Anmelden

EINFACH AUSSTEIGEN – Der Auswanderer Podcast· Folge 307

Auswandern nach Patagonien: Sie tauschte den Bürojob gegen das Ende der Welt

Mittwoch, 24. Juni 2026 · 46 min

MP3

Shownotes

Susanne Widmer und ihre Auswanderung
🇨🇱 Zum ersten Mal in bald sechs Jahren geht es im Podcast nach Patagonien – ans Ende der Welt. Die Region im Süden Chiles gehört zu den letzten großen Wildnisgebieten der Erde. Riesige Eisfelder, aktive Gletscher, schroffe Berglandschaften und eine der geringsten Bevölkerungsdichten der Welt machen Patagonien für viele zu einem Sehnsuchtsort.

In dieser Folge hörst du die Geschichte von Susanne Widmer. Die Schweizerin kam 2017 eigentlich nur für einen Job auf einem Schiff nach Chile. Auswandern wollte sie damals gar nicht. Doch aus einem Abenteuer wurde ein neues Leben und heute lebt sie in Patagonien.

Wir sprechen darüber, wie sie mit nur wenigen Spanischkenntnissen in Chile angekommen ist, warum sie geblieben ist, wie ihr Alltag in einer der abgelegensten Regionen der Welt aussieht und welchen besonderen Job sie heute hat…

🎧 Im Bonus-Teil für alle CLUB-Mitglieder sprechen wir außerdem über:

– Susannes größtes Learning aus neun Jahren in Chile
– Visa, Aufenthaltsgenehmigung und Bürokratie in Chile
– Klima, Winter und Wind in Patagonien
– Sicherheit in Chile und das Reisen als alleinstehende Frau

✅ Jetzt CLUB Mitglied werden, den Bonusteil hören und weitere Vorteile nutzen: 👉 nicolas-kreutter.com/club

📱 Werbepartner: Saily ist der neue eSIM-Service, der dir weltweit in über 200 Destinationen günstige Datenpläne bietet. Sei sicherer online mit dem Saily-Webschutz! Lade die Saily-App auf dein Smartphone und hol dir 15% Rabatt auf deine erste Buchung mit dem Code "einfachaussteigen". Weitere Infos unter: Saily.com/einfachaussteigen

📸 Die Fotos zu der Folge findest du auf dem Instagram-Kanal von EINFACH AUSSTEIGEN: instagram.com/einfachaussteigen

Mehr zu Susanne:
Instagram: instagram.com/farsouthexpeditions
Webseite: farsouthexp.com/de/team/susanne-widmer-ch

⭕️ Die Kanäle von EINFACH AUSSTEIGEN:
Webseite: derauswandererpodcast.com
CLUB: nicolas-kreutter.com/club
Finde dein Traumland: laenderkompass.com
Auswanderer-Report: nicolas-kreutter.com/auswanderer-report
Auswanderer-Checkliste: nicolas-kreutter.com/auswanderer-checkliste
Newsletter: nicolas-kreutter.com/auswanderer-newsletter
Facebook-Gruppe: facebook.com/groups/derauswandererpodcast

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Ja, wenn ich jetzt zurückdenke. Vor allem die Mannschaft auf dem Schiff habe ich etwas nicht verstanden und bat sie jetzt bitte nochmals zu wiederholen. oder ja gesagt, ich verstehe nicht was hast du gesagt? Sie sagt genau das Gleiche in den genauen gleichen Wörtern gleich schnell einfach lauter. Und ich sage, ich bin nicht schwerhörig!

Ich verstehe dich einfach nicht.". Einfach aussteigen – der Auswanderer-Podcast. Zum ersten Mal im bald sechs Jahren geht es heute nach Patagonien ans Ende der Welt, nach Chile. In eines der letzten großen Wildnisgebiete der Erde mit riesigen Eisfeldern aktiven Gletschern und hohen Bergen! Mit nur etwa zwei Einwohnern pro Quadratkilometer lebt man im Patagonien schon ziemlich einsam.

Du hörst gleich die Geschichte einer Schweizerin, die alleine und für einen Job auf einem Schiff nach Chile gekommen ist! Wie ihr Leben heute aussieht – und wo sie genau lebt, das hörst du in dieser Folge. Ich bin auch ausgewandert und ich habe eine spannende, inspirierende Geschichte zu erzählen. Und kann viele Tipps geben zum Leben in dem Land, in dem ich bin?

Dann melde dich unbedingt bei mir! Wir suchen immer nach neuen Gästen. oder vielleicht folgst du auch anderen Auswanderern und hast dir schon gedacht der oder die müsste eigentlich mal zu mir einen Podcast kommen? dann schreib mir unbedingt über die Webseite derAuswandererPodcast.com. Einfach aussteigen der Auswanderer-Podcast gibt es eben seit bald sechs Jahren mit den Zwischen über dreihundert Episoden.

Und ich kann dir eins versprechen, wir hören noch lange nicht auf denn da draußen wartet noch so viel mehr! Wenn du's noch nicht getan hast und etwas Zeit hast dann scroll auch mal im Archiv hier ganz nach hinten und hör dir mal die Folgen an, die vor ungefähr sechs Jahren gelaufen sind. Da sind viele beeindruckende Geschichten dabei.

Stell dir jetzt eine Welt vor, in der die Natur noch die Regeln schreibt. Wo der Wind unglaublich stark bläst! Wo riesige Eisbrocken mit lautem Donnern von den Gletschern in die Seen stürzen und wo weltberühmte steile Felstürme aus Granit in den Himmel ragen. Patagonien ist kein eigenes Land sondern eine riesige wilde Region am untersten Zipfel von Südamerika.

Sie gehört zu zwei Staaten gleichzeitig und teilt sich auf in das chilenische Patagonien im Westen, und das argentinische Patagonien im Osten. Für die meisten ist es ein Sehnsuchtsort für den absoluten Traumurlaub. aber wie ist es eigentlich wenn man dort lebt zum Beispiel sogar in einer Stadt? Bei mir zu Gast ist heute Susanne Wittmal die in der Schweiz und ihren Bürojob hinter sich gelassen hat.

Und auf ein Abenteuer nach Chile aufgebrochen ist. Auswandern wollte sie ursprünglich gar nicht, sondern es ist am Ende einfach so passiert! Wie Sie heute lebt, was sie beruflich macht... ...und wie Sie eben auch mit der Verständigung lief – was du hier ganz am Anfang schon gehört hast…. Das und viel mehr hörst du jetzt im Gespräch.

Herzlich willkommen mit Podcasts. Hallo Susanne! Wenn du bei dir gerade aus dem Fenster schaust, guckst du da auf die Berge oder was siehst du bei Dir? Schau bei uns ist jetzt... Gut neun Uhr morgens und es ist noch ziemlich dunkel. Insofern sehe ich gerade noch nicht allzu viel. Sonnenaufgang ist in einer guten halben Stunde, die Tage sind kurz.

wir wohnen auf dem Land. Ich bin zu Hause gerade und hätte eigentlich den schönen Notofagus Wald. Die Einheimischen Südbruchenwälder haben wir bei Jungs rund ums Haus. Ich habe, da wollen wir später noch darüber sprechen. Ich habe geguckt bei euch beginnt ja jetzt der Winter ist das. liegt es auch daran dass jetzt eben die Sonne so spät aufgeht?

Ja wir sind relativ weit im Süden mit Europa vergleichbar so Norddeutschland Südenglern also vergleichen mit Europa ist es nicht extrem weit entfernt vom Equator aber wir sind hier ganz am Ende des südamerikanischen Kontinents ganze in Süden. und ja die Tage sind kurz Sonnenaufgang kurz vor zehn, Sonnenuntergang nachmittags um halb sechs.

Aber entsprechend im Sommer ist das Gegenteil, da haben wir fast endlose Tage. Du bist in bunter Arenas zu Hause? Ich glaube so ein bisschen außerhalb der Stadt oder mittendrin noch? Genau! Wir wohnen außerhalb dieser Stadt auf einem Grundstück fünfzehn Kilometer weg von der Stadt und wir nennen das ein bisschen unser kleines Paradies wo wie einfach... Unsere Ruhe haben eine Natur verbunden.

Wir haben Vögel, Weions im Garten, Bäume und Wälder auf dem Grundstück. Und das ist so ein bisschen unser Energiekraftzentrum weil wir halt doch von der Arbeit her sehr viel mit Leuten zusammen sind. Das ist schön zuhause ein bisschen mehr Ruhe zu haben. Ja, da kommen wir noch dazu was du heute machst.

Ich habe mal geguckt. also Punta Arenas ist ja eine sehr europäisch geprägte Stadt. Da gibt es viele Häuser. die sehen teilweise aus wie Paris. Viele Menschen die dort leben haben auch kroatische Wurzeln und einiges erinnert auch an Spanien. Also das hört sich an wie ein totaler Mischmasch an Kulturen oder also merkt man dass das irgendwie doch Chile is?

Also das ist so, die Stadt ist effektiv sehr international geprägt. Nach heute hat es ja viele Leute hier die kroatische Nachnamen haben oder auch im Alltag, da hat man immer wieder Wörter aus anderen Sprachen. Wir haben zum Beispiel einen Kuchen, einen Streusel, den wir in der Bäckerei kaufen oder es gibt Ortsnamen... Berge, die nach englisch-schön-französischen Pionieren hier Siedlern bekannt sind.

Also es ist wirklich sehr europäisch geprägt und ja da sieht man auch heute an der Architektur im ganzen Leben. viele sind zweite dritte vierte Generationen hier, die sprechen die ursprüngliche Sprache nicht mehr ihrer Elterngroßeltern oder sogar früheren Generationen. aber ja es ist sehr... Multikulturen sage ich jetzt mal in ihrer Gesicht.

Ja, also ich kann jetzt schonmal sagen wir machen natürlich wie immer die Fotos zu der Folge hier auf den Instagram Kanal von einfach aussteigen. das sollte man sich unbedingt mal anschauen. Wir starten jetzt aber da wo du auch gestartet bist nämlich nicht in Chile sondern in der Schweiz. du kommst ursprünglich aus dem Kanton Torgau und bei einer Sache bei der Recherche habe ich gestutzt.

Du bist nämlich studierte Geografin. Ich glaube, wir sind so... also ich bin dreiundvierzig, glaub' ich. Wir sind so ungefähr ein Jahrgang! Ich kannte bei mir in der Schweiz damals niemanden, der das studiert hat. Wie bist du ursprünglich mal drauf gekommen Geografie zu studieren? Ich glaube in der Schule ging es mir eigentlich immer relativ einfach.

Ich bin sehr pflichtbewusst und ich mache den Aufwand, aber ich glaube mit Mit überschaubarem Aufwand ging mir in der Schule immer relativ leicht. Und daher war für mich bald klar, ich wollte die Maturität machen und dann an die Uni studieren gehen. Einfach auch weil ich noch nicht so genau wusste was ich aus meinem Leben mal machen würde.

Ich finde das sind Entscheidungen, die so früh getroffen werden mussten und vielleicht wollte ich diese Entscheidung auch noch ein bisschen herausschieben einfach weil ich wusste dass es mir an der Schule gut gefällt und relativ einfach läuft. Und dann hatte ich im Gymnasium einen großartigen Geografie-Lehrer.

Wir mussten da nicht ständig Flüsse und Bergnahmen so lernen, sondern wir haben wirklich einfach faszinierenden Geografienunterricht gehabt mit dem... ...und nach diesen zwei Jahren mit jenem Lehrer. Ich wusste einfach, ich möchte Geografie studieren. Hättest du mich gefragt? Was möchtest du nach dem Geografiestudium machen?

Ich hätte keine Ahnung gehabt aber ich wollte das einfach studieren weil er mir quasi dieses Feuer eingepflanzt hat. und nachher während des Studiums da kommt man zu einem viel tieferen, detaillateren Einblick in die Disziplin habe mich dann auf Natur gefahren in Berggebieten spezialisiert. Ich glaube, wie so oft in meinem Leben ich habe gewisse Entscheidungen einfach aus dem Bauch herausgetroffen ohne groß über Konsequenzen oder mögliche Wege danach nachzudenken.

Ja? Wolltest du denn auch immer so andere Länder auch entdecken eben überall unterwegs sein in so ganz entlegenen Orten? Weil ich hab ja auch gesehen, du hast ja dann auch eine Weltreise gemacht. also es hört sich jetzt alles nicht so an als wärst du quasi ja Schweiz da bleibe ich auf jeden Fall Meine Mama, als sie jung war ist sie viel gereist und ich glaube so ein bisschen diese Neugierde diesen Abenteuergeist habe ich vielleicht ein bisschen von ihr mit gekriegt.

Und wiederum in meinem Leben wenn ich etwas machen wollte dann habe ich es einfach gemacht nicht einfach blauäutig drauf los. aber ich habe mir gesagt ja wenn ich eine Weltreise machen will Nämlich mir diese Auszeit, ich habe sie mit meinem damaligen Partner zusammengemacht. Und ich glaube die Neugierde fürs andere für Horizont-Erweiterung das ist sicher Teil meiner Persönlichkeit.

Ich muss aber auch sagen, ich könnte mir durchaus vorstellen jetzt in der Schweiz zu sein einen Mann ein paar Kinder ein Haus oder das typisch Schweizerische traditionelle Leben und ich wäre wahrscheinlich auch glücklich. Mit ein paar Wochen Ferien im Jahr oder vielleicht irgendwo mit der Familie Zelten gehen, Wandern gehen... Ich musste nicht schon immer, ich möchte auswandern aber hier bin ich jetzt!

Ja weil du bist in der Schweiz und hast dein normales bürgerliches Leben sondern du bist eben in Chile gelandet. Bist Du auf der Weltreise da auch schon in das Land gekommen? Oder woher kommt ursprünglich? Sprünglich mal, ich glaube es ging ja auch mehr so ein Patagonien. Woher kommt diese Faszination für Patagonian?

Ja während der Weltheise waren wir in Chile und sind allerdings nur bis Nordpatagonien runtergekommen und dann durch die Andenkette hoch bis nach Ecuador weil es einfach Saison unbedingt keinen Sinn gemacht hätte hier im Winter ganz nach Südpatagonien zu kommen. und das wussten wir aber schon, bevor wir die Weltreise überhaupt gestartet haben.

Wir wussten mit einem Jahr können wir entweder Himalaya und im Himalayan trekken gehen was wir dann letztendlich auch gemacht haben oder wir beginnen die Reise anders herum und hätten den Nord-Südsommer, dem Nordwinter dazu gebraucht eben hier Patagonien zubereisen. und letztendling haben wir uns für den Himalaja entschieden.

Und ich denke, seit dieser Weltreise war ein grandioses Erlebnis wirklich absolut toll dieses Jahr. Aber ich glaube, seither ist so das Patagonien ein bisschen in meinem Kopf wahres Präsent und... Ich wollte einfach diese weiten, diese endlose Weite mit Bergen, mit Gletschern, Flüssen sehen, Wäldern.

Das wollte ich mal sehen aber wann genau? Also während der Weltreisen War es okay, dass wir das nicht gereist haben? Weil wir auch so viel anderes schönes eindrückliches gesehen haben. Du bist dann und da merkt man eben wahrscheinlich dann auch was man für ein Typ ist. du bist dann also zurückgekommen bis dann im Büro gelandet Das glaube ich für eine Firma gearbeitet, die auch so mit dem Tourismus auch zu tun hatte.

Da hast du aber gemerkt dass das ja nicht so deins ist. Wie kam denn da wieder Patagonien ins Spiel? oder wie kam überhaupt es? Wie kam so auf die Idee überhaupt dahin nochmal gehen zu wollen? weil ich glaub ne Auswanderung war er der erst mal nicht gleich geplant. Nee, die Auswanderung wäre effektiv nicht so geplant.

Ich hatte in der Schweiz eine sehr lange Beziehung mit extrem vielen schönen gemeinsamen Erlebnissen, eben langen Reisen auch. Und die ging dann irgendwann in die Brüche und ich blieb in der Schweizer und das ging mir gut! Ja, ich finde man kann auch alleine glücklich sein. es ist traurig wenn eine Beziehungen zu Ende geht aber es öffnet sich auch öffnen sich wieder andere Türen und ich hatte da mein Leben in der schweiz.

Aber eines Morgens Erwachte ich und dachte, ja dieses Patagonien irgendwie ist das doch immer noch so präsent. Und eigentlich warum nicht jetzt? Da begann ich das Ganze ein bisschen konkreter durchzudenken. Ich hatte einen Job, eine interessante Arbeit, Spannen mit vielen guten, abwechslungsreichen Kontakten auch.

aber es war nicht die Arbeit fürs Leben. da hing ich zu wenig daran. Die Wohnung sowieso, die kann man aufgeben und irgendwo kommt man dann schon wieder unter. Und eine Beziehung hatte ich damals auch gerade nicht mehr. Da dachte ich ja, das ist der Moment! Ich habe dann Job- und Wohnungen gekündigt... und bin nach Patagonien gekommen.

Es gab da noch ein paar Zwischenschritte, da kommen wir vielleicht dazu... Aber es war wirklich einfach die Situation! Ich war glücklich, es ging mir gut, ich hatte gute Arbeit aber nichts das mich dermaßen fest in der Schweiz gehalten hätte als dass sich auf dieses Patagonian verzichtet hätte. Das Spannende fand ich da auf jeden Fall weil das hatte ich auch gelesen Man könnte jetzt ja dahin gehen und sagen, okay ich mache da vielleicht ein Monat Urlaub.

Noch zwei Monate Urlaub guckt mir das alles an aber du bist ja nicht dahin gegangen um in erster Linie Urlaub zu machen denn Du hattest ja da soweit ich weiß einen Job also Du hast es ja da gearbeitet Genau, ja. Ich glaube gerade wegen all die so vielen Reisen, die ich bis dahin in meinem Leben gemacht hatte und die meisten mit denen, mit meinem damaligen Partner das waren suprägende schöne Erlebnisse.

da hatte ich vielleicht ein bisschen wie Angst oder einfach nicht dass der Bedürfnis im Patagonien wiederum zu reisen aber alleine zu reißen denn es ist immer Es ist immer ein anderes Erlebnis mit einer anderen Person zusammenzureisen, alleine zu reisen. Und ich wollte wie alle diese Erinnerungen an die damalige Zeit nicht überdecken mit neuen Reiserlebnissen und habe mir auch gesagt, ja gut, Patagonien-Spanisch sprechen ... Ich spreche kein Wort Spanisch oder nur so ein bisschen Hallo und Danke auf Iso sehen aber nicht viel mehr als das.

Ich kenne niemanden. Ich bin eine Frau, eine Frau allein in Südamerika reisen. Klar, Patagonia ist ein sehr sicheres Plaster aber trotzdem ich glaube die Kombination aus diesen Elementen hat mich wieder zugebracht einen Arbeit oder ein Projekt zu suchen wo ich mal in einem behüteten Umfeld ankommen konnte und ein paar Wochenmonate in einem bestimmten Gebiet sein, dort arbeiten mithelfen.

Und dann schauen wir weiter... Das war so die Idee! Und was hast du da gemacht? Letztendlich bin ich über sieben Ecken bei einer Unternehmung hier aus Buntarenas gelandet Touristisch-Wissenschaftliches Wahlbeobachtungsprojekt. Also sind wirklich Wissenschaftler, die diese Buckelwale studieren vom wissenschaftlichen Standpunkt her und gleichzeitig nehmen sie aber Touristen mit um das Ganze zu finanzieren sage ich jetzt mal ein bisschen salopp.

Und Sie namen mich als Freiwilliger auch für einen Monat, aber mit der Option für die ganze Saison nachher zu bleiben wenn ich meine Arbeit gut mache und es mir gefällt. und deshalb bin ich nach Bund Arenas gekommen. Rückblicke, muss ich sagen. Zum Glück bin ich nach Punterenas gekommen aber mein Wissen über Patagonien war damals so rudimentär.

Ich wäre irgendwo nach Patagonie gegangen und wäre wahrscheinlich glücklich gewesen. Wie war das denn da am Anfang? also der angekommen bist eben du hast ja kein oder kaum spanisch gesprochen? oder was war für dich so der größte Kulturschock als du da gearbeitet hast? Ich glaube schon Ich musste mich ein bisschen durchsetzen und die Leute dazu zwingen, geduldig zu sein mit mir.

Das gesagt wiederholen weil ich wirklich sehr wenig Spanisch sprach am Anfang. Ich glaube das Latein dass ich in der Schule hatte und ich war ziemlich fließend auf Französisch hat mir geholfen Spanisch rasch zu lernen, aber dennoch Jela ist bekannt dafür dass sie sehr schwieriges spanish haben und wenn du das ausländer kommst alleine niemanden kennst direkt auf einem schiff zu arbeiten beginnt mit Leuten da ältere Herren die ein ganzes leben lang auf dem Meer gearbeitet haben.

Es war schwierig. es war wirklich schwierig Aber ich musste mich auch durchbeißen. Ich hätte Englisch sprechen können, vor allem mit gewissen Arbeitskollegen in der Stadt – da kann man sich mit Englischen relativ gut durchkommen, aber es war nicht die Idee! Ich wollte hier sein und Spanisch lernen. Und wenn ich jetzt zurückdenke... Vor allem die Mannschaft auf dem Chef habe ich etwas nicht verstanden und dachte, jetzt bitte nochmals zu wiederholen.

Ja gesagt, ich verstehe nicht was hast du gesagt? Sie sagt genau das Gleiche in den genaugleichen Wörtern. Genau gleich schnell einfach lauter. Ich bin nicht schwerhörig! Ich verstehe dich einfach nicht. Und ja da sind so Erlebnisse... Da muss man einfach durch, aber jetzt ist die Sprache definitiv kein Hindernis mehr was vieles einfacher macht.

Also voll ins kalte Wasser. ich habe auch nur gelesen dieses chilenische spanisch. das ist ja auch glaube ich für Spanier am Anfang schwer zu verstehen weil es ja auch sehr schnell gesprochen wird. Sie sprechen schnell, spreche nur das halbe Wort aus und haben sehr viele Ausdrücke, die man in anderen Ländern, anderen spanisch speichende Länder nicht kennt.

Ja für mich ist halt das Spanisch, was ich gelernt habe. Insofern hab' ich mich schon an das dran gewöhnt... Und aber trotzdem ja, Chileanisch ist sicher nicht das einfachste Plaster um Spanisch zu lernen. Wie sind denn sonst so die Einheimischen? Also auf dem Schiff wahrscheinlich dann so ein paar krummige Männer, See-Männer... Aber wie sind dir die Menschen da begegnet in der Anfangszeit?

Ich finde es sehr positiv. also häufig den ich wirklich Klar, ich bin offensichtlich keine Geläne. Ich habe blonde Haare... ...ich bin relativ groß eher schlank im Vergleich zu vielen Einheimischen die einen Kopf kleiner sind und ein bisschen rundlicher gebaut. also es ist offensichtlich dass ich nicht von hier bin.

nach heute. Klammerbemerkung Die Leute sprechen mich mit Englisch an! Ich kann auf spanish Antwort geben und sie sprechen weiterhin englisch mit mir weil sie mich einfach als Touristin anschauen. Aber nein, ich finde die Leute sind sehr neugierig auch und impositiv. Aber sie fragen ah von wo bist du?

Da sage ich aus der Schweiz Ah die Schwein jetzt ja Schokolade und Banken und Alpen und so ein schönes Land. Vielleicht älteren Generationen, die haben dann erzählt wie sie zu Hause als Familie. Die Geschichte von Heidi und dem Geistin Peter. Was? Ja hier am Fernseher geschaut haben. Und das bricht natürlich nicht sofort aus Eis.

Also eigentlich sehr ... Viele Vorschusslohbeeren auch aufgrund meiner Nationalität, ohne dass sie mich als Person gekannt haben. Aber somit eine Schweizerin, die nach Bad Aronien kommt ... Da kann nicht schief laufen! Das muss eine gute Person sein. Hast du denn da auch Freundschaften schließen können?

Also gut jetzt natürlich in der Zeit wahrscheinlich heute hast du dir ein enges Freundesnetz aufgebaut, schätze ich mal... Ja und nein. Ich bin jetzt seit bald neun Jahren hier, aber ich arbeite im Tourismus. Der Tourismus ist sehr saisonal von Oktober bis März-April. Es ist sehr intensiv, ich bin auch ein anderer Reiseleiterin tätig und bin so viel unterwegs!

Mehr Tagestouren, zum Teil eine Woche, zehn Tage mit den gleichen Gästen unterwegs. Ich liebe meinen Job! Ich möchte nichts anderes machen aber ich finde ihn auch intensiv. und als Reiseleiterin bist du sieben, vierundzwanzig, bist du mit den Gästern und wenn nicht mit den gestern dann bist du organisieren bis mit dem Hotelpersonal irgendetwas am organisieren und ich glaube weil ich bei der Arbeit...

Du hast kein Privatleben dann? Null Mit Glück, mal kurz Zeit und zwei Minuten mit meinem Mann zu telefonieren. Aber das ist wirklich so das Schöße! Nein, wirklich! Und dann im Sommer sind die Tage so lang... Da stehst du nicht selten morgens um drei Uhr auf und bist abends um elf immer noch auf den Beinen.

und ich glaube weil ich diesen Job mit so viel Herzblut mache brauche in meiner Freizeit auch nicht ständig Leute um mich herum sondern ich genieße es einfach Joggen zu gehen, mit dem Fahrrad eine Runde zu drehen oder Zeit mit meinem Mann zu haben. Und nicht noch ständig Fiesta und Party mit anderen Leuten.".

Ja, jetzt müssen wir einmal kurz erklären eben was du heute beruflich machst. Du hast schon gesagt bist Reiseleiterin und du arbeitest also nicht mehr in dieser Firma bei der du ursprünglich mal angefangen hast wo es um die Wahlbeobachtung ging sondern du hast dann nach ein paar Monaten soweit ich weiß diese Firma gewechselt und in der arbeiteste noch heute.

In dieser Firma ist etwas passiert was ihr am Ende dafür gesorgt hat dass du heute noch in Chile bist. Was genau ist passiert? Geh gerne ins Detail. Also ich habe definitiv länger als nur ein paar Monate bei der ersten Firma gearbeitet, das waren insgesamt fast sieben Jahre. Ach so! Aber es waren die ersten drei Saisons als Reiseleiterin und ich bin dort als Reiseleiterin angestellt worden.

Und ja dann kam die Pandemie und hat dann die dritte Saison vorzeitig enden lassen Und ich hatte dann das Glück, bei jener Unternehmung ins Büro wechseln zu können. Halt nicht mehr als Reiseleiterin sondern mehr im administrativen Bereich. aber ich war weiterhin beschäftigt. und aber wenige Wochen bevor die Pandemie hier ausbrach lernte ich meinen jetzigen Mann kennen.

er ist ein Fotograf und Ornitaloge hier in Chile wahrscheinlich einer der erfahrensten. Ja, so was dann halt das soziale Leben soweit es möglich war während der Pandemie mit all diesen Quarantänen die wir durchmachen mussten haben. Wir haben uns näher kennengelernt und sind dann schlussendlich auch ein Paar geworden Und ich arbeite jetzt in seiner Firma.

also er ist Mitgründer und Inhaber von Fallself Expeditions der Natur Reiseveranstalter hier aus Patagonien. Ja, ich glaube die Pandemie war für uns auch positiv in dem Sinn dass wir Zeit hatten die Natur also ja zu erkunden gemeinsam zu erleben neue Sachen kennenzulernen das er mich in die ganze Vogelwelt hier eingeführt hat und das ist alles wissen was ich jetzt brauche um in meinem Job hier erfolgreich bestehen zu können.

Ja, da ist die Kombination aus privatem und beruflichem ist sehr präsent. Sehr gut! Also das ist diese Firma, die gehört eben auch deinem heutigen Mann. Da bist du heute auch als Reiseleiterin oder Hauptsättig immer als Reiseleiterin und ich habe gesehen ihr macht ja diese Wildlifetouren mit Touristen wo ihr unter anderem Pumas beobachtet, aber eben die komplette Tierwelt.

Also das sind ja schon so besondere Touren wie verlinkt ihr es auch in den Show notes. Das heißt also Leute kommen dahin und sind dann mit dir unterwegs mitten in der Natur und ihr beobachtet an Tiere und schläft man einem Zelt. oder wie funktioniert das? Nein unsere Gäste gesehen sehr abenteuerlich!

tagsüber sage ich jetzt mal, die haben da diesen entdeckergeistibolen Vögel, Säugetiere, Landschaften sehen. Aber am Abend möchten sie dann doch eine Dusche nehmen können und in deinem ... ja in einem Hotel übernachten Genau, chilenischen Wein aber ja effektiv. wir sind im Natur-Tourismus tätig, gearbeitet sehr viel mit Tieren, Liebhabern, Vögen Vogelbeobachter, Säusgetiere Aber auch Naturfotografen, also solche die spektakulären Landschaften hier fotografieren möchten oder eine Kombination aus Tierbeobachtung und Landschaftsfotografie.

Und ich bin als Reiseleiterin im Sommer tätig, habe noch andere Aufgaben in der Unternehmung, die es mir ermöglichen das ganze Jahr über in der gleichen Unternehmen zu arbeiten. aber im Sommer bin ich sehr viel draußen im Sommer halb Jahre um mich gestern unterwegs. Was ist denn so der große Unterschied auch in der Kultur, im Vergleich zur Schweiz?

Ich glaube schon dass alles ein bisschen gelassener und relaxter ist. Man nimmt es nicht so genau in Sachen Zeitmanagement aber auch bei gewissen Verpflichtungen. nur weil man mal zu etwas ja gesagt hat, heißt es noch nicht dass man das dann auch so durchführt. Es gibt einen Ausdruck der sagt Sagala Welta heisst so viel wie bei der Arbeit ein bisschen alles andere machen einfach nicht arbeiten.

da geht man mal einen Kaffee holen um die Ecke oder da muss man vielleicht noch eine Rechnung bezahlen von Strom Zuhause und einfach Ein bisschen alles andere als das, was man wirklich müsste. Und von der Schweiz bin ich schon noch so gewöhnt, dass... Dass alles halt effizient und durchorganisiert ist vielleicht zuteil zu fest in diese Richtung aber der Kontrast ist definitiv groß.

Hast du denn so dieses typische Schweizerische schon ablegen können oder merkst du immer noch, dass da drin ist? Und wenn man eben bei so Situationen denkt ach nee eigentlich müsste man das schon so machen. Ich glaube, ich habe beides. Ich bin nach wie vor Schweizerin und deshalb ist es mir auch wichtig dass mein Mann die Schweiz kennenlernt das er meinen kulturellen Hintergrund auch kennt also meine Leute kennenlernte.

ich bin ihm so dankbar dass er mich jeweils bei meinen Schweizer Reisen einmal pro Jahr auch begleitet nicht die ganze Zeit wo ich dort bin aber Es ist mit Teil unserer Beziehung aus der Schweiz kommen. Und trotzdem, ich denke wenn man in ein fremdes Land sei es explizit auswandert oder einfach dort hängen bleibt aber wenn man im anderen Land ist muss man sich auch anpassen und sich kann noch so insistieren in Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit und Qualität wie es aus der schweiz gewohnt bin, es funktioniert hier einfach noch nicht so.

Und schlussendlich bin nur ich frustriert aber es würde nichts ändern am Gesamtsystem und deshalb glaube ich brauche das wie beides.". Ist das auch? Ich finde das auch über spannend. gerade ebenso bei Beziehung habe ich ja schon ein paar mal gehört eben wo jemand aus dem Land kommt und dann mit einem Auswanderer-Einwanderer zusammen ist Wo es ja dann auch so Kaltscher Clash gibt, wo der eine gar nicht versteht warum reagiert der andere?

Habt ihr das auch? Ja wir haben das schon. Mein Beispiel in der Schweiz ist es doch so normal dass man nach dem Feierabend oder am Wochenende noch einen Spaziergang macht und wenn ich hier durch unsere durch die Gegend spaziere wo wir wohnen da schauen mich die Leute den Nachbarn Die schauen mich an, wenn ich die Straße hochlaufe.

Und wenn ich dann eine halbe Stunde später zurückkomme, dann schauen sie mich wieder ran und zum Teil fragen Sie dann ja was machst du? Ich sage ich bin umspazieren ein bisschen frische Luft. Ja was spazieren? Wieso spazierst du? Hast Du etwas verloren? Genau! Und da hat er mich inzwischen sicher soweit kennengelernt, dass das keine Frage mehr ist.

Ja aber ein super Beispiel. ich glaube auch dieses Spazieren ist so typisch ja in Deutschland ist es auch ähnlich weil ich weiß auch in Irland zum Beispiel macht das auch keiner, dass du einfach mal spazieren gehst. oder ich weiß noch im USA wenn ich dann manchmal Freunde getroffen habe die haben gesagt sie verstehen gar nicht warum man spazierend geht.

man kann jetzt Auto nehmen also warum soll man mit denen spaziert gehen? Aber das ist ja gut. Fühlst du dich denn heute, also schon zu Hause angekommen auch eben nach knapp neun Jahren? Ich glaube schon! Also aber wie gesagt ich bin einfach glücklich mit meinem Leben so wie es jetzt ist diese Kombination aus Arbeit und Privatleben mit meinen Mann.

für mich ist es absolut top so wie's jetzt ist was aber nicht heißt dass ich auch zurück in der Schweiz glücklich sein könnte. Das wäre einfach ein anderer Weg, es ist es nicht und deshalb habe ich ja so... Ich versuche nicht allzu fest in Varianten zu denken, das wäre doch noch etwas und das wäre schön, solange ich glücklich bin mit dem was ich hab' und bin finde ich ist es wie müßig an anderem rumzudenken Ja macht auch keinen Sinn.

also man macht sich ja das Leben dann eigentlich nur schlechter was man hat. Kommen wir mal zu den Hard Facts. Was kostet das Leben da eigentlich in Chile? Ich weiß, dass viele denken ja, dass das da so günstig ist. Ich glaube es ist es aber gar nicht. Vielleicht kannst du da ein bisschen mitnehmen eben auch mit dem was du da auch verdienst oder was man generell verdient und was das Leben dort kostet.

Chile ist in der Tat kein günstiges Pflaster. Das ist... das is so. also Ich bin immer wieder erstaunt, was uns kleine Einkäufe im täglichen Leben kosten. Wir arbeiten, wir haben keine Kinder insofern müssen... Also es geht uns gut! Aber hier in Chile vielleicht so allgemein. der Mindestlohn ist um die fünfhundert Euro je nach Wächterkurs und aber nur schon die Miete.

also jetzt hier im Bund Arenas Hier ist es relativ häufig, dass ganze Häuser gemietet werden. Es gibt nicht so große Wohngebäude mit Wohnungen sondern sind eher kleine Häuser. aber die Miete eines solchen Hauses mit vielleicht zwei Schlafräume in einer Küche einen paar Dezember das kostet schnell mal fünfhundert tausend Bestes.

was wiederum so plus minus vierhundert Euro wären. Da ist man schon ein Arbeiter bei Mindestlohn, was man nur für die Miete ausgibt. Dann kommt selbstverständlich der Transport, dass es Gesundheit kommt dazu. Die Leute, die mit dem Mindest-Lohn arbeiten, sind eine Herausforderung. Thiele ist eines der jenigen Länder, die eine sehr große Schere haben zwischen gut und wenig verdienen ... Ja, es gibt dann auch diejenigen, die da ihre paar Millionen Pessos pro Monat verdienen.

Ein paar Tausend Euro pro Monatt verdienen und denen geht das gut! Die können Ferien machen, wo sie wohl ein großes Auto haben, ein schönes Haus. also es gibt wirklich beides. Vielleicht damit man so eine Vorstellung hat wenn wir zum Beispiel nehmen immer an nicht für dienen im Monat so netto zwei tausend euro kann ich davon dann wahrscheinlich sehr gut leben?

Mit Zweitausend Euro kommst du durch. Kommst du gut durch? Komm ich durch! Also eben, wenn du keine Kinder hast und dich in die Privatschule schicken möchtest dann schaut es auch wieder anders aus. aber wenn du zusammen mit vielleicht einer Freundin oder einer Frau zwei Personen arbeiten beide haben ihren Lohn das ist sicher... da ist keine Geldsorge vorhanden.

Aber muss auch sagen zweitausende Euro Ist nicht einfach so, wird überall bezahlt. Da musst du auch ein bisschen Glück haben, dass du einen solchen Job kriegst oder zweitausend Euro ungerechnet verdienst! Also auch Experts ja? Ja die Experts wahrscheinlich. wenn sie in internationalen Firmen arbeiten sind Sie zu anderen Bedingungen angestellt.

aber wenn du für eine chilenische Firma arbeitest... Es sind zweitausend Euro pro Monat. Ist nicht gerade so in der Tagesordnung für einen normalen Angestellten? Wo siehst du denn Möglichkeiten, also wahrscheinlich eben durch die neun Jahre, die du jetzt da lebst hast wir auch schon viele Leute kommen und gehen sehen.

was haben die da gemacht? Also sind die auch im Tourismusbereich aktiv gewesen? Hast du welche, die sich selbstständig gemacht haben? oder sagst du am einfachsten ist es fast man arbeitet online und verdient da sein Geld. Ich persönlich finde, es kommt darauf an warum man in ein anderes Land geht. Wenn ein Schweizer nach Chile auswandert, find ich darf das Geld nicht die Hauptrolle spielen sondern dann ist es wie jetzt in meinem konkreten Fall mehr das Erlebnis und die Horizont-Erweiterung und auch das Privilegung in einem anderen Land zu leben arbeiten zu können, Erfahrungen zu machen.

Ich denke wenn ein Schweizer nach Chile auswandern möchte aber wirklich dass der Arbeitwegen das Prestige des guten Lohnes wegen ein Stück weit auch dann wäre es wahrscheinlich ja eine Stelle in Santiago zu suchen wo die Hälfte aller Chilänen wohnen Großteil des Geschäftes ist. Chile ist sehr zentralisiert, die meisten Entscheidungen werden in Santiago getroffen politisch aber auch wirtschaftlich und es hat dort sicher auch das größte Potenzial für gute Stellen.

oder dann im Norden in der Bergbauindustrie. Das sind wahrscheinlich eher die Bereiche wo man einen guten Job mit mit gutem Ansehen und entsprechendem Lohn auch findet. Aber was machen jetzt die Leute, die eben nach Patagonien auswandern? Die du auch kennst... Was machen sie da? Viele sind schon im Tourismus untergekommen.

Weil vielleicht auch von der Mentalität hat dieser Auswanderer Patagonianzit. seit zweihundert Jahren kommen hier Leute her die ein anderes Leben möchten, aus welchem Grund auch immer. Ich meine viele europäische Einwanderer sind gekommen weil die wirtschaftliche Situation in Europa schwierig war oder dann kamen sie des Goldes wegen.

nachher kommen Sie für die Schafzucht. also es sind schon so ein bisschen Abenteurergeiste die sich am Ende der Welt eine neue Existenz aufbauen möchten und ich denke Patagonien Nach wie vor diesen Ruf und auch diese Möglichkeiten sind so extreme Weiten unberührte Natur, wo noch sehr viel Potenzial für eigene Projekte sind.

Und ich denke nach heutzutage ist es so dass sie kommen und versuchen etwas Eigenes aufzubauen anstatt sich irgendwo anstellen zu lassen und dann als Angestellter einfach zu arbeiten. Siehst du da ein konkretes Potenzial? Ich denke mal, ein Käse von den Restaurants gibt es noch nicht. Ich denke in Santiago könnte man so etwas finden aber bei Jens & Bunt arenas definitiv nicht!

Das gibt ein bisschen. ja Linz, Schokolade, Toblerone was ja zwischen auch nicht mehr ganz Schweizerisch ist. solche Produkte kriegt man hier schon. Aber ich denke wenn jemand wirklich einfach eine tolle Idee hat von etwas überzeugt ist das machen möchte go for it Versuche es und wenn du etwas mit Herzblut und Überzeugung machst, ich glaube dann ist schon viel gewonnen.

Was würdest Du generell anderen Auswanderern empfehlen die auch nach Chile wollen? Vielleicht hast Du ja auch durch Deine Touren schon Menschen kennengelernt, die auch sagen ah hier würde ich gerne leben! Was sind so die Tipps, die Du Menschen mitgibst? Ich glaube die Offenheit und die Bereitschaft sich anzupassen an das Neuehalt und nicht ständig zu vergleichen, vielleicht sogar zu kritisieren oder etwas zu vermissen.

Dass man halt im anderen Land in seinem Herkunftsland sich reinzuschicken mit allem Positiven aber auch allen Herausforderungen. Es gibt auch hier Leute, die ich manchmal am liebsten auf dem Mond schießen würde. Nicht nur in der Schweiz und auch hier, dass ich einfach ... Den Namen! Nein... Aber auch hier ist nicht immer alles einfach nur heiter Sonnenschein.

aber ich denke das ist es ja nirgendwo sondern es ist für so die ganze Erfahrung des Bereichers und das Neue auch wie ich hier willkommen immer wieder willkommen geheißen werde, wie ich aufgenommen werde. Es braucht sich auch mein dazutun, dass ich offen bin und mich anpasse. Aber so diese Offenheit und die Neugierde für den neuen Ort und die Leute... Und ich finde halt schon das die Sprache ein sehr wichtiges Element ist in vielen Ländern, auch in Chile gerade in den Städten, in Santiago da kommt man locker durch mit Englisch.

aber Ich finde einfach, wenn man schon in einem anderen Land leben möchte dann ist es für mich das A und O möglichst früh die Sprache zu lernen auch wenn es Mittagzent ist oder mit Fehlern egal aber mit der Leute in ihrer Sprache kommunizieren. Wie lange hat's bei dir gedauert? Schau, es ist schwierig!

Aber ich glaube ich habe es relativ schnell gelernt einfach weil ich wollte, weil ich alleine war hier... keine anderen Leute, mit denen ich hätte Deutsch sprechen können. Und ich glaube, ich lerne relativ einfach Sprachen eben auch weil ich ja Latein studierte und vielleicht auch keine Angst hatte Fehler zu machen oder mal nachzufragen.

Ja was hast du gesagt? Kannst du es bitte nochmals wiederholen und nicht gewartet habe bis ich ein perfektes Spanisch hab und mich erst dann getraut hätte sondern einfach mal drauf los! Ganz wichtiger Punkt, also viele trauen sich da nicht und wollen das natürlich erst machen wenn es perfekt ist. Aber genau Sprache ist Kommunikation.

man will sich verständigen können Und ich stelle mir die ganze Zeit vor wie du zuhause dann überlegt hast dem Fischer dem zeige ich's morgen Der wird verstehen was ich meine. Also deswegen auch. Ich kann mich nur noch erinnern Ein Freund von mir der ist damals wir haben die Ausbildung zusammen gemacht.

Er ist dann auch ins Ausland gegangen der konnte auch kaum Englisch. Denen haben sie einfach ans Telefon gesetzt. Da musste der anrufen ständig annehmen und natürlich dann die Leute, die dann genervt sind weil der es nicht versteht so. Aber nach zwei Monaten konnte er das! Und das ist natürlich dann ... Die zwei Monate sind die Hölle?

Klar, das macht dann kein Spaß. Aber das ist halt wirklich so in dieses kalte Wasser und du bist nur von dem umgeben und danach kannst du es auch und dann verlernt sie es nicht mehr so schnell.". Ja und letztlich war es ja auch meine Entscheidung hierher zu kommen. Es hat mich niemand gezwungen und auch die politische oder wirtschaftliche Situation in der Schweiz wäre nicht so gewesen dass sich hätte auswandern müssen im Gegensatz zu vielen anderen Immigranten hier in Chile sondern ich kam wirklich als freie Entstücke.

Ich möchte diesen Schritt machen und bin jetzt den Einheimischen auch schuldig. und abgesehen davon, wie möchte ich als Reiseleiterin arbeiten wenn ich die einheimische Sprache nicht spreche? Das finde ich gegauen nicht. Mit Google Translator. Das wäre nicht so cool, ja? Susan letzte Frage du hast das vorhin mal gesagt.

eben du fliegst immer mal wieder also einmal glaube ich im Jahr in die Schweiz für vier fünf Wochen zusammen mit deinem Mann. wenn wir ein bisschen in die Zukunft schauen Du bist ja nicht nach Chile gekommen weil du gesagt hast auch Ich wandere jetzt dahin aus und die Auswanderung ist einfach passiert Lässt du auch die Zukunft so passieren?

Du hast immer mal wieder eben die Schweiz erwähnt. Könntest du dir vorstellen, wieder zurückzugehen? Denkst du erstmal in den nächsten Jahren bist du noch in Chile. was denkst du? wie sieht deine Zukunft aus? Für mich ist die Schweiz schon nach wie vor das Land, wo ich herkomme und meine Wurzeln habe.

Meine Familie, einige Freundschaften. Ich habe die ersten gut dreißig Jahre meines Lebens in einem so schönen Land wie der Schweiz verbracht. Das hat seine Spuren hinterlassen aber aktuell bin ich in Chile seit bald neun Jahren. Ich bin glücklich hier mit dem Gesamtpaket, dass ich hier habe, dass wirklich sehr stimmig ist.

Also ich glaube zurzeit ist es kein konkretes Projekt zurück in die Schweiz zu gehen, hat aber auch damit zu tun dass wir mit meinem Mann in einem Bereich arbeiten der halt doch einigermaßen ortsabhängig ist. Claudio arbeitet hier seit dreißig Jahren. er kennt alle Leute aus dem Naturbereich. Er kennt alle Vögel, Tiles ... er hat seine eigene Unternehmung und in der Schweiz wäre es für ihn sehr schwierig etwas Ähnliches wieder machen zu können.

Ich denke, ich mit meiner Erfahrung und meinem Uniabschluss, Berufserfahrung etc., ich würde sicher irgendwo unterkommen dass eine gute Herausforderung ist für mich. aber zurzeit haben wir hier das Leben das uns Spaß macht, das uns bereichert und deshalb ist deine Rückkehr in die Schweiz zurzeit kein Thema und muss aber auch ehrlich sagen je länger wir hier sind dass es schwierig war.

wird eine potenzielle Rückkehr in die Schweiz. Also einerseits aus Mentalitätsgründen, aber auch das finanziellere. Die Unterschiede von chilenischen zum schweizerischen Lohn und zu den Lebenskosten sind Welten? Ich würde besser in der Schweiz arbeiten und in Chile Ferien machen als ungekehrt! Du mir gehts in Irland es ja genauso wenn ich da zwei Wochen Schweiz mache... nicht vier Wochen sonst vorhin fahren.

Das ist absolut nachvollziehbar, ich denke jetzt nur an deine Familie die vielleicht zu Hause gerade diese Folge hier hören denken. ach das hätte ich jetzt doch lieber nicht hören wollen aber Die Zukunft wird es zeigen. Wir wechseln jetzt in den Einfach-Aussteigen-Club für eine Bonuszeit zu dieser Folge, da spreche ich mit Susanne noch über die Möglichkeit, dauerhaft in Chile zu leben – also generell über Visum und Residenz ja!

Wir sprechen auch über das Klima. Das nehme ich noch ganz wichtig auf für Chile und über das Thema Sicherheit. Wer das nicht verpassen will dann Clubmitglied werden bei Einfach Aussteigend. Das geht über den Link in den Shownotes hier in der Podcastapp oder über meine Webseite derauswanderpodcast.com.

Susanne, erst mal herzlichen Dank bis hierhin. Ja danke dir! Das war die Geschichte von Susan Wittmar, die im Jahr zwei Tausend Sieben nach Patagonien ausgewandert ist und heute in Punter Arenas lebt und als Reiseleiterin in einer White Life Tour Company arbeitet. Du musst dir die Fotos zu dieser Folge unbedingt anschauen.

Die gibt es auf dem Instagram-Kanal von Einfach Aussteigen. Da findest du auch ein tolles Reel mit wichtigen Infos für Auswanderer die sich für Patagonien interessieren. Schreibt mir gerne dein Feedback zu dieser Folge unbedingt zum Beispiel in die Spotify-App und abonniere einfach aussteigen, damit hilfst du uns weiterzuwachsen!

Und du wirst auch immer daran erinnert wenn eine neue Folge kommt. Vielen Dank fürs dabei sein in dieser Woche. ich bin zurück nächsten Mittwoch. Ich hoffe du auch. bis dahin alles Gute ciao.

Anmelden oder registrieren

Jetzt

0:00 / 0:00