Food Crimes - Was schmeckt dahinter?

Der Kampf um den Pepsi-Kampfjet

Dienstag, 26. August 2025 · 55 min

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Shownotes

Im Frühjahr 1996 möchte Pepsi mit einer außergewöhnlichen Kampagne den Cola-Krieg für sich entscheiden. Für 75 Pepsi-Punkte gibt es ein T-Shirt, für 1450 eine Lederjacke und für 7 Mio. Pepsi-Punkte einen Harriet Fighter Jet. Ein Kampfflugzeug, das eigentlich nur das US-Militär besitzt. Pepsi weiß, so viel süße Pampe kann kein Mensch trinken, um an diesen Jet zu kommen. Doch ein 21-jährige Student findet ein Schlupfloch und bringt die benötigten 7 Mio. Punkte zusammen. Doch Pepsi will den Jet nicht rausrücken!

Die ganze Folge als Videopodcast inklusive aller Bilder findet ihr hier: youtube.com/zdfbesseresser

Noch mehr Infos zum aktuellen Fall findet ihr auf Instagram unter @wasschmecktdahinter.

Die Netflix-Doku zu dem Fall findet ihr hier: netflix.com/title/81446626

"Food Crimes - Was schmeckt dahinter?" wird produziert von Storyhouse Productions.

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Es ist das Frühjahr 1996. Der Cola-Krieg zwischen Pepsi und Cola tobt. Doch Pepsi hat ein Ass im Ärmel. Eine außergewöhnliche Kampagne. In aufwendigen Fernsehspots erklärt Pepsi ganz Amerika, wenn du genug Flaschen kaufst und die Punkte darauf sammelst, kannst du ordentlich abstauben. Für 75 Punkte gibt es ein T-Shirt, für 1450 Punkte eine Lederjacke und für 7 Millionen Punkte einen Harriot Fighter Jet.

Ein Kampfflugzeug, das eigentlich nur das US-Militär besitzt. Pepsi weiß natürlich, so viel süße Pampe kann kein Mensch trinken, um an diesen Jet zu kommen. Und sowieso, das ist ja offensichtlich ein Witz mit dem Jet. Doch einer kann darüber nicht lachen. John Leonard, der 21-jährige Student, findet ein Schlupfloch in der Kampagne und bringt die benötigten 7 Millionen Punkte zusammen.

Dafür will er jetzt auch den Pepsi-Jet haben. Was als lustige Werbekampagne begann, stürzt Pepsi jetzt in ein PR-Desaster, das nicht nur die amerikanische Werbeindustrie für immer verändern soll, sondern an dessen Ende ein Gericht über die Frage entscheidet, muss Pepsi John Lennart tatsächlich den Kampfschild geben?

Das ist Food Crimes. Was schmeckt dahinter? Mit Lilly Temmel und Florian Rietzer. Was ist das schon wieder für ein Intro gewesen? Ja, ach, diese Geschichte, die habe ich schon so ewig auf dem Zettel. Es ist auch überhaupt nicht das, was ich dachte, was du machst übrigens. Ach. Nee, ich weiß überhaupt nichts. Was wolltest du denn machen?

Ja, das erzähle ich dir nicht, dann mache ich das nämlich noch. Es erinnert mich schon wieder wegen Amerika und Riesenmarken, die ein Problem mit ihrer Werbung haben an die McDonalds-Monopoly-Geschichte. Ja, da werden wir auch nochmal später drauf zurückkommen. Die ist nicht ganz, also die spielt ja auch eine kleine Rolle später nochmal.

Aber ja, Wahnsinn. Aber ganz ehrlich, einen Kampfjet? Also was will man auch damit anfangen? Lilly, du. Man kriegt das ja auch schlecht wieder verkauft. Ich merke schon, du hast auch das Gefühl, dass das eher ein Witz ist. Weil das wird eine der Kernfragen sein. War das ernst gemeint? Naja, wenn du sagst, das kann man gewinnen, dann muss das auch ein Gewinn sein, den man gewinnen kann, meiner Meinung nach.

Und ich erinnere mich an etwas, von dem ich nicht weiß, ob das wirklich sich so zugetragen hat. Aber das war bei uns damals in der Schule Thema. Wir sollten witzige Werbung machen. Und es gab wohl in Amerika gefährliches Halbwissen. Okay, dafür sind wir ja bekannt. Da bin ich für bekannt, ja. Aber sowas nach dem Motto, die Werbung war, du kriegst ein iPod für ein Apple und ein Ei.

Und das war der Werbespruch. Und dann musste dieser iPod oder welches Produkt auch immer das war, für einen Apple und ein Ei verkauft werden. Und deshalb glaube ich, dass es den Kampfjet dann geben musste. Gut, dann schauen wir uns das doch mal an. Dann schauen wir uns das nochmal an. Davor passiert aber noch einiges, was ich dir und euch heute in aller Ausführlichkeit erzählen möchte, weil dieser Fall wirklich ganz absurd ist und wieder Personen daran beteiligt sind, wo man sich fragt, was ist hier bitte los?

Und ich habe natürlich auch diesmal wieder Bilder dabei und viele Sachen, die wir uns anschauen werden. Und wer letzte Woche nicht zugehört hat, dem sei gesagt, wir sind jetzt auch ein Videopodcast Und zwar bei ZDF Besseresser, auf dem YouTube-Kanal von ZDF Besseresser und in der ZDF Mediathek. Das heißt, wenn ihr die Bilder sehen wollt, könnt ihr das jetzt auch dort machen.

Ihr könnt natürlich auch weiterhin auf Instagram gehen, aber bei ZDF Besseresser gibt es die Bilder auch zu sehen und vor allem auch uns zu sehen. Ab jetzt jeden Dienstag ab 16 Uhr. Den Podcast gibt es, wie gehabt, jeden Dienstag ab 0 Uhr 1. Richtig. Richtig. Überall, wo es Podcasts gibt, da ändert sich erstmal gar nichts.

Da könnt ihr uns weiter einfach ganz normal anhören. Lilly, ich habe ja am Anfang schon gesagt, der Kulak-Krieg tobt. Ich finde, es ist auch so ein Begriff... Der so super gerne benutzt wird, um den Kampf zwischen den beiden, für alle, die jetzt nicht zugeschaut haben, ich habe Gänsefüßchen gezeigt. Benutzt wird. Ich finde Kriegsanalogien scheiße.

E-dünn. Und am Ende geht es bei diesen beiden Unternehmen immer eigentlich nur darum, wer nimmt dem anderen vielleicht so ein Prozent oder ein halbes Prozent Marktanteil ab. Ah, sind die echt beide gleich groß? Nee, nicht gleich groß, aber es hat sich so eingepegelt. Weißt du, es ist jetzt ja nicht so, sodass irgendwie es irgendwann nur noch Pepsi oder nur noch Cola geben wird. Sondern es geht halt darum, wer kann mit einer cleveren Kampagne zum Beispiel irgendwie dem anderen Unternehmer für ein paar Monate so ein bisschen was wegnehmen.

Weil dann Leute sagen, ja, vielleicht probiere ich es doch mal. Aber die meisten Leute haben ja irgendwie schon so einen Cola- oder Pepsi-Favoriten. Was ist deine? Ich mag ehrlich gesagt beides nicht mega gerne. Ich mag so super süße Getränke einfach nicht. Wenn dann aber eine Coke. Okay. Lilly, ich wollte, bevor es losgeht, wollte ich noch ein kleines Experiment mit dir machen, weil in der Netflix-Doku werden alle Beteiligten gebeten, zwei Cola zu trinken und zu sagen, was Pepsi und was Coca-Cola ist.

Und ich fand das irgendwie, ich fand das ganz sympathisch und ich dachte mir, das nehmen wir ja auch mal auf, wir schmatzen nicht, ja? Also es wird nur getrunken. Du kannst nur für dich sprechen. Numero uno. Okay, ich muss mich jetzt erinnern, Und was hältst du das in dir? Okay, dann weiß ich, was das ist. Das ist das Erste. Ja.

Ich mache erst mal den Geruchstest. Neutralisieren. Mhm. Ja. Ich bin halt die falsche Person dafür, weil ich das so selten trinke. Ich würde jetzt einfach mal sagen, das ist Pepsi und das ist Cola. Nein, andersrum. Dann ist ja Pepsi viel süßer. Okay, ja spannend. Das schmeckt süßer. In der Doku war das natürlich auch ganz nett, weil die die ganzen Beteiligten von Pepsi gebeten haben, zu sagen, was ist Pepsi.

Haben die das erkannt? Ja, teils, teils. Es gibt zu diesem Fall eine Doku, und zwar bei Netflix. Und das ist auch eine der Hauptquellen heute für diese Folge. Schaut die euch gerne auch nochmal an. Selbst wenn ihr die Folge jetzt gehört habt, weil die ist wirklich ganz fantastisch gemacht und toll erzählt.

Gibt es auch noch einige Sachen, so rechts und links, die ich jetzt natürlich irgendwie weggelassen habe. Also kann ich auf jeden Fall sehr empfehlen. Verlinken wir euch auch. Und ich würde sagen, lassen keine Zeit verstreichen. Nein. Und beginnen mit den Hintergründen der Kampagne. Wir werden uns einmal verorten, wo wir hier eigentlich sind.

In den 90ern ist die Werbung im amerikanischen Fernsehen so laut und schrill wie nie zuvor. Das Motto ist höher, schneller, weiter. Auch bei Pepsi und Coca-Cola. Die beiden Unternehmen übertreffen sich nicht nur in die Intensität ihrer Kampagnen, sondern auch in den Promis, die sie vor die Kamera holen.

Mit jungen, coolen Namen will Pepsi Coca-Cola vom Thron stoßen. Madonna, Britney Spears, Shaquille O'Neal und Cindy Crawford stehen für Pepsi parat. Und Michael Jackson dichtet sogar seinen Hit Billie Jean um und singt jetzt, ich singe jetzt, Achtung, You're the Pepsi Generation. Mehr mute ich euch jetzt nicht zu. Und das ist, glaube ich, auch gemamäßig gerade noch so okay. War das Billie Jean, it's not my lover.

You're the Pepsi Generation. Holpert ein bisschen meiner Meinung nach. Aber hey. Aber all die Namen reichen Pepsi noch nicht. Denn wirklich ein Durchstoß soll eine Werbekampagne 1996 bringen. Das Jahr ist nicht zufällig gewählt. Denn in diesem Sommer stehen die Olympischen Spiele in Atlanta an. Der Heimatstadt von Coca-Cola.

Pepsi will dem ewigen Feind hier die Show stehlen. Die Idee der Kampagne ist heute vielleicht nicht mehr so überraschend. Damals war sie aber noch relativ neu. Trink Pepsi, sammle Punkte und bekomme Kram. Zigarettenmarken wie Marlboro oder Camel hatten mit dieser Werbestrategie schon riesige Erfolge gefeiert.

Pepsi war sich also sicher, das wird auch für uns funktionieren. Gesagt, getan. Auf jede Flasche wird ein Punkt zum Sammeln geklebt und ab geht's. Insgesamt 200 Millionen Dollar hat Pepsi im Sommer 1996 für die Kampagne eingeplant. Das war das komplette Werbebudget für diesen Sommer. Pepsi setzte also alles auf eine Karte. Allein 125 Millionen von den 200 Millionen sind für die Gewinne eingeplant.

Denn davon gab es eine ganze Menge. Sie alle waren im Pepsi Stuff Catalog aufgelistet. Von dem habe ich dir ein Bild mitgebracht. Juhu. Also da siehst du, es gab wirklich eine ganze Bandbreite an Sachen. Oh yes. Ich sehe eine Jeansjacke. Ich sehe Bälle, Sportbälle. Ich sehe diverse T-Shirts mit Aufdrucken. Ich sehe Sandsäcke, einen Sonnenstuhl, Sonnenbrille, CD.

Ach, diese geilen Hüllen, in die man so ganz viele CDs stecken konnte. Ja, stimmt. Diese mega coole Duffelbag. Ja, die ist Fashion. Die kommt böse. Fahrrad, Käppen vor allen Dingen auch. Und Beach-Towel. Ja, da ist doch alles dabei, was man für einen guten Sommertag braucht, Leute. Kommt mit. Keine Ahnung, wo das jetzt herkam. Auch einfach, dass sie die Kampagne Drink Pepsi Get Stuff genannt haben.

Also einfach Drink Pepsi und bekommt Zeug. Das finde ich ehrlich gesagt ziemlich witzig. Ja. Das ist einfach auf den Punkt. Ja. Genau, also so die Punkte sind unterschiedlich, also wirklich so von 75 oder 80 Punkten sind das, glaube ich, für das T-Shirt. 2750 für ein Mountainbike, da ist einiges dabei. Und hat man pro Flasche immer die gleiche Anzahl an Punkten bekommen? Ja, genau.

Wie viele? Also auf jeder Flasche war ein Punkt. Ah, okay. Ja. Und noch eine Frage, wo waren die Punkte? Also musste man die irgendwo ausschneiden oder? Die waren auf dem Etikett drauf. Also die muss man ausschneiden. Das heißt, du musst die Etikette abtrennen? Ja. Ausschneiden? Ja. Ja, also wie das in den Dosen war, weiß ich gar nicht auf den Flaschen, aber waren sie auf jeden Fall auf dem Etikett drauf.

Könnte man das nicht fälschen? Da wird es Belege gegeben. Also am Ende sicher irgendwie, aber ob du jetzt den Stress machst, da irgendwie das einmal komplett durchzufälschen, darüber ist nichts bekannt. Die hatten andere Probleme mit der Kampagne. Ich bin so gespannt. Wie viel brauchte man nochmal für den Jet? Richtig, weil das war ja der ultimative Hauptgewinn. Für den brauchte man sieben Millionen Punkte. Wahnsinn.

Also sieben Millionen, und da braucht man 7 Millionen Flaschen. Kommen wir dazu. Kommen wir noch. Achso. Kommen wir noch dazu. Die Rechnung musst du nicht alleine machen. Da bin ich dir sehr dankbar. Damit das ganze Zeug also unter die Menschen kommt und alle wie wild Pepsi kaufen, schaltet Pepsi ab dem Frühjahr 1996 einen Werbespot.

Tagtäglich sehen Millionen von Menschen wie ein cooler Jugendlicher in seiner neuen Pepsi-Lederjacke und Pepsi-Sonnenbrille durch die Schule läuft und einfach ein Star ist. Zum Superbowl 1996 wird die Kampagne gestartet und schon nach kürzester Zeit ist sie ein Riesenerfolg. Doch was Pepsi nicht ahnt, ist, dass sich im Nordwesten des Landes, in einem Vorort von Seattle, ein Sturm zusammenbraut.

Hier wohnt John Lennert, ein 21-jähriger Student. Beim Training seines Baseballteams sieht er, wie ein Teamkollege den Sammelpunkt von der Pepsi-Flasche schneidet. John fragt ihn, was er da macht. Auf der Arbeit sammeln sie für den Kampfjet aus der Pepsi-Werbung, sagt er. John lacht. Ein Kampfjet als Werbeprämie klingt irgendwie lächerlich.

Doch als er ein paar Tage später die Werbung selber im Fernsehen sieht, weiß er, das war kein Spaß. Denn nachdem der coole Junge mit Jacke und Sonnenbrille in der Werbung durch die Schule läuft, sieht John auch, wie der gleiche Junge mit einem Kampfjet vor der Schule landet. Darunter steht groß im Bild Harriet Fighter. 7 Millionen Pepsi-Punkte.

Mehr nicht. Kein Hinweis darauf, dass es ein Witz ist oder es irgendwelche Einschränkungen gibt. Das ist der pure Ernst. Von dem Moment an ist der abenteuerlustige John wie besessen von der Idee, diesen Jet haben zu wollen. Koste es, was es wolle. Solche Leute gibt es halt wirklich, die sich sowas dann zur Aufgabe machen.

Ja. Hast du schon mal von einem Jet geträumt? Hast du bei so einer Sammelkampagne schon mal mitgemacht? Weil ich habe schon mal bei einer mitgemacht. Und zwar bei dieser Ferrero-Kampagne, die es so 2006, 2007 gab. Die gibt es, glaube ich, immer noch, immer mal wieder. so rund um die WM 2006. Da gab es ja irgendwie so super viele Sammelsachen. Da gab es diese Aufkleber, die Sticker von den Spielern, so im Hanuta und so, habe ich geliebt.

Also ich kann schon verstehen, dass diese Kampagnen gezogen hat. Ich habe mal Euromünzen verschiedener Länder gesammelt. Aber die habe ich immer geplündert, wenn ich kein Geld mehr hatte. Also ich habe sie eigentlich, es war, ich habe mich selber betuppt. Ich bin, glaube ich, nicht so eine Sammlerin. Ich bin, glaube ich, für jede Deutsche gemacht, oder?

Also, außer ich sammle Erinnerungen. Ja. Nee, nee, nicht so Jede Woche eine neue mit mir Richtig Dieser Kampfchat wird in dieser Werbung gezeigt Und ich habe natürlich auch ein Bild von der Werbung mit Ich wollte jetzt nicht die ganze Werbung hier einmal abspielen Die findet man relativ easy, wenn ihr die ganze sehen wollt Aber was das Relevante bei dieser Werbung natürlich war War dieser Pepsi-Chat, Und davon habe ich dir ein Bild mitgebracht.

Amtlich das Ding, ne? Schon wieder stelle ich mir die Frage, was will man denn damit machen dann? Ja. Der Harrier-Fighter. Ja, das ist ein, ja, wie man sich einen Kampstädt vorstellt. Also ein richtiger Trümmer mit einem Pepsi-Logo drauf. Ach so geil, ne? Der vor einer Schule natürlich einfach, ja, casual da steht. Ja.

Ja, also das ist wirklich, ich frage mich aber jetzt an der Stelle, ich habe ja anfangs gesagt, wenn man in der Werbung was verspricht, muss man das einhalten. Das steht so explizit dann auch wieder nicht da. Also, da steht nur Harrier Fighter, sieben Millionen Pepsi-Points. Ja. Man könnte das auch, da steht jetzt nicht, bekomme diesen Harrier Fighter, indem du uns sieben Millionen Pepsi-Points vorlegst.

Ja. So explizit steht das da nicht. Ja, aber wenn da vorne eine Sonnenbrille gezeigt wird und da steht rund 75 Points und dann kommt der Fighter Jet mit sieben Millionen Points, dann ist ja davon aus, dass... Ja, schon. Aber ich versuche gerade zu überlegen, wie man sich da wieder rauswinden könnte, weil ich mir irgendwie dann nicht vorstellen kann, dass dieser 21-Jährige ein Jet in seinem Vorgarten dann stehen hatte.

Das konnten die sich bei Pepsi auch nicht so richtig vorstellen. Ich habe dir aber noch ein Bild mitgebracht von dem 21-Jährigen. Ja, da bin ich ganz gespannt. Also ich stelle ihn mir ein bisschen hager vor, mit einer eckigen Brille, mit einer randlosen eckigen Brille, braunen, so leicht igeligen Haaren und einem grauen T-Shirt.

So habe ich ihn mir gar nicht vorgestellt. Alles klar, ich grüße dich. Er sieht aus wie der coole Typ aus der Baseballklasse. Also er trägt eine Jeans- oder Denimjacke, vielleicht sogar die von Pepsi, eine Kette, eine blaue Baseballcap. Er sieht ein bisschen frech aus, hat schöne Wangenknochen. Ich habe mir ein bisschen einen Phänotyp-nerdigeren Typen vorgestellt, sage ich dir, wie es ist. So sieht er überhaupt nicht aus.

Nee, und so einer war er auch nicht, sondern er war wirklich eher der Business-Bro, nachdem er auf dem Bild aussieht. Also ich finde, er hat sowas, was Bro-ig ist. Ja, und das ist jetzt, ich weiß, du magst es gerne, der sieht auch ein bisschen nach so einem Golfer aus. Das schneide ich raus. Naja, ich habe das ja wertfrei gesagt. Ja, auf jeden Fall.

Golf ist eine tolle Sportart. Es gibt auch noch andere tolle Sportarten. Es ist auch wirklich ein Sport. Wenn man mal so neun Löcher läuft und trägt, dann ist das ein Sport. Da lasse ich mir auch nichts anderes erzählen. Ein Sport. Ein Sport. Hat nicht ganz deine Erwartungen. Er hat sie übertroffen. Er hat sie übertroffen.

Und ja, er hat auf jeden Fall, er ist ein Schlingel. Er ist ein Schlingel. Im Sommer 1996 ist John Lennart nur ein ganz normaler Junge. Anfang 20, der eine kleine Fachhochschule in einem Vorort von Seattle besucht und schon so ziemlich jeden Job gemacht hat, den man mit 21 machen kann. Er hat Zeitungen ausgetragen, Scheiben geputzt, Essen ausgeliefert.

Jeder Job war gut, solange... Ja. Außer Scheiben geputzt. Jeder Job war gut, solange etwas Geld reinkam. Denn das brauchte er, um sein Hobby zu finanzieren. Er liebt das Bergsteigen. Jede freie Minute verbringt John in der Natur. Aber als John die Pepsi-Werbung mit dem Kampfjet sieht, weiß er, das ist seine große Chance auf ein richtig gutes Geschäft.

Seine Rechnung ist einfach. Der Harrier-Kampfjet war ungefähr 32 Millionen Dollar wert. Die 7 Millionen Pepsi-Punkte waren für deutlich weniger zu bekommen. Nach Johns Berechnungen musste er dafür nur 4,3 Millionen ausgeben. Damit ließen sich alle Kosten für die Pepsi selber, den Transport, die sechs Lagerhäuser und die 45 Arbeitskräfte bezahlen, die ihm dabei helfen sollten, auf die Punkte zu kommen.

In drei Monaten hätte er so alle Punkte zusammen, war seine Rechnung. Und wo wollte er das Geld herbekommen? Ja, in der Theorie klingt Johns Plan schön und gut. Und es gibt nur ein Problem. John hat keine 4,3 Millionen rumliegen, die er in den Plan investieren könnte. Aber er hat eine Idee, wer dafür in Frage kommen könnte.

Todd Hoffman. Auf den hätte ich jetzt auch getippt. Richtig. Wenn einer der, dann ist es Todd. Den erfolgreichen Unternehmer kennt er von einer seiner Bergsteigertouren. Zusammen waren sie auf den Mount Denali, den höchsten Berg der USA, gekraxelt. Stunden und Tage verbringen sie hier in eingeschneidten Zelten.

Todd, der gut 15 bis 20 Jahre älter ist als John, ist fasziniert von dem jungen Tourguide. Die beiden ungleichen Männer werden Freunde. Und ich habe dir von Todd und auch Todd und John zusammen auch noch natürlich ein Foto mitgebracht. Das ist einmal Todd heute. Das ist ein Bild aus der Doku, aus der Netflix-Doku.

Und dann habe ich noch ein Bild von den beiden zusammen aus den 90ern von einer ihrer Bergtouren. Der Ellen hat mich so krass an meinen Freund meiner Mutter. Der sieht ganz lieb aus und frech. Der hat wunderschöne braune Augen. Ja, ist halt schon ein bisschen älter, graue Haare so zurückgegelt. Hat sich auf jeden Fall die Kauleisten machen lassen.

Bin ich mir gar nicht mal so sicher. Was denn? Dass die gemacht sind. Ach so, aber die Zähne haben sehr unterschiedliche Farben. Ja, okay, gut. Ach, irgendwie sieht der noch, der sieht auch immer noch aus wie so ein junger Bub. Ja, der hat auch was Schelmisches. Ja, und was lebensfrohes im Blick. Und ja, das ist er. und jetzt kommen die beiden und sagen, ach, du sind jetzt das süß.

Oh Gott, was ist das für ein wahnsinnig cutes Foto. Oder? Ja, also ich meine, wie happy kann man aussehen? Ja. Die sind halt einfach best friends. Die sind allerbeste friends und die haben, also der Style ist halt eins zu eins der, der gerade wieder in ist. Das sieht man nach so Salomon. Heißt das Salomon oder Salomon?

Ja, Salomon. Salomon-Schuhen aus, eine kleine Cap, ein cooler Pulli-Jeans, sitzt das eine vom anderen auf dem Schoß. Sind die da in einer Hütte? Ja, ja, das ist irgendeine Berghütte. Ordnung ist auf jeden Fall nichts, mit dem die sich identifizieren. Ach ja, die sehen aus wie die zwei besten Freunde, die man sich nur wünschen kann. Ja. Und ich will, dass die das rocken.

Wenn John jemand bei seinem genialen Plan helfen würde, dann ja wohl Todd. Die beiden hatten nicht nur zusammen die höchsten Berge der Welt bestiegen und somit eine unverwüstliche Freundschaft. Nein, Todd hatte vor allem auch Geld. Als Autohändler, Restaurateur, also er hatte verschiedene Restaurants und anderen Geschäften hat er erst zu einem gewissen Reichtum gebracht. Wie alt ist der Mann?

Das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Es gibt kein bestätigtes Geburtsdatum. Deswegen meinte ich auch so 15 bis 20 Jahre. Das ist so das, wie ich das aus den Erzählungen und Zeiträumen so ein bisschen eingeordnet habe. Aber der wird damals so um die 40 irgendwie gewesen sein der sah auf dem Foto gar nicht so auf der Hütte, Ja, aber er kann nicht zu jung gewesen sein. Er hatte viele seiner Geschäfte schon hinter sich. Lief da auch was zwischen denen? Nee.

Auch dann eine ungewöhnliche Freundschaft, oder? In dem Alter? Ja, aber schau mal, die haben sich über das Bergsteigen identifiziert. Und wenn du wirklich so eine Tour machst und mit Leuten für so einen langen Zeitraum in so einem Zelt eingeschlossen bist. Und ich war, wann war das? 2013, 14 war ich länger in Kanada auf so einer Expedition und da waren wir auch völlig abgeschnitten von der Zivilisation, so eine Woche einfach in der Natur.

Und du lernst Menschen einfach nochmal neu kennen und du hast einfach so einen Bund fürs Leben. Und so Extremsituationen sowieso. Deswegen haben die bei der Sendung, der Bachelor zum Beispiel, auch immer so eine krasse Bindung so schnell zueinander, weil die extreme Dates haben, die man normalerweise nicht miteinander hätte.

Und du Situationen erlebst, die andere schlecht nachvollziehen können. Ja. Das war eine gute Analogie jetzt, aber so ist es. Nein, aber ist ja wirklich so. Man fragt sich auch immer in diesen Sendungen, wie können die nach zwei Tagen verliebt sein? Weil du einfach, du bist ... Aber da habt ihr auch niemals so mitgemacht.

So hat Flo seine Frau kennengelernt. Genau. Beim amerikanischen Bachelor. Also, er sieht jetzt, dass Todd ihm vielleicht helfen kann und er ihm oder er John bei seiner nächsten Business Opportunity helfen kann. Als Todd das erste Mal von den 4,3 Millionen Dollar hört, muss er lachen. Die Idee mit dem Kampfjet ist ja ganz lustig und wahrscheinlich auch profitabel.

Aber ganz ehrlich, was, wenn sie in den drei Monaten die Punkte zwar zusammen haben, aber zum Beispiel die Kampagne vorbei ist oder der Kampfjet vergeben? Das Risiko möchte er lieber nicht eingehen. Gibt es nicht noch einen anderen Weg? Das fragt sich John natürlich auch. Und die Antwort bekommt er durch einen glücklichen Zufall.

Beim Einkauf sieht John in einem Supermarkt einen riesigen Pepsi-Aufsteller zur Kampagne. Hier hatte die Firma auch den Pepsi-Stuff-Katalog ausgelegt, den ich dir vorhin gezeigt habe. John blättert durch den Katalog, sieht die vielen tollen Prämien und ganz am Ende das Kleingedruckte. Hier findet er die Antwort. Wenn man 15 Punkte gesammelt hat, kann man so viele Punkte, wie man möchte, für 10 Cent pro Stück dazukaufen.

Das heißt, sein Plan wurde mit einem Schlag nicht nur unkomplizierter, sondern auch viel, viel günstiger. In den Kampfjet konnten sie jetzt also für 700.008,50 Dollar haben. Heute wären das ungefähr anderthalb Millionen, so 1,4. In Totzohren ging das schon viel besser. und unglaublich aber war, er ist am Start. Er will seinem jungen Freund John das Geld geben.

Der Junge soll seinen Jet bekommen. Ja, das ist, was wahre Freunde für einen tun. Und du hast die Frage vorhin aber auch schon mal aufgeworfen, was macht man da mit diesem Jet? Und den Gedanken hatte Todd natürlich auch so, okay, was willst du denn damit? Wenn der jetzt hier im Hinterhof Pepsi kommt, dann stellen wir die hier rein.

Was machst du dann damit? Was macht man mit so einem Jet? Also ich würde zusehen, dass ich den schnellsten wieder verkaufe. Ah ja, okay. Was soll ich sonst mit so einem Jet machen? Kleine Anzeigen für Selbstabholer. Selbstabflieger. Süß. Ja, ich kann... Also du würdest einfach direkt wieder verscherbeln.

Ja, oder ich würde irgendeine Attraktion daraus machen, aber dann muss ich mich ja darum kümmern. Dann kommen ja ständig Leute hier in meinen Garten rein und wollen uns den Jet angucken und dann was kann man denn mit einem, was könnte man denn daraus noch machen? Also ich sag mal so, dir hätte Todd das Geld nicht gegeben.

Weil genau das, also das ist ja direkt, wenn er verkauft wird, das möchte er nicht machen, damit es halt nicht so aussieht, dass sie nur dem Geld hinterher waren. Das möchte Todd nicht. Also entwickelt John den Plan, dass sie mit dem Jet dann zu Flugshows fahren, fliegen können, den dort präsentieren und halt wirklich so eine Art Attraktion daraus machen. Sich drum kümmert also.

Das ist jetzt auch keine richtig lukrativ klingende Idee. Ja, aber das werden wir gleich noch merken. Ums Geld ging es Todd auch nicht. Sondern er wollte einfach bloß nicht dann als der Typ dastehen, der es halt wirklich nur für die Kohle macht. Der ist auch so in der Doku und so weiter, das ist ein bisschen ein bisschen Weirdo, aber irgendwie ein ganz netter Weirdo.

Der Plan steht jetzt also. Sie kaufen sich ein paar Pepsi-Flaschen, um 15 Punkte zu sammeln und diese wollen sie dann wiederum mit einem Scheck in Höhe von 700.000 Dollar zu Pepsi schicken. Damit werden die Bedingungen ja eigentlich erfüllt. Doch schnell merken sie, so einfach geht das Ganze doch nicht.

Denn auf dem Formular, mit dem man die Punkte einlösen kann, gibt es gar kein Feld für Harrier Jet. Was machen die beiden also? Sie malen ein Kästchen, kreuzen es an und schreiben Harrier-Jet daneben. Damit der wertvolle Scheck nicht verloren geht, fliegt John den höchstpersönlich ins Vertriebszentrum von Pepsi und gibt ihn dort persönlich ab.

Nur wenige Tage später erfährt dann also auch Pepsi von Johns Plan. Ein verrückter Junge aus Seattle, der tatsächlich diesen Jet aus der Werbung haben möchte. Ist ja komplett absurd, denkt sich zumindest Pepsis Marketingchef Brian Sweaty. Mit der Position ist er jedoch recht allein, denn bei Pepsi entbrennt nun eine Debatte darüber, wie man mit den Forderungen von John Lennart umgehen soll.

Der COO Jeff Mordas, also der sozusagen das ganze Produktionelle und damit auch die Kampagne überwacht, möchte den Fall lieber direkt über die Rechtsabteilung klären lassen. Die Werbeagentur hinter der Kampagne plädiert dafür, den Fall komplett unter den Tisch fallen zu lassen, da er nur negative Aufmerksamkeit nach sich ziehen würde, die man überhaupt nicht gebrauchen kann in dem Jahr, wenn man eigentlich Coca-Cola angreifen möchte.

So geht es hin und her bei Pepsi. Doch schließlich treffen sie eine Entscheidung und schicken John einen Brief. In dem Brief steht, Danke für die Mühe. Ha ha ha. Es war als Scherz gemeint. Für die Umstände gibt es hier Gutscheine für zwei Kisten Pepsi. sie. Der Check ist zwar nicht dabei, also den schicken sie nicht zurück, der wird aber auch nie eingelöst. Was hättest du in dem Moment gedacht?

Ich will das jetzt hier nicht laut sagen, aber piep, piep, piep. Also das ist ja wohl ein schlechter Scherz. Ich werde sauer. Ja, also das ist, also ich finde es frech. Es ist frech, ne? Komplett frech. Und das ist auch nichts Halbes und nichts Ganzes. Weißt du, weil die Werbeagentur möchte es irgendwie am liebsten komplett einfach vergessen und gar nicht drauf antworten.

Die anderen sagen irgendwie direkt, Attacke mit der Rechtsabteilung, das ist irgendwie so nichts Halbes und nichts Ganzes. Ich glaube auch nicht, dass John sich damit zufrieden gibt. Nein, denn John und Todd sind auch ziemlich angepisst. Ganz ehrlich, denkt Pepsi wirklich, dass sie sich damit zufrieden geben?

Und sowieso, wenn es als Scherz gemeint war, warum hatten sie es nicht dazu geschrieben? Oder ins Kleingedruckte? So leicht lassen sie sich nicht abschütteln. Die Werbung war für sie ein echtes Angebot und das haben sie angenommen. Nun lag es an Pepsi zu liefern. Sie wissen aber auch, wenn Pepsi den Kampf vor Gericht austragen möchte, dann brauchen sie einen Anwalt. Und am besten einen, der direkt in die Offensive geht.

Die Wahl fällt auf Larry Shands, einen alten Freund von Todd, der mit seiner Kanzlei schon so einige Wirtschaftsfälle bearbeitet hat. Aber auch in der Kanzlei herrscht zunächst Uneinigkeit darüber, ob die Werbung jetzt ernst gemeint war oder nicht. Aber Larry tut seinem Freund den Gefallen und schreibt einen Brief an Pepsi.

Daran steht im Grunde, ihr habt ein Angebot gemacht, wir haben es angenommen, liefern bitte. Wochenlang hört John nichts Neues von Pepsi. Bis er am 17. Juli nach Hause kommt und ein Reporter des Wall Street Journals vor seinem Haus steht. Er möchte wissen, ob er der John Leonard ist, der heute von Pepsi in New York verklagt wurde.

John ist verwirrt. Pepsi hat ihn verklagt? Sollte das nicht andersrum sein? Egal. John weiß, der Kampf ist eröffnet. Du hast ja am Anfang schon so ein bisschen versucht, eigentlich den Argumentationsweg von Pepsi so ein bisschen aufzubauen. So jetzt mit den Informationen, die du jetzt hast. Was denkst du, wie argumentiert Pepsi?

Wahrscheinlich, dass es offensichtlich total hanebüchen ist, dass man einer Privatperson einen Kampfjet schenken sollte, die keinen Grund hat, einen zu fliegen. Du könntest im Grunde bei der Rechtsabteilung von Pepsi anfangen. Ja, herzlichen Dank. Du, äh, ihr, nicht du. Meldet euch gerne, ne? Ich blende euch mal eine Handynummer hier unten ein.

017... Ja. Denn das Hauptargument von Pepsi im Kampf gegen John Leonard ist, dass man ein Harrier Jet nicht legal kaufen kann. Also auch nicht legal besitzen darf. Das Angebot sei allein deshalb also nicht ernst gemeint. Denkst du, das stimmt? Dass man den nicht besitzen darf? Warum sollte man den nicht besitzen dürfen, frage ich mich. Richtig.

Also, das ist eine Frage, mit der sich John auch auseinandergesetzt hat. Ah ja, klar. Bevor er dieses das ganze Abenteuer gestartet hat. Und er möchte dann vom US-Militär wissen, also bevor er das alles startet, ob er den überhaupt besitzen darf. Und die sagen ja, solange da keine Waffensysteme drauf sitzen, also nicht scharf ist.

So, das wusste er damals am Anfang schon. Doch bevor die Angelegenheit jetzt in New York vor Gericht landet, kommt es im Spätsommer 1996. Aber warum geht Pepsi vor Gericht? Also was werfen die dem vor? Eben, das ist alles, das ist nicht so ganz einheitlich oder das ist nicht so ganz stringent. Man hat irgendwie schon das Gefühl, dass sie erst eine Strategie begonnen haben und dann vielleicht doch so ein bisschen Schiss bekommen haben.

Dass jetzt, wo John mit diesem Anwaltsbrief geschrieben hat, dass sie Angst hatten, dass sie verklagt werden. Und dann sind sie wahrscheinlich in die Offensive gegangen und haben ihn zuerst verklagt und gesagt, dass das im Grunde seine Forderung nicht rechtens ist. Ja, und genau, also der Fall landet erstmal nicht vor Gericht, sondern es kommt im Spätsommer 1996 zu einem Treffen zwischen Pepsi, John, Todd und allen beteiligten Anwälten.

Das Treffen stelle ich mir auch spannend vor. Ja, die Stimmung ist gelinde gesagt komisch in dem Raum, denn die Anwälte von Pepsi fragen in relativ erheitertem Ton, was John und Todd denn jetzt wirklich wollen, weil der Jet, der kann es ja nicht sein. Doch genau das wollen sie, sagen die beiden. Und die Anwälte lachen wieder und fragen, ob sie die Werbung wirklich jetzt ernst genommen hätten.

Die Antwort von John ist ja. So geht es hin und her, bis Pepsi die Karten auf den Tisch legt. Eine Million Dollar würden sie zahlen. Die beiden Freunde beraten sich. Todd macht schnell klar, er braucht das Geld nicht. Aber für John war die Summe enorm. Das macht ja auch, wenn die jetzt eine Million zahlen, heißt das, sie müssten trotzdem diesen 700.000-Check einlösen.

Nee, das ist einfach dann so klassische Beinlegung des Falls. Ihr hört auf mit eurem Bums. Wir geben euch eine Million. Wir geben euch eine Million und damit ist die Sache gegessen. Wir reden nie wieder drüber. Und Todd sagt im Grunde, John, das musst du entscheiden, weil ich brauche das Geld jetzt nicht, aber es würde dein Leben verändern. Hättest du es angenommen? Ja.

Klar. Aber du hast ja schon gesagt, es ging ihnen nicht ums Geld, deswegen werden sie es wahrscheinlich nicht gemacht haben. Und ich stelle mir auch in der Situation, also ich stelle mir diesen John schon auch pedantisch vor und der hat sich das in den Kopf gesetzt und ich glaube, der will das jetzt auch zu Ende bringen.

Und will nicht dann in diesem Raum die Person sein, die dann sagt, ja okay, ich nehme das Geld und lasse euch in Ruhe, der ist wie so ein Terrier jetzt. Richtig, ja genau so ist es auch. Und das unterscheidet mich von John, ich bin eher so, was bin ich denn so? Affenpinscher. Affenpinscher? Ja. Schade, dass du schon gehen wolltest.

Können wir auch hier einen blenden? Ich wollte so ein Golden Retriever sein oder so, lieber. Ah ja, okay. Schreibt doch mal, welchen Hund seht ihr in meinem Gesicht und welchen Hund seht ihr in Flo's Gesicht. Das könnt ihr natürlich jetzt bei YouTube machen. Dann lösen wir nächste Woche vielleicht auf, welche Hunde in unseren Familien wirklich leben.

Ja, das lösen wir dann auf. Das machen wir sehr gerne. Dann gibt es nächste Woche süße Hundefotos. Doggo-Content. Endlich! Endlich! Endlich! John ist, wie gesagt, etwas anders gestrickt als du. er, ja, also für ihn ist die Rechnung relativ einfach. Er sagt, der Jet ist 32 Millionen Dollar wert. Eine Million ist mir zu wenig. Ich möchte den Jet.

Und er ist sich auch sicher, dass er ihn bekommen kann. Denn zur gleichen Zeit hat Pepsi den berühmten Werbespot mit dem Kampfjet angepasst. Jetzt brauchte man 700 Millionen Pepsi-Punkte für den Jet. Und kurz danach gibt es wiederum einen neuen Spot und in dem fügte Pepsi jetzt die Worte Just Kidding ein, sobald der Jet ins Bild kam. Für John ist es ein klares Eingeständnis dafür, dass Pepsi Mist gebaut hatte und sich dessen bewusst war.

Der Kampf geht jetzt also in die nächste Runde. Und für diese Runde braucht John einen neuen Anwalt. Einen, der von nichts und niemandem zurückschreckt. Und vielleicht auch den ein oder anderen schmutzigen Trick auf Lager hat. Michael Avenatti ist der neue Mann, der John seinen Kampfjet besorgen soll.

Vielleicht sagt euch der Name etwas, denn besser bekannt ist Avenatti als der Anwalt, der Stormy Daniels im Rechtsstreit mit Donald Trump vertreten hat. Seine Motivation, John zu helfen, erzählt er auch in der Netflix-Doku. Er sagt, dass sein Vater 31 Jahre für einen großen Konzern gearbeitet hat und dann von einem Tag auf den anderen auf die Straße gesetzt wurde.

Ein Stück weit will sich Avenadi also für seinen Vater rächen. Ihr merkt, der Mann kann auf jeden Fall gute Geschichten erzählen. Ja, wirklich. Wahnsinnig weit hergeholt, aber okay. Und genau diese Fähigkeit, die braucht John jetzt auch von ihm. Denn Avenadi setzt auf eine aggressive Medienstrategie. In gefühlt jeder Radio- und Fernsehsendung ist John zu sehen und erzählt seine Lebensgeschichte.

Die Strategie war, dass Avenadi und John so die Öffentlichkeit davon überzeugen wollen, dass Pepsi in ihrem Profitstreben kleine Menschen wie John Lennart ignoriert und ausnimmt. Es würde euch jetzt nicht überraschen, dass die Medien nicht nur diese Geschichte lieben, sondern auch den jungen, lustigen John. Er ist, wie man so schön sagt, likable.

Und das Bild, was ich dir vorhin gezeigt habe von dem jungen John, ist auch aus einem seiner Fernsehinterviews. Also so ist er dann auch aufgetreten. Als der College-Student, der einfach von Pepsi zurückgehalten wird. Aber Pepsi lässt das nicht lange kalt. Sie treten nun zum öffentlichen Gegenangriff an und werfen John vor, dass er es mit seinem Berater Todd und der Armee an Anwälten nur aufs Geld abgesehen habe.

Und sie drohen den Fernsehsendern, die John zum Interview einladen damit, ihre Werbebudgets zu kürzen. Ach krass. Ja, und das funktioniert, denn für John gibt es bald keine öffentliche Plattform mehr. Ach krass. Und auch das Pentagon, das ihm vor ein paar Monaten gesagt hat, dass man einen Harriotjet besitzen dürfe, wenn man denn einen hat, meldet sich nun zu Wort und sagt, es gibt keine demilitarisierten Harriotjets, also kann John auch keinen bekommen.

Es scheint, als sei der Kampf gegen Pepsi verloren, aber Avenatti möchte John davon überzeugen, noch einmal Anlauf zu nehmen und mit einer letzten großen Kampagne versuchen, das Blatt zu wenden. Doch einer ist so semi-begeistert von der ganzen Idee. Todd. Der will mit dem windigen Avenadi nichts mehr zu tun haben.

John steht also schon bald vor der Entscheidung. Geht er den Weg mit dem jungen Stanwald weiter? Oder entscheidet er sich für seinen alten Freund? Weil Todd war an der Stelle raus. Ja. Ich? Ich meine, ich wäre eh jetzt schon nicht mehr in der Situation. Du hättest die Millionen genommen und er wäre raus. Ich hätte sowas von diesen Millionen genommen.

Lilly, da zahlst du Steuern drauf, dein Anwälter, was bleibt da hängen? Ja, ein Urlaub, dann ist das Geld schon wieder weg. Was bleibt da hängen? Ist ja klar, aber ich hoffe, dass er seinen Freund, oder dass er auf seinen Freund gehört hat, aber irgendwie glaube ich das nicht. Was zu dieser Zeit halt auch mit reingespielt hat, so in seine Überlegung, und da haben wir am Anfang schon drüber gesprochen, war eben der Fall von Stella Liebeck, die McDonalds damals verklagt hat.

Auch eine fantastische Folge, die wir schon gemacht haben, im Dezember, glaube ich. Also müsst ihr ein bisschen zurückscrollen. Das ist schon ein bisschen her, ja. Wenn ihr ins Archiv schaut, da ging es um die Frau, die McDonalds verklagt hat, nachdem sie sich brennend heißen Kaffee über den Schoß geschüttet hat.

Und die Geschichte hat tatsächlich mehr Wendungen und ja, auch relativ traurige Abschnitte, die man so nicht mehr so im Kopf hat. Und das Schicksal von Stelda Liebeck ist auch was, was John beschäftigt, weil er möchte halt nicht die Person sein, die jetzt von diesem Riesenkonzern für Gericht gezerrt wird, dort dann runtergemacht wird.

Aber dieser Anwalt ist ja eine sehr überzeugende Person, nehme ich an. Und das ist auch nicht nur ein einfacher Anwalt, Michael Avenatti, sondern sein offizielles Arbeitsgebiet lautet Political Opposition Research. Ein etwas technischer Begriff für etwas, das man vielleicht auch Erpressung nennen könnte.

Seine Aufgabe war es, die Leichen im Keller seiner Gegner zu finden und dieses Wissen dann für seine Kunden aus dem politischen Umfeld auszunutzen. Ja, aber so einen brauchst du dann natürlich. Ja, und dieses Handbuch wendet er nun auch auf Pepsi an und wird fündig. Er findet heraus, dass der gleiche Werbespot in Kanada mit einem Hinweis versehen war, dass der Kampfjet nicht verfügbar ist. Ging also doch.

Und dann war noch das Pepsi-Number-Fever. Ein Gewinnspiel, das Pepsi 1992 auf den Philippinen durchgeführt hatte. Das dachte ich nämlich. Ach, das wolltest du machen. Dann, ich fasse es jetzt kurz zusammen. In jedem Pepsi-Deckel steckte damals eine Zahl, mit der man täglich eine Million Peso gewinnen konnte.

Doch durch einen Produktionsfehler wurde die Gewinnzahl 349 auf rund 800.000 Deckel gedruckt. Nachdem die Siegerzahl dann im Fernsehen verkündet wurde, forderten Hunderttausende ihr Preisgeld. Doch Pepsi verweigert die Auszahlung und bot nur geringe Entschädigungen an. Infolgedessen kommt es zu Klagen, Protesten und Ausschreitungen mit zahlreichen Verletzten und Todesopfern.

Aber Nadis Strategie war jetzt also klar. Pepsi kann keine Gewinnspiele erfolgreich umsetzen. und bereichert sich dabei an einer jungen, hoffnungsvollen Generation. Das ist eine Argumentationsstrategie? Ja. Okay. Ja, und John sollte jetzt dieses Gesicht für diese Kampagne werden, für die sie Werbespots und Plakate planen.

Und ich habe eins der Plakate mit. Und das kannst du jetzt gerne mal beschreiben. Das ist, wie wir Werber sagen, das Sujet. Das ist sozusagen das Bild. Und unter diesem Bild wollten sie dann noch diesen Text drunter schreiben. Pepsi, Deceiving a Generation. Also man sieht unseren John, wie er ein blaues Auge hat und das blaue Auge ist, wenn man näher ran zoomt, das Pepsi-Logo.

Also auf der bildlichen Ebene schon clever. Also wenn man jetzt, also aus deren Sicht verstehe ich die Kampagne schon. Okay, und dann steht da drunter Pepsi Deceiving a Generation. Und dann, das kann ich nicht so gut lesen, das rote. Ja, das ist im Grunde einfach das Kleingedruckte ihrer Kampagne, in der sie schreiben, vielleicht sollte man einfach einen Disclaimer in seine Werbung schreiben. und ihre Kampagne hatte keine, deswegen sollte John jetzt den Jet bekommen.

Also es ist eine Kurzzusammenfassung des ganzen Falls. Okay. Ja, ich würde aber sagen, man sieht direkt, dass Pepsi offensichtlich diesen Mann und wenn er für eine Generation steht, einer ganzen Generation, wehtut. Also aus Sicht von Avenadi kann man sagen, ergibt Sinn. Ja. Aber um diese Kampagne jetzt zu launchen, da gibt es noch ein Problem.

Weil die Werbung, die soll im Frühstücksfernsehen laufen und in der Nähe des Pepsi-Büros in New York hängen, so wollen sie Druck auf die Pepsi-Bosse machen. Es gibt nur ein Problem. Die Kampagne kostet 200.000 Dollar. Und das Geld haben weder John noch Michael Avenatti. Wer soll das also zahlen? Ihr könnt es euch denken, die Antwort ist wie immer Todd.

Doch der hat so gar keine Lust auf den Schmarrn. Er findet die Kampagne negativ und diskriminierend. Für ihn ist es Erpressung. Wenn sie die Kampagne machen wollen, dann ohne ihn. John überlegt. Er findet die Kampagne eigentlich ganz clever, aber ihm ist auch klar, dass er mit nahezu 100%iger Wahrscheinlichkeit wegen übler Nachrede verklagt werden wird.

Ob er dann mit Michael Avenatti seiner Seite richtig aufgehoben ist, das weiß er nicht. Und obwohl er mittlerweile unzählige Tage und Roadtrips mit Avenatti verbracht hat und die beiden auch Freunde geworden sind, entscheidet er sich gegen die Kampagne. und für seinen treuen Wegbegleiter Todd Hoffman.

Johns einzige Hoffnung ist nun, dass ihm das Gericht in New York, wo die Klage von Pepsi ja immer noch sozusagen anhängig ist. Dass ihm das Gericht jetzt den Chat zuspricht. Also deine Befürchtung hat sich nicht bewahrheitet. Also es steht jetzt dieser Gerichtsprozess aus. Was ist dein Gefühl? Wo geht's hin? Ich glaube, dass der den nicht bekommen wird, Weil ein kleiner Mann gegen ein Riesenunternehmen und...

Also Pepsi wird gute Anwälte haben und ist jetzt sein Anwalt in dieser Situation immer noch dann Avenadi oder ist das noch? Nee, weil das ja noch die alte Klage mit Larry Shands ist, sozusagen geht es wieder zu Larry zurück. Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass das klappt. Okay, ja. Es geht auch erstmal eine gute Zeit ins Land.

Mehr als drei Jahre waren vergangen, seitdem John und Todd den 700.000 Dollar Scheck an Pepsi geschickt hatten. In der Hoffnung, den Kampfjet zu bekommen. Jetzt, im August 1999, sollte es endlich eine Entscheidung geben. Steht John der Kampfjet für 7 Millionen Pepsi-Punkte zu? John und Todd hatten lange gehofft, dass der Fall vor eine Jury kommt, also vor echte Menschen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass diese mit Johns Schicksal sympathisieren würden, erschien ihnen so deutlich größer. Aber das Gericht lehnt den Antrag auf eine Jury ab und setzt die Richterin Kimba Wood für den Fall ein. Eine Richterin, die in der Vergangenheit immer klar auf der Seite der Unternehmen stand.

Der letzte Versuch, das Blatt zu wenden, liegt nun darin, von Pepsi sogenannte Depositions zu bekommen. Eine Art schriftliche, eidesstattliche Aussage. Mit diesem wollen die Anwälte von John und Todd Pepsi dazu zwingen, ihre Verantwortung zuzugeben. Aber auch das lehnt das Gericht ab. Richterin Wood argumentiert, dass sie alle Informationen hat, um eine Entscheidung zu treffen.

John und Todd sind frustriert. Der Fall fühlt sich jetzt schon wie verloren. Anstatt die Entscheidung also abzuwarten, machen sie sich im Sommer 1999 auf ins Himalaya. Sie wollen dort den Mount Everest besteigen. Und ein bisschen den Kopf freikriegen. Ja, was man so macht, um mal rauszukommen. Als am 5. August 1999 das Urteil fällt, sind die beiden also irgendwo auf 5000-6000 Metern am Mount Everest.

Über ein Satellitentelefon erreicht sie ihr Anwalt aus New York und teilt ihnen das Ergebnis mit. Sie haben verloren. Und wie. Denn wenn das Ergebnis nicht so traurig wäre für John und Todd, wäre das Urteil für sie wirklich unterhaltsam. Denn es ist absurd. Richterin Kimba Wood hat in ihrem Urteil nämlich ein paar absolute Knaller versteckt.

Vor ihrer Urteilsverkündung stellt sie den Satz, Humor lässt sich ebenso zizieren wie ein Frosch. Doch das Ding stimmt dabei. Okay, Kimba. Alles klar. Dementsprechend humorlos ist dann auch ihr Urteil. Sie beschreibt, warum der Hauptgewinn nicht ernst gemeint sein konnte. Sie schreibt, der in dem Werbespot gezeigte unbedarfte Jugendliche ist ein höchst unwahrscheinlicher Pilot, dem man kaum die Schlüssel zum Auto seiner Eltern anvertrauen könnte, geschweige denn das wertvolle Flugzeug des United States Marine Corps. Hat sie recht.

Ja, sie schreibt auch, die Bemerkung des Teenagers mit einem Harrierjet zur Schule zu fliegen sei sicher besser als mit dem Bus. Also das sagt er in der Werbung, zeugt von einer unwahrscheinlich unbekümmerten Haltung gegenüber der relativen Schwierigkeit und Gefahr, ein Kampfflugzeug in einem Wohngebiet zu stottern.

Ich liebe diese sehr juristische, korrekte Erklärung, warum das völlig absurd ist mit dem Jet. Alles in allem stellt sie also fest, dass die Werbung mit dem Jet kein Angebot im rechtlichen Sinne darstellt. Das Gericht befindet deshalb, dass keine vernünftige Person hätte glauben können, dass das Unternehmen ernsthaft beabsichtigte, ein Jet im Wert von etwa 37,4 Millionen Dollar für 700.000 Dollar zu übertragen.

Das Urteil geht noch einmal in Revision. Doch im April 2000 ist klar, John Lennart wird seinen Pepsi-Kampfjet nie bekommen. Sein Fall hat trotzdem nachhaltige Spuren hinterlassen. Keine Werbung, ob in den USA oder sonst wo auf der Welt, kommt heute ohne einen Disclaimer aus. Der Fall Leonard vs. PepsiCo Inc.

Findet sich heute in den USA auch in jedem Lehrbuch zur Rechtswissenschaft wieder. Immerhin sind John und Todd bis heute Freunde geblieben und besteigen weiterhin gemeinsam Berge. Man kann auf jeden Fall sagen, dass John bei der Wahl seines Freundes die richtige Entscheidung getroffen hat. Michael Avenatti sitzt heute im Gefängnis. Er wurde im Februar 2025 wegen Versuch der Erpressung, Betrug und Identitätsdiebstahl sowie für die Unterschlagung von Mandantengeldern und Steuerbehinderung zu insgesamt 19 Jahren Haft verurteilt.

Und Pepsi? Die kämpfen weiterhin ihren ewigen Kampf gegen Coca-Cola. Ich wollte gerade applaudieren. Boah, das hatten wir noch nie. Ja, wow, was für eine Geschichte. Was für eine absurde Geschichte, oder? Ach man, ey, hätte einfach die Millionen genommen, ne? Obwohl, das hätte ihnen wahrscheinlich am Ende nicht glücklich gemacht.

Genau. Und das ist es ja, worauf es ankommt im Leben. Dass man es irgendwie schafft, sein Glück zu finden. Und die beiden sind halt immer noch Freunde heute. Das sind Freunde, die haben den Mount Everest bestiegen. Die haben diese Geschichte. Und darauf kommt es auch an, auf gute Storys, die man sich erzählen kann.

Der wird jetzt auch einen Thaler von Netflix schon bekommen haben. Ja, sicher. Hammer. Und absurd. Und also... Und er ist heute, ich weiß nicht, ob er das immer noch ist, aber zumindest zum Zeitpunkt der Dokumentation war er Ranger in einem Nationalpark. Ah, okay. Also er ist einfach weiter in der Natur unterwegs. ist.

Ein Naturbursche einfach. Ich habe auch noch ein Foto von ihm heute, wenn du es sehen möchtest. Gerne. Auch aus der Doku. Das ist er heute. Ja, sieht man immer noch. Er kriegt, dass er vor einem Jet sitzt. Ja, ja. Toll inszeniert. Ja. Der sieht nach einem soliden Typen aus. Die sind einfach immer noch gute Freunde und lachen sich ein bisschen ins Fäustchen, dass Mike Abernady mittlerweile, im Gefängnis An einer Stelle sagt Todd auch einfach so, wer ist jetzt der, der die Fußfesseln trägt?

Und wir lernen daraus, dass nicht nur irgendwelche Mount Everest Base Camps oder heftigen Gipfelbesteigungen zusammenschweißen, sondern auch gemeinsame Erlebnisse wie ein Jet von Pepsi. Ja, richtig. Ja, richtig. Gaulern will ich es nicht nennen. Weil das ist halt der Punkt. Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich kann das nachvollziehen, dass er das damals geglaubt hat und dass er diesen Kampf da auch aufnehmen wollte.

Weil meiner Meinung nach war das in der Werbung ein Angebot. Wenn du einfach, wenn du drei, vier Sachen hintereinander zeigst. Ja, klar. Nur weil das jetzt in dem Katalog nicht drinsteht, ist das ja trotzdem ein Angebot. Ja, auf jeden Fall sehe ich auch so. Also ich hätte niemals dieses Durchhaltevermögen und die Kraft, sowas dann wirklich durchzuziehen.

Aber den Gedanken kann ich auf jeden Fall nachvollziehen. Deswegen hat er meine Unterstützung auch heute noch. Unser Go hat er, ja. Super gemacht. Also wenn ihr noch ein bisschen mehr zu dem Fall wissen wollt, dann kann ich euch die Netflix-Doku sehr ans Herz legen. Wie heißt die? Hat die noch einen catchy Namen? Pepsi Where's My Jet?

Oder Where's My Jet Pepsi irgendwie so rum. Where's my Pep? Pepsi, where's my Pep? Ja. Da gibt es dann auch noch einige Einblicke dazu, wie die Werbung entstanden ist. Der Typ von der Werbeagentur bekommt da irgendwie noch ein kleines Kapitel und so weiter. Also es ist sehr interessant. Ansonsten, wenn ihr die Bilder noch sehen wollt, über die wir heute gesprochen haben, dann schaut gerne bei Instagram, bei Was Schmeckt Dahinter vorbei oder bei ZDF Besseresser auf YouTube und in der ZDF-Media-Teg.

Richtig. Da gibt es uns nämlich als Videopodcast. Auch richtig. So. Alles richtig. So. Außer, du hast mich nicht gefragt, was mein Foodcrime ist. Nee, wir sind auch nicht am Ende. Richtig. So. Auch richtig. Liddy. Ja, Florian. Der Fall für diese Woche ist Geschichte. Aber was noch nicht Geschichte ist, ist dein Foodcrime.

Mein heutiger Foodcrime ist. Ein Eierkocher in der Küche zu haben. Okay. Führe aus. Weil ich das für das mit unnötigste Küchengerät EU-West halte, weil das nicht schneller geht, als ein Ei einfach in einem normalen Kochtopf zu kochen, weil... Aber das ist natürlich meine eigene Erfahrung. Es gibt bestimmt Leute, die haben das schon mal gegessen. Ich habe noch nie das perfekte Ei aus einem Eierkocher gegessen.

Es war noch nie so, dass ich dachte, ja, hätte ich nicht besser gekonnt. Weil kann ich besser, sage ich dir auch, wie es ist. Und ich finde, also ich habe einen kleinen, heutzutage würde man sagen, ich. Ich weiß, Anglizismen sind hier nicht so gern gehört. Ich weiß aber nicht, wie ich das auf Deutsch, eine kleine Aversion.

Es ekelt dich an. Ich habe eine sogenannte Aversion. Ja, sehr schön. Wenn ich in eine Küche komme und da sehe, dass Menschen Eierkocher haben, dann habe ich irgendwie direkt so ein, muss nicht sein. Ich sage es einfach, wie es ist. Also, ich möchte einhaken. Ja, hacken Sie ein. Wir hatten früher zu Hause einen Eierkocher. Ich glaube, meine Eltern haben den immer noch. Und ich muss sagen, ich verstehe deinen Punkt.

Gleichzeitig ist es auch mega bequem. Weil du machst wirklich einfach so ein bisschen Wasser unten rein und es sieht auch mega geil aus, muss ich ganz ehrlich sagen. wie das dann so rausdampft und so. Und die Eier werden schon relativ perfekt. Aber werden sie in einem Topf ja auch. Ja, aber in einem Topf geht es schon mal damit los.

Lege ich die am Anfang rein, lasse das Wasser dann warm werden und die Eier warm werden und zähle ab dem Moment, wo das Wasser kocht. Oder lege ich die Eier ins heiße Wasser, dann besteht die Gefahr, dass sie aufplatzen. Wenn du die direkt aus dem Kühlschrank dann ins Wasser legst, dann musst du sie ja vorher erst wieder rausholen und irgendwie so aufwenden.

Deswegen, es hat schon seine Vorteile, so ein Eierkoffer. Ich sehe keinen Vorteil. Es ist natürlich ein weiteres, da stimme ich dir zu, es ist halt ein weiteres Küchengerät. Und ich habe so auch so mittlerweile den Punkt ... Ich will nicht einfach zehn verschiedene Geräte für zehn verschiedene Sachen in der Küche stehen haben. Das nervt mich halt so. Deswegen würde ich mir jetzt keinen Eierkocher kaufen.

Wenn er da wäre, fände ich ihn, glaube ich, schon ganz praktisch. Okay. Aber wir können die Frage ja auch mal ... Agree to disagree. Ja, ich kann mir vorstellen, dass ich mich damit wahnsinnig unbeliebt mache gerade. Ich frage mich, wer noch einen Eierkocher hat, wie viele Leute einen Eierkocher überhaupt zu Hause haben. Ich glaube, ehrlich gesagt, Eltern, die den halt schon immer hatten, wahrscheinlich, weil das auch ein Produkt ist, was nicht kaputt geht.

Und wahrscheinlich gab es den 2003 für 1995 bei Chibo im Angebot. Bei Pepsi, bei einer Sammelaktion. Ja. Aber in unserem Alter. Leute, in unserem Alter. Geht das gar nicht. Einfach don't. If you wanna get laid, don't have an Eierkocher zu Hause. Richtig. Und wenn ihr Unterstützung braucht beim Eierkochen, könnt ihr euch einfach bei mir melden. Ich kann euch das gerne nochmal explainen.

Eggs, wisst ihr? Haben wir bekommen. Ja, gut. Gut, dann würde ich sagen, schließen wir für diese Woche. Und diesen Krash könnt ihr jetzt auch auf Video sehen. Ihr könnt im Bild mit cringen. Einfach witzig. Lilly, nächste Woche bist du wieder dran. Jawohl, darauf freue ich mich. Ich freue mich sehr. Ich bin gespannt.

Ich auch. Und wir starten jetzt wieder voll rein. Food Crimes, jede Woche. Auf allen Podcast-Plattformen und in der ZDF-Mediathek und bei ZDF besser als auf YouTube. Jeden Dienstag. Bis nächste Woche. Tschüss.

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