
Einschlafgeschichten für Kinder (4–7) | Kinderbuch Horn | Mondgeschenk.de
Langlauf-Einschlafgeschichte für Kinder: Die Spur an der Kurve
Mittwoch, 21. Oktober 2026 · 16 min
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
Langlauf-Einschlafgeschichte für Kinder: Die Spur an der Kurve
Jann und Edda sind auf Langlaufskiern unterwegs zum Aussichtshügel, als sie im Schnee eine besondere Spur entdecken. Eine ruhige Wintergeschichte über Aufmerksamkeit, Rücksicht auf Tiere und einen kleinen Umweg durch den verschneiten Wald.
Eine sanfte Gute-Nacht-Geschichte für Kinder zum Zuhören, Runterkommen und Einschlafen.
🌙 Noch mehr Einschlafgeschichten und persönliche Geschichten für Kinder gibt es auf:
mondgeschenk.de
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Stell dir vor, du könntest selbst die Hauptfigur in einer Hörgeschichte sein, mit deinem Namen, deiner Lieblingswelt und einem Abenteuer, das nur für dich gemacht wurde. Genau das ist ein Mondgeschenk auch diese Geschichte wurde mit Mondgeschenk. De erstellt und jetzt viel Spaß mit unserer heutigen Geschichte. Jan schob seine Skistöcke in den Schnee. Wer zuerst am Aussichtshügel ist, darf den Pausenplatz aussuchen.
Edda lachte und stieß sich ab, dann darfst du dich nicht vertrödeln. Sie glitten auf der breiten Loipe am Waldrand entlang, der Schnee Knirschte leise unter ihren Skiern. Links standen Tannen mit weißen Mützen, rechts öffnete sich zwischen den Stämmen eine lange Schneefläche. Die Loipe führte geradewegs zum Aussichtshügel. Dort wollten Jan und Edda eine Pause machen und über die Baumwipfel bis zum gefrorenen See schauen. Ich suche einen Platz mit Aussicht auf den See, sagte Edda, und auf mein mitgebrachtes Brot. Das Brot sehe ich bestimmt zuerst, sagte Jan. Sie fuhren nebeneinander.
Jan hielt seine Skier brav in den beiden schmalen Spuren, Edda fuhr manchmal mit einem Ski auf dem glatten Streifen dazwischen und behauptete, das sei eine besonders schwierige Übung. Bald erreichten sie eine breite Kurve, dort bog die Loipe am Waldrand entlang. Ein Holzschild zeigte einen kleinen Rastplatz an, eine Bank stand unter einer Tanne und neben ihr war ein Pfosten mit einer blauen Markierung.
Von dort führte eine markierte Umleitung um die Kurve herum und traf später wieder auf die Loipe. Die Umleitung brauchen wir nicht, sagte Jan. Wir bleiben auf der Loipe und fahren direkt weiter. Natürlich, sagte Edda. Der Aussichtshügel wartet ja schon, da sah Jan die Spuren, kleine Abdrücke liefen aus dem Wald über die Loipe, sie waren paarweise gesetzt, 2 längere vorne, 2 kleinere dahinter, die Abdrücke kreuzten genau die beiden schmalen Skispuren, denen Jan und Edda folgen mussten, auf der anderen Seite war der Schnee am Rand weich und.
Und voller weiterer Spuren. Jan bremste seine Ski, schoben ein wenig Schnee vor sich her, hasenspuren, sagte Edda, vielleicht ist der Hase gerade über die Loipe gehüpft, dann müssen wir jetzt irgendwie drüber, meinte Jan. Er sah auf den weichen Rand, dort lagen so viele kleine Abdrücke, dass sie kreuz und quer liefen.
Ein Paar führten zu den Büschen, andere verschwanden unter einer Tanne. Dicht an dicht bedeckten die winzigen Abdrücke den Schnee am Rand, wenn wir durch die Spur steigen, machen wir alles platt, sagte Edda. Jan blickte auf seine Skier und dann zum Aussichtshügel, der hinter der Kurve aufragte, aber wir wollten doch auf der Loipe bleiben. Ein Windhauch fuhr durch die Tannenzweige, von oben rieselte ein wenig Schnee herab und landete auf Jans Mütze. Edda musste kichern.
Du hast jetzt auch eine Schneespur, sagte sie, Jan grinste, doch sein Blick blieb bei den Kleinen Abdrücken, sie kreuzten nicht nur die Loipe, sie liefen am Rand weiter, genau dort, wo der weiche Schnee begann. Warte, sagte er, vielleicht enden sie gar nicht hier. Jan blieb in der präparierten Spur stehen, er hielt die Stöcke ruhig und sah den Abdrücken nach.
Edda stellte sich neben ihn, ohne mit den Skiern auf den weichen Rand zu fahren, die Hasenspuren verschwanden kurz hinter einem kleinen Schneehügel. Dann tauchten sie wieder auf. Sie führten am inneren Rand der breiten Kurve entlang, ein Abdruck lag neben einem dunklen Wurzelbogen, der aus dem Schnee ragte.
Danach folgten mehrere Abdrücke dicht hintereinander bis zu einer niedrigen Tanne siehst du, sagte Jan Leise, die Spur geht weiter, Edda Kniff die Augen zusammen. Und sie bieg dort in den Wald. Die Abdrücke waren nicht bloß ein paar Zeichen mitten auf ihrer Strecke, sie führten irgendwohin, zwischen den Zweigen war eine kleine Lücke, und dahinter lag ein schmaler Streifen unberührter Schnee.
Dort setzte sich die Spur fort, bis sie unter den Tannen verschwand, Jan sah auf die Loipe. 2 ordentliche Skispuren führten vor ihnen durch die Kurve. Am Rand daneben war der Schnee weich und von kleinen Abdrücken durchzogen. Auf einmal kam es ihm vor, als wäre die Hasenspur keine Unterbrechung, die sie einfach überfahren mussten, sie war ein Weg, den gerade ein Tier benutzte, er lauschte aus dem Wald kam kein laut.
Nur eine Tanne knackte, als sich ein Ast unter der Schneelast bewegte. Vielleicht ist der Hase noch da, flüsterte Edda Jan schaute zwischen die Stämme ganz weit hinten, unter einer dunklen Fichte, saß etwas graues, es konnte ein Hase sein, 2 lange Ohren standen über dem Schnee, das Tier bewegte sich nicht. Dann senkte es den Kopf und blieb still. Jan machte keinen Schritt zum Rand, Edda auch nicht, sie standen einfach da und ließen den Wald in Ruhe. Nach einer Weile wandte Jan den Blick wieder zur Kurve, wir könnten auf der Loipe zurück zum Rastplatz fahren, sagte er ganz langsam.
Dort nehmen wir die blaue Umleitung. Die führt um die Kurve herum und kommt danach wieder auf die Loipe. Edda sah zur blauen Markierung, die zwischen den Tannen zu erkennen war. Dann kommen wir später oben an, ein bisschen später sagte Jan. Aber wir fahren die ganze Zeit auf der präparierten Spur.
Edda schaute noch einmal zu den Hasenspuren das klingt gut. Sie drehten ihre Ski vorsichtig in der Loipe um. Jan fuhr voraus, langsam und mit kleinen Schritten. Edda folgte ihm, niemand musste über die Hasenspuren steigen, niemand musste durch den weichen Schnee stapfen, am Rastplatz hielten sie neben der Bank, an der Pfosten mit der blauen Markierung war nun ganz nah, ein blaues Schild zeigte um die Kurve herum. Da entlang, sagte Jan, und nicht zu schnell, sagte Edda, sonst ist die Umleitung gleich vorbei.
Jan stieß sich ab, die markierte Spur führte zwischen den Bäumen hindurch, sie war schmaler als die Hauptloipe, aber glatt und fest. Kleine Äste ragten über den Weg, Edda Duckte sich unter einem besonders tiefen Zweig hindurch und. Und Jan hörte, wie der Schnee hinter ihr von den Nadeln rieselte.
Ein Schneeschauer für die Umleitung, rief sie, den gibt es auf der Hauptloipe nicht, sagte Jan. Der Weg schlängelte sich zwischen den Tannen, machte eine sanfte Biegung und führte an einer Holztafel vorbei, auf ihr war ein blauer Pfeil gemalt, an einer Stelle teilte sich die Spur kurz um einen Busch herum. Die beiden Wege trafen sich gleich wieder. Welche Spur nehmen wir, fragte Edda, die mit dem Pfeil sagte Jan, sie Glitten weiter, Jan sah, wie Edda den Kopf hob, um nach dem Aussichtshügel zu suchen, bald zeigte sich zwischen den Bäumen ein heller Hang, dahinter lag der Gipfel, die Umleitung führte sie um die breite Kurve herum. Auf der anderen Seite mündete sie wieder in die Hauptloipe. Dort war der Schnee fest und
glatt, Jan blieb kurz stehen und wartete, bis Edda neben ihm war. Jetzt sind wir wieder auf dem direkten Weg, sagte er. Und noch vor meinem Brot sagte Edda, Sie fuhren weiter zum Aussichtshügel, der Weg stieg sanft an, ihre Arme wurden ein wenig müde vom Stockschieben. Doch die Aussicht kam näher.
Oben angekommen, stellten sie sich neben das Holzgeländer, unter ihnen zog sich die Loipe in einer breiten Kurve am Waldrand entlang, von oben konnten Jan und Edda die Spuren gut erkennen, ihre eigenen Skispuren führten auf der Loipe bis zum Rastplatz zurück und setzten sich auf der blauen Umleitung fort. Diese zeichnete einen Bogen um die Kurve. Daneben liefen die kleinen Hasenspuren ungestört am weichen Rand entlang und verschwanden zwischen den Tannen. Edda holte ihr Brot aus dem Rucksack, ich nehme den Platz mit dem Blick auf den See, Jan setzte sich neben sie auf die Bank am Aussichtshügel, der See lag still zwischen den Bäumen. Ein paar helle Flecken auf dem Eis fingen das letzte Licht ein. Sie aßen langsam und hörten, wie
der Wind durch die Zweige strich. Als sie fertig waren, schnallten sie die Rucksäcke fest und machten sich an die Abfahrt, sie fuhren gemächlich mit genug Platz zwischen sich und liessen die Ski in den präparierten Spuren gleiten. Als die blaue Umleitung vor der Kurve abzweigte, Bogen sie hinein und folgten ihr um die breite Kurve herum. Ihre Skier blieben auf der markierten Spur, Jan blickte hinüber zum Waldrand, die Hasenspuren führten weiter zwischen die Bäume, wo kein laut zu hören war, Edda fuhr neben ihm her, die Tannen standen still und der Abend legte seine Ruhe über den Wald.
Jan glitt mit ihr die Kurve hinunter, während ihre Skier leise über den Schnee strichen. möchtest du einem Kind eine ganz besondere Freude machen? Auf mondgeschenk.de entsteht ein persönliches Hörabenteuer, in dem dein Kind selbst die Hauptrolle spielt, mit seinem Namen, seiner Lieblingswelt und den Dingen, die es besonders machen.
So entsteht ein ganz persönliches Hörgeschenk, dass es kein zweites Mal gibt. Mehr erfährst du auf mondgeschenk.de.