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Einschlafgeschichten für Kinder (4–7) | Kinderbuch Horn | Mondgeschenk.de

Rehkitz-Geschichte zum Einschlafen: Boras kleine Abendrunde

Mittwoch, 21. Oktober 2026 · 17 min

MP3

Shownotes

Ein Sommerregen überrascht das junge Reh Bora und seine Mutter im Wald. Statt an ihrem vertrauten Schlafplatz verbringen sie den Abend geschützt unter einer Haselhecke. Dort entdeckt Bora, dass ihre kleine Abendrunde auch an einem fremden Ort funktionieren kann.
Eine liebevolle Gute-Nacht-Geschichte über ein Rehkitz und seine Mutter, vertraute Rituale, Geborgenheit und einen regnerischen Abend im Wald.
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Stell dir vor, du könntest selbst die Hauptfigur in einer Hörgeschichte sein, mit deinem Namen, deiner Lieblingswelt und einem Abenteuer, das nur für dich gemacht wurde. Genau das ist ein Mondgeschenk auch diese Geschichte wurde mit Mondgeschenk. De erstellt und jetzt viel Spaß mit unserer heutigen Geschichte. Plitsch, platsch, Plitsch.

Der Regen fiel auf die Haselblätter Bora schüttelte die Tropfen von den Ohren, plitsch, ein Tropfen landete auf ihrer Nase, hatschi machte Bora, Mutter zuckte mit den Ohren. War das ein Nieser oder ein sehr kleiner Frosch? Bora Schnaubte, ein Frosch hätte größere Füße, die beiden standen in einer geschützten Mulde unter einer dichten Haselhecke hier konnten sie dem Sommerregen eine Weile ausweichen, über ihnen lagen die Zweige wie ein grünes Dach und ringsum wuchsen Farne und hohes Gras. Trotzdem fanden einzelne Tropfen ihren Weg hindurch. Sie plumpsten auf Blätter, auf Moos und manchmal auf boras Rücken.

Am Morgen hatte die Sonne geschienen, Mutter und Bora waren durch den Wald gezogen, hatten an Jungen trieben Geknabbert und zwischen den Bäumen geruht, dann war der Regen gekommen, erst leise. Dann so kräftig, dass die Blätter rauschten und der Waldboden glänzte. Mutter hatte Bora in die dichte Deckung der Mulde geführt, hier bleiben wir, bis es nachlässt, sagte sie.

Bora drückte sich an ihre warme Seite, das war gut. Mutter roch nach Gras, Wald und dem Vertrauten Weg nach Hause. Doch die Haselhecke roch anders. Ihre Blätter waren groß und ein wenig bitter. Das Moos unter boras Hufen war weich, aber es fühlte sich nicht an wie das Moos bei ihrem Schlafplatz. Zu Hause gab es eine krumme Wurzel, die wie ein schlafender Wurm aussah und einen Busch mit kleinen, süß duftenden Blättern, wenn der Abend kam.

Machten Bora und Mutter ihre kleine Runde. Bora Stupste Mutter an die Schulter, Mutter stupste sie an die Stirn und gemeinsam gingen sie um die Wurzel herum, schnupperten an den Blättern und lauschten auf 3 Geräusche einen Vogelruf das Rascheln im Gras und Mutters leises Schnauben. Bora mochte diese Runde. Danach war es leicht, sich hinzulegen. Sie sah zu den nassen Haselblättern hinauf, ein Tropfen sammelte sich an der Spitze eines Blattes, er wurde größer und größer, plopp, er fiel auf Boras Rücken, Bora schüttelte sich so kräftig, dass ein paar Tropfen auf Mutters Flanke spritzten.

Jetzt regnet es auch von dir, sagte Mutter. Ich bin eine sehr kleine Wolke, sagte Bora Mutter Schnaubte amüsiert, dann kuschelte sie sich wieder ins trockene Gras der Mulde, Bora legte sich neben sie, sie wollte sich hier genauso geborgen fühlen wie zu Hause, aber der Regen trommelte weiter, und die Haselhecke blieb fremd.

Bora spitzte die Ohren, vielleicht hörte der Regen gleich auf. Vielleicht würde dann alles vertrauter klingen. Sie wartete, Plitsch, platsch, Plitsch, der Regen fiel auf die Haselblätter. Ein Windstoß strich über die Mulde, die Zweige wackelten und der Regen machte plötzlich ein lautes Rauschen.

Boda hob den Kopf, jetzt hört er bestimmt auf, doch das Rauschen wurde wieder leiser und bald tropfte es weiter, plitsch, platsch, plitsch, Mutter schob ein paar Halme aus ihrem Gesicht. Der Sommerregen kann manchmal lange spazieren gehen, bevor er nach Hause findet. Dann soll er sich beeilen, sagte Bora.

Unsere Abendrunde wartet, sie läuft uns nicht davon. Mutter legte den Kopf auf die Vorderläufe Bora versuchte sich ebenfalls hinzulegen, sie schob die Hufe unter den Bauch und drehte sich einmal. Das Gras raschelte fremd. Sie drehte sich noch einmal eine Haselnuss, kullerte aus einem Büschel Laub und blieb an ihrem Huf liegen.

Bora starrte sie an. Bist du eine Nuss, die sich verirrt hat, flüsterte sie die Nuss, schwieg, das konnte Bora ihr nicht übel nehmen, vielleicht war sie schüchtern, Bora schob die Nuss mit der Nase vorsichtig unter ein Blatt. Dann lauschte sie. Zu Hause gab es um diese Zeit vertraute Geräusche, hier hörte sie nur das Tropfen und das leise scharren eines Käfers irgendwo im Gras kommt der Vogelruf noch, fragte sie Mutter, hob ein Ohr, ein Ruf klang aus der Ferne dünn und kurz, da ist einer Bora lauschte. Der Ruf war nicht der Vogel von zu Hause. Er klang, als hätte er sich beim Singen ein bisschen verschluckt und das rascheln, das Gras bewegt sich. Bora hörte hin, tatsächlich Strich der Wind durch die Halme, aber auch dieses rascheln klang

anders als daheim und dein Schnauben Mutter gab ein leises. Von sich. Bora musste kichern, das war leicht. Mutter machte es noch einmal, diesmal so tief, dass es fast wie das Brummen eines Käfers klang. Bora Kicherte wieder, für einen Moment war die Mulde nicht ganz so fremd. Dann fiel ein dicker Tropfen direkt vor ihre Nase und spritzte auf das Gras. Bora zog den Kopf zurück.

Der Regen ist immer noch da. Ja, sagte Mutter Bora, schaute auf die Haselhecke sie wartete, dass die Blätter anders rochen, das Moos sich verwandelte und die Mulde plötzlich zu Hause war. Doch die Tropfen blieben, wo sie waren, und die Zweige blieben haselzweige Mutter schloss die Augen. Sie sah müde aus.

Bora wollte sich neben sie legen, sie wollte, dass ihr Bauch nicht mehr kribbelte und ihre Ohren nicht mehr nach jedem neuen Tropfen zuckten, aber ihre Beine wollten noch nicht still sein. Bora sah auf Mutters Schulter, genau dort machte sie zu Hause den ersten Stups, sie blickte zu einer Farrenstaude, die sich aus dem Gras erhob.

Daneben wuchsen 2 kleine frische Blätter und hinter ihnen lag ein Büschel weiches Gras. Bora setzte einen Huf vor den anderen und trat dicht bei Mutter aus dem Gras heraus, nur bis zum Fahren, der Regen tropfte auf die Zweige über, ihr Mutter öffnete die Augen, sagte aber nichts, Bora blieb stehen.

Sie konnte weiter warten auf das Ende des Regens, auf einen anderen Geruch, auf ein Zuhause, das sich von selbst zwischen die Haseln stellte. Oder sie konnte anfangen. Bora wandte sich zur Mutter und Stupste sie mit der Nase an die Schulter, Mutter Blinzelte, dann hob sie den Kopf und berührte boras Stirn mit ihrer Nase. Bora hielt still, der vertraute Stups war da, warm und sanft, mitten in der fremden Mulde.

Sie drehte sich zum Fahren und schnupperte an den beiden frischen Blättern. Sie dufteten nicht wie die Blätter zu Hause, aber sie dufteten nach etwas grünem und lebendigem, Bora schnupperte noch einmal ganz genau. Diese Blätter riechen ein bisschen nach Regen, sagte sie. Mutter schnupperte ebenfalls und ein bisschen nach Farn.

Das habe ich auch bemerkt. Bora ging um die Farnstaude herum, Mutter folgte ihr, der Kreis war Klein, ein paar Schritte hierhin, ein paar Schritte dorthin, immer im Schutz der dichten Haselzweige. Ein Tropfen fiel auf einen Farnwedel und hüpfte daran hinunter. Bora machte einen kleinen Satz, als hätte der Farn ihr etwas zugeraunt, Mutter machte einen ebenso kleinen Satz, Bora sah sie an. Kannst du auch mit dem Farn sprechen, nur wenn er höflich fragt, was hat er gesagt?

Mutter senkte den Kopf zum Wedel und. Er sagt, Bitte tretet nicht auf meine Füße. Bora trat sorgsam um die Farnstaude herum, dann passen wir gut auf. Gemeinsam gingen sie zurück zu den beiden kleinen Blättern, Bora schnupperte noch einmal ein Tropfen Platschte auf den Boden, ein anderer tickte gegen ein Blatt, sie lauschten sie. Der Vogel rief in der Ferne das Gras raschelte. Mutter Schnaubte leise, Bora hob die Ohren. 3 Geräusche, nicht dieselben wie zu Hause, aber 3, die hier bei ihnen waren. Pff.

Machte Mutter noch einmal Bora Kicherte, das war das beste Geräusch, das sage ich dem Käfer. Bora sah ins Gras, der Käfer war nicht zu sehen, vielleicht lauschte er ja, sie stellte sich dicht neben Mutter an ihre warme Flanke, die Haselhecke fühlte sich noch immer ungewohnt an, der Regen fiel noch immer, doch Bora hörte jetzt auch den Farn, den Vogel und Mutters schnauben. Ein Tropfen fiel ihr auf die Nase, Bora wischte ihn nicht weg, sie hob die Nase, als wollte sie den Tropfen begrüßen. Der Regen rauschte noch eine Weile über der Mulde, nach und nach wurde sein Klang leiser, die Tropfen fielen seltener, einer Ploppte auf ein Blatt, ein anderer rollte am Zweig entlang und verschwand im Gras.

Bora Gähnte, ihre Beine wurden schwer und ihr Kopf sank ein wenig. Mutter legte sich in das trockene Gras, Bora drehte sich einmal, fand den weichen Platz neben ihr und liess sich nieder, ihre Flanke schmiegte sich an Mutters warme Seite, draußen blieben die Tropfen auf den Haselblättern sitzen, in der geschützten Mulde wurde es still und. Bora gab ihrer Mutter noch einen letzten, Schläfrigen Nasenstubs und kuschelte sich an sie.

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