
Einschlafgeschichten für Kinder (4–7) | Kinderbuch Horn | Mondgeschenk.de
Gute-Nacht-Geschichte über den Arztbesuch: Runas Blatt und der tanzende Schatten
Mittwoch, 21. Oktober 2026 · 19 min
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Shownotes
Runa ist beim Arzt und beobachtet die tanzenden Blätterschatten einer großen Linde. Als bei der Untersuchung das Stethoskop an die Reihe kommt, möchte sie es erst in Ruhe kennenlernen und selbst ausprobieren. Schritt für Schritt findet Runa heraus, was sich für sie gut anfühlt.
Eine sanfte Kindergeschichte über einen Arztbesuch, Vertrauen, Mitbestimmung und ein besonderes Blatt für Runas Sammelheft.
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Stell dir vor, du könntest selbst die Hauptfigur in einer Hörgeschichte sein, mit deinem Namen, deiner Lieblingswelt und einem Abenteuer, das nur für dich gemacht wurde. Genau das ist ein Mondgeschenk auch diese Geschichte wurde mit Mondgeschenk. De erstellt und jetzt viel Spaß mit unserer heutigen Geschichte. ein Baum malte zappelnde Blätter auf die Wand des Wartezimmers und Runa versuchte eines davon mit dem Finger einzufangen. Jetzt hab ich dich, flüsterte sie, doch, das Blatt hüpfte über die Wand und war schon wieder fort, draußen stand eine große Linde.
Ihre Zweige wiegten sich im Wind und die Sonne ließ ihre Schattenblätter über die Wand tanzen. Runa saß auf einem grünen Stuhl und hielt ein kleines Heft auf den Knien, darin klebten Blätter, die sie auf Spaziergängen gefunden hatte, ein Gezacktes, ein rundes und 1, das aussah wie ein winziger Fächer auf der letzten Seite war noch Platz. Wenn ich nach der Untersuchung in den Hof darf, suche ich mir 1 für diese Seite, sagte sie zu Ihrer Mutter unter der großen Linde liegt bestimmt 1.
Das klingt nach einem guten Plan, sagte Mama, die Tür zum Untersuchungszimmer ging auf, Doktor Linde trat heraus, sie trug einen hellen Kittel und hatte kleine grüne Blätter auf ihre Namenskarte gemalt. Hallo Runa, sagte sie. Bist du bereit, mit mir hineinzukommen? Runa klappte das Heft zu, ich möchte mein Blatt finden und ich mache die Untersuchung mit, aber danach darf ich wirklich in den Hof, wenn wir fertig sind, gehen wir zusammen hinaus, sagte Dr.
Linde, dann kannst du unter dem Baum suchen. Runa stand auf, im Zimmer gab es eine Liege mit Papier darauf und. Einen kleinen Hocker und ein Fenster mit Blick auf die Linde auf einem Tisch lagen ein Holzklötzchen, ein weicher Stoffhase und ein Becher mit bunten Stäbchen. Der Hase heißt Herr Ohr, sagte Dr. Linde, er hilft mir manchmal beim Untersuchen.
Runa nahm den Hasen hoch, seine langen Ohren schlenkerten hat er schon mal ein Blatt gefunden, bestimmt. Sagte Dr. Linde. Er ist oft im Hof. Zuerst Maß Dr. Linde Runas Größe, Runa stellte sich an die Messlatte und Mama hielt das Heft, damit es nicht vom Hocker rutschte, ganz schön gewachsen, sagte Dr. Linde und schrieb eine Zahl auf, möchtest du selbst sehen, wie hoch du bist?
Runa Lugte auf die Markierung so hoch wie ein junger Baum. Ein ziemlich kräftiger junger Baum, sagte Dr. Linde, als Runa wieder auf den Hocker stieg, wanderte ein Blätterschatten über den Boden und Biss an ihre Schuhe. Er wackelte dort, als würde er ihr Zunicken. Danach durfte Runa Herrn Ohr auf die Liege setzen, Dr. Linde schaute ihr in die Ohren, das kleine Licht war hell, aber Runa konnte dabei den Hasen festhalten.
Jetzt ist Herr Ohr dran, sagte Runa und drehte den Hasen zu Doktor Linde. Doktor Linde untersuchte auch seine Ohren, alles in Ordnung, er hört bestimmt jedes Rascheln im Hof. Runa grinste auch ein Blatt, das runterfällt, das ganz besonders wieder glitten Schattenblätter über die Wand, eines blieb kurz auf dem Ärmel von runas Pullover liegen. Dann rutschte es weiter und verschwand am Türrahmen. Das kommt als nächstes, fragte Runa Doktor Linde zeigte ihr ein holzstäbchen, Ich schaue kurz in deinen Mund, du darfst dabei wie ein Löwenbaby brüllen.
Runa setzte sich auf die liege, ein leises Löwenbaby, sie machte den Mund auf und brummte. Doktor Linde sah mit einer kleinen Lampe nach, dann war es schon vorbei. Danke Löwenbaby, sagte sie. Runa kletterte wieder hinunter, draußen bewegten sich die Äste der Linde, die Schatten huschten über den Boden und einer davon lief bis zu dem kleinen Gerät auf dem Tisch. Runa sah das Stethoskop, es hatte einen runden Kopf und 2 gebogene Bügel.
Der Schlauch hing daran wie ein dunkler, dünner Zweig. Das brauchen wir jetzt, sagte Dr. Linde freundlich. Damit höre ich dein Herz. Runa hielt Herrn Ohr fest. Ihr Blick blieb am Stethoskop hängen, sie rückte näher zu Mama, ich möchte lieber gleich hinaus, sagte sie leise zum Baum. Dr. Linde legte das Stethoskop auf den Tisch. Wir müssen nicht gleich weitermachen, du kannst dir das Gerät erst einmal ansehen.
Runa blieb neben Mama stehen, es sieht kalt aus, das stimmt, sagte Dr. Linde. Metall fühlt sich oft kühl an. Ich kann es an meiner Hand aufwärmen, wenn du möchtest. Sie hielt den Runden Teil in ihrer Handfläche. Runa beobachtete sie, der Schatten der Linde tanzte über Doktor lindes Ärmel über den Tisch und über runas Knie, ein Blatt huschte über den Stoffhasen und blieb auf seiner Nase liegen. Runa musste lächeln, sie nahm Herrn Ohr und setzte ihn auf den Hocker.
Der Schatten kitzelt ihn. Doktor Linde sah hin, dann sollte Herr Ohr vielleicht hören, was der Schatten macht. Sie hielt das Stethoskop an das Stoffohr des Hasen machte sie, so klingt der Wind zwischen den Blättern, Runa lauschte, und sein Herz, das schlägt ganz leise, weil er ein ruhiger Hase ist. Dr. Linde legte das Stethoskop an den Bauch des Hasen und machte ein sanftes.
Dumm, dumm, dumm, dumm. Runa schob Herrn Ohr ein wenig zurecht. Er ist bereit und du fragte Dr. Linde, du bestimmst mit, wie wir es machen. Runa blickte auf das Stethoskop, dann auf ihre Hand. Der Blätterschatten wanderte über ihre Finger und zitterte dort. Im Licht. Darf ich es erst selbst an meiner Hand ausprobieren, fragte sie, bevor du es an meine Brust legst.
Ja, sagte Doktor Linde, Das ist eine gute Idee. Sie reichte Runa das Stethoskop am Schlauch, während sie den runden Kopf noch in der Hand hielt. Runa nahm ihn mit beiden Händen entgegen. Das Metall war noch kühl, aber nicht unangenehm. Sie legte den runden Kopf auf ihren Handrücken und hielt ihn dort still. Hörst du etwas, fragte Mama Runa, schwieg einen Moment, ich höre nichts an der Hand gibt es meist keinen Herzschlag, den man gut hören kann, sagte Dr. Linde.
Möchtest du, dass ich mit dem Stethoskop einmal an deiner Hand lausche oder willst du es lieber an deiner Brust ausprobieren? Runa legte den runden Kopf auf ihre Handfläche. Du kannst lauschen, Doktor Linde setzte die Ohrbügel in ihre Ohren, sie nahm den Schlauch locker in eine Hand, während Runa den runden Kopf auf ihrer ruhigen Handfläche hielt.
Für einen Moment lauschte Doktor Linde als Runa den Kopf ein wenig verschob, hörte man ein leises Reiben an ihrer Haut. Dann hielt Runa wieder still. Jetzt ist es ganz ruhig, sagte Doktor Linde und nahm die Ohrbügel aus den Ohren, von Deiner Hand kann ich deinen Herzschlag nicht deutlich hören. Runa betrachtete das Stethoskop. Dann probiere ich es an meiner Brust. Doktor Linde hielt den Schlauch für sie, während Runa den runden Kopf nahm.
Sie setzte ihn nicht auf den Pullover, sondern schob ihn vorsichtig unter den Rand ihres Kragens, bis das Metall ihre Haut berührte. Doktor Linde steckte die Ohrbügel wieder in ihre Ohren und hielt den Schlauch locker, damit Runa den Kopf an ihrem Platz lassen konnte. Jetzt höre ich vielleicht mein Herz, sagte Runa.
Doktor Linde lauschte. Da ist es ganz ruhig. Dumm, dumm, dumm, dumm. Runa sah zu Mama, es klingt wie kleine Schritte, wie Schritte auf einem weichen Waldweg, sagte Mama. Ein Schattenblatt glitt über runas Pullover und zog über den Schlauch. Runa hielt still, bis Dr. Linde die Ohrbügel aus den Ohren nahm und den runden Kopf behutsam von runas Haut hob.
Möchtest du, dass ich es kurz selbst an deine Brust lege, fragte Dr. Linde Runa überlegte, dann nickte sie ja, aber nur ganz kurz, ganz kurz, sagte Dr. Linde. Runa setzte sich auf die Liege und zog den Pullover vorn ein wenig glatt. Sie lockerte den Kragen, damit Doktor Linde den runden Kopf direkt auf ihre Haut legen konnte. Doktor Linde wärmte das Metall noch einmal in ihrer Hand, dann setzte sie die Ohrbügel in ihre Ohren und legte den runden Kopf sanft auf runas Brust.
Einmal hören, sagte Runa. Doktor Linde lauschte. Im Zimmer war es still, draußen raschelte die Linde, ein Blätterschatten bewegte sich über die Wand über die liege und bis zu runas Schulter. Dumm, dumm, dumm, dumm. Sagte Doktor Linde leise. Dein Herz ist da. Sie nahm den runden Kopf sofort weg und zog die Uhrbügel aus den Ohren. Fertig, fragte Runa fertig.
Runa setzte sich auf, dann war es gar nicht so lange. Nein, sagte Dr. Linde, Du hast mir genau gesagt, was für dich passt. Der Blätterschatten glitt von der Liege und huschte zur Tür, Runa folgte ihm mit den Augen. Dann sprang sie hinunter und stellte Herrn Ohr auf den Hocker. Er darf im Zimmer bleiben, sagte sie, vielleicht hört er noch ein Blatt.
Doktor Linde machte einen letzten kurzen Blick auf den Zettel, den sie ausgefüllt hatte, sie fragte Runa, ob ihr irgendwo etwas weh tue, Runa schüttelte den Kopf, Doktor Linde nickte und legte den Stift hin. Das war die Untersuchung, sagte sie. Runa nahm ihr Heft von Mama entgegen jetzt kommt der Hof Doktor Linde öffnete die Tür und Runa ging mit Mama hinaus.
Im Wartezimmer wartete niemand mehr, auf der Wand tanzten noch immer die Blätter der Linde, aber jetzt wirkten sie langsamer. Die Praxistür führte in einen kleinen Hof. Dort stand die große Linde mit einem breiten Stamm und tiefen Zweigen, rundherum lagen ein paar trockene Blätter auf den Steinen und im Gras, Runa schaute unter die Äste, da ein hellgrünes Blatt lag neben dem Stamm, es war ganz mit feinen Linien, die von der Mitte bis zum Rand liefen, Runa hob es auf.
Und betrachtete es von beiden Seiten. Das passt in mein Heft, sagte sie. Doktor Linde hielt ihr die Tür auf, der Hof ist ein guter Platz zum Suchen. Runa legte das Blatt vorsichtig zwischen die Seiten ihres Hefts. Ich klebe es zu Hause ein. Dann winkte sie Doktor Linde zu, Tschüss, sag Herrn Ohr, dass ich ihn bald besuche, das mache ich, sagte Doktor Linde.
Auf dem Heimweg saß Runa neben Mama und hielt das Heft auf den Knien. Das Blatt Raschelte leise zwischen den Seiten, als sie später daheim war, klebte sie es in die freie Ecke, sie legte das Heft auf den Nachttisch und beschwerte die Seite leicht mit der flachen Hand, bis das Blatt fest saß. Im Zimmer wurde es allmählich dunkler. Am Fenster zeichnete sich die Linde gegen den Abendhimmel ab. Ihre Zweige bewegten sich kaum noch, auf der Wand lag ein stiller Blätterschatten und Runa kuschelte sich unter ihre Decke. Draußen hielt der Baum seine Blätter ganz ruhig, während Runa die Augen schloss.
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