Anmelden

Eltern-Gedöns· Folge 482

Große Gefühle, stille Signale – psychische Belastungen bei Kindern | Michèle Liussi

Dienstag, 26. Mai 2026 · 55 min

MP3

Shownotes

In „Wut, mach’s gut“ lernst du, große Gefühle sicherer zu begleiten – ohne ständige Eskalation. Kostenloses Orientierungsgespräch (calendly.com/kurse-christopher-end/30min/?utm_…)

Woran erkennen Eltern eigentlich, dass Kinder wirklich innerlich leiden – und nicht einfach nur eine schwierige Phase haben?
Darüber spreche ich mit der Psychologin und Autorin Michèle Liussi. Zu den ausführlichen Shownotes der Episode (christopher-end.de/psychische-belastung-bei-ki…)

-
Retreat 2026 (christopher-end.de/seminare/retreat-auszeit-am…) | 23.-29.8. | Burgund

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Vielleicht funktionierst du gerade einfach nur noch. Du schaffst deinen Alltag, ja, du kümmerst dich, du organisierst! Du hältst alles zusammen – die ganze Familie. Aber irgendwo auf dem Weg ist was leiser geworden Deine Lebendigkeit Dein Gefühl für dich selbst Echter Kontakt Und vielleicht merkst du so richtig zur Ruhe kommst du schon lange nicht mehr.

Also nicht nur körperlich sondern innerlich. Im August begleite ich eine kleine Gruppe von Menschen nach Burgund an ein Ort am See. Mit viel Natur, Ruhe, Gesprächen, Militation und Zeit! Nicht um noch besser zu funktionieren – noch mehr? Nein sondern um wieder ins Leben zurückzufinden. Das Retreat heißt Auszeit am See.

Wenn du spürst dass dich das ruft dann schreib mir einfach ne Nachricht Oder schau auf christopher-end.de vorbei. Wie viele Eltern kennen diesen Gedanken, irgendwas stimmt nicht. Das Kind wirkt plötzlich anders Sieht sich zurück, verdwütender, ängstlicher oder einfach still. Aber woran erkennst du ob dein Kind gerade eine schwierige Phase hat?

Oder wirklich innerlich leidet? Genau darüber spreche ich heute mit der Psychologin Michele Mliossi. Mein Name ist Christopher End. Ich zeige Eltern, wie sie nicht mehr mit der Wut kämpfen oder ihre Kinder noch mit der eigenen, sondern diese Kraft nutzen. Für sich nutzen so, dass wieder Ruhe und Verbindung möglich wird!

Wie das geht, zeig ich dir in Wut machts gut – da üben wir es drei Monate lang. Einstieg ist jetzt möglich. Bucht ihr dazu einfach ein kostenloses Orientierungsgespräch? Mein heutiger Gast ist Michelle Lucy. Sie ist Psychologin, Familienbegleiterin und Autorin. Sie hat mit Katharina Spangler den Mama-Fürsorge-Podcast aufgebaut.

Und jetzt ist ihr neues Buch erschienen! Das heißt wenn kleine Seelen leiden so begleitet du dein Kind bei psychischen Belastungen. Und das zeigt Eltern wie sie diese Wahnsignale erkennen und ihr Kind stärken können. Hallo Michelle herzlich willkommen podcast. schön dass Du wieder da bist. Ja, vielen Dank für die erneute Einladung ist.

Viele Eltern merken irgendwann, mein Kind wirkt nicht nur ängstlich, wütend oder sensibel, das stimmt irgendwas nicht. Woran merken Eltern, dass ein Kind innerlich leidet? Eltern haben da echt ganz oft einen Sinn dafür und sind auch ... eigentlich diejenigen, die es als erstes merken können. Weil Eltern kennen ihr Kind ja auch in den Situationen, in denen das Kind gut geht.

Ich hab's im Buch Die Grüne Zone genannt also... Das Kind hat gegessen, geschlafen, hat gerade keine krasse Entwicklungsphase sondern sind diese ruhigeren Zeiten in der Elternschaft. Man kennt sein Kind, weiß wie es auf was reagiert und in dieser Phase kann man sein Kind ja mal so vielleicht für sich so grob beschreiben also nicht im Schubladen denken.

aber so man weiß so mein Kind ist eher eines des bei einer großen Gruppe Kinder Leiser ist, er am Rande steht und beobachtet oder ist der da mitten reinspringt? Und Halligalli macht. Oder mein Kind ist das, dass es unbedingt alles Neue ausprobieren will oder eher vorsichtig sich was erklären lassen will.

Mein Kind ist es mit großen Gefühlen auch! ausgeschlafen und nicht hungrig und so mehr zu kämpfen hat, mehr zu tun hat. oder wenn alles passt dann ist es euch vielleicht ein ganz gut reguliertes Kind. So in diesem bisschen kennt man ja sein Kind. was ich die grüne Zone wie mein Kind so aufgestellt hätte.

Ist das eher wütend? Das ist eher ein ängstliches Kind. Es ist ein schüchternes Kind Wenn es davon jetzt längere Zeit sehr abweicht, also gerade das Kind, der so taggern in die Schule geht hat morgens jetzt Bauchwürder will nicht mehr. Das Kind, das am liebsten fünf Hobbies die Woche hätte mag kann sich überhaupt nicht mehr motivieren zu überhaupt einem davon zu gehen.

und das Kind das dauernd bei Freunden war oder gerne Freunde zu Besuch hatte, dem ist das jetzt alles zu viel und sagt man mag nicht oder zieht sich dann wenn die Freunde da sind zurück. Also es weicht eben von dieser grünen Zone sehr ab. Dann ist das der Punkt wo die Eltern schon merken, ja hier stimmt doch irgendwas zur Salop.

würden sie zu mir in einer Beratungssituation sagen, das ist doch nicht mein Kind. Oder? Das ist doch irgendwie anders! Das ist so ein Satz wo ich denke ah okay hier müssen wir gucken und dann dürfen Eltern sich eben fragen ok ist es jetzt gerade eine kurze Phase? gab es etwas was es auslöst dass das Kind so aus der Zone rausgerutscht ist?

da sind die Das Umfeld, die Lebensereignisse. Ich hab dir im Buch aufgezählt so... Also es gibt natürlich die ganz großen Lebensereignisse wie Trennung, Umzug, Tod eines nahestehenden Verwandten meines Familienmitglieds, Oma, Opa, die Nachbarin, die oft aufgepasst hat also Menschen, die wichtig waren, die wegfallen, wegziehen, versterben.

Der beste Freund in der Schule ist weggezogen. Ist auch ein großer Verlust dann. So Sachen wie Dinge, die wir ganz oft so ganz normal erachten. Übergang Kindergartenschule kann auch das Kind sehr groß aus der Bahn bringen und natürlich auch Kleinigkeiten. Es gab einen großen Konflikt. Das Kind hat ein Konflik zwischen den Eltern miterlebt.

Es gibt einen großen konflikt mit Geschwistern, der noch nach... nachgearbeitet. Und da muss man eben schauen, was gibt es? Was jetzt das Kind so aus der Bahn bringt? Gibt es etwas wo wir helfen können? vielleicht auch? oder ist es etwas was jetzt auch einfach längere Zeit in Anspruch nimmt bei den großen Lebensereignissen?

Da wird es einfach auch mal ein paar Wochen so sein und wir müssen schauen wie lange zieht sich das? Wird es noch schlimmer. also zum sozialen Zurückzug kommt vielleicht noch eine somatische Beschwerde dazu wie Bauchschmerzen, Kopfschmerz, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit. Also der Körper reagiert auch und holt sich das Symptom von der ersten Anpassungsproblematik.

noch weitere dazu um aufmerksam zu machen. Mama, Papa, liebe Bezugspersonen in meinem Umfeld! Es wird nicht besser, mir geht's nicht gut. Und da Kinder jetzt genau diese Verbalisierung oft noch nicht so drauf haben oder noch eben am entwickeln sind ... Sie sind ja in Entwicklung und das ist immer diesel.

Zeichen halt dann zusammen sammeln und da also da wo die Eltern merken das ist doch nicht mein kind hier stimmt was nicht ich. da geht es dann los mit dem überlegen ok was war los und wie beobachten wir das jetzt? über die zeit wird das schlimmer wird das besser wird das phasenweise besser. Bei Trauer ist das ganz gut zu beobachten.

Man ist eigentlich, Kinder sind in dem Alter nicht durchgängig dann traurig und die haben dann wieder so Momente wo sie vielleicht auch wieder mit Freunden spielen. Das ist aber dann gesund. also da muss man sagen oh das ist gut dass es als die Trauer wird immer wieder durchbrochen Und dann am Abend vielleicht wenn wieder Wasser erinnert an die Person Dann wird man wieder traurisch und das darf dann auch sein.

Aber so ein bisschen beobacht Muss man auch nicht gleich in Panik verfallen, sondern einfach mal schauen. Was spielt sich da grad ab? An welchen neuen Lebenswelten muss sich das Kind gerade anpassen und wie gelingt diese Anpassung Stück für Stück? oder eben gelingt sie nicht? Das war jetzt ausführlicher Schulden.

Ja ich glaube es wertvoll so mal tief reinzugehen. was über Sehnerwachsene denn häufig wenn Kinder psychisch belastet sind? Erwachsene übersehen häufig diese kleinen Änderungen im Leben von Kindern, die für sie aber trotzdem eine Anpassungsleistung erfordern. Im Endeffekt... Erfreuen sich Kinder sehr an Vorhersehbarkeit.

Das tut jeder Mensch. Wir mögen es gerne, wenn wir wissen so und so läuft's ab mit der Filme uns sicher. Und in einem turbulenten Lebensabschnitt wie Kindheit ist Vorherseebarkeit halt sehr wichtig. Die wird jetzt durchbrochen durch eine Änderung. Das kann aber auch der Vertretungslehrer sein, der hier plötzlich die Vorherseybarkeit ... durchbricht.

Die Lehrerin wird krank und das ist natürlich, dass Menschen werden krank ganz weltfrei. aber sie wird krunk oder der Lehrer wird krang und es kommt eine Vertretung manchmal vielleicht sogar erst mal noch für einen unklar definierten Zeitraum. Das wirft das Kind. so kann ein kind aus der Bahn werfen.

somit okay auf was muss ich mich jetzt einstellen? Was ist jetzt neu Und diese Anpassungsleistung gelingt Manchen Kindern besser, manchen schlechter. Die kann man aber auch gut, können Eltern gut unterstützen und begleiten. Aber das sind so Dinge die Eltern übersehen – die kleinen Sachen im Alltag! Alle wissen wir müssen das Kind auf zum Beispiel die Geburt eines Geschwisters vorbereiten.

Riesenänderung Finde ich schon mal gut. Ist gut, wenn Sie das auf dem Schirm haben! Kann man dann auch gut vorbereiten und begleiten? Ein Umzug, Trennung der Eltern... Da wissen wir alle, da schreien unsere Alarmglocken. Das ist eine Änderung für ein Kind, die ist massiv. Dann müssen wir vielleicht sogar Bücher verkaufen.

Da müssen wir in so Gruppen gehen von Getrennten, wo andere getrennte Kinder drin sind. Also alles super, haben die Eltern noch im Schirm. Für kleine Sachen oder mittelgroße Sachen wie auch der Umstieg von Kindergarten auf Schule. Das ist was da hört schon langsam rauf, dass viele Eltern so sagen ja es ist normal, das gehört halt einfach dazu und ist ein Next Step.

Freut man sich darauf? Genau muss man sich drauf freuen. Und viele Kinder freuen sicher tatsächlich auch auf die Schule, das ist es ja auch. Die sagen wirklich auch oh sie wollen jetzt endlich... Und dann aber trotzdem, auch mit dieser ganzen Freude muss ich mich an ein ganz neues System anpassen. An neue Abläufe und auch neue Kinder.

vielleicht kommen ja nicht alle vom Kindergartenprobe direkt mit in neue Zeiten, neuer Rahmen. also es ist ja richtig viel. da fängt schon an das Eltern das ein bisschen übersehen. Deshalb mal zu den Lebensereignissen und bei den psychischen Belastungen. selber habe ich ein bisschen die Erfahrung gemacht.

Und findet sich auch so in der Literatur, häufig werden die stilleren Symptome übersehen ist ja auch irgendwo klar Die Lauten werden oftmals missgedeutet also das Kind wird aggressiver und impulsiver. da kriegen Eltern dann tatsächlich oft viel auf die Mütze für Die Erziehung, die zu wenig Grenzen und so weiter.

Da wird auch nicht gut hingeschaut welche Not hinter dieser Aggression steht Und bei den leiseren Sachen dauert es manchmal ein bisschen länger. da wird das Kind dann zunehmend unauffälliger was aber ja im wirklich stressigen Familienalltag manchmal sogar fein sein kann. Man muss sich denken oh das läuft jetzt gerade so gut mit und Wir sagen dann irgendwann als ist aber eigentlich auffallend unauffällig.

Also es ist dann schon so zurückgezogen nimmt sich so viel zurück, weil's vielleicht der Mama grad nicht gut geht, weil eben das Baby geboren ist dass man sich Sorgen machen muss ob das nicht zuviel Zurücknahme für ein Kind ist. solche Dinge werden auch manchmal einfach weil sie vielleicht in solchen Situationen wo gerade viel im Umbruch ist in einer ganzen Familie übersehen werden zu lange nicht gesehen und haben da natürlich auch das Risiko die Verarbeitung und Anpassungen zu erschweren.

Weil sich vielleicht das schon vertieft hat, mehr Symptome dazugekommen sind eben um auf sich aufmerksam zu machen. Und somit das Risiko für psychische Erkrankungen im pathologischen Sinne erhöht ist. Das ist das Risico? Auf der anderen Seite schreibst du ja Überwältigungskraft ... Was hilft Kindern eigentlich, diese schwierigen Gefühle und diese Konflikte oder diese Belastung inhaltlich zu verarbeiten statt daran zu zerbrechen?

Es gibt relativ viele Dinge die uns helfen. Manche bringen wir mit – das ist ganz cool! Wir sind ja keine leeren Blätter da, manche Kinder bringen einfach ein bisschen ... höheres, zum Beispiel Impulskontrolle ein bisschen stärker mit oder Regulationsfähigkeiten und weniger Sensibilität. Dann sind es die Eltern hier natürlich in diesen vulnerablen Jahren eine große Chance haben den Kindern Bewältigungskraft mitzugeben indem sie selbst wirksam erziehen, das heißt sie lernen schon von klein an auch mal irgendwie kurz Frustmomente auszuhalten um aber dann etwas selber zu bewältigen.

wirklich eben ganz minimalistisch im Sinne ist es der Turm den ein Kind baut der immer wieder Umfeld und nicht stehen bleibt weil er noch nicht stabil gebaut werden kann. Weil Static ist halt noch nicht. Und da das Kind machen zu lassen, vielleicht dabei zu begleiten. Ja es ist voll ärgerlich dass das jetzt immer wieder umfällt.

aber probier weiter bis dann irgendwann der Turm vielleicht auch schief und krumm egal wie stehen bleibt und das Kind mega stolz ist. hier haben wir einen Samen gesetzt für Bewältigungskraft, für Resilienz, ich kann an was dranbleiben Ich kann es selber schaffen! Ich bin nicht die ganze Zeit angewiesen dass jeder für mich irgendwas löst.

Das ist also ein innerer Kern den wir da mit bestimmen können. gießen, nähren können und Selbstwirksamkeit selbstbewusst sein auch ein bisschen so dieses nicht aufgeben. Ein Optimismus wenn man kann es schaffen Es kann werden. also solche Bausteine geben wir damit indem wir positiv mit dem Kind sprechen Indem wir es machen lassen und es darin bestärken indem wir Ernest glauben in dem unsere positive Stimme vielleicht auch ein Bisschen ihre innere Stimme werden darf Um dann die Bewältigung gut zu unterstützen.

als Eltern haben wir auch die Möglichkeit, also eben nah dran zu sein in Beziehung zu sein. Dann spüren wir diese Veränderungen. und wenn das Kind aus der grünen Zone ist. In der Kommunikation bleiben. Da höre ich dann von Eltern immer viel so ja... Ist ja noch nicht so viel Kommunikation. Ja, doch! Kommunikations ist ja nicht nur das gesprochene Wort.

Das ist ja Körperkontakt, das ist Mimic, das Verhalten zueinander. Das alles ist Kommunikion und wir können da schon ganz früh mit unseren Kindern in Kontakt sein und ihnen beibringen wie man über Gefühle redet. auch Mama scheitert manchmal. Auch Mama ist manchmal frustriert und muss es dann nochmal probieren.

oder Papa hatte einen Konflikt auf der Arbeit und erzählt, in Kindgerechten wollten wir dann sich erst geärgert hat. Und mal kurz an die frische Luft, wo es denn aber zurückkam mit dem noch einmal geredet hat und man eine Lösung gefunden hat. Also dieses Vorbildsein... Und nicht im abstrakten Sinne von anderen erzählen, sondern ich erlebe das auch in meinem Tag und man darf darüber reden.

Ich darf mich manchmal traurig fühlen. All diese Gespräche haben wir in der Familie Platz, damit darf man kommen. Man darf auch mit mir heute was richtig Blödes passiert. gibt es hoffentlich keinen Ärger, auch nicht unter den Eheleuten oder den Partnerpersonen sondern so ein konstruktives drüber reden.

Okay ja wie lösen wir das? Und als Kind bekommen das mit. Hier ist diese Kultur wenn es eine Schwierigkeit gibt und auch ich habe einen Fehler gemacht oder es klappt irgendwas nicht und mir geht's nicht gut. Wir haben hier diesen Raum in dem das sein darf und wo man sich zeigen darf, auch mit seinen Schwächen.

Und da appelliere ich schon ein bisschen an die Eltern zu sagen so macht diesen Raum auf, auch von euch. zeigt euch sie keine Schwäche wenn Eltern auch mal struggling also jetzt vielleicht nicht die volle Ladung das Kind soll das nicht tragen aber das Kind darf sehen. hey ich habe schlechte Tage ich bin manchmal traurig.

Ich bin auch manchmal trauig weil ich berührendes Buch gelesen hab. Aber Traurigkeit darf sein auch so gezeigt werden, dem Kind gegenüber. Genau so auch. manchmal machen mich Sachen wütend. Also auch die negativen Zeiten nicht nur die positiven und damit mache ich einen guten Raum auf der Kinder dann wieder stärkt.

Dann lernen sie in belastenden Situationen das muss sich nicht alleine tragen. da gibt es Menschen die mich unterstützen und wenn gar nichts mehr geht mir auch helfen. Aber unterstützen sollte der erste Schritt sein. Was ist der Unterschied zwischen unterstützen und helfen? Das Unterstützen ist das Inspirieren zur Lösung, also den Rahmen geben für die Lösung.

Und das Helfen ist dann schon wirklich so dieses Mitgestalten der Lösung. Also ich baue dann... Ich helfe dir beim Turm bauen! So, ich nehme auch einen Klotz, ich schreibe dir die Hausaufgaben. Genau, oder ich sitze bei ihm in den Worten neben mir. Und unterstützen wir die Frage okay was brauchst? Oder wie könnte denn der Lösung aussehen?

Ich weiß du bist gerade ganz sauer. dass du diese Scheiße machen musst verstehe ich total aber hast du eine Idee oder so, damit ich dann so reinkomme Beim Hausaufgaben. Was brauchst du? Wie müssen wir die Situation hier gestalten, dass du dich gut konzentrieren kannst oder vorher noch einen Spaziergang energielos werden dann so diesen Rahmen bieten in dem das Kind das dann aber selbst bewältigt?

also für mich ist das der Unterschied. bitte nicht den Dudenfragen. Das ist ja wertvoll einfach zu sehen. vielleicht als Frage die ich mitnehmen kann bin ich gerade hier unterstützend oder bin ich helfen im Sinne von? ich nehme Aufgaben ab Was manchmal auch hilfreich sein kann. Und es braucht's manchmal, also ganz klar.

Manchmal braucht es gerade diese Zuwendung. wenn das Kind sagt ich kann mir nicht die Schuhe anziehen und du weißt du kannst es eigentlich von der Fähigkeit her aber es fehlt ihm gerade die Kraft zu sagen okay dann zieh ich dir die Schuh an obwohl du schon fünf bist oder sechs bist oder acht bist. Vielleicht kann ich noch mal nachfragen, was jetzt daran gerade immen.

Wenn das Kind sagt, ich bin so müde und schlapp, dann kann ich in meine fürsorgliche Helfen der Rolle gehen und sagen, okay weißt du was? Ich weiß, du kannst es, aber ich mach's heute gern für dich. Genau! Wenn die Kraft haben, war einfach eine Freundlichkeit. Aber dieses Helfen nicht immer dem Kind abzunehmen, sondern erst einmal zu sagen, wie kann ich es unterstützen?

Find' ich ein hilfreiches Tool, um zu gucken. Diese Folge wird unterstützt von meinem Programm Wut macht's gut. Viele Eltern kommen zu mir, weil sie denken ich muss lernen die Wut meines Kindes besser zu begleiten. und ja darum geht es auch. aber oft merken Sie dann ziemlich schnell der schwierigste Moment ist gar nicht der Wutanfall des Kindes sondern das was in ihnen selbst passiert also in dir diese Anspannung die Hilflosigkeit der Druck die eigene Wut.

In Wutmachsgut lernst du deshalb nicht nur Wut besser zu verstehen, sondern vor allem wie du selbst wieder ruhiger klarer und sicherer werden kannst. Auch mitten im Familienalltag denn Familie ist nun mal chaotisch wild und groß! Wie schön ist das wenn wir dann in uns diesen Anker finden können? Alle Infos zu WutMachsGut findest Du in den Shownoten, buch Dir einfach ein kostenloses Orientierungsgespräch dass du klarer sehen, was dein nächster Schritt sein kann.

Und jetzt zurück zum Gespräch mit Michael. Du hast vorhin über aggressives Verhalten gesprochen, was oft fehlgedeutet wird von den lauten Symptomen bei Kindern? Ich weiß das die große Wut Eltern oft Angst macht! Wann ist es vielleicht auch einfach Teil von Persönlichkeit? Du hast da das Temperament vorhin schon reingebracht.

Es gibt laute und leise Kinder, schüchterne und wilde. Und wann zeigt es vielleicht die Wut, dass ein Kind innerlich massiv unter Druck steht? Wut ist für mich ein sehr positives Gefühl in dem Sinne, dass es für mich den Auftrag hat, Grenzen zu schützen. für mich zu kämpfen. Weil Wut gibt Kraft und Energie, es ist eigentlich nicht nur destruktiv.

Es ist so ein Boom nach außen. Stopp! Das ist jetzt alles hier mir viel zu nahe oder das will ich so nicht. Also eigentlich eine ganz wertvolle Sache. Und insofern würde ich sagen ... Sofern sie diesen Zweck auch bei diesem Zweck noch ist, also wenn ich merken kann mein Kind ist jetzt wütend weil es fühlt sich ungerecht behandelt oder es wollte wirklich unbedingt dass das aufhört.

Also es kämpft um seine Grenzen, es kämmt um seine Integrität mit dieser Wut. Und dann würde ich sagen ist das wirklich noch ein gesundes und normales Stressniveau. also so hier gibt's noch diese Kraft und da wird darum gekämpft und eigentlich kann man damit auch gut arbeiten. dann nach Der Wut. In der Wut selber bitte nicht mit logischen Argumenten, das funktioniert nicht.

Aber nach dem Wut kann man dafür ... Um was hast du gerade so gekämpft? Oder ist da eine total gute Frage? Das macht dann auch die Wut nicht so, warum warst du denn wütend? und es muss doch nicht sein, sondern um was hast Du gerade gekämmt! Ist mir fünfmal lieber als jemand, der eben bei Grenzüberschreitungen oder auch bei Hilflosigkeit oder derartigen unangenehmen Erlebniszuständen in den Rückzug geht.

Den muss ich ja erst wieder kriegen da und er muss auch selber erstmal noch dahin kommen. die Wut ist da ein bisschen klarer finde ich deswegen Genau, lebendiger und ein bisschen besser. zum Nachfragen auch um was hast du gerade so gekämpft? Da kriege ich von Kindern dann echt gut Antworten. Um das habe ich gekämpfen.

Das können sie dann immer supergut benennen. Ist ja vielleicht auch eine ... Also ne, fällt mir grade ein, dass ist in der therapeutischen Arbeit so ein wichtiger Punkt wenn Menschen an ihre Wut kommen. Ja. Häufig kommt erst die Trauer. Dann kommt erst mal, kommst aus einem Zustand von gar nicht fühlen depressiv.

Dann kommst du in die Trauer. Dann freut man sich schon als therapeutisch begleitende Person, dass diese Traurigkeit kommt. und dann kommt oft an die Wut zu sagen ... Boah das war aber so Scheiße von denen damals! Weil dann wird der Wut sehr groß. Und das ist ja auf therapeutischer Ebene total gut weil dann kommt man in seine Kraft.

Genau. So könnten wir ja auch das Kind ... Ah okay da ist noch Kraft da, da ist es noch ... Ich verstehe jeden. Absolut jedes Elternteil, der mit Wut seine Probleme hat und das nicht toll findet. Ganz klar! Ich schrei hier ja auch nicht Jehoven meiner mich anschreit. Mein Siebenjähriger kann auch ganz schön hochfahren... Aber es kann helfen, sich manchmal dran zu erinnern.

Okay hey das ist aber eigentlich eine super Sache. Dieses Kind kann ganz klar für sich einstehen und kämpfen. Und meine Aufgabe als Mama ist nicht das hier jetzt wegzukriegen sondern sollte es in dieser Wut destruktive Elemente geben wie Verletzungen oder Zerstörung von... unserer Küche oder so, dass ein Kind sich selber wehtut in der Wut.

Dann sind das Dinge wo ich dem Kind helfen muss zu lernen wie es die Wut behalten kann, die Kraft die da ist und wofür sie steht ohne sich selbst verletzen andere zu verletzten Sachen zu zerstören. oder Eltern schauen ja auch ganz gerne in die Zukunft ohne irgendwann im Jugendknast zu landen. Das höre ich nämlich auch, wenn das Kind jetzt so wütend ist.

Wo soll denn das hinführen? Das muss sich doch jetzt sofort unterbinden! Ja, verstehe ich auch und wollen wir alle nicht... Aber die Wut abzulöschen mit ganz viel Wasser, das ist halt nicht Sinn und Zweck der Sache. Die Wut ist an und für sich eine tolle Sache. Und wie du sagst im therapeutischen würde man sich freuen, wenn man da hinkommt oder freut man sich.

Da sind wir bei einem Durchbruch. Und den haben die Kinder aber schon Die lauten. Wie ... Du sagst da, wenn es verletzens wird oder zerstörtisch wird, destruktiv wird? Wenn Dinge zerstörd werden oder auch Verletzungen passieren. Ja. Wie helfe ich meinem Kind dann damit umzugehen? Dass das das lernt. Ja... Schwierig, gell?

Weil ... Schwierige insofern weil wir da weil wir ja selber meistens noch keinen guten Zugang zu Wut haben. Also da wäre es für viele auch gut zu schauen, wie sie eigentlich mit der Wut umgehen so ein bisschen und wie die Wut in der Familie vielleicht auch insgesamt Platz und Raum hat. Mit dem Kind selbst.

natürlich gibt es viele von diesen Ideen mit ... Die Wutumlenken auf andere Gegenstände... Das Kissen, in das man einschlägt. Die Bälle, die man an die Wand wirft... An und für sich super Ideen. jetzt für den Moment. Da kann man gerne dann auch mal mit dem Kind gucken was denn überhaupt hilft. ist es ein Ball?

Ist es rausgehen? Was für einen Typ is mein Kind! Es ist frische Luft, es ist kaltes Wasser. Bei meinem Sohn ist es die frische luft. also raus einfach durchschnaufen und raus. Da muss man für jeden Kind ein bisschen selber gucken, was hilft von diesen kleinen Strategien? Zu diesen Unterbrechungsstrategien.

Wenn solche Situationen eskalierend sind und Eltern merken, dass sie Angst bekommen, dass das Kind mit größer werdender Alter ... Kann das ja auch wirklich sein, dass man dann Angst hat, dass es Kind einhaut? Dann würde ich immer zur Hilfe raten. Also zu professionellen Hilferaten und da dann zu schauen wie können diese Situationen vermieden werden?

Wie können sich die einzelnen Mitglieder schützen in dieser Situation? wenn sie sich gegen Geschwister richtet sind Eltern ja im Riesenkonflikt In dem Moment. Sie müssen das kleinere Geschwester vielleicht schützen den größeren Sollten sie begleiten, dafür Strategien vielleicht auch in ruhigen Momenten mit dem Kind besprechen.

Ich muss dann kurz ein kleines Geschwister wegbringen bevor ich wieder zu dir zurückkommen kann oder schauen ob ich kurz irgendwie das regeln kann und so wirklich... um das andere Kind zu schützen, hier kurz in deinem Zimmer alleine lassen. Ich komme dann wieder, dass wir reden können oder so.". Das ist aber kein Beziehungsabbruch es!

Aber solche Strategien in der Familie auch in den ruhigen Momenten, wo man wieder zugänglich ist, zu besprechen. wie kann das funktionieren? Dass alle mal geschützt sind und... rausfinden, was helfen kann. Es gibt Kinder die die helfen. Atemübungen es hilft kaltes Wasser so es hilft vielleicht auch. es hilft Körperkontakt manchen hilft das gar nicht.

ja also ich durfte bei meinem Sohn bei den ganz schlimmen Wut ausbrüchen. in der Autominomiefase durfte ich nur daneben sitzen nicht anfassen darf. es wurde noch schlimmer. ganz klares signal nein aber weggehen durfte Keine Chance. Also war ich in der Nähe, also bin ich daneben gesessen und hab das erst mal einfach mal durchlaufen lassen.

Und wenn er wieder an mir gerüttelt hat oder bei mir körperlich werden wollte, wieder genommen die Hände runter zur Seite gesetzt sitzen geblieben gesagt Nein! Das nicht. Aber da sind wir noch in der Autonomiefase drei, vier Jahre. Das sind die Kleinen auch ein bisschen... besser zu nehmen, Hände runter hinsetzen.

Das geht mit dem achtjährigen nicht mehr und da muss man gut schauen, ob man sich vielleicht eine Erziehungsberatung in Anspruch nimmt und schaut was es genau braucht. Und bei den Jugendlichen ... Über die hab ich ja nicht geschrieben. aber für die Jugendlichen gibt's wirklich wenns bis dorthin immer noch so ein Riesenproblem ist dass wir uns wirklich Sorgen machen um delikentes Verhalten, Verletzung von Mitschülern, Schulproblematiken Wo dann auch die neue Autorität von Omea für Eltern-Training sehr hilfreich sein kann.

Uns verschiedene Kursangebote dann auch für Jungs und Mädchen selber gibt, wo sie lernen mit dem Umzugehen. Wo Eltern dann wirklich vielleicht auch in ihrer Hilflosigkeit sich bitte unbedingt Hilfe suchen dürfen. also das vielleicht auch als Signal für die Eltern wenn man sich selber hilflos und überfordert fühlt ist es wirklich in Ordnung, sich Hilfe zu holen.

Statt zu alten Methoden zu greifen oder drüberzufahren, weil damit macht man's auf Dauer dann nur schlimmer. Ja was passiert mit Kindern wenn sie immer wieder leben? Mit meiner Wut bin ich zu viel? Wir haben da zwei Richtungen. die eine Richtung ist das ein Insicht gehen einen autoregressives Verhalten.

Die Aggression richtet sich nach innen und das muss jetzt nicht nur im wie man es so kennt im selbstverletzenden Bereich sein, mit Ritzen oder so. Sondern das kann auch sein mit Selbstschädigendem Verhalten beim Essen und bei später dann auch Suchtmitteln. Also alles was mich irgendwie schädigt dass es in die Richtung geht, dass die Aggression nach innen gerichtet wird, das Kind vielleicht auch sich massiv zurückzieht ... Oder es kann natürlich wirklich immer noch lauter werden.

Weil es nicht gehört, nicht gesehen wird, hört das sich irgendwann so massiv äußert, dass die Kinder dann wirklich irgendwann ... übergriffig werden, also gewalttätigt dann auch werden. Aber das wären die zwei großen Horrorszenarien wo es hingehen kann. Dazwischen sind viele kleine Stabs, die auf dem Weg sind und nichts verloren oder so.

aber das kann sein was hinsteuert. wenn ich dauernd Wut unterdrücke Wenn Wut bestraft wird nicht für das gehört und gesehen wird wofür sie kämpft dann machen wir diesen Menschen krank. Die Wut richtet sich entweder komplett nach außen oder nach innen und ich will gar nicht überlegen, was da schlimmer ist.

Eine kleine Nachricht in eigener Sache... Ich glaube viele Menschen sind gar nicht nur erschöpft! Sie sind abgeschnitten von dir selbst. Von ihrem Körper, von Ruhe Ja, von echter Verbindung. Und manchmal sogar auch von ihrer Freude. und das Verrückte ist nach außen funktioniert oft noch alles. Man geht arbeiten, kümmert sich um die Kinder für Gespräche, organisiert den Alltag.

aber innerlich fühlt sich das Leben oft eng an wie so ein permanentes Abarbeiten. und genau deshalb habe ich Auszeit am See geschaffen. Ein Retreat in Burgund. An einem kleinen Segel liegen mitten in der Natur mit maximal sieben Teilnehmerinnen. Es geht dort nicht darum, möglichst viel Input mitzunehmen – also nicht um Selbstoptimierung, nicht um dich im Griff zu haben, Tools zu lernen, sondern darum wieder in Kontakt zu kommen!

Mit dir selbst? Mit deinem Körper? Mit anderen Menschen? Mit Ruhe und mit Lebendigkeit?! Ja wir machen Meditationen, Gesprächsübungen Bewegung, Skip Coaching Zeit am See Zeit im Wald, Zeit zum Nichtstun. Und oft passiert genau dort etwas Entscheidendes. Das Nervensystem hört langsam auf zu kämpfen Menschen beginnen wieder zu spüren und wieder weich zu werden Wieder wirklich da zu sein.

Und aus diesem Kontakt heraus verändern sich dann häufig auch im Alltag Dinge die Beziehungen Gespräche Konflikte Die eigene Klarheit. Du spürst dann vielleicht plötzlich im Alltag Ey, so will ich das eigentlich gar nicht. Wieso lebe ich das? Das Retreat findet Ende August statt und wenn du spürst dass das gerade etwas in dir berührt dann schreib mir gern persönlich oder schau auf christopher-end.de.

Es ist wie bei Überflutung oder Dyrönes beides scheiße. Ja eben also es ist. Beides wäre bitte zu vermeiden. Genau Was machen gut gemeinte Reaktionen von Eltern manchmal schlimmer? Gut gemeinte Reaktionen den Kindern gegenüber? Ja. Du meine Reaktion, wie war nicht so schlimm... ist doch nicht so dramatisch.

Muss man jetzt keine Angst haben, muss man ... muss man jetzt nicht wütend sein. So diese ganzen ... Ja, wie du sagst, gut gemeint grad eben bei, oh ja, war jetzt nicht so schlimm und hat noch nicht wehgetan oder so. Oder musst jetzt keine angst haben? Bin ja bei dir! Das sind die gut gemeinte Dinge.

Im Endeffekt ist aber die Übersetzung in der Kinderpsüche das was ich grade fühle ist falsch Weil das hat ja gerade schon, es muss ja eine Gefühlsäußerung vorausgegangen sein. Wie Angst Traurigkeit Schmerz Wut Das war die gefühls äußerungen. und dass was du mir jetzt grade sagst nein brauchst keine angst haben.

bis so Ja nicht habe ich aber Ja? Also Jugendliche oder Erwachsene würden sagen, ja aber hab ich doch. So und das Kind ist irgendwie irritiert so also Ich fühle dass Mama oder Papa die ja normalerweise so mein Kompass sind an denen ich mich auch ein bisschen orientiere Die sagen jetzt nee musst du nicht oder brauchst nicht oder ist nicht so schlimm.

Und dann habe ich eine innere Dissonanz, so zwischen dem was ich fühle und dem was meine Lotzen mir sagen. Meine Orientierungspunkte. Wenn ich das dauernd hab, dann stelle ich meine Gefühle ja auch irgendwo in Frage. Gerade jetzt noch wirklich im Kleinkind-Vorschulalter wo die Eltern nicht infrage gestellt werden.

Dann stelle dich mich infrage! Das ist ja nicht gut, weil auf Gefühle sollte man ja hören. Die haben ja ein Zweck! Alle auch die Blöden, auch die, die wir nicht so gerne fühlen, haben ja alle einen Zweck und deswegen wäre die noch besser gemeinte Reaktion ... Okay, bis jetzt traurig. Oder das hatte ich erschreckt!

Also das Gefühl zu benennen, zu validieren sagt man in der Psychologie also es anzuerkennen dass es da ist und dem Kind sein Gefühl auch zulassen so. Und wenn man mit dem Kind schon darüber reden kann auch drüber reden was macht das Gefühl mit dir? Wo kommt das jetzt her? wie fühlt es sich an? wo in deinem Körper ist es Zuhause?

wir haben alles ein bisschen Punkte im Körper, wo wir Gefühle mehr spüren als andere. Und sind auch die Stellen, wo man vielleicht eher reagiert, wenn man dann belastet ist. den einen schlägt auf dem Magen und die anderen verlieren die Stimme. Die kriegen Halsschmerzen. Sie fühlen sich sprachlos. Den anderen platzt fast der Kopf vor lauter Sorgen.

Die haben dann ein Kopf weh. Also da mit dem Kind auch schon in dieses Gefühl körper ... Verorten zu gehen kann dann auch hilfreich sein. Aber bitte das Gefühl einfach erst mal anerkennen. Wofür ist es so wichtig und hilfreich, dass im Körper zu verordnen? Das kann dem Kind... und das müssen manchmal auch Erwachsene noch lernen.

Das kann den Kind helfen, Gefühle für sich dann früher zu erkennen. Manchmal schon wenn sie sich so an waren, anstaunen, kann auch zum Beispiel große Gefühlen wie Wut ein bisschen ein Frühwarnsystem sein. wir wollen ja auch irgendwann mal merken Wann unsere Grenzen überschritten werden, ohne dass es das große Boom braucht.

Und wenn ich dann schon merke ... Also die Wut ist etwas was mir immer den Magen verknotet und ich bin in einer Situation wo jetzt schon merken mein Magen fängt an irgendwie zu sp- So unwohl sein, so hart oder unangenehm zu werden. Ich fühle ihn plötzlich so schwer. Dann kann ich vielleicht auch schon früher was ändern.

Also das ist so... Ich lege damit ein Grundstein für Regulation großer Gefühle bzw. auch schon ein bisschen dieses früher reagieren, bevor große Gefühle mich überschwemmen. Wo ich vorher schon sagen kann ... Nein, ich mag das gerade gar nicht! Bevor ich wütend werde. Und das können jetzt die Kleinen in der Autonomie und Vorschulzeit noch nicht.

Aber wollen wir ja, dass irgendwann die Jugendlichen oder vielleicht später dann die Jungen erwachsenen? Können! Ich merke, ich fühl mich unwohl in der Situation. Damit ist es gut, wenn ich ... Genau. Welches Gefühl da? Warum fühle ich mich auch gerade unwohl? oder was macht das grade mit mir? Macht's mich traurig, bütend und ängstlich.

Wo is die Angst? Was will die Angst sagen? Brauche ich jetzt viel Mut? Oder ist es eine Angst, die sagt, nein, da gehen wir data? Machen wir nicht! Viel zu gefährlich. Oder ist ne Angst, sie sagt okay müssen wir uns gut überlegen ob wir das machen. Und ob wir vielleicht noch was brauchen ums zu schaffen.

so Also so glaube ich die Landkarte im Körper zu haben hilft. Im Vorfeld und dann auch bei der Regulation selber, dass ich dann merke wenn ich einen heißen Kopf kriege bei Wut Dann ist vielleicht mein go to Regulations Tool Kälte Also auch so. Dann bin ich jemand, der vielleicht einen kalten Waschlappen auf den Kopf braucht während er fünfmal durchatmet.

Gut dass das jetzt autobiografisch ist, das bin nämlich ich. Aber dadurch, dass ich weiß ... Wenn ich anfange, wütend zu werden, kriege ich eine Hitze im Gesicht und am Kopf? Weil kann ich in dem Moment schon sagen, okay stopp, mein kleiner Mann hier! Ich brauche einen Moment. Wir reden gleich weiter, ich brauche einen Moment.

Dann gehe ich ins Bad, kalte Waschlappen fünfmal durchschnaufen ... Okay? Hier passiert gerade nichts. Kein Säbelzahn-Tiger um die Ecke ist. oder lass meinen Sohn und dann geh ich zurück und wir reden weiter. Das weiß ich, weil ich weiß, dass mein Kopf heiß wird, wenn ich kurz vorm Explodieren bin. Super!

Danke dir für die persönliche ... Für den persönlichen Einblick und ... Ich find das auch super dieses, übrigens mit dem Säbelzantiger. Das hab ich auch von den lieben Kolleginnen tatsächlich zu gucken ne? Also wenn man Angst hat zum Beispiel zu gucken ist hier gerade ein Säbelsantiger! Ich guck mich mal grade um und ich gucke mir unter'm Tisch ist dann ein Sääbelzantig.

Anni ist ja keine da okay. Ja. Ich mach's das überraschend oft weil ich bin... Als ich mich für die Ausbildung beworben hatte, musste man zu Einzelaufnahme sprechen. Ich hatte ja also den Herzschlag bis in die Kehle und schwitzige Hände und mir gedacht Ja, ich will das so gern machen aber ich werde jetzt hier durch leuchtet muss mich eher psychisch nackig machen.

Und saß dann da und habe mir echt gedacht So ist momenten mal Michelle Du hast doch alle diese Strategien gelernt du bringst dir deinem Sohn bei Jetzt machen wir selber Füße Blatt auf den Boden, richtig schön geerdet und dann mich umgeguckt und gesagt hier ist nichts. Also du sitzt in einem Wartezimmer es ist keine reelle Gefahr da!

Du bist absolut in Sicherheit dir kann nichts passieren. und hab dann echt gemerkt durch langsam während ich mir das gesagt habe angefangen hat wieder rotiver zu atmen. nicht diese flache Atmung die man hat wenn man aufgeregt ist Ja, wirklich hilfreich. Wie gesagt ... Deswegen ist es auch gut, wenn Erwachsene hinschauen wie sie mit ihren Gefühlen tun oder?

Weil so wir haben da vielleicht viele von uns also die Eltern, mit denen ich rede, die in meiner Generation sind, die sagen alles ihr habt das nicht gelernt als Kinder. und wie will ich's jemandem gut beibringen und ihn gut dabei begleiten Wenn ich selber noch keine Strategien für mich hab? Total Danke dir Michael Danke dir für das Gespräch.

Danke dir auch für deine Arbeit, für deine Bücher, die du geschrieben hast. Das Neuste heißt wenn kleine Seelen leiden da sind ganz viele Tipps auch drin auch viele viele Übungen. Da ist gar nicht am Rande drauf gekommen aber es sind viele Übung die man mit den Kindern machen kann körperliche Übung und dem Ausdruck zum Beispiel bei Wut aber auch bei Angst.

Angst ist ein ganz großes Thema natürlich Kinder generell, aber auch bei psychischen Erkrankungen. Das ist das Hauptsyntom, was sich zeigt bei ganz vielen Dingen. Genau. Dafür ganz viele in deinem Buch. Danke dir dafür, wo kann man sich mit dir vernetzen? Wo bist du im Netz zu finden und wie kann man mit dir arbeiten?

Also mich findet man auf LinkedIn- und Instagram jeweils unter Michelle Lucy ... mit einem L und Doppel S hinten im Nachnamen. Ähm, genau. Und... Da findet man mich am ehesten. Da check ich auch die Nachrichten, wenn man sich irgendwie mit mir vernetzen möchte. und dann hab' ich noch mit Katharina Spangler zusammen die Plattform Mama für Sorge, wo es auch ein Kontaktformular gibt und auch einiges über unsere Bücher und unsere Arbeit.

Und wer mag kann da auch noch die Hundertfünfzig-Podcastfolgen, die wir zum Thema Mama for Sorge gemacht haben nachhören? Genau! Und dort gibts einen Kontaktformula und ich freue mich immer über ... tolle Vernetzungen, tolle Kooperationen oder Anfragen zu irgendwem Themen. Da muss ich jederzeit gerne melden auch wenn man eine Anlaufstelle sucht oder so bin ich immer gern bereit zu helfen wenn es für ein bestimmtes Thema eine Anlaufstelle braucht.

Genau da findet ihr mich. und wenn kleine Seelen leiden findet ihr überall wo es Bücher gibt. und weil ich da noch einen Satz dazu sagen darf für mich war's massiv wichtig Eltern durch diese Hilflosigkeit hindurchzuführen, die sie empfinden wenn es ihren Kindern nicht gut geht. Und deswegen ist das wirklich ganz viel... Es ist erklärend aber auch ganz viel alltagspraktisches was man anwenden kann bis hin zu wo man professionelle Hilfe findet und welche die richtige sein kann für welches Thema.

also jeder der sich da überfordert unsicher hilflos fühlt findet darin ein bisschen halt den er dann wieder seinen seinem Kind geben kann. Danke dir auch dafür! Deine ganzen, die ganzen Links zu dir und natürlich auch zur Mama für Sorge oder zum Podcast der leider zu Ende ist aber zu den Hundertfünfzig Folgen, die es da bisher gab.

Die Links packen wir durch in die Show Notes, in den ausschuldigen Show Notes sind sie zu finden. Jetzt sind letzten Fragen dich allen meinen Gästen stellen Wenn du an deine eigene Kindheit denkst Was hat vielleicht gefehlt mit Blick auf Bewältigungskraft, was zu dir später selbst beibringen konntest?

Ich hab als Erwachsene lernen müssen für mich einzustehen. Also ich bin noch so aufgewachsen Mit viel Raum einnehmen und Wüten sein und laut sein Als Mädchen oder Frau ist nicht gern gesehen führt zu Konflikten Und hab aber eigentlich ein recht lautes Temperament. Also es war immer ziemlich schwierig und da als junge Erwachsene, und als Frau ... hineinzuwachsen, später dann auch in Führungspositionen hinein zu wachsen an mit dem.

ich darf Raum einnehmen und ich darf zeigen was ich kann. Und ich darf mich vor Menschen stellen und Vorträge halten also so ein bisschen auch in Richtung Imposter was da mit geschwungen ist. Das habe ich mir Das habe ich mir erarbeiten müssen. Das war jedes Mal wieder herausfordernd, jedes mal wollte ich wieder zurückschrecken und mir gedacht ne... Wenn die denken, dass ich das vielleicht gar nicht kann oder vielleicht steht mir das auch nicht zu.

Und hat jedes Mal wieder zu pushen so hey stopp. und ich hatte da auch gute bisher Lebenspartner. tatsächlich mein jetzigen Mann und auch den lange Partnerschaft, die ich davor hatte waren beides Partner, die mir da sehr geholfen haben tatsächlich. Die mich da sehr gefördert haben und gesagt haben so hey nein!

Das was du machst, machst du so gut? Darf man sehen, zeigen, hören? Da bin ich Ihnen sehr dankbar bei beiden Menschen. Aber das habe ich als Kind nicht gelangt. Das war schwer! Wir berühren uns, dass du Menschen getroffen hast, die dich da begleitet haben und in Partnerschaft. Wovor bist du deinen Eltern dankbar mit Blick auf Bewältigungskraft?

Ich bin meiner Mama extrem dankbar dafür, dass sie mich immer mit meinen Eigenheiten sehr akzeptiert hat. Das bei ihr hatte ich nie das Gefühl, dass ich komisch oder anders bin ... Mit den vielen Träumereien. Ich hab ja jetzt erst als Erwachsene die ADHS-Diagnose bekommen und hatte dementsprechend in der Kindheit viele Menschen um mich rum, die nicht verstanden haben.

Wieso ich eigentlich so in anderen Welten bin und träumerisch und unkonzentriert und chaotisch ist was sich immer versucht hat mit viel Struktur und Leistung irgendwie zu kompensieren. aber meine Mutter war da immer so ganz akzeptierend. Ja, ich glaube das hat dazu beigetragen dass sich später dann mein lautes Temperament auch irgendwie mehr annehmen konnte.

Weil sie diesen Samen gesät hat für... Du bist okay wie du bist! Du bist einfach du und das habe ich von ihr und dafür bin ich ultra dankbar. Wenn du werdenden Eltern drei Tipps mit auf den Weg geben könntest Drei Tipps zur Bewältigungskraft Deine drei Wahrheiten was das wichtigste ist welche wären das?

In Beziehungen und in Kontakt bleiben ist erste Regel. Beziehung nicht abbrechen, also in Beziehungsbleiben an meinem Kind dranbleiben, ihm zeigen dass ich da bin der sichere Hafen eben diese sichere Bindung. Und Tipp eins also wirklich dranbleibend am Kind in Beziehen bleibt Kontakt anbieten. Regel zwei Kommunikation öffnen In Kommunikation sein.

über alles reden dürfen und auch über die schlimmen Dinge, selber Vorbild sein. Selber lernen wie man über Gefühle redet mit den Kindern über Gefülle und Probleme reden. Kommunikation ist für mich da der absolute Schlüssel um gesund zu bleiben und um Hilfe oder Unterstützung in Anspruch nehmen zu können und um früh zu bemerken wenn irgendwas nicht stimmt.

Und ich glaube Kommunikations die im Kindesalter gesetzt wird trägt die Beziehung Lange, also auch in die Jugend und das junge Erwachsenalter. Wenn das Zusammenleben weniger wird aber die Kommunikation mal eine gute Basis hatte dann trägt es durch diese Zeiten oder davon bin ich überzeugt. deswegen redet mit euren Kindern, redet viel hört ihn zu lernt wie man Sachen kindgerecht was über kindgerechte Sprache und zeigt euch selber.

Die dritte Regel traut euren Kindern was zu. Packt sie nicht in Watte, lasst sie Fehler machen und helft ihnen beim Aufstehen- und Krönchenrichten oder Superheldenumhang richten ganz egal. Lasst sie... Lebt eine Fehlerkultur, in der man wachsen kann und scheitern. nicht das ist, was mich dann untergräbt oder kleiner macht sondern als Erfolg daran lernen Kindern, dass es in Ordnung ist etwas nicht gleich gut zu können.

Etwas lernen zu müssen, etwas üben zu müssen für Dinge arbeiten zu müssen und sie sich zu erarbeiten weil das fällt uns halt auch im Leben einfach nichts in den Schoß aus. Und wir brauchen glaube ich in der nächsten Generationen auch wieder Menschen die Nicht aufgeben Probleme zu lösen Auf kleiner Ebene auf globaler Ebene.

Das können wir Ihnen mitgeben. Und das ist dann auch für Sie selber sehr stark und stärkend zu ... Also bleib bei deinem Kind, bleib nah an deinem kind auf. eine Kommunikation war der zweite Punkt. Das heißt hör zu und zeig dich authentisch. Genau! Und das dritte war trau deinem Kinder- Trauer im Kind was zu?

Und mute ihm auch etwas zu. Genau, ja. Mhm. Die Fehler von Tua. Ja. Vielen Dank. Sehr gerne. Ich danke dir, es war sehr schön mit dir zu sprechen und ich freue mich, wenn's viele Eltern erreicht und stärkt. Danke dir! Wenn du gerade selbst merkst diese großen Gefühle meines Kindes, deines kindes bringen dich immer wieder an deine Grenzen sei es Wut, Hilflussigkeit oder einfach das Gefühl nicht mehr zu wissen was dein Kind eigentlich gerade braucht.

dann schau dir gerne meinen Programm Wut machts gut an Denn oft geht es nicht darum, die Wut deines Kindes besser zu verstehen. Sondern auch darum selbst wieder sicherer zu werden und diesen Halt zu finden in dir wenn es schwierig wird. Link findest du in den Show Notes Und falls ihr diese Folge gefallen hat das Gespräch gibt es auch als Video auf YouTube.

Dort findest Du ab sofort alle Elterngedönsfolgen Als video Viele Interviews und Folgen rund um Wut, Beziehung und Elternsein. Schau gern vorbei! Ich freue mich wenn du den Kanal abonnierst. Und falls es dir heute noch keiner gesagt hat sage ich dir jetzt Danke für dein Dasein in deiner Familie. Alles Liebe dir und bis bald.

Anmelden oder registrieren

0:00 / 0:00