hat Zeit im Sommer. Ich winke einmal rüber von Irland nach England. Herzlich willkommen! Hallo Mariette. Hallo ja danke dass ich da sein darf. Marjetta wenn du bei dir in London aus dem Fenster schaust was siehst du da gerade? Ich wurde in einer Treeline Street sozusagen also mit Bäumen auf jeder Seite.

die Sonne scheint Der Himmel ist blau, so wie man London vielleicht nicht kennt oder die Leute immer denken das es nicht ist. Genau! So sieht's bei mir aus. Wie war denn der Sommer bisher? Das war ja auch brutal heiß bei euch oder nicht? Es war sehr heiß. wir hatten teilweise ich meine bis zu thirty-eight Grad.

Wir hatten zwei Monate keinen Regen und entsprechend sahen dann auch die Parks hier aus. also... Es ist alles sehr trocken geworden und jetzt fangen auch die Bäume schon an, so ein bisschen braun zu werden. Ich glaube nicht wegen der Temperatur sondern eher weil es so lange so heiß war. also der Sommer war sehr schön eigentlich Ja und jetzt kommt der Herbst, dann beginnt wahrscheinlich wieder so ein bisschen das niebliche und nasse Wetter.

Ich habe auf deinem Instagram-Kanal gesehen den wir natürlich auch verlinken dass da immer wieder mal Postings aus Notting Hill drauf sind. Jetzt ist die große Frage, liebst du da in der Nähe wo Hugh Grant seinen Buch laden hatte? Also ich wohne nicht in Notting hill, aber ich glaube in Noting hill wohn wirklich nur die Leute.

sehr viel Geld verdienen, ich sag mal die CEO's oder die Stars, die wohnen vielleicht dort. Ich war schonmal bei dem Buchladen und auch an der Blue Door, die sind da tatsächlich zu sehen und da kann man auch hingehen, man kann in den Buchladern reingehen... Und ist er da? Yo Grant is nicht da! Nicht mal ein Papa-Aufsteller oder so?

Ich hab ihn dort noch nie gesehen. Genau, ich wohne auch in West London aber im anderen Stadtteil, in Zone zwei Ein bisschen weiter in Richtung Heathrow, sage ich mal. In einem sehr schönen Stadtteil mit hohen Bäumen und viel Platz Und wir sind direkt an der Thamesel. Die Leute hier haben große Hunde.

Man kann hier super spazieren gehen. Das ist ein bisschen entspannter. Es fühlt sich fast an wie ein kleines Dorf innerhalb von London. Ich habe immer das Gefühl wenn ich hier ankomme dass so der Stress richtig von mir abfällt weil es ja hier so ein bisschen violab ist. Ja, jetzt hast du das gerade vorweggenommen.

Weil ich wollte nämlich von dir wissen was so der Unterschied ist wenn man eben so außerhalb von London wohnt. also er ist ja noch Start aber es ist ja dann eben. du hast grade gesagt eher so ein bisschen der der dörfliche Charakter oder fühlt man sich da wirklich schon? Das is eigentlich gar nicht mehr die Stadt Tatsächlich tunnel zwei ist noch mitten in london Aber London ist zusammengesetzt aus lauter Dörfern.

Du hast Central London City of London Was Früher London war und alles andere ist eingemeindet. Das heißt, sobald du aus dem Stadtzentrum reinkommst gehst du eigentlich in das erste sogenannte Dorf oder die erste Stadt rein. Deswegen hat auch jeder Stadtteil seine eigene High Street wo du einkaufen kannst, wo es einen Marktplatz gibt usw.

und sofort entsprechend bin ich quasi du hast Zone eins bis sechs. Zone sechs wäre dann Flughafen und das ist schon fast ein bisschen outskirts Und Zone eins ist Zentrum und alles, was dazwischen ist. Da wohnen die Londoner und ich bin entsprechend in Zone zwei. Also man merkt schon es wird heute... Es ist zwar eine Englernfolge aber das wird natürlich heute hauptsächlich um London gehen weil du eben da lebst.

Du kommst ursprünglich auch aus einer Weltstadt und zwar aus Hannover hast dort Public Relations studiert und kam das erste Mal glaube ich vor zehn Jahren also Zwei Tausend Sechzehn nach London für ein Praktikum. Gehörte das einfach so zum Studium, dass man noch mal ins Ausland gehen musste? Wie kam es überhaupt?

erst einmal darauf, das Praktikum da zu machen. Es war so, dass Teil meines Studiums ein Semester Praktikum war und das hieß dann damals, du kannst also... Dass man hingehen kann wo man möchte überall auf der Welt. die meisten sind natürlich irgendwie in Deutschland geblieben aber mich hat das irgendwie schon immer hier hergezogen.

Von als ich das erste Mal in London war, hatte ich das Gefühl, dass fühlte sich alles hier sehr magisch an und fast schon ein bisschen wie New York und New York war mir damals zu weit. Dann habe ich gedacht, ich versuche das erst mal in London. Die Idee war dann tatsächlich auch gewesen, vielleicht nochmal nach New York zu gehen oder irgendwo anders hin.

Es hat mich irgendwie schon immer in die weite Welt gezogen und die englische Sprache fand ich von Anfang an, als ich sie gelernt habe, immer irgendwie faszinierend und so hab' ich das einfach mal. ausprobiert und hab gesagt ich probiere es jetzt einfach mal mich in england zu bewerben. das ist ja auch gar nicht schlecht.

gerade wenn ich im kommunikationsbereich arbeite ist ja vieles auf englisch dass man sich auf engelsch gut verständigen kann und dann wäre es zumindest so ein ne dass man die strache auch noch mal auf ein neues level bringt so einen aspekt auch nochmal drin gewesen. Und da kamst du gut dran also du hast dich da beworben sofort eins bekommen.

oder wie schwer war das? Es war tatsächlich schwieriger als bei meinen Kommilitonen, die sich in Deutschland beworben haben. Irgendwann kam es zu einem Punkt wo ich das Gefühl hatte alle haben ihr Praktikum schon und ich bewerbe mich immer noch vor allem auch deswegen weil hier viele Praktika komplett unbezahlt sind.

oder die Firmen sagen wir dann kommt irgendwie deine Fahrkarte wieder erstattet am Ende des Praktikums. Und ich hatte schon so ein bisschen auch geguckt, dass es vielleicht was bezahlt ist einfach weil die Stadt sehr teuer ist. Ich habe dann damals das war noch vor dem Brexit, sodass ich da noch einen Erasmus-Stipendium bekommen habe.

Das kann man nämlich nicht nur für Auslandssemester an der Uni verwenden sondern auch für den Praktikum. Und irgendwann habe ich dann einen Platz bekommen in einer PR-Agentur im Musikbereich, die witzigerweise ein Sitz hat in London und auch in Berlin. Und mittlerweile auch schon weiter expandiert hat.

Genau so bin ich das erste Mal nach London gekommen. Ich hab gleich, ich weiß nicht warum. Ich habe irgendwie so der Teufel-Trägt Prada in so einer Situation im Kopf. Du startest dann dein Praktikum da? Wie war das? Ja es ist witzig, dass du das sagst weil ich liebe den Film Teufelträgt prada und er hat mich irgendwie schon immer angefixen.

Das war fast so ein bisschen, dass ich das so manifestiert habe. Wirklich! Ich wollte natürlich nicht unbedingt bei einem Fashionmagazin jetzt arbeiten aber das Intro alleine von dem Film fand ich immer toll. Ja, das war wahnsinnig aufregend. Ich bin dann ... Das war sehr kurzfristig, dass ich das hatte.

Ich meine, ich hatte die Zusage drei Wochen vorher. Hab mir recht schnell hier ein BG-Zimmer gesucht. Da gibt's eine Plattform namens Spare Room. Bin dann einfach rüber. Hatte wirklich den Abend vorher noch mal die Panik, hatte das Gefühl vielleicht sag' ich es doch ab? Und dann war ich aber hier und ... bin einfach hingegangen und hab gesagt, ich schau einfach mal... wie das wird.

und so habe ich das dann auch gemacht. Das war um die Ecke von British Museum in einem London Townhouse, genau! Und der Start war also gut. oder ist es dann auch echt so dass man sich mal fragt Gott wo ist man da gelandet? Versteht dann vielleicht auch auf die Kollegen nicht am Anfang? oder wie ging es dir da?

Also das war tatsächlich in dem Job sehr gut eine gemischte Runde. Ich hatte dann später in meinem ersten richtigen Job, also ich bin nach dem Praktikum noch mal nach Hause zurück nach Hannover gegangen habe dann meine Bachelorarbeit da fertig geschrieben und hab dann meinen ersten richtigem Job nach der Uni angefangen hier Und das war weit aus schwieriger weil ich da die einzige Ausländerin war.

Das war auch in einer Peragentur. Da merkt man dann doch, dass die Leute sehr schnell sprechen und man das am Anfang einfach nicht gewohnt ist. Und du bekommst einfach nicht alles mit... Das war eine recht große Hürde zumindest bei mir im Kopf, dass ich das Gefühl hatte, ich verstehe nicht alles oder ich komme nicht überall mit obwohl mein Englisch schon auf einem sehr hohen Level war.

aber man muss dann einfach weitermachen und mit der Zeit gibt sich das. Irgendwas muss ja Im London ja ausgelöst haben, dass wir dann gesagt hast ich such mir ein Job oder hatte sich das direkt angeboten. Also warum hast du das denn gemacht? Weil du hast mir auch im Vorgespräch gesagt, dass du ja nicht so klassisch ausgewandert bist weil du jetzt in England leben wolltest sondern dass das ja mehr so passiert ist.

Das hat sich einfach alles immer so ein bisschen so ergeben bei mir. also es war Eigentlich so. Ich hatte ja die Idee, dass ich jetzt hier sechs Monate bin und dann vielleicht nochmal woanders hingehe. Und ich hatte aber nach den sechs Monaten irgendwie das Gefühl, das war noch nicht genug und bin dann quasi nach dem Studium wieder zurückgekommen und hatte dann auch erst mal gesagt, vielleicht ist das ein Jahr oder zwei?

Vielleicht auch drei? Und ich wollte mir da aber auch nicht unbedingt jetzt ein Zeitlimit setzen, dass ich sage okay in zwei Jahren stelle ich mir den Wecker und dann geht's wieder zurück. Sondern hab ich immer so ein bisschen gedacht, ich gucke einfach mal was kommt... ...und hatte am Anfang in meiner Karriere auch zwischendurch mal irgendwie noch mal nach Jobs geguckt, irgendwie in Hamburg oder ich meine auch nochmal in New York, aber es hatte sich dann nie etwas ergeben da geblieben, weil ich nie das geführte.

Manchmal kommt man an den Punkt wo man sagt es ist jetzt genug und in London kommen witzigerweise die Leute nach ungefähr drei vier fünf Jahren dahin. der eine schneller der andere langsamer einfach weil die Lebenserhaltungskosten wahnsinnig hoch sind und weil das Pensum sehr hoch ist. die alles ist sehr weit entfernt.

du musst Wahrscheinlich eine Stunde zur Arbeit, ne Stunde zurück. Wenn du deine Freunde triffst wohnt ihr wahrscheinlich auf der anderen Seite von London so dass man sich dann immer in Central treffen muss. und in Central ist wahnsinnig viel los sodass meistens die Leute nach einem paar Jahren sagen okay das reicht.

ich bin jetzt vier oder fünf Jahre hier gewesen jetzt habe ich genug jetzt gehe ich zurück nach Hause oder woanders hin. aber das hat sich bei mir so richtig nicht eingestellt. Das ist interessant, weil du auch gesagt hast. Du schreibst da auch bei Instagram darüber dass zum Beispiel der erste Job war ja auch total schlecht bezahlt.

das war ja irgendwie glaube ich zwanzigtausend Euro oder Pfund im Jahr? Genau mein erster Job waren zwanzigtausend Pfunden im Jahr und ich habe dann nach sechs Monaten eine Promotion bekommen Und dann waren es dreinzwanzigtausend, also das ist jetzt kein Gehalt auf dem man hier leben kann. Mittlerweile meine ich sind die Gehälter etwas gestiegen.

Die Lebenserhaltungskosten sind natürlich auch sehr stark gestiegen aber ich hatte damals dann ein WG-Zimmer. alleine hat acht hundertfünfzig gekostet Pfund und da bleibt natürlich nicht viel übrig. Also da kann man sich noch nicht mal für den ganzen Monat Essen leisten. Vor meiner Auswanderung hatte ich einen Job als Werkstudent und habe da ein bisschen mir was ansparen können, und hab auch noch am Wochenende recht viel dann Freelancework gemacht einfach um am Anfang so ein bisschen über die Runden zu kommen.

aber man lebt auch einfach dann sehr sparsam und ich glaube dadurch dass sich als Student in Hannover vorher war, war ich auch einfach immer sehr sehr spasam. also mir hat das nichts ausgemacht mich mit meiner Freundin nach der Arbeit im Café Nero zu treffen und da ein Kaffee zu trinken, weil das bedeutet hat wir haben dann vielleicht noch einen Spaziergang gemacht.

Und wir haben irgendwie die Stadtlichter gesehen und haben das alles so in uns aufgesaugt und für den Moment war das für mich alles vollkommen okay, so wie es war.". Wenn du eben vorhin gesagt hast, dass dann viele dann aufhören. Weil die einfach sagen dieser Hasel eben genug Geld zu verdienen um sich da ein schönes Leben leisten zu können reicht dann irgendwann was würdest du denn sagen jetzt in der Nachbetrachtung?

Was war so der Grund? weil eben das Geld und die hohen Lebenshaltskosten war es ja nicht. aber was würdst du sagen? was hat dich so in dieser Stadt gehalten? also am Anfang hat mich besonders fasziniert dass ich immer das Gefühl hatte alle kommen hierher weil die irgendwie einen Plan haben, die wollen alle irgendwie was schaffen und das ist eine sehr inspirierende Umgebung einfach.

Wenn du merkst irgendwie jeder hat so sein kleines Business an dem er arbeitet oder ist irgendwie in einer anderen Art und Weise fand ich damals inspirierend. Ich habe die Stadt einfach wahnsinnig lieben gelernt Und ich merke dass jetzt wenn ich aus Hannover komme und dann hier aussteige Das fühlt sich auch schon wie zu Hause an ins Ausland geht, man darf das gar nicht so betrachten als Pro und Kontra Liste.

Sondern man muss sich einfach mal drauf einlassen und es wird in dem Land immer negative Sachen geben oder Dinge die schlechter sind als in Deutschland, sag ich einfach mal. Es gibt aber ebenso auch Dinge, die besser sind. Das war für mich vielleicht diese Mentalität, die Engländer sind wahnsinnig... Ich hab immer das Gefühl, die sind sehr ... Die haben immer Lächeln auf den Lippen.

Die sind sehr witzig! Die sind höflich und welcoming... Und London an sich hat einfach so wahnsinnig viel zu bieten. Du kannst in der Gegend sein. Du gehst eine halbe Stunde in eine Richtung und du bist irgendwo wo's komplett anders ist. Das hat mich bis jetzt fasziniert mit das. Und ich bin auch weiterhin nicht mehr so oft ins Zentrum.

einfach weil ich nach zehn Jahren auch vieles schon gesehen habe und dann den Samstag bei mir in meiner Gegend verbringe. Und da lieber an der Temse spazieren gehe, vielleicht ein Sunday Rose, dann Papp esse. aber es hat trotzdem finde ich weiterhin wahnsinnig viel zu bieten. Ich mache auch sehr gerne immer noch die Sightseeing-Tours wenn ich irgendwie bekannte oder Freunde hab die zur Besuch kommen.

Du hast die Mentalität der Menschen erwähnt. Wie würdest du generell sagen, wie sind sie dir? Auch wenn Sie hören dann, du kommst aus Deutschland... Wir sind dir die Menschen begegnet auch gerade weil wir ja eben viele Auswanderer kennen. das man kommt in den Land. Man merkt man kann irgendwie nicht so richtig Freundschaften schließen.

Das dauert alles lange. es gibt eine oberflächliche Nettigkeit aber irgendwie geht's da nicht weiter. Wie war das bei dir? Ich bin natürlich hier auch in einer kleinen Bubble weil London wahnsinnig international ist. Deswegen weiß ich nicht, wie das wäre wenn ich woanders wäre und ob man da vielleicht auch eine andere Experience hätte.

aber es hat die Engländer als sehr welcoming empfunden. mir ist hier nie irgendwie negativ begegnet worden aufgrund meines dass ich einen Akzent habe oder dass man irgendwie wusste, ich bin keine Engländerin. Ich glaube, man muss einfach sehr proaktiv sein wenn man ins Ausland geht. Man muss bedenken, dass man selber in eine neue Situation kommt wo man niemanden kennt und alle anderen um einen herum haben schon ein Leben und man muss dann so ein bisschen schauen das man vielleicht proaktif zu den Leuten sagt hey In England hast du es ganz viel, dass man sagt nach der Arbeit geht man gemeinsam in den Pub und man geht am Donnerstagabend, Freitagabend noch was trinken.

Afterwork ja? Afterwork das ist hier ein riesengroßes Ding und da würde ich immer mitgehen und es sind immer die Engländer, die dann am Ende noch im Pub sind. Und da würde mich immer anschließen auch wenn man keinen Alkohol trinken möchte kann man das auch machen. aber ansonsten muss man einfach sehr proaktiv sein und dann irgendwie einen Running Club eintreten oder basierend auf ein Hobby versuchen, Connections zu machen.

Weil es einfach so ist dass viele Ausländer kommen hierher in London und sind auch neu und kennen nicht viele und deswegen ist es vielleicht einfacher sich mit denen zu connecten weil die Engländer mehr gesettelt sind. also das ist keine Ablehnung der Englender sondern das ist einfach aufgrund dessen was sie eben schon sehr connected sind.

Du hast vorhin auch erzählt, dass eben so im ersten Job teilweise das auch schwer war. Das zu verstehen weil da halt auch viele Dialekte unterschiedliche Dialekten sind, dass man eben auch viele Redewendungen nutzt. Wo hast du gemerkt? Wie konntest du dein Englisch verbessern und da dann eben auch quasi so kommunizieren wie die Einheimischen?

Das kommt einfach irgendwie. Also ich würde das gar nicht unbedingt versuchen zu verschnellern diesen Prozess, sondern der kommt natürlich... Was ich immer empfehlen würde ist vielleicht wenig Deutsch zu sprechen, versuchen internationale Kontakte zu haben wo man dann Englisch sprechen muss, vielleicht auch auf Englische Filme zu gucken oder Bücher zu lesen.

aber Um ehrlich zu sein, kommt das alles nach und nach. Ich glaube dass die Deutschen immer ein bisschen Angst haben... ...dass man ihren Akzent hört. Hört man dem bei dir noch? Das hört man bei mir noch ja! Ich glaube da muss man schon recht früh auch auswandern um das nicht mehr zu haben. aber das stört eigentlich hier niemanden.

also du hast in London so viele unterschiedliche Lationen und jeder hat seinen Akzent. Und viele Leute sind auch stolz auf ihren Akzent! Gibt es so Dinge, wo man aufpassen muss? Dass man sich da nicht so ins Fettnäpfchen setzt oder wo du manchmal denkst bei Einwand dran so don't do it wenn du hier nach England kommst?

Die Höflichkeit in England? also das haben wir in Deutschland nicht so. in unserer Sprachkultur sage ich mal Und man sagt hier sehr viel, wenn du etwas möchtest. Dann sagst du als allererstes Entschuldigung. Obwohl du dich ja eigentlich für nichts entschuldigen musst aber du entschulichst dich schon mal im Vorher raus für die Unannehmlichkeiten.

Könnte ich eventuell irgendwann wann immer es dir recht ist X Y Z haben und als Deutscher würdest du einfach sagen kannst du mir das mal geben? Ja Und das ist in Englern einfach diese Höflichkeit. Immer please thank you, no thank-you. Dass man das immer mit einbaut – das ist glaube ich ganz wichtig dass man sich da in keine Festnapfchen tritt weil man dann einfach als also das is in Ordnung wenn man das nicht macht aber es wird dann schnell auch als gut empfunden und ich glaube sagst du zum Beispiel I'm sorry oder sagst Du pardon me?

Oder excuse me? Excuse Me! Also weil das ist ja auch eben so eine Form, auch alleine schon. Wie du dich entschuldigt sagt ihr glaube ich auch schon viel darüber aus? Ja mein Chef bei der Arbeit hat mal meine Kollegin angesprochen und es war ganz am Anfang. da hat er gesagt I'm so sorry to bother you i won't take up so much of your time again im so-so Sorry und sie nur so it's okay.

Und dann ging es los und dann kam die Frage also das ist und er war der Chef und entsprechend ist dass das einfach so Gibt es im Britischen oder in England? gibt es einen Nein? Gibt's schon, aber man würde dann eher sagen das kann ich momentan nicht möglich machen. Eben weil du würdest ja nie irgendeine Frage mit einfach so rude somit nein beantworten.

Ja genau die Engländer versuchen es immer irgendwie möglich zu machen und wenn nicht dann sind sie sehr apologetic Dann sagen Sie sehr... Das tut ihnen wahnsinnig leid. Und das sind auch teilweise, wenn jemand in mich hineinläuft draußen dann sage ich auch oh I'm so sorry. Obwohl die andere Person in mich reingelaufen ist.

aber das ist einfach das höfliche. man lächelt sich gegenseitig an und dann geht man weiter. Kommen wir nochmal kurz zurück auf dein Leben heute. Wir sind da stehen geblieben mit diesem schlecht bezahlten Job in der WG, so ist es ja heute nicht mehr. Du hast vorhin eben gesagt du bist inzwischen feieratet mit einem Engländer zusammen.

ihr wohnt bestimmt nicht mehr jeder einzelne WG sondern wie liebt dir heute und was machst du jetzt beruflich? Genau ich habe meinen Mann vor sieben Jahren kennengelernt Und wir sind vor fünf Jahren in diese Wohnung hier gezogen. Das heißt, das nennt sich Two-Badger and Flat also drei Zimmer inklusive Wohnzimmer zwei Schlafzimmer, zwei Bäder ist eine etwas ältere Wohnung sag ich mal was so den deutschen Standard angeht vielleicht nicht ganz auf der Höhe aber es hat wahnsinnig viel Charme und wir wohnen hier sehr gerne.

Wir haben auch einen kleinen Outdoor Space und ja, wohnen in dieser Gegend die sich eben so ein bisschen anfühlt wie einen Dorf. Und ich habe ja anfangs eben in dieser PR-Agentur angefangen bin danach in eine Werbeagentur gegangen hab da zwei Jahre gearbeitet und dann bin ich in den Tech Bereich gegangen und arbeite heute bei einer großen Tech Firma im Kommunikationsbereich.

Und auch so gehaltstechnisch ist es mittlerweile so, dass du jetzt nicht mehr dich fragen musst wie du den nächsten Monat bezahlen sollst. Das ist richtig! Also ich kann heute das Leben was wir haben, kann ich mir jetzt ganz gut ermöglichen. Ja, weil eben wenn wir generell also klar England auch da können wir ja auch gleich nochmal über die Unterschiede sprechen aber so über Lebenshaltungskosten in London das ist ja wirklich der große Punkt.

Vielleicht kannst du uns ein bisschen mitnehmen. für euer Apartment ich weiß ja vorgespräch kurz es ist glaube ich einfach Verglasungen und eben das ist wahrscheinlich auch von der Isolation her. im Winter musste wahrscheinlich sehr viel heißen weil es wahrscheinlich ein altes Haus ist Muss man dafür bezahlen?

Und wie lebt man da? also auch was hin zu die Ausgaben generell. Also wir zahlen für unsere Wohnung zwei Tausend Einhundert Pfund im Monat ohne Nebenkosten, die kommen noch oben drauf. Wir haben einfach Verglasungen. Die Gebäude hier sind sehr alt. Du hast natürlich auch teilweise so Apartment Buildings, die neu gebaut sind die besser isoliert sind, aber in den alten Gebäuden und mir gefällt das eigentlich ganz gut weil er sehr viel Charakter hat.

Ist es dann doch recht kalt? Wir sind auch im Erdgeschoss und haben quasi nur diese Floorboards wo man normalerweise hast du dann Teppich drauf oder ein Paket... Und das haben wir tatsächlich nicht! Das sieht ja schick aus ist aber sehr kalt in den Wintermonaten so dass wir jetzt schon ich sag mal so im Oktober fangen werden.

wir anfangen an zu heizen. Erste Moktober ja? Ja, momentan ist es ja noch sehr warm. Wir haben jetzt einen Momentan auf den zwanzig Grad draußen aber genau so sieht das hier aus. also die ich glaube man muss ein bisschen wenn man hier herkommt. Ich sage immer dass es London Living Standard. Du hast dann diese alten Waschbecken noch wo du auf jeder Seite einmal drehst um das Wasser anzubekommen.

Und da muss man sich einfach darauf einstehen, dass die Häuser hier, dass der Housing Standard einfach nicht so hoch ist und generell eben wenn wir jetzt mal von der Miete absehen, wenn du jetzt einkaufen gehst, wenn auch du gehst ja auch ins Fitnessstudio, wenn Du eben so auch essen gehst und wie würdest Du so die Kosten vergleichen mit in Deutschland?

Man kann hier auch ein günstiges Fitnessstudio, sage ich mal für forty-fünf Pfund im Monat haben. Das habe ich tatsächlich auch. Seit dem Brexit ist es recht teuer geworden was so importierte Produkte angeht. also zum Beispiel ich sag jetzt mal England baut zwar Wein an aber wirklich der gute Wein wird aus Italien oder Frankreich importiert.

Da muss man für eine Flasche Wein im Supermarkt schon zwölf Pfund hinlegen und entsprechend ist das natürlich auch wenn du ausgehst. Also ich sag mal, dass Standardmiel kostet um die fünfundzwanzig Pfund ein Bier kostet vielleicht, ich sage jetzt mal acht Pfund sieben oder acht Pfunden und ein kleines Glas Wein kostet Um die elf Pfunde.

also vielleicht kann man damit so ein bisschen arbeiten. Gehst du denn oft aus? Also weil eben also da ist mal relativ schnell viel Geld los dann. Ja, ich hab das früher tatsächlich eben sehr viel so gemacht dass ich dann gesagt habe Ich treffe mich mit einer Freundin vielleicht auf einem Kaffee nach der Arbeit und wir gehen dann spazieren mit einem Takeaway-Coffee in der Hand.

Aber generell ist es natürlich so Dass das schon auch ins Geld frisst Und ich bin jetzt an dem Punkt wo ich dass gerne auch mal machen kann. Aber ich würde sagen, ich gehe vielleicht nach der Arbeit meistens einmal die Woche mit einer Freundin noch was essen. Wir machen dann meistens eine Fitnessklasse zusammen und gehen dann irgendwie etwas essen – und vielleicht am Wochenende auch!

Das ist jetzt nicht so das ich jeden Abend in der City rumhopse oder von einem Restaurant zum nächsten springe. Du hast den Brexit erwähnt, du bist ja vor dem Brexit ausgewandert. Liebst ihr jetzt immer noch da? Wenn wir jetzt mal eben von den Kosten wegkommen, was würdest du sagen hat der Brexit in diesem Land verändert?

Das Land war ja schon auch sehr in zwei Gespalten als der Brexit entschieden wurde oder als die Menschen dafür gewählt haben. Und entsprechend... Ich wohne wie gesagt auch so ein bisschen in dieser London-Bubble wo viele pro EU sind und entsprechend habe ich hier nie wirklich Negatives gegen Ausländer erlebt.

Aber es ist natürlich schon so, dass es sehr viel schwerer ist, hier Herz zu ziehen – das ist auch für die Engländer schwerer als Außern zu ziehen -, dass gewisse Lebensmittel einfach teurer sind also gerade die, die importiert werden. natürlich und generell hat sich die Lebensqualität der Englender eigentlich nach unten entwickelt durch den Brexit wüsste jetzt keinen positiven Effekt, der da rausgekommen ist.

Und entsprechend sind natürlich hier auch immer wieder die Diskussion ob vielleicht nochmal ein Referendum geben sollte oder ob man vielleicht doch noch mal eintreten sollte. aber das bleibt abzuwarten.". Ja ich glaube es gab ja eine Umfrage dass mittlerweile die Mehrheit wieder für den EU-Beitritt wäre selbst die die damals für den Brexit gestimmt haben.

Ja, weil ich glaube das es wurde natürlich viel auch gesagt dass der NHS der National Health Service dann mehr Funding bekommen sollte. Dass es den Bauern besser gehen sollte und mit den Fischereien, dass es da irgendwie bessere Konditionen geben sollte. Und hat sich eben alles gar nicht so materialisiert wie die damals angekündigt beziehungsweise beworben wurden.

Und entsprechend würden die meisten wahrscheinlich heute wieder dafür sich entscheiden, sich wieder der EU anzunähern und das scheint auch das Government zu machen. Also ich lese immer ab und zu davon dass es vielleicht doch nochmal so ein Use Mobility Schieben geben soll wo man dann hier als OPER zum Beispiel herkommen kann und nur eine oder zwei Jahre hier arbeiten kann.

und ich denke dass es sich da auch vielleicht wieder hin entwickeln kann weil wenn man jetzt aus dem Ausland herziehen möchte, dann braucht man tatsächlich den BISOM Genau, also das wäre jetzt gerade meine Anschlussfrage. Es gibt ja ein Punktesystem inzwischen dass man erfüllen muss auch um dieses Visum dann zu bekommen.

wie schwierig würdest du sagen ist das heute? Weil das Visum muss ja wahrscheinlich auch verbunden sein mit einem Job da überhaupt hinkommen kann oder man braucht irgendwie Geld so mal selber eine Firma zu gründen Genau. Ich kenne tatsächlich niemanden, der nicht von seinem Job gesponsert wurde und das gibt es schon, dass gerade auch größere Firmen einen Sponsor können und sagen wir bezahlen die das wie so.

Der andere Weg wäre eben zu sagen man kommt über eine... Es gibt ne Liste mit Jobs, die hier gebraucht werden und da kann man zum Beispiel ich sag jetzt mal als Krankenpfleger doch auch schneller herziehen und ist dann eben beim National Health Service angestellt. Aber wenn man, wenn sich dein Job jetzt nicht auf der Liste befindet, dann musst du tatsächlich über das Sponsorship eines Arbeitgebers gehen.

Und genau da muss man natürlich erstmal jemanden finden, der einen dann auch sponsern kann oder möchte. eben weil das ist ja also es kostet ja dann die firma auch geld das heißt dass ist ja wahrscheinlich dann auch schwer an solche jobs heranzukommen. oder wo würdest du sagen gibt's solche jobs. Also das ist sehr schwer zu sagen.

ich würde immer sagen es ist natürlich einfacher wenn man vielleicht schon mal eine karriere hatte in welchen bereich das auch immer ist in deutschland und dann vielleicht am allerbesten bei firm die man hier kennt damit, der Arbeitgeber deinen CV öffnet, dass er dann sehen kann, okay, derjenige war bei einer großen Firma.

Die kennt ihr die sagt mir was oder das man vielleicht intern sich bewirbt. wenn man jetzt bei einer Firma ist, die auch in England ansässig ist? Dann ist es vielleicht dann einfacher oder generell eben auch deutschsprachige Jobs oder Jobs, die irgendeinen deutsch sprachigen Anteil haben. Wenn man sagt, dann betreut irgendwie den deutschen Markt für eine Firma die aber in UK ihren Sitz hat.

Das kann auch manchmal hier in London sein und dann hat man entsprechend auch wenig Mitbewerber weil es eben wenig Deutsche gibt. Wir sprechen im Bonus-Teil auch noch generell über deine Tipps zum Thema Bewerbung und auch Jobinterview in England. Aber so eben wie du es gemacht hast, jetzt mit Praktikum und danach in der Anstellung zu gehen, das wäre dann wahrscheinlich heute fast unmöglich?

Momentan ist das glaube ich nicht möglich! Erasmus gibt es für UK momentan leider nicht. Man müsste dann quasi nach dem Studium versuchen hier einen Sponsorship zu bekommen. Hast du denn inzwischen den britischen Pass? oder wie kannst Du da bleiben? Also ich bin dadurch, dass ich schon vor dem Brexit hier war.

Bin ich settled? das bedeutet Ich habe hier nie ein Visum gebraucht. alle EU-Bürger die vor dem Brexits schon hier gelebt haben Haben erst mal pre-settelt bekommen und nach ich glaube nach fünf Jahren ging das dann in den Settelstatus über Und entsprechend hab ich diesen Status. Der kann mir eigentlich auch nicht weggenommen werden, aber ich bin mittlerweile tatsächlich für die Citizenship, für die Staatsbürgerschaft eligible und habe mich da jetzt gerade so zu sagen beworben als ich hab jetzt gerade meine Unterlagen abgeschickt.

Weil eben auch hier die Reform UK Doch weiter populärer wird und man dann im Nachhinein nicht weiß, ob die vielleicht doch noch mal was ändern. Entsprechend habe ich gesagt Ich mache das mit der Staatsbürgerschaft auch wenn es jetzt momentan eigentlich nicht unbedingt brauche aber einfach als Sicherheit dass sich sagen kann ich bin hier Und ich hab dann quasi doppeltes Staatsbürger schafft für die deutsche auch nie aufgeben.

Aber genau cool! Das heißt du wirst Briten. Genau Sehr schön! Ja, du hast bei Instagram in einem Post geschrieben. Vieles ist in Deutschland einfacher? Was meinst du damit?". Also es ist natürlich so... Es sind beiden Ländern manches einfacher. Du hast hier in England viel weniger Bürokratie und ganz viel digital erledigt während man in Deutschland noch hingehen muss.

Man muss sich einen Stempel holen, man muss es dann irgendwie an der Kopie am besten noch eine beglaubigte Kopie rüber schicken. Und das ist hier alles einfacher. Aber es gibt natürlich auch Dinge, die in Deutschland einfacher sind und da komme ich nochmal auf den National Health Service zurück zum Beispiel Alles was rund um Gesundheitsvorsorge geht oder generell auch mal einen Spezialisten sehen zum Arzt gehen.

Das ist hier dadurch dass der NHS verstaatlicht ist. Ist das alles mit sehr langen Wartezeiten verbunden? Zum Beispiel auch ein Zahnarzt zu bekommen ist jetzt fast Also fast unmöglich, weil viele einfach sagen sie nehmen gar keine NSS-Patienten und nur private Patienten. Weil die Listen so lang sind.

Und entsprechend ich habe zum Beispiel auch eine chronische Erkrankung, die witzigerweise meine Zwillingsschwester in Deutschland hat. In Deutschland wird sie sehr viel engmaschiger überprüft und kontrolliert. Man ist dann in einer Ruhephase von dieser Krankheit. Die nennt sich Morbus Crohnus. Das ist eine chronischen Darmerkrankungen Genau, entsprechend wird sie viel englisch-maschiger da kontrolliert und überprüft, dass das eben nicht wieder ausbricht als ich zum Beispiel.

Dafür habe aber die Möglichkeit... Ich kann mit meinen Ärzten auch per E-Mail kommunizieren und über die digitalen Wege ist es dann vielleicht doch noch mal ein bisschen einfacher. Aber genau, es gibt eben auf beiden Seiten einfachere und schwierigere Aspekte. Und ich muss auch sagen, dass ich Deutschland sehr zu schätzen gelernt habe seit ich hier bin.

Weil man eben dann doch auch viele Sachen sieht wo man sagt okay das ist in Deutschland irgendwie besser oder einfacher wenn wir zum Beispiel auch über Employee Protection sprechen. also hier ist es sehr Arbeitsschutz ja Arbeitsschurz genau Hier in UK gibt es den eigentlich gar nicht. Also deine Firma kann dich zu jeder Zeit gehen lassen natürlich mit einer Kündigungsfrist, aber sowas wie einen Arbeitserschutz gibt es hier eigentlich in dem Sinne gar nicht.

Was sind denn sonst die Dinge, die du vermisst noch aus Deutschland? Ich vermisse manchmal so ein bisschen das... also nicht unbedingt deutsche Essen, aber so Brezeln oder sowas. Das gibt's jetzt zwar auch, aber das ist einfach kein Vergleich zu dem was wir in Deutschland haben. Genau meine Familie natürlich ganz klar dass sie nicht da sind.

Letztes Jahr ist mein Vater sehr auf einmal sehr krank geworden und dann Anfang diesen Jahres verstorben. Das war natürlich sehr hart, wenn man da nicht direkt vor Ort ist. Wow das tut mir leid! Was natürlich gerade da wieder zeigt was es eben ausmacht wenn man so eine weite Distanz und da geht's ja jetzt noch weil sie wahrscheinlich so ein zwei Stunden Flug sind aber was das eben dann doch ausmachen kann Genau.

Das hat man in Deutschland natürlich auch, wenn man selber jetzt in München sitzt und die Eltern zum Beispiel nach Hannover. das kann natürlich immer passieren. aber das sind natürlich Momente wo man sagt ne ich möchte jetzt unbedingt wieder rüber und da sein Wir kommen gleich noch zu deiner Zukunft vorher.

was würdest du Menschen mitgeben? Die ja sich vielleicht auch in London verliebt haben die auch nach England auswandern wollen? Was sind so deine Do's and Don'ts? Also ganz wichtig ist die Sprache zu lernen und auch wirklich, dass man sagt, man kann sich damit gut verständigen. Und da gibt es natürlich – habe ich eben glaube ich auch schon erwähnt – unterschiedliche Wege in denen man einfach Englisch immer wieder in seinen Alltag einbaut weil man schon wenn du dich hier bewirbst dann musst du das Interview auf Englische machen und entsprechend sollte man sich da so'n bisschen schon sicher sein, dass man das hinbekommt.

Andererseits natürlich irgendwie versuchen, das Sponsorship zu bekommen und da habe ich glaube ich eben auch schon ein bisschen drüber gesprochen... Dass man vielleicht schaut, dass er seine Karriere erst aufbaut und dann hierher kommt was eben auch monetär einfach einfacher ist sage ich mal als den Weg den ich gegangen bin mit zwanzig tausend im Jahr aber vielleicht auch einfach mal herkommen und sich außerhalb der The City Centers ein Airbnb mieten und einfach mal schauen, ob man hier zwei Wochen wohnen möchte.

Und einfach mal sehen wie es so ist. Es ist wirklich ganz toll. aber es ist natürlich anders als das Leben was man sich vielleicht vorstellt wenn man auf einem fünf Tage Städtetrip ist wo man eigentlich von Big Ben zu Tower Bridge dann weiter zu Buckingham Palace geht. Genau! Das auch mal auszuprobieren.

Aber ich sag immer gar nicht unbedingt langfristig denken weil Ich höre öfter mal von Leuten, ich würde das gerne machen. Aber ich habe Angst! Das ist so ein großer Schritt und das muss eigentlich gar kein so großer Schritt sein weil der Weg zurück ist ja offen du kannst ja immer wieder zurückgehen und entsprechend würde ich immer das eher versuchen und schauen wie es ist.

und dann kannst du immer noch sagen hey das war für ihn jetzt für den Jahr und ich gehe aber zurück und dann hast du aber die Erinnerungen. Toll Du triffst es auf dem Punkt. wir haben das hier auch schon öfter im Podcast besprochen. Ich habe jetzt komischerweise, hast du das gesagt, dass gerade noch ein anderes Bild im Kopf gab?

Apropos, du kannst immer wieder zurückkommen! Was sagst du eigentlich, dass Meghan und Harry wieder zurück sind?". Ja es ist natürlich... Die Engländer sind nicht die größten Harry- und Meghanfans aber ich glaube, das ist auch sehr stark von der Yellow Press angetrieben. Und entsprechend finde ich schön Die gehen jetzt hier, glaube ich zu Fuhle die Kleinen und die beiden wohnen oder die Familie wohnt in den Cotswolds.

Und das stelle ich mir auch sehr schön vor wahrscheinlich weniger privat als dass jetzt im USA irgendwie der Fall ist wo du lauter große Grundstücke hast wo die Celebrities dann auch wirklich privat wohn können sondern hier ist es natürlich alles sehr... Du wohnst hier nebenan vielleicht mit einem Celebrity und du siehst ihn dann auch sehr und du kannst dich dann schlecht verstecken als Royal.

Aber ich persönlich finde es super! Gut, ich meine die wohnen jetzt nicht in einem Reihenhaus ne? Also muss man ja auch sagen... Das nicht aber das ist schon, ich glaube in den Codswords vermute die werden da auch in den Pub gehen und die wird man wahrscheinlich da auch sehen bestimmt Sehr gut. Ja, apropos ihm glaube ich zurückgehen ist ja bei dir jetzt keine Option.

erstmal oder wenn wir so zum Ende hin in deine Zukunft schauen die nächsten zwei drei vier fünf Jahre wo siehst du dich und wie sieht dein Leben dann aus? Wir planen hier zu bleiben und einfach mal zu schauen wie sich so entwickelt das Leben. Ich glaube es ist immer ganz schwierig zu sagen was man in fünf Jahren macht Aber ich, genau mein Mann und ich bleiben hier.

Er kommt tatsächlich aus London von daher hat er auch Familie hier aber natürlich weiterhin auf viel Zeit in Deutschland zu verbringen. Ich bin regelmäßig im Sommer mal zwei drei Wochen da Im Winter natürlich zwei drei wochen und London hoffentlich auch weiterhin zu genießen. also wir planen auch tatsächlich in London zu bleiben.

hoffentlich Wollen wir mal schauen, ob das auch alles so funktioniert wie man sich das wünscht? Weil es natürlich auch sehr teuer ist hier irgendwie langfristig zu wohnen. Aber genau das ist der Plan! Also dein Weg kann man weiter mitverfolgen auf dem Instagram-Kanal. den verlinken wir natürlich in den Show Notes hier in der Podcast App da unbedingt Marietta folgen.

Wir wechseln jetzt sie denn einfach aus. stein Club noch für den Bonus Teil zu dieser Folge. Da spreche ich mit Marietha Wie schon erwähnt Besonders über die Jobsuche in London, also über den Bewerbungsprozess. Was ist da so ein bisschen anders auch bei Jobinterviews? Worauf sollte man da achten? Marietta hat vorhin außerdem schon über das Gesundheitssystem NHS gesprochen.

Also worauf muss man da achten und wie ist es eigentlich mit Privatversicherungen? Wir sprechen da noch generell übers Gesundheitssystem. Und für die, die demnächst eine Reise nach London buchen hat Marietta noch ihre drei Geheimtipps. Die in keinem Reiseführer drin stehen! Ich hänge jetzt mal die Latte hoch.

Wer das nicht verpassen will dann Clubmitglied werden geht ganz einfach über den Link in der Show notes hier in der Podcast-App oder über die Webseite derauswanderpodcast.com. Marietter, dir erst mal herzlichen Dank bis hierhin? Ja vielen Dank, es hat Spaß gemacht. Das war die Auswandlungsgeschichte von Mariettha die seit Jahrzehnte in London lebt.

Und mir hat diese Folge auf jeden Fall viel Lust gemacht, auf die Stadt und das Schöne ist. ja man kann auch mal schnell für ein verlängertes Wochenende nach London fliegen. also wenn du Lust hast ucht dir doch einfach mal einen Flug. test es aus! Und mich interessiert jetzt natürlich deine Meinung wäre England trotz dem Brexit für dich noch ein Land zum Auswandern?

schreibts mir gerne in die Kommentare bei Spotify. Ich freue mich sehr, wenn du in der nächsten Woche wieder mit dabei bist. Für eine neue Folge. bis dahin hast du hoffentlich meinen Podcast abonniert und dann hören wir uns am nächsten Mittwoch. Bis dahin alles Gute! Ciao.

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